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Full text of "Urkundenbuch des Klosters Heiligkreuztal"

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W  ürttembergische 

Geschichtsquellen. 


Herausgegeben 


von  der 


Württembergischen  Kommission 
für  Landesgeschichte 


Neunter  Band. 


STUTTGART. 

Druck  und  Verlag  von  W.  Kohlhammer. 
1910. 


Urkundenbuch 


des  Klosters  Heiligkreuztal 


Erster  Band. 


DATE  MICnOFILMED 

OCT  1*8 1983 


PROJECT  and 
ROLL  # 


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Bearbeitet  von 


Dr.  A.  Hauber. 


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STUTTGART. 

Druck  und  Verlag  von  W.  Kohlhammer. 
1910. 


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Vorwort. 


Drei  Bände  der  W ürttember gischen  Geschichtsquellen  sollen  das 
gesamte  archivalische  Material  zur  Geschichte  von  Heiligkreuztal  ver¬ 
öffentlichen:  der  vorliegende  enthält  Urkunden  von  der  Gründung 
1227  bis  zum  Jahre  1400,  der  zweite  die  Urkunden  bis  zum  Jahre 
1551  (1558)  und  Teile  von  Lagerbüchern  (erscheint  Frühjahr  1911), 
der  dritte  wird  eine  Sammlung  und  eine  Auswahl  aus  dem  Wichtig¬ 
sten  der  letzten  Jahrhunderte  bieten. 

Karten,  nach  verschiedenen  Gesichtspunkten  ausgeführt,  werden 
dem  dritten  Bande  beigegeben  werden.  —  Ebenso  soll  eine  ausführ¬ 
liche  Abhandlung  über  die  Heiligkreuztaler  Urkunde  und  ihre  Be¬ 
sonderheiten  für  den  letzten  Band  reserviert  bleiben. 

Herzlich  gedankt  sei  an  dieser  Stelle  allen  Personen  und  In¬ 
stituten,  die  in  liebenswürdigster  Weise  meine  Arbeit  gefördert  haben 
mit  Bat  und  urkundlichem  Material ,  und  namentlich  dem  Staatsarchiv 
Stuttgart  und  seinem  Direktor  v.  Schneider  und  Archivrat  Mehring, 
der  das  Lesen  einer  Korrektur  auf  sich  genommen. 

Tübingen,  den  12.  Oktober  1910. 


A.  Hauber . 


Inhalt 


Seite 

Einleitung . IX — XLII 

Urkunden . .  1 — 659 

Nachträge .  659—672 

Allgemeines  Kegister .  673 — 791 

Glossar .  792-817 

Berichtigungen  und  Ergänzungen . 818 — 819 


( Einleitung . 

Klein  und  unbekannt  war  fast  immer  das  Zisterzienserfrauen¬ 
kloster  Heiligkreuztal  OÄs.  Riedlingen.  Es  zum  Gegenstand  einer 
mehrbändigen  Quellenpublikation  machen  zu  wollen,  mag  deshalb  gar 
manchem ,  selbst  einem  Historiker,  auf  den  ersten  Blick  etwas  ausser- 
gewöhnlich  Vorkommen.  Wer  jedoch  bedenkt,  dass  für  die  Zeit  von 
3 1/4  Jahrhunderten ,  von  der  eigentlichen  Gründung  1227  an  bis  zum 
Tod  der  Abtissin  Veronika  von  Rietheim  1551,  im  Stuttgarter  Staats¬ 
archiv  allein  mehr  denn  1300  P ergamenturkunden  vorhanden  sind  und 
fast  alle  ohne  Ausnahme  im  Original,  und  für  die  folgende  Zeit  bis 
zur  Aufhebung  verzeichnet  das  Repertorium  des  St.  StA.  noch  ca. 
230  Urkunden  und  25  als  Akten  bezeichnete  Stücke,  der  wird  sich 
wundern  über  die  Sorgfalt,  mit  der  die  Klosterfrauen  ihre  brieff, 
ihre  Urkunden  und  Akten  gesammelt  und  bewahrt  haben.  Soweit 
man  heutzutage  kontrollieren  kann,  sind  Heiligkreuztals  Urkunden  in 
ziemlicher  Vollständigkeit  auf  uns  gekommen.  Es  gilt  also  auch  von 
unserm  Kloster  die  Tatsache  hervorzuheben,  dass  Zisterzienserklöster 
in  der  Regel  ihre  Urkunden,  die  Rechtsgrundlage  für  ihren  materiellen 
Besitz,  in  guter  Ordnung  den  Nachkommen  überliefert  haben. *)  Seine 
Akten,  Rechnungsbücher  und  dergl.  haben  wir  allerdings  nur  noch  in 
Bruchteilen,  aber  daran  trägt  die  Schuld  fast  nur  das  19.  Jahr¬ 
hundert  nach  der  Aufhebung.  Alles  vorhandene  Material  geivährt 
einen  weiten  Überblick  über  die  wirtschaftliche  Entwicklung  des 
Klosters  und  damit  der  ganzen  Umgebung.  Beziehungen  zur  äusseren 
Geschichte  der  grossen  Welt  bietet  Heiligkreuztal  für  die  ersten  Jahr¬ 
hunderte  wenig,  zum  Teil  wegen  seiner  Kleinheit  und  Weltabgeschieden- 
heitJ)  Wo  es  genannt  wird,  geschieht  es  in  den  meisten  Fällen  im 

J)  Josef  Baders  Lob  für  Salem  in  Las  badische  Land  und  Volk  I, 
Freiburg  i.  B.  1853,  92 — 93;  vgl.  auch  X.  Staiger,  Salem  oder  Salmannsweiler. 
Con  stanz  1863,  1951196. 

2)  Zwei  flüchtige  Skizzen  über  seine  ganze  Geschichte,  nach  der  Oberamts¬ 
beschreibung  Riedlingen  aus  dem  Jahr  1827,  von  A.  Hauber  in  der  Schwäbischen 
Kronik  1907, 16.  Nov.  un  d  in  den  Württemb  er  gischen  Jahrbüchern  1910,  Erstes  Heft. 


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X 


Einleitung. 


Zusammenhang  mit  seinen  „Stiftern“,  den  Grafen  von  Grüningen- 
Landau.  Es  sei  hier  versucht,  einen  flüchtigen  Überblick  über 
Heiligkreuztals  Archiv  und  Briefwesen  zu  geben. 

Zu  Klosterzeiten  ist  sehr  selten  und  nur  ganz  gelegentlich  davon 
die  Bede.  Wir  wissen  nur,  dass  die  Urkunden  und  das  Wichtigste 
com  übrigen  archivalischen  Material  1826  nach  Stuttgart  ins  Staats¬ 
archiv  gebracht  tvurden  —  .1824  hatte  Archivrat  Lotter  das  Kloster 
deswegen  aufgesucht  und  ein  Verzeichnis  der  auszuhebenden  Stücke 
angelegt.  Er  berichtet  darüber  am  6.  Oktober  1824: 

Von  Zwiefalten  begab  ich  mich  am  16.  August  (1824)  nach 
Heiligkreuzthal. 

Von  dem  dasigen  Klosterarchiv  ist  schon  in  früherer  Zeit  bei¬ 
nahe  alles  das,  was  zur  laufenden  Verwaltung  gehört,  mit  der  gut 
geordneten  Kameralamts-Registratur  vereiniget,  das  übrige  aber  in 
dem  alten  im  Klostergebäude  befindlichen  Lokal  belassen  worden. 
In  diesem,  einem  gegen  Norden  liegenden  Gewölbe,  das,  weil  höchst¬ 
selten  darauf  zu  recurieren  ist,  vielleicht  in  Monaten  nicht  geöffnet 
worden,  hatte  ich  nicht  allein  mit  der  schädlichen  feuchtkalten 
Atmosphäre  zu  kämpfen,  sondern  zu  meinem  grossen  Leidwesen 
fand  ich  nicht  einmal  ein  brauchbares  Repertorium,  und  überdies 
alles  ungeordnet,  so  dass  ich  eine  Lade  um  die  andere  vornehmen 
musste,  aus  denen  ich  dann  das  Geeignete  aushob,  mir  aufs  Zimmer 
bringen  liess,  solches  hier,  so  weit  es  die  Zeit  erlaubte,  mit  Zugrund- 
leguug  eines  Vorgefundenen  Rubrikenverzeichnisses  nach  Orte  und 
Jahre  ordnete  und  in  das  sub.  Nr.  2  anliegende  Verzeichnis  brachte: 
Die  Mühe,  die  ich  mir  bei  Durchgehung  dieses  Klosterarchivs  gab, 
sähe  ich  übrigens  durch  Auffindung  vieler  bis  auf  das  13.  Jahrhundert 
zurückgehender  Urkunden,  worunter  einige  bis  jetzt  unbekannt  ge¬ 
bliebene  Dokumente  von  alten  Grafen  von  Württemberg,  belohnt. 
Bis  zum  24.  August  verweilte  ich  mich  zu  Kreuzthal,  und  auch 
hier  hatte  ich  mich  wegen  des  von  der  Kameralverwaltung  entfernt 
liegenden  Lokals  eines  eigenen  Aufwärters  zu  bedienen,  dem  ich 
für  seine  Bemühung  auf  3  ganze  und  4  halbe  Tage  3  f.  bezahlte. 

Aus  der  Klosterzeit  ist  noch  ein  Teil  der  Einrichtung  des 
Archivgewölbes,  das  nach  der  Tradition  zu  ebener  Erde  feuerfest 
angelegt  war,  vorhanden,  nämlich  die  Behälter  für  die  Archivalien, 
hölzerne  Schränke  und  eine  „Apotheke“ ,  ein  Schrank  mit  96  Schub¬ 
laden,  genau  wie  man  sie  in  alten  Apotheken  sah,  in  der  Mitte  jeder 
Schublade  ein  Griff  zum  Herausziehen,  oben  rechts  und  links  im 


Einleitung. 


XI 


Eck  je  eine  Öffnung  nach  Art  eines  Eichenlaubes,  um  der  Luft 
einen  gewissen  Zugang  zu  lassen,  vorne  drauf  eine  römische  Zahl 
gemalt  und  auf  dem  obern  Rand  der  Schublade  ein  Zettel  geklebt 
mit  dem  Stichwort  der  Materie  des  Inhalts  der  einzelnen  Schubladen. *) 
Liese  „Apotheke“  war  namentlich  für  die  Fluchtung  des  gesamten 
Archivs  berechnet.  Zu  diesem  Zweck  bildeten  je  acht  dieser  Schub¬ 
laden  ein  für  sich  transportables  G  anzes,  2x4  aufeinander ,  die 
unter  sich  noch  durch  eiserne  Stangen  verbunden  und  mit  Seilen 
umwickelt  wurden. 2) 

Ein  gutes  Geschick  hat  uns  auch  die  für  H eiligkreuzt al  als 
Grundlage  dienende  Archivordnung  mit  der  Einteilung  all  dieser 
Schubladen  erhalten,  wie  sie  also  folgt: 

Repertorium  und  Directorium  des  Archivs  in  dem  adeligen  Gottes¬ 
haus  Heiligcreuztal,  in  sich  begreiffendt  dessen  General-Rubriquen 
samt  vorgehendem  Bericht,  wie  mit  dem  Archiv  Selbsten  umzugehen 
sey  per  F.  M.  B.  eingereicht  und  beschrieben  anno  1744. 

Notwendiger  Vorbericht  von  dem  Heiligkreuztalischen 

Archiv. 

Damit  die  Materien,  so  in  das  Archiv  gehören,  nit  unordent¬ 
lich  unter  einander  vermischet  würden,  sondern  vielmehr  in  einer 
schönen  Ordnung  liegend,  von  denen  so  mit  dem  Archiv  umbzugehen 
haben,  leichter  könnten  gefunden,  das  hineinzubringende  aber  ge¬ 
schickter  eingelegt  werden:  als  hat  man  vor  guet  erkennet  das 
ganze  corpus  in  gewisse  §§  und  titel  abzueteilen,  diese  aber  in 
seine  rubriquen  widerumb  zue  ordnen.  Solche  titel  seindt  folgende : 

§  1.  Ankuntften  herrschaftlich-eigener  gueter  und  dorffschafften. 
§  2.  Ankunfften  der  forenser,  das  ist  ausserherrschaftlicher  guter 
und  örther.  §  3.  Päpstliche  Privilegien  und  gnaden.  §  4.  Kaiser¬ 
liche  und  andere  weltliche  hohen  fürsten  gnaden.  §  5.  Fundationes 
und  stifftungen.  §  6.  Allhiesiger  closterfrawen  ankunfft  und  herein¬ 
bringen.  §  7.  Ordensacta.  §  8.  Das  Ordinariat  besonder.  §  9. 


Genau  die  gleiche  Einrichtung ,  gleich  bis  auf  den  Anstrich  des  Ganzen , 
ist  heute  noch  im  Archiv  des  die  Paternität  über  Heiligkreuztal  ausübenden 
Zisterzienserklosters  Salem  bei  Überlingen  am  Bodensee,  jetzt  Sommerresidenz 
des  Erbprinzen  von  Baden ,  zu  sehen.  Hier  wurde  die  Einrichtung  geschaffen 
im  Jahr  1732  auf  Veranlassung  des  Abtes  Konstantin  Miller,  in  Heiligkreuztal 
dagegen  jedenfalls  1744,  wie  wir  etwas  weiter  unten  sehen  werden,  also  hat  dafür 
Salem  die  Priorität.  S.  Staiger  a.  a.  0.,  S.  16. 

2)  S.  die  Archiv  Ordnung. 


XII 


Einleitung-. 


Hoche  geistliche  dikasterien.  §  10.  Hoche  weltliche  dikasterien. 
§  11.  Benachbarte  hoche  häusser.  §  12.  Stüffter  und  gottshäusser. 
§  13.  Reichs-  und  andere  statt.  §  14.  Kürchen-,  heiligen-  und 
beneficiat  Sachen.  §  15.  Allmoosen  Sachen.  §  16.  Cameral-  und 
Ökonomie  Sachen.  §  17.  Jurisdiktionalien  und  berechtsamkeiten. 
§  18.  Jeden  unterthanen  Sachen.  §  19.  Miscellanea.  §  20.  Rech¬ 
nungssachen.  §  21.  Eingebundene  acta  und  Sachen. 

Nun  seindt  unter  diesen  titlen  alle  materien  begriffen,  aber 
wiederumb  geteilet  in  ihre  numeros  und  zwar  in  romanische,  welche 
auch  auf  denen  Schubladen  und  thätlein  gezeichnet  sind  und  die 
eigentliche  rubriquen  anzeigen,  wohin  eine  iede  materi  gehört; 
dessentwegen  sie  auch  in  disem  repertorio  denen  rubriquen  vor¬ 
gesetzt  seindt.  Solche  numeri  seindt  in  allem  CLXX,  sage  hundert 
und  sibenzig,  under  welche  einige  noch  keine  rubriquen  haben, 
sonderen  lähr  seindt;  damit  wan  in  zuekunfft  etwas  kommete,  so 
in  die  schon  rubricierte  numeros  oder  gegenwärtige  rubriquen  füg¬ 
lich  nit  könte  geleget  werden,  solches  in  diese  noch  lähr  stehende 
numeros,  doch  unter  dem  rechten  titul  gebracht  und  newerdingen 
rubriciert  werden  können.  Bisweilen  hat  auch  ein  einziger  numerus 
mehrere  Schubladen  nach  erforderung  seiner  rubriquen  und  materi; 
gleichwie  auch  geschieht,  dass  eine  einzige  materi  sich  zue  mehreren 
rubriquen  schicke  und  folglich  bey  mehreren  numeris  zue  suechen 
und  zue  finden  seye. 

Die  arabische  Ziffer,  so  in  disem  repertorio  nach  ieder  rubriquen 
gesezt  wirdt,  zeiget  nichts  anders  an  als  die  küsten,  die  auch  mit 
eben  diser  Ziffer  gezeichnet  ist,  in  welcher  ein  ieder  numerus  und 
rubriquen,  das  ist  in  welcher  die  schublaaden  eines  ieden  numeri 
und  rubriquen  liget.  Diese  arabische  Ziffer  ist  NB.!  niemahlen  in 
acht  zue  nemmen  als  allein  wan  das  archiv  nit  zue  hauss  oder  nit 
an  seinem  gehörigen  orth  offen  und  bey  einander  stehet,  sondern 
etwan  anderwerthshin  geflehnet  und  also  die  küsten  geschlossen 
seyndt ;  damit  man  nemblichen  als  dann  im  faahl  etwas  aufzuesuechen 
wäre,  wissen  könne,  in  was  vor  einen  küsten  diser  oder  iener  numerus 
lige  und  folglich  was  man  vor  eine  öffnen  müesse,  disen  oder  ienen 
numerum  gleich  zue  finden,  derentwegen  gleichwie  die  schublaaden 
mit  romanischen  numeris,  also  die  küsten  mit  arabischen  zifferen  ge¬ 
zeichnet  seindt. 

Sonsten  aber  werden  die,  so  mit  dem  archiv  umbzuegehen 
haben,  beobachten,  das  so  offt  sie  etwas  in  eine  schublaaden  ein- 
legen,  sie  den  behörigen  numerum  der  schublaaden,  nit  aber  die 


Einleitung. 


XIII 


Ziffer  der  küsten,  darauf!  machen,  damit  wan  es  herauss  genomen 
wirdt,  es  hernacher  desto  weniger  verlegt  werde,  sondern  an  sein 
altes  orth  komme. 

Auch  die  herren  beambte,  wan  sie  etwas  auss  dem  archiv 
begehren,  därffen  sie  nur  auff  einem  zettelein  die  so  damit  umb- 
gehen,  berichten,  was  vor  eine  materi  sie  haben  wollen,  dabey  aber 
den  numerum  so  auf  der  schublaade,  nit  aber  so  auff  der  küsten 
stehet,  benambsen.  Schicken  sie  aber  etwas  newes  in  das  archiv, 
so  werden  sie  auch  gleich  den  numerum  der  schublaaden,  in  welche 
es  muess  geleget  werden,  darauf!  zeichnen. 

Wan  das  archiv  solte  müessen  geflehnet  werden,  so  gott 
gnädigst  verhueten  wolle,  können  die  fahre  und  nit  volle  Schubladen 
aufgefüllet  werden  mit  gebundenen  Sachen,  als  rechnungen,  buechern 
etc.,  wie  auch  mit  sakristey-  kürchen-  und  anderen  Sachen,  welche 
geschwindt  wider  von  denen  darin  ligendten  schrüfften  zue  under- 
scheiden  seindt,  keineswegs  aber  NB. !  mit  anderen  schrüfften  und 
briefschafften,  welche  nit  ohne  dem  darein  gehören,  dan  sonsten 
man  das  ganze  Archiv  widerumben  auffs  newe  mueste  durchsehen, 
wan  man  sie  zue  seiner  zeit  haben  wolte.  Diejenige  aber,  so  etwas 
in  die  schublaaden  zum  dehnen  hineinlegen,  werden  die  numeros 
fleissig  auffzeiehnen,  in  welchen  und  bey  welchen  sie  es  zue  seiner 
zeit  widerumb  zue  suchen  und  zue  finden  haben. 

Ferner  wan  es  zum  dehnen  kommete,  so  ist  es  nit  genueg  das 
die  deckel  an  allen  küsten  durch  ihre  Schlösser  zue  geschlossen 
werden,  massen  so  ein  waagen  durch  Ungeschicklichkeit  der  fuehr- 
leuten  Umfallen  sollte,  ersagte  deckel  wol  auffspringen  und  also  die 
Schubladen  oder  etwas  von  denen  schrüfften  heraussfallen  und  ver¬ 
loren  gehen  därfften ;  welches  auch  geschehen  könte  in  dem  öffteren 
auf  und  ablaaden,  ia  auff  dem  waagen  selbst  durch  starkes  auff- 
und  anstossen  der  küsten,  derohalben  zue  grösserer  Sicherheit  ein 
iede  küsten  mit  einem  starken  seil  oder  strick  in  ihrer  mitte  wohl 
umgewunden  und  verstricket  oder  gebunden  werden  solle,  damit 
wan  ungefähr  ein  schloss .  auffspringen  solte,  iedoch  nichts  herauss 
fallen  könne. 

Nun  folgen  die  general-rubriquen  unter  ihren  numeris: 

Geiieral-rubriquen  des  Heiligkreuztalisehen  Archivs: 

§  Ankunfften  kerrschafftlicher  eigener  güeter  und  dorffschafften. 

I.  Andelfingen  (Kiste  4).  II.  Beyern  (K.  4).  III.  Binz¬ 
wangen  (K.  4).  IV.  Ertingen  (K.  4).  V.  Fridingen  (K.  8).  VI.  Hei- 


XIY 


Einleitung. 


ligcreizthaal  (K.  8).  VII.  Hundersingen  (K.  8).  VIII.  Landaulioff 
(K.  8).  IX.  Thaalhoff  (K.  12).  X.  Thollhoff  (K.  12).  XI.  Wald¬ 
haussen  (K.  12).  XII.  —  (K.  12). 

§  Ankunfften  der  Forenser,  das  ist  ausserherrschafftlicher  Güeter  und 

Örther. 

XIII.  Altheim  (K.  16).  XIV.  Beizkofen  (K.  16).  XV.  Blo¬ 
chingen  (K.  16).  XVI.  Bolster  (K.  16).  XVII.  Braitenriedt  (K.  4). 
XVIII.  Emmerfelden  (K.  4).  XIX.  Grüeningen  (K.  4).  XX.  Her¬ 
berdingen  (K.  4).  Hedingen  videatur  N.  XCVIII.  XXI.  Lang- 
enslingen  (K.  8).  Markdorf  videatur  N.  XCVII.  XXII.  Pflummern 
(K.  8).  Veldkirch  videatur  X.  XCIX.  XXIII.  Wilflingen  (K.  8). 
XXIV.  Uiber  Wunn  und  Waid,  Trieb  und  Tratt  (K.  8). 

§  Päpstliche  Privilegien  und  Gnaden. 

XXV.  Päpstliche  Privilegien  (K.  12).  XXVI.  Authentica  der 
heiligen  Reliquien,  privilegierten  Altären  und  Ablassen  (K.  12). 

§  Kaisserliche  und  anderer  weltlicher  hoher  Fürsten  Gnaden. 

XXVII.  Kaisserliche  Privilegien  und  Freyheiten  (K.  12). 
XXVIH.  Österreichische  Privilegien  und  Gnaden  (K.  12). 

§  Fundationes  und  Stützungen. 

XXIX.  Haupt  Stiftungen  (K.  16).  XXX.  Pia  legata  und  andere 
mindere  milde  Stiftungen  (K.  16).  XXXI.  Jahrtäg  und  andere  Stif¬ 
tungen  sub  titulo  oneroso  (K.  16).  XXXII.  Concordata  zwischen 
Österreich  und  Konstanz  (K.  16). 

§  Allhiesiger  Closterfrauen  Ankunft  und  Hereinbringen. 

XXXIII.  Der  Klosterfrauen  Heiratgüter,  Erbschaften,  =  ledige 
Anfäll  accord  ihres  Hereinbringens  etc.  (K.  3).  XXXIV.  Dero  Tauf-, 
Geburts-  und  Adelsbrief  (K.  3).  XXXV.  Dero  Professionszettel  (K.  3). 
XXXVI.  Capitularische  Aufnahme  und  Catalogi  der  Klosterfrauen 
(K.  7). 

§  Ordens  Acta. 

XXXVII.  Electiones  und  Wahlen  der  Frauen  Äbtissinnen  — 
samt  deren  Contirmation  (K.  7).  XXXVIII.  Benedictiones  derselben 
(K.  7).  XXXIX.  Resignationes  und  Inventaria  (K.  7).  XL.  Visitations 
Charten  und  Verordnungen  (K.  11).  XLI.  Straf-,  Inquisitions-  und 
Kriminalacten  (K.  11).  XLII.  Zerschiedene  Ordens  Decreta  und 
Verordnungen  (K.  11).  XLIII.  Cisterz  (K.  11).  XLIV.  Salem  (K.  15). 
XLV.  Das  Vicariat,  wan  es  anderwärts  als  bei  Salem  ist  (K.  15). 


Einleitung. 


XV 


§  Hoche  geistliche  Dicasteria. 

XL VI.  Rom  (K.  15).  XL VII.  Lucern,  das  ist  Nunciatur  (K.  3). 
XLVIII.  Con stanz  (K.  3). 

§  Hoche  weltliche  Dicasteria. 

XL1X.  Reichshofrat  (K.  3).  L.  Kammergericht  (K.  3).  LI.  Hoche 
Stellen  zu  Innsbruck  (K.  7).  LII.  Hofgericht  (K.  7).  LIII.  Land¬ 
gericht  (K.  7). 

§  Benachbarte  hoche  Häuser. 

LIV.  Sigmaringen  (K.  7 — 11).  LV.  Fürstenberg  (K.  11). 

LVI.  Truchsess  (K.  11). 

§  Stifter  und  Gotteshäuser. 

LVII.  Fürstliches  Stift  Buchau  (K.  15),  allwo  auch  die 
LVIII.  Schirmfrüchte  zu  Ertingen  (K.  15),  und  die  LIX.  Cornelier- 
güter  allda  (K.  15).  LX.  Herrenklöster  (K.  15).  LXI.  Frauenkloster 
(K.  2).  LXII.  Münsterlingen  (K.  2).  LXIII.  Rorschach  (K.  2). 
LXIV.  Salmansweilische  Pfleg  Ostrach  oder  Bachhaupten  (K.  2). 
LXV.  —  (K.  6). 

Reichs  und  andere  Städt. 

LXVI.  Biberach  (K.  6).  Markdorf  yideatur  N.  XCVII.  LXVII. 
Mengen  (K.  6).  LXVIII.  Riedlingen  (K.  6).  LXIX.  Saulgau  (K.  10). 
Veldkirch  yideatur  N.  XCIX.  LXX.  —  (K.  10).  LXXI.  —  (K.  10). 

§  Kirchen-  Heiligen-  und  Beneficiatsachen. 

LXXII.  Juspatronatus  insgemein,  auch  Pfarrsachen  insgemein 
(K.  10).  LXXIII.  Jus  spolii  und  Redemptiones  (K.  14).  LXXIV. 
Tituli  mensae,  Praesentationes  und  Inyestiturae  (K.  14).  LXXV. 
Andelfingen,  Kirchen  und  Pfarrei  (K.  14).  LXXVI.  Binzwangen, 
Kirchen  und  Pfarrei  (K.  14).  LXXVII.  Bolster,  Kirchen  und  Pfarrei 
(K.  2).  LXXVIII.  Friedingen,  Kirchen  und  Pfarrei  (K.  2).  LXXIX. 
Hundersingen,  Kirchen  und  Pfarrei  (K.  2).  LXXX.  Hundersingen, 
Kaplanei  (K.  2).  LXXXI.  Ertingen,  Kaplanei  (K.  6).  LXXXII. 
Kappellen  zu  S.  Anna  und  Niclas  allhier  (K.  6).  LXXXIII.  Kap¬ 
pellen  zu  Beyern  und  Waldhausen  (K.  6).  LXXXIV.  Andere  Kap¬ 
pellen  in  der  Herrschaft  (K.  6).  LXXXV.  Bausteuern  zu  ausser- 
herrschaftlichen  Kirchen-  und  Beneficathäusern  (K.  10).  LXXXVI. 
Heiligen  Sachen  und  Heiligenrechnungen  (K.  10).  LXXXVII.  Armen¬ 
leuthaus  zu  Andelfingen  (das  Ganze  ist  durchstrichen)  (K.  10). 


XVI 


Einleitung-. 


LXXXVIII.  Türkensteuer  (K.  10).  LXXXIX.  Bau-  Brand-  und 
allerhand  Beisteuern  (K.  14).  XC.  Allerhand  Almosen  (K.  14). 

§  Kameral-  und  Okonomiesachen. 

XCI.  Bodenzins  (K.  14).  XCII.  Andere  Zins  und  Gülten  (K.  14). 
XCIII.  Zehend  Sachen  (K.  1).  XCIV.  Kammersteuer  und  Anlagen 
<K.  1).  XCV.  Kapitalien  und  Aktivschulden  (K.  1).  XCVI.  Passiv¬ 
schulden  (K.  1).  XCVII.  Reben  und  Haus  zu  Markdorf  (K.  5). 
XCVIII.  Reben  zu  Bedingen  bei  Überlingen  (K.  5).  XCIX.  Reben 
zu  Veldkirch  (K.  5).  C.  Sennereien  (K.  5).  CI.  Viehmastung  (K.  9). 
CII.  Schäfereien  (K.  9).  CIII.  Steinbrüch  (K.  9).  CIV.  Ziegelhütten 
(K.  9.)  CV.  Baumaterialien  (K.  13).  CVI.  Gebäu  und  Verding  (K.  13). 
CVII.  Weberei  und  andere  Manufacturen  (K.  13).  CVIII.  Lidlohn 
der  Dienstboten  (K.  13).  CIX.  Besold-  und  Bestallungen  der  Herren 
Beamten  (K.  1).  CX.  Pfründ  und  Besoldung  der  P.  P.  Beichtväter 
(K.  1).  CXI.  Umgeltsachen  (K.  1).  CXII.  —  (K.  1). 

§  Jurisdictionalien  und  Berechtsamkeiten. 

CXIII.  Huldigungsacta  und  Sachen  (K.  5).  CXIV.  Herrschaft¬ 
liche  Satzungen,  Befehl'  und  Verordnungen  (K.  5).  CXV.  Regalien 
und  Herrlichkeiten  insgemein  (K.  5).  CXVI.  Malefizprozess  und 
Inquisitiones  (K.  5 — 9).  CXVII.  Allerhand  Kriminalfäll  und  Diffe¬ 
renzen  (K.  9).  CXVIII.  Gelait-  und  Durchfuhr  der  Malefizpersonen 
und  toten  Körper  (K.  9).  CXIX.  Wasen-  und  Abdeckrecht  (K.  13). 
CXX.  Civilstrafsachen  (K.  13).  CXXI.  Trieb-,  Tratt-  Kääs  und 
Äckerichsachen  (K.  13).  CXXII.  Forstsachen  (K.  19).  CXXIII. 
Hölzer  und  Waldungen  (K.  19).  CXXIV.  Wässer,  Brünnen,  Flüss 
<K.  19).  CXXV.  Fischenzrecht  (K.  19).  CXXVI.  Brücken,  Strassen, 
Weg  (K.  19).  CXXVII.  Zoll,  Pflaster-  und  Weggeld  (K.  19). 
CXXVIII.  Mark-  und  Grenzsachen  (K.  19).  CXX1X.  —  K.  (19). 

§  Deren  Unterthanen  Sachen. 

CXXX.  Lehensachen  (K.  20).  CXXXI.  Lehenbrief  und  Lehen¬ 
revers  (K.  20).  CXXXII.  Fronsachen  (K.  20).  CXXXIII.  Dorf- 
und  Ettersbeschrieb  (K.  20).  CXXXIV.  Güterbeschrieb  (K.  18). 
CXXXV.  Abzug-  und  Einzugsachen  (K.  18).  CXXXVI.  Leibs¬ 
bedingungen  der  aus-  und  einziehenden  Untertanen  (K.  18). 
CXXXVII.  Heiratsabreden  (K.  18).  CXXXVIII.  Pfründen  und  Leib- 
geding  (K.  18).  CXXXIX.  —  (K.  18).  CXL.  Letzte  Willen  und 
Testamenter  (K.  18).  CXLI.  Fäll  der  leibeigen  Verstorbenen  (K.  18). 
CXLII.  Teilungssachen  (K.  17).  CXLIII.  Waisensachen  und  Rech- 


Einleitung. 


XVII 


nungen  (K.  17).  CXLIV.  Dorfrechnungen  (K.  17).  CXLV.  Zunft- 
und  Handwerkssachen  (K.  17).  CXLYI.  Gerichtsbesatzungen  (K.  17). 
CXLVII.  Matricular-  und  Bereuthungssachen  (K.  23).  CXLVIII. 
Steuern  in  östreichische  Cassa  zu  Ehingen  (K.  23).  CXLIX.  Mass- 
und  Bierpfennig  (K.  23).  CL.  Lieferungssachen  (K.  24).  CLI. 
Quartier-  Marsch-  und  Vorspannsachen  (K.  24).  CLIl.  —  (K.  24). 

§  Miscellanea. 

CLIII.  Denkwürdige  Begebenheiten  und  remarquable  Zufall 
allhier  (K.  22).  CLIV.  Allerhand  Prozessacta  (K.  22).  CLV.  Allerhand 
Commissionsacta  (K.  22).  CLVI.  Allerhand  Verhörssachen  (K.  22). 
OL VII.  Allerhand  Gewaltsbrief  (K.  22).  CLVIII.  Attestata  und  Pass 
(K.  21).  CLIX.  Dienst-  sollicitudines  und  recomendationes  (K.  21). 
OLX.  Suppliquen  und  Bettelbrief  (K.  21).  CLXI.  Neue  Jahrs- 
Namenstag-  und  andere  gratulationes  (K.  21).  CLXII.  Totfäll- 
Notificationsschreiben  (K.  21).  CLXIII.  Titularbücher  und  Titul- 
auch  Bangsditferentien  (K.  21).  CLXIV.  —  (K.  21).  CLXV.  —  (K.  21). 

Rechnungssachen. 

CLXVI.  Conten,  Quittungen  und  andere  Beilagen.  CLXVII. 
Rechnungsrevisiones  und  andere  Rechnungssachen.  CLXVIII.  Ur- 
baria  und  Protocolla.  CLXIX.  Rödel  und  Rechnungen  der  Zehenden, 
Zinsen,  Kapitalien,  Abtei,  Bursamt,  Kuchelamt,  Kelleramt,  Oberamt, 
Apothek,  Garten.  CLXX.  Andere  eingebundene  Schriften  und  Acten. 

Was  die  Klosterfrauen  mit  so  peinliche r*  Sorgfalt  durch  Jahr¬ 
hunderte  angesammelt  und  bewahrt  hatten ,  ist  uns  in  seinem  wichtigsten 
Teil  erhalten  im  Stuttgarter  Staatsarchiv ,  Abteilung  Heiligkreuztal, 
es  sind  vornehmlich  Urkunden  und  Lagerbücher  der  älteren  Zeit. 
Späteres  Material  grossenteils ,  Akten  und  dergl.,  allerdings  auch  eine 
Anzahl  Urkunden  aus  früheren  Jahrhunderten  mussten  aus  einer 
ziemlichen  Anzahl  von  Archiven  zusammengesucht  werden.  Hier  möge 
eine  Zusammenstellung  der  in  Betracht  kommenden  Lagerstätten  und 
was  das  Material  für  den  dritten  Band  angeht,  auch  eine  kurze 
Übersicht  über  das  jeweils  Heiligkreuztal  Betreffende  folgen.  Die 
Stücke,  bei  denen  kein  Lagerort  angegeben  ist,  liegen  im  Stuttgarter 
Staatsarchiv  unter  „Heiligkreuztal“ ,  etliche  weitere  Stücke  ebenda 
in  anderen  Abteilungen. 

Was  hier  und  im  Staatsfilialarchiv  in  Ludwigsburg  liegt,  ist 
nicht  näher  spezifiziert. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


II 


XVIII 


Einleitung. 


Über  40  kleinere  Faszikel  enthält  das  Staatsfilialarchiv  Lud¬ 
wigsburg  ( neulich  aus  dem  Archiv  des  Ministeriums  des  Innern  in 
Ludwigsburg  übergeben ). 

Ein  quantitativ  grösserer  Teil  ruht  heute  noch  in  der  alten 
Registratur  des  Kameralamts  Heiligkreuztal ,  seit  neuestem  in  der 
Oberamtsstadt  Riedlingen.  Ein  summarischer  Auszug  aus  dem  Re¬ 
pertorium  ergibt  folgenden  Inhalt: 

Karner alamt  Heiligkreuztal . 

Repertorium  über  die  Kamer alamts- Registratur. 

Gefertigt  1858. 

I.  Band.  Ältere  Akten. 

Hie  ältere  Registratur  umfasst  die  sämtlichen  älteren  Akten 
vor  dem  Jahre  1804,  insoweit  nicht  eine  V erbindung  und  Vereinigung 
derselben  mit  den  neueren  Akten  erforderlich  schien,  die  sämtlichen 
älteren  Amts- Dokumente,  die  Akten  über  die  frühere  Zehnt-Verwaltung, 
die  über  Lehen-  und  Zinsgüter,  ferner  die  über  die  aufgelöste  Natural¬ 
verwaltung  und  über  andere  nicht  mehr  bestehende  Verwaltungszweige . 

Bei  der  Einrichtung  dieser  Registratur  war  das  frühere  im 
Jahr  1826  gefertigte  Repertorium  hauptsächlich  massgebend  und 
wurde  das  Quadrangulieren  der  Akten  unterlassen. 

Diese  älteren  Akten  waren  in  einer  Zelle  im  Kloster gebäude  zu¬ 
nächst  der  Treppe  in  5  Registraturkästen  untergebracht,  von  denen 
die  Kästen  1,  2  und  3  je  32  Fächer,  der  Kasten  Nr.  4  20  Fächer 
und  Nr.  5  40  Fächer  enthält. 

Rubriken-Verzeichnis. 

Allgemeine  Übersicht  des  Inhalts.  —  Generalia.  —  Grund¬ 
dokumente. 

Einnahme:  Reste.  Grundstocksveränderungen.  Hoheits¬ 
und  obrigkeitliche  Rechte.  Staatsgüter.  Zehnt-  und  Teilgebühren. 
Lehen-  und  Zinsgüter.  Natural  Verwaltung.  Forst-  und  Jagdgefälle. 
Waisen-  und  Zuchthausgefälle.  Fremde  Gelder. 

Ausgabe:  Auf  den  Grundstock.  Allgemeine  Amtsausgaben. 
Besondere  Amtsausgaben.  Auf  die  Forst-  und  Jagd  Verwaltung. 
Lieferungen.  Kassen-  und  Rechnungswesen. 

Generalia. 

Das  Amt  und  dessen  Verwaltung  im  allgemeinen 
betreffend:  Beschreibungen,  Akten  über  Personalstand,  Streitig- 


Einleitung. 


XIX 


keiten  z.  B.  mit  Sigmaringen,  über  Gefälle,  teilweise  verschiedene 
Jahrhunderte  alt. 

Einzelne  Orte  betreffend:  Akten  (Prozessakten)  ver¬ 
schiedenen  Inhalts,  Heiligenrechnungen  usw.,  grösstenteils  noch  aus 
der  Klosterzeit. 

Grunddokumente. 

Viele  Urbare,  z.  B.  von  Heiligkreuztal  von  1560,  1719;  Andel¬ 
fingen;  ebenso  bei  Beuren;  Binzwangen  (auch  zwei  von  1766); 
von  Ertingen  eine  ganze  Anzahl,  ebenso  Friedingen,  Grieningen, 
Heiligkreuztal  selber,1)  Landauhof  von  1719;  Pflummern,  Riedlingen, 
Dollhof  und  Thalhof  von  1560  und  1719;  Waldhausen,  Billafingen. 
Einnahmen.  Reste.  Aktivausstände  bei  der  Aufhebung. 

Grundstocksveränderungen:  Kaufbriefe  über  Erwer¬ 
bungen  des  Klosters  Heiligkreuztal  in  den  Orten:  Altheim,  Andel¬ 
fingen,  Beuren,  Binzwangen,  Ertingen,  Friedingen,  Hundersingen 
und  Thalhof,  Waldhausen. 

Verkaufte  Staatsgüter:  Urkunden  und  Akten  über  ge¬ 
nannte  und  andere  Orte  usw. :  Einnahmen  aus  Hoheits-  und  obrig¬ 
keitlichen  Rechten;  Verschiedenes  Material;  Neubruchzehnten  (je 
die  einzelnen  Ortschaften);  Gebäude,  Maiereien;  einzelne  Güter; 
Von  Zehnt-  und  Teilgebühren;  Allgemeines.  Besonderes:  Grosse 
Zehnten  und  Teilgebühren;  Kleine  Zehnten  (je  die  einzelnen  Ort¬ 
schaften).  Lehen-  und  Zinsgüter:  Allgemeines,  Besonderes  (je  die 
einzelnen  Ortschaften).  Frohngelder.  Naturalverwaltung.  Forst-  und 
Jagdgefälle  usw.  —  Ausgaben  (mehr  neuere  Sachen) :  Lieferungen  zur 
Staatshauptkasse :  Besoldungen  der  Geistlichen  und  Schullehrer ; 
Baukosten;  Bar  oder  mit  Quittungen.  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 
rechnungen  1707/8— 1735/36;  1737/38—1746/47;  1754/56;  1757/58; 
1765/66;  1774/75—1777/78;  1785/86;  1790/91—1803/04.  Jahres¬ 
rechnungen,  Rechnungsrapiate,  Kastenrechnungen.  Warthauser  Rent¬ 
amtsrechnungen  1708;  1714;  1742/46;  1748/61.  Pflummerner 

Amtsrechnungen  1695/96 — 1806/07  (mit  Unterbrechungen).  Andel¬ 
finger  Heiligenrechnungen  1629/1748.  Binzwanger  Heiligenrech¬ 
nungen  1670/1753  (mit  Unterbrechungen).  Waldhauser  Heiligen¬ 
rechnungen  1756/80.  (Endlich  24  Schubladen  voll  Akten  des  früheren 
Kameralamtes  Zwiefalten.) 


9  Von  Herbertingen  und  weiteren  einst  zum  Kloster  Heiligkreuztal  ge¬ 
hörigen  Orten ,  z.  B.  Mengen  im  Kameralamt  Saulgau. 


XX 


Einleitung. 


Grössere  Stösse  Akten  ruhen  im  Finanzarchiv  Ludwigsburg. 
Es  ist  folgendes  Material: 

Hofkammer  Eli  wangen. 

Kameralamt  Heiligkreuztal. 

Akten  betr.  die  Kameral-Administration: 

1.  Abschrift  des  allerh.  Dekrets  vom  16.  Dezbr.  1804  in  betr. 
der  dem  Hofkammerdirector  Parrot  allergn.  anvertrauten  Ober- 
Aufsicht  und  Leitung  der  Kameral-Administration  von  Heiligkreuz¬ 
tal  1804/5.  2.  Convention  und  Pensionsliste  d.  2.  und  21.  Aug.  1804. 
3.  Vorläufige  Instruktion  für  den  Kameralverwalter  1803.  4.  Kassen¬ 
visitation,  Sturz,  Nachrechnung  etc.  durch  den  Steuerrat  Zeeb  von 
Rottweil  1803.  5.  Rechnungswesen  (:  Stückrechng.)  1805.  6.  Be¬ 
soldungen  1805.  7.  Gratialien  betr.  die  Fortreichung  des  den 

Franziskaner  Mönchen  bisher  von  dem  Kloster  Heiligkreuztal  ge¬ 
gebenen  Almosen  und  die  Bestreitung  des  Gottesdienstes  1805. 
8.  Amtskautionen  1806.  9.  Aktiv-Kapitalien  1806.  10.  Zehenten 

1805.  11.  Zehenten  1806.  12.  Lehens -Veränderungen  1805/6. 

13.  Vorschlag  zu  einer  Verbesserung  der  Fallgüter  1806.  14.  Frohn- 

dienste  1805/6.  15.  Verpachtungen:  a)  der  Steinbrüche  und  Wasen¬ 

stiche;  b)  einiger  herrschl.  Güter;  c)  eines  Stück  unbenützten  Feldes 
1804  und  1805.  16.  Konzessionen  1806.  17.  Verkauf  der  Fall¬ 

lehen  zu  Rieters  und  Ekartskirch,  ferner  Abrechnung  mit  den  Reb¬ 
leuten  1805/6.  18.  Herbstleihen  an  die  Rebleute  1805.  19.  Verkauf 

der  Oberamtei  1805.  20.  Botenwesen  1805/6.  21.  Donaubaukosten 

1806.  22.  Kriegs-Erlebnisse  und  Kriegsschaden  1805/6.  23.  Königs¬ 
würde  1806.  24.  Generalia  betr.  die  Kameral-Administration  1806. 

25.  Abänderung  der  Amtssigille,  und  die  Form  der  Anbringen  1806. 

26.  Neue  Organisation  der  Kgl.  Staaten  1806.  27.  Miscellanea  1804/5. 
(Sämtliche  diese  Akten  wurden  seiner  Zeit  (22.  April  1806)  von  dem 
Hofkammer-Direktor  Parrot  an  die  Registratur  des  Oberfinanz- 
Departements  abgegeben.) 

Die  Akten  über  die  Besitzergreifung  von  Heiligkreuztal  und 
namentlich  ein  Inventar  über  den  Besitzstand  des  Klosters  bei  der 
Einverleibung,  sowie  die  Akten  betreffs  des  Heimfallrechts  an  Öster¬ 
reich  befinden  sich  nicht  im  Finanzarchiv. 

Vorhanden  sind  dagegen  Verzeichnisse  bezw.  Beschreibungen 
über  die  in  Verwaltung  des  Kameralamts  Heiligkreuztal  stehenden 
Maiereien,  Gewerbe,  Gebäude,  einzelne  Güterstücke  etc.  aus  den 


Einleitung. 


XXI 


Jahren  1811,  1818,  1820,  1821,  1826,  1829,  sowie  die  Amtsgrund- 
bücher  des  Kameralamts  (das  älteste  etwa  von  1819/20),  welche 
ebenfalls  die  Beschreibung  des  staatl.  Grundbesitzes  enthalten. 

1.  Staats-Vertrag  zwischen  Württemberg  und  Österreich  vom 
2./19.  Juni  1804  betr.  Irrungen  wegen  Heiligkreuztal  (Abschrift). 
2.  Verzeichnisse  über  von  Klöstern,  auch  von  Heiligkreuztal,  her¬ 
rührende  Besitzungen  des  Kameralamts  Heiligkreuztal  in  Baiern, 
Baden,  der  Schweiz,  Hohenzollern  und  umgekehrt  (Heimfallrecht) 
von  1810.  (Bezüglich  Heiligkreuztal  nur  Gefälle  und  Kapitalien 
betr.)  3.  Forst-  und  Jagdverhältnisse  der  Herrschaft  Heilig¬ 
kreuztal  gegen  das  Fürstl.  Haus  Sigmaringen  von  1808 — 09.  4. 

Staatsrech tl.  Verhältnisse  zwischen  der  Herrschaft  Heiligkreuztal  und 
Sigmaringen  von  1807.  5.  Errichtung  einer  eigenen  kathol.  Pfarrei 

in  Heiligkreuztal  u.  a.  von  1820—49  (1 — 57)  und  1820 — 46  (1 — 82) 
(2  Fasz.).  6.  Gesuch  der  Abtissin  um  Abnahme  der  Baulast  an 
den  Klostergebäuden  etc.  von  1818.  7.  Gehalt  des  Klosterbeicht¬ 
vaters,  von  1836.  8.  Akten  betr.  die  Kameral-Administration  un¬ 

mittelbar  nach  der  Besitzergreifung  von  1803/06.  (Nr.  1—27  lt. 
anl.  Auszug  aus  dem  Repertorium). 

Wo  die  eigentl.  Besitzergreifungsakten  bezw.  eine  Aufstellung 
über  den  Bestand  bei  der  Einverleibung  und  die  Akten  über  das 
Heimfallrecht  an  Österreich  sind,  ist  hier  nicht  bekannt. 

Akten  betr.  die  Bitte  der  Abtissin  um  Abnahme  der  Baulast 
an  den  Klostergebänden,  die  Pensionen  der  Abtissin,  Priorin,  Frauen; 
Schwestern  und  Oblaten  unter  Angabe  der  Personenenzahl  sind  von 
jeder  Kategorie  aufgeführt. 

Die  hier  verwahrte  erste  Amtsrechnung  der  württemb.  Ver¬ 
waltung,  nämlich  die  „Rechnung  der  churfiirstl.  Kameral-  und  Forst¬ 
verwaltung  Heiligkreuztal  über  die  seit  der  Besitzergreifung  der 
hiesigen  Herrschaft  bis  zum  ersten  Rechnungsschluss  gehabten  Ein¬ 
nahmen  und  Ausgaben  vom  1.  Aug.  1804  bis  Georgii  1805“,  welcher 
auch  die  wichtigeren  Belege  noch  angeschlossen  sind,  z.  B.  ein  77 
Blatt  starkes  „Inventarium  über  sämtliche  mit  dem  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal  Sr.  churf.  Durchlaucht  v.  Württemb.  zugefallene  Fahrnis“ 
und  ein  „Etat  über  sämtl.  gnäd.  Herrschaft  zugefallene  Revenüen 
dieser  Abtei  und  die  davon  zu  bestreitenden  Ausgaben“  u.  a.  (Ver¬ 
zeichnis  der  Aktiv-  und  Passivkapitalien  vom  28.  Juli  1804).  Die 
Rechnung  selber  gibt  über  den  liegenschaftl.  Besitz  des  Klosters 
Auskunft. 


XXII 


Einleitung-. 


Das  Repertorium  des  Ordinariatsarchivs  Rottenburg  weist  folgende 
Archivalien  auf: 

Ordinariatsarchiv  Rottenburg. 

4  Stücke  von  Mai  und  Juni  1808  (an  den  K.  W.  K.  G.  Rat  in 
Stuttgart)  von  Konstanz  aus  wegen  des  Planes,  in  Heiligkreuztal  eine 
Kaserne  einrickten  zu  wollen.  Ein  Major  Reinwald  und  ein  Bau¬ 
meister  Appenzeller  nahmen  das  ganze  Kloster  in  Augenschein. 
Ankunft  des  Königs  auf  den  17.  Juli  festgesetzt. 

Übereinkunft  des  Klosters  Kreuzthal  mit  den  Pfarreyen  Andel¬ 
fingen,  Binzwangen  und  Hundersingen  vom  1.  Aug.  1727.  (Abschrift.) 

Akten  des  Weihbischofs  von  Konstanz  über  eine  Badekur  der 
Abtissin  von  Heiligkreuztal.  Gegeben  Mörspurg  30.  Junii  1714. 

Schreiben  der  Regierung  zu  Freiburg  an  das  Ordinariat  zu 
Konstanz  über  die  Wahl  einer  neuen  Abtissin  zu  Heiligkreuztal,  da 
die  jetzige  bald  resignieren  wolle.  Datum  11.  Aug.  1791.  (Abschrift.) 

Abkommen  betr.  Abtissinnenwahl  zwischen  dem  Ordinariat  und 
Salem,  nach  1780. 

Durch  Hofdekret  vom  10.  Jan.  1792  wird  die  Abtissin  von 
Heiligkreuztal  auf  das  Normale  hingewiesen,  dass  von  jetzt  an  bei 
einer  Wahl  in  Heiligkreuztal  nimmer  Salem,  sondern  das  Ordinariat 
von  Konstanz  präsidieren  solle. 

Befürchtung,  es  möchte  Heiligkreuztal  ganz  aufgehoben  werden, 
namentlich  wegen  der  Käufe  des  Fürsten  von  Taxis.  10.  4.  1788 
besteht  das  Kloster  aus  40  Personen  nach  Angaben  der  Abtissin. 

Die  Frage,  ob  der  Baron  v.  Hornstein  die  von  seinem  Vor¬ 
fahren  Hermann  1333  nach  Heiligkreuztal  gestifteten  4  Malter  Vesen 
und  die  2  Malter  Haber  in  seine  Pfarrkirche  zu  Grüningen  über¬ 
tragen  dürfe. 

Es  werden  etliche  Klosterinsassen  aus  dem  Klosterverband 
entlassen. 

Beim  K.  Katholischen  Kirchenrat  in  Stuttgart  sind  zu  finden: 

Archival-Akten 

des  K.  Katholischen  Kirchenrats  in  Stuttgart. 

Heiligkreuztal.  I.  Aktenfaszikel:  Frauen-Kloster.  Wahl 
der  Abtissin.  Novizen- Aufnahme  1790.  Obervogt  Günzer’sche  Stif¬ 
tung  1792.  (Hohenberger  Akten.) 

Differenz  in  puncto  obsignationis  haereditatis  clericorum  zu 
Friedingen,  Andelfingen,  Binswangen,  Hundersingen,  1699  et  sequ. 
(Konstanzer  Akten.) 


Einleitung. 


XXIII 


II.  Aktenfaszikel :  Administratio  fabricarum,  ins  obsignandi, 
incorporationis  decimarum,  gravamina  diversa  der  dem  Kloster  in¬ 
korporierten  Pfarreien  Andelfingen,  Binswangen,  Fri dingen  et  Hunder- 
singen  de  diversis  annis.  (Konstanzer  Akten.) 

Nach  einem  Repertorium  im  Ordinariatsarchiv  in  Rottenburg 
sind  noch  weiter  vorhanden: 

Pfarrei:  Fassion  und  kurze  Pfründbeschreibung  der  Pfarrei 
1783.  Bruderschaften  1795.  Stift  und  Pfarrei  1727  bis  1810. 
(Konstanzer  Akten.) 

Ferner  sollten  hier  noch  vorhanden  sein  zwei  Urkunden  von  1382 
und  1444,  die  früher  im  Ordinariatsarchiv  zu  Rottenburg  gewesen 
sein  sollen,  aber  weder  von  da  noch  vom  Kath.  Kirchenrat  zu  er¬ 
halten  waren. 

Das  Grossherzoglich  Badische  Generallandesarchiv  Karlsruhe 
zählt  in  seinen  Inventuren  auf: 

Grossherzoglich  Badisches  General-Landesarchiv  Karlsruhe. 

Inventare  des  Grossherzoglich  Badischen  General-Landesarchivs. 

1.  Karlsruhe  (1901),  S.  213,  Abteilung  Einzelhandschriften: 

Heiligkreuztal  und  Wald,  Klöster: 

252  (702)  Libellus  (Urk.-  und  Akten-Auszüge)  de  paternitate 
et  huius  usu  exercitio  supra  H.  et  W.  1227 — 1774.  1774.  144  Bl.  2°. 

253  (756 c)  Beilagen  zu  Nr.  252.  1543—1769.  1774.  71  Bl.  2°. 

S.  230:  459  (1089)  De  fundatione  7  monasteriorum  monialium 

Salemitanae  paternitatis :  Heggbach,  Wald,  Heiligkreuztal,  Rotten¬ 
münster,  Hortus  floridus,  Gutenzell,  Maria  Hof  (bei  Neidingen) 
18.  Jahrh.  50  Bl.  2  °. 

467  (755 b)  Salemsche  Akten  betr.  allerlei  Streitigkeiten  des 
Klosters  Heiligkreuztal  mit  andern  Herrschaften.  1539 — 1774. 
111  Bl.  2°. 

In  der  Akten-Abteilung  „Reichsstift  Salem“  befinden  sich  eine 
Reihe  auf  das  Kloster  Heiligkreuztal  bezügliche  Akten,  darunter 
«ein  Faszikel  mit  Rechnungsmaterialien,  umfasst  Akten  über  die  Beicht¬ 
väter  im  Kloster.  Darunter  befinden  sich  auch  zufällig  einige  ein¬ 
zelne  Einnahme-  und  Ausgabeverzeichnisse  aus  dem  18.  Jahrhundert, 
da  die  mit  der  Stelle  eines  Beichtvaters  betrauten  Mönche  bei  ihrer 
Rückkehr  ins  Kloster  Salem  Rechnung  zu  legen  hatten. 


XXIV 


Einleitung. 


Im  K.  Allgemeinen  Reichsarchiv  München  ist  über  das  Kloster 
Heiligenkreuzthal  nur  eine  Konvention  Kaiser  Franz  II.  mit  dem  Kur¬ 
fürsten  von  Württemberg  —  2  Produkte  von  1804  —  vorhanden. 

In  einem  Visitationsakt  des  Stiftes  Kempten  1594 — 98,  der 
sich  im  K.  Kreisarchiv  Neuburg  befindet,  ist  nur  auf  Heiligenkreuzthal 
Bezug  genommen. 

Fürstlich  Fürstenbergisches  Archiv  Donaueschingen :  Einige 
Urkunden  für  Band  I  und  II;  ferner  1737  betr.  die  zwischen  einigen 
Friedingern  und  Emerfeldern  wegen  Überackerns  entstandenen  Ge¬ 
walttätigkeiten. 

1717  betr.  die  testamentarische  Stiftung  von  300  fl.  durch  die 
Landgräfin  Maria  Theresia  zu  Fürstenberg,  Stiftsdame  zu  Buchau. 

K.  K.  Statthalterei- Archiv  Innsbruck  bietet  zwei  Notizen1)  im 
alten  Schatzarchiv-Repertorium  des  Innsbrucker  Statthalterei- Archivs 
und  eine  Urkunde. 

Frauenkloster  Zoffingen,  Lehrinstitut  in  Konstanz  bietet  zwei 
Urkunden,  s.  Band  I,  Nr.  343  und  421. 

Stadtarchiv  Markdorf,  Baden,  bietet  zwei  Urkunden  von  1321 
und  1494. 

Stadtarchiv  Ulm  a.  D.  bietet  eine  Urkunde  von  1598. 

Das  Sakristeiarchiv  Scheer  enthält  eine  Urkunde  von  1542; 
vgl.  Vochezer,  Geschichte  des  Hauses  Waldburg  II,  258. 

Fürstlich  Thurn  und  Taxissches  Centralarchiv  Regensburg: 
5  Urkunden  von  1530,  1533,  1538,  1589,  1611  und  1  Akt  betr. 
Jurisdiktionsdifferenzen  mit  dem  Stifte  Heiligkreuztal,  Friedberg- 
Scheer  und  Dürmentingen  1787 — 1792.  Das  dazugehörige  frühere 
Archiv  in  Scheer  enthält  noch  eine  Anzahl  Heiligkreuztaler  Stücke; 
cfr.  Vochezer,  Ebd.  I,  522,  I,  738  Acta  extr.  und  Vochezer  I,  519. 
520.  522.  555.  568.  753.  790;  II,  208;  III,  298. 

Das  Königliche  Staatsarchiv  Sigmaringen  hat  2  Urkunden r 

1,  332,  591  und  folgende  Akten : 

1.  Compromiss-Abrede  zwischen  Zollern  und  Heiligkreuzthal 
vom  7.  Juli  1579  betreff  der  streitigen  Kastenvogtei-Rechtsame. 

2.  Vertrag  zwischen  Hohenzollern-Sigmaringen  und  Heiligkreuzthal 


*)  In  den  Text  unten  aufgenommen. 


Einleitung. 


XXV 


vom  7.  Juli  1579.  3.  Vergleichsrezess  zwischen  Hohenzollern-Sig- 

maringen  und  dem  Gotteshause  Heiligkreuzthal  in  puncto  forestalis 
jurisdictionis,  Orig,  vom  1.  Juli  1732.  4.  Prozess-Acta  zwischen 

Hohenzollern-Sigmariugen  und  dem  Kloster  Heiligkreuzthal,  Salaiter- 
graben,  Brandschatzung  u.  A.  betreffend  1712 — 1719.  5.  Correspon- 

denz  mit  dem  Kloster  Heiligkreuzthal  wegen  der  Güter  etc.  zu 
Langenenslingen  1559 — 1727.  6.  Die  Untertanen  der  Grafschaften 

Sigmaringen  und  Veringen  gegen  ihren  Landesfürsten  auch  Sig¬ 
maringen-  und  Veringen-,  sowie  Heiligkreuzthal-  und  Wersteinsche 
Collectation  betr.  (Oesterreichische  Acten).  16.  und  17.  Jahrhundert. 

Das  Fürstliche  Domänenarchiv  Sigmaringen  besitzt  eine  grössere 
Anzahl  Urkunden  und  ca.  30  Faszikel  Heiligkreuztaler  Akten,  darunter 
fast  den  ganzen  jahrhundertelangen  Streit  zwischen  den  Grafen  von 
Hohenzollern-Sigmaringen  und  dem  Kloster  wegen  der  Vogtei;  es 
sind  folgende  Nummern: 

Rep.  45,  Nr.  54:  22.  II.  1659.  Revers  der  Abtissin  Maria 
Euphrosyna  wegen  einer  Zufahrt.  Rep.  45,  Nr.  333:  1654 — 1791. 
Korrespondenzen  wegen  der  Hohenzoller  Lehen  zu  Billafingen  und 
Langenenslingen.  Rep.  45,  Nr.  334:  Desgl.  Rep.  45,  Nr.  335:  Desgl. 
Rep.  50  E,  Nr.  15:  1781 — 1784.  Streitigkeiten  zwischen  Hohenzollern, 
Mengen  und  Heiligkreuztal  wegen  Forstfrevels  usw.  Rep.  50 E, 
Nr.  68:  7.  VIII.  1443.  Vergleich  zwischen  dem  Grafen  Hans  von 
Werdenberg  und  Frau  Anna  Gremlich,  Abtissin  zu  Heiligkreuztal 
einerseits  und  Eberhard  Truchsess  zu  Waldburg  andererseits  über 
verschiedene  forstliche  Rechte,  insbesondere  in  Faulbronnen,  Hauser¬ 
hart,  Glashart,  Zimmerhalde  usw.  Rep.  50E,  Nr.  75:  7.  VII.  1579. 
Auszug  aus  einem  Vergleich  zwischen  Hohenzollern  und  Heilig¬ 
kreuztal  den  Sigmaringer  Forst  betr.  Rep.  56,  Nr.  10:  Vertrag 
zwischen  Kameralverwaltung  Heiligkreuztal  und  Inzigkofen  wegen 
Ablösung  eines  alten  Wasserzinses.  Rep.  64,  Nr.  2:  10.  III.  1719. 
Vertrag  zwischen  Hohenzollern  und  Heiligkreuztal  über  Schutz  und 
Schirm  usw.  (Abschrift.)  Rep.  70,  Nr.  9:  10.  VI.  1625.  Konsens 
des  Fürsten  Eitel-Friedrich  von  Hohenzollern-Heehingen  und  des 
Grafen  Karl  von  Hohenzollern-Haigerloch  zu  dem  Vertrage  des 
Fürsten  Johann  von  Hohenzollern-Sigmaringen  mit  Heiligkreuztal 
wegen  Hundslege.  (Kopie.)  Rep.  74,  Nr.  6:  1407 — 1761.  Die  Ver¬ 
hältnisse  des  Klosters  Heiligkreuztal  zu  dem  Haus  Hohenzollern- 
Sigmaringen  betr.  das  Jus  advocacie,  hohe  und  niedere  Obrigkeit, 
Forst-  und  Jagdrecht.  Rep.  74,  Nr.  7:  1422 — 1770:  Akten-Stiicke 


XXVI 


Einleitung. 


und  Verträge  zwischen  der  Grafschaft  Sigmaringen,  den  Grafen  und 
Fürsten  von  Hohenzollern  und  Heiligkreuztal.  Rep.  74,  Nr.  8: 
1434 — 1616.  Akten  in  der  Appellationssache  des  Klosters  Heilig¬ 
kreuztal  gegen  Hohenzollern-Sigmaringen  in  hohen  Forst-  und  Jagd¬ 
angelegenheiten.  Rep.  74,  Nr.  9:  1437 — 1758.  Aktenstücke  und 
Korrespondenzen  über  die  Verhältnisse  der  hohen  Obrigkeit  und 
der  Schirmvogtei  der  Grafschaft  Sigmaringen.  Rep.  74,  Nr.  10: 
1498 — 1597.  Verschiedene  Anstände  zwischen  der  Grafschaft  Sig¬ 
maringen  und  Heiligkreuztal.  Rep.  74,  Nr.  11:  15.  XI.  1504.  Ver¬ 
gleich  zwischen  Werdenberg,  Heiligkreuztal  und  Spital  zu  Mengen. 
Rep.  74,  Nr.  12:  2.  XI.  1506.  Urteil  von  Vogt  und  Richtern  der 
Stadt  Nürtingen  in  der  Streitsache  zwischen  der  Abtissin  Anna  von 
Heiligkreuztal  und  dem  Grafen  Christoph  von  Werdenberg  einerseits 
und  Michael  Hasenmaier  von  Andelfingen  wegen  verschiedener  Frevel. 
Rep.  74,  Nr.  13:  18.  XII.  1542.  Vertrag  zwischen  Veronika  von 
Rietheim  und  dem  Grafen  Karl  I.  von  Hohenzollern-Sigmaringen 
wegen  hoher  und  niederer  Obrigkeit.  Rep.  74,  Nr.  14:  1575 — 1699. 
Aktenstücke  und  Korrespondenzen  über  die  Rechte  der  Kastenvögte 
der  Grafschaft  Sigmaringen  üher  das  Kloster  Heiligkreuztal  nach 
dem  ältesten  Besitzstand.  Rep.  74,  Nr.  15:  1595 — 1701.  Anstände 
zwischen  dem  Haus  Hohenzollern-Sigmaringen  und  dem  Kloster 
Heiligkreuztal  wegen  des  Rechtes  der  Kollektation  und  anderen 
obrigkeitlichen  Rechten.  Hierin  auch  die  Ausführung,  dass  die 
Grafschaft  Sigmaringen  nie  österreichisches  Eigentum,  sondern  Reichs¬ 
lehen  gewesen  sei.  Rep.  74,  Nr.  16:  1598 — 1713.  Korrespondenzen 
über  die  Schutz-  und  Schirmgerechtsame  der  Grafschaft  Sigmaringen 
über  das  Kloster  Heiligkreuztal.  Rep.  74,  Nr.  17:  1602 — 1775. 
Anstände  wegen  verschiedener  obrigkeitlicher  Rechte  und  Leistungen, 
insbesondere  wegen  Brandschatzung,  Kontributionen,  Einquartie¬ 
rungen  usw.  Rep.  74,  Nr.  18 :  1604 — 1793.  Verschiedene  Anstände 
zwischen  Sigmaringen  und  Heiligkreuztal  in  Zivil-  und  Strafsachen 
wegen  des  Klosters  Untertanen  zu  Friedingen  und  Hundersingen. 
Rep.  74,  Nr.  19:  1610 — 1707.  Anstände  zwischen  Hohenzollern  und 
Heiligkreuztal  über  verschiedene  obrigkeitliche  Rechte.  Rep.  74, 
Nr.  20:  1623 — 1720.  Korrespondenzen  wegen  des  Abschlusses  der 
Vergleiche  aus  den  Jahren  1623  und  1719.  Rep.  74,  Nr.  21: 
1625 — 1725.  Akten  in  Sachen  der  K.  K.  Österreichischen  Cammer- 
Procuratur  zu  Innsbruck  gegen  das  fürstliche  Haus  Hohenzollern- 
Sigmaringen,  sogenannte  Caducitätsklage  wegen  Heiligkreuztal. 
Rep.  74,  Nr.  22:  1625 — 1774.  Anstände  wegen  eidlicher  Verpflichtung 


Einleitung. 


XXYII 


des  jeweiligen  Klosteroberamtmanns.  Rep.  74,  Nr.  23:  1626 — 1796. 
Anstände  zwischen  der  Grafschaft  Sigmaringen  und  Heiligkreuztal 
in  verschiedenen  Sachen.  Rep.  74,  Nr.  24:  1638  —  1724.  Anstände 
wegen  hoher  und  niederer  Obrigkeit,  auch  wegen  der  Huldigung 
im  Klosteramt.  Rep.  74,  Nr.  25:  1650 — 178B.  Verschiedene  An¬ 
stände  in  Zivil-  und  Strafsachen,  wegen  der  Untertanen  zu  Beuren 
und  Binzwangen.  Rep.  74,  Nr.  26 :  1659 — 1702.  Anstände  mit 
Heiligkreuztal  wegen  Lieferung  der  Schirmfrucht  und  des  Schirm¬ 
ochsens  nach  Sigmaringen.  Rep.  74,  Nr.  27:  1719 — 1722.  Akten 
und  Korrespondenzen  wegen  eines  Vergleichs  des  Fürsten  von  Hohen- 
zollern-Sigmaringen  mit  Heiligkreuztal  wegen  verschiedener  obrig¬ 
keitlicher  Rechte.  Rep.  78,  Nr.  12:  1234 — 1718.  Aktenstücke  und 
Kopien  der  Bestätigungsbriefe  der  Privilegien  von  Heiligkreuztal. 
Rep.  78,  Nr.  13:  7.  VII.  1579.  Vergleich  zwischen  Abtissin  und 
Konvent  von  Heiligkreuztal  und  dem  Grafen  Karl  II.  von  Hohen- 
zollern-Sigmaringen  wegen  der  Kastenvogtei  (Patronat)  über  das 
Kloster  (sog.  Riedlinger  Vertrag).  Rep.  78,  Nr.  14:  Desgl.  Rep.  78, 
Nr.  15:  15.  IV.  1582.  Bestätigung  vorstehenden  Vergleichs  durch 
den  Erzherzog  Ferdinand  von  Österreich.  Rep.  78,  Nr.  16:  16.  IV.  1611. 
Erzherzog  Maximilian  von  Österreich  bestätigt  den  Vergleich  zwischen 
Heiligkreuztal  und  Graf  Ernst  Georg  zu  Hohenzollern-Sigmaringen. 
Rep.  78,  Nr.  17:  21.  I.  1721.  Kaiser  Karl  VI.  bestätigt  die  Ver¬ 
gleiche  und  Verträge  zwischen  dem  Haus  Sigmaringen  und  dem 
Kloster  Heiligkreuztal  durch  den  oberösterreichischen  Lehenhof  zu 
Innsbruck.  Rep.  78,  Nr.  74:  6.  IX.  1451.  Frau  Anna  Gremlich  und 
der  Konvent  zu  Heiligkreuztal  verkaufen  an  die  Heiligenpfleger  zu 
Bingen  1  #  Haller  Zins  an  den  Gütern  daselbst.  Rep.  151,  Nr.  (1=)  2: 
Februar  1805.  Korrespondenzen  mit  dem  kurfürstlichen  Haus  Würt¬ 
temberg  wegen  Vertauschung  des  säkularisierten  Stiftes  Heiligkreuztal 
gegen  die  Herrschaft  Glatt  und  wegen  des  Besitzes  des  Dorfes 
Diirrenmettstetten.  Rep.  151,  Nr.  3 :  1804.  Korrespondenzen  wegen 
Besitznahme  des  Frauenstiftes  Heiligkreuztal  durch  das  kurfürstliche 
Haus  Württemberg. 

In  dem  Archiv  des  einstigen  Reichsstiftes  Salem,  badisches 
B.A.  Überlingen,  das  sich  noch  in  seinen  alten  Räumen  befindet, 
fanden  sich  5  Folianten,  zu  denen  Originalschreiben  in  grosser 
Masse  und  Entwürfe  und  Abschriften  zusammengefügt  waren  durch 
den  Buchbinder,  eine  Zeit  von  ca.  3  Jahrhunderte  umfassend,  vom 
Ende  des  15.  Jahrhunderts  an. 


XXVIII 


Einleitung’. 


Das  Katholische  Stadtpfarreiarchiv  Messkirch  enthält  eine  Ur¬ 
kunde  von  1674  samt  dazugehörigem  Revers;  s.  Mitteilungen  der 
badischen  historischen  Kommission  1894,  m  151 ;  1895,  m  26. 

Die  Fürstlich  Waldburg-Wolfeggschen  Archive  zu  Wolfegg  und 
Waldsee  enthalten  Urkunden  und  etliche  Faszikel  für  die  Jahre 
1437 — 1629,  ein  Stück  das  Archiv  zu  Zeil.  Wolfegg,  Nr.  15  922: 
1624.  Briefwechsel  zwischen  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  und 
dem  Vogt  von  Neufra.  Wolfegg,  Nr.  15  923:  1575 — 1587.  Briefe, 
kaiserliche  Erlasse  betr.  Späne  zwischen  Heiligkreuztal  und  dem 
Grafen  Karl  von  Zollern.  Wolfegg,  Nr.  15  924:  16.  III.  1629.  Briefe 
des  Heinr.  an  Albrecht  Schenk  in  Wilflingen  betr.  Streit  zwischen 
Heiligkreuztal  und  Zollern.  Cfr.  J.  Vochezer,  a.  a.  0. 1,  522 ;  III,  495. 
Waldsee:  Cfr.  Vochezer,  Ebd.  III,  298.  Zeil:  Cfr.  Vochezer,  Ebd. 
I,  522. 

Das  Lehenbuch  des  Grafen  Eberhard  III.  von  Württemberg 
(Staatsarchiv  Stuttgart)  enthält  etliche  Stücke;  s.  Heiligkreuztaler 
Urkundenbuch  I,  Nr.  906,  und  zwei  Stücke  zum  Jahre  1409. 

Freiherr  E.  v.  Hornstein-Grüningen  steuerte  aus  seinem  Archiv 
Regesten  von  6  Stücken  bei,  Heiligkreuztaler  Urkundenbuch  I, 
Nr.  354,  362  und  je  ein  Stück  aus  den  Jahren  1405,  1434,  1445,  1474. 

Freiherr  Karl  von  Hornstein-Binningen *)  steuerte  ebenfalls 
etliche  wertvolle  Pergamentstücke. 


Die  Heiligkreuztaler  Urkunden  werden  in  keiner  der  beiden 
in  vielen  Fällen  üblichen  Formen  herausgegeben,  weder  im  wort¬ 
wörtlichen  Abdruck  noch  auch ,  indem  ganze  Bände  mit  möglichst 
vielen  deutschen  Urkundenauszügen  und  Regesten  angefüllt  werden, 
sondern  in  einer  Art  Mittelform,  indem  die  Vorzüge  beider  Verfahren 
zu  vereinigen  gesucht  wurden:  Narratio,  Dispositio  und  überhaupt 
alle  Urkundenteile  mit  individuellem,  Charakter  wurden  auf  genommen, 
mehr  allgemeine  Ausführungen,  das  mehr  Formale,  wurde  in  den 
Fällen  des  ersten  Vorkommens  auf  genommen,  bei  öfterer  Wiederkehr 
aber  im  Wortlaut  immer  iveggelassen  und  nur  durch  ein  Stichwort 
in  modernem  Ausdruck  wiedergegeben.  Ein  für  die  meisten  Stücke 


0  Badisches  Bezirksamt  Engen. 


Einleitung. 


XXIX 


gleichbleibendes  Schema  herauszukristallisieren,  ivie  es  Äloys  Schulte 
beim  dritten  Band  des  Strassburger  U rkundenbuchs  getan ,  Hess  sich 
nicht  ermöglichen  wegen  des  fast  durchgehends  individuellen  Charakters 
der  Heiligkreuztaler  Urkunden;  denn  allda  nahm,  man  bei  Anfertigung 
der  Urkunden  sicher  keines  der  gebräuchlichen  Formelbücher  zur 
Hand.  Es  ist  daher  in  vielen  Fällen  ein  Genuss ,  Heiligkreuztaler 
Urkunden  auch  nur  wegen  ihres  individuellen  Gepräges  und,  Baues 
zu  lesen.  Ob  diese  Eigentümlichkeit  ein  Spezifikum  von  Heiligkreuztal 
allein  bildet ,  kann  augenblicklich  noch  nicht  entschieden  werden ,  dazu 
gehört  eine  ausgedehnte  Vergleichung  mit  den  Stücken  benachbarter 
Provenienz. 

Um  möglichste  Kürze  und  notwendige  Klarheit  zu  erreichen , 
wurden  gelegentlich  Ausdrücke  gewählt ,  die  aus  eigens  den  betreffenden 
Texten  entnommenen  Worten  geprägt  wurden ,  die  deswegen  keine 
dauernde  Gültigkeit  beanspruchen  wollen;  das  ist  z.  B.  der  Fall  bei 
Bündnisklausel,  Landfriedensklausel,  P fandschaftsklausel. 

Es  sei  deshalb  hier  nur  eine  Art  Schlüssel  zur  Erklärung  der 
verwendeten  deutschen  Ausdrücke  beigefügt.  Es  sind  auch  hier  nicht 
alle  Stellen  notiert,  an  denen  die  betreffenden  Termini  im  Bande 
Vorkommen. 

Verhältnismässig  viel  Wert  wurde  zu  Heiligkreuztal  auf  das 
Protokoll  verwendet,  vor  edlem  auf  die  Ar  eng  a. 

Die  Invocatio  lautet  in  den  allermeisten  Fällen,  wenn  sie  über¬ 
haupt  verwendet  wird: 

In  gotes  namen  amen ;  einmal  In  gotes  namen  allein  (158)  *) ; 
gelegentlich  In  nomine  domini  amen!  Vor  kommen  auch  die  Formeln: 
In  nomine  sancte  et  individue  trinitatis,  oder  mit  dem  Zusatz  Amen ; 
In  nomine  patris  et  filii  et  Spiritus  sancti  amen  (Amen  kann  auch 
fehlen);  In  dem  namen  dez  vaters  unde  dez  sunes  und  des  hailige 
gaistes. 

Die  Devotionsformel  ist  nachzusehen  im  Heiligkreuztaler  Ur¬ 
kundenbuch  I,  Glossar  unter  Gottesgnaden. 

Die  Arenga  enthält  öfter  kleine  philosophische,  moraltheologische 
Abhandlungen ,* 2)  vor  allem  aber  ist  die  Formel  mit  der  Vorsicht  als 
Pointe  häufig,  sowohl  gegen  die  Böswilligkeit  wie  gegen  die  Vergesslich¬ 
keit  der  Menschen.  —  Selbst  nach  der  Narratio,  als  Überleitung  zur 

*)  Die  Zahlen  bedeuten  immer  die  Nummern  der  Urkunden. 

2)  Vgl.  darüber:  E.  Schneider,  Die  schwäbische  Privaturkunde  in  der 
Archivalischen  Zeitschrift,  IX,  1 — 18. 


XXX 


Einleitung. 


Dispositio ;  kommt  dem  Urkundenschreiber  gelegentlich  eine  kurze 
philosophische  Betrachtung  unter  die  Feder. 

Considerans  fluxum  humane  miserie.  127. 

Cum  ea  que  geruntur  in  tempore  labantur  etiam  cum  eodem, 
oportet  scripture  testimonio  facta  hominum  eis  qui  nascentur  et  ex- 
surgent  posteris  iudicari.  16. 

Quia  facta  rer  um  scriptis  exspedit  annotari,  ne  forte  decursu 
temporum  per  fetustatem  oblivionis  involvantur  caliginem,  ...  30. 

Vita  cunctorum  instabilis  et  memoria  labilis  ac  infirma  monent 
gesta  temporum  perstringi  serie  literarum.  39. 

Literarum  apices  ideo  sunt  inventi,  ne  ea  que  in  tempore  ge¬ 
runtur,  subito  lapsu  temporis  evanescant,  sed  continuo  dierum  tran- 
situ  in  memoriam  redeant  successorum.  49. 

De  gestis  hominum  grandis  et  dura  emergeret  calumpnia,  si 
non  oblivio  per  eternam  scripti  memoriam  auferetur.  64. 

Ne  ea  que  lapsu  temporis  aguntur,  oblivionis  evanescant  vo- 
ragine,  sigillorum  testimonio  muniuntur.  86. 

Non  solum  quod  ante  oculos  situm  est  sufficit  intueri,  verum 
etiam  dampna,  que  possunt  evenire,  valet  providentia  precavere.  32. 

Prudens  non  improvide  induxit  antiquitas,  ut  literarum  et 
testium  assertionibus  roborentur  ea  que  geruntur  in  tempore  et  ad 
esse  pertranseunt  firmitatis.  116. 

Quia  noverca  rerum  oblivio  letheo  spiritu  ex  progressu  tem¬ 
poris  acta  hominum  more  solito  studeat  exsufflare,  ideo  expedit  tali 
periculo  scripture  antydoto  contraire.  103. 

Ad  imprimendam  memoriam  futuri  temporis  presenciam  homini- 
bus  per  scripta  que  contineant  acta  nostra  legitima,  debemus  conficere, 
ne,  si  gesta  nostra  scriptis  committere  neglexerimus,  negligenciam 
nostram  incuset  ignorancia  futurorum.  29. 

Quoniam  iuxta  temporis  volubilitatem  in  rebus  gestis  humana 
memoria  permutatur,  necessarium  est  ipsas  scripturarum  aminiculo 
contirmare.  38. 

Quum  omnium  habere  memoriam  non  humanum  sed  pocius 
divinum  existit,  gesta  que  fiunt  in  tempore,  ut  non  ab  hominum 
memoria  excidant  et  errorem  pro  futuris  pareant,  poni  solent  sub 
lingua  testium  et  scripturarum  memorie  commendari.  115.  129. 

Quoniam  adinventionis  humane  dolositas  res  gestas  aliquociens 
non  gestis  astruit,  expedit  ipsas,  ut  apud  posteritatem  invalescant, 
memoria  scripturarum  et  testium  amminiculo  perennari.  41. 


Einleitung. 


XXXI 


Ut  bone  fidei  contractibus  a  futuris  impeticionum  caveatur 
periculis,  expedit  ipsos  scripturarum  et  testium  amminiculo  sufful- 
ciri.  46. 

Litis  materia  suprimitnr  ac  futnre  questionis  dolus  totaliter 
conculcatur,  cum  res  gesta  testium  et  literarum  testimonio  robora- 
tur.  119. 

Ne  falsitas  veritati  preiudicet  aut  iniquitas  equitati,  expedit 
pietatis  intuitu  legaliter  acta  scripturarum  serie  communiri.  164. 

Quoniam  in  nullo  oblivisci  et  omnium  memoriam  habere  pocius 
est  divinitatis  quam  humanitatis,  ideo  utile  valde  est  et  apud  omnes 
sapientes  et  honestos  consuetum,  ut  acciones  mortalium  viva  voce 
testium  et  vivaci  testimonio  literarum  perennentur.  76. 

Racioni  consonum  est  et  iuri,  ut  in  eis  que  caritative  et  libera- 
liter  donantur  donatoris  intencio  firmiter  observetur.  317. 

Etsi  quibuslibet  bonis  predecessorum  nostrorum  vestigiis  de- 
beamus  merito  inherere,  hiis  tarnen  specialiter  que  pro  animarum 
salute  nobis  devotis  precibus  offeruntur.  357. 

Exigente  vestre  caritatis  affectu  quem  ad  deum  et  eius  fideles 
et  specialiter  ad  domum  nostram  (=  Heiligkreuztal)  habetis.  666. 

Quia  non  est  personarum  acceptor  deus,  qui  vult  omnes  ho- 
mines  salvos  fieri,  dans  omnibus  affluenter,  infirma  tarnen  mundi 
eligens,  ut  forcia  queque  confundat,  largius  et  magnificencius  hoc 
tempore  pietatis  sue  dona  in  sexu  femineo  diffudit  lilia  virginalis 
castitatis  de  campo  tocius  mundi  colligens  et  in  hortos  claustrales 
transplantans,  ut  inde  in  celestem  tandem  ea  recolligat  paradysum. 
De  hiis  enim  virgo  mater  ecclesia  in  auribus  Christi  sponsi  sui 
canens:  lectulus  noster  floridusa)  gloriatur.  24. 

Cum  omnia  pietatis  opera  dignam  a  domino  remunerationem 
accipiant,  hec  inter  cetera  karitatis  maxime  rigorem  obtinent,  que 
in  usus  et  subsidium  Christo  famulantium  largiuntur.  31. 

Pastoralis  officii  dignitas  hoc  requirit,  ut  personis  miserabilibus 
et  maxime  religiosis  sub  iugo  regulari  per  artam  vitam  monastice 
discipline  domino  militantibus  per  humanitatis  beneficia  succurra- 
tur.  77. 

Loca  sanctorum  pia  devocione  debite  sunt  veneranda,  ut,  dum 
dei  veneramur  amicos,  ipsi  nos  deo  reddant  amabiliores  et  quod 
nostris  non  valemus  meritis  eorum  patrociniis  assequamur.  142. 


a)  Canticum  canticorum  1,  16. 


XXXII 


Einleitung. 


Licet  is  de  cuius  munere  venit,  ut  sibi  a  Melibus  suis  digne 
et  laudabiliter  serviatur,  ex  habundancia  pietatis  sue  que  merita 
supplicum  excedit  et  vota  bene  operantes  pro  aportato  lucro  remu- 
neret,  torpentes  autem  ab  opere  bono  dampnet,  exemplo  tarnen  sacro- 
sanete  matris  ecclesie,  que  adopcionis  sue  filios  per  spiritualium 
consolacionum  antidota  non  nunquam  invitat  ad  execucionem  operum 
pietatis.  262. 

Pia  mater  ecclesia  de  animarum  salute  sollicita  devocionem 
fidelium  per  quedam  munera  spiritualia,  remissiones  videlicet  et 
indulgencias,  invitare  consuevit  ad  debiti  famulatus  honorem  deo 
scilicet  et  sacris  edibus  impendendum,  ut  quanto  crebrius  et  devo- 
cius  illuc  confluit  populus  Christianus  assiduis  salvatoris  graciam 
precibus  implorando  tanto  delictorum  suorum  veniam  et  gloriam 
regni  celestis  consequi  mereatur  eternam.  264. 

Quoniam  ut  ait  apostolus  omnes  stabimus  ante  tribunal  Christi 
accepturi  prout  in  corpore  gessimus  sive  bonum  fuerit  sive  malum, 
oportet  nos  igitur  diem  messionis  extreme  misericordie  operibus 
prevenire,  quum  qui  parce  seminat,  parce  et  nietet,  et  qui  seminat 
in  benedictionibus,  de  benedictionibus  et  metet  vitam  eternam.  358. 

Wan  menshlich  sin  blöde  und  cranc  ist  und  die  lüte  dike 
under  ain  ander  vergessint,  daz  si  mit  ain  ander  ze  tünne  hant, 
so  leret  daz  diu  rechte  wishait,  swaz  si  mit  ain  ander  werbint  und 
gedingint,  daz  man  daz  mit  brieven  und  mit  geziugen  ordenlich  und 
wol  behalti,  daz  dekain  künftich  criech  dar  nach  gangi.  135.  137.  141. 

Won  der  dinge,  so  dü  lüte  mit  gemechte  über  ain  choment, 
zhire  in  disen  cranken  seiten  vorgessen  wird,  so  müs  man  si  mit 
gescrift  und  mit  insigelne  fürsicheren  und  besteten.  194. 

Wir  .  .  .  vergehint,  daz  wir  unser  und  unser  vorderon  sei  hail 
haben  an  gesehin,  won  wir  allü  müssen  stan  vor  geriht  widerred 
ze  gend  umb  allü  unsrü  werk.  Und  dar  umb  daz  wir  gotes  hulde 
verdienen,  ...  461. 

Philosophische  Betrachtung : 

Und  dar  umb,  won  ain  gütat  die  andrun  vorderot,  .  .  .  454. 

Und  won  ain  trü  die  anderun  vorderot,  ...  465. 

Quia  deo  servire  est  regnare  sicut  dicit  sapiens,  .  .  .  523. 

P  ertin  enz fo  rm  el : 

Cum  suis  Omnibus  appendjeiis  tarn  in  agris  quam  in  pratis  et 
nemoribus  sive  que  iam  constant  indigenis  sive  que  requirentibus 
post  hec  ad  easdem  possessiones  poterunt  pertinere.  27. 


Einleitung. 


XXXIII 


Predium  cum  omnibus  iuribus,  conswetudinibus  viis  et  inviis 
silvis  pratis  pascuis  nemoribus  aquis  et  aqueductibus  et  aliis  appen- 
diciis  universis  eidem  curti  intus  et  extra  attinentibus.  45. 

Scilicet  cum  pratis  agris  virgultis  nemoribus  septis  viis  inviis 
ac  ceteris  attinentiis  tarn  perceptis  quam  non  perceptis,  quesitis  ac 
non  quesitis.  98. 

Pertinentes  cum  suis  libertatibus  et  appendiciis  videlicet  pratis 
pascuis  agris  silvis  nemoribus  terris  cultis  et  incultis  aquis  aque¬ 
ductibus  viis  inviis  curtibus  areis  ortis  et  omnibus  aliis  iuribus  ta- 
citis  et  expressis.  105. 

Alles  daz  gut,  ez  sien  äkker  wise  en  holtz  en  veld  en  wasen 
en  zwie  holzmarch  gesüchet  oder  ungesüchet,  liüte  und  güt,  swaz 
ich  da  han  für  ain  reht  aygen,  als  ich  und  min  vorderen  ez  her 
haben  braht  ze  habend  und  ze  niezzende  eweclichen  ane  alle  min 
und  miner  erben  ansprache.  191.  192. 

Hoff  mit  allr  siner  zügehörd  für  reht  aygen  und  unansprüchig 
von  menkliches  wegen  mitt  grund  mitt  grät,  mit  agker  mitt  wisan 
mitt  garten  mitt  holtz  mitt  veld  mitt  wasser  mitt  wasserflüssen  mitt 
zwingen  mitt  bannen  mitt  wasen,  ez  sy  gebuwez  oder  ungebuwes, 
besüchtz  oder  unbesüchtz,  benemptz  oder  unbenemptz,  fundes  oder 
unfundes,  klains  oder  grösz,  ob  erd  oder  under  erd,  mitt  allen  sinen 
nützen  rehten  und  gewonhaiten  nützit  ussgenomen  allz  ich  in  untz 
uff  disen  hüttigen  tag  her  braht  han.  870.  Cfr.  847. 

Sicher  ad  hoc  verfasst  sind  die  folgenden  zwei: 

Et  aliis  nemoribus  et  frutectis,  molendino  in  villa  sito,  agris, 
pratis,  pascuis,  terris  cultis  et  incultis,  aquis  et  aque  decursibus, 
piscationibus,  viis,  inviis,  itineribus  et  ius  habendi  tabernam  et 
pistandi  panes  cum  iuribus  dicti  ehafti  getwinc  vreveli  advocatiis 
et  omnibus  aliis  iuribus  et  appenditiis  dicte  ville  attinentibus  quibus- 
cumque  nominibus  censeantur.  61. 

Cum  omnibus  pertinenciis  appendiciis  iurisdicionibus  iuribus 
que  wlgo  appellantur  ehafti  getwinc  ban  et  aliis  iuribus  universis 
quibuscumque  nominibus  censeantur  cum  omnibus  libertatibus  eis- 
dem  possessionibus  intus  et  extra  pertinentibus  et  quicquid  nobis  in 
eadem  villa  competebat  quocumque  modo  vel  titulo  in  campis  agris 
pratis  pascuis  silvis  nemoribus  virgultis  areis  ortis  curtibus  aquis 
aqueductibus  stagnis  piscinis  locum,  et  ius  molendini,  viis,  inviis, 
semitis,  itineribus  terris  cultis  et  incultis  et  omnibus  tarn  tacitis 
quam  expressis.  113. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


III 


XXXIV 


Einleitung1. 


Die  Quittungsformel  für  bezahltes  Geld  lautet  meist  folgender - 
massen: 

Marchas  (libras)  quas  ipsi  recepisse  et  in  usus  proprios  con¬ 
vertisse  publice  profitentur.  51. 

Dictam  peccuniam  in  usus  et  utilitatem  nostri  monasterii  fore 
conversam.  58. 

Quam  summam  pecunie  non  diffitetur  integraliter  recepisse  et 
ad  usus  proprios  convertisse.  66. 

Quas  profitear  ex  integro  recepisse  et  in  utilitatem  necessariam 
convertisse.  75. 

Unter  welchen  Formalitäten  ein  Rechtsgeschäft  vor  sich  geht, 
ist  mit  dem  Ausdruck  Zeremoniell  bezeichnet: 

Adhibita  omni  iuris  sollempnitate.  50.  57. 

Iusto  emptionis  titulo  docta  verborum  sollempnitate  adhibita.  51. 

Adhibita  omni  iuris  sollempnitate  que  in  talibus  solet  vendi- 
cionibus  exerceri.  68. 

Qualibet  iuris  sollempnitate  plenius  observata.  80. 

Adhibita  in  predicta  donacione  proprietatis  et  etiam  consensu 
vendicionis  memorate  verborum  ac  gestuum  sollempnitate  debita  et 
consueta.  120. 

Und  hän  daz  getan  mit  allen  Worten  werchen  und  gewonhait 
diu  dar  zü  gehören  mach.  306. 

Hiis  itaque  coram  nobis  racionabiliter  peractis  cum  observacione 
verborum  et  gestuum  in  similibus  consuetis  et  debitis  observari.  317. 

Adhibito  nichilominus  verborum  et  gestuum  solempnitate  que 
in  huiusmodi  solet  vel  debet  contractibus  de  iure  vel  consuetudine 
adhiberi.  108. 

Und  veriehint  disen  kof  staet  ze  haend  von  uns  und  von  allen 
den  Worten  und  werchin,  di  zü  ainem  offem  redelichem  kof  sont 
beschehen.  331. 

Mit  allen  den  dingen  als  es  nach  reht  und  nach  gewonhait 
wol  kraft  und  mäht  hant  haben  sol  und  mag  ietz  und  hie  nach  an 
allen  stetten  und  vor  allen  luten  und  gerihten  gaistlichen  und  welt¬ 
lichen.  880. 

Hernach  folgen  oft  die  Auflassung  und  die  Einredeformel. 
Die  eigentliche  Auflassung  ist  in  unserer  Zeit  oft  schon  ausgefallen 
und  infolgedessen  sind  beide  gewöhnlich  zusammengeschmolzen: 

Nos  ipsius  feodi  proprietatem  ad  nos  proprie  spectantem  dic- 
tis  .  .  .  presen tibus  resignamus.  97. 


Einleitung. 


XXXV 


Renunciantes  tarn  pro  nobis  quo  pro  sepedicto  .  .  .  omni  iuri 
sive  impeticioni  sibi  vel  nobis  ipsis  aut  nostris  heredibus  quibus- 
cumque  super  pratis  sepius  recitatis  ullius  umquam  rationis  occasione 
posset  vel  deberet  competere  in  futuro.  41. 

Renuntiantes  sine  dolo  et  fraude  qualibet  tarn  pro  nobis  quam 
pro  Omnibus  nostris  in  evum  successoribus  omni  iuris  dictioni  vel 
inpeticioni  aut  etiam  actioni  ex  quacumque  de  causa  emersure,  que 
nobis  et  eisdem  nostris  pro  tempore  successoribus  in  easdem  pos- 
sessiones  deberent  aut  possent  competere  in  futurum.  42. 

Renuncians  omni  iuri  accioni  excepcioni  defensioni  legum  et 
iuris  subsidio,  pecunie  non  numerate,  excepcioni  restitucionis  in 
integrum  et  aliis  quibuscumque  nominibus  censeantur,  per  que  ipsa 
vendicio  donacio  et  possessionis  tradicio  tarn  legaliter  celebrata  in- 
fringi  vel  infirmari  seu  calumpniari  possit  in  posterum  casu  quolibet 
contingente.  45. 

Renunciantes  etiam  sine  dolo  tarn  pro  nobis  quam  pro  Omni¬ 
bus  nostris  in  evum  successoribus  tocius  iuris  communis  ac  privati 
canonici  vel  civilis  actioni  excepcioni  ac  auxilio,  excepcioni  non 
numerate  peccunie  nec  non  indulgentiis  vel  litteris  apud  sedem 
apostolicam  impetratis  vel  impetrandis,  occasione  quarum  contractus 
huiusmodi  a  nobis  vel  ab  aliis  revocari  posset  aliqualiter  in  futurum.  46. 

Renunciantes  omni  iuri  actioni  consuetudini  et  omni  exactionum 
generi  seu  aliis  quibuscumque  que  nobis  ratione  advocatie  vel  quo- 
cumque  iure  seu  ratione  consuetudine  conpetebant  vel  conpetere 
videbantur  casu  quolibet  contingente.  48. 

Renuntiantibus  eisdem  omni  iuri  actioni  consuetudini  excep- 
tioni  deffensioni  legum  et  canonum  subsidio  peccunie  non  numerate 
restitutioni  in  integrum  nec  non  et  aliis  universis  per  que  predicta 
emptio  tarn  legaliter  celebrata  possit  vel  debeat  a  quoquam  in 
posterum  enervari.  51.  57.  58. 

Quapropter  presentibus  viva  voce  sicut  possum  et  debeo  fir¬ 
mier  pro  me  ac  omnibus  heredibus  seu  quocumque  modo  succes¬ 
soribus  meis  omnibus  remotis  oppositionibus  que  tarn  iure  canonico 
quam  civili  possent  fieri  fideliter  compromitto,  ut  prefatam  dationem 
venditionem  resignationem  non  reclamem  nec  faciam  ab  aliquo  ullo 
tempore  reclamari.  100. 

Renuncians  pro  me  meisque  heredibus  universis  omnibus  et 
singulis  omni  actioni  exceptioni  defensioni  consuetudini  tarn  loci 
quam  patrie,  subsidio  tarn  legum  quam  canonum  iuri  restitucionis 
in  integrum  pecunie  non  numerate  et  generaliter  omni  suffragio  tarn 


XXXVI 


Einleitung. 


in  genere  quam  in  specie  mediante  quo  predicta  donacio  et  traditio 
possit  vel  debeat  in  posterum  a  quocumque  hominum  revocari  vel 
infringi  casu  quolibet  contingente.  108. 

Wir  verzibin  uns  für  uns  und  für  allen  unser  erben  die  wir 
ieze  habin  oder  hernach  gewinnen  mugin,  aller  der  ansprach  und 
alles  dez  rechtes  dez  wir  an  das  vor  genante  gut  habin  soltun,  mit 
disen  brief.  187. 

Wir  kundein  und  vergehin  offenlich  an  disem  br£f,  daz  wir 
willichlich  umbe  daz  haile  unser  sele  und  unserre  vordem  habin 
ufgeben  der  abbetissene  die  aigenschaft  dirre  acker  die  si  hant 
koffet.  216. 

Aufgabe  der  Lehenschaft: 

Die  lehenschaft  dez  selben  gutes  hant  si  mir  üf  geben  und 
sich  verzigen  williclich  an  min  hant  alles  dez  rehtes,  daz  si  dar  an 
hettont  alder  immer  mohtunt  gewinne  für  sich  und  für  alle  ir  nach- 
komen.  246. 

Wir  vergehin  aller  der  dinge  diu  da  vor  geschriben  sint,  daz 
diu  mit  unserm  gunst  beschehen  sint  und  henkin  darum  unser  in¬ 
sigel  an  disen  brief.  248. 

Und  verzih  mich  aller  der  ansprach  der  ich  hab  oder  immer 
mohti  gewinnen  oder  dehain  min  erbe  an  die  aigenschaft  des  gütz 
gen  dem  spital.  251. 

Und  verzihen  uns  und  haben  ouch  verzigen  aller  der  rehte 
die  wir  oder  unser  erben  beten  oder  gehän  mohton  an  .  .  .  301. 

Wir  verzihend  uns  gemaenlich  aller  der  ansprach  der  wir 
habint  oder  immer  mohtint  gewinnen  an  die  vor  genemtun  aebtissinun 
umb  alles  daz  güt.  318. 

Und  daz  dis  iemer  staete  belibe,  darumb  so  verzih  ich  mich 
alles  des  rehtis  für  mich  und  alle  min  erbin  und  nakomin,  so  ich 
in  den  vor  genanton  gütin  allen  hette  nah  dem  geding  als  hie  vor 
geschriben  ist  und  gib  sin  uf  mit  disem  brief  den  baiden  .  .  .  328. 

So  daz  wir  eweklich  nimmer  mer  da  ansprach  süllen  gewinnen 
noch  haben  an  die  vor  genanten  güt  weder  mit  geistlichem  noch  mit 
weltlichen  gerihte,  wan  solich  ansprach  die  wir  hintz  den  güten 
hetten,  die  haben  wir  gern  ufgegeben  und  verkauffet  dem  götz- 
hüs.  322. 

(Und  han  die  aigenschaft  dem  closter  gegebin)  und  gib  si  mit 
disem  brief  uf  und  verzihe  mich  für  mich  und  alle  min  erbin  allez 
des  rehtis,  so  ich  hieran  hatte  oder  her  nah  gewinnen  möht,  335. 


Einleitung. 


XXXVII 


Daran  pflegt  sich  anzuschliessen  die  Währ  Schafts  formet: 

Ich  und  min  tohter  vergehint  öch  an  disem  bröf,  daz  wir  uns 
habint  willechliche  verzigen  alles  des  rehtes  daz  wir  hetun  ze  dem 
selben  güte  und  siint  öch  leplich  gewerot  alles  des  gütes  darum 
uns  die  aker  warent  behaft.  216. 

Hernach  spricht  noch  jede  einzelne  Person  ihren  Verzicht 
extra  aus. 

Wir  bindin  uns  sin  wer  ze  sind  und  ze  versprechend  nah  reht 
swa  man  den  selben  wingarten  verstan  oder  versprechen  sol.  254. 

Und  mugint  und  sigint  sin  wer  an  gaeschlichem  geriht  und 
an  weltlichem  geriht  wa  sis  bedurfint  nah  reht  an  alle  gevaerde.  331. 

Und  sol  ich  und  min  erben  der  wis  recht  wer  sin  für  aygen 
und  och  da  für  das  usser  der  wis  nit  zehenden  sol  gan  und  swa 
das  vor  genant  closter  ansprechig  wurd  oder  angesprochen  umb  die 
wis  oder  umb  den  zehenden  usser  der  wis  als  vor  gescriben  stat, 
ez  si  an  gaystlichem  oder  an  weltlichem  gericht,  da  sol  ich  oder  min 
erben  die  frowen  von  Hayligencrützstal  und  ir  closter  verstan  und 
versprechen  nach  recht.  425. 

Währschaft  mit  Bürgen: 

Wir  habin  inen  ouch  ze  merre  sicherhait  ze  rehten  geweren 
gesetzt  .  .  .  mit  dem  gedingde,  waer,  daz  diu  akker  ald  wise  iendert 
anspraechig  wurden,  daz  sont  die  ietzo  genanten  geweren  der  aeb- 
tissenn  dem  convent  und  iren  nahkomenden  ufrihten  gar  und  gaentz- 
lich  aun  ir  schaden  nah  aigens  reht  und  nah  des  landes  reht. 
Grieng  aber  der  gewero  ainer  ab  von  waz  sach  daz  beschaehe  daz 
got  wende,  so  sülin  wir  ald  unser  erben  inen  ain  andern  als  güten 
und  als  schidlichen  setzen  dar  nach  in  den  naehsten  aht  tagen  so 
wirs  ermant  werdin.  Taetin  wir  daz  nit,  so  hant  si  gwalt  denn 
den  andern  gewern  ze  manind.  Und  der  sol  denn  unverzogenlich 
invarn  gen  ...  in  ains  erbaern  wirtz  hus  und  sol  da  selb  mit  aim 
pfaerid  ald  ain  kneht  an  siner  stat  mit  aim  pfaerid  laisten  ain  reht 
und  gewonlich  giselschaft  aun  alle  gevaerde  und  sol  nümmer  usser 
der  laistung  kommen  e  daz  beschiht.  Wir  und  unser  erben  sülin 
die  gewern  lösen  von  dirre  gewerschaft  aun  ir  schaden.  462. 

Ersatzmann  in  dem  naehsten  manot.  589. 

Ersatzmann  dar  nach  in  den  naehsten  vierzehen  tagen. 

Von  den  jetzt  noch  folgenden  TJrkundenteilen  ist  eine  ganze 
Anzahl  nicht  notwendig  und  die  Anwendung  der  einen  schliesst  oft 


XXXVIII 


Einleitung-. 


die  andern  aus.  Es  richtet  sich  in  der  Regel  auch  die  Grösse  und 
Vollständigkeit  der  Urkunde  nach  der  Wichtigkeit  des  Inhalts. 

Zu  diesen  Teilen  gehört  die  Zustimmung  eines  Beteiligten: 

Adhibito  consensu  expressissimo.  68. 

Consensu  .  .  .  pleno  et  expresso  prehabito.  75. 

Und  habin  daz  getan  mit  unsers  lehenherren  hant  ze  wert- 
tegen  vr  alle  ansprache  und  von  allen  unseren  erben.  199. 

Auch  Ausschluss  der  Erben  sei  angeführt: 

Es  sol  öch  dehain  min  erbe  an  daz  selb  gelt  nümmer  debain 
ansprach  haben  noch  gewinnen.  306. 

Wichtig  ist  auch  die  Übertragung ,  die  Einweisung  in  den  neu¬ 
erworbenen  Besitz: 

Transferens  dictam  domum  cum  horreo  in  prefatas  abbatissam 
et  conventum  et  ipsorum  monasterium  eo  iure  quo  bactenus  possedi 
pacifice  possidendum.  211. 

Und  für  zib  mich  alles  des  rehtes  des  ich  oder  min  erben 
nu  haben  oder  hie  nach  gewinnen  möhtin  und  gib  min  rebt  dem 
vorgenanten  closter.  388.  392. 

Und  dar  umb  süllent  die  vorgenanten  und  all  ir  nachkomenden 
den  hoff  und  du  vorgenanten  gut  ällu  mit  allen  iren  stukken  und 
mit  allen  nützen  rechten  gewonhaiten  und  zügehörden  ümer  mer 
eweklich  inne  haben  niessen  besetzen  und  entsetzen  an  ünser  und 
ünserr  erben  und  an  aller  manglichs  von  unseren  wegen  sumen 
hindernüst  und  irren,  wan  wir  vor  genanten  .  .  .  uns  für  uns  und 
unser  erben  verzigen  habent  und  verzihent  mit  urkünd  dises  briefes 
gen  den  vor  genanten  .  .  .  aller  der  recht  und  gewonhait  und  aller 
der  vorderung  und  ansprach  die  wir  oder  dehain  ünser  erb  oder 
ieman  von  ünser  wegen  an  dü  vor  geschriben  gut  oder  an  dehainen 
ir  tail  oder  an  dehain  ir  zügehörde  an  lützel  oder  an  vil  untz  her 
gehebt  habent,  ietz  habent  oder  ümer  mer  her  nach  gewinnen  oder 
gehän  kündent  oder  möchtent  an  dehainen  stetten  oder  vor  dehainen 
lüten  oder  gerichten  gaistlichen  oder  weltlichen  in  dehainen  weg 
sus  oder  so.  783. 

Auch  Heimfall  sei  genannt: 

Und  swenne  si  denne  nit  ensint,  so  sol  daz  vor  genant  gut 
dem  gotes  hus  dem  kloster  lidik  sin  durch  daz  liaile  ir  selon.  278. 

Eine  sehr  charakteristische  Rechtsform  des  späteren  Mittelalters 


Einleitung1. 


XXXIX 


bildet  das  Einlager ,  die  Geiselschaft,  das  obstagium.  Es  werden  z .  B. 
zur  Sicherung  der  Einhaltung  der  Vertragsbestimmungen  Bürgen  ge¬ 
setzt,  die  im  Falle  einer  Schwierigkeit  entweder  in  eigener  Person 
oder  durch  ehrbare  Knechte  mit  Bossen  versehen  vertreten  solange  in 
offenem  Wirtshaus  liegen  müssen,  bis  die  Bestimmungen  erfüllt  sind . 
Erhebt  sich  z.  B.  eine  Schwierigkeit ,  so  hand  dar  nach  s y  oder  ir 
erben  gemainlich  oder  besunder  gewalt  und  gilt  reht,  wenn  sy  wend 
die  bürgen  dar  umb  ze  manent  ze  hus  ze  hof  oder  under  ogen  mit 
iren  brieven  botten  oder  selber  sy  all  gemainlich  oder  als  manigen 
sy  denn  under  in  weltent  besunder.  Und  die  selben  gemanten 
bürgen  süllent  inen  denn  dar  umb  in  varen  in  den  nahsten  aht 
tagen  nach  ir  manung  ze  Rüdlingen  in  die  stat  und  süllent  da  denn 
laisten  ain  reht  gewonlich  und  ungevarlich  giselschaft  ir  ieglicher 
mit  sin  selbs  lib  an  pfarit  oder  ainen  erbern  kneht  och  an  pfarit 
au  sin  stat  in  die  laistung  legen  weler  selber,  nit  wil  oder  enmag 
laisten  und  süllent  denn  usser  der  laistung  nit  kommen  noch  davon 
nymmer  ledig  werden  denn  mit  .  .  .  urlob  usw.,  s .  Nr.  839 . 

Weiter  kommen  in  Betracht  die  Lösung  und  der  Schadenersatz , 
die  Schadloshaltung. 

Wir  habin  och  gelübt  die  vor  genanten  bürgen  ze  lösend  für 
üns  und  ünser  erben  von  dirr  burgschaft  an  allen  iren  schaden. 
589.  644  usw. 

Und  in  welen  schaden  sy  dez  komeftd,  daz  sol  ich  vor  ge¬ 
nanter  .  .  .  min  erben  und  die  unlaistenden  bürgen  inen  von  helffen 
an  allen  ieren  schaden.  668.  676. 

Verwandt  sind  miteinander  Frevel,  Bündnis-,  Landfriedens -, 
Pfandschaftsklausel,  die  alle  drei  ihre  Namen  von  den  in  den  ein¬ 
zelnen  Sätzen  vorkommenden  Ausdrücken :  fräveln,  buntnüst,  lantfrid, 
pfenden  haben: 

Und  soellend  och  mit  dem  angriff  wie  dick  der  beschaech,  nit 
fräveln  verschult  tun  noch  getan  hän  wider  dehain  sach  wie  die 
genant  ist.  865. 

Und  süllent  och  noch  mügent  da  mit  nit  fräveln  noch  tün 
wider  dehainen  lantfrid  lantgriht  landreht  stetreht  glait  frihait  ver- 
buntnüst  gesellschaft  gesetzt  reht  noch  gnad  unsers  hailigen  vatters 
des  pabstz  des  römischen  kaisers  des  römischen  küngs  der  fürsten 
der  herren  der  stett  noch  des  lands  noch  wider  dehain  lüt  noch 
griht  gaistlich  noch  weltlich  noch  wider  nieman  noch  wider  nützit 


XL 


Einleitung1. 


das  iernan  dar  umb  ussgeziehen  oder  erdenken  kan  oder  mag. 
830.  847. 

Und  ensol  ü ns  noch  ünser  erben  noch  die  vor  genanten  ünser 
bürgen  vor  dem  angriff  des  phendentz  nütz  schiermen  weder  frihait 
gebot  gesetzt  noch  buntnüst  der  herren  der  stet  noch  des  landes 
gemainlich  die  nu  sint  oder  her  nach  uff  stüdint  noch  dehain  gericht 
weder  gaistlichz  noch  weltlichz.  758. 

Und  tünd  da  mit  nit  wider  den  lantfrid  noch  wider  buntnüst 
der  stett  die  ietz  sint  oder  hie  nach  werdent  noch  wider  kain  ge¬ 
richt  gaistlichem  noch  weltlichem  in  dehainen  weg  weder  sus  noch 
so.  589.  661.  668. 

War  och,  ob  der  vor  genanten  bürgo  ainr  ald  mer  sin  Unzucht 
tat  und  nit  laisti  als  vor  geschriben  ist,  den  selben  brüchigen  bürgen 
als  vil  der  ist  hänt  denn  die  vor  genanten  klosterfrowa  ir  nach- 
komen  und  ir  helffer  gewalt  und  güt  recht  an  ze  griffend  ze  nötend 
und  ze  pfendent  an  allen  ieren  lüten  und  güten  in  den  stetten  oder 
uff  dem  land  mit  gericht  oder  an  gericht,  an  klag  und  an  zorn, 
wa  und  wie  sy  mugend  und  inen  wol  fügt  und  sont  daz  tün  als 
vil  und  als  genüg,  untz  inen  aber  alles  daz  vollfürt  wirt,  dar  umb 
denn  die  vor  genanten  bürgen  ermant  sint.  589.  661.  668. 

Einmal  kommt  der  Bann  vor: 

Si  quis  presumat  aliquam  calumpniam  conventui  eiusdem  ecclesie, 
X  marcas  argenti  se  sciat  exibiturum  prefate  ecclesie.  22. 

Nicht  selten  ist  der  Siegeldefekt ,  dass  nämlich  irgend  ein 
Schaden  am  Pergament  oder  namentlich  am  Siegel  die  Gültigkeit 
des  Stückes  nicht  beeinträchtige: 

Und  würd  dirr  brieff  in  dehainen  weg  hie  nach  ungevarlich 
verschwecht  und  arkwenig  an  den  insigeln  oder  andern  dingen,  das 
alles  sol  dem  e  genanten  .  .  .  noch  sinen  erben  dehain  schad  nit 
sin.  789.  826.  856. 

Kommen  im  Stück  Bürgen  und  Zeugen  vor ,  so  sind  fast  aus¬ 
nahmslos  die  betreffenden  Sätze  gekürzt  zu:  Bürgen  oder:  ze  bürgen 
gesetzt  oder  ze  ziugen  erbeten  oder  der  gl. 

Hernach  kommen  noch  Siegel-  und  Datumzeile .  Beim  ersteren 
ergeht  sich  der  Schreiber  oft  wieder  in  'philosophischen  und  der  gl. 
Exkursen : 


Einleitung. 


XLI 


Et  ne  premissa  facta  a  labili  kominum  memoria  possint  cadere 
in  errorem,  presentem  cedulam  sigillo  nostro  decrevimus  commu- 
niri.  8. 

Et  ne  nimia  prolixitas  temporis  favori  novercetur,  cartulam 
istam  appensioni  sigilli  nostri  munitam  ipsis  in  testimonium  con- 
cessimus  habendam.  1 1. 

Ut  autem  hec  incassata  permaneant  nec  minime  a  meis  posteris 
possint  violari,  sigilli  mei  certitudine  feci  roborari.  15. 

Ut  presentis  negotii  per  succidentia  tempora  certitudo  habeatur, 
presentem  paginam  nostris  sigillis  roboravimus.  27. 

Ut  autem  hec  rata  et  tuta  permaneant  a  calumpniancium  in- 
sultacionibus  et  ut  sepefata  abbatissa  et  conventus  ex  mea  provisione 
plenissima  securitate  gaudeant,  in  testimonium  donacionis  concessi 
eisdem  scripta  presencia  sigilli  mei  munimine  roborata  nunc  et  in 
perpetuum  valitura.  29. 

Ne  autem  ulla  super  hiis  predictis  sororibus  a  coheredibus 
meis  sive  successoribus  seu  alio  quocumque  casu  valeat  suboriri 
calumpnia,  presentis  instrumenti  literam  duxi  super  donatione  huius- 
modi  sigillo  meo  muniendum.  31. 

In  huius  rei  testimonium  et  perpetuam  firmitatem  presentem 
cedulam  eis  dedimus  .  .  .  sigillorum  munimine  roboratam.  34. 

Ut  autem  huiusmodi  emptionis  conventio  inter  nos  et  prefatas 
abbatissam  et  conventum  secundum  iuris  sollempnitatem  publice 
celebrata  de  cetero  debite  robur  obtineat  firmitatis,  nos  ipsis  presens 
instrumentum  tradidimus  sigillorum  reverendi  in  Christo  patris  et 
domini  nostri  .  .  .  munimine  consignatum.  38. 

Ut  autem  hec  omnia  et  singula  sicut  pretexta  sunt  in  sui 
robore  ab  ullius  cavillationis  ingeniosa  machinatione  permaneant  de 
cetero  penitus  inconvulsa,  nos  presens  instrumentum  dedimus  sigil¬ 
lorum  robore  communitum.  41. 

Ut  autem  hec  donacio  proprietatis  tarn  legaliter  celebrata  in- 
fringi  seu  calumpniari  valeat  in  posterum  nullo  modo,  nos  presens 
instrumentum  conscribi  fecimus  sigillo  nostro  pro  testimonio  et  mu¬ 
nimine  roboratum.  49. 

ln  cuius  facti  evidentiam  presentem  cedulam  exinde  conscriptam 
ad  petitionem  parcium  sigillo  nostro  duximus  roborandam.  70. 

Das  aber  alles  daz  war  si  und  craft  und  macht  habe  und  an 
alle  gevaerde  geschehen  si,  so  gebin  wir  den  vor  genanten  unseren 
vrown  für  uns  und  unser  erben  disen  brief  besigelt  mit  unsers 
herren  ingesigel.  187. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


III 


XLII 


Einleitung. 


Dazti  gebin  wir  herre  Anshaine  von  Justingen  unserne  insigel 
an  disen  brif  ze  ainem  staiten  urkunde  der  warhait  =  S :  wir  herre 
A.  von  J.  278. 

Ne  ulla  litigantis  contrarietas  in  posterum  desuper  oriri  possit, 
presentes  literas  nobis  tradidit  sigilli  sui  munimine  consignatas.  89. 

Unde  daz  daz  war  si  und  stete  belibe,  dar  umbe  gibe  ich  .  .  . 
disen  offen  brief  besigelt  mit  dem  wachszaichen  mines  insigels.  99. 

Ego  profiteor  et  protestor  predicta  omnia  prout  premissa  sunt 
esse  vera  et  in  eorundem  protestacionem  sigillum  meum  apposui 
ad  presentes.  108. 

In  cuius  legacionis  evidentiam  has  literas  sigilli  nostri  carac- 
tare  consignamus.  101. 

Nos  quoque  presentibus  publice  profitemur  dacionibus  resigna- 
cionibus  et  conieccionibus  interfuisse  et  ipsas  fore  firmas  et  veras, 
prout  harum  serie  continetur,  unde  eciam  nostra  sigilla  duximus 
presentibus  apponenda.  103. 

Als  Schlussformel  kommt  einmal  vor: 

Valete  in  domino.  60. 


1.  1227.  Bug  gensegel  ( bei  Überlingen)  und  Wasser  schaffen. 
Konrad  von  Markdorf  gibt  den  Schwestern  in  Altheim'  (später  in 
Heiligkreuztal )  ein  gegen  eine  Summe  von  21  m.  s.  von  Werner  von 
Altheim  und  seinen  Söhnen  aufgelassenes  Gut  in  Wazzershaf  (später 

5  Heiligkreuztal) . 

Abdruck:  WUB.  III,  209.  B PR  8742. 

2.  1231.  12.  Mai.  Lateran  (Born).  Papst  Gregor  IX  nimmt 
das  Cistercienserinnenkloster  Heiligkreuztal  in  seinen  Schutz ;  bestätigt 
die  Besitzungen  und  erweitert  die  von  seinen  V orj ähren  dem  Gistercienser- 

10  orden  verliehenen  Freiheiten  und  Rechte. 

Abdruck :  WUB.  III,  284.  BPB  8742. 

3.  1227 —1241 A)  Ain  lateinisch  Mandat  von  Babst  Gregor  io 
dem  Neündten,  das  klieine  frawen  zue  Andelfingen  begraben  werden 
sollen. 

15  UL  (—  Begistraturlibell)  Heiligkreuztal  (cfr.  Einleitung),  Bogen  2,  Nr.  2, 

Titel:  Mandat  und  Abblasbrieff. 

*)  Es  folgen  etliche  Papstbullen  und  noch  viele  andere  Urkunden,  die  in 
Original  oder  Kopie  nicht  mehr  erhalten ,  aber  in  dem  BL  Heiligkreuztal  ver¬ 
zeichnet  sind.  Obwohl  sie  anderweitig  nicht  belegt  und  also  als  echt  nicht  völlig 

20  sicher  gestellt  sind,  mögen  sie  doch  eingereiht  werden. 

4.  1227 — 1241.  Ain  lateinisch  Mandat  von  Babst  Gregorio 
dem  Neündten  an  Brobst  zue  Schussenriedt,  die  Güeter  so  vom-  Gotts- 
hauss  unrechtmessiger  iveiss  khomen  demselben  wider  zuzueignen.1) 

BL  Heiligkreuztal,  Bogen  2,  Nr.  30,  Titel:  Mandat  und  Abblasbrieff. 

25  J)  In  diesem  Begest  ist  der  Name  Heiligkreuztal  nicht  erwähnt.  Wo 

mögen  diese  strittigen  Güter  gelegen  haben  ?  Vergl.  das  folgende  Begest. 

ö.  1227 — 1241.  Ain  lateinische  Bull  von  Babst  Gregorio 

dem  9.,  das  Niemants  dess  Gotthciuss  Güeter  unbillich  angrerffe  oder 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  1 


2 


1233—1240. 


behalten,  dergleichen  auch  khein  Zehenden  vonn  Newbrüchen  und 
Vieh  einnehme  und  fordern  solle,  noch  die  Fraiven  vergwalten. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  5r,  Nr.  33,  Titel:  Privilegium  oder  Vidimus. 

6.  1233.  Zeit  des  Generalkapitels.  Citeaux.  Abt  Wilhelm 
von  Citeaux  nimmt  auf  Befehl  des  Papstes  Heiligkreuztal  in  den 
Cistercienser orden  auf. 

WUB.  III,  320. 

7.  1234.  15.  Juni.  Nürnberg.  König  Heinrich  (VII)  ge¬ 
währt  dem  neugegründeten  Kloster  Heiligkreuztal  Schutz  und  seinen 
Almosen  Sammlern  Geleite  vom  Reich . 

W  ÜB.  III,  346. 

8 .  1237.  16.  Juni.  Viterbo.  Papst  Gregor  IX  ermahnt  die 
Gläubigen  der  Kirchenprovinz  Mainz ,  den  Neubau  von  Kirche  und 
Kloster  in  Heiligkreuztal  durch  fromme  Gaben  zu  fördern  und  ge¬ 
währt  dafür  Ablass. 

WUB.  III,  399.  BPR  10  406. 

9.  1238.  3.  März .  Lateran  (Rom).  Papst  Gregor  IX  gibt 
dem  Kloster  und  dem  Generalkapitel  in  Citeaux  den  Auftrag,  dem 
in  den  Orden  auf  genommenen  Heiligkreuztal  den  Abt  von  Salem  als 
Visitator  zu  setzen. 

WUB.  III ,  413.  BPR  10523. 

10.  1238.  4.  März.  Lateran  (Rom).  Papst  Gregor  IX  be¬ 
auftragt  den  Erzbischof  und  alle  übrigen  Kleriker  der  Kirchenprovinz 
Mainz  das  Kloster  Heiligkreuztal  zu  schützen. 

WUB.  III,  414.  BPB  10  524.  Böhmer-  Will  2,248  Nr.  275.  RFC  1495. 

11.  1240. 1)  Ain  lateinischer  Abbla ssbrieff  in  besuechung  des 
Altars  des  Hailgen  Creutz.  Anno  1240. 

BL  Heiligkreuztal,  Bogen  2,  Nr.  3,  Titel:  Mandat  und  Abblasbrieff. 

x)  Oh  die  Jahrzahl  stimmt,  kann  vielleicht  fraglich  sein,  wenn  man  Re¬ 
gest  16  damit  vergleicht.  Denn  darin  ist  die  Bede  von  einer  Altarweihe  zu 
Ehren  des  Kreuzes  Christi  am  19.  Oktober  1242.  Doch  mag  schon  vor  diesem 
Termin  ein  Altar  zu  Ehren  des  Kreuzes  Christi  vorhanden  gewesen  sein,  wenn 
auch  vielleicht  nur  provisorisch  geweiht. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 


1241—1245. 


3 


12.  1241.  Esslingen .  Die  Schicestem  in  Heiligkreuztal  kaufen 
von  Ramung  von  Schwarzach  ein  Gut  in  Andelfingen  mit  1  m .  Ein¬ 
künfte  um  15  m.;  Graf  Hartmann  von  Dillingen  schenkt  ihnen  dazu 
das  Eigentum. 

5  WUB.  IV,  4. 

13.  1241.  2.  Februar.  (Burg)  Wirtenberg .  Die  Grafen 

Ulrich  und  Eberhard  von  Württemberg  schenken  an  Heiligkreuztal 
das  Eigentum  eines  mit  Zustimmung  aller  Erben  um  19  m.  dem 
Ritter  H.  von  Weiler  in  Langenenslingen  abgekauften  Hofes. 

10  WUB.  IV,  11. 

14.  1241.  17.  Juli.  Die  Frauen  von  Heiligkreuztal  kaufen 
von  Ritter  Werner  genannt  Stolle  die  Wiese  Hilsenrüte  um  7  m.  mit 
Zustimmung  der  Eigentümer  der  Grafen  von  Württemberg . 

WUB.  IV,  31. 

15  15.  1242.  25.  April.  (Alt)Steusslingen.  Albert  von  Steuss- 

lingen  verzichtet  mit  all  seinen  Erben  zugunsten  von  Heiligkreuztal 
auf  seine  Lehensherrlichkeit  an  einem  von  Ramung  von  Schivarzach 
um  15  m.  verkauften  Hof  zu  Andelfingen. 

WUB.  IV,  40. 

20  16.  1242.  21.  Oktober.  Bischof  Johann,  Meister  des  Prediger¬ 

ordens,  iveiht  mit  Erlaubnis  des  Bischofs  Heinrich  von  Konstanz  in 
Heiligkreuztal  einen  Altar  zu  Ehren  des  Kreuzes  Christi  am  19.  Ok¬ 
tober  1242  und  am  folgenden  Tag  den  Kirchhof,  setzt  als  Kirch¬ 
weihtag  den  Sonntag  nach  St.  Gallus  (16.  Okt.)  fest  und  geivährt 

25  für  diesen  Tag  einen  Ablass  von  40  Tagen. 

WUB.  IV,  42.  REC  1559. 

17.  1243.  29.  April.  Ehingen  a.  D.  Albert  von  Steusslingen 
genannt  Schedel  überlässt  mit  Willen  all  seiner  Erben  seine  von  Graf 
Hartmann  von  Dillingen  zu  Lehen  gehenden  Besitzungen  in  Andel- 

30  fingen  an  Heiligkreuztal. 

WUB.  IV,  55. 

18.  1245.  Ain  lateinische  Gottsgab  von  Herrn  Schweickhart 
von  Gundelfingen  umb  sein  W eingar tten  zue  Machdorf  (!),  so  der 


4 


1246. 


Gerenberg  genant ,  so  er  dem  Gottshauss  und  seiner  tochter  Gueta 
geben.  Anno  1245. 

BL  Heiligkreuztäl,  Fol.  283 r,  Nr.  23,  Titel:  Gottsgab. 

19.  1246.  29.  Juni.  Lyon .  (Transsumpt  von  1422.  29.  August. 
Bebenhausen.)  Papst  Innocenz  IV  verleiht  den  Angehörigen  des  5 
Oiste rcienser ordens  das  Vorrecht,  dass  niemand  auch  kein  Bischof 
sie  zwingen  könne,  zu  Synoden  oder  Versammlungen  ausserhalb  des 
Klosters  zu  gehen  nisi  pro  fide  oder  auf  das  Kloster  oder  seine 
Angehörigen  den  Bannstrahl  schleudern  dürfe.  Die  Abtissin  Agnes 
von  Hornstein  lässt  sich  davon  ein  Transsumpt  ausstellen  durch  den  10 
Prior  Heinrich  Stoltz  von  Bebenhausen. 

In  nomine  domini  amen!  Per  hoc  presens  publicum  instru- 
mentum  cunctis  ipsum  intuentibus  pateat  evidenter,  quod  anno  a  na- 
tivitate  Christi  millesimo  quadringentesimo  vicesimo  secundo  j  die 
vicesima  nona  mensis  augusti  liora  nona  vel  quasi  ipsius  diei  pon-  15 
tificatus  sanctissimi  in  Christo  patris  ac  domini  domini  Martini  digna  dei 
providentia  pape  quinti  |j  anno  quinto  indictione  XV  in  solario  infirmarie 
monasterii  in  Bebenhusen  ordinis  Cystertiensis  Constantiensis  dyocesis 
situatfi]  in  mei  notarii  publici  testiumque  subscriptorum  j]  presentia 
personaliter  constitutus  religiosus  frater  Hainricus  Stoltz  prior  mo-  20 
nasterii  co[n]ventus  in  Bebenhussen  ordinis  predicti  exhibuit,  porrexit 
et  ostendit  litteras  seu  privilegia  a  sanctissimo  in  Christo  patre  ac 
domino  Innocencio  felicis  recordationis  papa  quarto  toti  ordini  Cy- 
stertiensium  generöse  concessa  veraque  eius  bulla  plumbea  pendente 
in  filis  sericis  crotei  rubeique  coloris  roborata  non  rasa  non  can-  25 
cellcita  nec  in  aliqua  sui  parte  viciata  sed  prorsus  omni  vitio  et 
suspicione  carentia  proposuitque  idem  frater  Hainricus  prior  et  alle- 
gacit,  quod  religiosa  domina  Xesa  de  Hornstain  abbatissa  monasterii 
co[n]ventus  sanctimonialium  in  Hailigcrutztal  ordinis  Cystertiensis 
supradicti  eciam  Constantiensis  dyocesis  instanter  supplicando  petierit,  30 
quatinus  ipse  Hainricus  prior  copiam  predictarum  litterarum  seu 
privilegiorum  sibi  dare  et  concedere  dignaretur.  Idem  vero  prior 
humilibus  precibus  eiusdem  abbatisse  consentiendo  paratus  fuit. 

Quas  quidem  litteras  coram  me  notario  publico  et  testibus 
subscriptis  diligenter  alta  et  intelligibili  voce  de  verbo  ad  verbum  35 
finaliter  perlegit  et  me  notarium  publicum  subscriptum  diligenter  requi- 
sivit,  quatinus  ipsas  litteras  originales  sibi  de  verbo  ad  verbum  fide- 
liter  transferrem  et  exemplarem  signoque  et  nomine  meis  solitis  et 
consuetis  sic  transsumpt as  et  exempl ata s  in  formam publicam  recligerem, 


1246. 


5 


ut  ipsi  exemplari  equalis  fides  ut  litteris  originalibus  adhiberetur  in 
iudicio  et  extra,  ubi  pro  suis  iuribus  defendendis  fuerit  opportunum . 

Tenor  autem  dictarum  litterarum  sequitur  in  hec  verba : 

Inocentius  episcopus  serms  servorum  [dei]  dilectis  filiis  abbati 
5  Cystertii  eiusque  coabbatibus  et  conventibus  uniyersis  Cystertiensis 
ordinis  salutem  et  apostolicam  benedictionem.  Cum  a  nobis  petitur 

quod  iustum  est  et  honestum,  tarn  vigor  equitafis  quam  ordo  exigit  rationis, 
ut  id  per  sollicitudinem  officii  nostri  ad  debitum  perducatur  effectum. 
Ex  parte  siquidem  vestra  fuit  propositum  cor  am  nobis,  quod  licet 
10  ordini  vestro  per  privilegia  sedis  apostolice  sit  indultum,  ut  nullus 
episcopus  seu  alia  persona  ad  synodos  vel  forenses  conventus  nisi  pro 
fide  vos  ire  compellat  aut  in  vos  vel  monasteria  vestra  seu  etiam 
personas  dicti  ordinis  excommunicationis  suspensionis  aut  interdicti 
sententias  promulga re  presumat ;  que  si  promulgate  fuer int,  tamquam 
15  contra  apostolice  sedis  indulta  prolate  decernuntur  per  eadem  privi¬ 
legia  irrite  ac  inanes .  Nichilominus  tarnen  aliqui  prelati a)  et  iudices 
ordinarii  ac  alii  ecclesiarum  rectores  eadem  privilegia  quibus  muniti 
estis  evacuare  superstitiosis  adinventionibus  molientes  asserunt  vos  pro 
quavis  offensa  ratione  delicti  existere  fori  sui  sicque  vocantes  vos  ad 
20  placita  capitula  et  penitentiale  forum  sicut  alios  clericos  seculares  vos 
super  hoc  multiplici  vexatione  fatigant,  quamquam  excessus  vestrih) 
tarn  per  generale  quam  etiam  cottidiana  capitula  que  fiunt  in  singulis 
monasteriis  vestri  ordinis  congrua  penitentia  puniantur.  Quare  nobis 
humiliter  suplicastis, c)  ut  presumptionem  talium  cohibere  paterna  sol- 
25  licitudine  curaremus.  Nos  igitur  adtendentes d)  quod  si  ex  suscepti 
cura  regiminis  de  universis  sancte  matris  ecclesie  filiis  curam  et  sol¬ 
licitudinem  gerere  teneamur,  de  illis  tarnen  specialius  cogitare  nos 
convenit,  qui  postpositis  vanitatibus  secidi  iugem  impendunt  domino 
famulatum  ac  volentes  quieti  vestre  super  premissis  paterna  in  poste- 
30  rum  sollicitudine  providere,  ut  nullus  vos  seu  monasteriorum  vestro  rum 
.  personas  ad  synodose)  vel  forenses  conventus  nisi  pro  fide  dumtaxat 
vel  huiusmodi  placita  seu  capitula  vel  forum  penitentiale  absque  man- 
dato  sedis  apostolice  speciali  evocare  etiam  delicti  ratione  presumat, 
maxime  cum  vos  filii  abbates  punire  excessus  quoslibet  secundum 
35  statuta  vestri  ordinis  parati  sitis,  auctoritate  presentium  districtius 
inhibemus  decernentes  eadem  auctoritate  sententias,  si  quas  hac  oc- 
ccisione  per  presumptiones f)  cuiuspiam  promulgari  contigerit,  irritas 
et  inanes  salvo  in  omnibus  apostolice  sedis  mandato.  Nulli  ergo 
omnino  homini g)  liceat  hanc  paginam  nostre  inliibitionis  inf Engere 
40  vel  ei  ausu  temerario  contraire.  Si  quis  autem  hoc  attemptare  pre- 


6 


1247. 


sumpserit,  indignacionem  omnipotentis  dei  et  beatorum,  Petri  et  Pauli 
apostolorum  eius  se  noverit  incursurum. 

Datum  Lugduni  III  kal.  iulii  pontificatus  nostri  anno  quarto. 

Super  quibus  omnibus  et  singulis  prefatus  frater  Hainricus  prior 
me  notarium  publicum,  subscriptum  requisivit,  ut  sibi  super  premissis  5 
unum  cel  plura  publicum  seu  publica  iuxta  peritorum  consilia  meliori 
modo  et  forma  qua  fieri  valent  conficerem  instrumentum  et  instru¬ 
menta.  Acta  sunt  hec  anno  domini  mense  die  hora  pontificatu 

indictione  et  loco  quibus  supra  presentibus  discretis  viris:  Albertho 

Bader  de  villa  Wyl,  Hainrico  de  Ginningen  alias  Aygerkneht  et  10 
Hainrico  Coco  ( coco  ? )  conventus  in  Bebenhusen  pro  testibus  ad 
premissa  vocatis  habitis  et  rogatis. 

Et  ego  Berktoldus  dictus  Wild  de  Tüwingen  clericus  Con- 
stantiensis  dyocesis  publicus  imperiali  auctoritate  notarius,  quia  dicta- 
rum  litterarum  apostolicarum  ac  prioilegiorum  continentium  exhibitioni  15 
presentacioni  ac  lectioni  earundem  omniaque  alia  et  singula  dum 
sicut  premittitur  fierent  et  agerentur  una  cum  testibus  suprascriptis 
presens  interfui  eaque  sic  fieri  vidi  et  audivi.  ideoque  hoc  presens 
publicum  instrumentum  sive  transsumptum  per  alium  me  aliis  ardnis 
negotiis  occupato  fideliter  scribi  feci  diligentique  collacione  prout  20 
in  dictis  litteris  originalibus  continetur  prehabita  in  omnibus  et  per 
omnia  concordem  inveni  et  repperi  meque  hic  subscripsi  signoque  et 
nomine  meis  solitis  et  consuetis  signavi  in  fidem  et  testimonium  om¬ 
ni  um  premissorum  rogatus  et  requisitus. 

Tangl  S.  255  und  LXXII,  14;  cfr.  EPE  11 317  und  11  640.  25 

Das  Notariatszeichen  ist  ein  Kelch.  Auf  dem  Nuss  sitzt  ein  B,  die  Kupa 
wird  durch  ein  W  gebildet.  S  fehlt  selbstverständlich. 

a)  Tangl  255:  plerique  prelati.  —  b)  Tangl  255:  vestri  excessus.  — 

°)  Tangl  255 :  supplicastis.  —  d)  Tangl  255 :  attendentes,  quod  etsi.  —  e)  Tangl 
255:  sinodos.  —  f)  Tangl  256:  presumptionem.  —  g)  Weech ,  Codex  Diplomati-  30 
c us  Salemitanus  I,  Nr.  43  S.  68:  hominum. 

20.  1247.  3.  Februar.  Wina1)  (oder  Wine?).  Anselm  von 

Justingen  übergibt  den  Frauen  in  Heilighreuztal  seine  Güter  zu 
W cisser schöpfen ,  nach  Veränderung  des  Namens  in  Heilighreuztal , 
auf  Bitten  und  durch  die  Hände  des  Grafen  Wolfrad  von  Veringen.  35 

WUB.  IV,  150. 

x)  Sollte  damit  Wain  Oberamt  Laupheim  gemeint  sein ,  das  ca.  *  1260 
als  Wne,  1275  als  Wiewen,  1279  als  Wüwe,  1360  als  Wenn  usw.  vorkommt  ? 
Siehe  die  neue  Landesbeschreibung  Das  Königreich  Württemberg  .  .  .  Vierter 
Band.  Donaukreis.  Stuttgart  1907,  S.  276. 


1247—1251. 


7 


21.  1247 .  16.  Dezember.  Lyon.  Innocenz  IV.  erneuert  clie 

Bulle  von  1231.  12.  Mai.  —  Cfr.  oben  Nr.  2;  nur  sind  in  Nr.  21  die 
Besitzungen  namentlich  aufgezählt. 

WUB.  IV,  166. 

5  22.  1248.  Der  Maier  Lfudwig?]  in  Ertingen  schenkt  zur 

Ausstattung  seiner  Tochter  IrfmengardJ  an  die  Kirche  Heiligkreuztal 
etliche  Wiesen  an  der  Donau  mit  allem  Erbrecht,  ivomit  die  Erben 
Er.  und  Lü.  einverstanden  sind.  Wer  dem  Kloster  wegen  der  Wiesen 
Schmach  antun  will,  zahlt  dafür  10  m.  s. 

10  WUB.  IV,  169. 

23.  1249.  21.  April.  Konstanz.  Bischof  Eberhard  von 
Konstanz  und,  Abt  Eberhard  von  Salem  stellen  dem  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal  ein  Vidimus  aus  zur  Schonung  der  Bidle  vom  16.  Juni  1237 , 
betreffend  den  Neubau  von  Kirche  und  Kloster. 

15  WUB.  IV,  194  (III,  399).  RPB  10406.  REC  1740. 

24.  1249.  21.  April.  Konstanz.  Bischof  Eberhard  von 
Konstanz  erteilt  allen  Bussfertigen,  wenn  sie  den  Frauen  von  Heilig¬ 
kreuztal  nach  Vermögen  Almosen  schenken,  40  Tage  Ablass,  verbietet 
Klerikern  toie  Laien  von  diesen  Spenden  etwas  wegzunehmen  und 

20  erlaubt  zu  diesem  Zweck  in  den  mit  dem  Interdikt  belegten  Kirchen 
einmal  im  Jahr  die  Glocken  zu  läuten  und.  Gottesdienst  zu  halten. 

WUB.  IV,  195.  REC  1741. 

25.  1250.  27.  Mai.  Lyon.  Innocenz  IV.  erlaubt  dem  Ci- 
stercienser orden ,  in  allen  Pfarreien  wo  er  alten  Zehnten  bezieht 

25  auch  Neubruchzehnten  den  noch  niemand  genossen  zu  beziehen. 

WUB.  IV,  216. 

26.  1251.  Abt  Konrad  von  Reichenau  überlässt  gegen  einen 
Zins  von  1  U  Wachs,  jedes  Jahr  vor  Weihnachten  ans  Kloster  ab¬ 
zuliefern,  der  Abtissin  H.  und  dem  Konvent  von  Heiligkreuztal  ge- 

30  wisse  von  den  Lehenträgern  den  Edlen  von  Jungingen  dem  Kloster 
H.  verkaufte  Güter  in  Altheim. 

WUB.  IV,  233. 


8 


1251—1255. 


27.  1251.  9.  Mai.  Heiligkreuztal  kauft  von  Schwigger  von 
Gundelfingen  im  Einverständnis  mit  all  seinen  Erben  Besitzungen  in 
Dollendorf  um  25  m. x) 

WÜB.  IV,  269. 

x)  KL  Heiligkreuztal,  Fol.  152  v  Nr.  6:  Ain  lateinischer  Kaufbrief  sambt  5 
einer  beigelegten  Verteutschung  desselben. 

28.  1252.  Ain  lateinische  Obligation,  darinn  Ansshelm  von 

Justingen  Heinrich  von  Buwenberg  sein  halbtheil  güet  zue  Wald¬ 
hausen  seiner  Basen  Mechtilden  umb  v  Marckh  Silbers  zuversetzen 
vergunnt.  Anno  1252. x)  10 

BI  Heiligkreuztal,  Fol.  216v  Nr.  20,  Titel:  Kauffbrieff. 

*)  Wahrscheinlich  ist  damit  der  Verkauf  gemeint,  der  in  der  Urkunde 
Nr.  52  vom  24.  September  1267  miteingeschlossen  ist. 

29.  1252.  Veringen.  Wolfrad  der  Jüngere  von  Gottes  Gnaden 
Graf  von  Veringen  *)  übergibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal  als  recht-  15 
massigem  Erben  Güter  des  Ritters  H.  von  Benzingen  in  Hüscberck 
auf  Bitten  des  seitherigen  Lehensinhabers  Hartmann  von  Messstetten. 

WUB.  IV,  282. 

*)  Die  Grafen  von  Veringen  nennen  sich  hier  und  öfter:  dei  gracia  comes 
de  Veringen  usw.,  cfr.  MVGAH III,  S.  45,  Jahr  1252  und  S.  78  1286,  13.  Januar  20 
und  Anm.  1. 


SO.  Ca.  1255. 3)  Graf  Gottfried  von  Neuffen  und  seine  Mit¬ 
erben  überlassen  alles  von  ihnen  an  Heiligkreuztal  Verkaufte  dem 
Kloster  zu  eivigem  Besitz. 

W  UB.  V,  1.  25 

*)  Die  Urkunde  ist  nicht  datiert.  Nach  Stälin  II,  572  ff.  ist  Gottfried 
von  1234 — 1255  bekannt,  heiratet  1253  und  macht  am  6.  Februar  1253  an 
Maulbronn  eine  Stiftung;  deshalb  mag  unsere  Urkunde  auch  in  diese  Zeit  fallen. 

31.  1255.  22.  Jidi.  Graf  Wolfrad  von  Veringen  schenkt 
eine  Hofstatt  mit  Haus  zu  Riedlingen  und  eine  Wiese  an  Heilig-  30 
kreuztal. 

WUB.  V,  116. 

32.  Ca.  22.  Juli  1255. x)  Die  Grafen  Wolfrad  der  Ältere 
und  der  Jüngere  von  Veringen  übergeben  an  Heiligkreuztal  Güter, 
genannt  Shellenvelht,  Wiegebuch  und  ein  Gut  zu  Billafingen,  Wiesen,  36 


1256—1258. 


9 


von  dem  Ritter  Burkhard  genannt  Ranzin  zu  Lehen  getragen  und 
auf  gelassen ,  Wiesen,  von  H.  von  Engen  genannt  Ramunc  auf  gelassen, 
und  ein  Haus  in  Riedlingen. 

WUB.  V,  117. 

5  9  Die  Urkunde  ist  undatiert.  Die  beiden  Grafen  Wolfrad  sind  von 

1252 — 1267  nebeneinander  urkundlich  belegt.  MVGAH  III,  45 — 57. 

33.  1256.  4.  Juli.  Der  frühere  Bischof  Siboto  von  Augs¬ 

burg  aus  dem  Gistercienser orden  weiht  das  Kloster  Heiligkreuztal  mit 
Erlaubnis  des  Bischofs  Eberhard  von  Konstanz  zu  Ehren  der  Jung- 

10  fr  au  Maria  und  des  heiligen  Kreuzes  am  Tag  des  heil.  Ulrich  (4.  Juli), 
verlegt  die  von  Bischof  Johann  festgesetzte  Kirchweihe  vom  Sonntag 
nach  St.  Gallus  auf  den  4.  Jxdi  und  verleiht  einen  Ablass  von 
40  Tagen  für  die  innerhalb  der  Oktav  das  Kloster  Besuchenden . 

WUB.  V,  164.  BEC  1913. 

15  3J.  1257.  August.  UnUngen.  Abt  Burkard  von  Reichenau 

verleiht  an  Heiligkreuztal  eine  von  Ritter  S.  genannt  Satel  um  6  m.  s. 
gekaufte  Mühle  in  Altheim  gegen  einen  Erbzins  von  1  &  Wachs, 
auf  Martini  abzuliefern. 

WUB.  V,  217. 

20  35.  1257.  10.  Oktober.  Premontre.  Abt  Johann  von  Pre¬ 

montre  und  das  Generalkapitel  dieses  Ordens  nehmen  die  Äbtissin  A. 
und  den  Konvent  von  Heiligkreuztal  in  die  G ebetsgemein scha f t  ihres 
Ordens  auf  infolge  der  Bitten  des  Weissenauer  Chorherrn  Ber. 

WUB.  V,  221. 

25  36.  1258.  Übergab  der  Aigenschafft  Heinrichen  des  Huotters 

Ackher  zue  Ensslingen  in  dem  Esch,  Veltle,  von  Eberhartten  von 
Jungingen.  Anno  1258. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  247 r  Nr.  17,  Titel:  Stiftung. 


37.  1258.  18.  September.  Jakob  Manstoch  verkauft  an  H eilig- 
SO  kreuztal  den  Burkhard  Pont  um  5  m.  s.  und  verspricht  dem  Lehens¬ 
herrn,  einem  von  Neuffen  Entschädigung. 

WUB.  V,  274. 


10 


1258-1262. 


38.  1258.  6.  November .  Konstanz.  Propst  Konrad ,  Dekan 
Bertliold  und  das  Kapitel  von  Konstanz  verkaufen  an  Heiligkreuztal 
bei  dem  Kloster  liegendes  und  zu  dem  Hofe  in  Andelfingen  gehörendes 
Gesträuch  um  21/2  m.  s.  samt  dessen  Grund. 

WUB.  V,  276. 

39.  Zivischen  1258.  25.  Dezember  und  1259.  24.  September.1) 
Adelheid,  hinterlassene  Tochter  Steinmars  von  Riedlingen  schenkt  ihrem 
Sohn  Konrad  Acker  bei  Biberach  mit  der  Bedingung ,  dass  sie ,  wenn  er 
ohne  Erben  stirbt,  an  Reiligkreuztal  fallen.  Wenn  ihn  schwere  Not 
drückt,  darf  er  sie  verkaufen,  ohne  dass  jemand  ihm  ein  Hindernis 
in  den  Weg  legen  darf. 

WUB.  V,  283. 

0  Nach  Grotefend,  Zeitrechnung  des  deutschen  Mittelalters  I.  Hannover 
1891,  S.  94  Anm.  2  wurde  in  der  Diöcese  Konstanz  bis  3.  Dezember  1350  die 
indictio  Bedana  (Anfang  24.  September)  gebraucht. 

40.  1262.  25.  Januar.  Graf  Rudolf  von  Montfort  gibt  Ulrich 
dem  Hagene  Lehengüter  in  Andelfingen  vollends  zu  eigen.1) 

WUB.  VI,  45.  Vanotti ,  S.  474  Nr.  6. 

0  Heiligkreuztal  ist  in  der  Urkunde  nicht  genannt;  aber  die  Urkunde 
stammt  aus  dem  Kloster  und  trägt  wie  die  übrigen  gleichzeitigen  eine  ND  von 
der  gewöhnlichen  Hand.  Jedenfalls  kamen  die  Güter  bald  an  Heiligkreuztal. 
Noch  eine  ganze  Anzahl  von  Urkunden  weist  im  Text  den  Namen  Heiligkreuztal 
nicht  auf.  Aber  auf  der  Rückseite  steht  regelmässig:  Archiv  Heiligkreuztal  und 
eine  Signatur  aus  dem  Archiv.  Fast  ohne  Ausnahme  betreffen  solche  Urkunden 
Güter  in  Orten,  in  denen  Heiligkreuztal  Besitz  hatte,  manchmal  vielleicht  auch 
bloss  vorübergehend  und  ivovon  uns  nicht  alle  Kigentumsveränderungen  über¬ 
liefert  sind.  Bei  irgend  einem  Geld-  oder  Handelsgeschäft  also  mag  das  Kloster 
Heiligkreuztal  davon  Besitz  erlangt  haben. 

41.  1262.  30.  Juni.  Bingen.  Die  Ritter  Burkhard,  Eber¬ 
hard  und  Ebo  von  Rosna  drei  Brüder  übertragen  an  Heiligkreuztal 
ihnen  von  dem  verstorbenen  Grafen  von  Sulz  und  seinem  Erben  dem 
Herrn  von  Eber  stein  im  Namen  des  nicht  lehenfähigen  (cum  idem 
Bur.  hiis  aut  aliis  nativo  sue  prolis  deffectu ,  qui  apud  vulgus 
sempari  dicitur  impediente  non  esset  infeodabilis)  Burkhard  des 
Fischers  genannt  von  Hirspil  auf  gegebene  Wiesen,  genannt  Wrwise, 
Vederangesruthi  und  Alber. 

WUB.  VI,  69. 

42.  1262.  September.  Reichenau.  Abt  Albert  von  Reichenau 
überträgt  das  Eigentum  gewisser  Güter  in  Altheim,  die  Walter  der 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1263—1266. 


11 


Schultheiss  von  V er  mg  en  besitzt  und  Heiligkreuztal  zum  Heile  seiner 
Seele  zukommen  lassen  ivill ,  auf  Bitten  der  beiden  Grafen  von 
Veringen  dem  Kloster  gegen  einen  Jahreszins  von  1/2  U  Wachs ,  an 
Martini  abzuliefern . 

5  WUB.  VI,  76. 

43.  1263.  14.  Juni.  Heiligkreuztal.  Graf  Hart  mann 

von  Griiningen  bestätigt  dem  Kloster  Salem  eine  durch 
seinen  Ministerialen  Ulrich  genannt  Hagino  gemachte 
Schenkung  zu  Hart  hausen. 

10  Acta  sunt  hec  in  Yalle  Sancte  Crucis  anno  domini  MCCLXIII,. 
XVIII  kalendas  iulii,  indictione  VI,  subnotatis  festibus  presentibus 
et  rogatis  videlicet:  Hainrico  capellano  eiusdem  monasterii,  Wern- 
hero  de  Hundersingin ,  Ülrico  de  Alshusin  militibus,  Hainrico  et 
Ortolfo  dictis  de  Buwunburc,  Hainrico ;  Wernhero  de  Hundersingin 

15  et  Hainrico  de  Hundersingin  aliisque  quam  pluribus  probis  viris. 

Weech ,  Cod.  Salem.  I,  Nr.  384. 

44.  1263.  16.  August.  Anselm  von  Justingen  und  Anselm 

von  Wildenstein  übertragen  das  Eigentum  von  Gütern  bei  Neufra, 
die  Konrad  genannt  Gärwer  von  Riedlingen  als  Lehensinhaber  mit 

20  seinem  Sohn  Johann,  seinem  Weib  Irmengard  und,  seinen  Töchtern 
Margareta ,  Gepa  und  Gertrud  an  Heiligkreuztal  schenken  will  — 
Ger  not  und  Heinrich  Criugeli  hatten  sie  bebau t  —  an  die  Abtissin 
Bertha  und  den  Konvent  von  Heiligkreuztal. 

WUB.  VI,  127. 

25  45.  1265.  24.  Juni.  Heiligkreuztal.  Siegfried  genannt  Satel 

ein  Ministeriale  von  Reichenau  verkauft  an  Heiligkreuztal  sein  Eigen- 
gut  zu  Andelfingen  im  Einverständnis  mit  Weib  und  Kindern  um 
19  m.  s .  durch  die  Hand  des  Abtes  von  Reichenau.  Graf  Wolfrad 
der  Jüngere  von  Veringen  ist  Urkundenaussteller. 

30  WUB.  VI,  212. 

46.  1266.  5.  Februar.  Konstanz.  Propst  Konrad,  Dekan 

Berthold  und  das  Kapitel  von  Konstanz  verkaufen  mit  Zustimmung 
ihres  Bischof s  Eberhard  die  drei  Höfe  Werners,  Ulrichs  und  .  .  genannt 
Künzelaer  mit  Zubehör  in  Andelfingen  an  Heiligkreuztal  um  23  m.  s. 

WUB.  VI,  250.  REC  2123. 


35 


12  1266—1267. 

47.  1266.  1.  März.  Hundersingen  (OA.  Riedlingen) .  Anselm 
von  Justingen  verkauft  mit  Zustimmung  seiner  Mutter  Willebirgis, 
seines  Weibes  Bertha ,  seines  Sohnes  Anselm  und  seiner  Töchter  Adel¬ 
heid  und  Willebirgis  seine  Besitzungen  in  Andelfingen,  die  damals 
Albert  der  Wirt  bebaute ,  an  die  Abtissin  Bertha  und  den  Konvent 
von  Heiligkreuztal  um  ö1^  m.  s. 

WUB.  VI,  251. 

48.  1267.  Saidgau.  Die  drei  Bitter  von  Bosna  verkaufen 
ihr  Vogtrecht  auf  die  am  5.  Februar  1266  durch  Heiligkreuztal  vom 
Domkapitel  in  Konstanz  gekauften  Höfe  zu  Andelfingen  um  71/2  m.  s. 
und  Eberhard  besonders  überlässt  an  das  Kloster,  an  das  er  An¬ 
sprüche  zu  haben  glaubt  wegen  einer  Wiese  und  eines  Ackers  im 
Brant  und  in  der  Tachöwe,  diese  Güter  samt  Ansprüchen  um  21jz  m.  s. 

WUB.  VI,  284. 

49.  1267.  24.  Februar.  Heiligkreuztal.  Graf  Hartmann  der 
Altere  von  Grüningen  schenkt  an  Heiligkreuztal  ein  Gut  in  Andel¬ 
fingen  auf  Bitten  der  seitherigen  Lehensinhaber  der  Brüder  Hugo 
und  Albert  von  Bitteis chiess. 

WUB.  VI,  294. 

50.  1267.  1.  April.  Schöpften  (auf  der  Reichenau).  Abt 
Albert  und  Kapitel  von  Beichenau  setzen  für  einen  von  Bitter  Sieg¬ 
fried  genannt  Sattil  um  19  m.  s.  an  Heiligkreuztal  verkauften  dem 
Kloster  Beichenau  gehörigen  Hof  in  Andelfingen  einen  an  Mariä 
Lichtmess  zu  bezahlenden  Wachszins  von  1  $  fest.  Bitter  Albert 
genannt  Zutilman,  ebenfalls  ein  Ministeriale  von  Beichenau ,  ist  Salman 
und  schenkt  dem  Frauenkloster  noch  eine  Schuposs  in  Möhringen 
(OA.  Riedlingen) ,  genannt  der  Ohaminim  gut  dazu. 

WUB.  VI,  307. 

51.  1267.  30.  August.  Hettingen.  Graf  Wolfrad  der  Ältere 
von  Veringen,  seine  Söhne  Wolf  rad  und  Heinrich  und  Graf  Mangold 
von  Nellenburg  erlauben,  dass  Ritter  Heinrich  von  Gundelfingen  im 
Einverständnis  mit  seinen  Söhnen  Heinrich  und  Schwigger  an  die 
Abtissin  Adelheid  und  den  Konvent  zu  Heiligkreuztal  Güter  zu 
Wilflingen  verkauft,  nämlich  den  Hof  Hainriches  dez  Gaitin,  den 
Hof  Burcardis  dez  Klozzilins,  den  Hof  Cunradis  dez  Blümin  und 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1267. 


13 


den  Hof  Hainrichs  des  Griligin  —  alles  als  manlehin  ausgetan ;  H. 
von  Gundelfingen  gibt  als  Ersatz  seine  Güter  in  Wilflingen  genannt 
Nordisholz. 

WUB.  VI,  329 . 

5  62.  1267.  24.  September .  *)  Heiligkreuztal.  Graf  Hartmann 

der  Altere  von  Grüningen  bestätigt  im  Einverständnis  mit  seiner  Ge¬ 
mahlin  Hedwig,  seinen  vier  Söhnen  Hartmann,  Konrad,  Ludivig  und 
Eberhard  und  dem  Bischof  von  Konstanz  alle  im  Laufe  der  Zeit 
von  ihm  oder  seinen  Lehensmännern  dem  Kloster  Heiligkreuztal  ver- 
10  kauften  und  geschenkten  Güter,  nämlich  Stollinhovin  in  Langen- 
enslingen  (1250)1)  und  einen  Morgen  Weinberg  in  Immenrode,  etliche 
Acker,  ein  Dorngesträuch  genannt  Nenggersbuhil,  einen  Hof  in 
Andelfingen  genannt  dez  Langin  höf,  ein  Gütlein  in  Andelfingen  ge¬ 
nannt  Haginisgüt,  ein  Dorngesträuch  vor  den  Toren  von  Heiligkreuztal 
15  genannt  Walters  von  Pklumerin,  zwei  Wiesen  am  Soppenbach,  ein 
Dorngesträuch  genannt  dez  Zwizirers,  eine  Wiese  genannt  Ludiwigis- 
wise  mit  etlichen  Ackern  anderswo,  ein  Gütlein  in  Waldhausen,  das 
Vogtrecht  in  Wilflingen ,  mit  dem  die  von  Bosna  belehnt  ivaren, 
einige  dem  Heinrich  von  Baumburg  abgekaufte  Wiesen,  einige  Wiesen 
20  am  Soppen,  den  Zehnten  in  Andelfingen  von  dem  Hof  der  Bitter 
genannt  Stolle,  etliche  Zehnten  da,  und  dort,  damit  Berthold  von 
Dentingen  und,  seine  Söhne  und  Konrad  von  Schatzberg  vom  Kloster 
belehnt  waren,  mit  etlichen  Ackern  und  anderem  da  und  dort  Zer¬ 
streutem. 

25  WUB.  VI,  336. 

*)  Mit  Nr.  52  ist  jedenfalls  der  Eintrag  im  BL  Heiligkreuztal,  Fol.  247 v 
IW.  30  zum  Jahre  1250  identisch  (die  Zahl  1250  im  Text  hat  verwirrt):  Ver- 
zigsbrief  von  Graf  Hermann  (!)  von  Grieningen  •  •  •. 

63.  1267.  13.  Dez.  Zwiefalten.  Abt  Ulrich  und  Konvent 

30  von  Zwiefalten  geben  dem  Bitter  Eberhard  von  Eglingen,  dem  Sohn 
ihres  Kon  versen  Heinrich  den  durch  Vermittlung  seines  Vaters  um 
10  m.  s.  vom  Kloster  gekauften  Fruchtzehnten  in  Baach.  Stirbt 
Eberhard  ohne  Erben,  so  bekommt  sein  Vater  5  m.  s.  und  der  Zehnte 
fällt  heim.  Ergibt  der  Zehnte,  dessen  Berechnungsweise  beigefügt  isty 
35  mehr  als  it  Haller,  so  geht  das  Mehr  ans  Kloster. x) 

WUB.  VI,  350. 

*)  Cfr.  Anmerk,  zu  Nr.  40. 


1267—1269. 


14 

■T-f  1267  24.  Dezember.  Überlingen.  Berthold  genannt 

Stier  (Villicus)  in  Überlingen  veracht  unter  anderen 
auch  Heiligkreuztal  2  Scheffel  Nüsse. 

Omnibus  hanc  paginam  inspecturis  Werinherus  minister  in  Vber- 
linsen  rei  geste  noticlam  cum  salute.  ||  Bi  res  geste  literarum  memorie  5 
commendantur,  successoribus  aufertur  occasio  htigandi.  Ea  prop  ei 
tenwelharum  pateat  universis,  guod  cum  Berhtoldus  concms  noste 
diltus  Villicus,  qui  iure  proprietatis « monasterio  de  Salem  noscrtu 
nertinere  pro  anime  sue  remedio  et  salute  proposuent  hmemde 
peregrinando  sanctorum  limina  visitare  de  consensu  ommum  quorum  io 
— ,  PTia  tone  ~ t £ 

ördSandum  !°!  Item  inBonam  Cella, n  duos  modios  nucum  legavrt, 
hr  Heggibach  duos,  in  Vallem  Sancte  Crucis  duos,  in  Bvnde  duo 
in  Walde  duos,  in  Pratum  duos,  bospitali  unum  in  Ubeilmgen  lo 

los“..  ;  reiiq"«  ■—  *•  «— 

.pud  Überlingen  mm  domi.i  MCOLXTII  in  vigilia 
nativitatis  domini,  subnotatis  testibus  presentibus  et  rogaüs. 

STCi.1,  Hainrice  die..  Ebing«.,  G.rnng.  » 

^Eberhard.  Rasore,  de  fr.«..  v,,e  de  Sa.»  —  J« 
et  Nycolao  monacbis,  Ber(tholdo)  mercatore  et  fratre  Geroldo,  c 
versis.  In  cuius  facti  evidentiam  conscribi  presentem  cedulam  fecimus 
sigillum  universitatis  nostre  et  nostrum  pro  testimomo  apponentes.  ^ 
Aus:  Weech ,  Cod.  Sal.  II,  Nr.  435. 

2  S  der  Stadt  Überlingen  und  des  Schuttheissen  Werner  von  Vberlmgen. 

«  1268.')  29.  Januar.  Heüigkreuztal.  Berthold.  von 

Fronhofen  beurkundet  die  von  seiner  Schwester  Adelheid,  wei  and 
Gemahlin  des  Edlen  Burkhard  von  Jungingen,  um  ihres  m  Klo. 
Heiligkremtal  erwählten  Begräbnisses  willen  gemachte  Schenkung  des  30 
Hofes  genannt  Tuzzenhof  in  Herbertingen.  Burkhard  von  Jungmgen 
und  Berthold  von  Fronhofen  sind  damit  einverstanden. 

WUJB.  VI,  369. 
i)  Oder  1269. 

56  1269  13.  Januar.  Buchau.  Abtissin  Adelheid  von  36 

Baumburg  und  Kapitel  zu  Buchau  bestätigen  die  ^  ^Znkung 
Buchauischen  Stiftsmaier  Ludwig  in  Ertingen  gemacMe  ^enUng 
.der  eigenen  Wiese  in  dem  Riet  bei  Ertingen,  genannt  maiei  Luden  iBes 


1269—1270. 


15 


wiese  an  Heiligkreuztal,  weil  dort  seine  natürliche  Tochter  Irmengard 
Klosterfrau  war ,  gegen  einen  jährlichen  an  Mariä  Lichtmess  nach 
Buchau  zu  zahlenden  Wachszins  von  1  U. 

WUB.  VII,  6. 

5  57.  1269.  10.  März.  Auf  der  Strasse  vor  der  Pforte  von 

Heiligkreuztal.  Anselm  von  Justingen  verkauft  mit  Zustimmung  seiner 
Mutter  Willebirgis,  seiner  Gemahlin  Bertha  und  seines  Sohnes  Anselm 
an  Heiligkreuztal  die  Wiese  genannt  der  Pherrich ,  in  der  Wiesen¬ 
ebene  bei  Hunder singen  und  den  Wald  Waithuser  Holz  vor  der 
10  Klosterpforte ,  anstossend  an  den  Klosterwald  mit  samt  dem.  Grund 
um  26  U  Konstanzer  (14  U  und  12  U). 

WUB.  VI,  17. 

58.  1269.  13.  Juni.  Heiligkreuztal.  Infolge  räuberischer 

Bosheit  von  schwerer  Schuldenlast  gedrückt  sehen  sich  Abt  Ulrich 

15  und  Konvent  von  Zwiefalten  genötigt,  an  Abtissin  Adelheid  und 
Konvent  zu  Heiligkreuztal  dez  Satils  höf  in  Andelfingen  mit  allem 
Zubehör  um  23  m.  s.  zu  verkaufen. 

WUB.  VII,  36. 

59.  Ca.  1270.  Rechte  und  Pflichten  des  Klosterbeichtvaters  in 
20  Heiligkreuztal. *) 

WUB.  VII,  57. 

*)  Das  Stück  ist  undatiert.  Als  ungefähre  Zeit  ist  ca.  1270  angenommen, 
tc eil  die  Schreiberhand  auf  diese  Zeit  hinweist  und  um  diese  Zeit  in  Heilig¬ 
kreuztaler  Stücken  öfter  vorkommt. 

•25  GO.  1270  (oder  1267).  Graf  Hartmann  der  Jüngere  von 
Grüningen  gibt  seine  Zustimmung  zu  den  Abmachungen  seines  Vaters 
Hartmann  mit  Heiligkreuztal  über  Güter  zu  Anclelfingen. J) 

WUB.  VII,  57. 

*)  Die  Urkunde  ist  undatiert ;  doch  wird  sich  ihr  Inhalt  fast  ohne  Ziveifel 
30  nur  auf  die  von  seinem  Vater  Hartmann  herbeigeführten  Veräusserungen 
von  Andelfinger  Gütern  in  den  Jahren  1270  (und  1267)  beziehen  und  zwar 
eher  auf  den  wichtigen  Verkauf  von  Andelfinger  Gütern ,  dem  Patronatsrecht 
und  allem  Zubehör.  1267  genehmigt  Graf  Hartmann  der  Ältere  von  Grüningen 
teils  von  ihm  teils  von  seinen  Leuten  gemachte  Veräusserungen  in  einer  ganzen 
35  Anzahl  von  Orten.  Zu  dem  zweiten  Verkauf  (1270)  mag  wohl  d.ie  besondere 
Zustimmung  des  jungen  Hartmann,  der  als  ältester  Sohn  damals  jedenfalls 


16 


1271. 


schon  volljährig  war,  eingeholt  worden  sein.  Der  Konsens  von  allen  vier  Söhnen 
Hartmann ,  Ludwig ,  Konrad  und  Eberhard  ist  angegeben ,  iv ährend  bei  der 
Besiegelung  Hartmann  fehlt.  Nach  Stalin  II,  475  stirbt  Graf  Hartmann  der 
Jüngere  gegen  1273  und  als  Hartmann  der  Ältere  am  12.  März  1273  wieder 
Andelfinger  Güter  an  Heiligkreuztal  verkauft ,  ist  dabei  die  Zustimmung  seiner  5 
sämtlichen  Söhne  (universe  prolis) ,  nämlich  Konrad,  Ludivig  und  Eberhard 
angegeben:  also  war  Hartmann  der  Jüngere  nicht  *mehr  am  Leben ;  also  bezieht 
sich  der  Konsens  nicht  auf  den  letztgenannten  Verkauf. 


61.  1270.  *)  8.  März.  Andelfingen.  Graf  Hartmann  der 

Ältere  von  Grüningen  verkauft  so  mit  Schidden  überlastet ,  dass  er  10 
die  Zinsen  nicht  mehr  bezahlen  kann ,  an  Heiligkrenztal  was  er  in 
Andelfingen  besitzt  mit  dem  Patronatsrecht  und  den  Lehen  genannt 
manlehen,  mit  den  Wäldern  Juncholz,  Spiz,  Waeningeswinkel,  Posclien- 
howe  und  andern  Wäldern  (nemoribns)  und  Dorngesträuchen,  der 
Mühle  im  Ort  mit  allem  Zubehör  und  den  Rechten  genannt  ehafti,  15- 
getwinc,  vreveli  um  206  m.  s.  Der  Bischof  von  Konstanz ,  von  dem 
diese  Güter  zu  Lehen  gehen,  vertauscht  das  Eigentum  daran  gegen 
das  Eigentum  von  Buxheim,  Buxach,  Mietingen  und  Baustetten. 
Ihre  Zustimmung  geben  seine  Gemahlin  Hedwig  und  seine  Söhne 
Hartmann,  Ludwig ,  Konrad  und  Eberhard.  Weil  er  seiner  Gemahlin  20 
dieses  Lehen  als  Morgengabe  geschenkt  hatte  obwohl  es  kein  Weiber¬ 
lehen  war,  musste  er  es  durch  Graf  Heinrich  den  Jüngeren  von 
Veringen  und  all  seine  Brüder,  durch  Graf  Heinrich  den  Älteren 
von  Veringen,  Rudolf  den  Jüngeren  von  Höiven  und  Anselm  von 
Justingen  übertragen  lassen  und  180  m.  s.  anweisen  um  dafür  25- 
andere  Güter  zu  kaufen.  In  Andelfingen  darf  kein  Nachkomme 
des  Grüningers  mehr  etivas  in  Besitz  bekommen  noch  eine  Feste 
bauen.  Den  dem  Kloster  zugeteilten  Ortsweiher  darf  der  Grüninger, 
wenn  er  wasserleer  wird ,  füllen  und  er  gehört  dann  ihm.  Tut  er 
es  nicht,  so  verbleibt  er  dem  Kloster.  30- 


WTJB.  VII,  75. 

x)  Nach  (MCC)LX  ist  eine  Basur  oder  Moderfleck.  Die  zweite  X  (zu 
1270)  ist  kaum  zu  lesen,  aber  indictio  XIII  stimmt  bloss  zu  1270,  nicht  zu 
1260,  auch  kommen  in  diesem  Jahre  noch  kein  Abt  Ulrich  von  Zwiefalten  und 
keine  Söhne  Hartmanns  des  älteren  vor,  die  Übersetzung  des  15.  Jahrhunderts  35 
hat  : .  .  des  järs  des  herrn  tusent  zwayhundert  und  sechtzig  j'ar  des  achtenden  tags 
des  manotz  mertzen  .  das  Kopialbuch  hat:  anno  domini  millesimo  ducentesimo 
sexagesimo  octavo  idus  martii,  C2  des  Kopialbuches  hat  in  Übersetzung:  des 
jahrs,  des  ain  tussendt  zway  hundert  vndt  sechzig  jahr  des  nüzehenden  tag  des 
monats  mertzen.  lO'l 


1271  -1272. 


17 


62.  1271.  Ain  lateinischer  Übergabbrief  von  Hainrich  Maurer 
von  Veringen  des  Huoters  Hof  zue  Andelfingen ,  so  von  Ansshelmen 
von  Justingen  zu  lehen  gangen.  Anno  1271. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  61r,  No.  13,  Titel'.  Kauff  und  Übergaabbrieff. 

5  Cfr.  Anm.  1  zu  Nr.  63. 

63.  1271.  1.  Jidi.  Heiligkreuztal.  Anselm  von  Justingen 

schenkt  das  Eigentumsrecht  des  dem  Heinrich  genannt  der  Hüter 
von  Veringen  um  22  m.  s.  abgekauften  Hofes  in  Andelfingen  genannt 
des  Hilters  hof  der  Abtissin  Adelheid  und  dem  Konvent  von  Heilig- 

10  kreuztal  mit  dem  Zubehör .  Die  drei  Brüder  des  Heinrich,  Hermann, 
Hermann  und  Berthold,  denen  kein  Becht  darauf  zusteht,  treten  zu 
grösserer  Sicherheit  noch  für  ihren  Bruder  ein. ') 

WÜB.  VII,  143. 

x)  In  dem  BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  61r,  Nr.  13,  Titel:  Kauff  und  Über- 
15  gaabbrief:  Ain  lateinischer  Übergaabbrief  von  Hainrich  Maurer  von  Veringen 
dess  Huoters  hof  zue  Andelfingen,  so  von  Ansshelmen  von  Justingen  zu  lehen 
gangen  Anno  1271,  ist  vielleicht  bloss  Maurer  für  Hüter  gesetzt. 

64.  1271.  26.  Juli .  Graf  Eberhard  von  Wartstein  verkauft 
im  Einverständnis  mit  all  seinen  Erben  das  Eigentum  eines  Hofes 

20  des  Wizen  hof  in  Hayingen  um  7  U  Haller  an  Heiligkreuztal,  nicht  um 
des  Geldes  wegen ,  sondern  rein  aus  Ehrerbietung  gegen  die  Gottes¬ 
mutter  Maria. 

WÜB.  VII,  147. 

65.  1271.  11.  August.  Hayingen.  Ulrich  von  Gundelfingen 
25  verkauft  (schenkt)  einen  Hof  in  Hayingen  des  Blezzers  hovestat  an 

Heiligkreuztal  um  2  U  Haller,  auch  aus  Verehrung  für  die  Gottes¬ 
mutter  und  zum  Heile  seiner  Seele,  im  Einverständnis  mit  seinen 
Brüdern  G.  Leutpriester  in  Tübingen  und  Eberhard  Leutpriester  in 
Otterswang.  Weil  der  halbe  Hof  zum  Widum  der  Kirche  in  Hayingen 
30  gehört,  ersetzt  es  Ulrich  durch  des  Wirken  hovestat. 

WÜB.  VII,  150. 

66.  1272.  12.  Januar.  Heiligkreuztal.  Krafto  von  Siegeberg 
genannt  Sella  und  sein  Bruder  Peter  verkaufen  ihre  Besitzungen  ln 
Andelfingen  an  Heiligkreuztal  um  26  m.  s.,  nämlich  Walter  Kunolts 

35  gut,  Berhtoldes  gut  in  dem  Vurte,  der  Heninen  gut  mit  edlem  Zu¬ 
behör.  Krafto  setzt  dafür  als  Pfand  seine  Lehen  in  Einhusen  und 

Wiirtt.  Geschichtsquellen  IX.  2 


18 


1272—1278. 


Weschelinshulwe.  Die  Grafen  Mangold  und  Heinrich  von  Nieder- 
veringen  Brüder,  Burkhard  von  Jungingen  der  Altere,  Anselm  von 
Justingen  und  Eberhard  der  Jüngere  von  Jungingen  sind  Urkunds¬ 
personen  und  Bürgen . 

WUB.  VII,  176. 

67.  Zwischen  1272.  25.  Dezember  und  1273.  24.  September. 
Ritter  Albert  der  Schedel  von  Steusslingen  verkauft  zwei  Leibeigene  an 
Heiligkreuztal  um  2  U  2  s.  Haller,  nämlich  Hermann  und  Rafenolt 
mit  der  Auflage,  dass  die  Frauen  seiner  und  seiner  Eltern  vor  Gott 
gedenken. 

WUB.  VII,  221. 

68.  1273.  12.  März.  Heiligkreuztal.  Graf  Hartmann  der 
Altere  von  Grüningen  verkauft  mit  Zustimmung  seiner  Gemahlin 
Hedwig  und  aller  seiner  Söhne  Konrad,  Ludwig,  Eberhard  Zehnten 
und  eine  Mühle  in  Andelfingen ,  genannt  Mittelmuli,  sein  Eigentum 
infolge  der  freien  Schenkung  seines  Ministerialen  Konrad  genannt 
Murzel,  der  die  den  Grüningern  drohende  schwere  Not  aufzuhalten 
entschlossen  mit  einem  Verkauf  einverstanden  war  ( den  Zehnten  hatte 
er  gegen  einen  jährlichen  Zins  ans  Kloster  innegehabt ),  um  9  m.  s. 
an  Heiligkreuztal. 

WUB.  VII,  238. 

69.  1273.  18.  Juni.  Altheim.  Ein  Streit  der  Abtissin  und 
des  Konvents  mit  einer  Schicester  in  Heiligkreuztal,  Judenta  der 
Tochter  des  weiland  Cünradi  carpentarii  dicti  Richart,  wird  durch 
Vermittlung  des  Dekans  Albero  von  Binzwangen  erledigt,  indem 
Judenta  auf  den  Anspruch  von  seiten  ihres  Vaters  verzichtet. 

WUB.  VII,  251. 

70.  1273.  1.  August.1)  Hohentengen.  Graf  Heinrich  der 
Altere  von  Veringen  beurkundet,  dass  Heinrich  von  Schwarzach 
ein  Gut  in  Beizkofen,  genannt  her  Cunrat  guth  von  Ursindorf,  von 
Heinrich  dem  Sohne  Konrads  von  Ursendorf  um  6  m.  s.  gekauft 
und  mit  seiner  Ehefrau  Elisabeth  es  durch  seine,  des  Grafen, 
Hände  übertragen  bekommen  habe. 

WUB.  VII,  253. 

*)  Vergl.  Anm.  zu  Nr.  33.  —  Nach  WUB.  VII,  253  und  MVGAH  III,  65 
befindet  sich  ( oder  befand  sich  früher)  ein  derzeit  nicht  auffindbares  Duplikat 


5 

10 

15 

20 

25 

80 

35 


1273—1274. 


19 


(Original  sagen  MVGAH)  im  Thum-  und  Taxisschen  Archiv  zu  Scheer  mit 
dem  Datum  MCCLXXIII,  III.  kalendas  Augusti,  also  30.  Juli.  Letzteres  bildete 
ohne  Zweifel  die  Vorlage  des  Cod.  Sal.  in  Karlsruhe ,  auf  Grund  dessen  die 
Reg.  in  ZGORH  und  Weech,  Cod.  Sal.  mit  ihren  Abweichungen  gedruckt 
5  ivurden.  (Vielleicht  wäre  auch  MCCLXX,  III.  kal.  Aug.  zu  lesen).  Daran  ein 
Malthasiegel  gut  erhalten  (Abb.:  MVGAH  III,  Siegelbilder  Nr.  5).  v.  Weech 
fügt  bei:  Der  Besitz  des  Klosters  Salem  in  Beizkofen,  zu  dessen  Rechts¬ 
titeln  vermutlich  vorstehende  Urkunde  gehörte,  ist  wohl  auch  nur  vorübergehend 
gewesen.  —  Es  dürfte  mit  dem  WUB.  jedenfalls  Her.  de  Evcha  zu  lesen  sein 
10  anstatt  mit  Cod.  Sal.  Gocha  und  mit  MVGAH  Svocha.  Eycha  =  Eichen 
OA.  Saulgau,  schon  1175  Eicha?  1278  Aichach  genannt,  das  nach  v.  Alberti 
S.  156  und  Das  Königreich  Württemberg  a.  a.  0.  S.  457,  um  diese  Zeit  einen 
Ortsadel  hatte.  Vergl.  auch  Cod.  Sal.  II,  Nr.  516.  Eichen  bei  Stafflangen 
OA.  Biber  ach  wird  wohl  kaum  gemeint  sein. 


15  71.  1273.  28.  November.  Saulgau.  Amman  Heinrich  und 

Bürgerschaft  von  Saulgau  beurkunden  die  Beilegung  eines  Streites 
zwischen  der  Abtissin  A[delheid]  von  Heiligkreuztal  im  Namen  ihres 
Konventes  und  den  beiden  Brüdern  Werner  und  Heinrich  von  Eben¬ 
weiler  über  verkaufte  Güter  in  Andelfingen ,  genannt  Martorfs  gftt. 

20  Bitter  Ulrich  von  Altshausen  und  der  Bruder  genannt  Girsteling 
waren  bei  dem  Verkauf  und  Vertrag  von  Anfang  an  (primitus)  an¬ 
wesend  gewesen  und  hatten  als  Schiedleute  in  das  Haus  des  Konrad 
genannt  Vunderi  berufen  offen  ausgesagt ,  Abtissin  und  Konvent 
dürften  ihre  Rechte  an  den  Gütern  ruhig  besitzen. 

25  WUB.  VII,  264. 

# 

72.  Zwischen  1273.  25.  Dezember  und  1274.  24.  September. 
Landau.  Der  Edle  Heinrich  der  Altere  von  Gundelfingen  schenkt  im 
Einverständnis  mit  seinem  Sohn  Heinrich  und  den  übrigen  Erben  der  Ab¬ 
tissin  Adelheid  und  dem  Konvent  von  Heiligkreuztal  folgende  Besitzungen: 

30  Zwei  Mansus  unter  Beuren  gelegen,  ferner  die  Sennewise  die  Burkhard 
dem  Fischer  von  Blochingen  gehörte,  eine  Wiese  in  Wiulvelingener 
Winkel,  im  Ort  Wilflingen  vier  Mansus,  nämlich  in  Rleinwilflingen 
zwei  und  in  Grosswilflingen  zwei ,  die  Eigentum  Graf  Wolfrads  des 
Älteren  von  Veringen,  seiner  Sohne  und  des  Grafen  Mangold  von 

35  Nellenburg  waren  und  von  diesem  auf  gesagt  wurden,  ferner  eine  Wiese 
am  Ertinger  stig  gegen  Friedingen  zu,  ferner  die  Kirchwise,  ferner  alle 
Wiesen  im  Ried  (alga) ,  das  genannt  wird  in  der  Tachowe,  einen 
Wald  in  der  Staingrübe,  den  Sön  acker  bei  Reinhartshusern ,  einen 
Teil  des  Riedes  bei  Dollhof  (Tollendorf),  woselbst  ein-  Graben  (?) 

40  (und  Damm  (?)  angelegt  wurde  (fossus  fuit  vallus  in  alga),  mit  dem 


20 


1274—1275. 


Willen  aller  benachbarten  Wiesenbesitzer ,  weil  sie  miteinander  JSutzen 
hatten,  einen  Acker  bei  Warmtal  im  Verein  mit  dem  langen  Anselm , 
die  Hälfte  einer  Mühle  bei  Altheim ,  die  Graf  Wolfrad  und  seine 
Söhne  auf  Hessen,  zwei  Mansus  in  Wasserschaffen,  womit  Bitter  Konrad 
von  Wasser  schöpfen  belehnt  war.  5 

WUB.  VII,  269. 

73.  1274.  26.  Mai.  Blankenstein.  Die  Edlen  Schwigger  der 

Lange  von  Gundelfingen,  Konrad  von  Weinberg ,  Ulrich  von  Gundel¬ 
fingen  genannt  von  Hayingen,  Sclvwigger  von  Blankenstein  Kleriker 
und  Schwigger  von  Blankenstein  Laie  beurkunden ,  dass  Schwigger  io 
der  Laie  mit  Hand  und  Zustimmung  seines  geistlichen  Bruders  seinen 
Hof  in  lndelhausen  mit  allem  Zubehör  und  den  Burkhard,  den  Be¬ 
bauer  des  Hofes  an  Heiligkreuztal  verkauft  hat  um  26  &  Haller. 
Weil  aber  der  Hof  Morgengabe  seiner  Frau  war ,  gibt  er  ihr  zur 
Sicherheit  des  Klosters  den  Mansus  genannt  Hiltelins  Knappen,  den  15 
Mansus  Konrads  von  lndelhausen,  den  Mansus  Eberhards  genannt 
Kelhnnt  und  den  Mansus  des  Volko. 

WUB.  VII,  312. 


74.  1275.  16.  April.  Beutlingen.  Der  Landrichter  Graf 

Albert  von  Hohenberg  beurkundet,  dass  F.  Limbel  mit  seinen  Brüdern  20 
zivei  Huben  zu  Haiterbacli  durch  seine  Hände  und  mit  seiner  Zu¬ 
stimmung  der  Konversin  Hedwig  schenkt  mit  der  Bedingung ,  dass 
sie  dieses  Gut  an  das  Kloster  bringe,  in  dem  sie  das  geistliche  Ge¬ 
wand  nehme,  was  sie  in  Heiligkreuztal  getan  hat. 

WUB.  VII,  360.  25 


73.  1275.  12.  September.  Baumburg.  Von  übergrosser 

Schuldenlast  gedrückt  verkauft  Anselm  der  Altere  von  Justingen  mit 
Zustimmung  seiner  Ehefrau  Bertha  und  seiner  Kinder  Anselm,  Liu- 
gardis  und  Willebirgis  an  Heiligkreuztal  um  166  m.  s.  all  seine 
Güter  zu  Binzwangen  sowohl  selbstbebaute  als  manlehin  nämlich:  30 
den  Hägerhof  mit  Patronats-  und  Vogtrecht  in  Binzivangen ,  dann 
Ortliebs  gut,  dann  Kmnberlins  gut,  dann  Aeppelins  Wernhers  gut, 
die  Hube  genannt  Eberharts  in  der  gassnn,  des  Hubers  gut  und  die 
Hofstatt  genannt  Kumberlins  hofstat  und  des  Lippers  gut  und  des 
Walraven  hofstat,  den  Wald  genannt  daz  Hart,  daz  vorder  und  daz  35 


1276. 


21 


hinder  Satzaich,  die  Mannlehen  Heinrichs  genannt  von  Andelfingen 
und  Heinrichs  genannt  der  Hüter  mit  allem  Zubehör  und  allen  Rechten, 
que  vulgo  dicuntur  ehafti,  getwinc,  gerihte  und  vraevelie.  Die  Güter 
erstrecken  sich  im  Osten  gegen  den  Baum,  genannt  Hartemannes 
5  böum  zu  Waldhausen,  im  Westen  gegen  den  Wald  des  Grafen 
Hartmann  genannt  der  Höv ,  im  Nordosten  (a  parte  acquilonari) 
zum  Wald  Hünerrisach,  im  Norden  (a  parte  septentrionali)  bis  zu 
dem  Ort,  der  Hesiberck  genannt  wird,  bis  zum  Tal ,  Landau  zu 
von  der  Huttun  bis  zum  Grlrspuhel. 

10  WUB.  VII ,  386. 

76.  1276 .  25.  Januar.  Reutlingen.  Der  Edle  Ulrich  von 

Gundelfingen  verkauft  Werner  den  Schuster ,  den  Sohn  weiland 
Alberts  von  Hayingen  an  Heiligkreuztal  um  4  0>  Haller  und  befreit 
ihn  zum  Almosen  und  zur  Nachlassung  seiner  Sünden  von  allen 

15  Diensten. 

WUB.  VII,  417. 

7  7.  1276.  25.  Mai.  Gottlieben.  Bischof  Rudolf  von  Kon¬ 

stanz  einverleibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal  unter  den  üblichen  Be¬ 
dingungen  die  Kirche  in  Andelfingen,  weil  sich  das  stark  besetzte 

20  Kloster  nur  schwer  ernähren  kann. 

WUB.  VII,  443. 

78.  1276.  20.  Juni.  Basel.  Der  Hofrichter  des  Königs  Rudolf 
von  Rom,  Eberhard  von  Lupfen  beurkundet,  dass  Heiligkreuztal  nur 
vor  geistlichem  Gericht  beklagt  werden  kann. 

25  WUB.  VII,  450. 

79.  Zivischen  1276.  24.  September  und  1276.  25.  Dezember. 
Hayingen.  Heiligkreuztal  kauft  von  dem  Edlen  Ulrich  von  Gundel¬ 
fingen  den  von  dem  Ritter  Mor  de  Scham arn  bebauten  Hof  in 
Hayingen  um  31  U  5  s.  Haller.  Das  Eigentumsrecht  gehört  dem 

HO  Grafen  Eberhard  von  Wartstein. 

WUB.  VII,  463. 

80.  1276.  20.  Oktober.  Konstanz.  Der  Richter  der  Kon¬ 
stanzen  Kirche  entscheidet  am  20.  Oktober  zivischen  Heiligkreuztal 
und  F.  genannt  Limbel,  dass  die  zwei  strittigen  Huben  in  Haiterbach 


22 


1276—1277. 


Heiligkreuztal  gehören  —  die  eine  bebaut .  .  der  Frufate  und  die  andere 
Berthold  ns  dem  Harde.  Dein  Limbel  wird  ewiges  Stillschweigen 
auferlegt  und  die  Frage  der  Kosten  offen  gelassen. 

WUB.  VII,  467. 

81.  Zwischen  1276.  20.  Oktober  und  1277.  21.  November.  5 
Der  Offizial  von  Konstanz  gibt  dem  Grafen  Burkhard  von  Hohen¬ 
berg  den  Auftrag,  Heiligkreuztal  an  seinen  Gütern  in  Haiterbach 
gut  zu  behandeln. 

WUB.  VII,  468. 

82.  1277.  Ain  lateinischer  Kauf brief  von  Herman  Finckhen  io 
umb  Hainrich  Grallandos  tochter,  Conrad  und  Friderich  iren  Brüedern 
zue  Machdorf  mit  der  Leibaigenschaft.  Anno  1277. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  286r,  Nr.  24,  Titel:  Kauffbrieff. 

83.  Ca.  1277.  Abtissin  L[ucia]1)  und  Kloster  Heiligkreuztal 
verschreiben  dem  Amman  (ministro)  Hiltibolt  gegen  eine  Summe  Geldes  15 
6  Mass  (modios)  Öl  für  jedes  Jahr  und  für  den  Fall ,  dass  Mangel 
an  Öl  sein  sollte ,  die  Einkünfte  der  halben  Wiese  genannt  Yeterren. 

WUB.  VIII,  1. 

*)  Die  Abtissin  L[ucia]  kommt  nur  noch  vor  am  13.  Mai  1277  (Nr.  86), 
während  am  28.  Nov.  1273  A[delheidis]  (Nr.  71)  und  1278  (Nr.  90)  wieder  20 
Adelheidis  als  abbatissa  vorkommt.  Nach  Kaspar  Brusch  hätte  die  Lucia  von 
1266 — 1277  regiert  und  die  nun  folgende  Adelheid  hätte  nach  ihm  im  Jahre  1360 
resigniert. 

84.  1277.  Zwiefalten.  Hermann ,  der  Bruder  der  Herren 

von  Emerkingen  und  Kirchherr  in  Zell  erlaubt  aus  Verehrung  für  25 
die  unbefleckte  Gottesmutter  Markt  und  um  seines  Seelenheiles  willen 
dem  Burkhard  von  Bechingen  dem  freien  Zinshörigen  der  Kirche  in 
Zell  in  dem  freigewählten  Kloster  Heiligkreuztal  seinen  Wohnsitz  zu 
nehmen  und  dort  nach  dem  Willen  Gottes  sein  Leben  zu  Ende  zu 
führen.  30 

WUB.  VIII,  5. 

80.  1277.  Granheim.  Heiligkreuztal  kauf t  von  dem  Edlen  Bert- 
hold  von  Gundelfingen  die  Leibeigene  Adelheid  genannt  Gerstenecliarin 
von  Anhausen. 


WUB.  VIII,  4. 


35 


1277—1278. 


23 


86.  1277.  13.  Mai.  Hayingen.  Ulrich  von  Gundelfingen 

beurkundet ,  dass  Abtissin  L[ucia]  und  Konvent  von  Heiligkreuztal 
den  Leibeigenen  Burkhard  von  Hayingen  von  ihm  gekauft  haben. 
WÜB.  VIII,  31. 

5  87.  1277.  21.  November.  Nagold.  Graf  Burkhard  schärft 

allen  in  seinem  Gebiet,  namentlich  in  Haiterbach  Wohnenden  den 
Erlass  des  Offizials  von  Konstanz  ein,  Abtissin  und  Konvent  von 
Heiligkreuztal  im  Besitz  der  ihnen  gerichtlich  zugesprochenen  Güter 
des  F.  Limbel  nach  Kräften  zu  schützen. 

10  WUB.  VIII,  62. 

88.  1278.  Ain  lateinische  Gottsgab  von  Sophia ,  Grefin  von 
Veringen1)  umb  ir  guet  zue  Fridingen  sambt  zweyen  höltzern  das 
Zojflach  und  Hartthausen  genent.  Anno  1278. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  99r,  Nr.  19,  Titel :  Verschreibung,  Gottsgab, 
15  Stifftung  und  becrefftigungsbrieff.  MVGAH  III,  71  nach  Memminger ,  OA. 
Biedlingen ,  8.  169. 

Sophia,  eine  Tochter  des  Grafen  Heinrich  von  Veringen  und  der  Verena 
von  Klingen,  ivar  die  Gemahlin  des  Edeln  Konrad  von  Lichtenstein. 

89.  Zwischen  1277 .  25.  Dezember  und  1278.  24.  September. 
20  Sigmaringen.  Heiligkreuztal  kauft  eine  von  Graf  Ulrich  von  Montfort 

zu  Lehen  gehende  Wiese  bei  Neufra  von  den  Brüdern  Mangold  und 
Konrad  genannt  Veterrenkint  um  17  ti.  Graf  Ulrich  lässt  sie  selber  auf. 
WUB.  VIII,  74. 

90.  1278.  Riedlingen.  Abtissin  Adelheid  und  Konvent  von 
25  Heiligkreuztal  beurkunden  einen  Vergleich  über  die  durch  Heiligkreuztal 

um  17  U  von  Ulrich  dem  Sohne  des  Vetirne  gekaufte,  von  Ulrichs 
Brüdern  Mangold  und  Konrad  aber  später  strittig  gemachte  Wiese 
zwischen  Altheim  und  Neufra.  Sind  den  Brüdern  ö1/*  m.  s.  an¬ 
gewiesen,  so  gehört  die  Wiese  dem  Kloster.  Das  Obereigentum  ist 
30  vom  Grafen  Ulrich  von  Sigmaringen  durch  die  Brüder  für  das 
Kloster  zu  erwerben.  Können  sie  das  nicht,  so  müssen  sie  bis  zu  ihrer 
beider  Tod  die  Wiese  tragen,  doch  die  Einkünfte  gehören  dem  Kloster. 
Kommt  aber  zu  ihren  Lebzeiten  das  Lehen  von  ihnen  durch  des 
Grafen  Hände  als  Eigentum  ans  Kloster,  so  sind  die  Bürgen,  Graf 
35  Heinrich  von  Niederveringen  und  Hermann  und  Mangold  von  Horn¬ 
stein  von  jeder  Bürg-  und  Währschaft  frei. 

WUB.  VIII,  74. 


24 


1279—1282. 


91.  1279.  Übergaab  von  Ansshelmen  von  Justingen  und  Con¬ 

rad  Murtzlers  dess  Hallers  iviss  ze  Mengen.  Anno  1279. 

RL  Heiligkreuztal ,  Fol.  8r,  Nr.  18,  Titel:  Stiftungen  dess  Gottsliauss 
Hailigcreutzthal. 


92.  1279.  20.  Mai.  H  eiligkreuzt  al.  Berthold  von  Neuffen  5 
übergibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal  seinen  Leibeigenen  Burkhard 
Pont ,  den  Jakob  Manstok  zu  Lehen  gehabt,  ans  Kloster  verkauft 
und  in  die  Hände  Bertholds  aufgelasssen  hat. 

WÜB.  VIII,  172. 

93.  Ca.  1280.  Die  Schicester  Mathilde  Kläbeisin  von  Altheim  10 
kauft  1  ü,  Haller  Geld  aus  einem  Stuttgarter  Weinberg  am  Azzen- 
berg  von  Ulrich  Beck.  Nach  ihrem  Tod  bekommen  Schicester  Adel¬ 
heid  die  Wisin  von  Schaf  hausen  und  Schicester  Elisabeth  von  Aergars- 
liain  jährlich  je  10  s. 

WUB.  VIII,  197.  15 

94.  1281.  22.  Mai.  Die  Abtissin  von  Heiligkreuztal  verkauft 
die  Besitzungen  des  Klosters  in  Haiterbach  um  18  U  Haller  an  eine 
V er  wandte  ihres  Freundes  Meinlb. 

WUB.  VIII,  277. 

9o.  1281.  14.  September.  Unlingen.  Eberhard  genannt  Mont  20 
von  Hagingen,  Bürger  in  Munderkingen  verkauft  mit  seinem  Weih 
Adelheid  und  seinen  legitimen  Söhnen  Konrad,  Albert  und  Berthold 
an  Heiligkreuztal  einen  Hof  genannt  Fainhausen  (Vainhusen)  bei 
Hagingen  samt  allem  Zugehörigen  um  30  s.  Haller. 

WUB.  VIII,  305.  *  25 

96.  1281.  30.  Oktober.  Augsburg.  Bischof  Hartmann  von 
Augsburg  genehmigt  den  Umtausch  von  Lehengütern  in  Andelfingen 
durch  den  Edlen  Heinrich  von  Gundelfingen  an  Heiligkreuztal  gegen 
solche  in  Wilflingen. 

WUB.  VIII,  308.  30 

97.  1282.  8.  Februar.  Heinrich  genannt  Struz  und  sein 

Vetter  Konrad  von  Wartenberg  beurkunden,  dass  mit  ihrer  Zustimmung 
Walter  von  Ingstetten  sein  Lehen  in  Binzwangen  an  Heiligkreuztal 
verkauft  hat  um  19  m.  s. ,  und  verzichten  zugunsten  des  Klosters 
auf  ihr  Eigentum. 

WUB.  VIII,  332. 


35 


1282— J  283. 


25 


98.  1282 .  23.  Februar.  Binzwangen.  Walter  von  Ingstetten 
verkauft  mit  Zustimmung  seines  Weibes  und  seines  Sohnes -  Walther 
all  seine  Güter  in  Binzwangen  mit  Zubehör  an  Heiligkreuztal  um 
19  m.  s.  Meng  er  Geivicht. 

5  WUB.  VIII,  334. 

99.  1282.  15.  März.  Am  Kirchhof  zu  Hundersingen  (0 .  Ried¬ 
lingen).  Dietrich  von  Baumburg  verkauft  seinen  Leibeigenen  Werner 
von  Binzwangen  genannt  des  Stülzen  sun  an  Heiligkreuztal  um 

1  U  Konstanzen. 

10  WUB.  VIII,  340. 

100.  1282.  26.  September.  Mengen.  Ritter  Eberhard  von 
Jungingen  beurkundet ,  dass  ihn  die  Frauen  von  Heiligkreuztal  mit 

2  U  5  s.  Konstanzer  entschädigten  für  das  Eigentum  an  einem  Teil 
der  von  Konrad  dem  Gerber  verkauften  Güter  in  Andelfingen ,  ge¬ 
lb  nannt  dez  Cinsmaisters  gut. 

WUB.  VIII,  364. 

101.  1282.  24.  November.  Villingen.  Abt  Albert  von  Reichenau 
beurkundet ,  dass  mit  seiner  Zustimmung  Wolf  gang  von  Waldsee  dem 
Eberhard  von  Jungingen  und  Johann  von  Rinkenburg  all  seine  von 

20  Reichenau  zu  Lehen  gehenden  Güter  vermacht. 

WUB.  VIII,  370. 

102.  1283.  Um  den  29.  Mai.  Zwiefalten  zeigt  dem  Bischof 
Eberhard  von  Konstanz  den  Verkauf  der  seinem  Kloster  minder 
nützen  Güter  in  Kalkreuthe  und  Ostrach  an  Salem  um  12  m.  s.  an, 

25  bittet  diesen  Verkauf  zu  genehmigen  und  überweist  die  12  m.  s.  an 
Heiligkreuztal  für  die  um  120  U  Haller  gekauften  Güter  in  Fain- 
hausen  (Wanhusen)  und  Ha  gingen. 

WUB.  VIII,  397.  REO  2580. 

103.  1283.  6.  November.  Riedlingen.  Graf  Eberhard  von 
30  Wartstein  tritt  alV  seine  Rechte  auf  den  an  Heiligkreuztal  verkauften 

Hof  zu  Hayingen,  genannt  des  Mors  hoff  ans  Kloster  ab,  verpflichtet 
sich  unter  Verpfändung  all  seiner  Habe  zu  rechter  gesetzlicher  Bürg¬ 
schaft  von  der  Übergabe  dieses  Briefes  an  bis  Weihnachten  und  von 
da  noch  5  Jahre ;  ferner  jedes  Anrecht  auf  die  übrigen  an  Heilig- 
35  kreuztal  verkauften  Güter,  auf  die  2  Höfe  in  Fainhausen  (Fainhusen) 
und  den  Hof  in  Hayingen,  genannt  des  graven  hoff  mit  allem.  Zu¬ 
behör  um  14  U  Haller. 

WUB.  VIII,  423. 


26 


1284—1285. 


104  1284.  Abtissin  Adelheid  und  Konvent  von  Heiligkreuztal 

überlassen  an  Konrad  Mon  und  sein  Weib  gegen  ff  Konstanzen 
die  lebenslängliche  Nutzniessung  der  Wiese  Ranzen wida  (oder  Ranzen- 
widi)  bei  Neufra.  Jährlich  müssen  sie  ans  Kloster  unum  ventdabrum 
(Blasebalg,  Wedel,  Wurfschaufel?)  liefern. 

WUB.  VIII,  429. 

105.  1284.  23.  März.  Heiligkreuztal.  Heiligkreuztal  ver¬ 

kauft  mit  Zustimmung  der  Visitatoren,  des  Abtes  und  des  Konventes 
von  Salem  seine  Besitzungen  in  Kainhausen  (Vainhusen)  und  Haymgen 
mit  allem  Zubehör  um  120  ff  Haller  an  Zwiefalten.  12  m.  s.  hat  das  10 
Kloster  bekommen  von  den  durch  Zwiefalten  verkauften  Gütern  m 
Ostrach  und  Kalkreuthe. 

WUB .  VIII,  445. 

106.  1284.  5./12./19 .  Dezember.1)  Gräfin  Hedwig  von 

Grüningen  und  ihre  Söhne  Konrad  und  Eberhard  verkaufen  an  15 
Heiligkreuztal  ihren  Leibeigenen  Burkhard  Bengel  um  2  ff  Konstanzen. 

WUB.  VIII,  486. 

.)  Man  könnte  auch  an  den  28.  Dezember  1283  denken,  da  in  der  Diöcese 
Konstanz  das  Jahr  mit  dem  25.  Dezember  anfing.  Gfr.  Grotefend  a.  a.  0.  S.88. 

107.  1285.  Heiligkreuztal.  Heinrich  Boizili  erwirbt  für  sich  2( 
und  sein  Weib  Adelheid  von  Heiligkreuztal  ein  Leibgedmg  dadurch, 
dass  er  den  halben  Besitz  des  Walther  von  Ingstetten  in  Herbertingen 
um  20  m.  s.  für  das  Kloster  kauft  unter  folgenden  Bedingungen: 
Wenn  er  stirbt,  soll  sein  Weib  mit  diesem  und  anderem  Besitz  m 
Kloster  auf  genommen  werden.  Will  sie  nicht,  so  fällt  dei  Besitz  ans 
Kloster.  Stirbt  sie  vor  ihm,  so  hat  er  auf  Lebenszeit  den  Fruchtzehnten 
(census  fructunm),  das  Kloster  aber  immer  das  Eigentum.  Ferner 
kauft  er  um  7  ff  vom  Kloster  zwei  Wiesen,  die  Vedrangesruti  mit 
zicei  Mannsmahd  und  eine  andere  mit  einem  Mannsmahd.  Beide 
Wiesen  fallen  nach  ihrem  Tode  wieder  heim.  Endlich  haben  sich 
beide  im  Kloster  das  Begräbnis  auserwählt. 

WUB.  IX,  2. 

108.  1285.  7.  Januar.  Mengen  (und  Wildenstein).  Anselm 

von  Wildenstein  schenkt  an  Heiligkreuzted  das  Eigentum  eines  von 
Walther  von  Ingstetten  um  21  m.  s.  mit  allem  Zubehör  verkauften  , 
Hofes  in  Herbertingen. 

WUB.  IX,  6. 


1285—1286. 


27 


109.  1285.  22.  April.  Sigmaringen.  Abtissin  Adelheid  und 
Konvent  von  Heiligkreuztal  kaufen  von  Eberhard  von  Jungingen  das 
Eigentum  von  etlichen  Gütern  in  Andelfingen ,  nämlich  von  Äckern 
im  Mass  von  7  Morgen  —  Ulrich  genannt  Zinsmaister  und  sein 

5  Stiefsohn  C.  genannt  Gerwer  waren  damit  belehnt  geivesen  —  und 
von  8  Morgen  —  Berthold  von  Pflummern  hatte  sie  zu  Lehen  — 
um  2  U  5  s.  Konstanzer. 

WUB.  IX,  20. 

110.  1285.  21.  September.  Ebingen.  Heiligkreuztal  kauft 
10  von  Albrecht  (und  Heinrich)  den  Brüdern  Pfaffenhofen  um  3  ST 

Haller  das  Eigentum  des  Gutes  in  Binziuangen,  das  Walther  Vater 
und  Sohn  von  Ingstetten  an  das  Kloster  verkauft  hatten. 

WUB.  IX,  39. 

111.  1286.  13.  Januar.  Heiligkreuztal  übernimmt  von  Graf 
15  Heinrich  von  V eringen  die  Zahlung  eines  jährlichen  Leibgedinges 

von  26  s.  an  eine  Frau  Liutgardis,  die  sie  aus  einem  von  dem  Grafen 
unter  anderem  an  das  Kloster  verkauften  Mansus  in  Friedingen  be¬ 
ziehen  sollte,  und  bekommt  dafür,  solange  L.  lebt,  einen  gleichhohen 
bannphenninge  von  den  Wiesen  zur  Heuenszeit. 

20  WUB.  IX,  59. 

112.  1286.  13.  Januar .  Heiligkreuztal  kauft  von  Heinrich 

von  Gottes  Gnaden  Grafen  *)  von  Veringen  zwei  Leibeigene,  den  Konrad 
genannt  Aichern  und  seinen  Bruder  Heinrich  um  10  m.  s.  und  erhält 
für  den  Fall  der  Eviktion  zivei  gleichwertige  Eigenleute  (servi)  oder 

25  die  Rückgabe  der  10  m.  s.  zugesagt. 

WUB.  IX,  58. 

*)  Vergl.  über  den  Titel  dei  gracia  comes  Nr.  29  Anm.  1. 

113.  1286.  13. 1 15.  Januar.  Heiligkreuztal,  Pfiummern.  Heilig¬ 
kreuztal  kauft  von  Graf  Heinrich  von  Veringen  um  130  m.  s.  all 

80  seine  völlig  freien  Besitzungen  in  Friedingen  mit  allem  Zubehör  und 
Rechten ,  wie  ehafti,  getwinc,  ban,  Mühlrecht  usw nämlich  12  Mansus 
bebaut:  1.  von  Berthold  genannt  Joich,  2.  von  Rudolf  genannt  von 
Herbertingen,  3.  von  Heinrich  genannt  Rumpe,  4.  von  Heinrich  ge¬ 
nannt  von  Ufnlingen,  5.  von  Burkhard  genannt  von  Ohnhülben,  6.  von 
35  Burkhard  genannt  Stahilli ,  7 .  von  Albert  genannt  von  Unlingen, 

8.  von  Burkhard  dem  Sohne  Heinrichs  genannt  an  der  Staige, 

9.  von  Burkhard  genannt  Joich,  10.  von  Heinrich  genannt  Mesinaer, 
11.  von  Heinrich  genannt  an  der  Staige,  12.  von  Berthold  genannt 


28 


1286—1287. 


von  Aiche ;  ferner  2  Wälder ,  deren  einer  Schopfloch,  der  andere 
Harthusen  genannt  wird ;  ferner  4  Schupossen  bebaut:  1.  von  Kon- 
rad  genannt  Gellerarius ,  2%  von  Burkhard  genannt  bi  der  Zubun, 

3.  von  Heinrich  genannt  von  Ohnhülben ,  4.  von  Heinrich  genannt 
Rumpe;  ferner  3  kleine  Besitzungen  (possessiuncule),  bebaut:  1.  von  5 
Berthold  genannt  Balstirli,  2.  von  Heinrich  genannt  Hübaer,  3.  von  der 
Witwe  genannt  Biberin;  endlich  das  Recht  auf  die  3  Gütlein ,  be¬ 
baut:  1.  von  Konrad  genannt  dem  Langen,  2.  von  Bena  genannt 
de  Bekin,  3.  vom  Schulmeister  (scolasticus)  von  Reutlingen,  als  ain 
friez  aigen.  10 

WUB.  IX,  59. 

114 .  1286.  17.  Februar.  Anselm  von  Justingen  ver¬ 

zichtet  in  die  Hände  seines  Oheims  Anselm  von  Wild  en¬ 
stein  auf  alle  Rechte  an  die  Besitzungen  in  Frickingen, 
genannt  Brän  dili  nsgüt,  zugunsten  des  kaufenden  15 

Klosters  Salem. 

Actum  et  datum  anno  domini  MCCLXXXVI,  XIII.  kalendas 
marcii,  indictione  XIIII,  subnotatis  testibus  presentibus : 

Ülrico  capellano  dominarum  de  Yalle  Sancte  Crucis,  Hainrico 
de  Halle  cive  in  Ylma,  fratribus  Wernhero  et  Ülrico  dicto  Fabro  20 
de  Uberlingin  monachis  in  Salem,  fratre  Cünrado  dicto  Grüni  con- 
verso  predictarum  dominarum  et  Cünrado  dicto  Aichern  aliisque  .  .  . 

Weech,  Cod.  Sal.  II,  Nr.  703.  FÜR.  V,  Nr.  140,5. 

115,  1287.  8.  April.  Wunder  sing  en  (OA.  Riedlingen).  Anselm 
von  Justingen  beurkundet,  dass  der  Edle  Konrad  genannt  Schalkeli  25 
im  Einverständnis  mit  seiner  Ehefrau  Liugardis  und  seinen  übrigen 
Erben  seinen  Eigenmann  Konrad  den  Gerber  (cerdo)  um  2  U  Haller 
an  Heiligkreuztal  verkauft  hat.  Wollte  Konrad  oder  irgend  ein 
Erbberechtigter  einmal  den  Verkauf  umstossen,  so  sei  die  Busse  die 
Wiese  in  Wilflingen ,  genannt  der  Brüle,  die  Konrad  von  Anselm  30 
.zu  Lehen  trägt  und  die  dann  dem  Kloster  zufällt.  Muss  Konrad 
aus  Not  die  Wiese  an  eine  fremde  Person  verkaufen,  so  soll  er  zum 
Ausgleich  einen  gleichwertigen  Acker  oder  Wiese  geben. 

WUB.  IX,  130. 

116.  1287.  22.  Juni.  Landau.  Die  Brüder  Kr cfto  und  Peter  31 
genannt  Saetel  de  Sigeberch  bekennen,  dass  sie  von  Heiligkreuztal 
für  alle  ihre  Ansprüche  ans  Kloster  2  Konstanzer  bekommen  haben. 

WUB.. IX,  143. 


1287—1289. 


29 


117.  1287.  22.  Juli.  Heiligkreuztal ,  vor  der  inneren  Pforte 
an  dem  redefenster.  Die  Brüder  Konrad  und  Eberhard  Grafen 
von  Grüningen  verkaufen  mit  Willen  ihres  Bruders  Ludwig ,  Dom¬ 
herrn  in  Augsburg  Güter  in  Bann  und  Ort  Binzwangen  um  6  m.  s., 

5  nämlich  des  Gemaechelins  gut  von  Althen  und  des  Blumen  gilt  von 
Grüningen  samt  edlem  Zubehör. 

WÜB.  IX,  147. 

118.  1288.  17.  November.  Heiligkreuztal.  1289.  5.  Februar. 
Landau.  Ulrich  der  Hergeselle  Ministerielle  der  Grafen  von  Landau 

10  verkauft  an  Heiligkreuzted  Leibeigene,  nämlich  die  Brüder  Hermann, 
Konrad ,  Berthold,  Walther  und  Konrad ,  ihre  Mutter  Eisbet  und 
ihre  Schicester  Eisbet,  Weib ;  Söhne  und  Tochter  des  Konrad  von 
Beuren  um  6  ft  15  s.  Konstanzen  Pfennige. 

WUB.  IX,  238. 

15  119.  1289 .  6.  Januar.  Tuttlingen.  Ritter  Konrad  von  Warten¬ 

berg  gibt  den  Grafen  Konrad  und  Eberhard  von  Landau  den  halben 
von  Ritter  Konrad  von  Talheim  zu  Lehen  getragenen  Mansus,  ge¬ 
nannt  des  herren  Cunrates  gut  von  Anmerkingen  zu  Binzwangen  auf. 

WUB.  IX,  252. 

20  120.  1289.  28.  Juni.  Die  Grafen  Konrad  und  Eberhard, 

Söhne  des  weiland  Hartmann  Grafen  von  Grüningen  genannt  von 
Landau  schenken  das  Eigentum  der  von  Ritter  Konrad  von  Talheim 
zu  Lehen  getragenen ,  von  dem  Amman  (minister)  Konrad  genannt 
von  Emerkingen  bebauten  und  von  Ritter  Konrad  an  Heiligkreuztal 

25  verkauften  Güter  zu  Binzwangen  an  Heiligkreuztal. 

WUB.  IX,  289. 

121.  1289.  27 .  August.  Landau.  Graf  Ludwig  von  Landau,. 
Kirchherr  zu  Kannstatt,  zeigt  dem  Bischof  Rudolf  von  Konstanz  an, 
dass  er  den  schon  lang  währenden ,  auch  vor  Bischof  und  Offizial 

80  gebrachten  Streit  seiner  Brüder  Konrad  und  Eberhard  mit  dem  Kloster 
Heiligkreuzted  um  das  P atronatsrecht  zu  Andelfingen  im  Auftrag 
seiner  Brüder,  die  sich  zu  einem  Kriegszug  mit  dem  König  rüsteten, 2) 
entschieden  und  beigelegt  habe  und  bittet  deshalb  den  Bischof  das  Kloster 
nicht  länger  zu  hindern,  während  die  Kollatur  dem  Bischof  zustehe. 

WUB.  IX,  296. 

9  Vermutlich  gegen  Graf  Otto  von  Burgund,  cfr.  Böhmer-Redlich,  Reg.. 
Imperii  VI,  2234 a. 


35 


30 


1289—1290. 


122.  1289.  29.  Oktober.  Mengen.  Anselm  von  Justingen  gibt 
Heiligkreuztal  einen  Hof  in  Andelfingen  genannt  Velsoberges  hof 
zu  eigen,  den  ihnen  Heinrich  Velsoberg  um  24  m.  s.  aufgelassen  hatte. 

WUB.  IX,  306. 

123.  1289.  22.  November.  Reiligkreuztal.  Graf  Ludwig  der 
Kirchherr  in  Kannstatt  und  seine  Brüder  die  Grafen  Konrad  und 
Eberhard  von  Grüningen  genannt  von  Landau  verzichten  zugunsten 
■von  Heiligkreuztal  auf  die  (geistlichen  und  weltlichen)  Rechte  an  das 
ihrem  Vater  weiland  Grafen  Hartmann  von  Grüningen  abgekaufte  Gut 
zu  Andelfingen  um  15  m.  s.  Betreffs  des  Weihers  xuird  einiges  fest¬ 
gesetzt. 

WÜB.  IX,  315. 

124.  Ga.  1290.  Die  Grafen  Konrad,  Eberhard  und  Ludwig 
■ von  Landau 1)  verkaufen  ungefähr  einen  Morgen  Gut  an  der  steinernen 
Brücke  bei  Wilflingen  um  30  s.  an  Heiligkreuztal. 

WÜB.  IX,  321. 

x)  Die  Urkunde  ist  undatiert.  —  Die  3  hier  zusammen  genannten  Söhne 
Graf  Hartmanns  von  Grüningen  (f  1280)  kommen  von  1267  bis  1300  vor ;  der 
älteste,  ebenfalls  Hartmann  f  1273.  Also  wird  die  Urkunde  sicher  erst  nach 
1280  ausgestellt  worden  sein.  Ferner  führt  Anselm  von  Justingen  in  seinem 
S  den  Beinamen  Senior  1281  zum  erstenmal  (WUB.  VIII,  255,  kommt  bei  Heilig- 
kreuztal  zum  erstenmal  vor  in  Nr.  99),  während  er  den  Beisatz  1275, 12.  September 
noch  nicht  führte  (WUB.  VII ,  388).  Im  Heiligkreuztaler  Repertorium  des 
Stuttgarter  Staatsarchivs  wird  die  Urkunde  ca.  1290  gesetzt,  von  Pf  aff,  Ursprung 
des  Wirtemb  er  gischen  Fürstenhauses  1836  S.  75  um  1295. 

125.  Ca.  1290.  Anselm  von  Justingen  Vater  und  Sohn  ver¬ 
kaufen  den  Leibeigenen  Heinrich  von  Beizkofen  um  2  m.  s.  an  Heilig¬ 
kreuztal. 

WUB.  IX,  321. 

126.  1290.  27.  Januar.  Heiligkreuztal.  Die  Brüder  Wezel, 
Heinrich,  Wezel  und  Konrad  der  Bodemer  von  Andelfingen  verkaufen 
■ihren  Zehenden  und  Garten  daselbst,  der  9  s.  Pfennige  giltet ,  an 
Heiligkreuztal  um.  14  U  Konstanzer  durch  die  Hand,  ihrer  Herren 
- der  Grafen  von  Landau. 

WUB.  IX,  334. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 


1290—1291. 


31 


127 .  1290.  18.  Juni.  Altheim.  Heinrich  von  Gundelfingen 

schenkt  an  Heiligkreuztal  das  Eigentum  der  von  den  Brüdern  Wezel 
verkauften  und  ihm  aufgelassenen  Güter  in  Andelfingen . 

WUB.  IX,  379. 

5  128,  1290.  29.  Juni.  Heiligkreuztal .  Bas  Kloster  Heilig¬ 

kreuztal  überlässt  den  Brüdern  Wezel  die  Besitzungen  in  Andel  fingen, 
deren  Eigentum  der  Edle  Heinrich  von  Gundelfingen  am  18.  Juni  1290 
übertragen  hat ,  wieder  gegen  einen  Wachszins  von  1/z  üb.  Beim 
Verkauf  hat  das  Kloster  den  Vorkauf 

10  WUB.  IX,  380. 

129.  1290.  6.  Dezember.  Mengen .  Abtissin  Adelheid  und 
Konvent  von  Heiligkreuztal  beurkunden ,  dass  II.  Bözli  von  Heilig¬ 
kreuztal  den  Maigerkof  in  Herbertingen  erworben  hat,  dessen  eine  Hälfte 
nach  seinem  Tode  wieder  hcimfällt,  für  die  andere  Hälfte  ist  jähr- 

15  lieh  1/2  üb  Wachs  zu  entrichten ,  weil  es  veräusserliches  Zinslehen  des 
H.  Bözli  und  seiner  Erben  ist. 

WUB.  IX,  401. 

130.  1291.  9.  April.  Kuno,  Notar  des  Dompropstes  von 
Strassburg,  Chorherr  zu  Surburg  und  Johann ,  weiland  seines  Vetters 

20  Konrad  Sohn,  Bürgers  in  Mengen  verzichten  auf  alle  Ansprüche 
an  das  Haus  des  Konrad  f  zu  Mengen ,  von  ihm  schon  zu  seinem 
und  seiner  Eltern  Seelenheil  an  Heiligkreuztal  geschenkt  unter  der 
Bedingung,  dass  das  Kloster  jährlich  3  üb  Konstanzer  Pfennige  davon 
niesse  oder  ebensoviel  von  gleichivertigen  Gütern,  um  am  Jahrtage  im 

25  Speisesaal  Brot,  Wein  und  Fische  verteilen  zu  können.  Auch  Äbtissin 
und  Konvent  verbinden  sich  diese  Satzung  einzuhalten. 

WUB.  IX,  453. 


131.  1291.  26.  November.  Riedlingen.  Äbtissin  Afdelheid] 

und  Konvent  beurkunden,  dass  Ritter  Konrad  von  Grüningen  das 
30  Gut  zu  Friedingen,  das  er  von  des  Klosters  Herren  Graf  Heinrich 
von  Hetlingen  (-Veringen)  zu  Lehen  hatte,  mit  seiner  Söhne  des 
Ritters  Otto  und  des  Konrad  und  Heinrich,  die  dennoch  knethe 
waren,  Willen  ans  Kloster  verkauft  hat  um  12  üb  5  s.  Konstanzer . 

WUB.  IX,  504. 


32 


1291—1292. 


132.  1291 .  3.  Dezember.  Mengen.  Abtissin  Adelheid  von 

Heiligkreuztal  vergleicht  sich  mit  Konrad  von  Ehestetten  über  alle 
Ansprüche  dahin ,  dass  seine  Frau  Guta  auf  Lebenszeit  vom  Kloster 
jährlich  4  Malter  Korn  und  4  Malter  Roggen  beziehen  soll.  W  ill 
sie  sich  dem  geistlichen  Leben  widmen  ,  so  soll  sie  ihre  Pfründe 
wieder  erhalten.  Kommt  sie  ins  Kloster ,  so  gibt  man  ihr  für  das 
Leibgeding  jährlich  1  U  Konstanzer.  Stirbt  Guta ,  so  soll  man  dieses 
Pfund  ihrer  Tochter  Gerbirc  geben  solang  sie  lebt.  Kinder  die  sie 
noch '  gewinnt ,  haben  auf  das  Leibgeding  keinen  Einfluss.  Das  Korn 
soll  man  ihr  reichen  über  2  Meilen  wohin  sie  will. 

WUB.  IX,  506. 

133.  1292.  23.  April.  Reutlingen.  Kun  von  Greifen  - 

stein  verkauft  an  Heiligkreuztal  Zehenden  usw.  zu 
Fridingen  um  50  &  Hüller. 

ln  gottes  namen  amen.  Ich  Cime  ain  ritter  von  Griffenstain 
dün  kirnt  allen  den  ||  die  disen  brief  lesent  oder  horent  lesen,  daz 
ich  han  verknfet  sesse  nutze  alles  mins  gel||tes  an  zeh enden  und  an 
anderem  gelte,  als  ich  ez  noz  und  niezen  möthe  ze  Fridingen  an 
alleain  ze  setzende  und  ze  ensetzende  miner  frowen  der  abbatissene 
und  der  sammenunge  von  dem  Hailigen  Crucestal  dez  ordenes  sant 
Bernhardes  umbe  funfezege  pfunt  Haller,  der  si  mich  hant  gewert 
gar  und  genzelich.  Ich  vergich  öch,  daz  ich  in  sol  ufrihten  an 
schaden  swas  si  crengel  alder  kumbers  an  gat  an  dem  vor  gesetten 
gel[te]a)  von  mir  alder  von  miner  wirtten  alder  von  minen  kinden 
alder  von  andern  luten,  die  sie  bekümbern  von  minen  wegen. 

Diz  geschach  ze  Rutelingen  under  Achalm  in  Hainriches  des 
Wageners  hus  an  sant  Gergen  dag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt 
zwelf  hundert  jare  zwai  und  nünzege  jare.  Eie  bi  ivaren  und  sint 
geztige:  Hain  rieh  von  Husen,  Walter  von  Haiginge,  Albreht 

Valrus,  Eberhart  der  Ungelter,  Wigman,  H.  der  Wagener,  Albreht 
der  Herzoge,  C.  der  Mager  und  ich  .  .  .  H.  der  scholmaster  von 
Rutelingen  der  disen  brief  schrabe  und  machet.  Daz  dez  war  und 
state  blibe,  dar  umbe  han  ich  der  vorgescriben  Küne  und  die  burgare 
von  Rutelingen  unsere  insigele  ze  aim  urkunde  an  disen  brief  gehenket. 

ND:  Super  decimam  in  Fridingen. 

Ein  Dreiecks  Saus  braunem  Wachs.  Das  S stellt  ein  sprechendes  Wappen 
dar :  ein  Flügel  und  Schwanz  in  die  Höhe  streckender  Greif  steht  auf  drei  Felsen. 
U:  f  S.  C  .  ONONIS  •  DE  •  GBIFINSTAIN.  Ein  zweites  S  ist  verloren. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


a)  Für  te  eine  Lücke. 


1298. 


38 


134 .  1293.  Ain  Lateinischer  Ubergabbrief  darinn  Abbtissin 

und  Convent  der  Holtenow  Guet  zue  Waldthausen  dem  Closter  zu 
Mengen  verschenckht.  Anno  1293. 

RL  Heiligkreuztal ,  Fol.  13 lr,  Nr.  18,  Titel:  Bestandtsbrieff. 

5  135.  1293.  31.  Januar.  Berthold  Bartholome  von  Mark¬ 

dorf  verkauft  an  Heiligkreuztal  Besitzungen  zu  Wiggen- 
w  eil  er  um  5  x/2  &  Konstanz  er. 

In  gottes  namen  amen.  Wan  menshlich  sin  blöde  und  cranc 
ist  und  die  lute  dike  ||  und  er  ain  ander  vergessint,  daz  si  mit  ain 
10  ander  ze  tunne  hänt,  so  leret  daz  diu  rechte  ||  wishait,  swaz  si  mit  ain 
ander  werbint  und  ge  dingint,  daz  man  daz  mit  brieven  ||  und  mit 
geziugen  ordenlich  und  wol  behalt i,  daz  dekain  künftich  criech  dar 
nach  gangi.  Und  dar  umbe  so  sont  alle  die  wissen  die  disen  brief 
sehen  alder  hör  in  lesen ,  daz  ich  Berchtolt  Bartholome  von  March- 
15  dorf  han  gegeben  mit  Güton  miner  wirtin  willen  und  Hainrichz 
minez  sunz  und  minez  herren  herren  Cünratz  willen  von  Marchdorf, 
bruder  Hainrich  Blaessinges  frowon  den  frowon  von  dez  Hailigen 
Crüzes  Tal  in  lemer  algenlich  ze  henne  swaz  ich  ze  Wigginwiller 
enhalp  dem  rieth  hette  acher  und  holz  ane  wisan  umbe  sechzthalp 
20  phunt  phenninge  Costenzer  münse  und  han  den  selben  frowon  ge¬ 
geben  ze  dem  selben  gut  ainen  wege  über  min  gut  ze  rehten  cziten 
alz  sitte  und  gewonlich  ist  ze  alm  iegelichem  güte.  Dez  ist  geziuge: 

her  Cünrat  von  Vizzenwiller  ain  priester,  Ulrich  von  Ber¬ 
matingen,  Claus  von  Bunkoven,  C ünrat  der  Renneier,  Berchtolt  der 
25  Tarant,  Hainrich  sin  bruder.  Und  dar  über  so  häth  min  herre  her 
Cünrat  von  Marchdorf  sinen  insigel  ze  atnem  urkünde  gehenket  an 
disen  brief. 

Daz  gesliach  do  man  czalt  von  gottez  gebtirtlichem  tage  zwelf 
hundert  jar  und  triu  und  niunzich  jar  an  dem  naechsten  samztage 
30  vor  der  Liechtmisse. 

ND :  De  Marcbdorf  •  urab  d[a]z  gut  ze  Wiggenwiler  ennent  dem  riet. 

Ein  RundS  aus  braunem  Wachs;  das  S  Bild  zeigt  ein  Mühlrad  mit 
sieben  Schaufeln.  U:  f  S.  CVNRADI  •  DE  •  M  • .  ETORF. 

136.  1293.  15.  Februar.  Konrad  Hirlicli  setzt  seiner 

85  Wirtin  um  10  m.  s.  alle  seine  Acker  in  Hun  der  sin  gen 

zum  Pfände. 

Wir  grave  C.  und  grave  E.  gebruder  von  Landöwe  tun  kirnt 
an\disem  brtce,  das  Cünrat  Hirlich  gesezzet  hat  siner  wirtinne  || 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  3 


34 


1293. 


Engelburge  umbe  zehen  marke  silbers  alle  die  aekker  die  er  ||  köfte 
umbe  H.  von  Hundersingen  mit  unser  hant,  wan  sie  von  uns  sin 
lehen  sint  —  und  yorden  öch  gekofet  mit  ir  silber,  dar  umbe  ir 
gut  ze  Fulgenstat  geben  wart.  Daz  sach  und  horte:  unser 

öliaim  Anshain  der  alte  von  Justingen  unde  lierre  C.  von  Talhain,  5 
Ortolf  von  Bwenburch,  H.  von  Bwenburch  sines  brüder  sun,  Ül.  der 
Hergeselle,  Reinlier  von  Zwiveltun,  Rüd.  von  Grüningen,  Wernher 
von  Zwarzenbach,  H.  von  Hundersingen.  Das  dis  alles  stete  helibe 
und  das  es  nlman  wider  sprechen  noch  bekrenken  muge ,  dar  umbe 
gaben  wir  des  vor  genanten  Hirliches  wirtinne  disen  brief  gevestent  10 
mit  unserem  insigel  an  dem  wissen  sunnentage  in  dem  jare , 

do  von  gottes  gebürte  ivaren  tusent  zway  hundert  ninzik  und  dri  jar. 

ND:  Uber  Hirlich  gut. 

Das  Bund  S  der  Grafen  von  Landau ,  drei  übereinander  gelagerte  Hirsch¬ 
stangen  mit  je  vier  Enden.  U:  •  •  BERHARDI  •  DE  •  LANDOWE  •  COMITIS.  15 


137 .  1293.  1.  Mai.  Heiligkreuztal  kauft  von  Berthold 

Bartholome  von  Markdorf  Güter  um  9  2  s. 

In  gottes  namem  amen.  Wan  mentshlich  sin  blöde  und  cranch 
ist  und  die  lute  dike  vergessent,  daz  si  ||  mit  am  ander  zu  tünne 
hant,  und  dar  umbe  so  leret  daz  diu  rechte  wishait,  swaz  si  mit  ain  20 
ander  werbint  ||  und  gedingint,  daz  man  daz  mit  brieven  und,  mit 
geziugen  ordenlich  und  wol  behalti ,  daz  dekain  künphtige  ||  criech 
dar  nach  gangi.  Und  dar  umbe  so  sont  alle  die  wissen,  die  disen  brief 
lesent  older  hörent  lesen,  daz  ich  Berchtolt  Bartholome  von  March¬ 
dorf  hän  gegeben  der  aptissin  und  dem  convent  von  dez  Hailigen  25 
Crüzez  Tal  ze  koffen  ain  wise  der  ist  drier  manne  mat  diu  da 
höret  gen  Einhusen,  und  süben  juchart  acherz  die  stössent  an  die 
selbun  wise  und  am  hofstat  ze  Wiggenwillser  ussan  an  dem  dorf, 
umbe  nlun  phunt  und  zwen  shillinge  phenninge  Costenzaer  nnmse 
der  ich  von  in  bin  gewert.  Und  hat  Güte  min  wirtin  und  Hainrich  3C 
min  sun  daz  selbe  gut  willeclich  und  unbetwngenlich  uf  gegeben  und 
alle  ansprach  in  der  vor  genenton  aptissin  und  dez  conventez  gewalt. 
Und  dar  umbe  daz  dechaln  irsaeli  alder  kriech  dar  umbe  werdi, 
so  han  ich  der  vor  genent  Berchtolt  der  vor  genenton  äptissinon  und 
irm  convenf !]  disen  brief  gegeben  gevestent  und  gezcalchent  mit  3( 
minez  herren  insigel  dez  hern  Cünratz  von  Marchdorf  der  dez  selben 
gütez  tragaer  waz.  Diz  kojfez  und  dierre  geshicht  dez  ist  geziuch:  I 

der  her  Cnnrat  von  Vizzenwiller  ain  priester,  Jacob  von  Ber-  I 


1293—1294. 


85 


matingen,  Ülrich  von  Bermatingen,  Nycolaus  von  Bunkoven,  Cünrade 
der  amman,  Hainrich  der  Keller  der  junger,  Hainricli  der  Ehinger, 
Berclitolt  der  Renneier  und  ander  litte  genüge ,  die  daz  sahent  und  hortont. 

Diz  geshach  do  man  zcalt  von  gettez  (!)  gebürtlichem  tage  tusent 
5  jär  und  zwai  hundert  jar  und  niunzich  jar  und  triu  jar  an  sancte 
Walpurge  tage. 

NB:  Uber  die  wise  von  Bartholomei  von  Marchtorf. 

Ein  BundS  des  Konrad  von  Markdorf  aus  Wachs,  halb  verloren;  cfr. 
Nr.  134. 

10  ISS.  1293.  10.  Juni.  Konstanz.  Einigung  auf  einen 

Vergleich  in  einer  Erbschaftssach e  zwischen  Heilig¬ 
kreuztal  und  H.  genannt  Bonce. 

Ahbatissa  et  conventus  monasterii  in  Valle  Sancte  Crucis  ordinis 
Cistercicnsis  omnibus  presen  tium  inspectoribus  notitiam  subscriptorum  || 
15  et  orationes  in  domino  sempiternas.  Noverint  universi ,  quod  nos  in 
causa  quam  nobis  movet  H.  dictus  Boncea)  pro  hereditate  ||  quondam 
patris  sui  seu  relictis  in  viros  providos  et  discretos  conpromisimus 
versus  dominum  plebanum  ecclesie  sancti  Stephani  Constantiensis  || 
et  magistrum  H.  dictum  Phefferhart  canfonicum]  ecclesie  in  Furen- 
20  dowe  magistrum  Ebernandum  advocatum  curie  Constantiensis  et 
magistrum  Walterum  dictum  Cloker  rectorem  ecclesie  in  Wuppenowe 
ita  videlicet,  ut  quicquid  predicti  vel  maior  pars  ipsorum  ordina- 
verint  de  iureb)  in  premissis,  quod  ea  rata  et  grata  habeamus  in- 
specto  iure  partium  utrarumque.  In  quorum  testimonium  et  in- 
25  violabilem  observationem  omnium  predictorum  presen ti  cedule  sigil- 
lum  nostrum  duximus  presentibus  appendendum. 

Datum  Constantie  anno  domini  MCCXXXXI1I,  1III  idus  iunii 
indictione  VI. 

Eine  (nicht  hieher gehör  ende  ?)  NB  von  jüngerer  Hand :  Andelfingen,  Ens- 
30  lingen,  Hundersingen. 

Ein  S  scheint  nie  vorhanden  gewesen  zu  sein. 

a)  Vielleicht  auch  Bonte  zu  lesen.  —  b)  de  iure  übergeschrieben. 

139.  1294.  Ain  Lateinischer  Kaufbrief  von  Wetzet  von 

Andel  fingen,  darinn  er  dem  Holtzwartten  zue  Ried  lingen  11  Manss- 
35  madt  Wisen  ander  Waldthausen  verkhaufft  mit  beiuilligung  Ainer 
Fraio  Abbtissin  Alss  der  Aigenthumbsfraiv.  Anno  1294. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  122 v,  Nr.  19,  Titel:  Kauffbrieff. 


36 


1294. 


140.  1294.  W ilbrief  von  Graf  Eberhar dt en  zue  Württemberg, 
darinn  er  Hainrieh  Bossen  zugelassen  sein  Guet  zue  Daugendorff 
dem  Gottshauss  zu  ubergeben.  Anno  1294. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  169 r,  Titel:  Willbrieff. 

141.  1294.  12.  M  ä  r  z.  Heiligkreuztal  kauftvon  Hermann 
Vinke  von  Wendlingen  ein  Gut  um  24  U  Kon  stanz  er. 

In  gottes  namen  amen.  Wan  mentshlich  sin  blöde  und  crancli  ist 
und  die  lüte  dike  under  am  ander  vergessent,  daz  siü  mit  ain  ||  ander  ze 
tünne  hdnt,  so  leret  daz  diu  rechte  wizhait ,  swaz  siu  mit  ain  ander  werbint 
und  gedingent,  daz  man  daz  mit  brie\\ven  und  mit  gezciugen  ordenlich 
und  wol  behalte,  daz  dekain  künphtich  criech  dar  nach  gangi.  Und 
dar  umbe  so  sont  alle  ||  die  wissen  die  disen  brief  sehen  t  alder  hör  ent 
lesen,  daz  icli  Herman  Yinke  von  Wengelingen  hän  gegeben  der 
äptissinon  und  dem  convent  von  dez  Halligen  Crüzez  Tal  ze  koffen 
min  gut  ze  Lsempherzwiller,  daz  ich  bette  ze  lehen  von  minen 
herron  den  Shenchon  von  Winterstetten,  und  swaz  dar  zu  höret  in 
holz  alder  in  velde  alder  in  wasen  alder  in  zwi  alder  swa  siü  ez 
ervorsliont  da  ez  noch  unervorshot  ist  und  lüte  und  gftt  daz  dar  zu  höret, 
umbe  vier  und  zwainzcich  phunt  phenninge  Costenzer  munse  der 
ich  von  in  gewert  bin.  Und  han  ich  der  vor  genente  Herman  der 
vor  genenten  äptissinon  und  dem  convent  daz  vor  genente  gut  ge- 
vertegot  mit  der  lehenherron  hant  und  mit  ir  willen,  also  daz  die  selben 
lehenherren,  daz  ist  Shench  Hainrich  und  Shench  Cünrat  und  Shencli 
Herman  die  gebruder  von  Winterstetten,  hant  gegeben  ledeklich  mit 
allem  rechte  ir  aigen  dez  vor  genenten  gutez  in  der  vor  genenten 
frowon  hant.  Und  bin  ich  der  vor  genente  Herman  und  miniü  kint 
und  alle  mine  erben  dez  vor  genenten  gutez  wer  mit  allem  rechte  vor 
künge  und  vor  kalser  und  an  allen  den  stetten  da  siu  ez  bedurfent. 
Diz  koffez  und  dierre  geshicht  so  ist  geziuch:  der(!)  Hainrich  der 

kamerer  der  liutpriester  von  Roggenbürron ,  bruder  Herman  Yinke, 
Alber  von  Birperch,  Jacob  von  Bermatingen,  Berclulolt  der  amman 
von  Marchdorf,  Cünrade  der  amman,  Hainrich  der  Müller  von  Ravens- 
purch,  Herman  der  Smit,  Cünrat  der  Smit  und  Rudolf  der  Smit, 
Cünrat  der  Renneier,  Cünrad  Ernst  von  Phullendorf,  Cünrad  Raeme 
und  ander  lüte  genüge  die  daz  sahent  und  hortent .  Und  dar  über 
so  hant  die  vor  genenten  lehen  herren  iegelicher  sunderlich  sin  in¬ 
sigel,  her  Hainrich  und  herre  Cünrat  und  her  Herman  die  Shenchen 
gebrüder  von  Winterstetten,  gehenchet  ze  ainem  rechten  urkünde  und 
ze  atner  vestenunge  für  allen  criech  an  disen  brief. 


5 

io 

15 

20 

25 

30 

35 


1294. 


37 


Diz  geshach  do  man  zcalt  von  gottes  gebürtlichem  tage  zwelf 
hundert  jar  und  vier  und  nlunzich  jar  an  sancte  Gregorien  tage. 

ND:  Super  bona  in  Mardorf  —  von  jüngerer  Hand :  ze  Lamprechtzwiler. 

Von  drei  S  sind  noch  zwei  vorhanden  (2,  3).  Rund  S  aus  braunem 
5  Wachs  —  1  ist  weg  gerissen.  Sie  sind  beide  sehr  schadhaft.  Beider  Bilder 
sind  fast  gleich:  im  rechtsgeneigten  Breieckschild  ein  H -förmig  er  Doppelhaken. 
Auf  dem  linken  Eck  von  Nr.  2  ist  ein  mit  2  Sehschlitzen  versehener  Helm , 
darauf  ein  Menschenkopf  mit  zwei  Hörnern ,  die  aussen  je  mit  Pfauenfedern  be¬ 
steckt  sind.  In  der  Mitte  der  beiden  Hörner  zwei  wagrechte  Stäbe  mit  Linden- 
10  blättern  behängt.  —  Bei  dem  andern  S  ist  der  Schild  ebenfalls  rechts  geneigt. 
Der  Helm  auf  der  linken  Ecke  zeigt  einen  Sehspalt.  Helmzier  ein  starkes ,  rück¬ 
wärts  gebogenes  Horn ,  besteckt  mit  drei  kleinen  dreieckigen  Köchern,  worin 
je  drei  Federn.  Die  ganze  SEläche  ist  damasziert.  U  auf  dem  einen  S: 
•  •  •  NRA  •  •  •  TE  •  •  •,  auf  dem  andern :  f  •  •  •  SMALNEGGE  * 

15  142.  Zwischen  1293.  25.  Dezember  und  1294.  24.  Sep¬ 
tember.  Bischof  Bonifaz  von  Bosa  erteilt  dem  Kloster 
Heiligkreuztal  einen  Ablass. 

Bonitate  divina  frater  Bonifacius  Bosoniensis  der  gratia  episcopus 
fratrum  Heremitarum  ordinis  sancti  Augustini  vicem  gerens  domini 
20  H[enrici]  dei  gratia  Constantiensis  episcopi  ||  Christi  ßdelibus  universis 
presencia  visuris  seu  audituris  salutem  in  domino  salutarem.  Loca 
sanctorum  pia  devocione  debite  sunt  veneranda,  ut,  ||  dum  dei  veneramur 
amicos,  ipsi  nos  deo  reddant  amabiliores  et  quod  nostris  non  valemus 
meritis  eorum  patrociniis  assequamur.  Cupientes  igitur  ||  nt  mona- 
25  sterium  reverandarum  in  Christo  dominarum  in  Valle  Sancte  Crucis 
ordinis  Zisterziensis  condignis  sollempniis  honoretur,  omnibus  corde 
contritis  et  ore  confessis  et  manum  adiutrice[m]  porrigentibus  et  qui 
eundem  locum  in  dedicacione  et  in  quattuor  festivitatibus  gloriose 
virginis  Marie  ibidem  patrocinantis  et  per  octavas  earundem  causa 
30  devocionis  frequentaverint,  auctoritate  omnipotentis  dei  et  beatorum 
Petri  et  Pauli  apostolorum  eorum  meritis  contisi  XL  dies  criminalium 
et  C  dies  venialium  nec  non  dominabus  in  missa,  vespera  et  ma- 
tutinis  locum  oratorii  pie  visitantibus  infirmis  ministrantibus  propter 
obedienciam  egredientibus  de  iniunctis  sibi  penitentiis  dummodo 
35  consensus  diocesani  affuerit,  cottidie  X  dies  in  domino  relaxamus. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXIII1  indictione  VII. 

ND:  De  indulgentiis ,  von  jüngerer  Hand:  in  festo  dedicationis. 

Das  OvalS  aus  grünlichem  Wachs  zeigt  eine  aufrecht  stehende  Figur  eines 
Kirchenfürsten  en  face,  die  in  der  Linken  den  Hirtenstab  hält.  U:  S.  ERIS  • 
40  BONIFACI  •  BOSONIENSIS  •  EPI. 


38 


1294. 


143.  1294.  24.  Juni.  Ulrich  und  Heinrich  von  Baum¬ 

burg  geben  ein  Gut  in  Binzwangen  an  Heiligkreuztal. 
Für  das  Geld  sollen  in  der  Klosterkirche  die  Lichter 
vermehrt  werden. 

Omnibus  presencium  inspectoribus  ac  auditoribus  cid  quos  pre-  5 
sentes  pervenerint  nos  Cunradus  et  Eberhardus  ||  comites  de  Landöwe 
fratres  salutem  cum  noticia  subscriptorum.  Noscant  igitur  singuli 
et  universi  presencium  intellectores,  ||  quod  Ülricus  et  Hainricus  et  sui 
fratres  dicti  de  Buwenburk  in  nostra  constituti  presencia  quoddam 
bonum  situm  ||  in  Binswangen  cum  omnibus  suis  attinentiis,  quod  .  .  .  io 
dictus  Stubdistel  quandoque  coluit  ac  quod  dicti  fratres  proprietatis 
titulo  possidebant,  nostro  accedente  consensu  et  voluntate  bona  tradi- 
derunt  et  dederunt  in  eclesiam  Binswangen.  Per  peccuniam  autem 
de  dicto  bono  tradendam  luminaria  in  ara  eiusdem  sunt  eclesie  auc- 
mentanda.  In  testimonium  ergo  predictorum  competens  presentes  15 
roboravimus  nostrorum  munimine  sigillorum. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCLXXXX  quarto,  die  sancti 
Johannis  Baptiste. 

ND  von  später  Hand :  Super  quoddam  predium  in  Binswangen  quod  per- 
tinet  lumini  ecclesie  in  Binswangen.  20 

Zwei  S  fehlen. 

144. *)  Aines  Jarzeits  auch  eines  Liechts  uff  die  vier  Hoch¬ 
zeitlichen  Fesst  unser  Frawen  und  unser  s  Herr  ns  zue  Vesper  und 
Mettinzeiten. 

BL  HeiligJcreuztal ,  Fol.  8r  Nr.  11,  Titel:  Stiftungen  dess  Gottshauss  25 
Hailigcreützthal. 

*)  Dieses  Stück  möge  hier  eingereiht  sein ,  weil  darin  auch  von  einer 
Stiftung  von  Lichtern  die  Bede  ist. 

145.  1294.  20.  Dezember.  Heinrich  von  Gun  d  elfin  gen 

schenkt  Heuzehnten  in  Witten  riet  an  Heiligkreuztal.  30 

Notum  sit  omnibus  presencium  inspectoribus  ac  auditoribus  tarn 
presentibus  ||  quam  futuris  quos  nosce  fuerit  oportunum ,  quod  ego 
Hänricus  de  ||  Gundelvingen  ultroneus  sanus  et  incolomis  provida 
deliberacione  ||  habita  dedi  donavi  dedisse  et  donasse  me  presentibus 
confiteor  pro  me  meisque  heredibus  et  successoribus  decimaciones  35 
feni  bonorum  relicte  dicte  de  Grecingen  sitas  in  Wittenriet  spec- 
tantes  iure  proprio  ad  me  meosque  heredes  obice  dubii  repulso  cum 
omni  iure  et  proprietate,  quod  et  quam  ego  vel  mei  heredes  in  ipsis 


I 


1295.  39 

habuimus  vel  habere  potuimus  iam  vel  in  posterum  modo  quoqno, 
super  altare  monasterii  in  Yalle  Sancte  Crucis  presencium  per 
tenorem.  In  cuius  rei  robur  plenius  presentem  cartam  mei  sigilli 
munimine  conmunivi. 

5  Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCLXXXXIIII  in  vigilia  sancti 
Thome  apostoli. 

ND  :  Super  decimam  feni  in  Wittenriet. 

Ein  dreieckiges  S  aus  braunem  Wachs.  Das  S  zeigt  einen  nach  rechts  an¬ 
steigenden  Hirsch.  U:  f  S.  HAINBICI  •  MILITIS  •  DE  •  GYNDOLYINGEN. 


10  146.  1295.  Ain  Lateinischer  Kaufbrief,  darinn  Werner  von 

Egelfingen,  sein  Haussfraw  und  Sohn  Ansshelmo  Beuran  von  Beuren, 
Burger  zue  Mengen  alle  seine  Aigenthumbliche  Güeter ,  Recht  und 
Gerechtigkhait  zue  Beuren  gelegen  verkhaufft.  Anno  1295. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  148 r,  Nr.  3 ,  Titel:  Spruch,  Vertrag,  Kauft,  Uber- 
15  gab,  Revers  und  Uhrphet. 


147.  1295.  31.  März.  Eberhard  von  Jungingen  schenkt 

all  seine  Güter  in  Andelfingen  an  Heiligkreuztal. 

In  gotes  namen  amen.  Allen  den  die  disen  briefh  an  sehent, 
lesent  older  hör  ent  lesen ,  die  ||  siun  ivizzen ,  daz  ich  Eberhart  der 
20  riter  von  Jungingin  alles  daz  segen  daz  ich  het  in  dem  ||  dorfhe 
da  zi  Andelwigin  gegeben  han  den  vröun  unde  dem  closter  zi  Hai- 
ligin  Crucis  Tail  ||  mit  allem  dem  rehte ,  als  is  und  min  wordern 
her  brahte  haben  ich  und  miniu  kint.  Und  swa  daz  closter  käme 
arbaten  hirumbe  an  gate,  dez  sol  ich  und  Burcarth  min  sun  der 
25  kirichherre  unde  Burcarth  min  sun  der  laige  und  dar  nach  alle  min 
sun  dem  vor  ginanten  closter  rihten,  wan  Bur.  min  sun  der  kirih- 
herre  und  Burcarth  min  sun  der  laige  die  sun  inen  immer  retlie 
wern  sin. 

TJnd  gihsach  daz  an  dem  guten  dunrstmg,  do  von  gotes  giburte 
30  waren  tüsent  und  ziwie  hundertt  und  wifiu  und  nüizzeg  jar.  Und 
daz  diz  dinch  state  und  veste  bilibe,  so  henge  ich  herre  Eberhart 
von  Jungingin  min  insigil  an  disen  briefh  und  Bur.  min  sun  der 
kirihherre  der  git  och  sin  insigil  dran,  wan  er  sin  bisediu  geziuge 
und  ver  sol  sin.  Diz  dinges  sint  och  gezige :  herre  Siwirtt  unser 

35  capelan  und  herre  Cünrat  der  luprister  von  Andelwigin  und  herre 
Hanr.  der  Bahriter  von  Kancä  und  Cünrat  von  Enslingen  und  Lfiphe 


40 


1295. 


sin  burder(!)  und  Hanr.  der  Swertwhrbe  und  Walter  Sturcel  und 
Eberli  von  Altinen  der  Kellnser  und  Cünrat  der  Aihern  und  ander 
biderbie  lute  ginugi. 

ND :  Super  Andelwingen  —  von  späterer  Hand  über  die  aigenschaft 
von  den  von  Jungingen. 

Von  zwei  S  ist  das  erste  ein  dreieckiges,  das  zweite  ein  rundes  S,  beide 
aus  braunem  Wachs.  Beide  zeigen  das  Wappen  der  Herren  von  Jungingen,  die 
offene  Schneiderschere.  U  des  einen:  f  SIGILL  •  •  •  EBERHARDI  •  MIL  •  DE  • 
IVNGINGEN.  —  U  des  andern :  f  S.  BVRCHARDI  •  DE  •  IVN  •  •  INGEN. 

148.  1295.  22.  April.  Die  Grafen  K.  und  E.  von  Landau 
geben  eine  Wiese  an  Heilig kreuztal.  Für  das  Geld  soll 

im  Kloster  die  Kost  gemehrt  werden. 

Notum  sit  Omnibus  presentium  inspectoribus  ac  auditoribus  tarn 
presentibus  quam  futuris  quos  nosce  \\fuerit  oportunum,  quod  nos  Cün- 
radus  et  Eberhardus  fratres  comites  de  Landöwe  unanimi  consilio  || 
ac  provida  deliberacione  habita  dedimus  tradidimus,  dedisse  et  tradi- 
disse  nos  presentibus  confitemur  omne  ius  ||  et  proprietatem,  quod  et 
quam  nos  vel  nostri  heredes  habuimus  vel  in  posterum  habere  poteri- 
mus  in  prado  quod  dictus  .  .  .  Fraider  quandoque  coluit  et  possedit 
ac  quod  Ulricus  et  Hainricus  et  sui  fratres  dicti  de  Buwenburk  iure 
feudi  retinebant  a  nobis  et  possidebant,  honorandis  in  Christo  domi- 
nabus  divino  nutu  .  .  .  abatisse  et  conventui  in  Yalle  Sancte  Crucis 
monasterii  ordinis  Cysterciensis.  Que  donatio  et  tradicio  ad  peticio- 
nem  predictorum  fratrum  Ulrici  et  Hainrici  nee  non.  pro  Salute 
anime  nostre  facta  est  ad  monasterium  prenotatum.  Per  peccuniam 
autem  de  dicto  prato  tradendam  dictis  dominabus  annuatim  sunt 
fercula  augmentanda.  In  testimonium  autem  premissorum  sufficiens 
presentes  roboravimus  nostrorum  munimine  sigillorum. 

Acta  sunt  anno  domini  millesimo  CCLXXXXY  in  vigilia  sancti 
Georii  martiris. 

ND:  Super  pratam (!) dictorum  fratrum  Wlrici  et  Hainrici  de  Buwmburk. 

Zwei  JRundS,  das  eine  aus  hellbraunem,  das  andere  aus  dunkelbraunem 
Wachs.  Beide  haben  das  Wappen  der  Grüningtr,  je  drei  Hirschstangen  mit 
je  vier  Enden.  U  des  einen:  •  •  •  COMITIS  •  DE  •  GRVNINGEN  •  —  U  des  zweiten: 
f  S.  EBEKHARDI  •  DE  •  •  •  CVRIEN  •  •  d.  h.  canonici  Curiensis. 

149.  1295.  11.  November.  Graf  Heinrich  von  Y  e  r  i  n  g  e n 

schenkt  eine  Wiese  an  Heiligkreuztal. 

N overint  tarn  presentes  quam  poster i,  quos  nosce  fuerit  opor- 
tunum,  quod  ego  comes  Hanricus  de  ||  Veringin  pratum  situm  in 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1295. 


41 


Wülflingserwinchel  ad  unius  mans  mat,  quod  iure  feo||dali  Grezel- 
brunne  possederat,  iure  vero  proprio  ad  me  meosque  heredes  per- 
tinere  dicebatur ,  ||  dedi  donavi  et  dedisse  me  profiteor  conventui 
monialium  Vallis  Sancte  Crucis  ordinis  Cysterciensis  cum  omni  iure 
5  et  proprietate  quod  nunc  habuimus  vel  in  posterum  habere  potueri- 
mus.  Et  ut  hec  acta  firma  et  fixa  permaneant,  kartam  cum  nostro 
sigillo  (!)  munimine  roboramus. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCLXXXXV  in  festo  sancti  Martini. 

MVGAH  IV,  11. 

7  .  i 

10  ND :  Super  pratum  Grecelbrunne —  in  Wlflingen. 

Die  Schnitte  für  die  Pressein  sind  vorhanden.  Das  Pergament  scheint  zuerst 
zur  Anfertigung  eines  teilweisen  Konzeptes  oder  einer  missratenen  Peinschrift 
benutzt  ivorden  zu  sein,  denn  es  ist  auf  der  gleichen  Seite  von  dem  andern  Ende 
mit  einem  Teile  des  vorliegenden  Textes  beschrieben,  von  Ye||ringen  bis  dedi  ||  donavi. 

15  150 .  1295.  15.  November.  Heiligkr euztal  kauft  eine 

Mühle  und  Güter  in  Herbertingen  um  16  U  5  s.  Kon¬ 
st  an  z  er  von  Heinrich  dem  Bach  ritt  er. 

Notum  sit  omnibus  presentium  inspectoribus  ac  auditoribus  tarn 
presen  tibus  quam  futuris  ||  quos  nosce  fuerit  opoftunum ,  quod 
20  venerabiles  in  Christo  Agfnes]  abbatissa  et  conventus  Vallis  Sancte 
Crucis  ||  ac  per  eas  idem  monasterium  a  nobili  viro  Hanrico 
dicto  Bachritter  emerunt  ||  molendinum  situm  in  Herbrehtingen 
in  medio  ville  illius  cum  tribus  agris  et  aliis  intus  et  extra  ad 
ipsum  pertinentibus  pro  XVI  libris  et  V  solidis  monete  Constantiensis. 
25  Un[de]  ego  Hanricus  comes  de  Veringen  provida  deliberatione  donavi 
et  tradidisse  me  presentibus  profiteor  omne  ius  et  proprietatem, 
quod  et  quam  ego  et  mei  heredes  habuimus  vel  in  posterum  habere 
poterimus  ad  iam  dictum  molendinum  quod  dictus  miles  iure  feodali 
a  me  retinebat  et  possidebat.  prefato  monasterio  Vallis  Sancte  Crucis 
30  ordinis  Zisterziensis  ad  plenam  libertatem  perpetuo  possidendas. 

Acta  sunt  hec  apud  claustrum  Vallis  Sancte  Crucis  anno  do- 
mini  MCCLXXXXV,  XVII.  kal.  decembri  (!)  subnotatis  testibus  et 
rogatis  videlicet:  Ulrico  plebano  in  Binzwangin,  Sifrido  cap- 

pellano  monialium,  Jo.  et  Petro  militibus  de  Hornstain,  Hanrico  no- 
35  bili  de  Grezzingin,  fratritms  Rüdolfo  cerdone,  Burchardo  pistore  et 
aliis  quam  pluribus  probis  et  honestis.  Ut  autem  hec  omnia  maius 
robur  obtineant  firmitatis ,  ego  supra  dictus  Hanricus  comes  hanc 
paginam  exinde  conscribi  iussi  et  sigilli  mei  appensione  firmiter 
roborari.  Ego  vero  Hanr.  dictus  Bachritter  premissa  omnia  profiteor 
40  esse  vera  et  per  me  esse  facta. 


42 


1296. 


Reg. :  MVGAH  IV,  11. 

NR:  Super  molendinuru  in  Herbrehtingin. 

Ras  eingehängte  Rund  S  des  Grafen  Heinrich  von  Veringen  aus  schwarzem 
Wachs  zeigt  das  Wappen  der  Veringer  (die  Figur  links  kniet).  U:  •  •  •  •  MITIS  • 
HAINEIC  •  •  DE  •  NOUO  •  VERI  •  •  • 

151.  1296.  12.  März.  Heiligkreuztal  verkauft  an  Hein¬ 
rich  von  Beizkofen  ein  Gütlein  zu  Hundersingen. 

ln  gottes  namen  amen.  Allen  den  die  disen  brif  lesent  older 
lior ent  lesen, ||  den  handln  wir  s wester  Adilhait  von  Bonlanden  abbe- 
tissenne  ze  Hailigen  Cruz  ||  Tal  und  der  covent,  daz  wir  habin  geben 
ze  koffen  Hainrfichen]  von  Buzekofen  ||  daz  Bonne  gütli  ze  Hundersin 
bi  der  brugge,  da  Hainr.  der  Wischer  uf  sizzet,  umbe  dru  phunt 
Costenzer  phenige.  Da  höret  in  zwo  juchart  akers,  die  ligent  vor 
der  brugge,  und  zwo  ufen  owe,  und  zwai  lender  an  den  espan 
daz  ist  ain  juchart,  und  aineiw  bi  der  secho  hus,  und  ain  wise  vleke 
lit  der  bi.  Dis  sol  er  nezzen  und  sin  wirten  die  wile  sie  baideiw 
lebent.  Und  swene  siw  nit  en  sint,  so  sol  es  Albreht  ir  sun  nezzen 
die  wile  er  lept  und  sol  uns  jargeliches  ze  sant  Micheles  rais  fünf 
schillige  Costenzer  der  von  ze  zinse  gen.  Und  swenne  der  nit  en  ist, 
so  sol  es  wider  an  uns  vallen  und  sun  es  nezzen  mit  allem  reht. 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  gotes  gehurt  tusent  jar  und 
wiero  minre  dene  dru  hundert  jar  an  sant  Gregoren  tage.  Des  ist 
gezuch:  Albreht  der  Zürne  von  Hudersingen  und  Wernher  der 

Mager  von  Binswan  und  bruder  Burcart  der  kofnian.  Da  zu  lienkin 
wir  unsern  insigel  an  disen  bref  ze  ainem  urkunde  der  warhait. 

NR  von  späterer  Hand:  über  ain  gütli  ze  Hundersingen  ain  libding. 

Ein  S  ist  abgerissen. 

152.  1296.  28.  Juni.  Eberhard  von  Jungingen  schenkt 
all  seine  Güter  in  opido  Gösers h uzen  an  Burkhard  von 

Liebenstein. 

Ea  que  aguntur  in  tempore  ne  simul  labantur  cum  tempore 
solent  scriptis  et  testimoniis  hominum  perhennari.  Noverint  igitur 
singuli  et  universi  quos  nosce  fuerit  oportunum ,  ||  quod  nos  Eberhardus 
de  Jungingen  miles  inspectis  diversis  setviciis  hactenus  nobis  ex- 
hibitis  et  ulterius  exhibendis  a  Burcardo  ||  de  Liebenstain  contulimus  et 
presentibus  contulisse  confitemur  eidem  Burcardo  de  Libenstain  omnia 
bona  in  opido  Gosershuzen  iure  proprietario  habenda  et  possidenda  |] 
et  quicquid  eidem  Burcardo  et  suis  heredibus  in  perpetuum  de  pre- 
dictis  bonis  placuerit  faciendum,  que  predicta  in  Gosershuzen  etiam 


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bona  a  nobis  hactenus  iure  possedit  pheodali.  Huic  donocioni 
presencialiter  interfuerant  testes:  comes  Hermannus  de  Sulz, 

comes  Hainricus  de  Yeringen  milites,  comes  Wolfradus  et  comes 
Manegoldus  canonfici]  Curien[ses],  Burcardus  de  Jungingen  noster 
B  filius  rector  ecclesie  in  Inaringen  de  cuius  consensu  predicta  sunt 
finaliter  ordinata,  Cunradus  de  Enselingen  et  Hartmannus  filius  suus 
cives  in  Rudelingen.  Nos  vero  testes  prescripti  omnia  prehabita 
eonfitemur  penitus  sie  in  actum  processisse  et  ad  hec  nos  presentibus 
obligamus.  Nos  eciam  comes  Hainricus  de  Yeringen,  comes  Wolfradus 
10  et  comes  Manegoldus  testes  prelibati  ad  utriusque  partis  peticionem 
in  confirmationem  pretactorum  maiorem  sigilla  nostra  presentibus 
duximus  apponenda.  In  horum  autem  evidenciam  pleniorem  nos 
Eberhardus  in  robur  et  evidenciam  omnium  premissorum  sigillum 
nostrum  presentibus  est  appensum. 

15  Datum  anno  domini  MCCLXXXXYI  in  vigilia  Petri  apostoli. 

Reg.  MVGAH  IV ,  12. 

ND  von  jüngerer  Hand:  Super  bonis  in  Gossenzugen  und  das  letzte 
Wort  ist  später  korrigiert  in:  Gosserzhusen. 

Von  5  S  sind  noch  3  gut  erhalten  ( 2 ,  4,  5),  (im  Text  ist  bloss  von  4  S 
20  die  Rede),  lauter  RundS  aus  braunem  Wachs.  Alle  drei  zeigen  das  Wappen 
der  Veringer  mit  je  drei  Hirschstangen ,  nur  scheinen  die  Stangen  bei  2  und  5 
je  4 ,  4 ,  3  Enden  gehabt  zu  haben ,  während  4  deutlich  4,  4 ,  4  Enden  aufweist. 
U  bei  2:  f  S.  WOLEERADI  •  CAN  •  CURIEN.  U  bei  4:  f  S.  MANGOL  •  CO- 
MITIS  •  DE  •  VERENG  •  •  VR.  5  hat  wieder  das  grössere  S  mit  der  stehenden 
25  Eigur  und  dem  knieenden  Grafen  Heinrich  von  Neuveringen.  U :  f  S.  C  •  •  ITIS  • 
HAINRICI  •  DE  •  NOVO  •  YERING  •  •  Abbildungen:  MVGAH  III,  Siegelbilder 
6,  7,  8. 

153.  1297.  Markdorf.  Ulrich  von  Weiler  usw.  verkaufen 
einen  Eigenmann  an  H eiligkreuz tal. 

30  Allen  die  disen  brief  lesen  alder  hör  ent  lesen,  tuon  ivir  kunt 

ich  Ulrich  von  ||  Willer  und  Cünrat  von  Bitzenlioven  und  Ülrichs 
wirttin  von  Willer,  C.  Muter  von  Bitzenho||ven ,  das  wir  haubent 
gegeben  mütewillilich  und  an  aller  ansprach  unsern  aigen  man  || 
Rudolfin  min  er  frown  der  äbetissein  von  des  H&ligen  Crüzis  Tal  und 
35  allim  dem  conventi  umbe  zesthalbin  scillinch  pliening  Costenzer 
münze.  Und  wrzihen  uns  alles  rethis  an  im.  Und  die  gezuge  die 
dis  dinch  sachent  und  horten ,  das  ist:  Jacob  von  Bermintingen, 

II.  der  Ehinger,  C.  Gerinbercli,  H.  der  Witwnsun. 

Und  do  dis  dinch  bescah  ze  Marchdorf,  do  zalt  man  des  selben 
40  jares  von  unserens a)  herren  gebürt  tusen  jar  und  zewai  hundert  jar 


44 


1297. 


und  sibinu  und  nunzig  jar.  Dar  umbe  abir,  das  dierri  brlef  hab 
craft  und  nuzi  si  vur  alle  ansprach,  so  sigil  ich  Ulrich  von  Willer 
disen  brief  mit  minem  insigil  ubir  dis  dinch. 

ND:  Uber  Kudolfum. 

Von  dem  abhängenden  BundS  aus  grünlichem  Wachs  ist  nur  noch  ein 
kleinerer  Teil  vorhanden.  Im  Dreiecksschild  ein  geschachter  Schrägbalken. 
U:  •  •  •  YM  •  (?)  WLEIC  •  •  • 

a)  Das  letzte  s  von  imserns  ist  undeutlich  und  gehört  vielleicht  weg. 

154.  1297.  25.  April.  Munde rkingen.  Die  Tochter  des 
Burkhard  von  Dietershausen  wird  ins  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal  aufgenommen.  Dafür  machen  ihre  Eltern  eine 

Schenkung. 

In  gotes  namen  amen.  Allen  den  die  disen  hrefhe  an  sehent, 
lesent  older  ||  ohorent  lesen,  die  sün  wizzen ,  daz  diu  abbtissen  swester 
Agnes  und  ||  diu  samnuge  von  dez  Hailigin  Crucis  Tail  Burcharten 
von  Tidershüsen  ||  und  siner  wirten  Mathilt  ir  baider  kint  daz  Mazzili 
enphangen  hant  durh  got.  Dar  umbe  gent  sie  disen  for  ginaten 
frowün  uf  swaz  sie  da  liattun  ez  wäre  wih  alder  corne  ald  phennige 
alder  swaz  sie  da  hattun  zi  anem  almusen  und  zi  anem  selegirait. 
Da  i was  bi:  lierre  Anshain  von  Stain  der  amman  von  Mund- 

richingin  unde  der  Lagaer  und  Burchart  von  Hartelköhwen  unde 
maiger  Friderich  and  ander  biderbie  luit  ginüik.  Und  daz  daz  state 
und  sicher  bilibe,  so  henkeit  der  ammen  von  Mundrihingen  und  die 
burger  ir  insigil  an  disen  brefe. 

Und  gishach  daz  an  Sant  Marches  tage  zi  Mundrihingen  in 
der  stat,  do  man  von  gotes  giburte  zalt  tusent  und  zwi  hundert 
unde  nuizzig  jar  und  was  in  dem  sbiden  jar. 

ND :  Uber  daz  gut  Burchart  von  Dureshusen.  Oben  links  ist  eine  längere 
Bemerkung  durch  Radieren  unleserlich  gemacht. 

Das  IlundS  aus  braunem  Wachs  ist  über  halb  weggebrochen.  Das  Bild , 
der  Löwe ,  ist  kaum  mehr  sichtbar.  U:  f  S.  YNIYE  •  •  •  NDERIHING  •  •  • 

155.  1297.  23.  Juni.  Burkhard  von  Liebenstein  verkauft 
Kunz  den  Maurer  um  21^  U  5  s.  Konstanzer  an  Heiligkreuztal. 

In  gotes  namen.  amen.  Alle  den  die  disen  brefe  an  sehent, 
lesent  alder  ohorent  lesen,  die  ||  sunt  wizzen:  Burchart  von  Lieben- 
stain  hat  ein  kneth  der  waz  sin  agen  der  haisiet  ||  Cunze  der  Murser. 
Den  hat  er  dem  closter  geben  von  des  Hailigen  Crucis  Tail  durch 
got  in  j|  allem  dem  rrnhte,  als  er  in  gihebte  hat  und  sin  water  mangiu 


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1298. 


45 


jar  mit  siner  lieren  haut.  Dar  umbe  gaben  wir  im  drithal  phunt 
und  fun  silligen  Zostenzar  münsen.  Diz  sint  gezuge  über  clise  zache: 

her  Otto  von  Grüningen  und  her  Hanrich  dir  Bachriter,  Cün- 
rath  von  Enslingen,  Cünrath  der  Achern.  Daz  diz  sicher  und  stett 
5  belibe,  so  henchent  unser  heren  von  Yeringen  grawe  Hürich  und 
grawe  Mangdolth  und  grawe  Wolfrat  ir  insigel  an  disen  brife  ze 
aneim  urkunde. 

Diz  gischa  an  dem  sunne  tage  vor  sant  Johannes  tage  Batt- 
zisten  zi  sungihtin ,  do  man  zalhtei  von  gotes  gurthe  tuzent  zwei 
10  hunderth  und  nünzen  und  süben  jar. 

MVGAH  IV,  13. 

ND:  Umbe  Cunzen  den  Murar.  —  Umbe  den  Cunze  den  Murer. 

Von  drei  S  ist  das  erste  abgerissen.  Die  zwei  erhaltenen  sind  Hund  S  aus 
bräunlichem  Wachs.  Beide  zeigen  das  Wappen  der  Veringer.  U  des  einen : 
15  f  S.  MANGOL  •  •  •  COMITIS  •  DE  •  VERING  •  CAN  •  CVß  •  —  das  andere  ist  das  des 
Grafen  Wolfrad ,  cfr.  Nr.  148. 

156.  1298.  20.  Mai.  Die  Leutpfarrer  von  Saulgau,  Binz¬ 

wangen  und  A  n  d  e  1  f  i  n  g  e  n  bekommen  die  N  u  t  z  n  i  e  s  s  u  n  g 
etlicher  Güter  auf  Zeit  von  Heiligkreuztal  (um  15  m.  s.) 

20  JJniversis  Christi  fidelibus  ad  quos  presentes  pervenerint,  nos 

abbatissa  totusque  conventus  claustri  ||  quod  nominatur  Yallis  Sancte 
Crucis  notum  facimus  in  hiis  scriptis ,  quod  de  communi  consen||su 
proprietates  nostras  sitas  in  Fridigen  videlicet  mansum  quem  colit 
nunc  C.  dictus  Huc  qui  solvit  XIII  s[olidos]  cum  dimidio  Constan- 
25  [ciensium]  denariorum,  item  tria  feoda  que  nominantur  obferlehen 
quorum  quodlibet  solvit  X  s.  Constan.,  item  ibidem  duo  feoda  que 
similiter  nominantur  obfe riechen  utrumque  s.  IX,  item  ibidem 
area  quedam  et  ortus  assitus  eidem  qui  solvunt  s.  III  et  residet 
ibidem  nunc  dictus  Huber,  vendidimus  Bertoldo  plebano  in  Sulgen 
30  pro  XY  marcis  argenti  in  quodam  pensionis  nomine  sub  hac  forma 
fidelicet,  quod  ipse  ßer.  plebanus  in  Sulgen  et  Wlricus  plebanus  in 
Binswangen  et  C.  plebanus  in  Andelvingen  qui  sibi  sunt  coniuncti, 
proventus  seu  redditus  predictarum  proprietatum  annuatim  recipere 
debent  bona  fide  ac  libere  possidere,  quamdiu  supervixerint  tres 
35  monache  nostre  videlicet  Anna  relicta  quondam  domini  H.  de  Nüverun 
et  sorores  eius  Hailwic  et  Clara.  Post  mortem  vero  predictarum 
sororum  proprietates  in  nostram  potestatem  et  possessionem  redibunt 
inpedimento  quolibet  non  obstante.  Et  quandocunque  unam  vel  equidem 
duas  dictarum  sororum  mori  contingerit,  extunc  nichilominus  predicte 


46 


1298. 


proprietates  in  parte  vel  in  toto  ad  nostram  potestatem  nullatenus 
reintrabunt,  set  in  possessione  et  potestate  predietorum  plebanorum 
quam  diu  aliqua  predictarum  sororum  vixerit,  libere  permanebunt, 
liac  eciam  condicione  adiecta  quod  si  aliquem  predietorum  plebanorum 
medio  tempore  mori  aut  ingredi  religionem  contingerit,  extunc  alter 
ad  hoc  eque  ydoneus  in  locum  cedentis  in  omni  iure  quo  et  ipsi 
utuntur  ut  premissum  est  debet  subrogari.  Nec  post  mortem  pre¬ 
dictarum  trium  sororum  aliquis  ipsorum  plebanorum  seu  substitutus 
eorum  in  dictis  proprietatibus  nos  inpedire  tenebitur  quoquo  modo. 
Hec  omnia  et  singula  ut  premissum  est  profitemur  renunciantes 
omni  actioni  que  nobis  conpetere  posset  contra  ordinacionem  supra- 
dictam.  Et  in  liuius  rei  evidenciam  sigillum  nostrum  presentibus 
duximus  appendendum. 

Datum  in  Sulgen  anno  domini  MCCLXXXXVIII,  XIII.  kal.  iunii. 

Ein  S  ist  weggerissen. 

157.  1298.  12.  August.  Graf  Ulrich  von  Berg  überträgt 

die  ihm  aufgelassenen  Güter  in  Zussdorf  wieder  an  Hein¬ 
rich  von  Neufra  usw. 

Nos  Ülricus  comes  de  Berge  dictus  de  Schaelclingen  presencium 
inspectores  scire  volumus  universos ,  ||  quod  fidelis  noster  Hainricus  de 
Niuvrun  castrum  suum  in  Zusdorf,  curiam  cum  suis  pertinenciis 
eidem  Castro  ||  suo  attinentem  nec  non  iuspatronatus  ecclesie  ibidem 
que  sibi  omnia  proprietatis  pertinebant  titulo  ad  nostras  manus  libere  || 
resignavit,  ea  a  nobis  omnia  —  eorum  proprietate  penitus  tradita  nobis 
—  in  feodum  legitime  recipiendo  et  a  nobis  feodali  titulo  possidendo 
petivit  utique  fideles  nostros  dilectos  Ludwicum  et  Mangoldum  fratres 
de  Hornstain  una  secum  de  bonis  Omnibus  infeodari  huiusmodi 
ob  cautelam,  ne  ipsa  bona  post  predicti  Hainrici  de  Niuvrun  obitum 
tamquam  expercia  hereditatis  legitime  a  personis  aliqualibus  im- 
peterentur.  Cuius  peticioni  libere  annuentes  prefatum  Ludwicum  et 
Mangoldum  de  Hornstain  nostros  fideles  de  prefixis  bonis  omnibus 
infeodavimus  eo  iure,  quo  et  Hainricum  de  Nüvrun  memoratum 
legacionem  nichilominus  ac  ordinacionem  de  eisdem  bonis  omnibus 
post  mortem  Hainrici  de  Nüvrun  factam  ipsis  Ludwico  et  Mangoldo 
de  Hornstain  quavis  semota  calumpnia  competentem  sibi  voluntarie 
concessimus  ac  eam  concessisse  profitemur  et  profitebimur  tempore 
debito  et  oportuno  harum  testimonio  literarum  nostri  sigilli  muni- 
mine  roboratarum.  Testes  sunt  nobiles  viri:  dominus  Swiggerus 

senior  de  Gundelvingen,  dominus  Ciinradus  eiusdem  frater,  Swiggerus 


5 

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12Ö8. 


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innior  de  Gundelvingen ,  strennuus  vir  dominus  Hainricus  dictus 
Bacliritter ,  dominus  Petrus  de  Hornstain  milites , a)  Hainricus  de 
Kirchain,  Cunradus  dictus  Zaehe  minister  noster  in  Ehingen  et 
alii  quam  plures  fide  digni . 

5  Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCXCVIII,  II.  jdus  augusti  in- 
dictione  vero  XI. 

S  ist  weggerissen. 

a)  Hernach  Waltherus  de  Stadgun  vollständig  durchstrichen. 

158.  1298.  17.  November.  Heinrich  von  Gundelfingen  gibt 
10  einen  Hof  in  Friedingen  an  Konrad  Hiltung  und  die  Grafen 
von  Yeringen  schenken  das  Eigentum  an  Heiligkreuztal. 

In  gotes  namen.  Wir  grave  Hainrich  von  Yeringen  und  Wolflin 
unser  sün  tügen  kunt  allen  den  ||  luten  die  disen  brief  an  sehent 
older  horent  lesen,  daz  her  Hainrich  von  Gundelvingen  die  lehen- 
15  schaft  ||  des  liofes  ze  Yrldingen,  der  da  haisset  Wielandes  hofe,a)  den 
er  von  uns  gehebet  haut  ze  leben ,  haut  ||  gegeben  en  kofes  wis 
ainam  erber  man  Cunrfad]  Shiltunge  dem  amman  von  der  Schare 
und  daz  wir  der  vor  genant  grave  und  unser  brüder  baide  grave 
Mangolt  und  grave  Wolvrat  für  uns  und  für  unser  erben  die  aigen- 
20  schaft b)  an  dem  vor  genamten  hofe  mit  verainbarten  willen  durch 
des  vor  genanten  Cünr.  Shiltunges  bet,  Cunrad  Shiltung  die 
lehenschaft  den  ersamen  vrown  der  abetissen,  dem  convente  und 
dem  kloster  ze  Hailigen  Crüzstal  haben  gegeben  ze  ainem  reliten 
vrllichen  aigen  immer  mere  an  ende.  Und  daz  diz  waur  und  state 
25  belibe,  dar  umb  haben  wir  grave  Hainrich  und  unser  brüder  baide 
grave  Mangolt  und  grave  Wolfrat  unser  insigel  an  disen  brief  ge¬ 
ll  enket  ze  ainem  offen  ewigen  urkunde. 

Dis  heschach  do  man  zalt  con  gotes  gebürte  zwelf  hundert  jär, 
nünzek  jär  und  in  dem  ahtoden  jär  an  den  naksten  mantage  nah 
BO  sant  Martins  tag  vor  ersamen  und  biderben  lüten:  hern  Johannes 

von  Hornstain,  hern  Peter  sim  brüder,  hern  Otten  von  Grüningen,  hern 
Cünr.  dem  voget  von  Meringen,  Bertolt  Ivaiben,  Hartman  dem  amman 
von  Rüdelingen  und  vor  mangem  anderm  ersemen  biderben  man. 

MV  GAR  IV,  13. 

35  ND :  Super  curiam  in  Fridingen. 

Drei  RundS  der  Grafen  von  Veringen.  Bei  S  2  ist  noch  ein  Stern  im 
unteren  Eck  angebracht. 

a)  hofes  geschrieben,  s  radiert.  —  b)  Nach  aigenschaft  ein  kurzes  Wort 
ausradiert. 


48 


1299. 


159,  1299.  6.  Februar.  Konstanz.  Bischof  Heinrich  von 
Konstanz  schärft  eine  Bulle  ein  Heiligkreuztal  betreffend. 

Hainricius  dei  gracia  Constantiensis  episcopus  Omnibus  •  •  • 
abbatibus,  •  •  prepositis,  •  •  prioribus,  •  •  decanis,  •  •  plebanis,  viceplebanis 
seu  ecclesiarum  rectoribus  universis  nostre  d.yocesis  caritatem  sinceram 
cum  salute.  Noveritis  nos  domini  ]|  Gregorii  sacrosancte  Romane  sedis 
summi  pontificis  recepisse  literas  non  rasas  non  cancellatas  nec  in 
aliqua  sui  parte  viciatas,  sed  sanas  filo  et  bulla  et  de  verbo  ad  ver- 
bum  inspexisse  et  exami nasse  diligentissime  ||  in  hec  verba: 

Gregorius  episcopus  serous  servorum  dei  venerabilibus  fratribus, 
archiepiscopo  Maguntino  et  suffraganeis  suis  ac  dilectis  filiis  abba¬ 
tibus,  prioribus,  decanis,  archidyaconis ,  archipresbyteris ,  plebanis  || 
et  aliis  ecclesiarum  prelatis  per  Maguntinam  provinciam  constitutis 
salutem  et  apostolicam  benedictionem.  Non  absque  dolore  cordis  •  •  -a) 

Cum  itaque  dilectis  •  •  •  abatisse  et  conventui  de  Yalle  Sancte 
Crucis  periculosum  sit  cum  bulla  dictum  auctenticum  circumferre, 
sub  sigillo  nostro  Omnibus  vobis  et  singulis  damus  districtius  in 
mandatis ,  quatenus  quotiens  dicte  de  Yalle  Sancte  Crucis  contra 
quoscumque  vestram  defensionem  requisierint  super  suis  dampnis 
iniuriis  et  pressuris  et  suorum  hominum,  defensionis  clipeum  fideliter 
et  efficaciter  opponatis,  prout  in  autentico  continetur,  si  apostolice 
sedis  et  nostram  effugere  volueritis  ultionem.  Cordi  enim  nobis  est 
per  nos  et  per  vos  easdem  pro  viribus  defensare. 

Datum  Constantie  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  VIII 
idus  februarii  indictione  XII. 

ND:  Privilegium  episcopi  Constantiensis  —  von  anderer  Hand:  Super 
bulla  —  von  jüngerer  Hand:  ne  aliquid  ledat  vel  extorqueat  adf.2)  a  nobis. 

a)  Wörtlich  gedruckt  WUB  3,414  (Reg.  oben  Nr.  10),  nur  mit  folgenden 
Abweichungen  in  der  Schreibung:  archidyaconis  —  Cysterciensis  —  Constantiensis 
dyocesis  —  cottidiano  —  iusticie  —  earum  —  dyocesibus  —  satisfatiant  — 
dyocesani. 

160,  1299.  15.  Mai.  Stockach.  Graf  Eberhard  von  Nellen- 
burg  schenkt  die  Eigenschaft  an  einem  Hofe  zu  Yölkofen 

an  die  Brüder  Lochelair. 

Allen  den  die  disen  brief  ane  sehent  alder  hbrent  lesen ,  chiunde 
ich  grave  ||  Eberhart  von  Nellenburch ,  das  ich  die  aigenschaft  an 
deme  hove  ze  ||  Völchoven ,  den  Hainr.  in  deme  hove  büwet,  han 
gegeben  liern  C  unrat  und  [|  Berhtolt  sinem  brüder  den  Lochelairen 
und  han  mich  der  aigenschaft  an  deme  vor  genanden  hove  verzigen 


B 

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85 


1299. 


49 


und  uf  geben  durch  Cunrades  bette  von  Hornstein.  Und  das  staite 
belibe  alse  hie  vorgeschriben  stat,  darnuber  henche  ich  grave  E. 
min  insigil  an  disen  brief  ze  einem  urchwnde.  Dis  horten  und 
sahen:  her  Wezzil  von  Rischach ,  Walther  von  Wildenvelse, 

5  Rudolf  von  Hertenstein,  her  Mangolt  der  chilcherre  von  Stockah, 
Eberhart  der  schribair,  Rudolf  Buzze,  E.  von  Svaindorf,  Hünr.  von 
Eberharsvviler,  Bureart  von  Gamelsvanc,  Hanr.  der  wirt  und  ander 
Hute  genüge. 

Dis  geschach  ze  Stocka  ain  dem  vritage  nach  saut  Gangolfes 
10  tage,  so  man  von  gottes  gehurt  zellet  tusent  zvaihundert  und  nwnzig 
jar  dar  nach  in  deme  nwnden  jare. 

ND  von  später  Hand:  Ain  ledig  fri  brieff  umb  den  hoff  ze  Yolkoven. 

S  ist  weggerissen. 


161.  1299.  6.  Juni.  Langenenslingen.  Graf  Eberhard  von 

15  Landau  verkauft  Leibeigene  an  Heiligkreuztal  um  67a 

KonStanzer. 


In  gotes  namen  amen.  Allen  den  die  disen  hrife  an  sehent 
alder  ||  horent  lesen ,  die  sün  wizzen  daz  gravve  Eberhart  von  Landeowe  || 
die  frowun  die  man  da  haseit  Wibrat  die  Müllariun  von  der  ||  Sahere 
20  und  dere  kneth  dem  man  haseit  Cünrath  Bezzenhart  hat  geben 
durh  got  der  ebtischin  und  dere  erberen  vrowen  der  samenungen 
von  des  Hailigen  Cruzes  Tal  in  allein  rehte  als  er  si  zivve  gihebet 
hat  und  sine  forderen.  Dar  umbe  gent  die  for  gitanen  vrowen 
sibendalbi  phunt  Kostenzer.  Und  daz  daz  sichere  und  state  belibe, 
25  dar  umbe  gebe  ich  disen  vor  geschobenen  vrowen  disen  offen  brief 
mit  minem  insigel  und  mit  mines  bruder  grawe  Cunrathes  insigel 
besigelt  an  disem  brief  zenem  urkunde. 

Und  heschacli  diz  ze  Ensilegin  vor  Sohpenburgers  hüs  an  dem 
phigeste  abende.  Und  waren  dar  an:  phaffe  Rudolfh  von 

80  Büchwe  dem  man  da  haseit  von  crftze  capelle,  und  her  Cünrath 
sin  elphare  von  Ensilegin  und  Ülrich  von  Andelwigin  und  Walther 
der  müllser  min  ammen  und  Hainr.  der  Offenburgar  und  Stahelli 
von  Fridegin  und  Hainr.  der  Spelman  und  Ülrich  sin  bruder  und 
bruder  Burchart  der  kochman  (!)  und  ander  hiderhe  lüite  genüge. 

35  Und  waz  do  man  von  gotes  gihürte  zalt  tusent  und  zwi  hundert 

und  nuizzeg  jar  und  waz  in  den  nuiden  jar. 


ND  von  ziemlich  alter  Hand:  Super  unam  mulierem  dicta  Wibrat.  et 
unum  servum  dictus  Cünrath  Bezzenharth. 

Zwei  S  sind  iveggerissen. 

Württ.  Gescliichtsquellen  IX. 


4 


50 


1299. 


0F  UTAH 

162.  1299.  *)  6.  September.  Eberhard  von  Jungingen 

schenkt  an  Heilig kreuztal  das  Eigentum  eines  Ackers 

zu  Langenenslingen. 

In  gottes  namen  amen .  Allen  den  die  disen  brief  an  sehent 
lesent  oder  hörent  lesen ,  tun  ich  Eberhart  von  Jungingen  ain  ritter 
hunt  mit  disem  brief c,  das  ich  willeklich  gesunt  und  unbezwngenlich 
gib  und  ||  han  gegeben  den  vröwon  und  dem  kloster  ze  Hailigen 
Cruze  Tal  die  aigenschaft  des  ackers,  den  Hainrich  der  ||  Hüter  ain 
burger  ze  Mengen  ze  lehen  von  mir  hatte  und  ze  Enselingen  gelegen 
ist  in  dem  esche  der  gehaisen  ist  veldli,  mit  allen  dem  rehte  als 
ich  in  han  und  hette.  Ich  der  vor  genante  Hanrich  der  Hüter  ver¬ 
gehe  öch  an  disem  briefe,  das  ich  die  lehenschaft  des  selben  ackers 
han  uf  geben  reht  und  redelich  dem  vor  genanten  hern  Eberhart  von 
Jungingen.  Und  das  dis  stete  und  feste  belibe,  so  henke  ich  der 
vor  genante  Eberhart  min  ynsigel  an  disen  brief  ze  ainem  urkunde 
der  rehtun  warhait.  # 

Dis  geschach  do  man  zalte  von  gottes  gebürte  zvels  hundert 
jar  nuinzek  jar  und  aht  jar1)  in  dem  jungesten  jare1)  an  dem  nehesten 
samstage  vor  unser  vröwn  tage  der  jungerun. 

ND  von  später  Hand:  Super  agrum  dez  Hoters  —  in  Enslingen  der  ge- 
haissen  ist  veldli. 

Ab  hängt  das  Dreiecks'  S  des  Eberhard  von  Jungingen  aus  braunem 
Wachs,  eine  offene  Schneiderschere.  U:  f  SIGILLVM  ■  EBERH  •  •  DI  •  MIL. 
DE  •  IVNGINGEN.  Teilweise  sind  die  Buchstaben  weggebrochen. 

*)  Die  Jahreszahl  ist  nicht  ganz  sicher. 

163.  1299.  8.  Oktober.  Mengen.  Heiligkreuztal  kann  um 
seine  eigenen  Güter  nur  vor  dem  geistlichen  Gericht  in 

Konstanz  und  in  Rom  angefochten  werden. 

Ich  Swigger  von  Teggenhusen  lant  rihter  in  der  graschepthe 
ze  ||  Sigmeringen  tun  kiint  allen  den  die  disen  brief  ane  sehent 
lesent  oder\\horent  lesen,  daz  bruder  Burkart  der  rote  von  Haili- 
krüstal  ertailet  wart  ||  an  miner  frowen  stat  der  abtissinne  unde  des 
conventes  von  dem  vor  genantem  kloster  von  Hailikruistal  vor  mir 
an  dem  lantage  mit  unzerworfener  urtailde  unde  unfresprochener, 
swer  si  welle  alder  wil  ane  sprechen  umbe  kain  ir  gut,  daz  si  in 
nuzelicher  gewer  hant  und  daz  ir  ist,  daz  er  daz  sol  tun  ze  Costenze 
vor  gaislichem  gerihte  ald  ze  Rome  alder  vor  ir  bischof  under  dem 
si  sint  gesezzen. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

85 


1299. 


51 


Dis  beschach  ze  Maengen  vor  dem  thore  an  dem  lantage 
und  waz  an  dem  durnstage  vor  sante  Dyonisien  tak,  c/o  man  zalte 
von  gottes  gebürte  zewelf  hundert  unde  niunzek  jar  und  waz  in  dem 
niundem  jare.  Und  waz  dar  an:  her  Joh.  von  Hornstain,  her 

5  Rud.  von  Rischach  und  her  Wimar  und  Gerbolt  ader  hübe  und 
Schiitunk  der  amman  und  C.  Ralle  und  Friderich  der  amman  von 
Hohenvels  und  Alberte  von  Wlfelingen  und  ander  biderber  täte 
genüge. 

ND  von  alter  Hand  (zweimal  mit  geringen  Abweichungen  in  der  Schreib- 
10  weise):  Daz  unns  neiman  sol  an  sprechen  umbe  unse  aegen  wan  an  gaische- 
lichem  geriht. 

Ein  RundS  aus  dunklem  Wachs  hängt  ab,  eine  offene  Schneiderschere. 
U:  f  S.  SWIGEKI  •  DE  •  TEGGENHVSEN. 


164 .  1299.  5.  Dezember.  Mengen.  Ulrich  genannt  Keller 

15  von  Indelliausen  verkauft  ein  Gut  zu  Beuren  um  28  &  Kon- 
stanzer  an  Anselm  von  Beuren. 

Ne  falsitas  veritati  preiudicet  aut  iniquitas  equitati ,  expedit 
pietatis  intuitu  legaliter  acta  scripturarnm  Serie  communiri.  Huiiis 
rei  causa  nos  H.  de  Gundelvigin  tenore  presenciwn  profitemur  et 
20  scire  cupimus  universos  quod  cum  Ulr.  dictus  Celler  de  Undel- 
liusen  et  Agnes  uxor  sua  possessiones  sitas  in  opido  Bürun  cum 
Omnibus  suis  pertinenciis  que  nobis  proprietatis  tytulo  pertinent; 
quibus  etiam  ipsos  Ulr.  scilicet  et  Agnetem  infeodavimus,  Anselmo 
de  Bürun  pro  XXVIII  libris  Constantiensis  monete  vendidissent, 
25  ipsi  Ulr.  scilicet  et  Agnes  easdem  possessiones  nobis  ad  manus  nostras 
resignabant,  libere  tradiderunta)  et  pro  liberos  et  universos  heredes 
suos.  Nos  H.  predictus  ipsas  possessiones  de  consensua)  et  petitione 
Ulrici  videlicet  et  Agnetis  dicto  Anselmo  libere  tradimus  cedimus  et 
donamus.  Nosb) .  .  .  una  cum  Ulrico  et  Agnete  renunciantes  omni  iuri 
30  quod  nobis  competere  posset  possesionibus  in  eisdem.  In  huius  rei 
testimonium  evidens  et  perhenne  presens  scriptum  ipsi  [Anselmo] 
tradimus  sigillis  communitatis  honfestorum]  virorum  civium  in  Maegen 
et  proprio  roboratum. 

Actum  et  datum  in  Maegen  anno  domini  MCCLXLIX  nonis 
35  decembris  indictione  XIII,  presentibus  hiis  testibus  idoneis  et  honestis: 

Eber,  scilicet c)  de  Rosenowe  milite  ministro  in  Maegen,  Ber.  milite 
de  Eberharzwiler,  II.  pilliatore,  Her.  dicto  Hundübel,  Eber,  ministro 


0109313 


52 


1297—1300. 


de  Schaera,  Ber.  de  Landowe,  Arnoldo  dicto  Gaisel,  C.  dicto  Hirnlich, 
C.  dicto  Locheier,  B.  fratre  suo,  Walt,  dicto  Hundübel,  C.  dicto 
Ralle  et  Markardo  pistore  et  quam  pluribus  et  aliis  fide  dignis. 

Zwei  S  sind  nur  noch  zu  ganz  kleinen  Teilen  vorhanden,  das  S  Heinrichs 
von  Gundelfingen  und  das  der  Stadt  Mengen.  Die  Urkunde  selbst  ist  durch 
Wasser-  und  Schmutzflecken  grossenteils  fast  unleserlich  gemacht. 

a)  Von  tradiderunt  bis  petitione  alles  auf  Rasur,  auch  ist  die  Schrift 
eine  andere.  —  *»)  Nach  nos  vielleicht  H.  —  c)  Vorlage  sil. 

165.  Zwischen  29.  Juli  1297  und  1800.  Der  Leutpriester 
Ulrich  von  Binzwangen  macht  dem  Kloster  Heiligkreuztal 
eine  Jahrtag-  und  Pittanzstiftung. 

In  gotes  namen  amen.  Allen  den  die  disen  briweh  an  sehent, 
die  sun  wizzen ,  ||  daz  unser  güte  unde  gitrüwer  frunt  her  Ulrich  der 
luiprister  von  Bizwangin  j|  unser  cappelan  lange  ist  giwesen,  der 
hset  der  samnügen  ain  gröze  ginade  gitan  jj  dür  got  und  durch  sin  er 
sele  willen  an  dem  tage  so  man  sin  jargezit  bigan  sol,  daz  man 
der  samnügen  gibe  vröwön  und  brüdern  igelichim  ein  mase  vins 
und  ein  bröt  und  zwei  aiger.  Daz  sol  man  nemen  ä  dem  güt,  het 
er  dem  kloster  giwennen,  ein  wis  kofetth  er  umbe  den  Ziwezzar 
und  ein  wis  kofetth  er  umbe  Grezilbrünnen  und  ein  güteli  ltt  da 
zi  Bizwangin,  kofetth  er  umbe  Cünrath  den  Spia3r,  und  ein  güt  11t 
da  zi  Frideingin  buith  Albreht  von  Unlangen.  Unde  daz  daz  state 
und  weste  belibe,  so  henke  ich  swester  Agnes  *)  diu  abbtissin  von 
dez  Hailigin  Cruces  Tail  min  insigel  an  disen  briweh  zi  aim  urkünde. 

ND :  Umb  dü  güt  du  uns  her  Ulrich  lüppriester  ze  Binswangen  hattt  (?) 
gemachet  zu  siner  jarzit. 

Das  S  der  Äbtissin  von  Heiligkreuztal  ist  diesmal  grossenteils  erhalten 
(cfr.  Nr.  168).  U:  S.  ABBE  •  DE  .  YALLE  .  SCE  •  CRVCIS.  (Das  Bild:  Christus 
hängt  am  Kreuze  auf  der  Fussbank  stehend  und  der  Soldat  durchbohrt  ihm 
die  Seite). 

9  Die  Urkunde  ist  undatiert.  Doch  ist  darin  als  Äbtissin  eine  Agnes 
genannt,  die  in  dieser  Stellung  auch  am  29.  Juli  1297  vorkommt.  Eine  Urkunde 
von  1300  (ohne  Tag)  gibt  eine  Irmingardis  als  Äbtissin  an.  Also  fällt  die 
Urkunde  zwischen  diese  zwei  Funkte.  In  der  Reimchronik  des  Kaspar  Bruschius 
vom  Jahr  1548  ist  diese  Agnes  gar  nicht  genannt.  Darin  wird  von  der  in  der 
Urkunde  vom  12.  März  1296  zum  letztenmal  genannten  Adelheid  von  Bonlanden 
gesagt,  sie  sei  eine  Gräfin  von  Landau  gewesen,  habe  1277  die  Würde  der 
Abtissin  übernommen  und  sie  im  Jahr  1300  wieder  niedergelegt.  Die  Irmelgard 
oder  Irmingardis  sei  eine  Hertenstein  gewesen  und  habe  1307  ebenfalls  resigniert. 


5 

10 

15 

20 

25 

80 

35 


1300. 


53 


166,  Ca.  1300.  Kleiner  Heiligkreuztaler  Zinsrodel  für 
Hundersingen  usw. 

Der  Zainer  ze  Hundersingen  zehen  Schilling a>  Haller  von  ahn 
bomgarten.  ||  Hainz  der  Kundig  ze  Bumburk  vier  s.  och  von  aim 
5  garten.  ||  Ze  Ertingen  us  drie  wison ,  daz  kofpt  wart  um  Benzen 
den  ||  smit  ain  pfunt  Haller.  Item  ze  Binzwangen  us  ainer  wiz  du 
um  die  Girinun  kotfet  wart  IX  s.  Und  denn  von  ainer  wiz  dü 
koffet  wart  um  Hansen  Appen  VI  s.  und  ain  phunt.  Und  denn 
us  ainenb)  undb)  usb)  hüs  und  us  ainer  wiz  XIII  s.  die  der 
10  Esel  git.  Item  ze  Ensligen  der  Viltrescher  XIII  s.  us  ainer  wiz; 
us  dem  brüle  der  kotfet  wart  umbe  die  von  Gruningen  ze  Ensligen 
XVI  s.  Der  Ulrichun  son  VII  XX  Hall,  und  der  zebend  der  wart  kotfet 
um  Banzer  fünf  halb  malter  beider  körn  und  ain  akker  anderhalb 
juchart  zwai  viertail  eis  XI  s.  lvostenzer.  Ze  Althain  der  Haetinger 
15  git  X  s.  Haller  us  ainer  wiz.  Hainz  Hohgerut  X  s.  us  ainer  wiz 
und  usc)  dem  ziegelhus.  Der  Goinger  ain  phunt  us  sim  1ms  und 
us  allem  dem  daz  der  zu  höret.  Us  Blänclins  bus  und  garten  X  s. 
Dü  Schinbain  us  dem  gut  daz  umbe  den  Ensligen  wart  kotfet  XIII  s. 
Us  ainer  wiz  dü  um  Hainr.  den  Otfenburger  wart  koffet  zwa  phunt. 
20  Item  ze  Gruningen  ain  pfünt  daz  umbe  dez  von  Gruningen  kint  wart 
koffet,  zehen  s.  Kostenzer  und  ain  viertal  aiger,  drü  lmnr  us  dem 
gut  daz  koffet  wart  um  Hainzen  von  Ensligen.  Item  ze  Rudelingen 
us  hern  Hermans  gut  diec)  ich  um  die  samen unge  koffet  zwai  pfunt. 
Us  dem  selben  gut  daz  ich  koffet  um  die  von  Grieningen  git  Hans 
25  der  Schulthais  VIII  s.  Kostenzer.  Der  Sailer  git  X  s.  Kostenzer. 
Angestman  und  Knolle  VI  s.  Kostenzer. 

Keine  ND ,  kein  S  ist  zu  sehen.  Auf  der  liückseite  ist  der  Text  einer 
Urkunde  vollständig  abgeriehen.  Auf  der  linken  Seite  finden  sich  die  Einschnitte 
für  fünf  S. 

30  a;  §  —  Schilling;  hier  ß  geschrieben.  —  b)  Nach  ainen  ist  und  us  aus¬ 

radiert.  —  c)  die  über  der  Zeile  für  gestrichenes  daz. 


167,  Ca.  1300.  Heiligkreuztal  kauft  Älla  genannt  Ritherin 

um  1  3  s. 

Notuni  sit  Omnibus  tarn  presentibus  quam  futuris,  quod  Aella 
35  dicta  Ritherin  est  empta  pro  tri  bus  solidis  et  libra  ||  pro  quodam 
Bertoldo  dicto  Bünkoven  ad  monasterium  et  conventum  dictum 
Hailigencrücistal.  Et  domine  mee  ||  de  Hailigencrücistal  dabunt  istos 


54 


1300. 


denarios  demedios.  Et  hii  sunt  festes:  Burcardus  Töcli,  lier 

Wmgro,  dominusa)  Wlricus a)  Fideler,  frater  Cünradus  deBirberch  et 
frater  Bertoldus  de  Hailigencrücistal  et  Aplinus  in  curia  Blsessingi  et 
Cünradus  dictus  Zolner  et  Hainricus  Tusso.  Et  hec  litera  conclu- 
ditur  cum  sigillo  dominarum  et  conventu[s]  de  Lewntal  eo  quod  nullam 
porcionem  liabent  in  ipsa  nec  in  pueris  eorum.  Et  quod  hoc  verum 
sit,  tune  hec  litera  concluditur  cum  sigillo  civium  de  Bochorne. 

ND :  Super  homines  in  Mardorf. 

Zwei  OvalS  aus  graubraunem  Wachs.  Das  erste  weist  in  gotischer 
Umrahmung  zwei  Figuren  auf,  die  Verkündigung  Mariä  darstellend.  U:  •  •  S  • 
PRIORISSE  •  DE  •  LÖWENTAL  •  ÖRD  •  PREDICATORVM.  Das  zweite  Bild  zeigt 
eine  Buche ,  über  dem  nach  rechts  hin  gewendet  ein  Adler  schwebt ,  mit  aus¬ 
gebreiteten  Schwingen  mit  je  fünf  Federn,  von  denen  je  die  dritte  und  vierte 
von  aussen  an  gerechnet ,  eine  beträchtliche  Länge  zeigen.  U:  •  •  MINISTE!  • 
ET  •  U . S  •  DE  •  BVCHOR  •  • . 

a)  Die  beiden  Worte  stehen  auf  einer  Rasur. 

168.  Ca.  1300.  Heiligkreuztal  gibt  ein  Gut  zu  Marbach  als 
Zinslehen  um  6  aus. 

In  gottes  narrten  amen .  Wir  swester  Irmengart x)  diu  abtissennea) 
||  und  diu  samenunge  von  dez  Hailigen  Crüzstal  tunt  kunt  allen  den 
die  ||  disen  brief  lesint  oder  hoerint  lesin,  die  sunt  wiszen :  daz  güth 
ze  Marbach  ||  daz  Peter  von  Marbach  von  uns  ze  aim  zinslehen  haut, 
daz  wir  daz  siner  virthen  Diliun  liabin  gilühin  und  ir  sun  Hanrich 
und  ir  thoter  Willibirt  ze  aim  zinslehen  in  allem  den  reht  alz  ez 
ir  vather  von  uns  het.  Da  von  gengetb)  uns  sehz  pheningen  alliu 
jar.  Und  ist  daz,  daz  sie  ze  den  armuten  alder  ze  den  arbaiten 
chomenthen,  daz  sie  daz  selbe  guteli  went  verchofen,  so  sunt  si 
uns  ez  zem  ersten  bieten.  Wellen  aber  wir  sin  niht,  so  sun  sie 
uns  ein  phunt  gen  wr  die  aigenschat,  und  niht  allein  sie  sunder 
och  ir  erben.  Und  ist  daz  sie  iman  dar  an  irren  vil  alder  in  itthen 
crinhen  vil,  so  sol  ez  dem  closter  ledich  sin.  Und  waz  da  bi: 

bruder  Bur.  der  kofman  und  bruder  Hanr.  der  Wahge  und 
ander  birdge  luite  nuch.  Und  ze  ainem  urkunde  der  varehait  so 
gehenkent  wir  unser  insigel  an  disen  brief. 

ND :  Uber  ein  guth  ze  Marbach. 

Das  S,  ein  kleines  dünnes  OvalS  aus  dunkelbraunem  Wachs,  ist  grossen- 
teils  zerstört.  Das  Bild  des  Gekreuzigten  ist  noch  teilweise  sichtbar ;  die  U  kaum. 
Cfr.  Nr.  165  Sbeschreibung. 

0  Vgl.  Nr.  170  und  Anm.  zu  Nr.  165. 

a)  Nach  abtissenne/m>r.ßawm  für  etwa  zehnB uchstaben.  —  b)  Vorlage :  genzet. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 

40 


1300. 


55 


169.  1300.  Heiligkreuztal  kauft  von  den  Wezel  in 
Andelfingen  Güter  um  60  £  Kon  Stanzer. 

In  gotes  namen  amen.  Allen  den  die  disen  brief  lesent  oder 
horent  lesen,  künde  ich  Wezel  von  Andelwinjjgen  und  min  sun  Cün- 
5  rat  und  Ludewik,  daz  wier  liabent  geben  ze  köfende  unser  gut  ze 
Andelfingen,  es  si  ||  in  garten  aker  wisan  aldir  zehende  gemanlich 
liberal,  umbe  sebzeke  phunde  Costenzer  der  erbarun  jj  vrown  der 
abbetissin  und  der  samenunge  ze  Hailigen  Cruze  Tal  und  haben 
wier  uns  verzigen  an  der  vorgescriben  abbetissen  bant  alles  des  rebtes 
10  dez  wier  hettun  an  dem  selben  gut  und  ensulen  wier  noch  enbain 
unser  erbe  nimmer  me  dehain  ansprach  gewinnen  an  dem  selben  gut. 
Wier  vergehen  och,  daz  wier  dez  gutes  gar  und  genzelich  und  liep- 
lich  siin  gewert.  Und  wan  ich  der  vor  genemte  Wezel  und  min  sun 
aigens  insigels  nit  en  habin,  da  von  so  geben  wir  der  abbtissen 
1B  und  dem  konfent  ze  Hailigen  Cruze  Tal  disen  brief  geinsigelt  mit 
des  tegans  von  Binzwangen  insigel  und  mit  herne  Hans  von  Horne- 
stain  insigel  ze  aim  urkunde  der  rehtun  warhait.  Des  ist  gezüge: 

her  Cunrat  der  liuppriester  von  Andelfingen,  Ul.  von  Andel¬ 
fingen  und  Albreht  sin  brüder,  bruder  Burchart  der  kofman,  bruder 
20  Herr.  Waege  und  ander  erharre  lute  vil  die  nit  stau  gescribcn  cm 
disem  brief.  • 

Dirre  brief  ivart  geben  do  man  von  gotes  gebürt  zalt  driuzehen 
hundert  jar.  Wir  der  degana)  von  Binzwangen  und  her  Hans  von 
Hornestain  vergehen,  daz  wir  durch  die  bet  Wezels  von  Andelfingen 
25  und  siner  sun  habint  geben  unser  insigel  an  disen  brief. 

ND  von  späterer  Hand:  Uber  dez  Welzeis  (!)  in  Andelvingen. 

Zwei  S,  ein  Oval-  und  ein  Rund  S  aus  bräunlichem  Wachs.  Das  eine  zeigt 
eine  Lilie.  U:  f  CVNRADI  •  DECA  •••  IN  .  BINSWANGEN.  —  Das  andere  S, 
gestürzt  anhangend ,  zeigt  einen  dreieckigen  Schild  und  darin  ein  sprechendes 
30  Wappen:  eine  gebogene  Hirschstange  mit  6  Enden  auf  Dreiberg.  U:  f  S. 
IOHANNIS  •  MILITI  •  •  DE  .  HORNSTEIN. 

170.  1300.  Heiligkreuztal  verkauft  zwei  Besitzungen 

für  38  U  Kon  stanz  er  als  Leibgeding. 

N overint  tarn  presentes  quam  posteri  quibus  nosce  fuerit  opor- 
3B  tunum,  quod  ego  ||  Irmingardis  humilis  abbatissa  Yallis  Sancte  Crucis 
cum  consilio  et  consensu  ||  conventus  monialium  et  conversorum  eius- 
dem  cenobii  vendimus  et  donavimus  ||  has  duas  possessiones :  una 


56 


1300. 


que  dicitur  cerdonis  pro  XXII  libris  Constant.  et  altera  que 
dicitur  des  Achern  quam  quondam  possederat,  pro  XVI  libris 
monete  Constant.  omni  iure  possidendas  pro  ut  nos,  ea  videlicet 
condicione  ut  pro  tempore  vite  sue  omnis  usus  et  fructus  earundem 
in  sua  redigat  et  fruatur.  Et  ut  hec  acta  fixa  et  firma  permaneant, 
haue  cedulam  sigill[i]  nostro  (!)  munimine  roboramus. 

Acta  sunt  hec  anno  clomini  MCCC. 

ND  von  späterer  Hand :  Super  venditione  possessionum  cerdonis  et  dicti 
Achern. 

Das  S  der  Abtissin  —  ein  ovales  aus  braunem  Wachs  —  ist  grossen- 
teils  erhalten. 

171.  Zwischen  1300  und  1307.  H eil igkreuztal  verkauft 
an  Rudolf  von  In  ne  ringen  den  Nutzen  eines  Hofes  um 

20  U  Konstanzer  als  Leib  ge  ding. 

In  gottes  namen  amen.  Alle  die  disen  href  lesent  older  horent 
lesen ,  die  ||  sun  wissen,  daz  Gisele  und  ir  sun  Rudolf  von  Inaringen 
umbe  uns  jj  kolfet  hant  den  nuz  des  gutes  da  ze  Fridegin  daz  man 
daliaizet  Albrehtes  j  höbe  von  Unläigen,  daz  gilt  alliw  jar  XIIII  schillige 
Const[anzer]  und  drü  malter  kernen  und  X  schowel  haberne.  Dar 
umbe  gent  sie  uns  zewainzeg  phunde  Haller.  Und  swenne  siw  nit 
eil  sint.,  so  sun  wir  sWester  M.  der  Hewelinuna)  XIIII  schilligen 
Const.  gen.  Und  swenne  diw  nit  enist,  so  sol  es  dem  kloster  lidik 
sin.  Und  daz  dis  staite  und  vest  belibe,  so  gibe  ich  vro  Ir.b)  diw 
abbetissen  von  des  Cruz  Tal  und  der  convent  unserne  insigel  an 
disen  bref  ze  ainem  urkunde  der  warlieit. 

ND :  Umb  ain  libding  ze  Fridingen. 

Ein  Oval  S  der  Äbtissin  von  Heiligkreuztal. 

a)  Fast  unleserlich  wegen  Schmutzflecken,  wie  ein  grosser  Teil  des  Textes. 
—  b)  Nicht  sicher  zu  lesen,  geschrieben  vielleicht  v.  ir. 

172.  1300. x)  4.  Jan.  Saulgau.  Albrecht  Pfaffenhofen 
gibt  das  Eigentum  auf  von  Walther  von  Ingstetten  ge¬ 
kaufte  Güter  an  Heiligkreuztal. 

In  gotes  namen  amen .  Allen  den  die  disen  hrief  lesent  oder 
horent  lesen,  künde  und  vergihe  ich  Albreht  dem  man  spricht 
Phafj|fenliofen ,  daz  ich  mich  verzigen  han  und  willichlichen  uf  ge¬ 
geben  in  der  erberen  und  der  redelichen  vröwen  hant  der  ebtischen 
und  ||  der  samenunge  von  dez  Hailigen  Cruzes  Tail  aller  der  an¬ 
spräche  und  dez  rehtes,  so  ich  solt  oder  mähte  han  nach  diekainer 


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slahte  rehjjte  an  dem  güte  und  uf  dem  gute,  ez  sie  luzel  oder  vil, 
daz  die  selben  vröwen  du  ebetisclien  und  du  samenunge  von  dez 
Hailigen  Cruzes  Tail  koften  und  hant  geküfet  umbe  Walther  von 
Incstettin  und  sine  sun  Walther  daz  da  ze  Biswangen  lit,  wan  mir 
5  Albrehte  die  vor  genanten  vröwen  dar  umbe  aeine  mark  silbers 
gaben.  Und  daz  daz  wair  sie  und  iemer  ane  wanch  stete  belibe, 
dar  umbe  gip  ich  disen  offen  brief  besigelt  mit  dem  wahszaichen 
mines  insigels  und  grave  Cünrats  von  Landeowe  und  der  stette  zea) 
Sulgen. 

10  Und  besctch  och  daz  in  der  stat  ze  Sulgen  an  dem  maintage 

vor  dem  zewmlften  tage,  do  von  gottes  gehurt  waren  tusent  und 
zwaihundert  unde  nunzek  jar  und  waz  in  dem  zehenden  jär. *) 
Des  sint  gczuige:  her  Berhtolth  der  kilche  herre  von  Sulgen 

und  her  Hannes  von  Hornestain,  der  von  Tobel,  der  von  Lehten- 
15  weit,  her  Berhtolth  von  Landeowe  und  Schiitunk  der  amman  von 
der  Schaire,  Ulr.  der  amman  von  Sulgen  und  Berhtolth  Derne  von 
Sulgen,  her  Berhtolth  Wnden  und  Rudolf  sin  sun  und  Ludewich 
Gruweli  von  Ertingen  und  Lütmin  von  Ertingen  und  brüder  Burchart 
der  kofman  und  ander  bi  der  her  lute  gnüge  die  da  bi  warn . 

20  ND:  Super  litem  Phafenhoven  —  von  jüngerer  Hand :  de  rebus  iu  Bins¬ 

wangen  emptis  a  Walthero  de  Incstettin. 

Drei  8,  zwei  BundS  (1,  3),  ein  dreieckiges  8  (2).  Das  erste  das  der 
Grafen  von  Landau.  U:  f  S.  BVRCARDI  •  COMITIS  •  DE  •  GRVNINGEN.  Das 
zweite  das  der  Stadt  Saulgau.  Das  dritte  8  das  des  Albert  von  Pfaffenhofen. 
25  U :  f  S.  ALBERTI  •  DE  •  PFAFENHOVEN.  Das  Wappenbild  scheint  ein  linker 
Schrägbalken  zu  sein. 

b  Cfr.  Datum  von  Nr.  173,  175,  176  je  Anmf). 

a)  üb  er  geschrieben. 

173.  1300. *)  14.  F e b r u a r.  Landau.  Heiligkreuztal  kauft 
30  von  Graf  K.  von  Landau  ein  Gut  zu  Wald  hausen  um 

11  m.  s. 

ln  gottis  namen  amen.  Allen  den  die  disen  brief  lesent  oder 
hör  ent  lesen ;  die  sun  ||  wizzen,  daz  ich  grawe  Cünrath  von  Landeowe 
han  gegeben  der  ebtischen  unde  der  ||  samenuge  von  dez  Hailigen 
35  Krüzes  Tail  ein  güte  da  zi  Waltehusen,  da  der  Osehamer  |j  uf  sas, 
es  sigen  garten  oder  wisan  oder  aker  unde  swas  da  zu  höret.  Daz 
gibe  ich  den  vor  ginanten  vröwen  mit  miner  friun  hant  unde  Eber¬ 
hart  min  brüder  mit  allem  dem  rechte  unde  der  giwaltesami,  als  j; 


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1300. 


ich  ez  her  gihbete  han  unde  min  vater  an  mich  bralite  hat.  Dar 
nmbe  gaben  si  mir  ailuf  march  gutes  unde  gewegenes  Silbers.  Ich 
wergi  och  an  disem  brief  wer  ze  sinde  an  allen  steten,  da  sin  daz 
closter  bidarf. 

Und  dctz  gisach  zi  Landeowe  an  sant  Valentins  tage,  do  von 
gottis  giburt  waren  tusent  zwaihundert  nuzeg  unde  waz  in  dem 
zehenden  jar. x)  Des  sint  gizüge :  her  Hannes  von  Hornstain 

der  riter  unde  der  von  Rosenowe  der  aman  von  Magen  der  riter, 
Hanricha)  Ramunch,  Rüdeger  von  Bartenstain,  Hanrich  der  Hüter, 
Hanrich  Bezili.  Lü  .  .  .  .  etingen,b)  Ludewig  der  wirt,  brüder  Burkart 
der  kofeman  und  ander  biderbe  lute  genüge,^  die  sin  och  gizüge  sint. 
Daz  diz  sicher  unde  state  belibe,  des  gibe  ich  min  insigel  unde  Eber- 
hart  min  bruder  sin  insigel  an  disen  brief  für  alle  ansprach  unde 
widerwartekait  unde  zi  einem  staten  urkunde  der  warhait. 

ND:  Super  Waltehusen  —  von  späterer  Hand:  umb  ain  güt  da  der  Oss- 
haimer  uff  sas. 

Zwei  HundS  aus  braunem  Wachs  der  beiden  Brüder  Grafen  Konrad  und 
Eberhard  von  Landau- Grüning en  ;  das  zweite  ist  teilweise  beschädigt. 

*)  Vergl.  die  Anm.  zu  Nr.  172 ,  175,  176. 

a)  Loch  im  Pergament.  —  b)  Durch  ein  Loch  im  Pergament  sind  die 
feldenden  Buchstaben  verloren. 

1 74.  1300.  24.  F e b r u ar.  Heiligkreuztal.  D i e  B r ii d e r  U., 

F.,  A.,  B.  von  Andelfingen  geben  Heiligkreuztal  Lehen¬ 
güter  auf. 

In  dem  namen  des  vatters  unde  des  sunes  und  des  hailigen 
gaistes  amen.  Wir  grave  Cünrat  und  grave  Eberjihart  von  Landöwe 
gebrüder  tügent  leunt  allen  den  die  disen  brief  lesent  oder  horent 
lesen ,  das  Ulrich,  Fridrich,  Al||brelit  und  Burcart  von  Andolvingen 
gebruder  unser  manne  der  abbetissinne  und  der  samenunge  von  des 
Hailigen  Crüzes  |  Tal  uf  hant  gegeben  und  ze  köfenne  relit  und 
redeliche  dü  güt  du  hie  benemmet  sint  da  ze  Andolvingen,  die  si 
von  dem  closter  hatten  ze  lehen  nah  cinslehen  rehte  sellü  jar  umbe 
ain  halp  phunt  walises  mit  aller  der  willen  die  dar  zu  hortent, 
umbe  so  vil  Silbers  und  plienninge  alse  hie  nach  gesehriben  ist. 
Bi  dem  ersten  Cünrades  Schrigers  güt  und  swas  da  zü  höret  an 
holze  und  an  velde  gesüchtes  und  ungesüchtes,  an  wasen  und  an 
zwige  mit  allem  rehte  umbe  dricehen  mark  lötiges  silbers.  Des 
Naters  garten  bi  dem  stainhuse  umbe  fünf  phunt  plienninge  und 
drige  Schillinge.  Der  Rewinun  garten  umbe  vier  phunt  und  drige 


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Schillinge.  Des  Sahsen  garten  umbe  drii  phunt  und  fünf  Schillinge. 
Des  Rübers  garten  bi  dem  Veile  tor  umbe  ain  phunt.  Ain  wise 
dü  da  haisset  du  hovestat  umbe  sehzehen  Schillinge.  Ain  wise  in 
dem  vordem  riethe  umbe  ain  phunt.  Und  ainen  akker  vor  dem 
5  spize  und  ain  land  ob  der  kilchun,  in  allem  rehte  alse  si  die  garten 
und  dü  gut  har  braht  hant  ledecliche  und  friliche  ze  besizende  und 
ze  habende  iemerme.  Und  ze  ainem  urkünde  dirre  dinge  so  ist 
dirre  brief  büsigelt  mit  unsrem  insigel  und  mit  der  stette  insigel  ze 
Mengen. 

10  Dis  beschoch  ze  des  Hailigen  Crüces  Tal,  do  man  zalte  von 
gottes  gebürte  drücehen  hundert  jär  an  der  nehsten  mitwochen  vor 
sante  Mathyas  tage  und  wdrent  da  bi  dise  gezüge :  herre 

Johannes  von  Hornstain,  her  Burcart  von  dem  Staine,  her  Hainrich 
der  Bachritter,  her  Hainrich  von  Grüningen  ritter,  Wezel  von  Andol- 
15  vingen,  Lütram  und  Ludewig  Grüli  von  Erringen,  brüder  Burcart 
der  köfman  und  ander  biderbe  lute.  Wir  Ulrich,  Fridrich,  Albreht 
und  Burcart  von  Andolvingen  die  vor  genanten  vergehen  offenliche 
an  disem  brieve,  das  alles  das  war  ist  das  hie  vor  geschriben  stat 
und  also  beschehen  ist  und  das  wir  gewert  sien  gaenceliche  des 
20  silbers  und  der  phenninge  die  da  vor  genemmet  sint.  Und  ver- 
cihent  uns  alles  des  rehtes  vellecliche  und  sunderliche,  das  wir 
hatten  oder  haben  möhten  an  dere  güten  dü  da  vor  geschriben  sint 
für  uns  und  für  alle  unser  erben.  Wir  vercihent  uns  öch  fürbas 
aller  der  anspräche  und  des  rehtes  das  wir  hatten  oder  haben  solten 
25  an  der  wise  dü  da  haisset  under  der  müsse,  die  unser  vatter  und 
unser  veter  Wernher  gäben  ze  köfenne  dem  clöster  ze  des  Hailigen 
Crüces  Tal.  Und  bindent  uns  der  vor  geschribnen  dinge  nah  rehte 
wer  ze  sin  de  alse  vil  als  si  uns  antreffent.  Vnd  wan  wir  nit  aigenre 
insigel  habent,  so  haben  wir  gebetten  disen  brief  besigelt  mit  unsere 
30  herren  insigel  von  Landöwe  der  vor  genanten  und  der  stette  von 
Mengen  ze  ainem  ewigen  urkünde.  Wir  von  Rosenöwe  der  amman 
und  der  rät  von  Mengen  verjehen ,  daz  alles  das  wär  ist  das  hie 
vor  stat  geschriben.  Und  wan  wir  es  gebetten  wurden,  so  han  wir 
disen  brief  besigelt  mit  unsere  stette  insigel  ze  ainem  urkünde  aller 
35  dirre  dinge. 

ND :  Ub[er]  dü  gut  dü  Ulrich  und  sin  bruchder  het  in  Andolwingen. 

Zwei  S  sind  noch  vorhanden  (1,  2),  beide  den  Grafen  von  Landau 
gehörend,  das  dritte ,  von  dem  in  der  Urkunde  die  Rede  ist,  das  der  Stadt 
40  Mengen,  scheint  nie  vorhanden  gewesen  zu  sein;  denn  an  den  Pergament¬ 
streifen  lässt  sich  keine  Spur  des  Wachses  bemerken.  Die  beiden  RundS  — 


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1300. 


das  eine  aus  braunem  und  das  andere  aus  grünlichem  Wachs  —  zeigen  das 
Wappen  der  Grafen  von  Landau-Grüningen,  Hirschstangen  mit  je  4  Enden. 
U:  f  S.  CVNRADI  •  COMJTIS  •  DE  •  GRVNINGEN.  U:  f  S.  EBERHARDI  DE  . 
LANDOWE  •  COMITIS. 

175.  1300. *)  24.  April.  Heiligkreuztal.  Graf  Konrad  von 
Landau  stiftet  zu  einem  Seelgerät  eine  Wiese  an  der 

Binzwan  ge  r  Brücke. 

ln  gottes  nennen  amen.  Allen  den  die  disen  brief  lesent  edder 
hör  ent  lesen ,  die  sün  wizzen  daz  grawe  Cunraht  von  Landevve  gap 
an  sim  tode  zi  einem  sele  girait  einen  brüle,  dez  ist  siben  manne 
mät  und  lit  ennünt  des  stegevasers  vor  Bizwagser  brügge,  dem 
closter  und  der  samnuge  zi  Hailigin  Zrüzes  Tail  mit  allem  dem 
rehte  unde  giwaltesami  als  er  in  her  gihbete  hat  unde  sin  vater 
an  in  bralite  hat.  Daz  gisach  mit  dem  willen  unde  mit  dem  gnüst 
siner  bruder  grawe  Lutewigis  unde  grawe  Eberhartes.  Dez  ist  gizuig: 

sin  bihtar  phafe  Wernher  der  lupr&ster  von  Grüingin  der  da 
ist  kilherre  von  Wehringin  unde  grawe  Hainrich  von  Hattingin 
unde  her  Anshalen  von  Justingin  unde  der  von  Rosenöwe  der  am- 
man  von  Magen  unde  phafe  Lüzze  der  kilherre  von  Ezilingin  und 
Luteran  von  Erttingin  und  Lüdewig  der  wirt  von  Erttingin  und 
Hainrich  der  Huttser  von  Magen  und  bruder  Burchart  der  kofeman 
und  ander  biderbe  lute  genüge  die  sin  och  gezüge  sint. 

Diz  gisach  zi  Hailigin  Zruzes  Tail  an  sant  Marches  äbende, 
do  von  gottes  gibürt  waren  tusent  zwaihundert  und  nüzeg  jar  und 
was  in  dem  zehenden  jar.1)  Unde  das  diz  sicher  und  state  bilbe, 
so  git  grawe  Lütewic  und  sin  bruder  grawe  Eberhart  irw  insigel  an 
disen  brief  unde  sin  bihetar  zi  einem  staten  urkunde  der  warhait. 

WJB.  1826,92.  MVGAHIV,  14. 

ND  von  alter  Hand:  Uber  ain  brule  von  grawe  Cunrat  —  von  jüngerer 
Hand:  von  Landow-Binswangen. 

3  S  ;  1.  das  S  des  Grafen  Ludwig  von  Landau;  U:  f  S  •  L  •  D  •  •  • 
CAN  •  AVGVSTEN.  2.  das  S  des  Grafen  Eberhard  von  Landau.  3.  das  S  des 
Ff  affen  Wernher.  2  Heilige  stehen  en  face  im  Bilde,  der  rechts  Stehende  mit 
der  Martyrerpalme  in  der  Hand.  Zu  beiden  Seiten  im  S  Feld  eine  unleserliche 
Schrift.  U :  f  S  •  W'NHERI  •  RECTOR  •  •  •  CLIE  •  IN  •  VERENGEN. 

0  Cfr.  Nr.  172,  173,  176  je  Anm,  1). 

176.  1300. *)  24.  August.  Landau.  Kun de  der  Grafen  von 

Landau  über  eine  Schuposs  zu  Andelfingen. 

Wir  grave  Cunrat  und  grave  Eberhart  von  Landowe  künden 
daz  und  erkennen  uns  an  dizen  brief '  daz  Hainr.  von  Ebenwile 


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1300. 


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und  sins  brüders  sun  Cünrat  die  schüboz,  die  Cünrat  von  March  - 
dorf  von  inen  liet  ||  ze  rehtem  leben  in  dem  dorfe  ze  Andolvingen, 
von  üns  ze  rehten  manlehen  hant  und  geliebt  hant  von  alten  ziten 
also  ver  ze  gedenkenne  ist  und  sin  dez  ir  genedigen  herren  an  allen 
5  gerillten  und  tedingen  und  sin  öcli  dez  wer,  daz  si  noh  ir  voidern 
mit  imsern  lienden  ünd  mit  ünserre  günst  niht  getan  hant,  daz  si 
nah  rühte  an  dem  lehen  und  lehenzgewer  gegen  iman  Iren  siil  alder 
müge  mit  urkünden  dizes  briefez. 

Dlrre  brief  i wart  gegeben  do  man  zalte  von  gottes  gebürte  tüsent 
10  jar  zwä  hündert  jar  und  nun  und  nünzig  jar  in  dem  nehesten *) 
jar  an  sant  Bartolomeus  tage  in  der  bürg  ze  Landowe.  Und  ze 
ainem  waren  ürkünde  aller  der  dinge  so  hie  vor  geschriben  stant, 
so  henken  wir  die  vor  genanten  herren  grave  Cünr.  und  grave 
Eberhart  von  Landowe  unsere  insigel  an  dizen  brief. 

15  NB:  De  Ebenwiler  —  von  jüngerer  Hand:  umb  ain  schüboz  in  Andel¬ 

fingen. 

Eingehängt  sind  zwei  EundS  der  Grafen  von  Grüningen-Landau  aus 
braunem  Wachs,  die  drei  Hirschstangen  mit  je  vier  Enden  haben. 

b  Cfr.  Nr.  172,  173,  175  je  Anm.  x). 

20  177.  1300.  19.  Dezember.  Heilig  kreuzt  a  1  verkauft  eine 

jährliche  (Kilt  von  1  um  10  U  Haller  an  Alb  recht 

Kolli  ns  Töchter. 

In  gotis  nemen  amen.  Wir  Irmengart  di  abtissen  und  der 
convent  zu  Heiligen  ||  Crucistal  vurjehen ,  das  wir  mit  gemeinem  rate 
25  unsers  conventes  vurkauft  han  ||  swester  Lükart  und  Hedewige  ir 
swester,  Albreht  Kollins  dohteren  ein  pfunt  Haller  ||  geltes  uzer  einer 
wisen  di  lit  in  hegewise  under  des  Marders  wingarten,  umme  cehen 
pfunt  Haller  also  das  si  das  pfunt  Haller  an  sante  Micliahelis  dage 
nemen  suln  iemerme  di  wil  si  beide  leben.  Als  ir  einu  nit  inist, 
30  so  sol  es  die  ander  in  dem  selben  rehte  niezin  als  ob  si  beide 
lebeten,  und  nah  ir  beider  dode  sol  es  dem  closter  zu  Heili- 
crucistal  zu  einem  selgerete  ledig  sin.  *  Swo  man  aber  der  vor 
ginanten  swester  Lükart  und  Hedewige  ir  swester  das  pfunt  geltes 
us  der  wisen  nit  inrihtet,  so  suln  si  sin  us  Cünrat  des  meiers  huse 
35  an  dem  graben  lugen,  das  sol  ir  ursaz  sin  und  suln  uf  des  selben 
huses  und  der  vor  genanten  wisen  schaden  das  for  genante  pfunt 
geltes  nemen.  Dis  koufes  ist  giziug :  her  C.  der  meier  an  dem 

graben,  Ulrich  sin  brüder,  H.  der  cappelan,  Friderich  der  verwer 


62 


1301. 


burger  zu  Rüthelingen  und  bruder  Bur.  von  Heiligencrucistal.  Das 
aber  dirre  kouf  und  disu  glubede  sicher  und  an  alle  Widerrede 
blibe,  des  henke  icli  di  vor  genante  Irmel  die  abtissen  des  closters 
zu  Heiligincrucistal  min  insigel  an  disen  brief  zu  eim  offen  urkunde. 

Dis  gischach  do  man  zalte  von  Cr  ist  es  giburte  driucehin  hundert 
jar  an  dem  nehesten  gutendage  vor  sant  Thomas  dage  apostoli. 

NI)  von  später  Hand:  Ain  libding’. 

Das  S  der  Abtissin  ist  noch  sehr  gut  erhalten. 

178.  1301.  Heiligkreuztal  gibt  ein  Gut  zu  Wald  hausen 
aus  an  Rudolf  den  Suter  um  11  m.  s.  gegen  einen  Wachs¬ 
zins  von  1/2  hernach  wird  es  Seiger ät. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  diw  abbetissenne  und  der  con- 
vent  von  dez  Hailigen  Cruz  Tal  daz  ||  gut  ze  Walthusen  daz  wir 
umbe  grave  Cnnrat  koftun,  daz  man  haizet  jj  des  Oshaimers  gut,  daz 
wir  daz  habin  geben  Rudolf  dem  Suter  ze  losenen  umbe  alf  march 
silbers  und  daz  er  daz  sol  nezen  und  sin  wirten  Judente  und  Adil- 
liüt  sin  tohter  nuwan  diw  drü  men  sehen.  Und  sweles  daz  ander  uber- 
lept,  so  sol  ez  daz  ander  neizen  und  sun  uns  da  von  ainen  zinz 
gen  ain  halbes  phunt  wahzes.  Und  swenne  es  lidich  wirt  von  den 
vor  gnanten  drine  hände,  so  sol  es  aber  unser  sin  durch  ir  sele 
hail  ze  ainem  reliten  sele  gerait  ane  alle  ansprach. 

Diz  geschctch  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  drü  zehen  hundert 
jar  und  waz  in  dem  ersten.  (Siegel.) 

ND :  Ain  lipding  umb  ain  gut  ze  Walthusen. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  eingenäht.  —  Das  Pergament 
zeigt  mit  einem  scharfen  Instrument  gezogene  Linien,  die  aber  vom  Schreiber 
kaum  beachtet  sind. 

179.  1301.  15.  August.  Heiligkreuztal  verkauft  einen 
Nutzen  zu  Andelfingen  um  4  Konstanzer  an  Konrad 

den  Sachs;  hernach  wird  es  Stiftung. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  diw  abbetissene  und  ||  der  con- 
vent  von  dez  Hailigen  Cruz  Tül,  daz  wir  Maht||hilt  der  Suterinun 
und  swester  Irmi  ir  tohter  ahtodehalben  schillink  Costenzer  und 
ain  wertal  oles  habein  geben  von  Cünrat  dez  Sahsen  hofe  ze  An- 
delwingen  ze  neizzen  unz  an  ir  tode.  Dar  -umbe  gaiben  si  uns  wier 
phunt  Costenzer  und  nah  ir  baider  tode  höret  ez  an  unserz  gotes 
hus  den  selon  ze  ainem  lelit!X)  in  den  kilchhof. 


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1801. 


68 


Diz  geschacli  an  unserre  vrovn  tage  der  errun,  do  man  zalt 
von  gotes  gebürt  drii  zehen  hundert  jar  und  waz  in  dem  ersten. 
(Siegel.) 

Keine  ND. 

5  Ein  Oval  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  aus  grünlichem  Wachs ,  die 

Oberfläche  ist  teilweise  abgebröckelt. 

a)  Undeutlich  geschrieben  — . 

180 .  1301.  22.  September.  Konstanz.  P.  und  J.  von  Al¬ 

lensbach  schenken  an  Heiligkreuztal  einen  Weinberg 
10  und  nehmen  ihn  wieder  an  gegen  einen  Weinzins. 

H.  dei  gracia  Constantiensis  episcopus  nee  non  deffensor  mo- 
nasterii  Augie  maioris  omnibus  presentes  literas  inspecturis  sub\\scrij:- 
torum  noticiam  cum  salute.  Cum  viri  discreti  Peregrinus  de  Alas- 
pach  et  Johannes  tilius  suus  vineam  ||  dictam  des  Hailants 
15  gut  cum  suis  attinenciis  et  pertinenciis  universis  sitam  prope 
Alaspach  in  curia  dicta  Kapella  ||  ipsis  iure  proprietario  pertinentem 
ob  remedium  animarum  suarum  et  in  recompensam  beneficii  ipsis 
impensi  per  abbatissam  et  conventum  monasterii  Yallis  Sancte  Crucis 
in  recepcione  filie  quondam  dicti  Hailant  de  Alaspach  neptis  eius- 
20  dem  Peregrini  ad  suum  consorcium  et  claustrum  ob  preces  ipsius 
Peregrini  liberaliter  facta  donaverint  et  tradiderint  rite  et  legitime 
in  bona  valetudine  et  inter  viros  perfecta  donacione  abbatisse  et 
conventui  ipsarumque  monasterio  possidendam,  recipientes  eandem 
vineam  cum  suis  pertinenciis  abbatisse  et  conventus  nomine  excolendam 
25  pro  tempore  vite  Peregrini,  ita  quod  idem  Peregrinus  tempore  vin- 
demiarum  annis  singulis  sine  qualibet  diminucione,  sive  sterilitas 
fuerit  in  vinea  predicta  sive  non,  abbatisse  et  conventui  nomine 
census  annui  quinque  urnas  vini  mensure  in  Esselingen  irrefraga- 
biliter  debeat  presentare  pro  tempore  sue  vite  eoque  decedente  ius 
80  instituendi  et  destituendi  in  eadem  vinea  ac  locandi  eandem  ad 
abbatissam  et  conventum  reverti  debeat,  nos  nomine  et  vice  mona¬ 
sterii  Augie  maioris  cuius  gerimus  administracionem  consensum  imperti- 
mur  hoc  adiecto,  ut  abbatissa  et  conventus  ipsarumque  monasterium 
ea  subeant  onera  nomine  ipsius  vinee  que  lmcusque  eidem  et  suis 
35  pertinenciis  de  iure  vel  de  consuetudine  incumbebant  .  .  .  Sigillum 
nostrum  appendi  fecimus  quo  utimur  in  causis  et  negociis  monasterii 
Augiensis  una  cum  appensione  sigillorum  Peregrini  et  Johannis  filii 
sui.  Einverständnis  und-  Siegel  des  Peregrinus  et  Johannes  de 
Alaspach  .  .  . 


64 


1301. 


Datum  et  actum  Constantie  anno  domini  MCCC  primo  X  kalen. 
octobr.  indiccione  quartadecima. 

NB:  Super  vineam  viri  dicti  Peregrini  —  von  späterer  Hand :  de  Alas- 
pach  dictam  des  Hailant  gut. 

Brei  S.  Bas  erste  das  des  Bischofs  Heinrich  von  Klingenberg  von 
Konstanz ,  damals  zugleich  Administrators  der  Beichenau,  ein  grosses  Oval  8 
aus  grünlich-braunem  Wachs:  en  face  sitzt  der  Bischof  auf  dem  Thron,  in  der 
erhobenen  Bechten  ein  Buch,  in  der  Linken  den  Hirtenstab  haltend,  der  auf 
dem  Boden  aufstehend  mit  seiner  Krümmung  noch  in  die  Umschrift  herauf¬ 
ragt.  U:  f  S  •’  H  •  DEI  •  GRACIA  •  EPI  •  ECCE  •  CONSTAN  •  DEFENSORIS  •  MON  • 
AYGIE  •  MAIORIS.  2  und  3  sind  Bund  S.  der  beiden  von  Alienspach  aus  grünem 
Wachs.  Bie  Siegel  zeigen  einen  Bebzweig  mit  zwei  Blättern  und  einer  herab¬ 
hängenden  Traube.  U  bei  2:  f  S .’  PEREGRINI  •  DE  •  AL ASP ACH.  U  bei  3: 
f  S IOHAN  .  FIL  •  PER(EGRI  •  •  (nicht  ganz  sicher)  DE  •  ALASPACH. 

181 .  1301.  11.  Oktober.  Mengen.  Heiligkreuztal  kauft 

Ansprüche  an  ein  Gütlein  in  Andel  fingen  um  30  s. 

Konstanzer. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  diw  abbetissenne  und  der  Con¬ 
vent  von  dez  Hailigen  Cruz  TAI,  swaz  ansprach  ||  Hainrich  von  Eben- 
wiler  und  Cünrat  sines  bruder  sun  hetun  aide  mahtun  han  von  reht 
an  ||  daz  güteli  daz  da  ze  Andelwingen  lit,  daz  man  haizüt  Cünrats 
gut  von  Marhdorf,  daz  siw  sich  dez  hant  werzigen  und  uns  daz 
hant  uf  geben  gar  und  ganzelich  und  taiten  daz  mit  ir  herren  hant 
grawe  Eberhartz  von  Landeowe  von  dem  siw  sin  ze  lehen  jachen. 
Dar  umbe  gaben  wir  in  drizzege  schillige  Costenzer  phennige.  Diz 
ist  gezuch :  herre  Ulrich  der  lupriester  von  dez  Hailigen  Cruz 

T&l  und  der  von  Tentingen  und  Hainrich  Schorp  von  Phullendorf, 
Schiitunk  der  amman  und  sin  bruder  Hainrich  und  Berhtolt  der 
wirt  und  Hainrich  Bezzeli,  die  burger  ze  Maigen  und  bruder  Rudolf 
der  ledergarwe  und  bruder  Burcart  der  koffman  von  dez  Hailigen 
Cruz  TAL 

Diz  geschach  ze  Maigen  in  der  stat  in  Werneher  dez  Arzaden 
hus  an  der  mideclmn  vor  sant  Gallen  tage,  do  man  zalt  von  gotes 
gebürt  drüzehen  hundert  jar  und  waz  in  dem  ersten  jar.  (Siegel.) 

NB:  De  Ebenwiler  —  von  späterer  .Hand :  über  ain  gütli  ze  Andel¬ 
fingen  daz  man  haisst  Cünr.  gut  von  Marchtdorf. 

Von  zwei  S  ist  nur  das  erste,  das  BundS  des  Grafen  Eberhard  von 
Grüningen-Ijandau  aus  braunem  Wachs  teilweis  erhalten ;  das  8  der  Stadt 
Mengen  ist  verloren. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1801—1302. 


65 

182.  1301.  29.  November.  Riedlingen.  Heiligkreuztal 

zahlt  Held  für  Auflassung  eines  Leibgedings. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  diw  abbetissenne  ||  unde  der  con- 
vent  von  des  Hailigen  Cruz  Tül,  daz  Cünrat  der  Aichurne  von  uns 
5  den  hoff  ze  Andel||wingen  ze  ainem  lipdinge  hete,  die  wile  er  leptü, 
dem  man  da  sprichet  Welsoberchz  hofe,  unde  der  ||  Wezzelo  zehenden. 
Und  anderz  zwüz  er  da  hete,  daz  hete  er  von  uns  ze  lehen,  6z 
wairin  hofsteta,  garten,  aiker,  wisa  und  anders,  swaiz  er  da  hete 
en  holze  aide  en  weide,  daz  het  er  uns  alles  sament  uf  geben 
10  vrilich  und  willechlich  ane  alle  ansprache.  Dar  umbe  gäben  wir  im 
Silber  unde  phennige,  daz  ers  gerne  und  willechlich  tet.  Dez  ist 
gezuch:  der  lupriester  von  Rüdelinge  Berhtolt  des  smitz  sun, 

Cünrat  der  Wetterre,  llainrich  der  Swerpfurbe  von  Rüdelingen, 
Eiberhart  Mannewirff  von  Rüdelingen,  Berhtolt  Murzel  von  Ertingen, 
15  Cünrat  Wernhers  sun  von  Andelwingen  und  Walther  der  Satel, 
brüder  Cünrat  der  reventer  von  Salmanswiler  und  unserre  brüder  drie: 
brüder  Burchart  der  kofman,  brüder  Cünrat  der  kofemaister  und 
brüder  Hainrich  der  hofmaister  und  anderre  biderber  lut  gnoge  die 
der  bi  wairne. 

20  Diz  geschach  an  sant  Andreas  abenden  ze  Rüdelingen  in  des 
von  Enzlingen  hus,  do  man  zalte  von  gotes  gehurte  driu  zehen  hundert 
jar  und  waz  in  dem  erst.  (Siegel.) 

ND :  Super  bona  in  Andelwigeu  —  von  späterer  Hand:  aiu  lipding  C. 
dem  Aichlieru. 

25  Ein  BundS  des  Grafen  Mangold  von  Veringen  aus  braunem  Wachs. 

183.  1302.  9.  Mai.  Anselm  von  Wildenstein  leiht  seine 

Mühle  zu  Unlingen  dem  Konrad  Hi r lieh. 

Ich  Anshain  von  Wildenstain  künde  allen  luten,  das  ich  Cünrat 
Hirlich  ||  han  gelihen  ze  rehtem  lehen  die  milin  ze  Unlengen  an  der 
30  Kanzali,  ||  diu  von  mir  lehen  was  hern  Cünrates  saeligen  des  vogtes  || 
von  Meringen  von  dem  sie  mir  ist  ledik  worden.  Dir  re  dinge 

sint  gezige:  her  Berhtolt  von  Eberharteswiler ,  her  Eggehart 

von  Rischach  ritter,  Rüdeger  von  Bartelstain,  Cünrat  von  Hornstain, 
Gröswin  von  Hertenstain,  Ulrich  von  Buwenburk  unde  Ulrich  der 
35  mayer  von  Buwenburk  unde  ander  er  ebnere  lute  genüge.  {Siegel.) 

Der  ivart  gescriben ,  do  man  zalte  von  gotes  gebürte  drizehen- 
hundert  jar  unde  in  dem  andern  jare  an  dem  nächsten  zinstage  vor 
der  ufvertage. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  5 


66 


1803. 


ND:  Super  molendinam  des  vogtes  von  Heringen  —  von  späterer  Hand: 
in  Unlengen  an  der  Kantzach. 

Ein  Dreiecks S  aus  braunem  Wachs,  sehr  lang.  Der  nach  links 
gehende  Schrägbalken  ist  noch  deutlich  sichtbar;  die  U,  rechts  im  Eck  beginnend, 
ist  fast  ganz  verdorben. 


184.  1303.  8.  Februar.  Reichenau.  Kanonikus  Hein- 

rieh  von  Schienen  absolviert  die  Konversin  Wibradis 
in  .Heiligkreuztal  in  einer  Streitsache. 

Omnibus  presens  scriptum  intuentibus  Hamricus  de  Schinon 
ean.  ecclesie  sancti  Stephani  Constantiensis  vices  ...  H[enrici]  de/  10 
gracia  episeopi  Const.  gubernatoris  monasterii  Augie  Maions  circa 
eandem  gubemacionem  gerens  subscriptorum  noticiam  ||  cum  salute. 
Noverint  universi  tarn  posteri  quam  presentes,  quod  ego  nomine  doinmi 
mei  episeopi  predicti  et  monasterii  Augie  Maioris  ||  recepta  certa  quanti- 
tate  peccunie  a  Wibradi  converse  (!)  in  Valle  Sancte  Crucis  ipsarnque©  15 
ab  impeticione  et  causa  inter  .  .  .  episcopum  gubernatorem  monasterii 
predaxati  et  conventuni  ibidem  ex  una  et  ipsam  Wibradim  ex  parte 
altera  racione  quondam  sui  mariti  liabita  et  mota  absolvo  ipsamque 
pronuncians  in  biis  scriptis  perpetualiter  absolutem  promittens  bona 
flde  predicte  Wibradi  et  me  presentibus  obligo  ab  omni  vexatione  20 
occasione  predicte  impeticionis  perpetualiter  liberare.  (Siegel.) 

Datum  Augie  maiori  anno  damini j  MCCCIII,  VI  idus  februaru 
indictione  prima. 

NH:  De  absolutione  Wibrade. 

Ein  Oval  S  des  Kanonikers  Heinrich  von  Schienen  aus  braun-grünem  Wachs,  25 
oben  zerstört.  Das  Bild  zeigt  eine  weibliche  Figur  en  face  mit  langem  Gewände. 

XJ. DE  •  SCHINVN  •  RECTOß  •  ECCLE  •  •  • 


185.  1303.  Heinrich  Bezzeli  stiftet  für  eine  Jahrzeit 

in  Heiligkreuztal  25  U  Haller. 

L  a.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  diw  abbetissenen  von  des  Hai-  30 
lige  Cruz  II  Tal  un  diw  convent ,  daz  uns  Hamr.  Bezzeli  hat  geben 
funfeiw  und  zwainzech  phunde  Haller,  also  swenne  er  mt  ens.e, 
daz  ||  man  denne  sine  jarzit  der  mit  begange  und  ieder  vrown  a.ne 
maz  wines  gebe  und  zwd  aiger  un  ain  w.s  brot.  Den  win||sol  man 
von  dem  gftt  ze  Stogarton  nemen.  Und  alle  die  wile  er  lep  so  sun  3» 
wir  im  aine  amer  wines  gen  oeb  von  dem  gute  ze  Stogarton. 


1303. 


67 

Diz  geschach  do  man  zalt  von  gottes  gebürte  tusent  unde  dru 
hundert  jar  unde  waz  in  dem  driten.  (Siegel.) 

NI):  Super  anniversarium  Bezzili. 

Ein  OvalS  der  Abtissin,  zerbrochen  und  eingenäht. 

5  186.  1303.  6.  März.  Reutlingen.  Kono  von  Greiffen- 

stein  verkauft  ein  Gütlein  zu  Friedingen  an  Kon r ad 
den  Schüler  und  Konrad  Stähelli  von  Huldstetten  zu 
Erblehen  um  7 U  Haller. 

Ich  Cüne  der  ritter  von  Grifenstain  künde  und  vergihe  allen  .  .  ., 
10  daz  ich  Cünrat  dem  Schüler  genant  und  Cünrat  Stahelin  genant  von 
Hulstetten  und  allen  iren  ||  erben  baidü  vrowen  und  mannen,  mit 
vron  Hailigun  miner  elichen  wirtinne  und  Cünen  mines  sunes  ||  gunst 
und  gutem  willen  ze  cüffenne  han  gegäben  rehtes  und  redeliches 
eüffes  daz  güteli  daz  ich  ze  Fridingen  in  dem  dörfelin  hette,  da 
15  Cünrat  von  Kettenagger  uffe  sizzet,  umb  ahtodehalp  phunt  Haller, 
die  si  mir  und  miner  wirtenne  und  ouch  Cünen  minem  sune  ver¬ 
golten  hant  und  gegeben.  Ich  han  och  daz  selbe  güteli  iezont  dem 
Cünrat  dem  Schüler  und  allen  sinen  brüdern  und  dem  Cünrat  Stähe- 
lin  geluhena),  wan  si  es  von  mir  ze  lehen  gereten  z  enphahenne. 
20  Und  ist  ouch  gerette,  daz  alle  mine  erben  der  vor  genanter  Cünrad  des 
Schfders  und  Stähelins  erben  allen  samet,  es  sien  vrowen  oder  man, 
daz  selbe  güteli  immer  me  lihen  sülen  ane  allen  iren  schaden.  Und  in 
zweien  schaden  si  von  des  gütelins  wegen  cüment  oder  miner  erben 
oder  min  selbes  sumunge  wegen  com  ent,  den  schaden  sulen  wir 
25  in  allen  samet  abe  tün  ane  allen  iren  schaden  und  sülen  in  daz 
güteli  immer  me  ewelich  vertigon  und  uff  rillten  an  alle  stetten,  swa 
si  de  dehain  criec  oder  arbaite  an  gat  und  sulen  ouch  daz  selben 
tün,  ist  daz  si  daz  selbe  güteli  versezze[n]t  oder  cüffent,  den  liuten, 
swer  die  sint  den  si  es  versezzent  oder  ze  cüffenne  gent,  und  tün 
30  wir  des  nit,  so  sülen  si  alles  unser  güt  daz  wir  denne  haben  cüm- 
mern  und  noten,  unz  daz  in  alles  daz  uff  gerihtet  wirt  ganzeliche 
daz  hie  vor  geschriben  stat.  Wir  Hailige  des  vor  genanten  von 
Grifenstain  wirtinne  und  Cüne  sin  sun  (Bekenntnis) .  Daz  aber  dis 
alles  war  sie  und  her  nach  sicher  und  state  beliber  (!),  des  han  ich 
35  der  von  Grifenstain  min  insigel  an  disen  brief  gehenget  ze  ainem 
offenne  urkünde.  Wan  aber  wir  du  Hailigge  und  Cüne  sin  sun  nit 
aigens  insigels  haben,  so  vergehen  wir  disse  eüffes  under  dem  selben 
insigel.  Des  sint  gezüge:  Ulrich  der  Maier  der  zunftmaister, 

Hainrich  der  Maier,  des  Taverners  tohterman,  Bur.  der  Camerer, 


68 


1303. 


Walter  von  Haigingen,  ain  rihter  ze  Rütlingen,  Ber.  der  Frige  von 
Fri  dingen  und  ander  er  bare  Itite  gnoge. 

Daz  beschach  ze  Rütelingen  in  der  stat,  do  man  von  gottcs 
gebürt  zalte  drüzehen  hundert  jar  und  dar  nah  in  dem  dritten  jare 
an  der  nähsten  mitwochen  nah  den  vier  tagen  in  der  vastun.  5 

Die  zwei  S  sind  weggerissen. 

a)  Vor  geliehen  ist  ze  gestrichen  und  nachher  han. 


187.  1303.  1.  Mai.  Heiligkreuztal.  4  Brüder  von  Andel¬ 
fingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  ihr  Gut  zu  Andel-  10 

fingen. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  wir  Ulrich  von  Andilvingen  [|  genant, 
Albrecht,  Fridrich  und  Burchart  gebrüder  vergehin  vrilich  und  um- 
beschwngelich,  daz  wir  unseren  vrown  ||  der  abbetissun  und  dem  con- 
vent  von  Haligcrucestal  habin  gegebin  ze  köfende  unser  gut,  daz  15 
ze  Andilvingen  lit,a)  ||  alse  her  nach  gescriben  stat:  . .  .  zem  ersten  ain 
halbe  hübe  diu  liaizet  Maerkelins  dez  Schrigers  güt  umbe  drizehen- 
dehalbeb)  marke  Silbers  und  fünf  juchart  akkers  und  ainec)  wise 
und  ainen  garten  der  haizet  der  Laenginun  garte  umbe  fünf  marke 
silbers,  und  vergehin ,  daz  wir  dis  gutes  gar  und  gsenzelich  gewert  20 
sigin  und  verzihin  uns  für  uns  und  für  allen  unser  erben  die  wir 
ieze  habin  oder  hernach  gewinnen  mugin,  aller  der  ansprach  und 
alles  dezd)  rechtes  dez  wir  an  das  vor  genante  güt  habin  soltun,  mit 
disen  brief.  Das  aber  alles  daz  war  si  und  craft  und  macht  habe 
und  an  alle  gevserdee)  geschehen f)  si,  so  geben  wir  den  vor  genanten  25 
unseren  vrown  für  uns  und  für  unser  erben  dizen  brief  besigelt  mit 
unsers  herren  grave  Eberhardes  von  Landöwe  ingesigel.  Wir  der 
grave  Eberhart  von  Landöwe  vergehin,  daz  wir  disen  brief  besigelt 
habin  mit  unserme  ingesigel  durch  Ülrichs  von  Andilvingen  und 
siner  brüder  bette  willen  ze  ainem  warun  urkunde,  daz  alles  daz  30 
war  si  swas  hie  vor  gescriben  stat.  Des  ist  gezüg:  herre  Ul¬ 

rich  der  cappelan  von  Hailigcrucestag  (!)  ain  priester,  herre  Cünrat 
von  Andilvingen  ain  priester,  Schiltung  der  vogt,  Bertold  von  Rain 
genant,  Arnolt  Gremse  ain  burger  von  Maengen,  Ulrich  Hannenbize, 
der  Raiger  von  Maengen  und  anderre  biderbe  gezuge  ain  micheltail.  35 

Dir  re  brief  wart  gegeben  ze  Hailigcrucestal  in  dem  rossehus, 
do  man  zalt  von  gottes  gebürte  druzehenhundert  jar  und  dar  nach 
in  dem  dritten  jar  an  sant  Walpurg  tag  ze  inga endigen  maigen. 


1303. 


69 


NH:  Uber  einin  gut  ze  Andolfingen. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  braunem  Wachs. 

a)  as  gestrichen.  —  b)  Vor  dem  ersten  h  ein  unterpunkleltes  1.  — 
°)  Hernach  wiss  ausgestrichen.  —  d)  Hernach  gutes  d  gestrichen.  —  e)  Hernach 
5  gesehen  s  gestrichen .  —  f)  Vorlage:  geschesen. 

188.  1303.  15.  Juli.  Riedlingen.  Anselm  von  Justingen 

verkauft  an  Heiligkreuztal  Leibeigene  um  15  U  Haller. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  ich  Anshain  von  Justingen  genant  ver¬ 
gifte  ||  und  tun  kunt  offenlicli  an  disem  brief \  daz  ich  verköfet  han 
10  minen  vrown  baidu  der  abbatissun  und  dem  convent  vona)  IJailig- 
cru||cestal  die  lüte  die  her  nach  gescriben  stant,  die  min  aingen 
waren,  umbe  funzehen  phunt  Haller,  der  ich  von  in  gar  und  ganze- 
lich  ge||wert  bin  und  mir  ze  nuzze  komen  sint,  daz  ist  zem  ersten 
die  Hoppelirin  und  iru  kint  diu  ze  Walthusen  sizet,  Rudolf  den 
15  maier  und  alliu  sinu  kint,  die  Kurzinun  und  iru  kint,  Appen  Zurnin 
wirtinne  und  iru  kint,  Rudolf  des  Suters  wirtinne  und  iru  kint  und 
Lütoldes  wirtinne  und  iru  kint  und  Buggen  Hullinges  wip  und  sinu 
kint.  Die  hab  ich  in  gegebin  ze  besizende  und  ze  niesinde  in 
allem  dem  rechte,  als  ich  si  vor  hette  an  gevaerde.  (Siegel.)  Dez 
20  ist  gezüg :  herre  Cünrat  der  tegan  von  Andilvingen,  herre  Cün- 

rat  der  lütpriester  von  Binswangen,  herre  Ülrich  der  lüpriester  von 
Hailigcrucestal,  Cünrat  Hirlich  und  Wezel  von  Andilvingen  und 
anderre  biderber  lüte  ain  micheltail . 

Dirre  brief  wart  gegeben  ze  Rüdlingen,  do  man  zalt  von  gottes 
25  gebürte  druzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem  dritten  jar  an 
sant  Margaretun  tag. 

NH:  Super  homines  in  Walthusen. 

Ein  BundS  des  Anselm  von  Justingen  des  Älteren.  Zu  beiden  Seiten 
des  dreieckigen  Schilds  befindet  sich  im  Siegelfeld  ein  Stern. 


80  189.  1303.  21.  Juli.  Anselm  von  Justingen  schenkt  ein 

Gut  zu  Hundersingen  an  Heiligkreuztal. 

Allem  .  .  tun  ich  ||  Anshain  von  Justingen  kunt  mit  disem  brief e, 
das  ich  gib  und  ||  han  gegeben  dem  gotzhuse  ze  Hailigen  Cruzes  Tal 
die  aigens||chaft  ains  gutes  ze  Hundersingen,  das  C.  Ilirlichs  leben 
35  von  mir  was:  der  ober  bungart  im  dorfe  und  zwo  juchart  akers 
der  hinder  und  zwo  juchart  akers  vor  Osterholze.  (Siegel.) 

Dirre  brief  wart  gegeben ;  do  man  zalte  von  gotz  gebürte  driu- 


70 


1304. 


zehen  h ander  jar  and  drin  jar  an  dem  liebsten  sunnun  tage  vor 
*ant  Marian  Magdalenun  tage. 

SD:  Ain  fri  brief  nmb  /ei«  z>reUt*  umb  au*ge*triehen)  Hiriirw  leben  von 

Htmdenringen.  „  „ 

/;,«  Uund8  dt §  Antdm  von  dringen  dt*,  AUtrtn  au*  braunem  Watte.  5 

wi«  bei  Ar.  Xbb. 


/.00.  1 304.  0.  April.  .Salm  ans  weiter.  Die  Äbtissin  von 

Hei ligkreuztal  beurkundet  die  Jabrzeitstiftung  des 
Rudolf  Frdning,  dessen  Tochter  Nonne  im  Kloster  ist. 

/.  g.  n.  a.  Wir  swester  Innengart  diu  tebtissenne  und  diu  10 
sarnenunge  von  des  Hailigen  Crintzstal  tunt  kunt  allen  .  .  daz  wir 
mit  gunste  und  mit  rat  unser»  berren  des  abtes  von  Balmanswiller 
berri  Kädolf  Fröning  graven  Hages  amrnan  von  Werdenbere  arntnan 
gelobt  bant  von  dem  wingartin,  den  er  siner  tobter  diu  in  unsenn 
eioster  ist  swester  Hedwig  gegeben  bat.  der  ze  Marcorf  lit.  von  jar  15 
ze  jar  den  nutz  der  von  dem  selben  wingarten  kamt  gaentzelich 
und  mit  tri u wen  an  alle  Widerrede  antwurtin  swester  Haedwig,  daz 
si  da  mit  bütz  ir  gebresten  und  swaz  si  bedarf  davon  neme  die 
wil  si  lebe.  Und  swenne  si  stirbet.  s o  sol  der  selbe  nutz  de«  win¬ 
garten  unserr  sarnenunge  an  dem  tag  des  vor  genanten  hem  Rödolfes  20 
jarzit,  swenne  daz  vallet  in  dem  jar,  an  alle  sumsali  ze  ainern  dienst 
gegeben  gaentzelich  werden  und  getriulich.  Und  wer,  daz  niemer 
geschehen  rnuze,  daz  wir  ald  unser  nakomen  dekainer  diz  iuber 
Giengen.  so  sol  der  wingart  lidiger  und  unbeki  um  Vierter  an  den  con- 
vent  von  Salmanswiller  vallen  und  sol  dem  der  selbe  nutz  gaentze-  25 
lieh  ze  ainern  dienst  werden  gegeben  an  dem  jarzit,  swenne  daz 
vallet,  als  vor  gesprochen  ist.  (Siegel) 

Uiz  geschieh  ze  Salmanswiller,  da  man  zalt  tan  gatte %  gebiurtc 
tusent  und  driu  hundert  jar  dar  nach  in  dem  vierden,  V.  idus  apnlis 
indietiane  II. 


SD:  Snper  anniversariijm  Kbdolfi  dez  amnaes  de  Monte  «ancto  ton 

späterer  Hand:  Tinea  in  Marcbtdorf. 

Kin  OralS  der  Abtissin  von  Heilig  kr  euztal  au*  braunem  Wach*. 


10 1.  1304. 

kauft  alle 


20.  Oktober.  Anselm  von  Justingen  ver¬ 
neine  Besitzungen  in  Ilundersingen  an  55 
Heiligkreuztal  um  180  m.  s. 


Ich  Anshalm  der  edel  von  Justingen  cergihe  und  tun  kunt 

allen  den  die  dmn  brief  an  sehent  leeenl  oder  hirent  leien,  daz 


1304. 


71 


ich  mit  verdahtem  müt  und  mit  gutem  willen  miner  lieben  elicher 
wirtin  vröwen  Haylj|gun  unbetwungelichen  han  gegeben  ze  köffende 
umb  hundert  und  ahtzech  march  silbers  lötiges  Kostentzer  gewei|jges, 
daz  ich  gar  und  geintzlich  bin  gewert,  den  gaistlichen  vröwen  miner 
5  vröwen  der  abtissin  und  der  samenunge  dez  closters  daz  man  nemmet 
Hailigcrücestal  ordens  von  Cytel  alles  daz  gut,  daz  ich  han  in  dem 
dorfe  ze  Hundersingen,  ez  sien  aekker,  ivise,  en  holtz,  en  veld,  en  weisen , 
en  zwie,  holzmarch,  gesüchet  oder'  ungesüchet,  liüte  und  gut,  swaz  ich  da 
han  für  ain  reht  aygen ,  als  ich  und  min  vorderen  ez  her  haben  braht 
10  ze  habend  und  ze  niezzende  eweclichen  ane  alle  min  und  miner  erben 
ansprache.  Ich  han  in  öch  gegeben  alle  min  lute  in  dem  selben 
rehte,  die  da  sitzent  zwischen  der  Tünöwe  und  der  Byberach  und 
me.  Atnz  han  ich  mir  und  minen  erben  uzgedingüt,  daz  sint  alle 
mine  vogtlute  die  ze  Hundersingen  sitzent  und  mit  namen  Mehthilden 
15  die  Kelnerin  und  irtu  kint,  Berhtolden  Harlungun,  Mehthilden  sine 
wirtin  elichen  und  iriu  kint,  alle  min  edel  liüte  und  alliu  miniu 
manlehen.  Ich  han  öch  uzgedingut  ein  hus  und  ein  geirtlin  da  diu 
Blaenkin  inne  sitzet  und  den  böngarten  der  da  lit  under  der  kirchen 
ze  Hundersingen  und  die  wise  diu  da  haizzet  Boltstainach.  So  han 
20  ich  öch  gedingut  zway  viertayl  Öles  an  daz  lieht  der  selben  kirchen 
ze  Hundersingen  uz  Mültscherren  garten  und  uz  dem  garten  der  da 
lit  bi  dez  Buwenburgers  garten.  Cunraden  Hirlichen  sülen  mine 
vröwen  die  vor  gnanten  günnen  ze  höwend  brenneholtz  in  sin  hüs, 
die  wil  er  lebt.  Ist  daz  im  sin  hüs  verbrinnet,  so  süln  sie  im 
25  günnen  ze  höwende  gemainz  holtz  ze  ainem  hüse.  Ich  vergihe  öch 
me,  daz  ich  minen  vröwen  den  vor  gnanten  lüte  und  gut  als  vor  ist 
geschriben  han  gegeben  mit  allem  dem  reht,  als  ein  vrier  man  sin 
aygen  güt  von  im  mach  gegeben  und  öch  an  den  steten,  da  er  ez 
mach  getün  beidiu  mit  der  hant  und  öch  mit  den  Worten,  für  alle 
30  ansprache  min  und  aller  miner  erben  diu  geschenhen  möhte  an 
gaistlichem  oder  an  weltlichem  gerihte.  Ich  sol  öch  der  vor  gnanten 
güte  und  lüte  und  swaz  vor  ist  geschriben  miner  vröwen  der  vor 
gesprochen  rehter  gewer  sin  nah  rehte  jar  und  tach.  Weir  öch 
daz  in  lüte  oder  güt  inner  dem  selben  jare  angesprochen  würden 
35  daz  vor  stat  geschriben,  dez  sol  ich  si  verstan  nach  rehte.  Ist  daz 
die  edelen  graven  Hainrichen  von  Veringen,  graven  Eberharten  von 
Landöwe  mine  lieben  oehaim  und  hern  Swiggern  den  langen  von 
Gundelvingen  oder  hern  Berhtolden  sinen  brüder,  ob  her  Swigger 
der  lange  dar  bi  niht  gesin  mach,  dunket  uf  ir  ayt,  daz  diu  an- 
40  spräche  redlich  si,  so  sol  ich  si  verstan  nach  rehte  als  vor  ist  ge- 


72 


1304. 


schriben.  Dunket  si  aber  diu  ansprache  unredlich,  so  sol  ich  si 
nih  verstan.  Weil’  öcb,  daz  der  drier  vor  gnanten  manne  etlicher 
enweir  do  got  vor  si,  inner  dem  zil  als  ich  gewer  sol  sin  der  vor 
gnanten  güte  und  lute ,  so  süln  die  andern  zwene  uf  ir  ayt  ainen 
andern  zuz  in  nemen  der  si  schidelich  und  gut  dar  zu  dunke.  Ich  5 
sol  öch  kaines  underganges  were  sin  miner  vröwen  der  vor  gnanten. 
Und  daz  steit  blibe  und  unzerbrochen  swaz  vor  stat  geschriben,  dar 
umb  gib  ich  minen  vröwen  den  vor  gnanten  der  abtissin  und  der 
samenunge  dez  vor  gesprochen  closters  disen  brief  gevestont  mit  minem 
insigel  mit  der  edelen  graven  Hainriches  von  Veringen,  graven  Eber-  10 
hartz  von  Landöwe  miner  oehaim  der  vor  gnanten  und  mit  mines 
lieben  vetern  hern  Anshalms  von  Wildenstain  insigelen,  diu  selliu  dar 
an  hangunt.  Der  dinge  sint  geziuge :  her  Berhtolt  der  tegan 

von  Sulgun,  her  Cünrat  der  tegan  von  Andelvingen,  her  Cünrat  der 
kircherre  von  Binswangen,  her  Rudolf  der  kircherre  von  Justingen  15 
priester,  her  Hainrich  von  Gundelvingen  chorherre  von  Strazburch, 
her  Cünrat  von  Gundelvingen  kircherre  von  Tüwingen,  her  Herman 
von  Hornstain  der  kircherre  von  Blochingen,  her  Hainrich  sin  brüder, 
her  Johans  sin  veter,  her  Hainrich  Ylekke  ritter,  Cünrat  von  dem 
Stain,  Berhtolt  sin  brüder,  Walther  Bosse,  Eberhart  sin  brüder,  20 
Cünrat  von  Wülvelingen  der  amman  von  Mundrichingen ,  Cünrat 
Zehe  der  amman  von  Ehingen,  Lüdwig  Grüwellin  von  Ertingen 
und  vil  anderre  ersnmer  lute. 

Daz  geschach  nach  gotes  gebürt  driuzehen  hundert  jar  in  dem 
vierden  jar  an  dem  naehsten  zinztage  nach  sant  Gallen  tage.  25 

Reg. :  MV  GÄR  IV,  17. 

ND :  Super  predium  in  Hundersingen  —  von  späterer  Hand:  von  den 
von  Justingen  —  nochmals  von  alter  Hand:  Super  predium  in  Hundersingen. 

4  S  aus  braunem  Wachs ;  das  erste  ein  Rund  S  des  älteren  Anselm  von  Justingen; 
das  zweite ,  ein  S  des  Grafen  Heinrich  von  Neuveringen ;  das  dritte,  ein  S  des  30 
Grafen  Eberhard  von  Landau ;  das  vierte,  ein  dreieckiges  S  des  jüngeren 
Anselm  von  Justingen.  Eine  CCH ,  jedenfalls  aus  dem  16.  Jahrhundert  liegt 
noch  vor. 


192 .  1304.  20.  Oktober.  Die  Gegen  urkunde  der  Ab¬ 
tissin  über  vorstehenden  Verkauf.  35 

Wir  vröwe  Irmengart  diu  abtissin  und  diu  demütig  samenunge 
dez  closters  daz  man  nemmet  Heiligencrücestal  ||  Ordens  von  Cytel 
vergehen  und  tüien  kunt  allen  'den  die  disen  brief  an  sehent,  lesent 
oder  hör  ent j  daz  wir  umb  den  edelen  ||  herren  hern  Anshalmen  von 


1304. 


73 


Justingen  und  umb  vröwen  Hailgun  sine  elichen  wirtin  mit  ir  beider 
veraintem  mute  und  mit  gemain||em  ratli  haben  geköffet  umb  hun¬ 
dert  und  ahtzech  march  lötiges  Silbers  Kostentzer  geweges  alles  daz 
gut  daz  si  hant  in  dem  dorfe  ze  Hundersingen,  ez  sin  aekker,  wise , 
5  en  holtz,  en  veld,  en  ivasen,  en  zwie,  holtzmarch,  gesüchet  oder  un- 
gesüchet ,  lute  und  gut ,  swaz  si  da  hant,  für  ain  reht  aygen  als  si 
und  ir  r ordern  her  hant  hraht  lute  und  gut  ze  habend  und  ze  niez- 
zend  ewe clichen  ane  alle  ir  und  irre  erben  ansprache.  Si  hant  uns 
öch  gegeben  alle  ir  lute  in  dem  selben  rehte  die  da  sitzent  zwischan 
10  der  Dünöwe  und  der  Byberach  und  me.  Aines  hant  si  in  selben 
und  iren  erben  uzgedingut,  daz  sint  alle  ir  vogtlüte  die  ze  Hunder¬ 
singen  sitzent  und  mit  namen  Maehthilden  die  Kelnerin  und  iriu 
kint,  Berhtolden  Harlungen  Maehthilden  sin  elichen  wirtin  und  irtu 
kint,  alle  sin  edel  lute  und  aelliu  siniu  manlehen.  Si  hant  öch  uz- 
15  gedingut  ain  hüs  und  ain  geirtlin,  da  die  Blaenkin  inne  sitzet,  und 
den  böngarten  der  da  lit  under  der  kirchon  ze  Hundersingen  und 
die  wise  diu  da  haizzet  Boltstainach.  So  hant  si  öch  gedinget  zway 
vertail  Öles  an  daz  lieht  der  selben  kirchen  ze  Hundersingen  uz 
Mültscherren  garten  und  uz  dem  garten  der  da  lit  bi  dez  Buwen- 
20  burgers  garten.  Cunraden  Ilirlichen  sülen  wir  günnen  ze  höwend 
brenneholtz  in  sin  huz  die  wil  er  lebt.  Ist  daz  im  sin  huz  verbrinnet, 
so  süln  wir  im  günnen  ze  höwend  gemain  zimber  ze  ainem  huse.  Si 
hant  uns  öch  me  getan,  si  hant  uns  lute  und  gut  swaz  vor  ist  ge- 
schriben  gegeben  mit  allem  dem  rehte  als  vrie  lute  ir  aigen  gut 
25  von  in  mügen  gegeben  und  öch  an  den  steten  da  si  ez  mügen  getün, 
beidiu  mit  den  henden  und  öch  mit  den  Worten  für  alle  ansprache 
ir  und  aller  irre  erben,  diu  möhte  geschehen  an  gaistlichem  oder 
an  weltlichem  gerihte.  Si  süln  öch  der  vor  gnanten  güte  und  lüte 
und  vor  ist  geschriben  unser  rehte  gweren  sin  nach  rehte  jar  und 
30  tach.  Weil*  öch,  daz  uns  lüte  oder  gut  inner  dem  selben  jare  an¬ 
gesprochen  würden  daz  vor  stat  geschriben ,  dez  süln  si  uns  ver- 
stan  nach  rehte.  Ist  daz  die  graven  Hainrichen  von  Veringen, 
graven  Eberharten  von  Landöwe  hern  Swigern  den  langen  von 
Grimdelvingen  oder  hern  Berhtolden  sinen  brüder,  ob  her  Swigger 
85  der  lange  da  bi  niht  mag  gesin,  dunket  uf  ir  ayt  daz  diu  ansprache 
redlich  si,  so  süln  si  uns  verstan  nach  rehte  als  vor  ist  geschriben. 
Dunket  si  aber  diu  ansprache  unredlich,  so  süln  si  uns  niht  ver¬ 
stan.  Weil’  öch  daz  der  drier  vor  gnanten  manne  etlicher  enweir 
da  got  vor  si,  inner  dem  zil  als  si  gewern  süln  sin  der  vor  gnanten 
40  güte  und  lüte,  so  süln  die  andern  zwene  uf  ir  ayt  einen  andern 


74 


1304. 


zuz  in  nemen,  der  si  schidlich  und  güt  dar  zu  dunke.  Si  süln  öch 
kaines  underganges  unser  gweren  sin.  Und  daz  wir  für  baz  kaine 
forderunge  haben  gein  unserm  lierren  herin  Anshelm  von  Justingen 
und  gein  vröwen  Hailgun  siner  elicher  wirtin  den  vor  gnanten  umb 
swaz  vor  ist  geschriben  wan  als  an  disem  brieve  niwen  stat,  dar 
umb  geben  wir  in  disen  brief  gevestent  mit  unserm  insigel,  mit  der 
edelen  unser  herren  graven  Hainriches  von  Veringen,  graven  Eber- 
hartez  von  Landöwe  der  vor  gesprochen  und  mit  der  burger  von 
Meingen  insigeln  diu  selliu  dar  an  hangunt.  Der  dinge  sint  geziüge: 

her  Berhtolt  der  tegan  von  Sulgun,  her  Cunrat  der  tegan  von 
Andelvingen,  her  Cunrat  der  kircherre  von  Bynzwangen,  her  Rudolf 
der  kircherre  von  Justingen  prlester,  her  Hainrich  von  Gundelvingen 
churherre  ze  Strazburch,  her  Cunrat  von  Gundelvingen  chircherre 
von  Tüwingen,  her  Herman  von  Horstain  der  chircherre  von  Blo¬ 
chingen,  her  Hainrich  sin  brüder,  her  Johans  sin  veter,  her  Hain¬ 
rich  Vlekke,  ritter  Cunrat  von  dem  Stain,  Berhtolt  sin  brüder,  Walther 
Bosse,  Eberhart  sin  brüder,  Cunrat  von  Wülvelingen  der  amman 
von  Mundrichingen,  Cunrat  Zehe  der  amman  von  Ehingen,  Ludwig 
Grüwellm  von  Ertingen  und  vil  anderre  ersamer  lute. 

Daz  geschach  nach  gotes  gehurt  drtuzehenhundert  jar  in  dem 
vierden  jar  an  dem  naehesten  zinstage  nach  sant  Gallen  tage. 

Das  Reg.:  MVGAH  IV,  18  gibt,  wenn  es  die  uns  vorliegenden  Urkunden 
zusammenfassen  soll,  den  Inhalt  nur  sehr  ungenau  wieder. 

ND:  umb  dü  gut  ze  Hundersingen  dü  wir  koufftun  umb  bern  Anshelm 
von  Justingen. 

Von  vier  S  ist  das  vierte  erhalten,  ein  Dreieck  S  aus  braunem  Wachs,  das 
der  Stadt  Mengen. 

193.  1304.  23.  Oktober.  Mengen.  Benz  Murzel  wird 

vor  Gericht  zu  Mengen  mit  seiner  Klage  gegeu  Heilig¬ 
kreuztal  abgewiesen. 

Alle  litte  .  .  die  min  wissen ,  daz  Benze  Murzel  von  Ertingen  || 
kam  ain.  tage  für  den  amman  und  die  ricther  ze  Mengen  umme  || 
alle  klacge,  die  er  hete  gen  den  ersamen  vrowen  der  .  .  .  abtissen 
und  dem  convente  von  des  Hailigencruzstal,  ||  es  wer  umme  agger 
oder  umme  wisen,  umme  ains  oder  ummes  ander.  Daz  wart  ver- 
urtaildet  also,  daz  die  vrowen  ledic  wurden  aller  der  klacge,  die  der 
selbe  Murzel  gen  den  selben  vrowen  hete  und  daz  er  sie  offenlich 
vor  gericthe  ledic  lisze  aller  der  klacge,  die  er  sie  hete  ansprechen 
bis  uf  den  selben  tage.  Dis  urtailde  wart  gesprochen  ze  Müngen 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1305. 


75 


vor  Arnolt  dem  amman  und  ist  ir  gezuic:  Eberhart  der  arnman 

von  der  Scher  der  fursprech  waz  Benzen  Murzeis,  Cunrat  der 
Locheier  der  fursprech  was  der  vor  genanten  vrowen,  Bertolt  der 
Locheier,  Abelin  von  Dingen,  Wernher  der  Murer,  Hainrich  Bozeli, 
5  Cunrat  Ralle,  Cunrat  der  Mulner,  Cunrat  der  Wilde,  Herman  der 
Keiner  und  Rudeger  der  Horge.  (Siegel.) 

Disu  urtailde  wart  gesprochen  ze  Mengen  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürte  druzehenhundert  jar  und  in  dem  vierden  jar  an  den 
nahsten  vritage  nach  sant  Gallen  tage. 

10  ND  von  späterer  Hand:  ain  verricht  brief  gen  Bentzen  Murtzel. 

Ein  dreieckiges  S  der  Stadt  Mengen. 

194 .  1305.  22.  Februar.  Ertingen.  Graf  Eberhard  von 

Landau  freit  Wiesen  für  Mechthild  von  Bilafingen  um 

16  U  Konstanzer. 

15  I.  n.  d.  a.  Wir  grave  Eberhart  von  Landowe  geben  ze  wissinde 
allen  den  disen  brief  shehent  older  ||  hör  ent  lesen ,  urkunde  dirre  ge- 
scrift.  Won  der  dinge ,  so  dü  litte  mit  gemechte  über  ain  choment, 
zhire  in  disen  ||  cranken  seiten  vorgessen  wirt ,  so  müs  man  si  mit 
gescrift  und  mit  insigelne  fürsicheren  und  besteten.  Har  umbe  so  || 
20  wissint  adle  als  vor  gescriben  ist,  daz  die  wiesen  in  Ertinger  burge- 
imta)  der  firt  manne  mat  sint,  die  üser  und  ünserren  vorduren  aigen 
waren  und  die  Lutwic  Grüwilin  von  Ertingen  von  uns  zhe  lehen 
hatte,  die  hat  er  verchoft  und  het  sie  gügeben  Müchtihilt  von  Bila¬ 
fingen  umbe  XVI  phunt  Kostenzer  phenninge  und  hat  er  uns  die 
25  wider  lait  mit  anderen  wisen  und  git  uns  uf  die  vor  genanten  wisen, 
die  wir  geben  mit  munde  mit  hande  und  mit  briefen  der  vor  ge¬ 
nanter  Mechthilt  für  ain  frijs  aigen  zhe  besitzenne  mit  allen  rechten 
ane  alle  gefürde.  Dirre  Sache  sint  gezhüge:  har  Hainrich  ain 

rittür  von  Magenböch,  Walter  von  Hulsteten,  har  Ebli  von  Diegen, 
30  Cunrat  der  müller,  Cunrat  der  Löchler,  Mangolt  der  Hitzhofer, 
Bertholt  Marstech,  Werher  der  Arzet  burger  ze  Mengen.  (Siegel.) 

Dis  büshach  zhü  den  zhiten,  do  man  zhalt  von  gottes  gübürte 
tusent  jar  und  trühundert  jar  in  dem  fünthen  jar  an  sant  Petürs 
tage  der  da  haiset  cathedra,  indicione  tercia. 

35  ND  :  Über  vier  mansmat  wiso  ze  Ertingen. 

Ein  S  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  braunem  Wachs;  teil¬ 
weise  beschädigt. 

a)  Wohl  zu  lesen:  burgeamit. 


76 


1305. 


195.  1305.  Zwischen  3.  März  und  18.  April.  Juzza  Mangol- 
tin  verkauft  Güter  an  Heiligkreuztal  um  11  (13)  U  J). 

Allen  .  .  tun  ich  Cunrat  von  Marchtorf  ain  wars  urkunde  aller 
dinge  so  an  disem  brief  gescnben  stai.  Wissint  alle  die  nu  sint  ald 
her  nah  kontent,  daz  Juzza  Mangoltin,  Hainze  ir  sun  und  Güta  ir 
tohtera)  von  Marchtorf  du  min  relit  aigen  sint,  dur  ir  rehtun  no- 
turfte  mit  minem  gunst  und  mit  miner  verhengde  verchoft  haut  relit 
und  redelich  ainen  wingarten  ze  Wangerriet  des  sehs  bette  sint  der 
ir  aigen  was  und  den  bongarten  der  der  zu  heoret  der  och  lit  ze 
Wangerriet,  den  gaischlichen  vrowen  .  .  .  der  abtischen  unde  dem  Con¬ 
vente  vom  Hailigen  Cruzestal  umbe  ainluf  phunt  phennig  Costenzer 
munse  und  umbe  zwa  phunt  du  mir  wrden  daz  ich  den  kof  ver¬ 
hängte,  wan  die  vor  genanten  lute  min  aigen  sint.  (Quittung.) 

Dir  re  kof  geschah  in  der  vastun  do  man  zalt  von  gottes  gebürte 
tusent  jar  drin  hundert  jar  und  funfb)  jar  indictione  . .  .c)  Und  ivarent 
der  bi:  bruder  Hainrich  von  Schaf husen  ain  Salmanswiler 

bruder,  Bur.  von  Luchilk,  Hainrich  der  Ehinger  von  Marchtorf,  Cün- 
rat  der  Zoller  von  Marchtorf  und  anderre  .  .  .  (Siegel.) 

ND:  Ze  Marchtdorf  umb  ain  wingarten  und  ain  böngarten  ze  Wangerriet. 

Ein  BundS  des  Konrcid  von  Markdorf  aus  dunklem  Wachs. 

a)  Hernach  dur  gestrichen.  —  b)  fünf  steht  auf  Rasur,  ursprünglich  stand 
driu.  —  c)  Die  Indiktionszahl  fehlt,  der  Raum  ist  leer. 

196.  1305.  25.  Juli.  Mengen.  Die  Bu  wen  bürg  er  gehen 

an  Heiligkreuztal  eine  Lehenwiese  auf. 

Wir  Ülrich  Hainrich  Ortolf  und  Eberli  gebruder  die  genant 
sint  Buwemburger  ||  fügen  kunt  .  .,  daz  wir  unsern  vrowen  der  ab- 
tissen  und  dem  convent  gemainlich  von  des  Hailigencruzstal  uf 
geben  haben  daz  lehen  der  wisun  die  genant  ist  des  Yradres  wiz. 
(Einverständnis.)  Und  beschach  das  ze  Mengen  in  Hainrichs 

Wilden  hus  vor  hern  Cunrat  dem  vogge  von  Sigmaringen,  Schiltunc 
genant.  Hie  bi  was  die  des  gezuic  sint:  her  Johans  von  Hornstain 

von  Wulvelingen  genant,  her  Eckarth  von  Rischach,  her  Ludewic  von 
Hornstain,  Manze  sin  bruder,  Cunrat  von  Hornstain  der  lange,  Arnolt 
der  amman  von  Mengen,  Hainrich  Bozeli,  Abeli  von  Diengen,  Cunrat 
Ralle,  Cunrat  der  Wilde,  Hainrich  sin  bruder  und  ander  .  .  (Siegel.) 

Dis  beschach  ze  Mengen  do  man  zalt  von  gotes  gebürte  dru- 
zehenhundert  jar  und  in  dem  funthen  jar  an  sant  Jacobs  tage. 

ND:  Uber  die  wisie  diu  genant  ist  dez  Vradreswiz. 

Das  S  der  Stadt  Mengen  ist  weggerissen. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1306. 


77 


197 .  1306.  TJbergabbrief  von  Ansshelmen  von  Wildenstain 

der  Aigenschafft  der  Riedtmiielin  zue  TJnlingen.  Anno  1306. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  199r,  Nr.  22,  Titel:  Unlingen. 

198.  1306.  21.  März.  Heiligkreuztal  kauft  von  dem 

5  Liebensteiner  sein  Gut  am  Lisiberg  um  1  U  6  s. 

1.  g.  n.  a.  Allen  .  .  kundin  wir  diw  abbetissenne  von  dez 
Hailigen  Cruz  Tal  und  der  covent,  daz  wir  umbe  den  von 
Liebenstain  habin  koffet  umbe  sebse  schillige  un  ain  phunt  Haller 
swaz  ||  er  mit  Wezzelne  het  an  dem  Lisiberge,  es  sie  en  golze  (!) 

10  aide  en  weide.  Dez  ist  gezuch:  Stalielli  von  Fridingen  und 

Albreht  sin  brüder  und  C.  der  Waigener  von  Rüdelingen  und  Wernher 
Rapolt,  C.  der  Similer  und  brüder  Hainricli  der  kofman  und  brüder 
Bur.  der  alt  kofman  und  ander  lute  gno. 

Diz  geschach  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  tusent  und  driu 

15  bunter  jar  und  waz  in  dem  seliseten  an  sant  Benedicten  tage.  Und 
daz  diz  stait  und  sicher  belibe,  so  git  grave  Hainricli  *)  sine  insigel 
an  disen  bref  ze  ainem  urkunde  der  warhait. 

DN :  Umb  ain  gut  von  den  Liebenstain  an  dem  Lisiberg  ( nach  dem  ist 
Lisenberg  gestrichen). 

20  Ein  BundS  des  Grafen  Heinrich  von  Veringen.  Das  aus  bräunlichem 

Wachs  bestehende  S  ist  auf  der  Oberfläche  und  an  den  Bändern  grossenteils 
zerbröckelt .  Das  Bild  zeigt  die  rechts  stehende  und  links  kniende  Figur  ein¬ 
ander  zugekehrt. 

0  In  dem  Text  ist  nicht  angegeben ,  was  es  für  ein  Graf  Heinrich  ist. 

25  199.  1306.  3.  September.  K.  und  0.  von  Dentingen  ver¬ 

kaufen  Güter  an  Heiligkreuztal  um  9  U  Kon  Stanzer. 

I.  g.  n.  a.  Alle  .  .  die  sun  wssen,  daz  ich  Cünrat  von  Tentingen 
und  min  brüder  Otlie  habin  geben  der  erbeij|un  samenuge  von  dez 
Hailigen  Cruz  Tal  ze  koffenen  daz  güttili  daz  man  da  haiz||et  der 

30  Phlogerinun  leben  und  alles  daz  der  in  höret,  ez  sie  wis  aide  aicher, 
waz  aide  zewi,  und  aine  ach  er  der  horte  in  des  Gastes  leben  und 
aine  holzeli  der  bi  umbe  nunne  phunt  Costenzer.  Und  habin  daz 
getan  mit  unsers  leben  herrena)  haut  ze  werttegen  vr  alle  ansprache 
und  von  allen  unseren  erben. 

35  Diz  geschach  do  man  zalte  von  güttes  gebürt  tusent  und  drü 

hundert  jar  und  waz  in  dem  seliseten  an  dem  samestage  vor  unserre 
vrown  tage  der  jungerun.  Dez  ist  gezuch:  grawe  Eberhart 


78 


130t. 


von  Landeowe,  herre  Hainrich  von  Grunigen,  herre  E.b)  und  Cünrat 
Immeli  und  brüder  Hainrich  der  koffern  an.  (Siegel.) 

ND :  von  ain  gutlin  daz  man  der  Priolinun  gutlin  nempt. 

Ein  S  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  dunkelbraunem  Wachs. 

a)  Vorlage:  herren  lehen;  die  Umstellung  ist  durch  über  gesetztes  a  und  b 
gefordert.  —  b)  Nach  B.  ist  sin  bruder  mit  anderer  Tinte  gestrichen. 

200.  1307.  Dekan  K.  von  Andelfingen  verschreibt  seiner 
Beschliesserin  ein  Leibgeding  von  Gütern,  die  er  der 

Kirche  in  Andel  fingen  vermacht. 

I.  g.  n.  a.  Alle  .  .  den  tün  ich  C.  der  tegan  von  Andolving  || 
cunt,  daz  ich  han  gecoufet  drii  juchart  aggers  an  dem  Osterberg 
umme  Berclitold  von  Pflumaern  |j  den  erbaern  riter  zaim  vrien  aigen 
mit  allem  nuzze  den  got  dar  uffe  git,  zehend  und  langarb  immer 
me.  ||  Ainiu  lit  in  den  rainen  und  gat  uf  gen  dem  cruce,  die  zvo 
ligent  undan  bi  dem  Marpach.  Ich  wil  ouch,  das  dise  vor  genanten 
agger  swester  Irmel  min  beschliesaerin,  der  vater  miner  basun  sun 
was,  nach  minem  tode  niese  die  wile  siu  lebt,  in  allem  dem  rechte 
als  ich  si  genossen  han,  wan  ich  irs  ouch  vor  den  undertan  ze  An¬ 
dolving  in  dem  kirhöf  willeclich  ergeben  han.  Ich  wil  ouch,  daz 
dise  agcer  nach  unser  baider  tode  aigen  sien  des  gotes  hüses  ze 
Andolving,  also  daz  man  daz  selbe  vor  genante  gotes  hus  mitten  dem 
nuzze  der  da  uffe  wirt,  bezerun  sol  swa  es  sin  denne  alr  best  be¬ 
darf  immer  me.  (Siegel.) 

Dis  beschach  do  man  zalte  von  gottes  gehurte  driuzehen  bunter 
har(!)  da  nach  in  dem  sib enden  jar. 

e 

ND:  umb  dri  juchart  agkers  am  Osterberg  bi  Altham. 

Die  zwei  8  der  Äbtissin  von  Heiligkreuztal  und  K.  des  Dekans  von  An¬ 
delfingen  sind  weggerissen.  —  Mitten  im  Pergament  ist  ein  grosser  Biss. 

201.  Ca.  1307. *)  Graf  Heinrich  von  Veringen  lässt  Irmel, 
die  Beschliesserin  des  verstorbenen  Dekans  K.  von 

Andelfingen,  frei. 

....  Wir  graf  Heinrich  von  Veringen  tunt  kunt  .  .,  daz  wir 
fri  hant  gelassen  Irmelun,  du  bi  dem  tegan  säligen  waz  von  An- 
delvingen,  also  daz  wir  enhain  ansprach  an  ir  ltp  noch  an  ir  gut 
weder  lebend  noch  tod  me  han  sont.  (Siegel.) 

ND:  Uber  ain  Irmelun. 

Das  8  des  Grafen  Heinrich  von  Veringen  ist  weggerissen. 


B 

10 

15 

20 

2B 

30 

35 


1307—1308. 


79 

9  Nach  MVGAH  IV ',  20  kommt  Graf  Heinrich  von  Veringen  am  29.  No¬ 
vember  1307  zum  letztenmal  vor.  Dekan  Konrad  von  Andelfingen ,  dessen  Tod 
das  Stück  voraussetzt ,  urkundet  zuletzt  noch  1307,  s.  Nr.  200. 

202 .  1307.  25.  November.  Mengen.  Abmachung  zwischen 

5  Albrecht  dem  Artzt  von  Mengen  und  Heiligkreuztal  über 
ein  Gut  zu  Winterlingen. 

Wir  Irmengart  von  Hertenstain  aebtissin  und  du  samenunge 
des  closters  ze  Hailigencrucestal  ||  vergehent  .  .,  daz  wir  mit  Albreht  || 
dem  Arzat  und  siner  wirtinne  sijnt  berihte  umb  die  ansprech  die 
10  si  hetont  an  daz  gut  ze  Winterlingen  des  Nagers  gut  mit  sellichem 
gedingde  als  hie  nach  gescriben  stat,  daz  Margaret  sin  wirtinne  sol 
ze  ir  aingem  lip  messen  als  daz  uf  dem  vor  genemtem  gut  wirt, 
wan  der  cinse  und  ain  virtail  aiger,  du  sont  verden  swester  Annun 
und  swester  Irmengart  geswesteron  closter  vrowen  des  vorgenemten 
15  closters.  Und  wenne  du  vro  Margeret  einst,  so  sont  die  swesteran 
die  wil  si  lebent,  ab  dem  gut  messen  allu  jar  niessen  sehs  scheffel 
gemains  korns  Veringer  messe  zu  den  cinsen  und  aiger  und  nah  der 
vor  genemton  vrown  wesen  so  sol  wir  dü  samenunge  baidu  aigenschaft 
und  nüze  wie  si  gemünt  sint  di  zu  dem  gut  hören  t  besizzen  und  niessen 
20  an  alle  Widerrede.  (Bekenntnis.)  Dirre  getat  sind  schidetüte  und 
geztige:  Cünr.  vogt  Schiltunch,  Rüdeger  von  Magenbüch, 

C.  der  amman  der  Wilde  und  H.  sin  brüder,  Arnolt  Gaisel,  C.  Ralle, 
Eber,  der  amman,  Aebli  von  Diengen  und  ander  .  .  Ze  ainem 
urkunde  und  ainer  warhait  so  gebin  wir  .  .  .  dü  samenunge :)  unser 
25  offen  insigel  an  disen  brief. 

Dis  beschacli  do  man  zalt  von  gotes  gebürte  drüzehinhundert 
jar  und  in  dem  subenden  jar  an  sant  Katherinun  tach  ze  Maengen 
in  der  stat.  (Siegel  von  Mengen.)  Ind.  V. 2) 

ND :  Uber  Cünrat  dez  Suters  sailigen  wirten  hoffe  —  von  späterer  Hand : 
30  ze  Winterlingen  ain  verriht  brief.  Eine  der  ersten  gleichzeitige  ND,  vielleicht 
von  derselben  Hand  herrührend:  über  C.  dez  Suters  saeligen  wirten  hoffe. 

Zwei  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  und  der  Stadt  Mengen. 

9  Hier  siegelt  dü  samenunge  allein,  ohne  dass  dabei  die  Äbtissin  ge¬ 
nannt  ist .  —  2)  Die  Indiktion  stimmt  nicht. 

35  203.  1308.  23.  Juni.  Graf  Eberhard  von  Landau  gibt 

die  Eigenschaft  von  verkauften  Hundersinger  Gütern 
an  Heiligkreuztal. 

Wir  grave  Eberhart  von  Landöwe  vergehin  an  disem  brief 
allen  luten,  daz  wir  ||  gebin  und  liant  gegeben  mit  unser  hant  alle 


80 


1308. 


unser  aigenschaft  ze  Hundersingen  an  den  güten  ||  du  C unrat  Hirlich 
von  uns  ze  lehen  het,  der  abtissen  unde  dem  convente  ze  Hailige 
Cruzestal  baidu  durch  got  und  öch  durch  dez  Cünrat  Hirliches  bet, 
wan  er  du  selben  gut  verkoufet  hat  mit  unserm  gunst.  (Siegel.) 

Dis  geschach  und  wart  der  brief  gegeben  an  dem  mantach  vor  5 
sante  Johannes  tach  dez  töfars,  do  man  zalt  von  gottes  gebürte  dru- 
zehünliundert  jar  und  in  dem  ahtodem  jare. 

NI) :  Uber  Hyrliches  gut.  in  Hundersingen  —  von  späterer  Hand:  ain 
fri  brief  —  über  Hyrliches  gut  in  Hundersingen. 

Ein  S  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  braunem  Wachs  —  teil-  10 
weise  beschädigt . 

204.  1308.  11.  November.  Pignose  des  Bruckenschlegels 
sei.  Wirtin  macht  ein  Sei  ge  rät  nach  Heiligkreuztal 
aus  Weinbergen  zu  Stuttgart. 

Ich  Pignose  genant  dez  Bruckenslegelz  saeligen  wirtin  burgerin  15 
ze  Esselingen  vergüte  an  disem  briefe  ||  .  .  .  daz  ich  gesunt  unde  wol 
mügende  mit  miner  kinde  günste  unde  willen  gibe  unde  han  gegeben  zu 
ainem  rehten  selegeraete  durch  mins  wirtez  saeligen  unde  min  selbez  unde 
miner  tohter  saeligen  Pignosen  unde  aller  miner  vordem  sele  willen 
zwai  phunt  ewigez  geltes  eweclichen  han  ze  besitzen  unde  ze  messen  20 
in  allem  dem  rehte  alse  ichz  hete,  nös  unde  besaz.  Der  ain  phunt 
geltz  git  Burchart  der  Waller  usser  ainer  wisen,  diu  zu  Stügarten 
lit  jaergelich  ze  sant  Martins  tac,  unde  daz  ander  phunt  geltz  git 
Günther  der  Velder  usser  ainem  wingarten,  der  ouch  ze  Stügarten 
lit,  jaergelichz  in  dem  herbest  so  man  list, ....  der_  abbetissin  unde  25 
der  samenuge  über  al  dez  vrowen  closters  zü  dez  Hailigen  Crüces  Stal 
gräwez  ordens  unde  han  daz  selbe  gelt  dem  vor  genanten  closter  gegeben 
mit  solchem  gedingede,  daz  man  jaergelichz  zehen  Schillinge  geben 
sol  an  daz  lieht  dez  selben  closters,  fiunfzehen  Schillinge  in  der  siechen 
küchin  unde  fiunfzehen  Schillinge  in  der  samenuge  küchin,  ouch  jaer-  30 
gelichz  an  sant  Elizbeten  tac,  unde  sol  dez  selben  tagez  diu  samenuge 
min  und  miner  vor  genanten  wirtes  unde  tohter  .  .  jaregezit  began 
jaergelichz  alse  ir  sit  unde  ir  gewonhait  ist.  Ich  behalte  mir  ouch, 
waere  daz  daz  diu  samenunge  nit  entaede  mit  urkunde  alse  vor 
geschriben  ist,  daz  ich  daz  vor  genant  gelt  dem  vor  genant  closter  35 
genemen  mac  undeainem  andern  closter  durch  got  gegeben  mac  swar 
ich  wil.  (Siegel.) 

Der  selbe  brief  wart  an  sant  Martins  iw  gegeben,  do  man  zalt  von 
Cristez  gebürte  driucehenliundert  jare  unde  darnach  in  dem  ahtodem  jare. 


1309. 


81 


ND :  Über  daz  sele  geret  der  Brukersleginun  von  Essiligen. 

Ein  Oval  S  des  Dekans  Kuno  von  Esslingen  aus  braunem  Wachs,  cfr. 
Diehl,  Esslinger  Urkundenbuch  I,  XXXIV.  Auf  einer  kleinen  gotischen  Estrade 
sitzt  Maria  mit  dem  Jesuskind  auf  dem  Arm.  Darunter  kniet  ein  Prälat  und 
5  hält  die  Mitra  mit  Inf  ul  empor .  U:  CVNONIS  •  DECANI  •  IN  .  EZZELING  •  • . 

205.  1309.  1.  Mai.  Heiligkreuztal.  Das  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal  leiht  dem  Ulrich  dem  Her  gesellen  ein  Gut  zu 

Hundersingen. 

Wir  Irmengart  von  Hertenstain  abtissin  und  der  convent  ze 
10  Hailigencruzestal  vergehint  .  daz  wir  habint  gelühen  Ulrich  dem 
Hergesellen  Hirliches  gut  da  ze  Hundersingen  fünf  jar  ze  ainem 
rehten  lehen.  Und  enist  er  ln  den  fünf  jaren  da  vor  got  si,  so 
ist  uns  daz .  .  güt  ledich  von  sinen  kinden  und  von  allen  sinen  erbon. 
Und  hinnan  dar  so  solin  wir  im  gen  gertan  und  stechen  was  er 
15  zu  dem  güt  bedarf.  Dirre  getat  sind  gezüge:  herre  Hans  von 

Hornenstain ,  Otte  von  Eglingen  und  Hainrich  von  Buwenburch. 
(Siegel.) 

Dis  heschach  do  man  zalt  von  gottis  gebürt  druzehinhundert 
jar  und  in  dem  nünden  jar  an  sant  Walpurch  lach  ze  Hailigen  Cruz 
20  Tal  in  dem  bruder  hüs  ind.  VII. 

ND:  Uber  dez  Gehergesellen  güt  —  mit  roter  Tinte ;  von  späterer  Hand: 
ze  Hundersingen  über  dez  Hergesellen  gilt. 

Ein  S  der  Stadt  Mengen  ist  weggerissen. 


206.  1309.  18.  August.  Riedlingen.  Heiligkreuztal 
25  darf  nach  landrichterlichem  Urteil  um  sein  Eigen  nur 
vor  geistlichem  Gier  ich  te  angesprochen  werden. 

Ich  Gotfrit  von  Burladingen  lantrither  in  der  graschaft  zi 
Weringen  tun  kunt  allen  lüten a)  di  den  erberen  frowon  der  abtischene 
unt  der  conwente  von  Hüligencrustal  wart  irtalet  mit  rether  urtalde 
30  an  dem  lantgirithe,  daz  sü  niman  sol  ansprechen  urnrne  ir  ügen  von 
an  güscilihem  girithe. 

Dirre  brif  wart  gigeben  zi  Rüdilingen  an  dem  nmstan  msen- 
tage  nach  unser  frown  tage  der  errun,  do  man  zalte  von  gottes  gi- 
burte  truzehenhundirt  jar  unt  in  dem  nündem  jar. 

35  Ein  auf  gedrücktes  PundS,  fast  völlig  zerstört.  U:  •  •  •  V*  •  LA  •  •  INGE  • . 

a->  Hier  fehlt  wahrscheinlich :  du  urtailde  oder  ein  ähnliches  Wort. 

Wtirtt.  Geschichtsquellen  IX.  6 


82 


1809—1310. 


207 .  1309.  29.  September.  Wernher  der  junge  von  Eg- 

lingen  vergleicht  sich  mit  den  Frauen  von  Heiligkreuz¬ 
tal  um  ein  strittiges  Gut. 

Ich  Wernher  des  langen  Wernhers  sun  von  Eglingen  vergib, 
daz  ich  bin  berihte  mit  minen  vrowon  zem  Hailigencruztal  und  mit  6 
Ainslin  von  Burron  umb  vro  Sophiun  gut,  daz  er  Ainsli  umb  minen 
vatter  koft.  Der  het  mir  geben  drü  pfunt  Haller,  der  bin  ich  von 
im  gewert  und  han  ich  Wern,  gesworn  ze  den  hailigon,  daz  ich 
nimmer  sol  bekrenchen  mit  Worten  noch  mit  werchen  noch  mit 
ratten  die  vrowan  noch  Aenslin  an  dem  gut  und  sol  och  ir  wer  sin  ic 
für  alle  min  erben  an  gaislichen  und  an  weltlichem  gerihte  wa  sis 
bedurfent.  Dirre  getat  sint  gezüge:  Burchart  Hullinch  von 

Althain,  Cünr.  Löheli,  Her.  der  maiger  von  Bürrun,  Appe  Strübe, 
Hainz  der  maiger  von  Hirspil,  bruder  Hainrich  Waie  und  bruder 
Burchart.  (Siegel,  Aufgabe.)  lc 

Dis  beschach  do  man  zalt  von  gottis  gebürte  drüzehin  hundert 
jar  und  in  dem  nünden  jar  an  sant  Mich  all  eis  tach  ind.  VIII. 

Ein  Dreiecks  S  der  Stadt  Mengen  aus  braunem  Wachs;  teilweise  be¬ 
schädigt. 

Das  Datum  ist  mit  anderer  Tinte  geschrieben.  2( 

/  208 .  1310.  Ain  Lateinische  Confirmation  einer  Freyhait  dess 

Babst  Lutzii  dem  Cistertzer  orden  gegeben ,  das  sie  von  kheinem 
Bischoff  excomuniciert  werden  sollen.  Anno  1310. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  3,  Nr.  9,  Titel:  Privilegium  oder  Yidimus. 


209 .  1310.  Riedlingen.  Anshelm  von  Justingen  schenkt  21 
die  Riedmühle  an  Heiligkreuztal. 

I.  n.  d.  a.  Ego  Anshelmus  de  Justingen  senior  nobilis  yro- 
fiteor  quod  eg o  pro  salute  mea  meorumque  progenitorum  ius  pro- 
prietatis  molendini  siti  prope  Unlengen  dicti  Rietmuli,  quod  vir 
strennuus  Cunr.  advocatus  de  Meringen  a  me  in  feodum  tenuit  et  3 
possedit,  facta  mihi  per  eundem  resignatione  abbatisse  et  conventui 
monasterii  Yallis  Sancte  Crucis  tradidi  et  donavi  ab  ipsis  ipsorumque 
monasterio  in  perpetuum  libere  possidendum.  (Aufgabe  und  Siegel.) 

Actum  in  Rudelingen  anno  domini  MC  OCX. 

ND:  Super  molendinum  Cunr.  advocati  de  Meringen  —  von  späterer  Hand:  £ 
situm  in  Unlengen  dictum  Bietmüli. 

Das  S  ist  weggerissen. 


1310. 


83 


210 .  1310.  4.  Juli.  Ri e (Hingen.  Hermann  von  Hornstein 
anerkennt,  dass  die  Riedmühle  ihm  von  Heilig kreuztal 
nur  gegen  einen  Wachszins  von  1  $  verliehen  sei. 

TJ niversis presencium  inspectoribus  ego  Herfmannus]  de  Hornstain 
5  rector  ecclesie  in  Blochingen  ||  subscriptorum  notitiam  cum  salute. 
Recognosco  et  presentibus  publice '  pro fitteor ,  quod  ||  molendinum  dic¬ 
tum  du  Rietmuli  situm  sub  villa  Unlangen  iure  proprietatis  per- 
tinet  ||  abbatisse  et  conventui  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  nee  non 
ego  dictum  molendinum  nomine  pensionis  solum  pro  tempore  vite 

10  mee  debeo  possidere,  reddendo  unam  libram  cere  annuatim  in  festo 
beati  Martini  nomine  census  abbetisse  et  conventui.  Quandocumque 
vero  viam  universe  carnis  me  ingredi  contingerit,  nullus  heredum 
vel  amicorum  meorum  potest  vel  debet  sibi  in  molendino  ius  aliquod 
vendicare.  (Siegel.) 

15  Datum  Rüdlingen  anno  domini  MC  OCX  in  die  beati  Odalrici 
ind.  VIII  presentibus:  C.  decano  in  Binswangen,  domino  H. 

viceplebano  in  Rüdlingen,  H.  dadiatore,  Hartmanno  de  Enselingen, 
Ülrico  de  Bachingen,  Ber.  Scallose,  Luzzone  dicto  Luphe,  H.  dicto 
Ratgebe,  Ber.  dicto  Hornli,  Ber.  dicto  Vaber  et  aliis  .  . 

20  ND :  Uber  dez  von  Hornestain  muli  bi  Unlaigen  (Unlaengen). 

Ein  Oval  S  des  Hermann  von  Hornstein  Rehtors  in  Plochingen  aus 
braunem  dünnem  Wachs ,  teilweise  beschädigt.  Der  heilige  Blasius  predigt 
Hirschen  und  einem  Löwen,  die  vor  ihm  sitzen.  U:  f  S.  H.  DE  •  HOBNSTA  •  •  • 

. BIS  •  E  ....  E  .  •  •  BLOCHING  •  • 


25  211,  1310.  4.  Juli.  Rie düngen.  Hermann  von  Horn¬ 

stein  schenkt  an  Heiligkreuztal  ein  Haus  in  Riedlingen 
und  behält  die  Nutzniessung  gegen  einen  Wachszins. 

TJ  niversis  presencium  inspectoribus  ego  Hermannus  de  Horn¬ 
stain  rector  ecclesie  in  Blochingen  ||  subscriptorum  noticiam  cum 
30  salute.  Rei  geste  causa  calumpniandi  prevenitur ,  cum  viva  voce 
testium  ||  ac  literarum  testimonio  roboratur.  Hinc  est  quod  ad  singu- 
lorum  noticiam  cupio  pervenire ;  quod  ego  sanus  et  sana  mente  || 
domum  meam  cum  horreo  sitam  in  oppido  Rüdlingen  confinantem 
ex  uno  latere  cum  domo  dicti  .  .  .  Luphe  et  ex  alio  latere  cum 
35  domo  dictorum  .  .  .  Furter,  abbatisse  et  conventui  monasterii  Vallis 
Sancte  Crucis  donavi  in  anime  mee  et  antecessorum  meorum  remedium 
et  salutem.  (Einweisung)  adhibita  sollempnitate  ....  Adiectum  est 
tarnen,  quod  ego  Her.  quamdiu  vixero,  debeo  et  possum  inhabitare 
domum  cum  horreo.  Quamdiu  vixero  et  annuatim  in  festo  beati 


84 


1310. 


Martini  unam  libram  cere  de  dicta  domo  et  lioreo  nomine  census  in 
signum  dominii  reddere  teneor  abbatisse  conventui  et  monasterio. 
(Siegel  des  ff.  von  Hornstein  und  der  Stadt  Riedlingen.) 

Datum  et  actum  Rudlingen  anno  domini  MCCCX  in  die  beati 
Odalrici  ind.  VIII  presentibus:  C.  decano  in  Binswagen,  do- 

mino  H.  viceplebano  in  Rudlingen,  H.  Grladiatore,  Hartmanno  de 
Enselingen,  Ulr.  de  Bachingen,  Ber.  Scallose,  Luzzone  dicto  Luphe, 
H.  dicto  Rätgebe,  Ber.  dicto  Yaber,  Ber.  dicto  Hornli  et  C.  dicto 
Brunisloch  ac  aliis  .  . 

Nos  minister  consules  et  Universitas  civium  in  Rudlingen  pre¬ 
sentibus  profittemur  .  .  .  (Siegelbekenntnis.) 

ND :  Uber  des  von  Hornstain  hus  in  Büdelingen  (doppelt  geschrieben). 

Zwei  S  aus  braunem  Wachs.  Das  OvalS  des  Hermann  von  Hornstein 
und  das  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

212.  1310.  9.  Oktober.1)  Riedlingen.  Ludwig  und  Walther 
von  Stadion  t reten  den  Kl ain  Bugge  an  Heiligkreuztal  ab. 

TJniversis  presencium  inspectoribus  nos  Ludwicus  et  Waltherus 
de  Stadgun  fratres  milites  et  Johannes  ||  de  Hornstain  miles  tutor 
et  advocatus  infantum  quondam  Ludwici  de  Hornstain  militis 
sub\\scriptorum  noticiam  cum  salute.  Ad  singulorum  noticiam  volumus 
peruenire,  quod  nos  ius  quod  nobis  in  ||  persona  seu  rebus  dicti  .  .  . 
Clain  Bugge  conpetebat  seu  conpetere  videbatur,  ad  manus  abbatisse 
et  conventus  monasterii  Yallis  Sancti  Crucis  resignavimus  et  pre¬ 
sentibus  resignamus  adhibita  verborum  et  gestuum  sollempnitate  .  .  . 
Adiectum  est  eciam  quod  idem  .  .  .  Clain  Bugge  in  recompensam 
huius  resignacionis  curiam  in  Dietershusen  quam  nomine  pensionis 
pro  tempore  vite  sue  et  uxoris  sue  debuerat  possidere,  ad  manus 
nostras  resignet  et  renunciet  iuri  suo.  (Siegel.) 

Datum  Rudlingen  anno  domini  MCCCX1)  in  die  beati  Dyo- 
nisii1)  ind.  YIII x)  presentibus:  domino  Manegoldo,  domino 

Hainr.  et  Her.  de  Hornstain,  domino  H.  plebano  in  Rudlingen  et  aliis  . . 

ND :  Super  curiam  Klaine  Bugge. 

Von  drei  S  sind  zwei  erhalten ,  ein  BundS  und  ein  Dreiecks  S.  Die  zwei 
erhaltenen  S  aus  braunem  Wachs  zeigen  das  Wappen  der  Herren  von  Stadion, 
drei  gestürzte  Wolfsangeln.  U  des  einen ;  f  S.’  LVDWICI  •  DE  •  STADGVN. 
U  des  andern:  f  S.’  WALT  •  MILITIS  .  DE  .  STADEGVN  • 

1)  Indiktion ,  Jahreszahl  und  Tag  des  Heiligen  stimmen  nicht  mit  einander 
überein.  Hs  sollte  ind.  IX  heissen.  Das  Bistum  Konstanz  feierte  den  Tag  des 
hl.  Dionysius  am  9.  Oktober ,  wie  Grotefend,  Zeitrechnung  II,  1,  89  angibt ,  ebenso 
wie  die  Cistercienser  ( Grotefend ,  Zeitrechnung  11,2,23). 


5 

10 

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35 


1310—1311. 


85 


213.  1310.  29.  November.  Mengen.  Wern  her  Vater  und 
Sohn  von  Eglingen  schenken  an  das  Spital  zu  Mengen 

ein  Gut  zu  Beuren. 

Ich  Hainrich  von  Gundelvingen  tun  kunt  allen  .  das  Wernher 
5  von  Eglingen  und  Wernher  sin  sun  miner  tohter  sun  hant  geben 
mit  miner  hant  und  mit  minem  willen  dem  spital  ze  Mengen  ain 
güt  ze  Bäron  gehaizen  das  loch  für  ain  vries  ledigs  aigen,  bewasen 
und  bezwie ,  besüchet  und  unbesücht  mit  allen  den  reliten  und  inen 
das  selbe  güt  zu  horte.  Und  sint  des  nach  reht  wem  und  hant 
10  des  gesworn  zen  hailigon  und  das  si  niemer  kain  ansprach  dar  an 
gewinnin.  Und  sint  des  gutes  des  in  drumb  gelopt  wart  gar  und 
gentzlich  gewert.  (Auflassung,  Bekenntnis ,  Siegel.) 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Mengen  do  man  zalte  von  gottes 
gebürte  driuzehenhundert  jar  und  da  nach  in  dem  zehenden  jare 
15  an  sant  Andres  abende. 

ND  von  späterer  Hand:  ain  brieff  vom  loch  zu  Bärren. 

Ein  S  des  Heinrich  von  Gundelfingen  ist  abgerissen. 

214.  1311.  Anfang  März.  Graf  Eberhard  von  Landau 
verkauft  Güter  an  H  eilig  kr  eu  ztal  um  14$  Konstanz  er. 

20  Wir  grave  Eberhart  von  Landowe  tugint  kunt  .  .,  daz  wir 
habint  geben  der  abtissinun  und  der  samenunge  des  closters  ze 
Hailigen  Crucestal  drithalp  juchart  akers  uf  der  Tunowe  in  dem 
gewenge,  und  ain  halb  juchai;t  zem  hagen,  ob  dem  dorf  ze  Bins¬ 
wangen  ain  anwander,  und  vier  manne  mat,  der  lit  vor  dem  ge- 
25  wenge  zewai  manne  mat  und  ist  gehaissen  Bruhsels  gerät,  und  in 
dem  gewenge  ains  mans  mat  daz  ist  gehaissen  Dietrichs  gerät,  und 
vro  Sannun  wiseli,  umb  vierzehen  pfunt  pfenninge  Costencer  munse 
der  wir  lieplich  und  gütlich  von  in  sigint  gewert.  Und  sälin  wer 
sin  baidä  der  aker  und  der  wison  der  vor  genemton,  wa,  wan  si 
30  darumb  welti,  mügin  baidu  an  gaislichem  und  an  weltlichem  gerillt 
von  uns  und  von  allen  unsern  erbon.  Dirre  getat  sint  gezügi: 
der  tegan  von  Binswangen,  Berhtolt  der  wirt  Landowe,  Peter 
von  Sigmaringen,  Ortolf  von  Landowe,  Cünr.  der  Wilde,  Cünr. 
Ralle,  Hainr.  der  wirt  von  Rädelingen  und  anderre  .  .  (Siegel  Eber- 
35  hards  von  Landau.) 

Dis  beschach  do  man  zalt  von  gottis  gebart  dräzehinhundert 
jar  und  in  dem  ailnftin  jar  ze  ingaindigem  merzen.  (Siegel  der 
Stadt  Mengen.) 


86 


1311. 


NB:  Über  daz  gut  daz  Cunrat  der  Murer  het  coffet  zu  sinr  jarzit  an 
unserr  frown  abent  nach  Machthild  Murerinun  tode  ze  Binswangen. 

Ztvei  Breiecks  S  aus  braunem  Wachs ;  das  erste  ist  grossenteils  zerstossen. 
Es  zeigt  die  3  Hirschstangen  der  Landauer.  Bas  zweite  ist  das  S  der  Stadt 
Mengen. 

21o.  1311.  28.  Oktober.  Avignon.  Bischof  Berengar 

von  Tuskulum  gibt  dem  Abt  von  Salem  Vollmacht  die 
Insassen  von  Heiligkreuztal  auch  in  schwereren  Fällen 

zu  absolvieren. 

Berengarius  miseratione  divina  Tusculanus  episcopus  religioso 
vivo  . .  abbati  monasterii  de  Salem  ordinis  Cisterciensis  Cons||tanciensis 
diocesis  salutem  in  domino.  Porrectis  nobis  ex  parte  abbatisse  et 
conventus  monialium  et  eonversorum  monasterii  in  Valle  Sancte 
Crucis  eiusdem  ||  ordinis  dicte  diocesis  supplicationibus  quantum  cum 
deo  possumus  favorabiliter  annuentes  auctoritate  domini  pape  cuius 
penitentiarie  cur  am  ||  gerimus,  discretioni  tue  committimus  quatenus  ip- 
sius  abbatisse  et  singularium  monialium  eiusdem  monasterii  confes- 
sione  diligenter  audita,  si  inveneris  ipsam  abbatissam  postquam  fuerit 
in  abbatissam  assumpta  ac  singuläres  moniales  eiusdem  monasterii 
pro  violenta  iniectione  manuum  in  se  ipsas  invicem  preterquam  in 
ipsam  abbatissam,  religiosas  alias  personas  sive  clericos  seculares, 
nec  non  pro  detentione  proprii,  conspirationis  offensa,  denegata  suis 
superioribus  obedientia,  transgressionibus  statutorum  ipsius  ordinis 
ac  aliorum  superioruni  suorum  et  regularium  mandatorum  excomuni- 
cationis  incurrisse  sententias  in  tales  generaliter  promulgatas,  in 
symmoniaco  ingressu  ipsarum  monialium  et  suo  vel  aliarum  exces- 
sisse,  super  premissis  periuriorum  reatibus  horarum  canonicarum 
ommissione,  participatione  excomunicatorum  preterquam  in  crimine, 
ac  aliis  peccatis  suis  que  tibi  confitebuntur,  nisi  talia  sint  et  nisi 
forte  earum  excessus  adeo  difficiles  fuerint  vel  enormes,  quod  me- 
rito  sit  super  eis  sedes  apostolica  consulenda,  postquam  passis  in- 
iuriam  ac  aliis  si  quibüs  ex  premissis  ad  satisfactionem  tenentur 
satisfecerint  competenter,  debite  eis  absolutionis  beneficium  iuxta 
formam  ecclesie  impendas  hac  vice  et  iniuncta  inde  earum  cuilibet 
super  premissis  penitentia  salutari  et  aliis  que  eis  de  iure  videris 
iniwngenda  quodque  si  licita  sint  iuramenta,  ad  eorum  et  horarum 
canonicarum  observantiam  redeant  ut  tenentur.  Si  sic  ligataa)  non 
in  contemptum  clavium,  sed  per  inprovidentie  lubricum  ingessere 
temere  se  divinis,  agas  dispensative  misericorditer  cum  eisdem.  Pro- 


5 

io 

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1311. 


87 


prium  autem  si  quid  habent,  dicta  abbatissa  preterquam  ex  sui 
officii  administratione  ac  moniales  et  conversi  eiusdem  monasterii 
in  utilitatem  ipsius  monasterii  facias  fideliter  erogari  acturus  cum 
symmoniacis  iuxta  statuta  concilii  generalis. 

5  Datum  Avinionfe]  V  kal.  novembr.  pontificatus  domini  Cle- 

mentis  pape  V  anno  septimo. 

ND:  Super  absolutione  nobis  quondam  facta  a  sanctissimo  penitentiario. 

Der  Anfangsbuchstabe  B  ist  gross ,  mit  einfachen  Linien  ausgeführt. 
Das  Pergament  ist  ivagrecht  und  senkrecht  liniert  mit  einem  scharfen  Instrument. 
10  Das  S  ist  samt  der  Schnur  verschwunden. 

a)  Teilweise  weggekratzt. 

216.  1311.  28.  November.  Heiligkreuztal  kauft  um  7  U 
Konstanzer  Pfennige  Güter  in  Andelfingen  von  Fried¬ 
rich  und  Albreckt  von  Andelfingen. 

15  1 .  g .  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  Friderich  von  Andelwingen 

und  ich  Albreht  gebrüder,  daz  wir  unserre  genadiger  vrowen  der 
abbetissen  und  der  samenuge  ze  des  Hailigen  Cruces  Tal  habin  ge¬ 
geben  ze  köfen  viere  juchart  ackers  bi  des  Maingers  wise  ze  Andel- 
vingen  umbe  suben  phunt  phennige  Costenzer  munse  und  sint  och 
20  die  selben  phennige  gar  gewerot.  Und  habint  daz  selbe  gut  uf  geben 
herne  Peter  von  Hornstain  und  Ortholf  dem  Bachrither  von  den 
wirs  ze  lehen  hetun  (Auflassung).  Und  wairi  daz  ieman  die  vrowan 
müti  an  dem  gut  alder  es  ieman  ansprachi,  so  son  wir  des  gutes  wer 
sin  an  gaisch[lich]em  und  weltlichem  gerillt.  Ich  Margareth  Hermans 
25  sailigen  wirten  des  mullars  und  Mahthilt  min  tohter  vergehint  .  .  . 
(Auflassung)  und  siint  öch  leplich  gewerot  alles  des  gütes  dar  um 
uns  die  aker  warent  behaft.  Ich  herre  Peter  von  Hornstain  und  Peter 
und  Otte  und  Helnmeli  und  Hannes  und  Manegolt  und  C unrat  mine 
sune  vergehint  .  .  (Auflassung)  umbe  daz  hail  unser  sele.  Ich  Ortolf 
80  der  Bachrither  vergihe  .  .  (Auflassung)  durch  daz  hail  miner  sele 
und  aller  miner  vordem.  Wir  grawe  Eberhart  von  Landeowe  ver¬ 
gehin  .  .  (Aufgabe)  umbe  daz  haile  unser  sele  und  unserre  vordem. 
Siegler:  Wir  grawe  Eberhart  von  Landeowe  und  herre  Peter  von 
Hornstain  ritter  und  herre  Herman  von  Hornstain  kilche  herre  ze 
85  Sekilch.  Des  ist  gezuch:  herre  C unrat  der  tegan  von  Bins¬ 

wangen  und  der  luprister  von  Andelvingen,  Wezzel  und  C unrat  der 
Wrter  und  Rudolf  der  maller,  C.  Lauri  und  Wernher  Margarethun 
tohter  man  und  anderre  .  .  die  der  bi  warne. 

Und  geschach  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  tusent 


88 


1312. 


jar  und  druzehen  hundert  jar  und  waz  in  dem  alfeten  jar  an  dem 
nahsten  sunnun  tage  vor  sant  Andreas  tage. 

Drei  RundS  aus  braunem  Wachs.  Das  erste  S  ist  das  des  Grafen 
Eberhard  von  Landau.  Die  zwei  übrigen  zeigen  das  sprechende  Wappen  derer 
von  Hornstein.  U  des  zweiten :  f  S.’  PETRI  •  MILITIS  •  DE  •  HOREN ST  AIN. 
Das  dritte  s.  o.  bei  Nr.  241. 

217.  1312.  Darinn  Uotz  der  Sanfter  zue  Riedlinyen  bekhendt, 
das  Er  dess  Butzlinss  guet  zue  Waldthausen  allein  Leibding sweiss  in¬ 
habe  und  dem  gottshauss  mit  dem  Aigenthumb  zuestande.  Anno  1312. 

RL  Heiligkreuztal,  Fol.  129 r,  Nr.  10,  Titel:  Bekhandtnus. 

218.  1312.  Bekhandtnus  darinn  Uotz  der  Sautter  zue  Ried¬ 
lingen  bekhent,  das  Osshaimers  guet  zue  Waldthausen  sein  und  seiner 
tochter  Adelhaiten  Leibding  seye.  Anno  1312. 

RL  Heiligkreuztal,  Fol.  129r,  Nr.  12,  Titel:  Bekhandtnus. 

219.  1312.  Stiftung  von  Uotz  dem  Sautter  zue  Riedlingen. 
Ain  Hof  zue  Altheim,  wellichen  er  und  sein  tochter  Catharina  Ir 
Lebenlang  und  nach  der  Samblung  dess  gottshauss  zue  niesen. 
Anno  1312. 

RL  Heiligkreuztal,  Fol.  223 v,  Nr.  42,  Titel:  Stifftungbrieff. 

220.  1312.  Albrecht  Schertwege  schenkt  an  Heilig¬ 

kreuztal  7  Juchart  Ackers. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  Albreht  Schertwege,  daz  ich 
mit  ainehelligem  rat  miner  wirtenne  und  miner  kinde  han  uf  geben 
durch  got  und  durch  miner  sele  haile  ze  ainem  almosen  suiben 
juchart  akers  der  samenuge  ze  Hailigen  Cruce  Tal  und  die  sol  ich 
nassen  unz  an  mine  tot.  Und  swenne  ich  nit  enbin,  so  sona)  sie 
dem  vor  genanten  gottes  huse  lidik  sin  ze  sezzenne  und  ze  ensezzen 
als  ir  rehtes  aigen.  Dar  umbe  haut  sie  mir  och  Cflnrat  mine  sun 
enphangen  übel  zit  mit  in  zehaine  durch  got  unz  an  sine  tot.  Und 
sunt  wissen  daz  der  vor  genanten  süben  juchart  akers  aineiw  in 
Rüdelinger  esche  lit.  So  lit  anderhalb  juchart  bi  den  buhelne  in  dem 
spizloch  und  aine  aker  uf  den  hohun  und  daz  gerlib)  der  bi.  So 
lit  aine  halbeiw  juchart  in  Waithuser  esche.  So  stozet  aine  aker 
in  des  Roten  gebraitun  und  aine  aker  in  des  Vetterne  aker.  So 
lit  zen  hursten  anderhalb  juchart.  Auflassung  mit  Hainr.  mines 
sunes  willen  und  aller  siner  kinde  und  mit  Adilhait  miner  toliter 


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1312. 


89 


willen  der  Tossaninun  und  aller  ir  kinde  und  och  mit  Katerhinun 
miner  tohter  der  Fulbechinun  willen  und  aller  ir  kinde. 

Diz  geschach  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  drüzehen  hundert 
jar  und  waz  in  dem  zewolfen  jar.  Dez  ist  gezuch:  Manop  von 

5  Rudelingen,  Cünrat  der  Ehe  von  Althain,  Albreht  der  Zürne  von 
Rüdelingen  und  bruder  Burchart  der  kofman  und  bruder  Hainrich  der 
Waige.  (Siegel  der  Stadt  Riedlingen  und  der  Abtissin  von  Buchau.) 

ND:  Über  daz  gut  Albreth  des  Schertwegen  —  von  späterer  Hand:  ze 
Rudlingen  in  spissloch  in  Walthusen  (der  letzte  Buchstabe  kann  auch  ein  r  sein). 

10  Erhalten  ist  bloss  das  S  der  Abtissin  von  Buchau ,  ein  OvalS  aus  bräun¬ 

lichem  Wachs.  Eine  stehende  Heilige  in  langem  Gewand,  in  der  Beeilten  einen 
Palmzweig ,  mit  der  Linken  vielleicht  ein  Gewandstück  haltend.  U:  f  S.’  ANNE  • 
ABBATISSE  •  MON  •  IN  .  BUCHOWE. 

Das  S  der  Stadt  Biedlingen  fehlt. 

15  a)  Anstatt  n  ursprünglich  ein  1.  —  k)  Steht  auf  einer  Basur  mit  anderer 

Tinte,  doch  jedenfalls  von  der  gleichen  Hand. 

221.  1312.  25.  Februar.  Heinrich  der  Hob  er  von  Hunder- 
singen  soll  der  Saingerin  jährlich  8  s.  Konstanzer  be¬ 
zahlen,  die  nach  ihrem  Tod  für  ein  Licht  verwendet  werden. 

20  I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  swester  Elyzabeth  diw  abbe- 
tissen  von  des  Hailigen  Cruces  Tal  und  der  convent,  daz  Hainrich 
der  Hoher  von  Hundersingen  der  Saingerinun  und  ir  swester  ahte 
schilligen  Costenzer  sol  gen  alleiw  jar  von  unserme  gut  der  er  uns 
solt  die  wile  sie  lebent.  Und  swenne  sie  baide  nit  sint,  so  sol  ers 

25  der  custerinun  gen,  diw  sol  ain  leht  brennen  alle  naht  in  dem  kilch- 
hof  dur  ir  müter  sailigun  sele  und  durch  ir  vater  sailigen  sele  reht 
als  sie  got  der  umbe  welle  antwrten. 

Diz  geschach  an  sant  Mathias  tage  do  man  zalt  von  gotes  gebürt 
tusent  jar  und  dru  zehen  hundert  jar  und  waz  in  dem  zwlften  jar. 

30  (Siegel.) 

Das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  ist  abgefallen. 

222.  1312.  21.  März.  K.,  H.  und  H.  von  Hornstein  schenken 

Konrad  den  Sotläir  an  Heiligkreuztal. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  herre  Cünrat  von  Hornstain 

35  und  Herman  und  Hannes  mine  bruder,  daz  wir  bruder  Cünrat  den 
Sotlair  und  alles  daz  reht  daz  wir  ze  im  hetun  alder  mahtun  han, 
habin  uf  geben  der  ersameun  samenuge  von  des  Hailigen  Cruces 
Tal  von  ir  bette  und  durch  got  und  durch  unserre  sele  willen  und 
durch  unsers  whames  sele  willen. 


90 


1812. 


Uiz  geschach  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gotes  gebürt,  drn- 
zeben  hundert  jar  und  zewolf  jar  an  sant  Benedikte  tage.  Des  ist 
gezuch:  herre  Hannes  von  Hornstein  und  sin  sun  und  herre 

Berhtolt  der  kilchherre.  (Siegel.) 

ND:  Uber  brfider  Cfinrats  g&t  von  Weringen  zweimal). 

Die  2  Hornsteinschen  S  sind  abgefallen. 


223.  1312.  29.  Mai.  Riedlingen.  .Juzze  von  Riedlingen 

reversiert  sich  gegenüber  Heiligkreuztal  über  ihr  Leib- 

geding. 

Allen  .  .  tün  ich  Juzze  diu  Sutrin  genant  ain  burgerin  ze  10 
Rüdlingen  kunt,  daz  daz  gilt,  daz  .  .  Biitillins  waz  und  sizzet  Ruse 
Hobpelir  uffe,  aigen  ist  miner  vrowo  der  .  .  abbatissun  und  dez  • 
convents  von  Hailigecrüzetal ,  svenne  ich  nit  enware,  und  ist  daz 
selbe  gilt  nit  wan  min  lib  gedinge  die  wile  ich  lebe  und  nach  nnnem 
tode  so  vallet  daz  selbe  gftt  ledeclich  an  die  vor  genantun  samenunge.  15 
(Siegel,  Übergabe.) 

Dirre  brief  wart  gebin  ze  Rüdlingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürte  drizehenhundert  jar  und  zvelf  jar  an  dem  dritten  tage  ze 
usganden  maien.  Dez  ist  gezüg :  her  Herman  von  Hornstain, 

Bertold  Mürsel,  Hartman  von  Enselingen,  Ulr.  von  Bachingen,  Cun- 
rat  von  Andolvingen,  Hainr.  der  Svertfürbe,  Cftnrat.  der  Clinglei, 
Benze  und  Wernze  die  Stürzei,  Hainr.  der  Offenburger  und  anderre  .  . 
(Siegelanhängung.) 

ND:  Uber  der  Sutrinun  gät  ze  Walthusen  (doppelt  geschrieben). 

Das  Dreieckes  der  Stadt  Riedlingen  ist  grossenteils  verloren.  Das  B,td 
zeigt  rechts  das  gekreuzte  Ruderpaar  und  links  den  aufgerichteten  Löwen. 


°24.  1312.  18.  November.  Mengen.  Die  Abtissin  von 

Heiligkreuztal  gibt  Heinrich  dein  Wilden  und  seinem 
Sohn  Konrad  ein  Leibgeding. 


Wir  Elizabetli  von  Steffeln  genant,  von  gots  erbaermde  abtissm  30 
des  closters  ze  Hailigencruces  Tal  ||  und  dü  samenunge  des  selben 
closters  verjehint  .  .  .  .,  daz  wir  mit  gemainem  rat  willeclich  gebint  und 
habint  gebin  ze  ainem  rehten  lipgedinge  Hamnch  dem  Wilden  und 
CCmrat  sinem  sun  drü  malter  veson  und  drü  uralter  roggen  und  sol 
daz  gut  wol  gemachot  körn  sin  Maenger  messe,  und  Cunratz  sai- 
ligen  des  Suters  brfile,  des  aht  manne  math  ist,  und  undei  der  he  - 
Strasse  drier  manne  math  gehaissen  Siggenwinchel  und  sont  si  bald 


1318. 


91 


daz  körn  und  die  wisan  han  und  niessen  die  wil  si  lebent.  Und 
sweder  e  und  er  in  enist,  so  sols  der  ander  han  och  gar  und  niessen 
unz  an  sinen  tot.  Und  han  wir  dar  umb  von  im  enpfhangen  aht 
march  Silbers  gutes  und  gaebes  (Quittung)  . . .  daz  wir  sulind  in  baiden 
5  ald  dem  ainen  ob  der  anderre  enwaere,  daz  körn  antwrten  an  schaden 
an  sant  Michels  tach  ze  Maengen  in  die  stat  allu  jar  und  sulin  in 
daz  körn  gen  allu  jar  us  unserm  closter.  (Siegel  der  Abtissin,  Siegel 
der  Stadt  Mengen.) 

Dis  beschach  und  wart  dirre  bnef  geben ,  do  man  zalt  von 
10  Cristes  gebürt  drüzehinhundert  jar  und  in  dem  zewelften  jar  an  dem 
nächsten  samstach  nach  sant  Martins  tach  ze  Maengen  in  der  stat, 
indic.  undecima. 

ND:  Uber  daz  lipgedinge  Hainrichs  dez  Wilden. 

Zwei  Dreiecks  S  aus  braunem  Wachs  sind  nur  noch  in  Besten  vorhanden . 


15  225.  ISIS.  Ain  Lateinische  Gottsgab  von  Herman  von  Horn- 

stain  Pfarrer  zue  Blochingen  umb  sein  Hauss  und  Scheur  zue  llied- 
lingen  mit  Vorbehalt  diselb  sein  Lebenlang  zu  beivohnen  und  darauss 
jerlich  uf  Martini  1  U  Wachs  zugeben .  Anno  ISIS. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  195r,  Nr.  6,  Titel:  Gottsgaben,  Stifftung,  Leibding. 

20  Wahrscheinlich  =  Nr.  211 ,  doch  dann  mit  falscher  Jahreszahl. 


226.  ISIS.  Freybrieff  umb  II  manssmadt  ivisen  bei  dem 
Stainen  Creütz  und  II  in  dem  Burgent  zue  Hundersingen  von  Graf 
Eberhardten  von  Landaw.  Anno  ISIS . 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  82  v,  Nr.  43,  Titel:  Lehenrevers  und  Freybrieff. 

25  227.  Ca.  1313.  Graf  Friedrich  von  Zollern  gibt  den 
Heinrich  Stolle  an  Heiligkreuztal. 

Wir  grave  Friderich  von  Zorl  kirhcher  ze  Hähc||ingen  tilgen 
kirnt  den  frown,  der  [|  abtissen  und  dem  convent  gemalich  von  Ha- 
li||ccrüstal  .  .,  daz  wir  mit  vorbetahctem  mote  und  ganzelieh  durch 
30  got  lnkgen  iu  ufgeben  Harich  Stollen  von  Obrunsteten  der  iuser  agen 
waz  und  aller  der  reht  verzigen  der  wir  ze  im  hän  solten.  Und 
darum  bitten  wir  iüch  daz  irs  dögent  durhc  got  und  och  durch 
üsers  diest  willen  und  in  enpfahent  und  im  gottclichhen  und  er- 
lichhen  tugent.  (Siegel.) 

ND:  Bruder  Hainr.  Stollen. 


92 


1313. 


Ein  OvalS  aus  braunem  Wachs.  Tn  einem  offenen  gotischen  Aufbau 
sitzt  eine  Heilige,  vielleicht  Maria  ;  vor  ihr  kniet  eine  Gestalt.  Darunter  ist  ein 
gevierter  Schild.  U  ( teilweise  erhalten)  :  f  S.’  FR  .  . .  RICI  •  DE  •  ZO  . . .  IN  (?). 

Eine  ganz  ungelenke  Schreib  er liand. 

228.  1313.  3.  Januar.  Ertingen.  Judenta  Eben  des 
Ranzen  Wirtin  verkauft  an  Heiligkreuztal  Güter  um 

8  Tb  Konstanzer. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  Judente  des  berre  Eben  des 
Ranzen  wirten,  dgz  ich  han  geben  der  abbetissenen  von  des  Hai¬ 
ligen  [Cruces]  Tal  und  alle  der  convent  drie  jwcliart  akers  die 
koffet  ich  umbe  den  Truttelaire  und  liggent  uf  dem  roden  bi  dem 
Egelsee.  Dar  umbe  gaben  sie  mir  ahte  phunt  Costenzer  phenige. 

Das  geschach  ze  Erttingen  an  dem  zinztage  nah  dem  ingain- 
den  jar,  do  man  zalte  von  gottes  gehurte  druzehen  hundert  jar  und 
waz  in  dem  driezehenden  jar.  Des  ist  Ludewik  Gruwelli  ge- 

zuk  und  Ernest  sin  sun  unda)  Berhtolt  Nahwege  und  Wlrich  von 
Bachingen  und  bruder  Burcarht  der  kofman.  (Siegel.) 

ND  von  späterer  Hand:  umb  dri  (undeutlich)  juchart  agkers  wrden 
koufft  umb  herr  Eben  Ranzen  frown  uff  dem  roden  bi  dem  Egelse.  —  Althain. 

Das  BundS  des  Ebo  Ranzen  aus  braunem  Wachs  ist  grossenteils  ver¬ 
loren.  Nach  rechts  gewendet  steht  ein  Bock  an  mit  mächtigen  Hörnern,  jeden¬ 
falls  ein  Steinbock.  U:  EBONIS  •  DC  (=  dicti?)  •  •  •  • ;  cfr.  v.  Alberti,  a.  a.  0. 
S.  613,  Bild  Nr.  2259. 

a)  Von  hier  an  ist  die  Urkunde  anscheinend  von  anderer  Hand  mit  an¬ 
derer  Tinte  geschrieben. 

229.  1313.  31.  Oktober.  Mengen.  Konrad  der  Wilde 

kauft  einen  Hof  zu  Herbertingen  von  Heiligkreuztal 

um  60  Tb  Konstanzer. 

Ich  Cünrat  der  Wilde  ain  burger  ze  Mengen  tun  kunt  .  v  das 
ich  han  geköfet  ze  aim  rehten  lip  gedinge  mir  und  Judentun  miner 
elicher  wirtinne  ain  hof  ze  Herbrehtingen ,  den  tail  den  .  .  Hainr. 
Bezeli  ze  lipgedinge  von  dem  gotshuse  ze  Hailigencruceltal  hatte 
und  geköfet  wart  um  Walthern  von  Igstetten  umb  sehzek  phund 
Costenzer.  (Quittung.)  Und  were  das  ich  sturbi  e  min  wirtenne 
diu  Judent  und  neme  si  ain  man  nach  minem  tode,  so  sol  der  hof 
dem  gotshuse  ledik  sin.  ( Bekenntnis ,  Siegel.) 

Der  [brief]  wart  gehen  ze  Mengen  do  man  zalte  von  gottes 
gebürte  driuzehen  hundert  jar  und  da  nach  in  dem  drizehenden  jare 
an  aller  hailigon  abende. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1318 — 1314. 


93 


ND:  Uber  den  hof  ze  Herbretingen  —  von  späterer  Hand:  des  Wilden 
lippding.  —  Uber  den  hof  ze  Herbretingen. 

Ein  S  der  Stadt  Mengen  ist  ausgerissen. 

230.  1313.  1.  November.  Mengen.  Gegenurkunde  zur 

5  vorhergehenden. 

Wir  Elizabet  von  gottes  erbermde  aeptissinne  des  klosters  ze 
Hailigencrüzestal  und  der  convent  des  selben  gotshuses  verjehin,  das 
wir  gebin  und  habin  geben  ze  köfenne  ze  aim  rehten  lipgedinge 
Cünrat  dem  Wilden  aim  burger  ze  Mengen  und  Judentun  siner 
10  elichen  wirtenne  um  sehzek  phunde  phenninge  Costenzer  (Quittung) 
unsern  hof  ze  Herbrehtingen,  den  tail  den  Hainr.  selig  Bezeli  von 
uns  ze  lipgedinge  hatte  und  geköft  wart  umb  Walthern  von  Igstetten. 
Und  were  das  Cünr.  der  vor  gnant  Wilde  sturbi  e  sin  wirtenne 
Judente,  were  danne  das  si  ain  man  neme,  so  ist  uns  der  hof 
15  ledik  und  lere.  (Siegel.) 

Dis  geschach  und  wart  dirre  brief  geben  ze  Mengen,  do  man 
zalte  von  gottes  gebürte  driuzehen  hundert  jar  und  da  nach  in  dem 
drizehenden  jare  an  aller  hailigen  tage. 

ND  von  späterer  Hand:  umb  Betzlins  hof  ze  Herbrechtingen  des  Wilden 
20  lippding. 

Die  zivei  S,  ein  S  der  Stadt  Mengen  und  ein  S  der  Äbtissin  von  Heilig- 
kreuztal  sind  beide  fast  völlig  verloren. 

231.  Ca.  1314.  12.  März.  Die  Abtissin  von  Heiligkreuz¬ 

tal  beurkundet  eine  Jahrzeitstiftung. 

25  .  .  1  grawes  ordens  in  Kostentzer  bistun  gelegen  und  der 

convent  gemainlich  des  selben  klosters  ||  .  .  .  anseh  ent ,  lesent  older 
hörent  lesen,  daz  wir  ainmutklich  mit  güter  Vorbetrachtung  und  mit 
gutem  ||  .  .  .  ser  kloster  frowen  ain  pfunt  güter  Haller  jaerlichs  geltz 
usser  der  mitlun  midi  ze  Andelvingen  umb  zwölft  j|  .  .  .  offenen  und 
30  güten  nutz  bewendet  habin.  Und  daz  pfunt  Haller  geltz  daz  usser 
der  vor  genanten  midi  .  .  .  nser  kloster  frow  umb  sechs  pfund 
Haller  umb  üns  och  köft  und  uns  giengen  von  ainer  hofstat  ze 
Hunderfsingen]  .  .  .  hörent,  daz  sol  alles  sament  hinnan  für  ewek- 
lichs  dienen  in  unser  revental  über  tissch  und  sol  man  daz  .  .  . 
35  iecen  in  der  jarzitopflegerina  gewalt  weli  denn  zu  den  ziten  der 
jarzito  pflegerina  sint  in  dem  vor  benempten  .  .  [u]nd  sont  den  win 
.  .  dem  convent  in  dem  vor  genanten  kloster  gemainlich  tailn  über 
tissch  mit  gantzem  flis  und  .  .  eit  allem  sament  jaerlichs  begän 
Eisbeten  saeligen  Waetzlin  ainr  erber  burgerinen  von  Ulm  jartzit 


94 


13X4. 


dvi  all Vi  .  .  .  ald  ab  gieng ,  es  war  Kitzel  ald  vil  in  welem  jar  daz 
besehaelii,  daz  sol  ain  obrü  kellerin,  welü  in  dem  .  .  .  und  sol  daz  tün 
nnverzogenlich  an  irrung  und  an  all  wider  red.  Wir  vor  benemptü 
frow  Ann  aeptissenn  und  .  .  .  der  üns  jaerlicbs  gat  von  ainr  wis  die 
wir  umb  den  vesten  ritter  herr  Hansen  von  Hornstain  von  Pflumarn  5 
dienen  sol  den  frowen  gemainlich  in  ünserm  kloster  über  tissch, 
und  sol  man  den  vor  geschrieben  halben  nutz  der  .  .  .  ont  denn  da 
mit  win  köffen  und  sollt,  in  tailn  dem  convent  gemainlich  über  tissch 
as  da  vor  gesehriben  ist  .  .  .  die  gevallent  allü  jar  an  unser  frowen 
ta„  as  sü  geborn  wart  und  den  andern  halbtail  des  vor  gesehriben  10 
nutz  ...  sol  dü  vor  genant  Gisel  Gewaerlichen  von  Ulme  ünsei 
kloster  frow  han,  in  nemcii  und  jaerlichs  niessen  all  die  .  .  .  frow 
stirbet  da  vor  got  lang  si,  so  sol  der  vor  gesehriben  halbtail  des 
nutz  der  von  der  vor  gesehriben  wis  jaerlichs  .  .  .  [tjissch  und  sollt 
die  vor  genanten  jarzitopflegerina  da  mit  win  köffen  und  sont  in  den  15 
frowen  gemainlich  tailn  über  tissch  .  .  .  wirtenn  jarzita  die  gevallent 
allü  jar  uf  sant  Scolasticun  tag.  Es  ist  och  gerett  und  mit  Worten 
beschai  ...  vor  gesehriben  dingen,  an  was  nutz  ald  geltz  wir  si  denn 
irtin,  der  selb  nutz  und  daz  selb  gelt  sol  denn  dem  kloster  ....  deham 
ansprach  dar  zu  han.  Dis  ist  alles  beschehen  durch  der  vor  genanten  2< 
selan  besser  gedenknüst.  Und  .  .  elib  daz  an  disem  bnef  gesehriben 
ist,  so  habin  wir  frow  Ann  aeptissenn  und  . .  der  convent  gmamlich  ... 

.  .  .  geben  wart  an  sant  Gregorien  tag,  do  man  zalt  von  yattis 

aeb'iirt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  .  .  . 

J  2 

ND:  Keine.  ,  ,  ™  . 

Von  dem  Pergament  ist  links  ein  Teil  weggerissen ,  so  dass  der  Text 

lückenhaft  ist.  Auch  das  S  ist  her  aus  gerissen. 


232.  1314.  23.  April.  Frau  Ime  von  Tailfingen  Bürgerin 

zu  "Stuttgart  stiftet  in  Heiligkreuztal  einen  Jahrtag. 

Ich  Ime  ain  burgerin  ze  Stügarten  genemet  von  Talvingen  e 
fürqihe  .  .  .  daz  ich  daz  aigen  mines  wingarten  der  da  haizet  der 
Männin  wingart  und  liget  ze  Röten,  han  gegieben  nach  minme  tode 
durch  minre  minre  wirte  und  aller  minre  vordem  sele  willen  den 
vrowen  gemünlich  des  conventes  ze  Hailigencrüzstal  mit  allem  sime 
rehte  und  süln  si  von  dem  aigen  dem  lehen  helfen  mit  sohehem  < 
buwe  als  reht  und  gewnlich  ist.  Si  süln  öch  Silit  jar  swenne  ich 
nit  enbin,  rnine  und  minre  wirte  zwaier  Albreht  jargezit  erlich  hegen 
als  man  jargezit  billich  sol  begen.  Und  swenne  si  des  nit  tunt  und 
dar  an  sümic  sint  ze  aim  ainigen  mal  des  jares  so  man  dm  jaigezi 


1314. 


95 


begen  sol,  so  sol  daz  aigen  des  wingarten  mit  allem  sime  rehte 
wider  vallen  an  mine  erben  die  denne  billicli  siiln  erben.  Ich  han 
och  gegieben  nah  minme  tode  minre  tohter  Haliken  diu  des  Con¬ 
ventes  ze  Hailigencruzstal  ist,  aigen  und  lehen  mines  wingarten  der 
5  da  haizet  des  Arzaten  wingart  und  liget  ze  Rainsburc  ob  Cünrats 
wingarten  an  dem  Rain  mit  allem  sime  rehte,  und  ain  phunt  gelts 
das  get  uzer  Cünrats  des  müllers  mülen  diu  da  liget  an  dem  graben 
ze  Stügarten  bi  dem  wiege  da  man  get  gen  Wizenberc.  Und  swenne 
siu  nit  enist,  so  sol  der  vor  genante  wingart  mit  aigen  und  mit 
10  lehen  der  da  haizet  des  Arzaten  wingart  an  die  vor  genanten  vrowen 
gemünlich  des  conventes  von  Hailigencrüzstal  vallen  mit  allem  sime 
rehte,  ze  hilfe  dem  vor  gescriben  aigen  des  wingarten  ze  Röten  und 
öch  daz  vor  genante  phunt  gelts  dem  selben  wingarten  ze  hilfe,  daz 
man  diu  vor  gescriben  jargezit  deste  baz  müge  begen  und  dest 
15  erlicher.  Es  ist  öch  gerete,  swenne  si  diu  jargezit  nit  begent  als 
da  vorgescriben  ist,  so  sol  der  vor  genante  wingart  ze  Rainsburc  und 
daz  vor  gescriben  plmnt  gelts  wider  vallen  an  die  erben.  (Siegel.) 
Da  bi  ivas:  Arnolt  der  amman,  Wernher  afh  Rain,  Albreht 

Nütel  der  schulthaiz,  phaffe  Albreht  Reke,  der  Kaiser,  Frizze  von 
20  Hohenhain,  Ulrich  der  Waise,  Hainrich  der  Keiner,  Sifrit  der  Rüvin 
sun  und  ander  erber  lute  die  der  rede  gezüge  sint. 

Diz  geschach  do  man  zalte  von  gotes  gebürte  driuziehenhundert 
jar  und  in  dem  vierziehenden  jar  an  sant  Gerien  tage. 

NB:  Zu  Hailggen  von  Stüggartten  jarzit  ain  wingarten  und  .  .  .  (ist 
25  gestrichen). 

Zwei  S,  das  eine  ein  BundS  mit  roter  Farbe,  zeigt  als  Wappen  zwei 
übereinander  dahinschreitende  Stuten ;  das  ganze  Sfeld  ist  mit  Zweigen  aus¬ 
gefüllt.  U:  f  S.’YNIYERSITATIS  •  BYRGEN  . .  VM  •  IN  •  ST  V  TG  ARTEN  •  Abb.: 
Bas  Königreich  Württemberg,  I.  1904  Stuttgart  S.  166.  Bas  zweite  S  ist  das 
30  S  der  Abtissin  von  HeiligJcreuztal. 

233 .  1314.  7.  Juni.  Asenheim  (b ei  Unlingen.)  Berthold 

von  dem  Stein  vermacht  seinen  Tochterkindern  sein 
Gesässzu  Asenheim. 

I.  g.  n.  a.  Alle  .  .  den  tün  ich  Berhtold  von  dem  Stain  kirnt , 
35  das  ich  mit  miner  friunde  rat  und  mit  mines  algenne  herren  hant 
nach  minem  tode  gemachet  han  miner  tohter  kinden  Ursellun  und 
Annun  und  ir  erbon  min  aigen  gesaeze  ze  Aesenhain  (Pertinenz- 
formel).  Ist  aber  das  die  vor  benemten  Urselle  und  Anne  an  erben 
vervarnt,  so  sol  herre  Hans  von  Hornstain  ir  vatter  und  Rüdolf  der 
40  Fridinger  das  gut.  ze  Aesenhain  in  ir  gewalt  han,  unz  si  von  minen  erbon 


96 


1314. 


gewert  werden!  hundert  pfunde  Haller  pfenninge  die  si  durch  miner 
sele  wilen  gen  sulen  des  si  zen  hailigen  gesworn  hant.  Ich  ver¬ 
gehe  och  gezüge  die  hie  bi  waren:  der  erbaer  herre  .  .  .  abbet 

Eber,  von  Zwiveltün,  herre  Peter  von  Hornstain,  herre  Mangolt  und 
herre  Hainrich  die  zwen  gebruder  von  Hornstain,  Ülrich  der  Treschaer, 
Hainrich  der  voget  von  Fridingen,  Eber,  von  dem  Stain ,  Renhart 
von  Hochdorf,  Cünrad  von  Andelvingen  und  Luzze  Lüpfe.  (Siegel.) 

Der  [brief]  wart  gegeben  uf  dem  güte  ze  Aesenhaln,  do  man 
zalte  von  gottes  gebürte  driu  zehenhundert  jar,  dar  nach  in  dem  vier¬ 
zehenden  jar  an  dem  naehsten  fritage  nach  usgender  pfinxwochen. 

ND:  Aszenhain. 

Ein  BundS  der  Herren  vom  Stein  aus  braunem  Wachs.  Das  Bild 
zeigt  eine  Wolfsangel,  ü:  f  S.’  B  •  •  TOLDI  •  DE  •  STAIN. 

234 .  1314.  1.  September.  Gisela  die  Tünfridin  von 

In  n  eringen  stiftet  zu  Heiligkreuztal  ein  Sei  ge  rät  mit  20# 
Haller  und  bekommt  dafür  ein  Gut  zu  Winterlingen. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  hundint  wir  swester  Anna  von  Hornstain  diw 
abbetissenne  ze  Hailigen  Cruz  Tal  und  der  convent,  daz  uns  diw 
ersame  vrowe  Gisele  die  Tünfridin  von  Inaringen  hat  geben  zwainzege 
phunde  Haller  ze  ainem  sele  gerait  der  sie  uns  und  Rüfe  ir  sun 
gewerut  hant.  Die  bruhtün  wir  in  der  samenuge  denest  da  sis 
ze  not  bedorft,  und  gaben  ir  da  wider  ain  güt  daz  der  Nager  buwet 
ze  Winterlingen,  von  dem  gant  zehen  schoffol  phesa  und  X  schofffol] 
habern  unda)  sehse  schillige  Haller  und  zwo  schultera  und  dru 
henreb)  und  ain  wertal  aiger.  Von  dem  sol  man  ze  der  vrowen 
jar  zit  elder  vrowen  und  eldem  brüder  aine  halbe  mas  wines 
gen  und  zwai  aiger  iemer  ewichlich  die  wile  daz  clöster  stat.  Und 
sweliw  vrowe  underiw  kelnerin  ist,  diw  sol  des  gütes  alite  han  und 
sol  die  samenuge  des  jar  zites  der  von  rillten.  Und  swenne  man 
des  nit  tüt,  so  sol  es  Rüfe  ir  sun  nemen  und  sol  die  samenuge 
selbe  der  von  rillten  die  wile  er  lep. 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  gütes  gebürt  druzehen  hundert 
jar  und  waz  in  dem  wierzehenden  jar  an  dem  ahtoden  tage  vor 
unserre  vrvven  tage  der  jungerun.  Des  ist  gezuch  :  der  tegan 

von  Binswangen  und  der  luprist  von  Andewingen  und  brüder  Burchart 
und  brüder  Hünr.  der  Wege  und  brüder  Hünr.  der  phister.  (Siegel.) 

Das  S  der  Abtissin  ist  eingenäht. 

a)  Die  Worte  zehen  bis  sehse  stehen  mit  anderer  Tinte  auf  einer  Basur; 
gant  steht  über  der  Zeile.  —  b)  die  Worte  und  dru  henre  sind  übergeschrieben. 


5 

10 

15 

20 

25 

80 

35 


1314—1315. 


97 


235.  1314.  9.  Dezember.  Esslingen.  Abtissin  Anna  un d 
Konvent  von  Heiligkreuztal  ordnen  die  Jahr  zeit  Kon- 

rads  von  Plieningen. 

I.  n.  d.  a.  Nos  soror  Anna  abbatissa  et  conventus  monasterii 
5  Yallis  Sancte  Crucis  te\\nore  presentium  publice  profitemur,  quod  cum 
dilecti  quondam  felicis  recordationis  Cünradus  de  Blenigen  et 
Adelhaidis  uxor  sua  legittiina  multa  benificia  nobis  nostroquo  mo- 
nasterio  liberaliter  impendissent,  nos  volentes  ipsorum  fidei  ac 
devocioni  vicissitudinarie  respondere  promittimus  nosque  presentibus 
10  obligamus,  quod  in  die  anniversaria  Cünradi ,  hoc  est  in  die  beati 
Martini  episcopi  unam  urnam  vini  vel  triginta  solidos  Hallensium 
de  vinea  sita  in  Stügarten  dicta  zem  Tobel  quondam  Hainrici 
Rennemagin  et  in  die  defunctionis  Adilh.  uxoris  sue,  in  die  vide- 
licet  beate  Katherine  similiter  unam  urnam  vini  de  possessionibus 
15  nostris  in  Stügarten  annis  singulis  nostro  conventui  perpetuis  tem- 
poribus  ad  mensam  procurabimus  ministrari.  Quod  si  forte  in 
ministracione  quod  absit  negligentes  fuerimus  aut  remisse,  eodem 
anno  abbas  de  Salem  visitator  noster  quod  id  neglectum  fuerit,  pro 
pena  duas  urnas  vini  vel  pecuniam  equalentem  auferre  poterit  suo 
20  conventui  ministrandas.  (Siegel.) 

Datum  in  Esselingen  anno  domini  MCCC  quartodecimo,  V  idus 
decembr. 

ND:  zu  Cünr.  von  Blieningen  und  siner  elicher  wirtin  jarzitt. 

Zwei  OvdlS,  das  des  Abtes  von  Salem  vollständig  zerbrochen ,  ein  genäht, 
25  das  der  Abtissin  von  HeiligJcreuztal  aus  braunem  Wachs.  In  dem  Bilde  ist 
der  Typus  des  Kruzifixus  ein  wenig  geändert. 

236.  1315.  14.  Februar.  Heiligkreuztal  kauft  von 

Wernher  vonBuwenburg  einen  Acker  um  5#Konstanzer. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  Werneher  von  Buwenburch, 
30  daz  ich  min  er  genaideiger  vrowen  der  abbetissen  und  dem  convent 
ze  Hailigen  Cruces  Tal  han  ze  kofende  geben  zewo  juchart  akers 
umbe  funfe  phunt  Costenzer  phennie.  Die  jwchart  liggent  ze  Hun- 
dersingen  in  dem  Luzelbach.  (Quittung).  So  wergehin  öch  wir 
Hainr.  von  Buwenburch  und  Otlie  von  Egelingen  .  .  .  (Auflassung). 
35  So  wergihe  öch  ich  grawe  Eber,  von  Landeowe  an  disem  brief,  daz 
mir  Werneher  von  Buwenburch  het  uf  geben  die  lehenschaft  der 
aiker  .  .  .,  und  daz  ich  die  aigenschaft  der  selbon  aker  han  geben 
dem  closter  luterlich  durch  got  und  durch  daz  haile  miner  sele  und 
aller  miner  vorderun. 


Württ.  Gesclii chtsquellen  IX. 


98 


1315. 


Dis  geschach  do  man  mit  von  gotes  gebürt  tusent  jar  und  drü 
hundert  und  waz  in  dem  funfzehenden  jar  an  sant  Valentins  tage. 
Des  ist  gezuch:  herre  Johannes  von  Hornstain  und  Wlrich  von 

Buwenburch  dem  man  sprichet  der  Maiger  und  Ortholfe  sin  brüder 
und  Wlrich  der  Hergeselle,  C.  Loheli  und  andern  .  .,  die  der  bi 
wairn.  (Siegel.) 

NI):  Hundersingen. 

Ein  RundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 

237,  1315.  14.  Februar.  Heinrich  Naigelli  kauft  dem  Kloster 
Heiligkreuztal  Acker  um  10  U  Konstanzer  zu  einer  Stiftung. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  Hainr.  Naigelli,  daz  ich  minen 
vrowen  ze  Hailigen  Cruce  Tal  dem  convent  han  koffet  wier  juchart 
akers  umbe  zehen  phunt  Costenzer  munse.  Der  lit  aineiw  in  Hun- 
dersinger  eschfe  bi  der  verreun  stage  und  diw  ander  hinder  dem 
liage.  So  ligent  die  zwo  in  dem  luzelbach.  Die  sol  ich  neissen 
die  wile  ich  lebe.  Und  swenne  ich  nit  enbin,  so  sol  man  mine 
drizegüst  und  min  jar  zit  mit  den  zwain  ersten  nuzzen  began  die 
der  von  koment.  Und  swelliw  vrowe  denne  underiw  kelnerin  ist, 
der  sol  man  disen  bref  antwrten,  daz  sie  die  aker  in  ir  aht  habe. 
Und  swaz  der  von  gange,  daz  sie  da  mit  der  sammenuge  kaise  kofe, 
so  sie  aller  best  vale  sint,  und  sol  die  der  samenuge  gen,  so  si 
aller  best  bedürfen  reht  durch  got  und  durch  daz  haile  miner  sele. 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  druzehenhundert 
jar  und  waz  in  dem  funfzehenden  an  sant  Valentins  tage.  Des  ist 
gezuch:  herre  C.  der  luprister  von  Andelwingen  und  brüder 

Bur.  der  alte  kofman  und  brüder  Hainr.  der  Wäige.  (Siegel.) 

NE:  Hundersingen. 

Das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  ist  weggerissen. 

238,  1315.  19.  Februar.  Friedrich  Tivinger  schenkt 

dem  Kloster  Heiligkreuztal  eine  Wiese. 

I.  n.  d.  a.  Omnibus  presencium  inspectoribus  Fridericus  dictus 
Tivinger  et  uxor  sua  Adellint  geste  ||  rei  noticiam.  Cum  ipsorum  ob- 
sequio  semper  prompto  rebus  gestis  fides  facilius  adhibetur,  cum  res 
ut  ||  aguntur  scripti  testimonio  ad  posteros  per ducuntur.  Ad  singulorum 
igitur  et  omnium  noticiam  volumus. presentibus  \\pervenire,  quocl  nos  pro- 
prie  salutis  intendentes  augmento  pratum  dictum  Bol  situm  infra 
Ertingen  et  Landowe  in  lata  laga,  quod  wlgariter  dicitur  Wiette 
Riet  iuxta  pratum  dicti  Sachse  et  dicti  Schrigar  abbatisse  ac  toto 
conventu(!)  in  Hailigcrüztal  resignando  contulimus  nomine  proprie- 


5 

10 

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30 

35 


1315. 


99 


tatis  perpetuo  possidendum  (Auflassung).  Et  idem  pratum  sub- 
sequenter  in  feodum  censuale  pro  tempore  vite  Adellint  recepimus, 
ut  singulis  annis  abbatisse  et  conventui  in  festo  beati  Martini  qua- 
tuor  denarios  studeamus  usualis  monete  solvere.  Qua  dicta  Adellint 
5  de  valle  huius  miserie  perducta  ac  in  conventu  sepulta  pratum  et 
proventus  ab  eodem  provenientes  coquine  dicti  conventus  tradimus 
perpetuo  serviendos  adhibita  tarnen  hac  condicione,  quod  Hätza  et  Hilta 
filie  dicti  Gruweli  de  Ertingen  moniales  seu  confratres  conventus  pro 
tempore  vite  sue  terciam  partem  proventuum  de  sepedicto  prato  pro- 
10  veniencium  recipiant  et  in  ipsorum  usus  convertant.  Iterum  qua- 
cumque  illarum  de  carnis  ergastulo  soluta  altera  terciam  partem 
prenominatam  recipiat  et  in  proprios  usus  convertat.  Qua  defuncta 
pratum  cum  proventibus  mense  seu  coquine  dicti  conventus  tenetur 
perpetuo  ministrare.  Huius  rei  testes  sunt:  Lodowicus  Grüweli, 

15  H.  Walchhün,  Ber.  Walchhün,  dictus  Ertinger  et  Manzo  dictus  Degen. 
( Siegelübergabe ,  Siegelanhängung) . 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCCXV,  XI  kal.  marcii  ind.ic.  XIII. 

ND:  Super  pratam  (!)  des  Tivingers  ze  Erttingen.  —  Super  pratam  dez 
Tüwingers  in  Hertingen. 

20  Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  braunem  Wachs ; 

teilweise  zerbrochen. 

239.  1315.  6.  März.  Ludwig  Gruweli  von  Ertingen 

schenkt  an  Heiligkreuztal  eine  Wiese. 

I.  n.  d.  a.  Omnibus  presencium  inspectoribus  Luduwicus  dictus 
25  Gruweli  de  Ertingen  [|  se  paratum  in  omnibus  toto  posse.  Suboriri 
solet  de  gestis  hominum  magna  calumpnia,  nisi  lingua  ||  bonorum  testium 
robur  adhibeat  aut  scriptura.  Noticie  igitur  singulorum  et  omnium 
duxi  presentibus  ||  exponendum,  quod  ego  proprie  salutis  intendens 
augmento  pratum  situm  iuxta  crucem  lapideam  et  iuxta  pratum 
30  medici  de  Mangen  ex  una  et  Friderici  de  Andelvingen  ac  Alberti 
sui  fratris  ex  parte  altera  abbatisse  ac  toto  conventu  (!)  in  Hailig- 
crüztal  nomine  proprietatis  confero  perpetuo  possidendum  (Auf¬ 
lassung,  Siegelübergabe).  Huius  rei  testes  sunt:  nobilis  vir 

comes  Wolfradus  de  Hattingen,  dominus  Hermannus  de  Hornenstain 
35  rector  ecclesie  in  Sekilch,  et  dominus  Johannes  frater  suus  et  dictus 
Senfeli,  servus  comitis  iam  memorati.  (Siegelanhängung.) 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCCXV,  II  non.  marcii  indic.  XIII. 

ND:  Uber  die  wise  Gruwelins  bi  dem  stainin  cruce  (doppelt  geschrieben). 

Ein  BundS  Anselms  von  Justingen  aus  bräunlichem  Wachs;  teilweise 
40  zerbrochen.  Bechts  und  links  im  Siegelfeld  ist  ein  achtstrahliger  Stern. 


100 


1315. 


240.  1315.  26.  Mai.  Riedlingen.  Ritter  Heinrich  von 
Grüningen  verkauft  an  Heiligkreuztal  einen  Acker  um 

8^2  $  Kon  stanz  er. 

Allen  .  .  tün  ich  her  Hainrich  an  ritter  von  Grüningen  genant, 
kunt  .  .  .  an  disem  hrief }  daz  ich  ainer  ersamun  frown  in  got  der  äbb- 
tissinne  und  dem  convent  ze  Hailigcrüztal  han  geben  ze  kofende 
fünf  juchart  akers,  die  liggint  in  dem  loche  daz  ain  lialp  stosset 
an  Grüninger  esche,  umbe  nündehalp  phunt  phenninge  Costenzer 
münse.  Und  han  in  die  aker  geben  ze  rechter  aigenschaft  mit 
selcher  gedingde  und  beschaidenhait:  ist  daz  ich  min  frown  die 
abbtissinn  von  Hailigcrüztal  bericht  und  geweren  des  güttes  von 
sant  Walpurg  tage  der  nu  nächste  kümet  über  an  jar,  so  sont 
die  aker  wider  aigenlich  an  mich  vallen  an  allen  krieg.  Ist  och 
daz  ich  si  des  güttes  nit  geweron  an  dem  zil  daz  hie  benemmet 
ist,  so  sont  die  aker  evklich  sin  ir  rechte  aigen  und  des  convent. 
Und  des  kofes  sol  ich  her  Hainr.  evklich  wer  sin  und  min  sun 
Albrecht  und  han  in  dar  umbe  ander  weren  gesezzet:  her  Peter 
von  Hornenstain,  sin  sün  baide  Peter  und  Otten,  Cünrat  von  Grü¬ 
ningen  und  C.  von  Phlumarn,  daz  ich  si  sol  verstan  und  versprechen 
swa  man  si  kumbert  an  den  akern ,  as  si  an  weltlichem  gerichte 
oder  an  gaischelichem.  (Siegel.)  Dis  ist  gezüge:  Albrecht 

und  Wezel  baide  von  Andelvingen  und  Uze  vor  Kirchtor  an  burger 
ze  Rüdelingen. 

Dis  geschach  und  wart  dirre  hrief  gegeben  ze  Rüdelingen ,  do 
man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzechenhundert  und  dar  nach  in  dem 
fünfzechenden  jar  an  dem  mantag  nach  sant  Urbans  tage. 

ND:  Umb  v  juchart  agkers  an  dem  Grüninger  esch. 

Zwei  BundS  aus  braunem  Wachs ,  das  eine  das  des  Grafen  Eberhard 
von  Landau ;  das  zweite  das  des  Bitters  Heinrich  von  Grüningen.  Das  Bild 
zeigt  zivei  Schilde  ineinander.  U :  •  •  •  HAINRICI  •  MILITIS  •  DE  •  GRVNINGIN. 

241.  1315.  29.  September.1)  Riedlingen.  Konrad  der 

Meister  des  Neubaus  in  Heiligkreuztal  erkauft  sich 
vom  Kloster  die  lebenslängliche  N  utz  nies  sun  g  von 

Gütern  zu  Binzwangen  um  40  Haller. 

Universis  hanc  literam  inspecturis  Cünradus  cementarius  seu 
lapidicida,  magister  nove  structure  in  Valle  Sancte  Crucis  ||  subscrip- 
torum  noticiam  cum  salute.  Uta  futuris  litigandi  caveatur  periculis, 
expedit  gesta  temporum  perhennari  Serie  literarum.  Noverint  igitur  || 
universi  tarn  posteri  quam  presentes ,  quod,  cum  ego  a  venerabilibus  in 
Christo  dominabus  meis  abbatissa  et  conventu  monasterii  Vallis  || 


5 

io 

15 

20 

25 

30 

35 

40 


1316. 


101 


Sancte  Crucis  quibus  titulo  proprietatis  pertineo,  usufructus  quarun- 
dam  possessionum  suarum  sitarum  in  Binswangen  quas  Wernherus 
villicus  et  Burcardüs  dictus  Fritach  ibidem  excolunt,  quarum  pro- 
prietas  eisdem  dominabus  meis  pertinebat  ac  pertinet  sicut  ego, 
5  pro  tempore  vite  mee  dumtaxat  percipiendos  pro  quadraginta  libris 
denar.  Hallen,  comparassem,  ne  ex  perceptione  proventuum  talinm 
aut  possessione  tali  heredibus  meis  seu  successoribus  aut  aliis  ho- 
minibus  quibuscumque  ius  aliquod  quantumlibet  modicum  conquiratur 
in  eisdem  possessionibus  suisque  pertinentiis  universis,  mediante 
10  quo  eedem  domine  mee  aut  suum  monasterium  post  obitum  meum 
quod  absit  possent  a  quoquam  aliquatenus  conveniri  vel  ab  aliquo 
in  iudicio  aut  extra  iudicium  molestari.  Idcirco  ego  indempnitati 
earundem  dominarum  mearum  consulere  cupiens  plenius  et  cavere 
ad  maiorem  cautelam  ipsis  adhuc  sanus  mente  et  corpore  tenore 
L5  presentium  duxi  renunciandum  omni  iuri  .  .  .  excepta  perceptione  pro¬ 
ventuum,  quibus  ego  Cünr.,  Agnes  soror  mea,  Mähthildis  filia  sororis 
nostre  sanctimoniales  prelibati  monasterii,  si  mihi  supervixerint 
gaudere  debemus  tantum  pro  tempore  vite  nostre.  Nobis  vero  Omnibus 
ab  hoc  seculo  evocatis  possessiones  cum  suis  pertinentiis  Omnibus 
20  et  singulis  cum  omni  iure  et  utilitate  ad  monasterium  Yallis  Sancte 
Crucis  vacue  et  libere  revertantur,  contradicione  heredum  nostrorum 
aut  aliorum  hominum  quorumlibet  non  obstante.  (Siegelübergabe.) 

Datum  in  Rüdelingen  civitate  anno  domini  MCCC  quinto- 
decimo l)  in  die  beati  Michahelis  archangeli  indic.  XIII *)  presenti- 
25  bus:  strenuo  viro  Johanne  de  Hornstain  milite,  Bei*,  dicto 

Murzel,  11.  de  Bächingen,  H.  dicto  Offenburger,  Cünr.  ministro 
civibus  in  Rüdelingen  aliisque  .  .  (Siegelanhängung.) 

ND:  Super  possessiones  Cünr.  cementarii  in  Binzwangen. 

Zwei  BundS  aus  braunem  Wachs,  das  eine  das  der  Stadt  Biedlingen, 
30  das  ziceite  zeigt  das  Wappen  der  Hornstein.  U:  f  H.  RECTORIS  •  I  •  SNAI- 
SANCH  •  d.  h.  Schneisingen,  Kt.  Aargau. 

9  Indiktion  und  Jahreszahl  stimmen  nicht  zusammen. 

242.  1316.  19.  März.  Mechthild  die  Stainibainin  ver¬ 

kauft  dem  Dekan  Konrad  von  Binzwangen  einen  Garten 
35  um  15  U  1772  s. 

1.  g.  n.  a.  Allen  .  .  tun  ich  Maeht.  diu  Stainibainin  von  Rüd- 
lingen  und  ich  Berth.  und  Anne,  Haedwich  und  Katherin  iriu  chint 
chunt,  daz  wir  aim  erbaern  herren  herr  Chunr.  dem  tegan  von 
Binswangen  haben  geben  ze  köfend  unser  garten  ze  Rüdlingen  die 


102 


1317. 


an  II  dem  graben  gen  Grüning  wert  ligent,  flu-  ain  reht«  argen  umb 
drizech  phenning  mim  (!)  danne  umbe  sehszehen  p bunt  Cbostenzer 
pbenning  und  vergehen  (Quittung),  aber  daz  den  lierr  Chunr.  de- 
chain  ansprach  umbe  die  vorgenanten  garten  angreng  oder  wrde. 
Dez  sunl (!)  wir  in  nach  der  stette  reht  für  antwrten  und  versprechen. 
Und  waer  daz  wir  dez  nit  taetten,  so  sol  im  ünser  lrus  da  ze  Rud- 
lingen  haft  und  phant  sin,  unz  wir  in  nach  dem  reht  versprechen. 
Di  sint  aeziüqe  her  Burch.  Graezze,  Hartman  von  Enslrngen, 

Heinr.  sin  bnrder,  Weriher  der  Stürzei,  Manz  der  Offenburger,  Chunr. 

Manoppe  und  ander  .  .  (Siegel.)  .  ,  •  v 

Do  die  geschieh  do  mit  man  von  gottez  gebürt  trrsent  ja 

driuhrrndert  jar  in  dem  sehszehenden  jar  an  dem  naehsten  ftr  ag 

nah  saut  Gerdrut  tag  .  .  .  a  a4  .....  . 

ND:  Umb  die  garten  ze  Endlingen  ain  kouffbrief  von  der  Stamibainin. 
Ein  BundS  der  Stadt  Biedlingen,  grossenteils  zerbrochen. 


10 


15 


1317  1.  Januar.  Heiligkreuztal.  Otto  genannt 

Zimmermann  und  sein  Weib  Mechthild  von  Ehmgejr 
vermachen  an  Heiligkreuztal  Güter  zu  einer  Jahrzeit. 

/  n  d  a.  Nos  soror  Anna  abbatissa  et  conventus  monastenr 
in  Valle  Sancte  Crucis  teuere  presentium  ||  constare  cupimus  umversis,  2( 
nuod  cum  Otto  dictus  Zimmerman  et  Mühthildis  uxor  sua  legittrma 
cives  de  Ehingen  divine  karitatis  igne  succenst  agros,  vtdelmet  duo 
iugera  quondam  dicti  Mezger  sjta  iuxta  fluvium  dretum  Marpadr 
que  colit  .  .  •  dictus  Knütler,  item  unum  iugerum  srtum  rn  den  zrln, 
mrod  colit  C.  dictus  Lari,  item  unum  iugerum  srtum  rn  loco  dreto 
rörsteg  quod  exeolit  Marquardus  dictus  Sclrrier  cum  uno  pra  o  srto 
in  Bol  solvente  singulis  annis  quatuor  sol.  denar.  Oonstan.  o  suo- 
rum  abolitionem  peccamirrum  comparatos  nobrs  ac  nostro  mona.  - 
terio  libere  tradidissent  sub  conditionibus  infrascriptrs,  scilrcet  ut 
post  ’obitum  ipsorum  amborum  Adelhaidis  filia  eorum  janctrmomahs  . 
domus  nostre  si  ipsis  supervixerit  proventus  seu  fructus  tarn  pra 
Jlr  agrorum  omtriurr,  pro  tempore  vite  sue  et  cum  deerma  pratorum 
preter  decimam  agri  in  ro«teg*>  apprelrendere  debeat  et  teuere.  P 
vero  ab  hac  vita  migrante  de  proventibus  ut  ipsorum 
hoc  habeatur  memoria  celebrior,  conventu,  nostro  semel  - 
specialis  una  pitancia  perpetuo  ministretur.  .  .  •  nos  de  consens 
abbatis  de  Salem  visitatoris  nostri  et  rpsrus  accedente  voluntate 
promittimus  nosque  obligamus,  quod  ordinationem  observabrmus 
observari  faciemus  ab  Omnibus  officialibus  nostrrs  .  .  (Siegel.) 


1317. 


108 


Datum  in  predicto  monasterio  nostro  anno  domini  MCCCXVII 
quinto  non.  ianuarii. 

NI):  Zu  Adelhait  der  Zimmermäninun  jarzit  von  Ehingen. 

Zwei  OvalS  des  Abtes  von  Salem  und  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal, 
5  das  zweite  grossenteils  verloren;  beide  aus  braunem  Wachs. 

a)  Nachgetragen  mit  anderer  Tinte  von  anderer  Hand  in  freigelassene 
Lücke,  deren  Baum  nicht  ausgefüllt  ist. 

244.  1317.  1.  Mai.  Heiligkreuztal  gibt  Wezzel  dem 

Yischer  von  der  Schär  ein  Lehen  zu  Mengen  um  7  s. 
L0  K o n s t a n z e r  Pf e n n i g e  j  ä h r  1  i c h. 

Wir  vro  Anne  von  Hornenstain  abtissen  und  der  convent  des 
closters  ze  Hailigencruzestal  tugint  hunt ,  das  wir  Klient  und  habint 
geluhen  mit  gemainem  rat  und  mit  güter  betrahtunge  Wezzel  dem 
Yischer  von  der  Schaere  und  allen  sinen  erben  si  sigint  geborn 
L5  oder  werdint  hi  nach  geborn,  zea)  ainem  staiten  lehen  die  closen 
ze  Maengen  in  der  statt  du  gelegen  ist  an  sant  Martins  kilchhof 
umb  suben  Schillinge  pfenninge  Costencer  munse  di  er  uns  allu 
jar  sol  gen  in  unser  kuchi  ze  sant  Michels  mis,  wenne  enist  du 
closenerin  du  nu  ze  mal  dar  inne  wandelt,  und  ir  tohter  du  bi 
20  uns  wandelnd  ist,  du  sol  di  selben  suben  Schillinge  pfenninge 
enpfhahen  in  ir  nuzz  di  wil  si  lebet  und  dar  an  so  son  wir  si 
nuz  bechrenchen  noh  irren.  Dirre  getdt  sind  gezüge:  brüder 

Burchart  der  kofman,  briider  Hainr.  Waie,  brüder  Bur.  von  Bilo- 
vingen  brüder  des  vorgenempten  closters,  .  .  der  amman,  Cünr.  der 
25  Wilde,  C.  Ralle,  C.  Banzir,  Walther  Hundubel,  Aibli  von  Diengen  und 
anderre  .  .  Siegler:  du  abtissen  und  der  convent  ze  Hailigencruzestal 
und  der  amman  und  der  rät  ze  Maengen. 

Dis  be schach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  druzehinhundert  jar  und  in  dem  subenzehenden  jar  an  sant 
30  Walpurch  tach. 

ND:  Uber  die  closenne. 

a)  Hernach  aist?  gestrichen. 

24o.  1317.  1.  September.  Altheim  (OA.  Riedlingen). 

Ulrich  Hanenbitz  gibt  an  Heiligkreuztal  Güter  in 
35  And  elfin  gen  auf  um  3  U  Haller. 

Ich  Ülrich  Hanenbitz  vergüte  .  .  .,  daz  ich  Mäthilt  der  aptissin 
und  dem  convent  des  closters  ze  Hailigen  Cruxz  Stal  han  uff  geben 
die  aigenschaft  des  zehenden  ze  Andolfingen  den  ich  an  sprach 


104 


1318. 


und  ander  gut,  daz  ich  öcli  ||  ansprach  zu  dem  selben  dorf  ze  Andol- 
fingen  das  die  frowan  inne  hant.  Das  selbe  gut  han  ich  in  uf- 
geben  umb  driu  phunt  Haller.  ( Quittung.)  Bi  disen  dingen  sint 
gewesen:  grave  Eberhart  von  Landowe,  herre  C.  der  thegan 

von  Binswangen,  Ott  von  Egelingen,  Wernher  vogt  Ware,  C.  der 
amman  von  Bildelingen,  Wetzel  von  Andolfingen,  C.  der  Garwer 
und  Wernher  vogt  Yaren  sun  und  ander  re  (Siegel.) 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Althain  vor  des  Garwers  huse  an 
sant  Frenun  tag  in  dem  jar,  do  man  zalte  von  gottes  gebürt  driu- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  subenzenden  jar  .  .  . 

ND :  Uber  die  ansprach  Hanenbiz  —  von  späterer  Hand:  von  dem  gut 
ze  Andelfingen. 

Ein  BundS  des  Ulrich  Hannenbitz  aus  braunem  Wachs.  Das  Bild  zeigt 
zwei  abgewendete  Äxte  auf  Dreiberg.  U:  S.  YLEICI  •  DCI  •  HANENBIZ. 

246.  1318.  Die  Brüder  H.,  Ortolf  und  Eberhard  von 
Buwenburg  geben  die  Lehenschaft  eines  Gutes  zu  Hun- 
dersingen  auf  an  Graf  Berthold  von  Sulz,  der  sie  an 

Heiligkreuztal  schenkt. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  grave  Bertholt  von  Sülze,  daz 
Hainrich,  Ortolf  und  Eberhart  gebruder  von  Buwenburch  genant 
hant  von  mir  ze  lehen  ain  hofstat  diu  lit  ze  Hundersingen  obnan 
in  dem  dorf  und  aines  mannes  mat  daz  lit  in  dem  stainach  und 
anderhalbe  juchart  akers  diu  lit  gen  Hirspil.  (Aufgabe  der  Lehenschaft.) 
Und  die  aigenschaft  dez  selben  gutes  han  ich  gegeben  der  abbtissen  und 
der  samenunge  ze  Hailigen  Cruze  Tal  luterlich  durch  got  und  umbe 
daz  hail  miner  sele  und  aller  min  er  vorderon.  Hie  bi  waz: 
herre  Cunrat  der  tegan  von  Binzwangen,  Hainrich  der  Buwenburger, 
Ülrich  der  Hergeselle,  Ulrich  der  Maiger  und  sin  bruder  Cunrat,  bruder 
Burchart  der  kofman,  bruder  H[ain]r.  Wage  und  anderre.  ( Siegel.) 

Diz  beschach  do  man  zalte  von  gotes  gebürt  driuzehen  hundert 
jar  und  waz  in  ahzehenden  jar. 

ND:  Uber  daz  gut  ze  Hundersingen  Hainr.  Ortolf  und  sin  bruder.  — 
ain  fri  ledig  brief. 

Vom  BundS  des  Grafen  Berthold  von  Sulz  aus  braunem  Wachs  sind 
nur  noch  Teile  vorhanden. 

247.  1318.  17.  Januar.  Heiligkreuztal  leiht  den  B.  und 
B.  Blank  von  Stuttgart  einen  Hof  zu  Vaihingen. 

Allen  .  .  künden  wir  swester  Mahthilt  dü  abtissen  und  der 
convent  von  Hailig  Crutztal,  daz  wir  mit  willen  und  mit  rät  abt 


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Cünratz  von  Salmanswiler  Berhtolt  Blanken  und  Berhtolt  sim  sun 
bürgern  ze  Stügarten  verlihen  habin  unsern  kof  ze  Vöugingen  bis 
an  ir  baider  tot  um  daz  dritail  des  korns  mit  solchem  gedinge,  daz 
wir  an  schniden  und  an  dreschen  den  dritten  pfennig  sulin  gen 
5  und  siu  die  zwen.  Und  swenne  si  baide  ensint,  wellin  wir  denn 
ir  erben  den  liof  nit  lihen,  so  sol  man  biderb  lut  nemen  baidenthalp 
die  die  samen  schätzin  nah  glimphe  und  nah  relit.  Und  son  siu 
denn  wichen  ab  dem  hofe  an  alle  widerred,  swenn  in  ir  tail  wirt 
widerlait  und  abgeriht.  Es  ist .  ouch  gedinget,  war  daz  wir  dü 
10  abtissen  und  diu  samnunge  des  liofs  ze  urtat  ane  wohin  werden 
und  verkoufen,  daz  si  uns  dar  an  nit  irren  sont  mit  kainen  Sachen, 
doch  also  daz  in  ir  nutz  werde  nah  biderber  Schätzung  widerlait, 
des  si  von  dem  hofe  solten  wartend  sin.  Siegel:  abt  Cünr.  von 
Salmanswiler  und  unser  insigel  ,  .  . 

15  Dis  geschacli  und  dirre  brief  wart  geben ,  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  drüzehen  hundert  jar  und  ahtzehen  jar  an  sant  Anthonien  tag. 
Wir  abt  Cunrat  von  Salmanswiler  vergehin  .  .  .  (Siegelbekenntnis.) 

ND:  Dirre  brlf  höret  über  den  hof  ze  Woginen. 

Die  zioei  S  fehlen. 

20  248 .  1318.  17.  Januar.  Heiligkreuztal  leiht  den  B.  und 

B.  Blanken  einen  Hof  zu  Vaihingen  und  weitere  Güter.1) 

Allen  .  .  künden  wir  swester  Mähthilt  diu  abtissen  und  diu 
samnunge  von  Hailigincrüztal ,  das  wir  mit  willen  und  rate  des 
abtis  von  Salmanswiler  Berhtolt  Blankin  und  Berhtoltin  sinern  sun 
25  bürgern  ze  Stügarten  verlihen  habin  unsern  hof  ze  Vöugingen  reht 
und  redelich  bis  an  ir  baider  tot  um  das  dritail  mit  solchem  ge¬ 
dinge,  das  wir  an  schnidenne  und  an  dreschenne  den  dritten  pfen- 
ninch  gen  son  und  siu  diu  zwaitail.  Und  swenne  siu  baide  ensint, 
wellin  wir  denne  ir  erben  den  hof  nit  lihen,  so  sol  man  biderbe 
30  lüte  baidinthalp  nemen  die  die  sämen  des  hoves  schätzin  nah  glimphe 
und  nah  reht.  Und  son  siu  denne  wichen  ab  dem  liove  an  wider 
rede,  swenne  in  ir  tail  wirt  widerlait.  Wir  habin  öch  den  zwain 
bürgern  ze  ir  baider  libe  verlihen  nun  morgin  akirs  die  gelegen 
sint  ze  Stügarten  um  das  viertail  kornes,  das  si  uns  antwrten  sont 
35  äne  unsern  schaden  als  gedinget  ist.  Wir  habin  öch  den  selben 
zwain  bürgern  gelihen  zehen  schofel  roggen  und  zehen  schofel  habern 
und  driu  pfunt  Haller  dar  um  daz  si  daz  gut  dest  bas  gebuwen 
mugin.  Und  son  siu  uns  daz  vor  genant  körn  alles  und  die  pfenninge 
die  da  vor  gescliriben  sint,  die  siu  um  ain  ziehend  rint  solten  gen, 


106 


1318. 


an  alle  Widerrede  und  virzuch  gelten  und  wider  gen,  swenne  si  er- 
buwent  uf  dem  hove,  daz  si  es  mit  statten  mugen  getun.  Es  ist 
öch  gedinget,  wäre  daz  wir  diu  abtissen  und  diu  samnunge  des 
gutes  ze  urtät  ane  woltin  werden  und  verkaufen,  daz  si  uns  dar 
an  nit  irren  sont  mit  kainen  Sachen,  doch  also  daz  in  ir  nutz  werde 
nach  biderber  lute  schätzunge  widerlait,  des  si  von  dem  hove  und 
von  dem  vorbenemtim  gut  solten  wartend  sin.  Siegler:  der  Abt  von 
Salem  und  die  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

Diz  geschach  und  dirre  brief  wart  geben,  do  man  zollt  von 
Gristes  gebürte  drüzehenhundert  jar  und  da  nach  in  dem  ahtzeh enden 
an  sant  Antonien  tach.  Wir  der  vor  genant  abbt  von  Salmanswiler 
vergehint  .  .  .  (Einverständnis,  Siegel.) 

JND:  Dirre  brif  höret  über  daz  lehen  den  ( der  letzte  Buchstabe  undeutlich) 
hof  ze  Yoginen. 

Zwei  OvalS. 

0  Die  Urkunde  ist  inhaltlich  grossenteils  gleichlautend  mit  der  vorher¬ 
gehenden. 

249.  1318.  11.  Februar.  Benz  Wolf  rat  von  Saulgau  und 

seine  Schwestern  unterwerfen  sich  einem  Schieds¬ 
spruch  um  die  Bitenmühle  in  Herb ertin gen. 

Allen  .  .  tün  wir  Bentze  Wolfrat  von  Sulgen  der  ze  Her- 
brehtingen  gesessen  ist,  Adelhait  Hollin,  Katherin  Billungin  linde 
Gese  Hemerlin  sin  schwesteren  kunt,  daz  wir  mit  mitheiliger  liant 
allen  den  kriek  unde  die  missehellunge  die  wir  hattent  umbe  daz 
erbe  der  müli,  die  gelegen  ist  ze  Herbrehtingen  in  dem  dorfe  unde 
haisset  diu  Bite,  hant  gesetzet  an  dise  erber  litte  herrn  Hainrich 
von  Bürren  ainen  ritter,  hern  Hainrich  Schorpen  von  Herbrehtingen, 
Hainrich  Ittenhuser  den  amman  von  Herbrehtingen,  Hainrich  den 
Bruchei*  unde  Hainrich  den  Spirer  burger  von  Sulgen  also  waz  die 
schiedint  dar  umbe,  daz  soltin  wir  stete  han.  Unde  die  hant  ge¬ 
schahen,  daz  ich  Bentze  Wolfrat  minen  schwesteren  ieglicher  solte 
geben  drü  pliunt  pfenninge  Costencer  unde  daz  wir  die  vor  genanten 
Adelhait,  Katherin  unde  Gese  kain  reht  noch  ansprache  fürbaz  me 
sont  han  zu  der  müli  sus  noch  so,  unde  daz  alles  daz  reht  ge- 
mainlich  unde  unverschaidenlich  daz  wir  hattent  mohtent  han  alder 
wandent  ze  hende  an  der  selben  müli,  Bentzen  Wolfrat  ünseren  brüder 
ist  an  gevallen  unde  sine  erben  gentzlich  unde  gar  also,  daz  er 
unde  sine  erben  die  müli  sol  inne  han  alse  vorgeschriben  ist  alle 
die  wile  wir  diu  vor  genanten  vier  geschwistergit  lebint,  wan  nach 
ünser  aller  tode  vallet  diu  müli  an  daz  closter  ze  Hailigencrücestal. 


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1818. 


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Wenne  oucli  unser  ains  alder  zwai  alder  drü  sterbent,  so  yellet  dui 
müli  gantz  aide  an  kaime  irem  taile  nit  usser  Bentzen  Wolfratez 
liant  noch  siner  erben,  e  daz  daz  vierde  ouch  erstirbet.  linde  dez 
gelobin  offenlich  mit  gemainem  münde  wir  dui  vorgenanten  vier 
5  geschwistergit  dise  schidunge  unde  dise  rede  stete  ze  liende  unde 
wir  die  dri  geschwesteren  vergenhint  .  .  .  ( Quittung ).  Gezüge  dirre 
dinge  sint:  die  schidelüte  Uli  Günther,  Cunrat  Schiitunk  unde 

anderre  .  ..  Unde  wir  Bentze  Wolfrat,  Adelliait  Hollin,  Katherin 
Billungin  unde  Gese  Hemerlin  hänt  gebetten  Rudolf  Vunden  den 
10  annnan,  den  rat  und  die  burger  gemainlich  von  Sulgen,  daz  si  ir 
stette  ingesigel  liant  gehenket  an  disen  brief  zu  ainer  bevestenunge 
aller  dirre  dinge. 

Der  brief  wart  gegeben  nach  Cristes  gebürte  drüzenhenhundert 
jar  dar  nach  in  dem  ah tzenh enden  jar  an  dem  liebsten  samstage 
15  vor  sant  Valentins  tak. 

NI)  von  späterer  Hand:  Ain  verricht  brief  umb  die  stüss  umb  Biten 
müli  ze  Herbrechtingen. 

Ein  Dreieclc  S  der  Stadt  Saulgau  aus  braunem  Wachs ;  teikveise  verloren. 

250.  1318.  15.  April.  Riedlingen.  Heinrich  Fleck  ver- 

20  k a u f t  an  den  Dekan  von  Binzwangen  5  Juchart  Ackers 
zu  Alt  heim  um  20  Kon  stanz  er. 

Ich  .  .  .  herre  .  .  Hainrich  der  Fleck  ritter  und  ich  Lüigarth a) 
sin  wirtinne  und  ich  Hannes  und  Wilnhalm  und  |j  Greth  sinü  kinth 
kündinth  .  das  wir  habinth  gegeben  ze  koufenth  dem  hern  C.  dem 
25  degan  von  Binswangen  fünf  jücharth  ackers  ze  Althain  die  unser 
warenth  umb  zewainz  phund  phenninge  Costenzer.  (Quittung,  Auf¬ 
lassung.)  Der  selben  jücharth  litli  ainü  bi  Otten  Satelbach  acker  gen 
Walthusen  und  ainü  bi  C.  Graessen  acker  und  ainü  bi  Möllinun 
acker  und  ainü  bi  Hullins  acker  und  ainu  bi  Diemen  Knollen  acker. 
30  Es  ist  och  gedingot  ob  ers  begerth  oder  nuitoth  an  uns  das  wir 
die  selben  acker  wrbas  sont  uf  gen,  swem  ers  denne  mütenth  ist. 
Und  karnü  es  also  das  in  an  dem  gut  ieman  bekumberti  des  wir 
uns  nit  wrsehinth,  das  sonth  wir  im  uf  rieten  nach  reth.  Dirre 
dinge  sint  geziuge:  C.  der  Weterre  von  Althain,  Siverith  der 

35  Höchgerüth  und  C.  dictus  Haerwe,  Hannes  Hullink,  Wernz  Hobelir 
und  H.  Haego.  (Siegel.) 

Dirre  brief  warth  gegeben  .ze  Rüdelingen  an  dem  naechsten 
samstag  vor  dem  balmtag  in  dem  jar  do  man  zalth  von  gottes  ge- 
burth  drüzehenhunderth  jar  dar  nach  in  dem  achzehenden  jar. 


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1318 


ND:  Uber  fünf  juch[art]  agkers  ze  Althain  koufft  der  tegan  von  Bins¬ 
wangen  umb  die  Flecken. 

Ein  BundS  aus  braunem  Wachs.  Ein  Bock  mit  mächtigen  zurück¬ 
gelegten  Hörnern  ist  im  Bilde ,  nach  rechts  schreitend.  U:  HAIR’ •  MILI . 

FLEKEN. 

Von  Hannes  Hullink  an  ist  die  Urkunde  mit  anderer  Tinte  geschrieben. 

a)  Die  ersten  Buchstaben  sind  verschmiert. 

251.  1318.  23.  April.  Meng  en.  Graf  E  berhard  von  Landau 
schenkt  das  Eigentum  von  Gütern  in  Hundersingen  dem 

Spital  in  Mengen. 

Ich  grave  Eberhart  von  Landowe  tun  kunt  .  .,  daz  ich  lüterlich 
durch  got  gib  und  han  geben  di  aigenschaft  des  gutes  das  Wernher 
von  Buwenburch  het  geben  dem  spital  ze  Maengen,  das  gelegen  ist 
ze  Hundersingen  dar  uf  gesessen  was  der  Trefs  des  funfzehin  juchart 
sint,  und  vierdhalp  mans  mad  wisaen  maediger,  und  ain  gestainach 
des  zewai  mans  mad  sont  sin,  und  di  hofstat  da  Wernher  Trefs 
uf  was  gesessen  .  ( Auflassung ,  Siegel.) 

Dis  beschach  und  ivart  dirre  brief  geben ,  da  matt  zalt  von  gotz 
gebürt  dru zehinhundert  jar  und  in  dem  ahzehenden  jar  an  sant 
Georgen  tach  ze  Maengen  in  die.  prima. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  vollständig  zerbröckelt. 

252.  1318.  4.  Mai.  Heiligkreuztal  gibt  Walther  dem 

Burcharter  von  Mengen  zwei  Wiesen  um  16  U  Haller. 

Wir  .  .  du  abtissinne  und  der  convent  .  .  des  closters  ze  Hai¬ 
ligencruzestal  verjehint  .  v  daz  wir  gebint  und  habint  geben  Walther 
dem  Burcharter  |j  ainem  burger  ze  Maengen  und  Johans  sinem  sun 
ze  ir  baider  liben  Vedrangsrüti  und  di  Wrwis,  was  im  git  der  un- 
derganch,  umb  sehzehen  pfunt  Haller  ( Quittung ).  Und  wenne  ir 
ainer  enist,  so  sol  der  ander  di  wisen  haben.  Wenne  si  baide  en- 
sint,  so  sint  uns  di  wisan  ledich.  (Siegel.) 

Der  [brief]  ivart  geben  do  man  zalt  von  gotz  gebürt  druzehin- 
hundert  jar  und  in  dein  ahzehenden  jar  an  dem  naehsten  tach 
nach  des  hailigen  crüces  tach  als  es  funden  wart. 

ND:  Über  daz  gut  Walters  des  Bur  Charters  von  Mengen;  von  späterer 
Hand:  ain  libding. 

Ein  Dreiecks S  der  Stadt  Mengen  aus  braunem  Wachs;  teilweise  verloren. 


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1318. 


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25f3.  1318.  6.  Oktober.  Berthold  von  Sau  lg  au  gibt  der 

Abtissin  von  Heilig  kreuz  tal  Güter  zu  Marbach  frei  auf. 

I.  g .  n.  a.  Allen  .  .  wergihe  ich  Berht||olt  der  alte  amman 
von  Sulegen  an  disem  brif,  swaz  ich  Peters  gutes  hette  von  Mar- 
5  bach  ze  ||  zinslehen  von  der  abbetissenen  ze  Hailigen  Cruce  Tal  und 
der  convent,  daz  ich  daz  der  j  abbetissenen  und  dem  closter  han 
frilich  uf  geben  und  sie  da  wider  gnadechlich  und  flizechlich  ge¬ 
beten  han,  daz  sis  Wernher  dem  Bilowinger  und  Berhtolt  sinem 
bruder  geluhent  liant  in  allein  dem  rehte  als  ich  es  da  her  von  in 
.0  gebet  (!)  han.  Und  da  von  sun  sie  jargeliches  sehse  zins  phennige 
dem  gotes  huse  gen  ze  saut  Michheles  mis. 

Dis  geschach  in  dem  jare  do  man  zalte  von  gotes  gebürte  drü- 
zehen  hundert  jare  in  dem  ahtzehenden  jare  an  dem  ahtoden  tage 
nach  sant  Michheles  tage.  Des  ist  Hainr.  der  alte  aman  von 

L5  Sulgen,  Burchart  der  Heit  von  Marbach,  Cünrat  der  Bilowinger,  Hainr. 
der  Bilowinger  und  ander  re  .  .  .  die  der  bi  warne  [gezug?].  (Siegel.) 

NH  von  späterer  Hand:  Uber  Peters  gut  von  Marpach. 

Ein  Oval  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  aus  grünlichem  Wachs.  Her 
Unterleib  des  Kruzifixus  ist  gekrümmt. 


20  2o4.  1318.  29.  November.  Markdorf.  Heilig  kr  euztal 

kauft  von  Hermann  Videler  von  Markdorf  einen  Wein¬ 
berg  um  10  U  Konstanzer. 

Allen  .  .  ktind  ich  Herrn  an  der  Videler  von  ||  Marhtorf  keller 
hern  Ulrich  Oswaltz  von  Marhtorf,  daz  ich  von  swarer  gült  wegen 
25  min  wingar||ten  der  da  haisset  diu  halde  und  stözzit  oberhalp  an 
der  frowen  wingarten  von  Hailigcrüztal  den  man  j|  nemmit  du  rüti, 
den  selben  frowen  von  Hailigcrüztal  und  ir  closter  han  geben  ze 
koufend  in  rehtis  koufz  wis  um  zehen  pfunt  Costenzer  pfenninge 
vur  ain  rehtis  markitreht  mit  allem  nutz  und  mit  allem  reht  immerme 
30  eweclich  ze  besitzend  und  ze  niessend  alz  ander  ir  gut  daz  si  da 
haut  und  alz  ich  es  da  her  genossen  und  besessen  han  .  .  .  Einver¬ 
ständnis  mins  herren  von  Marhtorf,  Adilhait  miner  wirten  und  aller 
der  die  da  zft  noturftig  warent  ( Quittung,  Auflassung,  Währschaft. 
Siegelubergabe  ). 

B5  Diz  geschach  und  dirr  brief  wart  geben  ze  Marhtorf  in  der 
stat,  da  ze  gegen  waren  dise  geziuge :  her  Hainrich  der  lüpriester 

von  Marhtorf,  H.  Schälle ,  H.  Schörggi ,  Dietrich  der  Renniler, 
C.  Vögilli,  H.  und  C.  die  Gutmänne,  C.  der  Börner,  C.  der  Riser, 


110 


1319. 


brfider  H.  von  Mengen  raunich  ze  Salmanswiler  und  brüder  Hain¬ 
rich  Blässinch,  do  man  zalt  von  gotz  gebürt  MCCCXVIII  jär  an 
sant  Andres  abend.  Ich  Ulrich  Oswalt  von  Marhtorf  ritter  vergihe  .  . 
(Siegelbekenntnis.) 

ND  von  späterer  Hand :  ze  Marchtorf  umb  ain  wingarten  haisset  dü  bald  5 
die  man  nempt  die  rnti. 

Ein  Dreiecks  S  des  Ulrich  Oswald  von  Markdorf  aus  gelbem  Wachs ; 
sehr  schön  gearbeitet.  —  Die  Rückseite  des  Pergaments  war  schon  anderweitig 
beschrieben ,  ist  abgekratzt. 

255.  1319.  Lateinische  Indulgentz  von  Johann  Bischoffen  n 

Recreensi  und  Vicari  zue  Costantz,  so  uff  Sontag  nach  der  TJffartt 
die  dedication  ettlicher  Alltär  besuechen.  Anno  1319. 

RL  Heiligkreuztal ,  Fol.  11 ”,  Titel:  Indulgentz.  Offenbar  —  264. 

256.  1319.  18.  Februar.  Konrad  Grossholz  verkauft 

an  Heiligkreuztal  einen  Acker  um  27  U  Konstanzer.  li 

1 .  g.  n.  a.  Allen  .  .  kundin  wir  swester  M.  ||  dw  ewirdick  abb- 
tissenne  ze  Hailigen  Crüze  Tal  und  der  convent ,  daz  Cünrat 
Grözholze  unz  ||  hat  geben  bie  lebedendem  lip  durch  daz  hail  silier 
sele  ailfe  juchart  agkers  die  komen  umbe  ||  süben  und  zwainzige 
phünde  Costenzer  ( Quittung )  alz  er  und  sin  fründe  zerait  wrden,  2( 
daz  ez  sol  dienun  der  samnug  über  ir  tische  und  daz  ain  under 
kellerin  daz  besorgen  sol,  daz  sie  mit  dem  selben  güt  gewinne  daz 
siner  sele  und  der  samnug  aller  nnzest  ist.  Sie  und  dw  under  kellerin, 
dw  sol  in  dem  jar  ainest  sin  gehugenüst  getrwelich  künden  in  dem 
capitel.  Und  swen  sin  jarzit  ist,  so  sol  sie  die  samnug  etwa  mit  2i 
sunderbar  manun.  Diz  agker  die  liegent  an  den  steten  die  wir  hie 
nemmen:  vier  juchart  die  haisent  der  wegelanger  und  dez  selben 
gütez  suben  juchart  die  stözent  an  dez  Maengers  wise  und  die  alifet 
juchart  die  stozet  ufe  die  süben  juchart,  in  solchem  gedinge  daz 
das  vor  gescriben  gut  niemer  versezzet  noch  verkümert  sol  werden  3< 
durch  kaine  not  die  daz  closter  angat. 

Diz  geschach  vor  sant  Peters  tac  an  der  XII  kallende  marcii, 
do  man  zalt  von  gbtez  gebürt  drwzehen  hundert  jar  in  dem  nwn- 
zehede.  Dez  ist  gezüge:  der  degan  und  bruder  Burcart  der 

alt  kofman  und  bruder  Hainrich  sin  broder  und  broder  Hainrich  3 
Stolle  der  kofmann,  broder  Hainrich  Hettelich.  (Siegel.) 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  aus  graubraunem  Wachs. 


1819—1820. 


111 


257.  1319.  24.  Februar.  Mengen.  K onrad  der  Aicherne 

verkauft  an  Salem  eine  Mühle  und  Acker  um  46  U 

Konstanzen 

Allen  .  .  künde  ich  Cünrat  der  Aicherne  burger  ze  ||  Maengin, 
5  daz  ich  dem  abbte  und  der  samnunge  von  Salmanswiler  des  ordins 
von  Zittel  des  bistiimes  von  Costintze  von  swaerir  gülte  wegin,  da 
mit  ich  überladin  was,  ||  han  gegebin  ze  köffin  min  rnüli  ze  Andel- 
vingen  und  seh  juchart  akkirs  mit  allem  dem  so  ze  der  müli  hört 
dü  miner  wirtin  fron  Annun  lehin  was,  umb  sehs  pfenning  Costintzer 
LO  münze  und  si  an  gevallen  was  von  ir  vattir  Eberhart  saeligin  dem 
amman  von  der  Schaere,  umb  sehsü  und  viertzig  pfund  pfenning  der 
münze  von  Costintze  ( Quittung ),  Einverständnis  fron  Annun  miner 
wirtin  und  [mit]  aller  der  gunst,  so  dar  zu  horte.  (Auflassung)  und 
binde  mich  werschaft  dar  umb  ze  erbietin  und  alle  min  erbin  .  .  . 
L5  (Währschaft).  Und  gib  es  alles  uf  mit  disem  brief,  den  ich  han 
gebettin  gesigilt  mit  der  stette  insigil  von  Maengin,  won  ich  aigins 
insigils  nit  han.  (Siegel.) 

Dis  geschach  ze  Maengin  do  man  zallit  von  Cristis  gebürte 
driuzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  nünzehindin  jar  an  sant  Mathias 
20  ains  bottin  tag,  da  ze  gegin  warin:  b rüder  Albreht  der  grosse 

keller,  brüdir  Rudolf  von  Waltkirch  münch,  brüdir  Hainricli  der 
köfman  ain  laige  brüdir  von  Salmanswille ,  Cünrat  der  Wilde, 
Albreht  von  Diengin,  Cünrat  Bantzier  und  ander.  Wir  Bertolt  der 
Raiger  amman  und  der  .  .  .  rat  von  Maengin  vergehin  .  .  .  (Siegel- 
25  bekenntnis ).  Ich  Anne  du  vorgenante  vergihe  öch  (Bekenntnis)  under 
der  stete  insigil  von  Maengin,  won  ich  aigins  insigels  nit  han. 

ND:  Umb  die  müli  ze  Andelfingen. 

Ein  Dreiecks  8  der  Stadt  Mengen. 

25 8. l)  Ein  Lateinischer  Brüef  von  einem  Ab bt  zue  Sallman- 
30  schiveil ,  darinn  die  Benefactor  es  diss  Gottshauss  in  sein  und  dess 
gantzen  Gistertzer  Ordens  Consortium  ufgenohmen  werden. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  llr,  Nr.  13,  Titel:  Indulgentz. 

x)  Dieser  Brief  ist  unbestimmbar. 

259.  1320.  Ain  Lateinischer  Abblassbrief  von  einem  Co- 

35  stantzischen  Vicario,  denen  so  dem  Gottshauss  ir  hanndtreichung  tliuen. 
Anno  1320. 

BL  Heiligkreuztal,  Bogen  2,  Nr.  24,  Titel:  Mandat  und  Abblasbrieff. — 
Wahrscheinlich  =  Nr.  262. 


112 


1320. 


o60  1320  Nach  dem  Tode  B.  und  H.  des  Mochentalers 

ei«  H.'."."..»  »«  *«■>.*■ 

Wir  Bertholt  und  Herman  gebrftder  Bertholdes  des  Mochen- 

/  4  das  unser  giitli  das  wir  da  ze  Halt  5 

talers  sun  tagen  £«*-4  coft  wart  um  zwelf  phunt 

husen  haben  da  der  ^er  ut  ^  HMigencrilstal  iedich 

Hai1T’  t  To  daTdehain  unser  erben  dehain  ansprach  vürbaz 
1  tr  son  an  das  selb  ghtelh  «J*  to 

g:x::r:Ä,i  r,  -  die  ^ 

-  Cristes  gehurt  drü- 

zebenhundert  jar  und  zwainzich  jar.  15 

NI):  Uber  daz  gut  ze  Harthusen.  Wnchs 

Ein  BundS  der  Stadt  Riedlingen  aus  braunem  Wachs. 


osi  1320.  Burkhard  und  Konrad  von  Datthausen 
stiften  eine  halbe  Hube  an  Herhgkreuztal. 

»  Burchart  ,.u  T.thtr«  »d  ich  CHm»*****^ 
i  ikiS  Vinh  7e  Heringen,  do  der  Akkerknnet  u 
dZ  U  ftwart  um  vierzehen  phunt  Haller,  nah  unser  baider  tod  dem 

r r xr  -  z  rs  z . 

sines  sunes  liebi  und  bet  henchen 

™*n»T^ZtA?es^n  da  ergangen  ~  drhzehenhundert 

jar  und  zwainzich  jar  von  gottes  gebürt. 

HD:  Uber  daz  g&t  ze  Mengen  -  -  späterer  Hand:  Hppding  der  von  • 

Datbusen.^  ^  S(od(  Riedlingen  aus  braunem  Wachs. 


os2.  1320.  3.  Februar.  Salem.  Bruder  Joha”n’  epl‘ 

scopus  Recreensis  gewährt  einen  Ablass  von  40  Tag 
scol,u>  »rat.iitznnff. 


necrcciioiö  - 

für  dem  Kloster  gewährte  Unterstützung. 


tur  aern  .  .  ,  , 

!  U'nioersis'  Christi  fidehhus  presentes  litteras  mspectuns  -n-os 
frater'  I  Johannes  dei  et  aposlolice  sedis  gracia  episcopus  Recrensm 
"vicarius  ecdesie  Constaneiensis  in  spiritualibus  Mm ||  «  «  ** 


1320. 


113 


cst  Omnium  vera  safus.  Licet  is  de  cwus  miniere  cenit,  ut  sibi  a  ß- 
delibus  suis  digne  et  laudibilitcr  sern'atur,  ex  habundancia  pietatis 
sue  que  merita  supplicum  excedit  et  roto  bene  operantes  pro  apor- 
tato  lucro  remittieret ,  torpettfes  autem  ab  opere  bono  da  mp  net,  exemplo 
5  timen  sacrosancte  matris  ecclesie ,  que  adopcionis  sue  filios  per  spiri- 
tualium  consolacionum  antidota  non  nunquam  inritat  ad  exccucionem 
operum  pietatis ,  vestram  rogamus  et  moneinus  in  virginis  tilio  eari- 
tatem  ae  in  remissionein  omnium  vestrorum  iniunghnus  peceatornni. 
quatinus,  cnm  honorabiles  in  Christo  .  .  abbatissa  et  eonventus 
io  monasterii  in  Vaiie  Sancte  Crncis  ordinis  Cysterciensis  Constaneiensis 
dyoeesis  ambitmn  et  fenestram  nee  non  alia  edifieia  ipsis  summe 
neeessaria  edihcare  et  erigere  intendant.  quo  ob  lionestatem  et  de- 
fensionem  monasterium  suum  eingant,  et  ad  eius  consumacionem 
vestro  indigeant  eonsilio  auxilio  et  favore .  inannin  liberalitatis 
15  vestre  eum  vos  reqnisierint  earundem  iudigeneie  porrigatis.  ut  hee 
et  alia  bona,  qne  domino  feceritis  inspirante,  vestre  neeessitati  in 
salvaeionis  remedinm  eonvertantnr  in  die  ealamitatis  et  iniserie,  eum 
pietatis  opera  de  siugulorum  manibus  a  distrieto  iudiee  requirentur. 
Nos  enim  de  omnipoteutis  dei  miserieordia  et  gloriose  virginis  et 
20  matris  Marie  meritis  eonfisi  Omnibus  vere  penitentibus  et  pure  eon- 
tessis  qui  dietis  .  .  abbatisse  et  eonveutui  manum  porrexerint  ad- 
iutrieem.  quadraginta  dierum  indulgeneiam  miserieorditer  elargimur. 

Datum  et  actum  in  Salem  anno  domini  M  treeentesimo  vieesimo. 
in  emstino  pnritieaeionis  beate  virginis  indicione  III. 

25  KD:  De  indulgentia. 

Ein  OvalS  aus  braunem  \rac?is.  En  face  steht  ein  Bischof .  links  den 
Hirtenstab  an  sich  gepresst,  die  JRechte  segnend  erhoben.  U:  f  S .  FRIS  •  IOHIS  • 
DEI  •  GR A  •  EPI  •  RECREHEXS1S  •  Die  Bückseite  trägt  noch  ein  Biicksitod :  eine 
ziemlich  primitive  an  Ägypten  erinnernde  Bischof sßgur  sitzt  en  face  da  und 
90  hält  links  den  Hirtenstab.  U:  f  S .  FRIS  *  ICH  ■  RECKEN  .  EPI.  Die  Schriften 
sind  teilweise  ganz  undeutlich. 

263.  1320.  14.  Februar.  Hohenberg.  Graf  Rudolf  von 

Hohenberg  und  Heiligkreuztal  vertragen  sieh  um  die 
Hinterlassenschaft  des  Grosseholz. 

Wir  grave  Rftdolffe  von  Hohenberg  r erjenhm  allen  .  .  daz  wir 
mit  den  erberen  geischliehen  vrowan  der  abtissenne  und  der  same- 
nunge  gemainlieheu  des  elosters  ze  Hailig  Crüees  Tal  grawes  Ordens 
versehlihtet  uud  berihtet  sint  lieplieh  und  gutlieh  mit  nnserm  willen 
und  wissende  umbe  solieli  anspräche,  so  wir  hettant  und  haben 

Wilrtt.  Geschieht«  quellen  IX.  8 


114 


1S20. 


mohtant  wider  sw  umbe  ain  erbe  und  gut  daz  gelassen  hat  der 
erber  man  Grösseholtz  sälig-,  als  daz  wir  da  vür  genomen  hänt 
zuben  phfunt  phfenninge  Costentzer  ( Quittung ),  und  verjenhen  ouch 
das  wir  mit  den  selben  vrowan  ze  des  Hailigen  Crüces  Tal  noch  mit 
iren  nächkomen  von  des  selben  mannes  Grösseholtzzes  und  sins  gütes  i 
wegen  vürbas  nutzint  ze  schaffanne  haben  sunt  weder  sus  noch  so. 

(  Siegel.) 

l)er  brief  ist  geben  ze  Hohemberg  an  sant  Valentins  dag,  do 
man  zalt  von  göttes  gebürt  druzehenhundert  jare  in  dem  zwaintz- 
gostem  jare.  li 

ND:  Uber  den  krech  von  C.  Grüsholzes  sailigen  gute. 

Ein  BundS  des  Grafen  Budolf  von  Hohenberg  aus  rotbraunem  Wachs ; 
ganz  zerbröckelt. 

264.  1320.  22.  März.  Konstanz.  Bruder  Johann  ep. 

Recreensis  gewährt  einen  Ablass  von  40  Tagen  für  die  u 
Zeit  der  Kirchweihe  in  Heiligkreuztal. 

j  U\niversis  Christi  fidelibus  presentes  literas  inspecturis  ||  \n\os  frater 
Johannes  dei  et  apostolice  sedis  gracia  episcopus  Recreensis  vicarius 
ecclesie  Constanciensis  in  spiritualibus  salutem  in  eo  ||  qui  est  omnium 
vera  salus.  Pia  mater  ecclesia  de  animarum  salute  sollicita  devo-  2( 
cionem  fidelium  per  quedam  munera  spiritualia,  remissiones  videlicet  ||  j 
et  indidgencias,  invitare  consuevit  ad  debiti  famulatus  honorem  deo 
scilicet  et  sacris  edibus  impendendum,  ut  quanto  crebrius  et  devocius  ! 
illuc  confluit  populus  Christianus  assiduis  salvatoris  graciam  precibus 
implorando,  tanto  delictorum  suorum  oeniam  et  gloriam  regni  celestis  21 
consequi  mereatur  eternam.  Cupientes  ut  monasterium  de  Valle  Sancte 
Crucis  Cysterciensis  ordinis  Constanciensis  dyocesis,  quod  nos  et  = 
altare  maius  in  honorem  beatissime  dei  genitri[ci]s  semperque  vir-  ; 
ginis  Marie  nec  non  alia  tria  altaria,  unum  in  honore  sancti  Jo¬ 
hannis  Babtiste  et  Evangeliste,  beatorum  Petri  et  Pauli  ac  omnium  3( 
apostolorum,  altare  secundum  in  honore  beatorum  Benedicti  et  Ber- 
nardi  abbatum,  Martini,  Nycolai  episcoporum,  Antonii  Magni,  Kathe- 
rine,  Verene  et  omnium  confessorum  adque  virginum,  altare  tercium 
in  honore  sancte  crucis;  Stephani  prothomartiris,  Marie  Magdalene,  ( 
Agnetis  virginis  et  omnium  martirum  sub  anno  domini  millesimo  31 
trecentesimo  nonodecimo  XIIII  kallen.  decembris J)  consecravimus, 
congruis  honoribus  frequentetur  et  a  Christi  fidelibus  iugiter  vene- 
retur,  omnibus  vere  penitentibus  et  confessis  qui  ad  ipsum  monaste¬ 
rium  tempore  dedicacionis  quam  in  dominica  infra  ascensionem 


1320. 


115 


domini  singulis  annis  volumus  celebrari  nec  non  in  omnibus  festivi- 
tatibns  beate  et  gloriose  semperque  virginis  Marie  seu  in  sollempni- 
tatibus  et  dedicacionibus  predictorum  altarium  ac  patronorum  eorun- 
dem  causa  devocionis  accesserint  vel  ipsi  monasterio  manum  por- 
i  rexerint  adiutricem,  de  omnipotentis  dei  misericordia  et  beatoruni 
Petri  et  Pauli  apostolorum  auctoritate  confisi  quadraginta  dies  de 
iniunctis  sibi  penitenciis  misericorditer  in  domino  relaxamus.  In 
quorum  omnium  certitudinem  ampliorem  presentes  litteras  sigilli 
nostri  appensione  fecimus  communiri. 

.0  Datum  et  actum  Constancie  anno  a  nativitate  dominica  ut  supra  *) 
in  crastino  beati  Benedicti  abbatis  indicione  tercia. 

ND:  De  indulgentia  —  von  späterer  Hand:  dedicacionis  nostre  ab  epis- 
copo  consecrante  altaria. 

Ein  kleiner  Best  eines  OvalS  aus  grünem,  Wachs  ist  noch  vorhanden. 
[5  Ein  Bischof  kniet  nach  links  gewendet  betend  im  Felde;  ein  Teil  des  Hirten¬ 
stabes  ist  hinter  dem  Bücken  sichtbar.  Darüber  ein  gotischer  Spitzbogen.  Das 
übrige  Feld  ist  damasziert.  U:  ...  CCE  •  RECKE  . . 

Die  erste  Linie  ist  im  Kurialstil  geschrieben ;  zicischen  jedem  Wort  ein 
sechs-  und  achteckiger  Stern. 

10  x)  Ut  supra  ist  unrichtig.  Der  Tag  des  hl.  Benedikt  ist  am  21.  März  1320. 

265.  1320.  1.  Mai.  Die  5  Juchart  Ackers  aus  der  Hinter¬ 
lassenschaft  Heinrichs  des  Flecken  gekauft  sind  das 
Leibgeding  des  Dekans  zu  Bin  zwangen  usw.  von  Heilig¬ 
kreuztal. 

25  I.  g .  n.  a.  Allen  .  .  künde  ich  C.  der  tegan  ||  von  Bynswangen, 
Lugge  die  Smidin  und  Mahtliilt  die  Tantrerain  von  Rüdelingen,  daz 
die  funfe  juchart  ||  akers,  die  koftet  wrdent  umbe  herre  Hainr.  den 
Flechen  von  dem  tegan  und  ligent  in  dem  ||  esche  ze  Althain,  unser 
drier  lip  dinge  sint  die  wile  wir  lebin  von  den  gaischelichen  vrowen 
30  der  aptissinen  und  des  conventz  des  closters  ze  Hailigen  Cruce  Tal 
und  anders  en  hain  reht  habint  ze  den  selben  akerne.  Und  swenne 
wir  nit  ensigint,  so  sun  sie  dem  closter  lidik  sin  und  sunt  den 
vrowen  über  ir  tische  d&nun.  Und  ensol  erjiain  unser  erbe  daz 
closter  niemer  gemuge  mit  kainer  slaht  Sache  weder  an  weltlichem 
35  noch  an  gaischelichem  geriht  an  dem  selben  gut. 

Des  ist  gezuch:  herre  Berhtolth  der  luprister  von  Andel- 

wingen,  herre  C.  der  luprister  ze  dem  niderne  Wlvelingen,  herre 
Hanes  der  Helre,  herre  Hanes  von  Hornstain,  herre  Hainr.  sin  sun, 
Hartman  von  Enselingen,  Luze  Luphe,  Hainr.  von  Enselingen  und 
40  ander  .  .  .  Und  daz  dis  ivaire  sie  und  unlogenher  belibc}  da  von  so 


116 


1320. 


\ 


gebin  wir  dem  dosier  disen  brif  besigelt  mit  des  tegans  insigel ,  mit 
herre  Hermans  von  Hornstain  insigel,  mit  herre  Hanes  von  Hor[n]- 
stain  insigel ,  mit  herre  Hainr.  des  lupristers  von  Rüdelingen  insigel 
ze  ainem  urkunde  der  rehtun  wairhait. 

Dirre  brif  wart  geben ,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehen  i 
hundert  jar  in  dem  zwainzeosten  jar  an  sant  Walburge  tage. 

NB:  Uber  daz  tegans  gut  von  Binswangen  —  von  späterer  Hand:  ze 
Althain  gelegen. 

Vier  S,  1  und  4  sind  OvalS,  2  und  3  BundS,  alle  vier  aus  braunem 
Wachs.  Bas  erste  S  zeigt  eine  Lilie.  U:  S.  CVNRADI  •  DECANI  •  IN  •  B  •  •  •  GE  • .  1 
Bas  ziveite  S  ist  das  des  Hermann  von  Hornstein ,  Kirchherren.  U:  f  S .  H’  • 
RECTORIS  •  I  •  SNAISANCH.  Bas  dritte  S  ist  das  des  Hans  von  Hornstein. 

U:  f  S.  IOHANNIS  •  MILITIS  •  DE  •  HORESTAI.  Bas  vierte  S  gehört  dem  Leut¬ 
priester  Heinrich  von  Liiedlingen.  Martinas  reitet  nach  rechts  und  teilt  nach 
links  gewendet  seinen  Mantel  mit  dem  Schwerte  und  ein  Nackter  hält  nach  1 
seinem  Teile  die  Hände  empor.  U:  f  S.  HAINR.  INCVRATI  •  IN •  ALTHAIM. 

266.  1320.  21.  September.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  setzen  der  Schwester  Elisabeth  eine 
jährliche  Rente  fest. 

1.  g.  n .  a.  Allen  .  .  vergehin  wir  swester  M.  die  abbetissenne  2 
ze  Hailigen  Cruze  Tal  und  der  convent ,  daz  |j  wir  swester  Elyza- 
bethun  von  Sevelt  habin  uf  geriht  und  geben  aine  schillink  und 
aine  ||  phunt  Haller  von  unserme  gute  zu  Stogarton,  von  der  wise 
ze  Stainihusen  alfe  Schillinge  jargeliches.  So  sol  ir  Berhtolt  der 
Blanke  zehen  Schillinge  gen  von  unserme  huse  da  er  uf  sizzet  ze  2 
sant  Martins  mis  och  alleiw  jar  die  wile  sie  lept.  Und  swenne 
sie  denne  nit  enist,  so  sol  uns  daz  vor  genante  gut  lidink  sin, 
also  daz  es  aine  underiw  kellerin  in  nemen  sol  und  der  samenuge 
das  beste  der  mit  sol  tun  in  daz  refenter  da  wirs  denne  allerbest 
bedürfen.  Diz  hat  diw  swester  Elyzabet  von  uns  gütlich  unde  3 
leplich  benameziut  und  genomen  für  alle  die  klaige  und  die  ansprache 
die  sie  aide  ir  swester  aide  der  sune  aide  ioch  kaine  ir  erben 
soltin  aide  mahtin  han  gegen  uns  von  den  wersessenen  zinsen,  von 
den  sie  uns  da  her  alles  drowet  an  ze  sprechen  und  ze  notgenne, 
daz  sie  uns  nu  niemer  me  da  mit  bekumerne  noch  betroben  sun  3 
mit  kainer  slaht  Sache.  Des  ist  gezuch:  herre  C.  der  tegan 

von  Bynswangen,  herre  Berhtold  der  kilcherre  ze  Andewinlge  (sic!), 
brüder  Burchart  der  alt  kofman  und  brüder  B.  sin  öhain  und  brüder 
H.  der  kofman.  (Siegel.) 


1821. 


117 


Dis  geschach  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gotes  gebürte  tusent 
und  drüzehen  hundert  jar  in  de[m]  zwünzegosten  jar  an  sant 
Matheus  tage. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 


5  267.  1321.  Ubergabbrief  Johann  Uotzen  und  Conraden  ge- 

brüedern  Ulrich  Kellers  Sohn  und  irer  Sclnvesster  dess  Kellners  guet 
zue  Beuren ,  Aensslinn  von  Beuren.  Anno  1321. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  148  v,  Nr.  6,  Titel:  Spruch,  Vertrag,  Kauft,  über¬ 
gab,  Revers  und  Uhrphet. 


0  26S.  1321.  5.  Januar.  Heiligkreuztal  gibt  dem  Burk¬ 

hard  Hiilligen  seine  Tochter  Adelheid,  Dietrich  Knollen 
Eheweib  zu  kaufen  um  30  s. 

Wir  frow  Mächthild  ze  den  ziten  abbtissen  und  der  convent 
gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin  .  daz  wir  dem 
5  Burkart  Hülligen  habin  gegeben  ze  kouffend  ains  rechten  red¬ 
lichen  koufs  sin  tochter  Adelhait  Dietrich  Knollen  elichen  liuss- 
frown  du  unser  waz  untz  uff  disen  tag ,  umb  drissig  Schilling 
pfenning  güter  Costentzer  müns  ( Quittung ),  und  sagin  si  und  irü 
kint  fri  eweklich  von  uns  und  unsren  nachkomenden  und  verzihen 
0  uns  aller  der  reht  .  .  .  bi  leben  ald  nah  tode  wan  wir 
kain  reht  me  zii  ir  habin.  Und  des  ze  stäter  sicherliait  so  gebin 
wir  frow  Mächthilt  abbtissen  und  der  convent  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrütztal  der  Adelhaid  Dietrich  Knollen  elidier  hussfrown  und 
iren  kinden  eweklich  disen  brief  mit  unsren  baiden  angehenktenn 
5  insigeln. 

Der  [brief]  ivart  g[e]geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 

drützehenhundert  jar,  dar  nach  im  ainn  und  zwaintzigosten  jar  an 
dem  obresten  abend. 

Zwei  S  aus  braunem  Wachs:  das  OvalS,  ein  neuer  S  typ us  der  Abtissin 
0  von  Heiligkreuztal.  Eine  einfach  ordensm  ässig  gekleidete  weibliche  Figur  steht  nach 
rechts  gewendet  im  Bilde,  in  der  Bechten  einen  langen  Hirtenstab.  U :  f  S.  ABA- 
TISSE  •  IN  •  [VAJLLE  •  SCE  •  ORVCIS.  —  Bas  BundS  zeigt  Maria  en  face  mit 
Jesus  auf  dem  Arme,  ein  Kniestück.  U:  f  S.  CONVENTUS  •  IN  •  VALLE  • 
SCE  •  CRVCIS. 

5  In  diesem  Stück  kommen  zum  erstenmal  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  je  mit  eigenem  Siegel  vor. 


118 


1321. 


269 .  1321.  4.  April.  Heiligkreuztal  gibt  dem  Weib 

und  den  Kindern  des  Konrad  Gyr  Güter  in  Binzwangen 

zu  Leibgeding  um  47  #  (27  +  20)  Konstanzer. 

Wir  Maehthilt  aebtissen  und  der  convent  des  closters  ze  Hailig- 
crüztal  tügint  kirnt  .  .  .;  daz  wir  durh  besserunge  unsers  closters  5 
gebint  und  habint  geben  alles  daz  güt  daz  Cünrat  der  Gyr  [burger 
ze  Maengen]  von  uns  bat  ze  lipgedingd,  daz  im  sin  vatter  umb 
uns  koffet,  daz  gelegen  ist  ze  Binswangen,  siner  elicher  wirtinne 
vro  Katherinun  und  siner  tohtrun  Katherinun,  du  bi  uns  ist  in  dem 
closter  und  Annun  siner  tohter  und  ainem  kinde  dem  naehsten  daz  lc 
du  vorgenempt  Katherin  sin  wirtinne  bi  im  gewinnet  es  si  sun 
oder  ain  tohter,  in  allem  dem  reht  und  mit  allem  dem  reht  und  in 
daz  güt  und  zu  dem  güt  höret  und  als  es  hat  besessen  und  sol 
besizzen  der  Cünr.  unz  an  sinen  tot,  umb  suben  und  zwainzich 
pfunde  pfenne  Costencer  muns  ( Quittung )  und  umb  zwainzich  lc 
pfunde  pfenninge  Costencer  muns,  der  er  uns  sol  gen  vierü  von 
dem  naehsten  sant  Martins  tach  über  ain  jar  der  nü  körnet,  und 
darnah  aber  ze  dem  naehsten  sant  Martis  tach  über  ain  jar  vieru, 
unz  er  uns  gewert  von  ain  sant  Martis  tach  ze  dem  ander  !  über 
ain  jar  der  zewainzich  pfunde.  Ist  aber  daz  sie  dehain  kint  ge-  2( 
winnet  in  den  vor  genemten  jarn  als  man  di  vor  genemten  pfenninge 
sol  gen,  so  gand  im  oder  den  vor  genemton  sinen  erbon  ab  den 
zewainzich  pfunden  suben  pfunt  pfenninge  der  si  ledich  sint  ze  gend. 
Und  wenne  di  vor  genemten  erben  des  vor  genemten  gütz  alle  ensint, 
so  ist  uns  den  vrown  des  closters  daz  gut  alles  ledich  gar  und  2c 
gaenzlich.  Dir  re  getat  sin  gezüge:  Cünrat  der  Wilde,  Walther 

Hundubel,  Cünrat  Banzir,  Cünrat  Ralle,  .  .  der  kofman  des  closters 
und  ander  .  .  ( Besiegelung ). 

Dis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  druzehinhundert  jar  und  in  dem  ain  und  zewainzgosten  jar  3( 
an  sant  Ambrosien  tach  indic.  quarta. 

ND:  Uber  des  Girne  gut. 

Ein  S  der  Stadt  Mengen  aus  braunem  Wachs ,  grossenteils  verloren. 

270,  1321.  25.  April.  1322.  11.  November.  Heiligkreuz¬ 
tal  verkauft  die  Hube  zu  Friedingen  um  26  U  Konstanzer  3E 

an  etliche  Schwestern. 

\1\.  g.  n.  a.  Allen . .  kundin  wir  sfwester]  Maht[hi]l.  die  abbetissene 
ze  Hailigen  Cruze  Tal  und  der  convent,  daz  wir  habin  ze  koffenne 


1821. 


119 


geben  umbe  sehseiw  und  zwainzek  pliunde  Costenzer  phenige  die 
höbe  ze  Fridingen  die  Cünrad  Sigeli  von  uns  ze  lehen  het,  die  da 
Burcarht  von  Honhulwe  buvvet  mit  dem  reht  als  es  sin  vater  an 
braht,  der  kelnerinun  s[wester]  Klarun  der  Yegeten  und  irren 
5  swesteran,  s.  Annun  s.  Hailun  und  s.  Agnesun  ir  veterren  thoter, 
daz  sie  daz  gut  neizen  sun  alle  wiere  die  wile  sie  lebent  mit  allem 
reht.  Und  swenne  ir  aineiw  stirbet,  so  sol  der  tal  an  die  anderne 
yallen.  Und  swenne  sie  denne  alle  wier  nit  ensint,  so  sol  es  der 
samenuge  lidik  sin  und  sun  es  denne  neizen  mit  allem  dem  reht 
10  als  ander  unser  friges  aigen.  Es  gat  och  jargelich  von  dem  selben 
gut  XY  schofel  pliesan,  X  schofel  haberne,  und  XIII a)  schillink 
Costenzer.  Die  sun  die  vrowa  in  nemen  und  neizen  als  wir  da  vor 
gescriben  habin. 

Und  swaz  an  disem  brif  gescriben  stat,  daz  geschach  do  man 
15  zalt  von  gotes  gebürte  drüzehen  hundert  jar  in  dem  aine  und 
zwainzeosten  jar  an  sant  Markes  tage.  Und  daz  daz  stait  und  un- 
wadelber  belibe,  des  ist  gezuk:  herre  C.  der  tegan  von  Binswangen, 

phaffe  Deitrich  der  von  Hornstain  kaplan,  C.  Sigeli,  b rüder  H.  Grüz- 
holze,  brüder  H.  der  kofman  und  brüder  Burchart.  (Besiegelung.) 

20  Ein  zweites  Pergament  ist  seitlich  angenäht: 

Swer  dis  liset  older  höret  lesen ,  der  sol  ivissen ,  daz  an  disem 
brief  vürgessen  wart ,  ||  daz  man  nit  scraib ,  wie  vil  der  phenige 
swester  Klarun  waz ,  der  Vögeten  und  irren  j|  swestran.  Swester 
Klarun  waz  sunderbar  zehen  phunt  phenige  die  sü  sol  niesen  an  |[ 
25  ir  swestran  die  wile  sü  lebt.  Do  waz  do  aber  swester  Clarun  und 
ir  swestran  s.  Annun  s.  Hailun  ailf  phunt  daz  si  och  niesen  alle 
dri  gelich  die  wile  sie  lebent.  Do  waz  do  aber  swester  Klarun 
und  ir  swestran  und  swester  Agnesun  ir  veterren  thoter  fünf  phunt 
phenige  daz  in  wart  von  ir  veterren  seligen  gewant ,  daz  si  alle 
30  dre  gelich  niesen  sont.  Nu  ist  swester  Klär  und  s.  Anne  und  s. 
Hail  ze  rat  worden,  daz  si  s.  Agnesun  ir  veterren  thoter  von  der 
höbe  allü  jar  ain  phunt  Haller  went  lan  die  wile  si  lebent  won  si 
anderz  geizt  nit  het.  Wenne  si  denne  all  dri  nit  ensint,  so  sol  denne 
dü  höbe  an  swester  Agnesun  vallen  alz  an  dem  besigelten  brief  stat. 
35  Diz  wart  gescriben  do  mayi  zalt  von  gotes  gebürt  drüzehen 
hundert  jar  in  dem  zvai  und  zwainzegosten  jar  an  sant  Martins  tag. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  aus  braunem  Wachs ;  grossen- 
teils  verloren. 

a)  Kann  vielleicht  auch  XIIII  heissen;  ein  vierter  Strich  scheint  weg- 
40  gestrichen.  Von  Es  gat  .  .  .  an  scheint  eine  andere  Tinte  verwendet  zu  sein. 


120 


1321. 


271.  1321.  10.  August.  Konra  d  Sigel  i  hat  zu  Bin  zwangen 
eine  Hofstatt  ohne  Zins;  sein  Weib  muss  später  zinsen. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  kundin  wir  s[wester]  M[aehthilt]  die  abbe- 
tissenne  und  der  convent  ze  Hailigencruztal, a)  daz  C.  Sigeli  aine 
kofestat  hat  ze  Bynswangen  dar  uf  stat  aine  hus  daz  sol  er  niezen  5 
aine  zinz  die  wile  er  lept.  Und  swenne  er  nit  enist,  so  sol  es 
unserme  closter  lidik  sin  also:  wil  Adelhait  sin  wirtenne  und  diw 
kint  diw  er  bi  ir  het  daz  gut  von  uns  ze  leben  enpliahen  und  han, 
so  sun  sie  uns  jargeliches  X  schillige  der  von  ze  zinse  gen.  Und 
swenne  si  daz  nit  wen  tun,  so  sol  es  uns  lidik  sin  ane  alle  vider-  ic 
rede.  Des  ist  geznch:  C.  der  Wigenbacker,  C.  der  Girre, 

H.  Zürne,  bruder  H.  Grüzkolz,  brüder  H.  der  kofman  und  ander 
erber  lute  gnoge  die  der  bi  warne.  (Besiegelung.) 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  drüzehen  hundert 
jar  in  dem  ain  und  zwainzeosten  jar  an  sant  Laurencis  tage.  n 

ND:  Dirre  br!f  höret  über  Sigelins  hus  und  hofstat  ze  Binswangen  — 
von  späterer  Hand:  ain  lippding  C.  Sigli  umb  ain  huse  ze  Binswangen. 

Ein  OvalS  der  Äbtissin  von  Heiligkreuztal  aus  braunem  Wachs;  teil¬ 
weise  zerbrochen ;  alter  Typus. 

a)  die  abbetissenne  und  der  convent  ze  Haiti gencruztal  stehen  auf  Rasur  2C 
und  sind  teilweise  über  geschrieben. 

272.  1321.  13.  Dezember.  Die  Grafen  Eberhard  alt 

und  jung  von  Landau  versetzen  an  Heinrich  und  Man¬ 
gold  von  Hornstein  ihren  Hof  zu  Holstetten  um  30  U 

K  0  n  s  t  a  n  z  e  r  P  f e  n  n  i  g  e.  2E 

I.  g.  n.  a.  Wir  grave  Eberhart  gnant  von  Landowe  und  ich 
Eberhart  sin  sun  vergehen  .  .  .,  das  wir  den  mannen  herrn  Hain¬ 
richen  von  Hornstain  und  hern  Mangolt  sinem  bruder  und  allen 
iren  erbon  sezzen  und  han  gesetzet  reht  und  redelich  unsern  hof  ze 
Holsteten  um  drisich  phund  guter  und  gaeber  Costentzer  phenninge.  3C 
( Quittung.)  Wir  setzen  in  oucli  was  in  den  selben  hof  höret  ... 
(Pertinenzformel.)  Also  setzen  wirs  hern  Hainrieh  und  hern  Mangolt 
und  iren  erben  mit  allen  rehten  und  doch  mit  solichem  gedingde 
und  beschaidenhait  also,  das  wir  oder  unser  erben  den  selben  hof 
sun  losen  von  sant  Joh.  tag  Baptisten  dem  man  nennnet  ze  süne-  3E 
winden  der  nahste  chomet  über  drü  jar.  Wölten  aber  wir  den  hof 
e  losen,  das  sun  wir  tun  von  wihennähten  die  nähst  choment  über 
ain  jar  und  vor  nit.  Und  dar  nah  wenne  wir  den  selben  hof  losen 


1322. 


121 


wen,  das  sun  wir  tön  zwisckan  wihenähten  die  nähst  choment  über 
ain  jar  und  sant  Jolians  tag  Baptisten  und  ze  dehainen  anderen  zilln. 
Es  ist  mer  mit  Worten  besckaiden,  war  das  wir  von  Landowe  den 
selben  liof  wölten  losen  und  Ertingen  unser  dorf  lan  stan  das  wir 
5  in  ouch  gesetzet  haben,  oder  Ertingen  losen  und  den  hof  lan  stän, 
da  sun  wir  guten  wecli  zu  hön.  Und  sun  uns  des  die  von  Horn- 
stain  gehorsamen  sin  aun  alle  wider  red  zu  den  zilln  wenne  wir 
si  ermanen  mit  den  drisich  phunden,  und  das  wir  den  hof  losen 
nah  den  zill  da  obenan  ob  es  die  von  Hornstain  nit  furbaz  wölten 
LO  lön  stän.  Des  haben  wir  in  ze  bürgen  gesetzet  unverscliaiden  die 
erbern  lute  die  ouch  bürg  sint  von  Ertingen,  dar  um  si  ouch  ainen 
brief  hant  und  swaz  gerette  und  gedinget  ist  um  Ertingen,  als  der 
selbe  brief  sait, *)  das  selb  ist  ouch  gerette  und  gedinget  von  Hol¬ 
steten  .  (  B  esiegelung) . 

L5  Der  [brief]  wart  geben  und  dis  Satzung  beschach  do  man  zalt 
von  gotes  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  ains  und  zwainzich  jar 
an  sant  Lucien  tag  der  haligen  juncfrowen. 

Ein  JRundS  der  Grafen  Eberhard  von  Landau. 

x)  Diese  Urkunde  ist  nicht  erhalten. 

20  2  73 .  1322.  Lehenbrief  von  Eberhardt  grafen  zue  Würtem- 

berg,  darinn  er  Frickhen  von  Magenbuch  ettlich  güeter  zue  Runder - 
singen  und  Baivenburg  zue  rechten  Manlehen  verleget.  Anno  1322. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  82 v  Nr.  44,  Titel:  Lehenrevers  und  Freybrieff. 

2 74,  1322.  23.  A p r i  1.  He r m an n  von  Hornstein  und  Ko n- 

25  rad  der  Here  geben  an  Heiligkreuztal  Güter  in  Altheim. 

I.  g.  n.  a..  Ich  her  Herman  von  Hornstain  kilher  ze  Sekircher 
und  ich  Chunrat  der  Here  burger  ze  Rudelingen  vergehen  .  das 
wir  der  aptissenne  und  dem  convent  ze  Haligen  Crüstal  geben  und 
haben  geben  diu  gftt  diu  her  nah  geschriben  stant,  also  das  weder 
30  wir  noch  deliain  unser  erben  bi  unseren  lebenden  liben  noch  nah 
unserm  tod  dehain  reht  sol  dar  zu  han  noch  suchen  an  dehainem 
gerillt  gaislichem  noch  weltlichem  noch  mit  dehainer  ansprach  niemer 
me.  Das  ist  des  ersten :  Chunrat  Grantzen  gut  ze  Althain,  ain  hof¬ 
stat,  ain  bögart  und  ain  gart  gelegen  in  dem  selben  bögarten  bi 
35  der  mittelen  muli  ze  Althain.  Und  diu  vor  geschriben  güt  geltent 
järgelich  viunf  Schillingen  und  ain  phunt  Oostenzer  phenninge  und 
zway  hüner,  und  der  Kalsmidinen  gftt  ouch  ze  Althain  des  viunf 
juchart  sint  und  drü  mans  mat  wtse  wahses.  Dis  akker  und  dis 


122 


1322. 


wisen  sint  gelegen  uf  dem  rodem  und  drinne  bi  an  ander.  Und 
von  disem  gut  gat  järgelich  geltes  vier  Schillingen  und  ain  pbunt 
der  vor  geschribennen  müntz.  Un  der  selben  Kalsmidinen  hoverati, 
der  ain  hus  und  ain  garte  ist  und  ist  gelegen  ouch  ze  Althain  bi 
dem  brunnen  ouch  gein  der  mittelen  rnüli  und  giltet  järgelich  nüan  * 
Schillinge  Costentzer,  und  ainen  garten  den  Dietrich  der  Bropst 
büwet  und  gelegen  ist  ze  Althain  bi  der  obern  linden  und  giltet 
järgelich  ver  Viertal  oles  Rüdelinger  messes.  Siegler:  Hermann  von 
Hornstain.  So  vergihe  ich  Chünrat  der  Here  under  der  bnrger 
insigel  ze  Rüdelingen.  IC 

Der  brief  ist  geben  do  ergangen  was  von  gotez  gebürt  drüzehen- 
hunder  jar  und  zway  und  zwainzich  jar  an  sant  Georien  tag.  Hie 
bi  waren:  Chünrat  von  Andelfingen,  Hainrich  von  Enselingen 

ze  den  ziten  amman,  Ulrich  von  Bachingen,  Lutz  Lupph,  Hainrich 
der  Offenburger,  Chünrat  der  Raiser,  Otte  Satelbach,  Hainrich  von  15 
Bünigen,  Johans  Hornli  und  ander  .  .  die  hie  bi  waren  und  dis 
horten  und  sahen. 

Die  zwei  S  des  Hermann  von  Hornstein  und  Konrads  des  Heren  sind 
verloren. 

27o.  1322.  23.  April.  Graf  Eberhard  von  Landau  leiht  2C 

d  e  n  A 1  brecht  und  Juzen  von  Aich  eineHube  zu  Langen- 

en  slingen. 

\Ä\llen  .  .  tüint  wir  grave  Eberhart  von  Landow  kunt,  daz  wir  j| 
gelühen  haben  frilichen  Albreht  von  Aich  und  Jüzen  siner  ewirtinn 
und  allen  sinen  kinden  ez  sien  sun  oder  j|  tohtera  ain  ganz  hüb,  dar  25 
in  höret  fünf  und  zwainzich  jüchart  akers  und  ist  gelegin  ze  Ense- 
lingin  und  j|  hörint  in  die  hofstat  du  da  ist  gelegin  neben  dem  linden- 
bühel  und  drier  mann  mad  wiswahs  diu  sint  gelegen  in  dem  wit- 
rtet  ....  wir  grave  Eberhart  von  Landow  [gebin]  Albreht  von  Aich 
und  Jüzen  siner  ewirtinn  und  allen  sinen  kinden,  ez  sien  sun  oder  30 
tohtera  si  sien  nu  oder  si  werden  noh,  und  allen  sinen  erbuna)  disen 
brief  mit  unserm  insigel  besigelt. 

Daz  beschah  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert 
jar  dar  nah  in  dem  zwal  und  zwainzigostun  jar  an  sant  Georgen  tag, 
da  ze  gegin  wannt  die  lüt :  Hainrich  von  Pflumer,  C.  Schiitunk,  35 

Maier  uz  Bug,  Laltgast,  Ber.  der  smit,  H.  der  Offenburger  von  Ens- 
lingen,  Cünrat  Figenbach  und  ander  .  . 

Hin  HundS  der  Eberhard  von  Landau. 

a)  Undeutlich. 


1322. 


123 


276.  1322.  17.  Mai.  An  Heiligkreuztal  werden  von  den 
Grafen  Eberhard  von  Landau  Güter  zu  Hundersingen 

geeignet;  Gegengabe  8  %  Konstanzer  Pfennige. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  kundin  wir  grave  Eberliart  von  Landowe  |j 
5  und  Eberhart  unser  sun,  daz  Hainrich  von  Buzkofen  het  koft  umbe 
Ortolf  von  Buwenburch  und  umb  C.  sine  brüder  die  hof||raiti  ze 
Hundersingen,  da  C.  Höne  uf  sizzet,  und  XIII  juchart  akers  umb 
ain  gnantz  gut  ( Quittung ).  Der  juchart  ligent  II  an  dem  wege  da 
man  gen  Burun  gat,  II  stozent  an  den  Luzelbach  und  I  stozet  gen 
10  dem  espan.  Die  selben  V  juchart  horent  in  die  hofraiti.  So  ligent 
III  jucliart  an  dein  Burerbach,  II  an  Burrer  staige,  II  bürste  ennant 
des  cruces,  I  juchart  an  dem  espan  und  ain  akerli  stozet  uf  die 
verun  staige.  Wir  vergehin  och  und,  kundin  an  disem  brif ‘  daz 

er  hat  kofet  umbe  den  Rönne  IX  juchart  akers.  Der  ligent  IIII 
15  vor  Burrer  staige  und  III  stozent  an  den  Luzelbach  und  I  stozet 
an  den  espan ,  und  ain  akerli  stozet  uf  die  verun  staige,  aineiw  bi 
dem  tufen  wege.  Do  koft  er  III  juchart  akers  umbe  C.  Hyrlich, 
I  aker  vor  dem  osterholz,  II  an  dem  buhel  und  I  aker  der  stozet 
uf  den  bon.  Daz  vor  gnant  gut  hetun  die  lut  von  uns  ze  leben. 
20  Des  hant  sich  verzigen  an  unser  hant  vr  sich  und  vr  alle  ir  erben 
aller  der  reht  der  si  hetun  ald  han  mahtun  an  dem  selben  gut. 
Und  die  aigenschaft  des  selben  gutes  habin  wir  grave  Eberhart 
von  Landeowe  und  unser  sun  Eberhart  geben  den  gaischelichen 
vrowen  der  abbetissenne  und  dem  convent  des  closters  ze  Hailigen 
25  Cruce  Tal  durch  das  liaile  unser  selon  und  enphöngen  och  dar  umb 
VIII  phunt  phenie  Costenzer  munse.  Diser  dinge  und  dirre  getat 
ist  gezuk:  H.  von  Landeowe,  Ortolf  sin  bruder,  H.  von 

Plumerne,  Wernze  der  Hunt,  H.  Zürne,  Rephain,  C.  Wigenbach, 
Hernian  Golenze  und  ander  .  .  (Besiegelung.) 

30  Bis  geschach  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drüzehen  hundert 

jar  in  dem  zwai  und  zwainzeosten  jar  an  dem  maentage  vor  der 
uffert  tage. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  braunem  Wachs. 

277.  1322.  17.  Mai.  Die  Grafen  Eberhard  Vater  und 
35  Sohn  von  Landau  verkaufen  ein  Gut  zu  Binzwangen 

an  Heinrich  von  Beizkofen.  Heim  fall  anHeiligkreuztal. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  kundin  wir  grave  Eberhart  von  Lan¬ 
deowe  und  unser  sun  Eberhart,  daz  wir  habint  geben  ze  koffenne 
Hainr.  von  Buzkofen  ainem  burger  von  Maegen  reht  und  redeliches 


124 


1322. 


koffes  daz  ges&zse  und  die  liofraiti  ze  Binssewangen,  da  Ernste  uf 
sas,  daz  hus  schüre  hof  garten  und  bongarten  und  IIII  manne 
mat  wi^ewahse,  der  lit  III  vor  den  bruckwidon  und  I  in  den 
gewengen  daz  man  da  liaizet  daz  grübeli,  und  VI  juchart  akers, 
der  ligent  II  an  dem  Hesiberge,  II  an  der  haldun  an  dem  Sopen 
und  II  in  dem  gerat  an  der  Gerlos  wis,  umbe  ain  genantz  gut, 
des  wir  gar  und  gänzlich  von  im  gewert  sigin.  ( Allgemeine  Auf¬ 
lassung.)  Und  sol  es  der  vor  gnant  man  und  sin  husvrowe  und 
iriw  kint  und  ir  erben  neissen  in  allem  dem  reht  als  wirs  habin 
genossen.  ( Heim  fall  an  Heiligkreuztal,  besondere  Aufgabe.)  Diser 
dinge  und  dirre  getat  ist  gezuch:  H.  von  Landeowe,  Ortolf 

sin  bruder,  H.  von  Plumerne,  Wernze  der  Hunt,  H.  Zürne,  Rephain, 
C.  Wigenbach,  Herman  Golenze  und  ander  .  .  (Besiegelung.) 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  Christes  gebürt  druizeben  hundert 
jar  in  dem  zwai  und  zwainzzeosten  jar  an  dem  maentage  vor  der 
uffert  tage. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  aus  braunem  Wachs. 

278.  1322.  21.  Mai.  Heinrich  von  Beizkofen  kauft  ein 

von  Anselm  von  Justin  gen  zu  Lehen  gehendes  Gut  zu 
Hundersingen.  Eigenschaft  und  Heimfall  kommen  an 

Heiligkreuztal. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  v  er  gif  in  wir  lierre  Anshaine  von  Ju¬ 
stingen:  daz  gut  ze  Hundersingen  daz  Hainrich *)  von  Buzkofen 
umbe  C.  Hyrlich  kofte,  daz  ist  der  aker  bi  dem  cruce,  aine  aker 
an  dem  espan,  III  juchart  ligent  bi  dem  möse  und  I  stozet  an  den 
bon.  So  lit  I  aker  ufen  der  ow6  da  man  gen  Maegen  gat.  Daz 
het  er  alles  da  her  von  mir  ze  lehen  und  sinü  kint  und  alle  sin 
erben.  ( Auflassung  an  Heiligkreuztal.)  Es  sol  och  daz  gut  H. 
von  Buzkofen  und  sineiw  kint  messen  und  alle  sin  erben  die  wile 
si  lebent.  ( Heim  fall  ans  Kloster.)  Des  ist  gezuk:  Eberhart 

von  Adelhartzhof  und  C.  sin  bruder,  H.  der  Ron  und  Werneher 
der  keiner.  Siegler:  wir  herre  Anshaine  von  Justingen. 

Diz  geschach  do  [ man]  zalt  von  Cristes  gebürt  drüzehenhundert 
jar  in  dem  zwai  und  zwainzeosten  jar  an  dem  fritage  nah  der 
ulfert  tage. 

Das  S  ist  ausgerissen. 

x)  Im  BL  Heiligkreuztal,  Fol.  82 v,  heisst  er  Hanns. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1822-  1323. 


125 


279.  1322.  28.  Juni. 

Konrad  Trüb  von  Hohentengen  (Diengen)  Bürger  zu  Mengen 
verkauft  an  das  Spital  zu  Mengen  das  von  seinen  Vorfahren  schon 
mehr  als  50  Jahre  besessene  Gut  zu  Beuren  (Burron)  um  80  U 
5  Konstanzen  J)  mit  Willen  seiner  beiden  Kinder  Adelheid  Anne  und 
Maezze  und  mit  Hand  und  Heissen  ihrer  Vögte  Aeblins  ihres  Vetters 
und  Konrads  des  pfhisters  von  Veringen. 

Zeugen:  Cunrat  Schiltunch  amman  ze  Maengen,  Cünr.  der 
Wilde,  Cünrat  Ralle,  Cunrat  Banzir,  Walther  Hundubel,  Aebli  Von 
10  Diengen,  Hainricli  der  Claen,  Otte  der  Wirt,  Renz  in  dem  under- 
wasser,  Ber.  der  Locheier,  Giselbreht  und  anderre  .  ,  Siegler:  der 
amman  und  der  rät  ze  Maengen. 

Dis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
gehurt  druzehinhundert  jar  und  in  dem  zewae  und  zewaenzgosten 
15  jar  an  sant  Peters  abend  ze  usgaendigem  brachod  indic.  quinta. 

Das  S  ist  abgerissen . 

280 .  1323.  Kaufbrief  von  Werner  Holtzwarten  umb  I  Ackher 
in  Althamer  Bann  gelegen  und  in  dem  Esch  gegen  Pßomern  liegendt. 
Anno  1323. 

20  EL  Heilig kreuztal,  Fol.  217  v  Nr.  55,  Titel:  Kauft brieff. 

281.  1323.  Kauf  'brieff  der  Graven  von  Landaw  denen  von 
Ellerbach  wegen  der  Burg  Landaiv  und  Ertingen  geben.  Anno  1323. 

EL  Heiligkreuztal,  Fol.  20r ,  Titel:  Kauffbrief.  Erttingen  und  Marbach 
betreifend. 

25  282.  1323.  Kaufbrief  beeder  Burckhartten  von  Ellerbach 

Vatter  und  Sohn  umb  die  Burg  Landaw  und  Erttingen  von  Graf 
Eberhartten  von  Landaw  und  seinen  Sohn.  Anno  1323. 

EL  Heiligkreuztal,  Fol.  21r,  Titel:  Kauffbrieff.  Erttingen  und  Marbach 
betreffend. 

80  283.  1323. 

Konrad  der  Here  gibt  an  Heiligkreuztal  einen  Acker  mit  1  Juchart 
gelegen  in  Althaimer  banne  in  dem  esche  gein  Haligencrüstal  bi 
Chünrat  des  gerwers  akker  und  .  .  des  Boderers  akker  um  seines 
Weibes  Agnes  Seele  ivillen  zu  rechtem  Eigen.  Siegler:  der  amman 
35  und  die  burger  ze  Rüdelingen. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gotz  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  drü  und  zwainzich  jar. 

Das  S  ist  weggerissen. 


126 


1328. 


284.  1323.  8.  Januar.  Graf  Konrad  von  Schelklingen  gibt 

um  Konrads  von  Baach  willen  die  Eigenschaft  von  zwei  Mannsmahd 
in  rütin  bei  Baugendorf  an  Heiligkreuztal.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  gegeben  an  dem  samztag  nach  dem  zwelften 
tag,  da  von  Christes  gebürte  waren  drizzehenhundert  jar  dar  nach 
in  dem  drl  und  zwaintzigsten  jar. 

ND:  Ain  fri  und  ledig  brief  von  dem  Schelklingen  umb  zwai  mansmat 
wiso  ze  Togendorf  in  rüti. 

-  S  fehlt. 

285.  1323.  23.  Februar.  Stuttgart.  Heiligkreuztal  tut 

an  Berthold  Vater  und  Sohn  die  Blanken  einen  Hof  zu 
Vaihingen  a.  F.  aus. 

1.  g.  n.  a.  Allen  .  .  kundin  wir  swester  Mäht||hilt  diw  abbe- 
tissenne  und  der  convent  ze  Hailigen  Cruztäl ,  daz  wir  mit  willen 
und  mit  rät  unsers  herren  apte  Cün||ratz  von  Salmanswiler  den 
erberen  luten  Berhtolt  dem  Blanken  und  Berhtolt  sime  sun  bürgern 
ze  Stogarton  ||  verlihen  habin  unsern  hof  ze  Vogingen  für  ain  vriges 
aigen  mit  allen  den  rehten  diw  der  zu  liorent  in  holze  oder  in  velde 
bis  an  ir  baider  tode  umb  daz  drittel  des  kornes  mit  solich  gedinge, 
daz  wir  an  schniden  und  an  dreschen  schaden  sulin  han  daz  drittal 
und  siw  diw  zwai  tal.  Und  sol  Berhtolt  und  sin  sun  den  samen 
gar  gen  ane  unsern  schaden.  Sie  süln  öch  aine  morgen  saigen 
mit  yoter  sinem  vihe,  da  von  sol  uns  kain  täl  vallen.  Sie  sun  öch 
flahze  segen  in  selber  und  niemen  anderre.  Und  öch  daz  selbe  gut 
in  nüzzen  und  in  rehten  buwe  sie.  Waire  och,  daz  von  rais  wegen 
oder  von  anderen  redelichen  dingen  schaden  mos  han,  den  hetin 
wir  des  drittäl  und  der  vor  genante  Berhtolt  und  sin  sun  diw  zwai 
täl.  Und  swennen  siw  baidiw  en  sint,  wellin  wir  denne  ir  erben 
den  hof  nit  lihen,  so  sol  man  erbäir  lute  baidenthalb  nemen,  die 
die  samen  des  hofes  schazzin  nah  gelimph  und  nah  rehte  und  sun 
siw  denne  wichen  abe  dem  höfe  ane  alle  wider  rede  swenne  in  ir 
täl  wirt  widerlait.  Es  ist  och  gedinget,  waire  daz  wir  diw  abbe- 
tissen  und  diw  samenuge  des  gutes  ze  urtaite  ane  wohin  werden 
und  verkofen ,  daz  si  uns  dar  an  nit  irren  sun  mit  kamen  Sachen, 
doch  also  daz  in  ir  nuzze  werde  nah  biderber  lut  schazunge  wider¬ 
lait,  daz  sie  von  dem  höf  und  von  dem  gute  soltin  wartende  sin. 
Dirre  vor  gescriben  dinge  sint  gezuch:  herre  Berger  und  herre 

Johan  herren  ze  Salmanswiler,  Hainrich  der  keiner,  Rudolf  der 
i/Zaiser,  Albreth  Nutel  burger  ze  Stogartun,  bruder  Berholt  von 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1B2B. 


127 


Hachingen.  TJnd  daz  dis  staite  und  sicher  hilibe ,  so  gebin  wir 
Berhtolt  und  sinem  sun  B.  disen  brif  besigelt  mit  unsirs  herren  des 
aptes  insigel  von  Salmanswiler  und  mit  unsers  covent  insigel . 

Dirre  brif  ivart  gescriben  und  geben  ze  Stogartün  do  man  zalt 
5  von  Cristes  gebürt  drüzehen  hundert  jar,  dar  nah  in  dem  drü  und 
zwainzegoston  jar  an  sant  Mathias  abende  .  .  . 

Zwei  S  aus  grünlichem  Wachs.  In  dem  einen  steht  fast  en  face  eine 
Prälatenfigur  mit  der  Mitra  auf  dem  Haupte,  in  der  Linken  ein  Buch  und  in 
der  Hechten  den  Hirtenstab.  U :  f  SIGILLUM  •  ABBATIS  •  DE  •  SALEM.  — 
LO  Das  zweite  ist  das  alte  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

286.  1323.  24.  Juni.  Burkhard  von  Ellerbach  löst  von 
den  Brüdern  Heinrich  und  Mangold  von  Hornstein  an 
Stelle  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  Ertingen  und 

Holstetten  ein  um  430  U  Konstanzer  Pfennige. 

L5  Wir  Hainrieh  und  Mangolt  gebruder  von  Hornstaine  verjehen 

offenlich  an  disem  brief ‘  daz  der  ||  ersam  man  her  Burchart  von 
Elrbach  an  des  edlen  herren  stat  graf  Eberhartes  von  Landowe  || 
von  uns  erlöset  hat  daz  dorf  ze  Ertingen  und  den  hof  ze  Holsteten 
mit  allen  den  rehten  jj  als  ez  uns  stünt,  umb  vierhundert  und  driz- 
ft)  zik  phunt  Kostentzer  phenninge  der  er  uns  geweret  hat  gar  und 
gentzlichen.  Und  des  ze  ainem  urkunde  geben  wir  disen  brief  mit 
unsern  insiglen  diu  dar  an  hangent. 

Der  wart  gegeben  an  sant  Johannes  tag  ze  sunwenden,  da 
von  Christes  gebürte  waren  drizzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem 
J5  dri  und  zwaintzigsten  jar. 

Ein  S  aus  braunem  Wachs,  das  der  Hornstein.  U:  f  S.’HÄIR.’  MILI- 
TIS  •  DE  •  HORNSTAIN. 

287.  1323.  8.  Juli.  Citation  von  Zeugen  nach  Stutt¬ 
gart,  veranlasst  vom  Offizial  von  Konstanz  wegen 

50  Streitigkeiten  zwischen  H eiligkr euztal  und  dem  Spital 

von  Esslingen. 

Hon[orabili]  viro  domino  decano  in  Ezlingen  nee  non  ceteris 
aliis  omnibus  quibus  presentes  exibite  fuerint  et  |j  specialiter  plebano 
in  Blieningen  .  .  .  prepositus  in  Stügatena)  ac  decanus  in  Vögingen 
*5  iudices  ad  certos  |[  articulos  deputati  ab  honorabili  viro  domino  of- 
ficiali  curie  Constfanciensis]  salutem  in  domino.  ||  A[u]ctoritate  nobis 
commissa  vobis  mandamus,  quatinus  citetis  coram  nobis  omnes 
personas  quas  lator  presencium  vobis  numeraverit,  in  feriam  secun- 
dam  proximam  post  festum  beate  Margarete  ante  lioram  vespera- 


128 


1323. 


rum  ad  perhibendum  testimonium  veritati  in  ecclesia  Stügarten  in 
causa  mota  inter  dominam  abbatissam  et  conventum  monasterii 
Vallis  Sancte  Crucis  ordinis  Cisterciensis  ex  una  et  hospitales  (!)  pau- 
perum  in  Ezzelingen  ex  parte  altera  seu  procuratores  eorum  utrumque 
nobisque  nomina  citatorum  sub  sigillis  vestris  remandare  curetis. 

Datum  anno  domini  MCCCXXIII  in  die  beatorum  martirum 
Kiliani  et  sociorum  eius.  Intimetis  eciarn  predictum  terminum  procura- 
toribus  hospitalis  pauperum  in  Ezzelingen,  ut  eodem  termino  com- 
pareant  coram  nobis  ad  prestandum  in  eadem  causa  calumnie 
iuramentum.  Redd[ite]  litteras  sigill[atas],  Ego  H.  decanusb)  in  1 
Esselingen  citavi  fratrem  Sybotum  et  Hainricum  scolarem  iuxta  man- 
datum  vestrum  procuratores c)  hospitalis  ad  iurandum  et  deponenduin. 
Testes  partis  alterius  iurare  videndum  iuxta  mandatum  ab  officiali 
Constanciensi  traditum  et  vestram  citacionem  mihi  factam  citavi 
Eberhardum  de  Plenigen  ad  ferendum  testimonium  ad  feriam  secundam  1 
proximam  post  Margarete  in  ecclesia  Stücgarthen  ante  horam  ves- 
perarum.  Hoc  singnifico  vobis  domine  preposite  et  domine  decane. 

Reg. :  Diehl,  Esslinger  UB.  I,  522  a. 

Die  zwei  S  fehlen. 

Eine  zweite  fast  gleichlautende ,  nicht  besiegelte  Ausfertigung  unter  (B)  dem  2 
gleichen  Datum,  endigt  mit  calumpnie  sacramentum. 

a)  B:  Stütgarten.  —  t>)  Von  H.  decanus  an  zweite  Hand.  —  c)  Das 
Folgende  auf  der  Rückseite  der  Urkunde. 

Es  folgen  fünf  zu  diesem  Prozess  gehörige  zusammengenähte  Stücke: 

288 .  1323.  12.  September.  Konstanz.  Vorladung  nach  2 

Konstanz  in  der  Streitsache  zwischen  Heiligkreuztal 
und  dem  Spital  in  Esslingen. 

Officialis  curie  Const[anciensis]  deeano  in  Esse||lingen  salutem 
in  domino.  Mandamus  tibi ,  quatinus  Hfainricum]  et  ||  Sigebotum 
procuratores  hospitalis  pauperum  j|  in  Esselingen  citfes]  in  chorfum]  { 
Const[anciensem]  ad  feriam  sextam  ante  festum  beati  Michahelis 
proximam  hora  prime  ad  dicendum  in  testes  productos  per  procu- 
ratorem  abbatisse  et  convcntus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  nomine 
procurfatorio]  eorundem  quicquid  proponere  voluerint  et  ad  recipien- 
dum  copiam  attestacionum  testium  eorundem  si  voluerint. 

Datum  Constanciell  idus  sepptembris  ind.  VI.  R[edde]  l[itte]r[as]. 

Diehl,  EUB  I,  522  c. 

Ein  Siegel  aufgedrückt. 


1323. 


129 


289.  1323.  19.  September.  Konstanz.  Terminansetzung 
in  der  Streitsache  auf  den  20.  September. 

Officialis  curie  Constfanciensis]  etc.  In  causa  mota  inter  Cün- 
rfadum]  de  ||  Wil  scolar[em]  magistri  H.  dicti  Phefferhart  clerici  Con- 
5  st[anciensis]  procurfatorem]  abbatisse  et  conventus  monasterii  Yallis 
Sancte  ||  Crucis  ex  una ,  Hainrficum]  et  Sigbotum  procuratores  ho- 
spitalis  pauperum  in  Esselingen  ex  parte  altera  terminum  prefigimus 
videlicet  feriam  quartam  ante  festum  beati  Michahelis  proximam  hora 
prime  partibus  hinc  inde  ad  dicendum  in  testes  et  dicta  ipsorum 
0  per  dictas  partes  inductos  quicquid  dicere  et  proponere  voluerint 
aliasque  ad  procedendum  iustfitia]  mediante. 

Datum  Constancie  XI.  kalen.  octobris  incl.  VI. 

Diehl ,  E  UB.  I,  522  b. 

Ein  Siegel  auf  gedrückt. 


5  290.  1323.  29.  September. 

Neue  Terminansetzung  auf  den  24.  Oktober  zur  Stunde  der 
Prim  zur  weiteren  oder  eventuell  zur  Schlussverhandlung . 

Datum  Constfancie]  III.  kalen.  octobris  ind.  VII. 

Diehl,  E  UB.  I,  522  d. 

0  Ein  S  auf  gedrückt. 


291.  1323.  24.  Oktober.  Prozesseinwand  des  Klosters. 

Coram  vobis  honorabili  domino  . .  officiali  curie  Constfanciensis]. 
In  causa  mota  .  .  .l)  ex  parte  abbatisse  et  conventus  predictorum  ante 
conclusionem  cause  excipiendo  proponitur,  quod  frater  Burchardus 
5  conversus  monasterii  antedicti  de  quo  Arnolfdus]  minister  de  Stut- 
garten  testis  inductus  per  procuratores  hospitalis  et  testes  cum  eo 
concordantes  dicunt  composuisse  et  in  arbitros  seu  amicabiles  com- 
positores  compromisisse  super  equo  dicto  hospitali  accommodato  per 
abbatissam  et  conventum,  non  habuit  mandatum  ab  abbatissa  et 
0  conventu  compromittendi  et  ideo  deposicio  testium  ipsis  preiudicare 
non  debet  nee  dictum  compromissum  etiam  si  factum  fuisset. 

Porrecta  est  hec  exceptio  feria  secunda  ante  festum  beatorum 
Symonis  et  Jude  apostolorum  ind.  VII. 

Diehl,  E  UB.  I,  522  e. 

5  J)  Wie  oben  Nr.  289. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


9 


130 


1323. 


292.  1323.  25.  Oktober.  Konstanz. 

Neue  Terminansetzung  auf  den  21.  November ,  ad  audiendum 
nostram  sententiam  diffinitivam  atque  ad  procedendum  iustitia 
mediante. 

Datum  Const[ancie]  VIII.  kal.  novembris  ind.  VII. 

Diehl,  EUB.  I,  522 f. 

Ein  S  aufgedrückt. 

293.  1323.  Rodel  mit  den  Aussagen  von  24  Zeugen  im 
Prozess  des  Klosters  mit  dem  Spital  in  Esslingen 

wegen  eines  Hofs  in  Vaihingen  und  eines  Pferdes. 

Hainricus  dictus  Claus  inductu s  pro  testimonio  de  parte  pro- 
curatorum  hospitalis  pauperum  ||  in  Ezzelingen  iuratus  rfequisitus] 
ad  decem  articulos  primos  inmediate  sequentes  ||  exhibitos  a  pro- 
curatoribus  hospitalis  respondit  yeros  esse  et  sibi  bene  illos  constare.  || 

Ad  XI  articulum  dubitat. 

Ad  XII,  XIII,  XIIII,  XV,  XVI,  XVII  respondit  omnes  esse 
veros  et  sibi  bene  constare. 

Item  ad  XVIII,  XIX,  XX,  XXI  respondit  esse  veros  omnes 
et  sibi  de  hiis  constare,  hoc  adiecto  quod  communitas  tocius  ville 
vendiderit  communi  consensu  tribus  exceptis  Cünrado  dicto  Griebe 
et  duobus  aliis  defunctis. 

Item  Johannes  de  Vogingen  senior  testis  iuratus  requisitus 
respondit  ad  omnes  articulos  predictos  exhibitos  ex  parte  hospitalis 
et  dixit  eos  omnes  esse  veros  et  sibi  bene  constare. 

Item  Rüdolfus  Zürn  testis  iuratus  requisitus  ad  articulos  ad- 
voeaciam  curie  de  qua  est  questio  tangentes  respondit  quod  sic  au- 
diverit;  de  aliis  dubitat. 

Item  Wernherus  de  Bernliusen  testis  iuratus  requisitus  ad 
omnes  articulos  prescriptos  respondit,  quod  sic  audiverit  et  suum 
testimonium  perhibuit  de  audito. 

Item  Hainrficus]  scultetus  de  Vogingen  iuratus  requisitus  ad 
omnes  articulos  respondit,  quod  sic  audiverit  ab  antiquioribus  suis 
et  specialiter  de  venditione  nemoris  dicti  garten ö  dicit  quod  inter- 
fuerit. 

Item  de  equo  dicit,  quod  sic  audiverit  et  de  composicione. 

Item  Cünradus  Griebe  testis  iuratus  requisitus  dixit  quod  au¬ 
diverit,  quod  curia  de  qua  est  questio  subiecta  esse  debeat  iure 
advocaticio  hospitali  in  Ezzelingen;  de  obligacione  et  redemptione 


1828. 


131 


advocacie  curie  ei  non  constat  nec  de  aliis  articulis  excepta  silva 
gartenö  de  qua  dicit  quod  primam  vendicionem  reclamaverit,  set 
postea  consensit. 

Item  Alberhtus  Stehelli  testis  iuratus  requisitus  ad  omnes  arti- 
5  culos  premissos  dicit  esse  veros  et  se  interfuisse  et  specialiter  de 
vendicione  nemoris  dicti  gartenö  dicit  sic  esse  et  procuratorem  abba- 
tisse  conversum  quendam  interfuisse  vendicioni  et  consensisse  nomine 
abbatisse. 

Item  de  equo  concesso  fatetur,  sed  dicit  quod  per  negligenciam 
.0  servi  ducentis  equum  ammissus  fuerit. 

Item  Walterus  Gloder  testis  iuratus  requisitus  ad  prim  um,  se- 
cundum,  III,  IIII,  V,  VI,  VII,  VIII,  IX,  X,  XII,  XIII  respondit, 
quod  audiverit  a  patre  suo  illos  esse  veros  et  quod  pater  suus  in- 
terfuerit  sicut  ei  dixit  omnibus  illis. 

.5  Ad  XI  articulum,  XIIII,  XV,  XVI,  XVII  dicit  quod  ei  non 
constet  de  illis. 

Item  XVIII,  XIX,  XX,  XXI  dicit  esse  veros. 

Item  de  aliis  articulis;  de  equo  ei  non  constat. 

Item  Walterus  tilius  Johannis  testis  iuratus  requisitus  ad  omnes 
JO  articulos  usque  ad  XXI  articulum  inclusive  credit  esse  veros  et  sic 
audivit  excepto  XI  articulo  de  quo  nichil  ei  constat. 

Item  Cünradus  Scherer  testis  iuratus  requisitus  ad  I,  II,  III, 
IIII,  V,  VI,  VII,  VIII,  VIIII,  X,  XII,  XIII,  XVIII,  XIX,  XXI  arti¬ 
culos  credit  eos  esse  veros  et  dicit  quod  sic  audiverit. 

J5  Ad  XI,  XIIII,  XV,  XVI,  XVII,  XXII,  XXIII,  XXIIII,  XXV, 
XXVI  articulos  dicit  quod  nichil  ei  constat. 

Item  Hainricus  dictus  Guder  testis  iuratus  requisitus  ad  I  arti¬ 
culum,  II,  III,  IIII,  V,  VI,  VII,  VIII,  IX,  X  et  breviter  ad  omnes 
alios  exceptis  articulis  nemoris  dicti  gartenö,  quos  fatetur  omnes 
30  esse  veros  respondit  quod  ex  relacione  procuratorum  hospitalis  sic 
audiverit;  alias  ei  non  constat. 

Item  Waltherus  dictus  Helleschlüssel  testis  iuratus  requisitus 
ad  primos  articulos  usque  ad  XI  articulum  inclusive  seit  esse  veros, 
de  aliis  omnibus  subsequentibus  articulis  dicit  quod  ex  relato  au- 
35  diverit  et  credit  eos  esse  veros. 

Item  Berhtoldus  dictus  Cöler  testis  iuratus  requisitus  respondit 
ad  primos  articulos  usque  ad  X  inclusive  seit  esse  veros;  de  aliis 
omnibus  nichi[l]  ei  constat. 

Item  Alberhtus  Gneer  testis  iuratus  requisitus  dicit,  quod  nichil 
40  ei  constat  nisi  de  audito  quod  sic  audiverit  et  credit  eos  esse  veros. 


132 


1323. 


Item  Hermannus  filius  Nycolai  testis  iuratus  requisitus  ad 
omnes  articulos  excepto  XI  et  illis  articulis  qui  tangunt  equum 
concessum  respondit,  quod  sic  audiverit  esse  et  credit  eos  veros. 

Item  Fritzo  Zwirler  testis  iuratus  requisitus  dicit,  quod  au¬ 
diverit  ab  incolis  ville  quod  primi  articuli  usque  ad  XI  veri  essent ; 
de  XI  articulo  nichil  seit;  de  aliis  subsequentibus  exceptis  articulis 
equum  concessum  tangentibus  pro  eerto  nichil  seit,  sed  quantum 
ex  relato  audit  credit  esse  veros. 

Item  Johannes  iunior  testis  iuratus  requisitus  dicit,  quod  au¬ 
diverit  ab  illo  qui  interfuerit,  quod  omnes  articuli  sicut  prescripti  1 
sunt  veri  sint  et  credit  eos  esse  veros  exceptis  articulis  de  equo 
cuius  concessionem  fatetur,  set  de  composicione  nescit. 

Item  frater  Johannes  de  Bebenhusen  conversus  iuratus  requi¬ 
situs  ad  articulos  curiam  in  Yogingen  tangentes  que  dicitur  curia 
dominarum  Vallis  Sancte  Crucis  respondit,  quod  eadem  curia  per-  l 
tinet  abbatisse  et  conventui,  set  ius  advocaticium  eiusdem  curie 
pertinuit  hospitali  pauperum  in  Esselingen  et  obligatum  fuit  abba¬ 
tisse  et  conventui  pro  XXX  libris  Hallensium,  hoc  pacto  quod  ipsum 
ius  advocacie  liceret  reemere  hospitali  pro  tanta  pecunia. 

Item  ad  articulos  tangentes  possessionem  dictam  blinde  re-  2 
spondit  quod  constat  ei,  quod  hospitale  eandem  possessionem  sine 
omni  censu  et  sine  omni  recompensacione  aliorum  bonorum  tarn 
diu  [ha]berea)  debeat,  quo  usque  advocacia  curie  reempta  fuerit  et 
restituta,  qua  facta  redire  debet  dicta  possessio  ad  abbatissam  et 
conventum.  2 

Frater  Cunradus  confrater  hospitalis  in  Esselingen  inductus 
pro  teste  iuratus  requisitus  respondit  ad  omnes  articulos  tangentes 
curiam  que  dicitur  curia  dominarum  Vallis  Sancte  Crucis  simili 
modo  per  omnia  sicut  frater  Johannes  de  Bebenhusen. 

Item  ad  articulos  tangentes  possessionem  dictam  b finde  eodern  3 
modo  et  per  omnia  respondit  sicut  frater  Johannes  de  Bebenhusen. 

Item  ad  articulos  que  tangunt  nemus  quod  dicitur  gartenö 
dicit  quod  veri  sint. 

Item  ad  articulos  de  equo  dicit  quod  veri  sint. 

Item  frater  Sibotus  confrater  hospitalis  in  Esselingen  ad  omnes  3 
articulos  prescriptos  iuratus  requisitus  per  omnia  respondit  sicut 
frater  Cunradus  inmediate  precedens. 

Item  ad  articulos  de  equo  Arnoldus  minister  de  Stütgarten  iura¬ 
tus  requisitus  respondit,  quod  frater  Burcardus  conversus  monasterii 
Vallis  Sancte  Crucis  nomine  abbatisse  et  conventus  ibidem  ex  una  4 


1323. 


133 


parte  et  procuratores  hospitajis  pauperum  in  Esselingen  ex  altera 
parte  in  eum  et  in  dictum  Kaiser,  Ülricum  dictum  Waisen  et  Berli- 
toldum  dictum  Blanken  cives  in  Stutgarten  concordayerint  tarn  quam 
in  amicabiles  coinpositores  seu  arbitratores  super  equo  de  quo  est 
questio  et  super  quibusdam  censibus  neglectis  ab  .  .  abbatissa  et 
conventu  Vallis  Sancte  Crucis  solvendis  hospitali  in  Esselingen, 
quod  hincinde  esset  et  esse  deberet  recompensacio  tarn  equi  quam 
censuum  neglectorum  et  quod  unam  urnam  vini  tempore  yindemie 
proxime  post  istam  composicionem  abbatissa  et  conventus  Yallis 
Sancte  Crucis  solvere  deberent  hospitali  in  Esselingen  et  quod  bona 
de  quibus  census  dabantur  postea  suo  iure  gandere  deberent. 

Item  dicit  quod  domina  abbatissa  non  reclamavit  dictam 
composicionem. 

Item  quod  frater  Burcardus  qui  dixit  se  procuratorem  dicte 
abbatisse  ratam  eam  habuit. 

Item  quod  gessit  se  pro  procuratore. 

Item  quod  nulla/pena  fuerit  apposita,  set  sine  dolo  composicio 
intervenerit.  / 

Item  dictus  Kaiser  iuratus  requisitus  per  omnia  concordat  cum 
predicto  ministro. 

Item  Ulricus  Waise  iuratus  requisitus  per  omnia  concordat 
cum  predicto  ministro. 

Item  Berhtoldus  Blanke  per  omnia  concordat  cum  eodem. 

Diehl,  EUB.  I,  522  a  Anm. 

Es  ist  ein  beiderseitig  beschriebener  Rodel.  Er  ivar  zusammengelegt  jeden¬ 
falls  mit  einem  Siegel  versehen;  die  Einschnitte  im  Pergament  sind  noch  zu, 
sehen:  vielleicht  wurde  er  mit  den  Pergamentstreifen  umwunden  oder  verschnürt 
verschickt.  —  Die  mehrfache  Erwähnung  des  auch  in  Nr.  291  genannten  Pferdes 
zeigt,  dass  der  Rodel  zu  derselben  Prozesssache  gehört,  wie  die  vorangehenden 
Stücke.  Der  Zusammenhang  mit  Nr.  294  ist  offenbar. 

a)  Verschrieben  debere. 


294.  1323.  22.  November.  Konstanz.  Austragung  des 

Streites  zwischen  Heiligkreuztal  und  dem  Spital  in 
Esslingen  wegen  der  Güter  in  Vaihingen  a.  d.  Fildern. 

/.  n.  d.  a.  Officialis  curie  Constantiensis  omnibus  presentium 
inwectoribus  subscriptorum  notitiam  cum  saJute.  In  causa  mota 
inter  Cünr.  de  Wil  scolarem  magistri  Hainrici  dicti  Phefferhart  pro¬ 
curatorem  .  .  .  abbatisse  jj  et  .  .  conventus  monasterii  Vallis  Sancte 


134 


1823. 


Crucis  ex  una,  .  .  Hainricum  et  Sigbotum  procuratores  hospitalis 
pauperum  in  Esselingen  ex  parte  altera  Cunr.  de  Wil  nomine  pro- 
curatorio  abbatisse  et  .  .  conventus  coram  nobis  proponente  et  petente 
contra  Hainr.  et  Sigbotum  procuratores  quod,  licet  possessio  vulgo 
dicta  du  bünde  sita  in  Vögingen  prope  domum  .  .  dicti  Walbrunnen 
in  qua  habuit  residentiam  .  .  dictus  Zehender,  —  que  quidem  possessio 
pertinet  ad  curiam  dictam  curia  dominarum  deValle  Sancte  Crucis  sitam 
in  villa  Vögingen  pertinentem  .  .  abbatisse  et  .  .  conventui  —  locata 
fuerit  .  .  procuratoribus  sub  eo  pacto  et  condicione,  quod  procura¬ 
tores  . .  abbatisse  et .  .  conventui  equivalentes  possessiones  alibi  darent, 
cum  possessio  dicta  du  bünde  quindecim  solidos  denariorum 
Hallensium  singulis  annis  solvere  poterat  et  pro  tanto  locari  consue- 
verat  ut  in  eodem  loco  domum  edificarent,  dicti  tarnen  procuratores 
eundem  censum  viginti  octo  annis  solvere  neglexerunt  nec  equi¬ 
valentes  possessiones  in  recompensam  dederunt,  licet  eadem  pos- 
sessione  dicta  du  bünde  uterentur.  Item  dicto  Cünr.  proponente 
contra  procuratores,  quod  procurator  abbatisse  et  conventus  concessit 
procuratoribus  unum  equum  rubei  coloris  valentem  decem  libras 
Hallensium  ut  ligna  ducerent  in  Grüningen.  Quem  quidem  equum 
expleto  usu  non  restituerunt.  Item  dicto  Cünr.  proponente  contra 
eosdem  procuratores,  quod  licet  nemus  dictum  gartnöwe  ad  com- 
munem  spectet  utilitatem  tocius  ville  in  Vögingen  et  curie  abbatisse 
et  conventus  ibidem  site,  iidem  tarnen  procuratores  nemus  sibi  ap- 
propriare  conantur  ipsosque  abbatissam  et  conventum  nec  ipsorum 
curiam  aliquam  utilitatem  habere  permittunt  de  dicto  nemore  in 
ipsorum  preiudicium  non  modicum  et  gravamen.  Quare  petente 
Cunrado  procuratore  nomine  procuratorio  abbatisse  et  conventus, 
quatinus  declararemus  procuratores  fore  obligatos  ad  satisfaciendum 
ipsis  de  censu  neglecto  iam  viginti  octo  annis  videlicet  viginti  una 
libra  denariorum  Hallensium  et  si  velint  possessionem  dü  bünde 
amplius  tenere,  quod  equivalentes  possessiones  dent . .  abbatisse  et .  . 
conventui  vel  censum  solvant  quem  ab  aliis  de  eadem  possessione 
possent  habere  .  .  necnon  quod  satisfaciant  .  .  abbatisse  et  .  .  con¬ 
ventui  de  decem  libris  denariorum  Hallensium  racione  equi  et  quod 
libere  et  quiete  uti  permittant  .  .  abbatissam  et  conventum  dicto 
nemore  gartnöwe  nec  non  quod  satisfaciant  de  impedimentis  et 
negligenciis  factis  in  dicto  nemore,  quantum  estimant  ad  summam 
viginti  librarum  denariorum  Hallensium,  quodque  ad  hoc  faciendum 
procuratores  compellaremus  nostra  sentencia  diffinit[iv]a  mediante 
ecclesiasticam  per  censuram.  Lite  itaque  per  reos  tune  contestata 


1323. 


135 


prestitoque  calumpnie  et  veritatis  dicende  sacramento  a  partibus, 
receptis  etiam  testibus  iuratis  quos  .  .  procurator  .  .  abbatisse  et 
conventus  nomine  procnratorio  super  suis  intencionibus  fundandis 
producere  voluit  et  produxit  nee  non  testibus  quos  ipsi  rei  pro- 
5  ducere  voluerunt  et  produxerunt  super  excepcione  per  eos  proposita 
videlicet  quod  amicabilis  composicio  intervenerit  super  petitis  in 
libello ,  quibus  publicatis  et  cum  diligencia  visis  et  perspectis 
conclusoque  in  negocio,  assignato  quoque  termino  ipsis  partibus 
videlicet  feria  secunda  post  festum  beati  Othmari  proxima  hora 
.0  prime  ad  audiendum  nostram  sentenciam  diffinitivam  eodemque  ter¬ 
mino  continuato  usque  in  crastinum  causa  uberioris  consilii  habendi 
partibus  nostram  sentenciam  cum  instancia  postulantibus,  quia  in- 
venimus  ex  hiis  que  coram  nobis  acta  sunt  intencionem  procuratoris 
abbatisse  et  conventus  plene  fore  fundatam  nec  excepcionem  reorum 
.5  fore  probatam,  maxime  ex  eo  quod  procuratores  hospitalis  testes 
induxerunt  coram  preposito  in  Stütgarten  et  decano  in  Yögingen 
examinatoribus  a  nobis  deputatis  super  quibusdam  articulis  eisdem 
examinatoribus  ad  examinandum  non  commissis,  quorum  testium 
dicta  tarn  quam  coram  non  suo  iudice  recepta  et  super  articulis  coram 
10  nobis  in  ius  non  deductis  habuimus  pro  non  examinatis  et  testes 
ipsos  pro  non  productis,  liabitö  super  premissis  peritoruni  consilio 
iurisque  ordine  in  omnibus  observato  Hainr.  et  Sigbotum  procura¬ 
tores  hospitalis  et  ipsum  hospitale  quoad  petita  in  ipso  libello  hiis 
in  scriptis  sentencialiter  condempnamus ,  reservantes  ipsis  actoribus 
55  expensas  litis  taxacione  earundem  per  nos  legittime  premissa. 

Datum  Const[antie]  anno  domini  millesimo  CCC  vicesimo  tercio 
feria  tercia  post  festum  beati  Othmari  abbatis  ind.  septima. 

Diehl,  EUB .  I,  522 . 

NB  von  späterer  Hand:  Super  lite  inter  nos  et  pauperes  de  Esslingen. 

50  Ein  rundes  S.  Im  Felde  ist  das  Brustbild  eines  Prälaten  en  face ,  in 

der  Linken  den  Hirtenstab ,  die  Beeilte  segnend  erhoben:  zu  beiden  Seiten  des 
Kopfs  eine  Rose.  Rechts  im  Eelde  ist  ein  R,  links  ein  V.  —  U:  f  S.’  OFFI- 
CIALIS  •  CVRIE  •  CONSTANCIEN. 

295.  1323.  5.  Oktober.  Werner  der  Holtz wart  verkauft 

55  einen  Acker  zu  Altheim  an  Heiligkreuztal  um  4  U  7  s. 

Ko  ns  tanz  er  Pfennige. 

1.  g.  n.  a.  Ich  Wernher  der  Holtzwart,  Wernher  und  Adelhait 
minü  kint  vergehen  .  .,  das  wir  den  ersamen  frowon  des  closters 
ze  Haligencrüstal  haben  geben  ze  cofend  unsern  akker,  des  ain 


136 


1823—1324. 


wenich  mer  ist  denne  ain  juliart,  um  syben  Schillinge  und  vier  pliunt 
Costentzer  phening.  ( Quittung.)  Und  ist  der  selb  akker  gelegen 
in  Althaimer  banne  in  dem  esche  gein  Phlumern  bi  Sigebotes 
Toschans  akker  und  bi  der  widern  akker.  ( Auflassung.)  Ich  fro 
Mekthilt  zu  den  ziten  aptissenne  ze  Haligen  Crüstal  vergihe  oucb  an 
disem  brief,  das  der  selb  akker  sol  dienen  die  frowen  über  ir  tische. 
Und  welle  frowe  von  dem  convent  under  kelnerin  und  clmhimaistrin 
ist,  diu  sol  das  selb  gelt  das  von  akker  chomen  mach  innemen  und 
sol  es  den  frowen  gein.  Und  sol  weder  ich  noch  dehainü  diu  nah 
mir  aptissenne  wirt  da  mit  nit  ze  schaffend  han.  Und  hench  dar  l 
um  unser  covent  insigel  an  den  brief.  So  vergihe  ich  Wernher  und 
minü  kint  under  der  stet  insigel  ze  Rüdelingen  won  wir  dehainü  haben. 

Der  brief  ist  geben  do  ergangen  was  von  gotz  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  drü  und  zwainzich  jar  an  der  nahsten  rnitwochen 
nah  sant  Michels  tag.  Des  sint  gezüg:  her  Herman  von  Horn-  l 

stain  kilhere  ze  Sekirch,  Chünrat  von  Andelfingen,  Hainrich  von 
Enselingen  ze  den  ziten  amman,  Reintz  Wirsinch,  Wernher  Rapolt 
und  Hainrich  der  Holtzwart. 

Zwei  S :  das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal ,  ein  RundS  der  Stadt 
Riedlingen.  21 

296 .  1323.  29.  Oktober.  Yeringen. 

Rudolf  von  Eglingen  tut  hunt,  dass  weder  er  noch  seine  Kinder 
und  Erben  an  irgend  ein  Gut  der  Frauen  von  Heiligkreuztal  einen 
• Anspruch  haben.  Siegel  des  Ausstellers.  Dis  dinges  sint  gezüge : 

phaffe  Hainr.  der  degan  von  Yeringen,  phaffe  Hainr.  der  kilchere  2 
von  Titstetten,  Abeli  der  schulthais  von  Yeringen,  Haintz  sin  sun, 
Cünr.  der  phister,  Mantz  sin  bräder  und  Claus  des  schulthaissen  sun. 

Dirre  brief  wart  gegeben  ze  Yeringen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  driuzehenhundert  jar  und  driu  und  zwainzich  jar  vor  aller 
hailigen  tag  an  dem  sammestag.  31 

ND :  Ain  verricht  brief  gen  Eudolf  von  Eglingen. 

Ein  S  aus  braunem  Wachs.  Das  Bild  zeigt  eine  parallelogrammartig 
gebaute  Egge  mit  vier  Querbalken ;  drei  davon  zeigen  je  zwei  Zähne.  U:  f  S.’ 
EVDOLFI  •  DE  •  EGLIGEN. 

297.  1324.  Heiligkreuztal  kauft  einen  Acker  und  eine  31 
Wiese  im  Altheim  er  Bann  von  Heinrich  Andel  fing  um 

5 1/2  &  2  s.  Ko  ns  tanz  er  Pfennige. 

Ich  Hainrich  gnant  Andelfinch  ain  burger  ze  Rüdelingen  und 
ich  Berte  sin  elichü  wirtenne  veregehen  .  .  .,  das  wir  haben  geben  ze 


1324. 


137 


eofen  den  frowen  des  closters  ze  Hailigen  Criistal  ||  um  sehshalp 
phunt  und  zwein  Schillingen  Costentzer  pheningen  ( Quittung )  unsern 
akker  des  ain  juhart  ist,  und  ist  gelegen  in  Althaimer  esche  gein 
Haligen  Crustal  bi  Herman  des  Wolfes  akker  und  gat  über  den 
5  wech,  und  unser  wis  der  ains  mans  mat  ist  und  ist  genant  diu 
mulwis  und  ist  gelegen  in  der  beltzach  (Auflassung).  Siegler:  der 
am  man  und  die  burger  ze  Rüdelingen  henchen  ir  stet  insigel  an 
den  brief.  Ich  swester  Mehilt  von  Schafhusen  ze  den  ziten  aptissenn 
vergehen  ouch  an  dem  brief,  was  nutz  chomen  mach  von  dem  akker 
10  und  von  der  wis,  das  sol  ain  kelnerin  gein  dem  convent  gemain- 
lich  über  tisch  und  han  weder  ich  noch  dehain  aptissenn  du  nah 
mir  chomet  da  mit  nit  ze  schaffend  und  hench  dar  um  unser  insigel 
an  den  brief. 

Datum  anno  domini  MCCCXXII1I. 

15  Zwei  S  aus  braunem  Wachs ,  das  der  Stadt  Riedlingen  und  das  der  Ab¬ 

tissin  von  Heiligkreuztal. 

298.  1324.  27.  April.  Konstanz.  Auftrag  des  Offizials 

zur  Mahnung  des  Spitals  in  Esslingen  auf  Bezahlung 
der  Prozesskosten. 

20  Offic[ialis]  curie  Constanciensis  decano  in  Esselingen  salutem 
in  domino.  Cum  in  causa  mota  inter  abbatissam  et  conventum 
monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una,  Hainricum  et  Sigbotum 
procuratores  hospitalis  pauperum  in  Esselingen  et  ipsum  hospitale 
ex  parte  altera,  Hainricus  dictus  Phefferhfart]  procurator  eorundem 
25  procuratorio  nomine  ipsorum  contra  execucionem  sentencie  nostre 
diffinitive  late  pro  abbatissa  et  conventu  et  contra  Hainricum  et 
Sigbotum  procuratores  et  ipsum  hospitale  excipiendo  proposuerit, 
quod  dicta  sentencia  execucioni  mandari  non  deberet  ex  eo  quia 
lata  esset  per  errorem  et  ideo  eam  esse  per  nos  merito  retractandam 
30  nosque  Hainr[ico]a)  et  Sigbotoa)  admissis  ad  probandum  excepcionem 
dictique  procuratorfes]  eandem  excepcionem  minime  probaverint  et 
ideo  a  nobis  in  expensis  quas  abbatissa  et  conventus  occasione 
excepcionis  fecerunt,  fuerant  legitime  condempnati,  sicut  hec  et  alia 
in  nostra  interlocutoria  super  hoc  edita  plenius  continentur,  eosdem- 
35  que  procuratores  condempnaverimus  ad  quatuor  libras  den.  Con- 
stfanciensiuin]  racione  expensarum  factarum  occasione  excepcionis 
predicte  coram  nobis  legitime  obtentas,  tibi  firmiter  precipiendo 
mandamus  quatinus  Hainricum  et  Sigbotum  procuratores  moneas  et 
diligenter  inducas,  ut  abbatisse  et  conventui  de  prescriptis  quatuor 


138 


1324. 


libris  satisfaciant  usque  ad  octavam  pentekostes  proxime  venturam 
cum  eff[ec]tu;  alias  si  procuratores  et  hospitale  negligentes  fuerint 
aut  remissi  in  solucione  quatuor  librarum  den.  Const[anciensium], 
procuratores  et  alios  officia  et  amministraciones  habentes  in  hospitali 
quospropter  pro  re  iudicata  presentibus  excommunicamus,  excommuni- 
catos  ex  tune  publice  nuncietis  in  cancellfis]. 

Datum  Constancie  anno  domini  MCCCXXIIII  quinto  kalen. 
maii  indicione  septima. 

Diehl,  EUB.  7,  522  g. 

Das  S  war  aufgedrückt. 

299.  1324.  30.  April. 

Heiligkreuztal  gibt  den  Grafen  Wolfrad,  und  Heinrich  von 
Veringen  Brüdern  für  alle  Ansprüche  an  die  von  Egeli  selig  dem 
Kloster  hinterlassenen  Güter  16  U  Konstanzer.  Siegler:  die  Aussteller . 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  drüzeben 
hundert  jar  im  wier  und  zwainzegosten  jar  an  der  hailigen  zwölf 
buten  aibende  Philippi  et  Jacobi. 

Von  zwei  S  der  Veringer  ist  vom  zweiten  nur  noch  ein  Teil  vorhanden. 
Die  Pressei  ist  aus  beschriebenem  Pergament  geschnitten. 

300.  1324.  24.  Juni.  Konstanz. 

Der  Offizial  von  Konstanz  befiehlt  unter  Androhung  der  Sus¬ 
pension  den  Dekanen  in  Esslingen  und  Vaihingen  a.  d.  Fildern ,  da 
die  Verwalter  des  Esslinger  Spitals  Heinrich  und  Sigbot  und  noch 
andere  mit  dem  Spital  in  Verbindung  stehende  sich  aus  der  über  sie 
verhängten  Exkommunikation  nichts  machen,  die  ausgesprochenen 
Sentenzen  unter  Glockengeläute  und  bei  brennenden  Kerzen  jeden 
Sonn-  und  Feiertag  während  des  feierlichen  Amtes  zu  verkünden  und 
sie  von  allen  Untergebenen  beobachten  zu  lassen. 

Datum  Constancie  VIII.  kal.  iulii  indicione  VII. 

Redd[ite]  litteras  sigillis  vestris  signatas  in  signum  executi 
mandati. 

Zwei  S  aus  grünlichem  Wachs.  Beide  sind  grossenteils  verloren.  Das 
zweite  war  das  des  Dekans  von  Vaihingen;  YOGIN GEN  noch  zu  lesen  von  der  U. 

301.  1324.  8.  Juli.  Konrad  Manop  verkauft  an  Heilig¬ 
kreuztal  einen  Garten  zu  Altheim  um  6  U  H  aller  Pfennige. 

Ich  Chunrat  Mannoppe,  fro  Anna  min  elichü  wirtenne  und 
Chünrat  min  sun  vergehen  .  .,  das  wir  haben  geben  ze  cofend  den 


5 

io 

15 

20 

25 

30 

35 


1324. 


139 


frowen  des  closters  ze  Hallingen  Criistal  unsern  garten  ze  Althain 
um  selis  phunt  Haller  phenninge.  Und  ist  der  selb  garte  gelegen  bi 
Dielen  Khnollen  garten  und  Bertholz  Schinebaines  garten.  ( Auf¬ 
lassung.)  War  ouch  das  den  garten  ieman  anspracli  oder  geirret 
5  wrden,  den  sun  wir  versprechen  nah  der  stet  reht  ze  Rüdelingen. 
Es  ist  mer  gedinget,  das  wir  den  selben  garten  sun  han  zehen  jar 
diu  nu  nahste  nah  ander  choment  und  sun  jargelich  da  von  gein  siben 
Schillinge  Costentzer  phenninge  allewe  an  sant  Michels  tag  den 
selben  frowen  ze  Halligencrustal  und  soln  ouch  furbaz  do  mit  nit 
10  ze  schaffend  han.  Es  [ist]  ouch  gedinget,  wolten  wir  den  garten 
uf  gein,  so  sun  wir  gein  zwein  Schillinge  Costentzer  ze  wegelösi. 
Wir  haben  den  selben  frowen  geben  den  garten  vür  ain  rehtes  und 
friges  aigen.  Sieglev:  die  Stadt  Riedlingen. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gotz  gebart  drüzehen- 
15  hundert  jar  im  vier  und  zwainzigestom  jar  an  sant  Kilians  tag. 

Ein  S  der  Stadt  Biedlingen,  aus  braunem  Wachs. 


302.  1324.  14.  Juli.  Um  die  an  Heiligkreuztal  gegebene 
Fischenz  des  Ulrich  von  Bartelstein. 

I.  g.  n.  a.  Wir  du  aebtissin  und  der  .  .  convent  gemaenlich  des 
20  closters  ze  Hailigencriiztal  verjehint,  daz  wir  di  vischenz,  du  gelegen  ist 
an  der  Tünowe  under  dem  Hessenberch  d h  uns  hat  geben  herre  Ulrich 
von  Barthelstaen  ain  ritter  nach  sinem  tot  und  nach  siner  wirtinne 
tot  vro  Annun  herre  Eggehartz  von  Risch  ach  toliter,  weder  versetzen 
noch  verkoken  sulint  noch  mit  dehaenr  slaht  sache  vervaerwen  noch 
25  unserm  closter  empfhrömden,  wan  daz  si  ewiclich  sol  dienen  der 
samenunge  gemaenlich  über  ir  tisch.  Und  wenne  wir  si  dem  closter 
empfhurtint  oder  dehaen  unser  nahkomen  di  selbun  vischentz  ver- 
varwtint,  so  sol  si  von  uns  ledicli  sin  des  vor  genemten  herre  Ülrichs 
rehten  erben  gar  und  gaenzlick.  Siegler:  wir  der  abt  und  der  convent 
30  des  closters  ze  Salmanswiller  durh  bette  der  aebtissinun  und  des 
conventz  ze  Hailigencriiztal  und  du  aebtissin  und  der  convent  ze 
Hailigencriiztal. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gotz  gebürt  druzehin- 
hundert  jar  und  in  dem  vier  und  zwaenzgosten  jar  an  sant  Marga- 
35  retun  abend  ze  Maengen,  indic.  septima. 

Zwei  OvalS  aus  braunem  Wachs;  beide  teilweise  verloren.  In  der  U 
des  Heilig  kr  euztaler  S:  CKWCIS  geschrieben. 


140 


1324—1325. 


303 .  1324.  5.  September.  Abmachung  der  Grafen  Wolfrad 
und  Heinrich  von  Yeringen  mit  Heiligkrenztal  über 
eine  G  e  1  d  s  u  m  m  e. 

Wir  graf  Wolfrad  von  Yeringen  und  graf  Hainrich  unser 
bruoder  verjehin,  daz  wir  die  samnunge  und  die  frown  alle  ze  5 
Hailigcrustal  der  sehzenlien  phund  diu  in  Herman  Stöchli  von  Yering 
ume  an  pfervend  het  geben,  habin  ledich  lan  also  daz  wir  numer 
kain  an  sprach  dar  nach  sullin  gewinnen.  Wer  aber  daz  wir  hie 
nach  erfuerin,  daz  er  in  me  hette  geben  den  diu  sehzenhen  pfunt, 
daz  sulin  si  uns  alz  samant  wider  antwrten  aune  alle  wider  red.  to 
Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  do  man  zalt  von  gotez  gebürte  triuzen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  her  und  zwainzigosten  jar  an  der 
mithchun  vor  unser  frown  tag  alz  siu  geborn  wart. 

Zwei  VeringerS  aus  braunem  Wachs,  beide  beschädigt.  Das  eine  zeigt  eine  15 
stehende  nach  links  gewandte  schlanke  weibliche  Figur  und  eine  vor  ihr  knieende 
Figur  eines  Ritters,  der  über  die  linke  Achsel  den  Dreiecksschild  mit  dem  Veringer 
Wappen  hält,  einen  Helm  mit  Hirschgeweihen  als  Helmzier  über  dem  Haupt. 

U:  f  S.  COMITIS  •  WOLFRAMMI  •  DE  •  YER . 

304.  1825.  Schuldtbrief  Hertzog  Leupolden  zue  Österreich ,  20 

darinn  er  Conraden  und  Burckharten  von  Frejburg  umb  50  Marckh 
Silbers  verschriben  und  darumben  uss  ettlichen  Güetern  zue  Erttingen 
30  Malter  Korn  und  IIII  lib.  gellts  eingeraumbt.  Anno  1325. 

RL  Heiligkreuztal,  Fol.  110r ,  Nr.  33,  Titel:  Schuldtbrieff. 

305.  1325.  11.  Januar.  Austrag  der  Streitigkeiten  25 

zwischen  dem  Spital  in  Esslingen  und  Heiligkreuztal 
um  den  Hof  in  Yailiingen  a.  d.  Fildern. 

Wir  brüder  Heinrfich]  der  Birger,  maister  .  .  der  keiner  unde 
diu  samenunge  gemainlicli  brüder  unde  swester  der  armen  dürf¬ 
tigen  sant  Katherinen  dez  spitalz  ze  Esselingen  verjehen,  daz  wir  30 
mit  gunste  dez  rautez  gemainlicli  der  stat  ze  Esselingen  lieplich 
unde  gütliche  mit  schideluten,  daz  ist  brüder  Johannes  von  Yeringen 
der  keiner  ze  Bebenhusen,  Cünrfat]  der  Nallinger  burgermaister, 
Rüdolf  Hasenzagei  schulthaiss,  Johannes  der  Raemser  burger  ze 
Esselingen  unde  Bertolt  der  Blancke  burger  ze  Stüg[arten]  mit  der  35 
abbetissin  unde  dem  convente  dez  closterz  ze  dez  Hailigen  Crucez 
Tal  berihtet  sien  umbe  alle  die  stösse  kriege  unde  missehellunge 
die  wir  unde  sie  biz  uf  disen  hutigen  tag  mit  ain  ander  heten 
also  mit  solchem  gedingede,  daz  der  hofe  der  ze  Yogingen  gelegen 


1325. 


141 


ist  genant  der  vrowan  hof  zu  des  Hailigen  Crücez  Tal  ledig  unde 
loz  unde  fri  sol  sin  allez  dez  geltez  unde  der  dienste  dez  der  hofe 
dem  spital  schuldig  waz  ze  tun  wan  daz  spital  dar  über  voget 
waz.  Der  liofe  sol  ouch  reht  unde  gewäre  lian  in  dem  walde  ge- 
5  nant  garten  owe  alz  vil  alz  dem  selben  hofe  gehurte,  obe  der  selbe 
walt  dez  dorfez  ze  Yogingen  gemainlich  waere  alz  er  etwenne  waz. 
Ez  sol  ouch  diu  bi  unde  diu  Herman  Clawez  sun  besessen  hat 
ledig  unde  loz  sin  den  vrowen.  Ez  suln  ouch  abe  sin  diu  siben 
ymin  wingeltez  diu  wir  jaergelichz  heten  usser  dornnehalden,  usser 
10  sunnenberg  unde  usser  alewang  unde  äne  fiunfe  aht  Schillinge 
Haller  geltez  die  wir  jaergelichz  heten  usser  Vincenkernin a)  hofe- 
stat  ze  Yogingen,  unde  usser  ir  wisen  der  ain  mannez  mat  ist 
unde  gelegen  ist  ze  Baecchenrieteb)  under  der  vrowan  akker  unde 
dricehen  Haller  jaergelichz  geltez,  die  uns  giengen  usser  ainer 
15  juchart  akkerz  diu  uf  Oesterveit  gelegen  ist  die  der  Qualtzer  den 
vrowen  gab  zu  ainem  selegeraete.  ( Einverständnis  von  Heilig- 

hreuztal ).  Siegel:  der  stet  insigel  ze  Esselingen  unde  unserz  con- 
ventez  insigel  dez  vrowen  closterz  ze  des  Hailigen  Crucez  Tal. 

Der  selbe  brief  wart  geben  an  dem  naehsten  fritage  nach  dem 
20  oberostem  tage,  do  man  zalt  von  Christez  gebürte  driucehen  hundert 
jare  unde  in  dem  fiunfe  unde  zwainzegestem  jare. 

ND:  Ain  verricht  brief  gen  dem  spital  ze  Esslingen. 

Reg. :  E  UB.  I,  536. 

Zwei  S  aus  hellbraunem  und  dunkelbraunem  Wachs;  das  eine  das 
25  Dreiecks S  der  Stadt  Esslingen ,  ein  rechtsblickender  Adler  ( cfr .  Diehl,  EUB. 
I,  XXXI),  das  andere  das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal ;  die  Uhat  CE W CIS. 

a)  Oder  Yint ...  —  b>  Oder  Baet .  .  . 

306.  1325.  3.  Mai.  Yermächtnis  des  Heinrich  Wetzel 

von  Andelfingen  an  Heiligkreuztal. 

30  Ich  Hainrich  Wetzel  von  Andelvingen  ze  den  ziten  keiner 
und  diener  dez  herren  grave  Eber,  von  Landowe  vergib ,  daz  ich 
hän  gegeben  willeklich  nach  minem  tot  und  ee  nit  zway  viertail 
el  geltes  diu  gant  us  Hainrfich]  seligen  Wetzeis  hofstat  von  Andel¬ 
fingen  mins  vaters,  der  aptissenun  und  dem  .  .  .  covent  gemanlich 
85  des  closters  ze  Häligecrützstal,  und  han  daz  getan  mit  allen  Worten  . .  . 
Und  dis  gfelt  sol  man  jarglich  geben  an  sant  Michelz  tag.  Und  sol  das 
selb  g§lt  in  nemen  ain  underkelnerin  und  sol  es  gein  den  vrowen 
und  dem  covent  gern  hin  lieh  über  den  tisch  und  sol  diu  aeptissenne 
da  mit  nit  ze  schaffende  hän  noch  die  selbun  underkelnerinun  irren 


142 


1326. 


an  dem  selben  gelt.  (Ausschluss  der  Erben),  Siegler:  min  herre 
grave  Eber,  von  Landowe,  won  ich  aigen  insigel  nit  enhän.  (Siegel¬ 
bekenntnis.) 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drü- 
zehen  hundert  jar  fünfiu  und  zwainzig  jar  an  des  balligen  crüz  tag  \ 
as  es  funden  wart. 

Das  Landauische  S. 

307 .  1326.  Stiftung  von  Adelhait  Hainrich  seligen  wür- 

tina  von  Beiitzkhoven,  darinn  sie  dem  Gottshauss  ettlich  jerlicli  gült 
vermacht.  Anno  1326.  K 

JRL  Heiligkreuztal,  Fol.  77 r,  Nr.  49,  Titel:  Stifftuug.  Vielleicht  =  Nr.  310. 


308.  1326.  Freybrieff  von  Graf  Berhtoldten  von  Sultz  umb 

II  Jauchart  Ackhers  im  Sonderholtz  zue  Hundersingen  Fraw  Anna 
Schweitzerne  von  Landaw  geben.  Anno  1326. 

FL  Heiligkreuztal,  Fol.  82 v,  Nr.  40,  Titel:  Lehenrevers  und  Freybrieff.  lc 


309.  1326.  23.  April.  II eiligkreuztal  kauft  3  Juchart 

Ackers  im  Andelfinger  Bann  um  972  Konstanzer  Pfennige. 

Ich  Hainz  Wezel  und  ich  Adelhait  sin  elichiu  frö  vergehin, 
daz  wier  habin  geben  ze  cofend  den  froun  dez  closters  ze  Hailig- 
crüstal  dri  juchart  achers  um  zehenthalp  phunt  Costenzer  phenning  20 
(Quittung).  Und  sint  al  dn  gelegen  in  Ande[l]finger  bann,  ain  in 
dem  esch  gün  obernholtz  und  anwandot  uf  dez  Mangers  wiz,  und 
ain  juchart  in  dem  esch  gen  Pflumerer  berg  und  stozet  Pflumerer 
weg  und  Groninger  dar  uf,  und  in  dem  esch  gün  Pflumern  zwai 
lender  in  der  stet  loch  und  ain  lant  bi  Marbachs  müli  ob  dem  weg  25 
gen  Groningen  ( Auflassung ).  Siegel:  unser  stet  insigel  ze  Rüde- 
lingen  da  wier  burger  siin. 

Der  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  driuzehen 
hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  sehs  und  zwainzgostem  jar  an 
sant  Gerigen  tag.  Dez  sint  geztig:  maister  Cünrat  von  Rüde-  3( 

lingen  dez(!)  schülmaister,  Cünrat  Andelvinch,  Hanz  Buckel,  Berhtolt 
Frumman  und  ün  erber  man  in  der  aht  genant  Pliaf,  Burkart  Grüez 
und  ander  .  .  die  hie  bi  waren  horten  und  sahen. 


Das  S  der  Stadt  Fiedlingen. 


1B26. 


143 


310.  1326.  15.  Mai.  Mengen.  Leibrente  für  Anna  von 

Beizkofen  und  ihre  Kinder. 

Ich  Adelhaet  Hainriclis  saeligen  wirtinne  von  Bützkoven  ver¬ 
gib ,  daz  ich  gib  Annun  Appen  saeligen  mins  suns  wirtinne  und  ir 
5  kinde  aht  Schillinge  und  ain  pfhunt  pfhenninge  Constencer  muns 
ab  Hainrichs  Soppen  gut  und  ain  viertael  aier  und  zewelf  Schillinge 
pfhenninge  Costencer  muns  ab  Hainrfichs]  des  Gisingers  gut  und 
zehen  Schillinge  pfhenninge  Costencer  muns  ab  der  wis  ze  dem 
staenach  under  Hirspil.  Und  alle  d!  wil  daz  kint  usserthalp  dem 
10  closter  ist,  so  sol  dü  Anne  von  den  güten  zewae  pfhunt  pfenninge 
alle  jar  habin.  Und  wenne  daz  kint  in  daz  closter  empf hangen  wirt, 
so  sol  von  dem  gelt  der  vor  genemtun  Annun  werden  allu  jar  d! 
wil  si  lebet  drissech  Schillinge  pfhenninge  Costencer  muns.  Und  ir 
kint  di  wil  es  lebet,  sol  oh  messen  allu  jar  ab  den  selben  güten 
15  ain  pfhunt  pfhenninge  Costencer  muns.  Waer  aber  daz  daz  kint 
ab  giengi  e  es  in  daz  closter  kaeme.  so  hat  dü  Anne  nit  ze  tünd 
mit  zehen  Schillingen  die  von  der  wise  koment.  Und  wenne  si 
baidü  in  daz  closter  koment,  weders  denne  ab  gat,  so  sol  daz  ander 
messen  daz  gelt  unz  an  sinen  tot.  Und  wenne  si  baidu  ensint,  so 
20  ist  dem  closter  ze  Hailigencrutztal  ledig  daz  gelt  gar  und  gaenzlich. 
So  vergih  ich  Hans  der  vor  genemtun  vro  Adelhaet  sun  alles  daz  hi 
vor  gescriben  stat,  sin  beschehen  mit  minem  willen  wissen  und  gunst. 
Siegler:  wir  der  amman  und  der  rat  ze  Maengen. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gotz  gebürt  druzehin- 
25  hundert  jar  und  in  dem  sehs  und  zwaenzgosten  jar  ze  mittem  maien 
ze  Maengen  in  der  stat. 

8  von  Mengen  weggerissen. 

311.  1326.  15.  Juni.  Schee r.  Graf  Wilhelm  von  Mont¬ 
fort  gibt  an  Heiligkreuztal  ein  Gut  zu  Altheim. 

30  Ich  grave  Wilnhalm  von  Montfort  vergib,  daz  ich  gib  durh 
bette  herre  Hermans  von  Hornenstaen  und  anderre  aerbar  lüt  di 
aigenschaft  des  gutes,  daz  der  vor  genemt  herre  Herrn  an  koft  umb 
den  alten  Graeter  von  Biberach,  des  in  eslich  dri  juchart  sint  und 
daz  gilt  ze  zins  aht  Schillinge  pfhenninge  Costencer  muns,  daz  ge- 
35  legen  ist  ze  Althaen,  daruf  gesessen  ist  Burchfart]  Hüllinch,  der 
aebtissinun  und  gemaenlich  der  samenunge  aller  ze  Hailigencrutztal 
von  mir  ewiclich  ze  niessend  und  ze  bissitzend  di  selbun  aigen¬ 
schaft  des  vor  genemten  gütz.  Siegler:  der  Aussteller. 


144 


1326. 


Dis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  druzekinhundert  jar  und  in  dem  sebs  und  zewaenzgosten  jar 
ze  mitten  brachot  ze  der  Scliaera,  indic.  nona. 

S  ist  abgerissen. 

312.  1326.  29.  September.  6 

Die  Grafen  Wolfrad  und  Heinrich  von  Veringen  gehen  Schwester 
Irmel,  die  hei  dem  Dekan  G.  selig  zu  Andelfingen  war,  an  Heilig¬ 
kreuztal  auf.  Des  ist  gezuge:  herre  Walther  der  lupnest  der 

ieze  ze  Winterlingen  singet,  Berhtolt  Grainau  von  Sindelwingen  und 
Hainze  von  Oshain  und  ander  die  der  bi  warne.  Siegler:  die  10 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  Gristes  gebürt  druzehen  hundert 
jar  in  dem  sehse  unde  zwainzgosten  jar  ze  sant  Michelsmis. 

Mn  kleines  BundS  (Durchmesser  23  mm)  der  Vermger  aus  braunem 
Wachs.  U:  +  S.H.’  COMITIS •  DE •  VERINGEN. 


313.  1326.  4.  Oktober. 

Die  Grafen  Wolfrad  und  Heinrich  von  Veringen  verkaufen 
Werner  von  Binzwangen  genannt  der  Nefe  an  Heiligkreuztal  um 
4'k  ß  Haller.  Des  ist  gezük:  herre  C.  der  lupriester  von 

Enselingen ,  herre  Deitrich  von  Andelwingen,  herre  C.  von  Bms-  * 
wangen,  brftder  Burcart  der  kofman,  brftder  Hainr[ich]  der  Wege, 
brftder  H.  Hitlink.  Siegler:  der  Aussteller. 

Dis  geschah  do  man  zalt  von  Criste»  gebürte  drftzehen  hunter 
jar  in  dem  sehse  und  zwainzeosten  jar  an  sant  Francisscus  tage. 

Ein  S  aus  braunem  Wachs  halb  verloren ;  das  gewöhnliche  Wappen  der  2 
Vermger. 


314 .  1326. 

Leibgedin 


6.  Dezember.  Heiligkreuztal  verkauft  ein 
g  zu  4  Händen  an  Konrad  den  Giren  zu  Binz- 
wangen  um  47  Kon  Stanzer. 


/  q  n  a.  Allen  vergShin  wir  swester  M.  diw  abbetissenne  i 
und  der 'convent  ze  Hailigen  Cruze  Tal,  daz  wir  Cftnrat  dem  Girne 
daz  gut  ze  Binswangen,  daz  er  von  uns  ze  ainem  lipdinge  ic  , 
habin  ze  koffenne  geben  um  siibenü  und  veirzege  phunde  Costenzer 
munse  ze  vier  banden  ze  ainem  lipdinge,  das  ist  Kathermun  siner 
elicher  vrowen,  swester  Katherinun  siner  thoter,  Annun  siner  tohter  i 
und  Hanesen  sinem  sun.  Die  veir  erben  snn  es  nfezen  in  allem 
reht  unz  an  ir  tot  und  sun  es  besezzen  und  enzezen  in  holze,  m 


1826  1327. 


145 


velde,  en  wasen  aide  en  zwi.  Und  swenne  der  veir  erben  aine 
stirbet,  so  sol  es  an  die  anderne  vallen  unz  sie  alle  ersterbent. 
Und  sol  uns  denne  lidik  sin  und  sol  neiman  nuitscbenit  me  der  mit 
ze  schaffenne  han.  Dirre  getat  sint  gezüge :  C.  der  Wilde, 

5  C.  Banzer,  C.  Ralle  und  Walther  Hundeubel  und  anderre  erberre 
lut  gnok  die  der  bi  warne.  Sieglerin:  ich  diw  aptissenne  des  vor 
genempten  closters. 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  Cristes  gebürte  drüzehen  hundert 
jar  in  dem  sehse  und  zwainzosten  jar  an  sant  Niclaus  tage. 

0  Das  OvalS  der  Abtissin  halb  verloren. 


315 .  1326.  6.  Dezember. 

Anselm  von  Justingen  gibt  luterlich  durch  got  und  durch  miner 
sele  hail  Heinrich  den  Suter  von  Altheim  genannt  der  Brobest  an 
Heiligkreuztal  für  ganz  solange  er  dem  Kloster  dient.  Aber  swenne 
6  er  sich  von  in  schadet  und  eina  ander  swa  von  in  vört,  so  wil  ich, 
daz  er  min  aigen  sie  reht  als  vor  und  mit  im  tuge  swaz  mich 
gelüste.  Siegler:  der  Aussteller. 

Dis  beschach  do  man  zalt  von  Cristes  gebürte  drüzehen  hundert 
jar  in  dem  sehse  und  zwainzosten  jar  an  sant  Nicholaus  tage. 

0  Das  S  Anselms  ist  weggerissen. 

316.  1327.  14.  Februar.  Drei  Pfründner  von  Heilig¬ 

kreuz  t  a  1  reversieren  sich  g  e  g  e  n  ii  b  e  r  d  e  m  K 1  o  s  t  e  r  wegen 

der  ihnen  zu  reichenden  Bruderpfründen. 

I.  g.  n.  a.  Wir  Hainr[ich]  der  Höher,  Hainrfich]  der  Sütter, 
5  Cünrad  der  Weber  pfründener  in  dem  closter  ze  Hailigcrüzstal  ver- 
geliin ,  das  wir  umbezwünclich  habin  gegebin  der  abtissen  und  dem 
convent  ze  Hailigcrüzstal  der  aigen  wir  stgin  mit  dem  libe  allez 
daz  gut  daz  wir  habin  alder  iemmer  gewinnen,  ez  si  varnz  alder 
liginz  durh  got  lütterlich  und  durli  ünser  sei  hall  und  gelobin  och 
0  ez  ze  besserint  und  nit  ze  bösseründ  an  alle  gevärd  die  wil  wir 
lebin.  Und  habin  ez  och  wider  von  in  enpfangen  umbe  ain  genemtin 
zinz  den  wir  jarlich  süln  gen  an  sant  Martinz  tag:  ich  der  Huber 
ain  halb  pfunt  wähs,  ich  der  Weber  och  alz  vil  und  ich  der  Sütter 
ain  mas  hüngez.  War  och  daz  ich  H.  der  Huber,  ich  H.  der  Sütter, 
5  ich  C unrat  der  Weber  ünz  in  kain  wiz  von  dem  closter  enzügin  alder 
verändertin  des  niemmer  geschehn  müg,  so  sol  üns  allez  dez  guttinz 
des  wir  habin  alder  hie  nah  iemmer  gewinnen ,  ez  si  liginz  alder 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  10 


146 


1927. 


värntz  niuschnit  nah  volgin,  sunder  ez  sol  ledigz  und  unverkümmertz 
von  dem  closter  besessin  werdin  an  alle  ansprach.  Und  dar  umbe 
so  sont  die  abtissen  und  der  convent  ftns  an  alle  verzüg  am  bruder 
pfründ  tagelich  gen  die  wil  wir  lebin.  Und  zwen  wir  nit  enstn,  so 
sol  kain  iinser  erbi  alder  friunt  kain  reht  han  zu  allem  dem  g&t  5 
daz  wir  lässin  alz  da  vör  gescribin  stftt.  Siegler:  der  abt  von 
Salmanswiler,  her  Herman  von  Hornstain  kilcherre,  her  Mangolt  und 
her  H.  ritter  sin  gebrüder  die  alle  zegegin  war  in.  (Siegelanhängung.) 

Diz  beschah  und  dirre  brief  wart  gegebin  ze  Hailigcrhtzstal 
in  dem  closter,  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  driuzehin  hftnderrt  10 
jar  und  dar  nah  in  dem  sibin  und  zwainzgostim  jar  an  sant  Valen- 
tinz  tag.  Hie  bi  s int  gewesin:  her  C.  von  Schanbach,  her 

Küber  priester  und  mimch  ze  Salmanswiler,  brftder  Hetli,  brftder 
Glrosholz,  brftder  Waigi  und  ander. 

Drei  S  aus  braunem  Wachs.  Das  erste  (OvalS)  ist  das  des  Abtes  von  u 
Salem;  das  zweite  (OvalS)  das  des  Rektors  von  Plochingen:  das  dritte 
(RundS)  das  des  Ritters  Heinrich  von  Hornstein. 


317.  1327.  30.  September.  Konstanz.  Hermann  von 

Hornstein  Pfarrherr  in  Seekirch  vermacht  an  Heilig¬ 
kreuztal  einen  Weinberg  bei  Überlingen. 

Officialis  curie  Constanciensis  omnibus  presencium  inspectoribus 
salutem  et  sinceram  in  domino  ear/tatem.  Bacioni  consonum  est  et 
iuri,  ut  in  eis  que  caritative  et  liberaliter  donantur  donato\\ris  intencio 
firmiter  observetur.  Notum  sit  itaque  omnibus  et  singulis  presentibus 
etjuturis,  quod  constitutus  coram  nobis  in  figura  iudicii . . .  Hermannus  ^ 
de  Hornstain  ||  rector  ecclesie  in  Sekilch  saluti  sue  et  suorum  prospi- 
ciens  pure  propter  deum  in  bona  valitudine  constitutus  donacionem 
faciendo  perpetuam  inter  vivos  vineam  suam  sitam  ||  prope  oppi- 
dum  Überlingen  in  loco  qui  dicitur  ze  Eppenfar  quam  emit  a  .  .  .  Bur- 
chardo  de  Rosenöwe  milite  pro  certa  pecunie  quantitate  —  cui  vmee  s 
ab  una  parte  adiacet  vinea  .  .  dicti  Ängelli  civis  Constanciensis 
et  ab  alia  parte  vinea  .  .  dicti  Gälsterli  —  donavit . . .  abbatisse  et  con- 
ventui  ac  sanctimonialibus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ...  et  do¬ 
minium  ac  possessionem  dicte  vinee  exnunc  iure  perpetuo  corporaliter 
transtulit  in  predictas,  attendens  pennuriam  seu  caristinam  quam 
sanctimoniales  in  victualibus  iam  longo  tempore  sunt  perpesse.  Et 
hanc  donacionem  fecit  dictus  de  Hornstain  ad  manus  fratris  Alberti 
dicti  Köfman  procuratoris  dicti  monasterii  habentis  plenum  et  certum 


1827. 


147 


mandatum  de  recipienda  donacione  nomine  monasterii  et  sancti- 
monialium.  Ipse  etiarn  de  Hornstain  donacioni  sue  adiecit  expresse 
convenciones  et  modos  subscriptos,  astringens  . .  abbatissam  et  sancti- 
moniales  et  omnes  ipsis  succedentes,  ne  dictam  vineam  in  toto  vel 
5  in  parte  nllo  umquam  tempore  quocumque  casu  urgente  vendant 
seu  quovis  tytulo  alienacionis  ab  monasterio  distrahant  seu  alienent. 
Statuit  insuper,  ut  singulis  annis  in  festo  beate  Marie  Magdalene 
ipsis  sanctimonialibus  ministretur  in  modum  refectionis  una  seuma 
vini,  item  in  festo  omnium  sanctorum  una  seuma  vini  et  festo  sancte 
10  Agnetis  una  seuma  vini,  in  festo  beati  Valentini  una  seuma  vini  et 
post  mortem  ipsius  dicti  de  Hornstain  singulis  annis  in  anniversario 
suo  una  seuma  vini.  Et  bas  distribuciones  vini  vult  esse  perpetuas 
indiscusse  in  remedium  et  remissionem  omnium  peccatorum  suorum 
patris  et  matris  et  aliorum  quorumcumque  fidelium  defunctorum. 
15  Ultimo  adiecit,  quod  si .  .  abbatissa  et .  .  sanctimoniales  que  sunt  et  que 
quocumque  tempore  sunt  ipsis  successure  alienacionem  quamcumgue 
vinee  facere  [voluerint]  casu  quocumque,  quod  alienacio  nulla  sit  ipso 
iure  et  quod  dominium  et  possessio  vinee  ipso  facto  recidat  in  ius  per- 
petuum  monasterii  sancti  Blasii  in  Nigra  Silva  ordinis  sancti  Benedicti 
20  dyocesis  Constanciensis  contradictione  qualibet  non  obstante.  (Gere- 
moniell.)  Siegel:  sigillum  curie  nostre.  Nos  attendentes  id  fieri 
debere  in  certitudinem  et  firmitatem  plenam  omnium  prescriptorum 
sigillum  curie  nostre  presentibus  duximus  appendendum.  Ego  Her- 
mannus  de  Hornstain  (Siegelbekenntnis) .  Nos  .  .  abbatissa  et  conventus 
25  seu  sanctimoniales  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  recognoscimus 
et  profitemur  nos  et  omnes  nobis  in  posterum  succedentes  esse 
astrictas  perpetuo  et  obligatas  ad  observacionem  inviolabilem  que 
nobis  in  nostro  monasterio  superius  imposita  sunt  observanda  racione 
donacionis  vinee  in  certitudinem  eorundem  nostrum  sigillum  etiam 
30  presentibus  impendentes. 

Acta  sunt  hec  Constancie  presentibus :  Cünrado  de  Bach, 

Hainrico  de  Wlflingen  militibus,  Cünrado  ministro  de  Rüdlingen, 
Ludwico  dicto  Luptfen  de  Rüdlingen ,  Hainrico  dicto  de  Enslingen 
et  pluribus  aliis  fidedignis  feria  quarta  post  festum  beati  Michahelis 
35  archangeli  proxima,  anno  domini  millesimo  tricentesimo  vicesimo 
septimo  II  kal.  octobris  indict.  undecima. 

ND  von  späterer  Hand :  Privilegium  de  vinea  in  Uberlingen  dicta 
Eppenfar  ex  parte  domini  Hermanni  de  Hornstain. 

Die  drei  S  an  leinenen  Schnüren.  Eine  Kopie  des  Offizials  ist  datiert 

40  vom  19.  Oktober  1327. 


148 


1327. 


SIS.  1827.  10.  November.  Mengen.  Berthold  Marstek 

von  Mengen  ist  mit  Heiligkreuztal  um  alle  Ansprüche 
an  die  Güter  der  Wezzelin  verglichen. 

Ich  Berhtolt  Marstek  ain  burger  ze  Maengen,  Johans  min  sun, 
Adel||haet  min  wirtinne  und  Maehthilt  min  geswi  genant  von  5 
Buningen  ||  burgerin  ze  Maengen  verjehinf,  daz  wir  lieplich  und  güt¬ 
lich  sigint  beriht  mit  der  aebtissinun  und  gemaenlich  mit  dem  ^con- 
vent  allem  des  closters  ze  Hailigencrütztal  umb  di  ansprach,  di  wii 
liettont  an  si  umb  alles  daz  gut  daz  in  gap  und  liessi  dü  Wezzelin 
salig  bi  ir  lebendem  lip  und  nah  ir  tot.  (Ansprache.)  Dirre  getat  10 
.s int  gezüge:  Otte  von  Eglingen  amman  ze  Maengen,  Cünr. 

Schiltunch ,  Aebli  von  Diengen,  Cünrat  Ralle,  Walther  Hundubel 
und  anderre.  Siegler:  wir  der  amman  und  der  rät  ze  Maengen. 

Dis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  druzelnnhundert  jar  und  in  dem  suben  und  zewaenzgosten  15 
jar  an  sant  Martins  abend  ze  Maengen  in  der  stat. 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


319.  1327.  6. 

verkauft  an 

67a  Haller 


Dezember.  Werner  der  junge  Buwenburger 
Mechthild  von  Beuren  3  Ju ch art  Acker  um 
und  1  s.  Sie  fallen  später  an  Heilig¬ 


kreuztal. 


20 


I.  g.  n.  a.  Allen  . . .  künde  ich  Werneher  der  junge  Buwenburger, 
daz  ich  der  erberun  vrowen  Mahthilt  Anselins  sailigen  wirten  von 
Burrun  han  ze  kofene  geben  drie  juchart  ackere  um  subendehalb 
phunt  Haller  und  um  aine  schillink.  Der  driger  acker  haizent  aine  25 
der  acker  an  der  lachun  und  ain  lant  das  anwandut  der  uf,  und 
ain  acker  lit  niderthalb  Hirepil  in  der  ow L  Da  ligent  och  di  zwene 
vor  gene[mjpt  acker  nit  verre  der  von.  Die  acker  sol  sie  und  mw 
kint  alliw  niezen  die  wile  sie  lebent.  Und  swen  si  denne  alliw 
nit  sint,  so  sun  sie  der  eberon  vrowan  sin  ze  Hailigen  Cruztal,  die  30 
sun  es  denne  neizen  durch  aller  der  selo  willen  von  den  si  her 
sint  komen.  Ich  der  Wernher  vergihe  och,  daz  ich  die  acker  von 
minme  herren  grave  Eberhart  ze  lehen  het;  dem  habe  ich  reht 
aigenlich  in  sine  hant  uf  geben.  So  vergiht  och  mine  herre  grave 
Eberhart  von  Landeowe ,  daz  er  die  aigenschaf[t]  dirre  acker  hat  st 
uf  geben  miner  vrowen  der  gravenne  von  Sulz  der  abtissenne  und 
dem  covent  ze  Hailigen  Cruztal  vr  in  und  vr  alle  sine  erben.  Des 
.int  nezuae:  der  kilcher  von  Binswangen  und  herre  Dietrich 


1328. 


149 


der  kilcher  von  Andelwingen  und  C.  Vigebach  und  brüder  H.  Het- 
link.  Siegler:  ich  grave  Eberhart  von  Landeowe. 

Dis  geschach  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  dnizehen  hundert 
jar  in  dem  suben  und  zwainzeosten  jar  am  sant  Niclaus  tage. 

5  Das  Dreiecks  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  grossenteils  verloren. 

Das  Pergament  wurde  anfänglich  von  der  entgegengesetzten  Seite  her 
beschrieben. 


320.  1328.  1.  Mai.  Adelheid  die  Manzin  verkauft  um 

sya  #  Konstanzer  Pfennige  an  Schwestern  zu  Heilig- 
10  kreuz tal  12  s.  Geldes  2  Herbst-  und  2  Fastnacht hühn er. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  .  künde  ich  Adelhait  die  Manzin,  Ulrich  des 
Swerbfurben  sailigen  wirtenne  und  mineiw  kint,  daz  wir  habin  ze 
koffen  geben  um  sehshalb  phunt  Costenzer  phenige  zwölf  schillige 
Costenzer  geltes  und  zwai  herbest  hün  und  zwai  vaschenat  hün  den 
15  erberen  vröwen  ze  Haligen  Cruztal  swester  Agnesun  der  Briin- 
wartinun  und  swester  Gerdrut  ir  swester  und  An  nun  ir  swester,  ist 
daz  si  in  daz  closter  ze  in  kumet,  also  daz  es  die  zwo  vor  genempten 
vröwa  neizen  sun  unz  an  ir  tot.  Und  swenne  die  baide  nit  en 
sint,  so  sol  es  an  ir  swester  vallen  Annun  ist  daz  sie  in  daz  kloster 
20  ze  in  kumt,  diw  sol  ez  denne  och  unz  an  ir  tot  neizen.  Und  swenne 
denne  diw  nit  en  ist,  so  sol  es  dem  closter  und  der  samenuge  lidik 
sin.  Disse  vor  genempten  gutes  gant  fuf  schillige  Costenzer  und 
zwai  herbest  hün  und  zwai  vaschenaht  hün  us  Albreht  Gerbolt 
Vogels  hofstat.  So  gat  us  Ulrich  des  Swerbfurben  bunde  diw  da 
25  lit  neben  Dietrich  des  Webers  hus  suben  schillige  Costenzer.  Und 
ain  juchart  ackers  stozet  uf  die  bunde.  Die  sun  wir  niemer  ver- 
kofen  noch  versezzen  noch  mit  kainerslaht  sach  verkumerne,  wan 
daz  sie  ze  werschazze  sol  stan,  swaz  an  dem  güt  gehrest,  daz  man 
daz  mit  der  erfollun  sol.  Und  ist  daz  si  eiman  an  disem  güt  irren 
30  wil,  so  sol  ich  diw  Adilhait  und  mineiw  kint  und  Albreht  min 
brüder  si  vrstan  und  wer  sin  jar  und  tag  nah  allem  reht.  Ich 
grave  Eberhart  von  Landeowe  vergihe  och  an  disem  bref,  das  ich 
die  aigenschaft  des  gütes  daz  min  friges  aigen  was  han  geben  durch 
daz  hail  miner  sele  dem  closter  und  vrowan  ze  Hailigen  Cruztal. 
35  Und  ze  ainem  urkunde  staite  und  unwandelber  ze  belibene  swaz  an 
disem  brif  gescriben  stat  —  des  sint  geznge:  grave  Eberhart  von 

Landeowe  und  sin  sun,  herre  Dietrich  der  kilcherre  ze  Andelwige, 
herre  Johannes  der  lupriester  ze  Enselingen,  C.  der  Futer,  Wernze 


150 


1328. 


Buggen  sun  hinder  lindobuhel,  C.  der  Ploger  und  Albveht  der 
Mainzinun  sun.  Siegler :  ich  grave  Eberhart  von  Landeowe 

Dis  geschach  do  man  mit  von  Cristes  gebürt  drnzehen  hunter 
jar  in  dem  ahte  und  zwainzegost  jar  an  sant  Walburge  tage. 

ND-  Umb  zwölf  8.  Costentzer  geltz  zwai  herbsthunr  und  vasnaht  hunr  5 
wrden  koufft  umb  Adelhait  die  Mkitzinun  Ölrieh  seligen  des  Swertfürhen  wirtenn. 

Das  S  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  teilweise  verloren. 

Der  Schluss  der  Urkunde  war  zunächst  mit  ganz  dünnen  Strichen  an¬ 
gedeutet  und  wurde  dann  von  dem  Schreiber  nachgefahren. 


321.  1328.  12.  Mai.  Berthold  der  Maier  von  Grüningen  io 

gibt  ein  Mannsmahd  Wiese  ob  Altheim  an  Heiligkreuztal 
zu  einem  Seelgerät. 

Ich  rnaiger  Berehtolt  von  Grüningen  burger  ze  Rüdhngen  ver¬ 
gib  dm  ich  han  geben  luterlich  durch  got  der  abtissenne  und  dem 
convent  dez  clostres  ze  Hailigencrüztal  ain  wis  der  ist  ains  manns  15 
mat  und  ist  gelegen  ob  Althain  in  dem  vordem  braitnt  und  stozet 
ainhalp  an  Eberh[arten]  Luphen  wiz  und  anderhalp  an  dei  fiowen 
wiz  von  Hailigencrüztal  -  undgat  dar  us  jürglich  ze  zins  sehz  phenmng 
Kostenzer  an  daz  gotshuz  ze  Amervelt  -  und  am  halp  juchart  akeiz 
dü  lit  bi  Grüninger  siechohus.  Diz  vor  genant  gut  han  ich  geben  2( 
den  frowen  ze  Hailigencrüztal  nah  minem  tot  ze  amem  selgerait, 
also  daz  daz  güt  ir  reht  aigen  sol  sin,  und  enphach  es  von  in  ze 
ainem  leben  und  gib  in  da  von  ze  zins  jürglich  amen  halben  vu- 
dunk  wahz  ze  sant  Jacobs  tag.  Bi  diser  red  smt  gewesen:  ™' 

rat  von  Andelvingen  amman  ze  Rüdlingen,  Hainrick  von  Enslmgen,  2 
Luz  Luph,  Hainrich  Luph,  Benz  Wirsunk,  Ülrich  der  Kramer  und  ander  re 
genük  die  des  gezäg  »int.  Siegel :  der  stette  insigel  ze  Endlingen. 

Diz  beschach  und  wart,  dirr  brtf  geben  do  man  mit  von  gottes 
gebürt  drüzehenhundert  .  .  dar  nah  in  dem  aht  und  zwainzostem  jar  ^ 
an  dem  uffert  tag. 

ND:  Umb  ain  wise  in  dem  vordem  riet  ze  Althain  und  ain  halb  juchart 
bi  dem  siechhuse  ze  Gruningen. 

Das  S  ist  ausgerissen. 


322.  1328.  25.  Mai.  Die  Rantzen  verkaufen  An- 

spräche  auf  Güter  an  Heiligkreuztal  um  30  «  Haller. 

Wir  Ötte,  Hainrich  und  Johanse  die  Rantzen  gebrüder  vergehen, 
daz  wir  uns  gaentzlich  und  luterlich  verzigen  haben  mit  disern  briet 
solicher  ansprach  und  wir  betten  hincz  den  güten,  daz  ist  an  den 


1828. 


151 


liof  ze  Althain  der  maier  Griffen  waz  und  haizzet,  des  gutes  ze 
Walthusen  daz  umb  grauf  Chünrat  von  Landau  wart  kauffet  daz 

e 

da  haizzet  des  Oshammers  güt,  des  gütes  daz  ßutelling  waz  und 
sitzet  Raise  Hobpelier  dar  uf,  des  gutes  ze  Walthüsen  da  mair 
5  Liutolt  sün  uf  sitzet  (Ansprache),  wan  solich  ansprach  die  wir  hincz 
den  güten  hetten,  die  haben  wir  gern  uf  gegeben  und  verkautfet 
dem  götzhüs  ze  Hailigcrützstal  umb  drizeg  phunt  Haller  (Quittung, 
Aufgabe).  Dar  über  haben  wir  ze  troster  und  ze  gewer  gesetzet  über 
uns :  den  ersamen  vesten  ritter  unsern  gnedigen  herren  hern  Burchart 
10  von  Elrbach  den  alten,  der  des  ze  einem  waren  urkunde  sin  insigel  an 
disen  brief  henget.  Und  des  auch  ze  einem  urkunde  gib  ich  Otte 
der  Rantze  disen  brief  versigelten  mit  minem  insigel  (Bekenntnis 
der  beiden  Brüder).  Und  des  sint  geziüge :  grauf  Eberhart 

von  Landau  der  alt,  herr  Hainrich  der  Fleke,  herr  Burchart  von 
15  Tettingen  und  ander  erber  lute  die  da  bi  waren. 

Der  brief  ist  geben  do  man  zalt  von  Christes  gebürt  driuzehen- 
hündert  jar  und  in  dem  aht  und  zwainzegestem  jar  an  sant  Urbans  tag. 

ND:  Ain  verricht  brief  gen  den  Rantzun  umb  gut  ze  Althain  und  ze 
Walthusen. 

20  Zwei  S ;  das  eine  zeigt  das  Wappen  der  Banzen ,  den  nach  rechts  an¬ 

steigenden  Bock.  U:  f  S.  OTTON1S  •  DICDI  (!)  RANZER  (!).  Das  zweite  zeigt 
einen  dreieckigen  ausgebauchten  Schild,  viergeteilt ,  U:  f  S.  B\  MILITIS  •  DE  • 
ELRBACH. 

323.  1328.  27.  Mai.  Hartmann  und  Heinrich  von  Ens- 

25lingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  1  U  Konstanzer 
Pfennige  aus  Gütern  zu  Altheim  um  16  U  Haller. 

Ich  Hartman  von  Enslingen  .  .  .  und  ich  Hainrich  von  Enslingen 
...  gebrüder  burger  ze  Rüdlingen  verjehin,  daz  wir  han  geben  ze 
köfend  den  gaishlichen  frowen  s wester  Margretun  von  Kostens  und 
30  s wester  Adelhaiten  der  Harzerinun  und  s wester  Annun  ir  s wester 
und  gemainlich  dem  kloster  ze  Hailigcrüztal  swenne  si  nit  en  warin, 
ain  phunt  phenning  Kostenzer  müns  järglich  us  dem  güt  ze  Althain 
daz  Hainrich  und  Berhtolt  Schinenbain  buwent,  dez  sint  sübendhalb 
juchart  akerz  und  zwo  mansmat  wiz  und  d!  hofraiti  da  si  uf  ge- 
35  sezzen  sint  ze  Althain,  di  han  wir  den  frowen  von  Hailigenkrüztal 
geben  umb  sehzehen  phunt  Haller  (Quittung).  Wir  verjehin  och, 
daz  wir  dez  geltes  wer  sollin  sin  nah  der  stette  reht  für  uns  und 
für  unser  erben,  swaz  si  dar  umb  an  gangin  daz  wir  in  daz  sollin 
uf  rihten  nah  der  stette  reht.  Es  sol  och  der  zins  uz  dem  güt  gan 


152 


1328. 


järg’lick  ze  saut  Andres  tag-  den  fröwon  von  Hailigencrüztal.  Bi 
diser  red  und  gedingd  sint  gewesen:  herr  Herman  von  Horn- 

stain,  Cftnrat  von  Andel  vingen  amman  ze  Rüdlingen,  Luz  Lupli, 
Hainrich  Lupli,  Benz  Wirsink,  Ulrich  der  Kramer,  Cftnrat  der  Raisar, 
Oth  Sattelbach  und  anderre  geniik  die  des  gezüg  sint.  Siegel:  der 
stette  insigel  ze  Rü düngen. 

Diz  beschach  und  wart  dir  re  brif  geben  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  druzehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  aht  und  zwainz- 
gosten  jar  an  dem  nahsten  fritag  nah  sant  Urbans  tag. 

Das  S  ist  weggerissen .  1 

324.  1328.  11.  Juni.  Mengen.  Mechthild  von  Bingen 

r  e  v  e  r  s  i  e  r  t  s  i  c  h  g  e  g  e  n  ü  b  e  r  d  e  m  K 1  o  s  t  e  r  H  e  U  i  g  k  r  e  u  z  t  a  1  u  m 
ein  ihr  auf  Lebenszeit  geliehenes  Gut  zu  Waldhausen. 

Ich  Machthilt  Ulrichs  saeligen  wirtinne  von  Buningen  ain  1 
burgerin  von  Maengen  vergilt ;  daz  daz  gftth  daz  gelegen  ist  ze 
Walthusen  daz  da  buwet  Jacli  des  funfzehin  juchart  sint  in  allen 
eschen  und  ain  hus  und  ain  bongart,  du  mir  hat  gelulien  du  erber 
vrowe  in  got  und  gemaenlich  du  samenunge  des  closters  ze  Hailigen¬ 
cruztal  durch  bette  minr  swester  Elzbethun  des  selben  closters  2 
vrown ,  du  das  selbe  gilt  solt  han  genossen  di  wil  si  lietti  gelebt, 
ledig  ist  von  mir  und  allen  minen  erbon  dem  closter  nah  minem  tot 
mit  allen  rehten  und  nutzen.  Dir  re  getat  sint  gezüge:  Otte  von 

Eglingen  amman  ze  Maengen,  Aebli  von  Diengen,  Giselbreht,  Cftnr. 
Schiltunch,  Cftnr.  der  gebuttel  und  anderre.  Siegler:  wir  der  amman  2 
und  der  rat  ze  Maengen. 

Dirre  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  gotz  gehurt  druzehin- 
hundert  jar  und  in  dem  acht  und  zwaenzgosten  jar  an  sant  Bar¬ 
nabas  tach  ze  Maengen  in  der  stat. 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen.  3 

323.  1328.  19.  Dezember.  Riedlingen. 

Die  Brüder  Albrecht  und,  Hans  Harlunch  verkaufen  an  Helt- 
ligen  und  Laurin,  Brüder  zu  Heiligkreuztal  ihr  Gut  zu  Andelfingen , 
eine  Hofstatt  und  nah  dabei  in  den  Eschen  9  Juchart  Ackers  um 
iH/i  U  Konstanzer.  Des  ist  geziug :  herre  Herman  von  Hornstain  3 

und  C.  von  Andelvingen  [ze]  den  ziten  amman  ze  Rudelingen  und 
C.  der  Clingeler  und  Hainrich. der  Clingler  und  Wernher  Künolt 
burgcr  ze  Ruedelingen  und  ander  gnüg  die  bi  disem  kof  warent. 
Siegler:  dieburger  zeRüdelingen,  das  wir  unlogenber  sigin  dis  coffes  . .  . 


1329. 


153 


Dirre  cof  und  diu  gedingde  geschahen  in  dem  stainhus  ze  Rüdelingen. 

Und  dirre  hrief  wart  geben  ze  Rüdelingen  in  der  stat,  do  man 
zalt  von  gottes  gehurt  driuzehen  hundert  jar  und  zwainzig  jar  und 
aht  jar  an  dem  inantag  vor  dem  hailigen  abent  ze  wihenahten. 

5  Das  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

326.  1329.  23.  Juni.  Riedlin  gen.  Die  Laienschwestern 
Lu  gar  d  und  Mechthild  beurkunden  ihre  Abmachung  mit 
Heiligkreuztal  wegen  ihres  Leibgedings. 

Allen  .  .  .  künden  wir  Lügard  diu  Smidin  und  Maehthild  diu 
10  Taentirnarin  laigeswesteran  burgerinan  ze  Rüdlingen,  daz  wir  der  aeb- 
tissenne  von  Hailigcriuzstal  und  ir  samnunge  habin  uf  gebin  fiunf 
juchart  akkers  die  herre  Cfinrat  saelig  der  tegan  von  Binswangin 
kofte  umb  zwainzig  pfund  Costnitzer  pfenninge  umb  liern  Hainrich 
Flekin  den  altin  ain  ritter  —  dero  ain  juchart  lit  bi  Ottin  Satilbachis 
15  akker  gen  Walthusen  und  ainiu  bi  Cfinrat  (fressen  akker  und  ainiu 
bi  Möslinun  akker,  ainiu  bi  Htillins  akker,  ainiu  bi  Diemin  akker 
Knollen  —  die  der  selbe  tegan  mit  uns  zwain  solte  niessen  ze  aim 
lipting  und  habin  untz  an  unsern  tod  als  der  brief  sait  den  wir 
von  im  liant  umb  dis  lipting,  daz  lidig  nah  unser  aller  tot  sin  sol 
20  den  frowan  von  Hailigcrützstal  und  dienon  über  iro  tische  als  der 
selbe  brief  sait.  Und  habin  daz  mit  sölcliim  geding  getan,  daz  sin 
uns  baiden  jaerlich  gen  son  fünfzehin  schefol  kornes  roggen  misch - 
latun  oder  habern,  swas  sin  denne  des  jaris  tragint,  die  selbin 
juchartan,  ze  sant  Martis  dult  und  sol  daz  Rüdlinger  mes  sin.  Und  swen 
25  wir  baid  ensint,  so  son  die  akker  lidig  sin  noch  sol  siu  nieman  unser 
erbon  niemer  bekünbern  deliain  wis,  sunder  es  sol  den  vor  genanten 
von  Hailigencrüzstal  lidig  un  1er  beliben  akker  un  körn.  Siegel: 
unser  stett  (Riedlingen)  insigil,  darumb  daz  disiu  ufgift  staete  belibe. 

Dirre  brief  ivart  gebin  ze  Rüdlingen ,  do  man  zahlet  von  Cristis 
30  gebürt  drüzehinhundirt  jar  und  dar  nah  im  niun  und  zwainzegostin 
jar  an  sant  Johans  abint  Baptistin.  Wir  Cünfrat]  von  Andelvingen 
aman  und  die  rihter  ze  Rüdlingen  vergehin,  daz  disiu  ding  vor  uns 
gesehehin  sint,  und  dur  bette  baidir  tail  so  henkin  wir  unsir  insigil 
an  disen  brief. 

ND:  Umb  fünf  juchart  agkers  die  der  tegan  von  Binswangen  koufft  umb 
herr  Hainrich  den  Fleken  —  pone  in  Rüdlingen  vel  in  Althain  (eine  Anweisung 
für  den  Kloster arcliivar). 


Ein  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 


154 


1329. 


327.  1329.  15.  Juli.  Riedlingen.  Gerichtliche  Ent¬ 

scheidung  wegen  der  5  Juchart  Ackers,  die  den  beiden 
Schwestern  Lugart  und  Mechthild  vom  Kloster  zu  Leib- 
geding  ein  geräumt  sind. 

Allen  .  .  .  künden  wir  der  amman  und  die  rihter  alle  der  stat  i 
von  Rüdelingen,  daz  vor  unz  stüdin  an  offenem  gerillte  swestir  Lügart 
diu  Smidin  und  swester  Maehthilt  diu  Taenteraerin  unser  burgerinan 
und  clegton  von  Hainrich  dem  Schm [i] de  unserm  burger  der  swester 
Lügart  brftdir,  daz  er  siu  ierti  an  fünf  juchartin  akkirs  die  ligint 
in  Althaimer  esche,  ainiu  bi  Ottin  Sattilbachis  akir  gen  Walt-  K 
liusen,  ainiu  bi  Cüntzen  Graessen  akker,  ainiu  bi  Möllinun  aker, 
ainiu  bi  Hüllins  aker  und  ainiu  bi  Dieinin  Knollen  aker,  die  er 
sprach  siu  waerin  mit  sins  vatter  gut  gekoffit  und  da  von  solti  er 
siu  erbin.  Des  antwrton  die  swesteran,  daz  daz  nit  war  waere  und 
bewarton  daz  mit  ir  brievin,  die  vor  uns  do  wurdin  an  an  offein  ge-  1J 
rihte  gelesin,  die  urschaidinlich  seiton,  daz  herr  Cünrat  saelig  der 
tegan  von  Binswangin  dem  siu  dienotin  bi  gesundim  libe  die  selbin 
fünf  juchartan  kofte  umb  zwaintzig  pfunde  Costintzer  pfenning  umb 
hern  Hainrich  Flekin  ain  ritter  und  die  machot  den  frowan  von 
Hailigcrüzstal  an  iro  tisch ,  doch  also  daz  er  und  die  vor  genantin  2< 
swesteran  die  selbin  juchartan  hau  und  niezin  soltin  bis  an  iro 
aller  driger  tot.  Und  do  die  rihter  die  selbin  brief  gehorton  lesin, 
do  ertailton  siu  gemainlich  uf  ir  ait,  daz  Hainrich  der  Smit  die 
swesteran  an  den  selben  juchartan  niutz  solti  noch  möhti  gierrin, 
siu  taetin  mit  als  och  die  brief  saitin.  Do  wrdin  si  vor  uns  allen  21 
gihtig,  daz  siu  an  den  selben  juchartan  nit  andirs  hettin,  won  ir 
baider  lipting  werin,  und  nah  ir  tode  dienin  soltin  gen  Hailigcrüzstal 
an  der  frowan  tisch.  Und  won  dis  alles  vor  uns  geschah  daz  her 
nah  hieran  kain  stos  wurdi,  do  batin  uns  die  vor  genantin  von 
Hailigcrüzstal  und  och  die  vor  geschriben  swesteran,  daz  wir  unser  3< 
stat  insigil  hanktin  an  disen  brief. 

Dis  geschah  ze  Rüdlingin  do  man  zallit  von  Cristis  gebürt 
drüzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  niun  und  zwainzegostim  jar  ze 
sant  Margaretun  dult.  Des  sint  gezüg :  her  Herman  von  Horn- 

stain,  Her.  von  Enselingen,  Wernher  Rapolt,  Ütz  der  Kramer,  Otte  3! 
Satilbach,  H.  von  Büningen,  .  .  der  Raiser  und  ander . 


Das  S  fehlt. 


1329. 


155 


328.  1329.  26.  November.  Hermann  von  Hornstein  schenkt 
an  Salmannsweiler  und  Heiligkreuztal  verschiedene 

Güter. 

Allen  .  .  .  kAnd  ich  Herman  von  Hornstain  kircherre  ze  Sekilch, 
5  daz  ich  dur  got  luterlich  und  min  und  miner  vorderon  sei  willen 
und  hail  dem  abbte  und  der  samnunge  von  Salinanswiller  und  der 
abbtissenne  und  der  samnung  von  Heiligcrüzstal  gegebin  han  minü 
güt  di  hie  nah  geschriben  stant ,  du  min  lehin  waren  von  den 
edilen  herron  graven  Wolfrad  und  graven  Hainrich  von  Veringen 
10  gebrüdirn,  daz  ist  den  hof  ze  Zolnhusen  mit  allem  so  dar  zu  horit 
bi  wasen  und  zwi  akkern  wisan  garton  husirn  und  hofstetin;  die 
akker  ze  Obernholtz  alle  und  swaz  ich  akker  und  wisan  oder  garton 
umb  die  stat  hette  ligend  ze  Radelingen  dero  ich  etlich  selbe  ge- 
kofit  han,  den  hof  öch  ze  Burkhaltingen  den  Appe  buwet  mit  akkern 
15  wisan  hüsern  und  hofraitinan  und  allem  dem  so  dar  zü  horit,  den 
gartin  öch  ze  Althain  der  Manwirstes  was  in  der  Judon  gassun. 
Des  gütis  daz  maistail  des  Bachritters  was,  der  mir  es  gemachit 
hat  mit  der  vor  genanton  gravon  gunst  und  willen  als  der  brief 
sait  den  siu  den  clostern  baiden  hierübir  gegebin  liant.  Und  hab 
20  disü  güt  allii  widir  enpfangin  von  den  closter  baiden  ze  min  ainigem 
libe  umb  ain  halb  pfunt  wahsis,  daz  ich  jaerlich  gen  sol  ze  der 
liehtmissc.  Und  hab  mir  selbe  den  gewalt  behaltin,  ob  ich  it  andirs 
mit  etlichir  wise  ald  akkern  ordenon  oder  tun,  daz  siu  mich  nit 
ierrin  son.  Auflassung ,  Aufgabe ;  Siegler:  der  Aussteller. 

25  Dis  geschah  ze  Rüdlingin  in  der  stat,  do  man  zollet  von  Cristis 
gebürte  drüzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  niun  und  zwainzegostim 
jar  an  sant  Cünrattis  tage,  da  ze  gegin  worin  dise  lute :  (die  Zeugen 
fehlen). 

ND :  Ain  aigenschaft  umb  du  güt  ze  Endlingen,  Zolnhusen,  Obernholz, 
30  Burkhaltingen  und  Althain  die  ins  her  Herman  von  Hornstain  gab. 

Das  OvalS  des  Herman  von  Hornstain ,  Rektors  von  Plochingen. 

329.  1329.  20.  Dezember.  Werner  der  Hund  verkauft 

an  Heiligkreuztal  eine  Wiese. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  .  vergihe  ich  Wernher  der  Hunt,  daz  ich 
35  miner  vrown  der  abtissen  und  dem  closter  ze  Hailigen  Cruzital  han  ze 
cöfun  geben  die  wis  dm  da  lit  bi  Zwizeres *)  brunnen  und  liaiset 
du  lang  wise  und  dü  mines  vaters  waz  und  alles  daz  daz  dar  zü 
höret  in  wasen  in  zwi  in  stamen  und  tolden  um  vier  phunt  Haller 
( Quittung ;  Auflassung).  Und  vergihe  och,  daz  ich  minen  vrown 


156 


1330. 


und  dem  closter  ze  Hailigen  Cruzital  die  aigenschaft  sol  gewinnen 
von  ininem  herren  grave  Eberhart  von  Landöwe.  Ich  grave  Eber¬ 
hart  von  Landöwe  vergihe,  daz  ich  von  der  bet  Wernzen  dez  Hundes 
mich  verzihe  der  aigenschaft  gen  dem  closter  um  daz  gut  durh  daz 
liail  miner  sei.  Dir  re  dinge  sint  gezüge :  lierre  Hainricli  Flekke, 

Burkart  von  Obernriedern,  Hainrich  der  keller  von  Landöwe,  Hain- 
rich  Zürn  von  Binswangen  und  anderre. 

Dis  beschnch  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  druzehen  hundert 
jar  und  in  dem  nun  und  zwainzegostem  jar  an  sant  Thomans  abent 
vor  wihen[nah]ten. 

Ein  S  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 

J)  BL  Heiligkreuztal,  Fol.  122r:  Schweitzers. 

550 .  1330.  7.  Februar.  Heinrich  Gugilli  und  sein  Bruder 
Kunz  erwerben  Bruderpfründen  zu  Heiligkreuztal. 

Allen  .  .  .  kund  ich  Hanrich  Gugilli  Irmlun  sun  von  Herbrehtingel 
der  da  sizet  ze  Burwiler,  und  Cünz  sin  brüder  der  da  ze  Galkrüti 
sizet,  uf  haben  geben  die  wisze  du  da  lit  uf  den  ringese  dur  got 
und  dur  daz  liail  unser  sele  den  gaischligen  vrown  und  dem  convent 
ze  Hailigencruzital  (Auflassung) .  Ich  der  selbe  Hainrich  vergihe  och, 
swenne  ich  stirbe,  daz  ich  minen  vrown  gelopt  han  bi  in  ze  ligend  und 
drizsick  Schilling  Kostenzer  ald  ir  wert  mit  mir  dar  sol  bringen  dur 
miner  sele  willen.  Hier  umbe  so  hant  mir  gelopt  du  abtissen  und 
der  convent  gemain  brüderschaft  ze  gend  mir  und  minem  brüder. 
Des  sint  gezüg:  brüder  Cünrat  der  koffeman  und  brüder  Hain¬ 

rich  Grosholz  und  brüder  Hainrich  Hetteling  und  anderre.  Wir  son 
hern  Cünrat  Scliorpen  bitten ,  daz  er  uns  dizen  brif  besigeli  mit 
sinem  aigen  insigel.  Und  ob  er  aigens  insigels  nit  enhet,  so  son 
wir  hern  Cünrat  den  Mänteler  tegan  ze  Suligen  biten  um  sin  insigel. 

Diz  beschach  do  man  zalt  vonCristes  gebürt  druzehen  hundert  jar  und 
in  dem  drizgostem  jar  an  der  naehston  midechon  nach  sant  Agathun  tak. 

Ein  beschädigtes  Bund S.  Im  Schild  eine  Schildkröte  oder  Skorpion. 
U:  f  S.’  CVNRADI  JdCI  •  SCHORPEN. 

551 .  1330.  15. —28.  Februar.  Mengen.  Das  Wilh elmiter- 
kl oster  in  Mengen  verkauft  seinen  Hof  zu  Waldhausen 

an  Heiligki  euztal  um  30  Konstanzer  Pfennige. 

Wir  .  .  der  p-ior  und  gemaenlich  der  convent  des  closters  ze 
Maengen  sant  Will  halms  Ordens  verjehint,  daz  wir  mit  gemaenem 
rat  und  mit  güter  i  betrahtunge  habint  geben  der  aebtissinun  und 
gemaenlich  dem  con  ent  des  closters  ze  Hailigencrüztal  unsern  hof 


1830. 


157 


ze  Walthusen,  der  gelegen  ist  bi  Landowe  uf  der  Tunowe  mit  holz 
mit  veld  mit  husern  hofstatten  garten  wasen  zewien  mit  Stege  weg 
wasser  besuchtes  unbesüchtes  gebüwes  ungebüwes  w!  es  benemmet 
ist,  mit  allen  rehten  und  nutzen,  als  ain  vries  aigen,  uinb  fünf  und 
drissich  pfhunde  pfhenninge  Costenzer  muns  ( Quittung ,  Auflassung, 
Geremoniell,  Bekenntnis,  Währschaft) .  Hi  bi  sint  gewesen  und  siut 
sin  gezuge:  brüder  Nycolaus  prier  des  closters,  brüder  Hiltprant, 

brüder  Friderich, . . .  der  von  Heringen,  brüder  Wernher,  brüder  Hainrich 
Scharpfh,  brüder  Johans  der  Stadelmaier  und  ander  erber  brüder  des  vor 
genemten  closters:  Cünrat  Schiltuncli,  Abli  von  Diengen,  Giselbreht, 
Hainrich  der  Wilde,  Cünrat  der  Sydeler,  .  .  der  Stadelmaier  und 
anderre.  Siegler:  wir  der  prior  und  der  convent ..  des  closters  ze 
Maengen  mit  unseren  insigeln. 

Dis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  druzehinh undert.  jar  und  in  dem  drissegosten  jar  ze  usgaendigem 
hornunch  ze  Maengen  in  der  stat. 

Das  S  ist  iveggerissen. 

332 .  1330.  26.  Februar.  Riedl  in  gen.  Der  Abt  von  Salem 
i  und  die  Abtissin  von  Heiligkreuztal  leihen  dem  Johann 
von  Hornstein  Acker  um  das  Drittel. 

Allen  .  .  .  künden  wir  brüder  Cünrat  der  abbt  und  der  convent 
von  Salmanswiller  und  wir  s wester  Msehthilt  du  sebbtissenne  und 
der  convent  von  Hailigcrützstal ,  daz  wir  dem  erb  ae  rin  man  Johans 
l  von  Hornstain  hern  Hermans  sun  von  Hornstain  verlihen  hant  mit 
disem  brief  im  und  sinen  erbon  dis  akker  die  hie  nach  geschriben 
stant:  daz  ist  der  pfell  akker.  Und  ain  akker  haisset  diu  kurtze 
der  stosset  an  der  stette  grabin  ze  Rüdlingen.  Zwo  juchart  die 
Süehelli  buwet,  der  ainü  lit  bi  der  lindenbühil,  ainü  bi  Zolnhusen 
)  bi  des  ammans  akker  von  Rüdlingen,  zwo  juchart  die  Rump  sadig 
hüte  die  Hainrich  des  sniders  waren,  und  ain  lant  daz  bi  den  selben 
zwain  juchartin  lit  an  des  maisters  des  vischers  akker.  Dis  akker 
ligent  bi  der  stette  grabin  und  sint  geschaetzit  ze  sehs  juchartin. 
Abir  in  aim  andern  esche  der  haisset  der  ein  der  gen  Althain  lit 
)  der  Furterinun  akker  bi  mergisowe,  Sifrid  des  Hübers  akker  im 
elm  bi  Cünr.  lant  von  Andelvingen,  ain  lant  im  elme  und  ains  ob 
hofstat  daz  Rumpe  saelige  hüte,  des  pfaffen  akker  ob  den  werdin 
ze  Zolnhusen.  Ain  aker  der  lit  bi  der  Mütlerinun  akker  ob  sattun 
haidun.  Diz  akker  sint  och  gesch setzit  ze  sehs  juchartin.  So  ligent 
3  dis  akker  im  dritten  esche  den  man  haisset  die  gebraitun.  Ain 


158 


1330. 


akker  des  vier  juchart  sint.  und  stosset  an  den  weg  ob  Zolnhusen 
bi  dem  birböm.  Zwai  lant  in  dem  esche  gen  der  owe,  der  ains 
lit  bi  der  herstraz  gen  Grüningin  bi  Frantzin  Stsehillis  lant,  daz 
ander  gen  der  owe  gen  Grüningen  bi  Bertolt  des  kelleris  akker 
den  Walther  der  Ganpler  buwet  und  stosset  uf  den  gartin  gen  der  { 
sintzenrüti.  Dis  akker  sint  och  geschsetzit  ze  sehs  juchartin,  daz 
ir  aller  also  wirt  ahtzehin  juchart  akkers,  die  wir  dem  vor  genantin 
Hans  und  sin  erbon  verlihen  hant  umb  daz  drittail  alle  die  wil  siu 
die  akker  selben  buwent.  Verkoftin  aber  siu  dis  lehenschaft  ald 
butin  si  nit  von  in  selben,  so  sol  man  uns  da  von  gen  daz  wir  ge-  ] 
namzont.  Wir  habin  och  dem  vor  genantin  Johans  verlihen  ain 

wis  diu  haisset  Lu . a)  wis  der  zwai  manne  mat  ist  und  lit 

under  des  ammans  wis  gen  Zolnhuser  bach  jarlich  umb  aht  Schilling 
Costintzer  pfenning  und  allen  sinen  erben.  Und  hant  in  dar  zu 
gelihen  zwen  gartin  die  gelegin  sint  an  der  stette  grabin  ze  Rüd-  ] 
lingen  die  des  altin  von  Pflumern  warin  und  ain  gen  der  herstrasse 
gen  Grüningin  bi  Hainrichs  des  Olfenburgers  gartin,  ze  aim  rehtin 
zinslehin  jarlich  umb  ain  vierdung  wahsis  ze  sant  Martis  dult  ze 
genne.  Und  dar  umb  daz  enhain  stos  werde  an  disen  dingen,  won 
wir  im  denne  gegebin  hant  ain  brief,  geschriben  sam  dirre  brief  S 
ist  gelich  von  ain  er  hant,  besigilt  mit  unsern  insigiln  da  von  für 
künftigen  krieg,  so  habin  wir  gebettin  die  burger  von  Rüdlingen, 
daz  siu  ir  insigel  hant  gelait  an  disen  brief,  ob  iemer  dehain  stos 
wurde,  daz  man  die  brief  für  zehin  hab. 

Dirre  brief  ist  geb[en]  ze  Rüdlingen,  do  man  zollet  von  Cristes  i 
gebürt  drüzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  drizegostin  jar  an  dem 
fritag  nach  sant  Mathias  tag,  da  zegegin  waren:  her  Rüdger 

von  Bartilstain  der  alte,  Cünr.  von  Andilvingen  der  arnman,  Hart¬ 
man  und  Hainrich  von  Enselingen,  Lutz,  Eber,  und  Hainr.  Lupfen, 
Ülrich  der  Cramer,  H.  und  Mangolt  die  Offenburger,  Otte  Satilbach,  \ 
C.  Raiser,  C.  Lütran,  Jo.  Hornli,  Sifrit  Saetzeli  und  ander  biderb 
lüte  burger  ze  Rüdlingin.  Wir  Cünrat  der  amman  und  die  rihter 
von  Rüdlingen  vergehin,  daz  wir  hie  bi  gewesin  sint  und  bette 
baid  tail  gebin  ze  aim  urkünde  unser  insigil  an  disem  brief  für 
künftigen  stos.  Ich  Johans  von  Hornstain  vergih  och  dirre  dinge  aller  * 
und  daz  ich  gebettin  han  die  burger  um  ir  insigil  für  künftigen  krieg. 

NB:  Litera  Johannis  de  Horstain  pro  agris  in  Rudelingen. 

K.  Preussisches  Staatsarchiv  Sigmaringen :  Ried  lingen,  R.  3.  Scat.  Fase.  1. 
Num.  XI.  1330. 

Bas  S  zerbröckelt . 

a)  Bloss  Lu  geschrieben :  dann  ziemlicher  Baum  gelassen. 


1830. 


159 


333.  1330.  12.  M ä r z.  Hartmann  von  E n s  1  i n g e n  verkauft 
an  Heiligkreuztal  Gülten. 

Ich  Hartmann  von  Enslingen  ain  burger  von  Rüdliugen  ver¬ 
gib,  daz  ich  han  geben  ze  köffend  fünf  viertal  kernen  gelt  minen 
5  frowen  der  aebtissen  und  dem  convent  dez  closters  ze  Hailigen- 
crütztal,  die  usser  den  äker  und  wisa  gant  die  hie  nach  geschriben 
stant  und  die  Werntz  der  Holtzwart  burger  ze  Rü düngen  büt.  Ain 
juchart  akers  ist  gelegen  an  den  furswellen  und  ain  juchart  an 
der  owe  bi  sant  Gerien  aker  und  drithalb  juchart  sint  gelegen  ob 
3  der  muli  Zolnhusen  bi  her  Hermans  aker  von  Hornstain.  Und  ain 
land  lit  uffe  hofstat  bi  Cunrat  Lutran  aker  und  land  in  dem  elme 
bi  der  Lodenweberinen  aker  und  zwai  land  übern  buhel  und  ain 
land  in  mergensowe.  Der  wisan  die  öch  Werntz  egenanter  büt  ist 
ainu  gelegen  ennent  der  brugge  und  stozzet  ain  halb  an  des  alten 
5  Hornlins  wls  und  Cünrat  des  Raisers.  Und  ain  wis  lit  in  Mergisowe 
und  ainu  uf  Otis  widon  ains  mansmat  hinder  den  wldon,  und  git 
dü  fünf  viertal  kernen  Rüdlinger  mes  minen  frowan  jarklich  ze  sant 
Michels  tag  der  Wernz  ald  wer  die  selben  aker  und  wisan  hat  und 
büt.  Ich  Hartman  vergih  och,  daz  ich  ze  köffend  han  geben  minen 
0  frowen  vier  Schilling  Costenzer  pfenning  zins  gelt  usser  ains  mans 
mat,  lit  in  dem  brül  entzwischen  Hainrichs  des  Offenburgers  und 
Bentzen  des  kellers  wisan  und  usser  aim  anwander  akers,  lit  in 
der  widach  und  von  aim  anwanfder]  lit  an  dem  weg  gen  der  herstraz. 
Diz  wis  und  aker  buwent  Blochings  kint,  die  minen  frowen  son 
:5  jarklich  öch  ze  sant  Michels  tag  gen  von  den  selben  äker  und  wisa 
ald  wer  si  hat  und  buend  ist  vier  Schilling  zins  gelt.  Diz  kernen 
und  pfenning  gelt  han  ich  geben  umb  sibendhalb  pfunt  Haller. 
(Quittung).  Und  hi  disen  dingen  sint  gewesen:  her  Herman 

von  Hornstain,  Ludwig,  Hainrich,  Eberhart  Lupf  gebrüder,  Hainrich 
io  von  Enslingen  die  dirre  dinge  sint  geziug.  Siegel:  der  stette  insigel 
ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  wart  gehen  do  man  zalt  von  Cristes  gehurt  drtu- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  drizgosten  jar  an  sant  Gregorien  tag. 

Ein  Rund  S  der  Stadt  Riedlingen. 


15  334.  1330.  30.  April.  Mengen.  Graf  Eberhard  von  Landau 
gibt  dem  Aphans  von  Mengen  eine  Wiese  zu  kaufen. 

Ich  grave  Eberhart  von  Landowe  vergih,  daz  mir  hat  uf  geben 
in  min  hant  Ortolf  von  Buwenburch  ain  wis,  die  von  mir  sin  lehen 


160 


1380. 


ist  gewesen,  dü  gelegen  ist  under  Buwenburch  vor  den  akern.  Du 
stosset  ze  ainer  situn  ans  Aempfhingers  wis  und  ze  der  anderun 
situn  an  des  maiers  wis.  Dl  wis  hat  er  geben  Aphans  amen,  burger 
ze  Maengen  und  allen  sinen  erbon  ze  koffend.  Und  durh  des  selben 
Ortolfs  von  Buwenburch  bette  willen  so  gib  ich  dem  Aphans  und  5 
sinen  erbon  und  wem  sis  went  machon  oder  gen  di  aigenschaft  der 
selbun  wis . der  zewaier  manne  matli  ist  und  nit  mei  (.  uf- 

lassunq,  Siegler:  der  Ausstelle'}). 

Dis  besetweh  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz 
neburt  druzehinhundert  jar  und  in  dem  drissegostem  jar  an  saut  10 
Walpurch  abent  ze  ingaendigem  maien  ze  Maengen  in  der  statte. 

ND:  Ain  fri  brief  umb  ain  g&t  gab  Ortolf  von  Buwenburch  Aphausen 
von  Mengen. 

Ein  MundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 


335.  1330.  2.  Juli.  Riedlingen.  Werner  von  Grüningen  lf 

verkauft  landauische  Lehengüter  an  Heiligkreuztal. 

Allen  .  künde  ich  grave  Eberhart  von  Landowe  der  alte,  daz 
ich  zwaiger  mannes  mat  oberhalb  dem  stainin  erüze  und  zwa.ger 
mannes  mat  in  dem  burgaende  und  ains  mannes  mat  under  Landowe  , 
diu  Wernher  von  Gruningin  von  mir  ze  lehen  da  her  g  1  ‘ 

und  nu  verkbffit  hat  der  aebtissenne  und  der  samnunge  von  Har  g- 
crüzstal  umb  an  ains  zwainzig  pfund  Haller,  von  ^«'  ^hin  We  nh 
uf  han  genomin  in  min  l.ant  und  han  die  aigenschaft  den,  closter 
gegebin.  Aufgabe,  Auflassung  aller  maist  wo«  mir  dar  umb  dm  ^ 
pfunt  Haller  sint  wordin.  Siegler:  der  Aussteller.  ■ 

Der  r brief  1  ist  gebin  ze  Rüdlingin,  do  man  zollet  von  Custis 
gMrt  drüzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  drizegostin  jar  an  dem 
maentag  nah  sant  Peters  dult. 


ND:  Aigenschaft  umb  zwai  maus  mat  bi  dem  staiuin  critz  und  zwai  in 

dem  burgemd  Hundersingen. 

Mn  BandS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 


336.  1330.  15.  August.  Überlingen.  Salem  verkauft 

sein  gerbt  zwischen  Beuren  und  Blochingen  an  . 
Spital  zu  Mengen. 

Wir  apt  Chünrat  und  diu  samnung  de[s]  closters  ze  Sai¬ 
nt  answiler  verjeMn,  daz  wir  den  erbaren  armen  löten  des  spitals  ze 
Maengen  unsern  güten  fründen  mit  güter  betrahtung  und  besc  mit  en 


1330. 


161 


wir  koftun  umb  den  Chünrat  den  Wilden  burger  ze  Uberlingen  han 
geben  in  rebtendem  koffe  mit  allen  den  rehten  als  ez  uns  und  unser 
gotzhus  angehort ,  umb  vierzig  pfund  Costenzer  müns  ( Quittung , 
Auflassung).  Siegler:  wir  vor  geschribenne  von  Salmanswiler. 

3  Diz  geschach  ze  Uberlingen  in  der  stat,  do  man  zalt  von  Cristes 
gebürt  driizehen  hundert  und  drizik  jar  ze  unser  frowe  dult  ze 
der  erren. 

Das  8  ist  verloren. 

'337,  1330.  16.  Oktober.  Die  Abtissin  von  Heiligkreuz- 

)  tal  setzt  etlichen  Schwestern  ein  Leibding  aus. 

Allen  .  . .  künden  wir  swester  Maehthilt  diu  abbtissenne  und  der 
convent  von  Hailigcrüzstal,  daz  wir  die  zinse  zwaiger  pfund  Haller, 
die  ab  den  garton  ze  Rüdelingin  gant  die  diu  Lodweberin  uns  ze 
kofenne  gab  und  wilunt  des  altin  Stainibains  warent,  gegen  hant 
3  unsern  swesteran  ze  liptinge,  daz  ist  swester  Maehthilt  von  Stetin 
und  ir  brüder  kint  Irmelin  der  von  Martorf  und  ir  bruder  tohter 
und  Gunthartin,  also  swenn  diu  von  Stetin  baidiu  sterbent,  so  ist 
ain  pfunt  ledig,  so  die  von  Martorf  baid  sterbent,  so  sint  zehin 
Schilling  ledig,  und  so  Gunthartin  stirbit,  abir  zehin  Schilling  ledig. 
3  Und  swaz  sin  ledig  wirt,  daz  sol  alleweg  dienon  in  die  kuchi  ainer 
underkellerin  diu  sin  pflegin  sol.  Siegler:  die  Aussteller. 

Dirre  brief  ist  gebin  do  man  zallet  von  Cristi  gebürt  drüzehin- 
hundert  jar  und  dar  nah  im  drizegostin  jar  an  sant  Gallen  tag. 

Ein  Oval  8  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 


5  338.  1330.  20.  Oktober.  Mengen.  Ritter  Burkhard  der 

A 1 1 e r  e  v o n  E 1 1  e r b  a c h  ver k au f t  B  u r g L  a n  d au  u n  d E  r t i n g e n 
um  3500  &  Haller  an  Graf  Wilhelm  von  Mont  fort. 

Ich  Burchart  von  Elrbach  der  elter  ain  ritter  vergib  und  tün 
kunt  offenlich  an  disem  brief  allen  den  di  in  scheut  ||  oder  hör  ent 
0  lesen,  daz  ich  gib  und  han  geben  dem  hochgebornen  h erren  grave 
Wilnhalm  von  Montfort  und  allen  sinen  erbon  ||  min  burch  ze  Landowe 
und  daz  dorf  ze  Ertingen  und  alles  daz  dar  zu  höret  lut  und  gut 
holtz  und  velt  ||  wasser .  und  wald  aker  und  wisan  zewinge  und 
banne  .  .  .  mit  allen  rehten  und  gewonhait,  als  ichs  von  dem  hoch- 
5  gebornen  h erren  grave  Eberhart  von  Landowe  hab  gekoft  und  als 
ichs  her  han  genossen  und  her  han  braht,  und  min  muli  ze  Ertingen 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  11 


162 


1831. 


di  ich  koft  umb  di  ersamen  yrown  in  göt  .  .  di  aebtissinun  von 
Bftcliowe,  umb  vierdhalp  tusent  pfhund  Haller  gftter  und  gaeber, 
der  ich  von  im  bin  gewert  gar  und  gaenzlich.  Ich  vergib  och,  daz 
ich  und  min  erben  sin  und  sinr  erbon  der  vor  genanton  güter  der 
burch  ze  Landowe,  des  dorfs  ze  Ertingen  und  der  mfdi  darzü  reht 
wer  sont  sin  an  gaeschlichem  und  an  weltlichem  geriht  nah  reht 
und  nach  des  landes  gewonhaet,  du  vor  genemten  gftter  si  sigint 
aigen  oder  lelien.  Ich  verzili  mich  och  für  mich  und  für  min  erben 
aller  der  reht  und  ansprach,  der  wir  habint  oder  immer  mohtint 
gewinnen  an  du  vor  genemten  gftt  und  an  di  nütze  di  da  körnen 
mugint.  Und  ze  ainer  ewiger  staetun  warhaet  dirre  getat  und  dis 
kofs  so  gib  ich  Burchart  von  Elrbach  dem  hohgebornen  herren  grave 
Wilnhalm  von  Montfort  und  sinen  erben  disen  brief  besigelt  mit 
minem  insigel. 

Dis  beschall  und  wart  dirre  brief  geben ,  do  man  za.lt  von  gotz 
gehurt  druzehinhundert  jar  und  in  dem  drissegostem  jar  an  dem 
nächsten  samstach  nach  sant  Gallen  tach  ze  Maengen  in  der  stat. 

Ein  HundS.  Das  Bild  ist  fast  ganz  verdorben.  U:  MILITIS  •  D[E]  • 
EL . 


SSO.  1381.  10.  Februar.  Riedlingen.  H ermann  von  Horn¬ 
stein  vermacht  all  sein  fahrend  Gut  nach  seinem  Tod 
den  Frauen  von  Heiligkreuztal. 

Allen  . . .  Mnd  ich  Herman  von  Hornstain  kircherre  ze  Sekilch, 
daz  ich  besundin  libe  und  bedahtim  mftt  dur  got  luterlich  und  miner 
sei  hail  gegebin  han  und  gib  mit  disem  brief  der  aebbtissenne  und 
der  samnung  von  Hailigcrftzstal  alles  min  varndis  gftt  das  ich  han, 
nah  minem  tode,  es  sie  an  barem  gftt,  Silbergeschirre,  rossen,  rindern, 
schafin,  gülte  und  alles  getraid,  betwat  und  swas  ich  han.  Waere 
abir  daz  niemir  bescliehin  mussi,  daz  dehain  miner  erbon,  daz  doch 
min  willi  nit  ist,  viel  an  daz  varnd  gftt,  der  sol  den  von  Hailig- 
crfttzstal  hundert  mark  silbers  gen  luters  und  gaebis  Costintzer 
gewiht  als  ich  geordenot  han.  Und  swem  daz  varnde  gftt  belibit, 
der  sol  och  für  mich  geltin  swen  ich  it  sol.  Siegler:  der  Aus¬ 
steller. 

.  Dirre  brief  ist  gebin  ze  Rudlingen,  do  man  zahlet  von  Christis 
gebürt  drftzehinhundert  und  ains  und  drizig  jar  an  dem  sunnentag 
vor  der  vasnaht.  Und  was  hie  bi  diser  gift:  min  herr  der 

abbt  von  Salmanswiller,  Rudger  von  Bartilstain,  Hartman  und  Haintz 


1381. 


163 


von  Enselingin,  Lutze,  Eberhard  und  H.  Lupfen,  Mangolt  und  Hain- 
rich  die  Offenburger,  C.  Raiser,  C.  Lütram,  Job.  Hörnli,  Otte  Sattil- 
bach  burger  ze  Rüdlingin. 

Das  S  des  Hermann  von  Hornstein  Kirchherrn  von  Seekirch  fast  ganz 
)  verloren . 


34:0.  1331.  1.  März.  Riedlingen.  Johann  von  Hornstein 
wird  von  den  Klöstern  Salem  und  Heiligkreuztal  mit 
Äckern,  Wiesen  und  Gärten  zu  Riedlingen  belehnt. 

Allen . .  .  offnon  ich  Johans  von  Hornstain  her  Hermans  sun  von 
)  Hornstain,  daz  du  erbern  klöster  der  conwent  Salmanswiller  und 
daz  kloster  und  der  convent  von  Hailig  Cruztal  yerlihen  haut  mir 
und  minen  erben  dise  akker  die  hie  nah  gescriben  stant.  Daz  ist 
der  pheller  akker  und  ain  akker  haisset  dera)  kurze,  der  stozet  an 
der  stette  grabin  ze  Rvullingen.  Zwo  juchart  die  Stähelli  buwet, 

5  der  ainü  lit  bi  der  lindunbuhil,  ainü  bi  Zolnhusen  bi  des  amniens 
akker  von  Rüdlingen.  Zwo  juchart  die  Romp  sälig  but  die  Hain- 
rich  dez  Sniderz  waren,  und  ain  lant  daz  bi  den  selben  zwain 
juchartin  lit  an  dez  maisters  dez  Vischers  akker.  Diz  akker  ligent 
bi  der  stette  grabin  und  sint  geschazet  ze  sehz  juchhartin.  Abir 
3  in  aim  andern  esche  der  haisset  der  elm  der  gen  Althain  lit:  der 
Furterinun  akker  bi  mergisowe,  Sifrid  des  Hubers  akker  im  elm, 
Cünratz  lantb)  von  Andelvingen.  Ain  lant  im  elm  und  ains  ob 
hofstat  daz  Rummpe  sälig  bute.  Dez  Phaffen  akker  ob  den  werdin 
ze  Zolnhusen.  Ain  akker  der  lit  bi  der  Mütlerinun  akker  ob  sattun 
5  haldun.  Diz  akker  sint  och  gesell ätzit  ze  sehz  juchartan.  So  ligent 
dis  akker  im  dritten  esche  den  man  haisset  die  gebraitun:  ain 
akker  dez  vier  juchart  sint  und  stosset  an  den  weg  ob  Zolnhusin 
bi  dem  birböm.  Zwai  lender  in  dem  esch  gen  der  owe,  der  ains 
lit  bi  der  herstras  gen  Grüningen  bi  Frantzen  Stähillis  lant,  daz 
0  ander  gen  der  owe  gen  Grüningen  bi  Bertolt  dez  Kellers c)  akker, 
den  Walther  der  Gampler  buwet  und  stosset  uf  den  gartin  gen  den 
sintzenrüti.  Diz  akker  sint  och  gescliätzit  ze  sehs  juchartin,  daz  ir 
also  wirt  ahtzehin  juchart  akkers  um  daz  dritdail  alle  die  wile  ich 
ald  min  erben  die  akker  selb  buwen.  Verkofte  abere  ich  dis  lehen- 
»5  schaff  ald  buwent  diz  akker  nit  selb,  so  sol  man  den  klostern  gen 
von  den  akker  waz  si  gemänzent.d)  Ich  han  och  von  den  klostern 
ze  lehen  und  alle  min  erben  ain  wis  du  haisset  Lützis  wis  der  zwai 
manne  mat  ist  und  lit  under  dez  animans  wis  gen  Zolnhuser  bacli 
järlich  um  aht  Schilling  Costenzer  phenning.  Ich  han  och  dar  zu 


164 


1381. 


zwen  garten  die  gelegen  sint  an  der  stette  graben  ze  Rüdlingen, 
die  dez  alten  von  Phlumern  waren  und  ain  gen  der  herstraze  gen 
Grünigen  bi  Hainrich  dez  Offenburgers  gartin  ze  aim  rehtin  zins- 
lelien,  jarlich  umb  ain  vierdung  wahsis  ze  sant  Martis  dult.  Siegel: 
der  stat  insigel  ze  Rüdlingen.  Wir  der  amman  und  der  rat  ze 
Rüdlingen  vergehin  aller  dirre  ding  daz  dü  war  sint  und  durh  bet 
unserz  burgerz  Jolians  von  Hornstain  he[n]ken  wir  unser  stat  insigel 
an  disen  brief. 

Dirre  brief  ist  gebin  in  der  stat  ze  Rüdlingen,  do  man  zallet 
von  Cristes  gebürt  druzehinhundert  jar  und  dar  nah  in  aim  und  1 
drizegosten  jar  an  dem  fritag  nah  sant  Matias  tag,  da  zegegin 
wann:  her  Rüdger  von  Bartilstain,  Cönrat  von  Andelvingen 

der  amman,  Hartman  und  Hainrich  von  Enslingen,  Lutz,  H.,  Eber. 
Lupfin,  Ülrich  der  Cramer,  H.  und  Mangolt  die  Offenburger,  Otte 
Sattilbach,  C.  Raiser,  C.  Lütran,  Jo.  Hornli,  Sifrit  Sätzeli  und  ander  1 
burger  ze  Rüdligen. 

ND:  Umb  die  agker  ze  Rüdlingen  die  wir  Jobansen  von  Hornstain  und 
sinen  erben  gelühen  haben. 

Das  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

Zweite  Ausfertigung :  a)  die  kurze.  —  b)  bi  Cünr.  lant.  —  c)  Kellerers.  2 
—  d)  genümzent. 

341.  1331.  1.  März.  Salem. 

Der  Lehenbrief  zur  vorhergehenden ,  gleichlautend  bis  auf 
sprachliche  Einzelheiten ,  ausgestellt  von  den  beiden  Klöstern.  Er  ist 
am  gleichen  Tag  ausgestellt  mit  genau  den  gleichen  Zeugen ,  aber  nicht  2 
in  Riedlingen,  sondern  in  Salem. 

Dirre  brief  ist  gebin  ze  Salmanswiller,  do  man  zallet  von  Cristis  • 
gebürt  drüzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  ain  und  drizegostin  jar  an 
dem  fritag  nah  sant  Mathias  tag,  da \  ze  gegin  waren :  her  Rüdger 

von  Bartilstain,  Cünrat  von  Andilvingen  der  amman,  Hartman  und  2 
Hainrich  von  Enselingin,  Lutz,  H.,  Eber.  Lupfin,  Ülrich  der  Cramer, 
H.  und  Mangolt  die  Offenburger,  Otte  Sattilbach,  C.  Raiser, 
C.  Lütram,  Jo.  Hornli,  Sifrit  Saetzeli  und  ander  burger  ze  Rüdlingen. 

Zwei  OvalS  der  beiden  Klöster. 

342.  1331.  11.  April.  Konstanz.  Bischof  Rudolf 

von  Konstanz  bestätigt  das  Testament  Hermanns  von 

Hornstein. 

Rüdolfus  dei  gracia  Constantiensis  ecclesie  episcopus  universis 
presentes  literas  inspecturis  subscriptorum  noticicim  cum  salute.  No- 


1331. 


165 


verint  universi  presentium  inspectores >  ||  quod  cum  dilectus  in  Christo 
Hermannus  de  Hornstain  rector  ecclesie  in  Sekirch  nostre  dyocesis 
volens  et  intendens  tarn  saluti  anime  sue  prospicere  quam  ||  futuris 
rancoribus  et  periculis  precavere  legaverit  tradiderit  et  donaverit 
5  rite  et  legittime  pure  ac  simpliciter  honorfabilibus]  in  Christo  abbati 
et  conventui  monasterii  in  Salem  ac  religiosis  in  Christo  abbatisse 
et  conventui  monasterii  ||  Vallis  Sancte  Crucis  ordinis  Cysterciensis 
ac  eorum  monasteriis  communiter  universas  et  sing-ulas  possessiones 
et  bona  ipsius  Hermfanni]  sitas  in  villa  Zollenhusen  et  in  banno 
0  eiusdem  omnesque  et  singulos  agros  et  prata  sitos  in  banno  Rüde- 
lingen  et  omnes  suos  agros  sitos  in  Obernholtz  et  circa  unum  etiam 
predium  situm  in  Burch oltingen,  quod  quondam  tenuit  Ortolfus  dictus 
Bachritter  armiger  quod  nunc  colit  Appo  dictus  Mayer  residens  in 
ipso  predio  necnon  omnes  et  singulos  ortos  suos  sitos  circa  opidum 
5  Rüdelingen  et  ortos  suos  omnes  et  singulos  sitos  iuxta  ripam  die- 
tarn  Zollenhuserbach  et  circa  cum  eorum  pertinentiis  et  attinentiis 
universis  et  specialiter  monasterio  Vallis  Sancte  Crucis  domum  suam 
sitam  in  Rüdelingen  iuxta  curiam  dicti  .  .  Lupfen,  quam  quidem 
domum  nunc  inhabitant  .  .  plebanus  et  socii  sui  in  Rüdelingen  et 
0  molendinum  situm  in  Zollenhusen  ac  possessiones  dictas  Grantzen 
gesasse  et  possessiones  sitas  in  loco  dicto  im  roden  in  banno  Alt¬ 
hain  et  in  ipsa  villa,  quinque  etiam  iugera  agrorum  cum  pratis  drier 
mannesmat  ac  ortum  quem  colit  .  .  dictus  Probist  ibidem  sitos  cum 
eorum  pertinentiis  universis  nec  non  ecclesie  sue  in  Sekirch  ad 
5  lumen  dumtaxat  et  fabricam  ipsius  ortum  situm  in  Althain  quem 
colit  .  .  dictus  Zürn  cum  suis  pertinenciis  universis;  item  viro  dis- 
creto  Johanni  filio  suo  opiddano  in  Rüdlingen  et  heredibus  eins 
omnia  sua  predia  atque  bona  ac  singula  sita  in  villa  Pflumern  cum 
omnibus  et  singulis  agris  et  pratis  ac  pertinentiis  suis  universis  nec 
0  non  predium  suum  situm  in  Grüningen  quod  nunc  colit  Hainricus 
under  Stainburch  cum  suis  pertinenciis  ac  predium  suum  situm  in 
banno  villanorum  in  Althain  dictum  dez  Gräters  gut,  quod  colit 
Johannes  dictus  Hülling,  et  quatuor  iugera  agri  sita  in  banno  Althain 
quorum  duo  emit  a  .  .  dicto  Fetterren  et  alia  duo  a  .  .  dicto  Hilt- 
5  bolt ;  unum  eciam  agrum  situm  in  banno  qui  dicitur  Rüdelinger  elm 
quem  emit  ab  Hainrico  Fabro  de  Rüdelingen  ac  unum  pratum  situm 
in  der  mergisöwe  ains  mannes  mat  situm  in  banno  Rüdelingen  et 
tredecim  iugera  agri  quorum  decem  vel  undecim  sita  sunt  in  banno 
villanorum  in  Tögendorf  ob  Obernholtz  ennunt  des  espans  et  residua 
0  iugera  in  Oshain  ac  predium  suum  situm  in  Nüfron  quod  colit  Jo- 


166 


1331. 


hannes  clictus  Rasolt  cum  pertinenciis  suis  nec  non  predium  suum 
situm  in  Nidre  Heringen  quod  colit  Hermannus  dictus  Keller  de 
Unlängen,  et  medietatem  possessionum  emptarum  a  Ludwico  de 
Erenvels  sitarum  in  villa  Meringen  quas  colit  Cünr[adus]  dictus 
Zimbermann,  quam  residuam  medietatem  dictus  Johannes  etiam  emit 
a  Ludwico  memorato  nec  non  domum  suam  sitam  in  Rüdelingen 
quam  ipse  Johannes  nunc  inhabitat  et  dudum  inhabitavit,  ac  domum 
suam  sitam  in  Bibrach  quam  emit  a  dicto  Käpfing  iuniore,  et  insuper 
omne  frumentum  quod  iam  in  ipsa  domo  conservavit  et  deposuit 
et  redditus  unius  libre  den.  Confstantiensium]  de  domo  Rüdgeri 
dicti  Gaisse  sutoris  site  in  Rüdelingen  ac  redditus  decem  solidorum 
den.  Constfantiensium]  de  domo  Wernheri  dicti  Künolt  sita  in  Rüd- 
lingen  —  et  petiverit  a  nobis  dictus  rector  ut  legacioni  tradicioni  et 
donacioni  per  euin  ut  premittitur  legitime  peractis  conseusum  nostrum 
ordinarium  eas  approbando  et  confirmando  inpertiri  dignaremur,  nos 
ipsius  rectoris  precibus  tarn  iustis  et  racionabilibus  acquiescentes 
legacioni  tradicioni  et  donacioni  conseusum  nostrum  ordinarium 
adhibemus  easque  auctoritate  nostra  ordinaria  presentibus  in  nomine 
domini  approbando  confirmamus.  In  quorum  omnium  et  singulorum 
testimonium  et  roboris  tirmitatem  sigillum  nostrum  episcopale  ad 
ipsius  rectoris  peticionem  presentibus  duximus  appendendum. 

Actum  et  datum  Constancie  anno  domino  millesimo  tricentesimo 
tricesimo  primo  III  idus  aprilis  indictione  XIIII. 

Ein  OvalS  des  Bischofs  von  Konstanz. 

34hS.  1331.  22.  April.  Heiligkreuztal.  Die  Abtissin 

Mechthild  von  Heiligkreuztal  verkauft  an  das  Kloster 
Zo fing en  zu  Konstanz  Güter  zu  Wiggen weiter. 

L  g.  n.  a.  Wir  swester  Mächthilt  von  Schäfhusen  äbtischinne 
und  der  convent  gemainlich  des  gotzhuses  zem  Hailigenkrützstal 
tilgen  kunt,  claz  wir  durch  recht  notdurft  unde  gälte  wegen  unsers 
gotzhuses  in  die  wir  gevallen  sien  verköffet  haben  und  ze  koffen 
geben  der  priolin  und  dem  convent  dez  gotzhuses  von  Zovingen 
ze  Costentz  predier  ordens  mit  günst  und  mit  willen  abte  Chünrat 
von  Salmanswiler  unsers  visitierers  unser  gut  ze  Wikkenwille  daz 
da  haisset  Blässinges  gut,  und  alle  die  agker  die  wir  hatten  ze 
Camerers  Tannen,  die  da  stoszent  ainhalb  an  der  vrowen  gut  von 
Zovingen  und  anderhalb  an  der  herren  gut  von  Salmanswiler  und 
an  der  dritten  situn  an  Rudolfs  gut  des  schmitz  ze  Wikkenwile  als 


1331. 


167 


wirs  da  hattun  (Pertinenzformel)  vür  ain  rechtes  fries  aigen  äne 
den  zehenden  umbe  drissig  phunt  und  umbe  sechsthalb  phunt  phen- 
ningen  Costentzer  münsea)  geber  und  gftter  Haller  (Quittung,  Währ¬ 
schaft).  Und  verzihen  uns  alles  dez  rechtes  gewonhait  und  der 
5  brieven  die  inan  erwirket  von  Rome  oder  anderswannen,  da  mit 
wir  oder  unser  nächkomen  wider  den  köf  mochten  körnen  oder 
da  wider  reden  klain  oder  grös.  (Besiegelung  durch  Heiligkreuztal 
—  Konsens,  Besiegelung  von  Salem). 

Dirre  köf  beschach  und  wart  dirre  brief  gegeben  in  unserrn 
0  gotzhuse  zem  Hailigenkrützstal ,  do  zegegen  waren:  Albrecht 

der  Mösherre  von  Bärmatingen ,  Hainrice  der  Schulle  burger  ze 
Märchdorf,  Johans  der  hirte  von  Bärmatingen  und  ander  .  .  an  dem 
nächsten  mäntage  vor  saut  Georien  tag,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehenhundert  jare  und  dar  nach  in  dem  ain  und 
5  drissigosten  jar. 

Lehrinstitut  Zofingen  Konstanz. 

FUB.  V,  Kr.  233,4. 

Zivei  OvalS  des  Abtes  von  Salem  und  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

a)  FUB.  a.  a.  0.  hat  51/,,  ti. 

0  Srt-L.  1331.  24.  April.  Nürnberg.  Kaiser  Ludwig  der 

Bayer  erhebt  Ertingen  zur  Stadt  und  'verleiht  einen 
Markt  auf  den  Donnerstag. 

Wir  Ludwig  von  gottes  gnaden  römischer  kayser  zu  edlen 
zeitten  mehrer  des  reihs  verjelien  öffentlichen  an  diesem  brief  und 
5  thän  khundt  allen  den  die  inn  ansehend  oder  hörend  lesen,  dass  wir  durh 
besünder  bett  des  edlen  mannes  Wilhelms  grafen  zue  Montfort  un||sers 
lieben  getreüwcn  und  durch  besünder  gnade  und  günst  so  wir  zü 
ime  haben,  ime  gewert  haben  wir  ehatften,  .  .  und  verichen  ime  aüch 
mit  disem  gegenwertigen  ||  brieff  dass  dorff  züe  Ertingen,  allso  dass 
0  er  daraüs  mache  ain  statt  mit  mäüren  und  mit  graben  und  mit 
ander  vestünge,  die  ain  statt  dürch  recht  haben  soll.  Wir  geben 
ime  auh  in  die  selben  statt  züe  Ertingen  von  unserem  kayserlichen 
gewaltt  ainen  marckht  ze  haben  und  ze  halten  wochiklichen  an  dem 
dornstage,  und  wellen,  dass  der  selbe  markht  alle  die  markhtrecht 
5  habe  und  ehre  und  recht  gewohnhait  alls  der  marckht  hat  unnser 
und  des  reichs  statt  zue  Lindauw.  Und  darüber  zü  ainem  uhrkhunde 
geben  wir  ime  disen  brief  versigelten  mit  unnserem  kayserlichen 
innsigel,  der  geben  ist  zü  Nüremberg,  da  man  zalt  von  Christas 
gebürt  dreyzehenhündert  jar,  darnach  in  dem  ainem  und  dreyssigsten 


168 


1381. 


jar  an  sanct  Georgen  tag,  in  dem  sibenzehenden  jar  unnsers  reich  s 
und  dem  vierten  des  kayserthumbes. 

Das  Original  fehlt ;  zwei  Abschriften,  vielleicht  ans  dem  17.  bis  18.  Jahr¬ 
hundert  sind  vorhanden,  eine  auf  Pergament,  eine  auf  Papier.  Auf  dem  Per - 
gament  ist  das  Siegel  gezeichnet  als  ein  BundS  an  grün-roten  geflochtenen 
Schnüren.  Der  Kaiser  sitzt  linksgewendet  im  römischen  Geirande  auf  dem 
Thron,  in  der  Bechten  das  Zepter,  in  der  Linken  die  Weltkugel.  Bechts  und 
links  befindet  sich  je  ein  Adler  und  ein  Loire. 

34o.  1331.  8.  Mai.  Mengen.  Walther  Hundubel  von 

Mengen  verkauft  ein  e  von  den  Herzogen  von  Österreich  \ 
zu  Lehen  gehende  Wiese  an  Heiligkreuztal. 

I.  g.  n.  a.  Ich  Walther  Hundubel  ain  burger  ze  Maengen 
vergib,  daz  ich  gib  der  aebtissinun  und  dem  convent  gemaenlich 
des  closters  ze  Hailigencrutztal  min  wis  der  man  sprichet  des  von 
Tanne  wis  du  gelegen  ist  in  dem  haggen  am  pfherrich,  umb  ain  i 
ains  zewainzich  pfhund  pfhenninge  Costencer  muns  ( Quittung ).  \ 
Und  wan  du  selbe  wis  ist  lehen  von  den  herzogon  von  Osterrick, 
so  han  ich  in  gesetzd  Cünrat  Sckiltunch  amman  ze  Maengen  und 
Cünrat  den  gebuttel.  Wenne  der  herzog  kurnmet  in  di  gegen,  so 
sol  ich  in  sin  aigen  in  jars  vrist;  kumt  er  aber  nit  in  daz  lant,  so  2 
sol  ich  haben  darnach  nah  dem  jar  ain  halbes  jar.  Waer  aber  daz 
ich  in  di  wis  von  den  herzogen  nit  mohti  geaigen,  so  sol  es  stau 
an  den  vor  genemten  zewaen.  Was  mich  di  haissent  tun  für  di 
vertigunge,  daz  sol  ich  tun.  Enwaerind  aber  di  selben  zewen  da 
vor  got  si  e  ich  in  sin  gevertigoti,  so  sulin  wir  baidunthalp  zewen  2 
ander  gemaen  man  nemen.  Und  was  mich  di  haissent,  daz  sol  ich 
aber  tun.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  ze  Maengen. 

Bis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von  gotz  1 
gebürt  druzehinhundert  jar  und  in  dem  ain  und  drissegostem  jar 
an  der  uffert  abend  ze  Maengen  in  der  stat.  3 

DN:  Umb  die  wise  in  dem  haggen  am  pferrich. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen  aus  braunem  Wachs. 

346,  1331.  30.  Mai.  Schwester  Hailig  von  Stuttgart 

kauft  1  &  Kon  Stanzer  um  1472  &  Haller. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  .  vergihe  ich  swester  Mathilt  du  aebtissenn  3 
ze  Hailigencruzital ,  daz  swester  Hailige  von  Stugarten  koffet  het 
um  fünfzehenthalb  plmnt  Haller  güter  und  geber  ain  phunt  geltz 


1331. 


169 


Costenzer  münz.  Daz  gat  usser  der  wiz  du  da  gelegen  ist  in  dem 
hag  an  dem  pfherrich.  Daz  selbe  phunt  sols  sü  niescen  die  wile 
sü  lebt.  Und  swenne  sü  nit  en  ist,  so  sols  ez  vallen  an  swester 
Lügart  von  Ezzelingen  unz  an  ir  tod.  Nach  ir  baider  tod  so  sol 
5  ez  ain  underü  kellerin  in  ir  baut  han  und  sol  iarclich  an  sant  Jo- 
hans  tak  ante  portam  Latinam  ain  halb  mauz  wins  gen  der  samenüg 
dur  ir  wöderren  sele  willen.  Diz  phunt  sol  man  allewegen  gen  an 
sant  Michels  tak.  Dez  ist  gezüge:  brftder  Hainrich  Hetteling, 

brüder  Cünrat  der  koffman,  brüder  Wernher  der  phistermaister. 

10  Siegler:  dü  abtissen  swester  M.  und  der  convent. 

Diz  beschach  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drüzehen  hun¬ 
dert  jar  und  in  dem  ain  und  drizgosten  jar  an  dem  dunrstag,  so 
man  begat  die  höhgezit  von  unsers  herren  lieh  amen. 

S  abgerissen. 


15  347.  1331.  9.  Juni.  Konstanz.  Ritter  Ulrich  Oswald 

von  Markdorf  freit  das  heiligkreuztalische  Out  zu 
Markdorf,  es  seien  Weingärten,  Äcker  oder  anderes 
Out,  für  ewig  von  allen  Diensten,  Steuern,  Forderungen 

und  Zins. 

20  Ich  Ulrich  Oswalt  von  Marchdorf  ritter  tun  chunt ,  daz  ich  vrie 
und  gevriet  han  für  mich  und  für  alle  min  erbn  der  vrowen  gut 
von  dem  Hailignchrütztal  daz  si  ze  Marclidorf  hant  ligent,  ez  sien 
wingarten  Icker  ald  ander  gut  swie  daz  genennet  ald  gehaizzen  ist. 
Die  wingarten  alle  und  die  guter  sag  ich  vri  für  mich  und  für  alle 
25  min  erbn  nu  und  her  nach  ewichlich  swem  si  die  wingarten  und 
die  guter  gebint  ald  verchouffent  für  alle  dinst  und  stewern  und 
vorderung  und  für  alle  zins,  daz  sei  von  minne  ald  von  reht  swie 
die  genemt  sint  ald  gehaizzen,  wan  die  selbn  wingarten  und  die 
guter  mir  noch  dhainem  minem  erben  ald  nachchomen  nilites  gepunden 
30  sint  ze  tun  noch  ze  dinen  noch  dhainerlay  stewer  ald  zins  ze  gehn 
noch  dhainen  dinst  ze  tun  weder  von  minne  ald  von  reht.  Und 
swaz  si  mir  da  her  hant  gedint,  daz  ist  gewesen  von  gewonhait 
und  von  dhainem  reht.  Und  sint  mir  und  dhainem  minem  erbn 
ald  nachchomen  die  wingarten  und  güter  nihtes  mer  gepunden  ze  dinen 
35  ald  ze  tun  weder  von  minne  noch  von  reht  noch  von  gewonhait.  Ich 
vergib  ouch  für  mich  und  für  alle  min  erbn  und  nachchomen,  daz 
ich  denen  selbn  wingarten  und  gutem  weg  han  gehn  und  gib  der 
si  notdürftig  sint  völliclichen.  Und  sol  ich  noch  dhain  mein  erb 


170 


1331. 


ald  nachchomen  chaines  dinstes  da  von  warten  noch  muten  weder 
von  minn  noch  von  reht,  wan  dar  umb  hat  mir  und  minen  erbn 
bischof  Chünrat  von  Frising  genant  von  Klingenberch  als  vil  liebs 
und  nutzes  getan  mit  sinem  gut,  daz  ich  mich  und  alle  min  erbn 
und  min  nachchomen  zu  allem  dem  gepunden  hau,  daz  hie  an  disem  \ 
brief  stat  ze  tun  ze  laisten  ze  volfüren  und  stät  ze  habn.  Siegel: 
min  insigel  (Ritter  Ulrich  Oswalds  von  Markdorf)  und  des  officials 
insigel  ze  Kostentz.  Wir  der  official  von  Kostentz  verjehen,  daz 
diss  alles  vor  uns  beschehen  ist.  (Siegelanhängung.) 

Der  brief  ist  gehn  ze  Kostentz,  do  von  Christes  gepürt  worn  k 
dreützehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem  ainem  und  drizzigisten 
jar  des  nächsten  süntags  vor  sant  Vites  tag. 

Zwei  S  ;  das  erste  ist  ganz  verloren ,  das  zweite  ein  RundS  aus  braunem 
Wachs  ist  zerbrochen ,  es  ist  das  des  Offizials. 

Zivei  Kopien  auf  Papier  sind  noch  hinzugefügt:  eine  aus  dem  15.  Jahr-  II 
hundert;  eine  aus  dem  Jahr  1706,  mit  einem  kleinen  runden  aufgedrückten  Siegel 
der  Stadt  Riedlingen. 

In  der  ziveiten  Kopie  folgt  noch  eine  Zusammenstellung : 

Diesse  nachfolgende  Stiickh  geben  khein  steur:  item  YII  stiickh 
am  Kapfenberg;  mehr  XI  stiickh  ahn  der  Sigmaisterin ;  mehr  XII  2< 
stiickh  auf  der  Staig;  mehr  VI  stiickh  am  Atzelberg;  mehr  IIII  stiickh 
an  der  Garweide.  Item  I  manssmath  wiessen ;  mehr  I  manssmath 
in  embd  wiessen.  Item  I  stückhle  holtz;  mehr  hauss,  sheur,  dorggel, 
garthen  sainbt  der  gantzen  hoffraithin.  Diesse  giiether  sind  gottes 
gäbe,  von  einim  bischoff  von  Freyssingen  genandt  von  Klingenberg  21 
herrüerhent  lautt  brieff  und  sigel  ungeföhrlich. 

Item  mehr  VI  stiickh  reben  am  Wanger  halden,  und  II  stiickh 
bey  dem  hauss.  Summa  XL VIII  stiickh  reben. 

348.  1331.  24.  Juli.  Mengen.  Walther  der  alte  Stadel-  I 

maier  von  Mengen  gibt  eine  Wiese  an  Heiligkreuztal.  31 

Ich  Walther  der  alt  Stadelmaier  ain  burger  ze  Mengen  vergifte ,  ; 
daz  ich  hän  gemachet  min  wise  der  men  sprichet  der  sinwellen  wis 
glilitergit  du  an  der  Kaltachun  lit,  die  brüder  Johans  min  sun 
Wilhelmer  ordens  dez  closters  ze  Mengen  messen  sol  die  wile  er  lebet, 
der  äbtissen  und  dem  convent  dez  closters  ze  Hailigcrücis  Tal  also,  3! 
zwenne  min  sun  nit  enwaere  daz  got  wende,  daz  denne  min  wise 
diene  an  den  tiszch  der  fröwen  gemainlich  und  sunder  so  min  jar-  i 
zit  wirt.  Es  solent  och  die  selben  fröwen  min  järzlt  begän  immer 
mer  fürste  got  über  mich  gebiut,  also  als  si  got  wellent  antwurten 
an  dem  jüngsten  tag.  Siegel:  unser  stette  insigel  ze  Mengen.  4< 


1331. 


171 


Der  [brief]  wart  geben  do  men  zalt  von  gotz  gehurt  driizehen- 
hundert  jar  und  dar  nahe  in  dem  ainem  und  driszgöstem  jar  ze 
Mengen  in  der  statte  an  santi  Jacobes  des  zwelfbotten  abent. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

6  349.  1331.  24.  Juli.  Das  Kloster  in  Mengen  verkauft  eine 
Wi e s e b e i  Ertingen  an  Heiligkreuztal  um  34 (tt  15  s.  H a  1 1  e r. 

N overint  universi  literarum  presencium  auditores ,  quod  nos 
prior  et  conventus  domus  in  Mengen  ordinis  Wilhelmitarum  confite- 
mur  et  recognoscmus  per  presentes,  quod  nos  de  communi  con¬ 
to  sensu  et  animo  deliberato  vendidimus  et  proprias  tradidimus  tres 
tercias  partes  duorum  pratorum  in  tonso  vulgariter  dicto  in  dem 
emde  ville  Ertingen  sitorum  vulgariter  dictas  Grüwillins  wisa  aba- 
tisse  et  conventui  cenobii  in  Yalle  Sancte  Crucis  pro  XXXV  libris 
minus  V  solidis  Hallensium  legalium  et  bonorum  (Quittung,  Auf- 
15  lassung ,  Währschaft)  secundum  ius  seu  conswetudinem  civitatis  in 
Mengen.  Gums  contractus  testimonium  perhibent  veritati :  Cün- 

radus  dictus  Schiltung,  Waltherus  Stadelmaier,  Cünradus  Preco  cives 
in  Mengen  necnon  alii.  Siegler:  nos  prior  et  conventus  de  Mengen. 

Datum  anno  domini  MCCC  tricesimo  primo  in  vigilia  beati 
20  Jacobi  appostoli. 

Zwei  S,  das  erste  ist  fast  ganz  verloren;  das  zweite  ist  beschädigt.  Zwei 
Ordensbrüder  mit  einer  Gewandung  nach  Art  der  Minoriten  stehen  einander 
zugekehrt  und  halten  je  einen  krückenartigen  Stab  in  Händen.  U:  f  S.  FRM  •  I  • 
[MENGE] N  •  ORDINIS  •  S  •  WIL . 

25  350.  1331.  23.  September.  Saulgau.  K.,  M.  und  A.  Berthold 
Wolfrads  seligen  Kinder  von  Herbertingen  sollen  die 
Bitenmühle  nur  bis  zum  Tod  ihrer  drei  Basen  inne  haben. 

Wir  Katherin,  Margaret  unde  Adelhait  Berhtolt  Wolfratz 
säligen  kint  von  Herbrehtingen  vergenhint ,  daz  weder  wir  noch 
30  kain  unser  erbe  enkain  reht  noch  vrsüchunge  sont  han  nach  Adelhait 
Höllinun,  Katherinun  Billunginun  unde  Gesun  Hämerlinun  tode  zu 
der  midi  gelegen  ze  Herbrehtingen  in  dem  dorfe  unde  haisset  Biten 
midi.  Unde  wenne  wir  die  selbun  midi  inne  gehabint  unde  geniessint 
von  unseres  vatter  säligen  wegen  alse  an  dem  brieve  geschriben 
35  stat  den  wir  dar  umbe  inne  liänt  üntze  an  der  vor  genanten  .  . 
ünserre  basen  tode,  so  vallet  sui  denne  ledik  unde  läre  an  die 
ersamun  frowun  an  unserem  herren  Jesu  Christo  die  abtissenne  unde 
an  den  convente  des  gotzhuses  ze  Hailigen  Crutztal.  Wir  sont  ouch 


172 


1832. 


alle  wile  wir  die  midi  inne  hant  dem  gotzhuse  ze  Hailigen  Crütztal 
iegliches  jares  davon  geben  ainen  schillink  phenninge  Costencer 
mimsse  ze  cinsse. 

Hainrich  Bökli  der  amman  der  rät  unde  die  burger  von  Sulgen 
gemainlich  hant  gehenket  ir  stette  insigel  an  disen  brief  (Siegel¬ 
anhängung  ). 

Dir  re  brief  wart  gegeben  ze  Sulgen  nach  Christi  gebürte 
drüzenhenhundert  jar  in  dem  ainen  nnde  drissigsten  jar  an  dem 
mäntag  vor  sant  Michels  tak.  Da  bi  ivarent  ze  gezügen :  herr 

Hainrich  von  Bürren  ain  ritt  er,  Hainrich  Cröul  (?),  Hainrich  Liehten-  1 
stainer,  Cünr.  Brüsich  von  Sulgen  unde  anderre . 

Ein  zerbröckeltes  Dreieck  S  der  Stadt  Saulgau. 

351 .  1332.  Leibding  der  Wildena  ab  einem  Weingar tten 

zue  Uberlingen  in  G oltbach.  Anno  1332. 

ML  Heiligkreuztal,  Fol.  27 9r,  Nr.  12.  Titel:  Gültbrieff,  Stiftung-.  1 

352 .  1332.  3.  Januar.  Das  Kloster  Mengen  bekennt, 
dass  es  mit  Mechthild  CI  ain  in  eine  Wiese  an  Heilig- 
kreuztal  verkauft  hat.1) 

Acta  sollempniter  delet  oblivio  nisi  literarum  fulciantur  siabili 
j firmamento .  Noverint  igitur  universi  inspecto\\res  necnon  auditores  2 
presencium  literarum ,  quod  nos  prior  humilis  et  conventus  domus  in 
Mengen  ||  ordinis  sancti  Wilhelmi  unä  cum  Mehthildi  dicta  Clainin  cive 
in  opido  memorato  f atemur  }  et  recongnoscimus  publice  in  hiis  scriptis 
nos  vendidisse  et  in  predium  proprium  tradidisse  animo  deliberato 
unanimique  consensu  abbatisse  et  conventui  in  Yalle  Sancte  Crucis  2 
nostrum  pratum  dictum  vulgo  in  dem  bürg  emd  situm  in  banno 
ville  Hertingen a)  integraliter  cum  omnibus  suis  usufructibus  atque 
iure  pro  peccunie  summa  que  in  alio  instrumento  eciam  inde  confeeto 
plenius  contine[n]tur  ’)  (Auflassung)  constituendo  nos  eciam  pre- 
dictum  conventum  in  Yalle  Sancte  Crucis  exhonerare  de  dicti  prati  3 
impeticione  quorumlibet  aliorum  in  solidum.  Siegler:  tarn  prior 
quam  conventus  in  Mengen  nec  non  Universitas  eiusdem  opidi. 

Datum  anno  domini  MCCCXXXII  proxima  feria  sexta  ante  j 
Epiphanyan. 

Drei  S.  Das  erste  S  ist  in  zwei  Teile  geteilt,  ln  dem  obern  Felde  Dar-  3 
Stellung  von  Jesus  in  Gethsemane ,  links  ein  Felsen ,  davor  ein  Ölbaum,  rechts 
kniet  Jesus.  Unten  kniet  nach  links  gewendet  ein  Mönch  mit  krückenförmigem 


1332. 


173 


Stab:  f .  U ein  wenig  undeutlich  :  f  S.  PORIS  •  D  •  MENGEN  •  ORD  •  S  •  WILHI  • 
—  Das  JRundS  zeigt  wieder  die  zu:ei  einander  zugekehrten  männlichen  Figuren 
mit  den  Stäben  und  dem  Heiligen  schein.  Bei  beiden  steigt  von  der  Achsel 
ein  starker  Kreisbogen  (Spruchband)  empor.  U:  f  S.  FRM  •  I  •  MENGEN  • 
5  0[RDI]NIS  •  •  WILHI  •  —  Das  dritte  S  ist  weg  gerissen. 

0  Jedenfalls  ist  damit  Bezug  genommen  auf  Nr.  349  vom  24.  Juli  1331. 

a)  Die  ersten  drei  Buchstaben  sind  gestrichen. 

353.  1332.  11.  Januar.  Mengen.  Heiligkreuztal  liefert 
jährlich  ein  Viertel  Magöl  an  einen  Bürger  in  Mengen. 

10  Wir  Anna  aptissenne  und  der  convent  von  Hailigen  Cruzital 

vergehint ,  daz  wir  allü  jar  Cünzen  Banzirm  burger  ze  Mengen  und 
sinen  erben  gen  und  antwrten  solen  gen  Mengen  ain  wiertal  magöls 
Menger  messes  von  der  wise  die  wir  koufton  um  den  priol  und  den 
convent  die  Wilnhalmite  ze  Mengen  du  in  Ertingen  burgeämd 
15  gelegen  ist  von  dem  zehenden  der  selbo  wise.  Siegel:  unser  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Mengen  in  dem  jar  do  man  von 
gottes  gebürt  [zalt]  druzehinhundert  und  zwain  und  drissig  jar  an 
dem  samstag  nac  dem  obrosten  tag. 

Das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal;  in  der  U  CRWCIS. 

20  354z.  1332.  22.  Januar .  Hermann  von  Hornstein,  Kirchherr 

zu  Seekirch[ kilch]  bekennt,  dass  er  dem  Kloster  Heiligkreuztal  100  m.  s . 
schuldet  und  setzt  als  Pfand,  hie  für  ein  all  sein  fahrend  Gut,  es  sei 
an  Silber,  an  Geld,  an  Vedrin,  an  Lin,  an  Husgeschirr,  an  Vieh , 
an  Rindern,  an  Rossen  und  wie  es  genannt  sei.  Wollen  es  seine 
25  Erben  haben,  so  sollen  sie  es  vom  Kloster  um  die  100  m.  s.  lösen. 
1332  an  sanct  Vincenz  tag. 

Original  Pergamenturkunde  mit  anhängendem  Siegel  des  Hermann  von 
Hornstein  und  der  Stadt  Biedlingen.  —  Archiv  Grüningen.  Vgl.  Nr.  339. 

Mitteilung  des  Freiherrn  L.  von  Hornstein- Grüningen. 

30  355.  1332.  28.  Januar.  Sigmaringen.  Abtissin  und 

Konvent  von  Heiligkreuztal  verkaufen  an  die  Ritter 
B  u r  k h ar  d  u n  d  H a n  s  v  o  n  Ju n gi n g e n  e i n  G  u  t  z u  In n  e r i n g* e n 

um  130  Haller. 

Allen  .  .  .  tunt  wir  frowe  Anne  ain  gräven  aptissen  von  gottez 
35  verhengung  ze  Hailigen  Crüzstal  und  der  convent  gemainlich  dez 


174 


1332. 


selben  klosters  Tarnt,  daz  wir  mit  gutem  willen  und  mit  gemainem 
rate  und  och  durch  nöturft  unsers  klosters  haben  geben  ze  köfen 
hern  Burchart  von  Jungingen  ritter  hern  Hansen  von  Jungingen 
sinerii  brüder  ritter  und  allen  iren  baider  erben  den  liof  und  daz 
gilt  genant  Liizelnvelt  gelegen  uf  der  Albe  bi  Ineringen  dem  dorfe 
für  ain  reht  lediges  aigen  (P ertinenzformel)  mit  allen  den  rehten 
so  in  daz  gut  gant  ez  sige  von  rehte  oder  von  guter  gewonhait, 
umbe  drizig  und  hundert  phunt  Haller  guter  und  gäber  ( Quittung, 
Auflassung ).  Wir  urkunden  öch  an  disem  brief,  daz  wir  den  hern 
Burchart  von  Jungingen  ritter  hern  Hansen  von  Jungingen  sinem  1 
brüder  ritter  und  allen  iren  erben  diz  vor  genempt  gut  mit  allem 
dem  so  dar  zu  höret  als  hie  vor  mit  Worten  beschaiden  ist  haben 
ze  köfen  geben  ze  messen  und  ze  besizzen  ze  enzzezzen  und  ze 
besezzen  in  allem  dem  rehte  als  wir  ez  biz  her  gerüweclieh  haben  ge¬ 
nossen  und  besessen  . . .  (Währschaft).  Wir  du  aptissen  und  die  frowan  j 
gemainlich  dez  klosters  von  Hailigencrüzstal  [geben]  disen  brief  be- 
sigelt  mit  ünsers  aigen  conventes  insigel.  TJnd  warend  bi  disem 
köfe:  her  Herman  von  Hornstain  kilcher  ze  Sekilch,  Cünrat 

von  Hornstain  vogt  ze  Sigmeringen,  Herman  von  Hornstain  sin  brüder, 
Dietrich  von  Hödorf,  Hainrich  von  Meringen,  Hainrich  von  Magen-  S 
büch ,  Cünrat  von  Magenbüch  und  ander  erber  lüt  genüge  die  ez 
hortend. 

Dir  kofe  beschah  und  ivart  öch  an  disem  brief  verscriben 
in  dem  jare  do  man  zalte  von  gottez  gebürt  drüzehenhundert  und 
zwai  und  drizig  jar  an  dem  ahtenden  tag  sant  Angnesen  in  der  I 
stat  ze  Sigmeringen. 

Fürstlich  Fürstenbergisches  Archiv  Donaueschingen. 

NI):  Ain  koff  brieff  umb  den  hoff  und  gut  ze  Lützelfeld  by  Ineringen  1382.  \ 

Das  S  ist  verloren. 


356.  1332.  27.  Februar.  Konstanz.  Abt  Konrad  von  ; 

Salem  verzichtet  auf  An  Sprüche  an  Ital  Rantz. 

Allen  den  die  disin  brief  an  sehint  oder  hörint  lesin ,  künden 
wir  brüder  Cünrat  der  abbt  und  der  convent  von  Salmanswiller, 
daz  wir  Ital  Rantzin  gelobt  habin,  daz  wir  in  niemer  angesprechin 
darumb  daz  er  uns  übirnossen  hab  an  dem  silber  fünf  und  verzig  s 
marc  die  er  uns  gelihen  hat.  Siegler:  der  Aussteller. 


1332. 


175 


Dirre  brief  ist  gebin  ze  Costintz,  do  man  zallit  von  Cristis  gebürt 
drüzehinhundert  jar  und  dar  nah  im  zwai  und  drizegostin  jar  an 
dem  dunstag1)  nah  sant  Mathiastag  ains  zwelf  bottin. 

Oval  S  des  Abtes  von  Salem ;  teilweise  verloren. 

5  x)  Ist  jedenfalls  der  Donnerstag,  vergl.  H.  Fischer ,  Die  Namen  der  Wochen¬ 

tage  im  Schwäbischen,  Württemb.  Vierteljahrshefte  IX  (1900),  S.  180 — 182. 

357,  1332.  12.  März.  Salem.  Das  Kloster  Salem  gewährt 
der  Mechthild  von  Andelfingen  und  Angehörigen  Anteil 

an  den  guten  Werken  des  Klosters. 

0  Frater  Chunrfadus]  abbas  totusque  conventus  monasterii  in 
Salem  Mähthildi  relicte  quondam  C.  de  Andel vingen ,  Cünrado 
filio  eius  nunc  ministro  in  Rüdelingen,  Katherine  et  Anne  sororibus 
predicti  ministri  oracionum  svffragium  salutare.  Etsi  quibiislibet 
bonis  predecessorum  nostrorum  vestigiis  debeamus  merito  inherere, 
5  hiis  tarnen  specialiter  que  pro  animarnm  zahlte  nobis  devotis  precibus 
offeruntur.  Quarc  sinceritati  vestre  nobis  grate  plenam  omnium 
missarum  yigiliarum  ieiuniorum  oracionum  participacionem  per 
nos  seu  nostros  successores  in  salvatoris  nomine  dicendorum  pro 
affectu  vestre  fidei  ad  nos  et  ad  nostrum  monasterium  liabite  con- 
0  cedimus  in  hiis  scriptis  sic  quod  reddente  vos  (!)  spiritum  omnium 
plasmatore  tamquam  unus  de  nostris  confratribus  absolvi  ac  omnibus 
bonis  adiungi  debeatis,  que  pro  defunctis  in  nostris  eottidianis 
capitulis  perpetuo  iniunguntur. 

Datum  in  Salem  anno  domini  millesimo  trecentesimo  tricesimo 
5  secundo  indictione  XV  in  die  beati  Gregori  pape. 

Ein  Fest  eines  OvalS  des  Abtes  von  Salem. 

358,  1332.  30.  April.  Avignon.  Ablassbrief  für  Heilig- 

kr  eu  ztal. 

\JJ\niversis  sancte  matris a)  ||  eccle.de filiis  ad  quos  presentes  littere 
0  pervenerint,  nos  miseratione  divina  Guillelmus  Antibariensis,  Bernar- 
dus  Nix|jiensis,  Johannes  Cassilensis  arehiepiscopi,  Bonifacius  Sul- 
eitani,  Johannes  Serbiensis,  Guillelmus  Bethleemitanus,  Johannes 
Verdensis,  Salmannus  Wormaciensis,  ||  Paulus  Albensis,  Petrus  Montis 
Marani,  Vincencius  Maranensis,  Bonifacius  Corbaviensis,  Benedictus 
5  Cardicensis,  Conradus  Frisingensis  salutem  in  domino  sempiternam. 
Quoniam  ut  ait  apostolus  omnes  stabimus  ante  tribunal  Christi  accepturi 
prout  in  corpore  gessimus  sive  bonum  fuerit  sive  malum,  oportet  nos 
igitur  diem  messionis  extreme  misericordie  operibus  prevenire ,  quum 


176 


1832. 


qui  parce  seminat,  porce  et  metet ,  et  qui  seminat  in  benedictionibus, 
de  benedictionibus  et  metet  vitam  eternam.  Cupientes  igitur  nt  mo- 
nasterium  Vallis  Sancte  Crucis  ordinis  Cysterciensis  Constanciensis 
dyocesis  congruis  honoribus  frequentetur  et  a  Christi  fidelibus  iugiter 
veneretur,  Omnibus  vere  penitentibus  et  confessis  qui  ad  dictum 
monasterium  in  singulis  festivitatibus  sanctorum  et  sanctarum,  quorum 
seu  quarum  reliquie  vel  altaria  ibidem  habentur  et  in  omnibus  aliis 
infrascriptis  videlicet  nativitatis  domini ,  circumcisionis ,  epiphanie, 
parasceves,  pasche;  ascensionis,  pentecostfis],  corporis  Christi  et  in 
singulis  festis  beate  Marie  virginis,  inventionis  et  exaltationis  sancte 
crucis,  nativitatis  et  decollationis  sancti  Johannis  Baptiste,  beatorum 
Petri  et  Pauli  apostolorum  et  omnium  aliorum  apostolorum  et  evange- 
listarum  sanctorumque  Stephani,  Laurentii,  Georgii,  Martini,  Galli. 
Nicholai,  Gregorii,  Augustini,  Marie  Magdalene,  Katerine,  Margarete, 
Lucie,  Agnetis,  Agathe  et  undecim  milium  virginum,  in  commemo- 
ratione  omnium  sanctorum  et  animarum  et  in  dedicatione  eiusdem 
monasterii  et  per  octavas  omnium  festivitatum  predictarum  octavas 
habentium  et  in  singulis  diebus  dominicis  causa  devotionis  orationis 
aut  peregrinationis  accesserint  seu  qui  missis  predicationibus  ma- 
tutinis  vesperis  aut  aliis  divinis  officiis  ibidem  interfuerint  vel  qui  ; 
in  serotina  pulsatione  campane  flexis  genibus  secundum  moderatio- 
nem  curie  ter  Ave  Maria  dixerint  nec  non  qui  ad  fabricam  lu- 
minaria  ornamenta  dicti  monasterii  manus  porrexerint  adiutrices  vel 
qui  in  eorum  testamentis  aut  extra  aurum  argentum  vestimenta 
aut  aliqua  alia  dicto  monasterio  necessaria  donaverint  legaverint  aut  \ 
donari  vel  legari  procuraveri[n]t,  quicumque  et  ubicumque  premissa 
vel  aliquid  premissorum  devote  fecerint,  de  omnipotentis  Dei  miseri- 
cordia  et  beatorum  Petri  et  Pauli  apostolorum  eius  auctoritate  con- 
hsi  singuli  nostrum  quadraginta  dies  indulgentiarum  de  iniunctis 
eis  penitenciis  niisericorditer  in  domino  relaxamus,  dummodo  dioce-  i 
sani  voluntas  ad  id  accesserit  et  consensus.  In  cuius  rei  testimonium 
sigilla  nostra  presentibus  litteris  apposuimus. 

Datum  Avinione  II  kal.  maii  anno  domini  MCCCXXXII  et 
pontificatus  domini  Johannis  pape  XXII  anno  sextodecimo. 

NZ>:  Yallis  Sancte  Crucis  de  indulgentia.  « 

Summa  indulgenciarum  harum  est  quingenti  LX  dies  et  ab  episcopo  Can- 
stautiensi  annus  venialium  et  XL  dies  criminalium  de  iniunctis  penitenciis.  — 
'Ferner  von  späterer  Hand:  Indulgencie  ordinis  nostri  a  patriarchis  et  epis- 
-copis  septem  vicibus  mille  dies  criminalium  et  66  et  YI c  annos  venialium  et 
isti  14  episcopi  quilibet  XL  dies  indulgenciarum. 

a)  Gemalte  Initialen. 


1332. 


177 


359.  1332.  2.  August.  Konstanz.  Bischof  Kon rad  von 
Fr  ei  sing  schenkt  Güter  zu  Markdorf  den  Klöstern 
Heiligkreuztal,  Gutenzell  und  Heggbach. 

Wir  Cünrat  von  gots  gnaden  bisschof  ze  Frisingen  tun  künt, 
duz  wir  unser  guter  die  wir  haben  da  ze  Marcdorf,  es  sien  win- 
garten  wisen  zinse  agger  oder  anderiu  guter  geschfthtes  oder 
ungeschühtes,  daz  wir  köften  und  geköfthe  haben  für  ain  rehtes 
aigen  von  dem  vrowen  kloster  und  gotteshfis  ze  Hailigcruzstal, 
daz  gelegen  ist  in  der  gehorsamin  des  aptes  von  Salmanswiler, 
mit  der  frihaiet  die  wir  sit  mals  zu  den  selben  gutem  gewunen 
und  gelozet  haben,  geben  und  haben  gegeben  die  aigenschaft  und 
ewikaiet  der  selben  guter  gelich  daz  halb  taiel  dem  gotteshfis  ze 
Hailigerüzstal  durch  got  und  unserer  sele  fromen  und  nutze.  Und 
daz  ander  halb  taiel  halbes  geben  wir  die  aigenschaft  dem  vrowen 
kloster  und  gottes  hüs  ze  Gütten  Celle.  Und  daz  ander  halb  tail 
der  vor  gescribenen  unserer  guter  ze  Marcdorf  geben  wir  die  aigen¬ 
schaft  dem  vrowen  kloster  und  gottes  hüs  ze  Hegebach,  diu  och 
baidiu  sant  Bernharts  orden  sint  und  och  gelegen  sint  in  der 
gehorsamin  des  aptes  von  Salmanswiler,  also  doch  daz  wir  diu 
guter  mit  allen  rehten  und  nutzen  die  diu  selben  guter  geltent  und 
vergelten  mugen  uns  selber  behalten  haben  ze  habenne  und  ze 
niezenne  zu  aim  lipgedinde  die  wil  wir  leben  zu  unserem  leben 
und  nit  furo.  Wir  geben  och  den  vor  gescriebenen  vrowen  klöstern 
und  gottes  huseren  alliu  jare  in  dem  herbste  zem  rehtem  zinse  von 
den  wingarten  und  güteren  zu  ainer  gewere  und  sicherhaiet  für  uns 
und  unser  erben  und  nachkomen  dem  vrowen  kloster  und  gottes 
hüs  zu  Hülig  Cruzstal  von  der  aigenschaft  ir  halb  taiels  der  guter 
ze  zinse  jargelich  in  dem  herbste  ainen  halben  aimer  wins,  und 
geben  dem  gottes  hüs  ze  Güten  Celle  von  der  aigenschaft  ir  halb 
tailes  ze  zinse  alliu  jare  in  dem  herbst  ain  viertail  wins  und  geben 
dem  gotteshfis  ze  Hegebach  och  von  der  aigenschaft  ir  halb  taiels 
ze  zinse  alliu  jare  in  dem  herbst  och  ain  viertail  wins,  des  wins 
und  uns  denne  uf  den  selben  guteren  ze  Marcdorf  wirt.  Ez  ist  och 
behalten  dem  gottes  hüs  ze  Hallig  Cruzstal,  wen  ez  diu  güter  ze 
Marcdorf  wider  kötfet  oder  wider  kötfen  wil  innerthalb  vier  jaren 
den  nahsten  und)  zwai  hundert  phuude  güter  und  gäber  Costenzer 
phenfinge,  daz  ez  daz  wol  tün  mag.  Und  im  behalten  ist  also  daz 
ez  dem  gottes  hüs  ze  Gotencelle  gebe  hundert  phunde  Costenzer 
phenfingen  und  och  dem  gottes  hüs  ze  Hegebach  gebe  hundert 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  12 


178 


1838. 


plmnde  guter  und  gaber  Costenzer  phenfingen.  Siegler:  wir  der 
bisschof  Cünrat  ze  Frisingen. 

Der  [brief]  wart  gegeben  ze  Costenz,  do  man  zalt  von  gottes 
gebührte  tru  zehen  hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  zwai  und 
trisgostem  jare  an  dem  nahsten  mäntag  vor  sante  Afren  tage. 

NI):  Super  Marthorf  —  von  späterer  Hand:  de  bonis  que  legavit  nobis 
dominus  episcopus  de  Frisingen. 

Ein  S  aus  braunem  Wachs.  Ein  Bischof  sitzt  en  face  auf  seinem  Thron, 
hält  in  der  Linken  den  Stab  und  die  Hechte  erhoben.  Unten  ein  kleiner  ge¬ 
teilter  Wappenschild.  U:  -  •  •  G  •  •  CONRADI  •  DEI  •  GM  •  •  •  I  •  ECCE  •  FRISINGEN. 

360.  1333.  Kaufbrief  umb  ain  Jauchart  Ackhers  in  Andel¬ 
finger  Esch  von  den  Hailgen  zue  Pfiomern.  Anno  1333. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  61 v ,  Nr.  22,  Titel:  Kauff-  und  Übergaabbrief. 

361.  1333.  Freibrief  von  Graf  Eberhardten  von  Landaw  umb 
Bentzen  Bentzen  Burger  zu  Mengen  der  Güeter  die  Helbling  genent 
und  der  Hof  statt  unter  Wurtza  hinderm  Büel  aigenschaff.  Anno  1333. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  241r,  Nr.  4,  Titel:  Freybrieff. 

362.  1333.  28.  Januar.  Hermann  von  Hornstein,  so  ein  Vater, 
Freund  und  nämlich  ein  Reformieren  des  Gotteshauses  Heiligkreuztal 
gewesen ,  der  auch  dem  Gotteshaus  viel  Gutes  getan  und  bewiesen  hat 
in  der  Ehr  der  Mutter  Gottes  Maria,  der  ist  in  anno  1333.  V  cal. 
des  Monats  Hornung  gestorben. 

Diese  Worte  stehen  im  Seelbuch  zu  Heiligkreuztal  geschrieben.  Dieses 
Seelbuch  scheint  nicht  mehr  vorhanden  zu  sein.  Im  Jahre  1654  hat  der  damalige 
Oberamtmann  des  Klosters,  vormaliger  Hornstein’ scher  Obervogt  zu  Grüningen 
und  Hohenstoffeln  von  dem  Seelbuch  Abschrift  genommen,  soweit  es  die  Hörn¬ 
st  ein’ sehe  Familie  betraf.  Die  Abschrift  ist  noch  vorhanden.  Arch.  Grüningen.1) 

*)  Mitteilung  des  Freiherrn  L.  v.  Hornstein. 

363.  1333.  *)  14.  Februar.  Salem.  Konrad  genannt  Bach¬ 
leder  von  Markdorf  verkauft  an  Heiligkreuztal  einen 

W  e  i  n  b  e  r  g. 

Unicersis  harte  literam  inspecturis  Cünradus  dictus  Bachleder 
civis  in  Marhtorf  et  Güta  uxor  ||  sua  noticiam  rei  geste.  Noverint 
igitur  quos  nosse  fuerit  oportunum,  quod  cum  essemus  debitorum 
oneribus  oppressi  ||  et  ad  relevacionem  dictorum  debitorum  nostrorum 
vineam  nostram  sitäm  prope  Marhtorf  wlgariter  under  Berhtoldes 


1833. 


179 


lialdun  extendentem  se  ad  quatuor  petias  videlicet  vier  bette 
vendicioni  exposuissemus ,  et  cum  inter  alios  ad  empcionem  vinee 
procedere  cupientes  Anna  abbatissa  et  conventus  sanctimonialium 
in  Valle  Sancte  Crucis  nobis  maius  et  utilius  precium  obtulissent, 

5  receptis  a  sorore  Benigna  de  Hornstain  ibidem  conventuali  duodecim 
libris  denariorum  Constanciensium  (Quittung)  eidem  sorori  Benigne 
nec  non  abbatisse  et  conventui  monasterii  in  Yalle  Sancte  Crucis, 
adhibito  consensu  et  voluntate  abbatis  et  conventus  monasterii  in 
Salem  dominorum  nostrorum  quorum  proprii  sumus  vineam  eo  iure 
[)  quo  nobis  bucusque  pertinuit  pro  antedicta  peccunia  cum  expresso 
consensu  omnium  quorum  intererat  vendidimus  et  tradidimus  presen- 
cium  per  tenorem  ab  ipsis  ipsarumque  monasterio  iure  proprietatis, 
excepto  quod  singulis  annis  ex  eadem  vinea  solvitur  census  viginti 
octo  denariorum  Constanciensium,  quiete  et  pacifice  perpetuo  possi- 
5  dendam.  (Auflassung.)  Siegler:  abbas  et  conventus  monasterii 
in  Salem,  cum  sigillo  proprio  careamus.  (Siegelbekenntnis.) 

Datum  et  actum  in  Salem  anno  domini  MCCCXXXIII  in  die 
beati  Yalentini  martiris. 

x)  UL  Heiligkreuztal ,  Hol.  286 v,  Nr.  36  hat  1334. 

0  Ein  OvalS  des  Abtes  von  Salem. 

364.  1333.  26.  Februar.  Heinrich  von  Gretzingen  ver¬ 

kauft  an  Heiligkreuztal  Güter  zu  Langenenslingen. 
Allen  .  .  .  lmnd  ich  Hainrich  von  Gretzingen  burger  ze  Trohtol- 
vingen,  daz  ich  von  miner  offener  not  und  gült  wegen  min  bube 
5  ze  Enselingen  mit  allem  dem  so  dar  zu  hört  akern  wisan  holtz  veld 
zinsen  und  allem  reht,  wasen  und  zwi  und  sunder  mit  der  hofstat 
Cünzen  des  Holtzwarten  da  der  uflfe  sitzet,  der  hofstat  da  Peter  der 
Mesner  uf  sitzet,  der  hofstat  da  Haintz  der  Itenhuser  uf  sitzet,  und 
der  hofstat  da  der  Nater  uf  sitzet,  den  akern  die  Cüntz  der  Frige 
;o  büwet,  den  akern  (!)  den  Galle  büwet,  den  aker  den  der  Zehenter 
büwet,  den  aker  den  der  Hesse  büwet,  und  den  aker  den  Mantz 
von  Diengen  büwet,  mit  den  zehenden  clainen  und  grosen  der  in 
disü  gut  hörit  an  dri  aker,  das  ist  der  aker  ze  Ror,  Gallen  aker 
und  Hessen  aker  die  den  frowen  von  Münsterlingen  zehendont,  für- 
)b  kofet  han  dem  convent  von  Hailigencrützstal  und  sunderlich  ir  closter 

.  e 

frowen  fünfen,  das  ist  den  Anselinon  die  das  gut  niesen  son  ze  ir 
fünf  henden  iegelichü  sünderlich.  Und  swen  sie  alle  fünf  ab  gant 
von  dem  tot,  so  ist  daz  gut  ledig  der  samnung.  Es  sol  aber  die 
frowen  niemen  irren  an  den  nützen  die  wil  si  lebent.  Dirre  kof 


180 


1333. 


ist  geschehen  mit  willen  miner  elicher  wirten  fro  Juzen,  Waltherz 
minz  suns  und  Annon  und  Mähthilt  miner  kint.  Und  han  umb  das 
güt  enphangen  fünf  und  sibenzig  phunt  güter  und  gäber  Haller 
(Quittung,  Währschaft).  Siegel:  der  stat  insigil  von  Truhtolvingen, 
wan  ich  nit  aigins  insigilz  han  (Siegelanhängung).  An  disem  kof  ist 
gewesen:  her  Johans  der  chilchhere  von  Binswangen,  bruder 

Grosholz  und  bruder  Hainrich  Hetling. 

Dir  re  brief  ist  geben  do  man  zalt  von  Cristen  gebürt  drüzehen- 
hundert  und  drü  und  drisig  jar  an  dem  fritag  nach  der  alton  fasnaht. 

Ein  UundS  der  Stadt  Trochtelfingen.  Im  Bilde  der  reitende  Martinus, 
wie  er  den  Mantel  teilt;  unter  dem  Ff  erd  der  Bettler.  U:  f  S.  CIVIUM  •  TN  • 
TRUCHTELFINGEN. 

365.  1333.  12.  März.  Ri e düngen.  Heinrich  der  Offen- 
b u r g e r  verkauft  an  Heilig kreuztal  zwei  Mannsmah d 

Wiesen. 

Allen  .  .  .  tun  ich  Hainrich  der  Offenburger  ain  burger  ze  Rüd- 
lingen  kiint,  daz  ich  von  der  aptissinne  und  dem  convent  von  Hailigen¬ 
crütztal  enpfangen  han  ahtzehenthalp  pfunt  guter  Haller  ( Quittung ). 
Und  hab  dar  umb  mit  gunst  Mähthilt  miner  wirtinne  und  aller  der 
die  dar  zu  notürftig  waron,  geben  ze  choufent  reht  und  redlich  der 
aptissinne  und  dem  convent  ze  Hailigencrütztal  die  wisun,  diu  gelegen 
ist  in  dem  vorderin  riet  der  vier  man  mat  ist  du  hälbü  der 
Eglingen  kint  ist,  für  aigen  als  ich  sie  het  (Währschaft).  Und  hab 
die  selbun  wis  zwai  manne  mat  von  den  fro  wan  von  Hailigencrütz¬ 
tal  ich  und  min  wirtinne  selis  jar  dü  nu  nähst  nach  anander  chement, 
in  solchim  gedingde  daz  wir  in  iedes  jars  an  sant  Martins  tag  da 
von  geben  sülen  zwai  pfunt  güter  Haller.  Und  sulen  ich  oder  min 
wirtinne  ob  ich  enwär  von  der  selbun  wisun  nit  stan  e  dü  sehs 
jar  uschoment.  Und  swenne  dü  sehs  jar  sich  vergand,  so  sol  den 
frowan  von  Hailigencrütztal  dü  wis  zwai  manne  mat  lär  und  ledig 
sin.  Siegel:  der  stet  insigel  ze  Rüdlingen,  won  ich  nit  aigens  in- 
sigels  het  ( Siegelbekenntnis ). 

Dis  beschall  ze  Rüdlingen,  do  man  zalt  von  gotz  gebürt  drü- 
zehenhundert  und  drü  und  drissig  jar  an  sant  Gregorien  tag  ze 
gegenwürti  diser  gezüg:  Lupfen  Lutzen,  H.  von  Enslingen, 

C.  Gärwärs. 

ND:  Uber  zwai  manne  mat  wiso  in  dem  vordem  riet  ze  Althain  zu 
frow  Annun  der  Ranzinun  jarzit. 

Ein  OvalS  der  Stadt  Riedlingen. 


1333. 


181 


366.  1333.  15.  April.  Der  Offizial  von  Konstanz  setzt 

für  eine  Verhandlung  zwischen  Heiligkreuztal  und 
Ritter  Ulrich  genannt  Oswald  von  Markdorf  einen 

Termin  fest. 

5  Officialis  curie  Constanciensis  etc.  In  causa  mota  inter  Johannem 
dictum  Hedinger  procuratoregi  ahbatisse  et  conventus  monasterii 
Vallis  Sancte  Crucis  procuratorio  nomine  ipsarum  ex  una  et  Ulricum 
dictum  Oswalt  militem  de  Marhtorf  ex  parte  altera  propositis  ex 
parte  ipsius  rei  contra  libellum  actricum  excepcionibus  in  VI  dila- 
0  toriarum  inter  alia  continentibus,  quod  dictus  libellus  contra  iura 
esset  conceptus*  et  quod  quandam  repugnanciam  et  contrarietatem 
in  se  contineret,  replicacionibus  duplicacionibus  et  triplicacionibus 
hec  et  alia  continentibus  hinc  et  inde  subsecutis,  prout  hec  in  actis 
sub  sigillo  ofticionatus  (!)  curie  Constanciensis  plenius  continentur, 
5  nos  excepcionibus  replicacionibus  duplicacionibus  et  triplicacionibus 
eisdem  visis  et  plene  discussis  interloquendo  pronunciavimus  et 
presentibus  pronunciamus  ipsum  reum  cum  procuratore  dictarum 
actricum  super  predicto  suo  libello  excepcionibus  et  duplicacionibus  non 
obstantibus  litem  debere  coram  nobis  contestari.  Ad  quod  quidem 
0  faciendum  ipsi  reo  terminum  yidelicet  feriam  secundam  proximam 
post  festum  beati  Georii  (26.  April )  hora  prime  et  utrique  parti  ad 
iurandum  de  calumpnia  et  veritate  dicenda  per  se  vel  procuratores 
suos  sufficienter  instructos  in  dicta  causa  presentibus  assignamus. 

Datum  Constancie  XVII  kalend.  maii  indictione  prima. 

5  Zwei  S  waren  hinten  auf  gedrückt.  Weitere  Urkunden  zu  diesem  Prozess 

'  von  1333  bis  1337  s.  u.  unter  Nr.  391  und  395. 


367.  1333.  27.  Mai.  Die  Banwarten  von  Friedingen  ver¬ 
kaufen  an  Heiligkreuztal  1  Haller  Gült. 

0  Ich  Eberlin  Banwart  von  Fridingen  ze  disen  ziten  ze  Ens- 
lingen  gesezzen,  ich  Albreht  Banwart  und  ich  Dietrich  Banwart 
baid  sin  bruder  urkunden,  daz  wir  unseren  frowen  der  abbtissen 
und  dem  convent  ze  Hailigencrütztal  reht  und  redlich  ze  koffent 
gegeben  haben  ain  phunt  guter  italiger  Haller  ewigs  zins  und  gelts 
5  usser  und  ab  ünserm  gütli  ze  Fridigen  gelegen,  daz  wilant  Cüntzen 
des  Banwarten  ünsers  vatters  säligen  was  und  dez  ahtenthalb  juchart 
akkers  ist  und  zwen  garten  und  usser  aller  siner  zügehord.  Und 
süllen  wir  and  unser  erben  oder  wer  daz  gütli  inn  lieft  iinsern 


182 


1333. 


frowen  und  iren  nachkomen  daz  selb  pliunt  Haller  gelts  järlich  und 
eweclich  von  dein  gütli  rihten  uff  sant  Michels  tag  an  alle  mindrung 
und  äne  alle  widerred.  Und  haben  dar  umb  von  ünsern  frowen 
enp fangen  sehzehen  pliunt  guter  Haller  (Quittung)  mit  der  gedingd, 
welhes  jars  wir  die  Ban  warten  gebruder  oder  unser  erben  oder  wer 
daz  egenempt  in  hett  unsern  frowen  und  iren  naehkomenden  daz 
selb  pliunt  Haller  gelts  nit  rihtin  uff  daz  zil,  so  hänt  si  und  ir 
nachkomen  und  wer  in  dez  helfen  weit  gewalt  und  reht  daz  selb 
gütli  an  ze  griffent  mit  ze  versetzent  und  mit  ze  verkoffend  als  vil 
und  als  gnüg  untz  sy  ie  dennen  dez  selben  phunds  Hallers  gelts 
da  von  bezalt  würdin.  Und  dez  alles  ze  ainem  waren  ürkünd  aller 
vorgeschribner  ding  so  haben  wir  die  Banwarten  gebruder  gebetten 

die  fromen  vesten  ( die  Zeugen  fehlen . ),  daz  sy  irü  insigel 

ze  zugnüst  aller  vorgeschribner  ding  offenlich  gehenkt  händ  an 
disen  brief  wan  wir  aigner  insigel  nit  haben ,  daz  och  wir  die 
jetzgenempten  zügen  getan  haben  von  ir  ernstlicher  bett  wegen 
uns  selb  an  schaden. 

Dirr  brief  ist  geben  an  dem  donrstag  in  der  pfingstwoclien 
in  dem  jar  do  man  von  Crists  gebürt  mit  drüzehenhundert  jar  und 
dar  nach  in  dem  dry  und  drissigsten  jar. 

Von  den  drei  S  ist  vom  ersten  nur  noch  die  Pressei  erhalten;  die  beiden 
andern  sind  ausgerissen. 

368.  1333.  15.  Oktober.  Bruder  Hetling  von  Heilig¬ 

kreuztal  wird  freigesprochen  von  Ansprüchen. 

Wir  der  amman  und  di  richter  gmainlieh  ze  Mengen  verjehent 7 
daz  vor  uns  ze  gericlit  brüder  Hetling  von  Hailig  Crücistal  mit  rehter 
und  bedahter  urtail  ledig  wart  von  Walthern  dem  Stadelmaier  und  .  . 
andern  sinen  brüdern  unseren  bürgern  umme  di  ansprach  di  .  .  .  si 
zü  .  .  im  hettent  von  .  .  .  iro  vatter  selig  wegen,  daz  brüder  Hetling 
solt  wiszen  und  han  ingenomen  ir  vatters  saligen  pfenning.  Dez 
ist  er  vor  uns  inen  mit  dem  reht  uszgangen  und  unschuldig  worden 
gar  und  gentzlich.  Siegler:  wir  der  amman  und  .  .  di  richter  mit 
unser  stett  insigel. 

Diz  geschähe  und  wart  dirr  brief  geben  ze  Mengen,  do  man 
zalt  von  gotz  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nahe  in  dem  drü  und 
driszgosten  jar  an  sant  Gallen  abend. 

ND:  literae  absolucionis  fratris  dicti  Hetling  a  dictis  Stadelmaiger. 

Ein  Dreieck  S  der  Stadt  Mengen. 


1334. 


183 


369.  1334.  Ein  Ergebbrief  von  den  von  Hornstein  umb  II 
wism  zue  Herr  Hermann  von  Hornstains  Jarzeit  gelegen  ein  Neufra 
weg  und  ofenwisch.  Anno  1334. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  201r,  Nr.  56,  Titel ;  Neufra. 

5  370.  1334.  16.  Februar.  Heiligkreuztal.  Eberhard  der 

Boz  verkauft  an  Heiligkreuztal  2  Leibeigene. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  . .  tun  Tcunt  ich  Eherhart  der  Boz,  daz  ich  ver- 
koffent  han  minen  frown  baidun  der  abtissen  und  dem  convent  ze 
Hailigencruzital  Johans  Wezel  und  sin  müter  Willibürg  um  fünf 

.0  Schilling  und  ain  phunt  Haller  ( Quittung ).  Und  han  in  si  alsuz 
gegeben  ze  besizzend  und  ze  niescend  in  allem  dem  reth  alz  ich 
vor  het  an  alle  gevard  ( Auflassung ).  Und  han  och  daz  getan  dur 
got  und  dur  daz  hail  miner  sele.  Diz  sin  gezüg:  her  Johans 

von  Binzwangen,  her  Dietrich  von  Andelvingen,  brftder  C.  der  kof- 

.5  man,  bruder  H.  Hetelinc  und  ander. 

Dirre  brief  ivart  geben  ze  Hailigencruzital,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  druzehen  hundert  jar  und  in  dem  vier  und  drizgosten 
jar  an  sant  Julianun  tag. 

Das  S  ist  ausgerissen. 

>0  371.  1334.  22.  April.  Hayingen. 

Ritter  Konrad  von  Gundelfingen  schenkt  auf  Bitten  seines 
Dieners  Otten  Schelkins a)  an  Lugart  die  Maierin  von  Wilflingen 
die  Eigenschaft  des  Gutes  zu  Langenenslingen  das  Appe  Gerbolt  baut. 
Siegler:  der  Aussteller. 

io  Der  [brief]  ivart  gescriben  und  geben  ze  Haigingen,  do  man 
zalt  von  gottes  gebürt  drüzenhenhündert  und  vier  und  driseg  jar  an 
sant  Jerien  abent  in  dem  manot  den  man  nemmet  abereilen. 

ND:  Ain  fri  brief  umb  ain  gut  ze  Enslingen  von  hern  Cunrat  von 
Gundelfingen. 

50  Ein  BundS  des  Konrad  von  Gundelfingen. 

a)  In  Nr.  375  heisst  es:  Otten  Schalklingen. 

372.  1334.  28.  Juni.  Heinrich  von  Langen  enslingen 

verkauft  an  Heiligkreuztal  Hüter  zu  Friedingen. 

Ich  Hainrich  von  Enzlingen  burger  ze  Rüdlingen  vergich,  daz 

35  ich  han  geben  ze  köffende  ftir  ain  aigen  und  des  köffes  w&r  wil  sin 
dem  convent  von  Hailigencrutztal  disu  güt  die  hie  nach  geschriben 


184 


1334. 


benempt  sint  und  dft  ze  Fri dingen  gelegen  sint:  ain  gut  dar  uf  dü 
Moringerin  sizt,  ain  gut  dar  uf  sizt  Hans  Araolt,  ain  gut  dar  uf 
sizt  der  Spengel,  aina>  gut  dar  uf  sizt  der  Maiser,  ain  gftt  dar  uf 
sizt  Adelhait  an  der  Staige,  und  ain  gftt  dar  uf  sizt  Maginger,  umb 
suben  pliunt  und  viertzig  phunde  Haller  und  umb  selis  schillinch 
Haller  ( Quittung ).  Und  bl  disem  höf  sint  gewesen:  lierr  Johans 

kilcherr  ze  Binswangen,  Lutz  Luphe,  Hainricli  Luplie,  Ulrich  der 
Kramer,  Chunrat  der  Gerwer,  Johans  Hornli,  Chunrat  Liutran,  Sifrit 
Saetzli  und,  ander  die  der  bi  warent  und  den  höf  sähe  nt,  und  horten. 
Siegel:  der  stette  insigil  von  Rüdlingen  (Siegelanhängung). 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Peter  und  Pauls  abende,  do 
man  zalt  von  gottes  gebürt  drftzehenhundert  jar  und  dar  nach  in 
dem  vier  und  drissigosten  jar. 

Ein  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

a)  Von  hier  an  eine  andere  Tinte. 

373.  1334.  6.  Juli.  Aach  im  Hegau.  Herzog  Otto  von 

Österreich  schenkt  an  Heiligkreuztal  eine  Wiese. 

Wir  Ött  von  gots  gnaden  hertzog  ze  Österreich]  und  ze  Steyer 
verjehen,  daz  wir  durch  unser  und  unserr  vodern  sei  und  hail  willen 
der  abtessinn  und  dem  convent  des  chlosters  ze  des  Heiligen- 
chreutztal  geben  haben  mit  disem  brif  di  aigenschaft  der  wisen  di 
gelegen  ist  bei  Mengen  in  dem  ried  an  dem  Pirich a),  di  als  groz 
ist  was  vier  man  einen  tag  gemen  mugen  und  gehaizzen  ist  des 
von  Tann  wis,  di  si  von  Ulreich  dem  Hundubel  unserm  burger  ze 
Meng[en]  gechauft  habent  di  von  uns  ze  leben  waz,  also  daz  di 
selben  vrowen  und  auch  ir  gotshous  di  aigenschaft  der  wisen  furbaz 
Inn  haben  nlezzen  und  besitzen  sullen  als  aigens  recht  ist.  Siegler: 
der  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Ach  in  dem  Hegow,  do  man  tzalt 
von  Christes  gepurd  dreutzehenhundert  jar  in  dem  vier  und  dreisigstem 
jar  an  dem  achten  tag  nach  sand  Peters  und  Pauls  tag. 

Das  S  ist  weggerissen. 

a)  NB:  Pirrick. 

374:,  1334.  12.  August.  Heinrich  Stainibain  von  Riedlingen 
verkauft  an  Heiligkreuztal  30  s.  Haller  jährlicher  Gült. 

Ich  Hainricli  Stainibain  burger  ze  Rüdlingen  und  Hirmengart 
min  elichft  wirtenne  vergehin,  daz  wir  mit  unser  beiden  gftten  willen 


1334  1335. 


185 


haben  geben  ze  cöffende  dem  convent  dez  closters  ze  Hailigencrutztal 
drissig  sehillinch  Haller  geltes  guter  und  gäber  usser  ainr  wise,  die 
wir  cöfton  umb  Bentzen  Saetzlin  du  gelegen  ist  an  Otten  Sattel¬ 
bachs  wise  bi  dem  andern  furt  der  altun  Tunowe,  umb  sehtzehen 
5  phunt  Haller  (Quittung).  Und  dis  gelt  son  wir  oder  unser  beider  erben 
ob  wir  enwarin  oder  swer  die  wise  hat  rillten  und  gen  dem  convent 
allü  jar  iemer  eweclich  ze  sant  Michels  tag  oder  dar  nach  in  dem 
nehsten  manode.  Tätin  wir  dez  nit,  so  sol  dem  selbon  convent  dii 
wise  verfallen  sin  für  aigen  iemer  eweclich  an  alle  widered.  Und 
LO  Me  bi  sint  gewesen :  Hainrich  von  Enslingen,  Luz  Luphe,  Ulrich 

der  Cramer,  Cftnz  Stehelli,  der  Ruhe  und  Johannes  der  Schult- 
haizze.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  wart  geben  an  dem  nälisten  fritag  vor  unserr 
vrowen  tag  in  ögsten,  do  man  zalt  von  gottes  gehurt  druzehenhundert 
[5  jar  und  dar  nach  in  dem  vier  und  drissigosten  jar. 

Ein  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 


375.  1334.  5.  Dezember.  Heiligkreuztal. 

Luggart  die  Maierin  von  Wilf lingen  (Wulflingen)  gibt  alles 
Recht  an  Gerboltz  Gut  zu  Langenenslingen ,  das  sie  von  Otten 
>0  Schalklingen a)  von  Langenenslingen  kaufte ,  mit  ihres  Vogtes  Hand- 
Herrn  Heinrichs  von  Wilf  lingen  genannt  von  Hornstein  an  Heilig¬ 
kreuztal.  Siegler:  der  Vogt,  won  ich  nit  aigens  insigels  han. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Hailigencrutztal ,  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürt  drüzehenhundert  und  vier  und  drissig  jar  an  sant 
>5  Niclaus  abent  ze  gegenwürti  diser  gezüg:  H.  des  Suters,  H.  des 

Maiers,  .  .  Murrwetzels  und  Cunr.  des  Schmides  von  Wulflingen. 

Ein  BundS  des  Heinrich  von  Hornstein. 

a>  In  Nr.  371  heisst  es  Otten  Sehelkins. 


376.  1335.  Stifftung  Conradt  Wilden  eines  Hofes  zue  Bintz- 
50  Wangen  und  ettlicher  Jauchart  Ackers  zue  W aldthausen  umb  ein 
Jar  zeit.  Anno  1335. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  49r,  Nr.  2,  Titel:  Kauft,  Sprüch,  Thedings,  Ver¬ 
trag,  Schadloss,  Urtel,  Stiftung,  Jarzeit  und  ander  brieff  etc. 


186 


1835. 


377.  1335.  11.  März.  Langenenslingen.  Graf  Eber¬ 
hard  d e r  alte  von  Landau  eignet  Cunz  d e m  S c h m i e d  zu 

Langenenslingen  Güter  daselbst. 

Wir  grave  Eberhart  von  Landöve  der  alte  verkündent,  daz 
wir  uf  hant  geben  zem  rehtem  aigen  Cftntzen  genant  dem  Smit  ze 
Enselingen  und  allen  sinen  erbon  d!  hofstat  genant  dez  Swartzen 
hofstat  ze  Enselingen  liggent  und  den  brül  genant  dez  Swertfürben 
brül  dti  er  baidü  kbft  umme  Otten  gnant  von  Tentingen  und  von 
uns  vormalont  leben  warent.  Diz  dings  sint  gezüg  und  war  ent  da  bi: 

grave  Eberhart  unser  sune,  Otte  von  Eglingen,  Cünrat  der 
Fürtter,  .  .  der  amman  gnant  der  Munch  und  ander.  Siegler:  wir 
grave  Eberhart  von  Landowe  der  alt. 

Diz  geschähe  und  wart  dirre  brief  geben  ze  Enselingen,  do 
man  von  gots  gebürt  zalt  druzehenhundert  jar,  dar  nahe  in  dem  fünf 
und  driszigostem  jar  an  sant  Gregorien  abent. 

Ein  RundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 

378.  1335.  12.  März.  Heiligkreuztal.  Die  Hergesellen 
verkaufen  Güter  zu  Hundersingen  an  Heiligkreuztal. 

Allen  .  .  künden  ich  Johans,  Ulrich  und  Renhart  gebrftder  genant 
die  Hergesellen,  das  wir  mit  gemainem  müt  und  fürdahtem  willen 
haben  gen  ze  kofend  der  aptissen  und  dem  convent  ze  Hailigcruztal 
dise  guter  dü  ze  Hundersingen  gelegen  sint:  den  garten  und  die 
hofstat  dü  ligent  under  des  von  Lunberga)  hus  und  ain  garten  lit 
am  leh  und  stoset  an  Hansen  äker  von  Büzkofen,  umb  siben 
phunt  und  füf  Schilling  Haller  ( Quittung,  Aufgabe,  Währscha ft ). 
Siegler:  Unser  genädiger  liere  grave  Eberharht  von  Landowe.  Ich 
grave  Eberhart  von  Landowe  furgih  an  disem  brief,  das  ich  durch 
bette  willen  der  ersain  knelit  Johans,  Ulrichs  und  Renhars  gebruder 
genant  die  Hergesellen  und  durch  miner  sei  hail  willen  han  geben 
dem  convent  ze  Hailigcruztal  die  aigenschaft  der  vor  gescriben  guter 
dü  von  mir  lehen  waren.  Und  durch  bet  der  Hergesellen  und  umb 
die  gift  der  aigenschaft  der  guter  so  henk  ich  min  insigel  an  disen 
brief  ze  ainem  urkünd  aller  vorgesprochern  ding. 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Hailigcruztal,  do.  man  zalt  von  gottes 
gebürt  druzehenhundert  jar  und  füf  und  drisig  jar  an  sant  Gregorien 
tag.  Hie  bi  sint  gewesen  gezüg:  der  jung  von  Landowe,  her 

Johans  chilchhere  von  Binswangen,  her  Diedrich  der  lüpriester  von 
Andelvingen,  brüder  C.  der  kofman  und  brüder  Hainrich  Hetling. 

»)  Der  erste  Buchstabe  unsicher. 

Das  S  ist  abgeschnitten. 


1835. 


187 


379.  1335.  15.  Mai.  Veringen.  Graf  Heinrich  von  Ve- 

ringen  eignet  Heiligkreuztal  einen  Hof  zu  Grüningen. 

Wir  grave  Hainrich  von  Veringen  offnen,  das  wir  des  hofes 
der  ze  Grüningen  gelegen  ist  den  von  uns  liatton  ze  lehen  die  ritter 
5  her  Ludwig  und  her  Mangolt  von  Hornstain  saligen  gebruder  und 
buwet  nu  Cünrat  der  Möchel  und  Wernher  der  Offenhuser,  aigen- 
schaft  mit  allem  relit  geben  haben  durch  got  und  durch  unser  und 
ünser  fordron  selon  hailes  willen  den  frowen  von  Hailigcruztal 
(Auflassung).  Siegler:  der  Aussteller. 

10  Der  [brief]  wart  geben  ze  Veringen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  druzehen  hundert  jar  in  dem  füf  und  drizgotstem  jar  ze 
mitlem  maigen. 

Das  HandS  ist  ganz  zerstört. 

3  SO.  1335.  25.  Mai.  Riedl  in  gen.  Kun  von  Greifenstein 
15  eignet  Heiligkreuztal  Güter  zu  Friedingen. 

Wir  Kun  von  Grifenstain  frige  tuen  künt,  daz  wir  durch  bet 
Hainrichs  von  Enslingen  burger  ze  Rüdelingen  han  gen  den  frowen  ze 
Hailigcruztal  die  aigenscliaft  dirre  güter,  die  si  koft  hant  von  Hain¬ 
rich  von  Enslingen  dü  von  uns  lehen  wären  und  ze  Fridingen 
20  gelegen  sint.  Ain  gut  dar  uf  sizet  du  Moringerin;  ain  gut  dar  uf 
sizt  Hans  Arnolt;  ain  gut  dar  uf  sizt  der  Spengel;  ain  gut  dar  uf 
sizt  der  Maiser;  ain  gut  dar  uf  sizt  Adelhait  an  der  Staige,  und 
ain  gut  dar  uf  sizt  der  Mäginger,  mit  allem  reht  (Auflassung). 
Siegler:  der  Aussteller. 

25  Der  [brief]  wart  gen  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drizehenhundert  jar  und  füf  und  drisig  jar  an  sant  Urbans 
tag.  Hie  bi  sint  geivesen :  her  Johans  der  kilchhere  ze  Bins¬ 

wangen,  Lütz  Luphe,  Hainrich  Luphe,  C.  der  Gärwer,  C.  Lutran 
und  Ulrich  der  Kramer  burger  ze  Rüdelingen  und  ander. 

30  Ein  HundS  des  Eonrad  von  Greifenstein  ;  Greif  auf  Dreiberg.  U:  f  S. 

CVNRADI  •  DE  •  GRIFENSTAIN.  —  Vgl  Nr.  372. 

3S1.  1335.  25.  Mai.  Riedl  in  gen.  Kun  von  Greifenstein 

eignet  Heilig kreuztal  Güter  zu  Friedingen. 

Wir  Kun  von  Grifenstain  frige  tuen  bunt,  das  wir  durch  bette 
35  Hartmans  von  Enslingen  burger  ze  Rüdelingen  han  gen  den  frowen 
des  closters  ze  Hailigcruztal  die  aigenschaft  dirre  güter  die  si  koft 
hant  von  dem  Hartman  von  Enslingen  dü  von  uns  lehen  waren 


188 


1335. 


und  ze  Fri dingen  gelegen  sint:  ain  gut  dar  uf  sizet  March  in  End- 
gasson ;  ain  gut  dar  uf  sizet  der  Beke ;  ain  gftt  dar  uf  sizet  Aichilocli 
und  ain  gut  dar  uf  sizet  der  Waiger,  mit  allem  relit  (Auflassung). 
Siegler  :  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes  ö 
gebürt  drizehenhundert  jar  und  füf  und  drisig  jar  an  sant  Urbans 
tag.  Hie  bi  sint  gewesen:  her  Johans  der  chilchhere  von  Bins¬ 

wangen,  Cünrat  von  Hornstain  von  Grüningen,  Lutz  Luphe,  Hainrieh 
Luphe  und  Ulrich  der  Kramer  burger  ze  Rüdelingen  und  ander. 

ND:  Ain  fri  ledig  brief  von  lierr  Kun  von  Griffenstain  umb  dü  gut  ze  IC 
Fridingen  dü  umb  Hartmann  und  Hainricb  von  Enslingen  koufft  wrden. 

BundS  des  Konrad  von  Greifenstein  wie  an  Nr.  SSO. 

382.  1335.  4.  Juli.  Salem  verkauft  an  Heiligkreuztal 

seinen  Hof  zu  Bin  zwangen. 

Universis  hanc  literam  inspecturis  Cunradus  abbas  et  conventus  13 
monasterii  in  Salem  ordinis  Cysterciensis  Constanciensis  dyocesis  salu- 
tem  cum  noticia  sub  scripta  rum.  Ut  gesta  modernorum  .  .  .  Noverint 
igitur . . .,  quod  cum  nos  essemus  gravibus  usurarum  debitis  onerati  nec 
ab  hiis  nisi  per  distractionern  rerum  nostrarum  immobilium  possemus 
aliquantum  liberari,  curiam  nostram  sitam  in  Binswangen  dictam  Hain-  2C 
richs  des  Hüters  hof  quam  nunc  Hainricus  Zürn  colit  vendicioni  duximus 
exponendam.  Et  cum  inter  ceteros  ad  dicte  curie  empcionem  pro- 
cedere  cupientes  venerabilis  in  Christo  domina  Anna  abbatissa  et 
conventus  monasterii  sanctimonialium  Yallis  Sancte  Crucis  nobis 
maius  et  utilius  precium  obtulissent,  receptis  ab  eisdem  sexaginta  23 
octo  libris  denariorum  Constanciensium  et  in  utilitatem  nostram 
evidentem  seu  exoneracionem  debitorum  nostrorum  conversis  dictam 
curiam  in  Binswangen  cum  omnibus  suis  pertinenciis,  videlicet  ] 
domibus,  areis,  ortis,  agris,  silvis,  nemoribus,  virgultis,  pratis.  paseuis,  j 
aquis,  aquarum  ductibus,  viis  inviis,  semitis,  itineribus,  exquisitis  et  3C 
inquirendis  quocumque  alio  nomine  seu  nominibus  censeantur,  dictis 
dominabus  de  Yalle  Sancte  Crucis  prell abito  tractatu  et  communi 
consilio  omnium  nostrum  tradidimus  et  vendidimus  ac  damus  pre-  j 
sencium  per  tenorem  cum  omni- iure  et  utilitate  quo  ipsam  hucusque 
tenuimus  et  possedimus  pro  peccunia  antedicta,  inducentes  ipsas  et  35 
ipsorum  monasterium  in  corporalem  possessionem  curie  prenotate  ; 
adhibita  in  premissis  omni  sollempnitate  debita  et  consueta  verborum 
ac  gestuum  que  in  huiusmodi  vendicionibus  seu  contractibus  inter 


11335 — 1336. 


189 


monasteria  adhiberi  seu  fieri  consueverunt,  volentes  dictum  contractum 
eandem  vim  eumque  yigorem  habere  ac  si  per  nos  factum  fuisset 
in  iudicio  coram  iudice  competenti,  renunciantes  pro  nobis  nostroque 
monasterio  ac  nostris  successoribus  universis  omni  iuri  et  iuris  auxilio, 
ß  omni  consuetudini  loci  et  patrie  omnique  sutfragio  legum  et  canonum, 
literis  a  sede  apostolica  aut  aliunde  impetratis  vel  impetrandis, 
defensioni  non  adhibite  sollempnitatis,  peccnnie  non  tradite  non 
solute,  decepcioni  ultra  dimidium  iusti  precii,  doli  mali  et  in  factum 
omnibusque  aliis  per  que  dictus  contractus  posset  in  posterum  quavis 
.0  i[n]dustria  vel  inienio  (!)  violari.  In  quorum  omnium  testimonium 
et  evidenciam  firmiorem  dictis  domine  .  .  .  abbatisse  et  conventui 
monasterii  in  Valle  Sancte  Crucis  hanc  literam  dedimus  sigillo  quo 
nos  abbas  et  conventus  de  Salem  memorati  utimur  roboratam. 

Datum  anno  domini  MCCCXXXV  in  translacione  beati  Martini. 

.5  Ein  OvalS  des  Abtes  von  Salem. 


383.  1335.  14.  August.  Mengen. 

Kuno  von  Greifenstein  gibt  sein  Gut  in  Enggassen  ze  Fridingen 
liggent  das  von  ihm  Lehen  ivar,  auf  in  Appen  gnant  von  Aiche 
haut  zu  Friedingen  gesessen.  Siegler:  der  Aussteller. 

10  Diz  geschähe  und  ivart  dirre  brief  geben  ze  Mengen  in  der 
stat  an  unser  fröwen  abent  der  erren,  do  man  von  gots  gebürt  zalt 
drüzehenhundert  jar  und  fünf  und  driszig  jar  indicione  tercia. 

Ein  JRundS  des  Konrad  von  Greifenstein ;  auf  der  Bückseite  des  Siegels 
ein  Kreuz  schnitt. 


!5  384.  1336.  Ubergabbrief,  darin  Änsshelm  von  Justingen 

Berchtolden  den  Tücher  zu  Hundersingen  zue  einem  Leibaigenem 
Mann  gibt.  Anno  1336. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  83 r,  Titel:  Ergebungsbrieff. 


386.  1336.  Revers  Gonraden  von  Andelfingen  und  Mechthildt 
50  seiner  Haussfrawen  Jar  zeit,  das  mann  men  zwo  Jarzeit  von  einem 
guet  zue  Fridingen  halten  solle.  Anno  1336. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  99 v,  Titel:  Verschreibung,  Gottsgab ,  Stifftung 
und  Becrefftigungsbrieff. 


190 


1836. 


386.  1336.  25.  Februar.  Heiligkreuztal.  Abtissin  und  j 
Konvent  bestimmen  zur  Jahrzeit  Konrads  von  Andel¬ 
fingen  und  seiner  Frau  Mechthild  1  U  Haller  Gült. 

Wir  swester  Anne  abtissen  und  der  convent  dez  closterz  von 
Hailige  Crützstal  verjehin,  daz  wir  üsser  der  wise,  diu  Grosholz  waz  5 
diu  genempt  ist  in  dem  Winkel  diu  ünserz  gotzhüs  reht  aigen  ist, 
jarlichz  gebin  siilin  und  geloben  mit  disem  brief  ze  gende  ain  p füllt 
gütter  Haller a)  der  beschaidenun  vrowen  fröw  Mähthilt  wilunt  Cunratz 
von  Andelvingen  elicher  wirtinne  und  irtöhter  Margarelitun  diu  in  unserm 
closternunneist,  nun  die  wil  slu  baide  lebint,  docli  mit  sollicher  gedinge  io 
daz  diz  pfunt  dinun  sol  in  unser  revender  an  den  zwain  jarzitin 
Cunratz  von  Andelvingen  und  fröw  Mäthilt  sin  er  wirtinne,  daz  man 
diu  selbin  zwai  jarzit  dest  volleklicher  mügi  und  künni  die  wil  \ 
begän.  Siegler  in:  die  Ausstellerin. 

Und  daz  diz  stat  belibe,  so  gebin  wir  frowe  Mäthilt b)  und  15 
ir  thoter  Margareth  disen  brief  beslgelten  mit  unserm  insigel,  der  j 
gebin  wärt  in  unserm  closter  ze  Hailige  Crützstal,  do  man  zält  von  j 
göttez  gebürt  driuzehin  hundert  und  selisiu  und  drizig  jar  an  sant 
Mathls  tag. 

Das  S  der  Abtissin.  20 

a)  Die  zwei  Worte  stehen  auf  Rasur.  —  b)  Drei  Worte  auf  Rasur. 

387.  1336.  25.  Februar.  Heiligkreuztal.  Die  Abtissin 
von  Heiligkreuztal  bestimmt  die  Nutzen  aus  den  Gütern 
H  a  r  t  m  a  n  n  s  und  Heinrichs  von  E  n  s  1  i  n  g  e  n  zur  J  a  h  r  z  e  i  t  1 

Konrads  und  Mechthilds  von  Andel  fingen.  25 

1.  g.  n.  a.  Wir  swester  Anne  .  .  .  abtissen  und  der  convent  ' 
dez  closterz  von  Hailige  Crützstal  verjehin,  daz  wir  alle  die  nütz  ] 
und  daz  gelt  die  daz  ’gütte  järlichs  giltet,  daz  wir  koüften  umbe  i 
Hartman  von  Enselingen  ainen  bürgere  ze  Rüdelingen  daz  gelegin 
ist  in  dem  dörf  ze  Frldingen,  järlichen  gebin  süln  fröw  Mähthilt  3( 
der  Ammäninun  wilunt  Cunratz  von  Andelvingen  elichiu  wirtinne 
und  ir  tohter  Margarethun  nün  inen  zwain  allain  die  wil  siu  baidiu 
lebint,  mit  sollichir  gedinge,  swenne  siu  ensint  und  von  dirre  weit 
geschaident,  so  sol  man  denne  immer  nie  mit  disem  gelt  und  nützen 
mit  dem  gut  daz  wir  kouften  üinbe  Hainrieh  von  Enslingen  begän  31 
Cünratz  von  Andelvingen  und  fröw;  Mäthilt  baidiu  jarzit  mit  win 
und  mit  wissim  brot  alz  der  brief  sait  den  si  von  üns  dar  über 
liant.  War  aber,  daz  wir  von  disen  zwain  guttern,  diu  wir  koften 


1336. 


191 


ümbe  Hartman  und  Hainrich  genempt  von  Enselingen,  disü  zwai 
jarzit  nit  begiengen  als  da  gescriben  stat,  so  sont  dez  jarz  die  nütz 
baider  gütter  an  «den  abt  und  den  convent  von  Salmanswiler  ge¬ 
yallen  sin  also  daz  si  dez  jars  von  dem  nutzen  disiu  zwai  jarzit 
5  suln  begän.  Siegel :  unser  und  dez  abtez  von  Salmanswiler  insigel. 
Wir  .  . .  abt  Cünrat  yon  Salmanswiler  der  yor  gescriben  yerjehen  ünder 
unserm  insigel,  daz  allez  daz  da  obenan  gescriben  stat  mit  ünserm  willen 
wissende  und  günst  beschehin  ist.  Und  zu  mer  sicherhait  so  habin  wir 
ez  och  gehenket  an  disen  brief,  der  in  unserm  closter  ze  Hallige  Crützstal 
10  gebin  wart,  do  man  von  Cristz  gebürt  zalt  driuzehin  hundert  und 
sehsiu  und  drizig  jar  an  sant  Mathis  dez  liailigen  zwelf  botten  tag. 
Die  zwei  S  sind  abgerissen. 

388.  1336.  23.  März.  Justingen.  Anselm  yon  Justingen 

schenkt  an  Heiligkreuztal  einen  Leibeigenen. 

15  Allen  .  .  .  offenon  ich  Anshain  von  Justingen  ain  frige,  das  ich 
durch  bet  miner  mümon  von  Sulz  der  äptissen  von  Hailigcrüztal 
und  öch  durch  miner  sei  und  miner  vordron  selon  hails  willen  hau 
geben  den  frowon  von  Hailigcrüztal  Cünzen  den  Beller  von  Bürren 
der  min  aigen  man  was  mit  allem  reht  ze  hand  und  zu  niesent 
20  als  ain  iegelicher  liere  sin  aigen  man  niesen  und  haben  sol  (Auf¬ 
lassung,  Besitzeinweisung).  War  aber,  das  der  Cunze  der  Beller  sich 
wolti  enphromden  oder  flühtich  wurd  dem  closter,  so  sol  ich  wider 
haben  allü  dü  reht  zu  dem  selben  kneht,  und  sol  dar  umb  unbekümmert 
sin  von  dem  closter  ze  Hailigcrüztal.  Siegler:  der  Aussteller. 

25  Der  [brief]  wart  geben  ze  Justingen,  do  man  zalt  von  gottes  ge¬ 
bürt  drüzehen  hundert  jar  und  sehs  und  drisig  jar  an  dem  palm 
abent.  Hie  ist  gewesen:  her  Jolians  der  kilchhere  von  Justingen, 

Hug  von  Adalhartzhoven  und  Wernz  der  Keller  und  ander. 

Ein  jRundS  Anselms  von  Justingen  des  Älteren. 

30  389.  1336.  23.  März.  Justingen.  Eine  zweite  Urkunde 

Anselms  gibt  den  Berhtolht  den  Tücher  von  Hundersingen  dem 
Kloster  Heiligkreuztal. 

390.  1336.  24.  Juni.  Mengen.  Heiligkreuztal  verkauft 
Güter  zu  Binswangen  als  Leib  ge  ding. 

35  Allen  .  .  .  offenen  wir  Johans  und  min  swester  Anna  ain  closter- 
frowe  ze  Hailigcrüztal  des  Cünratz  genant  des  Giren  von  Binswangen 
kint,  das  wir  disü  gut  du  hie  nach  gescriben  stant:  ain  gut  gelegen 


192 


1336. 


ze  Binswangen  genant  brüder  Hainrich  Groszholzt  gut  sinen  tail 
und  ein  gut  lit  ze  Enslingen  genant  des  Tentingers  gut  haben  köft 
von  der  äptissen  und  dem  convent  ze  Hailigcruztal  mit  solichen 
gedingen,  das  wir  baidu  Johans  und  swester  Anna  min  swester  dii 
gftter  solen  niesen  und  haben  mit  allem  nütz  unz  an  ünser  baider  5 
tot.  Und  swenn  unser  ains  abgat  von  todes  wegen  da  vor  got  lang 
si,  so  sol  das  ander  du  guter  gänzlich  und  gar  niesen  unz  an  sinen 
tot.  Swen  aber  wir  baidu  nit  sien,  so  son  dü  guter  wider  vallen 
mit  allem  reht  an  das  eloster  von  Hailigcruztal.  Und  sol  en  kain 
ünser  erb  mit  den  gutem  nit  ze  schaffen  haben.  Siegel:  der  stat  10 
insigel  ze  Mägen  (Siegelbekenntnis.) 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Mängen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehen  hundert  jar  und  sehs  und  drisig  jar  an  sant  Johans 
tag  Baptiste.  Hie  bi  sint  gewesen:  her  Johans  der  kilchhere 

von  Binswangen,  her  Dietrich  lüpriester  ze  Andelvingen,  brüder  15 
Hainrich  Helling  und  brüder  Cünrat  der  Kofman  von  Hailigcruztal. 

Das  S  ist  ab  geschnitten. 

391 .  1336.  30.  August.  Winterthur.  Entscheidung  des 
Offizials  gegen  Ritter  Ulrich  Oswald  von  Markdorf. 

I.  n.  d.  a .  Officialis  curie  Constanciensis  omnibus  .  .  .  notkiam  20 
mm  salute.  In  causa  mota  inter  Johannen!  dictum  Hedinger  pro- 
euratorem  abbatisse  et  conventus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  1 
procuratorio  nomine  earundem  ex  una  et  Ülrieum  dictum  Oswalt  de 
Marthorf  militem  ex  parte  altera  actor  reo  libellum  suum  coram 
nobis  obtulit  in  hunc  modum :  proponit  in  iure  coram  vobis  25 
officiali  curie  Constanciensis  Johannes  dictus  Hedinger  proeurator 
procuratorio  nomine  ipsarum  contra  Ülrieum  dictum  Oswalt  de  f 
Marthorf  militem  et  dicit,  quod  licet  pratum  situm  in  banno  ville 
z Wiggenwiler,  quod  continet  tres  secturas  wlgo  dictas  trie  manne  ■  ‘ 
mat  et  ager  septem  iugerum  contiguus  eidem  prato  nec  non  una  30 
area  sita  ante  villam  cum  suis  silvis,  paseuis,  viis  et  pertinenciis 
universis  que  bona  vocantur  dez  Blaesings  güt,  nec  non  agri  siti 
in  banno  ville  dicte  Camers  tanne,  quos  contingunt  ab  uno  latere 
bona  sanctimonialium  monasterii  in  Zovingen;  ab  alio  vero  latere 
bona  monasterii  in  Salem,  quos  et  que  proeurator  —  si  opus  fuerit  —  35 
digito  demonstrabit,  abbatisse  et  conventui  monasterii  Vallis  Sancte 
Orucis  ac  monasterio  iure  pertinuerit  dominii  seu  quasi  ipseque  in  eo- 
rundem  bonorum  et  pertinenciarum  ipsorum  possessione'  velut  bonorum 
eis  ac  monasterio  in  iure  proprietatis  pertinencium  decem  annis  et 


1336. 


193 


amplius  fuerint  pacifice  et  quiete  et  eadem  bona  eodem  iure  ven- 
diderint  et  tradiderint  priorisse  et  conventui  monasterii  in  Zovingen 
ordinis  fratrum  Predicatorum  siti  infra  muros  civitatis  Constanciensis 
pro  certa  pecunie  summa  et  eisdem  emptricibus  de  evictione  eorunaem 
5  bonorum  expresse  teneantur,  dictus  tarnen  reus  priorissam  et  con- 
ventum  inpedit,  quominus  eorundem  bonorum  possessione  gaudere 
possint  in  ipsius  abbatisse  et  eonventus  monasterii  Vallis  Sancte 
Crucis  preiudicium  iniuriam  et  gravamen.  Petit  procurator  pro- 
euratorio  nomine  quo  supra,  quatenus  reum  ad  desistendum  et  ut 
10  sanctimoniales  monasterii  in  Zovingen  bonis  emptis  uti  permittat, 
condempnetis  et  compellatis  vestra  diffinitiva  sentencia  me- 
diante  ecclesiasticam  per  eensuram.  Hec  dicit  et  petit  etc.  Lite 
legitime  contestata  prestitoque  iuramento  calumpnie  seu  veritatis 
dicende  a  partibus,  receptis  eciam  testibus  iuratis  quos  Johannes 
15  Hedinger  pro  sua  intencione  fundanda  producere  voluerit  et  pro- 
duxit  nee  non  propositis  excepcionibus  ac  defensionibus  contra 
intencionem  actoris  ex  parte  rei  prelibati  et  responsionibus  sive 
replicacionibus  ad  easdem,  testibus  etiarn  ex  parte  rei  predicti  super 
suis  defensionibus  productis  et  dictis  tarn  parcium  quam  testium 
20  hine  inde  inductorum  in  scriptis  redactis  publicatis  et  cum  diligencia 
visis  et  perspectis  necnon  instrumentis  quibusdam  a  partibus  hincinde 
in  modum  probationis  coram  nobis  in  medium  inductis ,  quibus 
similiter  cum  diligencia  visis  et  perspectis  conclusoque  in  negocio 
datoque  ipsis  partibus  termino  videlicet  feria  sexta  proxima  post 
25  festum  beati  Bartholomei  (SO.  August )  ad  audiendum  nostram  senten- 
ciam  diffinitivam  causa  in  eadem,  quia  invenimus  ex  hiis  que  coram 
nobis  acta  sunt  iudicii  in  figura  intencionem  Johannis  dicti  Hedinger 
sufticienter  et  plene  fore  fundatam,  ideo  habito  peritorum  consilio 
iurisque  ordine  in  omnibus  observato  reum  ad  desistendum  ab 
30  inpedimento  etut  sanctimoniales  monasterii  in  Zovingen  predictis  bonis 
et  eorum  pertinenciis  uti  libere  et  quiete  permittat  condempnamus 
sentencialiter  hiis  in  scriptis  condempnantes  nichilominus  eundem 
reum  in  expensis  dicte  litis,  quas  Johannes  Hedinger  per  suum 
sacramentum  taxacione  nostra  premissa  coram  nobis  legitime  duxerit 
35  obtinendas  nomine  quo  supra. 

Datum  in  Wintertur  anno  domini  MCCCXXX  sexto  III a)  kalen. 
septembris  indicione  IIII.  Reddite  literas. 

*  Ein  RundS  anhängend,  auf  der  Rückseite  Spur  eine's  kleinen  S.  Vgl. 

zur  Sache  noch  oben  Nr.  366  und  unten  Nr.  395. 

40 

a)  Von  hier  an  andere  Tinte. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


13 


194 


1337. 


392.  1337.  14.  Februar.  Riedlingen.  Konrad  von  Horn¬ 
stein  verkauft  Güter  zu  Friedingen  an  Heiligkreuztal* 

Ich  Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  vergib ,  das 
ich  mit  gunst  miner  elidier  wirten  fro  Annon  han  geben  ze  kofent 
den  frowen  des  closters  ze  Hailigcruztal  für  ain  rehtes  aigen  disu 
guter  du  hie  nach  gescriben  stant  und  zu  Fridingen  gelegen  sint: 
ain  güt  het  Hug  von  Fri dingen,  ain  gut  buwet  der  Murer,  ain  güt 
büwet  Wirsing,  ain  güt  buwet  dü  Wielandin  und  ain  güt  büwet 
der  Mezel,  umb  sehzig  phunt  Haller  (Quittung,  Währschaft ,  Auf¬ 
lassung,  Besitzeinweisung) .  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  siben  und  drisigostem 
jar  an  sant  Valentins  tag.  Bi  disem  kbf  ist  gewesen :  her 

Johans  der  kilchhere  von  Binswangen,  her  Dietrich  lupriester  ze 
Andelvingen,  Hainrich  von  Binegen,  C.  der  Garwer  burger  ze  Rüde¬ 
lingen,  C.  der  Gir  von  Binswangen,  brüder  C.  der  Kofman  und 
brüder  Hainrich  Hetliag. 

Ein  BundS  des  Konrad  von  Hornstein,  halb  erhalten. 

393.  1337.  30.  März.  Riedl  in  gen. 

Heinrich,  Berthold  und  Friedrich  Kaiben  genannt  drei  Brüder 
erklären,  dass  Konrad  von  Hornstein  von  Grüningen  und  sein  Weib 
Anna,  dü  unser  swester  tohter  ist,  die  in  Nr.  392  genannten  Güter 
mit  ihrem  Willen  dem  Kloster  Heiligkreuztal  verkauft  haben,  lassen 
sie  auf  und  geben  ihre  Siegel. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehen  hundert  jar,  dar  nach  in  dem  siben  und  drissigostem 
jar  ze  mittervasten. 

Das  Pergament  weist  im  Text  vier  Löcher  auf ;  doch  lässt  sich  der 
Text  ergänzen. 

Drei  BundS.  In  den  Schildern  je  drei  Wolfs* eigen  (sägenartig  gezahnte 
Eisen  der  Wolfsfalle).  U  bei  1):  f  S.  HAINRICI  •  D CI  •  KAIBEN.  2):  S  ist 
fast  ganz  verdorben;  •••  TI  •  KAIBEN  ist  noch  zu  lesen.  3)  S:  [f  S.]  FKXDE- 
RICI  *  DCI  •  [KAJIBEN. 

394.  1337.  23.  April.  Riedlingen. 

Kun  von  Greifenstein  gibt  auf  Bitten  Konrads  von  Hornstein 
von  Grüningen  dem  Kloster  Heiligkreuztal  die  Eigenschaft  der  Güter 
zu  Friedingen ,  die  sie  von  dem  Hornsteiner  kauften  und  die  von 


1337. 


195 


dem  von  Greifenstein  zu  Lehen  gingen.  (Fortsetzung  von  Nr.  393). 
Siegler:  Kün  von  Grifenstain. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drtizehenhundert  jar,  dar  nach  in  dem  siben  und  drisigostem 
5  jar  an  sant  Gerien  tag. 

Ein  RundS  des  Greifensteiners. 

395.  1337.  17.  Mai.  Köln.  Rodel  von  30  Beweis¬ 

instrumenten  in  der  Berufung  des  Ulrich  Oswald  von 
Markdorf  gegen  Heiligkreuz tal. 

10  Henricus  dei  gracia  sancte  Magunt[ine]  sedis  archiepiscopus 
sacri  inperii  ||  per  Germaniam  arcbicancellarius.  In  causa  appellacio- 
nis  quam  Ulricus  ||  Oswaldus  de  Marcdorf  miles  contra  abbatissam 
et  j|  conventum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  prosequitur  in  iudicio 
coram  nobis  feria  sexta  proxima  post  dominicam  iubilate  (16.  Mai) 
15  per  nos  partibus  eisdem  prefixa  ad  docendum  de  equitate  et  iniqui- 
tate  prioris  sentencie  et  ad  reportandum  omnia  acta  universa  coram 
priori  iudici  quomodolibet  habita  pro  equitate  et  iniquitate  ut  est 
premissum,  Johannes  dictus  Effrid  procurator  abbatisse  et  conventus 
nomine  procuratorio  et  pro  eisdem  extunc  conparuit  et  nobis  in 
20  diversis  peciis  pergamene  tarn  magnis  quam  parvis  in  una  rotula 
contentis  et  cum  philis  albis  consutis  triginta  instrumenta  cum  pro¬ 
curatorio  in  personam  ipsius  confecto  pro  equitate  sentencie  prioris 
iudicis  reportavit,  quorum  quidem  primura  fuit  et  est  tale: 

1.  Proposuit  in  iure  coram  vobis  officiali  curie  Constanciensis 
25  Johannes  dictus  Hedinger  procurator  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis 

procuratorio  nomine  contra  Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marhtorf 
rnilitem  etc.  et  sic  finit:  huic  libello  respondendum  est  feria  tercia 
proxima  post  dominicam  qua  cantabitur  invocavit  (23.  Febr.)  liora 
prime.  Datum  Constancie  III  non.  februarias  ind.  prima 

30  (3.  Febr.  1333). 

2.  Seeundum  vero  incipit  ut  sic:  Datum  per  copiam  etc. 

Coram  vobis  officiali  curie  Constanciensis  in  causa  mota  inter  Jo¬ 
hannen!  dictum  Heydinger  procuratorem  monasterii  in  Valle  Sancte 
Crucis  ex  una  et  Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marchtorf  rnilitem  ex  parte 

35  altera  etc.  et  sic  finit:  Datum  ut  supra.  Quibus  respondendum  est 
feria  quinta  post  dominicam  qua  cantatur  Laetare  proxima  liora 
prime  (18.  März).  Datum  Constancie  IIII  idus  marcii  ind.  prima 
(12.  März  1333). 

3.  Tercium  incipit:  Datum  per  copiam.  Coram  vobis 

40  officiali  curie  Constanciensis  in  causa  mota  inter  Johannen!  dictum 


196 


1337. 


Heidinger  procuratorem  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et 
Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marhtorf  militem  ex  parte  altera  pro 
parte  dicti  .  .  rei  replicacionibus  ex  parte  dictarum  actricum  factis 
duplicando  respondetur  etc.  et  sic  finit:  Datum  Constancie 

XVkal.  aprilis  ind.  prima  (18.  März  1333).  Quibus  respondendum  est  5 
feria  sexta  post  dominicam  qua  cantatur  iudica  proxima  (26.  März) 
hora  prime.  Datum  ut  supra. 

4.  Quartum  incipit  ut  sic:  Coram  vobis  officiali  curie 

Constanciensis  in  causa  mota  inter  Johannem  dictum  Hedinger  pro¬ 
curatorem  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  Ulricum  dictum  10 
Oswalt  de  Marhtorf  militem  ex  parte  altera  duplicacionibus  pro 
parte  ipsius  rei  propositis  ex  parte  actricum  triplicando  respondetur 

et  dicitur  etc.  et  sic  finit:  Hiis  itaque  propositis  nos  officialis  curie 
Constanciensis  ipsis  partibus  terminum  prefigimus  videlieet  feriam 
quartam  post  octavam  pasche  proximam  (14.  April  1333)  hora  prime  ad  15 
audiendum  pronunciacionem  nostram  presentibus  assignamus.  Datum 
ut  supra, 

5.  Quintum  sic  incipit:  Officialis  curie  Constanciensis  etc.  In 

causa  mota  inter  Johannem  dictum  Hedinger  procuratorem  monasterii 
Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  Ulricum  dictum  Oswalt  militem  de  20 
Marhtorf  ex  parte  altera  propositis  ex  parte  ipsius  rei  contra  libellum 
actricum  excepcionibus  etc.  et  sic  finit:  Datum  Constancie 

XVII  kal.  maii  indicione  prima  (15.  April  1333). 

6.  Sextum  incipit  ut  sic:  Officialis  curie  Constanciensis 

etc.  In  causa  mota  inter  Johannem  dictum  Hedinger  procuratorem  25 
seu  syndicum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  Ulricum 
dictum  Oswalt  de  Marhtorf  militem  ex  parte  altera  lite  pei  Bei. 
dictum  Tettikover  procuratorem  ipsius  rei  etc.  et  sic  finit:  Datum 

Constancie  anno  domini  MCCCXXXIII  \  kal.  mai  ind.  piima 

(27.  April  1333).  30 

7.  Septimum  incipit:  Officialis  curie  Constanciensis  etc. 

In  causa  mota  inter  Johannem  dictum  Hedinger  procuratorem  seu 
sindicum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  procuratorio  nomine  ex  una  et 
strenuum  virum  Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marhtorf  militem  ex  parte 
altera  intendit  probare  dictus  procurator  nomine  quo  supra  etc.  et  35 
sic  finit:  Da^mConstancieIIIkalen.iuniiwö?/c^.  prima  (30.Mail333). 


8.  Octavum  sic  incipit :  Frater  H.  dictus  Hofmaister  con- 

versus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  habens  in  etate  circa  Sep¬ 
tuaginta  annos  testis  iuratus  non  odio  etc.  et  sic  finit:  Qua- 

tinus  per  omnia  concordat  Cünradus  proximo  teste  supia. 


1837. 


197 


9.  Nonum  incipit  ut  sic:  Cünradus  dictus  Bräkli  servus 

ecclesie  in  Troctelvingen  etc.  et  sic  finit:  Eo  excepto  quod 

tanturn  a  viginti  annis  circa  contenta  in  primo  secundo  et  tercio 
intencionum  articulis  dicit  esse  vera. 

B  10.  Decimum  incipit:  Domina  Anna  cornitissa  de  Sulcz 

nunc  abbatissa  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  testis  iurata  non  odio 
etc.  et  sic  finit:  Datum  Constancie  II  kalen.  iulii  ind.  prima 

(30.  Juni  1333). 

11.  Undecimum  incipit  sic:  Officialis  curie  Constanciensis 

10  etc.  In  causa  mota  inter  Johannen!  dictum  Hedinger  procuratorem 

monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  strennuum  virum  Ulricum 
dictum  Oswalt  de  Marktorf  militem  ex  parte  altera  prefatus  Johannes 
procuratorio  nomine  abbatisse  et  conventus  duo  instrumenta  sub- 
scripta  in  modum  probacionis  in  figura  iudicii  produxit  etc.  et  sic 
15  finit:  Facta  est  autem  copia  instrumentorum  feria  tercia  preli- 

bata  ind.  secunda.1) 

12.  Duodecimum  existit  tale:  Officialis  curie  Constan¬ 

ciensis  etc.  Datum  per  copiam  etc.  Intendit  probare  Ulricus  Oswaldi 
de  Marthorf  contra  abbatissam  et  conventum  monasterii  Vallis  Sancte 

20  Crucis  ärticulos  subscriptos  etc.  et  sic  finit:  Per  omnia  con- 

cordat  cum  Jacobo  dicto  Haselach,  teste  secundo  supra. 

18.  Tredecimum  tale  est:  Henricus  dictus  Riser  iure  ser- 

vitutis  pertinens  ipsi  producenti  etc.  et  sic  finit :  De  singulis  intentis 
et  iuratis  articulis  requisitus  ad  literam  concordat  cum  Johanne 
25  ministro  teste  primo. 

14.  Quartumdecimum  sic  incipit:  Rudolfus  dictus  Tötzlin 

de  Marthorf  iure  seryitutis  pertinens  producenti  habens  in  etate 
triginta  annos  etc.  et  sic  finit:  Datum  Constancie  nonis  iulii 

ind .  prima  (7.  Juli  1333). 

80  15.  Quintumdecimum  incipit  sic:  Coram  vobis  officiali 

curie  Constanciensis  in  causa  mota  inter  Johannen!  dictum  Hedinger 
procuratorem  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  Ulricum 
Oswaldi  de  Marchtorf  militem  ex  parte  altera  procurator  contra 
testes  per  reum  productos  et  eorum  dicta  excipiendo  proponit  et 
35  dicit  etc.  et  sic  finit:  Por recte  sunt  hee  excepciones  Constan- 

cienses  feria  quinta  proxima  post  festum  beati  Bartholom  ei  apostoli 
hora  prime  ind.  prima  (26.  August  1333). 

16.  Sextumdecimum  incipit  ut  sic:  Coram  vobis  officiali 

curie  Constanciensis  in  causa  mota  inter  Johannen!  dictum  Hedinger 
40  procuratorem  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  Ulricum 


198 


1337. 


Oswaldi  de  Marchtorf  militem  ex  parte  altera  pro  parte  rei  repli- 
cando  respondetur  excepcionibus  actricum  etc.  et  sic  finit:  Hiis 

itaque  propositis  nos  officialis  ipsis  partibus  terminum  videlicet  feriarn 
quintam  proximam  post  festum  beati  Galli  confessoris  (21.  Oktbr.1333) 
hora  prime  ad  audiendnm  pronunciacionem  nostram  super  premissis  5 
presentibus  assignamus.  Datum  ut  supra. 

17.  Decimum  et  septinium  incipit:  Datum  per  copiam 

etc.  Coram  vobis  officiali  curie  Constanciensis  in  causa  mota  inter 
Johannem  dictum  Hedinger  procuratorem  monasterii  Vallis  Sancte 
Crucis  ex  una  et  Ulricum  dictum  Oswaldi  de  Marchtorf  militem  10 
ex  parte  altera  ex  parte  dicti  rei  contra  testes  et  dicta  per  ipsas 
actrices  contra  ipsum  reum  inductos  etc.  et  sic  finit:  Nos  offi¬ 
cialis  ipsis  partibus  terminum  videlicet  feriarn  quintam  proximam 
post  festum  beati  Galli  confessoris  (21.  Oktbr.  1333)  hora  prime  ad 
audiendum  pronunciacionem  nostram  super  premissis  presentibus  15 
assignamus.  Datum  ut  supra. 

18.  Decimumoctavum  est  tale:  Officialis  curie  Constan¬ 

ciensis  etc.  In  causa  mota  inter  Johannem  procuratorem  quo  supra 
ex  una  et  Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marchtorf  militem  ex  parte 
altera  etc.  et  sic  finit:  Quod  de  consuetudine  curie  Constan-  20 
ciensis  legitime  prescripta  servi  pro  domino  testimonium  ferre  possint 
presentibus  assignamus.  Datum  Constancie  XII  kal.  decembris 
ind.  secunda  (20.  Novbr.  1333). 

19.  Decimum  et  nonum  sic  incipit:  Officialis  curie  Con¬ 

stanciensis  etc.  Intendit  probare  Ulricus  dictus  Oswalt  de  Marchtorf  25 
miles  in  modum  sue  defensionis  etc.  et  sic  finit :  Datum 

Constancie  anno  domini  MCCCXXXII1I  IX  kal.  februariis  ind. 
secunda  (24.  Januar  1334). 

20.  Vigesimum  incipit  ut  sic :  Officialis  curie  Constanciensis 

etc.  Constitutus  coram  nobis  dictus  Tetikofer  procurator  strennui  viri  30 
Ulrici  Oswaldi  de  Marchtorf  sub  anno  domini  MCCCXXXII1I  feria 
tercia  post  dominicam  qua  cantatur  invocavit  proxima  (15.  Febr.) 
in  modum  probacionis  produxit  litteras  infrascriptas  etc.  et  sic 
finit:  Facta  es 1  autem  hec  copia  Constancie  anno  domini 

MCCCXXXIIII  XII  kalen.  marcii  ind.  secunda  (18.  Febr.  1834). 

21.  Vigesimum  primum  incipit:  Coram  vobis  officiali  curie 

Constanciensis  in  causa  mota  inter  Johannem  dictum  Hedinger  pro¬ 
curatorem  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  etc.  et  sic  finit: 

Datum  Constancie  VIII  kalen.  marcii  ind.  secunda  (22.  Febr.  1334). 

22.  Vigesimum  secundum  sic  incipit:  Officialis  curie 


1337. 


199 


Constanciensis  etc.  Constitutus  coram  nobis  Johannes  dictus  Hedinger 
procurator  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  snb  anno  domini 
MCCCXXXIIII  feria  quarta  post  dominicam  qua  cantatur  reminis- 
cere  proxima  in  modum  probacionis  produxit  literas  infrascriptas  pro 
5  sua  intencione  fundanda  etc.  et  sic  finit:  Facta  est  autem  hec 

copia  Constancie  anno  et  die  prenotatis  ind.  secunda  (23.  Fcbr.  1334). 

23.  Vigesimum  tercium  incipit :  Officialis  curie  Constanciensis 

plebano  in  Marthorf  ceterisque  ad  quos  presentes  pervenerint  salutem 
in  domino  etc.  et  sic  finit :  Querimonie  abbatisse  et  conventus  monasterii 

10  Vallis  Sancte  Crucis  finaliter  secundum  retroacta  esse  responsurum. 

Datum  in  Wintertur  V  kal.  maii  ind.  I1II  (27.  April  1336). 

24.  Vigesimum  quartum  incipit  sic:  Magister  Otto  de 

Rinegge  adyocatus  curie  Constanciensis  iudex  ad  causam  subscriptam 
etc.  et  sic  finit:  Datum  in  Wintertur  XVI  kal.  iunii  ind.  IIII 

15  (17.  Mai  1336)  et  sub  sigillo  officialatus  curie  Constanciensis  quo 
utimur  in  hac  parte.  Datum  ut  supra. 

25.  Vigesimum  quintum  sic  incipit:  Magister  Otto  dictus 

Rinegger  adyocatus  curie  Constanciensis  iudex  ad  causam  subscriptam 
ab  officiali  curie  Constanciensis  specialiter  deputatus  etc.  et  sic  finit : 

20  Datum  in  Wintertur  V II  idus  iunii  ind.  IIII  (7.  Juni  1336 )  sub  sigillo 

officialatus  curie  Constanciensis  quo  utimur  in  hac  parte.  Datum  ut  supra. 

26.  Vigesimum  sextuin  incipit  ut  sic:  Officialis  curie 

Constanciensis  plebano  in  Marthorf  salutem  in  domino.  Mandamus 
tibi,  quatinus  Ulricum  dictum  Oswalt  etc.  et  sic  finit:  Datum 

25  in  Wintertur  IIII  non.  iulii  ind.  IIII  (4.  Juli  1336). 

27.  Vigesimum  septimum  incipit:  Officialis  curie  Constan¬ 
ciensis  plebano  in  Marhtorf  salutem  in  domino  etc.  et  sic  finit:  Datum 

in  Wintertur  V  idus  iulii  ind.  IIII  (11.  Juli  1336).  Reddite  litteras. 

28.  Vigesimum  octayum  incipit  ut  sic:  Officialis  curie 

30  Constanciensis  etc.  Cum  in  causa  mota  inter  abbatissam  et  con- 

ventum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  etc.  et  sic  finit:  ad 
audiendum  sentenciam  nostram  diffinitivam  causa  in  eadem.  Datum 
in  Wintertur  V  idus  iulii  ind .  IIII  (11.  Juli  1336). 

29.  Vigesimum  nonum  fuit  et  est  tale:  Officialis  curie 

35  Constanciensis  etc.  Datum  per  copiam  etc.  Officiali  curie  Con¬ 
stanciensis  Ulricus  Oswalt  de  Marchtorf  miles  reverenciam  in  Omni¬ 
bus  tarn  debitam  quam  devotam  etc.  et  sic  finit:  Datum 

Constancie  anno  domini  MCCCXXXVI  V  kal.  iunii  ind.  IIII 
(28.  Mai  1336).  Facta  est  autem  hec  copia  in  Wintertur  VIII  idus 

40  iunii  anno  et  ind.  predictis  (6.  Juni). 


200 


1337. 


30.  Tricesimum  autem  sic  incipit:  Officialis  curie  Con- 

stanciensis  plebano  in  Marthorf  salutem  in  domino.  Cum  nos  in  causa 
mota  inter  abbatissam  et  conventurn  etc.  et  sic  finit:  Datum 

in  Wintertur  VIII  kalen.  augusti  ind.  IIII  (25.  Juli  1336).  Rfedde] 
literas  sigillo  tuo  sigiilatas  in  signum  execucionis  nostri  mandati.  5. 

Item  procuratorium  in  personam  Johannis  Effrid  procuratoris  j 
confectum  sic  incipit:  Reverendo  in  Christo  patri  ac  domino  / 

Hainrico  dei  gracia  archiepiscopo  ecclesie  Maguntine  nec  non  iudicibus  / 
ecclesie  sancte  Maguntinensis  sedis  etc.  et  sic  finit :  Datum  I 

Constancie  anno  domini  MCCCXXXVII  III  kal.  aprilis  indicione  10 
quinta  (30.  März  1337).  Sed  libellum  vero  coram  nobis  per  Ulricum 
appellantem  reis  oblatum  quod  nobis  eciam  in  reportacione  predic-  j 
torum  instrumentorum  extunc  fuit  presentatum  incipit  ut  sic : 

Coram  vobis  reverendo  in  Christo  patre  ac  domino ,  domino 
Henrico  sancte  Maguntine  sedis  archiepiscopo  dicit  et  in  iure  pro-  i& 
ponit  Ulricus  dictus  Oswalt  etc.  et  sic  finit:  Iluic  libello  respon- 
debitur  feria  sexta  proxima  post  dominicam  iudica  (11.  April)  et  fuit 
petitus  anno  domini  MCCCXXXVII  V  idus  ianuarii  (9.  Januar  1337). 

Quibus  instrumentis  nobis  modo  quo  premittitur  pro  equitate 
sentencie  prioris  reportatis  et  presentatis  prefigimus  dictis  partibus  2a 
feriam  sextam  post  octavam  penthecostis  proximam  (20.  Juni)  ad 
concludendum  in  causa  memorata,  nisi  per  partem  appellantem  tune 
quod  obstet  aliquid  proponatur.  Quam  sextam  feriam  eisdem  ut  sie  et 
alias  ut  iustum  fuit  procedendum  pro  termino  presentibus  assignamus. 

Actum  Colonie  anno  domini  MCCCXXXVII  XVI  kalendas  iunii.  25 

Rodel  von  drei  aneinander  genähten  langen  Pergamentstreifen. 

S:  Keines. 

ND:  Dominarum  Vallis  Sancte  Crucis  acta.  —  In  causa  ....  et  1 
Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marchdorf.  —  Von  der  Hand  des  Notars :  Sallarium 
istarum  litterarum  extendit  se  ad  duos  parvos  florenos  auri  quod  notarius  petit  80 
et  vult  habere  vel  saltem  —  —  cause  rehaheri  non  possunt. 

b  Das  Datum ,  auf  das  hier  zurückv erwiesen  wird ,  ist  im  Rodel  aus¬ 
gelassen. 

D96.  1337.  21.  Juli.  Heiligkreuztal.  St.  Georgen  über¬ 
lässt  an  Heiligkreuztal  einen  Eigenmann.  3 J 

Allen  .  .  tun  wir  von  gotes  gnadan  apt  Hainrich  und  der  convent 
geinainlich  des  closters  ze  sant  Gergen  in  dem  Swartzwalde  sant 
Benedicten  ordens  gelegen  in  Costentzer  bistüm  kunt,  daz  wir  durch 
bet  der  eptiscennen  von  gotes  gnadan  und  gmainlich  dez  conventes  des 
closters  ze  dez  Hailigen  Crützes  Stal  habin  ergeben  für  reht  aigen  dem  4 


selben  closter  und  dem  hailtüm  so  da  gen  ei  di g  ist  unsern  aigen  man 
brüder  Eberharten  den  juden  luterlich  dur  got  und  dur  irs  ewigen 
gebetes  willen.  Siegler :  wir  apt  Hainrich  und  der  convent  dez  elosterz. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  sant  Gergen  in  dem  closter,  do  man 
5  zalt  von  gottez  gebürt  drutzehenhundert  und  sübnü  und  driscig  jar 
an  sant  Marium  Magdalenun  abent. 

Das  erste  8,  ein  Oval  8.  zeigt  die  bekannte  sitzende  Prälatenfigur. 
U:  f  S.  HAINE’ .  ABBATIS  •  [MO]N  •  SCI  •  •  GEORGII.  Am  Schluss  der  Um¬ 
schrift  statt  eines  Punktes  ein  kleiner  Wappenschild,  wie  es  scheint ,  mit  drei- 
10  facher  Teilung.  Das  zweite  8  ist  fast  verloren. 

397.  1337.  26.  Juli.  Rottweil.  Burkhard  von  Ellerbach 
gibt  einen  Hof  zu  Herbertingen  an  Heiligkreuztal  auf. 

Ich  Burkart  von  Erlenbach  vergüte,  das  ich  von  minr  herren 
wegen  von  Osterrich  und  von  min  selbs  wegen,  won  mich  es  min 
15  herren  von  Osterrich  gehaissen  liant  und  sich  erkennent,  das  su 
ekain  reht  hant  zu  ainein  liofe,  der  gelegen  ist  ze  Herbrehtingen 
dem  man  sprichet  der  maierhof  dien  Walther  der  Amman  buwet 
der  der  Betzelinun  tailit  ist,  ensclahe  und  uf  gib  der  abtischinun 
und  dem  convent  des  klosters  ze  Hailigen  Crutztal,  won  ich  mich 
20  erkän,  das  min  herren  von  Osterrich  noch  ich  mit  dem  hof  niht 
ze  tun  haben  aun  alle  gevärde.  Dis  sint  gezüge:  graufe 

Berhtolt  von  Sultz,  Burkart  von  Oberriedern  und  ander.  Siegler: 
der  Aussteller. 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Rotwil  an  dem  nähsten  samstag 
25  nach  sant  Jacobs  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  trüzehen  hundert 
jar  in  dem  sübenden  und  trisgosten  jar. 

Ein  BundS  des  Burkhard  von  Ellerbach. 

398.  1337.  21.  September.  Riedl  in  gen.  Heinrich  der 
j  Offenburger  verkauft  an  Heiligkreuztal  eine  Wiese. 

10  Allen  .  .  künd  ich  Hainrich  der  Offenburger  burger  ze  Rude¬ 
lingen,  das  ich  mit  giitter  ||  betrahtung  und  mit  willen  miner  elichier 
wirten  han  geben  ze  kofend  für  ain  friges  aigen  der  aptissen  und 
der  samenung  des  closters  ze  Hailigcrüztal  ain  wis,  der  ist  ander- 
halbs  mansmaht  und  lit  nah  bi  der  stat  ze  Rüdelingen  an  des 
15  Sprengers  garten  und  stoset  uf  die  Tünowe  und  lit  anderont  dar 
jj  an  des  Wagners  wis  und  Stainibains  wis,  umb  zehen  phunt  Haller 
'  ( Quittung,  Währschaft ).  Ich  han  öch  mir  und  minen  erben  in 


202 


1337. 


dem  selben  kof  usgedinget,  das  du  äptissen  und  der  convent  ze 
Hailigcrüztal  mir  und  minen  erbon  die  wis  lihen  son  ze  ainem 
staten  leben  umb  ain  phunt  Haller, a)  das  ich  oder  min  erben  järlich 
ze  zins  son  gen  von  der  wis  dem  closter  ze  sant  Marlis  tag.  Siegel: 
der  stat  insigel  ze  Rüdelingen  ( Siegelanhängung ). 

Dir  hrief  wart  gehen  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gehurt  drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  siben  und  drisigostem 
jar  an  sant  Matheus  tag  ains  zwelfbotten.  Hie  hi  ist  gewesen:  her 

Johans  der  kilchhere  von  Binswangen,  der  amman  von  Rüdelingen, 
Hainrich  von  Enslingen,  Johans  Hörnli  burger  ze  Rüdelingen,  brüder 
Hainrich  Hetling  und  ander. 

NB:  Dirre  brief  hört  über  Benun  und  der  Hagenun  phunt. 

Ein  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

a>  drisig  Schilling  ist  gestrichen. 

399.  1337.  17.  Oktober.  Winterthur, 

von  Markdorf  muss  Heiligkreuztal  10 
Prozess kosten  ersetzen. 

Officialis  curie  Constanciensis . .  piebano  in  Marchdorf  ceterisque  . . . 
salutem.  Cum  in  causa  mota  inter  abbatissam  et  conventum  mona- 
sterii  Vallis  Sancte  Crucis  ex  una  et  Ülricum  dictum  Oswalt  de 
Marchdorf  militem  ex  parte  altera  actricibus  decem  libras  denariorum 
Constanciensium  racione  expensarum  litis  adiudicaverimus  quod  pro- 
curator  ipsarum  actricum  coram  nobis  nostra  taxacione  prehabita 
obtinuit  per  suum  sacramentum,  vobis  mandamus  quatinus  militem 
reum  diligenter  moneatis  et  efficaciter  inducatis,  quem  et  nos  pre- 
sentibus  ammonemus,  ut  actricibus  de  quinque  libris  predictorum 
denariorum  satisfaciat  usque  ad  festum  nativitatis  domini  proxime 
venturum,  de  residuis  vero  quinque  libris  usque  ad  carnisprivium 
proxime  subsequens  (24.  Fehr.),  alioquin  ipsum  si  in  uno  vel  altero 
terminorum  negligens  fuerit  aut  remissus,  quem  extunc  prout  ex- 
nunc  presentibus  pro  re  iudicata  excominunicamus,  excommunicaturn 
publice  nuncietis  vestris  in  cancell[isj. 

Datum  Wintertur  XVI  kalen.  novembris  ind.  V.  Reddite 
literas. 

Ein  auf  gedrücktes  Rund  S ;  das  gelbliche  Wachs  ist  grossenteils  abgebröckelt. 
Im  Bilde  ist  en  face  das  Brustbild  eines  Prälaten.  U:  f  S.  [0]FFICI[A]LIS  • 
CURIE  •  CO  [NJSTÄCIEN  •  —  Noch  ein  weiteres  ganz  kleines  RundS  aus  Wachs 
ivar  aufgedrückt. 


Ulrich  Oswald 
U  Konstanz  er 


1337. 


203 


400 .  1337.  25.  Oktober.  Verwerfung*  der  Berufung  des 

Ritters  Ulrich  Oswald  von  Markdorf  an  den  Erzbischof 

von  Mainz. 

I.  n.  d.  a.  Judices  sancte  Moguntine  sedis  unicersis  .  .  .  mlutem 
5  in  co  qui  est  omnium  vera  salus.  Noveritis  quocl  cum  in  causa 
appellacionis  Ulricus  dictus  Oswalt  de  Marchdorf  miles  dyocesis 
Constanciensis  abbatissam  et  conventum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis 
corarn  domino  nostro  Henrico  dei  gracia  arcliiepiscopo  Moguntinensi 
auctoritate  metropolitica  traxisset  in  causam ,  libellum  dictis  reis 
0  obtulit  in  hec  verba:  Coram  vobis  domino  Henrico  sancte  Mogun- 
tinensis  sedis  arcliiepiscopo  dicit  et  in  iure  proponit  Ulricus 
dictus  Oswalt  de  Marchdorf  miles  actor  in  causa  appellacionis 
contra  abbatissam  et  conventum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis 
reas  in  hac  causa,  quod  cum  ree  ipsum  nunc  actorem  coram  domino 
5  officiali  curie  Constanciensis  super  uno  prato  et  agro  septem  iugerum 
nec  non  una  area  cum  suis  silvis  pascuis  viis  et  pertinenciis  uni- 
versis  prout,  in  libello  principalis  cause  plenius  continetur  in  causam 
traxissent,  idem  officialis  procedens  in  huiusmodi  causa  perperam 
et  inique  pro  ipsis  nunc  reis  et  contra  nunc  actorem  sentenciam 
0  diffinitivam  si  sic  dici  meretur  iniustam  et  iniquam  promulgavit,  a 
qua  actor  mox  causa  legitima  viva  voce  ad  sanctam  sedem  Mogun- 
tinam  appellavit  et  apostolos J)  cum  instancia  sibi  dari  petivit  et 
obtinuit  ab  officiali.  Quare  petit  actor  cum  vobis  de  premissis 
constiterit  quanturn  debet,  quatinus  pronuncietis  officialem  curie 
!5  Constanciensis  inique  et  perperam  processisse ,  actorem  vero  bene 
et  legitime  appellasse,  cassantes  et  irritantes  immo  cassam  et  irritam 
nunciantes  huiusmodi  sentenciam  et  quicquid  extra  seu  ob  eam  post 
seu  contra  appellacionem  in  ipsius  appellantis  preiudicium  inveneritis 
quomodolibet  attemptatum,  absolventes  actorem  sentencialiter  ab 
0  impeticione  rearum.  Hec  dicit  et  petit  cum  expensis  litis  tarn  prioris 
instancie  quam  coram  vobis  factis  et  faciendis  salvo  sibi  in  omnibus 
iuris  beneficio  videlicet  addendi  minuendi  mutandi  corrigendi  declarandi 
et  quolibet  alio  iuris  beneficio  per  omnia  sibi  salvo,  sub  protestacione 
tarnen,  quod  non  astringit  se  ad  probandum  omnia  et  singula  pre- 
5  missa,  sed  tantuni  sibi  neccessaria  ex  eisdem.  Huic  libello  respon- 
debitur  feria  sexta  proxima  post  dominicam  iudica  (3.  April). 

Et  fuit  petitus  anno  domini  MCCCXXXVII  V  idus  ianuarii 
(28.  Dez.). 

Lite  igitur  super  huiusmodi  legitime  contestata  et  exhibitis  actis 
0  cause  principalis  per  partem  appellantem  pro  iniquitate  et  per  partem 


204 


1387. 


appellatam  pro  equitate  sentencie  prioris  iudicis  atque  concluso  in 
huiusmodi  causa  cum  procuratoribus  parcium  coram  ipso  domino 
domino  nostro  archiepiscopo  et  cum  ipso  voluntarie  concludentibus  nec  I  i 
non  certo  termino  ad  sentenciandum  diffinitive  ipsis  partibus  prefixo 
ac  tandem  dicta  causa  ab  eodem  domino  nostro  archiepiscopo  ad  5, 
nos  sue  sedis  Moguntine  iudices  ad  proferendam  sentenciam  in 
huiusmodi  causa  et  ad  procedendum  secundum  retroacta  remissa, 
certo  quoque  termino  ad  comparendum  coram  nobis  et  ad  audiendum 
nostram  pronunciacionem  ipsis  partibus  statuto  et  in  diem  presentem 
de  consensu  procuratorum  parcium  prorogato,  procuratoribus  parcium  10 
in  termino  hodierno  coram  nobis  comparentibus  et  sentenciam 
nostram  cum  instancia  ferri  petentibus,  nos  igitur  visis  et 
consideratis  actis  tarn  cause  principalis  quam  appellacionis  habitis 
et  deductis  et  earum  meritis  equa  iusticie  lance  libratis,  iuris  eciam 
peritorum  communicato  consilio  et  penes  nos  matura  deliberacione  15 
prehabita  quia  invenimus  sentenciam  prioris  iudicis  rite  et  iuste  fore 
prolatam  et  pro  parte  actoris  male  et  inique  appellatum,  appellacionem 
cassamus  et  iniquam  fore  pronunciamus  ac  sentenciam  prioris  iudicis  . 
confirmandam  et  approbandam  fore  decernimus  ac  declaramus  atque  - 
per  hanc  nostram  diffinitivam  sentenciam  auctoritate  metropolitica  20 
confirmamus  dictum  quoque  appellantem  parti  appellate  in  litis 
expensis  condempnando,  quarurn  tarnen  declaracionem  nobis  in 
posterum  reservamus. 

Lata  est  hec  sentencia  diftinitiva  anno  domini  MOCOXXXVII 
VIII  kalendas  novembris.  2 1 

Ein  kleiner  Rest  eines  abhängenden  Siegels  erhalten :  hinten  auf  dem  Knoten 
ein  kleines  S  aufgedrückt.  Das  S  selber  war  ein  Rücksiegel,  ein  Reitersiegel.  < 
b  Vgl.  Du  Cange  s.  v.:  litterae  dimissoriae,  quae  dabantur  quoties 
Romam  ad  summum  pontificem  provocabatur. 

401 .  1337.  31.  Oktober.  3 

Kun  von  Greifenstein  ayn  friger  herre  gibt  an  Elsbeth  von 
Hornstein  die  Eigenschaft  an  den  in  Er.  403  genannten  Gätern  zu 
Friedingen,  die  sie  mit  ihrem  Mann  von  Hainz  von  Langenenslingen 
Bürger  zu  Biedlingen  kaufte.  Siegler:  der  Aussteller. 

Dis  beschacli  und  dirre  brief  wart  gescriben  und  geben  do  man  3 
von  Cristes  gebürt  zalt  driuzehen  hundert  jar,  dar  nach  in  dem  süben 
und  drisigostem  jar  an  aller  hayligen  abent. 

ND:  Ain  fri  ledig  brief  von  herr  Kün  von  Griffenstain  umb  ain  gut  ze 
Fridingen. 

Ein  RundS  des  Greifensteiners,  beschädigt.  L- 


1837—1838. 


205 


402.  1337.  15.  Dezember.  Kosten  in  der  Berufung*  des 

Ulrich  Oswald  von  Markdorf. 

Iudices  sancte  Moguntine  sedis  abbatibus,  prioribus,  ecclesia- 
rum  rectoribus  et  eorum  vices  tenentibus  per  civitatem  et  dyocesim 
5  Constanciensem  constitutis  salutein  in  domino  et  mandatis  rnetro- 
politicis  firmiter  obedire.  Cum  in  causa  appellacionis,  quam  Ulricus 
dictus  Oswalt  de  March dorf  indes  contra  abbatissam  et  eonventum 
monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  coram  domino  nostro  Henrico  archi- 
episcopo  Moguntino  et  nobis  suis  iudicibus  secundum  retroacta 
0  huiusmodi  causa  ad  nos  remissa  prosecutus  est  hactenus  in  iudicio 
coram  nobis,  nos  legitime  procedentes  sentenciam  prioris  iudicis  pro 
abbatissa  et  conventu  et  contra  ipsum  Ulricum  prolatam  sentencia- 
liter  et  diffinitive  auctoritate  metropolitica  confirmaverimus  condempna- 
yerimusque  Ulricum  abbatisse  et  conventui  in  quadraginta  quatuor 
5  florenis  auri  nomine  expensarum  litis  per  procuratorem  earundem 
abbatisse  et  conventus  suo  iuramento  nostra  taxacione  congrua  pre- 
cedente  legitime  declaratis  sentenciam  per  eandem,  quocirca  vobis 
et  cuilibet  vestrum  qui  requisitus  fuerit  sub  pena  excommunicacionis  late 
sentencie  canonica  monicione  premissa  districte  precipiendo  mandamus, 
0  quatinus  prout  requisiti  fueritis  Ulricum  cum  diligencia  moneatis 
quem  et  nos  presentibus  ammonemus,  ut  infra  hinc  et  festum  puri- 
ticacionis  beate  virginis  proxime  (2.  Februar)  affuturum  viginti  qua¬ 
tuor  florenos  et  residuos  viginti  dominica  letare  tune  subsequentc 
(22.  März)  nomine  expensarum  abbatisse  et  conventui  tradat  et  ex- 
5  pedite  persolvat  uostreque  diffinitive  sentencie  pareat  cum  affectu ; 
alioquin  ipsum  quem  extunc  ut  exnunc  excommunicamus  in  hiis 
scriptis  excommunicatum  post  lapsum  terminorum  seu  alterius  eorun- 
dem  et  ab  omnibus  arcius  evitandum  publice  nuncietis.  Keddite 
literas  sigillatas. 

1  Datum  anno  domini  MCCCXXXV11  XVIII  kalendas  ianuarii. 

I  ND:  Sentencia  et  expense  obtente  coram  iudicibus  sedis  Moguntine 

|  contra  Ulricum  dictum  Oswalt  de  Marchdorff. 

Das  S  ist  ausgerissen. 

403.  1338.  20.  Januar.  Elsbeth  von  Hornstein  verkauft 

>  Güter  zu  Friedin  gen  an  H  eil  igkreu  ztal.  *) 

Ich  frow  Elzbett  liern  Johansen  von  Hornstain  ritter  harn 
Hainrichs  von  Hornstain  ze  Wülflingen  sun  elichit  wirttinne  vergib, 
daz  ich  mit  güter  betrachtunge  mit  mins  vogts  und  elichs  wirts 
hant  gunst  und  willen  und  gib  ze  koufend  mit  disem  gaegenwertigen 


206 


1338. 


briefe  den  erwirtigen  frowen  in  unsern  herren  Jesum  Crist  .  .  der 
aptissinnun  und  dem  convent  gemainlich  des  gotzhus  ze  Hailigen 
Crücis  Tal  für  ain  fries  aigen  ewiklich  ze  besizzend  dise  gut,  dü 
hie  nach  gescriben  stant  dü  min  aigen  warent  und  gelegen  sint  in 
dem  dorfe  ze  Fridingen:  Merklins  güt  in  Encgazzen  daz  gilt  sechs 
schoffel  kornes,  sechs  schoffel  habener,  zwai  viertel  erwezen,  ain 
viertel  aiger,  vier  Schilling  phenning  Costenzer  münze  und  drü 
hünre;  der  Mangoltinun  güt  daz  gilt  zehen  Schilling  phenning 
Costenzer,  ain  viertel  aiger,  ain  schoffel  habern  und  achte  hünre; 
Ketnackers  güt  daz  gilt  achte  Schilling  Costenzer  phenninge,  ander¬ 
halb  viertel  aiger,  ain  schoffel  habern  und  vier  hünre;  und  des 
Hübers  güt  daz  gilt  ailf  Schilling  phenning  Costenzer  münze,  ain 
schoffel  habern  allez  Fridinger  mezz ,  ain  viertel  aiger  und  achte 
hünre,  umb  sechzig  phunt  und  vier  phunt  güter  Haller  ( Quittung ) 
mit  sölieher  beschaidenhait :  war  daz  den  frowen  von  Hailigecrüzestal 
von  der  güter  wegen  kain  stez  oder  ansprache  an  gienge  von  ieman, 
so  sol  ich  und  min  vogt  in  da  von  helfen  nach  dem  rechten  aun 
allen  iran  schaden.  Siegel:  mins  vogts  und  elichs  wirts  insigel. 
Hie  bi  warent  und  sint  gezüg  dir  re  ding:  her  Hainrich  von 

Hornstain  ritter  gesezzen  ze  Nüfron,  her  Rüdolf  von  Hornstain  ge¬ 
sessen  ze  Houdorf,  her  Johans  der  kilcliherre  von  Binswangen,  her 
Dietrich  lüpriester  ze  Andelfingen,  Ludowich  Lupph,  Hainrich  von 
Enslingen  burger  ze  Rudlingen,  brüder  Hainrich  Hetling  und  brüder 
Cünrat  der  Kofman  von  Hailige  Crücistal  und  ander. 

Biz  geschaz  und  wart  dirre  brief  geben,  do  man  zalte  von\ 
Cristus  gebürte  drüzehenliundert  jar  dar  nach  in  dem  achte  und 
drissigosten  jar  an  dem  nehesten  mäntig  vor  der  hailigen  herren| 
sant  Paulus  tag  als  [er]  bekert  war. 

Ein  BundS  aus  braunem  Wachs. 

0  Cfr.  Nr.  401. 


404 .  1338.  18.  März.  Salem  verkauft  die  von  Herman 

von  Hornstein  gestifteten  Güter  an  Heiligkreuztal. 

Wir  der  apt  und  der  convent  gemainlich  des  gotzhuses  z< 
Salmanswiler  verjchen,  daz  wir  gegeben  han  ze  koufend  mit  disei 
gegenwurtigen  brieve  für  ai[n]  aigen  den  erwirtigen  frowen  an  nnseri 
herren  Jesum  Crist  der  äptissinun  und  dem  convent  gemainlich  de| 
closters  ze  Hailichcrücistal  bi  der  stat  ze  Rudlingen  aller  der  gütf 
dü  uns  wurden  gemainlich  mit  den  frowen  ze  Hailichcrücistal  voj 
hern  Herman  säligen  von  Hornstain  ze  selgerate,  unsern  tail  hal 


1388. 


207 


der  vorgenanten  guter,  sü  sigen  gelegen  umb  Rüdlingen  oder  ennunt 
der  Tünow  an  ackern,  an  velde,  an  wisan,  an  wasen,  an  hüsern, 
an  hoven,  an  holz,  an  zwie,  an  garten,  an  wazzer,  wie  sü  genant 
sint  sus  oder  so,  besucht  oder  unbesücht,  mit  allen  den  nüzzen  und 
5  rechten  als  wir  sü  hergebracht  habin ,  umb  hundert  phunt  Haller 
und  umb  fünf  phunt  Haller  guter  und  gnämer  (Quittung)  mit  sölicher 
beschaidenhait  und  gedinge :  wäre  daz  den  frowen  ze  Hailichcrüzistal 
von  der  guter  wegen  kain  ansprache  von  ieman  an  gienge,  so  son 
wir  in  dü  selben  güt  versprechen  und  verstan  gen  aller  mänglich 
10  baidü  an  gaistlichem  und  ouch  an  weltlichem  gerichte.  Siegler:  die 
Aussteller. 

Diz  geschach  und  wart  dirre  brief  geben,  do  man  zalte  nach 
Cristus  gebürt  drüzehinhundert  jar  dar  nach  in  dem  achte  und 
drissigostem  jar  an  der  nehesten  mittichun  nach  des  hailigen  herren 
15  sant  Gregorien  tag. 

,  p  Zwei  BundS  aus  braunem  Wachs ;  das  erste  das  des  Abtes;  das  be¬ 
schädigte  grössere  das  des  Konventes  von  Salmansweiler,  darauf  Maria  sitzend 
mit  dem  Jesuskind ;  in  der  Hechten  hält  sie  weit  ah  einen  Lilienstengel . 

405.  1338.  9.  November.  Jahrzeitstiftung  der  A 1  w i g i n 

von  Mengen. 

Ich  Adelhait  dü  alt  Alwigin  burgerin  ze  Mangen  vergich,  daz 
ich  mit  guter  betrahtunge  bi  gesundem  libe  mit  minez  vogtz  Benzen 
Alwigez  hant  minez  suns  und  mit  ander  miner  kinde  gunst  und 
'  willen  geben  und  geschaffet  han  Adelhait  und  Margretun  dez  vor 
25  genanten  Benzen  kint  dü  ze  Hailigencrüzstal  sint  und  Elizabeten 
i  Clausen  Alwigez  tohter  und  Elizabeten  Cünzen  Alwigz  tohter,  die 
öch  phründe  zu  dem  selben  closter  hant,  disü  gelt  dü  hie  nach  be- 
I  nempt  sint,  daz  sü  dü  han  und  messen  sont  nach  minem  tode, 
swenne  ich  enbin :  drissig  Schillinge  phenning  Costentzer  müns  üs 
1^0  Cünen  huse  gelegen  an  dem  markt  ze  Mangen,  zehen  Schillinge 
i  phenning  Costentzer  ab  dem  brotbank  under  loben  ze  Mangen  dem 
man  spricht  Cünzen  dez  Simlers  brotbank  gelegen  gen  dez  Gigerz 
liuse,  und  zehen  Schilling  Costentzer  user  ainer  wise  wart  koffet  umb 
Ützun  den  Rüden,  stosset  an  Benzen  Alwigz  wise  ze  dem  ufge worden 
35  wege,  und  ain  phunt  Haller  uz  dez  Keslers  huse  ze  Mangen  dem 
man  spricht  der  kuphersmit  gelegen  an  des  Phanders  huse,  und 
zehen  Schilling  Haller  ze  Bürron  gant  user  Gerunges  bongarten  und 
ab  ainem  akker  in  der  Büzzin  stozzet  an  die  garten,  und  fünf 
Schilling  Costenzer  us  Hansen  Aiblings  huse  und  us  dem  garten 


208 


1315. 


da  hinder  und  drü  hünrr.  Disü  gelt  allü  sont  die  tohtran  alle  viere 
nach  minem  tode  han  und  messen  ze  ainem  lipting  unverschaiden- 
lich.  Sweli  under  in  ahe  giengi,  so  sont  die  andern  daz  gar  und 
gänzilich  han  und  niessen  alle  die  wile  ir  ainü  lept.  Swenne  aber 
sü  alle  vier  ensint,  so  sol  man  mit  den  gelten  disü  jarzit  ze  5 
Hailigencrüztal  began :  min  der  Adelhait  Alwiginen  jarzit  und  Cün- 
ratz  Alwigz  minez  wirtz  und  Bertoltz  Banzers  minez  vaterz  und 
Mehiltz  rainer  müter  und  Mähilt  miner  tohter  jarzit.  Und  ze  ainer 
sicherhait,  daz  disü  jarzit  löblich  und  erlich  begangen  werden,  so 
sol  an  kuchi  kellerin  dü  bi  denan  ziten  ze  Hailigencrüztal  kuchi  10 
kellerin  ist,  dü  gelt  in  nemen  und  da  mit  dü  jarzit  allü  began. 
Beschahe  aber  dez  nit,  daz  dü  jarzit  nit  begangen  wurden  als  vor 
bene[m]pt  ist,  so  sont  dü  gelt  lidklich  an  Widerrede  gevallen  sin  den 
brftdern  dez  conventz  ze  Mengen  sant  Wilnhalms  orden.  War  och 
daz  der  Alwige  miner  sün  kainez  kint,  ez  war  aines  oder  me,  an  1 
dü  vierü  in  daz  selbe  closter  kami,  dü  sont  von  dem  gelt  nach  den 
vier  tohtran  tode  ain  phunt  Haller  han  und  niessen  die  wile  sü 
lebent  und  daz  daz  aber  nach  ir  tode  an  dü  jarzit  wider  valli  als 
vorgeschriben  ist.  Siegel:  der  stet  insigil  ze  Mangen. 

Der  [brief]  wart  geben  an  dem  nähsten  mäntag  vor  sant  2| 
Martins  tag  in  dem  jar,  do  man  zalt  von  gotz  geb'ärt  drüzehenhundert 
jar  drissig  jar  dar  nach  in  dem  ahtenden  jar. 

S  der  Stadt  Mengen. 


406 .  1339.  17.  Januar.  Die  von  Grüningen  von  Langen- 

enslingen  verkauft  eine  Wiese  an  Anna  Benzin. 

1.  g.  n.  a.  Allen  .  .  .  vergib  ich  dü  von  Gruningen  von  Ense- 
lingen,  daz  ich  han  gegeben  ze  kofen  frowe  Annun  der  Renzinun 
und  ir  swester  kinden  ain  wisz  um  nundhalb  phunt  Haller,  dü  hört 
in  daz  gut  daz  da  Hansen  Swertfurben  waz  und  haiscet  dez  Swert- 
furben  brül  (Auflassung).  Dirr  ding  zint  gezüg :  her  Hainrich 

von  Hornstain  und  her  Hans  sin  sun,  Hainrich  Luszhain  und  Cun- 
rat  der  Holtzwart,  die  daz  sahun  und  hortun  und  bi  dem  kof  waron. 
Und  soll  dirr  brif  gesilget  werden  under  des  alten  insigel  von 
Landowe. 

Dirre  brief  wart  gegeben  do  man  von  Geistes  gebürt,  zalt  dru-i 

zehen  hundert  jar  und  in  dem  nün  und  drisgostem  jar  an  sant 
Antonien  tag. 

Ein  S  ist  abgerissen. 


» 


1339. 


209 


407 .  1339.  30.  Januar.  Die  Heiligenpfleger  von  Pflum- 
mern  verkaufen  ein  Jucliart  Ackers  an  Heiligkreuztal. 

Wir  Chunrät  von  Pflümern,  Hainrich  der  Vühse,  Walther  Beni, 
Lutze  der  Schnider,  Cün  der  Vühse,  Johans  der  Mesener,  Walther 
5  dez  alten  Weherz  sün,  Burcart  der  Gingelär,  Eberhart  der  Wagenär, 
Cunrät  der  Engel  alle  gesessen  in  dem  dörf  ze  Pflümern  vergehin , 
daz  wir  ainhelleclich  und  bedahtclich  habin  verkoffet  der  abtissen 
und  dem  convent  ze  Hailigcriitzstäl  ain  ganze  jucliart  akkerz,  der  ge- 
legin  ist  und  och  lit  in  Andelfinger  esche  ob  Stettelöch  gen  Racholtz- 
10  rain.  den  akker  wilunt  büwet  der  Sähse  und  höret  an  ünser  kirchün 
und  och  an  unser  liailigen  ze  Pflümern  der  pfleger  wir  slen,  umbe 
zwai  pfünt  unf  fiunf  Schilling  gütter  und  gaber  Haller  ( Quittung , 
Auflassung,  Währschaft).  Siegel:  dez  festen  ritterz  hern  Johans  von 
Hornstain  under  dem  wir  sitzen  ze  Pflümern  tnsigel,  wan  wir  aigens 
15  insigelz  nit  en  haben.  Einverständnis  des  Johans  von  Hornstain 
gesessen  in  dem  selben  dörf  ze  Pflümern  (Siegelanhängung). 

Der  [brief]  wart  gebin  in  dem  dorf  ze  Pflümern,  do  man  von 
Cristez  gebürt  zalt  driuzehen  hundert  jar  und  dar  nah  in  dem  niunden 
und  drizzigosten  jar  an  dem  nähsten  samstag  vor  unser  vröwen  tag 
20  dem  man  haisset  und  och  nemmet  die  liehtmis. 

ND:  Uber  ain  juchart  agkers  in  Andelfinger  esch  von  den  hailigen  ze 
Pflümern. 

Ein  BundS. 

408.  1339.  29.  März  bis  3.  April.1)  Heiligkreuztal 

25  verkauft  an  eine  Schwester  eine  Nutzniessung  auf 

Lebenszeit. 

I.  g.  n.  a.  Allen  .  .  künden  wir  Anna  gräven  von  Sulcz 
aptissen  dez  closterz  ze  Hailigencrücztal  und  .  .  du  samenüng  dez 
selben  closterz  gemainlich,  daz  wir  mit  gemainem  rat  und  durch 
30  nücz  ünserz  closterz  ze  köffen  geben  haben  der  ersamen  Schwester 
Gerdrüt  Brünwarten  von  Ulme  unserz  ordenz  und  samenüng  drige 
juchart  akkerz  ze  Andel vingen  gelegen  mit  allen  nutzen  und  rehten 
und  och  zeh enden,  so  von  den  selben  drin  jucharten  akkerz  järlich 
so  si  in  buwe  ligent  gevallent  die  von  brüder  Berhtolt  Wideman 
35  saligen  ünserm  closter  ledig  wrden,  umb  zehen  phunt  gütter  Haller 
(Quittung)  . .  .  mit  sölicher  geding  und  beschaidenhait,  daz  du  Gerdrut 
Brunwarten  die  nücz  und  daz  gelt  und  och  den  zehenden  biz  an 
ir  tode  sol  messen  und  nemen  und  in  ir  nucze  bekeren.  Und  nach 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  14 


210 


1339. 


ir  tode  so  sont  die  drige  jucharten  wider  an  ünser  closter  vallen 
und  die  nücze  und  daz  gelt  und  och  der  zehend  sont  dienan  und 
ze  nücz  komen  iemer  me  an  ünser  samenung  tische  ällü  jar  uf  den 
tag,  alz  den  der  Gerdrut  Brünwarten  jarzit  wirt  und  begän  sölen. 
Und  solen  wir  noch  unser  nachkomen  die  drige  juch  arten  nach  ir 
tode  weder  verköffen  noch  versetzen  won  mit  solicher  beschaiden- 
hait  und  gedinge,  daz  die  nutz  und  daz  gelt  und  och  der  zehend 
so  uf  den  selben  drin  jucharten  akkerz  jarlich  wirt  ällü  jar  iemer 
me  uf  den  tag  alz  der  Gerdrut  Brünwarten  jarzit  wirt,  an  unser 
samenung  tysche  ze  reventür  gemainlich  sont  dienan  und  warten  10 
durch  ir  sele  hailez  trostez  willen.  Siegler:  wir  die  greven  von  Sulcz 
aptissen  dez  closterz  ze  Hailigencrücztal  und  du  samenung  dez 
selben  closterz  gemainlich  (Siegelanhängung).  Üiser  vorgeschriben 
getat  sint  gezüg :  her  Dietrich  von  Andolvingen  lütpriester  ze 

dem  selben  dorf,  her  Hainrich  von  Hornstain  von  Wlflingen  ritter, 
her  Hans  sin  sun  ritter,  brüder  Hainrich  Hofmaister,  brüder  Wernher 
Yehmaister,  Lütolt,  Eberli  Coz  in  dem  selben  dorf  gesessen  und 
ander  die  ez  sahen  and  horten. 

Dir  vor  geschriben  beschall  und  wart  an  disen  brief  verschriben 
in  dem  jare  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehenhundert  und 
nünü  und  drizzig  jar  uf  üsgend  oster  wochen. 

ND:  Zu  der  Brunwartinun  jarzit  von  ägker  ze  Andelfingen  und  ze 
Hundersingen. 

Die  zwei  S  sind  verloren. 

x)  iS.  Grotefend  I,  iS.  148,  149. 

409.  1339.  23,  April.  Riedlingen.  Ulrich  Murli  ver-i 

kauft  ein  Gut  zu  Daugendorf  an  Konrad  Keppeler. 

Ich  Wlrich  Mürli  und  ich  vrow  Mechtylt  sin  elichü  wirtinn 
fürgehent,  das  wir  habend  geben  ze  koffend  recht  und  redelich  und 
mit  gütem  günst  und  willen  Cünrat  dem  Keppeler  bürger  ze  Rüde- 
lingen  un  vrow  Adelhait  sinerr  elidier  wirtinn  und  Iran  erben  und 
nachkomenden  ain  güt  ze  Tügendorf  das  man  da  nemment  Fitnels 
güt  vr  ain  reht  aygen  mit  allän  den  rechten  und  nüzzen  (Pertinenz- 
formel).  Wir  haben  das  güt  geben  dem  Keppeler  und  siner  elicher 
wirtinn  umbe  hündert  phfünd  und  umbe  drisseg  phünd  Haller  münse 
gütter  und  geber  (Quittung).  Es  ist  och  gerett,  das  wir  das  güt 
inan  virstan  sün  ob  es  indert  von  ieman  ansprechig  wrdi  nach  des 
landes  recht  es  si  in  der  stat  ze  Rüdelingen  oder  da  vor  oder  wa 
si  sin  bedorftent.  Es  ist  och  me  geredt,  won  es  Cünrat  Rapelt  min 


1839. 


211 


Schwager  mich  an  dem  gut  und  an  dem  koffe  gern  ireti,  ob  der 
den  Keppeller  oder  sin  wirtinn  oder  ir  nach  kommenden  an  dem 
gut  iuzit  irti  oder  sümdi  oder  sin  maier  die  von  im  dann  dar  uf 
sessehaft  woren,  das  sol  ich  Mürli  und  min  wirtinn  und  unser 
5  erben  im  und  sinren  uf  richten  an  allen  Iran  schaden.  Wir  hän 
zu  bürgen  gesezzet:  Cunrat  Stechelli  bürger  ze  Rüdelingen, 

Hansen  Rapolt,  Werenher  Rapolt  baide  gebrüder.  Und  das  es 
stet  war  und  günz  belipe  alles  das  da  vor  geschrieben  stat 
dem  Keppeller  und  siner  vor  geschribener  elichen  wirtinn 
10  und  Iran  erben  und  nachkomenden ,  so  gib  ich  Wlrich  Mürli  für 
mich  und  für  min  vor  genempten  Wirtinnen  und  unser  erben  disen 
brief  gesigelten  mit  minem  aygen  angehenktem  insigel.  Wir  die 
bürgen  krgehent  der  bürgschatft  under  sinem  insigel  won  wir  aygenr 
insigel  nit  enhäbend.  Bi  disem  kof  sint  gewesen  und  sint  sin 
15  ziug:  Lüze  Lüphf,  Hainrich  von  Enslingen,  Hans  Hörnli,  Walz 

der  Keller,  Sigge  der  Huber,  Walz  der  Klingler,  Dietrich  von  Bünigen, 
Walz  der  Sateler  der  Erzinger,  Cünz  der  Koch,  Krelle  von  Tögen- 
dorf  und  Berchtolt  Fitnel  und  ander . 

Dis  geschach  und  wart  dirre  brief  geben  ze  Rüdelingen  in  der 
20  stat,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehen  hündert  jar  und  drisseg 
jar  dar  nach  in  dem  niunden  jar  an  sant  Georien  tag. 

Ein  BundS,  die  obere  Hälfte  fehlt. 

410,  1339.  27.  April.  Hans  Otte  von  Riedlin  gen  ver¬ 

kauft  2  U  Haller  Zins  an  Hans  den  Schultheissen  von  da. 

25  Ich  Hans  Otte  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Adelhait  sin 
elichü  wirtinn  verjehen ,  daz  wir  in  den  drin  mansmaten  wiswachs 
du  gelegen  sint  in  Oteswiden  an  dem  graben  und  halb  gekouft 
wurden  umb  Uzen  den  Nater  und  unser  rechte  zinslehen  sint  von 
;  dem  gotzhüs  ze  Buchow  umb  ainen  vierdung  wachsis  allü  jar,  ze 
30  koufende  han  gegeben  dem  Hansen  dem  Schulthaizen  ouch  burger 
ze  Rüdlingen,  Betun  siner  elicher  wirtinnun  und  iran  erben  zwai 
phunt  guter  und  gnamer  Haller  järglictrs  zinses,  umb  zwainzig  phunt 
güter  und  gaber  Haller  (Quittung).  Wir  son  ouch  oder  unser  erben 
in  oder  iran  erben  die  zwai  phunt  Haller  zinses  allü  jar  gen  ze 
35  sant  Johans  tage  des  tofers  dem  man  nemmet  ze  sünewinden.  Es 
ist  och  gedinget,  war  daz  dü  gut  von  ieman  ansprechlich  wurdint, 
so  son  wir  oder  unser  erben  sü  in  oder  iran  erben  verstan  und 
|  versprechen  nach  unser  stette  recht  ze  Rüdlingen.  Siegel:  unser 


212 


1339. 


stette  insigil  [ze  Rüdlingen]  ( Siegelanhängung ).  Hie  bi  warint  und 
sint  gezüg  dirre  ding:  Johans  von  Andelfingen  ze  den  ziten 

amman  ze  Rüdlingen,  Luzze  Lupph,  Hans  Hornli,  Cünrat  Krel, 
Syfrit  Satzeli,  Walze  der  Keller.  Hainze  der  Offenburger  und  Rugg 
Mürdochse  burger  ze  Rüdlingen  und  ander. 

Diz  geschach  und  wart  dirre  brief  gegeben  do  man  zalte  von 
Cristus  gebürte  drüzehenhundert  jar,  dar  nach  in  dem  nun  und 
drissigostem  jar  an  dem  n ehesten  zinztage  vor  der  hayligen  jung- 
frowen  sant  Walpurg  tag. 

ND:  Ain  kouf  brief  —  über  zwai  phunt  geltz  von  der  von  Tieberg  ze  10 1 
Rüdlingen  von  Hansen  Otten  uss  ainer  wise  Otinswidun. 

Ein  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

411.  1339.  23.  Mai.  Tr o chtelfingen. 

Ludwig  von  Lichtenstein  (Lehtenstain)  gibt  an  Heiligkreuztal 

als  Leibeigne  Diemot  Rüdolfz  Tävernerz  seligen  Tochter  von  Stain-  is| 
hülwe  du  sich  het  ergeben  in  ir  closter  zu  eigen.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Trühtelvingen ,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt,  drüzehen  hundert  jar  in  dem  nun  und  drisigostem  jar 
an  dem  sunnentag  ze  usgander  phingstwochen. 

Ein  BundS.  Ein  halber  nach  links  geöffneter  Flug.  U:  f  S.  LYDE-  2d 
WICI  •  DE  •  LIEHTESTAI  • 

412.  1339.  31.  Mai. 

Anselm  (Anshai)  von  Justingen  gibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal 
Hezun  der  Tücherinun  Sohn  von  Andelfingen ,  dem  man  sprichet 
Cunzen  Ederlin  zu  eigen  alle  die  wile  er  bi  den  selben  erberen  2| 
vrowen  und  closter  wil  sin  und  in  mit  trüwen  deinet.  Aber  swenne 
er  sich  von  in  schaidet  und  eina  anderswa  von  in  veirt,  so  wil  ich, 
daz  er  min  aigen  reht  alz  vor  und  mit  im  tüge  swaz  mich  gelüste. 
Siegler:  der  Aussteller. 

Diz  beschah  do  man  zalt  von  Gristez  gebürte  drüzehen  hundert 
jar  in  dem  nün  und  drisigosten  jar  an  sant  Petronelle  tag. 

Ein  BundS  Anselms  des  Älteren. 


413.  1339.  10.  August.  Kloster  Heiligkreuztal  gibt  der 

Anna  Murzellin  u.  s.  w.  von  vier  Manns m ah d  Wiesen  den 
Nutzen  zu  kaufen. 

W  ir  dü  aptissen  und  der  convent  gemainlich  des  closterz  ze 
Hailigcruztal  furjehen,  das  wir  haben  geben  ze  kofent  swester  Annon 


1339. 


213 


Murzellinon  und  swester  Benon  ir  swester  users  closters  frowon  und 
fro  Mahthilt  Murzellinon  ir  baider  müter  und  öch  swester  Adelhait 
Gagirrinon  vier  mannes  mat  wison,  die  wir  kofton  umb  Wernzen 
von  Grüningen,  der  zwai  gelegen  sint  oberhalb  dem  stainin  cruz 
5  und  zwai  in  dem  Burgämt  ze  niesent  unz  an  ir  tot  mit  den  ge- 
dingen,  swen  swester  Anna  Murzellin,  ir  swester  Bena  und  ir  müter 
fro  Mahthilt  alle  dri  ersterbent,  so  sont  die  wisen  halb  ledig  und 
lär  wider  gan  an  unser  closter;  swen  aber  du  swester  Adelhait 
Gagirrin  stirbet,  so  sont  dü  wisen  halb  dienon  der  samenung  über 
LO  ir  tische  eweclich  und  sol  enkain  maisterschaft  weder  aptissen  noch 
kellerin  die  wisen  andern  noch  fürkümmern,  wan  das  sie  dienon 
sont  dem  convent  in  den  reventer  umb  win  als  vil  der  zins  von 
den  wison  halben  getragen  mag.  Siegel:  unserz  closters  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  druzehen 
L5  hundert  jar  dar  nach  in  dem  nun  und  drisigostem  jar  an  sant 
Laurencien  tag. 

Ein  OvalS  aus  braunem  Wachs.  Eine  Abtissin  steht  nach  links  ge¬ 
wendet,  in  der  Hechten  den  Stab,  mit  der  Linken  ein  Buch  an  die  Brust  haltend. 
Die  ü  ist  grossenteils  abgebröckelt :  •  •  ABA  •  •  •  E  •  D  •  •  •  LE  •  SCE  •  CBU  •  • 

20  414.  1339.  22.  August.  Heiligkreuztal.  Heinrich  von 

Hornstein  schenkt  Güter  zu  Langenenslingen  an  Heilig  - 
kreuztal  zu  zwei  Jahr  Zeiten. 

Ich  her  Hainricli  von  Wülfelingen  ain  ritter  genant  von  Horn- 
stain  tun  künt,  daz  ich  mit  willen  hern  Jolians  mines  süns  ains  ritterz 
-5  han  geben  minen  hof,  der  ze  Enselingen  ist  gelegen  den  ietzo  der 
Frlge  büwet  der  min  und  miner  yordero  friges  aigen  ist  gewesen, 
der  abtissön  und  dem  convent  ze  Hailige  Crützstal  grawes  Ordens 
durh  göt  und  durh  minez  vatter  sei  und  miner  mütter  sei  liail  und 
hügenüst  alsüz,  daz  man  mit  dem  gelt  und  nützen  dez  hofz  ir  baider 
fO  järzit  als  si  jarlichz  gevallent,  sol  began  in  dem  revender  mit  wine 
i  mit  aiern  oder  mit  vischen,  alz  verre  denne  daz  selbe  gelt  dez  jares 
erlangen  mag.  Ich  vergihe  nöh  me,  daz  ich  och  mit  gunst  hern 
Johans  minez  süns  hab  geben  min  gut  und  allez  daz  dar  ln  höret, 
daz  ich  ümbe  Albreht  Hannibitz  sün  koft  ümbe  sübeniu  und  vierzeg 
55  pfünde  Haller,  daz  ietzo  der  Vildrescher  büwet  und  lit  och  in  dem 
dorf  ze  Enselingen,  der  aptissen  und  dem  convent  ze  Hailige  Orütz- 
stal  mit  sollichem  gedinge,  daz  vröw  Katherine  min  swester  und 
fröw  Anne  miner  swester  töhter  genant  von  Tierberg  closter  vröwa 
ze  Hailige  Crützstal  diz  und  die  nütze  die  jarlichz  da  von  gant, 


214 


1840. 


son  hän  und  och  messen  ze  ainem  rehten  lip dinge  die  wil  sie  baide 
lebent.  Und  swenne  sie  baide  von  dirre  weit  gescliaident  und  och 
ensint,  so  sol  diz  gut  dienun  und  och  vallen  mit  dem  höf  dem 
convent  in  daz  revender  alz  da  vor  gescriben  stät.  War  aber,  daz 
nümmer  beschelie,  daz  du  zwai  jarzlt  minez  yatterz  und  miner  mutter 
versümet  würden  und  nit  begangen  alz  da  obenan  stät  gescriben, 
so  sol  denne  der  hof  und  daz  gut  und  allez  daz  dar  zu  höret 
gänzclich  und  gar  eweclich  sin  gevallen  dem  spitäl  ze  Mangen  alsüz 
daz  den  dürftigen  dez  selben  spitals  dest  volleclicher  ir  notdurft 
versehen  werde  ( Auflassung ).  Siegler:  der  Aussteller.  h 

Der  [brief]  wärt  geben  in  dem  closter  ze  Hailigcrützstal ,  do 
■man  von  gottez  gebärt  driuzehen  hündert  jar  zält  und  nüniu  und 
drizig  jar  an  dem  ahtoden  tag  unser  vrowen  ze  mittelm  oügsten. 

Bas  S  fehlt. 

413.  Ca.  1840.  Zwei  Jahrzeitstiftungen.  u 

Allen  .  .  tügen  wir  kunt  wir  vrowe  Anne  graeven  von  Sultz 
abtissen  dez  closters  ze  Hailigen  Cruzital  mit  unserm  willen  und 
mit  unserm  gunst,  daz  swester  Anne  dü  Raenzin  machot  ir  swestrun 
dohtrun  der  von  Wildenvelz  und  swester  Katerinun  von  Howedorf 
daz  gut,  daz  koffet  wart  um  den  Hergeschellen  umbe  zwai  und 
zwainzeg  phunt  Haller,  daz  da  ze  Henselingen  gelegen  ist  und  daz 
da  büwet  dü  Birkmagirin  von  dem  sü  jarlich  git  drü  malter,  zwai 
kornes  und  ains  haber,  zwölf  Schilling  Konstenzer,  ain  viertal  aiger 
und  vier  hönr  daz  si  daz  nieschen  unz  an  ir  töd.  Und  so  si  baid 
ersterbent,  so  sol  ez  ain  jargezit  sin  in  daz  revender.  Und  daz 
min  jargezit  nit  werde  abgelan  unz  daz  güt  ledig  wirt,  so  sont  si 
ain  phunt  geltz  nemen  ze  Ertingen,  daz  koffet  wart  um  Benzen  den 
Smit  daz  ez  uns  selbe  git.  Diz  phunt  und  daz  güt  daz  sol  ledig 
sin,  swenn  wir  alle  drie  nit  ensigen,  so  sol  ez  in  daz  revender  gan 
zu  mim  jargezit. 

Bas  OvalS  der  Abtissin. 


416.  Ca.  1340.  Schwester  Anna  die  Benzin  und  Ver¬ 
wandten  erhalten  ein  Leibgeding. 

Wir  swester  Anne  abtissen  ze  Hailigencrüzital  gravenn  von 
Sultz  und  der  convent  gemainlich  vergehen,  daz  swester  Anne  dü 
Renzin  den  zehenden  und  anderhalb  juchart  der  koffet  wart  umbe 
Banzer  da  ze  Enselingen  umbe  fünfzege  phund  Haller,  sol  han  unz 
an  ir  tod.  Und  swenne  sü  nit  ist,  so  sol  ez  vallen  an  Hansen  ir j 


1340. 


215 


brüder  toliter  Agethun  und  an  Annun  und  Clarun  Italrazen  tohdran. 
Und  swenne  su  nit  ensint,  so  sol  man  swester  Annun  und  ir  brüders 
Italranzan  jarzit  der  mit  began. 

Ein  OvdlS  der  Äbtissin ;  neuer  Typus. 


5  417.  1340.  14.  Februar.  Munderkingen.  Mahthilt  dü 

Rdllin  von  Munderkingen  schenkt  an  Heiligkreuztal 

1  Haller. 

Allen  . .  künde  ich  Mahthilt  düRüllin  burgerin  ze  Mundrichingen, 
daz  ich  han  geben  durh  mirn  und  mins  wirtez  und  miner  vordro 
10  sei  willen  den  vrowen  ze  Hailigencrucetal  ain  phunt  Haller  geltez 
us  ainer  wiss  dü  min  aigen  ist  der  ist  dri  mannes  mat,  und  wart 
kofft  um  den  von  Rosnowe  und  ist  gelegen  undern  Lehebüheln  mit 
solicher  beschaidenhait,  daz  daz  selb  phunt  Haller  haben  und  niesen 
sont  die  vrowen  swester  Lügart  Adelhait  geswestran  genant  an  dem 
15  Anger  die  closter  vrowen  sint  unz  an  ir  beder  tot.  Und  swenne 
si  bed  nit  ensint,  so  sol  daz  phunt  Haller  geltez  wider  vallen  an 
daz  closter  ze  Hailigencrucetal,  also  daz  man  an  min  und  mins 
wirtez  jarzit  den  vrowen  von  Hailigcrucetal  geb  von  dem  gelt  win 
ald  brot  alz  verr  alz  es  geraigen  mag.  Siegel:  der  stet  insigel  ze 
20  Mundrichingen  (Siegelbekenntnis). 

Dirn  brief  wart  geben  ze  Mundrichingen,  do  man  zalt  von 
gottez  gebürt  drüzehen  hundert  jar  dar  nah  in  dem  vierzigosten  jar 
an  sant  Yalantins  tag.  Dir  re  dingen  sint  gezüg :  Rudolf  Tralfing 

amman  ze  Mundrichingen,  Cünrat  Meldli,  Cünrat  der  Wildrer  und 
25  Hainrich  Fridrich  und  ander. 


Ein  Dreiecks  der  Stadt  Munderkingen. 


41S.  1340.  4.  April. 

Albret  von  Stoffeln  ze  Justingen  gesessen  gibt  an  Heiligkreuztal 
Hansen  den  Birkmaiger  ze  Andelvingen  gesessen  zu  eigen.  Siegler: 
30  der  Aussteller. 

Diz  beschach  do  man  zalt  von  Gristes  gebürte  druzenhenhundert 
jar  und  da  nach  in  dem  fuhzosten  jar  an  sant  Ambrosigen  tag. 
Das  S  fehlt. 


419.  1340.  10.  April.  Riedlingen.  Otto  von  Grün in gen 

35  und  Geschwister  verkaufen  an  Heiligkreuztal  Güter. 
Allen  .  .  .  künd  ich  Otto  von  Grüningen,  Hainrich  min  brüder, 
Clara,  Ursula  und  Anna  unser  swestra,  das  wir  haben  geben  ze 
kofend  für  ain  rehtes  aigen  der  aptissen  und  dem  convent  des 


216 


1340. 


closters  ze  Hailigcruztal  disii  gut  du  hie  nah  genemt  sint:  ain  hus 
und  ain  garten  ist  genemt  des  von  Grünigen  hus  bi  der  Stainburg, 
ais  mannes  mat  wison  haiset  ze  Brunon,  ais  halben  mannes  mat 
haiset  du  begraben  wis  in  der  Owe,  zwo  juchhart  akers  underm 
Lohe ,  zwo  juchhart  über  Koppen  weg  hinderm  Berkach ,  *)  ze  5 
Amelnhusen  uf  dem  Rain  anderhalb  juchhart,  ze  Senkenriet  ain 
juchhart,  umb  zwainzig  phund  und  drisig  Schilling  Haller  (Quittung, 
Auflassung ,  Währschaft).  Siegler:  wir  Otto  von  Grüningen  und 
Hainrich  min  brüder  für  uns  und  ünser  swestran  die  vor  genemt  sint. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Rüdelingen,  do  man  zalt  von  gottes  10 
gebürt  drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  vierzigostem  jar  an 
dem  man  tag  nach  dem  balmtag.  Bi  disem  ko f  ist  gewesen :  her 

Johans  der  kilchhere  ze  Binswangen,  brüder  Wernlier  von  Hailig¬ 
cruztal,  Ludwig  Lupho,  Hainrich  Lupho,  Cünrat  Stahelli,  Cünrat 
Monoppo,  DielWiting,  alle  burger  ze  Rüdelingen ;  Walther  Goterbarm,  ~ 
Berhtolt  der  Mochel,  Benz  der  Baier,  Cünz  der  Baiger  und  Walz 
der  Foser  und  ander. 

Von  zwei  S  ist  das  zweite  ein  BundS  erhalten;  das  Bild  zeigt  zwei 
Schilde  ineinander.  U:  f  S.  H  •  DE  .  GRffiNINGEN. 

b  Von  hier  an  ist  die  Abteilung  nicht  sicher. 


420.  1340.  18.  April. 


Graf  Eberhard  der  Alte  von  Landau  gibt  um  seiner  und  seiner 
Vordem  Seelenheiles  willen  und  gebeten  von  seiner  Base  der  Gräfin 
Anna  von  Sulz  Abtissin  zu  Jleiligkreuztal  und  von  Otto  von 


Grüningen  dem  Kloster  Jleiligkreuztal  die  Eigenschaft  an  den  in 


Nr.  419  genannten  tf1/2  Juchart  Ackers  zu  Grüningen,  landauischen 
Lehen. 


Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehen- 


hundert  jar  dar  nah  in  dem  vierzigostem  jar  an  dem  zinstag  nach 


dem  österlichem  tag. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  des  Alten  von  Landau. 


421.  1340.  19.  Mai.  Ritter  Ulrich  Os wald  von  Markdorf 

verzichtet  auf  jede  Ansprache  an  Blessings  Gut  zu 
Wiggenweiler,  das  Heiligkreuztal  an  das  Kloster 


Zofingen  zu  Konstanz  verkauft  hat. 


Ich  Ulrich  Oswald  von  Marchdorf  ritter  tünt  kunt  .  .,  das  ich 
ankain  reht  vorderunge  noch  ansprach  han  an  dem  güte  ze  Wikken- 


1340. 


217 


wiler  dem  man  da  sprichet  Blessinges  gut  und  an  allen  den  akkern 
die  da  gelegen  sint  zu  des  Kamerers  Tannen,  das  gut  die  priorin 
und  der  convent  des  gotshus  ze  Zovingen  ze  Costentz  Bredier 
Ordens  reht  und  redelich  geküft  hant  umbe  die  aptischin  und  den 
B  convent  des  gotshus  ze  dem  Hailigen  Crützstal  als  an  ir  briefen 
stat  die  sü  dar  über  hant.  Und  fürgihe  och  für  mich  min  erben 
und  nachkomen,  das  ich  die  vor  benemten  frowen  die  priorin  und 
den  convent  noh  Hainrich  Knüsselin  noch  sin  tohtera  Katherinen 
und  Annen  die  in  dem  selben  convent  sint,  der  lipgedinge  die 
10  guter  sint,  an  den  selben  guter  den  nützen  ald  zinsen  so  süs  besetzen  und 
entsetzen  went  und  an  allen  ir  rehten  und  zügehörden  niemer  me 
bekrenken  noch  beswern  sol  weder  ich  min  erben  noch  nachkomen 
noch  nieman  von  unseren  wegen  mit  kamen  Sachen,  wand  das  wir 
an  dem  selben  güte  sü  in  unseren  schirm  nemen  sönt  so  verre  so 
15  wir  mügent  ane  geverde  ( Besiegelung ). 

Der  [brieff]  wart  gegeben  ze  Costentz,  da  ze  gegen  warent: 
maister  Ulrich  der  Linde,  Johans  von  Hattemberg  und  Hainrich 
der  Tettikover  dem  man  sprichet  der  Bünderich  und  ander  .  in 
dem  jare  do  man  zalte  von  Cristes  gebürte  drützehenhundert  jar 
20  vierzig  jar  an  dem  nehesten  fritage  vor  der  uffart. 

Archiv  des  Lehrinstituts  Zoffingen  in  Konstanz. 

FUB.  V,  Nr.  233,6. 

Ein  BundS,  ein  Doppelwappen:  rechts  steht  nach  rechts  gewendet  ein 
Leopard ,  das  Wappen  der  Kämmerer  von  Bavensburg,  dem  Wappen  der  Herren 
25  von  Löwental  entnommen ;  das  linke  Bild  ist  das  Mühlrad  derer  von  Markdorf 
(mit  acht  Speichen).  Cfr.  v.  Alberti  S.  489  u.  616  f.;  Kindler  v.  Knobloch  II, 
S.  220 ,  wo  auch  ein  Henricus  camerarius  de  Marchdorf  angeführt  ist,  II,  S.  532. 
U:  f.  S.  VLR  •  OSWALDI  •  MILIS  •  D  •  MARKDORF. 

S.  Mitteilungen  des  Vereins  für  Geschichte  des  Bodensees  XII,  47 — 58 : 
30  Schedler,  Das  freiherrliche  Geschlecht  der  Bitter  von  Marchtorf ,  Krieger 
a.  a.  0.  775. 

i 

422.  1340.  25.  Juli.  Heiligkreuztal.  Das  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal  verkauft  der  Schwester  Gisela  der  Gewär- 
lichin  1  U  Konstanzer  Geldes. 

35  I.  g.  n.  a.  Wir  frow  Anne  abtissenn  ze  Hailigcrütztal  und 
gravinne  von  Sultz  und  alle  der  convent  dez  closterz  tun  künt, 
daz  wir  haben  verkouffet  swester  Giselun  der  Gewarlichinun  von 
Ulme  unser  closter  vröwe  ainen  ain  pfunt  geltes  Kostenzer  pfenning 
usser  dez  Wielerz  hof  ze  Fri dingen  der  ünserz  closterz  aigen  ist  und  buwet 


218 


1340. 


in  ietzo  Hatze  diu  Beggin  und  der  Spängel  von  Fridingen,  ümb 
siubenzehen  pfunt  Haller  (Quittung)  mit  sollicher  bescliaidenhait  lind 
gedinge,  swünne  diu  vör  genant  swester  Gisel  en  ist  und  von  dirre 
weit  gescbaidet,  so  vallet  daz  pfunt  geltez  an  swester  Adelhait  die 
Gewärlichun  ir  mümen  och  unser  closter  vrowen  ainen.  Nach  der  5 
tot  so  sol  daz  pfunt  geltes  ain  under  kellerin  jarlichs  in  nemen  und 
da  mit  begän  mit  win  Rudolfz  des  Gewarlichs  und  Giselun  siner 
hüsvrowen  jarzit  alle  jär  an  sänt  Peterz  tag  dar  ümb  die  vastenaht 
kümet  (22.  Febr.)  alz  verre  denne  daz  selbe  pfunt  geltes  mag  erlangen. 

Es  ist  ouch  öffenlicb  geret  und  gedinget,  war  daz  wir  oder  kain  10 
unser  nahkomen  daz  pfunt  geltez  hainlich  oder  otfenlich  woltin 
versetzen  verkouffen  und  in  kain  wis  verkümmern  oder  daz  selbe 
pfunt  Kostenzer  sperren  und  bruchen  daz  ez  nit  kami  noh  würde 
geantwürt  daz  man  daz  jarzit  da  mit  began  mohti  alz  da  vor  ge- 
scriben  stat,  so  vallet  daz  pfünt  geltez  eweclicb  in  daz  spital  gen  1* 
Ulme  alsus  daz  der  spitaler  selbe  und  sin  pfleger  ganzen  gewalt  , 
hant  daz  selbe  pfünt  jarlichs  in  ze  nement  und  setzen  und  besetzen 
alz  ander  ir  aigen  gut  an  alle  Widerrede  ünserz  closterz.  Hie  bi 
sint  getvesen  und  dis  houffez  geziuge:  der  Sänger  von  Salmans- 

wiler,  her  Johans  kircherre  ze  Binswangen,  her  Dietrich  liuppriester  2 
ze  Andelvingen,  brüder  Cünrat  der  Koufman  und  brüder  Hainrich 
unser  hofmaister  Hetlich  genant.  Siegler:  wir  diu  abtissenn  und 
der  convent  von  Hailigcrücztal. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  von  Cristez  gebürt  driuzehen 
hundert  und  vierzig  jär  zalt  an  sant  Jacobz  tag  dez  hailigen  zwelf-  i 
botten  in  dem  vor  genanten  closter  ze  Hailigcrütztäl. 


423,  1340.  25.  Juli.  Abtissin  und  Konvent  bestimmen 

2  $  Haller  jährlichen  Geldes  für  Jahrzeiten. 

Wir  du  äptissen  und  der  convent  gemainlich  des  closters  ze 
Hailigcrütztal  förjehen,  das  wir  zwai  phunt  Haller  geltes  dü  die 
erberen  frowan  swester  Häza  Murzellin  und  swester  Adelhait  Gagirin 
kofton  umb  Otten  von  Grüningen  und  mit  ir  gut  gulten,  nah  ir 
baider  tot  also  tailen  und  gen  sölen  als  hie  nah  gescriben  stat: 
ain  phunt  Haller  geltes  sol  man  jarlich  gen  an  Luzen  Murzeis  saligen 
jarzit,  das  ander  phunt  geltes  sol  man  gen  jarlich  an  sant  Johans 
Baptisten  tag  dem  convent  gemainlich  umb  win  also  verri  als  es 
geraichen  mag.  Und  sol  das  gelt  nah  der  frowon  tode  ain  kuchi 
kellerin  in  nemen  und  gen  als  vor  gescriben  stat.  Und  sol  si  dar 


1340—1341. 


219 


an  nieman  irren  und  sol  öch  das  gelt  anders  nieman  in  nemen  wan 
ain  kuchi  kellerin  nah  der  frowon  tode.  Siegel:  unser  und  öch 
des  conventes  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehen 
5  hundert  jar  dar  nah  in  dem  vierzigostem  jar  an  sant  Jacobz  tag. 

ND:  Umb  II  libras  geltz,  ains  an  Lutzen  Murtzels  jarzit,  das  anders  an 
sant  Johans  tag  durch  Hätzun  Murtzelinun  und  der  Gagirrinun  sei  hails  willen. 

Nur  das  erste  S  ein  OvalS  ist  teiliveise  erhalten.  Neuer  Typus. 

424.  1340.  10.  August.  Saulgau.  Heinrich  von  Beuren 

10  verkauft  Rechte  an  die  Bitenmühle  an  Heiligkreuztal. 

Allen  .  .  förgih  ich  her  Hainrich  von  Bürron  ritter  ze  Her- 
brehtingen  gesessen,  daz  ich  han  wider  geben  ze  koffent  der  äptissen 
und  dem  convent  dez  closters  von  Hailigcrüztal  allü  du  reht  und 
gewonhait  dü  ich  hat  zü  der  müli  du  da  halset  dü  Bite  und  ze 
15  Herbrehtingen  gelegen  ist,  die  ich  och  vor  hat  kofet  von  den  frowen 
Adelhait  Höllinnun,  Katherinon  Billunginon  und  Geson  Hamerlinon 
geswesteron  die  och  die  müli  hatton  ze  ainem  lipdingen  von  dem 
closter  von  Hailigcrüztal.  Alles  daz  reht  und  gewonhait  daz  ich 
oder  min  erben  möhtin  oder  söltin  han  oder  möhtin  hie  nah  gewunen 
20  zu  der  müli,  han  ich  gen  dem  closter  ze  Hailigcrüztal  umb  drisig 
phunde  und  fünf  pliunde  Haller  ( Quittung ),  und  fürgih  daz  ich 
noch  en  kain  min  erbe  zü  der  müli  enkain  reht  noh  ansprach 
haben  noch  hie  nah  gewinen  mugin,  wan  öch  dü  selb  müli  mit 
aller  aigenschaft  dez  selben  closters  ze  Hailigcrüztal  vor  gewesen 
25  ist.  Siegler:  der  Aussteller. 

Dir  re  brief  wart  geben  ze  Sulgen,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt 
drüzehen  hundert  jar  dar  nah  in  dem  vierzigosten  jar  an  sant 
Laurentiis  tag.  Dis  kofes  sint  gezhg :  der  kilchhere  von  Ertingen, 

brüder  Cünrat  der  Kofman,  Cünrat  der  Offenburger,  Claus  von 
30  Mendelburn,  Cünrat  der  Bilavinger. 

Ein  BundS  halb  verloren.  Das  Bild  ist  ein  Lindenblatt  mit  zwei  Stielen, 
zwischen  denen  sich  eine  Baute  befindet.  U :  •  •  •  INBICI  •  MIL1T  •  DE  •  BV  •  •  • 

42o.  1341.  25.  März.  Rudolf  von  Hornstein  verkauft 

an  Heiligkreuztal  eine  Wiese. 

35  Ich  Rüdolf  von  Hornstain  ritter  zu  Heudorf  gesessen  vergich, 
das  ich  han  geben  ze  koffent  der  aptissinne  und  dem  convent  ge- 
mainlich  des  closters  ze  Hayligen  Crützstal  ain  wis  lit  in  dem  Tünowe 


220 


1341. 


riet  bi  dem  staynin  crütz  und  haisset  diu  krum  wis,  umb  zwelf 
phunt  Haller  (Quittung)  und  han  in  die  wis  geben  für  rechtes  aygen. 
Ich  han  in  och  die  wis  da  für  geben,  das  usser  der  wis  enkavn 
zehend  sol  gan  noch  diu  wis  zehenden  sol  gen  ( Währschaft ). 
Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehen 
hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  ains  und  viertzigostem  jar  an 
unser  frowun  tag  in  der  vastun. 

NB:  Umb  die  krummen  wise  bi  dem  staininn  crütz  in  dem  Tünowe 
riet  —  Althain. 

Ein  BundS  des  Budolf  von  Hornstein. 


426.  1341.  10.  April.  Urkunde  über  eine  Nutzniessung 

(Jahrzeitstiftung). 

Wir  du  äptissen  und  der  convent  gemainlich  des  closters  ze 
Hailigcruztal  ofnen }  das  die  hüb  und  allü  dü  guter,  es  si  an  akern 
an  wisen  an  hofsteten  oder  an  zisen,  die  wir  haben  koft  umb 
Hainrich  von  Grezingen  aim  burger  von  Trohtelvingen  und  gelegen 
sint  in  dem  dorf  ze  Enslingen,  dü  öch  die  Anslinen  unser  closter 
frowen  mit  ir  vatter  gut  hant  furgolten  an  ünsers  closters  schaden, 
die  selben  swestern  die  Anslinen  alle  und  öch  ir  brüder  tohter 
swester  Adelhait  unser  closter  frowe  haben  und  niesen  son  mit 
allem  reht  unz  an  ir  aller  tot.  Und  swen  das  gut  vallet  an  ir 
brüder  tohter  swester  Adelhait  unser  closter  frowen,  so  sol  si  ir  anis 
Anshalms  von  Büron  und  ir  anon  jarzit  began  von  dem  gut  und  sol 
iegelicher  frowon  ze  Hailigcruztal  gen  ain  drittentail  ainer  mas  wins. 
Und  swen  si  abgat  von  todes  wegen  und  öch  die  andern  swestern 
die  da  haisent  die  Anslinen ,  so  sol  das  selb  gut  mit  allem  reht 
dienon  dem  samung  ze  Hailigcruztal  über  ir  tische  an  alle  irrung. 
Und  sol  man  da  mit  began  eweklich  ain  jarzit  vatter  und  müter 
der  vor  genempten  frowon  der  Anslinon  als  ver  als  das  gut  alles 
gelangen  mag.  Wir  dü  äptissen  von  Hailigcruztal  geben  den 
vor  genempten  frowon  disen  brief  besigelt  mit  unsers  conventes 
insigel,  der  geben  wart  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  ainem  und  vierzigostem  jar  an  dem 
zinstag  in  der  osterwochon. 


Bas  S  ist  ausgerissen. 


1341. 


221 


427.  1341.  25.  Mai.  Heiligkreuztal.  Stiftungen  zu  Ott 

Ranzen  seligen  Jahrzeit. 

Wir  swester  Anne  abtissenn  ze  Hailige  Crutzstal  und  grävenn 
von  Sultz  und  alle  der  convent  dez  selben  closters  tun  kunt ,  daz 
5  wir  mit  gemainem  rät  ain  phunt  Haller  geltez,  daz  järlichz  gät  ab 
zwain  hüsern  und  von  zwain  garten  die  in  dem  dorf  ze  Althain 
sint  gelegen  daz  swester  Anne  diu  Ränzin  unser  closter  vrowe 
koufet  ümbe  hern  Johann  den  Arzat  ainen  priester,  haben  nah  ir 
tode  geben  swester  Engelb[r]urg  ir  swester  unz  an  ir  tode,  ist  daz 
10  siu  die  Ännun  ir  swester  überlebt.  Wir  vergehen  och  furbaz,  daz 
wir  die  zehen  Schilling  Kostenzer,  ain  viertal  aier  und  zwai  hünre, 
daz  ab  ainer  wise  gat  diu  bi  dem  dorf  ze  Grüningen  ist  gelegen 
daz  och  diu  vor  gescriben  swester  Anne  ümb  Hainrieli  von  Ense- 
lingen  ain  burgär  ze  Rüdelingen  köufet,  haben  geben  unz  an  ir 
15  tode  swester  Agnes  der  Ränzinun  der  diggenempten  swester  Annun 
brüder  tohter,  ist  daz  siu  si  überlebt,  mit  sollichem  gedinge,  daz  nah 
ir  baider  tode  swester  Engelburg  und  swester  Agnez  mit  dem  gelt 
sol  järlichen  begangen  werden  Otten  säligen  dez  Ranzen  jarzit  an 
sant  Benedicten  tag  an  daz  selbe  jarzit  daz  ez  dest  erlicher  und 
20  dest  andahtlicher  begangen  werde.  So  gebin  wir  och  und  wellin, 
daz  nah  der  swester  Annun  der  Ränzinun  tode  die  vierzehen  Schillinge 
Haller  die  järlichz  gant  ab  ainer  wise  von  zwain  juchart  aggerz  und 
ab  ainem  ländeli  daz  allez  gelegen  ist  bi  dem  dorf  ze  Althain  daz 
kouffet  wart  ümb  Lutzen  Lupfen  ainen  burgär  ze  Rudelingen,  und 
25  och  die  fiunzehen  Schilling  Haller  diu  uns  gant  von  ainer  wise  ze 
Enslingen  diu  koffet  wart  ümb  den  Gretzinger,  vallen  und  och 
eweclich  dienen  an  daz  jarzit  Otten  säligen  dez  Ranzen,  daz  man 
alle  jär  alz  verre  diz  gelt  erlangen  mag  sol  begangen  werden  von 
uns  und  allen  unseren  nahkomen  an  sant  Benedicten  täg.  Wenne 
30  wir  oder  unser  nahkomen  dis  jarzit  nit  begiengen  mit  dem  ge 
allem  alz  hie  obenan  stat  gescriben,  so  sol  dez  jarz  diz  gelt  allez 
vallen  an  den  abt  und  den  convent  von  Salmanswiler  an  allen  furzug 
und  Widerrede.  Hie  bi  sint  gewesen:  her  Dietrich  von  Andel- 

vingen,  her  Joliäns  von  Binswangen  priester,  der  Sänger  von  Salmans- 
35  wiler  iezo  biliter  in  unserm  closter  und  ander.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ivart  geben  do  man  von  gottez  gebürt  zalt  driu- 
zehen  hundert  und  ains  und  vierzig1)  jar  an  sant  Urbans  täg  aines 
hailigen  bihterz  und  martererz  in  ünserm  closter  ze  Hailigcrützstal. 

ND\  Zu  Otten  Bantzen  jarzit  von  Gruningen  und  von  Althain. 

40  Die  S  sind  abgerissen. 

*)  Die  Jahreszahl  steht  auf  Rasur. 


222 


1341—1342. 


428.  1341.  18.  Juni.  Riedlingen.  Heinrich  von  Enslingen 

verkauft  das  Gut  Konrad  des  Offenhausers  zu  Grüningen 

an  H eiligkreuztal  um  9 ’/«  ff  Haller. 

Ich  Hainrich  von  Enselingen  ain  burgär  ze  Rüdelingen  tun 
kunt  daz  ich  mit  bedahtem  mftt  habi  verkoufet  der  abtissön  und  5 
dem’ convent  dez  closterz  ze  Hailigcrützstal  daz  güt  daz  Cunrat  der 
Offenhüser  bftwet,  daz  man  nemmet  Hermann  Zängehns  güt.  Am 
höfstat  und  ain  äkkerli  ligent  bi  an  ander  an  dem  anger  ze  Grumgen. 
Ain  juchart  akkerz  lit  in  dem  escbe  gen  Pflumern  und  stosset  in 
das  Löhe.  Und  ain  halbe  juchart  lit  in  dem  esche  ze  Kengelbrunnen.  10 
Zwo  jüchart  ligent  in  dem  undern  esche  gen  Tougendorf,  der  stosset 
ainiu  ze  Ammelnhusen  uf  die  wise  und  diu  ander  ze  Ingeldorn 
über  den  weg.  Driu  mansmät  wismätz  diu  sint  gemaine  dez  Mochelz 
Gerüngz  und  min  daz  dritte  und  ligent  in  der  Öwe  gen  Rüdelingen. 
Disiu  gut  geltent  järlichz  ze  zinse  zehen  Schilling  Kostenzer  am  16 
viertal  aier  und  zwai  hünre,  umb  zehendehalh  pfunt  Haller  gfttter 
und  gaeber,  der  ich  mit  rehter  zäl  gänzlich  und  gar  bin  gewert. 
Und  gelobe  dar  ftmbe  für  mich  und  alle  min  erben  und  mit  mir 
Ludewig  Lupf  und  sine  brftder  Hartman  burgär  ze  Rüdelingen  diz 
gfttz  wer  ze  sinde  nah  gewonhait  und  nah  der  stet  reht  ze  Rüde-  2 
lingen.  Hie  bi  sint  gewesen  und  dez  kouffez  geziuge:  Cüinat  | 

der  Gärwar ,  Eherhart  Lupfe  burgär  ze  Rüdelingen.  Siegler:  der 
Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  don  man  von  gottez  gebürt  driuzehen 
hundert  jär  und  ains  und  vierzig  jär  zalt  an  dem  nähstem  mantag  2 
vor  sant  Johäns  tag  dez  doufferz  ze  süngiht  in  der  stät  ze 
Rüdelingen. 

NI):  Ain  kouf  brief  umb  ain  güt  ze  Grüningen  von  Hainrich  von  Enslingen. 


Ein  Rund  S  des  Heinrich  von  Enslingen.  Drei  gehufte 
auf  einem  Dreiberg.  Von  der  U  noch:  f  S.  H  •  •  •  CIYIS  •  IN  • 


Tierfüsse  stehen 
RVDLINGE  • 


429.  1342.  11.  Januar.  Riedlingen.  B erthold  Frumman 

von  Riedlingen  beurkundet  einen  Kauf  und  eine  Leib- 

gedinggabe. 

Ich  Bertolt  Frumman  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Hädewig 
sin  elichü  husfrow  und  ich  Hans  ir  baider  sun  tün  kunt,  daz 
die  dri  akker  die  svester  Agnes  unser  der  vor  genanten  Hadewigs 
und  min  kint  müme  ain  vörswester  ze  Hailichcrucistal  koufte: 


1342. 


223 


ainen  umb  pfaf  Cünrat  den  Veterren  umb  sechs  pfunt  phenning 
Constenzer  münz  zwaier  Schilling*  minder,  den  andern  umb  Cünrat 
den  Fulb eggen  umb  fünf  phunt  und  fünf  Schilling  phenninge  ouch 
Costenzer  und  den  dritten  umb  Hainrich  von  Enslingen  ainen 
5  burger  ze  Rüdlingen  umb  vier  phunt  phenning  der  vor  genanten 
münze,  die  äkker  alle  dri  ligent  bi  dem  dorfe  ze  Althain  und  buwet 
si  Burkart  Hulling,  die  dü  vor  gescriben  swester  Agnes  mir  Häde- 
wigen  vor  gescriben  Hansen  mtnem  und  mines  egenanten  elichen 
wirdes  sun  und  swester  Annun  ainer  closterfrowen  ze  Hayligen- 
10  crücistal  unser  baider  tochter  gegeben  und  gemachet  hat  zu  ainem 
rechten  lipdinge,  swenne  wir  dri  ietzo  genant  von  dirre  weit  ge- 
schaiden,  daz  kain  unser  kint  erben  und  nachkomende  kain  recht 
hat  noch  han  sol  noch  kain  ansprache  an  den  vor  gescriben  äkkern. 
Und  sont  si  denne  vallen  gar  und  gänzlich  und  ewiklich  dienen  in 
15  daz  reventer  der  gaistlicho  frowa  ze  Hailichcrücistal  alsus,  daz 
dü  dü  denne  under  kellerin  ist  mit  dem  gelte  so  jarglichz  kunt 
von  den  drin  äkkern,  win  sol  koufen  als  ver  als  des  jars  daz  selbe 
gelt  geraichen  mag.  Und  sol  den  geben  an  ünsern  frowen  tag  ze 
mittelm  owgsten  durch  Cünratz  des  Mürers  der  vor  gescriben  swester 
20  Agnesun  brüder  sele  hail.  Ich  Bertholt  Frumman  yergih  ouch 
offenlich  an  disem  selben  brieve,  ist  daz  ich  Hädewigen  min  eliche 
wirtinun  Hansen  und  swester  Annun  unser  sun  und  tohter  alle  dri  über¬ 
lebe,  daz  ich  denne  noch  min  erben  oder  ir  erben  nach  ir  drier  tot  zu 
den  vor  gescriben  drin  äkkern  kain  relit  noch  kain  ansprache  nümmer 
25  han  noch  gewinnen  son  in  kamen  weg.  Hie  bi  sint  gewesen:  her 

Johans  der  kilchherre  ze  Binswangen,  her  Dietrich  lüpriester  ze 
Andelfingen,  Hainrich  von  Enslingen  burger  ze  Rüdlingen  und  ander 
erber  täte  ain  micheltail.  Siegler:  wir  der  amnian  und  der  rät  der 
|  stat  ze  Rüdlingen  (Siegelanhängung.) 

30  Dirre  brief  wart  geben  ze  Rüdlingen,  do  man  zalte  von  gottes 
'  gebürte  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  zwai  und  vierzigosten 
!  jar  an  dem  nehesten  fritag  nach  dem  obresten  tage. 

ND:  Zu  C.  des  Murers  jarzit  dri  juchart  agker  ze  Althain. 

Ein  Bunds  der  Stadt  Biedlingen. 

35  430,  1342.  17.  März.  Die  Abtissin  Anna  von  Buchau 

erlässt  dem  Hans  von  Hornstein  ein  Viertel  Wachs. 

Wir  Anna  von  gottes  gnaden  abtissinne  des  gotteshus  ze  Buchow 
vergehen  offenlich  an  ||  disem  brief,  daz  wir  Hansen  hern  Hermans 


224 


1342. 


von  Hornstain  säligen  sun  und  sinen  erben  lassen  |j  den  vierdunch 
wachs  den  wir  hettun  us  Hansen  Otten  wis  diu  gelegen  ||  ist  in 
Ottis  widon  und  die  man  nemmet  Ützen  des  Naters  wis,1)  dar  umb 
das  er  und  sin  erben  uns  und  unserem  gotzhus  den  selben  vierdunch 
wachs  järgelich  gen  sont  ze  sant  Michels  tag  us  der  wis  diu  gelegen 
ist  in  Reuschen  grub  und  diu  clioft  wart  umb  die  Mutlerinun  von 
Rüdelingen  und  umb  ierw  kint  umb  sehssiu  und  zwaintzig  phunt 
Haller  und  och  ain  recht  aygen  ist.  Sieglerin:  wir  Anna  diu 
äbtissinne  des  gotteshus  ze  Büchow. 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Gerdrut  tag,  do  man  von  Cristes  k 
gebürt  zalt  driuzehen  hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  zway  und 
viertzigostem  jar. 

ND:  Ain  ledgung  ainr  wise  du  umb  Hansen  Otten  kouft  wart. 

Das  Bund  S  ist  fast  vollständig  verdorben.  U:  S.  •  •  •  UNIVERSITATIS  •  • 

*)  Der  Besitz  kam  an  Heiligkreuztal ;  siehe  Nr.  410.  1| 


4SI.  1342.  21.  April.  Mengen.  Mechthild  genannt  von 
Bingen  schenkt  an  Heiligkreuztal  zwei  Güter. 

Ich  fröw  Mäthilt  genant  von  Büningen  ain  burgerin  ze  Mangen 
tun  künty  daz  ich  gesunde  libez  und  müttez  habe  geben  mit  disem 
brief  lütterlich  durh  göt  und  durh  miner  sei  und  minez  wirtez  sei 
liail  diu  zwai  gütter  diu  bi  dem  dorf  ze  Walthüsen  gelegen  sint 
der  aines  büwet  Ruse  der  Kürz  daz  ich  köufte  ümbe  fiunfe  -und 
drizig  pfünd  Kostenzer  umb  die  Wilhelmer  ze  Mangen,  daz  ander 
büwet  Jäkeli  der  in  dem  selbe  dorf  ze  Walthüse  sitzet  —  der 
abtissenne  und  dem  convent  ze  Hailigcrütztäl ,  daz  sie  ietzo  diu 
selben  zwai  gütter  niessent  und  besetzent  und  entsetzent  bi  minem 
lebende  übe  und  nah  min  tode  alz  ander  ir  aigen  gut  an  aller 
miner  friunde  erben  und  nahkömen  ansprach.  Siegel:  der  stet  I 
msigel  ze  Mangen,  wan  ich  aigen  Insigel  nit  enhan  (Siegel- 1 
anhäng  ung). 

Dirre  brief  wart  geben  in  der  stat  ze  Mangen,  dom  man  zaltl 
von  gottes  gebürt  driuzehen  hundert  und  zwai  und  vierzig  jar  an 
dem  nahsten  sünnen  tag  vor  sant  Gerien  tag  dez  hailigen  martererz. 

ND:  Ain  gebbrief  von  der  Büningerinun  über  daz  gut  ze  Walthusen. 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


1342. 


225 


432 .  1342.  25.  April.  Heiligkreuztal.  Das  Kloster 
Heiligkreuztal  verkauft  an  seine  Klosterfrau  Gr i s e  1  a 
die  Ge  war  lieh  in  einen  jährlichen  Zins  von  12  s.  Haller 

Pfennige. 

5  Wir  fröw  Anne  abtissenne  ze  Hailigcrutztal  und  grävinne 
von  Sultz  und  alle  der  convent  dez  selben  closterz  vergehen ,  daz 
wir  ainhelleklich  und  mit  gemainem  rät  haben  geben  ze  hoffende 
von  ünsrerz  closterz  nöt  wegen  und  geben  mit  disem  brief  swester 
Giselun  der  Gewärlichun  von  Ulme  unser  closter  vrowen  zwelf 
10  Schillinge  Haller  pfenninge,  diu  uns  järlichs  gänt  von  ainer  hofstat 
ze  Hündersingen ,  do  ietzo  Ulrich  der  Hölzherre  üf  sitzet  und  von 
ainem  garten  und  och  von  ainer  wise  diu  baidiu  in  die  selbun 
hofstat  hörent,  ümb  sehs  pfunt  Haller  (Quittung)  und  geloben  och 
mit  disem  brief,  daz  wir  die  hofstat  garten  und  wise  nümmer  ver- 
15  hoffen  noch  versetzen  suliii  noch  mugin,  sunder  der  zinse  der  hie 
vor  gescriben  stat,  den  söl  unseriu  under  kellerin  swer  denne  under 
kellerin  ist  eweklich  an  allen  fürzug  järlichs  ln  nemen  und  da  mit 
alliu  jär  an  sant  Agtun  tag  fröw  Elizabethun  der  Wätzelinun  ainer 
burgerinun  von  Ulme  jarzit  eweklich  begän.  Und  swenne  wir  oder 
20  unser  nalikömen  nit  tättin  noch  vollefürten  allez  daz  wir  gelobt 
haben,  so  vallent  die  zwelf  Schilling  Haller  dez  jares  an  daz  spital 
ze  Ulme  an  allen  furzüg.  Hie  bi  sint  gewesen  und  dirre  getdt  ge- 
ziuge :  unser  bihter  bruder  Hainrich a)  der  Sänger,  pfaffe  Johans 

kilcherre  ze  Binswangen  und  her  Dietrich  liuppriester  zu  Andelvingen. 
25  Siegel:  unsere  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  in  unserm  vor  genanten  closter  ze 
Hailigcrutztal,  do  man  zalt  von  Cr.'stez  gebürt  driuzehen  hundert  und 
zwai  und  vierzig  jär  an  sant  Margxa)  tag*  dez  hailigen  ewangelisten. 

NB:  Zu  Elizabethen  der  Wätzlimm  jarzit  XII  s.  geltz  ze  Hündersingen 
130  von  Ulrich  dem  Holtzherren. 

Bas  OvalS  der  Abtissin  ist  noch  erhalten;  das  Konvents  ist  abgerissen. 

a)  Steht  teilweise  auf  Basur. 


433 .  1342.  15.  Juni.  Die  Abtissin  von  Heiligkreuztal 

gibt  drei  Acker  aus  als  Leib  ding  an  Hedwig  Berthold 
35  Frummans  Weib  und  Kinder. 

Wir  fröw  Anne  abtissinne  und  gravinne  von  Sultz  und  alle 
der  convent  ze  Hailigcrütztäl  tun  kunt,  daz  die  drie  akker  die 

Würit.  Gc?cliic1ktsquellcn  IX.  15 


226 


1342. 


swester  Agnez  diu  Mürerin  unser  vörswester  aine  wilunt  koüfte . . . 
cfr.  Nr.  429.  Sieyler:  wir  die  aptissinne  und  der  convent  ze  Hailig- 
Crütztal. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  von  Cristz  gebürt  driuzehenhundert 
und  zwai  und  vierzig  jär  zalt  an  sant  Vitz  tag  ains  hailigen  martererz. 

NB:  Zu  C.  des  Murerz  jarzit  dri  agker  ze  Althain  —  über  die  aiker 
der  Murerinun. 

S  fehlt. 

434.  1342.  24.  Juni.  Heiligkreuztal.  Johann  des Giren 
Sohn  von  Bin  zwangen  schenkt  seiner  Schwester  Anna 
Klosterfrau  zu  Heiligkreuztal  Einkünfte  in  Langen- 

en  slingen. 

Ich  Johans  ain  schüler  Cünratz  dez  Giren  saligen  sün  von 
Binswangen  tun  künt,  daz  ich  gesunde  libes  und  muttes  gib  mit 
disem  brief  miner  lieber  swester  fröw  Annun  der  Gtrenun  closter 
vröwe  ze  Hailigcrütztal  allez  daz  gelt  und  die  nütz  die  mir  jarlichs 
gänt  von  dez  Tentingerrs  gut,  daz  gelegen  ist  bi  dem  dorf  ze  Ense- 
lingen  [und  brüder  Hainrichs  saligen  Grösholtz  gut  und  Hainrichs 
des  Huberz  gut  diu  baidiu  liggent  ze  Binswangen] a).  Diz  gütte  [alliu 
drin] a)  min  und  miner  swester  lipdinge  istb)  von  der  abtissenn  und 
dem  convent  ze  Hailigcrütztal  alz  der  brief  sait  den  wir  dar  über 
von  in  haben.  Dis  gelt  und  nütze  die  hab  ich  miner  swester  geben 
mit  sollichem  gedinge,  swenne  siu  en  si  und  von  dirre  weit  geschaide, 
daz  dar  nah,  ist  daz  ich  si  überlebe,  daz  vor  genant  gelt  und  die 
nütze  wider  an  mich  vallen,  die  ich  denne  messen  und  han  sol  ünz 
an  minen  tot.  Siegel:  der  erwirdigun  in  got  der  abtissenn  von 
Hailigcrütztal  insigel,  wan  ich  aiges  insigelz  nit  han.  Wir  fröw  Anne 
abtissenn  in  dem  vor  gescribenn  closter  ze  Hailigcrütztal  und  grävinne 
von  Sultz  henken  ünser  insigel  durch  bet  willen  Johans  dez  Giren 
an  disen  brief,  der  geben  wart  do  man  von  Cristez  gebürt  zalt 

driuzehen  hundert  und  zwai  und  vierzig  jär  an  sant  Johans  dez 
toutferz  tag  in  dem  closter  ze  Hailigcrütztal. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

a)  Die  in  [  ]  gesetzten  Worte  sind  in  der  Vorlage  gestrichen.  —  *0  ist  aufBasur. 

435.  1342.  21.  Juli.  Markdorf.  Gerung  Mädling  von 
Markdorf  verkauft  an  Heiligkreuztal,  Heggbach  und 

Guten  zell  einen  Zins. 

Ich  Gerung  Maedling  burger  ze  Marchtorf  tun  kunt,  daz  ich 
recht  und  redlich  ze  koffen  han  gebin  für  mich  und  für  alle  min 


1342. 


227 


erben  den  erbern  und  geistlichen  frowen  den  conventen  gemainlichen 
von  dez  Hailgenkrüzstal  ze  Hegbach  und  ze  Gütenzelle  zehin  phenning 
zins  Costenzer  miins  die  mir  jaerklich  giengent  ab  zwain  krutbetten, 
die  gelegen  sint  ze  Marchtorf  und  stossent  ainhalp  an  Jaeken 
i  Arnolz  bette  und  andirhalp  an  die  wise  dii  da  liaisset  du  Gifrit, 
für  ain  recht  aigen  umb  drizehin  Schilling  phenning  Costenzer  müns 
(Quittung,  Währschaft).  Ich  der  vor  genant  Gerung  vergihe  och, 
daz  ich  den  selbin  koffe  han  getan  mit  gunst  und  willen  mins 
gnaedigen  herren  hern  Wlricli  Oswaltz  von  Marchtorf  ritter,  von 

o 

io  dem  der  selbe  zins  vormals  min  lehin  ist  gewesin.  Ich  Wlricli 
Oswalt  von  Marchtorf  ritter  verzihe  mich  der  aigenschaft  für  mich 
und  für  alle  min  erben.  Und  ist  da  bi  gewesin  und  sint  sin 
och  gezüge:  Hainz  Berchtold,  Wlrich  Schälle,  H.  der  Stander 

und  Wlrich  der  Zeller  burger  ze  Marchtorf.  Siegler:  ich  Wlrich 
[5  Oswalt  von  Marchtorf  ritter  durch  bette  Gerunges  Maedlinges. 

Dir  re  brief  wart  gebin  ze  Marchtorf  in  dem  jar,  do  man  zalt 
von  gottes  gebürt  drüzehinhundert  jar  dar  nah  in  dem  zwai  und 
vierzigosten  jar  an  dem  nahsten  sunnentag  vor  sant  Jakobes  tag. 

ND:  Ze  Marchtdorf  umb  zehen  pfenning  zins. 

JO  S  fehlt. 

436.  1342.  27.  August. 

Eine  weitere  Urkunde  von  Johann  des  Giren  (Gyren)  seligen 
Sohn  über  das  Gut  zu  Lcrngenenslingen  (cfr.  Nr.  434),  dessen  Nutzung 
>5  er  seiner  Schwester  überlässt  dur  mins  vatter  saeligen  sele  und  dur 
miner  sele  hail  willen.  Siegel:  der  stett  insigel  ze  Mengen. 

Der  brieff  wart  geben  ze  Mengen ,  do  man  zalte  von  Cristes 
gebürt  driuzehenhundert  und  vierzik  jar  dar  nach  in  dem  zwai  und 
vierzgosten  jar  an  sant  Pelagien  abent. 

W)  Ein  IJreieckS  der  Stadt  Mengen. 

437.  1342.  25.  November.  Heiligkreuztal.  Das  Kloster 
Heiligkreuztal  gibt  den  Klosterfrauen  Anna  undElisa- 
b  e t h  G r ä f i n  n  e n  von  S u  1  z  2  #  H a  1 1  e r  Gelds  an  Einkünften. 

Wir  du  aptissen  und  der  convent  gemainlich  dez  closterz  ze 
Hailigcruztal  vürjehen  mit  disem  brief,  daz  wir  son  gen  den  erberen 
gaischelichen  frowen  swester  Annon  und  swester  Elisabeton  gravenon 
j  von  Sulz  geswestron  und  ünserz  closters  frowen  jarklich  ain  pliunt 
Haller  geltez  usser  unser  müli  ze  Andelvingen,  dü  da  haiset  dü 


228 


1342. 


ober  müli,  und  ain  phunt  Haller  gelte/  usser  dem  hof  ze  Andel- 
yingen  den  Lütolt  büwet  unz  an  ir  baider  tot,  mit  soliclier  be- 
schaidenhait  und  gedinge,  swen  ir  ainü  abgat  von  todez  wegen,  so 
sol  du  ander  du  selben  zwai  phunt  Haller  geltez  gar  und  genzlich 
haben  und  niesen  öch  unz  an  ir  tot.  Es  ist  och  gedingot  und 
geret,  war  daz  du  swester  Katherina  von  Triberg  ain  closter  frowe 
ze  Rotenmünster  noch  denne  öch  lepti  nach  der  baider  frowen  tot 
swester  Annon  und  ir  swester  Elisabeton  von  Sulz,  so  sol  man  dü 
zwai  phunt  Haller  jarklich  gen  unser  samnung  ze  Hailigcruztal 
über  den  tische  umb  win  und  brot  alz  ver  si  geraichen  mugen. 
Und  swen  du  frowe  Katherina  von  Triberg  stirbet  ez  si  vor  tot 
der  geswestron  fro  Annon  und  Elyzabeton  gravenon  von  Sulz  oder 
nach  ir  tot,  swen  denne  du  zwai  phunt  Haller  geltez  ledig  und  1er 
werdent  von  den  zwain  frowen  swester  Annon  und  ir  swester 
Elisabeton  von  Sulz  ünsers  closterz  frowen  den  ez  fürscriben  an 
disem  brief  ist,  so  sol  daz  gelt  vallen  an  der  swester  Katherinon 
von  Triberg  jarzit  und  sol  ünserm  samnung  ze  Hailigcruztal  von 
den  zwain  phunden  Haller  gen  win  und  brot  alz  ver  si  geraichen 
mugen  an  der  Katherinon  von  Triberg  jarzit.  Und  son  wir  da  bi 
öch  gedenken  ir  vater  und  ir  müter  sei  und  ander  ir  vordron  seien. 
Ez  ist  öch  geret,  daz  man  du  zwai  phunt  Haller  niemer  sol  für- 
koffen  noch  bekumern  von  kainer  schlat  not.  Won  swen  man  nit 
gebe  win  und  brot  alz  hie  vor  gescriben  stat,  so  sont  du  zwai 
phunt  Haller  geltez  ewiklich  fürvallen  sin  den  erberen  gaischelichen 
frowen  ze  Rotenmünster.  Siegler:  wir  dü  aptissen  und  öch  der 
convent  dez  closterz  ze  Hailigcruztal. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Hailigcruztal,  do  man  zalt  von 
gottez  gehurt  drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  zwai  und  vier¬ 
zigosten  jar  an  sant  Katherinun  tag. 

ND:  Umb  zwai  pfunt  gcltz,  uss  der  müli  von  Andelfingen  ains  und  uss 
aim  hoff  ze  Andelfingen  ains  zu  den  von  Triberg  [und  von  Sultz  gestrichen \ 
jarziten. 

Von  zivei  S  ist  das  erste ,  das  OvalS  der  Abtissin  von  Heiliglcreuztal 
(neuer  Typus)  teilweise  erhalten ;  das  andere  abgerissen. 

438.  1342.  27.  November.  Mengen.  Appe  von  Eichen 

verkauft  all  sein  Gut  zu  Friedingen  an  Heiligkreuztal 

um  42  U  Haller. 

Allen  .  .  hünd  ich  Appe  von  Aiche  burger  ze  Mengen,  daz 
ich  mit  vorbedahtem  mute  hau  ze  kouffenn  geben  der  abtissenn 


10 


15 


1342. 


229 


und  den  frowon  gemainlich  dez  closters  ze  dez  Hailigencrucestal 
grawes  ordens  gelegen  in  Costenzer  bystum  alles  min  gut  gelegen 
ze  Fridingen  mit  hus  mit  hof  akker  und  wisen  bi  wasen  bi  zwie 
benemtz  und  unbenemtz  gebüwens  und  ungebiiwens  mit  allem  dem 
5  daz  dar  zu  und  dar  in  hört  für  ain  reht  aigen ,  und  han  in  oeli 
geben  minen  korngaden  gelegen  in  dem  kyrchhof  ze  Fridingen 
in  allem  dem  reht  als  ich  es  geliebt  han.  Um  du  gut  hant  si  mir 
geben  zwai  und  vierzik  phund  Haller  guter  und  gaber  (Quittung). 
Währschaft  .  .  .  und  versprechen  für  ain  aigen  nach  der  stette  reht  ze 
10  Mengen.  Siegel:  der  stette  insigel  ze  Mengen  (Siegelanhängung). 
Der  dinge  sint  geziuge:  her  Hans  von  Hornstain  von  Schazberk 

ritter,  Cünrat  Banzir,  Cünrat  Schiitunk,  Benz  der  Ebinger,  Hainz 
Renz,  Benz  Renz,  Cünz  Albreht,  Benz  Ralle  und  Cünz  Ralle  und 
Walz  und  Cünz  die  Stadelmaiger  und  Albreht  der  Mezger. 

15  Der  brief  ist  geben  ze  Mengen,  do  man  zalte  von  Cristes  gebürt 
driuzehen  hundert  und  vierzik  jar  dar  nach  in  dem  andern  jar  an 
der  midchun  nach  sant  Katherinun  tak. 

ND:  Ain  kouf  brief  umb  Appen  gut  von  Aich  ze  Fridingen. 

Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

20  439.  1342.  29.  November.  Hans  der  Sch  ult  heiss  von 

Riedlin  gen  und  s  e  i  n  We  i  b  E 1  s  b  e  t  h  verkaufen  a  n  Heilig- 
kreuztal  zwei  Wiesen. 

Ich  Hans  der  Schulthaisse  burger  ze  Rüdelingen  und  ich  Els- 
betli  sin  elichiu  husfrow  vergehin ,  daz  wir  habin  geben  ze  koufende 
25  der  aebtissenn  dem  convent  gmainlich  des  erwirdigen  gotzhus 
ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  unser  zwo  wisan  die 
unser  recht  aigen  warent  für  ain  rechtes  aigen,  der  ainer  ist  ander¬ 
halb  mansmat  glegen  under  Walthusen  bi  dem  roden  an  der  altun 
Tünowe  die  Chünratz  saeligen  Klössen  des  Müllers  wirtenn  von 
30  uns  hett  umb  fünftzehen  Schilling  Haller  jaerglichs.  Der  anderen 
ist  ains  mans  mat  und  mer,  diu  lit  uf  Niderwisen  die  Walther  der 
Keller  von  uns  hett  jaerglichs  umb  viertzehen  Schilling  Haller,  diu 
glegen  ist  bi  der  aemmaenninun  wise  und  bi  der  Maigerinun  wise 
von  Grüningen,  umb  ahtzehen  phunt  Haller  guter  und  gaeber  (Quittung). 
35  Und  verzihen  üns  mit  disem  brieve  aller  der  recht  .  .  .  War  ouch, 
daz  die  wisan  iendert  anspraechig  waerin  alder  noch  würdin,  daz 
sont  wir  und  unser  erben  in  ufrichten  und  verstaun  nach  aigens 
recht  und  nach  der  stett  recht  ze  Rüdelingen  aun  ir  schaden.  Dis 
sint  geziuge:  Chünrat  der  Kaeppeller,  Syfrit  Saetzeli,  Haintz 


230 


1342. 


Saetzeli,  Dietrich  von  Bungen  und  Walther  der  Keller  die  es  sahen 
und  horten.  Siegler:  der  ainman  und  der  raut  der  stett  ze  Rüde- 


lingen,  wan  wir  aigenr  insigel  nit  habin.  Siegelanhängung ,  wan 


si  aigenrer  insigel  nit  enhant. 

Der  [ brief]  ivart  geben  do  man  za.lt  von  gottes  gebärt  driu- 
zehenhundert  jar  dar  nach  im  zwai  und  viertzigosten  jar  an  sant 
Andris  ab  ent. 

Ein  Bunds  der  Stadt  Biedlingen. 


440.  1342. x)  31.  Dezember.  Kunz  Mursei  verkauft  s  einen 
Hof  zu  Langenenslingen  an  Heiligkreuztal  um  36  U  k 

Haller. 


I  ch  Chüntz  Mursei  vergich ,  daz  ich  liän  geben  ze  koufend 
ains  rechten  und  redelichen  koufs  minen  hof,  der  gelegen  ist  ze 
Enselingen  dem  dorf,  den  da  buwet  Utzehermanüli  und  Haintz  der 
Offemburger,  der  aebtissen  und  dem  convent  gmainlich  des  gotzhus  l 
ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  umb  sehsiu  und 
drissich  phunde  Haller  guter  und  gaber  (Quittung).  Und  hab  inen 
und  iren  nachkomenden  den  hof  ze  koufend  geben  mit  allen  rechten 
nützen  und  gemessen  die  dar  zu  und  dar  in  gehörent,  als  ich  den 


selben  hof  untz  her  genossen  liän  und  mit  aller  der  gunst  und  gutem 


willen  der  gunst  und  guter  wille  dar  zu  gehört  alder  gehören  solt, 
und  sunderlich  mit  gunst  und  gütem  willen  mins  gnaedigen  lehen 
herren  hern  Burchartz  von  Jungingen,  von  dem  der  selbe  hof  lehen 
waz,  der  in  öch  die  aigenschaft  geben  hat  als  hie  nach  geschriben 
stat  und  dar  zu  mit  den  Worten  werchen  gewonhait,  ze  den  ziten 
an  den  stetten  vor  den  luten  als  es  alles  kraft  und  mäht  hett. 
Und  sont  ich  noch  min  erben  si  noch  ir  nachkomend  an  dem  hove 
nümmer  mer  geirren  noch  dehain  ansprach  hän  an  dehain  gericht 
gaischlichem  noch  weltlichem  in  dehainen  wech  weder  sus  noch 
so.  Waer  aber,  daz  der  hof  iendert  anspraechig  war  alder  noch 
wurde  von  minen  wegen,  daz  sol  ich  ald  min  erben  ob  ich  enwar 
inen  und  iren  nachkomenden  ufrichten  vertretten  und  verstän  nach 
dem  rechten.  Hie  bi  sint  gewesen  dis  ersam  man:  Hans  der 

amman,  Lutz  Lupphe,  Haintz  Lupphe,  Eberli  Lupphe,  Hans  Knobel, 
Sifrit  Saetzeli,  Albrecht  Harlung,  Hans  Harlung,  Chüntz  Staehelli 
und  Hans  der  Schulthaisse  burger  ze  Rüdelingen  die  es  sahen  und 
horten.  Siegler:  der  Aussteller  und  Burchart  von  Jungingen  ritter. 
Ich  Burchart  von  Jungingen  ritter  vergich,  daz  dirre  kouf  beschehen 


ist  mit  mim  gonst  und 


;utem  willen  und  daz  ich  der  aebtissenn 


1343. 


231 


und  dem  convent  und  allen  iren  nachkomenden  die  aigenschaft  hab 
ufgeben  durch  ir  bet  und  liebi  willen  und  durch  minr  und  miner 
erbo  selan  hailes  willen.  Und  sollt  ich  noch  min  erben  si  noch  ir 
nachkomend  umb  die  selben  aigenschaft  nummer  mer  angesprechen 
5  noch  geirren  an  dehainen  gerichten  weder  gaischlichem  noch  welt¬ 
lichem. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehen- 
hundert  jar  dar  nach  im  driu  und  viertzigosten  jar  J)  am  ewih  abende. 

NB;  Ain  kouf  brief  umb  ainn  liof  von  den  von  Enslingen  ze  Enslingen 
10  gelegen. 

Zwei  BundS.  Bas  erste  Wappenbild  ist  nicht  deutlich  zu  erkennen. 
U:  •  •  •  C.  MURSEL.  Bas  S  des  Burkart  von  Jungingen  ist  ebenfalls  beschädigt. 

*)  Nach  dem  Weihnachtsanfang. 

4:dLl •  1343.  Kauf brieff  von  Hainriclien  von  Landaiv  eines 

15  Holtz  dem  von  Landaiv  holtz  genant  umb  30  s.  Haller ,  an  dess 
Gotshanss  holtz  stossent.  Anno  1343. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  44v,  Titel:  Kaüff ,  Spruch,  Thedings,  Vertrag, 
Scbadloss,  Urtel,  Stifftung,  Jarzeit  und  Ander  brieff  etc. 

442 .  1343.  Von  Contzen  Muerseil  umb  seinen  hof  zue  Enss- 
20  lingen.  Anno  1343. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  23Sr,  Nr.  2,  Titel:  Kauft  brieff.  Wohl  =  Nr.  440. 

443.  Ca.  1343  (?)  !).  Kaufbrief,  darinn  Hanns  von  Hornstein 
zue  Oeffingen  Contzen  dem  Gerber  zue  Riedlingen  den  grosszehen¬ 
den  zue  Altheim  vcrkhaujft. 

25  BL  Heiligkreuztal,  Fol.  217,  Nr.  48. 

x)  Nach  Kindler  von  Knobloch  II,  S.  119  ist  ein  Hanns  von  Hornstein 
zu  Göffingen  erst  1343  nacliiveisbar  (cfr.  Nr.  446,  1343.  23.  April). 

444.  1343.  21.  Januar.  Mengen.  Johann  von  Beiz- 

kofen  verkauft  an  Heiligkreuztal  4  Ju chart  Ackers  zu 
30  H  un  der  singen. 

Ich  Johans  von  Buzzekoven  genant  burger  ze  Mengen  tun 
kunt,  daz  ich  und  min  elichiu  wirtenne  Katherine  mit  ir  vogtes 
Aeblins  von  Diengen  hant  gunst  und  gutem  willen  habin  ze  kouf- 
fenn  gegeben  reht  und  redlich  der  abtissenne  und  dem  convent 
35  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigencriizstal  in  Costenzer  bystum 
gelegen  vier  juchart  akkers  uf  den  velden  ze  Hundersingen  gelegen 


232 


1343. 


für  ain  lediges  und  friges  aigen  um  sehzehen  phunt  Haller  guter  i 
und  gaeber  (Quittung).  Der  juchart  ainü  lit  in  dem  esche  gegen 
Bürron  zwischen  den  wegen,  zwo  jucliart  in  dem  sunderholz  und 
ain  juchart  an  dem  espan  gelegen  die  buwet  diu  Honin.  Währ¬ 
schaft  .  .  .  und  versprechen  und  uf  rihten  nach  der  stette  reht  ze  5 
Mengen.  Wir  habin  oucli  die  egenanten  vier  juchart  akkers  uf  ge¬ 
geben  mit  Aeblins  hant  von  Diengen  unsers  vogtes  und  verzihen 
uns  mit  disem  brief  .  .  .  Siegel:  der  stette  insigel  ze  Mengen 
(Siegelanhängung).  Der  dinge  sint  gcziuge:  Cunr.  Banzir, 

Cunrat  Schiitunk,  Otte  der  Wirt,  Hainz  Renze,  Benz  Rallo,  Cünr.  10 
Ralle,  Bertholt  der  Ebinger,  Albreht  der  Eseler  und  ander  litte  vil. 

Der  brief  ist  geben  ze  Mengen,  do  man  zalt  von  Gristes  ge¬ 
bürt  driuzehenhundert  und  vierzik  jar  darnach  in  dem  dritten  jar 
an  sant  Agnesun  tak. 

NB:  Ain  kouf  brief  von  Jolians  von  Butzkoven  umb  IIII  juchart  agker  15 
ze  Hundersingen  gelegen. 

S  fehlt. 

445.  1343.  12.  März.  Dem  Kloster  Heiligkreuztal  fällt 

nach  dem  Tode  der  A.  und  B.  Mur  sei  zu  Jahrzeiten  ver¬ 
schiedenartiges  Geld  an  von  einem  Hofe  zu  Langen  -  2( 

enslingen. 

Wir  frow  Anne  abtissenn  des  erwirdigen  gotzhus  ze  Hailig- 
crütztal  und  der  convent  gmainlich  des  selben  closters  vergehin  und  . 
tugin  kunt  umb  daz  gelt,  daz  uns  jaerglich  gan  sol  nach  der  gaist- 
licho  frowen  Annen  und  Benun  der  Murselino  baider  tode  usser  2 
dem  liove  ze  Enselingen  dem  dorf  den  Ützhermanüli  und  Hainrich 
der  Offemburger  buwent,  des  zwaintzich  schoffel  roggen  ist,  ain 
Schilling  phenning  Costentzer  münse,  niun  liünrer  und  ain  viertal 
aiger.  Des  geltz  git  Hainrich  der  Offemburger  ainlif  schoffel  roggen, 
ainen  Schilling  Costentzer  und  zwai  hünrer,  und  Ützhermanüli  git  -  | 
niun  schoffel  roggen,  zwai  hünrer  und  ain  viertal  aiger;  und  fünf 
hünrer  gant  usser  Appen  des  Benners  garten,  und  ain  phunt  bloszer 
Haller  geltz  usser  Berhtoltz  gesaesse  im  bongarten  daz  glegen  ist 
ze  Althain  im  dorf.  Umb  daz  vor  geschriben  jaerglichs  gelt  ver¬ 
gehin  wir  frow  Anne  abtissen  des  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  und  1  | 
der  convent  des  selben  gotzhus  für  uns  und  unser  nachkomend,  daz 
wir  daz  haben  geordenot  gemachot  und  geben  nach  der  frowen 
tode  Annen  und  Benun  der  Mürselino  unserm  convent  gmainlich 


1343. 


233 


und  unverschaidenlich  umb  win  ze  den  nach  geschribenen  jarziten 
über  tisch:  ze  Berbtoltz  Mhrsels  saligen  jarzit  an  sant  Achtun  tacli 
und  ze  frow  MAbtbilt  saligen  Mürselinun  jarzit  siner  elidier  1ms- 
frowen  an  der  ainliftusent  maegde  tach  also  mit  der  beschaiden- 
5  bait,  daz  ain  küchi  kellerin  daz  selb  gelt  sol  jaerglicbs  in  nemen 
und  ze  pbenningen  bringen;  und  sol  die  selben  phenning  alle  samt 
umb  win  geben  und  umb  kain  ander  dinch  und  sol  den  selben  win 
ze  den  vor  geschribenen  jarziten  gen  und  tailen  jaerglicbs  dem 
convent,  alz  si  denn  got  dar  umb  antworten  welle  und  den  vor 
10  geschribenen  selun  durch  der  gedenchniist  es  besehehen  ist.  Siegler: 
wir  frow  Anne  aebtissenn  des  vor  geschribenen  gotzhus  und  der  con¬ 
vent  des  selben  gotzhus. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driu- 
zehenlmndert  jar  dar  nach  im  dritten  und  viertzigosten  jar  an  sant 
15  Gregorien  tach. 

NI):  Diser  brief  stät  von  der  jarzit  zu  Bertholcz  Murseis  und  syr  1ms 
frowen  jarzit  und  ist  gelegen  ze  Enslingen  und  ze  Altliain. 

Zwei  S,  ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  —  auf  der  Pressei 
steht:  Sig[illu]m  aba[tisse]  —  and  ein  Hund S  des  Konventes. 

20  4:46,  1343.  23.  April.  Hans  von  Hornstein  von  Göffingen 
verkauft  an  Heiligkreuztal  des  Grimmen  Gut  zu  Zolnhausen. 

Allen  .  .  künd  ich  Hans  von  Hornstain  von  Geffingen,  daz 
ich  hän  geben  ze  koufende  den  ersamen  und  gaischlichen  frowen 
von  gottes  verhengde  der  abtissenn  und  dem  convent  gmainlich 
25  ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  min  gut  ze  Zoln- 
husen,  daz  man  nemt  Grimmen  gut  daz  ich  kouft  umb  den  Bah¬ 
ritter,  daz  leben  waz  min  und  miner  erbo  von  dem  edeln  herren 
grave  Hainrichen  von  Veringen,  von  dem  si  sitmals  die  aigenschaft 
gewonnen  hant  als  hie  nach  geschriben  stat,  als  fünfiu  und  drissich 
30  pfunde  Haller  guter  und  gaeber  (Quittung).  Dis  ist  das  gut: 
Grimmen  hofraiti  lit  hinder  Bentzen  von  Zolnhusen  hofraiti.  Vier 
juchart  akkers  ligent  in  dem  esche  hinder  der  selben  hofraiti.  Zwo 
juchart  ligent  hinder  dem  lindobühel  und  stösset  an  Zolnhusser 
stich.  Ain  lant  des  nit  volle  ain  juchart  ist  lit  in  Ohsehaimer 
35  esche  und  stösset  an  Tougendorfer  wecli.  Driu  mansmat  ligent  in 
den  werden,  und  ain  mansmat  lit  in  dem  underwasser.  Daz  vor 
geschriben  gut  hab  ich  den  gaistlichen  frowen  geben  ze  koufende 
recht  und  redelich  (Auflassung).  Siegler:  der  Aussteller.  Wir  grave 


234 


1343. 


Hainrich  von  Veringen  vergehin  für  uns  und  unser  erben,  daz  wir 
willeklich  und  gern  durch  bet  und  liebi  willen  der  abtissenn  und 
des  conventz  ze  llailigerütztal  nach  dem  kouf  die  aigenschaft  des 
vor  geschribenen  gutes  daz  von  uns  leben  waz  ufgebin  mit  disem 
brieve  den  selben  frowen  und  allen  iren  nachkomenden ,  und  5 
henkin  dar  umb  ze  ainem  urkunde  unser  insigel  an  den  brief,  der 
geben  wart  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar 
nach  im  dritten  und  viertzigosten  jar  an  sant  Gerien  tach. 

NB:  Ain  kouff  brief  umb  Grimmen  gut,  daz  umb  Hansen  von  Hornstain  ; 
von  Goffingen  kouft  wart  Zolnhussen  gelegen.  10 

Zwei  S.  Bas  zweite ,  ein  BundS  der  Hornstein  hat  die  TJ:  f  S\  IOHIS  • 

DE  •  HOENSTAI  •  DCI  •  DE  •  GCEFFIGE  • 

447,  1343.  21.  Juli.  Ko nr ad  von  Hornstein  zu  Gr üningen 
verkauftanHeiligkreuztaldesGravenGutzuGrüningen. 


Ich  Chunrat  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  und  ich  n 
Ann  sin  elichiu  husfrow  urkunden,  das  wir  mit  veraintem  mute  und 
guter  betrahtung  haben  geben  ze  hoffend  der  abtissinne  und  dem 
convent,  closter  frowa  ze  Hayligencrutzstal  ain  gut  ze  Grüningen, 


daz  man  nemmet  des  Graven  gut  mit  akkern  mit  wisan  mit  hof- 
stetten  mit  holtz  mit  veld  mit  wasen  mit  zwi  besucht  und  unbesücht 
als  es  her  körnen  ist.  Und  haben  in  dar  zu  ze  hoffend  geben  ain 
juchart  akkers  ze  Engeldornun  lit  neben  Chüntzlins  Offenhusers 
acker,  und  zwo  juchart  ackers  neben  Amelnhusen  der  wis  die  vor 
in  des  Mochels  gut  horten,  und  ain  juchart  ackers  under  dem  Schorren, 
ain  juchari  ackers  diu  och  in  des  Mochels  gut  hört,  und  ain  halb 
juchart  ackers  an  dem  haidenden  weg;  diu  och  in  des  Mochels  güt 
gehört,  ain  juchart  ackers  am  Phlumerer  weg  diu  in  Bartelsteins 
güt  gehört,  ain  juchart  ackers  am  Osterberg  ist  och  us  Appen  des 
Maygers  güt  genomen ,  und  zway  mansmat  wisan ,  der  lit  ains  in 
dem  furt  und  ains  hindan  in  der  owe.  Diu  güt  alliu  haben  wir 
in  geben  ze  hoffend  für  ain  friges  aigen  mit  allen  den  rehten  und 
nützen  so  dar  zu  gehöret,  umb  atzig  phunt  Haller  minder  vier  phunt 
Haller  (Quittung,  Währschaft).  Siegler:  der  Aussteller.  Hie  bi 
warent  und  sint  geziug:  her  Hans  von  Binswangen  kilcherr 

ze  Binswangen,  Hainrich  von  Enselingen,  Lutz  Luph,  Haintz  Luph 
burger  ze  Rüdelingen,  Bentz  der  Möchel,  Walther  Goterbarm,  Bentz 
der  Graf  von  Grüningen  und  ander , 


2< 


1343  1344. 


235 


Dis  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  an  sant  Maria  Mag- 
dalenun  abent,  do  man  von  Cristes  gebürt  zalt  drinzehen  hundert 
jar  und  dar  nach  in  dem  dritten  und  viertzigostem  jar. 

ND:  Ainkouf  brief  umb  daz  gut  ze  Grannigen  von  her  C.  von  Hornstain. 

5  Ein  RundS.  U:  f  S\  CON  •  •  •  •  HORNSTAI  •  I  •  GRVNIGE  • 

44$.  1343.  5.  August.  Mengen.  Hans  von  Beizkofen 

verkauft  an  Heiligkreuztal  3  Acker  zu  Hundersingen. 

Ich  Hans  von  Büzkoven  ze  Hundersingen  gesezzen  und  ich 
Katherin  sin  elichiu  wirtenne  der  Hergesello  s wester  tun  kunt ,  daz 
10  wir  für  uns  und  für  ünser  erben  habin  ze  kouffen  gegeben  mit 
mines  vogs  liant  Aeblins  von  Diengen  der  mir  ze  vogt  gegeben 
wart  vor  dem  rat  ze  Maengen,  der  abtissen  dem  convent  gemain- 
lich  dez  gotzhus  ze  Hailigencrüzestal  drige  aekker  ze  Hundersingen 
gelegen  für  an  ledigs  und  friges  aigen,  und  ist  der  akker  ieglichs 
15  ain  juchart,  der  lit  aina  uffen  owe,  so  stosset  aina  uffe  daz  espan, 
so  stosset  der  dritte  an  die  biuhel,  umme  zehen  pliunt  Haller  fünf 
Schilling  minder  guter  (Quittung).  Währschaft  nach  der  stette  recht 
ze  Maengen.  Waer  ouch,  daz  daz  gut  von  ieman  anspraechik  wrde, 
daz  sol  ich  innan  ufrichten  und  verspraechen  nach  dem  rechten 
20  (Auflassung).  Siegel:  der  staette  insigel  ze  Maengen  (Siegel¬ 
anhängung).  Der  dinge  sint  geziuge :  Wernher  von  Buwen- 

burk  und  junkher  Cünz  Usliut  und  Cünrat  Schiitunk,  Cunrat  Ban- 
zer,  Aebli  von  Diengen,  Hainz  Benz,  Benz  Renz,  Benz  Ralle,  Cünz 
Ralle,  Otte  der  Wirt,  Cünrade  Zil,  Frikke  Otto,  Benz  der  Ebinger, 
25  Cünz  Albrecht,  Abrecht  der  Esler  burger  ze  Maengen  und  ander 
erber  liute  vil  die  da  bi  waren. 

Der  brief  ist  geben  ze  Maengen,  do  man  zalt  von  Cristes  ge- 
biurte  driuzehen  hundert  und  vierzik  jar  dar  nach  in  dem  dritten 
|  jar  an  sant  Oswalds  tak  in  dem  ougsten. 

30  NI):  Ain  kouf  brief  umb  dri  agker  ze  Hundersingen  von  Hansen  von 

Bützkoven. 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


449.  1344.  25.  Februar.  Anna  vor  Kirchtor  und  Kinder 
verkaufen  an  Heiligkreuztal  1  H aller  j ährlichen  Gelds. 

35  A  llen  .  .  kundin  ich  Anne  vor  Kirchtor  Ulrichs  saeligen  vor 
Kirchtor  elichiu  husfrow  waz,  Ülrich,  Hans,  Bette  und  Jütz  ir  elichiu 


236 


1344. 


kint,  daz  wir  gmainlich  mit  verdahtem  müt  habin  geben  ze  kou- 
fende  der  abtissenn  und  dem  convent  gmainlieh  des  gotzliusse 
ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  ain  pfunt  Haller  jaerglichs 
geltz  usser  den  gutem  diu  hie  nach  benemt  sint,  umb  zehen  pfunt 
Haller  und  umb  fünf  Schilling  Haller  guter  und  gaeber  (Quittung). 
Dis  sint  diu  gut:  usser  drin  jucharten  akkers,  der  ainiu  glegen  ist 
in  dem  esche  gen  Pflumarn  bi  Brunnen  der  lit  an  hern  Chünratz 
von  Hornstain  akker,  diu  ander  zwischen  eschen  gen  Enkenriet 
und  stosset  uf  den  widern  akker,  diu  drit  ze  Amelnhusen  hin  der 
Berkach  lit  öch  an  hern  Cftnratz  von  Hornstain  akker,  usser  dem 
lms  ze  Grüningen  lit  vor  kirchtor,  und  usser  dem  garten  ze 
Grüningen  och  glegem  vor  kirchtor.  Und  sol  inen  daz  pfunt 
geltz  jarglichs  gan  usser  den  vor  geschribenen  gütern  und  geant- 
würt  werden  ze  sant  Michels  tach  aun  fürzuch.  Waer  aber,  daz 
inen  daz  pfunt  geltz  jaerglichs  nit  geantwürt  wurde  ze  sant  Michels 
tach  als  geschriben  ist,  so  hant  si  guten  gwalt  daz  pfunt  Haller  ze 
gewinnend  uf  des  vorgeschribenen  gutes  schaden.  War  öch,  daz 
daz  pfunt  geltz  nit  gerillt  wurd  jaerglichs  als  geschriben  ist  und 
ain  jar  das  ander  erluffe  e  daz  es  gerillt  wurde,  so  sol  daz  gut 


io 


vervallen  sin  gar  und  gaenzlich  den  frowen  von  Hailigcrütztal  eweclich 


ze  hende  und  ze  niessende  aun  unser  und  unserer  erbo  Widerrede 
und  anspräch.  Es  ist  öch  gerett,  waer,  daz  daz  gut  iendert  an- 
spraechig  waer  oder  noch  wurt  von  unseren  ald  von  unsrer  erbo 
wegen,  daz  sont  wir  und  unser  erben  inen  ufrihten  vertretten  und 
verstän  an  allen  stetten  nach  dem  rehten  aun  ir  schaden.  Daz 
pfunt  geltz  sol  öch  jaerglichs  geben  werden  dem  convent  gmainlich 


und  unverschaidenlich  ze  Hailigcrütztal  in  den  reventer  über  tisch 


an  sant  Barnabes  tach  ze  jartzit  Haedewigun  Kröwelinun  saeligen, 
Chünratz  saeligen  Krowels  von  Sulgen  elidier  wirtenn  ir  sei  ze 
ainer  besserer  g-edenknüst.  Dirre  kouf  ist  beschehen  mit  gunst  und 


gutem  willen  aller  der  der  günst  und  guter  wille  darzü  gehört  alder 


gehören  solt  und  sunderlich  mit  gunst  und  gutem  willen  hern  Cftnratz 


von  Hornstain  von  Grüningen  unsers  gnädigen  1  elien  herrens  von 


dem  diu  gilt  leben  waren.  Dis  sint  gezitig :  Hainrick  von 

Enselingen,  Hainrich  Luplie,  Hans  der  Schulthaisse,  Sifrit  Saetzeli, 
Hainrich  Saetzeli  und  Chftnrat  Staehellin  burger  ze  Rüdelingen. 
Siegler:  her  Cünrat  von  Hornstain  unser  gnaediger  leben  herre,  wan 
wir  aigenrer  insigel  nit  habin.  Ich  Chunrat  von  Hornstain  ze  Grü¬ 
ningen  gesessen  vergib,  daz  dis  alles  beschehen  ist  mit  mim  gunst 
und  gfttem  willen,  und  daz  ich  die  aigenschaft  der  güter  diu  von 


1344. 


237 


mir  lehen  waren  hab  ufgeben  den  frowen  von  Hailigcrütztal  gar 
und  gaentzlich  (Siegelanhängung) . 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Mathias  tacb ,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  driuzehen  hundert  jar  und  vieriu  und  yiertzich  jar. 

5  NB:  Ain  kouf  brief  umb  ain  pfunt  geltz  von  Annen  vor  Kirchtör  hört 

zu  der  Krolinun  jarzit  —  gelegen  ze  Gruningen. 

Ein  MundS  des  Konrad  von  Hornstein. 


450.  1344.  12.  März.  Urkunde  über  einen  jährlichen 

Zins  der  Heiligkreuztaler  Klosterfrau  Anna  der  Girin 
10  und  seine  Verwendung. 

!  W  ir  frow  Anne  abtissenn  des  erwirdigen  gotshus  ze  Hailig¬ 
crütztal  und  der  convent  gmainlich  des  selben  gotzlms  vergehin ,  daz 
diu  ersam  frow  swester  Anne  diu  Girin  unser  kloster  frow  hat  ain 
pfunt  Haller  driu  hünrer  und  ain  viertal  aiger  jaerglichs  geltz  usser 
15  dem  gut  ze  Grüningen  daz  uns  frow  Katrin  Girin  ir  müter  kouft 
umb  Cünraten  von  Hornstain  umb  aun  vier  ahtzich  pfund  Haller 
guter  und  gaeber,  dar  umb  wir  des  selben  Cünr.  von  Hornstain 
handvesti  inne  habin,  daz  wir  ir  jartzit  und  Cünratz  saeligen  des 
Girn  ir  elichen  wirtz  jartzit  begiengi  uf  die  tag  als  si  gevallent, 
20  also  daz  diu  selb  swester  Anne  daz  selb  gelt  sol  jaerglichs  messen 
usser  dem  gut  die  wil  si  lebt  aun  unser  und  unsrer  nachkomende 
Widerrede  irrung  und  ansprach.  Und  wenne  si  enist  von  tode  den 
got  lang  wende,  so  sol  daz  pfunt  Haller  diu  driu  hünrer  und  das 
viertal  aiger  wider  vallen  in  ir  vatters  saeligen  jartzit  und  ir  müter 
25  jartzit  aun  allermenglichs  wider  rede,  es  waer  denn  so  verre,  daz 
wir  die  jartzitan  ir  vatters  und  ir  müters  baidsamt  ald  ir  ain 
über  saessin  daz  wirs  nit  begiengen  uf  die  tag  als  si  gevallent,  wan 
so  ist  und  sol  och  sin  daz  gelt  alles  samt  und  öch  daz  gut  ze 
Gruningen  vervallen  dem  spitäl  ze  Mengen  gar  und  gaentzlich 
30  eweclich  ze  haende  und  ze  niessende  aun  unser,  unser  naehkomende 
und  aun  allermenglichs  Widerrede  irrunge  und  anspräch.  Siegler: 
die  Aussteller . 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Gregorien  tak .  do  man  zalt 
von  gotz  gebürt  driuzehenhundert  jär  dar  nach  im  vierden  und 
35  viertzigosten  jär. 

NT):  Zu  der  Girinun  jarzit  daz  gut  ze  Gruningen. 

Das  erste  S  ist  abgerissen ;  das  zweite,  das  MundS  des  Konventes  von 
Heilighreuztal  hängt  an  beschriebener  Presse l. 


238 


1344. 


4:51.  1344.  20.  April.  Hail  die  Trutlerin  schenkt  an 

Heiligkreuztal  eine  Wachsgült. 

'.A  llen  .  .  kund  ich  Hail  du  Trutlerin  burgerin  ze  Rüdelingen, 
daz  ich  bi  gesundem  libe  und  mit  gftter  vorbetralitung  durch  miner  sei 
und  miner  vordran  selan  hailes  willen  hän  gmachet  und  geben  den  frowen 
des  gotzhus  ze  Hailigcrutztal  ain  pfunt  wahses  jaerglichs  geltes  uss 
minem  akker,  der  glegen  ist  zwischen  den  eschen  da  man  gat  uff 
den  Osterberk  des  zwo  jucharten  sint.  Und  siilin  ich  ald  min  erben 
inen  ald  iren  nachkomenden  das  pfunt  wahses  jaerglich  gen  und 
antworten  ze  sant  Michels  tak  aun  fürzuk.  Siegel:  der  stett  insigel 
ze  Rüdelingen,  wan  ich  aigens  insigels  nit  hab.  Wir  der  amman 
und  der  rat  der  stat  ze  Rüdelingen  .  .  (Siegelanhängung) ,  wan  si 
aigens  insigels  nit  hat. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driu- 
zehenhundert  jar  und  vieriu  und  viertzich  jar  an  dem  naehsten 
zinstag  vor  sant  Gorien  tag. 

Ein  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

452.  1344.  30.  April.  Mengen.  Ben Banzerin  verschreibt 
ihren  Töchtern  Anna  und  Maezze  2  U  Haller  j ährlichen 
Gelds,  das  nach  deren  Tode  an  Heiligkreuztal  fällt. 

lieh  Ben  Banzerin  vergich,  daz  ich  mit  gunst  und  gutem  willen 
miner  kinde  Cünrat  Banzirs  und  Elzbetun  Benzen  Rallen  elidier 
wirtenne  und  Katherinun  des  ammans  saeligen  wirtinne  von  Rüte- 
lingen  gemachot  bann  Annun  und  Maezzun  minen  tochteren  closter- 
frowon  ze  Hailigencnizestal  zwai  phunt  Haller  geltez  jaerglich  ietweder 
ain  phunt  usse  der  wis  am  under  Buwenburk  gelegen  ist  der  sechs 
manne  mat  ist,  mit  soelicher  beschaidenhait,  waere  daz  diu  Anne 
min  tochter  enwaer  vor  Maezzun  ir  Schwester,  so  sol  ir  phunt  vallen 
an  Maezzun  mine  tochter.  Waer  aber,  daz  Maezze  enwaer  vor  Annun, 
so  sol  Maezzun  phunt  vallen  an  Jiizzen  Striibinun  ir  dienarinun. 
Waer  aber,  daz  diu  Anne  si  baide  iuberlebti  Maezzun  ir  Schwester 
und  Jüzzun  Strübinun,  so  sol  daz  phunt  geltez  daz  ir  Schwester 
was  wider  an  si  vallen  und  sol  si  diu  zwai  phunt  geltez  baidiu 
messen  die  wil  si  lebt.  Wenne  aber  si  aelliu  driu  mine  tochtera 
baide  und  Jiizze  Striubin  ensint,  so  sont  diu  selben  zwai  phunt 
geltez  vallen  an  das  closter  ze  Hailigencnizestal  den  frowon  iuber 
tisch,  ain  phunt  an  sant  Michels  tak  ze  ainer  jarzit,  daz  ander  an 
aller  selo  tak.  Waer  oucli,  daz  ich  Ben  diu  Banzerin  alder  min 


1344. 


239 


erben  zwai  phunt  geltes  anderschwa  kouftin  da  ez  den  rat  von 
Maengen  gnü  gewis  diucht,  so  sol  mir  und  minen  erben  diu  vor 
genante  wise  ledik  und  laer  sin.  Und  sont  die  egenanten  mine 
tochtera  alder  daz  cl  oster  der  zwaiger  phunde  geltez  wartun  wa 
5  ich  ald  min  erben  diu  zwai  plmnt  geltez  küft  habin.  Und  gib 
ich  Ben  Banzerin  minen  tochtero  Annun  und  Maezzun  und  dem 
closter  ze  Hailigencrüzestal  disen  brieff  besigelt  mit  der  stette  insigel 
ze  Maengen.  Wir  der  amman  und  der  rät  von  Maengen  habin 
imser  stette  insigel  durch  flizzig  bette  Benun  Banzerinun  imser 
10  burgerinun  Cünzen  Banzer  ir  suns  Elsbetun  und  Katherinun  ir 
tochtero  ze  ainem  urkünd  der  warhait  gehenkt  an  disen  brieff, 
der  geben  ist  ze  Maengen ,  do  man  zalt  von  Criste  z  gebiurte 
driizehenhundert  und  vierzik  jar  dar  nach  in  dem  vierden  jar  an 
sant  Waltpurg  abent. 

15  NI):  Umb  zwai  pfimt  geltz  von  der  Bantzirun  uss  dem  wise  im  kessel 

ze  Bintzwangen. 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


453.  1344.  4.  Mai.  Johann  von  Aich  Konventb rüder 

20  und  seine  Schwester  Adelheid  Klosterfrau  zu  Heilig- 
kreuztal  geben  dem  Kloster  Beben  hausen  ihr  Leib- 
geding  eine  Hube  zu  Birkach  zurück. 

Ich  brüder  Johans  von  Ee  convent  brftder  ze  Hailigcrützstal 
und  fröwe  Adelhait  min  swester  closterfrowe  dez  selben  closters 
25  vergehen ,  daz  wir  die  hübe  die  wir  hetten  ze  lipgedinge  von  dem 
apt  und  von  dem  covent  de[s]  klosters  ze  Bebenhusen  und  die 
gelegen  ist  ze  Birkach  die  Maerkli  genant  bi  dem  Brunnen  buwet, 
die  selben  hüben  mit  aller  zügehorde  und  rehten  han  wir  beide 
widergelassen  und  widergegeben  lideclich  und  lere  dem  apt  und 
30  dem  covent  ze  Bebenhusen  und  öch  ander  zinse  die  wir  von  inen 
und  von  irem  kloster  hetten  in  allem  dem  rehten  als  wir  si  vona) 
ina)  han  gehebt  ane  alle  geverde.  Siegel:  ingesigel  der  aptischin 
von  Hailigezcrützstal. 

Und’  beschach  dis  ding  und  wart  och  dir  re  brief  gegeben  an 
35  dem  liebsten  zinstag  nach  sant  Walpurg  tag,  do  man  zalt  von 
gottez  gebürte  driizehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  vier  und  vier¬ 
zigosten  jare. 


240 


1344. 


Orig,  im  Klosterarchiv  Bebenhausen.  Die  erste  ND  aus  Heiligkreuztal , 
die  zweite ,  aus  dem  16.  Jahrhundert,  aus  Bebenhausen. 

ND :  Resignatio  fratris  Johannis  et  Alkeidis  cuiusdam  pensionis  de  quadam 
hüba  in  Birkach.  —  Wydergebung  und  uffsagung  ainer  hübe  mit  silier  zügehord 
und  zins  zu  Bircka  anno  1344. 

Das  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  teilweise  verloren. 

a)  von  korrigiert  aus  vm ;  in  auf  Rasur. 

454.  1344.  24.  Juni.  Mengen.  Die*B rüder  Koni* ad  und 

Alb  recht  Appe  Hans  genannt  verkaufen  an  Hans  von 
Riedlin  gen  Kirchherr  zu  Binzwangen  ein  Viertel  einer 

Wiese.1) 

A  llen  .  .  urkunden  ich  Chünrat  Appe  Hans  genant  und  ich 
Alhreht  och  Appe  Hans  genant  gebruder,  das  wir  mit  willen  gunst 
und  rat  unsers  bruder  Hansen  Appen  genant  und  Eberlins  och  uns 
bruder  und  unsrer  swesteron  Elsbethun  Annun  und  Metzun  und 
ander  unser  erben  haben  geben  ze  hoffend  ains  rehten  koffes  dem 
erberen  man  hern  Hansen  von  Rüdelingen  kilcherre  ze  Binswangen 
ainer  wis  ain  vierdentail,  der  ist  siiben  mannes  mat  ist  gelegen 
under  dem  hag  ze  Buwenburch  uf  der  Tunow  und  ist  halbiu  der 
Klaininun  von  Mengen  und  der  ander  vierdentail1)  Wernhers  des 
Eslers  och  von  Mengen,  umb  viertzehen  phunt  Baller  guter  und 
gäber  ( Quittung ).  Wir  haben  im  die  selbun  wis  geben  für  ain 
rehtes  aigen  in  allem  dem  reht  als  wir  si  haben  her  braht 
geliebt  und  genossen  ( Auflassung ,  Währschaft).  Hie  bi  warent 
und  sint  geziuge:  Albreht  der  Offenburger,  Hainrich  der  Suter, 

der  Keller,  der  Becke,  Wernher  Fulbeck  alle  von  Binswangen  und 
ander  erber  lüto  vil  die  es  sahen  und  horten.  Siegel:  der  stat  in¬ 
sigel  ze  Mengen.  Wir  der  amman  und  der  rat  ze  Mengen  durch 
bett  willen  des  Chünratz  und  Albrehtz  sins  bruder  Hans  Appen 
genant  unser  burger  ze  Mengen  henchen  unser  stett  insigel  an 
disen  brief  ze  ainem  urkunde. 

Dirre  brief  wart,  geben  ze  Mengen  in  der  stat,  do  man  zalt 
von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  viertzig  jar  dar  nach  in  dem 
vierden  jar  an  sant  Johannes  tag  Baptisten. 

ND :  Ain  kouff  brieff  umb  ain  wise  ander  Buenburg  nmb  die  Appen 
Hansen  von  Mengen. 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

0  Cfr.  die  folgende  Nummer. 


1344. 


241 


455.  1344.  28.  Juni.  Hans  von  Riedlingen  Kir Chilen¬ 

in  Bin  zwangen  gibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal  das 
Viertel  einer  Wiese  und  einen  Garten. 

\  Allen  .  .  offenun  ich  her  Hans  von  Rüdelingen  kilcherre  ze 
5  Binswangen,  das  ich  frilich  und  mit  vorbedahtem  mut  han  geben 
der  äbtissinun  und  dem  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hai¬ 
ligencrützstal  und  allen  iren  nachkomenden  ain  vierdentail  ainrer 
wis  das  ich  koft  umb  Chünraten  und  umb  Albrehten  von  Mengen 
gebrüder  und  baid  genant  Appen  Hansen,  umb  vierzehen  phunt 
10  Haller,  der  ist  süben  mansmat,  ist  gelegen  linder  dem  hag  ze  Buen- 
burch  uf  der  Tunow  und  ist  halbiu  der  Claininun  von  Mengen  und 
der  ander  vierdentail  Wernhers  des  Eslers  och  von  Mengen. *)  Und 
ain  garten  ist  gelegen  ze  Althain  ennunt  dem  brüggelin  den  ich 
och  koft  umb  Chünrat  Heubrennen.  Den  vierden  tail  der  wis  und 
15  den  garten  han  ich  inen  geben  also  und  mit  dem  gedingde,  das 
min  tohter  Margret  swester  Elsbeth  Manwurstin  gnant  und  swester 
Liugge  von  Schafhusen  gnant  closter  frowa  den  selben  vierdentail 
der  wis  und  den  garten  gemainlich  sont  han  und  messen  mit  allen 
nützen  und  rehten,  so  dar  zu  gehöret,  aun  allermaniglichs  wider- 
20  rede  irrung  und  ansprach  die  wile  si  lebent.  Und  swenne  ir  ainiu 
abgat,  so  sont  es  die  andern  zwo  han  ald  diu  ain,  swenne  die  zwo 
nit  ensint  untz  daz  si  alle  dri  abgant  von  todes  wegen.  Und  sol 
denne  der  selb  vierdentail  der  wis  und  der  gart  nach  ir  drier  tot 
der  äbtissinun  und  dem  convent  des  closters  ze  Hailigencrützstal 
25  gemainlich  und  allen  iren  nachkomenden  eweclich  uf  ir  tisch  dienun 
\  als  min  jargtzit  gevallen  ist.  Siegler:  ich  her  Hans  von  Rüde¬ 
lingen  kilcherre  ze  Binswangen.  Wir  Ann  gravin  gnant  von  Sultz 
von  gottes  ordenung  abtissin  des  closters  ze  Hailigencrützstal  und 
der  convent  gemainlich  des  selben  closters  vergin  och  an  disem 
30  brief  aller  vor  geschribener  sacli,  und  das  die  dri  closter  frowa  un- 
)  sers  Ordens  swester  Margret,  swester  Elsbeth  Manwurstin  und 
swester  Liug  von  Schafhusen  mit  unserem  guten  willen  und  gunst 
den  vierdentail  der  wis  und  den  garten  sont  han  und  messen  und 
si  daran  nieman  sol  irren  die  wil  si  lebent  och  als  vorgeschriben 
85  ist.  Siegel:  unsers  gemains  conventz  insigel. 

Der  [brief]  ivart  geben  an  dem  nahsten  mantag  nach  sant 
Johannes  tach  ze  sünwiden,  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driu- 
|  zehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  vierden  und  viertzigostem  jar. 

ND :  Umb  die  wise  linder  Buenburg  dü  umb  Appen  Hansen  von  Mengen  koufft 
40  wrden  in  der  empfingerinun. 

Württ.  Gescliichtsquellen  IX. 


16 


242 


1344. 


Zwei  S,  ein  OvalS  and  ein  Mund  S.  Das  erste  zeigt  einen  sitzenden 
Heiligen ,  der  die  Rechte  an  die  Brust  drückt  und  in  der  Linken  etwas  hält , 
vielleicht  das  Modell  einer  Kirche.  U:  f  S\  IOH\  RECTOR’.  £CCE  •  I  •  BINS¬ 
WANGEN.  Das  Konvents  von  Heiligkreuztal  ist  zerbröckelt. 


*)  Cfr.  die  vorhergehende  Nummer. 


45 6 .  1344.  25.  November.  Beilegung  der  Streitigkeiten 
zwischen  Heinrich  von  Bingen  und  seines  Bruders  Sohn 


Heinrich  dem  Unger. 


Allen  .  .  kündin  ich  Hainrich  von  Büningen  burger  ze  Bild¬ 
ungen  und  Agnes  sin  elichiu  husfrow  und  vergehin  offenlich  für 
uns  und  unser  erben  umb  die  ansprauch  und  stosze,  die  wir  und 
Hainricus  der  Unger  mins  bruder  sun  mit  ain  ander  hettun  von 
sines  vatters  saeligen  Cünratz  des  Ungers  mins  briiders  erbes  wegen, 
das  wir  lieplich  und  gaentzlich  mit  guter  vorbetrahtung  dar  umb 
mit  im  verriht  sien  und  Überain  körnen  also  mit  dem  gedingde, 
daz  wir  im  und  sinen  erben  gegeben  habin  und  gebin  mit  disem 
brieve  unsern  hoff  ze  Bilovingen  und  alles  unser  gut  daz  wir  hettan 
ze  Büningen  dem  dorf  mit  allen  zugehörden  rehten  nützen  und 
gniessen  die  in  den  hotf  ze  Bilovingen  und  in  diu  gut  ze  Büningen 
gehorent  und  gehören  sont  und  als  wir  siu  vorher  geliebt  und  braht 
habin  (Pertinenzformel,  Auflassung).  Dirre  sach  sint  geziug:  herr 

Hans  von  Hornstain  ze  Pflumarn  gesessen  ritter,  her  Mauricius  lüt- 
priester  ze  Rüdlingen,  Hans  von  Andelvingen,  Haintz  Luph  amman 
do  ze  Rüdlingen,  Lutz  Luph,  Hans  der  Schulthaisse ,  Cünrat  der 
Gaerwer,  Cünrat  der  Kappeller,  Sifrit  Saetzli,  Hainrich  Saetzli,  Hain¬ 
rich  Stainibain,  Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sachse  burger  ze 
Rüdlingen  und  ander  erhaer  lut  gnug  die  es  sahen  und  horten. 
Siegler:  der  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen,  wan  wir 
aigenrer  insigel  nit  habin.  Wir  der  amman  und  der  rat  ze  Rüd¬ 
lingen  henkin  .  .  .  (Siegelanhängung) . 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Katherinun  tag,  do  man  zalt 
von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  im  vierden  unc 
viertzigosten  jar. 


n 


Ein  BundS  der  Stadt  Riedlingen. 


1B44. 


243 


45  7.  1344.  2.  Dezember.  Konstanz.  Entscheidung  der 

Richter  der  Konstanzer  Kurie  in  der  Streitsache  des 
Heinrich  genannt  Unger  von  Riedlin  gen. 

I  udices  curie  Constanciensis  etc.  Datum  per  copiam  etc. 
5  Iudices  curie  Constanciensis  omnibus  presentes  literas  intuentibus 
subscriptorum  noticiam  cum  salute.  Noverint  presencium  inspectores 
universi ,  quod  constitutus  eoram  nobis  proxima  feria  quinta  post 
festum  beati  Andree  apostoli  sub  anno  domini  millesimo  CCCXLIIII 
(2.  Dez.),  Hainricus  dictus  Unger  de  Rüdelingen  notarius  curie 
10  Constanciensis  fatebatur  in  iure,  quod  inter  ipsum  et  Hainricum  de 
Büningen  civem  in  Rudelingen,  cui  pridem  questionem  movit  super 
quibusdam  rebus  ex  successione  paterna  ad  ipsum  notarium  devolutis 
in  curia  Constanciensi  et  loci  ordinario  quas  res  predictus  civis  sibi 
prout  dictus  notarius  asseruit  indebite  usurpavit,  super  eadem  questione 
15  amicabilis  composicio  sit  interventa  videlicet,  quod  predictus  civis 
pro  se  et  heredibus  suis  curiam  suam  sitam  in  Bilovingen  et  omnia 
sua  bona  iminobilia  sita  in  Büningen  cum  fructibus  et  pertinenciis 
suis  universis  cessit  tradidit  et  donavit  pure  et  simpliciter  per  manu- 
missionem  debitam  et  consuetam  eoram  ministro  consulibus  aliis- 
20  que  fidedignis  oppidi  in  Rüdelingen  iuxta  ipsius  consuetudinem 
hactenus  observatam  iuxta  tenorem  instrumenti  desuper  concepti 
et  sigillo  civitatis  in  Rüdelingen  sigillati  ipsi  notario  per  dictum 
civem  ad  perpetuam  rei  memoriam  traditi  et  assignati,  et  quod  sic 
ipse  notarius  et  predictus  civis  ad  invicem  per  interpositas  person as 
25  fidedignas  sint  amicabiliter  complanati,  cedens  exnunc  dictus  notarius 
pro  se  et  heredibus  suis  liti  et  actioni  pure  et  simpliciter  promittens 
prefatum  civem  eiusque  heredes  occasione  hereditatis  paterne  deinceps 
numquam  impedire  perturbare  vel  molestare  in  iure  vel  extra  ius, 
per  se  vel  alios  publice  vel  occulte  quovis  ingenio  sive  casu  nisi 
30  forsan  quod  absit  civem  vel  heredes  suos  contingeret  dicto  instru- 
mento  in  toto  vel  in  parte  contraire,  renuncians  taliter  dictus  notarius 
pro  se  et  heredibus  suis  omni  iuri  et  actioni  sibi  competentibus  occa¬ 
sione  dicte  hereditatis  adversus  Hainricum  de  Büningen  patruum 
suum  Agnetim  uxorem  suam  legitimam  et  heredes  suos  universos 
35  per  verba  et  gestus  ad  hoc  debitos  et  consuetos.  In  quorum  testi- 
monium  ad  peticionem  predicti  notarii  sigillum  curie  nostre  una 
cum  appensione  sigilli  notarii  presentibus  est  appensum. 

Actum  et  datum  Constancie  presentibus  Rüdolfo  dicto  Brüngger 
de  Wintertur,  Johanne  dicto  Ratgeben  notariis,  Hainrico  dicto  de 


244 


1346. 


Nallingen  et  Johanne  dicto  de  Altkilch  procuratoribus  curie  Con- 
stanciensis  aliisque  personis  fidediynis  anno  et  die  predictis  ind.  XIII. 


Zwei  RundS.  Ras  erste  stellt  die  Halbfigur  eines  Heiligen  en  face  dar; 
um  den  Kopf  wallen  lange  Lochen,  darauf  sitzt  eine  Art  Hut  mit  Krampe, 
darum  der  Heiligenschein.  Über  der  Schulter  liegt  ein  Mantel,  dessen  zusammen-  5 
haltende  Kette  die  Linke  berührt;  in  der  Rechten  hält  er  den  Palmstengel. 

U :  f  S\  IVDICV  •  CVRIE  •  CONSTANCIEN.  —  Ras  zweite  S  zeigt  rechts  einen 
halben  Adler,  links  eine  Wolfsangel.  TJ:  •  •  •  HAINRICI  •  DCI  •  VNGER  .  CLI  • ...  I 


4o8.  1345.  Leibding  und  Stiftung sbrief  Gretha  von  Hornstain 
Closterfraw  ob  ettlich  gefallen  ze  Althaim  und  Eiedling  en ,  so  nach  ic 
irem  Absterben  in  das  Convent  Siech enhauss  dienen  soll.  Anno  1345. 

RL  Heiligkreuztal,  Fol.  223 r,  Nr.  24,  Titel:  Stifftungbrieff. 


459.  1345.  Kaufbrief  von  Hansen  dem  Schulthaisen  ze 

Riedlingen  umb  zwej  giieter  zue  Altheini,  daruff  der  Engel  und  Eeisser 
gesessen.  Anno  1345.  1 

RL  Heiligkreuztal ,  Fol.  216 v,  Nr.  29,  Titel:  Kauffbrieff. 


460.  1345.  1.  Februar.  Mengen.  Bürkli  der  Schmid  von 

Mengen  verkauft  an  Heiligkreuztal  1  $  Haller  jähr¬ 
lichen  Zinses  um  10  Haller. 

Allen  .  .  ktind  ich  Bürkli  der  schmit  burger  ze  Mengen,  daz 
ich  mit  vorbedahtem  mute  willeclich  han  ze  kouflfenn  geben  dem 
convent  gemainlich  der  frown  ze  Hailigencrfizstal  ain  phunt  Haller 
guter  und  gaeber  jaerglichs  zinses  us  minem  liuse  an  sant  Martins 
kilchhof  gelegen  oberhalp  dez  Wrzers  hus  bi  dem  nidern  tor  ze 
Mengen,  um  zehen  phunt  Haller  guter  und  gaeber  (Quittung).  Der 
zins  soll  jaerglich  vallen  uff  sant  Michels  tag.  Ich  soll  oucli  und 
mine  erben  inen  des  zins  wer  sin  und  versprechen  nach  der  stette 
relit  ze  Mengen.  Siegel:  der  stette  insigel  ze  Mengen. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Mengen,  do  man  zalt  von  Criste s | 
gebÄrt  driuzehenhundert  und  vierzik  jar  dar  nach  in  dem  fünften | 
jar  an  unser  frown  abent  ze  der  lichtmis. 


S  ist  abgerissen. 


1345. 


245 


461.  1345.  5.  Februar.  Veringen.  Graf  Heinrich  von 

Ve  rin  gen  schenkt  an  Heiligkreuztal  das  Eigentum  eines 

Gutes  zu  Bin  zwangen. 

Wir  graf  Hainrich  von  Weringen  vergeh  int,  daz  wir  unser  und 
5  unser  vorderon  sei  liail  haben  an  gesehin,  tvon  wir  allü  müssen  stau  vor 
geriht  widerred  ze  gend  umb  allü  unsrü  werk.  Und  dar  umb  daz 
wir  gotes  hulde  verdienen ,  so  han  wir  luterlich  dur  got  uf  gegeben 
den  gaischlichen  luten  frö  Annun  der  äptissinnun  und  dem  convent 
von  Hailigencrutztal  ain  gut  gelegen  ze  Binswagen  daz  man  haisset 
10  der  Beko  güt  daz  si  koufft]  hant  umb  Wernher  von  Buwenburg 
daz  von  uns  leben  was  mit  allen  nutzen  und  rehten ,  in  haben 
gigeben  die  aigenschaft  des  selben  gutes  ze  niessent  und  ze  besitzent 
eweclich  als  an  reht  friges  aigen.  Wir  verzihen  uns  für  uns 
selb  und  für  alle  unser  erben  und  nahchomen  alles  des  rehtes  der 
15  aigenschaft  und  der  frihait,  und  geben  siu  uf  dem  closter  von  Hailigen¬ 
crutztal  mit  disem  brief,  den  wir  besigelt  haben  mit  unserm  aigem 
insigel,  der  geben  ivart  ze  Veringen  in  dem  jar,  do  man  von 

Gristes  gebürt  zalt  druzehenhundert  und  fünf  und  vierzig  jar  an 
sant  Agtun  tag. 

20  ND:  Ain  ledig  brief  von  graff  H.  von  Veringen  umb  ain  gut  ze  Bins¬ 

wangen. 

8  ist  abgerissen. 

462.  1345.  14.  Februar.  Elsbeth  von  Eglingen  verkauft 
mit  ihren  Kindern  an  Heiligkreuztal  30  s.  Haller  j ä h r- 

25  1  i  c  h  e  n  G  e  1  d  s. 

Allen  .  .  kündin  ich  Elsbeth  von  Eglingen  Cünr.  saeligen  von 
Pflumarn  elichiu  wirtenn,  ich  Berhtolt,  ich  Cünrat  und  ich  Agnes 
iriu  kint,  daz  wir  gmainlich  mit  guter  vorbetrahtung  habin  geben 
ze  koufend  der  aebtissenn  und  dem  convent  gmainlich  des  closters 
30  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nahkomenden  drissig  Schilling  Haller  guter 
und  gnaemer  jaerglichz  geltz  usser  unserm  akker,  der  glegen  ist  ze 
Pflumarn  am  dorn  an  des  Widmans  akker,  des  ain  juchart  ist,  und 
unserer  wise  der  stegwise  lit  an  herr  Hansen  von  Hornstain  wise 
der  ain  mansmat  ist,  diu  baidiu  akker  und  wise  unser  rehtes  aigen 
35  sint,  umb  sehtzehen  pfunt  Haller  (Quittung).  Und  sülin  wir  ald  unser 
erben  ald  wer  diu  akker  und  wise  inne  hat  inen  ald  iren  nach- 
komenden  die  drissig  Schilling  Haller  jaerglichs  gen  ze  sant  Martins 
tag  ald  in  aht  tagen  den  naehsten  dar  nach  ald  mit  ir  gunst  und  willen 
über  ze  werdende.  Taetin  wir  des  nit,  so  waerint  inen  denn  diu 


akker  und  wise  eweklicb  vervallen  ze  haende  und  ze  niessend  aun 
unser  und  unsrer  erbo  Widerrede  und  ansprauch.  Wir  habin  inen 
ouch  ze  merre  sicherhait  ze  rehten  geweren  gesetzt  den  vesten  man 
hern  Hansen  von  Hornstain  ze  Pflumarn  gesessen  ritter  und  Hain- 
ricli  von  Pflumarn  unsern  bruder  mit  dem  gedingde,  waer,  daz  diu  5 
akker  ald  wise  iendert  anspraechig  wurden,  daz  sont  die  ietzo  ge¬ 
nanten  geweren  der  aebtissenn  dem  convent  ze  Hailigcrütztal  und  iren 
nahkomenden  ufrihten  gar  und  gaentzlich  aun  ir  schaden  nah  aigens  ] 
reht  und  nah  des  landes  reht.  Gieng  aber  der  gewero  ainer  ab 
von  waz  sach  daz  beschaehe  daz  got  wende,  so  sülin  wir  ald  unser  10 
erben  inen  ain  andern  als  güten  und  als  schiedlichen  setzen  dar 
nach  in  den  naehsten  aht  tagen  so  wirs  ermant  werdin.  Taetin 
wir  dez  nit,  so  liant  si  gwalt  denn  den  andern  gewern  ze  manind. 
Und  der  sol  denn  unverzogenlich  invarn  gen  Rüdlingen  in  ains 
erbaern  wirtz  hus  und  sol  da  selb  mit  aim  pfaerid  ald  ain  kneht  h 
an  siner  stat  mit  aim  pfaerid  laisten  ain  reht  und  gwonlich  gisel-  | 
Schaft  aun  alle  gevaerde  und  sol  nünnner  usser  der  laistung  kommen 
e  daz  beschiht.  Wir  und  unser  erben  sülin  die  gewern  losen  von 
dirre  gewerscbaft  aun  ir  schaden.  Dir  re  sach  sint  geziug:  her 

Hans  der  kilchherre  von  Binswangen ,  Lutz  Luph ,  Hainrich  Luph  2( 
und  bruder  Cünrat  der  kofman  von  Hailigcrütztal  die  disen  koufs 
machoten .  Und  des  alles  ze  ainem  ofifenn  urkünd  henk  ich  Berhtolt 
von  Pflumarn  min  aigen  insigel  an  den  brief,  under  daz  wir  Elsbeth 
von  Eglingen,  Cünrat  und  Agnes  iriu  kint  uns  bindin  und  dar  under 
dises  koufs  für  uns  und  unser  erben  vergehin,  wan  wir  aigenrer  5 
insigel  nit  habin.  Wir  die  gewern  Hans  von  Hornstain  und  Hain¬ 
rich  von  Pflumarn  vergeliin  öch,  daz  wir  reht  und  unverschaiden 
gewern  sien  als  geschriben  ist  und  daz  wirs  alles  halten  und  laisten 
sülin  aun  gevaerde  waz  von  uns  vor  geschriben  stat.  Und  des  ze 
ainem  ürkünd  henk  ich  Hans  von  Hornstain  ritter  min  insigel  an  ; 
disen  brief,  under  daz  ich  Hainrich  von  Pflumarn  mich  bind  umb 
dis  werschaft  wan  ich  aigens  insigels  nit  hab. 

Dirre  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drin-  I 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  fünften  und  viertzigosten  jar  an  H 
sant  Valentis  tag.  i 

ND:  Ain  kouf  brief  von  Elzbeten  von  Eglingen  umb  XXX  Schilling]  I 
H[aller]  uss  aim  agker  und  ainer  wise  ze  Pflumern.  s 

Zwei  liund  S.  Das  erste  zeigt  drei  nach  unten  gerichtete  Wolfsangeln.  I 
U:  f  S\  BERHT  •  DE  •  PFLVMERN.  —  Das  zweite  S  zeigt  das  Wappen  der  I 
Hornstein.  U:  f  S  •  IO.  D.  HORN  •  MI  LITIS -D  •  PFLYMER.  V 


1345. 


247 


463.  1345.  5.  März.')  Gutenstei n.  K o n r a d  von  M a g e n- 
b  u  c  h  v  o  n  G  u  t  e  n  s  t  e  i  n  und  Hans  von  T  i  e  r  b  e  r  g  geben 

Kuntz  den  Nefen  um  5  ft  Haller  an  H eiligkreuz tal. 

Allen  .  .  künden  wir  Cunrat  von  Magenbüch  von  Guten stain 
5  genant  und  Hans  von  Tierbereh  herr  Hainrichs  saeligen  sun  von 
Magenbuch,  daz  wir  baid  unverschaidentlich  enpfangen  haben  fünf 
pfunt  guter  Haller  von  Cftntzem  dem  Nefen  der  unser  aigen  man 
was,  und  haben  in  dar  umb  und  luterlich  dur  got  geben  mit  lib 
mit  gut  mit  fruht  und  mit  allem  dem  daz  er  ietz  hat  ald  hie  nach 
10  gewinnen  möhti  deliain  wis  der  äptissinne  und  dem  convent  von 
Hailigen  crütztal  für  reht  aigen  und  mit  allen  nützen  und  rehtin 
mit  rat  und  mit  willen  aller  unser  frünt  und  erben  und  aller  der 
die  dar  zu  noturftig  warun  und  loben  des  wer  ze  sint  gen  aller- 
mänlich  und  sunderbar  gen  Rüfelin  minem  des  vor  genanten  Hansen 
15  bruder  der  noh  ze  sinen  tagen  nit  chomen  ist,  ob  den  vor  genanten 
Cunrat  ieman  vvölt  anspreehin  von  unsren  wegen  an  sin  lip  oder 
gut  (Auflassung).  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  ivart  geben  ze  Gütenstain,  do  man  von  Cristes  ge¬ 
bürt  zalt  dusent  drühundert  jar  und  dar  nah  in  dem  fünf  und  vier- 
20  zigostem  jar  an  dem  samsstag  zer  mitel  vastun. *) 

ND:  Umb  Cuntzen  den  Nefen. 

Zwei  Hand  S :  beide  zeigen  einen  halben  Bock  mit  emporgerichteten 
Vorderfüssen  und  je  ein  Horn  nach  vorn  und  nach  hinten  eingebogen. 
U  des  einen:  ..  S  •  C.  DE  .  MAGENBÜCH.  U  des  zweiten:  f  S.  IOHIS.  DE- 
25  MAGENBÜCH. 

*)  S.  Grotefend  I ,  S.  124 — 125. 

464.  1345.  12.  März.  Heiligkreuztal.  Abtissin  und 

Konvention  H  eiligkre üz  tal  bestimmen  über  die  Ver¬ 
wendung  von  30  s.  ewigen  Gelds  nach  dem  Tode  der 

30  Stifterin  Adelheid  der  Gewärlichin. 

1 .  g.  n.  a.  Wir  Anna  dü  äptissinne  und  gemainlich  aller  der 
convent  ze  Hailigencrutztal  vergehint ,  daz  wir  angisehin  haben,  daz 
frö  Adelhai t  Cünratz  des  Gewärlichen  tohter  wilond  von  Ulme  unser 
gewilotu  nunne  hat  uns  und  unserm  closter  drissig  Schilling 
35  Haller  ewiges  geltes  chouft  als  an  dem  brief  stat  der  dar  über 
geben  ist  und  besigelt,  usser  dem  akker  der  gelegen  ist  ze  Pflu- 
marn  am  dorn  an  des  Widmanns  akker  und  usser  der  stegwis. 
Und  dar  umb,  icon  ain  gütdt  die  andrun  vor  der  ot ,  so  han  wir  uns 


248 


1345. 


verbunden  mit  disem  brief  und  loben  mit  ganzen  triuwen,  swenne 
swester  Adelbait  du  Gwärlichen  du  bi  irem  leben  die  drissig  scliil- 
liug  messen  sol  von  diser  weit  schaidet,  ist  daz  denne  fro  Gisel 
du  Gwärlichi  ir  müm  lebend  ist,  der  sol  man  gen  zehen  Schilling 
geltes  untz  an  iren  tod.  Und  daz  pfunt  Haller  geltes  solen  wir  5 
laussen  der  jarzit  maistrinun,  also  daz  sü  mit  dem  pfunt  vor  swester 
Giselun  tod  und  nah  swester  Giselun  tod  mit  den  drissig  Schilling 
allü  jar  begange  swester  Adelhaitz  und  Cünratz  Gwärlichs  irs  vatter 
jarzit  an  dem  tag  als  swester  Adelbait  von  diser  weit  schied.  Und 
war  da  vor  got  si,  daz  wir  das  nit  täten  swelhes  jares  wir  denn  10 
daz  uberfuren  und  daz  jarzit  nit  begangen  wurd,  so  sol  des  selben 
jars  daz  gelt  gevallen  sin  den  herron  von  Salmanswiler  in  ir  re- 
venter.  Siegel:  unser  abtissinne  und  unsers  conventes  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Hailigencrutztal,  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürt,  dusent  druhundert  jar  und  dar  nah  in  dem  fünf  und  15 
vierzigostem  jar  an  sant  Gregorien  tag.  Hie  bi  sint  gewesen: 
herr  Hans  von  Binswangen,  herr  Dietrich  von  Andelvingen  kirch- 
herrin,  brüder  H.  der  Mentz  bihter,  brüder  C.  pfistermaister,  brüder 
Wernher  der  koufman  von  Hailigencrutztal  und  ander  lüt  vil. 

NI) :  Zu  swester  Adelhaitz  Gwarlichun  und  ir  vatter  Cunratz  jarzit 
XXX  Schilling  Haller  geltz  uss  aim  agker  ze  Pflumern  und  uss  ainr  wise. 

Zwei  S,  das  eine  das  Oval  3  der  Abtissin ,  das  andere  das  BundS  des 
Konventes  von  Heiligkreuztal. 


461.  1345.  12.  März.  Die  Abtissin  Anna  von  Heilig¬ 

kreuztal  bestimmt  über  die  Verwendung  von  1  U  ewigen  2^ 
Geldes  nach  dem  Tode  der  S  t  i  f  t  e  r  i  n  Frau  Gut  der 

N  ä  g  e  r  i  n. 

I .  g.  n.  a.  Wir  fro  Anna  du  aptissinne  ze  Hailigencrutztal 
vergehin ,  daz  fro  Gut  dü  Nägerin  unser  gewilotü  nunne  uns  und 
unserm  gotzhus  ain  pfunt  ewiges  geltes  koufet  hat  guter  Haller  us  s| 
Burklins  des  schmides  huses  gelegen  bi  sant  Martins  kilchof  ze 
Mengen  in  der  stat  daz  sü  bi  irem  leben  messen  sol.  Und  won 
ain  trü  die  anderun  vorderot,  se  han  wir  nah  der  selbun  fro  Güten 
begird  verhenkit,  swenne  sü  nit  enist,  daz  du  kustrin  den  selben 
zins  swelhü  denn  kustrin  ist  innem  von  jar  ze  jar  und  ain  kerzun 
mit  walis  stek  allü  jar  für  fron  altar,  dü  brinne  an  beden  vesperan 
und  beden  completan  und  ze  metin  und  ze  messe  an  der  zwelf 
hotten  tag,  an  unser  fröwun  vier  holizit,  an  sant  Johans  Babtisten 
^ag  und  an  sant  Katherinun  tag  und  sant  Urselun  tag  und  aller 


1345. 


249 


hailigo  tag  und  an  aller  selon  tag.  Und  swenne  daz  nit  beschall, 
so  sol  daz  pfunt  Haller  denne  järlich  gevallen  sin  an  die  jarzit- 
maistrinun  und  sol  du  damit  allü  jar  dem  convent  ain  bitantzi 
gen  in  daz  reveter  mit  win  oder  mit  andren  dingen  daz  denne 
5  dem  convent  lieber  ist.  War  oh,  daz  ieman  von  geding  von  ge- 
wonhait  oder  von  andaht  kain  kerzun  stecki  an  den  selben  ziten 
und  tagen  für  den  selben  altar  hinnanfur,  dar  umb  sol  du  kertz 
nit  ab  gan  noch  underzogen  werden.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  von  Cristes  gebürt  zalt  druzehen- 
10  hundert  jar  und  dar  nah  in  dem  fünf  und  vierzigostem  jar  an  sant 
Gregorien  tag. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

466.  1345.  31.  März.  Reichenau.  Nikolaus  von  Gut en- 

b e r g  Küster  in  der  Reich ena u  g i b t  Hansen  den  Klette n 
15  von  Andelfingen  an  Heiligkreuztal  zur  Einkleidung 

als  Bruder. 

Ich  Nicolaus  von  Gutenburch  kuster  ze  dem  gotzhus  in  der 
Richenowe  künd,  das  ich  dur  got  und  och  dur  unser  frowen  Hansen 
den  Kletten  von  Andolvingen  ergib  und  och  ergeben  han  mit  der 
20  urkündi  dis  briefz  dem  gotzhus  ze  des  Häligencrüztal ,  das  man 
im  da  den  orden  anlege  den  die  andern  iro  bruder  an  liant.  Ich 
han  es  och  dar  umb  dester  gern  er  getan,  won  der  selb  Hans  krankes 
libes  ist,  dar  umb  das  er  sines  libes  notdurft  dester  bas  müg  han 
(Auflassung).  Siegler:  der  Aussteller. 

25  Dirre  brief  wart  geben  ze  Owe,  do  man  zalte  von  gottes  ge¬ 
bürt  drüzehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  fünf  und  viertzigosten 
jar  an  dem  dunstag  in  der  Osterwochen. 

NB:  Über  Hansen  Kletten. 

S  ausgerissen. 

30  467.  1345.  2.  April.  Werner  von  Buwenburg  verkauft 

an  Heiligkreuztal  all  seine  Güter  zu  Bin  zwangen  um 

98  $  Haller. 

A  llen  .  .  künd  ich  Wernher  genant  von  Bumburch  und  ze 
Hundersingen  gesessen,  daz  ich  mit  gunst  und  mit  gutem  willen 
35  Gcrdrut  miner  elicher  wirtenn  und  aller  miner  kinde  hän  geben  ze 
koufend  der  aebtissenn  und  dem  convent  gmainlich  ze  Hailigcrütztal 
und  allen  iren  nahkumenden  des  Ordens  von  Citel  alliu  miniu  gut, 
diu  ich  ze  Binswangen  liett  diu  hie  nach  an  dem  brieve  genemt 


250 


1345. 


und  geschriben  staut:  ain  güt  liaisset  der  Bekko  gut  mit  aller  zü- 
gehörde  (P ertinenzf ormel) ,  ain  hofstat  und  ain  1ms  dar  uffe,  garten 
und  bongarten  da  Cünrat  Hagen  uff  sitzet,  und  ain  wise  die  man 
nemt  der  Bekko  wise  ist  glegen  in  Tünower  riet  under  Bumburch 
bi  .  .  Siglins  wise  der  zwai  mansmat  ist.  Disiu  gut  hab  ich  inen  5 
geben  für  ain  rehtes  aigen  umb  hundert  pfunde  Haller  guter  und 
gnaemer  zwai  pfund  Haller  minr  ( Auflassung ,  Quittung ).  Waer  , 
aber,  daz  diu  gut  iendert  anspraechig  wurdin,  daz  sülin  ich  und 
min  erben  inen  ufrihten  gar  und  gaentzlich  an  allen  stetten  und 
gerillten  gaischlichen  und  weltlichen  nah  aigens  reht  und  nah  des  10 
landes  reht  aun  allen  iren  schaden.  Bi  disem  kouf  sint  gewesen: 

herre  Hans  der  kirchherre  ze  Binswangen,  Hainrick  Lupli  ze 
den  ziten  amman  ze  Rit  düngen,  Lutz  Lupli,  Cünrat  der  Gaerwer, 
Hainrich  Knolle,  Hainrich  der  Schwertfürbe  burger  ze  Rüdelingen, 
Cünrat  von  Bumburch,  Bentz  Hone,  Cünrat  Flure,  Bentz  Bröge  von  ic 
Hundersingen,  Lutze  Wetzel  von  Andelfingen  und  Walrave  von 
Herbrehtingen  die  den  kauf  macheten .  Siegler:  der  Aussteller .  Ich  ; 
Gerdrut  des  Wernhers  von  Bumburch  elichiu  husfrow  vergich  under 
des  selben  Wernhers  mins  elichen  wirtes  insigel  wan  ich  aigens 
insigels  nit  hab,  daz  dirre  kouf  beschehen  ist  mit  mim  gunst  und  2( 
gütem  willen  und  bind  mich  dar  under  den  selben  kouf  staet  ze 
liaende  in  allen  Sachen  als  vorgeschriben  stat. 

Dirre  brief  wart  geben  an  dem  samstag  in  der  Osterwochen, 
do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  in 
dem  fünften  und  viertzigosten  jar.  2 

NI):  Ain  fri  brief  von  Wernherr  von  Bumburg  umb  daz  gut  ze  Bins¬ 
wangen. 

VAn  BundS.  Ein  Windhund  springt  nach  rechts  an.  Die  U:  f  S\  WEREN-  \ 
HERI  •  DE  •  •  BVMBVRCH. 

46S.  1345.  1.  Mai.  Bentz  Stähelli  empfängt  von  Heilig- ! 

kreuztal  den  Hof  zu  Friedingen. 

Allen  .  .  Mnd  ich  Bentz  Staelielli  von  Fridingen  Cünrat  I 
saeligen  Staehellins  sun,  daz  ich  mit  urlob  mit  gunst  und  gütem  I 
willen  miner  gnaedigo  herren  liern  Hainrich  von  Hornstain  von  I 
Wülflingen  und  liern  Hansen  sins  suns  ritter  der  aigen  ich  bin  von  I 
dem  lib,  hab  empfangen  von  miner  gnaediger  frowen  frow  Annen  I 
von  Sultz  abtissenn  dez  erwirdigen  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  von  ir  I 


1345. 


251 


hant  den  hoff  ze  Fridihgen  mit  aller  zügehorde  rehten  und  nützen 
die  dar  zu  gehöreut  und  dar  in  (P  ertinenzformel) ,  als  in  vormals 
min  vatter  von  ir  hett  aun  allein  daz  amman  ampt  da  hab  ich 
nütz  mit  ze  tuende,  und  hab  in  empfangen  ze  mim  ainigem  11b  und 
B  leben  und  fürbaz  nieman  mer  also  mit  der  gedingde  und  beschai- 
denhait,  daz  ich  iaerglichs  von  dem  selben  hove,  die  wil  ich  leb, 
gen  und  tun  der  aebtissenn  und  dem  convent  dez  selben  gotz- 
hus  als  min  vatter  saelig  vormals  getan  und  geben  hat  alz  die 
brieve  sagent  die  si  von  dem  selben  hove  inne  hant.  Und  waer, 
10  daz  ich  inrthalb  dem  naehsten  jar  für  ab  dem  hove  lebend  ald 
toter,  waz  ich  denn  gütz  hän  ald  liessi  daz  min  ainig  und  besunder 
waer,  dez  selben  gütz  sont  diu  aebtissenn  und  der  convent  daz 
drittail  nemen  aun  alle  min  Widerrede  ob  ich  lebender  da  von  füre 
und  miner  erbo  ob  ich  tot  da  von  für.  Es  ist  öch  mer  gedinget 
15  und  gerett,  waer  daz  ich  fürbaz  denn  daz  naehst  jar  uf  dem  hove 
bellb  und  belib  min  müter  ald  dehaines  miner  geswistergit  bi  mir 
uf  dem  selben  hove  nach  dem  jar  es  waer  lang  ald  kurtzlich  dar 
nah,  so  sol  denn  der  selben  gut  diu  min  tot  uff  dem  hove  ergriff, 
daz  drittail  wes  si  hant  und  ich  denn  gehän  hab,  es  si  aigen  ald 
20  lehen,  ligendes  ald  varndes,  in  stetten  ald  in  dorfern  wie  es  ge- 
haissen  ist  ald  wa  ez  gelegen  ist,  der  aebtissenn  und  dem  convent 
vervallen  sin  aun  der  selbo  und  ir  erbo  Widerrede  irrung  und  an- 
spräcli.  Und  wenn  ich  embin  von  tode  ald  daz  ich  lebend  von 
dem  hove  für,  so  hant  denn  min  müter  dehain  min  geswistergit 
25  noch  ir  erben  mit  dem  hove  nütz  ze  tünd  noch  ze  schaffend  lützel 
noch  vil.  Und  dez  ze  ainem  offenn  urkünd  hab  ich  gebetten  mine 
gnaedig  herren  die  vor  genanten  von  Hornstain  die  mir  dis  sach 
also  geschaffot  und  mit  taeding  zü  braht  hant,  daz  sie  durch  miner 
bett  willen  iriu  aigeniu  insigel  an  disen  brief  gehenkt  hant,  wan 
30  ich  aigens  insigels  nit  hän.  Ich  Liugge  Staehellin  dez  Bentzen 
müter,  ich  Cünrat,  ich  Hainrich,  ich  Hans  und  ich  Eberhart  sin 
brüder  vergehin,  daz  dis  alles  war  ist  und  bindin  uns  liinder  un¬ 
serer  herro  insigel  es  ze  haltend  und  ze  laistend  waz  von  uns 
vor  geschriben  stat.  Wir  die  vor  genanten  von  Hornstain  vergehin 
35  (Siegelbekenntnis).  Dirre  sach  sint  gezuig :  Hainrich  Luph, 

Lutz  Luph,  Hainrich  von  Enselingen,  Hans  der  Schulthaisse  und 
Diel  Witing  burger  ze  Rüdlingen. 

Der  brief  wart  geben  an  sant  Walpurch  tag,  do  wan  zcdt  von 
Cristes  gehurt  driuzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  fünften  und 
40  viertzigosten  jar. 


252 


1845. 


ND:  Umb  Bentzen  Stahelins  leben  ze  Frielingen. 

Zwei  BandS  der  Herren  Heinrich  und  Hans  von  Hornstein,  das  eine 
grösser,  das  andere  kleiner ,  beide  grossenteils  verloren. 


460.  1345.  12.  Mai.  D i e  Geschwister  J u z z e  und  Benz 

des  G  e  b  u  r  e  n  seligen  Kinder  von  M  engen  verkaufen  5 
einen  Acker  an  Heiligkreuztal. 

Allen  .  .  künden  wir  Jiizze  und  Benzz  geswistergit  des  Ge- 
buren  saeligen  kint  genant  von  Mengen,  daz  wir  mit  unserz  vogt 
hant  Hainrichs  des  Paigers  von  Mengen  habin  ze  kouffenn  geben 
der  abtissenn  und  dein  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigen-  10 
cruzstal  und  allen  iren  nachkomen  unsern  akker,  des  ist  zwo  juchart  \ 
für  ain  relit  aigen  der  gelegen  ist  under  Buwenburg  in  dem  riet 
bi  der  herstrass  und  stosset  ain  halp  an  des  von  Burron  wise. 

Dar  um  haut  si  uns  geben  süben  phunt  Haller  guter  und  gaeber 
(Quittung).  Wir  habin  inen  ouch  denselben  akker  mit  unserz  vogtz  15 
hant  Hainrichs  des  Paigers  vor  gerillt  ze  Mengen  uff  geben  willeclich 
und  habin  uns  verzigen  gein  in  aller  der  relit  und  ansprach  die,  * 
wir  alder  unser  erben  hettun  alder  han  mohtun  an  den  akker.  Wir  , 
sollin  ouch  und  Albreht  der  Wolf  mit  uns  den  frown  von  Hailigen-  ; 
cruzstal  und  ir  gotzhuse  des  akkers  für  ain  relitz  aigen  wer  sin  2C 
und  ufrihten  und  versprechen  nah  der  stette  relit  ze  Mengen.  Siegel: 
der  stette  insigel  ze  Mengen.  Ich  Hainrich  der  Paiger  burger  ze 
Mengen  vogt  der  geswistergit  Juzzun  und  Benzen  vergib,  daz  der 
kouff  und  ouch  ufgeben  des  egenanten  akkers  mit  minem  rat  und 
mit  miner  hant  beschehen  ist.  Ich  Albreht  der  Wolf  vergib,  daz  2i 
ich  wer  sol  sin  gein  den  frowon  von  Hailigencrüzstal  des  akkers 
für  ain  relit  aigen  nach  der  stette  relit  ze  Mengen  (Siegelanhängung). 

Der  dinge  sint  geziug:  Albreht  von  Diengen,  Cunrat  Banzir, 

Benz  Ralle,  Cünz  Ralle,  Cunz  Alb[reht],  Benz  der  Ebinger,  Hainz 
Renz,  Hanns  der  Kettenner  und  ander.  3 

Das  heschach  und  wart  an  disen  brief  verschrihen  do  man 
zalt  von  Criste s  gebürt  driuzehenhundert  und  vierzik  jar  dar  nach 
in  dem  fünften  jar  an  dem  naehsten  dunrstag  vor  dem  hailigen  5 
tag  ze  phingsten. 

Ni) :  Umb  zwo  juchart  agkers  under  Buwenburg  in  dem  riet  Hundersingen.  t  I 

Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


1345. 


253 


470.  1345.  14.  Mai.  Heiligkreuztal  kauft  von  Hans 

von  Beizkofen  etliche  Güter. 

Allen  .  .  fürjehen  wir  du  aptissen  und  der  convent  gemain- 
lich  dez  closterz  von  Hailigcrüztal,  daz  wir  haben  koffet  um  Hansen 
5  von  Büzekofen  ienant  burger  ze  Mengen  sehs  juchart  akkers,  der 
ligent  vier  uff  Bürer  staig  und  zwo  an  dem  espan  ze  Hundersingen, 
um  drü  und  zwainzik  plmnde  Haller  (Quittung).  Wir  fürjehen  öch 
me  an  disem  brief,  daz  wir  och  haben  kofft  um  Juzze  und  um 
Benzen  geswistergit  dez  Geburen  saeligen  kint  genant  von  Mengen 
10  zwo  juchart  akkers  für  ain  reht  aigen,  die  gelegen  sint  linder  Bu- 
wenburg  in  dem  riet  an  der  herstraz  und  stosset  ain  halb  an  des 
von  Burren  wise.  Dar  um  haben  wir  in  geben  subenthalb  phunt 
Haller  (Quittmig).  Die  akker  geben  wir  willeclich  und  gern  ze 
niesent  swester  Adelhait  von  Marhtorf  und  brüder  Cunrat  Gerung 
15  mit  sölicher  beschaidenhait  und  gedinge  unz  an  ir  beder  tot,  und 
swen  si  beidü  nit  ensint,  so  sülen  dei  akker  vallen  in  daz  refental 
daz  ir  nieman  gewaltig  si  denne  die  frowen  die  denne  der  jarzit 
phlegent,  an  der  swester  Adelhait  und  bruder  Cunrat  jarzit  um  win 
alz  verr  ez  geraigen  mag.  Sieglerin:  wir  dü  aptissen. 

20  Dirre  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  dru- 
zehen  hundert  jar  und  vierzig  jar  dar  nah  in  dem  fünften  jar  an 
dem  hailigen  abent  ze  phingsten. 

NB:  Umb  VIII  juchart  akkers  ze  Hundersingen  und  ze  Buwenburg  ge¬ 
legen  zu  C.  Gerung  und  swester  Adelhait  von  Marchdorff  jarziten. 

25  OvalS  der  Äbtissin. 

471.  1345.  14.  Mai.  Heiligkreuztal  bestimmt  über  ge¬ 

stiftetes  Gut  zu  B i n z w a n g e n  und  Hundersingen  und 

seine  Yerwendun g. 

Wir  frow  Anne  graeven  von  Stütz  abtissenn  dez  erwirdigen 
30  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  und  der  convent  dez  selbin  gotzhus 
vergehin ,  daz  Hainrich  der  Huber,  Gisel  und  Adelhait  sin  swestra 
sont  haun  und  messen  die  wil  si  lebent  mit  allen  rehten  und  nützen 
daz  drittail  dez  gütz  ze  Binswangen  glegen  daz  umb  Wernhern  von 
Bumburch  kouft  wart,  und  ainlifthalb  juchart  akkers  ze  Hunder- 
35  singen  glegen,  und  ain  hofstat  gilt  jaerglichs  süben  Schilling  Co- 
stentzer  pfenning  ain  halb  viertal  aiger  und  driu  hünre,  und  ain 
haldun  lit  hinder  Bumburch.  Diu  gut  sont  si  haun  und  messen 
gmainlich  und  unverschaidenlich  die  wil  si  lebent  mit  allen  nützen 


254 


1345. 


aun  unser  und  unserer  nahkomende  Widerrede  irrung  und  ansprauch, 
und  sol  daz  jungst  daz  diu  andern  überlebt  alz  rieh  dar  an  sin 
alz  siu  aelliu  driu  vormals  warent  die  wtl  si  lebtun.  Und  wenn 
si  alliu  ensint  von  tode,  so  sol  denn  daz  gut  alles  mit  allen  nützen 
vallen  an  den  convent  gmainlich.  Also  swer  disen  brief  inne  hat, 
der  sol  denn  von  denselben  nützen  der  guter  jaerglichs  gen  ieg- 
licher  frowen  dez  conventz  ain  halbe  müsse  wines  und  ain  wisses 
brot  an  unsrer  frowen  tag  ze  der  liehmls  und  ain  halb  müsse  wins 
an  sant  Katerinun  tag,  dar  umb  daz  si  der  Hainrich  Griselun  und 
Adelhait  selo  gen  got  gedenken.  Und  weles  jares  daz  nit  beschaehe,  10 
so  sol  der  selb  nütz  dez  selben  jares  allain  und  nit  fürbaz  mer  ver- 
vallen  sin  dem  gotzhus  ze  Binswangen  aun  unser  Widerrede  und 
irrung.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  am  pfingst  abende,  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  fünften  und  ir>| 
viertzigosten  jar. 

NB:  Zu  des  Hubers  jarzit  und  siner  swestro  daz  gut  ze  Binswangen. 

Die  zivei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal  ( Oval - 
und  RundS). 


472.  1345.  25.  Mai.  HansundKatharinavonBeizkofen.il 

verkaufen  an  Heiligkreuztal  zwei  Juchart  Ackers  zu 

H  u  n  d  e  r  s  i  n  g  e  n. 

Allen  .  .  kündin  ich  Hans  von  Bützekoven  und  ich  Katerin  sin 
elichiu  wirtenn  ze  Hundersingen  gesessen,  daz  wir  habin  geben  ze 
koufende  für  ain  reht  aigen  der  abtissenn  und  dem  convent  2| 
gmainlich  ze  Hailigcrütztal  zwo  juchart  akkers  ze  Hundersingen 
dem  dorf  glegen,  der  ainiu  lit  an  dem  espan,  diu  ander  an 
dem  Lützelbach,  umb  ahtundhalb  pfunt  Haller  guter  und  gnaemer 
( Quittung ,  Auflassung ,  Währschaft).  Und  habin  inen  dar  umb 
ze  ainem  rehten  geweren  gesetzet  Cünraten  den  Maiger  ze  Hunder¬ 
singen  gesessen.  Dirre  sach  sint  geziug:  Ortolf  von  Bum- 

burch,  Hainrich  von  Landow,  Cunrat  der  Flüre,  Hans  Küngunt, 
Wernli  Trefs,  Eberli  Schilling  und  ander  erbaer  lüt  ze  Hundersingen 
gesessen.  Und  wir  habin  gebetten  den  Cunrat  den  Maiger,  daz 
er  sin  aigen  insigel  gehenkt  hat  an  disen  brief,  dar  under  wir  uns 
verbinden  für  uns  und  unser  erben  ze  haltend  und  ze  laistend  waz 
vor  geschriben  stat,  wan  wir  aigenrer  insigel  nit  habin.  Ich  ietzo 
genanter  Cunrat  der  Maiger  vergib  öch,  daz  ich  reht  gewer  bin  alz 
geschriben  ist  (S  Anhängung). 


1345. 


255 


Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Urbans  tak,  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  fünften  und 
viertzigosten  jar. 

ND:  Umb  zwo  juchart  agkers  ze  Hundersingen  wrden  koufft  um  Hansen 
5  von  Bützkoven. 

Ein  BundS.  Das  Bild  zeigt  eine  Kesselzange .  U:  S  •  CVR.  DE* 

BVE"BVKCH. 


473.  1345.  4.  Juli.  Konrad  der  Pfister  und  seine  Schwester 
Else,  beide  im  Kloster  Heiligkreuztal,  bekommen  vom 
10  Kloster  eine  Anzahl  Güter  in  Andelfingen  und  Langen- 
enslingen  zum  Leibgeding,  die  später  Jahrzeitstiftung 

werden. 

Wir  du  abtissen  ze  Hailigcrucetal  künde ,  daz  ich  urlob 
und  gunst  han  geben  und  gemainlich  der  convent  brüder  Cünrat 
15  dem  phister  und  Elsun  siner  swester  öch  closter  frowen  bi  uns,  ze 
niesent  und  ze  hende  die  wil  si  bedü  lebent  ze  ainem  rehten  lib- 
dinge  du  nachgeschriben  gut  und  gelt :  ainen  akker  ze  Andelvingen 
kotft  er  um  Cünrat  den  Furter  von  Enselingen  dez  ain  juchart  ist, 
ain  halb  juchart  akkerz  und  ain  mans  mat  wis  was  wart  öch  kotft 
20  um  Hainrich  den  Otfenburger.  Und  ahtzehena)  Schilling  Haller  gant 
user  ainer  wisse  ze  Andelvingen  da  frowe  Güt  von  Hornstain  öch 
ahtzehen  schillinng  Haller  us  hat.  Und  fünf  schillinng  Haller  geltz 
gant  usser  der  Wernlinun  von  Enselingen  hofraiti  hus  und  garten 
und  ain  vasnaht  hün.  Und  allez  daz  veh  daz  si  liant  ez  sien  rinder 
25  alder  rose,  daz  sont  si  niesen  die  wil  si  bedü  lebent  an  alle  wider 
rede.  Ez  ist  öch  also  gedingot  und  geret,  swen  bruder  Cünrat  der 
phister  und  Elze  sin  swester  nit  ensint  da  vor  got  lange  sie,  so 
soii  die  akker  gelt  und  vehe  allez  dienen  ünserm  convent  über 
dische.  Und  swel  frowen  der  jarzit  phiegen,  die  sont  ez  allez 
30  innemen  und  gen  alz  verr  ez  erlangen  mag.  Ez  ist  öch  me  geret : 
drie  juchart  akkerz  ze  Hundersingen  wurden  kotft  um  Hansen  von 
Büzzekofen  die  Wernher  der  Tücher  büwet,  die  sol  öch  brüder 
Cünrat  der  phister  messen  die  wil  er  lebet.  Und  swen  er  ainig 
ab  gat  von  todez  wegen,  so  sont  die  selben  drie  juchart  öch  dienen 
35  dem  convent  über  dische  ze  brüder  Cünrat  dez  phisterz  jarzit  durch 
beser  gedenkenust  der  sei.  Siegler:  wir  dii  abtissen  und  der  con¬ 
vent  gemainlich. 


256 


1345. 


Der  [Brief]  wart  geben  an  sant  Ülrichz  tag,  do  man  zalt  von 
Cristez  gebürt  driizelien  hundert  jar  dar  nach  in  dem  fünften  und 
vierzigosten  jar. 

ND:  Zu  bruder  Cunratz  pfisteres  und  Elzsun  syr  sweter(!)  jarzit  liort 
dir  brief.  5 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 

a)  aht  stellt  auf  Rasur. 

474.  1345.  4.  Juli.  Heiligkreuztal  kauft  von  den  Offen¬ 
burgern  einen  Heu  zehnten  zu  Langen  en  slingen  um  [ 

6  U  17  s.  Haller.  10 

Allen  .  .  kündin  ich  Berhtolt  der  Offenburger,  ich  Katherin 
sin  elichiu  husfrow,  ich  Claus  dez  vor  genanten  Berhtoltz  Oflfem- 
burgers  sun  und  ich  Katherin  Klausen  elichiu  husfrow,  daz  wir 
habin  geben  ze  koufende  unsern  zehenden  des  höwes  usser  allen 
wisen  die  in  ...  Betzins  gut  ze  Enselingen  glegen  horent,  dem  15 
closter  und  dem  convent  gmainlich  ze  Hailigcrütztal  umb  aun  drt  § 
Schilling  suben  pfunt  Haller  (Quittung ;  Währschaft  =  verstän  und 
versprechen).  Des  sint  geziug:  Haintz  Lupphe  ze  den  ziten 

amman  ze  Endlingen,  Lutz  Lupphe,  Cünrat  der  Oaerwer,  Hans  der 
Schulthaisse  und  Sifrit  Saetzli  burger  ze  Endlingen.  Wir  habin  20 
gebetten  den  amman  und  den  rat  ze  Endlingen,  daz  si  ir  stett 
insigel  gehenkt  liant  an  disen  brief,  wan  wir  aigenrer  insigel  nit  j 
habin,  der  geben  wart  an  sant  Ulrichs  tag,  do  man  zalt 

von  Cristes  gebürt  driuzehenh undert  jar  dar  nah  in  dem  fünften  | 
und  viertzigosten  jar.  21 

Ein  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

47o.  1345.  24.  Juli.  Mengen.  Alb  recht  Buggengysel- 

b rechts  Sohn  von  Mengen  verkauft  an  Heiligkreuztal 
eine  Wiese  um  14  U  Haller. 


\A\llen  .  .  künd  ich  Albreht  Buggengyselbrehtz  sun  von  Mengen,  b| 
daz  ich  mit  vorbedahtem  müte  willeclich  han  ze  kouffenn  geben 
aine  wise  gelegen  in  braitwidach  der  ist  zwai  mannes  mat  und 
stosset  an  der  hailigen  wisan  von  Hundersingen  bi  der  Ostrachun, 
um  vierzehen  phunt  Haller  guter  und  gaeber  der  abtissen  und  dem 
convent  gemainlich  ze  Hailigencrüztal  und  ir  gotzhus  in  allem  dem 
reht  ze  besizzenn  und  ze  niessenn  gerüweclich  als  ich  die  selbun 
wis  han  her  braht.  Ich  hau  ouch  die  lehenschaft  der  selbun  wise 


1346. 


257 


uff  gegeben  dem  erbern  herren  hern  Anshalm  von  Justingen  ainem 
frien  herren  und  hab  die  aigenschaft  der  selbun  wise  ergeben  den 
closter  frowon  und  dem  gotzhus  ze  Hailigencruztal.  Ich  bin  ouch 
der  vierzehen  phund  Haller  dar  um  ich  inen  die  wise  geben  han 
5  gewerot  gar  und  genzlich.  Währschaft . .  wer  sin  und  versprechen  nach 
der  stette  reht  ze  Mengen  ( Auflassung ).  Siegel:  der  stette  insigel 
ze  Mengen.  Der  dinge  sint  geziuge:  C anrat  Banzir,  Benze  und 

Cunz  die  Rallen,  Hainz  Renz,  Benz  Renz,  Cünz  Albfreht],  Frikotte, 
Benz  der  Ebinger,  Hans  Marstek  burger  ze  Mengen. 

10  Der  brieff  ist  geben  ze  Mengen  mit  dez  rates  haissent  und 
willen,  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  und  vierzik 
jar  darnach  in  dem  fünften  jar  an  sant  Jacobs  abent. 

Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

476.  1346.  12.  März.  Heinrich  Lupf  von  Riedlingen  gibt 
15  seines  Bruders  Hart  mann  Lupfen  seligen  Kindern  Anna 

und  Katharina  ein  Leib  ding  von  6  $  Haller  jährlich. 

;  W\ir  grave  Hainrich  von  Yeringen  vergehin,  daz  für  uns  kam 
Hainrich  Luppfe  burger  ze  Rüdelingen  und  bat  uns,  daz  wir  im 
gandin,  daz  er  usser  dem  hove  ze  Zolnhusen  den  er  von  uns  ze 
20  leben  hat  machet  und  gab  sehs  pfunt  Haller  jaerglichs  geltz  Annun 
und  Kathrinun  Hartmans  Luppfen  saeligen  sins  brüders  kinden 
kloster  frowun  ze  Hailigcrütztal  ze  ainem  rehten  lipding,  also  daz 
inen  baiden  gmainlich  und  unverschaidenlich  die  wtl  sie  leptin  ald 
ir  ainer  ob  ir  ainiu  stürbe  daz  vor  geschriben  gelt  allesamt  jaerg- 
25  lichs  volgen  solt  zft  s*ant  Martins  tag  usser  dem  vor  geschribenn  hove, 
und  wenn  si  beid  enwaerin  von  tode,  daz  denn  das  gelt  alles  wieder 
vieli  in  den  hof  aun  der  aebtissenn  und  dez  conventz  ze  Hailig¬ 
crütztal  Widerrede.  Die  vor  geschribenn  bet  habin  wir  erhöret  und 
unsern  gunst  und  güten  willen  dar  zü  getan.  Siegler:  der  Aussteller. 
30  Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Gregorien  tag,  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürt  driuzehen  hundert  jar  dar  nah  in  dem  sehsden  und 
viertzigosten  jar. 

Das  S  ist  nur  noch  zum  kleinsten  Teil  erhalten. 

477.  1346.  1.  Mai.  Heiligkreuztal.  Johann  der  Gyre 

35  von  Binzwangen  Leutpriester  zu  Bischofzell  und  seine 

Mutter  Katharina  verkaufen  eine  Wiese  in  dem  Kessel 
an  Heiligkreuztal  um  9  U  15  s.  Haller. 

I Ä\llen  .  .  künd  ich  her  Johans  der  Gyre  lüppriester  ze  Bischoff- 
celle  und  ich  Katherina  dü  Gyrin  wilont  elichü  wirtenn  Cünratz 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  17 


258 


1346. 


seligen  des  Gyrn  ze  Binswangen  gesessen  und  vergehent  des  baidü 
gemainlich  und  offenlich  mit  urkünd  dis  briefes }  daz  wir  der  aptissenn 
und  dem  convent  gemainlicli  des  closters  ze  Hailigcrütztal  recht  und 
redelichen  ze  koufenn  gegeben  hant  unser  wise  du  gelegen  ist  in 
dem  kessel  entzwischen  andren  wisen  des  vor  genanten  closters  5 
die  umb  und  umb  dar  an  stossent  und  gelegen  sint.  Die  wise  l 

haben  wir  inen  ze  koufend  gegeben  für  ünansprächiges  und  für 
rechtes  aigen  umb  nün  pfunt  und  fünfzehen  Schilling  Haller  güter 
und  genemer  dero  wir  aller  gar  und  gantzlich  an  gezelltem  gelte 
gewert  und  berichtet  sint.  Ich  Johans  lüppriester  ze  Bischoffcelle  io 
[gib]  min  insigel  gehenket  an  disen  brieff,  under  dem  ich  dü  vor  j 
genant  Katherin  sin  müter  vergihtig  ouch  bin  alles  des  das  von  mir 
geschriben  stat  an  disem  brief. 

Der  [brief]  ist  ze  Hailigcrütztal  gegeben  in  dem  jar,  do  man 
zollt  von  Cristes  gebürt  drüzehenlmndert  und  sehs  und  vierzig  jar  U 
an  sant  Walpurg  tag. 

Das  ganz  zerbröckelte  Rund  S  zeigte  eine  stehende  Figur  in  priester- 
lichen  Gewändern. 


478 .  1346.  25.  Mai.  Konrad  und  Anna  Manopp  von 

Riedlingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  eine  Wiese  in 
den  Werden  um  9  Ü  Haller, 

Allen  .  .  ur  kündin  ich  Cünrat  Manoppe  burger  ze  Rüdelingen 
und  ich  Anne  sin  elichiu  wirtenn,  daz  wir  habin  geben  ze  koufend 
ains  rehten  und  redelichen  kofs  frow  Annun  Raentzinun  abtissenn 
des  erwirdigen  gotzhusse  ze  Hailigcrütztal  und  dem  convent  gmain- 
lich  dez  selben  gotzhusse  und  iren  nahkomenden  ain  wise,  der  sint 
zwai  mansmat  diu  unser  rehtes  aigen  waz  und  lit  in  dem  werden, 
ain  halb  an  der  wise  diu  da  gehört  an  die  früchun  messe  ze  Rüde¬ 
lingen,  anderhalb  an  Hansen  des  Lodenwebers  wise,  umb  nün 
pfunt  Haller  güter  und  gnaemer  ( Quittung )  und  habin  in  die  selbun 
wise  geben  ze  koufend  für  ain  rehtes  aigen  ze  hende  und  ze  niessend 
mit  allen  rehten  und  nützen  (Auflassung).  Und  waer  daz  diu  vor 
geschriben  wise  iendert  anspraechig  waer  ald  inen  noch  anspraechig 
wurde,  daz  sülin  wir  und  unser  erben  inen  versprechen  nah  aigens  reht 
und  nah  der  stett  reht  ze  Rüdelingen.  Dis  sint  geziug:  Hain- 

rich  von  Enselingen  ze  den  ziten  aminan  ze  Rüdelingen,  Lutz  Luppfe, 
Cünrat  der  Gaerwer,  Hans  von  Andelfingen,  Hans  der  Schulthaisse, 
Sifrit  Saetzeli  und  Diel  Witinge  burger  ze  Rüdelingen.  Siegler: 
der  amman  und  der  rat  ze  Rüdelingen. 


1346. 


259 


Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Urbans  tag,  do  man  zalt  von 
Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nali  in  dem  selisden  und 
viertzigosten  jar. 

Das  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

B  479 .  1346.  26.  Mai.  Irmengard  von  Stetten  Schwester 

zu  Heiligkreuztal  gibt  um  ihrer  Mutter  Gertrud  willen 
14  s.  H a  1 1  e r  j ä h r  1  i c h e n  Gl e  1  d s  anHeiligkreuztal  zu  einer 

Jahr  zeit. 

Allen  .  .  kündin  wir  fro  Anna  äbtissen  und  der  convent  gemain- 
10  lieh  dez  klosterz  ze  Hailigkrütztal  mit  disem  brief  '  daz  dü  erbär 
frowe  swöster  Irmengart  von  Stetten  unser  kloster  frowe  hat  durch 
got  durch  ir  und  ir  müter  sele  willen  Gerdrut  der  Lodeweberinun 
ain  burgerin  von  Rüdelingen  geben  fierzehen  Schilling  Haller  die  ir 
werdent  ab  der  wis  in  dem  braitwidach  halber  järlich.  Der  selben 
15  wis  ist  zway  mans  mat  und  stözzet  an  der  hailigen  wis  von  Hunder- 
singen.  Und  hat  die  selben  fierzehen  Schilling  geben  ünserm  convent 
järlich  mit  sölicher  gedingde  und  beschaidenhait:  wenne  du  swöster 
Irmengart  von  Stetten  und  swöster  Lüggart  von  Rütelingen  nit  en 
sint,  so  sont  die  frowa  die  denne  dü  jarzit  uzrihtent,  järlichen  nemen 
20  die  fierzehen  Schilling  und  sont  ünserm  convent  win  köffen  alz  ferre 
die  selben  fierzehen  Schilling  dez  jarez  geraichen  mugent,  und 
sont  daz  tun  an  dem  tag,  so  fro  Gerdrut  der  Lodeweberinun  der 
vor  genanten  swöster  Irmengart  müter  jarzit  gevallen  ist  oder  ge- 
vallet.  Siegler:  die  Aussteller. 

25  Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  sehsten  und  fierzigosten  jar  an  dem 
nähsten  fritag  nach  sant  Urbanz  tag. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal . 

|  480.  1346.  27.  Mai.  Bene  von  Reutlingen  Klosterfrau 

so  zu  Heiligkreuztal  stiftet  1  Haller  jährlichen  Gelds  zu 
4  einer  Jahr  zeit  ins  Kloster. 

Allen  .  .  kündin  wir  fro  Anne  äbtissen  und  der  convent  gemain- 
lich  dez  klosterz  ze  Hailigkrütztal,  daz  dü  erbär  klosterfrowe  swöster 
Bene  von  Rütelingen  hat  durch  got  durch  ir  sele  und  ir  vorderen 
35  selan  willen  geben  ain  pfunt  Haller  geltez  järlichez,  daz  ir  gät  abe 
Siglins  hofstat  von  Binswangen,  und  ab  der  wise  in  der  dorfwis 
der  ain  halbes  mansmat  ist,  und  ab  der  wis  in  dem  aichacli  der 


260 


1346. 


öch  ain  halbez  mansmat  ist,  und  hat  daz  gelt  gemachet  unserm 
convent  jarlichen  mit  solieher  gedingde  und  beschaidenhait:  wenne 
du  swoster  Bene  von  Rutelingen  nit  en  ist,  so  sont  die  frowa  die 
dü  jarzit  uzrihtent  nemen  das  pfunt  Haller  jarlichen  und  sont 
daz  antwrten  in  den  revender  und  sont  dar  umb  köffen  win  oder  5 
was  si  went,  und  sont  daz  tun  an  dem  tag  so  der  vor  genanten 
swoster  Benun  von  Rutelingen  unser  klöster  frowen  jarzit  gevallet. 
Wir  du  fro  Anne  äbtissen  und  der  convent  dez  klösterz  ze  Hailig- 
krütztal  [geben]  der  swoster  Benun  von  Rutelingen  unser  klöster 
frowen  disen  brief  besigelt  mit  unserm  insigel,  der  geben  wart  10 

do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem 
sehsten  und  fierzigostem  jar  an  dem  nahsten  sampstag  nach  sant 
Urbanz  tag. 

ND :  Zu  Benun  von  Rütlingen  jarzit  gelegen  ze  Bintzwangen. 

Das  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 


481 .  1346.  15.  Juni.  Egg  von  Reischach  gibt  seinen 

Muhmen  Anna  und  Adelheid  Klosterfrauen  in  Heilig¬ 
kreuztal  eine  Wiese  zu  Hundersingen. 

\I\ch  Egg  von  Rischach  vogt  ze  Sigmaringen  vergilt ;  daz  ich 
mit  guter  betrahtung  gesundes  libes  und  mütes  den  ersamen  gaisch-  2(| 
liehen  frowan  minen  muman  Schwester  Adelheit  der  priolinun  und 
Schwester  Annun  der  sengrinun  den  man  sprichet  die  Harzerina 
closter  frowa  ze  Hailigcrüzstal  hän  geben  durch  got  und  durch  daz 
hall  miner  sei  und  dar  umb  daz  ich  inan  baiden  sin  schuldig  bin 
die  wis,  die  man  nämpt  der  büg  der  süben  man  mat  ist  diu  ge¬ 
legen  ist  ze  Hundersingen  dem  dorf,  und  stost  ain  halb  an  die  wis 
diu  der  aeptissen  und  dez  coventz  ze  Hailigcrütztal  ist  und  ander¬ 
halb  an  junkherr  Cünrat  von  Buwenburg  und  sins  brüder  wis,  und 
hän  in  die  vor  genant  wis  geben  mit  solieher  gedingd  und  beschaiden¬ 
hait:  wann  min  niüma  nit  en  sint,  so  sol  diu  wis  dienun  dem  co- 
vent  über  den  tisch  zu  den  jarziten  die  von  mir  und  minen  vordren 
ze  Hailigcrütztal  sint.  Es  ist  öch  gerett  mit  namen,  wann  ich 
Egg  oder  min  erben  min  müma  oder  die  samnung  ermanun  mit 
vier  und  drisig  pfunden  Hallern,  so  sond  si  mir  und  minen  erben 
die  vor  genant  wis  ze  Hundersingen  ledig  und  lar  län  wider  vallen 
an  all  gevärd.  Und  sond  denn  die  vier  und  drisig  pfund  Haller 
min  müma  die  Härtzerina  oder  diu  samnung  ob  min  müma  nit  en 


1346. 


261 


sint  an  legen  an  ain  ander  gut.  Dirr  (jetat  sint  gezüg  und  ist  hie 
bi  gewesen:  herr  Rudolf  von  Rischach,  Uli  von  Rischach, 

Eberli  von  Rischach,  Hans  Rantz,  Haertnit  von  Bartelstain,  Albfreht] 
von  Regnotswile  und  andern  erber  lüt  genüg.  Siegler:  ich  vorge- 
5  nanter  Egg  von  Rischach  vogt  ze  Sigmaringen. 

Dirr  brief  wart  geben  an  sant  Vitz  tag,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  druzehenhundert  jar  dar  nah  im  sehsden  und  viertzi- 
gosten  jar. 

ND:  Ain  brief  von  der  wise  im  big  zu  der  von  Eisebach  jarzit  und 
10  lieht  ze  Hundersingen. 

Ein  RundS  zeigt  einen  Eberkopf  mit  einer  bis  an  die  Ohrenspitzen 
reichenden  stilisierten  Mähne.  Die  U  ist  fast  ganz  abgebrochen. 


482.  1346.  15.  Juni.  Von  Heiligkreuztal  kauft  Anna 

die  Gowingerin  eine  jährliche  Gült  von  20  72  s.  Haller 
15  zu  Binzwangen  um  10  U  Haller  und  stiftet  damit  ihre 

Jahr  zeit. 

Allen  .  .  kündin  wir  dii  abtissen  und  der  convent  gemain- 
lich  dez  closterz  ze  Hailigcrucetal,  daz  wir  haben  geben  ze  koffent 
ainez  rehten  redelichen  koffez  der  ersamun  frowen  Annun  der  Go- 
20  wingerinun  daz  järklich  gelt  daz  hie  nach  gescriben  stat.  Us  unser 
hofrati  ze  Binswangen  do  Volkloch  uf  saz  werdent  ir  järklichen 
vierzehen  Schillingen  Haller  geltz.  User  dez  Vaser  hofrati  werdent 
an  drie  Haller  vier  Schilling  geltz ,  us  Hartmanz  hus  driger  Haller 
minr  denne  drie  schillinng  geltz.  Dis  vorgeschriben  gelt  haben 
25  wir  ir  geben  um  zehen  phunt  Haller  guter  und  gaeber  (Quittung). 
Ich  dü  Anne  dii  Gowingerin  han  durch  got  und  durch  miner  sele 
hailez  willen  daz  vor  genant  gelt  benemt  und  ergeben  an  den  con¬ 
vent  dez  closterz  ze  Hailigcrucetal  mit  sölicher  gedinge  und  be- 
schaiden,  daz  die  frowan  die  dii  jarzit  us  rihtent  nement  von  dem 
30  gelt  ain  phunt  Haller  järlich  geltz  und  daz  gebin  in  den  revender 
um  win  so  furre  ez  geraigen  mag,  und  sont  daz  tun  die  wile  ich 
du  vor  genant  Anne  leben  an  welem  tag  ez  mir  wol  gevallet.  Wenne 
aber  ich  nit  enbin,  so  sont  si  ez  gen  an  dem  tag  so  min  jarzit  ge¬ 
vallet  an  gevarde.  Ez  ist  och  gerette:  waz  über  ain  phunt  Haller 
35  ist  an  dem  gelt,  daz  sol  werden  ainer  obrem  kellerinun  an  klag 
und  an  zorn.  Siegler:  die  Aussteller.  Ez  ist  och  me  gerette:  wer 
och  daz  ainez  phundez  gebraiste,  daz  sol  ain  obrü  kellerin  erfullun. 


262 


1346. 


Diz  beschach  und  wart  dirre  brief  geben  do  man  zalt  von 
gottez  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sehsten  und 
vierzigosten  jar  an  sant  Yitz  tag. 

ND:  Zu  Annun  Goingerinun  jarzit  ain  pfunt  geltz  von  Binswangen  von  | 
hoffraitinun.  5 

Die  zwei  8  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

483 .  1346.  23.  Juni.  Graf  Eberhard  von  Landau  gibt  j 

die  Eigenschaft  an  einem  Acker  zu  Langenenslingen 
auf  an  Heiligkreuztal. 

Allen  .  .  künde  ich  graf  Eber,  von  Landow,  daz  ich  mit  10 
guter  betrahtung  gesundez  libez  und  mutez  hän  uf  geben  der  aeb- 
tissen  und  der  samnung  dez  closterz  ze  Hailigcrütztal  di  aigenschaft 
di  ich  het  an  dem  akker,  dem  man  sprichet  der  anwandar  bi  dem 
furt  ze  Enslingen  gelegen  der  Hainzen  dez  Offenburgerz  waz  (Auf¬ 
lassung).  Dirre  getät  sin  gezüge  und  ist  da  bi  gewessen:  der  15 

Miinch,  der  Furtar,  der  Holtzwart,  Wernz  und  Mantz  gnant  Buggesün 
und  Haintz  Mentzli  und  ander  erber  lüt  gnäg.  Siegler:  der  Aus¬ 
steller. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gotez  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  sehsten  und  fierzgosten  jar  an  sant  2( 
Jolians  abend  ze  sünwendi. 

ND:  Ain  fry  brief  von  dem  von  Landow  umb  ain  gut  ze  Enslingen. 

Ein  Kund  8.  Das  Wappen  der  Veringer  zeigt  Stangen  mit  5,  5,  4 
Enden. 


484.  1346.  22.  August.  Urkunde  über  Abmachungen 

zwischen  Agnes  Walthers  seligen  des  Haiders  Weib 
Tochter  Heinrichs  des  Birkmaiers  von  Mengen  und 
dem  Kloster  Heiligkreuztal. 

\A\llen  künden  wir  der  amman  der  rät  und  die  bürget 
gemainlich  der  stat  ze  Mangen  und  vergehen  des  offenlich  mit  disem 
brlve j  daz  für  uns  kam  uff  disen  hüttigen  tag  alz  dirr  brief  gegeben 
ist  Hainrich  der  Birkmaiger  der  brotpeck  unser  burger  und  verjah 
da  vor  üns  willeclich  und  unbetwungenlich,  daz  Agnes  sin  töhter 
Walthers  säligen  dez  Haiders  wilont  elicliü  wirtenne  mit  sinem 
willen  und  gunst  und  ir  vogtz  Cünratz  des  Ebingers  dem  man 
spricht  der  Münch  und  nach  ir  baider  rät  mit  der  aptisclienne  und 


1846 


268 


dem  convent  dez  closters  ze  Hailig  Crütztal  dez  aber  ain  komen 
war:  wan  ir  die  frowan  dez  closters  ain  pfründ  luterlich  durch  got 
gegeben  hant,  war  denne  daz  daz  kint  daz  ir  got  bi  dem  vor¬ 
genanten  Walthern  wilont  ir  wirt  gegeben  hat  si  überlepti  ald  aber 
5  bi  ir  leptagen  zu  der  weit  komen  wölti,  so  sölt  im  daz  gut  daz 
Walther  der  Haider  gelazsen  het  ze  Bürron  gelegen  ledig  und  los 
beliben  unanspraechigs  von  der  vor  genanten  Agnesen  und  von  aller 
menglichem  andern.  War  aber,  daz  du  selb  fröwe  Agnes  sin  töchter 
daz  selb  ir  kint  überlepti,  so  sol  daz  selb  gut  ze  Bürron  nah  dez 
10  kindes  tod  mit  allem  dem  daz  dar  zu  gehöret  ledklichen  werden 
und  gevallen  der  frö  Agnesun  ir  leptag.  Und  nah  ir  tod  sol  daz 
selb  gut  mit  allen  rehten  und  nützen  dü  dar  zu  liörent  dem  con¬ 
vent  dez  closters  ze  Hailigcrütztal  ledig  und  los  beliben.  Und  ist, 
daz  daz  selb  gut  also  an  daz  closter  gevallet,  so  hat  sich  entzigen 
15  Hainrich  der  Birkmaiger  für  sich  selber  und  für  alle  sin  erben  allez 
dez  rehten  so  er  ald  kain  sin  erben  zu  dem  gut  hant  ald  gehaben 
möhtint  und  och  dar  zu  kain  ansprach  noch  kainen  uszug  getan 
sont,  da  mit  si  daz  closter  an  dem  selben  gut  ietz  ald  her  nach 
iemer  geirren  ald  gesumen  möhtent  in  kainer  laige  wise  weder  mit 
20  gaischlichem  oder  mit  weltlichem  gericht  ald  an  gericht.  Dez  wir 
die  vor  genanten  der  amman  der  rat  und  die  burger  ze  Mangen  ze 
ainem  offenne  urkünde  gebin  der  iVgnesun  und  dem  covent  ze  Hailig¬ 
crütztal  disen  brief  besigelt  mit  der  stet  insigel  ze  Mangen,  der 

geben  wart  an  dem  nahsten  zinstag  vor  sant  Bartholomeus  tag  in 
25  dem  jar,  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehenhundert  jar  vierzig 
jar  und  dar  nach  in  dem  sechsten  jar. 

Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

485.  1346.  23.  Oktober.  Avignon.  Gaue elrnus  Bischof 

von  Alba  gibt  als  Grosspönitentiar  dem  Pfarrer  auf  dem 
80  Bussen  Vollmacht  den  Edelknecht  Ital  Ranz  kirchlich 

beerdigen  zu  lassen. 

iGjaucelmus  miseratione  dirina  episcopus  Albanensis  discreto 
viro  .  .  incurato  ecclesie  ||  in  Bussen  Constanciensis  diocesis  aaluiem 
in  domino.  Ex  parte  consanguineorum  et  amicorum  j|  quondam  Itel 
35  Rancen  armigeri  dicte  diocesis  nobis  oblata  peticio  continebat,  ||  quod 
ipse  olim  dum  vivebat  homicidia  laicalia  incendia  spolia  et  rapinas 
non  tarnen  in  locis  sacris  perpetravit  et  comisit  ac  usurariam  pravi- 
tatem  exereuit,  et  antequam  super  predictis  absolutionis  beneficium 
obtinuisset,  sicut  domino  placuit  diem  clausit  extremum  propter 


264 


1346. 


quod  corpus  ipsius  defuncti  caret  ecclesiastica  sepultura.  Verum 
cum  circa  finem  vite  sue  signa  contricionis  et  penitencie  apparuerint 
in  eodem  prefatique  consanguinei  et  amici  tarn  super  [predictis]  quam 
aliis  si  quibus  obnoxius  tenebatur  sint  parati  satisfacere  pro  eodem,  nobis 
fecerunt  humiliter  supplicari  quod  corpus  predictum  tradi  mandaremus 
ecclesiastice  sepulture.  Nos  igitur  auctoritate  domini  pape  cuius 
penitenciarie  curam  gerimus  discretioni  tue  committimus,  quatinus 
si  est  ita  prefatisque  consanguineis  et  amicis  quod  offerunt  adimplenti- 
bus,  corpus  predictum  debita  absolucione  previa  tradas  seu  tradi 
facias  ecclesiastice  sepulture  et  ipsius  defuncti  animam  orationibus  10 
fidelium  adiuvari. 

Datum  Avinione  X  kal.  novembris  pgnt.  domini  Clementis 
pape  VI  anno  quinto. 

Auf  der  Vorderseite  links  oben:  bn  n.  Hechts  unten  auf  dem  Bug : 

G.  de  Taor  (?).  Links  unter  dem  Bug:  p.  quatuor  Tur.  de  bep  jo  prep  (?).  15 

ND:  Johannes  Wigandi  iuratus. 

Von  dem  S  sind  noch  die  weiss-blassroten  Hanffäden  teiliveise  vorhanden. 

486.  1346.  27.  Oktober.  Katharina  Ittenhauserin  von 

Riedlin  gen  verkauft  zwei  Teile  eines  Baum  -  und  Kraut¬ 
gartens  zu  Altheim  um  4  U  15  s.  Haller  an  Heiligkreuzt al.  2( 

Alien  .  .  urkunde  ich  Katherin  Ittenhuserin  burgerin  ze  Rüde- 
lingen,  daz  ich  hab  geben  ze  kofend  reht  und  redelich  für  ain 
frles  aigen  min  zwen  tail  des  bongarten  und  krutgarten  ze  Althain 
in  dem  dorf  glegen  zwischan  Appen  in  dem  bongarten  garten  und 
dem  hirtenlehen,  der  tail  erarbt  ich  ainen  von  minem  vatter  saeligen,  2\ 
den  andern  tail  koft  ich  umb  min  müter,  den  erwirdigen  und  gaist- 
lichen  frowen  frow  Annun  der  abtissenn  und  dem  convent  gmainlich 
ze  Hailigcrütztal  und  iren  nahkomenden  evveclich  ze  haend  und  ze 
niessend  aun  min  und  miner  erbo  und  allermenglichs  Widerrede. 
Und  hab  dar  umb  von  den  frowen  empfangen  fünf  pfunt  guter 
Haller  fünf  Schilling  minder  (Quittung).  Währschaft  nah  der  stett 
reht  ze  Rüdelingen.  Des  sint  geziug :  Lutz  Luppfe,  Hans  von 

Andelfingen,  Cünrat  der  Kaeppeler,  Cünrat  Staehelli,  Hans  der 
Schulthaisse,  Sifrit  Saetzelin  und  Diel  Witink  burger  ze  Rüdelingen. 
Siegler:  der  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdelingen. 

Der  [brief]  wart  geben  an  der  zwelfboten  abende  Symonis  und 
Jude,  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  und  dar 
nach  in  dem  sehsden  und  viertzigosten  jar. 

ND:  Ain  kouffbrief  umb  der  Ittenhuser  gut  ze  Althain. 

Ein  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 


1346. 


265 


487 .  1346.  24.  November.  Die  Ritter  Burkhard  Vater 

und  Sohn  von  Jun gingen  verkaufen  den  Z eilenden  zu 
Pflummern  an  Adelheid  Heinrichs  seligen  von  Reischach 
Weib1)  um  375  U  Haller. 

5  Ich  Burchart  von  Jungingen  ritter  und  ich  Burchart  von 
Jüngingen  des  hern  Burchartz  sun  tün  kunt,  das  wir  baid  ze  koffen 
geben  hant  reht  und  redlich  den  erbern  vrowen  vro  Adelhait x)  — 
hern  Hainrich  saelgen  von  Ryschach  x)  elychü  wirten  wilont  was  — 
und  ir  erben  so  si  enist,  den  zehenden  ze  Pflumer  dem  dorf  mit 
10  allen  rehten  nützen  und  gewonhait  als  ich  si  her  genossen  und  gehebt 
han  der  min  des  Burchart  von  Jüngingen  ist  und  och  mit  allen 
nützen  und  rehten  als  in  min  vordem  an  mich  braht  hant,  umb 
dreihundert  pfunt  und  fünf  und  sibenzig  pfunt  Haller  alles  guter 
und  gaber  (Quittung).  Den  selben  zehenden  han  wir  die  vor  ge- 
1B  scriben  von  Jüngingen  der  vro  Adelhaiten  ze  kofen  gen  für  ain 
rehtz  lediges  aygen  (Währschaft).  Wir  s61in  och  den  zehenden 
ledgen  von  Bilgrin  von  Hödorf  und  von  allen  sinen  brudern  umb 
zway  hundert  pfunt  und  umb  fünf  und  zwainzig  pfunt  Haller  hinnan 
ze  sant  Jeorien  tag  der  nu  schierest  kunt.  Und  das  dis  alles 
20  bescheh,  so  haben  wir  Burchart  von  Jüngingen  ritter  und  Burchart 
sin  sun  der  vro  Adelhaiten  —  Hainrichs  saligen  von  Ryschach 
elychü  wirten  wilent  was  —  und  ir  erben  dar  umb  ze  bürgen 
[gegeben]:  den  edeln  herren  graf  Hainrich  von  Veringen,  hern 
Berchtolt  den  Truchsazz  von  Rordorf,  hern  Swigern  von  Gundel- 
25  fingen  gesessen  ze  Erenvels,  Eberhart  von  Ryschach,  Eggehart  von 
Ryschach  vogt  ze  Sigmeringen,  Herman  von  Hornstain,  Albreht  von 
Nüwenegg  kycher  ze  Herbrehtin,  Cünrat  von  Tierberg  von  der  altun 
bürg,  Härtnit  von  Bartelstain,  Hainzen  von  Bartelstain  gebrüder, 
Albreht  von  Regnoltswiler  und  Bentzen  von  Hornstain  von  Buttel- 
30  schiess,  die  dar  um  laisten  sont  ain  sieht  gewonlich  geselschaft  ze 
Sigmeringen  der  stat  alder  ze  der  Schär  in  der  stat,  ainer  ieglicher 
mit  sin  selbes  lib  in  offner  wirtz  hüser  zu  vailem  gut  und  unver- 
dingot.  Weier  och  der  bürgen  selb  nit  laisten  wil  alder  im  nit  .wol 
füget,  der  sol  ainen  erbern  kneht  mit  aim  pfärit  gysel  legen  in  der 
35  vor  gescribner  stett  ainer  och  in  offner  wirtz  hüser  zu  vailem  gut 
und  unverdinget.  Und  sol  ir  kain  kain  ändrü  gyselschaft  irren  noch 
niemer  ledig  werden.  Si  sölin  laisten  als  vor  gescriben  stät  untz 
das  alles  so  da  vor  gescriben  stat  gevergot  und  vollvöret  wirt. 
Wär  och,  das  der  burgon  ainer  alder  me  ab  gieng  von  todes  wegen 
40  alder  von  andern  Sachen,  so  sölin  wir  dü  vor  gescriben  von  Jüngingen 


266 


1346. 


der  vro  Adelhait  und  ir  erbon  ainen  andern  ie  als  schidlichen  gen 
als  ener  was  des  dann  mangel  ist  in  den  nächsten  vierzehen  tag,  ; 

alder  vro  Adelhait  hat  gewalt  der  bürgen  zwen  ze  manen,  und  die 
sont  laisten  als  vor  gescriben  stat  untz  ir  der  bürg  ie  beriht  wirt. 

War  och,  das  es  ze  schulden  kam  das  die  bürgen  wrdin  laisten,  5 
wann  die  ainen  manot  gelaistent,  so  sont  der  vor  gescriben  von 
Jungingen  ainer  sich  antwrten  in  der  stett  ainer  zu  den  bürgen  und 
och  da  laisten  als  vor  gescriben  stat.  Und  wann  der  ainen  mannot 
gelaist,  so  sol  sich  der  ander  och  zu  im  und  zu  den  bürgen 
antwrten  und  och  laisten  als  vor  gescriben  stat  und  niemer  ledig  10 
werden,  e  das  alles  volle  vöret  wirt  so  da  vor  gescriben  statt. 

Und  sont  die  bürgen  und  och  die  selbschulden  in  varn  laisten 
wenn  si  ermant  werden  von  vro  Adelhaiten  alder  von  ir  erben  ze 
hus  ze  hott  oder  linder  ogen  mit  hotten  oder  mit  brieten.  Wir  die 
vor  gescriben  von  Junggingen  sölin  och  die  bürgen  losen  an  allen  15 
schaden  wie  si  der  burgscliaft  ze  schaden  koment.  Wir  die  vor 
gescriben  von  Jüngingen  her  Burchart  ritter  und  Burchart  sin  sun 
habin  gesworn  gelert  ayd  ze  den  hailgen  alles  das  laisten  und  ze 
volle  fören  und  war  laisen  und  machen  so  da  vor  an  dem  brief 
von  üns  gescriben  stat.  Und  des  ze  ainem  urkünt  gebin  wir  die  20 
e  gescriben  von  Jungingen  baid  der  e  gescriben  vro  Adelhait  disen 
brief  und  och  den  bürgen  besigelt  mit  unsern  aygen  insigel.  Wir  : 
die  vor  gescriben  bürgen  alle  verjehin  och  ainer  warhait  stat  ze 
hand  alles  des  so  da  vor  von  üns  gescriben  stat.  De[s'J  ze 
urkunt  henken  wir  och  ünsrü  aygen  insigel  an  disen  brief,  der  25 
geben  wart  do  man  zalt  von  gottes  gehurt  druzehen  hundert  jar  dar 
nach  in  dem  sechzten  und  vierzigost  jar  an  sant  Katherinen  abent. 

Von  14  S  sind  kaum  noch  Spuren  an  den  schon  teiliveise  abgerissenen 
Pressein  zu  finden .  Darauf  waren  die  Namen  der  Siegelinhaber  geschrieben. 

b  BL  Heiligkreuztal  159 r  Nr.  12  hat:  Adelhaiten  von  Freiberg.  30 

488.  1346.  Kaufbrief  von  denen  von  Jungingen  darinn  Sie 

denen  von  Hewdorff  den  khlein-  und  gross  Zeltenden  zue  Pflomern 
verkhaufft.  Anno  1346. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  159 ,  Nr.  13 ,  Titel:  Kauifbrieff.  Vgl.  dazu  die 
vorhergehende  Urkunde.  ^ 

489.  1346.  13.  Dezember.  Stiftungen  der  Schwester 

Anna  von  Sulz  ans  Kloster  zu  zwei  Jahr  Zeiten. 

1.  g.  n.  a.  Wir  dü  abtissen  ze  Hailigcrucetal  und  gemain- 
lich  aller  der  convent  vürgehen,  daz  wir  willen  gunst  und  urlob  f 


1346. 


267 


haben  geben  swester  Annen  von  Sulz  daz  gütli  daz  s ü  koft  um 
Hansen  den  Schultaisen  und  koft  wart  um  vierzehen  phunt  Haller, 
daz  daz  dienen  sol  der  samnung  über  tichz  (!)  nach  ir  tot  an  ir  jarzit. 
Und  sont  ez  in  nemen  die  frowen  die  der  jarzit  phiegend  und  sont 
5  ez  gen  alz  verr  alz  ez  geraigen  mag.  Und  sol  ez  kain  abtissen 
vürkoffen  durch  kainer  laige  Sache  noch  bekumern  in  kainem  wege. 
Sil  het  och  me  koft  daz  öch  ze  Althain  gelegen  ist:  um  Katherinun 
die  Itenhuserinun  zwelf  Schilling  geltz  um  fünf  phunt  fünf  schillinng 
minr.  Der  sont  die  zehen  schillinng  geltz  minem  herren  dem  bi- 
10  schof  an  dez  jarzit  gen.  Die  zwen  schillinng  liorent  ze  dem  vor 
genanten  gelt  swester  Annen  von  Sulz  jarzit.  Sieglerin:  wir  dü 
abtissen. 

Der  [brlef]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebärt  drüzehen 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  sehz  und  vierzgosten  an  sant  Lu- 
15  ciun  tag. 

ND:  Zu  miner  frown  von  Sultz  und  zu  mins  herren  des  bischofs  jarzit 
—  ain  gut  ze  Althain. 

Das  S  ist  abgefallen. 


490.  1346.  20.  Dezember.  Konrad  der  Gerber  von  Ried- 
20  lingen  und  sein  Weib  Elsbeth  verkaufen  an  Heilig¬ 
kreuztal  Felder  um  40  U  7  s.  Haller. 

Allen  .  .  urMndin  ich  Cünrat  der  Gaerwer  burger  ze  Rüde- 
lingen  und  ich  Elsbeth  sin  elichiu  wirtenn,  daz  wir  habin  geben 
ze  kofende  der  abtissenn  und  dem  convent  gmainlich  des  erwir- 
25  digen  gotzhuses  ze  Hailigcrütztal  für  ain  fries  aigen  diu  nahgeschri- 
benn  guter:  dez  ersten  drie  juchart  akkers,  der  lit  ainiu  bi  dem 
galgen  strekt  über  den  bühel  an  des  Schaerers  akker.  Diu  ander 
lit  in  dem  elmen  an  der  Todmun  akker.  Diu  dritt  juchart  lit  in 
Althaimer  esche  gen  dem  Andelfinger  wege  stosset  uff  der  Aem- 
30  maenninun  akker.  Ain  wise  ist  ain  mans  mat  lit  in  der  Mergisowe 
an  Hainrich  dez  Holtzwarten  wise.  Ainen  garten  lit  ze  Althain 
undan  in  dem  dorfe  an  dez  Haemigers  huse  und  ain  hüs  und  ainen 
garten  ze  Althain  glegen  neben  .  .  Schaiden  gaerten.  Diu  vor 
geschriben  guter  habin  wir  der  aebtissenn  und  dem  convent 
35  gmainlich  ze  Hailigcrütztal  geben  ze  kofen  reht  und  redelich  für 
ain  fries  aigen  eweklich  ze  haend  und  ze  niessend  ze  besetzend 
und  entsetzende,  umb  süben  Schilling  und  viertzig  pfunde  Haller 
guter  und  gaeber  ( Quittung ,  Auflassung)  Währschaft  nach  der  stett 


268 


1847. 


recht  ze  Rüdelingen.  Hie  bi  sint  gewesen:  Lutz  Luppfe,  Hain- 

rich  Luppfe,  Hans  der  Schulthaisse,  Sifrit  Saetzli,  Diel  Witink, 
Walther  der  Satler  burger  ze  Rüdelingen  und  Hans  der  Blatzer  von 
Althain.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  ze  Rüdelingen. 

Der  [briefj  ivas  geben  an  sant  Thomas  abende  dez  zwelfbotten  5 
vor  wihennaehten,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehenhundert 
jar  und  dar  nach  in  dem  sehsden  und  viertzigostem  jar. 

NB:  Umb  die  ägker  ze  Budlingen  und  ze  Althain  die  umb  Cunrat  den 
Gaerwer  koufft  wrden. 

BundS  der  Stadt  Biedlingen.  10 


401.  1347.  24.  Februar.  Franz  und  Mechthild  Stähelli 

von  Riedlin  gen  verkaufen  an  Heilig  kreuztal  1  $  Haller 
jährlichen  Gelds  um  10  E'. 

\A\llen  .  .  urkünde  ich  Frantze  Stähelli  burger  ze  Rüdelingen 
und  ich  Maehthilt  sin  elichiu  husfrow,  daz  wir  habin  geben  ze  kqf-  15 
fend  ains  rehten  und  redelichen  köfs  der  aebtissenn  und  dem  con- 
vent  gmainlich  des  erwirdigen  gotzhuses  ze  Hailigcrütztal  ain  pfunt 
blosser  Haller  jaerglichs  geltz  umb  zehen  pfunt  Haller  ( Quittung ). 
Und  habin  inen  daz  pfunt  Haller  jaerglichs  geltes  geben  usser  un- 
serm  tail  ainer  wise  lit  oberthalp  des  roden  an  der  altun  Tünowe  20 
haisset  Gaisels  zagel  —  der  selben  wise  sint  sehs  mans  mat,  der 
sint  driu  mansmat  unser  rehtz  aigen ,  so  sint  diu  andriu  driu 
mansmat  Madachs  und  Eberlin  Golggen  von  Althain  —  und  usser 
ainer  halber  juchart  akkers  lit  ze  obernholtz  an  dem  langen  akker 
ist  öch  unser  rehtes  aigen.  Und  ist  der  köf  beschehen  mit  solichem  2 
gedingde  und  beschaidenhait,  daz  wir  ald  unser  erben  ald  wem 
wir  diu  driu  mansmat  diu  unser  sint  und  die  halb  juchart  ze  ko- 
fend  gebin  gen  sol  den  frowen  von  Hailigcrütztal  jaerglichs  ze  sant 
Michels  tag  daz  pfunt  Haller  geltes  vor  usse  aun  allen  fürzug. 
Währschaft  nach  der  stett  reht  ze  Rüdelingen.  Dez  sint  geziug: 

Lutz  Luppfe,  Hainr.  Luppfe,  Hans  der  Schulthaisse,  Sifrit 
Saetzli,  Haintz  Saetzli,  Dietrich  von  Bungen  und  ander  erbaer  lüt 
burger  ze  Rüdelingen.  Siegler:  der  amman  und  der  rät  ze  Rüde¬ 
lingen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Mathis  tag  dez  zwelfbotten,  do 
man  zalt  von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem 
sibenden  und  viertzigosten  jar. 

Bas  BundS  der  Stadt  Biedlingen  ist  halb  verloren. 


1347. 


269 


492.  1347.  Kaufbrief  umb  den  Zehenden  zue  Ensslinyen 

von  Conradt  Bantzen  zue  Mengen.  Anno  1347 . 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  238 r,  Nr.  23,  Titel :  Kaufbrief. 


493.  1347.  20.  Juni.  Mengen. 

5  Die  Brüder  Burkhard,  und  Johann  von  Jungingen,  Bitter, 
geben  dem  Kloster  Heiligkreuztal  luterlich  durch  got  die  Eigenschaft 
des  Zehenden  zu  Langenenslingen  den  die  Frauen  von  Konrad 
Bantzir  kauften.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Mengen  an  der  nähsten  midchen 

10  vor  sant  Johans  tag  ze  sünnwendi  in  dem  jar,  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sübenden  und  vier¬ 
zigosten  jar. 

ND :  Ain  fri  brief  von  den  Jungingen  umb  den  zehenden  ze  Enslingen 
(kouf  gestrichen). 

15  Zwei  BundS  von  Burkhard  und  Johann  von  Jungingen ;  beide  an  be¬ 

schriebener  Pressei. 


494.  1347.  Ubergabbrief  der  Aigenschafft  dess  Zehenden 

zue  Ensslingen  von  Burkharten  und  Johann  von  Jungingen  gebrüeder. 
Anno  1347. 

20  BL  Heiligkreuztal,  Fol.  247 r,  Nr.  18,  Titel:  Stifftung.  Wohl  =  Nr.  493. 

493.  1347.  5. — 12.  August.  Ravensburg.  Friedrich  Hol¬ 

bein  Stadtamman  zu  Ravensburg  erledigt  einen  Streit 
zwischen  Utz  von  Riiti  und  U.,  E.  und  B.  von  Königsegg. 

Ich  Frideirch  Holbain  stütte  amman  ze  Ravenspurg  tun  kunt, 
25  daz  für  mich  und  für  den  rate  der  egenanter  stat  kamen  da  ich 
ze  offem  geriht  saz  die  erwirdigen  westen  ritter  her  Ulrich  von 
Chünsegge  lantvögt  in  obern  Swaben,  her  Eberhart  und  her  Berthold 
sin  brüder  und  clegten  alle  drige  gern  hin  lieh  mit  ir  fürsprechcn  hin 
zu  Uzen  von  Rüti  alsus:  er  ierti  si  an  ainen  gut  da  ze  Ebenwiller 
30  daz  gelegen  wäre  hin  gein  der  agerentz  da  der  Rüter  uf  sitzet, 
daz  güt  si  an  gevallen  und  an  erstorben  wäre  von  der  von  Meli- 


270 


1347. 


brunnen  sailigun  Uzen  swiger  von  Rüti.  Des  antwrt  in  Üzo  von 
Rüti  alsus  mit  sinen  fürsprechen :  daz  gut  wäre  sin  reht  aigen  und 
bette  ouch  daz  gut  besessen  und  genossen  in  nutzelicher  stiller 
gewer  swie  er  sin  aigen  gut  besitzen  und  niessen  solte.  Und  behüt) 
daz  mit  dem  aide,  und  erzügot  ouch  mit  erberen  luten  die  im  des  5 
mit  dem  aide  hilfent  daz  daz  vor  benempt  gut  sin  wäre  und  es 
hette  besessen  als  an  man  sin  aigen  gut  besitzen  und  niessen  solte. 
Als  im  vor  mir  ertailt  wart  mit  gemaeiner  unzerforfener  urtailde 
und  wan  Uze  von  Rüti  daz  alsus  behub  und  ouch  erzügot  als  im 
ertailt  wart,  do  begerot  er  mit  sinem  fursprechen,  daz  ich  der  amman  io 
im  der  Sache  ainen  brief  gaebe  mit  minem  insigel  besigelt.  Daz 
wart  mir  ouch  ertailt  mit  gemaeiner  unzerworfener  urtailde.  Und 
wan  mir  daz  ertailt  wart,  dar  umb  gip  ich  Üzen  von  Rüti  disen 
brief  besigelt  mit  minem  aigem  angehenktem  insigel  ze  ainer  ganzer 
warhait  der  vor  geschribenun  saclie.  15 

Diz  beschach  mit  urtailte  vor  gerillt  ze  Ravenspurg  in  der  stat, 
do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drüzehen  hundert  jar  dar  nah  in 
dem  vierzegostem  und  sibendem  jar  in  der  naehstun  wüclmn  vor 
unserre  fröwn  tag  ze  mittern  ögsten. 

Das  S  ist  abgerissen.  20 


496.  1347.  16.  Oktober.  Die  Schwestern  Anna  und 

Katharina  Heinrichs  seligen  des  Wilden  Töchter  stiften 
1  &  Hall  er  jährlichen  Gelds  nach  Heiligkreuztal  zu  einer 
Jahrzeit  für  ihren  Vater. 


Wir  fro  Anne  gravin  von  Sultz  abtissin  dez  klösterz  ze  Hailig-  2.F 
krütztal  und  gemainlieh  aller  convent  dez  selben  klösterz  verjehin, 
daz  wir  willen  und  gunst  haben  geben  den  erbären  gaistlichen 
fro  wen  swöster  Annun  und  swester  Katherinun  den  Wildenon  Hain- 
ricliz  säligen  dez  Wilden  tohteran  umb  daz  pfunt  Haller  järlichez 
geltez,  daz  in  wirt  von  der  wise  du  da  lyt  bi  der  kalten  grub  und  3( 
wart  köffet  umb  den  Sachs  umb  ainlef  pfunt  Haller,  daz  die  klöster- 
frowan  daz  pfunt  Haller  geltez  hänt  gemachet  ze  ainem  järzit  iro 
vatterz  säligen  Hainrichz  dez  Wilden  baidü  vor  ir  tot  und  nach  ir 
tot  eweklich  mit  sölicher  gedingde,  daz  die  frowa  die  die  järzit 
üzrihtent  sont  daz  pfunt  Haller  geltez  nlmen  järlichen  an  sant  3j 
Jeronimus  tag  und  sont  ez  antwrten  in  den  revender  über  tisch 
umb  win  oder  umb  waz  denne  notdürftig  ist  uf  den  vor  geschriben 


1347. 


271 


tag,  wan  uf  den  selben  tag  gevallet  järzit  dez  vor  genanten  Hain- 
richz  säligen  und  sont  daz  vollefüren  unverzogenlich  an  gevärde. 
Sieglerin:  wir  dü  fro  Anne  gravin  von  Sultz  und  abtissin  dez  vor 
genanten  klösterz. 

B  Der  [ brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  sübenden  und  fierzigostem  jar 
an  sant  Gallen  tag. 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

497 .  1347.  11.  November.  Bruder  Konrad  Gerung  und 

10  Schwester  Adelheid  von  Markdorf  kaufen  einen  Acker 
und  e  i  n  e  W  i  e  s  e  u  n  d  g  e  b  e  n  sie  zu  ihrerJahrzeitan  Heilig¬ 
kreuztal. 

Wir  dü  abtissen  und  der  convent  gemainlich  dez  closterz  ze 
Hailigcrucetal  vürjehen ,  daz  wir  gunst  und  urlop  haben  geben 
15  brüder  Cunrat  Gerungen  und  swester  Adelhait  von  Marhtorf  ain 
akker  und  ain  wisse  die  si  kofften  um  zwelf  phunt  Haller  um 
Zürnen  von  Binswangen,  und  stossent  an  unser  wissen  und  aker 
und  mit  sölicher  beschaidenhait  daz  siz  sont  niesen  unz  an  ir  baider 
tot.  Und  swenne  si  bedu  ab  gant  von  todez  wegen,  so  sont  ez  die 
20  frowen  die  der  jarzit  phlengent  der  samnung  über  tisch  gen  zu  ir 
beder  jarzit,  und  daz  in  öch  daz  ander  güt  daz  man  öch  von  in 
het  dez  baz  erschiez.  Siegler:  wir  du  abtissen. 

Der  [brief]  ivart  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  druzehen- 
hundert  jar  und  da  nach  in  dem  sübenden  und  vierzigosten  jar  an 
25  sant  Martins  tag. 

Bas  S  fehlt. 


49S.  1347.  13.  November.  Siegfrid  und  Margareta  Sätzli 
verkaufen  an  Heiligkreuztal2&Haller  jährlichen  Gelds 

um  23  &. 

30  \I\ch  Hifrid  Saetzli  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Margaret  sin 
eliclm  lmsfrow  vergehin ,  daz  wir  der  ersamen  frowen  frowT  Annen 
von  Sultz  aebtissenn  ze  den  ziten  des  gotzhus  ze  Hailigkrützstal 
und  dem  convent  gmainlich  des  selben  klosters  und  allen  iren 
nachkomenden  zwai  pfunt  Haller  jaerglichs  geltz  ains  rechten  und 
35  redelichen  koufs  us  disen  gutem  allen  mit  ain  ander  dü  unser  aigen 
sint  und  hie  nach  geschiiben  stant:  des  ersten  usser  ünserm  tail 


272 


1347. 


ainer  wis  der  ist  mit  aiu  ander  vier  mansmat,  da  gat  kain  zekend 
us  und  ist  liaelbü  unser  und  haelbü  der  Stadgerinen  und  lit  in  dem 
vordem  riet,  uss  ainem  mansmat,  daz  ist  allez  iinser  aigen,  da  gät 
och  kain  zehend  üs  und  ist  gelegen  bi  der  ietzo  benempten  wis  und 
zwisschan  Lütfrids  Lupphen  wis,  und  uS  ainem  agker  dez  ist  zwai  5 
tail  ainr  juchhart  und  lit  an  dem  Binswanger  weg  bi  den  laingrnben 
und  an  Chüntzen  Mollen  agker,  habin  geben  ze  kouffind  umb  drü 
und  zwainzig  pfund  güter  und  gnaemer  Haller  (Quittung).  Und 
sollin  wir  ald  unser  erben  inen  ald  iren  nachkomenden  dü  zwai 
pfund  Haller  geltz  jaergliclis  mit  ainander  gen  uf  sant  Martins  tag  10 
an  alle  widerred.  Währschaft  nach  der  stett  recht  ze  Rüdlingen. 
Dirr  ding  sint  züg  dis  er samen  lut:  Hainrich  von  Enslingen  ze 

den  ziten  stett  amman  ze  Rüdlingen,  Hans  der  Schulthais,  Dietrich 
von  Büningen,  Chunrat  Staehelli  und  Diel  Witing  burger  ze  Rüd¬ 
lingen  und  ander  erbar  lut  genüg  die  es  alle  suchen  und  horten .  15 
Siegel:  der  stett  insigel  ze  Rüdlingen,  daz  die  burger  durch  unser 
baider  bet  willen  hant  gehenkt  an  disen  brief  ze  ainem  offenn  urkünd 
bestaetekait  und  vestenung  aller  der  vor  geschriben  ding. 

Dis  geschah  und  tvart  dirr  brief  geben  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  vierzig  jar  dar  nach  in  dem  sübenden  20 
jar  an  dem  naechstenn  zinstag  nach  sant  Martins  tag. 

RundS  der  Stadt  Riedlingen. 


499 .  1347.  13.  Dezember.  Die  Klosterfrau  Elsbeth  die 

Wetzlin  kauft  vom  Kloster  Heiligkreuztal  18  s.  Haller 
um  el  ft  halb  U  Haller  zu  Jahr  Zeiten.  2s 


Wir  fro  Anne  gravin  von  Sultz  abtissen  dez  klosterz  ze  Hailig- 
krütztal  und  gemainlich  aller  convent  dez  selben  gotzbüs  verjehin , 
daz  wir  haben  geben  ze  köffent  reht  und  redelich  der  erbaren  gaist- 
lichun  frowen  swoster  Elzbetliun  der  Wetzlinun  ahtzehen  Schilling 
Haller  geltez  umb  ainlefthalp  pfunt  Haller  güter  und  gzwhmzx  (Quittung). 
Die  ahtzehen  Schilling  Haller  geltez  sont  ir  werden  järlichen  von 
dem  güt  da  Herp  uf  sitzzet  ze  Andelvingen  von  zinsen.  Und  wa 
wir  ir  die  ahtzehen  Schilling  geltez  nit  mohtin  gerillten  mit  dem 
zinse  der  von  dem  selben  güt  kumet,  daz  solin  wir  erfüllen  mit 
dem  körn.  So  vergich  ich  dü  vor  genant  swoster  Elzbeth  dü  Wetzlin, 
daz  ich  die  ahtzehen  Schilling  Haller  geltez  hän  geben  dem  convent 
ze  dez  Hailigenkrütztal,  daz  man  mit  den  selben  ahtzehen  Schillingen 
Haller  geltez  und  mit  dem  güt  daz  köftet  wart  umb  Ludewig  Grullin 


1348. 


278 


von  Ertingen  dar  umb  ich  offenn  brief  hän,  sol  begän  jarzitan  min 
und  miner  müter  Adelbait  der  Wetzlinun  und  Mähthilt  der  Banzerinun 
mit  sölicher  gedingde,  daz  die  frowa  die  die  järzita  üzrihtend  sönt 
nemen  daz  vor  genant  güt  die  alitzehen  Schilling  Haller  geltez  von 
5  Herpen  gut  ze  ainer  hilf  zu  dem  güt  ze  Ertingen  und  sont  da  mit 
begän  ünseru  jarzitan  alle  drye  alz  si  denne  gevallent  mit  ainem 
dienst  dem  convent  so  verre  denne  daz  gelt  geraigen  müg.  So 
verjehin  wir  die  vor  genant  abtissen ,  daz  daz  beschehen  und 
vollefürt  ist  mit  ünserm  urlop  und  mit  unserm  willen  und  gunst 
10  den  wir  dar  zu  habin  getan.  Birre  getät  sint  gezüg:  der 

kilchherre  von  Binswangen ,  her  Dietrich  von  Andelvingen ,  her 
Ulrich  lütpriester  ze  Enslingen  und  ander.  Siegler:  wir  die  abtissen 
für  uns  selber  und  ünsern  convent. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehen- 
1B  hundert  jar  und  darnach  in  dem  sübenden  und  fierzigostem  jar  an 
sant  Lucien  tag. 

Zwei  S ;  ein  Oval  S  der  Abtissin  und  ein  Teil  eines  Hund  S  des  Konventes 
von  Heiligkreuztal. 

500.  1348.  Kauf  brief  von  Hanns  Keckhen  zue  Mengen  umb 

20  sein  guet  zue  D  äugen  dorff,  daruff  der  Wiener  gesessen.  Anno  1348. 

HL  Heiligkreuztal ,  Kol.  165r,  Nr.  34,  Titel:  K  au  ff  b  lieft. 


501.  1848.  3.  J a n u ar.  H e i  1  igkr e u z t a  1.  DieRitterBurk- 
hard  und  Johann  von  Jungingen  geben  die  Eigenschaft 
und  alle  Rechte  auf  Burkhards  von  Andelfingen  Güter 
25  an  H eiligkreuz tal. 

W\ir  Burkhart  und  Johans  von  Jungingen  ritter  offenen  .  .  allen, 
daz  wir  dur  got  lüterlich  und  dur  unser  und  unser  vordro  sei  hails 
willen  geben  und  geben  lian  den  erbern  in  got  gaischlichen  fröwan 
der  äptissinne  und  dem  convent  des  elosters  ze  Hailigencrütztal  sant 
30  Bernhartz  ordin  die  aigenschaft  und  dü  reht,  dü  wir  oder  unser 
erben  haton  oder  haben  solten  zü  den  gutem  die  Burchart  von 
Andelvingen  von  uns  ze  lehen  hat.  Daz  ist  dü  hofraiti  da  Burchart 
uf  sitzet  allü  mit  bongarten  mit  garto  mit  burgstal  und  was  zü  der 
hofraiti  gehöret.  Wir  han  in  oh  ufgeben  die  aigenschaft  und  dü 
35  reht  dü  wir  heton  ze  allen  den  gutem  dü  Burchart  von  Andel¬ 
vingen  von  uns  ze  lehen  hat  und  ze  Andelvingen  gelegen  sint.  Der 
guter  aigenschaft  reht  und  frihait  geben  wir  uf  ledig  und  ler  als 

Wtirtt.  Geschichtsquellen  IX.  18 


274 


1348. 


wir  sie  und  unser  vordem  her  braht  haben  der  aeptissinnun  und 
dem  convent  ze  Hailigencrütztal  ze  niessent  und  ze  besitzent  als  ir 
closter  nützlich  ist,  und  verzihen  uns  für  uns  und  für  alle  unser 
erben  aller  der  reht  und  gewonhait  die  wir  oder  unser  erben  haton 
oder  gewinnen  möhtin  zu  den  selben  gutem  von  der  aigenschaft  5 
wegen  und  geben  unser  reht  und  unser  frihait  dem  closter  von 
Hailigencrütztal  ze  gegenwärti  diser  gezüg :  her  Hansen  von 

Hornstain  ze  Pflumar,  herr  H.  von  Hornstain  ze  Nüfro  rittern,  Cun 
von  Hornstain  ze  Grüningen,  Hansen  von  Hornstain  ze  Geffingen. 
Siegler:  die  Aussteller.  10 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Hailigencrütztal  in  dem  jar ,  do  man 
von  Cristes  gebürt  zalt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nah  in  dem 
aht  und  vierzigosten  jar  an  sant  Genofefen  tag. 

Ein  Bund  S  des  Burkhard  von  Jungingen  ist  vorhanden  ;  das  zweite  fehlt. 


502.  1348.  8.  Januar.  Hans  und  Eisbet  Schul th eiss  15 

von  Riedlingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  Güter  um 

10  U  Haller. 


\I\ch  Hans  der  Schulthais  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Eisbet 
sin  elichü  husfrow  vergehin}  daz  wir  der  erwirdigen  frowen  frow 


Annen  graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aebtissin  des  klosterz  ze  2( 


Hailigkrütztal  dem  convent  gmainlich  und  allen  iren  nachkomenden 
des  selben  erwirdigen  gotzhus  habin  geben  ze  kouffind  in  die  kustri 
des  selben  gotzhus  für  recht  aigen  mit  allen  unsern  rechten  disü 
guter  die  hie  nach  geschriben  stant  umb  zehen  pfund  guter  und 
gnaemer  Haller  (Quittung):  des  ersten  ain  wis,  der  ist  ain  mans-  2£ 
mat  und  lit  ainhalb  bi  der  Mergiso  und  anderhalb  an  Chünratz 
Banwarten  wis,  die  ich  Hans  der  Schulthais  dem  erbarn  man  Hansen 


dem  Binder  ze  ainem  staeten  erblehen  gelüchen  han  und  da  von 


er  mir  gab  jaerlichs  uf  sant  Michels  tag  vierzehen  Schilling  guter 
Haller,  und  ainen  garten,  der  ist  gelegen  hinder  der  stat  ze  Rüd¬ 
lingen  in  den  nüwen  garten  den  ich  och  Hans  der  Schulthais  dem 
erbarn  man  Rüflin  dem  Scherer  ze  ainem  staeten  erblehen  gelüchen 
liett  und  da  von  er  mir  gab  jaerlichs  uf  sant  Michels  tag  dri  Schil¬ 
ling  güter  Haller.  Wir  vor  geschriben  frow  Ann  aebtissinn  und  der 
convent  des  egenanten  gotzhus  vergehin  och,  daz  wir  dem  Hansen 
dem  Binder  und  Rüflin  dem  Scherer  habin  gelüchen  dü  vor  geschriben 
güter  ze  ainem  staeten  erblehen,  und  sülin  wir  inen  und  iro  erben 


1B48. 


275 


allü  du  recht  lan  die  sie  hetten  zu  den  selben  gutem  do  wirs  den¬ 
noch  nit  kouft  hetten.  Und  sont  si  ald  ir  erben  üns  ald  ünsern 
nachkomenden  von  den  vor  geschribnen  gutem  jaerlichs  iero  gelt 
gen  besunder  uf  sant  Michels  tag  als  si  es  och  gaben  dem  Hansen 
B  dem  Schulthaisen  und  als  vor  geschriben  ist.  Wir  Hans  der  Binder 
und  Rüfli  der  Scherer  vergehin  och,  daz  wir  dü  guter  habin  en- 
phangen  als  geschriben  ist,  und  sülin  wir  ald  unser  erben  der  frow 
Annen  aebtissinn  und  dem  convent  ald  iren  nachkomenden  dez  selben 
gotzhus  dii  vor  geschriben  gelt  jaerlichs  gen  als  vor  geschriben  ist 
10  von  uns  (Währschaft).  Waer  och,  daz  Hans  der  Binder  und  Rüfli 
der  Scherer  ald  iero  erben  du  recht  verkouftin  dü  si  hant  zü  den 
vor  geschriben  gutem,  wer  si  denn  kouft  ald  wem  si  werdent,  der 
sol  der  frow  Annen  aebtissinn  dem  convent  und  iren  nachkomenden 
des  vor  genanten  gotzhus  jaerglichs  gen  die  Haller  und  das  gelt  als 
15  geschriben  ist.  Dirr  ding  sint  züg  dis  ersamen  lüt:  Hans  von 

Andelvingen  ze  den  ziten  stettammann  ze  Rüdlingen,  Hainrich  von 
Enslingen,  Hainrich  Luppf,  Dietrich  von  Büningen,  Chünrat  Staehelli, 
Cünrat  der  Kaeppeller  und  Haintz  Saetzli  burger  ze  Rüdlingen  und 
ander  erber  IM  genüg  die  es  alles  Sachen  und  horten.  Ich  Hans 
20  Schulthais  und  ich  Eisbet  sin  husfrow  [habin]  die  burger  ze  Rüd¬ 
lingen  gebetten,  daz  si  für  üns  und  ünser  erben  ir  stett  insigel 
hant  gehenkt  an  disen  brief.  Ich  vor  genanter  Hans  der  Binder  und 
ich  Rüfli  der  Scherer  habin  och  umb  der  vor  genanten  stett  insigel 
gebetten  als  der  vor  genant  Hans  Schulthais  und  sin  elichü  husfrow. 
25  Dis  geschach  und  wart  dirr  brief  geben  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  achtenden  und  viertzi- 
gosten  jar  an  dem  naechsten  zinstag  nach  dem  obresten  tag  ze 
wichennaechten. 

Das  S  ist  verloren. 

BO  SOS.  1348.  15.  Januar.  Konrad  der  Buwenburger  ver¬ 

zichtet  g e g e n ü b e r  Heiligkreuztal  auf  strittige  An¬ 
sprüche  an  Eigenleute. 

| I  ch  Cünrat  der  Buwenburger  Hainrichz  saligen  dez  Buwen- 
burgers  sun  vergib ,  daz  ich  bin  bericht  lieplich  und  gütlich  mit  der 
B5  aebtissen  und  mit  der  samenung  dez  closters  ze  Hailigencrützstal  um  alle 
ansprach  die  ich  zu  inen  het  um  die  lüt  die  ich  wand  min  ze  wesend,  si 
sigind  geborn  oder  ungeborn  in  dem  land  oder  usse  dem  land  erkant 
oder  unerkant  (Auflassung).  Und  haun  daz  getaun  und  vollefürt  durch 
got  und  dur  min  er  sei  hailes  willen  und  och  umme  drissig  Schilling 


276 


1348. 


Haller  (Quittung).  D irre  getaut  sint  gezüg:  hern  Hainrich  von 

Hornstain  zu  Wlfelingen  gesessen  und  Cünrat  der  Buwenburger 
min  vetter  und  brüder  Cünrat  der  phister  und  ander  erber  lüt  genug  \ 
die  daz  sahun  und  hortun.  Siegler:  der  Aussteller . 

Der  [brief]  ivart  gegeben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drü-  5 
zehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  alitenden  und  fierzigosten  jar  an  \ 
dem  naechsten  zinstag  nach  sant  Hylarien  tag. 

ND:  Umb  ain  Verrichtung  gen  den  von  Buwenburg  umb  lüte  —  pro 
hominibus. 

Ein  RundS.  Das  S  zeigt  eine  Kesselzange.  Cfr.  v.  Alberti ,  SBild  10 
Nr.  375. 

504.  1348.  22.  Januar.  Johann  der  Gyr  Leutpriester 

zu  Bischofszell  räumt  seiner  Schwester  aus  Dank  ver¬ 
schiedene  Nu tzniess ungen  ein. 

\A\ llen  .  .  künd  ich  her  Johans  der  Gyr  lüppriester  ze  Bischof-  15 
zelle,  wan  min  swester  swester  Anna  du  Gyrin  closterfrowe  ze  Hailig- 
crütztal  mir  in  miner  gült  die  ich  von  redelichen  Sachen  gelten  solt 
früntlichen  ze  statten  körnen  ist  also,  daz  si  durch  miner  bet  willen 
vier  pfunt  Haller  jaerglichs  geltes  du  ir  lipding  warent  von  dem 
erwirdigen  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  verkbft  hat,  der  trüwe  wolt  ich  20 
gern  danken  als  och  billich  war.  Und  dar  umb  so  bind  ich  mich 
und  vergib  mit  disem  brief  für  mich  und  für  all  min  erben  und 
nahkomen,  daz  si  innemen  sol  disü  nehsten  drü  jar  all  die  nütz 

die  ich  han  ze  Binswangen  in  dem  dorf  beidü  an  körn  und  och  I 

an  Hailern.  Und  sol  dar  ab  nemen  voran  ieglichs  jares  besünder  25  I 
ab  den  nützen  die  noch  unverkümbert  sint  vier  phunt  Haller.  Und  I 
mit  dem  überigen  sol  si  denn  gelten  all  die  gilt  die  mir  min  güten  I 
fründ  verlihen  hant.  War  aber,  daz  ich  ir  vier  ändrü  phunt  gewisses  1 

geltz  nit  koufte  ald  och  dien  gült  die  si  von  den  selben  nützen  an  1 

miner  stat  gelten  solt  nit  vergulti  in  disen  nehsten  drin  jaren,  so  30 1 
sont  ir  di  selben  min  nütz  haft  sin  all  die  wil  dasz  nit  beschehen  1 

ist  dem  reht  alz  hie  vor  beschriben  ist.  Und  sol  sie  dar  an  ich  I 

noch  niemer  andrer  von  minen  wegen  irren  noch  semen  in  dhain  1 
wise  mit  gerillt  noch  an  gerillt.  Siegler:  der  Aussteller.  I 

Der  [brief]  ist  geben  do  man  zallt  von  gottes  gebürt  drüzehen-  35 1 
hundert  jar  dar  nah  im  aht  und  vierzigosten  jar  an  sant  Vincencien  tag.  I 

Ein  OvalS.  Das  Bild  zeigt  den  heiligen  Petrus ,  in  der  halb  erhobenen  § 

Rechten  ein  Buch,  in  der  Linken  einen  Schlüssel.  U:  S\  IOHIS  •  PL  •  •  •  •  E  •  I 

EPALISCELL  •  •  •  I 


1348. 


277 


505.  1348.  26.  Februar,  lrmel  Stadgerin  von  Riedlingen 
verkauft  10  s.  Haller  jährlichen  Gelds  um  6  U  Haller. 

\I\ch  lrmel  Stadgerin  burgerin  ze  Rüdlingen  allü  minü  kint 
und  miner  tochter  man  baid  verjehin,  daz  wir  gmainlich  und  unver- 
5  schaidenlich  ains  rechten  und  redlichen  koufs  der  frow  Annen  grae- 
vinne  von  Sultz  ze  den  ziten  aeptissenn  des  erwirdigen  gotzhüs  ze 
Hailigkrütztal  dem  convent  gmainlich  des  selben  klosters  und  allen 
iren  nachkomenden  uss  ünserm  tail  der  wis,  du  in  dem  vordem 
braitriet  lit  der  vier  mans  mat  ist  und  aigen  ist  und  haelbii  unser 
10  ist  und  haelbii  Sifrid  Saetzlins  burgers  ze  Rüdlingen,  habin  geben 
ze  koffend  zehen  Schilling  guter  Haller  jaerglichs  geltz  umb  sechs 
pfund  guter  Haller  fünf  Schilling  Haller  minder  (Quittung).  Und 
sülin  wir  ald  unser  erben  inen  ald  iren  nachkomend  die  vor  geschriben 
zehen  Schilling  Haller  jaerlichs  geltz  allü  jar  gen  und  richten  uf 
15  sant  Michels  tag  an  widerred.  Währschaft  nach  der  stett  recht 
ze  Rüdlingen.  Dirr  ding  sint  züg :  Hans  Schulthais,  Hainrich 

Luppf,  Dietrich  von  Büningen  burger  ze  Rüdlingen  und  ander  erbar 
Uit  genüg  die  es  wol  wissend.  ...  so  han  ich  lrmel  Stadgerin  allü 
minü  kint  und  miner  tochter  man  beid  die  burger  ze  Rüdlingen 
20  gebetten,  daz  si  ir  stett  insigel  haut  gehenkt  an  disen  brief, 

der  geben  wart  an  dem  naechsten  zinstag  nach  sant  Mathys  tag 
des  zwölfbotten,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar 
dar  nach  in  dem  achtenden  und  viertzigosten  jar. 

NI) :  Der  brief  umb  X  s.  geltz  die  g’änt  uns  us  air  wis  dii  lit  in  dem 
25  vordem  riett  ze  Althain. 

Das  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 


506.  1348.  18.  März.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  setzen  für  Konrad  selig  von  Langenenslingen 
Bischof  von  Gurk1)  eine  Jahrzeit  im  Kloster  fest. 

80  \W\ir  frow  Ann  graevinne  von  Sultz  ze  den  ziten  aebtissenn 
des  erwirdigen  gotzhüs  ze  Hailigkrütztal  grawes  Ordens  und  der 
convent  gmainlich  des  selben  klosters  verjehin,  daz  wir  gmainlich 
und  unverschaidenlich  mit  gütem  rät  und  Vorbetrachtung  unsers 
aigens  mütes  und  willen  durch  got  und  besser  gedenknüst  des  er- 
35  wirdigen  herren  hern  Chünratz  saeligen  von  Enslingen  wilont  bis- 
schofs  ze  Gurk  der  des  vor  genanten  klosters  und  ünser  guter  und 


278 


1348. 


getrüwer  fründ  was,  und  durch  siner  sei  und  unser  vordro  und 
unser  selo  liails  und  gelüks  willen  habin  gemachot  und  geordnot 
eweklichs  an  hern  Chünratz  saeligen  von  Enslingen  wilunt  bisschofs 
ze  Gurk  jartzit  und  mit  disem  brief  machin  und  ordnin  an  sin  jarzit 
eweklichs  fünf  viertali  kerngeltz  Rüdlinger  mess  und  vier  Schilling  5 
pfenning  geltz  Kostentzer  miins,  daz  wir  köften  umb  Hartman  sae¬ 
ligen  von  Enslingen  wilunt  burger  ze  Rüdlingen  und  üns  und  unsren 
nachkomenden  jaerlichs  werden  sol  von  aekgern  und  wisan,  die 
umb  die  stat  ze  Rüdlingen  ligent  und  die  Werntz  saelig  der  Holtz- 
wort  und  .  .  Blochings  saeligen  kint  zu  den  selben  ziten  buten,  und  10 
zehen  Schilling  guter  Haller  jaerlichs  geltz,  die  wir  koften  umb 
Irmlen  Stadgerinen  burgerin  ze  Rüdlingen  und  die  üns  werden  sont 
allü  jar  von  ierem  tail  ainer  wis,  die  in  dem  vordem  braitriet  lit  ! 
der  vier  mansmat  ist  und  liaelbü  ir  ist  und  haelbü  Sifrid  Saetzlins  j 
dar  umb  wir  gut  brief  habin  mit  der  stett  insigel  ze  Rüdlingen.  15 
Und  sol  man  daz  güt  und  gelt  alles  jaerlichs  antwürten  und  gen 
in  der  frowan  gwalt  weli  ze  den  ziten  pflegerina  sint  der  jarzito 
die  man  in  dem  kloster  begat.  Und  die  sont  es  denn  alles  gen 
umb  win  und  waz  si  da  mit  erraigen  mugend  und  sich  dar  umb 
gezühet  es  si  lützel  ald  vil ,  daz  sont  die  vor  genanten  jarzito-  20 
pflegerina  bi  iren  trüwen  und  wärhait  allü  jar  an  hern  Chunratz 
saeligen  von  Enslingen  wilunt  bischofs  ze  Gurk  jarzittag  der  sam- 
nung  und  dem  convent  gmainlich  des  klosters  tailen  über  tisch  mit 
güten  trüwen  as  si  got  dar  umb  antwürten  well  in  an  dem  jüngsten 
gericht.  Waer  aber,  daz  dehain  aeptissenn  pflegerina  ald  mayster-  21 
schaft  ald  ieman  anderr  in  dem  kloster  die  jarzito  pflegerina  sumtin 
und  irtin  an  den  vor  geschriben  dingen  mit  gevaerden  ald  daz  si 
nit  taetin  als  da  vor  geschriben  ist,  waz  denn  übrigs  belib  von  dem 
selben  jar  sin  waer  lützel  ald  vil  und  nit  getailet  würd  als  geschriben 
ist,  daz  sol  alles  sant  Georien  und  dem  gotzhus  ze  Rüdlingen  ver-  3( 
vallen  sin  und  sol  in  werden  an  der  aeptissenn  und  des  conventz  i! 
des  vor  genanten- klosters  widerred  as  dik  es  beschicht.  Siegler: 
die  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  an  dem  naechsten  zinstag  nach  sant 
Gregorien  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  3 
dar  nach  in  dem  achtenden  und  viertzigosten  jar. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuzted.  Beide 
Pressein  sind  aus  dem  Anfang  einer  alten  Urkunde  geschnitten. 

*)  Abt  von  Salem ,  f  1344.  Vgl.  Hubel,  Hierarchia  caih.  medii  aevi  1, 280.  j 


1348. 


279 


SO 7.  1348.  18.  M ä r z.  A b t i s s i n  u-n d  Konvent  von  Heilig¬ 
kreuztal  setzen  eineJahrzeit  fest  für  Hilda  Pfendlerin. 

!  W\ir  frow  Ann  graevinne  von  Sultz  ze  den  ziten  aeptissenn 
des  erwirdigen  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  und  der  convent  gmainlich 
5  des  selben  klosters  vcrjehin ,  daz  wir  gmainlich  mit  guter  betrachtung 
ünsers  aigens  mütes  durch  got  und  besser  gedenknüst  der  erbaren 
frowen  Schwester  Hilten  Pfendlerinen  du  unsers  klosters  gut  fründ 
ist,  und  durch  der  selo  hails  und  gelüks  willen  nach  der  vor 
genanten  Schwester  Hilten  tod  den  got  lang  wend  und  nach  der 
10  ersamo  frowen  Annen  und  Benun  Mürzelinen  zwaier  schwestran 
unser  klosterfrowen  baider  tod  da  vor  got  och  lang  si,  an  der 
Schwester  Hilten  jarzit  habin  geordnet  und  gemachot  eweklichs  alles 
daz  gut  und  gelt,  daz  uns  jaerlichs  werden  sol  von  drien  tail  des 
bongarten  den  man  nemmet  der  Ittenhuser  bongarten  und  an  Chün- 
15  ratz  des  Gaerwers  burgers  ze  Rüdlingen  garten  und  an  Appen  des 
Banwarten  ze  Althain  gsaes  lit,  und  daz  gut  und  gelt  daz  uns  och 
jaerlichs  werden  sol  von  ainem  garten  der  nun  ze  ainem  akger 
gebuwen  und  gemachot  ist  und  stösset  in  die  judgassen  und  lit  an 
Vögellins  garten,  daz  wir  alles  köften  umb  die  Ittenhuser  und  dar 
20  umb  wir  ainen  güten  brief  habin  mit  der  stett  insigel  ze  Rüdlingen, 
und  ain  viertalli  öls  des  klainen  mess  Rüdlinger  mess  gat  uns  jaer¬ 
lichs  von  aim  bletzlin  daz  lit  in  mitten  dem  vor  genanten  bongarten 
den  man  nemmet  der  Ittenhuser  bongarten  daz  wir  kouften  umb 
sant  Martinn  und  daz  gotzhus  ze  Althain.  Und  sülin  wir  und  unser 
25  nachkomend  nach  der  Schwester  Hilten  und  nach  der  ersamo  frowen 
Annen  und  Benun  Mürzelinen  drier  töd  die  got  lang  wend  alles 
daz  güt  und  gelt  daz  üns  allü  jar  wirt  von  den  vor  genanten  gütern 
allen  sament  mit  ain  ander  und  daz  viertalli  öls  daz  üns  och  allü 
jar  werden  sol  als  vor  geschriben  ist  jaerlichs  antwürten  und  gen 
30  in  der  frowen  gwalt  weli  ze  den  ziten  pflegerina  sint  der  jarzito 
die  man  in  dem  vor  genanten  kloster  begat,  und  die  sont  es  denn 
alles  gen  umb  win,  und  waz  si  da  mit  erraigen  mugend  und  sich 
dar  umb  gezühet  es  si  lützel  ald  vil,  daz  sont  si  allü  jar  an  der 
Schwester  Hilten  jarzittag  der  samnung  und  dem  convent  gemainlich 
35  des  klosters  tailen  über  tisch  mit  güten  trüwen  as  si  got  dar  umb 
antwürten  wellin  an  dem  jüngsten  gericht.  Waer  aber,  daz  dehain 
aeptissenn  pflegerina  ald  maysterschaft  ald  ieman  anderr  in  dem 
vor  genanten  kloster  die  jarzito  pflegerina  sumtin  und  irtin  an  den 
vor  geschriben  dingen  mit  gevaerden  ald  daz  si  nit  taetin  als  da 
40  vor  geschriben  ist,  waz  denn  übrigs  belib  von  dem  selben  jar  sin 


280 


1348. 


war  lützel  ald  vil  und  nit  getailet  wird  als  geschriben  ist,  daz  soll 
alles  sant  Georien  und  dem  gotzhus  ze  Rudlingen  vervallen  sin  und 
sol  in  werden  an  der  aeptissenn  und  des  conventz  des  vor  genanten  * 
klosters  widerred  as  dik  es  beschiht.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  an  dem  naechsten  zinstag  nach  sant  5 
Gregorien  tag,  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehenhundert  jar 
dar  nach  in  dem  achtenden  und  viertzigosten  jar. 

Das  S  der  Abtissin  ist  verloren ;  das  S  des  Konventes  von  Heiligkreuztal 
ist  erhalten.  Beide  Pressein  stammen  von  einer  alten  Urkunde;  ein  Bitter 
Walther  von  Stadion  (Stadgun)  wird  genannt.  10 

508.  1848.  22.  April.  Vier  Herren  von  Jungingen  stiften 
4  ^Haller  jährlichen  Gelds  ins  Kloster  Heiligkreuztal. 

Ich  Burchart  und  ich  Hans  von  Jungingen  gebrüder  baid  ritter  =, 
und  ich  Burchart  und  Wolfgang  von  Jungingen  och  gebrüder  des  l 
vor  genanten  hern  Burcharcz  von  Jungingen  sün  vergehin ,  das  wir  15 
al  vier  und  gemainlich  und  unverschaidenlich  mit  guter  betrachung 
gesundes  libes  und  williges  mütes  unbezwungenlich  dem  erwirdigen 
gotzhus  ze  Hailigkrüczstal  und  den  ersamen  frowen  der  aeptissen  ) 
•und  dem  covent  des  selben  klosters  und  iren  nahkomenden  gemainlich 
und  unverschaidenlich  durch  got  und  trüwe  und  durch  ünsro  vordro  20 
und  durch  ünsro  selb  hails  und  gelüches  willen  habin  geben  zwai 
fphunt  Haller,  die  in  werden  sont  jaerlichs  us  dem  hof  ze  Isikoffen 
und  von  Cünraten  dem  Weber  ain  Schilling  und  ain  fphunt,  und  von  ! 
dem  Husser  an  ain  schiling  ain  fphunt  die  in  och  jaerlich  werden 
sont  ze  sant  Michels  tag  mit  solicher  beschaiden :  in  welem  jar  wir  25 
ald  unser  erben  den  vrowen  gebin  vierczig  fphunt  Haller  weler  zit  I 
es  in  dem  jar  ist,  so  sont  si  uns  die  vier  fphunt  Haller  ledig  und 
laer  lan  an  allen  fürzog  und  widerred.  Siegler:  die  Aussteller . 

Der  / brief]  ivart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehen 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  ahtoden  viertzigosten  jar  an  sant  3( 
Jerggen  ab  ent. 

Vier  BundS  der  Herren  von  Jungingen.  Alle  hängen  an  beschriebenen 
Pressein  anscheinend  von  derselben  Urkunde  ivie  bei  Nr.  507. 

509.  1348.  23.  April.  Abtissin  und  Kon vent  von  Heilig¬ 
kreuztal  setzen  Leib geding  und  Jahrzeit  fest  für  Adel- 31 
lieid  die  Gewärlichin  und  Bruder  Koni* ad  den  Pfister. 

Allen  .  .  urkündin  wir  diu  abtissinne  und  wir  der  convent 
gemainlich  des  closters  ze  Hailigenrcützstal ,  das  wir  gunst  und 


1348. 


281 


urlob  habin  geben  der  swester  Adelhait  der  Gewärlichinun  closter 
frowun  unsers  closters  und  bruder  Chünrat  dem  pfister,  das  gnt 
das  wir  habin  koffet  ze  Togendorf  gelegen  das  si  baidiu  messen 
sont  die  wil  si  lebent.  Und  swenne  si  abgant  von  todes  wegen 
5  das  got  lang  wende,  so  sol  das  selb  gut  der  samen ung  des  closters 
dienen  über  ir  tisch.  Wir  vergehin  och  me:  die  drissig  Schilling 
Haller  järglichs  geltz  die  swester  Adelhait  diu  Gewärlichin  koft  umb 
Elsbetun  Chünratz  saligen  von  Phlumern  elichun  wirttin  und  umb 
iriu  kint,  und  zehen  Schilling  Haller  jarglicbs  geltz  die  bruder  Chun- 
10  rat  der  phister  kofft  umb  die  Knöllinun  ze  Altbain,  und  die  acker 
ze  Hundersingen  und  swas  von  den  vorbenempten  gutem  wirt,  das 
sont  nach  ir  baider  tot  die  frowa  in  nemen  die  denne  der  jargtzita 
phlegerina  sint,  und  sont  es  gen  nach  ir  baider  begirde  an  sant 
Johansen  E wangelisten  tag  in  den  wihenahten  umb  win  und  umb 
15  brot  von  brüder  Chünrat  dem  phister  von  sim  tail.  Und  swas  da 
über  wirt,  da  mit  sol  man  denn  sin  jargtzit  began  als  verre  es 
raigot.  Von  swester  Adelhait  der  Gewärlichun  tail  sol  man  och  ir 
jargtzit  began.  Und  was  denn  über  wirt,  das  sol  man  der  same- 
nung  och  gen  als  verre  es  raigot  durch  ir  sei  willen  und  durch 
20  aller  ir  vordem  selo  willen  von  den  siu  es  hett.  Siegler:  die  Aus¬ 
steller. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehen 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  aht  und  viertzigosten  jar  an  sant  Ge- 
rien  tag. 

25  Die  zwei  S  sind  ab  geschnitten. 


510 .  1848.  1.  Mai.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuz  tal  verkaufen  1  U  Haller  jährlichen  Gelds  um 
11  U  Haller  an  Frau  Mechthild  die  Sperberin. 

Wir  fro  Anne  graeven  von  Sultz  aebtissen  dez  closterz  ze 
30  Hailigcrütztal  und  gemainlich  aller  covent  dez  selben  closterz  vergehen , 
duz  wir  mit  gutem  rat  und  mit  güter  betrahtung  habind  geben  ze 
kofen  reht  und  redlich  der  erberre  frown  fro  Maehthilt  der  Spaer- 
warinun  ain  pfunt  Haller  järlichez  geltez  um  ainlif  pfunt  Haller 
(Quittung ).  Daz  pfunt  geltez  sol  ir  werden  jaerlichen  us  disen 
35  güten :  von  der  wise  di  man  den  Alber  nempt  di  Cüntz  der  Blatzer 
hat  sont  ir  werden  sezehen  Schilling  Haller  geltez  und  von  Zürnen 
wise  von  Andelfingen  du  in  dem  riet  lit  sehz  Schilling  Haller  geltez. 
Und  waer,  daz  ainez  pfundez  Haller  geltez  gebraeste  von  den  vor 


282 


1348. 


genanten  gutem,  daz  sol  ain  kellerin  erfollun.  Waer  och,  daz  über 
ain  pfunt  geltez  da  von  wrdi,  daz  sol  man  ainer  kellerin  antwrten. 
Ich  du  vor  genant  Maehthilt  vergich  offenlich  an  disem  brief,  daz 
ich  daz  pfunt  geltez  hän  ergeben  der  gaistlichen  frown  swester  Ger- 
drut  der  Diethöhinun  di  wil  si  lebt.  Und  wenne  si  en  ist,  so  sol  5 
ez  der  samnung  gemainlich  werden  ze  ainem  jarzit  von  mir.  Ich 
du  vor  genant  swester  Gerdnit  du  Diethöhin  vergich  och  an  disem 
brief,  daz  ich  mit  willen  und  mit  gunst  miner  gnaediger  frown  der 
aebtissen  gib  och  der  samnung  nach  minem  tod  ze  ainem  jarzit 
nun  Schilling  Haller  geltez,  di  mir  werdend  jaerlich  von  der  wise  10 
di  Diel  Witing  und  Zaedellin  hänt  di  ich  koft  um  fünfhalbt  pfunt 
Haller.  Siegler:  die  Aussteller.  \ 

Der  [brief]  wart  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gotez  gebürt 
drüzehenhundert  jar  dar  [nah]  in  dem  ahtende  und  fierzgosten  jar 
in  die  Walpurge.  p 

Das  S  des  Konventes  ist  teilweise  erhalten. 


oll .  1348.  2.  Mai.  Hans  von  Andel  fingen  St  ad  tarn  man 

zu  Riedlingen  und  Anna  sein  Weib  verkaufen  all  ihre 
GüterzuAndelfingenanHeiligkreuztal  um  68  &  H  al  1  e  r. 

Allen  .  .  urkünd  ich  Hans  von  Andelvingen  ze  den  ziten  stett- 
amman  ze  Rüdlingen  und  ich  Ann  sin  elichü  husfrow,  daz  wir 
frow  Annen  graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aeptissenn  des  erwirdigen 
gotzhus  ze  Hailigkrütztal  und  dem  convent  gmainlich  des  selben 
klosters  und  allen  iren  nachkomenden  ains  rechten  und  redlichen 
koufs  habin  geben  ze  köffind  für  recht  aigen  allü  dü  guter  du  hie 
nach  geschrieben  stand  umb  sechtzig  pfund  und  acht  pfund  alles 
guter  und  gnaemer  Haller  (Quittung).  Dis  sint  dü  guter :  des  ersten 
drü  viertal  ols  Andel vinger  mess  jaerlichs  geltz  dü  gönt  uss  dem 
hüs  hofraiti  da  Künvesman  uff  sitzet;  ain  hofraiti  dar  uff  der  Basensun 
sitzet  mit  hus  mit  schür  mit  garten ;  ain  hofraiti  dar  uff  sitzt  Chüntz 
der  Satler  mit  hus  und  mit  garten;  ainn  akger  des  ist  ain  juchart 
und  stösset  uf  den  marpach;  ainn  akger  lit  uf  dem  Güntershoven; 
ainn  akger  stösset  an  den  Pflumer  weg;  ainn  akger  haisset  der 
kreb;  ainn  akger  lit  underm  gevell  und  stösset  an  den  Pflumer  weg; 
den  krützakger  am  Grüninger  weg;  ain  aekgerli  underm  bömlin 
stösset  gen  dem  akger  underm  gevell;  ainn  akger  haisset  dü  ku 
lit  obnan  an  dem  berg;  ain  akger  lit  under  der  hailigo  akger  stösset 


1848 


283 


an  den  Fridinger  weg;  ainn  akger  lit  zevör  stösset  uff  den  hach; 
ain  akger  lit  uf  dem  westervelt  ob  Lutzen  Wetzeis  akger;  ainn 
akger  lit  uf  dem  westervelt  stösset  uf  des  klosters  akger  den  Hans 
der  Suter  buwet;  ain  akger  lit  in  Schalmanlachen  und  anwandet 
5  des  klosters  aekger  uf;  ain  drittel  der  wiz  lit  in  dem  burgaermd 
und  stösset  in  den  rinkse  ainhalb  und  anderhalb  uf  Buggen  wis  in 
dem  lainhus  dü  och  des  klosters  ist;  ain  drittail  der  wis  stösset 
uf  die  kalten  grub ;  ain  drittail  der  wis  lit  under  Landow  und  stösset 
uf  ainn  gern  der  hört  an  die  kirchen  ze  Andelvingen;  ain  drittail 
10  der  wis  du  stösset  in  den  kessel  und  an  die  rosswis  du  och  des 
klosters  ist;  ainn  drittail  ainr  wis  du  lit  in  den  Ertinger  stökgen; 
ain  drittail  ainr  wis  du  baisset  daz  juch;  ain  drittail  des  gerlins 
daz  lit  bi  dem  stainen  krütz  und  stösset  uf  ain  wis  du  och  des 
klosters  ist,  und  gmainlich  allü  ünsrü  guter  du  wir  untz  uf  disen 
15  hütigen  tag  als  dirr  brief  geben  ist  ze  Andelvingen  hetten  klain 
und  grös,  benempt  und  unbenempt  als  wirs  untz  uf  di  selben  zit 
hettun  hergebracht]  und  was  dar  in  gehörd  mit  aller  zu  gehörd 
(Pertinenzformel)  mit  allen  gewunhaiten  rechten  nützen  und  gemessen 
die  wir  dar  zu  hettun  und  noch  gewinnen  möchten.  Währschaft 
20  nach  der  stett  recht  ze  Endlingen.  Dirr  ding  sint  züg :  grauf 

Eberhart  von  Landow,  hern  Johans  ze  den  ziten  kirchherr  ze  Bins¬ 
wangen,  Sitz  der  von  Elrbach  vogt,  Chünrat  der  Mülherr  schulthais 
ze  Althain,  Wolf  der  Sachs,  Hans  der  ßlatzer,  Ludwik  Luppf, 
Hainrich  von  Enslingen,  Hans  der  Schulthais  und  ander  erhar  IM 
25  vil  die  es  och  alles  wol  wissend  und  es  sahen  und  horten.  Ich 
Hans  von  Andelvingen  han  min  aigen  insigel  gehenkt  an  disen 
brief,  und  zu  ainer  merer  sicherhait  und  grösser  bevestenung  der 
vor  geschriben  sach  so  han  ich  Hans  von  Andelvingen  ze  den  ziten 
stettamman  ze  Rüdlingen  und  ich  vor  genante  Ann  sin  elichü  husfrow 
30  die  burger  ze  Rüdlingen  gebetten,  das  si  durch  unser  gemainer  gebett 
willen  für  üns  und  unser  erben  ir  stett  insigel  hant  gehenkt  an 
disen  brief  zu  aim  offenn  und  waren  urkünd  aller  der  vor  ge¬ 
schriben  ding. 

Dis  geschach  und  wart  dirr  brief  geben  an  dem  naechsten 
35  fritag  nach  sant  Walpurg  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  achtenden  und  viertzigosten  jar. 

Zwei  RundS.  Das  eine ,  das  des  Hans  von  Andelfingen ,  zeigt  einen 
Mann  im  Brustbild  ein  Widderfell  mit  den  Hörnern  über  den  Kopf  gezogen. 
U:  •  •  •  OHANIS  •  D’.  ANDELV1NGE  •  • .  Das  zweite  ist  das  S  der  Stadt  Ried- 
40  lingen.  Beide  hängen  an  beschriebenen  Pressein. 


284 


1348. 


512.  1348.  21.  Juli.  Amman  und  Rat  von  Mengen  stellen 
eine  Urkunde  aus  über  einen  Streitzwischen  derHeilig- 
k  r  e  u  z  t  a  1  e  r  K 1  o  s  t  e  r  f  r  a  u  A  g  n  e  s  H  a  i  d  e  r  i  n  und  i  h  r  e  m  S  o  h  n 

Konrad  Haider. 

Wir  der  amman  und  der  rat  ze  Mengen  verjehen,  das  an  dem  5 
nähsten  mentag  nach  sant  Margareten  tag  dm  erber  gaisehlich  fröwe 
fro  Angnes  Haiderin  dez  Haiders  säligen  wirten  closterfröwe  dez 
closters  ze  Hailigkrützstal  und  Cünrat  der  Haider  burger  ze  Mengen 
für  iüns  kament  mit  fürsprechen  da  wir  ze  gerillt  sasent  und  daz 
da  fro  Angnes  Haiderin  dem  Cünrat  dem  Haider  anbehüb  unzer-  10 
worfenlich  und  mit  rehter  urtail  ain  drittail  der  wis  der  man  spricht 
diü  sennewis.  Dar  zu  do  behüb  fro  Angnes  Haiderin  dem  Cünrat 
dem  Haider  an  ain  drittail  der  aker  die  zer  egeschribnen  wis  hörent 
und  daz  er  die  selben  aker  ouch  mit  ir  tailn  solt.  Ze  aim  urkünd 
ainer  warhait  dir  everschribnen  urtail  so  geben  wir  der  amman  und  le 
der  rat  der  stat  ze  Mengen  der  fro  Angnesen  Haiderinen  disen 
brief  besigelt  mit  iünser  stet  insigel  ze  Mengen,  der  geben 

ward  an  dem  egeschriben  tag  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gotz 
gebürt  drüzehenhundert  jar  und  vierzig  jar  dar  nach  in  dem 
ahtenden  jar.  2' 

Ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


513.  1348.  24.  Juli.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig- 

kreuztal  überlassen  den  vier  Frauen  A.,  H.  und  K.  von 
Andelfingen  und  der  Agnes  von  Sulgen  genannt  von 
Schitterberg  30  s.  Haller  jährlichen  Gelds.  2 

Wir  frow  Anne  graven  von  Sulcz  äbtissen  und  gemainlich 
aller  der  covent  dez  closters  ze  Hailigencrützstal  vergehen,  daz 
wir  willen  und  gunst  habin  gegeben  den  erberen  und  gaistlichen 
fröwen  scwester  Annun,  scwester  Hailwig,  scwester  Clarun  disen  drin 
scwestrun  die  man  nemmet  die  von  Andelvingen  umb  die  trisig  \ 
Schilling  Haller  geltes  die  si  köftund  um  Hainrich  Stainibain  und 
um  Irmengart  sin  wirtin  von  Rüdlingen,  die  in  werdent  us  ainer 
wis  du  gelegen  ist  an  Otten  Sattelbachs  wis  bi  dem  undern  furt 
der  altun  Tünow,  daz  die  selben  trisig  Schilling  Haller  geltez  die 
von  der  selbun  wis  gaunt  werden  sünt  scwester  Agnesun  von  Sul-  I 
gen  die  man  nemmet  von  Schitterberg.  Wenne  die  dry  scwestran  I 
nit  en  sint,  so  sol  denne  scwester  Agnes  von  Sulgen  die  trisig  I 
Schilling  Haller  geltez  niesen  biz  an  iren  tot  aun  alle  Widerrede  I 


1348. 


285 


ob  si  die  dry  scwestran  überlebt.  Und  wenne  si  alle  fiere  nit  en 
sint,  so  sont  die  trisig  Schilling  Haller  geltez  unserm  clöster  gevallen 
aun  clag  und  aun  zorn.  Siegler:  wir  du  äbtissen  und  du  samenung 
dez  closterz  ze  Hailigencrüczstal. 

5  Dirre  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  ahtendem  und  fierzigosten  jar  an  sant 
Jacobus  abent. 

FAn  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

514 .  1348.  17.  August.  Graf  Heinrich  von  Veringen 

LO  u n d  K o n r a d  K i r c h h e r r  zu  Veringen  geben  dem  Kloster 
H  e  i  1  i  g  k  r  e  u  z  t  a  1  den  Klosterbruder  K  o  n  r  a  d  den  Kling- 

ler  auf. 

;  W  ir  grauf  Hainrieh  von  Veringen  und  ich  Chünrat  tegan  und 
kirchherr  ze  Veringen  verjehin ,  daz  wir  der  erwirdigen  frowen  frow 
5  Annen  graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aeptissenn  des  erwirdigen 
gotzhus  ze  Hailigkrutztal  und  dem  convent  gemainlich  des  selben 
klosters  und  iren  nachkomenden  durch  got  und  iro  gebet  und  liebi 
willen  habin  uf  geben  den  erbarn  man  Chünrat  den  Klingler  der 
in  dem  vor  benempten  kloster  ir  brüder  ist  und  uf  den  altar  ze  Ve- 
50  ringen  zinser  was.  Und  verzihin  uns  mit  disem  brief  aller  der  recht 
nütz  geniess  und  gewunhaiten  die  wir  zu  im  hettun  und  untz  her 
gebracht  habin,  und  lässin  in  ledik  gar  und  gentzlich  aller  der  an¬ 
sprach  die  wir  zü  im  hettun  und  hie  nach  gewinnen  möchtin. 
Siegler:  die  Aussteller. 

55  Der  [brief]  wart  geben  an  dem  naechsten  sunnentag  nach  unser 
frowen  tag  as  sü  ze  himel  für  und  den  man  nernmet  der  eren  unser 
j  frowen  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenliundert  jar  dar 
nach  in  dem  achtenden  und  viertzigosten  jar. 

;  Die  zwei  S  sind  abgerissen. 

io  515,  1348.  6.  Dezember.  Abtissin  und  Konvent  zu 

H e i  1  i g kr e u z t al  verkaufen  der  Frau  Mechthild  der  S p er¬ 
be  r  i  n  1  &  Haller  jährlichen  Gelds  um  11  U  Haller. 

Wir  frowe  Anne  graven  von  Sulz  äbtissen  dez  closterz  ze 
Hailigencrucetal  und  gemainlich  aller  convent  dez  selben  closterz 
15  vtirjehen,  daz  wir  mit  gütem  rat  und  mit  güter  betrahtung  liabind 
geben  ze  koffen  reht  und  redlich  der  erberen  frowen  frowe  Maht- 
hilt  der  Sperwerinun  ain  phunt  Haller  jaerklichez  geltez  um  ainlif 


286 


1348. 


phunt  Haller  (Quittung).  Daz  phunt  geltez  sol  ir  werden  järklichen 
us  disen  güten  von  Bruhselz  hus,  und  von  der  wise  dü  da  lit  bi 
Hirsenrüti  dri[zehen]a)  Schilling,  und  von  dem  hus  da  iez  der 
Hörge  inen  ist  und  von  dez  Binderz  hofrati  sehz  Schilling,  und  von 
dez  Horgen  drie  Schilling  Haller  geltz.  Und  wer,  daz  ainez  phundez  5 
Haller  gebraste  von  den  vor  genemten  gutem,  daz  sol  ain  kellerin 
erfullun.  Wer  öch,  daz  über  ain  phunt  geltez  da  von  würdi,  daz 
sol  man  ainer  kellerin  antwurten.  Ich  dü  vor  genant  Mahthilt  vür- 
iclie  oftenlicli  an  disem  brief,  daz  ich  daz  vor  genant  phunt  geltez  i 
han  ergeben  der  gaislichen  frowen  swester  Gerdrut  der  Diethöchinun  10 
die  wil  si  lebt.  Und  wenne  si  nit  en  ist,  so  sol  ez  der  samnung 
gemainlich  werden  ze  ainem  jarzit  von  mir  und  von  allen  den  von 
den  ez  her  ist  körnen.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gottez  ge¬ 
bürt  drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  ahtende  und  vierzgosten  i{ 
jar  an  sant  Nicolaus  tag. 

Von  zwei  S  ist  nur  noch  ein  Best  des  ersten  vorhanden.  Vgl.  zum 
ganzen  Stück  Nr.  510. 

n)  Das  ganze  Zahlwort  auf  Rasur  und  selbst  teilioeise  radiert. 


16,  1348.  15.  Dezember.  Hans  von  Hornstain  zu  Pflummern  2 


verkauft  an  Heiligkreuz tal  eine  Wiese  um  31  U  Haller. 

A  .llen  .  .  urkünd  ich  Hans  von  Hornstain  ze  Pflumarn  gesessen 
ritt  er,  claz  ich  der  fro  Annen  von  Sultz  graevinn  ze  den  ziten  aeptissenn 


des  erwirdigen  gotzhüs  ze  Hailigkrütztal  und  dem  convent  gemainlich 


des  selben  klosters  und  allen  iren  nachkomenden  die  wis,  dü  min  5 


aigen  was  und  zwischan  Althaimer  und  Andelvinger  esschen  lit  und 


stösset  an  Andelvinger  espan  am  Marpach,  ains  rechten  und  redlichen 
köfs  für  ain  aigen  ze  kouffend  han  geben  umb  drissig  pfund  und 
ain  pfunt  alles  guter  und  gnaemer  Haller  (Quittung,  Währschaft) .  Und 
dar  umb  han  ich  in  und  iren  nachkomenden  ze  bürgen  gesetzet 
Hainrich  von  Enslingen  und  Lütfrid  Luppfen  burger  ze  Rüdlingen  mit 
der  gedingd  und  beschaidenhait :  waer,  daz  ich  und  min  erben  den 
frowen  und  iren  nachkomenden  die  wis  nit  verstund  und  verspraech 
als  geschriben  ist,  so  hant  die  frowen  und  ir  nachkomend  ald  iro 


bott  gewalt  und  gut  recht  die  bürgen  dar  umb  ze  manind  ze  büs 


ze  hof  ald  linder  ougen.  Und  die  sont  denn  in  den  naechsten  acht 


tagen  a^dar  nach  in  erber  und  offen*  wirt  lmser  invarn  laistena)  ge- 


wunlich  giselschaft  an  gevaerd  und  sont  usser  der  laistung  nümmer 


körnen  noch  ledik  werden  e  daz  ich  ald  min  erben  den  frowen  ald 


1349. 


287 


iren  nachkomenden  die  wts  verstän  und  versprich  als  geschriben  ist. 
Ich  Hans  von  Hornstain  han  och  gelübt  für  mich  und  min  erben 
die  bürgen  ze  lösind  von  diser  bürgschaft  an  ir  und  ir  erbo  schaden. 
l)irr  sctch  sint  züg:  herr  Johans  ze  den  ziten  kirchlierr  ze 

Binswangen,  Hans  von  Andelvingen  ze  den  ziten  stettamman  ze 
Rüdlingen,  Ludwik  Luppf  burger  ze  Rüdlingen  und  ander  erbar  lüt 
genüg  die  es  sahen  und  horten.  Und  daz  dis  alles  staet  und  gantz 
belib  daz  an  disem  brief  geschriben  stat,  so  han  ich  vor  genanter 
Hans  von  Hornstain  ritter  frow  Annen  ze  den  ziten  aeptissenn  des 
0  vor  genanten  klosters  und  dem  convent  gemainlich  des  selben  klosters 
und  allen  iren  nachkomenden  für  mich  und  all  min  erben  min  aigen 
insigel  gehenkt  an  disen  brief  zu  aim  offenn  und  waren  urkünd 
der  vor  geschriben  ding.  Ich  Hainrich  von  Enslingen  vergih  och, 
daz  ich  bürg  bin  und  die  bürgschaft  halten  und  laisten  sol  an 
5  gevaerd  als  von  mir  an  disem  brief  geschriben  ist.  Und  zu  aim 
offenn  urkünd  des  selben  und  och  der  vor  geschriben  ding  so  han 
ich  min  aigen  insigel  gehenkt  an  disen  brief.  Ich  Lütfrid  Luppf 
vergich  och  under  mins  vor  benempten  mitbürgen  insigel  wan  ich 
aigens  insigels  nit  han,  daz  ich  och  bürg  bin  und  die  bürgschaft 
0  halten  und  laisten  sol  an  gevaerd  als  geschriben  ist  an  disem  brief, 
der  geben  wart  an  den  naechsten  mentag  vor  sant  Thomans 
tag  des  zwölfbotten  der  vor  wichennaechten  kunt,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  achtenden  und 
viertzigosten  jar. 

5  NI):  Ain  brief  von  herr  Hansen  von  Hornstain  umb  ain  wise  under 

Andelfinger  staig. 

Die  zwei  S  fehlen. 

j  a)— a)  Diese  Stelle  auf  Rasur. 

517.  1349.  Stifftung  und  Jahrzeitbrief  Hilda  Pfennlerin 

p  und  Heinrich  Hüobers  von  11  lib.  Haller  uss  einem  Garten  zue 
\  lliedlingen  und  ainer  Wiss  im  ofenwisch.  Anno  1349. 

|  RL  Heiligkreuztal,  Fol.  196 r,  Nr.  25,  Titel:  Gottsgaben,  Stifftung, 

Leibding.  Wohl  =  Nr.  519. 

518.  1349.  23.  Februar.  Heinrich  und  Adelheid  von 

r>  Langen en slingen  Bürger  zu  Riedlingen  verkaufen  an 
Hei  ligkreutftal  2  U  Haller  jährlichen  Gel  ds  um  23  Haller. 

Allen  .  .  urJcündin  ich  Hainrich  von  Enslingen  burger  ze  Rüd- 
lingen  und  ich  Adelhait  sin  elichü  wirtinn,  daz  wir  frow  Annen 


288 


1349. 


graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aeptissenn  des  erwirdigen  gotzhüs 
ze  Hailigkrütztal  und  dem  convent  gemainlich  des  selben  klosters 
und  allen  iren  nachkomenden  ains  rechten  und  redlichen  köfs  zwai 
pfund  güter  Haller  jaerlichs  geltz  usser  unserm  böngarten,  der  ze 
ßüdlingen  bi  der  stat  lit  und  ainhalb  an  Hansen  von  Andelvingen  5 
bongarten  lit  und  anderhalb  an  ßüdgers  Stüessen  bongarten  lit, 
und  usser  unser  wis  du  in  dem  ovenwisck  gelegen  ist  und  zu  ainr 
siten  stbsset  an  Hansens  Scbulthaissen  wis  und  zu  der  selben  siten 
stösset  an  Mantzen  Goingers  saeligen  wis,  ze  köffend  liabin  geben 
umb  zwaintzig  pfund  und  drü  pfund  alles  guter  und  gnaemer  Haller  10 
(Quittung).  Und  sülin  wir  ald  unser  erben  inen  ald  iren  nachkomenden 
dü  zwai  pfund  Haller  geltz  aellü  jar  richten  und  gen  uf  sant  Martins 
tag  unverzogenlich  an  all  irrung.  Währschaft  nach  der  stett 
recht  ze  ßüdlingen.  Es  ist  och  gerett  und  gedingot :  waer,  daz  wir 
ald  ünser  erben  inen  ald  iren  nachkomenden  zwai  pfund  Haller  15 
geltz  uss  aim  gut  anderschwa  kouftin  da  es  in  gewiss  waer,  so 
sont  si  üns  und  unsren  erben  du  vor  geschriben  zwai  pfund  Haller 
geltz  uss  ünserm  bongarten  und  uss  ünser  wis  ledik  lan  an  all 
widerred  und  an  all  irrung  und  sont  zwai  pfund  Haller  geltz  jaer¬ 
lichs  nemen  uss  dem  gut  da  wir  ins  köffin.  Dirr  ding  sint  zi\g:  20 

Ludwik  Luppf,  Hainrich  Luppf,  Cünrat  Staehelli  und  ander 
IM  genug  die  es  sahen  und  horten.  Siegler:  die  burger  ze  ßüd¬ 
lingen. 

Der  [brief]  wart-  geben  an  sant  Mathis  abend,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  drüzehen hundert  jar  dar  nach  in  dem  nünden  und  21 
viertzigosten  jar. 

Das  Hund  S  der  Stadt  Eiedlingen. 


519.  1349.  12.  März.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 
kreuztal  setzen  die  Verwendung  für  die  2  U  Haller  jähr¬ 
lich  e  11  Gelds  von  Heinrich  von  Langen enslingen  fest. 

■  W  ir  frow  Ann  graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aeptissenn 
des  erwirdigen  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  und  der  convent  gemain¬ 
lich  des  selben  klosters  verjehin ,  daz  wir  ainmütklich  und  mit  gutem 
rät  dü  zwai  pfund  Haller  jaerlichs  geltz  dü  wir  umb  Hainrich  von 
Enslingen  köften  und  uns  gant  uss  sim  böngarten  ze  ßüdlingen  3| 
und  uss  siner  wis  dü  in  dem  ovenwisch  gelegen  ist  und  an  Mantzen 
Goingers  saeligen  wis  lit,  verschriben  und  vermachot  habin  also 
daz  hinnanfür  ümmer  me  eweklicbs  zehen  Schilling  Haller  gän  und 


1349. 


289 


dienen  sont  in  die  kustii  an  daz  liecht  in  der  bruder  kirchen  in 
ünserm  kloster.  Und  wenn  Schwester  Hilt  Pfendlerin  und  Ann  und 
Ben  Murselin  zwo  geschwistra  baid  kloster  frowa  sterbent  da  vor 
got  lang  si,  so  sont  och  zehen  Schilling  Haller  jaerlichs  geltz  nach 
5  ir  drier  tod,  den  got  lang  wend,  vallen  und  werden  eweklichs  in 
ünser  revental  über  tisch.  Und  sont  denn  der  jarzito  pflegerina  weli 
in  ünserm  kloster  zu  den  ziten  jarzito  pflegerina  sint  die  selben 
zehen  Schilling  in  n&nen  jaerlichs  und  sont  da  mit  win  köffen  as 
yil  si  da  mit  erraigen  und  gelangen  mugend,  und  sont  da  mit  began 
10  der  Schwester  Hilten  jartzit  und  sont  den  win  dem  convent  gemain- 
lich  tailn  über  tisch  mit  gantzem  flis  und  mit  guten  trüwen  as  si 
got  da  mit  antwürten  wellint  am  jüngsten  gericht.  Wenn  och  Hain- 
rich  der  Huber  stirbet  da  vor  got  lang  si,  so  sol  ain  pfunt  Haller 
jaerlichs  geltz  von  den  vor  geschriben  zwain  pfunden  Haller  geltz 
15  nach  sim  tod  den  got  och  lang  wend  vallen  und  werden  eweklichs 
in  ünser  revental  den  frowon  über  tisch.  Und  sont  daz  selb  pfunt 
Haller  geltz  die  jarzito  pflegerina  jaerlichs  in  nemen  und  sont  och 
da  mit  win  köffen  as  vil  si  da  mit  erraigen  und  erlangen  mugend 
und  sont  jaerlichs  da  mit  begän  des  Hainrich  Hubers  jarzit  und 
20  sont  och  den  win  dem  convent  gemainlich  allü  jar  über  tisch  tailn 
mit  gantzem  flis  und  mit  güten  trüwen  as  si  got  och  dar  umb  ant¬ 
würten  wellint  am  jüngsten  gericht.  Waer  och  daz  wir  ald  kain 
maysterschaft  in  ünserm  kloster  dü  zwai  pfund  Haller  geltz  irtin  daz 
si  nit  kemind  da  hin  da  wirs  mit  disem  brief  verschriben  geordnot 
25  und  vermach ot  habin,  was  wir  denn  irrin  an  den  zwai  pfunden 
Haller  geltz  es  si  lützel  ald  vil,  daz  sol  alles  sament  des  selben  jars 
sant  Greorien  und  den  hailigen  des  gotzhüs  ze  Rüdlingen  vervallen 
sin  in  dem  selben  jar  in  welem  jar  und  as  dik  es  beschiht.  Dis 
ist  alles  sament  beschehen  durch  got  und  durch  besser  gedenknüst 
1 30  der  vor  benempten  selan  und  durch  ir  und  iro  vordren  grosser  ge- 
lüks  und  hails  willen.  Siegler:  Abtissin  und  Konvent. 

Der  [brief ]  wart  geben  an  sant  Gregorien  tag,  domanzaltvongottes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  nünden  und  viertzigosten  jar. 

Beide  S  sind  teihreise  verloren. 

35  520.  1349.  21.  März.  Hun dersingen.  Hans  von  Beiz- 

k o f e n  zu  Hundersingen  verkauft  an  Heiligkreuztal 
1  Juchart  Ackers  um  4  Haller. 

■I  ch  Hans  von  Büzkoven  ze  Hundersingen  gesessen  vergich, 
daz  ich  mit  guter  betrahtung  gesundez  libez  und  mutez  mit  willen 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  19 


290 


1349. 


und  mit  gunst  fro  Katherinun  miner  elicher  wirtenn  und  ander  min  er 
erbo  gib  und  hän  geben  ze  kofent  reht  und  redlich  der  aebtissen 
und  dem  convent  dez  closterz  ze  Hailigcrütztal  ain  juchart  aigez 
akkerz  dü  gelegen  ist  ze  Hundersingen  bi  dem  crütz  und  hört  in 
Hirlichz  saeligen  gut,  um  fier  pfunt  Haller  guter  und  gnaemer  5 
( Quittung ,  Währschaft).  Diz  kofez  sint  gezüge  und  ist  da  hi  ge- 
ivesen:  Curat  von  Buwenburg,  Cünrat  Flure,  Bentz  Hon,  Übellüg, 

brüder  Wernher  der  kofman,  Obrenstetten  und  ander.  Ich  Hans 
von  Büzkoven  [gib]  den  fro  wen  disen  brief  besigelt  mit  C  unratz 
von  Buwenburg  insigel  wan  ich  aigez  insigel  nit  hän.  Ich  Cünrat  10 
von  Buwenburg  urkünd  offenlich  an  disem  brief,  daz  ich  bi  disem 
kof  bin  gewesen  und  daz  sähe  und  hört  (Siegelanhängung). 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Hundersingen  in  dem  jar ,  do  man 
zalt  von  gotez  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  nünden 
und  fierzgosten  jar  an  sant  Benedicten  tag.  15 

Ein  BundS  des  Konrad  von  Buwenburg. 


521.  1349.  23.  März.  Reichenau.  Die  Leibeigene  Else 

Bokinakerin  verkauft  mit  Erlaubnis  des  Abtes  von  der  I 
Reichenau  an  Hans  Lulli  von  Saulgau  sechs  Juchart  1 
Ackers  zu  Herbertingen  um  20  £  Haller.  2(1 

Wir  Eberhart  von  gotes  genaden  abbet  des  goteshus  in  der  I 
Richunöwe  ||  daz  aller  nahst  dem  stül  ze  Rom  zu  gehört  sant  Bene-  I 
dicten  Ordens  gelegen  in  Chostentzer  bystüm  künden  allen  die  disen  I 
brief  an  sehent  oder  hör  ent  ||  lesen  und  verjehen  och  offenlich  mit  I 
disem  brief ‘  daz  diu  erber  fröwe  Elsin  Bokinakerin  burgerin  ze  2H 
Sulgon  wan  si  von  dem  lib  an  unser  goteshus  hört,  mit  •ünserm  I 
güten  willen  und  gunst  ze  köffent  gen  hat  dem  beschaiden  manne  I 
Hansen  Lulli  burger  ze  Sulgon  und  allen  sinen  erbon  sechs  juchart  I 
akkers  gelegen  ze  Herbrehtingen  in  den  eschen,  dero  ainü  lit  uf  I 
dem  Himbach,  diu  ander  bi  des  Küntzlins  böm,  die  dritte  in  dem  8lj 
morental,  diu  vierde  uf  der  Swarzachun,  diu  fünft  uf  der  stainung,  I 
diu  sechste  uf  der  mundgebraitun  und  ain  ländeli  uf  dem  bernlöch;  I 
ain  halbes  manne  mades  wisan  gelegen  in  dem  söde  und  ain  drit-  I 
tail  aines  mannes  mad  wisan  gelegen  uf  dem  söme,  um  zwainzig  I 
phund  guter  und  genuiner  Haller  und  geben  och  dem  selben  köffai 
craft  und  mäht  mit  disem  brief.  Diz  allez  ist  beschehen  mit  ünserm  I 
und  öch  mit  ünsers  conventes  gütem  willen  und  gunst  und  mit  aller  II 
der  gehügde  Worten  und  werken  so  dar  zü  horton  ald  hören  solten  I 


1349. 


291 


nah  gewonhait  und  öch  nah  reht  also,  daz  Johans  Lülli  und  sin 
erben  von  uns  und  unsern  nahkomen  und  ünserm  goteshus  und 
von  ünserm  convent  und  von  allen  ünseren  lüten  ümermer  unan- 
sprachig  sig,  won  ers  köf  hatt  für  ain  rehs  aigen.  Daz  dis  war 
5  und  stat  belibe,  so  gebin  wir  im  disen  brief  besigelt  mit  ünserm 
aigen  insigel,  der  geben  ist  ze  Owe,  do  man  zalt  nach  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  nun  und  vierzesten  jar 
an  dem  mentag  nach  miter  vastun. 

Ein  Oval  S.  En  face  sitzt  ein  Prälat.  An  Stelle  des  Kreuzes  zu  Beginn 
10  der  U  ein  Schild  mit  Kreuz.  Unter  den  Füssen  ist  ein  Schild  mit  unkennt¬ 
lichem  Wappen.  U:  f  S\  EBERH  •  DEI  •  GRÄ  •  ABBATIS  •  MON  •  AVGIE  • 
MAIORIS.  Auf  der  Pressei  steht:  Der  ist  mins  bruders  Hansen  Lüllis. 

9  Eine  Randbemerkung  im  RL  Heiligkreuzlai,  Fol.  26Sr,  Nr.  7,  Titel 
Willbrieff  weist  darauf  hin,  dass  diese  sechs  Juchart  1454  an  das  Kloster 
15  kamen. 


522.  1349.  1.  Juni.  Die  Truchsessen  Kun  von  Uracli 

Vater  und  Sohn  geben  R e n t z e n  von  Ringingen  dem 
Kloster  Heiligkreuztal. 

I  ch  [Cun] *)  herre  der  Truhsesse  von  Urach  und  Cun  min  sün 
20  vergenhen,  daz  wir  mit  gutem  günst  und  willen  Rentzzen  von  Ringengen 
dem  erbern  closter  und  dem  convente  ze  Hailigencruztal  gemainlich  für 
uns  und  unser  erben  ewiclich  ergeben  haben  für  alle  ansprach  immerme 
mit  allen  den  rehten  diu  wir  zu  im  hetten  oder  haben  mohten  er 
si  lebende  oder  tote.  Und  dez  ze  urkunde  ainer  warhait  so  gib 
25  ich  herre  Cune1)  der  Truhsesse  disen  brief  für  mich  und  min  erben 
dem  closter  und  iren  nahkomenden,  da  min  aygen  insigel  angehenkot 
ist,  und  under  dem  selben  insigel  mins  vatters  so  vergih  ich  der 
junge  Cun  staette  ze  haltten  und  ze  lasenne  allez  daz  daz  an  disem 
brief  geschriben  stat  wen  ich  ayges  insigelz  nit  enhan. 

30  Dirre  brief  wart  geben  an  dem  nächsten  mentag  in  den 
phingsten,  do  man  von  gottez  gebürt  zalt-  drüzenhenhundert  und  vierzig 
jar  und  dar  nah  in  dem  nünden  jar. 

NB:  Über  Bentzen  (!)  von  Ringingen. 

Ein  Rund  S.  Bas  Bild  zeigt  einen  gehörnten  Ochsenkopf  mit  Nasenring. 
35  U:  f  S\  CVN  •  DCI  •  DRVHSASSE  •  MILIT. 

*)  Ber  Vorname  fehlt  hier  und  ist  aus  dem  Folgenden  ergänzt. 


292 


1849. 


523.  1349.  22.  Juli.  Marchtal.  Propst  Konrad  von  March¬ 
tal  und  Konvent  lassen  den  Eigenmann  Heinrich  Rapp 
ins  Kloster  Heiligkreuztal  ein  treten. 

\N\os  Cünradus  permissione  divina  Marchtellensis  ecclesie  pre- 
positus  ac  totus  ibidem  conventus  ||  notum  facimus  presencium  in- 
spectoribus  seu  auditoribm  universis,  quod  nos  pari  consensu  ||  licen- 
ciavimus  Hainricum  dictum  Rappen  nostre  ecclesie  proprium  famulum 
intrare  religionis  [|  habitum  in  Yalle  Sancte  Crucis  ibique  deo  servire 
pro  tempore  sue  vite,  quict  deo  servire  est  regncire  sicut  dicit  sapiens. 

Si  vero  quod  absit  ad  abiciendum  ordinem  fuerit  i[n]stigatus,  omnia  io 
iura  nobis  in  ipso  competere  que  antea  habuimus  presentibus  in- 
serimus  prout  decet. 

Datum  anno  domini  MCCCXLIX  in  ecclesia  Marchtellensi  in 


die  Marie  Magdalene  electe. 


Das  S  fehlt. 


15 


524.  1349.  13.  November.  Kunz,  Adelheid  und  Hein¬ 

rich  von  Zolnhausen  verkaufen  Kunz  und  Wernz  den 
Schönherren  von  Saulgau  3  ^  Haller  jährlichen  Gelds. 

I  ch  Cüntz  von  Zolnhusen  burger  ze  Rüdlingen,  ich  Adelh[ait] 
sin  elichü  husfrow  und  ich  Hainrich  sin  sun  verjehiny  daz  wir  ains  2( 
rehten  und  redlichen  koufs  Cüntzen  und  Werntzen  den  Schönherren 
von  Sulgen  Haintzen  saeligen  des  Offenburgers  wilent  burger  ze 
Rüdlingen  tohter  sün  und  iren  erben  driu  pfunt  guter  Haller  jaerlichs 
und  bloss  geltz  gmainlich  uss  allen  ünsren  garten,  gelegen  im  under- 
wasser  vorm  mülitor  bi  der  statt  ze  Rüdlingen  gen  Zolnhusen  anliin  2I 
zwischan  Cüntzen  Staehellins  und  der  Satlerino  garten  und  zwischan 
Haintzen  Luppfen  und  Cünrat  des  amrnans  wisun  und  zwischan  der 
frowo  agker  von  Hailigcrütztal  den  man  nempt  die  bünd,  liabin 
geben  ze  kouffend  umb  drisig  pfunt  güter  Haller  (Quittung).  Und 
sülin  wir  und  unser  erben  ald  wer  die  vor  genanten  garten  inne  hat  3 
den  vor  genanten  Cüntzen  und  Werntzen  und  iren  erben  diu  driu 
pfunt  Haller  geltz  alliu  sament  mit  ain  ander  rillten  und  gen  jaerlichs 
uf  sant  Martins  tag  an  fürtzug.  Währschaft  nah  der  stett  reht 
ze  Rüdlingen.  Wir  und  unser  erben  ald  wer  die  garten  inn  hat 
sülin  den  Cüntzen  und  Werntzen  und  iren  erben  diu  driu  pfunt 
Haller  geltz  all  wieg  vor  uss  rihten  uss  den  gartun  wan  niutz 
vormals  dar  uss  gat  wan  der  zehend.  Und  sülin  inen  och  die  zins 
und  das  gelt  sarnnun,  daz  da  mit  dehain  not  noh  arbait  han  sont,  und 


1850. 


293 


stilin  ins  mit  ain  ander  alliu  jar  gen  uf  daz  vor  geschriben  zil  as 
geschriben  ist.  Dirr  ding  sint  züg :  Hans  der  Schulthaiss, 

Cunrat  Staehelli,  Ctinrat  der  Kaeppeller,  Bentz  der  Offenburger 
burger  ze  Endlingen  und  ander  erber  lüt  genüg  die  es  alles  sahun 
5  und  hortun.  Siegel:  der  am  man  und  der  rat  der  stat  ze  Rudlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  am  naehsten  fritag  nah  sant  Martins  tag, 
do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  viertzig  jar  dar 
nah  im  ntinden  jar. 

ND:  Umb  drü  pfunt  geltz  uss  den  garten  ze  Riidlingen  zu  der  von 
10  Grüningen  jarzit  —  von  späterer  Hand:  Faigli  het  den  garten. 

Das  S  ist  weggerissen. 

525.  1350.  1.  Februar. 

Hainz  von  Pflummern  verkauft  an  Albrecht  den  Schreiber 
genannt  Hannebitz  ein  cehendli  das  gelegen  ist  ennunt  des  Linsy- 
15  bergs  bi  den  brunnen  gen  Fridingen  wert  für  ain  reht  aigen  umb 
zway  phunt  Haller  guter  und  gnamer  (Quittung,  Währschaft). 
Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  an  dem  nähsten  mantag  vor  unser 
frowun  tag  der  lichtmis,  dou  man  zalt  von  Gristes  gebürt  driuzehen- 
20  hundert  jar  dar  nach  in  dem  fiunftzigosteni  jar. 

ND:  Umb  ain  zehendli  ze  Fridingen  bi  dem  Lisinbergg. 

Das  abhangende  8  ist  ausgerissen. 

526.  1350.  21.  März.  Heiligkreuztal.  Abt  Johann  von 
Zwiefalten  gibt  G  ö  t  z  den  Öler  an  Heilig kreuztal  um 

25  2  Haller  Gült. 

A  llen  den  die  disen  gegenwrtigen  brief  an  sehent  lesent  oder 
hörent  lesen  kündin  wir  abt  Johans  ||  von  Zwiveltun  des  Ordens  sant 
Benedicten  genant  von  Blieningen,  das  wir  mit  gemeinem  rate  unser  j 
und  unsers  conventes  durh  gunst  und  bet  wegen  der  erwirdigen 
30  frown  der  äbtissen  und  der  same||nunge  von  Heiligencrtizestal  habin 
gegeben  Gözzen  den  Öler  der  ein  zinser  was  uf  unsern  alter  ze 
Zwiveltun  ze  rehtem  eigen.  Und  dar  umme  liessent  si  uns  varn 
zwei  pfhunt  gewisser  gult  Haller  mtinz.  Und  des  sint  gezüge:  her 

Hans  der  kirchherre  ze  Binswangen  und  herr  Dietrich  kirchherre 
35  ze  Andolvingen  und  brüder  Cunrat  der  Neve  und  arider  gezüge 
gnüge.  Und  ze  einem  gewären  urkunde  aller  der  vor  gescribener 
dinge  so  henkin  wir  unser  insigel  an  disen  brief. 


294 


1350. 


Dis  beschcth  do  man  von  gottes  gebürte  zalte  drüzehenhundert 
jar  und  dar  nah  in  dem  fünfzigen  jare  an  sant  Benedictus  tage  in 
dem  closter  ze  Heiligencrüzestal. 

Ein  OvalS  des  Abtes  von  Zwiefalten.  Eine  stehende  Heiligenfigur  mit 
dem  Hirtenstab  in  der  Hechten. 

ZWIVILDEA. 


527.  1350.  25.  April.  Alb  recht  der  Schreiber  genannt 

Hannenbitz  verkauft  sein  Zehntlein  zu  Friedingen  an 
Heiligkreuztal.1) 

Allen  .  .  urkünd  ich  Albreht  der  scriber  den  man  nempt  io 
Hannenbitz,  daz  ich  reht  und  redelich  han  geben  ze  koffend  den  erberen 
gaslichen  vrowen  und  dem  closter  ze  Hailigcruztal  daz  cehendli,  daz 
ich  het  und  gelegen  ist  ennunt  dez  Linsybergs  bi  dem  brunne  gen 
Fridingen  wert,  für  ain  reht  agen  umb  zwa  phunt  Haller  güter  und 
genemmer  (Quittung).  Ich  han  inen  öch  daz  vor  geschriben  zenhendli  15 
geben  ze  koffend  für  ain  reht  aigen  alz  geschriben  ist  mit  allem 
dem  so  dar  zu  höret,  und  sol  inen  daz  vor  geschriben  zenhendli 
versprechen  und  verstan  nach  dez  landez  reht  wa  ez  ansprechig 
wurd.  Ich  Albreht  der  schriber  den  man  da  nempt  Hannenbitz 
[gib]  dissen  brief  besigelt  mit  minez  herren  insigel  hern  Hansen  21 
von  Hornstain  ze  Fridingen  gesessen,  der  geben  wart  an  sant 

Markez  tag,  do  man  zalt  von  Cristez  gebürt  druzenhenhundert  jar 
dar  nach  in  dem  fünzgosten  jar. 

Ein  HundS  des  Johann  von  Hornstein. 

0  Vgl.  Nr.  525 ,  die  teilweise  wörtlich  herüber  genommen  ist  in  dieses  Stück.  25 


528.  1350.  24.  Juni.  Heinrich  von  Enslingen  Bürger 

zu  Riedlingen  und  sein  Weib  Adelheid  verkaufen  2 
Haller  ewigen  Gelds  um  24  &  ans  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal. 

•  ■ 

\l\ch  Hainrich  von  Enslingen  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  ß| 

Adelhait  sin  elichiu  liusfrow  verjehin,  daz  wir  ains  rehten  und  red¬ 
lichen  koufs  den  ersamen  frowun  frow  Annun  graevinn  von  Sultz 
zu  den  ziten  aeptissenn  des  erwirdigen  klosters  ze  Hailigcrütztal 
dem  convent  gmainlich  des  selben  gotzhus  und  ir  nahkomenden 
habin  geben  ze  kouffind  zwai  pfunt  Haller  jarlichs  und  ewigs  geltz 
uss  unserm  tail  der  wis,  du  gern  ain  ist  mit  der  Kaibinun  burgerinun 


_ 


1350. 


295 


ze  Rüdlingen,  die  man  nempt  die  ow  und  gelegen  ist  under  Landow 
ennunt  der  Tünow  Ertingen  halp  und  unser  aigen  ist,  umb  zwaintzig 
pfund  und  vier  pfunt  guter  Haller  (Quittung).  Und  sülin  wir  und 
unser  erben  ald  wer  den  tail  der  wis  inn  hat  inen  ald  iren  nah- 
5  koment  du  zwai  pfunt  Haller  geltz  aellii  jar  rihten  und  gen  uf  sant 
Martins  tag  än  fürtzug.  Und  waer,  daz  den  frowun  diu  zwai  pfunt 
Haller  geltz  nit  geriht  würdin  as  geschriben  ist,  so  sont  si  sich 
heben  uf  den  tail  der  wis  und  sont  in  inn  han  und  messen ,  untz 
daz  inen  daz  gelt  wirt  geriht  gar  und  gentzlich  än  ir  schaden. 
10  Währschaft  nach  der  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Dirr  ding  sint 
züg:  Hans  von  Andelvingen  zu  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen, 

Hainrich  Luppf,  Hans  Schulthais  und  Dietrich  von  Büningen  und 
anderr  erberr  lut  genüg  die  es  alles  sahen  und  hortun.  Siegler: 
der  Aussteller  und  der  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen. 
15  Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Johans  tag  des  Touffers  ze  süngiden, 
do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drützehenhundert  jar  dar  nah  im 
fünftzigosten  jar. 

ND:  Umb  zwai  pfunt  Haller  järlichs  geltz  von  der  owe  under  Landowe. 

Zivei  UundS  des  Heinrich  von  Enslingen  und  der  Stadt  Riedlingen. 

20  529.  1350.  4.  Juli.  Die  Klosterfrauen  zu  Heiligkreuztal: 
Beta  Maus wirstin,  Lugga  von  Schafhausen  und  Hedwig 
Murzellin  haben  dem  Kloster  2  $  Haller  Gelds  gekauft1) 
und  bekommen  sie  als  Leibgeding. 

Wir  frowe  Anna  graven  von  Sulz  aptissen  ze  Haiügcrüztal 
25  und  der  covent  gemainlich  des  selben  closterz  offenen ,  das  mit 
ünserm  ürlop  und  willen  die  gaischelichen  frowa  Beta  Manswirstin a) 
und  Lügga  von  Schafhusen  und  öch  swester  Hadwig  Murzellin  alle 
unser  closterfrowa  koft  hant  von  Hainrich  von  Enslingen  aim  burger 
von  Rüdelingen  zwai  phunt  Haller  ewiges  geltes  an  unser  closter 
30  ze  Hailigcruztal ,  die  er  und  sin  erben  gen  sont  jarlich  zu  dem  zil 
als  dü  hantvesti  set,  die  er  geben  hot  dar  umb  under  sinem  und 
der  stat  insigel  ze  Rüdelingen,  usser  sinem  tail  der  owe,  dü  gelegen 
ist  under  Landowe  ennont  der  Tünowe  Ertingen  halp  die  er  gemain 
het  mit  der  Kaibinnon  von  Rüdelingen  mit  solicher  beschaidenhait, 
35  das  die  frova  Beta  Manwirstin  und  Lügga  von  Schafhusen  ain 
phunt  Haller  geltes  haben  und  niesen  sont  unz  an  ir  tot.  Und 
swen  dü  ain  ab  gat  von  todes  wegen,  so  sol  dü  ander  das  phunt 
geltes  han  öch  unz  an  ir  tot.  Es  sol  öch  dü  Hadwig  Murzellin 


296 


1350. 


das  ander  phunt  Haller  geltes  niesen  und  haben  unz  an  ir  tot. 
Und  swen  die  zwo  frowa  Betta  und  Lügga  von  Schafhusen  nit 
ensint,  so  sol  ain  phunt  Haller  geltes  dienon  dem  convent  ünsers 
closters  utfen  den  tisch  an  Eberhars  Manwister(!)  Beton  vatter  jarzit 
das  man  began  sol  an  sant  Johans  tag  dem  man  sprichet  ante  portam  5 
latinam.  Swen  öch  swester  Hädwig  Murzellin  nit  en  ist,  so  sol  das 
ander  phunt  Haller  geltes  öch  dem  convent  dienon  über  tisch  als  ir 
jarzit  den  vallet.  Und  sol  man  dem  convent  gen  win  als  den  dü 
jarzit  gevallen  sint  als  vil  als  das  gelt  gerügen  mag.  War  aber, 
das  man  das  nit  tätti  und  fürgessen  wolti,  swen  man  das  nit  tätti,  10 
so  sol  das  gelt  das  des  jars  gevallen  ist  als  dike  man  nit  tätti 
vallen  gen  Rüdelingen  an  sant  Gerien  gothzhus.  Siegel:  ainer 
aptissen  insigel  und  öch  des  conventes  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  c/o  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehen- 
lmndert  jar  darnah  in  dem  füfzigosten  jar  an  sant  Ulrich  tag.  15 


NH:  Umb  zwai  pfunt  gelt  uss  der  owe  under  Landow  du  Hätz  Müstlin(!) 
und  die  Mannwirstin  niessend  und  nah  in  hörend  in  die  jarzit. 

Von  zwei  S  sind  nur  noch  beschriebene  Pressein  vorhanden ,  die  die 
Namen  Hans  und  Adelhaid  von  Sachsenheim  zeigen. 

J)  Vgl.  die  vorhergehende  Nummer. 

a)  Manswistin  mit  r  über  dem  ersten  i. 

530 .  1350.  9.  August.  Übereinkunft  zwischen  Graf 

Wilhelm  dem  Jungen  von  Mont  fort  und  Heiligkreuztal 
wegen  Bin  zw  an  gen. 

;  | v\ir  graf  Wilheln  der  jung  von  Muntfort  verjehin  offenUcli 
mit  disem  brief  für  üns  und  ünser  brüder ,  daz  wir  lieplich  und 
tugentlich  verricht  sien  umb  all  stöss  die  wir  hettun  mit  der  aeb- 
tissenn  und  mit  dem  convent  des  klosters  ze  Hailigkrütztal  von  des 
dorfs  wegen  ze  Binswangen  mit  der  beschaidenhait,  daz  si  üns 
dienun  sont  mit  den  pflügen  die  si  hant  in  dem  dorf  ze  Binswangen 
zu  den  drin  zelgun  ze  brachind  ze  valgind  und  zurr  sat.  Und  sont 
üns  och  ain  Schnitter  gen  im  ougsten  von  iedem  hus  und  ainn 
liöwer  im  höwot  och  von  iedem  hus  diu  si  hant  ze  Binswangen. 
Die  dienst  die  sont  üns  geschehen  zu  der  bürg  gen  Landow  jaer- 
lichs  und  sülin  och  inen  nit  füro  zu  mütun  ir  lüt  noch  ir  gut.  Si 
sont  och  varn  mit  des  klosters  und  mit  des  dorfs  ze  Binswangen 
vih  uf  all  waid  und  über  die  brugg  ze  Binswangen  as  si  bis  her 
gevarn  hant  an  gevaerd  und  sülins  dar  an  nit  irren.  Wir  sülins 


1350. 


297 


och  nit  irren  an  ir  eliafti  110h  an  ir  gerillt  noch  an  iren  bennen 
an  dem  dorf  ze  Binswangen.  Bi  diser  rihtung  sint  gewesen:  graf 

Hainrich  von  Fürstenberg,  graf  Eberhard  von  Landow,  herr  Hans 
von  Rischach,  herr  Hainrich  von  Bürrun,  herr  Hainrich  von  Horn- 
5  stain  von  Wülflingen ,  herr  Hans  von  Hornstain  den  man  nempt 
von  Pflumern,  herr  Brun  von  Hertenstain ,  Eberhart  von  Rischach, 
Egg  von  Rischach,  Hans  von  Hornstain  von  Nüfrun  und  anderr. 
Siegler:  wir  graf  Wilheln  der  jung  von  Muntfort  für  üns  und  ünser 
brüder. 

10  Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Laurenzius  abend,  do  man  zalt 
von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nah  im  fünftzigosten  jar. 

ND:  Ain  verricht  brief  von  üns  und  den  grafen  von  Müntfurt  umb  daz 
dorf  ze  Binswangen. 

Ein  BundS  des  Grafen  Wilhelm  von  Moni  fort.  Das  Wappen  zeigt  die 
15  Kirchenfahne.  U:  f  S\  WIL\  COMITIS  •  D  E  •  M  •  •  •  FORT. 

531.  1350.  13.  September. *)  Graf  Eberhard  von  Landau 
gibt  die  Eigenschaft  eines  Gutes  zu  Langenenslingen 

auf  an  Heiligkreuztal. 

\T\ch  graf  Eberhart  von  Landow  ritter  vergib  y  daz  ich  uf  gib 
20  mit  disem  brief  und  ufgeben  han  die  aigenschaft  des  gütz  ze  Ens- 
lingen  dem  dorf  gelegen  daz  dü  Birkmayrin  buwet  und  Hansens 
Hergesellen  was,  den  ersamen  und  gaistlichen  frowun  frow  Annun 
graevinn  von  Sultz  zu  den  ziten  aebtissenn  des  klosters  ze  Hailig- 
krütztal  dem  convent  des  selben  gotzhus  und  iren  nahkomend,  und 
25  han  inen  die  aigenschaft  des  selben  gutz  uf  geben  durch  liebi  und 
von  ernstlicher  gebet  wegen  Hansens  Hergesellen,  wan  es  von  mir 
leben  was  und  er  es  och  vormals  von  mir  ze  leben  hett  (Auflassung). 
Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  am  naehsten  [mentag] *)  nah  unser  frowun 
30  tag  as  sü  geborn  wart,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drützehen- 
hundert  jar  dar  nah  im  fünftzigosten  jar. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 

1)  Der  Wochentag  ist  ergänzt  aus  der  folgenden  Urkunde. 

532.  1350.  13.  September.  Hans  der  Hergesell  zu  Ohn- 
35hülben  verkauft  all  sein  Gut  zu  Langenenslingen  um 

22  &  Haller  an  Heiligkreuztal. 

Ich  Hans  der  Hergesell  ze  Hanhül  gesessen  vergib ,  daz  ich 
ains  rehten  und  redlichen  koufs  den  ersamen  und  gaistlichen  frowun 


298 


1850. 


frow  Annun  graevinn  von  Sultz  zn  den  ziten  aebtissenn  des  klosters 
ze  Hailigkrütztäl  dem  convent  gmainlich  des  selben  gotzhus  und 
iren  nahkomenden  hän  geben  ze  kouffend  alles  min  gut  ze  Ens- 
lingen  dem  dorf  gelegen  daz  du  Birkmayrin  vormals  von  mir  buwet 
mit  allen  rehten  nützen  gemessen  und  zügehörden  die  zu  dem  selben  5 
gut  und  darin  hörent  für  reht  aigen  umb  zwaintzig  pfünd  und  zwai 
pfunt  guter  Haller  (Quittung ,  Währschaft).  Dirr  ding  sint  züg: 

Cunrat  Staehelli,  Wolf  der  Sahs,  Bentz  Tutti  und  anderr 
erber r  lut  genüg  die  es  alles  sahen  und  hortun.  Siegel:  min  aigen 
insigel.  10 

Der  [brief]  ist  geben  am  naehsten  mentag  nah  unser  frowun 
tag  as  sü  geborn  wart,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehenh undert 
jar  dar  nah  im  fünftzigosten  jar. 

Von  einem  RundS  ist  noch  ein  Teil  vorhanden.  U:  •  •  HEKGESELL. 

533.  1350.  23.  September.  Waldsee.  Propst  Konrad 

von  Waldsee  gibt  den  Knecht  Morgenrot  an  Heilig- 


kreuztal. 


\I\ch  Cunrat  von  gots  gnaden  probst  ze  Walsse  tun  ||  kirnt  mit 
disem  brief  umb  den  knecht,  den  man  nemmet  ||  Morgenrot  der 
Eggen  knecht  von  Rischach  gewesen  ist  ||  der  an  das  gotzhus  gen 
Walsse  gehörte,  das  ich  den  selben  knecht  durch  recht  früntschaft 


und  liebi  und  luterlich  durch  got  ledeclich  und  frilich  geben  han 


der  ebtischin  dem  convent  und  dem  kloster  ze  Heiligencrützstal 
(Auflassung).  Siegel:  min  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Walsse  an  dem  nahsten  donrstag  nach 
san  Mauricien  tag,  do  von  gots  gebürt  waren  drüzehen  hundert  jar 
und  dar  nach  in  dem  fünftzigosten  jar. 


Ein  OvalS  des  Propstes  von  Waldsee  zeigt  einen  stehenden  Heiligen , 
in  der  Rechten  einen  Lilienstal,  ü:  f  S\  CVNR\  PPOSITI  •  MONAST’.  IN . 
WALSE  • 


heid  Käppeller  zu  Riedlingen  geben  den  Klöstern  Salem 


534.  1350.  31.  Oktober.  Riedlingen.  Konrad  und  Adel- 


Ich  Cunrat  der  Kaeppeller  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Adel- 
h[ait]  sin  elichiu  husfrow  verjehin,  daz  wir  mit  guter  vorbetralitung  ; 


und  Heiligkreuztal  ihren  Hof  zu  Daugendorf  auf. 


1350. 


299 


willklih  und  gern  mit  gesundem  lib  und  do  wir  es  wol  getün 
mohtün  dem  abt  und  dem  convent  des  gotzhus  ze  Salmanswiler 
und  der  aebtissenn  und  dem  convent  des  gotzlius  ze  Hailigkrütztal 
gmainlich  und  iren  nahkomenden  uf  gebin  und  uf  geben  habin  mit 
5  disem  brief  vor  dem  amman  und  dem  rat  der  stat  ze  Rüdlingen 
durh  got  und  durh  unser  selo  hails  und  gelukes  willen  den  hof 
der  ze  Togendorf  dem  dorf  gelegen  ist  der  unser  reht  aigen  was 
uf  dem  Bentz  Yitnel  sitzd  und  in  buwet.  Und  habin  inen  den 
selben  hof  ledig  und  loss  gelan  und  uf  geben  mit  allen  rehten 
10  nützzen  gemessen  und  zu  gehorden  (Pertinenzformel)  as  wir  den 
hof  untz  uf  disen  hütigen  tag  herbraht  gebebt  und  genossen  habin. 
Und  haben  inen  den  hof  uf  geben  mit  der  gedingd,  daz  man  daz 
gelt  alles  was  von  dem  hof  kumt  der  samnung  in  der  vor  genant 
herro  und  och  in  der  frowo  reventar  gen  sol  aellü  jar  umb  visch 
15  über  tisch  as  verr  es  geraigen  mag  ( Auflassung ).  Dirr  ding  sint 
züg :  Hans  von  Andelvingen  zu  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen, 

Hainrich  von  Büningen,  Hainrich  Luppf,  Hans  der  Schulthaiss, 
Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sahs,  Hans  Harlung,  Herman 
Mochentailer,  Bugg  Mürdohs,  Cflnrat  Stör,  Hans  der  Lodweber, 
20  Ruf  Feri  zu  den  ziten  rihter  und  rat  der  stat  ze  Rüdlingen  und 
ander  erber  lut  genüg  die  es  alles  sahen  und  hortun .  Siegler:  der 
amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Rüdlingen  an.  aller  hailigo  abend,  c Jo 
man  zalt  von  gottes  gebürt  drützehenhundert  jar  dar  nah  im  funf- 
25  zigosten  jar. 

ND:  Super  curia  nobis  data  in  Togendorf, 

Ein  EundS  der  Stadt  Biedlingen. 

535.  1350.  24.  Dezember.  L.,  H.  und  H.  von  Hornstein 

zu  Neufra  gesessen  geben  eine  Wiese  zu  Neufra  und 
30  z w e i  Y i e r t e  1  0 1  an  Heiligkreuztal  auf  Anordnung  ihres 

Vaters  selig. 

\I\ch  Ludwig  und  ich  Hainrich  ritter  und  ich  Hans  alle  dri 
gebrüder  und  gnant  von  Hornstain  und  ze  Niufrun  gesessen  urhündin} 
daz  wir  habin  geben  die  wis  die  Haintz  der  Wisze  ze  Niufrun  von 
35  uns  ze  leben  hett  und  Hans  der  Koch,  diu  gelegen  ist  an  der 
Bibrachun  baidenthalb  wan  diu  Biberach  da  durch  gat,  die  unser 
vatter  salig  koft  hett  das  halbtail  umb  hern  Mangelten  von  Horn¬ 
stain  unsern  vetterren  und  das  ander  halbtail  umb  Haintzen  den 


300 


1351. 


Offenburger  saligen  von  Rüdelingen.  Und  diu  vor  geschriben  wisz 
sol  gelten  an  zins  jarglich  ain  phunt  Costencer  und  zwen  Schilling  j 
Costencer.  Und  ain  wise  stosset  an  den  krummen  se  die  man  nempt  ? 
die  wisz  bi  dem  stok  die  Hans  der  Koch  ze  lehen  hat  da  von  er 
git  aht  Schilling  phenning  ’)  jarglich,  und  zway  viertal  Öles  des  clain  5 
messe  diu  jarglichs  gan  sont  usser  Haintzen  Schenken  lehen  usser 
hus  und  usser  garten.  Die  wisa  und  ölgelt  habin  wir  geben  an 
das  closter  ze  Hailigencrützstal  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd, 
das  der  zins  von  den  wisan  dienen  sol  den  frowun  ze  Hailigen¬ 
crützstal  über  den  tisch  alleweg  zer  liehtmis  so  unsers  vatters  10 
saligen  hern  Hainrich  von  Hornstain  jargtzit  ist.  Und  sont  diu 
zway  viertal  oles  jarglichs  gan  an  das  lieht  das  alle  naht  brunnen  ; 
sol  ob  den  grebern  und  in  der  messe.  Dis  vor  geschriben  gelt 
über  den  tisch  hat  unser  vatter  salig  geordenot  und  geben  an  sim 
tode  und  das  olgelt  an  das  lieht  über  diu  greber  als  vor  geschriben  15 
ist  alles  durch  sinrer  sei  hails  willen  mit  unserem  gunst  und  gütem 
willen  (Auflassung)  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd,  ob  das 
closter  die  wisa  nit  Hessin  dienen  den  frowun  über  den  tisch  ze  unsers 
vatter  saligen  jargtzit  und  das  öl  an  das  lieht  nit  kome  als  vor 
verschriben  ist  und  als  es  unser  fatter  salig  geordenot  hett,  so  sol  2( 
es  vallen  sant  Petern  an  das  gotzhus  ze  Niufrun.  Siegler:  die 
Aussteller. 

Der  [brief]  ivart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürte  driuzehen 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  fiunftzigostem  jar  an  dem  hailigen 
abent  ze  wihenahten.  2! 

ND:  Ain  ergeb  brief  von  den  von  Hornstain  umb  2x/2  U  Haller  und 
II  viertal  ols. 

Alle  drei  Rund  S  zeigen  das  Wappen  der  Hornstein.  U:  1.  f  S\  L0D0- 
WICI  •  D\  HORNSTAIN  •  MILIT1S  •  —  2.  f  8\  H.  MILITIS  •  DE  .  HORNSTAIN  • 

3.  f  S\  IOH  •  •  •  •  NSTAIN  •  3 

HUB.  V,  171,5 .  1 


» *36.  1351.  13.  Januar.  H eiligkreuz tal.  Abtissin  und 

Konvent  zu  Heiligkreuztal  geben  den  M.,  K.  und  A.  von 
Hornstein  ein  Leibgeding. 

j  Wjir  frow  Anne  graevinne  von  Sultz  und  abtissenn  des  closterz 
ze  Haiti  gcrütztal  und  alle  der  convent  des  selben  closterz  verjehin} 


1351. 


301 


daz  wir  das  drittail  des  geltes,  des  aht  Schilling  Haller  werdent  die 
järlichs  gant  von  zwain  wisen,  der  ainiu  gelegen  ist  under  Walt- 
hüsen  bi  dem  röden,  die  ander  über  niderwisen,  die  wir  köften 
ümb  Johansen  den  Schulthaisen  ainem  bürger  ze  Rüdelingen  alz 
5  der  brief  sait  den  wir  dar  über  von  ime  habent,  geben  haben  und 
geben  mit  disem  brief  zu  ainem  rehten  lipdinge  fröw  Margarethun 
her  Hermans  saligen  toliter  von  Hor[n]stain  und  Katherinun  und 
Ännun  ir  bruder  tohterun  mit  sollichem  gedingen:  zwenne  die 
selben  dri  unser  frowa  ensint  und  von  dirre  weit  gescliaident,  so 
10  sol  dar  nah  die  selben  aht  Schilling  Haller  jarlich  geben  werden 
an  aller  selo  tag  in  unsern  revender  durh  Hermans  von  Hornstain 
saligen  des  vor  genanten  sei  und  hail  an  allen  fürzzug.  Siegel: 
unser  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  in  ünserm  closter  ze  Hailigcrutztal,  do 
15  man  von  Cristes  gebürt  zeit  driuzehen  hundert  und  aines  und  fiunfzig 
jar  an  sant  Hylarien  tag. 

Das  S  ist  weggerissen. 


537.  1351.  21.  Februar.  Ritter  Burkhard  von  Jungingen 
leiht  I  r  m  e  1  E  b  e  r  1  i  s  des  Mayers  seligen  Tochter  ein 
20  GutzuLangenenslingen. 

Allen  .  .  vergib  ich  Burkart  von  Jungingen  ritter  der  alt,  das  ich 
han  geluhen  Irmelun  Eberlis  des  Maygers  saligen  tohter  das  gut 
ze  Enslingen  gelegen  ist  swie  es  ist  genant,  das  ir  vatter  und  ir 
bruder  von  mir  ze  lehen  hant  gehept,  das  han  ich  der  Irmelun 
25  geluhen.  Und  war  och  das  du  Irmel  liberben  gewinne,  den  han 
ich  Burkart  von  Jungingen  och  geluhen  das  gut  als  da  vor  ge- 
schriben  stat  und  han  das  güt  geluhen  der  Irmelun  und  iren  liberben 
als  da  vor  gescriben  stat  mit  allen  dem  gedingd  Worten  und  getaten 
swie  es  kraft  sol  han  und  mag.  Und  war  och,  das  du  Irmel  ab 
30  gieng  an  liberbon  als  da  vor  gescriben  stat,  so  sol  das  güt  mir 
und  min  erbon  ledig  und  los  sin.  Siegel:  min  aigen  insigel. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzenhen 
hundert  jar  und  ains  und  fünfzig  jar  an  dem  nahsten  mäntag  vor 
sant  Mathis  tag. 

35  Ein  BundS  des  Burkhard  von  Jungingen.  Das  Pergament  ist  beider¬ 

seitig  liniert. 


302 


1351. 


638.  1351.  24.  Februar.  Konrad  der  Käppeler  zu  Ried¬ 

lingen  und  sein  Weib  Adelheid  kaufen  einen  Hof  zu 
Waldhausen  zu  ihrem  Leibgeding  von  Heiligkreuztal 

um  40  Haller. 

Weh  Oftnrat  der  Kaeppeller  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Adelhait 
sin  elichiu  husfrow  verjenhin,  daz  der  hof,  der  gelegen  ist  ze  Walt¬ 
husen  dem  dörf  den  der  Rotmaiger  vormals  buwet  uf  dem  ietz 
Haintz  der  Maiger  sin  sun  sitzt  und  in  buwet,  den  wir  koft  habin 
umb  frow  Annun  gravinn  von  Sultz  zu  den  ziten  aebtissen  des 
gotzhus  ze  Hailigcrütztal  und  umb  den  convent  gemainlich  dez  selben  io| 
gotzhus  umb  viertzig  pfund  güter  Haller,  unser  baider  libding  ist 
und  daz  der  hof  mit  allen  rehten  nützen  geniesen  und  zu  gehörden 
die  dar  zu  ald  dar  in  gehörend  nach  ünser  baider  tod  der  aebtissen 
und  dem  convent  dez  klosters  iren  nahkomenden  und  dem  gotzhus 
ledig  und  lös  sin  sol  (Auflassung).  Wirr  ding  sint  geziug :  Hans  i( 

von  Andelfingen  zü  den  zitten  amman  ze  Rudlingen,  Hans  der 
Schulthais,  Hainrich  Lupf,  Dietrich  von  Bünigen,  Wolf  der  Sahs  und 
ander.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rudlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Mathias  tag;a)  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  fünftzig  jar  da  nach  im  ersten  jar.  2(\ 

Ein  Kund  S  der  Stadt  JRiedlingen. 

a)  an  sant  Mathias  tag  ist  mit  ganz  dunkler  Tinte  nachgetragen. 


639.  1351.  30.  April.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  ver kaufen  an  Güta  des  Herters  Weib  eine 
Wiese  zu  Altheim  um  9  U  Haller,  aus  der  jährlich  16  s.  2| 
Haller  als  Leib  ge  ding  gehen. 


\A\ llen  .  .  verjehin  wir  frow  Ann  von  Sultze  abtissenne  ze 
Hailigencrützstal  und  wir  der  convent  gemainlich  dez  selben  closterz, 
daz  wir  reht  und  redelich  habin  geben  ze  köffend  Güten  dez  Herterz 
elicher  husfröwen  ain  wise  gelegen  ze  Althain  an  der  Bybrachen 
gestossen  an  Hansen  dez  Lodenwebertz  wise  umb  nüne  pfunt  Haller 
güter  und  gaeber  (Quittung).  Und  sol  man  sehzehen  schillink  Haller 
der  Güten  jaerclichen  antwrten  von  der  wise  die  wile  si  lebt  und 
nit  lenger.  Und  wenn  si  abgieng  von  todez  wegen  daz  got  wend, 
so  sol  es  vallen  an  den  tysche  ünserz  clostertz  und  des  conventz 
und  sol  daz  selbe  gelt  von  der  wise  dehain  aebtissen  weder  ver¬ 
setzen  verkümern  noch  verkoufen  durch  dehainer  schlait  not  wegen 
weder  sus  noch  so,  wan  daz  es  die  fröwan  die  der  jarzit  pflegent 


1851. 


208 


sont  in  nemen  und  umb  win  und  brot  gen.  Und  git  Chünrat  der 
Grüninger  ze  Althain  daz  gelt  von  der  wise  dü  da  kouft  wart  umb 
Chünrat  Manoppen  von  Rüdlingen.  Siegler:  wir  diu  aebetissenne. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristez  gebürt  drüzehen- 
5  hundert  jar  dar  nach  in  dem  ain  und  fünftzigosten  jar  an  sant 
Walburg  ab  ent. 

Ein  OvalS  der  Äbtissin  von  Heiligkreuztal.  Das  S  hängt  an  beschriebener 
Presset.  Darauf  steht:  Gerdrut  und  Ann  ze  Hailgun  Crutzstal. 

540.  1351.  5.  Mai.  Kunz  der  Schmid  von  Langen- 

loenslingen  und  sein  Weib  Katharina  geben  dem  Kloster 
Heiligkreuztal  alle  Zehenden  zu  Langenenslingen  auf. 

\I\ch  Cüntz  der  Schmit  von  Enslingen  burger  ze  Rüdlingen 
und  ich  Katherin  sin  elichiu  husfrow  verjehin,  daz  wir  mit  güter 
yorbetrahtung  willklich  und  gern  mit  gesundem  lib  und  do  wirs 
15  wol  getün  mohtun  uf  gabun  und  uf  geben  habin  mit  diesem  brief 
vor  dem  amman  und  dem  rat  der  stat  ze  Rüdlingen  den  gaistlichen 
frowun  fro  Annun  graevinn  von  Sultz  zu  den  ziten  aebtissenn  des 
klosters  ze  Hailigkrütztal  dem  convcnt  gmainlich  des  selben  gotzhus 
und  iren  nahkomenden  all  die  zehenden,  die  uss  den  gutem  gant 
20  die  hie  nah  geschriben  stant  und  ze  Enslingen  dem  dorf  gelegen 
sint  durh  ünser  selo  hails  und  gelükes  willen:  des  ersten  den 
zehenden  der  uss  des  Talmaigers  brügel  gat  des  vier  mans  mat  ist ; 
den  zehenden  der  uss  den  zwain  juchart  akkers  gat  die  bi  dem 
selben  brügel  ligent;  den  zehenden  der  uss  der  wis  gat  die  man 
25  nempt  Grübner  wis  der  zwai  mansmat  ist;  den  zehenden  der  uss 
aim  rütlin  gat  des  ist  zwai  mansmat;  den  zehenden  der  uss  des 
Talmaigers  furswal  gat  des  och  zwai  mans  mat  ist;  diu  driu  tail 
des  zehenden  der  uss  des  Talmaigers  brügel  gat  und  der  begrabnun 
wis;  und  den  zehenden  der  uss  aim  mansmat  ainer  wis  gat  der 
80  zwen  bletzen  sint  und  lit  bi  dem  Nöllen  (Auflassung) .  Dirr  ding 
sint  züg:  Hans  von  Andelvingen  zu  den  ziten  amman  ze  Rüd¬ 

lingen,  Hainrich  Luppf,  Hans  der  Schulthaiss,  Dietrich  von  Büningen, 
Wolf  der  Sahs  und  ander.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  der 
stat  ze  Rüdlingen. 

85  Der  [brief]  ist  geben  am  naehsten  dunrstag  nah  des  liailigen 
krüzes  tag  as  es  funden  wart,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drutzehen- 
hundert  jar  fünfzig  jar  da  nah  im  ersten  jar. 

Ein  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 


304 


1351. 


541.  1351.  30.  Mai.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig- 

kreuztal  setzen  22  s.  Haller  fest  zu  einer  Jahrzeit  für 
Mechthild  von  Bach. 

Wir  frow  Ann  von  Sultz  abtissinne  ze  Hailigencrützstal  und 
wir  der  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  vergehin,  das  die  5 
drizehen  Schilling  Haller  jarglichs  geltz,  die  usser  der  wise  gant 
diu  gelegen  ist  in  wengun  under  Landow  die  des  Engels  kint  da 
von  gent,  und  niun  Schilling  Haller  jarglichs  geltz  usser  ainem 
garten,  der  ze  Andelfingen  gelegen  ist  den  Hans  der  Birkmaiger 
hat,  die  ietzo  frow  Katherin  von  Hornstain  die  man  nempt  die  von  10 
Bach  niusset  die  wil  siu  lebt,  wenne  diu  nit  enist  von  todes  wegen 
das  got  lang  behüte,  das  denn  die  drizehen  Schilling  jarglichs  geltz 
und  die  niun  Schilling  Haller  och  jarglichs  geltz  dienen  sont  in 
unsern  reventer  an  den  tisch  zu  frow  Mahthilt  ir  müter  jargtzit,  diu 
wilunt  was  hern  Chunratz  saligen  von  Bach  der  ze  Togendorf  ge-  15 
sessen  was  elichiu  husfrow.  Siegler:  wir  frow  Ann  von  Sultz  diu 
abtissinne. 

Der  [brief]  wart  gehen  do  man  zalt  von  Gristes  gehurt  driuzehen 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  ain  und  fiunftzigostem  jar  an  sant 
Petronellun  abent.  201 

Ein  OvalS  der  Abtissin  von  Heiliqkreuztal. 


542.  1351.  3.  Juni.  Agnes  von  Eglingen  Burkhards 

seligen  von  Andelfingen  Weib  bekommt  von  Heilig - 
kreuztal  den  Burgstall  zu  Andelfingen  als  Leibgeding 
um  1  &  Wachs  oder  4  s.  Haller  jährlich.  2 1 

\W  ir  frow  Anne  abbetissen  ze  Hailigcrutzetal  von  gottez 
gnade  graeven  von  Sultze  genant  und  der  convent  gemainlich  ünserz 
clostertz  verjehin,  daß  wir  mit  bedahtem  müt  und  mit  gütem  willen 
verKihen  hän  frö  Agnes  von  Eglingen  Burkartz  saeligen  von  Andel¬ 
vingen  elicher  husfröwen  burgerin  ze  Rüdlingen  daz  burkstal  hus  3(| 
und  hofraiti  garten  und  böngarten  ze  Andelvingen  dem  dorf  gelegen, 
daz  Burkartz  saeligen  von  Andelvingen  waz  ir  elichen  wirtz  und 
lehen  waz  von  hern  Burkart  und  hern  Hansen  von  Jungingen,  mit 
allem  umbgrif  alz  es  umbgriffen  ist  zü  ainem  rehten  libdinge,  umb 
ain  pfund  wachs  ald  umb  vier  Schilling  Haller  guter  und  gnaemer 
die  si  fins  da  von  jaerlich  zü  ainem  rehten  zins  uf  sant  Mychels 
tag  gen  sol.  (Nach  ihrem  Tode  Heimfall  an  Heiligkreuztal.)  Und 
ze  ainem  offenem  und  waren  ürkünde  aller  vor  geschribener  dignde(!) 


1851. 


805 


gebin  wir  ir  disen  brieve  besigelt  mit  der  vor  genanten  frö  Anne 
der  graeven  von  Sultz  insigel  zu  den  selben  ziten  aebbetissen  der 
samenung. 

Geben  do  man  zalte  von  Cristetz  gebürt  drüzehen  hundert  jare 
5  und  in  dem  ainem  und  fünfzigstem  jaren  an  dem  naehesten  fritag 
vor  pfingsten. 

Das  OvalS  der  Abtissin  von  Heilig  kr  euztal. 

543 .  1351.  15.  Juli.  Heiligkreuztal.  Abtissin  und  Kon¬ 

vent  von  Heiligkreuztal  geben  der  Schwester  Adelheid 
10  von  Munderkingen  ein  Leibgeding  von  1  U  2  s.  Haller 
für  eine  Gabe  von  12  U  Haller. 

:  W  ir  fröw  Anne  gravinne  von  Sültz  und  abtissenn  ze  Hailig¬ 
crütztal  und  alle  der  cönvent  des  selben  closterz  tun  bunt,  das  wir 
haben  enpfangen  von  fröw  Adelhait  von  Münderchingen  unser  closter 
15  frowen  zwelf  pfunt  gütter  und  gäber  Haller  und  haben  ir  dar  ümb 
gelobt  die  wil  siu  lebt  und  nah  ir  tode  ir  mümen  fröw  Katherin  von 
Veringen,  ist  daz  siu  si  über  lebt  järlichs  ze  gende  zwen  Schilling 
und  ain  pfunt  Haller,  der  Cünrat  Cüntze  sehs  Schilling  git,  und 
Bentzen  des  Weberz  kint  och  sehs  Schilling  von  dem  underwasser 
20  ze  Andelvingen,  und  Hainrich  der  Täntinger  zehen  Schilling  von 
ainer  wise  die  man  haisset  Schiltungz  wise  und  lit  in  Binswanger 
banne,  zu  ainem  rehten  lipdlnge.  Und  swenne  si  baide  ensint 
und  von  dirre  weit  geschaident,  so  sol  dar  nah  an  der  fröw  Adel¬ 
hait  jarzit  das  selbe  gelt  alles  dienun  und  och  geben  werde  unserm 
25  convent  ümbe  win  über  tische  an  alle  furzüg  eweklich.  Und  swenne 
wir  oder  ünser  nähkömen  dis  vor  gescriben  gelt  järlichs  nit  gäben 
als  da  vor  gescriben  stat  und  mit  unserm  gantzen  willen  und  gunst 
ist  geördenot,  so  vallet  des  jares  das  selbe  gult  gäntzlich  und  gär 
den  gaistlichen  herren  dem  abt  und  dem  convent  von  Salmanswiler 
30  in  ir  revender  ümb  vische.  Wir  diu  abtissenn  und  der  convent 
von  Hailigcrütztal  [geben]  disen a)  brief  besigelten  mit  unseren  zwain 
tnsigeln,  der  geben  wart  do  man  von  Cristes  gebürt  driuzehen 

hundert  jär  zalt  und  ains  und  fiunfzig  an  sant  Margarethun  tag  der 
hailigen  mägde  in  ünserm  vor  genanten  closter  ze  Hailigcrütztal. 

35  ND:  Zu  der  von  Mundrichingen  der  kustrinun  jarzit  von  Andelfingen. 

Die  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 

a)  Von  hier  an  eine  andere  Hand. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


20 


306 


1351. 


544.  1351.  19.  Juli.  Ravensburg.  Konrad  der  Beiz- 

kofer  und  Anna  seine  Schwester  und  ihr  Mann  Konrad 
der  Hu ber  vergleichen  sich  mit  dem  Churer  Chorherren 
Heinrich  dem  Unger  wegen  eines  Hofes  zu  Billafingen. 

Allen  .  .  künden  wir  Cünrat  der  Bützikover,  fro  Anne  sin 
swester  und  ir  elicher  wirt  Cünrat  der  Huber  burger  ze  Ravenspurg, 
daz  wir  lieplich  und  gütlich  nach  allem  unserm  willen  verriht  und 
verainbert  sigin  umb  alle  die  stösse  und  ansprach,  so  wir  gen  dem 
beschaiden  man  Hainricen  dem  Unger  korherren  ze  Kur  hatten  und 
da  her  gehebt  haben  her  untz  an  den  hüttigen  tag  als  dirre  brief  10 
geben  ist  umb  den  hof  ze  Bilofingen  also  und  mit  der  beschaiaenhait, 
daz  wir  uns  verkennent  und  gemainlich  erkennet  haben,  daz  wir 
ällü  gemainlich  noch  unser  dekaines  sunderlich  enkain  reht  zu  dem 
selben  hof  haben  noch  haben  sölin  und  daz  wir  das  selbe  sin  güt 
mit  unreht  umbetriben  und  angsprochen  haben.  Und  dar  umb  so  15 
sagent  und  lassent  wir  für  üns  und  alle  unser  erben  in  und  sin 
erben  aller  der  selben  ansprach  ledig  und  fry  mit  disem  brief  und 
haben  üns  öch  darüber  allü  gemainlich  und  ainberlich  mit  gütem 
willen  unbetwungenlich  vor  dem  amman  der  stat  ze  Ravenspurg 
offenlich  verzigen  und  verzihen  üns  allü  drü  willeclich  mit  disem  20 
brief  für  üns  und  für  alle  ünser  erben  und  nachkomen  gen  dem 
selben  Hainricen  dem  Unger  und  gen  allen  sinen  erben  und  nah- 
komen  aller  vorderung.  Und  wan  wir  aigener  insigel  nit  haben, 
so  haben  wir  gebetten  den  amman  ze  Ravenspurg,  daz  er  sin  aigen 
insigel  ze  ainer  zügnust  der  selben  unser  vergiht  gehenket  hat  an  21 
disen  brief,  under  daz  selbe  insigel  wir  üns  allü  drü  willeclich  ge¬ 
bunden  haben  mit  disem  brief  stat  ze  hende  und  ze  habende  alles 
daz  dar  an  hie  geschriben  stat.  Dez  vergihe  ich  der  amman  ze 
Ravenspurg  ( Siegelbekenntnis ). 

Der  [brief]  ist  ze  Ravenspurg  geben ,  do  man  von  Cristes  gebürte  3' 
zalte  drützehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  ain  und  fünfzigosten 
jar  an  dem  nahsten  zinstag  nach  sant  Margareten  tag. 

Ein  RundS  der  Stadt  Ravensburg ;  teilweise  vernichtet.  U:  . K.A- 

VESP V  •  •  • . 


545.  1351.  22.  Dezember.  Zwei  Grafen  Friedrich  von 

Zollern  lassen  ihren  Knecht  Benz  Stolle  in  Heilig¬ 
kreuztal  Bruder  werden. 

Wir  graf  Fridrich  und  graf  Fridrich  zwen  gebrüder  von  der 
Hohun  Zolr  vergehen  und  tügon  kunt  allen  den  die  disen  brief  an 


1352. 


307 


sehent  oder  hör  ent  lesen ,  daz  unser  günst  und  guter  wille  ist,  daz 
die  erbern  gaislichen  fröwa  du  abtissenne  und  der  convent  gemain- 
lich  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  den  erbern  kneht  beg[n]adit 
hant  Bentzen  Stollen  und  den  zu  ainme  brüder  emfphangen  hant 
i  und  dem  gütlich  wen  tün,a)  und  wir  sü  noch  in  darunme 
nümerme  gemügen  gestraffan  noch  kain  lait  getün  sun ,  wan  wirs 
durch  unserre  selan  hails  willen  erlopt  hain.  Und  dez  zu  ainme 
warn  urkünde  so  haben  wir  unsrü  aigenü  insigel  gehenket  an  disen 
brief,  der  geben  wart  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drützehen- 

0  hundert  jar  und  fünfzech  jar  darnach  in  dem  ersten  jar  an  dem 
nehsten  durrestag  nach  sant  Thomas  tag. 

NI):  Umb  Bentzen  Stollen. 

Zwei  eingehängte  BundS  zeigen  den  Schild  geviertet.  U  des  ersten: 
f  S\  FKID'ICI  •  COM  •  •  •  •  ZOLR  •  U  des  ziceiten :  f  S\  F.  COMITIS  •  IVIORIS  • 
5  D’.  ZOLR  • 

a)  Hier  ist  went  durch  Unterstreichen  getilgt. 

546.  1352.  12.  März.  Benz  Kaib  zu  Hohenstein  gibt 

den  Benz  Stolle  an  Heiligkreuztal  auf. 

Ich  Bentz  Kaybe  [ze]  den  ziten  ze  Hohenstain  gesessen  v  erg  Ich, 
0  das  ich  reht  und  redelich  han  geben  Bentzen  Stollen  der  an  die 
burch  gehört  ze  Hohenstain  diu  ze  den  ziten  mein  pfant  was,  den 
erberen  frowan  der  äbtissinne  und  dem  convent  gemainlich  ze 
Hailigencrützstal  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd,  das  si  den  selben 
Bentzen  Stollen  han  und  niessen  sont  in  allem  dem  rehten  als  ir  aigen 
!5  man.  Und  dar  zü  so  verzihe  ich  mich  für  mich  und  für  min  erben 
des  selben  Bentzen  Stollen,  das  wir  an  den  selben  Bentzen  Stollen 
toten  und  lebenden  dehain  ansprach  niemer  me  gewinnen  noch  en- 
han  sülin  weder  uf  gaistlichem  noh  uffen  weltlichem  geriht  noch  in 
dehain  wek  weder  sus  noch  so.  Siegler:  der  Aussteller. 
io  Der  [brief]  ivart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driu- 
I  zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  zway  und  fiunftzigu  stein  jar  an 
sant  Gregorien  tag. 

Ein  eingehängtes  BundS ;  teilweise  zerstört.  Im  Schild  drei  gezahnte 
Fangeisen ,  schrägreclits  gestellt.  U:  f  S.  BE . DCI  •  KAIBE  • 

1  ^  547.  1352.  27.  April.  Ab tissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 
kreuztal  setzen  eine  Jahrzeit  fest  für  Katharina  Rogg- 
weil er  und  die  Ihrigen. 

i  W  \ir  fro  Ann  graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aebtissenn  des 
klosters  ze  Hailigkrütztal  und  wir  der  convent  gemainlich  des  selben 


308 


1353. 


klosters  verjehin,  wen  daz  geschiht,  daz  Katherin  Roggwilerin,  Hart¬ 
man  Luppfen  saeligen  elichiu  kusfro,  Ann  und  Maehtkilt  ünser 
klosterfrowa  und  Margaret  Hansen  von  Andelvingen  elickiu  kusfro 
irü  kint  abgant  von  todes  wegen  daz  got  lang  behüt,  daz  wir  ald 
unser  nakkomenden  denn  aelliu  jar  und  eweclick  begän  sülin  des 
Hartman  Luppfen  saeligen,  siner  elicker  kusfrowun,  iro  vor  [genant] 
kind  und  ock  Katkerinun  und  Jokans  saeligen  ock  iro  kind  jarzit 
uf  sant  Tatenien  tag  mit  den  nützzen,  die  uns  denn  werdent  jaer- 
licks  von  dem  gut  ze  Zolnkusen  gelegen  daz  uns  und  ünserm 
gotzkus  diu  Katkerin  Roggwilerin  und  irü  kint  vormals  gemackot  10 
känt  mit  der  besckaidenliait ,  daz  der  jarzito  pflegerina  in  ünserm 
kloster  weli  die  sint  die  nütz  die  uns  ald  ünsren  nakkomenden 
werdent  von  dem  gut,  alliu  jar  ordnun  und  gen  sont  an  sant  Ta¬ 
tenien  tag  dem  convent  gemainlick  in  ünserm  kloster  an  den  tisek 
umb  win  ald  umb  ander  dink  was  der  jarzito  pflegerina  dunkt,  1 
daz  dem  convent  gmainlich  aller  nutzlichest  si  über  tisek  as  verr 
ie  ain  nutz  geraigun  mag  und  gelangun  durk  Hartman  Luppfen 
saeligen ,  siner  elicker  kusfrowun  und  iro  kind  selo  kails  und 
gelükes  willen,  daz  wir  ald  ünser  nakkomenden  iro  aller  damit 
gedenkin  und  ir  aller  jarzit  damit  begangin,  als  wir  gebunden  sien  2 
und  von  reht  tun  sülin  als  vor  geschriben  ist.  Waer  och,  daz  wir 
ald  ünser  nakkomenden  die  jarzit  nit  begiengin  as  vor  geschriben 
ist  weles  jars  daz  geschaeh ,  so  sien  wir  ald  ünser  nakkomenden 
vervallen  vier  pfunt  guter  Haller  sant  Gerien  kilchun  gen  Rüdlingen 
as  dik  as  menig  jar  wir  ald  ünser  nahkomenden  die  jarzit  nit  be 
giengin  as  geschriben  ist  an  disem  brief,  der  geben  ist  am 

naehsten  fritag  vor  sant  Walpurg  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt 
driutzehenkundert  jar  fünfzig  jar  dar  nah  im  andern  jar. 

ND:  Item  dir  brieff  hört  och  von  Metzlins  wegen. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


548.  1353.  9.  Juli.  Nach  dem  Tode  der  Anna  Sim- 

ler  in  von  Riedlin  gen  fallen  acht  kurze  Malter  Korn 
gelds,  ihr  Leibgeding,  an  Heiligkreuztal. 

I  ch  Ann  diu  Simlerin  Mantzen  des  Simlers  saeligen  elichiu 
husfrow  burgerin  ze  Rüdlingen  vergib ,  wenn  ick  ab  gan  von  todes 
wegen,  daz  denn  der  aebtissenn  und  dem  convent  des  gotzkus  ze 
Hailigkrütztal  gemainlich  und  iren  nakkomenden  ledig  und  louss 
sint  akt  kürziu  malter  korngeltz  Rüdlinger  mess,  diu  si  mir  ze 


1353. 


309 


koffend  gabun  umb  drisig  pfund  guter  Haller  ze  ainem  rehten  lib- 
dink  mim  lib  ainig  und  nit  fürbas  (Währschaft).  Dirre  ding  sint 
züg:  Hans  von  Andelvingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen, 

Hainricb  Luppf,  Hans  der  Schulthais,  Dietrich  von  Büningen,  Wolf 
5  der  Sahs  rihter  ze  den  ziten  ze  Rüdlingen  und  ander.  Siegler: 
der  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [hrief]  ist  geben  am  naehsten  zinstag  nach  sant  Ülrichs 
tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drutzehenhundert  jar  fünfzig  jar 
dar  nah  im  dritten  jar. 

10  Das  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

54:9.  1353.  5.  August.  Al  b  r  echtH  an  ne  nbitz  verschreibt 
seinem  Weib  G  u  t  a  ein  Gütlein  und  Haus  zu  Friedin  gen 

um  30  U  Haller. 

Chunt  und  ze  wissent  si  getan  allen ,  daz  ich  Albreht  Hannen- 
15  pitz  hän  gesetzzet  Guten  miner  elicher  wirtin  daz  gütli  da  Cüntz 
Smaltzhaven  uf  sitzzet  ze  Fridingen  und  min  hus  gelegen  an  dem 
kilchof,  umb  drissig  pfunde  Haller  mit  allen  dem  reht  und  den 
nützen  die  da  zü  gehörent  mit  bedahtem  müt  und  gütem  willen 
aller  miner  fründe  und  erben.  Und  waere,  daz  ich  abgienge  daz 
20  got  wende,  so  hant  mine  erben  dez  güwalt  daz  gut  und  daz  hus 
ze  lösent  ob  si  went  umb  drissig  pfunt  Haller.  Und  dar  zü  vergihe 
ich  für  mich  und  min  erben  ains  tailes  mins  vihes  und  mins  hus 
geschirres  und  mins  bette  gewandes.  Ich  gib  disen  brief  besigelt 
mit  minez  herren  hern  Hans  atgem  insigel. 

25  Geben  do  man  zalt  von  Cristez  gebürt  drüzehen  hundert  jare 
dar  nach  in  dri  und  fünfzigostem  jaren  an  sant  Oswaldz  tag. 

Ein  BundS  des  Hans  von  Hornstein. 

550.  1353.  15.  November.  Konrad  von  Magenbuch  zu 

!  Gutenstein  verkauft  Wernz  den  Nefen  an  Heiligkreuz- 
80  tal  um  5$  Haller. 

\I\ch  Cünrat  von  Magenbuch  ze  Gütenstain  gesessen  vergilt, 
daz  ich  ains  rehten  und  redlichen  koufs  frow  Annun  graevenn  von 
Sultz  ze  den  ziten  aebtissenn  des  gotshus  ze  Hailigkrütztal  dem 
convent  gemainlich  des  selben  klosters  und  iren  nahkomenden  ze 
35  koffend  geben  han  Werntzen  den  Nefen  der  min  aigen  man  was 
umb  fünf  pfunt  güter  Haller  (Quittung,  Auflassung).  Und  han  daz 
alles  getan  durh  bet  willen  miner  frowo  von  Hailigkrütztal  wan  ich 


310 


1853—1354. 


inen  ungern  ützit  versagun,  und  hän  es  och  getan  durli  bet  willen 
her  Ludwigs  von  Hornstain,  her  Hansen  von  Hornstain  des  Pflumarn 
was  und  durli  bet  willen  Hansen  von  Hornstain  ze  Geffingen  ge¬ 
sessen  die  bi  den  vor  geschriben  sacken  warun.  Siegel:  min  aigen 
angehenktes  insigel.  5 

Dirr  brief  ist  geben  am  naehsten  fritag  nah  sant  Martis  tag, 
do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drutzehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar 
nach  im  dritten  jar. 

Das  an  einer  beschriebenen  Pressei  hängende  8  ist  verloren. 


551.  1353.  30.  November.  Katharina  die  Roggweilerin  io 

gibt  mit  Erlaubnis  des  Grafen  Heinrich  von  Yeringen 
1  U  Haller  jährlichen  Gelds  an  Heiligkreuztal. 

W  ir  graf  Hainrich  von  Veringen  verjehin ,  daz  Katherin  diu 
Roggwilerin  burgerin  ze  Rüdlingen  mit  ünserm  gunst  und  gütem 
willen  gemachot  hat  der  äbtissenn  dem  convent  gemainlich  ze  l 
Hailigkrütztal  und  iren  nahkomenden  ain  pfunt  guter  Haller  jaerlichs 
geltes  an  den  tisch  uss  ir  halbtail  ainer  wis,  diu  gelegen  ist  in  dem 
ovenwisch  und  gemain  ist  mit  Hansen  dem  Schulthaissen  und  von 
uns  lehen  ist.  Und  wan  wir  ünsern  gunst  dar  zü  geben  habin,  so 
habin  wir  Unser  insigel  gehenkt  an  disen  brief  ze  ainem  waren  2| 


urkünd  aller  vor  geschriben  sach. 


Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Andreas  tag,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  driuzehenhundert  fünfzig  jar  dar  nach  im  dritten  jar. 


ND:  Item  dirr  brieff  set,  olsz  die  wisz  gayent  wart  von  graffen  von 
Feringen. 


Das  BundS  des  Grafen  Heinrich  von  Veringen. 


552.  1354.  11.  Januar.  Heinrich  Lupf  und  seine  Söhne 

verkaufen  Äcker  im  Altheimer  Esch  um  20  U  Haller  an 

Heiligkreuztal. 

Ich  Hainrich  Luppf  burger  ze  Rüdlingen,  ich  pfaff  Cünrat, 
ich  Hainrich,  ich  Nicolaus  und  ich  Lütfrid  sin  sün  verjehin ,  daz  wir 
ains  rehten  und  redlichen  kofs  ze  koffend  geben  habin  frow  Annun 
graevenn  von  Sultz  ze  den  ziten  aebtissen  des  klosters  ze  Hailig-| 
krütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  und  iren  nah¬ 
komenden  die  aeker  die  hie  nach  geschriben  stant  für  reht  aigenl 
umb  zwainzig  pfund  guter  Haller  (Quittung).  Dis  sint  die  aeker  :| 


1354. 


311 


des  ersten  dri  juchart  in  Althaimer  esch  ge n  Hailigkrütztal ,  der 
ainü  gelegen  ist  uf  dem  roden  uf  der  Altackun  uf  die  anwandot 
der  Senglinen  aker,  diu  ander  lit  bi  dem  bömlin  stosd  uf  Althaimer 
hart,  diu  drit  lit  ob  dem  hirtaker  und  stregt  an  Cünzen  Manoppen 
5  aker  ab ;  zwai  tail  ainer  juchart  ligent  in  den  bundun  an  dem  espan. 
Währschaft:  nach  der  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Ich  vor  genanter  pfaff 
Cünrat  Luppf  ze  den  ziten  luprister  ze  Rudlingen  und  wir  vor 
genante  sin  bruder  yerjehin,  daz  wir  weren  sigin  und  versprechen 
siilin  für  Johans  unsern  brüder  wan  er  ietz  ze  Rudlingen  nit  ist, 
10  und  für  Ursellun  ünser  swester  wan  sü  ze  iren  tagen  nit  körnen 
ist.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  ze  Rudlingen.  Ich  pfaff 
Cünrat  Luppf  han  min  aigen  insigel  och  gehenkt  an  disen  brief  ze 
ainer  merer  sicherhait  aller  vor  geschriben  ding. 

Dirr  brief  ist  geben  an  dem  naehsten  samstag  nah  dem  zwölften 
1B  tag  nach  wihennahten,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drutzehenhundert 
jar  fünfzig  jar  dar  nach  in  dem  vierden  jar. 

Das  Bund  S  der  Stadt  Biedlingen.  Das  Oval  S  des  Konrad  Luppf  zeigt 
den  heiligen  Georg  in  Büstung,  mit  der  Linken  sich  auf  die  Lanze  stützend,  am 
rechten  Arm  den  Schild  mit  Kreuz.  Die  U  ist  grossenteils  verloren:  •  •  •  DCI  • 
20  L  •  •  PLEBANI  •  IN  •  RVDEL  •  •  (d.h.  Biedlingen,  dessen  Pfarrkirche  dem  hl.  Georg 
geweiht  ist). 

553.  1354.  Kaufbrief  von  Hcinnsen  Lupffen  umb  ettlich 

Äcklier  zue  Biedlingen  in  Althamer  Esch.  Anno  1354. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  190 v,  Nr.  27,  Titel:  Kaufbrief!. 

25  Ist  jedenfalls  identisch  mit  der  vorstehenden  Nummer. 

554.  1354.  11.  Januar.  Hans  der  Schultheiss  von  Ried¬ 

lin  gen  verkauf  tan  Heiligkreuztal  sein  Gut  zu  Grüningen 

um  83  Haller. 

\I\ch  Hans  der  Schulthaiss  burger  ze  Rudlingen  und  ich  Eisbet 
30  sin  elichiu  husfrow  verjehin,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen 
köfs  ze  koffend  geben  habin  frow  Annun  graevenn  von  Sultz  ze  den 
ziten  aebtissen  des  klosters  ze  Hailigkrütztal  dem  convent  gemain- 
lich  des  selben  gotzhus  und  iren  nahkomenden  daz  gut  ze  Grüningen 
dem  dorf  gelegen,  daz  wilunt  Haintz  saelig  under  stainburk  buwet 
35  daz  ietz  buwet  App  der  Fuhs,  für  reht  aigen  und  was  dar  in  hört 
umb  ahzig  pfund  und  driu  pfunt  güter  Haller  (Quittung).  Dis 
ist  daz  in  daz  vor  genant  gut  höret :  des  ersten  ain  hüs  das  gelegen 
ist  ze  Grüningen  hinder  Haintzen  hüs  von  Büningen,  ain  gart  hinder 
dem  selben  hus  gelegen,  ain  gart  der  ze  Grüningen  an  der  kilchof 


312 


1354. 


mur  lit.  Dis  sint  die  aeker  die  in  daz  vor  genant  güt  hornd: 
des  ersten  in  dem  esch  ze  Grüningen  gen  Pflumarn  wert  ain  juchart 
diu  gelegen  ist  ze  Lukun  bi  Haintzen  von  Büningen  aker,  ain  aker 
im  loch  des  zwo  juchart  sint,  anderhalb  juchart  gelegen  im  grund 
bi  Schenkels  aker,  ain  halb  juchart  diu  och  gelegen  ist  bi  Schenkels 
aker,  ain  juchart  diu  gehaissen  ist  der  holderaker  in  den  rainn; 
in  dem  andern  esch  hinder  dem  dorf  ain  juchart  diu  gelegen  ist 
neben  dem  widem  aker,  zwai  lender  der  ain  juchart  ist,  der  ains 
gelegen  ist  hinder  dem  dorf  bi  Schenkels  aker,  so  lit  daz  ander 
vor  brunlech  bi  des  Bayers  aker,  ain  juchart  och  uf  brunlech  bi 
Haintzen  von  Büningen  aker,  ain  aker  des  ain  juchart  ist  den  man 
nempt  die  brüch,  anderhalb  juchart  gelegen  an  dem  haldinden  weg; 
in  dem  dritten  esch  ze  Enggenriet  ob  dem  wadel  ain  anwander  des 
ain  juchart  ist,  zwo  juchart  zwischan  rietern  gelegen  neben  dem 
widemaker,  ze  Enggeldornun  anderhalb  juchart  gelegen  neben 
Strüben  aker;  daz  lant  hindern!  dorf  gelegen  neben  der  Bossinun 
aker,  ain  juchart  gelegen  an  dem  berkach  ze  Engeldornun,  ain 
juchart  gelegen  neben  Krümings  aker.  Dies  sint  die  wisa  die  in 
daz  vor  genant  gut  hornd:  zwai  mansmat  gelegen  in  der  ow,  und 
zwai  mansmat  ze  Baechingen  diu  och  in  daz  vor  genant  gut  hornd. 
Währschaft:  nah  der  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Dirr  ding  sint 
züg :  Hans  von  Andelvingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen, 

Hainrich  Luppf,  Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sahs,  Cünrat  der 
Kaeppeler,  Hans  Harlung,  Hans  der  Lodweber  rihter  ze  den  ziten 
ze  Rüdlingen  und  ander.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  der  stat 
ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  dem  naehsten  samstag  nah  dem 
zwölften  tag  nah  wihennaehten ,  do  man  zalt  von  gottes  geb'urt 
drutzehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar  nah  in  dem  vierden  jar. 

Das  BundS  der  Stadt  Riedlingen. 


555.  1354.  16.  Januar.  Benz  der  Vesenherr  von  Ried¬ 

lingen  und  Jutz  sein  Weib  verkaufen  zwei  Juchart 
Ackers  an  Heiligkreuztal  um  10  U  Haller. 

Ich  Bientz  der  Vesenherr  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Jütz 
sin  elichiu  husfrow  verjehin ,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen  köfs 
ze  koffend  geben  habin  frow  Annen  graevenn  von  Sultz  ze  den  ziten 
aebtissenn  des  klosters  ze  Hailigkrütztal  dem  convent  gemainlich  des 


1354. 


313 


selben  gotzhus  und  iren  nahkomenden  zwo  juchart  akers,  die  hie 
nach  geschrieben  stant  umb  zehen  pfunt  güter  Haller  (Quittung)  und 
habin  inen  die  selben  zwo  juchart  akers  ze  kofiend  geben  für  reht 
aigen.  Dis  sint  die  zwo  juchart  akers  und  sint  gelegen  in  Althaimer 
5  esch  gen  Hailigkrütztal  an  drien  stuken:  des  ersten  ain  anwander 
der  strekt  uf  Andelvinger  weg,  vor  dem  anwander  lit  ain  juchart 
und  ist  diu  juchart  und  der  anwander  gelegen  zwischan  Haintzen 
des  Eatgeben  aker  und  Bürklins  des  zieglers  aker,  und  ain  lant 
stregt  ob  der  juchart  gen  dem  Heggental.  Währschaft:  nah  der 
10  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Dirr  ding  sint  z'äg:  Hans  von  Andel- 

vingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen,  Hainrich  Luppf,  Hans 
der  Schulthaiss,  Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sahs,  Cünrat  der 
Kaeppeller,  Walther  der  Keller,  Haintz  der  Ratgeb,  Cunz  der  Koch, 
Geri,  Werntz  der  Mayer  siner  tohter  man  und  ander .  Siegler:  der 
15  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  dem  naehsten  dunrstag  vor  sant 
Agnesun  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drutzehenhundert  jar 
fünfzig  jar  dar  nach  im  vierden  jar. 

Das  BandS  der  Stadt  Biedlingen. 


20  556.  1354.  5.  Februar.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  setzen  der  Klosterfrau  Mechthild  der 
Wildin  eine  Jahrzeit  fest  für  ihre  Stiftungen. 

\W\ir  frow  Anne  aebbetissen  ze  Hailigcrützetale  graevenn  von 
Sultz  genant  und  der  convent  gemainlich  ünserz  closterz  vergehen, 
25  daz  swester  Maehthilt  diu  Wildin  gaistlichü  frow  ünserz  conventz 
mit  ünserm  urlob  gunst  und  willen  hat  kouft  ain  gütlin  umb  Hansen 
den  Schulthaizen  von  Rüdlingen  gelegen  ze  Grüningen  daz  der 
Fuhse  da  büwet  umb  achzige  pfund  und  driu  pfund  Haller,  und 
vier  aecker  umb  Hainrich  Luppfen  von  Rüdlingen  umb  zwainzig 
30  pfunde  Haller  gelegen  ze  Althain  mit  sölicher  beschaidenhait,  daz 
dü  swester  Maehthilt  daz  gut  und  aecker  mit  allen  nützen  niesen 
sol  än  irrung  und  ansprach  aller  maenglichz  die  wil  si  lebt.  Und 
wenne  si  nit  enist,  so  sol  daz  gut  und  aecker  vallen  an  Elzbethen 
ir  mümen  dez  Schempen  thohter  ünser  convent  fröwen,  daz  diu  och 
35  niesen  sol  untz  an  ir  tode  mit  sölichem  gedingde,  daz  dü  Elzbethe 
diu  Schempin  genant  die  wile  si  lebt  von  den  gütern  sol  gen  jaer- 


314 


1354. 


liehen  ainer  cüsterin  an  ain  ewig’  licht  trissig  Schilling  Haller  und 
ainer  siche  maisterinun  zehen  Schilling  Haller.  Und  wenne  si  nit 
enist,  so  sont  daz  gut  und  aecker  vallen  an  die  jarzit  und  sont  die  : 
frowen  die  dar  jarzit  pflegent  der  swester  Maehthilt  der  Wildenen 
jarzit  begäne  nach  ir  gewissein  durch  ir  sele  willen  und  alle  ir  ß 
vorderen.  Und  sint  ouch  gebunden  die  frowen  die  der  jarzit 
pflegent,  daz  si  sont  rihten  ainer  custerinun  trissig  Schilling  und  ainer 
slchemaisterinun  zehen  Schilling.  Und  daz  diz  veste  und  unwandel- 
baere  belibe,  so  setzet  mans  den  vier  amptfröwen  an  ir  trüwe  und 
ir  gewissem,  daz  si  daz  also  bestaeten  eweclich  alz  si  dar  umb  got  n 
went  antwrten.  Siegler:  wir  frö  Anne  aebbetissen  graeven  von  Sultz 
und  unser  convent.  Hie  bi  sint  ycivesen :  her  Berhtold  kilcher 

ze  Ensling,  bruder  Cünrat  der  Neve  und  ander . 

Diz  beschach  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehenhundert 
jare  und  dar  nah  in  dem  viere  und  fünftzigosten  jare  an  sant  l 
Agathen  tak. 

ND:  Umb  der  Wildinun  gut  ze  Grüningen  und  ze  Althain,  das  nah  der 
Schempinun  in  die  jarzit  hört  und  der  kustrinun  und  der  siechmaistrinun. 

Von  zwei  S  ist  das  OvalS  der  Äbtissin  von  Heiligkreuztal  zerbröckelt 
noch  vorhanden.  £ 


557.  1354.  23.  Februar.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 
frauen  Anna  und  Mechthild  Hartmann  Lupfen  seligen 
Töchter  bekommen  als  Leibgeding  1  &  Haller  jähr¬ 
lichen  Gelds  aus  einer  Wiese.  ! 

:  W  ir  fro  Ann  graevenn  von  Sultz  ze  den  ziten  aebtissenn 
des  klosters  ze  Hailigkrütztal  und  wir  der  convent  gemainlich  des 
selben  gotzhüs  verjehin,  daz  Annun  und  Maehthilt  Hartman  Luppfen 
saeligen  tohtrun  ünsren  klosterfrowen  gan  sol  ain  pfunt  guter  Haller 
jaerlichs  geltz  uss  der  wis  halber,  diu  gelegen  ist  im  oven wisch 
und  gemain  ist  mit  Hansen  dem  Schulthaissen  der  vier  mansmat 
ist  uf  sant  Michels  tag  ze  ainem  rehten  libdink  die  wil  si  lebunt. 
Und  wenn  ir  ainü  abgat  von  todes  wegen,  so  sol  es  vallen  an  die 
andren.  Und  wenn  si  baid  abgant,  so  sol  daz  pfunt  Haller  geltz 
dienun  dem  convent  gemainlich  ze  Hailigkrütztal  an  den  tisch.  Und 
verkerti  man  daz  pfunt  geltz  in  kamen  andern  weg  daz  es  dem 
convent  nit  dieniti  an  den  tisch,  so  sol  es  sant  Gerien  ze  Rüdlingen 
verfallen  sin.  Siegler:  wir  diu  aebtissenn  und  der  convent. 


1354. 


315 


Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Mathias  abend,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  drutzehenhundert  jar  fünfzig*  jar  dar  nach  im  vierden  jar. 

ND:  Item  asz  dir  brieff  set,  also  sol  man  des  Bumansz  jar  zit  begän. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heilig kreuztal. 

5  558.  1354.  21.  März.  Langenenslingen.  Die  Heilig- 

kreuztal er  Klosterfrau  Margareta  die  Schilt ungin  kauft 
aus  einem  Gilt  lein  zu  Wald  hausen  10  s.  Haller  jährlichen 
Gelds,  die  nach  ihrem  Tod  zu  ihres  Vaters  Konrad  des 
Vogts  Jahrzeit  verwendet  werden  sollen. 

10  Offen  und  ze  wissen  si  getan ,  daz  swester  Margareht  diu 
Schiitungin  von  der  Schaere  hat  choufet  mit  urlob  und  willen  frow 
Annen  aebbetissen  ze  Hailigcrütztale  graeven  von  Sultz  genant  zehen 
Schilling  Haller  jaerclich  geltz  us  dem  gut  ze  Walthusen  aeckern 
und  wisan  daz  Haintz  der  Mayger  buwet,  umb  äne  vier  Schilling 

1B  sehs  pfunt  Haller.  Und  sol  diu  Schwester  Margareht  unseriu  gaist- 
lichiu  frowe  die  zehen  Schilling  geltz  in  nemen  und  messen  an 
ansprach  aller  unser  nachomern  (!)  untz  an  ir  tode.  Und  wenne  diu 
Schwester  Margareht  nit  enist,  so  sont  die  zehen  Schilling  geltz 
eweclich  vallen  an  den  tysche  ünserz  conventz  gemainlich  ane 

20  Widerrede  und  ansprach  allermaengelichz  zft  ainer  jarzit  ir  vatterz 
Cunratz  Schiltungz  dez  vogtz  und  aller  siner  vorderen  uf  ünser 
fröwen  tag  der  kertzwihi.  Und  sont  die  fröwen  die  der  jarzit 
pflegen  bi  gehorsaemi  und  nach  gewonhait  und  gesetzet  ünse[r]z 
closterz  begän e  alz  ander  verschriben  und  bestaeten  jarziten  ünser 

25  saemenung.  Siegler:  wir  frow  Anne  aebbetissen  graeven  von  Sultz 
genant. 

Der  [brief]  ist  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  drüzehen 
hundert  jar  dar  nah  in  dem  vierden  und  fünfzigosten  jar  an  sant 
Benedicten  tage  ze  Enslingen  in  dez  kilcherren  hus. 

BO  ND:  Zu  C.  Schiltungs  jarzit  VII  (!)  Schilling  Haller. 

Das  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

559.  1354.  23.  April.  Graf  Eberhard  von  Werdenberg 

verkauft  Hans  den  Wiener  an  Heiligkreuztal  um  4  U 

Haller. 

BB  Ich  graf  Eberhart  von  Werdenberg  vergihe,  daz  ich  mit  gutem 
gunst  und  willen  hän  ze  koufent  geben  frö  Annen  aebbetissen  ze 


316 


1354. 


Hailigcrütztale  graevenn  von  Sultz  genant  und  dem  convent  gemain- 
lich  dez  selben  clostertz  Hansen  den  Wienaere  ünsern  aigen  man 
ze  Tügendorf  gesezzen  umb  vier  pfunt  Haller  (Quittung,  Auflassung). 
Und  sint  dez  gezüge:  Götz  der  Gebüre,  Hainrich  der  Hürdaer, 

Cuntz  der  Grave,  Cünrat  der  Hager  und  Cünrat  der  wirt  von  5 
Truhttelvingen.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Gristez  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  vierden  und  fünfzigosten  jare  an  sant 
Georien  tage. 

Das  S  ist  abgerissen.  10 


560 .  1354.  26.  April.  Ritter  Konrad  von  Hornstein  zu 

Grüningen  und  sein  Weib  Anna  verkaufen  an  Heilig- 
kreuztal  ein  Viertel  des  Zehnten  zu  Waldhausen  um 

44  U  Haller. 


I  ch  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  und  1 
ich  Ann  sin  elichiu  husfrow  verjehin,  daz  wir  ains  rehten  und  red¬ 
lichen  kofs  frow  Annen  graevinn  von  Sultz  ze  den  ziten  aebtissenn 
des  klosters  ze  Hailigcrütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben 
gotzhus  und  iren  nahkomenden  ze  koffend  geben  habin  ainn  vierden- 
tail  des  zehenden  ze  Walthusen  der  unser  gewesen  ist  klainen  und 
grossen  besuchten  und  unbesüchten  mit  allen  rehten  und  nützzen 
und  mit  aller  zügehörd  für  ain  reht  ledigs  aigen  umb  vierzig  pfund 
und  vier  pfunt  guter  Haller  (Quittung,  Auflassung).  Siegler:  ich 
Cünrat  von  Hornstain  ritter. 

Der  [brief]  ist  geben  an  dem  naehsten  samstag  nah  sant  Gerien 
tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  druczehenhundert  jar  fünfzig  jar 
dar  nah  im  vierden. 

Das  RundS  des  Konrad  von  Hornstein. 


561.  1354.  10.  Mai.  Heinz  und  Adelheid  Atz  von  Ried¬ 

lingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  aus  des  Schu lt- 
heissen  Gut  1  #  Haller  jährlichen  Gelds  um  elfthalb  ti.1) 

I \ch  Haintz  Atz  burger  ze  Rü düngen  und  ich  Adelhait  sin 
elichiu  husfrow  verjehin,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen  kofs 
irow  Annen  grävenn  von  Sultz  ze  den  ziten  abtissenn  des  klosters 
ze  Hailigkrütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  und 
ren  nahkomenden  ze  koffend  geben  habin  für  reht  aigen  uss  ünserm 


1354. 


817 


tail  es  sigin  aeker  ald  wisa,  des  gutz  daz  koft  wart  umb  Hansen 
|  den  Schulthaissen  umb  ahtzig  pfund  und  zehen  Schilling  guter  Haller 
und  gemain  ist  mit  Cüntzen  Kittelbergerz,  ain  pfunt  güter  Haller 
jaerlichs  geltz  umb  ailfthalb  pfunt  güter  Haller  (Quittung).  Aid 
5  sülin  wir  ald  ünser  erben  der  aebtissenn  und  dem  convent  dez 
gotzhus  ald  iren  nakkomenden  daz  pfunt  Haller  geltz  alliu  jar  rihten 
und  gen  uf  sant  Michels  tag  an  irrung  und  an  all  widerred.  Währ¬ 
schaft  nah  der  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Dirr  ding  sint  züg :  Hans 

von  Andelvingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen,  Hainrich  Luppf, 
10  Hans  der  Schulthaiss,  Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sahs,  Cun- 
rat  der  Kaeppeler  und  ander.  Siegler:  der  amman  und  der  rat  der 
stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  dem  naehsten  samstag  nach  des  hailigen 
krützes  tag  as  es  funden  wart,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driu- 
15  zehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar  nach  im  vierden  jar. 

I  Das  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

\  *)  BL  Heiligkreuztal ,  Fol .  19 lr,  Nr.  40  hat  eine  nähere  Angabe:  uss 

:  ettlich  Ackhern  und  Wisen  zue  Riedlingeu. 

562.  1354.  28.  Juni.  Mit  dem  Geld  aus  des  Grimmen 

20  Gut  sollen  verschiedene  Jahrzeiten  zu  Heiligkreuztal 

begangen  werden. 

Wir  frow  Anna  von  Sultz  ze  den  ziten  abbatissen  dez  erwirdigen 
gotzhuss  ze  Hailigscrutztal  und  der  convent  gemainlich  dez  selben 
gotzhuss  nrkündin,  daz  wir  us  dem  güt,  dem  man  spricht  Grimmen 
25  güt,  daz  umb  Hansen  von  Goffingen  umb  fünfü  und  drissig  pfunt 
Haller  kouft  wart  sülin  began  eweklich  die  jarzitlichen  tag  die  hie 
nach  geschriben  sint  jarlichs  als  an  disem  brief  hie  beschaiden  ist, 
wan  daz  vor  geschriben  güt  dar  umb  von  den  nach  geschribnen 
j  lüten  an  ünserer  samnung  tisch  gemachet  ist  daz  man  ir  jarzitt 
ho  jarlichs  da  mit  begang:  dez  ersten  sol  man  began  Adelhait  salig 
von  Tierberg  Ülrichs  dez  Schenken  von  Outelswank  wirten  jarzitt 
mitt  dem  zwai  tailn  dez  vor  genanten  gütes.  Mit  dem  drittail  dez 
selben  gutz  sol  man  began  die  jarzitt  vier  ersamer  säliger  frowen 
!  von  Veringen,  und  sol  nemen  zehen  Schilling  Haller  jarlichs  uss 
35  dem  genanten  güt  allem  und  da  mit  began  swester  Hadwig  saligun 
der  Kieserinun  jarzitt.  Och  sol  man  mit  fünf  Schillingen  Hallern 
uss  dem  selben  güt  allem  began  swester  Annun  der  Stürtzlinun 
jarzitt.  Siegler:  wir  frow  Anna  und  der  convent. 


318 


1354. 


Der  [brief]  wart  gegeben  an  sant  Peters  und  Pauls  abent,  do 
man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehen  hundert  jar  funftzig  jar  dar 
nach  in  dem  vierden  jar. 


Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal  sind  ab¬ 


gerissen. 


5 


*563.  1354.  28.  Juni.  Adelheid  von  Sange  kauft  von 

Heiligkreuztal  1  &  2  s.  Haller  Gelds  aus  einem  Hof  zu 


Herbertingen  um  12  U. 


Wir  frow  Anna  von  Sultz  ze  den  ziten  abbatissen  des  erwirdigen 
gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  und  der  convent  dez  selben  gotzhus  ge-  io 
mainlich  urkündin,  daz  wir  Adelhaiten  von  Zang  habin  gegeben 
ze  kouffend  ain  pfunt  und  zwen  Schilling  Haller  geltes  ir  lib  allain 
die  wil  sü  ist,  von  den  zinsen  dez  hofs  ze  Herbrechtingen  der  zu 
der  Wildinun  jarzitt  ünserr  samnung  tisch  dienet  umb  zwölf  pfunt 
Haller  der  wir  von  ir  gewert  sin  gar  und  gantzlich,  und  aekker  dar 
umb  kouft  habin  in  den  selben  hof  ze  Herbrechtingen  und  in  da 
mit  gebessret  habin,  daz  er  diss  gelt  wol  aun  sinen  schaden  gerichten 
mag.  Und  ist  daz  beschehen  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait, 
daz  unser  swestra  die  denn  ze  den  ziten  der  jarzitt  pflegent , #  sont 
der  Adelhaid  von  Zang  daz  pfunt  und  die  zwen  Schilling  Haller  : 
geltz  jarlichs  allü  jar  richten  und  gen  die  wil  sü  lebt.  Wenn  aber 
sü  enwar,  so  sol  daz  selb  gelt  denn  ünserer  samnung  dienen  an 
den  tisch  und  sol  man  da  mit  der  Adelhait  von  Zang  jarzitlichen 
tag  allü  jar  eweklich  began.  Siegler:  wir  frow  Anna  und  der  convent. 

Der  [ brief J  wart  gegeben  an  sant  Peters  und  Pauls  abent,  do 
man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar 
nach  in  dem  vierden  jar. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal  sind 
grossenteils  erhalten. 

564.  1354.  31.  Oktober.  Anna  die  Müllerin  von  Ried¬ 

lingen  gibt  Güter  an  H eiligkreuztal  auf  als  Leibgeding 
für  ihre  drei  Schwestern  und  ein  Schwesterkind  im 


Kloster. 


Ich  Ann  diu  Müllerin  Eberlins  saligen  des  Müllers  tohter  burgerin 
ze  Rüdlingen  vergilt,  daz  ich  mit  gesundem  lib  willeklich  und  gern 
und  do  ich  es  wol  getün  moht  ufgeben  han  und  ufgib  mit  disem 
brief  frow  Annen  von  Hornstain  ze  den  ziten  abtissenn  des  klosters 


1355. 


319 


!  ze  Hailigkrütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  und 
iren  nahkomenden  die  äker  und  die  wis  as  hie  nach  geschriben 
stat  für  reht  aigen:  des  ersten  ain  juchart  akers  lit  in  Rüdlinger 
esch  an  dem  weg  gen  Grüningen  an  Hansen  des  alten  Lodwebers  aker, 
5  qin  halb  juchart  akers  lit  ze  Oshain  bi  der  lindun  an  der  Stürtz- 
linen  aker,  und  ain  halbtail  ainer  wis  der  zwai  mansmat  ist  lit  an 
dem  klank,  ist  ain  wehselwis  und  ist  gemain  mit  Bienzen  dem 
Offenburger  und  mit  dem  Henslin  dem  Raiserlin.  Und  han  daz 
getan  mit  der  beschaidenhait,  daz  mini  swestra  Hatz  Katherin  und 
LO  Engelburk  klosterfrowa  ze  Hailigkrütztal  die  aker  und  das  halbtail 
der  wis  sont  inn  han  und  messen  die  wil  si  lebund  aso  wenn  ir 
ainü  abgat  von  todes  wegen,  daz  es  denn  ie  an  die  andern  vallen 
sol.  Und  wenn  sie  all  dri  abgand  von  todes  wegen,  so  sont  die 
aker  und  daz  halbtail  der  wis  ledig  sin  und  verfallen  eweklich  für 
L5  reht  aigen  den  closterfrowen  ir  nahkomenden  und  ir  gotzhus  an 
min  und  miner  erbo  und  an  allermenglichs  irrung.  Und  sont  die 
aker  und  daz  halbtail  der  wis  denn  dienun  dem  convent  gemainlich 
ze  Hailigkrütztal  über  tisch.  War  och,  ob  daz  Katherinli  miner 
swester  saligen  kint  enpfangen  würd  in  daz  kloster  und  hin  in  kem,  so 
20  vergih  ich  daz  es  alliu  diu  reht  han  sol  zu  den  akern  und  zu  dem 
halbtail  der  wis  as  mini  swestra.  Dirr  ding  sint  gezüg:  Hans 

von  Andelvingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen,  Hainrich  Luppf, 
Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sahs,  Cünrat  der  Kappeller,  Hans 
Harlung  und  ander.  Siegel:  der  amman  und  der  rat  der  stat  ze 
25  Rüdlingen. 

\  Der  [brief]  ist  geben  an  aller  hailigo  abend,  do  man  zalt  von 

gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar  nach  im  vierden  jar. 

Das  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

365,  1355.  Leibding  Schivesster  Irmelgarta  Ferberin  zue 

30  Biedlingen  ab  dem  Brüel  zue  Ensslingen  und  andern  gef  eilen  und 
!  naehgeentz  der  Samblung  zue  geen  solle  umb  ein  ewigs  Jarzeit. 
Anno  1355. 

BL  HeiligJsreuztal,  Fol.  235 v,  Nr.  12 ,  Titel:  Leibdingen. 

566,  1355.  5.  Februar.  Markdorf.  Heinrich  Bögli 

35  selig  [von  Markdorf]  gibt  an  Heiligkreuztal  vier  Eimer 
;  WeinalsewigesGeld. 

i  W \ir  swester  Anna  von  Hornstain  von  gottes  genaden  abtischen 
ze  Hailigcrützstal  und  der  convent  gemainlich  vergehin ;  daz  uns 


320 


1355. 


reht  und  redlich  und  durch  siner  und  durch  Gütun  säligun  siner 
elichun  wirtinne  selan  hailes  willen  hat  geben  der  erber  man  Hain- 
rich  Bogli  salig  vier  aimer  wines  zu  ainem  rehten  zins  die  man  üns 
iemer  eweclich  jarlichen  geben  sol  ab  dem  wingarten,  der  sin  aigen 
waz  der  gelegen  ist  ze  Marchdorf  an  der  wangerhaldun  und  ainhalb  5 
stosset  an  der  herren  wingarten  von  Salmanswiler  der  da  haisset 
der  Kolbenberg  und  anderthalb  stosset  an  Ülriches  Schüllen  win¬ 
garten.  Den  selben  zins  hat  uns  Hainrich  Bogli  salig  geben  ab 
dem  vor  genanten  wingarten  mit  solicher  geding,  daz  wir  jarlichen 
iemer  eweclich  sin  und  Gütun  saligen  siner  elichun  wirtinne  jarzit  10 
began  sölin  in  ünserm  closter.  Und  die  selben  vier  aimer  wines 
sölin  wir  niena  hin  tun  noch  brachen,  wan  daz  uns  der  selb  win 
järlich  dienan  sol  an  dem  jarlichen  tag,  so  wir  die  vor  geschriben 
jarzit  begangind  über  tisch  als  verre  als  er  raiget.  Wäri  aber,  daz 
wir  die  jarzit  nit  begiengind  als  da  vor  geschriben  stat  und  die  1 
vier  aimer  wines  iena  anderswa  hin  tötind  oder  bruchtind  wan  als 
da  vor  geschriben  stat,  so  sol  der  win  dez  selben  jares  schlehlich 
vervallen  sin  an  daz  gotteshuse  ze  Marchdorf.  Siegler:  wir  die 
swester  Anna  abtissen  ze  Hailigcrützstal  und  der  convent. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Marchdorf,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  da  nach  in  dem  fünf  und  fünfzigosten 
jar  an  sant  Agatun  tag. 


NB:  Zu  Boglins  jarzit  von  Marchtdorf.  —  Vier  aimer  weins  vom  Spittall 
von  Saulgau.  —  Gottsgab  von  Heinrich  dem  Beglin  der  4  aimer  wein  ab 
dem  weingartten  ob  der  Wenger  Halden,  so  jetzo  der  Spital  zu  Saulgau  gibt, 
dagegen  man  sein  und  seiner  Frowen  Gutta  Jartzeit  begehen  sol. 


Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal 


567 .  1355.  21.  Februar.  Heinrich  von  Bingen  zu  Grü¬ 

ningen  verkauft  drei  Juchart  Ackers  an  Heiligkreuztal 

um  I872  U  Haller. 


\I\ch  Hainrich  von  Büningen  ze  Grüningen  gesessen  vergib, 
daz  ich  ains  rehten  und  redlichen  köfs  ze  koffend  geben  hän  frow 
Annen  von  Hornstain  von  Gedingen  ze  den  ziten  abtissenn  des 
klosters  ze  Hailigkrütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus 
und  iren  nahkomenden  für  reht  aigen  dri  juchart  akers  gelegen  in 
Grüninger  esch.  Der  ainü  stosd  uf  den  rietweg  gern  anger  hinder 
der  stainburk,  lit  neben  Albrehtz  ritters  aker.  Diu  ander  juchart 


1355. 


321 


lit  da  man  gen  Brunnen  usserhin  gat  stosd  uf  den  weg  neben 
Hainrich  Appen  suns  aker  ainlialb,  anderhalb  neben  Appen  des 
Schenkels  aker.  Diu  drit  juchart  lit  im  grund  gen  Pflumarn  ufhin 
die  man  nempt  daz  jüchli  neben  des  Möchels  aker.  Und  hän  inen 
5  die  dri  juchart  akers  geben  ze  koffend  umb  zwainzig  pfund  guter  Haller 
drisig  Schilling  Haller  minder  (Quittung).  W 'Uhr  Schaft  jar  und  tag.  Und 
dar  umb  han  ich  inen  ze  bürgen  und  ze  weren  gesetzt  unverschaiden- 
lich:  herr  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  und 
Dietrichen  von  Büningen  burger  ze  Rüdlingen  die  vor  genanten 
10  aker  ze  versprechend  nah  dem  rehten  jar  und  tag  as  vor  geschriben 
ist.  Ich  Hainrich  von  Büningen  [hän]  gebetten  her  Cünrat  von 
Hornstain  und  Dietrichen  von  Büningen,  daz  si  für  mich  und  min 
erben  irü  insigel  gehenkt  hant  an  disen  brief.  Wir  vor  genanter 
Cünrat  von  Hornstain  ritter  und  Dietrich  von  Büningen  verjehin 
15  (S  Bekenntnis). 

Der  / brief]  ist  geben  an  dem  naehsten  samstag  vor  sant 
Mathias  tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drützehenhundert  jar 
fünfzig  jar  dar  nach  im  fünfden  jar. 

Zwei  RundS:  das  S  des  Konrad  von  Hornstein  und  das  des  Dietrich 
20  von  Bingen.  Dieses  zeigt  rechts  eine  auf  gerichtete  Wolfsangel ,  links  einen 
halben  Adler  am  Spalt.  U:  f  S.  DIETER  •  D CI  •  KRICHBOLT  •  D  ••  RVD  •  • 
( S .  v.  Alberti,  Wappenbuch  S.  62  und  Sbild  Nr.  216). 

568.  1355.  16.  April.  Bet  Hansen  des  Schultheissen 

von  Riedlin  gen  Weib  verkauft  an  Heiligkreuztal  einen 
25  Acker  hinter  der  Stadt  um  17  U  Haller. 

Ich  Bet  Hansen  des  Schulthaissen  saligen  elichiu  husfrow 
burgerin  ze  Rüdlingen  und  ich  Rentz  ir  sun  vergehin,  daz  wir  ains 
rehten  und  redlichen  kofs  ze  koffend  geben  habin  frow  Annun  von 
Hornstain  von  Geffingen  ze  den  ziten  abtissenn  des  klosters  ze 
30  Hailigkrütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  und  iren 
nahkomenden  ainn  aker  der  gelegen  ist  ze  Rüdlingen  liinder  der 
stat  an  den  akern,  die  Waltz  von  Zolnhusen  buwet  die  der  frowo 
von  Hailigkrütztal  sint,  der  ain  anwander  ist  des  ain  juchart  und 
ain  sättell  ist,  für  reht  aigen  umb  sübentzehen  pfunt  guter  Haller 
35  (Quittung).  Währschaft  nach  der  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Wir 
versprechin  och  für  Betun  für  Allun  und  für  Clausen  minü  der 
vor  genanten  Bethun  kint,  daz  si  den  aker  och  uf  gend,  wenn  si 
zu  iren  tagen  körnend.  Dirr  ding  sint  gezüg:  Hans  von  Andel- 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  21 


322 


1355. 


vingen  amman  ze  den  ziten  ze  Rüdlingen,  Dietrich  von  Büningen, 
Wolf  der  Sahs,  Cünrat  der  Kappeier,  Hans  Harlung  und  ander. 
Siegler:  der  amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  dem  nähsten  dunrstag  nah  usgender 
osterwochun,  do  man  zallt  von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  5 
fünfzig  jar  darnach  im  fünfden  jar. 

Das  S  ist  ausgerissen. 


569.  1355.  11.  Mai.  Hans  der  Ruh 


von  Riedlingen  und 


Agnes  sein  Weib  verkaufen  an  Heiligkreuztal  10  s.  Haller. 

Ich  Hans  der  Ruh  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Angnes  sin  10 
elichiu  husfrow  verjehin ,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen  köfs 
ze  köfend  geben  habin  Cläsen  dem  Lodweber  burger  ze  Rüdlingen 
und  sinen  erben  zehen  Schilling  guter  Haller  jaerlichs  geltz  uss 
unserr  wis,  der  diu  zwai  tail  ains  mansmat  ist  gelegen  vor  dem 
wilertor  im  brügel,  ainhalb  an  des  Schaerers  aker  anderhalb  an  15 
Haintzen  Stainibains  wis,  und  uss  unserm  garten,  lit  ainhalb  an 
sant  Gerien  garten,  anderhalb  an  der  siecho  garten,  da  vormals  uss 
der  wis  und  uss  dem  garten  niutz  us  gät  wan  der  zehend,  und 
habin  im  und  sinen  erben  die  zehen  Schilling  Haller  geltz  da  für 
ze  köfend  geben,  daz  diu  wis  und  der  garten  reht  aigen  sint  umb  2 
sehsthalb  phunt  guter  Haller  (Quittung).  Und  sülin  wir  ald  unser 
erben  dem  Cläsen  dem  Lodweber  und  sinen  erben  die  zehen  Schilling 
geltz  alliu  jar  rihten  und  gen  uff  sant  Michels  tag  än  fürzug. 
Währschaft  nah  der  stett  reht  ze  Rüdlingen.  Dirr  ding  sint 
geziüg:  Hans  von  Andelfingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüd¬ 

lingen,  Dietrich  von  Büningen,  Wolf  der  Sahs,  Cunrat  der  Kappeller, 
Hans  Harlung,  Haintz  Saetzli  und  ander.  Siegler:  der  amman  und 
der  raut  der  stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ivart  geben  an  dem  naehsten  mentag  vor  dem 
ufertag,  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drützehenhundert  jar  fünfzig 
jar  dar  nah  im  fünften  jar. 

Das  DundS  der  Stadt  Biedlingen. 


570.  1355. 

verkauft 


22.  Mai.  Heinrich  Ortliep  zu  Pfullendorf 
an  Heiligkreuztal  Zehnten  zu  Beizkofen  um 
78  U  Konstanzer  Pfennige. 


T\ch  Hainrich  Ortliep  burger  ze  Pfullendorf  vergib,  daz  ich 
han  geben  ze  köffend  ains  rehten  und  ains  redlichen  kouffes  der 


1355. 


323 


aeptissenn  und  dem  convent  gmainlich  dez  closters  ze  Hailigen- 
crütztal  der  zwaiger  tail  die  fünf  tail  dez  zehenden  ze  Bützkoven 
gelegen,  den  ich  umb  Hainrich  Rentzen  ainn  hurger  ze  Maengen 
koufft  klain  und  gröz  mit  allen  rehten  gwonhaiten  und  nüzten  und 
5  mit  aller  zügehord  als  ich  in  untz  her  genossen  hän,  umb  an  zway 
ahzeg  pfund  pfenning  Costentzer  müns  (Quittung,  Auflassung,  Währ¬ 
schaft),  .  .  .  mit  der  beschaidenhait ,  ez  waer  denn  ob  der  vor 
beschriben  zehend  den  vor  beschribenen  gaistlichen  frowen  ansprachig 
wurd  von  lehens  wegen,  da  mit  sol  ich  vor  gnanter  Ortliep  noch  min 
10  erben  gen  den  gaistlichen  frowen  niutz  ze  schaffend  han  noch  in  niutz 
dar  umb  gebunden  sin.  Siegel :  Cünrat  Graemliches  ze  den  ziten  amman 
ze  Pfullendorf  und  Cünrat  Graemliches  Hansen  Graemlichs  saeligen 
sun  aigene  insigel,  wan  ich  aigens  insigels  nit  hab  (S  anhängung). 

Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  von  gottez  gebürt  driuzehen- 
15  hundert  jar  und  fiunfzeg  jar  dar  nach  in  dem  fiunften  jar  an  dem 
naehsten  fritag  vor  sant  Urbans  tag. 

Zwei  S.  Vom  ersten ,  dem  S  des  Konrad  Grämlich  des  Älteren,  sind  Beste 
vorhanden.  Das  S  des  Konrad  des  Jüngeren  zeigt  einen  nach  rechts  gewendeten 
Steinbock.  U:  f  S.  CVNRADI  •  DCI  •  GRAEMLICH.  Beide  hängen  an  be- 
20  schriebener  Pressei. 

571,  1355.  22.  Mai.  Ulrich  Nützli  gibt  zwei  Teile  des 

Zehnten  zu  Beizkofen  seinem  Lehenherren  auf  zu¬ 
gunsten  von  Heiligkreuztal. 

l\ch  Ulrich  Nützli  vergib  und  tun  Jcunt  offenlicli  mit  disem 
25  brieff  für  mich  und  min  erben  umb  die  fuinf  tail  der  zwaiger  tail 
dez  zehen  den  ze  Bützkoven  gelegen,  den  Hainrich  Ortliep  min  mit- 
bürger  ze  Pfullendorf  umb  Hainrich  Rentzen  burger  ze  Maengen 
kouft  und  dez  selben  zehenden  ich  dez  Hainrich  Ortlieps  und  siner 
!  erben  getriwer  träger  waz,  daz  ich  den  selben  zehenden  dem  lehen- 
!>0  herren  dez  vor  gnanten  zehenden  uff  geben  han  mit  allen  rehten 
gwonhaiten  nützen  und  mit  aller  zügehord.  Und  verzih  mich  für 
mich  selber  und  für  min  erben  gen  der  aeptissenn  und  dem  convent 
gmainlich  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  aller  der  reht  und  aller 
der  anspräch,  der  ich  ald  min  erben  an  den  vor  beschribenn  zehenden 
35  hettond  ald  iemmer  gwinnen  möhtint  an  gaistlichem  und  an  welt¬ 
lichem  griht.  Und  dez  ze  urkünd  und  besserr  sicherhait  han  ich 
für  mich  und  min  erben  vor  gnanten  gaistlichen  frowen  der  aeptissen 
\  und  dem  convent  gmainlich  dez  closters  ze  Hailigencrütztail  disen 


324 


1355. 


brieff  mit  der  erbaren  mann  Cunrat  Gramlichs  ze  den  ziten  amman 
ze  Pfullendorf  und  mit  Cunrat  Graemlichs  Hansen  Graemlichs  saeligen 
sun  insigeln  geben  besigelten,  wan  ich  aigens  insigels  nit  hab 
(S  anhängung). 

Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehen-  5 
hundert  jar  und  fuinfzeg  jar  dar  nach  in  dem  fünften  jar  an  dem 
naehsten  fritag  vor  sant  Urbans  tag. 

Von  zwei  S  sind  nur  Beste  erhalten. 

572.  1355.  25.  Mai.  Ritter  Manz  von  Hornstein  zu 

Heudorf  verkauft  die  Lehenschaft  eines  Zehnten  zu  k 

Beizkofen  an  Heiligkreuztal  um  12  Haller. 

\I\ch  Mantz  von  Hornstain  ritter  ze  Hodorf  gesessen  vergib, 
claz  ich  ains  rehten  und  redlichen  kofs  ze  koffend  geben  han  frow 
Annun  von  Hornstain  von  Gedingen  ze  den  ziten  abtissenn  des 
ldosters  ze  Hailigkrütztal  dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  1 
und  iren  nahkomenden  die  lehenschaft  dez  zehenden  ze  aigen  ze 
Bützkoven,  den  Hainrich  Ortliep  ain  burger  ze  Pfullendorf  von  mim 
vatter  saligen  und  von  mim  vetterren  her  Hansen  von  Hornstain 
und  von  mir  ze  jüngst  ze  lehen  hat  geliebt,  um  zwölf  pfunt  guter 
Haller  (Quittung,  Auflassung).  Siegler:  ich  Mantz  von  Hornstain  < 
ritter.  Und  ze  besser  zügnüst  mit  Hansen  von  Hornstain  ze  Gef- 
fingen  gesessen  und  mit  Hansen  von  Hornstain  von  Nüfrün  insigel 
miner  vetterro  die  ich  dar  umb  gebetten  hän.  *  Ich  vor  genanter 
Hans  von  Hornstain  ze  Gedingen  gesessen  und  ich  vor  genanter 
Hans  von  Hornstain  von  Nufrun  verjehin  (S  bekenntnis) . 

Dirr  brieff  wart  geben  an  sant  Urbans  tag,  do  man  zalt  von 
gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar  nach  im  fünfden  jar. 

ND :  Ain  fri  ledigung  umb  den  zehenden  zu  Bützkoven  von  den  lehenherren. 

Drei  BundS  der  drei  Herren  Hans  von  Hornstein  zu  Göfßngen ,  Hans 
von  Hornstein  zu  Neufra  und  des  Manz  von  Hornstein  zu  Heudorf.  I 


5  73.  1355.  1.  Juni.  Ritter  Hans  von  Hornstein  zul 

Wilflingen  tauscht  von  Heiligkreuztal  das  von  seineml 
Vater  Heinrich  zu  einer  J.ahrzeit  gestiftete  Gut  zul 
Enhofen  wieder  ein  gegen  ein  Gut  zu  Billafingen. 

Ich  Hans  von  Hornstain  ritter  ze  Wülflingen  gesessen  vergib  \ 
daz  ich  mit  frow  Annun  von  Hornstain  von  Gedingen  ze  den  ziten| 


1855. 


325 


äbtissenn  des  klosters  ze  Hailigkrütztal  lind  mit  dem  convent  ge- 
mainlicli  des  selben  gotzlius  ain  Wechsel  getan  hän  umb  daz  gut, 
daz  ze  Ennlioyen  gelegen  ist  daz  min  vatter  sälig*  her  Hainrieh  von 
Hornstain  von  Wülflingen  durh  got  und  durb  sin  er  sei  und  durh 
5  miner  müter  saligen  sei  Katherinen  von  Hasenstain  hails  willen 
geben  hett  an  daz  gotzhus  ze  Hailigkrütztal.  Umb  daz  selb  tätig 
gut  hän  ich  Hans  von  Hornstain  den  gaistlichen  frowen  und  iren 
nahkomenden  geben  daz  gut  ze  Bilavingen.  Darin  gehöret  diu  hof- 
raiti  da  Schwiberli  uf  sitzd,  dri  und  drisig  juchart  akers,  zwo  juchart 
10  holtzmark  und  zwai  mannmat  wiswahs  und  gilt  jarlich  acht  Schilling 
Kostentzer  pfenning  vier  herbsthunr  ain  vasnaht  hun  ain  viertail 
ayer  und  ain  viertail  ärüsso.  Und  die  hofstat  da  der  Binder  ufsitzd 
gilt  jarlich  zwen  Schilling  Kostentzer  pfenning  und  ain  vasnah thün. 
Daz  vor  genant  gut  ze  Bilavingen  han  ich  den  gaistlichen  frowen 
15  und  iren  nahkomenden  geben  für  ain  friges  und  ledigs  aigen :  hof- 
raiti  aker  holtzmark  wiswahs  und  hofstat  mit  allen  rehten  nützen 
und  zügehorden  die  dar  zu  und  dar  in  gehorent,  mit  der  beschaiden- 
hait  und  gedingd,  daz  die  gaistlichen  frowa  ald  ir  nahkomenden 
jarlich  begän  sont  der  vor  genanto  mins  vatter  saligen  und  miner 
20  müter  saligen  jarzit  mit  win  mit  vischen  ald  mit  ayern  as  verr  denn 
daz  gelt  des  vor  genanten  gutes  ze  Bilavingen  des  jars  gelangen  mag 
(Währschaft).  Man  sol  och  daz  gut  ze  Bilavingen  und  waz  dar  zu  und 
dar  in  gehöret  und  die  hofstat  nümmer  versetzen  noh  verköffen  noh 
in  kamen  weg  bekümmern,  wan  man  da  mit  jarlich  begän  sol  mins 
25  vatter  saligen  und  miner  müter  saeligen  jarzit  as  vor  geschriben 
stat.  Und  wenn  man  daz  übergiengi  und  nit  vollfürti  as  vor  ge¬ 
schriben  ist,  so  sol  denn  das  gut  ze  Bilavingen  und  alles  daz  dar 
:  zu  und  dar  in  gehöret  eweklich  vervallen  sin  den  gaistlichen  frowen 
der  äbtissenn  und  dem  convent  ze  Wald  aso  daz  es  dem  convent 
80  ze  Wald  über  tisch  ümmer  me  dienen  sol.  Siegler:  der  Aussteller 
\  und  ze  besser  zügnüst  aller  vor  geschriben  ding  mit  her  Cünratz 
I  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  und  mit  Hansen  von  Horn¬ 
stain  von  Nüfrun  miner  vetterro  insigel  die  hie  bi  warun  und  die 
ich  dar  umb  gebetten  hän  (Sbekenntnis). 

85  Dirr  brief  ivart  geben  an  dem  nähsten  mentag  nach  sant 
Urbans  tag,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drutzehenhundert  jar 
fünfzig  jar  dar  nach  im  fünfden  jar. 

Drei  Bund  S  der  drei  Bitter:  Hans  von  Hornstein  zu  Wilflingen,  Konrad 
von  Hornstein  zu  Grüningen  und  Hans  von  Hornstein  zu  Neufra.  Die  S  hängen 
40  an  beschriebenen  Pressein. 


326 


1355. 


574.  1355.  22.  Juni.  Ritter  Manz  von  Hornstein  zu 

Heudorf  verkauft  seinem  Vetter  Hans  von  Hornstein 
zu  Saulgau  seine  Güter  zu  Burgau  um  475  U  Haller. 
Zwei  Viertel  Ol  gehen  daraus  ans  Kloster  Heiligkreuz  tal. 

Ich  Mantz  von  Hornstain  ritter  ze  Hodorf  gesessen  vergib, 
daz  ich  ze  köffent  hän  gegeben  liern  Hansen  von  Hornstain  minern 
vetteren  sesshaft  ze  Sulgen  und  allen  sinen  erben  dü  gut  dü  ich 
liett  dii  ze  Burgun  gelegen  sint  mit  allen  nützen  und  rehten  die 
dar  zu  und  dar  in  horent  als  si  min  vatter  salig  und  ich  herbraht 
habint,  ez  si  an  hüsern  an  hofstetten  an  gartenn  an  akkern  an  wisan  n 
an  holtzmark  an  wassern  und  an  wasserlaitinen  an  waid  an  ehafti 
mit  aller  zugehord  und  mit  allen  rehten,  umb  vierhundert  und 
fünf  und  sübentz  pfund  Haller  guter  und  gaber  (Quittung).  Und 
sol  ich  Mantz  von  Hornstain  oder  min  erben  ob  ich  enwär  dem 
Hansen  von  Hornstain  minem  vetteren  oder  sinen  erben  ob  er  n 
enwar  du  guter  vertigen  und  versprechen,  und  öch  daz  von  den 
güten  nütz  verköft  noch  versetzt  si  noch  nütz  da  von  noch  dar  us 
gang  denn  zwai  fiertal  61  geltes  Rüdlinger  mess  dez  klainen  dez 
alten  du  horent  gen  Hailigcrützstal  alleweg  jarklich  an  daz  lieht 
daz  ob  den  grebern  brinnet  in  dem  crützgang  ze  Hailigcrützstal. 

Der  [brief]  ist  gegeben  do  man  zeit  von  Cristus  gebürt  drü- 
zenhenhundert  jar  und  fünf  und  fünfzig  jar  am  nähsten  mäntag  vor 
sant  Johans  tag  ze  süngihten. 

ND  :  Königlich  Preussisches  Staatsarchiv  Sigmaringen.  Burgau  bey  dem 
Busen  B.  2.  Scatula  Nr.  1.  1355. 

FUB.  V,  531.  MV  GAR  VII,  65. 

Fünf  Hornsteinsche  Fund  S  hängen  an. 


575.  1355.  23.  Juni.  Die  Heiligkreuztaler  Klosterfrauen 

Katharina  und  Anna  von  Buwenburg  bekommen  2  Haller 
jährlichen  Gelds  aus  einem  Hof  zu  Herbertingen  von  d er | 
Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

\1\cJl  Ann  von  Hornstain  äptissenn  ze  Hailigcrütztal  dem  kloster|j 
und  daz  convent  gemainlich  des  selben  klosters  urkunden ,  daz  wir, 
gebin  und  geben  habin  ze  koffent  swester  Katherinun  von  Buenburgl 
und  swester  Annun  von  Buenburg  Hainrichs  und  Ülrichs  saeligen[ 
töchtra  von  Buenburg  klosterfrowa  ze  Hailigcrütztal  zwai  pfuni 


1355. 


327 


Haller  geltzs  bloser  Haller  jarliehs  usser  unserm  liof  ze  Herbrech¬ 
tingen  den  Cuntz  Marti  von  uns  buwet,  mit  der  beschaidenhait  und 
gedingt  daz  der  swester  Katberinen  und  swester  Annun  diu  zwai 
pfunt  Haller  volgen  und  werden  sont  allweg  jarliehs  ze  sant  Michaliels 
5  tag  usser  dem  vor  genanten  hoff  mit  aller  zügehörd.  Und  ob  ir 
ainü  enwaer  von  todes  wegen,  so  sol  es  der  andrun  volgen  in 
allem  dem  reht  als  ob  si  baid  lebtint.  Und  wenn  si  baid  enwaerint 
von  tödes  wegen,  so  sülin  wir  du  aptissenn  und  daz  covent  und 
unser  nahkoment  mit  den  zwain  pfunden  Hallern  allweg  jaerlicbs 
10  Hainczen  von  Buenburg  der  vor  genanten  swester  Annen  brüder 
jarzit  begän  alweg  an  dem  dritten  tag  nach  dem  obroston  tag  ze 
wihennahten  und  sont  den  frowun  gan  über  den  tisch  an  win  und 
an  brot  als  verr  denn  du  zwai  pfunt  gelangen  mügent  alweg  jaer- 
lichs.  Und  wenn  wir  ald  unser  nahkoment  daz  verfürint  und  der 
15  jarzit  nit  begiengint  als  vor  geschoben  ist,  so  sont  du  zwai  pfunt 
geltz  eweclich  vervallen  sin  den  hailigen  ze  Hundersingen  daz  uff 
der  Tünow  gelegen  ist  an  daz  lieht.  Siegel:  der  aeptissenn  und 
des  coventes  insigel. 

Dis  beschach  und  wart  dis  er  .•  brief  gegeben  do  man  zalt  von 
20  Gristes  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  fünf  und 
fünfzgosten  jar  an  sant  Johans  abent  ze  sunwiden. 

Das  Pergament  ist  durch  Nässe  arg  mitgenommen ;  es  hat  deshalb  ein 
Loch.  Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heilighreuztal. 


576 .  1355.  29.  Juni.  Walraf  der  Amman  von  Herbertingen 
25  verkauft  an  Heiligkreuztal  zwei  Acker  um  9  U  Haller. 

\I\ch  Walraf  der  amman  von  Herbrahtingen  und  Haintze  und 
Hansen  und  Othart  min  sün  vergehen  mit  disem  brief,  daz  wir  der 
abtissen  frowe  Annen  von  Hornstain  und  dem  convent  gemainlich 
von  Hailigencrüstal  haben  gegeben  ze  köffend  zwen  aeker  die  man 
30  schaetzet  für  dri  jücharta,  umb  nun  phunt  Haller  guter  und  gaeber 
(Quittung).  Der  aina  lit  bi  der  siechen  hus,  der  ander  gaut  über 
den  weg  ze  Ertingen  zwshen  den  dornen  und  der  hoclien.  Und 
habin  in  die  gegeben  für  ain  lediges  aigen  (Währschaft).  Und 
haben  wir  in  dar  umb  gesetzet  ze  wern  her  Hertniten  von  Bartelstain 
35  ritter  und  Abrehten  von  Nünegg  kirchherren  ze  Herbrahtingen, 
under  der  insigel  wir  uns  verzihen  allez  dez  rehten.  Ich  her  Hert- 
nit  von  Bartelstain  vergib  oucli,  daz  die  selben  dri  jücharta  akers 


328 


1355. 


von  mir  lehen  warend  und  daz  ich  durch  miner  frowen  bet  willen 
und  Warafes  und  siner  kind  mich  verzigen  han  der  lehenschaft  und 
ins  ze  aigen  gegeben,  und  verzih  mich  aller  der  reht  die  ich  hatte 
an  die  selben  dri  jüchart  akers  für  mich  und  alle  min  erben  und 
ouch  wer  worden  bin  zu  den  aekern.  Ich  Abreht  von  Nünegg  5 
yergih  ouch,  daz  ich  wer  worden  bin  durch  bette  Warafen  und 
siner  [kind].  Ich  Waraf  und  minü  kind  verjehin  under  mines  herren 
her  Hertnites  insigel  von  Bartelstain  und  under  dez  kirchherren 
insigel  von  Herbrahtingen  staet  ze  haend  allez  dis  vor  geschriben 
dinges.  Ich  Waraf  und  minü  kind  vergehen  öch,  daz  wir  ünser  10 
weren  losen  sölend  aun  allen  iren  schaden.  Ich  her  Hertnit  von 
Bartelstain  und  ich  Abreht  von  Nünegg  henkend  ünserü  insigel  an 
disen  brief  staet  ze  halten  waz  da  vor  von  uns  geschriben  staut. 

Der  brief  wart  geschriben  und  gegeben  do  man  zalt  von  Cristes  \ 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  fünf  und  fünftzigostem  lt 
jar  an  sant  Peters  tag. 

Zwei  Bund  S '.  Das  eine  zeigt  zwei  abgewendete  Barten.  U:  f  S. 
HERTNIDI  •  DE  •  BARTELSTAIN.  Das  zweite  halb  erhalten  zeigt  im  Schilde 
einen  Querbalken  und  über  dem  Schild  einen  Stern.  U:  •  •  •  TI  •  DE  • 
NEYNEK • 


577.  1355.  2.  Juli.  Konstanz.  Streit  des  Klosters 

Heiligkreuztal  mit  Konrad  Stekke  Kirchherr  zu  Binz- 

wangen  um  ein  Darlehen  von  50  Gold  gülden. 

Officialis  curie  Constanciensis  omnibus presentes  literas  intuentibus 
subscriptorum  notitiam  cum  salute.  Noverint  presentium  inspectores 
universij  quod  constituti  coram  nobis  anno  domini  MCCCL  quinto 
feria  quinta  post  festum  beatorum  Petri  et  Pauli  apostolorum 
(2.  Juli)  proxima  iudicii  in  figura  Cünradus  dictus  Stekke  de 
Rüdelingen  rector  ecclesie  in  Bynswangen  ex  una  et  Anna  abbatissa 
monasterii  Yallis  Sancte  Crucis  ex  parte  altera  Cünradus  rector  et 
ipsa  domina  abbatissa  fatebantur  et  publice  confessi  fuerunt  in 
iure  coram  nobis,  quod  ipsa  domina  abbatissa  propter  multa  varia  et 
diversa  servitia  sibi  et  suo  monasterio  pluries  per  Cünradum  utiliter 
impensa,  de  quibus  sibi  Cünrado  nondum  satisfecerunt,  ipsi  Cünrado 
dicto  Stekken  mutuaverit  quinquaginta  florenos  auri  bonos  et  legales 
ponderis  competentis  in  solucionem  primorum  fructuum  Johanni 
episcopo  Constanciensi  de  eadem  ecclesia  in  Bynswangen  nomine 
et  vice  eiusdem  Cunradi  rectoris  persolutorum,  talibus  condictionibus 


1855. 


329 


interpositis  et  adiectis,  quod  si  Johannem  dictum  Bekke  incuratum 
ecclesie  in  Bynswangen  infra  duorum  annorum  spacium  exnunc 
proxime  venturorum  et  a  data  presentium  computandorum  decedere 
aut  mori  contingeret,  quod  extunc  Cünradus  Stekke  ipsi  domine 
5  abbatisse  et  suo  monasterio  predictam  peccunie  summam  sibi  racione 
primorum  fructuum  ut  predicitur  mutuatam  restituere  et  reddere 
debeat.  Et  si  Johannem  dictum  Bekke  extunc  infra  unum  annum 
predictos  duos  annos  inmediate  sequentem  yiam  carnis  universe 
ingredi  contingeret,  tune  idem  Cünradus  Stekke  abbatisse  et  mo- 
0  nasterio  yiginti  quinque  florenos  dicti  ponderis  dumtaxat  dare  et 
solvere  deberet.  Quod  si  idem  Johannes  Bekke  post  tres  annos 
proximos  a  data  presentium  computandos  decederet,  ipse  Cünradus 
rector  eidem  domine  abbatisse  nichil  dare  deberet,  sed  esse  deberet 
immunis  et  über  a  solucione  quinquaginta  florenorum.  Abbatissa 
5  recognovit,  quod  ipsa  peccuniam  sub  talibus  conditionibus  eidem 
Cünrado  mutuavit  propter  utilitatem  evidentem  ipsius  monasterii 
et  ex  re  etiam,  quia  ipse  Cünradus  eidem  domine  abatisse  et  suo 
monasterio  multa  servitia  impendebat  et  cottidie  eis  impendit,  de 
quibus  sibi  alias  non  satisfecerunt.  Et  sic  Cünradus  rector  et  do- 
!0  mina  abbatissa  pro  se  et  suo  monasterio  premissa  recognoverunt 
et  facere  et  adimplere  ac  ea  rata  et  grata  tenere  et  servare  pro- 
miserunt  dolo  et  fraude  penitus  circumscriptis.  Submisit  nichilominus 
idem  Cünradus  se  tali  pene,  quod  si  ipse  contra  premissa  vel  aliquid 
premissorum  faceret  vel  veniret,  quod  extunc  a  nobis  tamquam  pro 
!5  re  confessata  monicione  octo  dierum  premissa  debeat  ab  officio  suo 
divinorum  suspendi  et  excommunicari.  Et  insuper  Cünradus  Stekke 
renuntiavit  expresse  in  premissis  omni  iuris  auxilio  canonici  et 
civilis,  quibus  iuvari  facere  vel  venire  posset  contra  ea  que  in 
:  presentibus  literis  continentur  in  toto  vel  in  parte,  adhibitis  eeiam 
io  in  premissis  omnibus  et  singulis  verborum  ac  gestuum  sollempni- 
;  tatibus  et  renuntiacionibus  debitis  et  consuetis.  Siegel:  sigillum 
I  curie  Constanciensis. 

j  Datum  Constancie  anno  et  die  quibus  supra  indicione  VIII. 

j  NH:  Postquam  partes  istae  coram  vobis  confiteantur  sig[illo]  et  an[no] 

55  non  v[isis]. 

Ein  BundS  des  Offizials  von  Konstanz.  Brustbild  des  Bischofs ,  in 
der  Linken  den  Hirtenstab ,  drei  Finger  der  Bechten  segnend  erhoben.  Neben 
dem  Bild  steht:  Joh[annes].  Auf  der  Bückseite  ist  eine  Lilie  mit  zwei  Staub¬ 
fäden  eingedrückt. 


330 


1355. 


578.  1355.  2.  Juli.  Konstanz.  Konrad  Stekke  Kirch- 

fektor  in  Binzwangen  bestellt  Johann  Bekke  Pfarrer 
in  Binzwangen  zum  Verwalter  seiner  kirchlichen  Ein¬ 
künfte  in  Bin  zwangen. 

Officialis  curie  Constanciensis  omnibus  presentes  literas  intuenti- 
bus  subscriptorum  noiitiam  cum  salute.  Noverint  presentium  in- 
spectores  universi ,  quod  constitutus  coram  nobis  anno  domini  MCCCL 
quinto  feria  quinta  ante  festuni  beati  Uldalrici  proxima  iudicii  in 
figura  Canradus  dictus  Stekke  de  Rüdelingen  rector  ecclesie  in  Byns- 
wangen  suo  et  dicte  ecclesie  sue  nomine  fecit  constituit  et  ordinavit 
dilectum  in  Christo  Johannem  dictum  Bekke  sacerdotem  incuratum 
ecclesie  in  Bynswangen  suum  verum  et  legitimum  procuratorem  in 
rem  suam  propriam  ad  recolligendum  recipiendum  locandum  et  per- 
cipiendum  omnes  et  singulos  fructus  redditus  et  proventus  et  ob- 
ventiones  quoscumque  predicte  ecclesie  sue  in  Bynswangen  et  eosdem 
suis  usibus  applicandum  et  ad  faciendum  et  ad  disponendum  de 
eisdem  prout  sibi  tune  melius  visum  fuerit  expedire  ac  placuerit 
pro  tempore  vite  ipsius  Johannis  dumtaxat  et  non  ultra  neenon  ad 
agendum  tarn  suo  quam  sui  ipsius  nomine  et  defendendum,  excipien- 
dum  literas ,  contestationes ,  iuramentum  calumpnie  seu  alterius 
cuiuslibet  generis  sacramentum  in  animam  suam  prestandum ,  sen- 
tentias  interlocutorias  et  diffinitivas  audiendum,  ab  eisdem  et  quolibet 
alio  gravamine  appellandum,  apostolos  et  expensas  quoscumque 
petendum  recipiendum  et  obtinendum  quittandum,  appellatio- 
nein  prosequendum,  alium  seu  alios  procuratorem  seu  procuratores 
substituendum,  substitucionem  eandem  cum  voluerit  ad  se  revocandum 
nec  non  ad  omnia  alia  et  singula  faciendum  que  vero  et  legitiiuo 
procuratori  a  lege  vel  canone  sunt  concessa,  etiam  si  mandatuni 
exigant  speciale  et  requirant  de  ratihabitione  et  iudicato  solvendo 
promittens  et  cavens,  idem  constituens  coram  nobis  pro  dicto  suo 
procuratore  et  eins  substituto  seu  substitutis ,  ut  a  satisdationis 
onere  releventur  sub  rerum  suarum  et  dicte  ecclesie  sue  omnium 
ypotheca.  Donavit  etiam  idem  Cunradus  rector  et  presentibus  certis 
et  legitimis  de  causis  donat  prefato  Johanni  omnes  fructus  redditus 
et  proventus  ecclesie  sue  in  Bynswangen  recolligendos  recipiendos 
et  suis  usibus  applicandos  pro  tempore  vite  ipsius  Johannis  dum-| 
taxat  et  non  ultra,  subiciens  se  dictus  Cünradus  sponte.  Sint  pone, 
quod  si  contra  premissa  faceret  vel  aliquid  premissorum,  a  nobisl 
debeat  excommunicari  tamquam  pro  re  in  iure  confessata.  Et| 
in  premissorum  omnium  et  singulorum  testimonium  sigillnm  curi< 


i< 


1355. 


331 


Constanciensis  ad  petitionem  predicti  Cünradi  constituentis  et  do- 
nantis  duximus  presentibus  appendendum. 

Datum  Constancie  anno  et  die  quibus  supra  indictione  VIII. 

ND:  Postquam  iste  C  constituens  isfca  confiteatur,  si  (!)  proba  sigillo  etc. 
5  Dann  ein  Meines  auf  gedrücktes  Bund  S;  jetzt  abgefallen. 

BundS  des  Offizials  von  Konstanz  tuie  an  Nr.  577. 


579 .  1355.  2.  Juli.  Konstanz.  Entscheidung’  in  der 
Streitsache  um  die  Pfarrei  Andelfingen  durch  Otto 
von  Rh  ein  egg  Generalvikar  des  Bischofs  von  Konstanz. 

10  Otto  de  Rinegg  prepositus  ecclesie  Zurziacensis  Constanciensis 
dyocesis  et  vicarius  reverendi  in  Christo  patris  et  domini  domini  Jo¬ 
hannis  dei  gracia  episcopi  Constanciensis  in  spiritualibus  et  tempora- 
libus  generalis  executor  gracie  specialis  seu  provisionis  facte  seu 
factarum  dilecto  in  Christo  Cünrado  dicto  Stekken  de  Rüdlingen 
15  clerico  Constanciensis  dyocesis  de  beneficio  ecclesiastico  cum  cura 
vel  sine  cura  spectante  ad  collacionem  Provision em  et  presentacionem 
vel  quamvis  aliam  disposicionem  dilectarum  in  Christo  abbatisse 
et  conventus  monasterii  Yallis  Sancte  Crucis  ordinis  Cysterciensis 
Constanciensis  dyocesis  communiter  vel  divisim  una  cum  honorabili 
20  in  Christo  abbate  monasterii  in  Crutzelino  extra  muros  Constancie 
et  sacrista  Avinionensis  ecclesie  a  sede  apostolica  deputatus  omnihus 
presentes  literas  intuentibus  subscriptorwn  noticiam  cum  salute.  No- 
verint  presencium  inspectores  universi  et  specialiter  hii  quorum  intereit 
vel  qui  sua  crediderint  interesse  nunc  vel  in  futurum ,  quod  com- 
25  parentibus  coram  nobis  sub  anno  domini  millesimo  CCC  quinqua- 
gesimo  quinto  feria  quinta  post  festum  beatorum  Petri  et  Pauli 
apostolorum  proxima  Anna  abbatissa  monasterii  Yallis  Sancte  Crucis 
ex  una  et  Cunrado  dicto  Stekken  clerico  de  Rüdlingen  ex  parte 
altera  iam  dictus  Cunradus  proposuit,  quod  ipse  pridem  ecclesiam 
(30  parrochialem  ville  in  Andelfingen  in  decanatu  Veringen  Constanciensis 
dvocesis  sitam  tune  per  mortem  quondam  Dietrici  dicti  Millinger 
sacerdotis  de  Rüdlingen  olim  vicarii  perpetui  eiusdem  ecclesie  va- 
cantem  virtute  gracie  sue  supradicte  acceptavit  infra  ternpus  debitum 
cum  protestacione ,  si  sibi  de  iure  deberetur  et  si  sibi  de  iure  non 
35  deberetur,  quod  sibi  ius  ad  alium  beneficium  sibi  vigore  gracie  sue 
predicte  debitum  esset  salvum  quodque  salva  sibi  huiusmodi  pro¬ 
testacione  prefatus  sacrista  Avinionensis  ecclesie  coexecutor  noster 
de  ipsa  ecclesia  in  Andelfingen  eidem  Cunrado  providit  et  sibi 


332 


1355. 


processus  debitos  prout  in  talibus  fieri  est  conswetum  super  eo  dedit. 
Quos  eciam  processus  idem  Cünradus  exhibuit  coram  nobis  in  modum 
probacionis  proyisionis  sibi  facte;  sed  Anna  abbatissa  suo  et  con- 
ventus  ac  dicti  monasterii  nomine  in  modum  sue  defensionis  econtra 
proposuit  coram  nobis,  quod  ecclesia  ville  in  Andelfingen  constituta  i 
seu  sita  in  decanatu  Veringen  Constanciensis  dyocesis,  de  qua 
Cünradus  Stekk  yirtute  asserte  sue  gracie  a  sede  apostolica  sibi 
facte  sibi  asserit  fore  pro visum  ut  prefertur,  ad  presentacionem 
abbatisse  et  conventus  et  monasterii  spectans  eidem  Cünrado  dicto 
Stekken  non  fuisset  nec  esset  debita  nee  de  iure  deberetur  nee  de  ii 
ea  potuerit  sibi  virtute  prefate  sue  asserte  gracie  provideri  pro  eo 
et  ex  eo,  quod  eadem  ecclesia  ville  in  Andelfingen,  cuius  ius  patro- 
natus  abbatisse  et  conventui  et  earum  monasterio  predicto  olim 
pertinuit  et  dinoscebatur  pertinere  et  pertinet  cum  omnibus  suis 
proventibus  et  obvencionibus  iuribus  possessionibus  allodiis  et  deci-  1 
mis  et  eciam  appendiciis  quibuscumque ,  ipsarum  devotis  precibus 
in  ipsas  et  ipsarum  monasterium  dudum  translata  tradita  et  donata 
sit  et  esset  auctoritate  ordinaria,  ut  ipsarum  usibus  et  omnium  sibi 
in  eodem  monasterio  in  perpetuum  succedentium  deserviat  prout  ipsa¬ 
rum  necessitati  in  perpetuum  crediderint  expedire,  prout  hec  et  alia  s 
in  literis  desuper  editis  et  confectis  et  veris  sigillis  pendentibus 
bone  memorie  domini  Rüdolfi  dei  gracici  episcopi  ac  capituli  ecclesie 
Constanciensis  sigillatis  plenius  continentur  et  vidimus  contineri. 
Quarum  quidem  literarum  tenor  de  verbo  ad  verbum  sequitur  in 
hec  verba:  Rüdolfus  dei  gracia  ....  Cfr.  Nr,  77.  ! 

Insuper  eciam  abbatissa  nomine  quo  supra  proposuit  in  modum 
sue  defensionis,  quod  ipsa  et  conventus  monasterii  ac  ipsum  mona¬ 
sterium  et  earum  in  ipso  monasterio  predecessores  spacio  decem 
viginti  triginta  quadraginta  quinquaginta  sexaginta  et  Septuaginta 
annorum  et  ultra  immo  tanto  tempore  cuius  in  contrarium  memoria 
hominum  non  existit,  inconcusse  pacifice  et  quiete  sine  cuiuslibet 
contradicione  fuerunt  continue  in  possessione  pacifica  et  quieta  per- 
cipiendi  exigendi  colligendi  et  suis  usibus  applicandi  omnes  fruetus 
redditus  et  proventus  ecclesie  ville  in  Andelfingen  salva  porcione 
vicario  perpetuo  in  eadem  instituto  deputata.  Quare  abbatissa  no¬ 
mine  quo  supra  peciit  per  nos  declarari  ipsam  ecclesiam  in  Andel¬ 
fingen  Cünrado  non  fore  nec  fuisse  debitam  nec  sibi  de  ea  potuisse 
provideri  eodemque  Cünrado  contrarium  asserente.  Quibus  quidem 
literis  et  probationibus  per  nos  receptis  et  visis  et  coram  nobis  factis 
et  liabitis  et  eisdem  diligenter  perspectis  et  consideratis  dei  nomine 


1355. 


333 


invocato  et  habito  iurisperitorum  consilio  et  dictis  partibus  nostram 
declaracionem  super  premissis  fieri  seu  dari  petentibus  seu  postulanti- 
bus  tarn  auctoritate  ordinaria  quam  apostolica  supradicta  servatis 
servandis  ac  premissa  desuper  cognicione  necessaria  declaravimus 
5  et  presentibus  declaramus  ecclesiam  ville  in  Andelfingen  ad  usus 
et  ad  mensam  abbatisse  et  conventus  monasterii  et  eiusdem  monasterii 
rite  et  legitime  applicatam  et  unitam  ac  translatam  traditam  et  dona- 
tam  fore  et  esse  prout  superius  declaratum  et  expositum  existit. 
Et  quod  ipse  tanto  tempore  in  possessione  huiusmodi  pacifica  et 
.0  quieta  fuerint  prout  supra  narratum  est  et  adhuc  sunt  et  esse  dinos- 
cuntur  quodque  Cünrado  Stekken  ad  ecclesiam  ville  in  Andelfingen 
et  in  eadem  virtute  seu  vigore  sue  gracie  et  provisionis  sibi  facte 
nulluni  ius  compeciit  seu  competere  potest  vel  debet  et  quod  sibi 
de  ea  non  potuit  provideri.  Reservamus  tarnen  eidem  Cünrado  ius 
15  ad  quodlibet  aliud  beneficium  sibi  virtute  gracie  sue  debitum  iuxta 
formam  protestacionis  per  eum  ut  prefertur  facte.  Et  in  testimonium 
predicte  declaracionis  et  omnium  premissorum  sigillum  nostrum  pro¬ 
prium  una  cum  sigillo  episcopali  quo  eciam  utimur  in  liac  parte 
duximus  presentibus  appendendum. 

10  Datum  Constancie  anno  et  die  quibus  supra  indicione  octava. 

NB :  Declaracio,  quod  ecclesia  parrochialis  iu  Andelfingen  incorporata  et 
unita  sit  mense  dominarum  sanctimonialium  de  Valle  Sancte  Crucis  et  quod  de 
ea  non  debeat  nec  possit  alicui  tamquam  rectori  provideri.  Facta  a  magistro 
Otten  de  Einegg  ex  consilio  peritorum.  —  Facta  est  collacio  instrumenti  etc. 

25  Bin  kleines  rotes  BundS  ivar  auf  gedruckt. 

Zwei  OvalS.  Im  S  des  Bischofs  sitzt  der  Bischof  unter  einem  gotischen 
Baldachin.  Darüber  die  Verkündigung  Mariä.  Unter  seinen  Füssen  ein  Schild 
mit  zivei  rechtslaufenden  Bracken  übereinander.  U:  f  IOHANNES  •  DEI  •  GEA  • 
EPISCOPVS  •  CONSTANCIEN  • 

30  Im  S  des  Otto  von  Bheinegg  ein  Schild  mit  kreisrunder  Scheibe,  worauf 

!  ein  rechtsschreitender  Löwe ;  über  dem  Schild  ein  Baum  mit  Früchten. 
U:  f  S.  OTTONIS  •  PPOSITI  •  ECCE  •  ZVEZIACEN  •  COSTAN  •  DIÖC  • 


580,  1355.  4.  Juli.  Mengen.  Bruder  Johannes  Stadel¬ 

maier  vom  Kloster  in  Mengen  gibt  an  Heiligkreuz tal 
85  ein  Leibgeding  von  3  U  Hallern  auf  um  20  U  Haller. 

I  ch  brüder  Jolians  Stadelmaiger  conventual  dez  closters  ze 
Maengen  sant  Willhalms  orden  vergib  und  tun  kunt  offenlich  mit 


334 


1355. 


disem  brieff  umb  die  wisan  vedrangsrüti  und  umb  die  wrwis  und 
umb  alle  die  wisen  ennund  der  kaltun  Altach  gelegen  si  sigint  ze 
aekern  geniachet  ald  si  sigen  noch  wisen  und  die  der  aepptissenn 
und  dez  conventz  ze  Hailigencriitztal  vor  warent  und  noch  sint  und 
die  och  min  vatter  saelig  Walther  der  Burkarter  im  selben  und 
mir  dem  vor  gnanten  brüder  Johansen  ze  aim  rehten  lipding  umb 
die  vor  gnanten  gaistlichen  frowen  köft  und  die  och  mine  brüder 
und  miner  brüder  kint  sintt  mins  vatter  saeligen  töt  von  mir  gehept 
hant  jaerglich  umb  driu  pfunt  Haller,  dez  selben  lipdingds  verzih 
ich  mich  gen  den  gaistlichen  frowen  uff  disen  hütigen  tag  und  gib  n 
und  han  uffgeben  inen  daz  selb  lipdingd  ledig  und  laer.  Und 
hand  mir  dar  umb  geben  zwainzeg  pfund  Haller  güter  und  gaeber. 
Ich  verzih  mich  och  aller  der  ansprach  die  ich  hett  ald  iemmer 
gwinnen  moht  an  daz  lipdingd.  Hie  bi  ist  gewesen :  brüder 

Johans  Schiltung  der  ze  den  ziten  prior  dez  closters  ze  Maengen  i| 
sant  Willhalms  ordens,  brüder  Cünrat  der  Müller  dez  selben  ordens, 
Cünrat  Banzir,  Bentz  der  Ebinger  und  ander.  Siegel:  mins  priors 
dez  vor  gnanten  closters  insigel. 

Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehen- 
hundert  jar  und  fiunfzig  jar  dar  nach  in  dem  fiunften  jar  an  sant 
Ulrichs  tag  ze  Maengen  in  der  statt. 

Vom  Dreiecks  des  Priors  von  Mengen  ist  nur  ein  kleiner  Rest  erhalten. 


581.  1355.  5.  Dezember.  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 

frauen  kaufen  zu  Leibgedingen  und  zu  Jahr  Zeiten  nach 
ihrem  Tod  drei  Drittel  des  Zehnten  zu  Beizkofen  um 

168  U  Haller. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und 
der  convent  gemainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin ,  daz 
Machthilt  Lochlerin  und  ir  swester  Hadwig  ünsers  conventz  swestra 
hant  angelet  sechsü  und  fünftzig  pfund  Haller  an  ain  drittail  dez 
zehenden  ze  Bützkoven  den  wir  kouftun  umb  Hainrich  Ortlieb  burger 
ze  Pfullendorf  umb  aun  zwai  achtzig  und  hundert  pfund  Haller 
mit  der  beschaidenhait,  daz  si  daz  drittail  dez  zehenden  sont  niessen 
die  wil  si  sint.  Und  wenn  si  ensint,  so  sol  daz  selb  tail  dienen 
ünserm  convent  ze  tisch  zu  ir  vatter  und  zu  ir  müter  jarzit  die 
man  da  mitt  sol  eweklich  began.  Wir  frow  Anna  abbtissen  und] 
der  convent  dez  gen  ernten  gotzhuss  verjehin  och  mit  disem  brief, 
daz  swester  Anna  Hartzerin  haut  kouft  och  ain  drittail  dez  zehenden  I 


1356. 


835 


ze  Bützkoven  umb  sechsü  und  fünftzig  pfund  Haller,  und  daz  sol 
sü  och  messen  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  enist,  so  sol  man  mit 
dem  selben  drittail  dienen  ünsrer  samnung  tisch  zu  ir  brüder  Ülrichs 
saeligen  dez  Hartzers  jarzit  und  zu  ir  brüder  Cünratz  dez  Hartzers 
i  jarzit  die  man  och  baid  da  mitt  sol  eweklich  began.  Wir  frow 
Anna  abbtissen  und  der  convent  dez  gotzhuss  verjehin  och  mit 
disem  brief,  daz  s wester  Irmengart  Varwarin  haut  och  ain  drittail 
koufft  dez  zehenden  ze  Bützkoven  umb  sechsü  und  fünftzig  pfund 
Haller  und  daz  sol  sü  och  messen  die  wil  sü  ist.  Und  wenn 
)  sü  enist ,  so  sol  man  mitt  dem  selben  drittail  och  dienen  ünsrer 
samnung  tisch  zu  ir  vatter  und  zu  ir  müter  jartzit  die  man  da 
mitt  och  sol  began  eweklich.  Siegler:  wir  frow  Anna  abbtissenn 
und  der  convent  gemainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigscrütztall. 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
3  zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  fünften  und  fünftzigostem  jar 
an  sant  Melaus  abend. 

ND :  Zu  Ulrich  und  C.  des  Hartzers  jarzit  ain  drittail  des  zehendes  ze 
Bützkoven. 

Die  zwei  S  sind  abgerissen. 

)  582.  1356 .  Kaufbrief  darinn  Abbtissin  und  Konvent 

Sclnvester  Anna  von  Hornstain  j erlichen  X  s.  Haller  ir  Lebenlang 
verkhauffen  von  dem  Hof  [zue]  Hundersingen  und  nach  irem  Ab¬ 
sterben  zue  Lutzen  von  Hornstains  Jarzeit  dienen.  Anno  1356. 

BL  Heiligkreuztal,  Hol.  72r,  Nr.  38,  Titel:  Kaufbrieff  und  Übergabbrieff. 

5  588.  1356.  25.  Januar.  Heinz  Schmelzeisen  von  Mengen 

verkauft  an  Heiligkreuztal  ein  Viertel  einer  Wiese  um 
I  13  &  Haller. 

l\ch  Haintz  Schmeltzisen  burger  ze  Mengen  der  Eslerinun 
thohterman  vergib,  daz  ich  für  mich  und  min  erben  reht  und  red- 
j  lieh  ze  köfend  geben  hän  der  abtischennun  und  dem  convent  ge¬ 
mainlich  ze  Hailigcrüzesstal  und  allen  iren  nachkomen  ain  vierndal 
ainer  wis  gelegen  in  dem  hägen  daz  ich  ererbet  hän  von  miner 
swiger  säligun.  Der  wis  sint  sehs  mansmat  und  ist  halbt  der  herren 
in  dem  closter *)  und  daz  vierndal  ist  vor  gewesen  der  frowen  und 
5  dez  conventes  ze  Hailigcrüzstal.  Und  han  in  daz  vierndal  der  wis 
geben  ze  köfend  aines  rehten  redlichen  köfes  für  ledig  und  für  reht 
aigen  bi  wasen  und  zwi  und  mit  aller  siner  zügehörd  umb  drüzehen 
pfunt  guter  und  genamer  Haller  (Quittung).  Ich  sol  och  der  ab- 


336 


1356. 


tischennun  und  dem  convent  dez  vierndals  dir  wis  gewer  sin  nach 
der  stet  relit  ze  Mengen.  Und  wrd  die  wis  von  iemen  anspraechig 
umb  daz  vierndal  sus  oder  so,  daz  söl  ich  inen  versprechen  und 
verstan  aber  nach  der  stet  reht  ze  Mengen.  Siegel:  der  burger  stet 
insigel  ze  Mengen.  Wir  der  amman  und  der  rihter  gemainlich  ze 
Mengen  verjehen  (S  anhängung). 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Paulus  tag  als  er  bekert  wart 
dez  jares,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehenhundert  jär  fünfzig 
jär  und  dar  nach  in  dem  selisten  jare. 


ND:  Ain  kouff  brief  umb  ain  vierdentail  der  wise  die  man  nempt  die 
Ampfinngerinun  von  Smeltzisen  von  Mengen. 

.  DreiecJcS  der  Stadt  Mengen. 

b  Zu  Mengen. 

584,  1356.  Kaufbrief  von  Haintzen  Schmeltzeisen  zue  Mengen 
umb  I  viren  thaile  wisen  in  den  haggen.  Anno  1350. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  122r,  Nr.  8,  Titel:  Kauffbrieff.  Ist  offenbar  mit 
Nr.  583  identisch. 


585.  1356.  24.  März.  Renher  der  Hergesell  verkauft  an 

Heiligkreuztal  ein  Gut  zu  Hunde r singen  um  62  U  Haller. 

I  ch  Renher  der  Hergesell  vergib ,  daz  ich  ze  kouffend  hanl 
geben  ains  rehten  und  redlichen  kouffz  der  aeptissenn  und  dem| 
convent  gmainlich  dez  closters  ze  Hailigen crütztal  und  iren  nah- 
komenden  daz  gut  daz  hie  nach  an  disem  brieff  benempt  ist:  min| 
hoffstat  diu  wilent  dez  Crützers  waz  ze  Hundersingen  gelegen  mn 
den  garten  dar  under  gelegen,  den  bongarten  liinder  Cunratfz]  hüss 
von  Buwenburg  gelegen,  ain  mannesmath  in  dem  underwasser  ge¬ 
legen.  Drige  juchart  akkers  stössent  an  den  wisfleken  ze  hirspilj 
Zwo  juchart  akkers  stössent  an  den  Lützelbach.  Zwo  jucharl 
akkers  stossent  an  Cünratz  bongarten  von  Buwenburg.  Zwo  jucharl 
akkers  stossent  an  den  espan.  Zwo  juchart  akkers  hinderm  ln 
gelegen.  Drige  juchart  akkers  stossent  hindnan  an  das  hag.  Zw 
juchart  akkers  ennund  der  Tünowe  gelegen  die  stöszent  an  dej 
hailigen  akker,  und  ain  juchart  akkers  stöszet  an  dez  pfaffen  bonj 
garten,  mit  aller  zügehord  für  ain  reht  lediges  aigen  als  ich  ez  und 
herbraht  han,  umb  zwai  und  sehzeg  pfund  Haller  guter  und  gaebel 
(Quittung)  mit  der  bedingd  .  .  Währschaft.  Und  dar  umb  ze  merl 
sicherhait  hän  ich  Renher  der  Hergesell  für  mich  und  min  erbef 


1356. 


337 


den  geistlichen  frowen  und  iren  nahkomenden  ze  gewern  gesetzt: 
Cunrat  von  Buwenburg  und  Ulrichen  von  Buwenburg  mit  der  be- 
dingd  und  beschaidenhait :  waer,  daz  den  gaistlichen  frowen  ald 
iren  nahkomenden  diu  gut  in  den  zlten  von  ieman  anspraechig 
5  wurdint,  daz  sont  si  mir  ald  minen  erben  kunt  tun  ze  linse  ze  hoff* 
undfer]  ögen  ald  mit  ir  botschaft.  Und  dar  nach  in  manotz  frist 
dem  nahsten  sol  ich  ald  min  erben  inen  oder  iren  nahkomenden 
diu  guter  versprechen  nach  dem  rehten  als  vor  beschriben  ist.  Taet 
aber  ich  ald  min  erben  dez  nit,  so  haut  die  gaistlichen  frowen 
10  gwalt  und  relit  die  gewern  dar  umb  ze  ermanend  ze  hüs  ze  hoff 
under  ögen  mit  botten  ald  mit  briefen.  Und  wenn  si  denn  ermant 
werdent,  dar  nach  in  den  nächsten  aht  tagen  sont  si  in  varn  ze 
Maengen  in  der  [stat]  ze  offner  wirt  hüser  ze  vailem  gut  und  sont 
da  laisten  an  gwonlich  giselschaft  .  .  .  Die  gewern  sol  öch  dehain 
L5  aendrti  giselschaft  irren  an  dirr  giselschaft,  ob  ez  ze  schulden  kumbt. 

,  Gieng  och  der  gewern  in  den  ziten  dehainer  ab  von  todes  wegen 
da  vor  got  si  ald  für  von  dem  land  ald  wurd  unnütz  ze  ainem 
gewern  wie  sich  daz  fügti,  so  sol  ich  ald  min  erben  den  gaistlichen 
frowen  und  iren  nahkomenden  je  ainn  andern  schidlichen  gewern 
20  setzen  in  manotz  frist  dem  naehsten ,  wen  ich  ald  min  erben  von 
in  ald  von  iren  nahkomenden  dar  umb  ermant  werdent.  Taet  ich 
ald  min  erben  dez  nit,  so  hant  si  und  ir  erben  gwalt  und  reht  den 
bestandenn  gwern  dar  umb  ze  manend  in  aller  der  wise  als  vor 
|  beschriben  ist  und  der  sol  denn  laisten  in  aller  der  buntnüst  öch 
25  als  vor  beschriben  ist,  untz  daz  ie  der  gewer  gevertget  wirt 
\  als  dik  daz  beschiht.  Weier  gewer  ob  ez  ze  schulden  kaem  mit 
sin  selbs  lip  nit  laisten  wölt  ald  enmöht,  der  sol  ainn  erbaren  kneht 
mit  aim  pfaeritt  an  sin  stat  in  die  giselschaft  leggen,  und  der  sol 
denn  laisten  in  allem  dem  reht  als  ob  er  mit  sin  selbs  lip  laisti. 
30  Siegler:  ich  Renherr  der  Hergesell,  .  .  under  dem  [insigel]  ich  och 
j  vergih  min  gewern,  ob  ez  ze  schulden  kaem  ze  ledgend  an  allen 
iren  schaden.  Wir  Cunrat  und  Ülrich  von  Buwenburg  verjehin  dir 
gewerschaft  als  hie  vor  von  uns  geschriben  ist.  Und  dez  ze  ui»künd 
und  sicherhait  habin  wir  ünsriü  insigel  gehenkt  an  disen  brieff , 
35  der  geben  ist  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehenhundert 
jar  und  fiünfzig  jar  dar  nach  in  dem  sehsten  jar  an  dem  naehsten 
dunrstag  nach  sant  Gerdrut  tag. 

Drei  BundS.  Das  erste  zeigt  als  Wappen  der  Hergesellen  ein  auf¬ 
gerichtetes  halbes  Bind  auf  einem  Helm.  U:  -f  S.  •  •  •  I  •  DCI  •  HER  •  •  • .  Die 
10  zwei  andern  S  sind  die  des  Konrad  und  Ulrich  von  'Buwenburg. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


22 


338 


1356. 


o86.  1356.  Anfangs  April.  Kunz  Leutram  von  Ertingen 

verkauft  an  AlbrechtHannenbitz  den  ßriihl  zuErtingen 
um  30J/2  Haller. 

Ich  Cftntz  Liutran  von  Ertingen  vergib,  daz  ich  hän  geben  ze 
hoffend  ains  rehten  redlichen  kouffz  dem  erbaren  kneht  Albrehten 
Hannenbitz  und  sinen  erben  min  wis  den  briil  ze  Ertingen  bi  der 
müli  gelegen,  der  sehs  mann  math  sint  diu  ze  wehsei  gant  gen 
fiunf  mannes  math  diu  hie  nach  benempt  sint:  zwai  mann  math 
gant  über  die  Swartzach,  ain  mannes  math  in  dem  brül  gelegen 
an  Cuntzen  von  Hornstain,  ain  mannes  math  uff  dem  burgaemd  1 
gelegen  stozet  an  die  herstras  und  ain  mannes  math  ze  Holtzstetten 
gelegen  da  der  brunn  inne  stat,  also  daz  er  und  sin  erben  je  dez 
ainen  jares  den  brül  die  sehs  mann  math  messen  sont,  und  dez 
andern  jares  diu  fiunf  mann  math  wan  siu  ze  wehsei  gen  an  ander 
gant  als  vor  beschriben  ist  für  äin  reht  ledigs  aigen  mit  allen  rehten 
gwonhaiten  und  nützen,  besuchten  und  unbesüchten  und  mit  aller 
zügehörd,  daz  mutz  von  den  wisen  gal  noch  gan  sol  wan  vierzehen 
pfenning  Costenzer  müns  zehenden,  die  mir  und  minen  erben  jaerglich 
von  den  wisen  wider  in  sont  gan  und  diu  banmiett  als  gwonlich 

ist.  Und  hat  mir  dar  umb  geben  drisseg  pfund  und  zehen  Schilling 

Haller  guter  und  gaeber  und  mit  der  bedingd  und  beschaidenhait 
Währschaft.  Ze  gewern  gesetzt:  Hansen  von  Andelvingen  und 
Cuntzen  von  Andelvingen  sinen  vetteren  mit  der  bedingd  und  be¬ 
schaidenhait:  Währschaft ,  wenn  ich  ald  min  erben  von  im  ald 
von  sinen  erben  dar  umb  ermant  werdent  dar  nach  in  manotz  frist 

dem  naehsten.  Taet  ich  ald  min  erben  dez  nit,  so  hat  Albreht 

Hannenbitz  und  sin  erben  gwalt  und  reht  die  gewern a)  dar  umb 
ze  manend  ze  hus  ze  hoff  linder  ögen  mit  botten  ald  mit  briefen. 
Und  wenn  si  denn  ermant  werdent,  dar  nach  in  aht  tagen  den 
naehsten  sont  si  in  varn  ze  Maengen  ald  ze  Rüdlingen  unverzogen 
lieh  in  wederr  stat  ez  ie  dem  gewern  denn  baz  fügt  (Einlager). 
Weier  gewer  mit  sin  selbs  lip  nit  laisten  wolt  ald  en  moht,  der  so 
ainn  .erbaren  kneht  mit  aim  pfaeritt  an  sin  stat  in  die  giselschaf 
'1  eggen.  Ich  han  och  dem  Hannenbitz  und  sinen  erben  die  Hanse 
und  Cuntzen  von  Andelvingen  ze  gewern  gesetzt,  wenn  Liutrar 
min  sun  ze  land  kaem,  daz  er  denn  dem  Hannenbitz  ald  sinei 
erben  die  wisen  uff  sol  geben  in  manotz  frist  dem  naehsten,  wen 
ich  ald  min  erben  von  im  ald  von  sinen  erben  dar  umb  erman 
werdent.  Beschaeh  aber  dez  nit,  so  sont  die  gewern  laisten  i 
allem  dem  reht  als  vor  beschriben  ist  untz  daz  beschiht.  .  .  .  Ersatz 


1356. 


339 


mann  in  dem  naehsten  manot.  Siegel:  min  insigel,  under  dem 
ich  och  vergih  die  gewern  ze  lösend  von  dirr  gwerschaft  än  allen 
iren  schaden.  Wir  Hans  und  Cüntz  von  Andelvingen  verjehin 
dirr  vor  beschribner  gwerschaft  und  die  ze  laistend  als  hie  vor  von 
5  üns  beschriben  ist.  Und  dez  ze  urkünd  habin  wir  ünsriu  insigel 
gehenkt  an  disen  brieff ,  der  geben  ist  do  man  zalt  von  gottes 

gebürt  driuzehenhundert  jar  und  fiunfzeg  jar  dar  nach  in  dem  sehsten 
jar  ze  ingaendem  abrellen. 

NB:  Umb  die  wisa  die  C.  Lütran  gab  Hannenbitzen  und  Hannenbitz 
10  tinsrer  sengerinun. 

Brei  BundS.  Bie  S  zeigen  alle  einen  Mannsrumpf  mit  Bockshörnern. 
U  bei  1.:  f  S.  L.  DICTI  •  DE  •  ERTINGEN.  V  bei  2.:  f  S.  IOHANIS  •  D’. 
ANDELVINGEN.  ü  bei  3.:  f  S\  CVNRADI .  DE  ANDELVINGEN.  Auf  den 
beschriebenen  Pressein  kommen  Heiligkreuztal  und  Buwenburg  vor. 

15  a)  Auf  Basur. 


5 87.  1356.  4.  April.  Kunz  und  Heinz  Stadelmaier  von 

Mengen  bekommen  von  Heiligkreuztal  ein  Leib  ge  ding 
um  172  U  Haller  jährlichen  Zinses. 

I  ch  Cüntz  der  Stadelmaier  und  ich  Haintz  Stadelmaier  gebrüder 
20  burger  zu  Mengen  vergehen ,  daz  wir  enphangen  haben  zu  aineni 
rechten  und  stäten  lehen  von  den  frowen  von  Hailigcrüczstal  die 
wisan  die  man  nemmet  die  wrwisan  und  die  wisan  die  man  nemmet 
die  vedrancesrüti,  die  da  gelegen  sint  enunthalb  der  kalten  Altach 
und  waz  dar  zu  höret,  swie  ez  von  unserm  vatter  seligen  und  von 
25  her  Hansen  dem  Stadelmaier  an  uns  körnen  ist  und  alles  daz  wir 
ennunthalb  der  kalten  Altach  haben  än  den  aker  den  ich  Haintz 
i  Stadelmaier  umb  den  phister  köft,  und  än  die  wisa  die  ich  koft 
öch  umb  die  Brülerin  die  da  stoszet  an  der  Klinglerin  wisan,  also 
:  daz  wir  den  frowen  süllen  geben  von  den  selben  güten  alle  jar  uf 
~)0  sant  Martins  tag  driszig  Schilling  Haller  güter  und  gnemer.  Und 
welcher  under  uns  e  abgieng,  so  sol  daz  lehen  an  den  andern  vallen 
in  allem  recht  alz  vor  geschriben  stet.  Und  wenn  wir  baide  ab¬ 
gangen  und  nit  ensien  daz  got  lang  wend ,  so  süllen  die  güter 
und  daz  lehen  den  frowen  von  Hailigcructzstal  ledig  und  lose  sin 
35  und  an  gevallen  sin  gentzlich  und  gar.  Wir  die  e  genanten  ge¬ 
il  brüder  [geben]  den  frowen  von  Hailigcrutzstal  disen  brief  besigelten 
mit  der  stet  insigel  zu  Mengen,  und  bitten  den  amman  und  den 
rat  gemainlich  der  stat  zu  Mengen,  daz  sie  ir  stet  insigel  zu  Mengen 


340 


1356. 


an  disen  brief  henken.  Wir  der  amman  und  der  rät  gemainlich 
der  stat  zu  Mengen  verjehen  (S  anhängung). 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  driu- 
zehenhundert  jar  und  selis  und  fünfzig  jar  an  dem  nehsten  mentag 
nach  der  mit  vasten. 

Das  Dreieck  S  der  Stadt  Mengen. 


588.  1356.  15.  Juni.  Lari  Dietrichs  am  Anger  Sohn 

von  Trochtelfingen  und  Mätza  sein  Weib  vertragen  sich 
mit  Heiligkreuztal  um  alle  Stösse  und  bekommen  dafür 

4  ü  Haller. 

Ich  Lari  Dietrichs  am  anger  sun  burger  ze  Trochtelvingen  und 
ich  Matza  sin  eliclni  hussfrow  verjehin,  daz  wir  mit  den  gaistlichen 
frowen  des  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  der  abbtissen  und  dem  con- 
vent  umb  all  die  stöss  die  wir  mitt  in  hettun  von  ünsers  fründes 
wegen  Bentzen  saligen  Stollen  lieblich  und  früntlich  verrichte[t] 
sigin  umb  vier  pfund  Haller  ( Quittung ) ,  also  daz  wir  noch  kain 
unser  erbe  kain  ansprach  dar  umb  an  si  nimimer  me  solin  han 
( Währschaft).  Und  habin  in  dar  umb  ze  bürgen  gesetzt :  Haintzen 
Schertweggen  burger  ze  Trochtelfingen,  Cüntzen  den  Graven  von 
Stainluilwe,  Cüntzen  Kügellin  von  Stainhülwe  und  Cüntzen  Büttenberg 
von  Fridingen,  also  ob  wir  die  frowen  nit  versprachin  als  ge- 
schriben  ist  daz  si  in  dar  umb  haft  sigin  uff  ze  richten  in  welen 
schaden  si  dez  kamin.  Bi  diser  richtung  sint  geivesen  die  vor  ge¬ 
nanten  bürgen  all  vier,  Lutz  Wetzel  von  Andelfingen,  Hans  der 
Blatzer  von  Althain.  Und  die  sechs  sint  schidlüt  gewesen  in  dirr 
sach.  Cüntz  der  Furter  von  Enslingen  und  Dietrich  Stoll  von 
Hundersinge[n]  sint  och  da  bi  gewesen  und  sint  all  gezüg  dirr 
richtung.  Siegel:  der  stett  insigel  ze  Trochtelfingen.  Wir  der  amman 
und  der  raut  ze  Trochtelfingen  verjehin,  daz  wir  unsrer  stett  insigel 
habin  gehenkt  an  disen  brief  durch  dez  vor  genanten  Larins  ünsers 
burgers  ernstlicher  bett  willen.  Ich  Haintz  Schertwegg  burger  ze 
Trochtelfingen  und  ich  Cüntz  Bütenberg  von  Fridingen  burger  ze 
Trochtelfingen,  ich  Cüntz  der  Graf  von  Stainhülwe  und  Cüntz  Kügejli 
von  Stainhülwe  verjehin  der  bürgschaft  als  vor  von  uns  geschriben  ist. 

Dirre  brief  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  -j 
drüzehenliundert  jar  dar  nach  in  dem  sechsten  und  fünfzigosten  jar 
an  sant  Yitz  tag. 

Ein  EundS  der  Stadt  Trochtelfingen.  St.  Martin  teilt  den  Mantel. 
U:  f  S.  CIVIYM  ....  VCHTE  ...  EN. 


10 


löl 


1356. 


341 


589.  1356.  9.  August.  Graf  Heinrich  von  Montfort  ver¬ 

kauft  an  die  Grafen  Eberhard  von  Landau  und  Albrecht 
von  Aichelberg  die  Burg  Landau  mit  Zubehör  um  5000  & 

Haller. 

5  W  ir  grauf  Hainrich  von  Muntfort  herr  ze  Tetnang  verjehin 

offenlich  mit  disem  brief  für  uns  und  all  ünser  erben  und  tügin 
Jcunt  allen  den  die  in  ansehend  lesend  alder  hörent  lesen,  daz  wir 
reht  und  redlich  ze  hoffend  geben  habin  as  ain  jeglich  kouf  billich 
kraft  und  mäht  ||  haben  sol  und  mag  nah  gewunhait  und  nah  reht 
LO  den  erberen  herren  grauf  Eberhart  von  Landow  grauf  Albreht  von 
Aichelberg  und  allen  iren  erben  die  burk  Landow  mit  allen  nützen 
und  rehten  so  dar  zu  gehöret,  as  es  ünser  vatter  grauf  Willhelm 
von  Muntfort  an  üns  ||  braht  hat  und  wir  es  bis  uf  disen  hütigen 
tag  her  braht  gehebt  und  genossen  habin:  Ertingen  daz  dorf  und 
L5  alles  daz  daz  dar  zu  gehöret,  alliu  diu  gut  und  reht  diu  wir  ze 
Binswangen  gehebt  habin,  den  obern  Talhof  und  allez  daz  daz  dar 
zü  gehöret,  den  undern  ||  Talhof  halben  und  waz  dar  zu  gehöret, 
die  mülina  die  gen  Ertingen  und  gen  Landow  hörent,  die  vischentz 
an  der  Tünow  ze  Landow  und  die  vischentz  an  der  Schwartzach 
>0  ze  Ertingen.  Und  habin  inen  und  iren  erben  die  vor  genant  burk 
Landow  mit  allen  nützen  und  rehten  und  mit  aller  zügehörd  as  vor 
geschriben  ist,  es  si  an  lüten  an  guten  an  holtz  an  veld  an  akern 
an  wisun  an  waiden  an  zwingen  an  bennen  an  vogtay  an  gerillten 
an  ehafti  an  stüran  an  gelt  besuchtz  und  unbesüchtz  benemptz  und 
25  unbenemptz  es  si  an  aigen  an  pfant  an  lehen  an  wasser  an  wasser- 
laiti  an  wegen  an  Stegen  an  wasen  an  zwi  reht  und  redlich  ze 
koffend  geben  umb  fünftusent  pfünt  Haller  guter  und  gaeber,  der 
wir  gar  und  gentzlich  von  inen  gewert  sigin  und  die  in  ünsern  red¬ 
lichen  nutz  körnen  sint.  Und  verzihin  wir  vor  genanter  graf  Hainrich 
50  von  Muntfort  üns  für  uns  und  ünser  erben  gen  den  vor  genanten 
l  graf  Eberhart  von  Landow ,  grauf  Albrehten  von  Aichelberg  und 
i  gen  iren  erben  aller  reht  und  ansprach,  die  wir  ald  unser  erben 
hettun  ald  gehän  mohtun  an  die  vor  genante  burk  Landow,  lüt  und 
gut  und  an  alles  daz  daz  dar  zü  und  dar  in  gehöret  as  vor  geschriben 
55  stat.  Und  sülin  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  ald 
ünser  erben  den  vor  genanten  graf  Eberhard  von  Landow,  grauf 
Albreht  von  Aichelberg  und  iren  erben  die  vor  genante  burk  Landow 
lüt  und  gut  und  alles  daz  daz  dar  zü  gehöret  as  vor  geschriben 
ist  in  antwürten  zü  den  nahsten  vier  tagen  ze  ingender  vastun  die 
10  nun  schierost  koment,  unansprachig  von  allermenglich  an  allen  stetten 


und  stunden  wa  si  ald  ir  erben  des  notürftig  sint,  aigen  nab  aigens 
reht,  leben  nah  leliens  rebt,  pfant  nach  pfäntz  reht  und  mit  allen 
den  rehten  der  si  ald  ir  erben  dar  zu  notürftig  sint.  Und  habin 
wir  vor  genanter  graf  Hainrich  von  Muntfort  den  vor  genanten 
grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht  von  Aichelberg  und  iren 
erben  des  geschworn  ain  ayt  ze  den  liailigen  mit  gelerten  Worten 
und  mit  ufgebotnen  yingern.  Und  mit  üns  ünser  lieber  brüder  grauf 
Willhelm  von  Muntfort  hat  och  des  gelobt  mit  siner  trüw  an  aines 
aydes  stat.  Und  dar  zu  ze  merer  sicherhait  aller  vor  geschriben 


sach  habin  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  den  vor 


i( 


genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  graf  Albreht  von  Aychelberg 
und  iren  erben  ze  bürgen  gesetzt  unverschaidenlich  grauf  Willhelm 
von  Muntfort  unsern  brüder,  grauf  Willhelm  von  Kilchberg,  grauf 
Eberhart  von  Nellenburk,  den  von  Zimbern  des  Messkilch  ist,  her 
Otten  den  Truhsassen  von  Walpurg,  her  Marquarten  von  Ems,  her 
Ortolfen  von  Hödorf,  her  Burkart  von  Elrbach  den  langen,  her 
Berhtolt  von  Künngseg,  her  Eberhart  von  Künngsegg,  her  Ludwigen 
von  Hornstain ,  her  Brunen  von  Hertenstain ,  her  Hartniten  von 


Bartelstain,  her  Herman  von  Hornstain  ze  Zustorf  gesessen,  all 


•itter;  Hansen  von  Hornstain  ze  Oeffingen  gesessen,  Hansen  von 


Loubenberg,  Rufen  den  Horwer,  Willhelm  von  Brahsperg,  Cüntzen 


von  Wiler,  Mantzen  von  Hornstain  ze  Hornstain  gesessen,  Mäken 


vom  Rain,  Hugen  von  Nünegg,  Willhelm  von  Magenbüch  und  Cünrat 
Bantzern  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd,  ob  wir  vor  genanter 
grauf  Hainrich  von  Muntfort  ald  ünser  erben  den  vor  genanten  grauf 
Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht  von  Aychelberg  ald  iren  erben 
die  vor  genante  burk  Landow  lüt  und  güt  mit  aller  zügehord  as 
vor  geschriben  stat  nit  in  antwürtin  und  in  gabin  unansprachig  von 
allermenglich  as  vor  geschriben  ist  uf  daz  vor  genant  zil,  so  hant 


si  baid  ald  ir  ainr  und  ir  erben  gewalt  und  güt  reht  mit  hotten 


mit  briefen  ald  selber  üns  vor  genant  grauf  Hainrich  von  Munt¬ 


fort  ald  ünser  erben  und  die  vor  genanten  bürgen  ze  manind  ze  hus 
ze  hof  ald  und  er  ougen.  Und  sülin  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich 


von  Muntfort  ald  ünser  erben  und  die  vor  genanten  bürgen  denn  in| 


alit  tagen  den  nähsten  nah  der  manung  in  varn  gen  Rüdlingei 
gen  Mengen  ald  gen  Sulgen  in  der  drier  stett  ain  in  welr  wir  um 
die  bürgen  wellin,  und  sülin  da  laisten  reht  und  gewunlich  gisel- 
schaft  in  erber  und  offener  wirt  hüser  mit  ünser  selb  liben  äi 
gevard,  wir  vor  genanter  graf  Hainrich  von  Muntfort  ald  ünsei 
erben  und  der  vor  genant  grauf  Willhelm  von  Muntfort  ünser  brudej 


1356. 


343 


iewederr  selb  vierd  und  mit  vier  pfariden  und  die  vor  genanten 
andern  bürgen  ieglicher  selb  ander  und  mit  zwain  pfariden  und 
sülin  nümmer  uss  der  laistung  körnen  noh  ledig  werden,  wir  vor 
genanter  grauf  Hainricli  von  Muntfort  ald  ünser  erben  und  die 
5  bürgen,  e  daz  wir  ald  ünser  erben  den  vor  genanten  grauf  Eberhart 
von  Landow,  grauf  Albreht  von  Aichelberg  ald  iren  erben  die  vor 
genante  burk  Landow  lüt  und  gut  mit  allen  nützen  und  rehten  und 
mit  aller  zfigehord  as  vor  geschriben  ist  in  geantwurtin  unansprächig 
von  allermenglich,  aigen  nah  aigens  reht,  lehen  nah  lehens  reht, 
10  pfant  nah  pfandes  reht  as  vor  geschriben  ist.  War  och,  daz  wo¬ 
vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  in  landes  nit  wärin  an 
gevard,  so  hant  die  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf 
Albreht  von  Aychelberg  ald  ir  erben  gewalt  und  gut  reht  ünser 
vögt  ainen  ze  manind  ze  hus  ze  hof  ald  under  ougen  mit  hotten 
15  mit  briefen  ald  selber  welen  si  went  die  denn  ünser  vögt  sint. 
Und  der  selb  sol  denn  ainen  erbern  ritter  an  ünser  stat  legen  in 
aht  tagen  den  nähsten  nah  der  manung  in  der  vor  genanten  stett 
ain  der  selb  vierd  laisti  mit  vier  pfariden  an  ünser  stat  as  wir  an  all 
gevard.  War  och,  ob  der  vor  genant  grauf  Willhelm  von  Muntfort 
20  ünser  brüder  selb  nit  laisten  möht  ald  nit  laisten  weit,  so  sol  er 
vier  erber  kneht  an  sin  stat  legen  die  laistin  mit  vier  pfariden  an 
siner  stat  in  allem  reht  as  er  an  gevard.  Wele  bürg  selber  nit 
laisten  mag  ald  nit  laisten  wil,  der  sol  ainen  erbern  kneht  der 
ieglicher  ain  kneht  und  zwai  pfärit  hab  an  sin  stat  legen,  die  laistin 
25  in  allem  reht  as  der  bürg  der  si  geleit  hat.  Es  sol  och  üns  vor 
genant  graf  Hainrich  von  Muntfort  noh  ünser  erben  und  die  vor 
genanten  bürgen  kain  endriu  laistung  irren  an  dirr  giselschaft.  War 
och,  ob  der  vor  genanten  bürge  ainr  ald  mer  die  laistung  überfür 
und  brach  und  nit  laisti  as  vor  geschriben  ist,  wela  daz  tat  den 
30  selben  hant  die  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf 
Albreht  von  Aichelberg  ald  ir  erben  und  ir  helfer  gewalt  und  güt 
reht  an  ze  griffend  und  ze  pfendend  an  allen  sinen  lüten  und  güten 
an  klag  und  an  zorn  in  den  stetten  ald  uf  dem  land  mit  gerillt 
ald  an  geriht  wa  und  wie  si  mugend  as  vil  und  as  dik,  untz  daz 
35  inen  und  iren  erben  allez  daz  voll  fürt  wirt  dar  umb  die  bürgen 
gemant  sint  än  allen  iren  schaden.  Und  tund  da  mit  nit  wider 
den  lantfrid  noh  wider  die  buntnüst  der  stett  die  ietzo  sint  ald 
hienah  ufstündin  noh  wider  kain  geriht  gaistlichs  noh  weltlichs 
in  dehainen  weg  weder  sus  noh  so.  Und  was  schaden  si  und 
40  ir  erben  ald  ir  helfer  nemin  da  von ,  den  sülin  wir  vor  genanter 


344 


1356. 


grauf  Hainrich  von  Muntfort  ald  unser  erben  inen  abtun  gar  und 
gentzlicb  an  allen  iren  schaden.  Gieng  der  vor  genanto  bürgo  ainr 
ab  ald  mer  von  todes  wegen  da  vor  got  si  ald  im  land  nit  war, 
so  sülin  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  ald  ünser  1 
erben  den  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht  i| 
von  Aichelberg  und  iren  erben  ie  ainn  andern  setzen  as  menigs 
mangel  ist  in  den  nähsten  vierzehen  tagen,  wenn  wir  ald  unser 
erben  des  von  inen  ald  von  iren  erben  ald  von  iren  botten  ermant 
ze  hus  ze  hof  ald  under  ougen  werdin  as  gut  und  as  schidlich  as 
die  abgegangenen  gewesen  sint.  Tatin  wir  ald  unser  erben  des  1 
nit,  se  haut  si  ald  ir  erben  selber  ald  mit  iren  botten  gewalt  und 
reht  der  belibno  bürgo  vier  ze  manind  ze  hus  ze  hof  ald  under 
ougen  weli  si  went.  Und  die  sont  denn  unverzogenlich  in  varn 
laisten  in  allem  reht  as  vor  geschriben  ist,  untz  daz  ieder  bürg 
gevertgot  wirt  as  dik  daz  beschiht.  Es  ist  och  berett  und  gedingot,  l 
wenn  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  ald  ünser  erben 
den  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  graf  Albreht  von 
Aychelberg  ald  iren  erben  die  vor  genant  bürg  Landow  lüt  und 
gut  mit  allen  rehten  und  nützen  und  mit  aller  zügehord  in  ge- 
antwürtin  unansprächig  von  allermenglich  as  vor  geschriben  ist,  daz  ! 
denn  die  vor  genanten  bürgen  all  ledig  und  los  sint  von  dirr  burg- 
schaft  und  sint  fürbas  nit  mer  gebunden  noh  haft  von  dirr  burg- 
schaft  in  dehain  weg  weder  sus  noh  so,  aso  daz  die  vor  genanten 
grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht  von  Aychelberg  noh  ir 
erben  noh  nieman  mer  weder  gewalt  noh  reht  hat  die  vor  genanten 
bürgen  ze  manind  noh  an  ze  griffend  von  dirr  burgsehaft  wegen. 
Und  würd  dar  nah  diu  vor  geschriben  burk  Landow  lüt  ald  gut 
ald  ützit  daz  dar  zu  ald  dar  in  gehöret  wie  vor  geschriben  ist  iena 
ansprachig,  daz  sülin  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort 
ald  unser  erben  den  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow, 
grauf  Albreht  von  Aychelberg  und  iren  erben  vertgun  verstau  und 
versprechen  nah  dem  rehten,  aigen  nah  aigens  reht,  leben  nah 
lehens  reht,  pfant  nah  pfandes  reht,  wenn  si  ald  ir  erben  selber 
ald  mit  iren  botten  üns  ald  ünser  erben  dar  umb  ermanund  ze  hus 
ze  hof  ald  under  ougen  im  nähsten  manod  darnach  gen  allermeng¬ 
lich  ,  wa  und  gen  wem  si  ald  ir  erben  des  notürftig  sint  an  allen 
iren  schaden  uf  den  ayt  den  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von 
Muntfort  dar  umb  geschwörn  habin  mit  gelerten  Worten  und  mit 
ufgebotnen  vingern.  Tätin  wir  ald  ünser  erben  des  nit,  so  hant 
die  vor  genanten  graf  Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht  von 


1556. 


345 


Aychelberg  alcl  ir  erben  gewalt  und  reht  uns  vor  genanten  graf 
Hainrich  von  Muntfort  ald  unser  erben  dar  umb  ze  manind  ze  hus 
ze  hof  ald  under  ougen  mit  botten  mit  briefen  ald  selber.  Und 
sülin  wir  ald  unser  erben  denn  im  nahsten  manod  nah  der  manung 
5  in  varn  mit  unser  selbs  lib  selb  vierd  in  der  vor  genant  drier 
stett  ain  in  weli  wir  wellin ,  und  sülin  da  laisten  selb  vierd  mit 
vier  pfariden  in  allem  reht  as  vor  geschriben  ist  und  nümmer  uss 
der  laistung  körnen  noh  ledig  werden  e  daz  den  vor  genanten  grauf 
Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht  von  Aichelberg  ald  iren  erben 
0  alles  daz  gevertgot  und  versprochen  wirt  nach  dem  rehten  as  vor 
geschriben  ist,  dar  umb  si  uns  ald  unser  erben  gemanot  hant 
gar  und  gentzlich  an  allen  iren  schaden.  War  aber,  daz  wir  vor 
genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  in  landes  nit  wärin  an  gevärd, 
so  hant  die  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf  Albreht 
5  von  Aichelberg  ald  ir  erben  aber  gewalt  und  reht  unser  vögt  ainn 
ze  manind  ze  hus  ze  hof  ald  under  ougen  mit  botten  mit  briefen 
ald  selber  welen  si  went  die  denn  unser  vögt  sint.  Und  der  selb 
sol  denn  ainen  erbern  ritter  an  unser  stat  legen  im  nahsten  manod 
nah  der  manung  in  der  vor  genanten  stet  ain,  der  selb  vierd  laisti 
:0  mit  vier  pfariden  in  allem  reht  as  wir  än  all  gevärd.  Brach  der 
insigel  ains  ald  mer  ald  würd  an  disen  brief  nit  gehenkt  ald  würd 
misskert,  das  sol  den  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow, 
grauf  Albreht  von  Aychelberg  noh  iren  erben  noh  disem  brief  kain 
schad  sin.  Wir  habin  och  gelübt  die  vor  genanten  bürgen  ze  lösend 
?5j  für  üns  und  ünser  erben  von  dirr  burgschaft  än  allen  iren  schaden. 
Und  ze  offem  und  warem  urkünd  und  sicherhait  aller  vor  geschriben 
sach  habin  wir  vor  genanter  grauf  Hainrich  von  Muntfort  für  üns 
und  ünser  erben  den  vor  genanten  grauf  Eberhart  von  Landow,  grauf 
Albreht  von  Aichelberg  und  iren  erben  disen  brief  geben  besigelten 
50  mit  ünserm  und  mit  der  bürgo  angehenkten  insigeln.  Wir  vor 
geschribne  bürgen  verjehin,  daz  wir  unverschaidenlich  bürgen  sigin 
und  die  burgschaft  bi  guten  trftwen  gelobt  habin  stät  ze  hend  und 
ze  laistend.  Und  des  ze  ainer  sicherhait  habin  wir  ünsriu  insigel 
och  gehenkt  an  disen  brief,  der  geben  ist  an  saut  Laurencis 

35  abend,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  fünfzig 
jar  dar  nah  im  sehsden  jar. 

NB:  Als  die  von  Tettnang  den  von  Landow  Landow  ze  koffen  geben 
hetten.  —  Von  junger  Hand  ist  vermerkt :  Ist  abgeschriben. 

Von  25  S  sind  12  HundS  ganz  oder  teilweise  erhalten  und  hängen  an 
^0  beschriebenen  Pressein. 


346 


1356. 


1.  zeigt  die  Kirchenfahne  der  Montfort- Werdenberg ;  8  ganz  zerstossen. 

2.  8  verloren.  3.  8  fast  ganz  verloren;  auf  der  Pressei:  graf  Wilhelm  von 
Montfort.  4.  Das  8  des  Eberhard  von  Kellenburg.  5.  Ein  nach  rechts  auf¬ 
gerichteter  Löwe  hält  sich  an  einer  Axt.  U:  f  S.  WERNEI  •  D’.  ZIMMER  • 
MILITIS  •  6.  Ein  wie  es  scheint  mit  Federn  besteckter  Helm.  7.  Ein  nach 

rechts  auf  gerichteter  Bock.  U  fast  unleserlich.  8.  Fehlt.  9.  Helm  mit  Büffel¬ 
hörnern.  U:  S.  BVRCHARDI  •  DE  •  ELERBACH.  10.  Verloren.  Das  S  des 
Berthold  von  Königsegg.  11.  Verloren.  Das  S  des  Eberhard  von  Königsegg. 
12.  Verloren.  Das  S  des  Ludwig  von  Hornstein.  13.  Fast  verloren.  8  eines 
Hornstein.  14 — 16.  Verloren.  17.  Fast  vernichtet.  18.  Das  S  des  Buf  Horwer:  1( 
ein  Dreizack.  19.  Das  S  des  Grafen  Wilhelm  von  Kirchberg  verloren.  20. 
Wolkenförmig  rechtsgeschrägt.  U:  S.  CVNRADI  •  DE  •  WILER.  21.  8  fast  ver¬ 
loren.  U :  •  •  NTZ  •  DE  •  H[ORNSTAIN].  22—25.  S  sind  verloren. 


590 .  1356.  14.  August.  Werner  von  Buwenburg  zu 

Hu n dersin gen  vergleicht  sich  mit  Heiligkreuztal  eines  il 


Ackers  wegen. 


Allen  ärkänd  ich  Wernher  von  Buwenburg  ze  Hundersingen 


gesessen,  daz  ich  früntlich  bericht  bin  mit  der  abbtissein  und  dem 
convent  des  ersainen  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  umb  die  stoss ,  so 


ich  mit  in  geliebt  hau  von  ires  agkers  Wegen  der  gelegen  ist  uff 


der  Ostrach  da  du  Ostrach  in  die  Tunow  gat  den  man  nempt  den 


holderstok,  also  daz  ich  inan  und  iren  nachkomenden  ze  besserung 


für  die  nütz  der  ich  si  Übernossen  han  an  dem  vor  genempten 
agker  und  och  durch  miner  sei  hails  willen  han  gegeben  min 
agkerli  daz  gelegen  ist  an  dem  vor  genanten  agker  und  min  wisli 
daz  under  den  agkern  baiden  gelegen  ist.  Und  dar  umb  land  mir 
die  vor  genanten  frowa  volgen  den  nütz  von  disem  jar  ab  dem 
agker  (Auflassung)  und  vergich  daz  ze  versprechend  den  vor 
genanten  frowen  für  mich  und  min  erben  wa  ez  in  ansprachig  wrd 
an  gaistlichem  und  weltlichem  gericht.  Siegler:  der  Aussteller. 
Bi  diser  Verrichtung  sint  geivesen:  lierre  Hans  der  kirchern 

von  Hundersingen,  Cünrat  von  Buwenburg,  Rüdger  der  Heller,  Haintz 
der  Yischer,  Werntz  Treffs  und  andern  ersamo  lut  gnüg  die  gezug 
sint  dirr  sach. 

Dirr  brief  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebärt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sechten  und  fünfzigostem  jar  anj 
ünsern  frown  abend  as  sü  ze  liimel  für. 


Ein  Bund  8  des  Werner  von  Buivenburg.  Ein  Hund  mit  einem  Halsband | 
springt  nach  rechts.  U:  f  S.  •  •  •  •  HER!  •  D\  BVEBYRCH. 


1356. 


347 


591.  1356.  4.  November.  Ritter  Hans  von  Hornstein 

zu  Konstanz  gesessen  verkauft  Güter  zu  Burgau  an 
Salem;  aus  denn  Gut,  das  der  Hermeller  baut,  geben 
zwei  Viertel  01  des  kleinen  Riedlinger  Masses  nach 
5  Heiligkreuztal. 

Ich  Hans  von  Hornstain  ritter  ze  Kostentz  gesessen  vergilt 
offenlich,  daz  ich  ains  rehten  und  redlichen  köfs  ze  kofend  geben 
han  und  gib  mit  disem  brief  dem  abt  des  klosters  ze  Salmanswiler 
dem  convent  gemainlich  des  selben  gotzhus  und  iren  nahkomenden 
LO  diu  guter  diu  hie  nach  geschriben  stant  und  ze  Burgen  dem  dorf 
und  dar  umb  gelegen  sint:  des  ersten  den  hof  der  wilunt  des 
Bahritters  was  den  ietz  der  jung  Wilmadinger  buwet;  daz  gütli 
daz  Schenkman  buwet ;  daz  gütli  daz  Hell  buwet ;  daz  gütli  daz  der 
alt  Wilmadinger  buwet ;  daz  gütli  daz  der  Hermeller  buwet  da  zwai 
15  viertalliu  61  geltz  uss  gand  des  klain  mess  Rüdlinger  mess  des  alten 
jarlichs  gen  Hailigkrütztal  an  daz  lieht  daz  ob  den  grebern  brinnet 
in  dem  krützgank.  Und  alliu  diu  güter  diu  ich  hett  ze  Burgen  und 
dar  umb  diu  ich  koft  umb  her  Manngolten  von  Hornstain  mins 
brüder  saligen  sun  si  sigin  an  diesem  brief  benempt  alder  nit,  diu 
20  vor  geschribnen  güter  alliu  han  ich  inen  und  iren  nahkomenden 
geben  ze  koffend  für  reht  und  ledig  aigen  mit  allen  nützen  rehten 
und  zugehörden  die  dar  zü  und  dar  in  gehörent  (Pertimnzformel), 
as  der  vor  genant  her  Manngolt  von  Hornstain  mins  brüder  saligen 
sun  und  ich  her  bralit  und  genossen  habin,  umb  fünfhundert  pfund 
25  Haller  güter  und  gaber  ( Quittung ,  Währschaft) .  Und  dar  umb  ze 
merer  sicherhait  hän  ich  den  herren  und  iren  nahkomenden  ze 
bürgen  gesetzt  unverschaidenlich  die  ersamen  lüt  graf  Eberharten 
von  Landow,  her  Cünr.  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen,  her 
Ludwigen  von  Hornstain,  her  Hartniten  von  Bartelstain  all  ritter, 
30  Hansen  von  Hornstain  ze  Geffingen  gesessen,  Hansen  von  Hornstain 
von  Nüfrun,  Utzen  von  Stainlmsen,  Gerlochen  von  Stainhülw  den 
jungen,  Wolfen  den  Sahs  und  Micheln  den  Garwer  burger  ze  Rüd- 
lingen  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd:  vertgitin  und  versprachin 
ich  ald  min  erben  inen  ald  iren  nahkomenden  diu  vor  genanten 
35  güter  nit  nah  dem  rehten  as  vor  geschriben  ist,  so  hant  si  gewalt 
und  gut  reht  die  bürgen  ze  manind,  und  die  sont  denn  in  aht  tagen 
den  nahsten  nah  der  manung  in  varn  gen  Rüdlingen  gen  Mengen 
ald  gen  Sulgen  in  der  drier  stett  ain  und  sont  da  laisten,  die 
usslüt  mit  pfariden,  die  burger  an  pfarit.  Aid  wela  selber  nit 
40  laisten  mag  ald  nit  laisten  wil,  der  sol  ain  erbern  kneht  legen  in 


348 


1356. 


die  giselschaft  an  sin  stat ,  ist  er  ain  ussman  mit  aim  pfarit,  ist  er 
ain  burger  an  pfarit,  der  in  allem  reht  laist  as  der  bürg  der  in 
geleit  hat  (die  lange  Einlag  er  formet,  S  defekt).  Ich  han  och  gelübt 
die  bürgen  ze  losend  von  dirre  burgschaft  an  allen  iren  schaden. 
Siegler:  der  Aussteller  und  die  Bürgen  (Bekenntnis).  5 

Der  brief  ist  geben  an  dem  nahsten  fritag  nach  aller  hailigo 
tag,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jar  fünfzig  jar 
dar  nach  in  dem  sehsden  jar. 

Königlich  Preussisches  Staatsarchiv  Sigmaringen  B.  2.  Scat.  Nr.  II.  1356. 

ND:  Bürgo.  CCCCLVIII.  Litere  super  possessionibus  sitis  in  Burgun  1( 
(die  zwei  letzten  Buchstaben  nicht  deutlich)  prope  castrum  dictum  Bussen  ab 
Johanne  de  Hornstain  milite  comparatis. 

FUB.  V,  531,  3.  MVGAH  VII,  67. 

Von  11  S  sind  ganz  oder  teilweise  erhalten:  3,  4,  6 — 11.  Nr.  6  zeigt 
ein  rechts  geivandtes  ivachsendes  Tier ;  grossenteils  verdorben.  II 


592.  1356.  13.  Dezember.  Graf  Eberhard  von  Landau 

verkauft  an  Heiligkreuztal  einen  Acker  zu Langenenslingen 

um  7  ft  Haller. 


Ich  graf  Eberhart  von  Landow  ritter  vergich,  daz  ich  der  abb- 
tissen  und  dem  convent  dez  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  und  iren 
nachkomenden  ains  rechten  redlichen  koufs  han  gegeben  ze  kouffend 
ainn  agker,  dez  ist  anderhalb  juchart  litt  under  dem  siechhuss  ze 
Enslingen  ob  dem  wiger  und  stosset  oberthalb  in  ainn  agker  hört 
in  die  widem  ze  Enslingen ,  für  ain  fri  aigen  umb  süben  pfund 
Haller  (Quittung,  Währschaft,  S). 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sechsten  und  fünftzigostem  jar 
an  sant  Luciun  tag. 

NI):  Umb  P/a  juchart  acker  ze  Ensliug  under  dem  siechhuss. 

Bin  BundS.  Die  Landauer  Hirschstangen  haben  5,  5,  4  Enden. 

593.  1356.  20.  Dezember.  Luggart  von  Langenenslingen, 

Margareta  von  Hornstein  und  K.,  A.  und  W.  Hansen  seligen  des 
Schultheissen  Töchter  lauter  Heiligkreuztaler  Klosterfrauen 
kaufen  zwai  Acker  zu  Langenenslingen  und  Riedlingen  zu 
einem  Leibgeding. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  dez  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin,  daz  Lüggart  von 
Esslingen ,  Margaret  von  Hornstain  und  Katherin ,  Anna  und  Will 


1357. 


349 


Hansen  saeligen  dez  Schulthaissen  toclitra  all  ünsers  conventz  swestra 
mit  unserm  urlob  gunst  und  willen  hant  kouft  ain  agker  ist  gelegen 
under  dem  siechlmss  ze  Enslingen  oberhalb  des  wigers  umb  graf 
Eberhart  von  Landow  ritter,  und  ain  agker  umb  Hansen  den  Scliult- 
5  haissen  der  ist  gelegen  hin  der  der  stat  ze  Rudlingen.  Die  sont  si 
all  fünf  niessen  die  wil  si  sint,  also  wenn  ir  ainü  zwo  oder  me 
ensint,  daz  dennoch  die  andern  die  agker  sont  niessen  die  wil  ir 
ain  ainig*  ist.  Und  wenn  sie  all  fünf  ensint,  so  sont  die  zwen  agker 
dienen  ünsrer  samnung  ze  revender  an  aller  selo  tag  durch  ir  selo 
lo  und  durch  aller  glöbiger  selo  liails  und  glüks  willen  der  man  dez 
tag  flizzeclich  sol  gedenken.  Siegler:  wir  frow  Anna  abbtissen  und 
der  convent  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  ivart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenlmndert  jar  dar  nach  in  dem  sechsten  und  fünftzigostem  jar 
15  an  sant  Thomas  abend  dez  zwolfbotten. 

NB:  Zu  Marg'retun  von  Horn stain  und  Lüggart  von  Esslingen  selo  hails 
willen  zwen  acker,  ain  ze  Rudlingen  und  ainr  ze  Enslingen. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  HeiligJcreuztcd. 


594.  1357.  25.  Januar.  Irmengard  von  Stetten  Klosterfrau 
20  zu  Heiligkreuztal  kauft  von  Renher  dem  Hergesellen  einen 
halben  Hof  zu  Hundersingen  um  31  U  Haller  als  Leibgeding. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin ,  daz 
s wester  Irmengart  von  S'tetten  ünsers  conventz  swester  mit  ünserm 
25  urlob  gunst  und  willen  den  hof  den  wir  kouftun  umb  Renhart  den 
Hergesellen  ze  Hundersingen  gelegen  haut  halben  kouft  umb  ains 
und  drissig  pfund  Haller,  den  sol  sü  niessen  all  die  wil  sü  ist. 
Und  wenn  sü  enist,  so  sol  der  halb  hof  vallen  an  Annun  Hansen 
;  saligen  dez  Lodwebers  ir  brüders  tochter  ob  sü  in  ünser  kloster 
bo  under  ünsern  orden  komt.  Wirt  aber  sü  nitt  ünsers  ordens  swester, 
so  hat  sü  kain  recht  zu  dem  hof  nach  ir  basun  tode  noch  davor. 
Und  wenn  si  baid  nitt  ensint  ob  der  hof  in  ir  baider  hant  kam, 
so  sol  der  halb  hof  dienen  ünsrer  samnung  ze  tisch  an  der  Irmen- 
garten  von  Stetten  und  an  ir  müter  saligen  jarzitlichen  tag,  und  sol 
35  man  der  baido  jarzit  damit  eweklich  began.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  ivart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sübenden  und  fünftzigostem  jar 
an  sant  Paulus  tag  als  er  bekert  wart. 


350 


1357. 


ND:  Umb  den  hof  ze  Hunclersingen  den  wir  konfftun  umb  Renherrn  den 
Hergesellen  koufftun  zu  der  von  Stetten  jarzit. 

Die  zwei  S  sind  abgefallen. 

595.  1357.  25.  Januar.  Anna  von  Hornstein  Klosterfrau 
zu  Heiligkreuz tal  kauft  ein  Drittel  einer  Wiese  zum 

Leibgeding. 

Wir  frow  Anna  ze  den  ziten  abbtissen  und  der  convent 
gmainlich  dez  gotzbuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin ,  daz  Anna  von 
Hornstain  ünsers  conventz  swester  mit  ünserm  urlob  gunst  und 
willen  haut  kouft  ain  drittail  an  der  wise  die  wir  kouftun  umb 
Hailun  Ottinun  Friken  Otten  säligen  wirtinn  von  Mengen.  Daz 
drittail  sol  sü  messen  und  nützen  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü 
enist,  so  sol  ez  vallen  an  Ursullen  Hansen  von  Hornstain  ir  brüders 
tochter,  du  sol  ez  och  niessen  all  die  will  sü  ist.  Und  wenn  sü 
baid  ensint,  so  sol  daz  drittail  der  wise  dienun  ünserer  samnung 
ze  tisch  zu  frow  Güten  der  Herterinun  der  vor  genantun  Annun 
von  Hornstain  swester  jarzit.  Und  der  jarzit  sol  man  denn  ewek- 
lich  da  mit  began.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ivcirt  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sübenden  und  fünftzigostem  jar 
an  sant  Paulus  tag  als  er  bekert  wart. 

ND:  Umb  ain  drittail  der  wise  die  wir  koulftun  umb  Hailun  Ottinun. 

Die  zivei  S  sind  abgerissen. 

I 

596.  1357.  11.  März.  Die  Heiligkreuztaler  Klosterfrau 
Anna  R ä n z i n  die  alteAbtissin  vermacht  ihres  Bruders 
Tochter  Anna  der  Ränzin  10  s.  Konstanzer,  ein  Viertel 
Eier  und  vier  Hühner  aus  einem  Gut  zu  Grüningen. 

Wir  frow  Anna  von  Sulz  äbtissin  des  gotzhuses  ze  Hailich- 
crüztal  verjehj  daz  frow  Anna  Ränzin  dü  alt  äbtissen  mit  ünserm 
gwnst  und  willen  und  urllop  gemachet  het  ir  brader  tohter  swester 
Anna  der  Ränzinun  zehen  Schilling  Kostenzer  und  ain  viertal  aiger 
vier  hünr.  Und  daz  selb  gut  daz  lit  ze  Grünigen  und  git  ez 
Hainz  der  Offenhüser.  Und  wen  sü  nit  enist,  so  sol  ez  dem  convent 
über  den  tisc  tiennen  und  swester  Anna  von  Hödorf  ir  swester 
tohter  och  ain  pfunt  geltez  daz  git  der  Goinger  us  sim  hüs  und  us 
allem  dem  daz  der  zü  höret.  Und  wenn  sü  nit  enist,  so  diennett 
ez  dem  convent  über  den  tisc.  Siegler:  wir  frow  Anna  von  Sulz 
äbtissen  des  gotzhus  ze  Hailichcrüztal  [habin]  ünser  aigen  insigel 


5 

io 


1357. 


351 


an  disen  brief  gehenkt,  der  geben  wart  do  man  zalt  von  Cristes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  süben  und  fünftzigosten 
jar  an  dem  nähsten  samstag  vor  sant  Gregorien  tag. 

ND:  Zu  der  Räntzinun  jarzit  X  Schilling  Costencer  von  Grüningen 
5  (und  J/a  libra  Haller  von  Althain  gestrichen). 

Das  OvalS  der  Abtissin  von  Deilighreuzta l. 

697 .  1357.  12.  März.  Kunz  Nolle,  Härtliebs  Sohn, 

vermacht  seiner  Schwester  Elisabeth  Klosterfrau  zu 
Heiligkreuz tal  ein  Leibgeding. 

0  I\ch  Chüntz  Härtlieps  säligen  Nöllen  sun  vergilt,  daz  ich  mit 

ainer  zitlichen  betrahtung  sinnes  und  mütes  und  mit  raute  mines 
phlegers  Hansen  Nöllen  und  mit  willen  und  mit  gunst  aller  der  die 
dar  zu  notürftig  waren,  vrowen  Elizabethen  miner  swester  diu  ain 
gaischlichü  vrowe  ist  ze  Hailigencrützestal  in  dem  closter  reht  und 
5  redlich  mit  aller  der  behügd  ordenung  und  offenung  wort  und  wise 
als  es  craft  und  mäht  han  sol  und  mag,  gemachot  han  ain  phunt 
Haller  und  öch  zehen  Haller  guter  und  gaeber  järliches  geltes  usser 
dem  gut;  daz  min  vatter  selig  Härtliep  Nolle  koufte  umbe  vrowen 
Guten  wilont  Hainrichs  seligen  von  Hornstain  elicher  vrowen  diu 
»0  von  Aehtertingen  genant  ist,  und  ouch  umb  ir  erben  ains  rehten 
redlichen  koufes  als  diu  hantvesti  seit  die  si  uns  dar  umbe  geben 
hat,  daz  ouch  ain  relites  friges  aigen  ist.  Und  ist  gelegen  ze  Winter¬ 
lingen  in  den  zwingen  und  in  den  bannen  und  ze  disen  ziten  buwet 
Ruf  Schikke  und  Benis  sun  und  ouch  Chiintz  Fritag  die  ouch  zc 
>5  Winterlingen  sesshaft  sint.  Ich  han  ir  ouch  gemachot  in  der  selbun 
wise  als  da  vor  geschriben  stat  sehtzehen  Haller  minder  den  ain 
phunt  guter  Haller  järlichos  geltes  gemachot  usser  den  zwain  tailen 
der  wise,  die  min  vatter  selige  umbe  die  herren  von  Jungingen 
koufte  dm  der  herren  wise  haisset  diu  ze  Atfelstetten  an  das  wiler 
b  stosset,  die  nun  zu  disen  ziten  Bentz  Otto  hat.  Und  disiü  gelt  sol 
i  diü  vrowe  Elizabeth  min  swester  järlichen  in  nemen  und  niessen 
an  menglichs  widerred  iemmer  me  die  wil  sü  lebt.  Und  wenne  si 
von  todes  wegen  nit  enist,  so  sol  daz  gelt  dem  closter  beliben  mit 
solicher  beschaidenhait,  daz  diu  samenunge  gemainlich  iemmer  me 
35  mines  vatter  seligen  dez  Härtlieps  seligen  und  miner  müter  seligen 
vrowen  Dyligun  wilont  genant  jargezit,  uffe  sant  Mauricien  tag  began 
sol  und  daz  selbtätig  gelt  des  selben  tages  dem  convent  ze  ainem 
dienst  durch  iro  seien  willen  gen.  War  aber,  daz  si  die  jartzit  nit 
begiengin  und  daz  über  füren  weles  jares  daz  kumpaer  wurdi,  so 


352 


1357. 


sol  daz  gelt  mir  oder  minen  erben  geyallen  iemmer  mer  sin.  Und 
daz  daz  alles  war  sige,  dar  umbe  gib  ich  disen  brief  besigelten  mit 
der  gemaind  insigel  der  erberen  burger  von  Veringen  die  ez  durch 
miner  bet  willen  her  an  gehenket  hant.  Ich  Hans  Nolle  zü  den  ziten 
phleger  dez  vor  genanten  Chünrat  mins  bruder  seligen  sun  Hart- 
lieps  und  sins  gutes  vergib  ouch,  daz  diz  vor  geschriben  gemacht 


beschehen  ist  mit  minem  güten  raute  willen  gunst.  Und  dar  umb 


han  ich  ouch  min  mitteburger  von  Veringen  gebetten,  daz  si  ir  stete 
insigel  gehenket  hant  an  disen  offenn  brief  ze  ainer  sicherhait  der 
vor  geschriben  dinge.  Wir  der  schulthaisse  und  der  rät  henken  k 
unser  stette  insigel  an  disen  brief  durch  bette  willen  der  vor  ge¬ 


nanten  unser  burger  ze  ainem  offenbern  urkünd  der  vor  geschriben 


dinge  an  disem  brief.  Wir  diü  äbbtissenn  nnd  der  convent  dez 


closters  ze  Hailigencrützestal  verjehen  ouch  ze  laisten  und  ze  volle 
bringen  äne  gevärd  alles  daz  daz  da  vor  an  disem  brief  mit  Worten  1 
von  uns  beschaiden  ist.  Und  des  ze  urkünd  der  warhait  haben  wir 


unsers  conventz  insigel  gehenket  an  disen  offenen  brief, 


der 


geben  wart  nah  gottes  gebürte  driuzehenliundert  jar  fünftzig  jar  dar 
nach  imme  sübenden  jar  an  sant  Gregorien  tag. 

NB:  Zu  Hartliebs  von  Veringen  und  zu  siner  wirtinn  jarzit  II  libre  geltz. 

Zwei  RundS.  Ras  eine,  das  S  der  Stadt  Veringen,  zeigt  einen  rechts 
ansteigenden  Löwen  und  links  davon  eine  Hirschstange  mit  sechs  Enden. 
U:  f  SIGILLVM  •  CIVITATIS  •  IN  •  VERINGEN.  Ras  andere  S  ist  das  Kon- 
'ventsiegel  von  HeiligJcreuztal. 


mit 


SOS.  1357.  14.  April.  Hugo  von  Neun  egg  teilt 

H eiligkreuz tal  einen  Hof  zu  Herbertingen. 

I  ch  Hug  von  Nünegg  vergilt ,  daz  ich  lieplich  und  früntlich 
getailt  han  mit  frow  Annen  grävenn  von  Sultz  ze  den  ziten  äbtissenn 


des  klosters  ze  Hailigcrütztal  und  mit  dem  convent  gemainlich  des 


selben  gotzhus  den  hof  ze  Herbrehtingen  dem  dorf  gelegen  da  ze 
den  ziten  uf  sitzd  und  buwet  Cüntz  Marti  der  jung,  mit  allen  rehten  ■< 
und  nützen  und  mit  aller  zügehord  was  dar  zu  und  dar  in  gehöret 


mit  der  bescliaidenhait  und  gedingd,  das  den  frowen  und  iren  nah- 


komenden  ze  tail  worden  ist  zwai  hüser  hie  disunthalb  des  bachs 
und  diu  biund.  So  ist  mir  und  minen  erben  ze  tail  worden  diu 

Es  ist  och  den  frowen  worden 


hofstat  da  Trägli  min  bruder  uf  sass. 


driu  mannsmat  wiswahs  gelegen  uf  dem  Menger  stig.  Da  wider 


ist  mir  worden  der  brügel  dritthalb  mannsmaht  wiswahs  under 
Schorpen  säligen  brügel.  Es  ist  och  den  frowen  worden  im  braiten- 
liart  daz  holtz  der  vorder  tail.  Da  wider  ist  mir  worden  der  hinder 


1357. 


353 


tail  des  holtz  im  braitenhart.  Es  ist  och  den  frowen  worden  im 
hochholtz  Titerna  zu  den  fu  ehslöchern.  So  ist  mir  da  wider  geyallen 
der  ober  tail  daz  ist  gerütt.  Mir  ist  och  im  aichbühel  gevallen  ain 
bletz  gerütz.  Es  ist  och  den  frowen  gevallen  die  äker  in  dem  esch 
5  gen  Marpach  ligend  hindnan  uf  dem  veld.  So  ist  mir  gevallen  och 
in  dem  esch  gen  Marpach  die  äker  die  gelegen  sint  an  dem  dorf 
hindnan.  Es  ist  den  frowen  och  gevallen  in  dem  esch  gen  Ertingen 
die  äker  die  gelegen  sint  hinder  den  äker  die  mir  ze  tail  worden 
sint.  So  ist  mir  worden  och  in  dem  esch  gen  Ertingen  die  äker 
10  die  gelegen  sint  gen  dem  dorf  ze  Herbrehtingen.  Es  ist  och  den 
frowen  worden  in  dem  esch  gen  Tenningen  diu  gebrait  obnan  in 
dem  saulach  und  die  äker  die  dar  zu  hörent.  So  ist  mir  in  dein 
selben  esch  gen  Tenningen  worden  die  hürst  hinder  den  färsailn 
und  die  äker  die  dar  zu  hörent.  Und  sol  ich  Hug  von  Nünegg 
15  und  min  erben  die  frowa  noh  ir  nahkomenden  an  ir  tail  des  hofs 
as  vor  geschriben  ist  nümmer  an  gesprechen  an  dehaim  gerillt 
gaistlichem  noh  weltlichem  noh  dar  an  irren  noh  sumen  in  dehainen 
weg  weder  sus  noh  so.  Es  sont  och  die  frowa  noh  ir  nah¬ 
komenden  mich  noh  min  erben  an  mim  tail  des  hofs  as  vor  ge- 

20  schriben  ist  nümmer  angesprechen  an  dehaim  geriht  gaistlichem  noh 
weltlichem  noh  dar  an  irren  noh  sumen  in  dehainen  weg  weder 
sus  noh  so.  Es  ist  och  dirr  tail  und  all  vor  geschriben  sach 

beschehen  ze  den  ziten  an  den  Stetten  und  vor  den  luten  mit  den 
Worten  und  mit  den  getätten  as  es  alles  kraft  und  mäht  hän  sol 

25  und  mag  nah  gewunhait  und  nah  reht.  Siegler:  ich  Hug  von  Nun¬ 
egg  und  ze  besser  zägnüst  Albreht  von  Nünegg  min  brüder  kilch- 
herre  ze  Herbrehtingen.  Ich  Albreht  von  Nünegg  kilchherr  ze  Her¬ 
brehtingen  vergih  (S anhcingung).  Hie  bi  ist  gewesen:  her 

Cunrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  und  Hans  von 
30  Hornstain  ze  Gedingen  gesessen  die  den  tail  gemachot  hant  mit 
;  ünserm  willen  ze  beiden  situn  und  ist  ander  erber  litt  och  vil  hie  bi 
gewesen:  her  Albreht  liuprister  ze  Herbrehtingen,  App  Straif, 

Walz  der  Osler,  Hans  der  Störer,  Haintz  Sopp,  Cüntz  Marti  der 
jung,  Haintz  Wüst  und  Bentz  Tienk. 

Dirr  brief  wart  geben  an  dem  fritag  in  der  osterwochun, 
do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenkundert  jar  fünfzig  jar  dar 
nach  im  sübenden  jar. 

Zwei  BundS.  Der  Schild  ist  mit  einem  schmalen  Querbalken  belegt , 
darüber  ein  Stern.  Ul:  f  S.  HVGONIS  •  DE  •  NVNEKE.  U 2:  f  S.  ALBERTI • 
40  DE  •  NVNEGCr. 

Württ.  Geechiclitsquellen  IX. 


23 


354 


1357. 


599 .  1357.  15.  April.  Mengen.  Johann  Stadelmaier 

Konventual  des  Klosters  zn  Mengen  quittiert  von  dem 
Kloster  Heiligkreuztal  20#  Haller  für  ein  Leibgeding 
erhalten  zu  haben. 

Ich  bruder  Johans  Stadelmaiger  conventuäl  dez  closters  ze  5 
Maengen  sant  Willhalms  orden  vergib  offenlicli  mit  disem  brieff,  daz 
mich  die  gaistlichen  frowen  diu  äpptissenn  und  der  convent  gmain- 
lichen  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  geweret  hänt  zwainzeg  pfund 
Haller  gar  und  gaentzlich  von  dez  lipdingdes  wegen,  daz  ich  von 
in  hett  und  daz  ich  in  ledig  gelassen  hän  umb  die  selben  zwainzeg  io 
pfund  Haller  (Auflassung).  Siegel:  mins  prior  insigel  dez  closters 
ze  Maengen.  Ich  bruder  Johans  Schiltung  ze  den  ziten  prior  dez 
closters  ze  Maengen  hän  minz  prior  amptz  insigel  gehenkt  an  disen 
brieff,  der  geben  ist  ze  Maengen  in  ünserm  closter,  do  man  zalt 
von  gottes  gebürt  driuzehenhundert  jär  und  fünffzeg  jär  dar  nach  in  u 
dem  sübenden  jar  ze  mittem  abrellen. 

ND:  A  domino  Johanne  dicto  Stadelmaiger  de  solutione  peccunie  nomine 
pratorum  wrwise  et  vedrangsrüti. 


Das  OvalS  des  Klosters  Mengen. 


600.  1357.  24.  Juni.  Hans  der  Blatzer  Heiligenpfleger  2] 

zu  Altheim  verkauft  an  Heiligkreuztal  zwei  Viertel 
Öl  Gelds  um  5  #  Haller. 

Ich  Hans  der  Blatzer  ze  den  ziten  der  hailigo  pfleger  ze  Alt¬ 
hain  vergich ,  daz  ich  mit  der  bürger  von  Althain  rat  gunst  und 
willen  der  aebbtissen  und  dem  convent  dez  gotshuss  ze  Hailigs- 
crütztal  han  geben  ze  kouffend  zwai  viertal  51  geltz  uss  dem  gut, 
daz  die  selben  frowa  vormals  kouflftun  umb  die  Itenhuser  daz  ze 
Althain  gelegen  ist,  da  ünsren  vor  genanten  hailigen  von  Althain 
zwai  viertal  51  geltz  järlich  ussgiengun  dü  och  versessen  sind 
etlich  nütz  du  zwai  vierertal  51  geltz.  Und  die  versessen  nütz 
han  ich  in  gegeben  umb  fünf  pfund  Haller  ( Quittung )  und  in  der 
hailigo  oflfenn  und  schinbärn  nütz  bewent,  und  lan  in  ir  güt  daz 
si  umb  die  Itenhuserer  kouftun,  ledig  und  fri  von  den  zwain  vier- 
taln  51  geltz  järlichs  und  och  von  den  übersessen  nützen,  also 
daz  ich  noch  ieman  anderr  von  der  hailigo  wegen  ze  Althain  si 
hat  an  ze  sprechend  weder  umb  gelt  noch  umb  nütz.  Siegle 
lüppriester  her  Cünrat  Luppf.  Ich  pfaf  Cünrat  Luppf  lüppriester 
ze  Althain  vergich,  daz  ich  durch  der  vor  genanto  hailigo  pfleger j 
von  Althain  bett  willen  min  insigel  han  gehenkt  an  disen  brief, 


1357. 


355 


der  geben  ivart  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzebenhundert 
jar  dar  nah  in  dem  sübenden  und  fünftzigostem  jar  an  sant  Johans 
tag  dez  töffers. 

Ein  OvalS.  Im  Bilde  ist  St.  Christopliorus.  U:  f  S.  C.  DCI  •  LYP  •  •  • 
5  D\  RVDLINGE  • 

601.  1357.  5.  Juli.  Heinz  und  Bet  Lussi  ergeben  sich 

mit  Leib  und  Gut  dem  Kloster  Heiligkreuztal. 

I  ch  Haintz  Lüssi  und  ich  Bet  sin  elichiu  husfrow  verjehin, 
daz  wir  mit  gesundem  lib  willeclich  und  gern  und  unbezwungenlich 
0  do  wir  ez  wol  getün  mohtun  uns  ergabun  und  ergeben  habin  an 
daz  gotzhus  ze  Hailigcrutztal  der  äbtissenn  und  dem  convent  ge- 
mainlich  dez  selben  gotzhus  und  iren  nahkomenden  ünser  lib  und 
alles  ünser  güt  daz  wir  habin,  kurtz  und  lang  gros  und  klain,  ez 
si  ligendes  ald  varendes  ald  wie  es  genant  ist.  Und  habin  daz 
5  dar  umb  getan,  daz  si  uns  die  pfründ  gennd  die  wil  wir  lebin 
(Zeremoniell).  Und  wenn  wir  ab  gangin  von  todes  wegen,  so  sol 
kain  unser  erb  noch  nieman  von  unsren  wegen  an  alles  daz  güt 
daz  unser  gewesen  ist  kain  reht  noh  ansprach  nümmer  han  noh 
gewinnen  in  dehainn  weg,  wan  es  alles  dem  gotzhus  beliben  sol 
!0  an  aller  menglichs  irrung  und  widerred.  Siegler:  graf  Eberhart 
von  Landow,  vogt  Gumbolt  vogt  der  herro  von  Wirtenberg,  her 
Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  und  her  Cünrat  kilch- 
herre  ze  Waltstetten  (S  anhängung)  wan  wir  hie  bi  gewesen  sigin 
und  es  üns  alles  kunt  und  ivissent  ist.  Hie  bi  ist  och  gewesen: 
>5  Ludwig  Wetzel  von  Andel  vingen  und  brüder  Cünrat  der  Klingler. 

Dir  [brief]  wart  geben  an  der  nahsten  midchtun  nah  sant 
Ulrichs  tag,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar 
:  fünfzig  jar  dar  nah  im  sübenden  jar. 

j  Alle  vier  S  sind  abgefallen.  Beschriebene  Pressein.  Zioei  sind  sicher 

jsO  aus  einer  Urkunde  geschnitten.  Vom  Text  ist  noch  zu  lesen:  Marhtal  gesessen 
vergib  ojfenlich  mit  disern  brief  für  mich  und  m[in]  .  .  .  .  ||  alder  hbrent  lesen, 
daz  ich  und  min  erben  reht  und  redlich  schuldig  sigin  und  geben  sulin  Gerlochen 
von  Stai[nhulwe  ?]  || .  .  .  gelüchen  hat  und  in  min  nutz  körnen  sint  und  sol  ich 
ald  min  erben  || 

15  602.  1357.  25.  Juli.  K.,  U.  und  J.  Grämlich  von  Pfullen- 

dorf  vertauschenElsbethNef  von  Markdorf  gegen  vier 
andere  Personen  an  Heiligkreuztal. 

Chunt  und  ze  wissend  si  getan  allen  den  die  disen  brief  lesend 
oder  hbrent  lesen,  daz  ich  Cünrat  Graemlich  amman  ze  Phullendorf 


356 


1357. 


Ülrich  und  Johans  Graemlieh  min  brüdern  vergehint a)  mit  disem  offenn 
brief y  daz  wir  mit  bedahtem  müt  und  mit  gütem  willen  gegeben 
habint  und  gebint  Elzbethen  Hansen  dez  Nefen  elich  fröwen  von 
Marchdorf  mit  iren  kinden  und  waz  nu  hinnan  hin  von  der  selben 
fröwen  kumt  die  zinsaer  warent  von  ünsern  altar  unserz  gotzhus  ze 
Inhart,  umb  ainen  rehten  redelichen  wehssei  der  abbetissenn  graeven 
von  Sultz  genant  und  dem  convent  gemainlichen  ze  Hailigencrütztale. 
Und  da  wider  hänt  si  lins  und  unseren  erben  verschriben  viere 
persone  und  menschen  die  hie  nach  geschribon  stänt:  Adelhait  die 
Naglerinen  gesessen  ze  Andelvingen  und  Cüntz  ir  sun,  dez  Bon-  i| 
landerz  wirtten  von  Riethusen  und  .  .  .  .b)  ir  sun  und  waz  nu 
fürbas  von  den  selben  fröwan  kumt,  alzo  daz  du  abbetissenn  und 
der  convent  und  aller  ir  nachchoment  sont  haben  und  messen  für 
aigen  die  Elzbethen  dez  Nefen  wirtin  von  Marchdorf  und  irü  drü 
kint  diu  si  ietzen  hett  und  waz  hinnan  hin  von  ir  kumt ,  du  untz 
her  gehöret  hänt  an  die  lütkilchen  ze  Inhart.  Wir  vor  genanten 
Graemliclien,  Cünrat,  Ülrich  und  Johans  gebrüdern  und  ünser  erben 
geben  disen  brief  besigelt  mit  minem  aigenem  insigel  gehenket  an 
disen  brief,  der  geben  ist  do  man  zalt  von  Gristez  gebürt  drü* 

zehenhundert  jar,  dar  nach  in  den  sibenden  und  fünfzigostem  jare 
an  sant  Jacobz  tage. 

Ein  Mund  S,  teilweise  zerstört. 

a)  So  der  Text.  —  b)  Für  den  Namen  ist  die  Lüche  offen. 


603.  1357.  29.  Novembe 

verkauft  Leute  zu  Friedin  gen 

200  U  Haller. 


GrafHeinrich  von  Ve  ringen 


an  Heiligkreuztal  um 


JE 


ir  graf  Hainrich  von  Veringen  und  wir  frow  Udelhilt 
sin  elicliü  wirtin  gräffin  von  Zoll*  und  wir  graf  Fridrich  von  Veringen 
ir  baider  sun  ürkündin,  daz  wir  gmainlich  und  unverschaidenlich 
ains  rechten  und  redlichen  koufs  ze  kouffent  gebin  habin  alles  daz 
wir  hetten  und  haben  mochten  ze  Fridigen  dem  dorf,  lüt  und  gilt 
vogtai  und  ällü  ünsrü  recht  du  wir  da  hettun  ald  haben  mochten 
mit  allen  nützen  und  rechten  als  wirs  her  bracht  habin,  der  äbb- 
tissen  und  dem  convent  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  allen 
iren  nachkomenden  umb  zwai  hundert  pfund  guter  und  gaber  Haller 
(Quittung).  Und  sint  dis  die  lüt  die  wir  in  ze  koutfent  habin  ge¬ 
geben:  Haintz  der  Ruhe  und  sin  wirtin  und  sinü  kint,  Cüntz  der 


1557. 


357 


Ruhe  sin  brüder,  Jutz  Lanprechtin  und  irü  kint,  Haintz  Künolt, 
Matz  Kunoltin  sin  swester  und  iru  kint,  Maechthilt  Eberlins  dez 
Maigers  wirtin  und  irü  kint,  Bentzen  des  Maigers  saligen  kint, 
Bentz  und  sinü  geswistergit ,  Cüntz  der  Maiginger,  Haintz  der 
5  Maiginger  sin  brüder,  Ruf  Egghart,  Cüntz  der  Otter  und  sind  ge¬ 
swistergit,  Jutz  Federlin  und  irü  kint,  Uli  der  Rek,  All  an  der  staig 
und  irü  kint,  Buggen  Bentzen  saligen  sun  Bentz,  Cüntz  der  Metzei, 
Allun  der  Bekinun  kint ,  Buk  Flek  und  sinü  geswistergit ,  Güt 
Maiserin  und  irü  kint,  All  Köllins  base  und  irü  kint,  Katherin 
)  Cüntzen  Buggen  suns  bas  und  irü  kint,  Ann  Haintzen  Buggen  suns 
b/is  und  irü  kint  und  Haintz  von  Unlengen,  und  all  die  lüt  die 
wir  da  gehebt  habin  die  da  sesshaft  sint  ald  dar  [zü]  gehorent, 
besücht  und  unbesücht  benempt  und  unbenempt.  Wir  sülin  och 
schaffind  sin,  daz  der  kouf  graf  Wolfrades  ünsers  suns  güter  will 
5  sige  und  och  des  verjehe  mit  sim  brief  in  jars  frist  den  frowen  von 
Hailigcrütal  ( Währschaft ).  Ze  bürgen  gesetzt:  hern  Brunn  von 
Hertenstain,  hern  Egghart  von  Rischach,  hern  Rüdolf  von  Rischach, 
hern  Wolf  von  Jüngingen,  Eberhart  von  Obrenstetten  und  Bentzen 
von  Hornstain  gesessen  ze  Büttelschiess  all  unverschaidenlich  mit 
)  der  beschaidenhait  und  gedingd,  ob  wir  die  frowa  iendert  irtin  ald 
geirret  wrdin  von  unsren  wegen  an  dem  kouf  lüten  güt  und  vogtai 
ald  iendert  anspraechig  wrrd  ald  ob  der  kouf  nit  gevertiget  wrd  von 
graf  Wolfrad  ünserm  sun  in  jars  frist  als  geschriben  ist,  so  haut 
si  ald  ir  nachkomenden  gwalt  und  recht  die  bürgen  ze  manent  mit 
5  ir  botten  ald  mit  iren  briefen  ald  mit  ir  selbs  libe  ze  hus  ze  hof 
ald  under  ougen.  Die  sont  denn  nach  der  manung  inr  aht  tagen 
den  nächsten  in  varn  gen  Maengen  gen  Rü düngen  ald  gen  Veringen, 
in  der  drier  stett  aini  weli  die  bürgen  denn  went  und  solen  da  laisten 
reht  und  gwonlich  giselschaft  (Einlager).  Und  sont  die  bürgen  ald  ir 
)  Verweser  uss  der  laistung  noch  von  der  bürgschaft  nit  ledig  werden, 

:  ee  daz  den  frowen  von  Hailigcrütztal  ald  iren  nachkomenden  uss 
i  gericht  und  gevertiget  wirt  dar  umb  si  gemant  hant.  Ersatzmann  dar 
nach  in  vierzehen  tagen  den  naechsten  als  der  err  was.  Si  hant  reht 
der  andro  bürgo  ainn  oder  me  ze  manent  (Lösung).  Siegler:  wir 
5  graf  Hainrich  von  Veringen  und  wir  frow  Udelhilt  graffin  von  Zoll’ 
und  wir  graf  Fridrich  von  Veringen  ir  sun.  Wir  die  bürgen:  ich 
Brun  von  Hertenstain,  ich  Egghart  von  Rischach,  ich  Rüdolf  von 
Rischach,  ich  Wolf  von  Jüngingen  ritter,  ich  Eberhart  von  Obren¬ 
stetten  und  ich  Bentz  von  Hornstain  gesessen  ze  Büttelschiess  ver- 
o  jeliin  (S  bekenntnis) . 


358 


1857  tS38. 


Der  [hrief]  tcart  geben  an  sunt  Andrem  abent  in  deiu  jar.  do 
man  :alt  n >w  Cristns  gebürt  drhrzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem 
habenden  und  titntVxi^ostem  jar. 

57):  Am  kod“  brief  von  Fritüren  von  güten  und  amt  rer  lüt  wegen 

Xcun  R undS.  L  Ikis  N  des  Cr  rufen  Heinrich  row  )Vn mgcn.  1Ki<  S 
der  Ordtim  Uddhild  con  Veringcn.  l'iw  {undeutliche*  T'ifnr  kBit  im  der 
Rechtem  dem  IVrwyw,  in  der  Linkem  den  undeutlichen  Zoller  Schild .  F: 

YDU.HU.DIS  •  OQHEHSSA  *  DE  •  YKR1XGS«  5.  Dms  S  des  Friedrich 
Vnringcn.  L  Du$  S  des  Rrun  rem  Hertemeteim :  Rest  derer  gtkrihmmten  Hirsch- 
stumme.  C;  f  S.  RRYN  <  D  *  •  ^  5  und  6  gehören  den '  Hgghmri  und  Rudidf 

com  Reischuch .  5.  m  Lbcrrnmpf.  b.  eu tf  dem  Helm  ein  nnrafcr« 

Uhm  -  HARDI  •  DK  •  RISPUACH  •  MIL1TIS.  C  bei  6:  f  S.  RYDOLFI  * 
PK  •  H8GBACB  *  AULITIS.  &  t  ist  zerfallen.  S  8  srigt  einen  stehenden  VegcL 
T:  f  &  KRKRHARD1  *  DK  •  OREKSTETEX.  v*  i>  über  Hrdhery  sc  krümmt* 
Hirschstmtgc.  V:  f  S.  BENEPkTl  •  DK  •  HÖRNST A1N. 


604.  158  S  ftung  eines  Jarzeits  Jungfran  Angness  wl 

Hwnstains  und  Anna  Hartserin  ab  ainer  trist?  dess  Schillings  brüel 
gement  ander  Hnnd erringen  gelegen.  Anno  13o$. 

RL  HdligkrtuHmK  Fd.  77 r.  5r.d&  Titel;  Ssitftuug. 

60*  >.  '  S.  Leibding  Graf  Eherharten  und  Graf  (Sonrad 

SoAiis  hetden  ton  Landau .  so  sh  Elisabeth*  sein  fliiiinH 
tochter  an  dem  gnet  >ue  Warnthal  II  h'bras  Haller  ro/t  der  Batstnben 
B  <slingen  und  andern  gsfetlen  mehr  gemacht  and  machgeents 

der  Samblnng  zue  #&cA  dienen  soll. 

RL  Hdh*kreu*i*l.  T\L  S85r.  XV.  ItK  Titel:  Leibümgen. 


000.  1358.  8.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  von  Heili 

krenztal  Greben  4  £  jährliche  n  G  elds  an  Anna  Mnrtieliu, 
au  Beil  ihre  Schwester  und  Katharina  toi  Hornstein, 
lauter  Klostertrauen  m  Heiligkreuztal. 

11'  ir  vro  Anna  von  Snhz  äptissen  ze  Hailigencriuztal  und  dt 
couvent  gemainlich  myekinK  das  wir  diu  vier  phunt  Haller  järlit 
gehz  diu  wir  koftont  umb  Hainrich  von  Rüningen  umb  vierzig  phunt 
Haller,  habiiit  geben  und gebuit  mit  dtseiu  briet  vro Annun Muraelliuiu 
und  vto  Renun  ir  swester  unsers  conventz  klostertrowen  «ad 
Chnratx  von  Homstain  und  vro  Annun  siner  elichen  wirtenn  kuulen, 
vro  Katheriuuti  du  ierx  unsers  conventz  klostertrow  ist  und  den  du 
noch  unsers  conventz  klostertrowa  wervlent  über  kurz  ald  Aber  1» 


1358. 


359 


Imit  sölicher  gedingt  und  beschaidenhait,  daz  dü  vro  Anna  Murtzellin 
und  vro  Ben  ir  swester  si  baid  die  wil  s  lebent  ald  dü  ain  ob 
diü  ander  enwär,  sont  der  vier  pkunt  Haller  geltz  zwai  messen  und 
in  nemen  die  wil  si  lebent.  Und  dez  her  Conratz  von  Hornstain 
5  und  vro  Annun  sin  er  wirtenn  kint  vro  Katherin  unsers  conventz 
klosterfrowe  und  die  noch  ünsers  conventz  klosterfrowa  werdend, 
sont  niessen  und  in  nemen  dü  andern  zwai  phunt  Haller  geltz  die 
wil  si  lebent.  Wenn  aber  diü  vro  Anne  Murtzellin  und  ir  swester 
vro  Ben  baid  sterbent,  so  sont  dez  her  Cünratz  von  Hornstain  und 
0  vro  Annun  kint  dü  denne  ünsers  conventz  klosterfrowa  sint,  dü  vier 
phunt  Haller  geltz  jarlich  niessen  gänzlich  niessen  und  in  nemen 
die  wil  ir  ainz  lebent  ist.  War  och,  ob  dez  Conratz  von  Hornstain 
und  vro  Annun  kint  Katherin  stürbe  e  ir  geswistergit  kains  ünsers 
conventz  klosterfrow  wrde  ald  ob  daz  beschehen  war  und  si  och 
5  sturbint  also  daz  der  kint  kains  ünser  conventz  klosterfrow  war, 
so  sont  dü  vier  phunt  Haller  geltz  vallen  gänzlich  an  vro  Annun 
Murzellinun  und  an  vro  Benun  ir  swester  ob  si  dennocht  lebent 
sint,  und  sont  si  niessen  und  in  nemen  alle  die  wil  und  ir  ainü 
lebent  ist.  Wenn  aber  si  baid  sterbent  und  och  dez  hern  Cünratz 
20  von  Hornstain  und  vro  Annun  kint  allü  sterbent  also  daz  ir  kains 
ünser  conventual  me  ist,  so  sont  dü  vier  phunt  Haller  geltz  zwai 
dienen  ünser  samnung  tisch  an  vro  Annun  und  vro  Benun  Mürtzel- 
linun  jarzit  und  dü  andern  zwai  an  her  Conratz  von  Hornstain 
und  vro  Annun  siner  wirtenn  jarzit  und  sol  man  die  jarzit  da  mit 
25  eweklich  began.  Und  weles  jars  die  jarzit  nit  begangen  wrdint  da 
vor  got  sig,  so  sont  diü  vier  phunt  Haller  dez  jars  vallen  an  sant 
Bläsin  ze  Grüningen,  da  her  Conrat  von  Hornstain  ist  gesessen. 
Siegler:  wir  vro  Anne  von  Sultz  aptissen  ze  Hailigcrütztal  und  der 
convent  dez  selben  gotzhüss. 

30  Der  [brief]  wart  geben  clo  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drü- 
I  zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  achtenden  und  fünzigsten  jar  an 
dein  obrosten  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 


607 .  1358.  21.  Januar.  Die  Heiligkreuztaler  Klosterfrau 

35  Anna  Gräfin  von  Sulz  bekommt  die  Nutzniessung  von 
einem  Acker  zu  Andelfingen  und  einem  Gut  zu  Altheim. 

Wir  frow  Anna  ze  den  ziten  abbtissen  und  der  convent  gmain- 
lich  des  gotzhüss  ze  Hailigscrütztal  verjehin,  daz  dü  gaistlich  frow 


360 


1358. 


frow  Anna  gräffin  von  Sultz  sol  han  und  niessen  ain  akker  den  sü 
kouft  umb  brüder  Cünrat  Aderlin  den  der  Spinnler  buvvet  von 
Andelfingen  und  ir  tail  d&z  gütz  das  sü  und  swester  Irmel  Varwenn 
kouftun  umb  Hansen  den  Schulthaissen  von  Rüdlingen  dar  uff  der 
Hatinger  ze  Althain  sitzet  und  ez  buvvet.  Den  akker  und  ir  halb-  5 
tail  des  gütz  sol  sü  han  und  niessen  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn 
sü  enwar,  so  sol  man  da  mit  ünserr  samnung  dienen  ze  tisch  an 
ir  järzitlichen  tag  und  sol  ir  jarzit  da  mit  eweklich  began. 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  ahtoden  jar  und  funftzigostem  10 
jar  an  sant  Agnesen  tag. 

ND:  Zu  miner  frown  von  Sultz  jarzit  ain  agker  ze  Andelfingen  und  ze 
Althain  ain  gut. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 


60S.  1358.  24.  Februar.  Das  Kloster  Heiligkreuztal  15 

verkauft  an  die  Grafen  Eberhard  und  Kon r ad  von 
Landau  ein  Gut  zu  Friedingen  um  200  &  Haller. 

i  W  ir  frow  Anna  von  Sultz  ze  den  ziten  abtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin,  daz  wir 
graff  Eberharten  von  Landow  und  graff  Cünraten  von  Landow  sim  2( 
sun  ritter  ains  rechten  und  redlichen  koufs  habin  gegeben  ze  kouffend  ; 
ünser  gut  ze  Fridingen  dem  dorf  daz  wir  koufft  habin  umb  graff 
Hainrich  von  Veringen,  vogtai  lüt  und  gut  mit  allen  nützen  und 
rechten  alz  ez  graff  Hainrich  von  Veringen  genossen  hat  und  her 
bracht  hat,  umb  zwai  hundert  pfund  guter  Haller  (Quittung).  Und  2i 
son  si  daz  gut  ze  Fridigen  niessen  und  han  zü  aim  lippding  ir 
baider  lib  die  wil  si  baid  sint  ald  der  ain  ob  der  ander  enwar 
(Währschaft).  Wenn  aber  si  baid  ensint  daz  gott  lang  wend,  so 
sol  daz  gut  ze  Fridigen  zü  aim  selgerat  und  zü  aim  almüsen  durch 
iro  und  iro  vordro  sei  liails  willen  ünserm  gotzhuss  ze  Hailigcrütz-  8 
tal  ledig  und  loss  sin  aun  aller  mänglichs  widerred  ald  ansprach 
von  iro  *  wegen.  Siegler :  wir  frow  Anna  von  Sultz  abbtissin  und 
der  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Dirr  brief  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristuss  gebürt 
drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  achtoden  und  funftzigostem  8 
jar  an  sant  Mathis  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 


1358. 


361 


609.  1358.  12.  März. 

,  Die  Grafen  Eberhard  und  Konrad  von  Landau  reversieren 

sich  über  das  Gut  zu  Friedingen  (vgl.  vorhergehende  Nr.)  gegenüber 
den  Frauen  zu  Heiligkreuztal.  Siegler:  die  Aussteller. 

5  Dirr  brieff  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 

drüzechenhundert  jär  dar  nach  in  dem  achtoden  und  fünftzigosten 
jär  an  sant  Gregorien  tag. 

XI):  Ain  abgeschrifft  über  der  von  Landouw  libding  ze  Frielingen. 

Ohne  S.  Auf  einem  gefalteten  Pergamentblatt  steht  links  eine  Abschrift 
.0  der  vorhergehenden  und  rechts  diese  Urkunde,  die  im  Original  nicht  erhalten 
ist.  Die  Abschriften  sind  von  einer  vielleicht  ein  Jahrhundert  jüngeren  Hand. 

610.  1358.  16.  März.  Klaus  der  Gerber  von  Riedlingen 
verkauft  an  Heiligkreuztal  11  s.  Haller  und  4  Hühner 

i  um  9  U  Haller. 

15  I  ch  Claus  der  Gärwer  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Katherin 
Schefoltin  sin  elichü  husfrö  vergehin ,  dciz  wir  der  äbtissenn  und 
dem  konvent  gemainlich  des  klösters  ze  Hayligcrützstal  und  iren 
nahkomenden  ze  köffend  geben  habin  ains  rehten  redlichen  köffes 
ayliff  Schilling*  güter  und  gaber  Haller  jarlichs  und  owiges  geltz  inen 
20  ald  iren  nahkomenden  allweg  und  allü  jar  uff  sant  Michels  tag  ze 
rihtend  und  ze  werend.  Und  gänt  die  ayliff  Schilling  Haller  jarlichs 
und  owigs  geltz  uss  Haintzen  des  Burgners  von  Althain  hus  und 
garten  ze  Althain  dem  dorf  gelegen  ob  dem  kilchoff  an  dem  gebüttel 
garten  und  zwai  herbsthür  und  zwai  vastnaht  hünr  umb  nun  pfunt 
25  guter  und  gaber  Haller  (Quittung).  Währschaft  nach  der  stett  reht 
ze  Rüdlingen.  Wir  der  amman  und  der  rät  der  stat  ze  Rüdlingen 
[haben]  ünser  aigen  gemain  stet  insigel  [ze]  zügnüst  gehenkt  an  disen 
brief,  der  geben  wart  an  dem  nähsten  fritag  nah  sant  Gregorien 

j  tag  in  dem  jar,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzenhenhundert  jar 
30  fünftzig*  jar  dar  nah  in  dem  ahtunden  jar. 

I  Vom  RundS  nur  noch  ein  kleiner  Rest. 


611.  1358.  21.  März.  Anna  Ränzin  die  alte  Äbtissin 

verfügt  über  ihre  Güter  und  Gülten. 

W  ir  frow  Anna  von  Sultz  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
35  convent  gmainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  du 
gaistlich  frow  frow  Anna  Rantzin  dü  alt  abbtissen  mit  ünserm  urlob 


362 


1358. 


gunst  und  gutem  willen  diss  nachgeschriben  güt  und  gelt  gekoufft 
hatt  und  gemachet  als  es  hie  verschriben  stat,  daz  och  sh  sol  niessen 
und  han  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  enist,  so  sol  da  mit 
beschehen  als  an  disem  brief  beschaiden  ist.  Dez  ersten  hat  sü: 
acht  Schilling  Haller  geltz  von  dem  Beller  ze  Hundersingen  und  von 
ainr  wise  du  lit  under  Buwenburg  in  dem  riet,  ain  pfunt  Haller 
und  zwen  Schilling  Haller  ze  Ertingen  uss  drin  wisen  die  koufft 
wrden  umb  Bentzen  den  Schmit,  ain  pfunt  Haller  ze  Enslingen  von 
dem  Yiltrescher,  drizehen  Schilling  Haller  von  Kempfen,  sechtzehen 
Schilling  Haller  ze  Althain  von  Haintzen  Hochgeruten  uss  ainr  wis 
und  uss  aim  garten,  vierzehen  Schilling  Haller  von  Gampain  ze 
Althain,  zehen  Schilling  Haller  von  ainr  juchart  und  von  aim  lendlin 
daz  drittail;  von  dem  Hatiger  ze  Althain  vierdhalb  pfunt  Haller, 
der  sont  drii  pfunt  werden  swester  Agnesun  von  Hodorf.  Und  waz 
über  dü  drü  pfunt  war,  daz  sol  mit  dem  gelt  allem  sament  dienun 
unsrer  samnung  ze  tisch  an  frow  Annun  Räntzinun  jartzit  wenn  sü 
enist.  Und  wenn  sü  enist,  so  sont  och  die  nach  geschriben  frowa 
han  von  ir  diss  nach  geschriben  güt  und  gelt  all  die  wil  si  sint 
als  hie  nach  beschaiden  ist:  swester  Agnes  von  Hodorf  sol  han 
drü  pfunt  Haller  geltz  von  dem  Hätinger  der  vierdhalb  pfunt  Haller 
sol.  Und  war  iutz  übrigs  über  dü  drü  pfunt,  daz  hört  zü  frow 
Annun  Rantzinun  jartzit.  Wenn  aber  Agnes  von  Hodorf  enist,  so 
sont  denn  dü  drü  pfunt  Haller  dü  sü  hett  genossen  och  vallen  anj 
die  jartzit.  Swester  Anna  Räntzin  ir  brüder  Rüdger  Rantzen  säligen 
tochter  sol  han  zehen  Schilling  Haller  geltz  ze  Grüningen  von  dem 
Offenhuser  und  drü  hünr  und  ain  viertal  aiger.  Und  wenn  sü  enist, 
so  sol  daz  gelt  och  vallen  an  frow  Annun  Rantzinun  jartzit.  Swester 
Anna  von  Hodorf  ir  swester  tochter  sol  han  ain  pfunt  Haller  geltz| 
uss  Haintzen  des  Goingers  huss  und  garten  ze  Althain.  Und  wen: 
dü  enist,  so  sol  daz  gelt  denn  och  vallen  an  frow  Annun  Räntzinu 
jartzit.  Swester  Clara  von  Wildenvels  ir  swester  tochter  und  sweste: 
Katherin  von  Hodorf  ir  swester  tochter  die  baid  sont  han  zwal 
malter  korns  und  ain  malter  habern  von  dem  Zimmerman  ze  Ens| 
lingen  und  vier  hünr  und  ain  viertal  aiger.  Und  wenn  dero  d 
ain  enist,  so  sol  ez  dü  ander  ainig  han  all  die  wil  sü  ist.  Wen 
aber  si  baid  ensint,  so  sol  daz  gelt  och  vallen  an  frowr  Annu 
Rantzinun  jartzit.  Swester  Agatha  Räntzin  ir  brüder  Hansen  Rantzei 
saligen  tochter  und  swester  Anna  Räntzin  und  der  swester  swesti 
Clara  Räntzin  ir  brüder  Ital  Rantzen  säligen  töchtra  die  dri  sont  ha 
ain  zehenden  ze  Enslingen,  wart  koufft  umb  fünftzig  pfund  Half 


1358. 


363 


umb  Bantzirn  von  Mengen,  und  anderhalb  juchart  agkers  liht  man 
mit  dem  zehenden.  Und  wenn  der  drier  aini  enist,  so  ist  ain 
drittail  dez  zehenden  und  agkers  ledig  zu  der  vor  genanten  jartzit. 
Und  wenn  dü  ander  enist,  so  sol  daz  ander  drittail  dez  zehenden 
5  und  agkers  och  ledig  der  vor  genanten  jartzit  [werden].  Und  wenn 
si  all  dri  ensint,  so  ist  der  zehend  und  der  agker  ledig  und  los  gantz- 
lich  zu  frow  Annun  Bäntzinun  jartzit.  Wir  noch  finser  nachkomenden 
enson  och  dirr  vor  genanter  gut  noch  gelt  enkains  niemmer  weder 
versetzen  noch  verkouffen  noch  in  kain  weg  anders  verendern  denn 
10  daz  man  die  jartzit  da  mit  sol  eweklich  began  als  vor  geschriben 
ist.  Siegler:  wir  frow  Anna  abbtissen  und  der  convent  dez  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal. 

Dirr  brief  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  achtoden  und  fünftzigostem  jar 
15  an  sant  Benedicten  tag. 

ND :  Zu  der  Eäntzinun  jarzit  frow  Annun  V  libre  Haller  —  und  daz  gät 
von  menger  hant  gutin  alz  der  brief  alz  der  wol  erzelen  kan. 

Zwei  S  der  Abtissinlund  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 


612 .  1358.  11.  Juni.  Heiligkreuztal.  Äbtissin  und  Kon- 
20  ve  nt  von  Heiligkreuztal  geben  der  Kl  oster  fr  au  Adelheid 
von  Mu n de rkin gen  verschiedene  Gülten  alsLeibgeding. 

W  ir  frow  Anne  abtissen  ze  Hailigcrütztal  und  graven  von 
Siiltz  und  der  convent  gemainlich  des  selben  closterz  vergehen,  das 
wir  habin  gelopt  ünd  geloben  mit  disem  brief  an  dri  Haller  fiunf 
25  Schilling  Haller,  die  uns  der  Schwartz  der  ze  Herbrehtingen  ist 
gesessen  järlichs  git  find  gant  usser  der  biunde  diu  in  der  Wildinun 
hof  höret,  find  zwelf  Schilling  Haller  die  järlichs  gant  von  der  wise 
diu  an  Ertinger  wäg  lit  find  von  dem  zehenden  der  usser  des  Tal- 
i  maierz  brül  gät  des  selis  mansmat  ist  und  höret  in  die  selben  wisa 
30  und  och  ailf  Schilling*  Haller  find  zwai  herbst  hünre  find  zwai 
vaschenaht  hünre ,  die  järlichs  gant  von  ünserm  garten  und  von 
ainer  hofstat  die  wir  baide  koften  ümb  Clausen  den  Gärwär  von 
Althain  und  in  dem  selben  dorf  sint  gelegen  und  och  iezunt  Hain- 
rich  der  Burnner  inne  hat  find  och  dar  uff  sitzet,  järlichs  ze  gende 
35  frow  Adelhait  von  Mundercliingen  ünser  closter  fröwen  ainer  zu 
ainem  rehten  libdingen  die  wil  siü  lebt,  mit  sollicheni  gedinge  swenn 
siu  von  dirre  weit  geschaidet,  das  man  dar  näh  mit  dem  gelt  sol 
begän  frow  Katlierinun  der  Wortwinun  wilunt  unser  closterfröwen 


364 


1358. 


järzit  das  järlichs  vallet  dri  tag  vor  sant  Nycolaus  tag,  mit  win 
ünserm  convent  in  das  revender  über  tische,  and  och  Cünratz  Arnnoltz 
ains  burgerz  von  Rüdelingen  jarzit  das  och  järlichs  kunt  und  och 
vallet  an  des  hailig  crütz  tag  als  es  erhebt  wart,  mit  win  ünserm 
convent  ze  gende  über  tische  alz  da  vor  stot  gescriben.  Siegler:  5 
wir  abtissenn  und  convent  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  ist  geben  in  ünserm  closter  ze  Hailigcrütztal,  clo  ' 
man  von  Christes  gebürt  zalt  driuzehen  hundert  und  ahtiu  und  fiunf- 
zig  jar  an  sant  Barnnabas  tag  des  hailigen  zwelf  bötten. 

NB:  Zu  der  cüstrinun  von  Mundrichingen  jarzit  —  von  Herbrechtingen.  10 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 

613.  1358.  28.  Juni.  Abtissin  und  Kon vent  von  Heilig-  f 

kreuztal  beurkunden  die  Jahr zeitstiftung  der  Kloster¬ 
frau  Irmengard  der  Knoblochin. 

\W\ir  frö  Ann  graven  von  Sultz  aebtissen  dez  closters  ze  15 
Hayligencrütztal  und  der  covent  gemainlich  vergehin ,  daz  wir  ge- 
urlobot  habin  frö  Irmengart  der  Knoblochinun ,  daz  sü  die  ägker 
die  da  köft  wrden  um  Hansen  den  Blazzer  und  um  Elysabethun  sin 
elichun  wirtenn  um  drüzehen  phund  Haller  guter  und  gnemer, 
da  die  selben  agker  scwester  Adelhayt  dü  Süterin  und  scwester  2< 
Adelhayt  von  Gundelvingen  bayd  niesen  sont  die  wil  si  lebend.  1 
Und  da  nach  nach  ir  bayder  tod  so  sol  man  der  Knoblochinun 
jarzit  da  mit  begän.  Wir  verjegen  noch  me,  daz  wir  ir  füro  ge- 
urlobot  habin  ain  pfund  geltz ,  daz  och  scwester  Irmengart  dü 
Knoblochin  gekofet  haut  um  die  von  Göffingen  salgun  dü  ze  Grü-  2 
ningen  gesessen  waz,  daz  dü  aegker  und  daz  phund  geltz  nach 
ir  tod  an  die  jarzita  sol  vallen.  Und  sol  man  allewend  ir  jarzit 
begaun  uf  den  tag  az  sant  Johans  enthöptot  wart.  Siegler:  wir 
frö  Ann  gravenn  von  Sultz  ietz  aebtissenn  und  der  convent  ge- 
mainlich.  3 

Diser  brief  tvard  gegeben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt 
drüzehundert  und  fünftzig  jar  dar  nach  in  dem  ahtenden  jar  an 
sand  Peters  abend  dez  zwelfbotten. 

NB:  Zu  der  Knoblichinun  jarzit  zwai  pfunt  Haller  ains  uss  Atzen  gut 
von  Rüdlingen  und  ains  von  der  von  Göffingen  güten  ze  Gruningen  gesessen,  i 

Von  den  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal  sind 
nur  Beste  erhalten. 


1358. 


365 


614.  1358.  10.  August.  Lutfried  Lupf  von  Riedlingen 

zahlt  1  #  Haller  jährlichen  Gelds  an  Margareta  Metz¬ 
gerin  von  Munderkingen  und  ihre  Töchter  Gret  und 
Bet  Klosterfrauen  zu  Heiligkreuztal  anstatt  an  das 
5  Kloster  Beben  hausen. 

\l\ch  Lütfrid  Lupf  burger  ze  Rüdlingen  vergihe,  daz  mich  der 
appt  und  der  konvent  gemainlich  des  gotzhus  ze  Bebenhusen  umb 
daz  pfunt  geltz  daz  ich  ald  min  erben  inen  ald  iren  nahkomenden 
järlich  rillten  soltin,  gestössen  händ  an  fro  Margaretün  Metzgerinun 
0  von  Mundrichingen  an  Greitün  und  an  Beitün  ieri  tohtra  klöster 
fröwa  ze  Hayligcrütztal  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd,  daz 
ich  ald  min  erben  den  selben  fröwen  allü  jar  die  wile  si  lebend 
uff  sant  Michels  tag  rihten  und  weren  süllin  ain  pfunt  güter  und 
gäber  Haller  uss  miner  wis  du  in  Nüfringer  riet  gelegen  ist,  dü 
5  min  und  Hansen  des  Schulthaissen  säligen  elicher  husfröwen  gemain 
ist.  Und  wenn  si  ensind  von  todes  wegen  daz  got  lang  behüt,  so 
sol  daz  pfunt  Haller  geltz  vallen  an  den  tisch  der  samlung  ze 
Hayligcrütztal  an  min  und  miner  erbo  widerred.  Siegler:  der 
Aussteller  und  Hans  von  Andelfingen  amman  ze  Rüdlingen.  Ich 
>0  Hans  von  Andelfingen  vergihe  (S  anhängung) . 

\  Der  [brief]  ivart  geben  an  sant  Laren cis  tag  in  dem  jar ,  do 

man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  fünftzig  jar  dar  nach 
in  dem  ahtünden  jar. 

ND :  Zu  der  Metzgerinun  jarzit  1  libra  Haller  von  Lütfrid  Lupfen  von 
25  Rüdlingen. 

Zwei  RundS.  Das  eine  ist  das  S  des  Lutfried  Lupf:  drei  Vogelbeine 
über  einem  Dreiberg ,  U:  f  S.  LVTFRIDI  •  DICTI  •  LVTFFEN.  Das  andere  ist 
das  S  des  Hans  von  Andelfingen:  Mannskopf  mit  gehörnter  Kappe ,  U:  f  S\ 
IOHlS  •  D\  ANDELVINGEN. 

j*ö  615.  1358.  10.  August.1) 

Wolf  von  Mägenbüch  ze  Meringen  gesessen  verkauft  an  Adel- 
haiten  herr  Hainrich  saligen  von  Rischach elicher  husfröwün  und 
iren  erben  ain  sehtzehenden  tail  dez  laygen  zehenden  ze  Pflümarn 
umb  viertzig  pfunt  güter  und  gäber  Haller. 

35  Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Lärencis  tag  in  dem  jar ,  do 
man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  fünftzig  jar  dar 
näch  in  dem  ahtünden  jar. 

Das  S  des  Wolf  von  Magenbuch  ist  abgefallen. 


366 


1358. 


*)  1350.  Kaufbrief  von  Wolfen  von  Magenbüch  umb  den 
16ten  thail  dess  zehenden  zue  Pflomern  Frau  Adelhait  von  Frejberg 
umb  40  lib.  Haller  zu  khauffen  geben .  Anno  1350 . 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  159r,  Nr.  10,  Titel  Kauff  brieff :  ist  sehr  wahr - 
scheinlich  damit  identisch. 


616 .  1358.  1.  September.  Ve ringen.  Willa  genannt 

SchultheissinvonVeringengibtihrerTochterAdelheid 
und  der  Eisbet  Pfisterin  ihrer  Schwester  ein  Gut  zu 

Ineringen,  das  später  Heiligkreuztal  zufällt. 

\I\ch  Willa  genant  Schulthaissin  ain  burgerin  ze  Veringen  l 
vergib ,  daz  ich  mit  gunst  aller  miner  erbo  und  mit  bedahtem  mut 
geben  lian  Adelhait  miner  elicher  tohter  und  Elssbett  phisterin 
Walthers  phisters  tohter  und  min  elichü  swester  ain  gut  gelegen  ze 
Ineringen,  daz  ich  kouffet  umb  Cunrat  und  Johans  Vierdung  ge- 
brftder  für  ain  fries  aigen  von  dem  jarglich  gevallet  zw^aintzig 
scoffel  korns,  fünftzehen  Schilling  Haller  und  ander  gült  als  hie  nauch 
geschriben  staut.  Des  ersten  git  Hainrich  der  Hegger  ain  malter 
roggen,  ain  malter  veso  und  ain  malter  habern,  fünf  Schilling  Haller, 
ain  viertal  aiger,  zway  honr  und  zwo  schulterra.  So  git  Hainrich 
der  Rühinen  sun  bi  dem  brunnea)  zwen  scoffel  veso,  ain  schoffel 
roggen,  dri  schoffel  habern,  fünf  Schilling  Haller,  ain  halp  viertal 
aiger,  zwai  höner  und  ain  schulterren.  So  git  Johans  Sturmli  zwen 
schoffel  veso,  zwen  schoffel  habern.  So  git  ainer  haisset  Vascansi(P) 
zwen  Schilling  Haller  und  zway  honr;  und  der  Walh  dri  Schilling 
Haller  und  och  zwai  hörn  (!)  uss  dez  hafners  gesäss  —  also  beschaiden- 
lich  daz  si  daz  selb  gut  niessen  sond  nauch  minem  tod  die  wil  si 
lebend.  Und  wenne  aber  si  und  och  ich  nit  ensind  von  todes  wegen 
daz  got  lang  wend,  so  sol  daz  selb  güt  mit  aller  zügehörd  dienen 
und  werden  miner  suns  kind  ainem,  ob  ir  aines  zu  in  kam  in  daz 
closter  und  den  orden  mit  in  hielt.  Beschiht  aber  das  nit  daz 
miner  suns  kind  aines  zti  kumpt,  so  sol  daz  egenempt  güt  mit 
allen  nützen  rehten  und  zügehörden  vallen  und  dienen  an  den  tisch 
ze  Hailigencrütal,  da  min  egenantiu  tohter  und  swester  coventual  in 
sint  und  so  si  denne  da  von  zwiro  in  dem  jar  unser  jargzit  begän 
als  hie  beschriben  ist  uff  sant  Frantziscons  tag  und  uff  sant 
Urbans  tag  und  ze  ietwederem  zil  so  sol  dem  covent  daz  gelt  halbes 
über  tisch  ze  ainem  jarzit  an  gevärd  gerillt  werden.  Ouch  ist  ze 
wissen,  waer  ob  si  daz  über  sassind  daz  si  zwai  jar  nauch  enander 
gevarlichen  die  jarzit  nit  begienend,  sol  diz  gemachd  nit  kraflft  hän 


1358. 


367 


wan  daz  daz  gut  vallen  und  werden  sol  unseren  nehsten  erben. 
Daz  diz  war  und  staet  belib ,  so  gib  ich  in  und  dem  closter  ze 
Hailigencrülta(!),  da  si  coventual  in  sind  disen  brief  besigelt  mit  der 
stette  insigel  ze  Yeringen.  Wir  der  schulthaiss  der  rät  und  och 
>  die  burger  gemailich  ze  Veringen  henken  unser  stette  insigel  an 
disen  brief.  Wir  frow  Anna  äbtissen  und  der  covent  gemainlich 
ze  Hailigencrütztal  vergehon  och  an  disem  brief,  wenne  wir  zway 
jar  über  fürind  daz  wir  nit  tatind  als  vor  geschriben  ist,  so  ist  daz 
güt  von  uns  ledig  gar  an  alle  ansprauch.  Siegel:  unser  covent 
)  insigel  zu  der  stette  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Yeringen,  da  von  Cristes  gebürt  warend 
drutzehenhundert  jar  ahtu  und  fünftzig  jar  an  sant  Yeronen  tag. 

FÜB.  V ,  Nr.  340,  3. 

Zwei  Bund  S  der  Stadt  Veringen  and  des  Konvents  von  Heiligkreuztal.  Beide 
3  S  hängen  an  mit  hebräischen  Buchstaben  beschriebenen  Pressein.  Auf  der  ersten 
steht :  rotsn  DT>(?n  —  erinnert  an  Psalm  18, 12.  Auf  der  andern  Seite:  tTfcO 
rrmDtMt,  das  vielleicht  Threni  2, 19  entnommen  ist.  Auf  der  zuzeiten  Presset 
steht  eine  kleinere  Schrift. 

a)  Steht  auf  Basur. 


0  617.  1358.  25.  September.  Klaus  der  Lodweber  zu 

Riedlingen  und  sein  Weib  Gr  et  verkaufen  an  Heilig- 
kreuztal  10  s.  Haller  jährlichen  Gelds  um  8  U  Haller. 

\I\ch  Cläs  der  Lodweber  burger  ze  Rüdlingen  und  ich  Greit 
sin  elichü  husfrö  vergehin ,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen  köffs 
5  ze  köffent  geben  habin  der  abtissenn  und  dem  konvent  gemainlich 
des  gotzhus  ze  Hayligcrützstall  und  iren  nahkomenden  zehen  Schilling 
güter  Haller  jarlichs  geltz,  die  wir  kofften  umb  Hansen  den  Rühen 
:  bürgern  ze  Rüdlingen  und  Angnesun  sin  elichi  husfröwen  uss  ainer 
i  wis,  der  diu  zwaitail  ainer  mansmat  ist  gelegen  vor  dem  wilertür 
0  im  brügel,  ainhalb  an  des  Schürers  aker,  anderhalb  an  Haintzen 
Stainibains  wis,  und  uss  aim  garten  lit  ainhalb  an  sant  Gerien 
garten  anderhalb  an  der  siecho  garten.  Und  ist  der  köflf  beschehen 
umb  aht  pfünt  güter  und  gaber  Haller  (Quittung).  Und  süllin  wir 
ald  ünser  erben  den  gaistlichen  fröwen  und  iren  nahkomenden 
•5  die  zehen  Schilling  Haller  geltz  allü  jar  rihten  und  gen  uff  sant 
Michels  tag  an  widerred.  Währschaft  nach  der  stett  reht  ze  Rüd¬ 
lingen.  Dirr  ding  sint  gezüg :  Hans  von  Andelfingen  amman 


368 


1358. 


ze  Rüdlingen,  Dietrich  von  Büningen,  Hainrich  Luppf,  Cünrat  von 
Andelfingen,  Cünrat  der  Kappeller,  Wolf  der  Sachs  und  anderr. 
Siegler:  der  amman  und  der  rät  der  stat  ze  Rüdlingen. 

Der  [brief]  ivart  geben  an  dem  nähsten  zinstag  vor  sant 
Michels  tag  in  dem  ja r ,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenliundert 
jar  fünftzig  jar  dar  nach  in  dem  ahtunden  jar. 

Vom  BundS  der  Stadt  Biedlingen  nur  noch  ein  Best  erhalten. 


618.  1358.  29.  September.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  erlauben  ihrer  Kl  oster  fr  au  der  Bet 
Metzgerin  von  Munderkingen  eine  jährliche  Nutzung 
von  5 x/2  U  Haller. 

|  W\ir  frö  Ann  gräfenn  von  Sultz  ze  den  ziten  von  gottes  gnaden 
äbtissenn  ze  Hayligcrützstal  und  wir  der  convent  gemainlich  des 
selben  klösters  vergehin ,  daz  Schwester  Beitt  Metzgärin  von  Münd- 
richingen  Schwester  ünsers  conventz  mit  ünserm  urlob  liaissen  günst 
und  gütem  willen  niessen  sol  alle  die  wil  sü  lebt  sehthalb  pfunt 
Haller  die  man  ir  järlich  rihten  und  gen  sol  uff  sant  Michels  tag 
uss  dem  hof  der  üns  stät  von  den  von  Jungingen.  Und  wenn  sü 
enist  von  todes  wegen,  so  sol  man  mit  den  selben  sehthalb  pfunt 
Haller  geltz  järlichs  ir  vatter  säligen  Cünrat  des  Metzgers  und  ir 
müter  saligen  Margareitün  jartzit  eweclich  begän  und  sol  da  mit 
ünserm  samlung  ze  tisch  dienen  an  ir  järtzitlichem  tag.  War  aber 
ob  die  von  Jungingen  den  hof  lüstin  als  si  in  gewalt  händ  ze  lösent, 
so  süllin  wir  ald  unser  nahkomenden  die  Schwester  Beitün  ald  die 
jartzitpflegerina  ob  sü  enwär  an  anderm  gewissem  gelt  bewisen  der 
sehthalb  pfund  Haller  geltz  ald  aber  inen  gen  fünftzig  pfunt  und 
fünf  pfunt  güter  und  gaber  Haller  vor  sant  Gferien  tag.  Wän  wir 
ald  unser  nahkomenden  des  nit  tatin,  so  warin  wir  des  geltz  desl 
selben  jars  vervallen,  welhes  jars  öch  wir  ald  ünser  nahkomenden 
die  jartzit  nit  begiengin  nach  der  Schwester  Beitün  tod  mit  den| 
sehthalb  pfunden  Hallern  geltz,  ald  mit  den  nützen  des  gütz  da: 
umb  dü  fünf  und  fünftzig  pfund  Haller  köft  würd,  ob  daz  gel 
gelöset  würd,  so  sol  daz  gelt  ald  die  nütz  des  selben  jars  vervallei 
sin  dem  gotzhus  gen  Salmanswiler.  Siegler:  wir  dü  frö  An: 
gräfenn  von  Sültz  äbtissenn  ze  Hayligcrützstal  und  wir  der  conveni 
gemainlich  des  selben  clösters. 


1358. 


869 


Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Michels  tag  in  dem  jar ,  do 
man  zalt  von  gottes  gebürt  druzehenliundert  jar  fünftzig  jar  dar  nach 
im  ahtunden  jar. 

NB:  Zu  der  Metzgerinun  jarzit  VI  libre  von  der  von  Jungingen  hof. 

5  Zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konvents  von  Heilighreuztdl. 

619 .  1358.  29.  Oktober.  Wernz Lutr am  von  Herb  ertingen 
verkauft  an  Heilig kreuztal  eine  Wiese  zu  Herbertingen 

um  18  Haller. 

\A\llen  .  .  künd  ich  Werncz  Lütran  von  Herbrehtingen  für  mich 
io  und  minen  brüder  den  Brengenczzer  und  für  alle  min  erben,  daz 
ich  ze  köffend  geben  han  min  wisse,  die  ze  Herbrehtingen  gelegen 
ist  an  dem  bache  gen  dem  tergerdlin  henab ,  und  han  die  selbe 
wisse  ze  köffend  geben  den  fröwen  von  Hailigchrüstal  gemainlich 
der  samlung  an  den  tissch,  und  han  in  die  selben  wise  gegeben 
5  um  ahzehen  phunt  Haller  güter  und  gab  er  (Quittung,  Währschaft) 
und  han  in  die  selben  wisse  geben  für  ain  rehts  fryes  aygen.  Ich 
Walcz  am  angel  und  ich  Concz  Mahtihlt  der  Heldinun  elicher  sun 
und  ich  der  Bregentzzer  Wernczzen  Lütrans  brüder  verziehen  uns 
aller  der  ansprach  und  wir  ie  gewonnen  oder  fürbas  gewinnen 
>0  möhtin  zü  der  selben  wise  durch  liebi  die  wir  haben  zu  dem 
egenanten  Wernhern.  Ich  Wernhern(!)  sol  och  der  gaistlich  fröwen 
vertegen  und  verston  dise  wiss  jar  und  tag  nach  dem  rehten.  Py 
disem  hoff  sint  gewesen:  dez  ersten  phaff  Albreht  von  Nüwnegge 

lüpriester  ze  Herbrehtingen,  Albreht  von  Nüwnegg  kiricherre  ze 
>5  Herbrehtingen,  Walther  von  Büren,  bayd  Held,  Albreht  Straiff, 
Clauss  der  wirt,  H.  Sopp,  C.  Marti  und  ander.  Won  ich  nu  vor 
|  genanter  Werber  aygens  insigels  nit  enhan,  so  gib  ich  in  disen 
brieff  versigelt  mit  Albrehtz  ynsigel  von  Nüwnegg  kiriclierren  ze 
Herbrehtingen  und  Waltherz  ynsigel  von  Büren. 
jJO  Datum  anno  domini  MCCCLVIII  feria  II  ante  diem  omnium 
sanctorum. 

Zwei  Kund  S.  Siegler  sind  Albrecht  von  Neuneck  und  Walther  von  Beuren. 

620 .  1358.  6.  Dezember.  Ritter  Konrad  von  Horn¬ 

stein  zu  Grüningen  verkauft  an  Heiligkreuz tal  sieben 

35  Juchart  Ackers  und  einen  Garten  um  81  U  Haller. 

\l\ch  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  und 
ich  Hans  und  Cünrat  von  Hornstain  sin  sün  vergehin,  daz  wir  der 

;  Württ.  Geschichtsquellen  IX.  24 


370 


1358. 


äbtissenn  und  dem  konvent  gemainlich  des  gotzhus  ze  Hayligcrütz- 
stal  und  allen  iren  nahkomenden  ze  köffent  liabin  geben  ains  rehten 
und  redlichen  köffs  in  alle  wis  als  es  kraft  und  mäht  haben  sol 
und  mag  süben  juchart  akers  die  hie  nach  geschriben  stänt  und 
die  reht  aigen  sint.  Dez  ersten  ain  lant  lit  hinder  der  stat  ainhalb 
an  der  Lodweberinün  aker  und  anderhalb  an  Wäkerlins  aker.  Und 
ain  gart  lit  zwischen  Rufen  des  Maygers  garten  und  der  Schulth[aissin] 
garten.  Und  ain  lant  lit  ennend  der  hersträss  an  Höwenschiltz 
aker  und  an  der  Wägellerinun  aker.  Und  ain  lant  lit  an  der  öw 
an  Dieln  Rüprehtz  aker.  Und  ain  lant  uff  den  laingrüben  an 
Hansen  von  Andelfingen  ammans  ze  Endlingen  aker.  Und  ain  aker 
lit  ainhalb  an  Hermans  des  Ulmars  aker  und  anderhalb  an  ains 
aker  von  Hulfstetten.  Und  ain  lant  strekt  uf  die  garten  zwischen 
Hansen  von  Andelfingens  ammans  ze  Rüdlingen  akern.  Und  ain 
lant  lit  an  Hermans  des  Ulmars  aker.  Und  ain  juchart  uff  der 
Sintzenrüti  an  der  Hüberinun  aker.  Und  ain  ger  lit  ainhalb  an 
Haintzen  Satzlins  aker  und  anderhalb  an  Haringmans  aker.  Und 
ain  juchart  akers  lit  ainhalb  an  Wäkerlins  aker  und  anderhalb  an 
Haintzen  von  Enslingen  des  Webers  aker.  Und  ain  lant  lit  in  der 
mergisöw  an  der  Schulthfaissin]  aker.  Und  ist  der  köf  beschehen 
umb  ains  und  ahtzig  pfunt  guter  und  gaber  Haller  (Quittung),  Und 
wrdin  die  vor  genanten  süben  juchart  akers  und  der  gart  iena 
ansprachig  .  .  .  (Auflassung).  Und  umb  die  vertgüng  habin  wir  den 
fröwen  ze  bürgen  gesetzt:  herr  Brün  von  Hertenstain  ritter  ze 
Tögendorf  gesessen,  Hansen  von  Hornstain  ze  Geffingen  gesessen, 
Hansen  von  Andelfingen  amman  ze  Rüdlingen  und  Wolfen  den  Sachs 
bürgern  ze  Rüdlingen  alle  unverschaidenlich  mit  der  beschaidenhait 
und  gedingd:  vertgtin  und  versprächin  wir  ald  ünser  erben  inen 
ald  iren  nahkomenden  nit  die  süben  juchart  akers  und  den  garten 
nach  dem  rehten  als  vor  geschriben  ist,  so  liant  si  ald  ir  nahkomenden 
gewalt  und  güt  reht  die  bürgen  ze  manind  ze  hus  ze  hof  ald  under 
ögen  mit  botten  mit  briefen  ald  selber.  Und  die  sont  denn  in  aht 
tagen  den  nahsten  nach  der  manüng  invarn  gen  Rüdlingen  ald  gen 
Mengen  in  der  zwaiger  stett  ain  in  weli  die  bürgen  wend  und 
sont  da  laisten  reht  und  gewonlich  giselschaft  (Einlager)  mit  aim 
pfärit.  Ersatzmann  in  den  nahsten  viertzehen  tagen,  wenn  wir 
ald  ünser  erben  von  inen  ald  iren  nahkomenden  mit  botten  mit 
briefen  ze  hus  ze  hof  ald  under  ögen  ermant  werdin.  Si  hant  güt  reht 
der  belibno  bürgo  zwen  ze  manind  weli  si  wend.  Brach  der  insigelj 
ains  ald  mer  ald  würd  an  disen  brief  nit  gehenkt  ald  würd  miss 


1358. 


371 


kert,  daz  sol  der  abtissenn  dem  konvent  gemainlich  des  gotzhus 
ze  Hayligcrützstal  noch  iren  nahkomenden  noch  disem  brief  kain 
schad  sin  (Lösung),  Siegler:  wir  Cünrat  von  Hornstain  ritter, 
Hans  und  Cünrat  sini  sün.  Wir  die  vor  gnanten  bürgen  yergehin 
5  (Sbelcenntnis). 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Nycoläs  tag  in  dem  jar,  do 
man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  fünftzig  jar  dar  nach 
im  ahtunden  jar. 

NB:  Ain  kouf  brief  umb  süben  juchart  agkers  und  umb  ain  garten. 
Umb  herr  Cünrat  von  Hornstain  von  Grüningen  gelegen  in  Rüdlinger  eschen. 

Von  7  S  sind  5  ganz  oder  teilweise  erhalten ;  1 ,  5  sind  fast  ganz  ver¬ 
loren ,  4,  6  ganz .  Bie  3  ersten  ersten  waren  Hornsteiner  S,  das  siebente  ist  das 
des  Wrolf  Sachs  von  Riedlingen.  Ein  rechtshin  aufgerichteter  Hund.  U:  f  S. 
WOLFGA  •  DCI  •  SACHS  •  D\  RVDLIGE  • 


5  621,  1358.  6.  Dezember.  Wernz  Truz  von  Herbertingen 
und  sein  Weib  verkaufen  an  die  Heiligkreuztaler 
Klosterfrau  die  Wildin  von  Mengen  drei  Mannsmahd 
Wiesen  um  7x/2  U  Haller. 

Ä'.llen  .  .  [künd  ich] ,  daz  ich  Werncz  Drücz  von  Her- 
!0  brehtingen  und  ich  Margarekt  Drüczzin  Wernczen  Trüzen  elichü 
busfrow  verköfft  habin  unser  wisen ,  die  ze  Herbrehtingen  ge¬ 
legen  sint  der  drü  mansmat  sint  und  an  drien  stukken  gelegen 
sint,  da  daz  ain  anwandet  uff  den  prügel  den  ir  vor  geköft  hant 
um  Wernzen  Lütran.  Daz  ander  stozet  an  die  Erystorferinun  die 
<5  der  Held  ist  von  Herbrehtingen,  daz  dryt  uff  dem  Mengerstyg  und 
stozet  an  die  Hundersinger  gassen,  und  habind  die  wissen  geben 
:  der  Wildinun  von  Mengen  fröwen  ze  Haylicrüzstal  dar  nach  dem 
,  convent  gemainlich  dez  selben  gotzbuss  um  ahtenhalpp  pfunt  Haller 
guter  und  gaber  (Quittung).  Wir  yergehin  och,  daz  wir  in  die 
10  wisen  geben  habin  für  ain  fryge  reht  und  redlich  aygen.  Wir  süllin 
ir  och  die  selben  verstoin  für  ain  fry  aygen  jar  und  tag  nah  dem 
rehten  an  allen  den  stetten  da  ez  ansprähig  würd.  Won  ich  vor 
genanter  Wernher  nu  aygenes  ynsigels  nit  enhan,  so  han  ich  ge- 
betten  mini  lieber  herren  hern  Albreht  von  Nüwnegg  kiricherren  ze 
85  Herbrehtingen  und  Walthern  von  Büren,  daz  si  irü  ynsigel  an  disen 
brieff  gehenket  hant.  Diz  kbffes  sint  geztig:  dez  ersten  pfatf 


372 


1358-1359. 


Albrelit  von  Nfiwnegg  pfarrer  ze  Herbrehtingen,  Albrebt  von  Nuwnegg, 
Waltberr  von  Buren,  Concz  und  Bugs  die  Held  und  ander. 

Datum  anno  domini  MCCCLVIII  feria  V  ante  Lucie  virginis. 
Ztvei  BundS.  Das  eine  ist  das  des  Albrecht  von  Neuneck;  das  andere 
das  des  Walther  von  Beuren. 


622.  1358.  7.  Dezember.  Albrecht  Hannenbitz,  sein 

Weib  Gut  und  sein  Sohn  Albrecht  vermachen  an  Heilig¬ 
kreuztal  einen  Hof  zu  Langenenslingen. 

Ich  Albrelit  Hannenbitz  und  mit  mir  fro  Güt  min  elichiü  l 
husfrowe  und  min  lieber  sun  Albrelit  Hannenbitz  vergehint,  daz  wir 
durch  unser  aller  sele  liail  willen  den  hoff  ze  Enslingen  gelegen, 
den  man  nemmet  der  von  Rötlingen  hoff  den  wir  koufft  habint 
umb  die  gaistlichen  frowen  dez  closters  ze  Hailigencrützstal,  gemacliet 
habint  den  frowen  dez  closters  öber  tisch  nach  önser  aller  driger 
töt  mit  der  beschaidenhait ,  daz  sili  und  alle  ir  nahkomend  unser 
aller  driger  järztt  eweklich  begän  sont.  Und  weles  jares  siu  daz 
öberfürint  und  önser  driger  ieglich  jarzit  nit  begiengint  als  vor 
beschriben  ist,  so  sol  der  nutz  von  dem  hoff  gar  und  gaentzlich 
vervallen  sin  den  gaistlichen  herren  gmainlich  dez  closters  ze  Sal- 
manswiler.  Siegel:  der  vesten  ritter  herr  Hansen  von  Hornstam  von 
Schatzberg  und  herr  Hartnitz  von  Bartelstain  von  Kruchenwis  aigene 
insigel,  wan  wir  aigner  insigel  nit  liabint  (S  anhängung). 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Wölflingen,  do  man  zalt  von  gottes 
gebürt  driözehenhundert  jar  und  fönfzeg  jär  dar  nach  in  dem  ahtoden 
jar  an  dem  nähsten  fritag  nach  sant  Nicolaus  tag. 

NB:  Ain  geb  brief  von  Hannenbitz  nmb  den  hof  ze  Enslingen. 

Die  zwei  8  sind  abgefallen.  Dü  Pressein  sind  beschrieben:  IVir  fro 
Beua  ze  den  ziten  aeptissen  dez  closters  ze  Hailigencritztal  und  wir  der  co[nveut 
dez]  ||  closters  vergehint  offenlich  mit  disem  brieff  für  ins  und  alle  unser  nah- 
körnenden  und  tugint  kunt. 


623.  1359-  13.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  vonHeilig- 
kreuztal  geben  den  Jahrzeitpflegerinnen  13  s.  Haller 
jährlichen  Gelds  um  97*  ft  Haller  zu  kaufen  zu  Heinrichs 
und  J  u  t  z  u  n  S  c  b  e  c  h  n  e  r  s  J  a  b  r  z  e  i  t. 

Wir  frow  Anna“)  von“1  Sultza)  ze  den  ziten  äbbtissen  und  dei 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrötztal  verjehin,  daz  wii 
den  frowan  die  der  jarzit  pflegent  önsers  gotzhuss  ains  rechten  um 
redlichen  koufs  in  die  jartzit  habin  gegeben  ze  kouffend  dnzeher 
Schilling  Haller  jftrlichs  geltz  umb  zehendhalb  pfunt  Haller  (Quittung) 


1359. 


373 


Und  sol  man  in  die  selben  drizehen  Schilling  Haller  jarlichs  geltz 
järlicli  richten  und  gen  uff  sant  Michels  tag  uss  den  güten  die  hie  nach 
geschriben  stänt:  uss  aim  mansmat  ainr  wise,  der  ist  vier  mansmat 
litt  in  dem  braitriett  und  dero  zwai  horent  in  den  zehendhoff  gen 
5  Althain,  der  ist  ains  Cüntzen  des  Gärwars,  so  ist  daz  ander  maister 
Cünrat  Braitveltz,  so  sint  du  andern  zwai  mansmat  unser  und  ünsers 
gotzhuss  uss  dero  dem  ainn  daz  Werntz  Schobli  hett  umb  fünf 
Schilling  Haller  und  uss  dem  zehenden  diser  güt  den  ietz  Hans  der 
schmit  von  Enslingen  hett,  uss  aim  agker  zü  dem  talbrül,  uss  zwain 
)  mansmat  wisen  zü  dem  talbrül ,  uss  der  Mäntzinun  brül  des  zwai 
mansmat  ist,  uss  Grüben  wise  der  zwai  mansmat  ist,  uss  aim  rütlin 
des  zwai  mansmat  ist,  uss  vier  mansmaden  in  dem  ruhenbrül  von 
dem  gant  du  zwai  tail  wider,  uss  des  Talmaigers  fürschall  aim 
mansmat,  uss  aim  mansmat  am  nollen  und  uss  aim  mansmat  im 
3  entrcchen  haisset  Aichstokes  wise,  uss  dem  zehenden  von  disen 
güten  und  uss  der  vor  genanten  wise  die  Werntz  Schobli  hett  sol 
man  den  jartzitpflegerinnen  järlicli  richten  und  gen  die  drizehen 
Schilling  Haller.  Und  die  sont  den  mit  den  zehen  Schilling  eweklich 
begän  Hainrichs  säligen  des  Schechners  und  siner  wirtinn  Jutzun 
)  jartzit  uff  sant  Gallen  tag  und  sont  damit  ünsrer  samnung  dienen 
ze  tisch  an  ir  j  amtlichen  tag.  So  horent  die  andern  dri  Schilling 
zu  der  von  Rütlingen  jartzit.  Weles  jars  aber  wir  die  jartzit  nit 
also  begierigen,  des  selben  jars  sont  die  selben  zehen  Schilling  geltz 
vervallen  sin  gen  Althain  an  sant  Martins  gotzhuss.  lind  des  ze 
3  stäter  sicherhait  geben  wir  frow  Anna)  äbbtissen  und  der  convent 
des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  in  disen  brief  mit  ünsren  baiden 
angehenkten  insigeln,  der  geben  wart  do  man  zalt  von  Cristus 

gebürt  drüzehenlmndert  jar  dar  nach  in  dem  nünden  und  fünftzigosten 
jar  an  sant  Hylarien  tag. 

?)  ND:  Zü  des  Schechners  jarzitt. 

!  Das  RundS  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

a)  Steht  auf  Rasur.  Diese,  wie  die  Nummern  627  und  629  deuten  auf 
einen  Streit  zwischen  zwei  Äbtissinnen. 


624.  1359.  20.  Januar.  Mechthild  Wildin  die  Küster  in 

5  i n  Heiligkreuztal  schenkt  ans  Kloster  alle  Wiesen 
ihrer  Eltern  zu  Herbertingen. 

Mit  disem  offenn  brief  urkunde  ich  Mehthild  diu  Wildin  gaist- 
lichiu  fröwe  und  custrin  dez  gotzhuss  und  dez  conventz  ze  Hailig- 


374 


1359. 


crütztale,  daz  ich  mit  urlob  und  willen  miner  fröwen  frow  Benyngnen 
der  Mürzsellinun  abbetissen  zu  disen  ziten  hän  geschaffen  durch 
miner  sele  hailez  willen  mines  vatter  miner  müter  und  aller  miner  i 
vorderen  wisan  die  gelegen  ze  Herbrehtingen  sint.  Und  wart  ain 
wisse  kouft  umb  ahtzehen  pfunt  Haller  von  Werntzen  Lütran  und 
sinem  brüder  dem  Bregentzer  von  Herbrehtingen  für  ain  rehtes 
frigez  aigen.  Die  andern  wisan  würdent  kouft  von  Wernzen  Drützen 
und  Ma[r]garethen  siner  elicher  fröwen  von  Herbrehtingen  umb 
ahtenhalp  pfunt  Haller  der  driü  mannesmatt  sint  und  an  drin  stukken 
gelegen  sint.  Daz  ain  stukke  anwandet  uf  den  priüe  den  wir  kouften  i 
von  Wernzen  Lütran.  Daz  ander  stozzet  an  die  Erystorferinun  die 
der  Heide  ist  von  Herbrehtingen.  Daz  dritt  stuck  uf  den  Maenger 
stige  und  stozzet  an  die  Hundersinger  gassen.  Und  hän  die  wisan 
und  die  nützze  die  jaerclichen  da  von  choment  geben  durch  got  und 
durch  aller  miner  vorderen  seien  willen  in  die  custerye  an  daz  lieht  : 
daz  naht  und  tag  sol  brinnen.  Und  sol  min  frow  diu  abbetissen 
und  der  convent  gemainlichen  daz  gelt  und  die  nützze  die  von  den 
wisan  choment  niemer  veränderen  noch  an  griffen  durch  chainer  not 
willen,  wan  daz  si  ewechlichen  sont  gevallen  an  daz  lieht  in  der 
custrye  ampt  än  irrung  aller  münglichz.  Wir  vor  genantiu  abbetissen 
und  der  convent  gemainlich  bestaeten  disiu  vor  geschriben  dinge 
mit  ünser  conventz  insigel  daz  wir  dar  an  haben  gehenket.  | 

Datum  anno  domini  MCCCLVIIII  in  die  sanctorum  martyrum 
Fabiani  et  Sebastiani. 

S  war  keines  angebracht. 

625,  1359.  21.  Januar.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 

frau  Irmengard  die  Färberin  bekommt  dieNutzniessung 
von  einer  Anzahl  Güter. 

Wir  frow  Bena  Murtzellin  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  swesterlj 
Irmengart  Yärwerin  von  Rütlingen  ünsers  conventz  swester  mi® 
ünserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  sol  han  und  niessen  all  diel ! 
wil  sü  ist  disü  gut  dü  hie  nah  geschriben  stant:  den  brül  ze  Ens-Bl 
lingen  der  umb  den  schmit  kouft  wart;  ain  pfunt  geltz  von  de» 
wirtinn  von  Unlengen  uss  ir  tail  der  wise  inn  widun  dü  Dietrich»! 
des  Behams  hälbü  ist  und  der  von  Fridingen  hett  ain  druff  stossenti 
daz  halbtail  von  dem  gesass  ze  Althain  da  der  Hätinger  uff  sitz® 
und  von  dem  böngarten  und  von  der  hoffraiti.  Zwai  pfunt  Halle® 


1859. 


375 


geltz  von  ainr  wise  in  dem  vordem  riet  du  umb  Sifrid  Sätzlin 
kouft  wart,  litt  undnan  ans  lüppriesters  wise  von  Andelfingen  die 
der  Hätinger  liett ,  und  von  aim  agker  litt  am  Binswanger  weg, 
und  daz  drittail  des  zehenden  ze  Bützkoven.  Disü  gut  sol  du 
5  Irmengart  allü  sament  messen  und  han  all  die  wil  sü  ist.  Und 
wenn  su  enist,  so  sol  da  mit  tinsrer  samnung  werden  gedient  ze 
tisch.  Und  sol  man  denn  da  mit  eweklich  began  ällii  jar  der 
Irmengart  vatter  Cftnrat  säligen  des  Yarwers  und  Irmengart  ir  müter 
und  ir  swester  Beten  von  Hoi  jartzit  und  an  der  järtzitlichem  tag 
10  durh  iro  sei  hails  willen  da  mit  unsrer  samnung  dienen  ze  tisch. 
Weles  jars  aber  wir  ald  unser  nachkomenden  die  jartzita  nit  also 
begiengin,  so  sol  daz  selb  gut  des  selben  jars  vervallen  sin  dem 
spital  ze  Rütlingen  und  da  sol  man  denn  die  jarzita  began  des  jars. 
Siegler:  wir  frow  Bena  abbtissen  und  der  convent  des  gotzhuss  ze 
15  Hailigcriitztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drfi- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  nünden  und  funftzigostem  jar 
an  sant  Agnesen  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konvents  von  Heiligkreuztal. 


20  626.  1359.  21.  Januar.  Heiligkreuztal  verpflichtet  sich 
wegen  der  von  Hans  Wetzel  gestifteten  Jahrzeit. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrutztal  verjehin ,  daz  wir 
Hansen  Wetzel  ains  rechten  und  redlichen  koufs  habin  gegeben  ze 
25  kouffend  ain  pfunt  und  vier  Schilling  Haller  geltz  uss  ainr  wise  ze 
Hundersingen  haisset  in  dem  winkel ,  umb  zwölf  pfunt  Haller 
( Quittung ).  Und  sol  man  im  daz  selb  gelt  jarlichs  richten  und 
|  gen  all  die  wil  er  ist.  Wenn  aber  er  enist,  so  sol  man  da  mit 
sin  jartzit  eweklich  began  und  durch  siner  sei  hails  willen  da  mitt 
30  an  sim  j amtlichem  tag  ünserr  samnung  dienen  ze  tisch.  Weles 
jars  aber  wir  ald  unser  nachkomenden  die  jartzit  wenn  er  enwär 
also  nitt  begiengin ,  so  sol  daz  gelt  des  jars  vervallen  sin  dem 
gotzhuss  ze  Salmanswiler ;  da  sol  man  denn  die  jarzit  began.  War 
och  ob  dü  wise  daz  pfunt  Haller  und  vier  Schilling  Haller  jarlichs 
85  geltz  nit  getragen  möchtin,  waz  denn  dem  Hansen  Wetzel  die  wil 
er  ist  ald  so  er  enwär  den  jarzitpflegerinen  zu  siner  jarzit  an  dem 
pfunt  und  vier  Schilling  Haller  geltz  ab  gieng  und  gebräst,  daz  sol 


376 


1359. 


im  ald  inan  ain  kellerin  ünsers  gotzhuss  ervollen  gar  und  gäntzlich 
ällü  jar  als  dik  daz  beschacli.  Siegirr:  wir  frow  Ben  äbbtissen 
und  der  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal. 

Der  [brief]  ivart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nah  in  dem  min  den  und  fimftzigostem  jar  an  g 
sant  Agnesen  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  Letzteres 
S  hängt  an  beschriebener  Presset:  Wir  frow  Arm  von  Sultz  [und  der  convent  j 
gmjainlich  des  gotzhus  z[e  •  •] ;  schöne  Schrift. 

627 .  1359.  21.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  von  i< 

Heiligkreuztal  geben  den  Jahr  zeitpflege  rinnen  des 
Klosters  ein  Gut  zu  kaufen  um  42  U  Haller. 

Wir  frow  Anna3)  vona)  Sultz a)  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal  verjehin ,  daz  wir 
den  frowan  die  der  jartzit  ünsers  gotzhuss  pflegen t  ains  rehten  und  l 
redlichen  koufs  in  die  jarzit  habin  gegeben  ze  kouffend  daz  gut, 
daz  der  von  Costentz  säligen  waz  daz  Grümming  buwet  von  Walt¬ 
husen,  umb  zwai  und  vierzig  pfund  Haller  (Quittung).  Und  sont 
die  selben  jarzit  pflegerinen  daz  gut  in  die  jarzit  han  und  innemen 
mit  der  beschaidenhait,  daz  si  järlich  da  von  son  richten  und  gen  2 
swester  Kathrinun  Rächwinen  all  die  wil  sii  ist  zu  ir  lib  dritthalb 
pfunt  Haller  järlichs  geltz  und  Hansen  Wetzel  ain  pfunt  Haller 
järlichs  geltz  och  zu  sim  lib  all  die  wil  er  ist.  Wenn  aber  du 
Kathrin  Rähwinin  enist,  so  sol  man  mit  den  nützen a)  desa)  selben“) 
gutes“)  ir  m fiter  säligen  und  vatter  säligen  jarzit  eweklich  began  s 
und  an  iro  järtzitlichem  tag  durh  ir  sei  hails  willen  da  mit  unsrer 
sanmung  diennen  ze  tisch.  Wenn  och  der  Hans  Wetzel  enist.  so 
sol  man  mit  dem  pfund  Haller  sin  jartzit  eweklich  began  und  an 
sim  j amtlichem  tag  durh  silier  sei  hails  willen  da  mit  unsrer  sam- 
nung  dienen  ze  tisch.  Weles  jars  aber  wir  ald  unser  nachkomenden 
der  jarzit  ain  ald  baid  nit  also  begiengin,  so  sol  des  selben  jars 
daz  gelt  von  der  jarzit  du  den  überssessen  war,  vervallen  sin  dem 
gotzhuss  ze  Salmanswiler  und  da  sol  man  die  jarzit  began.  Und 
daz  dis  alles  stät  und  sicher  blib,  so  gebin  wir  vor  genantü  frow 
Anna)  äbbtissen  und  der  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal  in 
disen  brief  mit  ünserr  baiden  angehenkten  insigeln,  der  geben 
ivart  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach 
in  dem  nünden  und  fünftzigostem  jar  an  sant  Agnesen  tag. 


1359. 


377 


NH:  Der  Rächwinun  jarzitt  und  Hansen  Wetzeis  ze  Walthussen. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  Hie  Pressein 
sind  beschrieben  (jedenfalls  die  Fortsetzung  zu  der  Schrift  auf  der  Pressei  von 
Nr.  622):  .  .  wenn  sin  mum  diu  vor  gnant  Schwester  Ann  enwär  im(?)  kamen 
5  we[g](?)  ...  ||  im  schad  .  .  vor  gnant  gut.  Wan  es  mit  unserm  urlob  und  gütem 
willen  beschehen  .  .  Zweite  Pressei :  .  .  .  geben  und  ge[antw.  (?)]  .  .  Haller  diu  ir 
Hans  der  I(?)tt[enhuser]  Cüntzlins  wegen  schuldig  ist  und  gelten  sol  und  sont  wir 
noh  ünser  nachkojmenden]  .  .  . 

a)  Auf  Rasur. 

LO  628.  1359.  9.  Februar.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  verkaufen  an  Elsbetli  und  Ursula  Graf 
Eberhards  von  Landau  Kinder  Güter  zu  Friedingen  um 

60  U  Haller. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
L5  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjeliin ,  daz  wir 
Elzbeten  und  Ursulun  graff  Eberhartz  von  Landow  kinden  habin 
ze  kouffend  gegeben  ains  rechten  und  redlichen  koufs  die  hüben 
mit  den  nützen  die  hie  nach  geschriben  stant:  ain  hub  ze  Fridingen, 
die  Haintz  des  Becken  sun  von  Hönhulw  buwet  und  git  jarlich  da 
20  von  fünfzehen  schoffel  geritteroter  veso  und  zehen  schoffel  habern 
j  alles  Fridinger  mes,  ain  pfunt  Haller  geltz  und  ain  liun;  ain  halb 
hüb  die  Haintz  der  Murer  von  Fridingen  buwet  und  git  da  von 
fünf  schoffel  geritterroter  veso,  fünf  schoffel  habern,  aclitendhalben 
!  Schilling  Haller,  drissig  aiger  und  ain  jar  ain  herbsthun  und  daz 
25  ander  jar  vasnahthün  wechsenlich;  und  die  halben  hüb  die  Ulrich 
Haintzen  des  Becken  sun  buwet  von  Fridingen  und  git  da  von 
fünf  schoffel  geritterroter  veso,  fünf  schoffel  habern  alles  des  vor 
genanten  mes,  aclitendhalben  Schilling  Haller  geltz,  drissig  aiger 
und  ain  jar  ain  vasnaht  hün  daz  ander  jar  ain  herbsthün  wechsenlich. 
30  Dis  hüben  und  daz  gelt  und  die  nütz  von  den  hüben  habin  wir  in 
:  gegeben  zu  aim  lippding  ir  baider  libe  umb  sechtzig  pfund  Haller 
i  (Quittung).  Und  sont  si  die  hüben  messen  und  han  mit  allen 
nützen  all  die  wil  iro  dü  ain  ist.  Wenn  aber  si  baid  ensint  daz 
got  lang  wend,  so  sont  die  selben  hüben  und  nütz  vallen  an  ünsrer 
35  samnung  tisch  durch  ir  müter  frow  Elzbeten  sei  hails  willen.  Und 
der  jarzit  sol  man  denn  da  mit  eweklich  began  so  sü  enwär  und 
an  ir  järzittlichem  tag  ünsrer  samnung  mit  den  nützen  dienen  ze 
tisch.  Ez  sont  och  die  frowa  die  der  jarzit  pflegent  ünsers  gotzhuss 
von  disem  tag  eweklich  die  hüben  besetzen  und  entsetzen  mit  vollem 
40  gwalt  aun  all  ünser  widerred  ald  irrung  nach  der  vor  genanto 


378 


1359. 


Elzbeten  und  Ursulun  nutz  dü  wil  iro  du  ain  ist  und  nach  der 
vor  genanten  jarzit  nutz  so  si  baid  ensint.  Wir  noch  ünser  nach- 
komenden  noch  die  jarzitpflegerina  enson  och  die  hüba  und  nütz 
weder  versetzen  noch  verkouffen  noch  in  kain  weg  anders  verendern 
denn  als  vor  geschriben  ist.  War  och  da  vor  gott  si,  ob  wir  ald 
unser  nachkomenden  die  jarzit  übersässin  und  nit  also  begiengin 
weles  jars  daz  beschah,  so  sol  der  nutz  der  hübo  des  selben  jars 
vervallen  sin  an  sant  Peters  gotzhuss  gen  Sigmeringen  dem  dorf 
als  dik  daz  beschäch.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ivart  geben  do  man  zalt  von  Gristus  gebürt  drüzehen 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  nünden  und  fünftzigostem  jar  an  dem 
nächsten  samstag  nach  sant  Agten  tag. 

Zwei  8  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal  hängen  an 
beschriebenen  Pressein  (jedenfalls  die  Fortsetzung  der  früheren  Streifen ,  cfr. 
Nr.  627):  jar  da  nach  m  .  .  .  ||  Cünczlin  enwär(?)  vor  .  .  .,  so  hat  kain  sin  erb 
nach  siner  mümen  tod  kain  recht  an  . .  .  ||  verjeh  (?)  das  der  vor  gnant  || . .  von  sin  . . . 

629.  1359.  14.  Februar.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  verkaufen  an  Schwester  Mechthild  Ens- 
1  i n  eine  jährliche  G ii  1 1  v o n  2  U  5  s.  Haller  und  3  Hühnern 

um  29  U  15  s. 

Wir  frow  Annaa)  vona)  Sultza)  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  wir 
swester  Machthilden  Enslinun  ains  rehten  und  redlichen  koufs  ze 
kouffent  habin  gegeben  in  die  kustri  zwai  pfunt  und  fünf  Schilling 
järliclis  Hallera)  geltz  und  drü  hünr  järlichs  geltz  uss  dem  gut  das 
Clären  der  Vögten  waz,  umb  drissig  pfunt  Haller  fünf  Schilling 
minder  (Quittung).  Und  sol  des  selben  geltz  Eberli  Hülling  von 
Fri dingen  ainr  kustrinun  ünsers  gotzhuss  jarlich  richten  und  gen 
fünftzehen  Schilling  Haller  und  ain  hün;  Haintz  der  Gisinger  von 
Fridingen  fünftzehen  Schilling  Haller  und  ain  hun;  und  Haintz 
Schmaltzhaven  von  Fridingen  fünftzehen  Schilling  Haller  und  ain 
hün.  Dis  gelt  von  den  maigern  sol  ain  kustrin  ünsers  gotzhuss 
jarlich  inemen  und  han  in  die  kustri  und  sol  da  von  von  disem 
tag  eweklich  besorgen  und  machen  ain  ewig  liecht  durch  Mächt- 
hilden  Gislinen  ir  vatters  ir  müter  und  iro  vordro  und  nachkomendo 
sei  liails  willen,  und  sol  das  gelt  in  kain  weg  anders  verendern 
noch  versetzen  noch  verkouffen  denn  zu  dem  licht  als  geschriben 
ist.  Und  daz  dis  alles  war  und  statt  belib,  so  gebin  wir  vor  ge- 
nantü  frow  Anna)  abtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss 


1359. 


379 


|  ze  Hailigcrütztal  ir  disen  brief  mit  unsren  baiden  angehenkten  in- 
|  sigeln,  der  gegeben  wart  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 

zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  nünden  und  fünftzigostem  jar 
an  sant  Valentins  tag. 

5  Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

a>  Auf  Rasur. 

630.  1359.  24.  März.  Rudolf  und  Anna  Hepli  verkaufen 
an  Heiligkreuztal  drei  Juchart  Ackers  um  31  Haller. 

\I\ch  Rudolffe  Hepli  und  ich  Ann  sin  elichiu  husfrö  verjehin , 
LO  daz  ich  ze  kouffend  hän  geben  und  Ann  min  husfrö  reht  und  redlich 
miner  fröwen  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemainlich  des  klosters 
ze  Hailicrützstal  dri  juchart  akkers  für  ain  reht  friges  aigen,  der 
ainiu  gelegen  ist  in  dem  Gruoninger  esch  und  was  des  Kasels  — 
und  ist  furchgenoss  diu  Bamplerin  und  denn  in  andern  esch  gern 
15  kloster  ain  juchart  an  zwain  stukken,  an  aim  stuk  ist  furchgenoss 
des  Platers  swester  dohter,  am  andern  stuk  ist  furchgenoss  der 
widern  aker  uff  den  halden;  diu  dritt  juchart  lit  öch  an  zwain 
stukken  in  dem  elmden  —  zu  dem  ain  stuk  ist  furchgenoss  Stainni- 
bain,  am  andern  stuk  ist  furchgenoss  Bürkli  der  ziegler  —  umb 
20  ains  und  drissig  pfund  güter  und  gäber  Haller  (Quittung).  Und 
sol  ich  und  min  erben  inan  und  iren  erben  diu  güt  verstän  jar  und 
tag  nach  der  stett  recht  ze  Ruodlingen.  Und  dis  koufs  sint  geziug: 

Haintz  der  Klingler,  Diel  Ruophreht,  Bentz  der  Sprenger  all 
dri  bürger  ze  Ruodlingen  und  Hans  der  Plater  von  Althain  und 
25  Haintz  Lüssi  von  Hailicrützstal  und  ander.  Siegler:  der  ainman 
und  der  raut  der  stat  ze  Ruodlingen. 

Der  [brief]  wart  geben  an  unser  fröwen  abent  in  der  vastun 
in  dem  jar,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar 
fünftzig  jar  dar  nach  in  dem  nünden  jar. 

30  NH:  Vmb  dri  juchart  ackers  sint  in  Althaimer  bannen  gelegen. 

Das  RundS  der  Stat  Riedlingen ,  zerbrochen. 

631.  1359.  28.  März.  Biber  ach.  Johann  von  Erisdorf 

Kirchherr  zu  Ring schnait  verpflichtet  sich  wegen 
seines  Leibgedings  gegenüber  dem  Kloster  Heilig- 

35  kreuztal. 

\l\ch  pfaff  Johans  von  Erisdorf  kilcher  ze  Ringschnait  vergib, 
daz  die  zwaintzig  malter  vesen,  dar  umb  ich  brief  hän  von  der 


380 


1359. 


apptissenn  und  dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigkrütztal  j 
nun  min  libding  ist  die  wil  ich  leb.  Und  wen  ich  nit  enbin,  so 
sint  du  selben  zwaintzig  malter  den  klosterfröwen  ledig  und  los 
än  all  widerred.  Dazu  ist  berett:  waz  der  [nü]tzü  der  selben  vesen 
nach  minem  tod  bi  in  lägi  oder  was  [mir]  von  in  uss  stund,  daz  5 
ergib  ich  in  durch  got,  und  die  nütz  sofllent]  si  denn  nach  rat 
mayster  Cünrat  Manoppen  anlegen  ze  airn  ewigen  gelt  der  samnung 
über  tisch.  Und  dar  umb  sollend  si  min  jarzit  begän  als  sitt  und 
gewnlich  ist  in  ir  gotzhus.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Bybrach  an  dem  nähsten  dunrstag  10 
nach  ünser  fröwn  tag  in  annunccione(!)  do  man  zalt  von  Cristes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  im  nünden  jar. 

Ein  Rund  S.  L  in  kss  ehr  eiten  der  geflügelter  Stier  mit  einem  Spruchband 
(Symbol  des  Evangelisten  Lukas).  U:  f  S.  IOHI  •  RCORIS  .  ECCLIE  •  IN  • 
RINGSCHNAIT  —  Das  Pergament  hat  Löcher.  lc 

632.  1359.  4.  April.  Heiligkreuztal.  Die  Abtissin  Ben a 
von  Heilig kreuztal  gibt  ihrer  Klosterfrau  Elisabeth 
Löchlerin  10  s.  Haller  jährlichen  Gelds  für  W/2  £  Haller. 

Wir  fröw  Ben  abtissen  ze  Hailigcrütztal  vergehen ,  das  wir 
haben  enphangen  sehthalb  pliunt  Haller  gfttter  ünd  genämer  von  2 
swester  Elizabetlmn  der  Lochlarinun  unser  closter  vrowen  ainen 
ünd  von  Berhtolt  dem  Yäser  ünserm  phrundener  ünd  haben  in  dar 
ümb  gelobt  järlichs  ze  gend  zehen  Schilling  Haller,  die  üns  järlichs 
gant  üsser  dem  spital  ze  Mangen,  mit  dem  gedinge:  swenne  ains 
enist,  so  sol  das  ander  das  selbe  gelt  messen  die  wil  es  lebt.  2 
Und  swenn  si  baide  von  diser  weit  schaident,  so  vallet  es  lediglich 
ünd  än  aller  mänglichs  ansprach  wider  an  ünser  closter.  Siegler: 
die  Aussteller  in. 

Der  [brief]  ist  geben  in  ünserm  closter  ze  Hailigcrütztal,  do 
man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenliündert  jar  und  dar  näh  in  dem  c 
niunden  ünd  fiunfgosteni  jär  an  sän  Ambrosien  täg. 

Das  OvalS  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 

633.  1359.  23.  April.  Festsetzung  über  die  Nutzen  der 
Gräfinnen  Elisabeth  und  Ursula  von  Landau  aus  den 

Huben  von  Friedingen.  I 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  Eliza- 


1359. 


381 


betli  und  Ursula  graff  Eberhartz  von  Landow  kint  die  wir  enpfangen 
habin  in  ünser  kloster  sont  han  und  messen  die  huba  von  Fridingen 
in  allem  dem  relit  als  der  kouff  brief  seit  den  wir  in  dar  umb 
gegeben  habin  mit  der  beschaidenhait,  ob  graff  Eberhart  von  Landow 
5  ze  raut  wrd  wie  sich  das  fügti  daz  er  die  Ursulun  sin  tochter  nitt 
tun  wolt  noch  entät  in  unser  kloster  und  daz  er  Annun  sin  tochter 
an  ir  stat  in  tätt  als  er  tun  mag  ob  er  wil,  denn  so  hett  du  selb 
Ann  und  sol  han  ällü  dü  relit  mit  Elzbeten  ir  s wester  dü  vor  an 
\  dem  kouff  brief  verschriben  sint  Ursulun  und  Elzbeten  von  den 
0  buben  ze  Fridingen.  Und  ob  das  beschäch,  so  hett  denn  Ursula 
kain  relit  me  zu  den  höben,  wan  wir  allain  Elzbeten  und  der  andro 
ainr  wedrer  er  wil  Annun  ald  Ursulun  die  huba  ze  Fridingen  liabin 
gegeben  ze  kouffend.  Siegler:  wir  frow  Bena  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

L5  Der  [ brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  dru- 
I  zehenhündert  jar  darnach  in  dem  nunden  und  fünftzigostem  jar  an 
sant  Georien  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heilighreuztal. 

634 .  1359.  1.  Mai.  Michael  und  Kunz  Gerber  von  Eied- 

>0  1  i  n  g  e  n  u  n  d  Katharina  S c h e f o  1 1 i n  verkaufen  an  Heilig¬ 
kreuzt  al  Güter  zu  Alt  heim  um  115  U  Haller. 

\I\ch  Michel  der  Gerwer  und  ich  Cuntz  der  Gerwer  gebrüder 
baid  burger  zu  Rüdlingen  und  ich  Katherin  Schefoltin  Clausen 
seligen  dez  Gerwers  elichü  husfrow  verjehin,  daz  wir  mit  bedähtem 
25  möt  und  mitt  guter  betrahtung  geben  und  haben  geben  aines  rehten 
und  redlichen  köffes  ze  köffent  der  gaistlichen  frown  Benen  Mur- 
sellinen  zu  denen  ziten  äptischen  ze  Hailigcrütztal  und  dem  covent 
gemainlich  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomen  und  Agnesen  von 
Hornstain  herr  Hainrichs  seligen  tohter  der  ze  Nüfron  gesessen  waz 
80  disü  nach  geschriben  gut  die  man  hie  nemmet  für  ain  reht  aigen: 
|  dez  ersten  anderhalb  juchart  akkers  ligent  in  Althaimer  esche  in 
dem  eseh  gen  dem  closter  ze  Hailigcrütztal  und  stossent  an  den 
Andelfinger  weg  ain  halb  und  andrenthalb  an  Bürklis  des  zieglers 
akker.  Und  anderhalb  juchart  akker  ligent  an  Rufen  Hüllings 
85  akker  die  haissent  der  anwander.  Und  anderhalb  jüchart  akkers 
die  stossent  uf  den  selben  anwander.  Und  ain  halb  jüchart  akkers 
dü  stosset  uf  dez  ammans  gebraitgun.  Und  in  dem  escli  gen  Pflumarn 
|  gelegen  ain  juchart  akkers  dü  lit  an  Cüntzen  Mollen  akker.  Und 
ain  akker  lit  an  der  Bachritrinen  akker.  Und  ain  akker  lit  in  den 


bünden.  Der  baider  akker  ist  ain  jii chart.  Und  ain  halb  jüchart 
akkers  lit  in  den  hargarten  dü  stosset  an  der  Flemminen  akker. 
Und  ain  jüchart  akkers  lit  in  dem  elme  an  herr  Engelfritz  akker  den 
er  köft  umb  Haintzen  Stainibain.  Und  in  dem  esch  gen  Grüningen 
gelegen  ain  jüchart  akkers  lit  an  dez  ammans  akker  dü  haisset  5 
dü  kurtz.  Und  zwo  jüchart  akkers  haissent  der  lang  morgen.  Und 
ain  mans  mad  wiswachs  ains  trittail  minder  dü  lit  in  den  keln- 
wisan.  Und  ain  mansmad  wiswachs  dü  lit  nf  den  nidren  wisan 
an  Madachs  wis.  Dü  gut  ellü  habin  wir  in  geben  mit  allen  nützen 
und  rehten  so  dar  zu  und  darin  gehord  umb  hundert  pfunt  10 

und  umb  fünfzehen  pfunt  guter  und  gnamer  Haller  (Quittung), 
Währschaft  an  gaistlichem  geriht  und  an  weltlichem  oder  uf  dem 
land.  War  öch,  ob  ich  Michel  der  Gerwer  und  ich  Cüntz  der 

Gerwer  gebruder  und  ich  Katherin  Schefoltin  oder  ünser  erben  der 
aptischenn  und  dem  eovent  und  iren  nachkomen  und  der  Agnesen  15 
von  Hornstain  die  akker  und  wisan  nit  usrihtint  yersprechin  und 
verstündin  für  ain  reht  aigen  als  vor  geschriben  stät,  so  hant  si 
gewalt  und  gut  reht  üns  ze  manint  ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen 
mit  botten  oder  mitt  ir  briefen  oder  der  frown  ainü  mitt  ir  selbs 

lip.  Und  wenn  wir  dez  ermant  werdint,  so  sol  ich  vor  genanter  2( 

Michel  der  Gerwer  und  ich  Cüntz  der  Gerwer  gebrüder  und  ich 
Katherin  Schefoltin  unverzogenlich  in  varen  nach  der  manung  in 
den  nehsten  aht  tagen  gen  Sulgun  oder  gen  Mengen  in  der  zweger 
stett  ain  wedrenthalb  die  aptischenn  und  der  eovent  und  ir  nach¬ 
komen  und  Agnes  von  Hornstain  denn  went  und  sont  da  laisten  2 
ain  reht  und  gewonlich  giselschaft.  Einlager  mit  ainem  pfarid. 
Und  wenn  wir  ainen  monat  gelaistin,  so  hat  dü  aptischenn  und  der 
eovent  und  ir  nachkomen  und  dü  Agnes  von  Hornstain  und  ir  vögt 
und  ir  frünt  und  ir  helfer  an  ir  statt  gewalt  und  gut  reht  üns  an 
ze  griffent  an  ünsren  güten  an  ligendem  und  an  varndem  an  klag  i 
und  an  zorn,  und  sont  dar  über  nit  tün  wider  den  stetten  da  wir 
burger  inne  sint  noch  wider  dem  lantfrid.  Und  die  pfandung  sont 
si  tun  als  dik  und  als  vil,  bis  das  wir  in  als  das  us  rihtin  wie  es  I 
hie  vor  geschriben  stät  von  üns  an  disem  brieff  an  aller  menglichs  I 
ierrung  und  anspräch  und  an  allen  iren  und  ierer  nachkomen  schaden  I  ' 
(S  defekt .)  Siegler:  ich  Michel  der  Gerwer  und  ich  Cüntz  der  ■(! 
Gerwer  gebrüder  und  Hans  von  Andelfingen  zü  denen  ziten  amman  1 j 
ze  Rüdlingen  und  der  rät  gemainlich  ze  Rüdlingen.  Ich  Hans  von  I 
Andelfingen  und  wir  der  rät  gemainlich  der  statt  ze  Rüdlingen  IL 
verjehin  (S  anhäng ung).  I 


1359. 


383 


Dirr  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  und  fünfzig  jar  dar  nach  in  dem  nun  den  jar  an 
sant  Walpurgs  tag*. 

Zwei  S  sind  erhalten ,  das  dritte  und  das  vierte  verloren.  Die  S  zeigen 
5  drei  Garben  (2:1).  U  bei  1.:  f  S.  MICHAHELIS  •  GERBER  •  ü  bei  2.: 
f  S.  COT  •  DC1  •  GERWER. 

635.  1359.  25.  Mai.  Graf  Heinrich  von  Montfort  zu 

Tettnang*  gibt  die  von  M.  und  K.  Gerber  von  Riedlingen 
an  Heiligkreuztal  verkauften  Güter  zu  Alt  heim  frei.1) 

0  i  W\ir  graf  Hainrich  von  Montfort  ze  Tetnang*  gesessen  ver- 
jehin,  daz  für  uns  kam  Michel  der  Garwer  und  Cüntz  der  Gaerwer 
gebruder  und  baid  burger  ze  Rüdlingen  der  stat  und  uns  baten, 
daz  wir  in  die  akker  und  die  wisen  die  si  von  uns  ze  leben  hettent 
aignitin  und  zu  aim  rechten  aigen  machitint.  Daz  sint  die  akker 
5  und  die  wisa  die  hie  nach  geschriben  stand :  dez  ersten  anderhalb 
juchart  ligent  in  Althaimer  escli  gen  dem  closter  ze  Hailigcrütztal 
und  stozent  an  den  Andeltinger  weg  ain  halb  und  anderhalb  an 
Bürklins  dez  zieglers  akker.  Und  anderhalb  juchart  akkers  ligent 
an  Rufen  Hüllings  akker  die  haisent  der  anwander.  Und  anderhalb 
!0  juchart  akkers  die  stozent  uf  den  selben  anwander.  Und  ain  halb 
juchart  stozet  uff  dez  ammans  braitung.  Und  in  dem  esch  gen 
Pflumarn  gelegen  ain  juchart  akkers  lit  an  Cüntzen  Mollen  akker. 
Und  ain  akker  lit  an  der  Bachrittrinen  akker.  Und  ain  akker  lit 
in  den  bünden.  Der  baider  akker  ist  ain  juchart.  Und  ain  halb 
!5  juchart  lit  in  dem  hargarten  diu  stozet  an  der  Flemminen  akker. 
Und  ain  juchart  akkers  lit  in  dem  elm  an  her  Engelfritz  akker 
den  er  köft  umb  Haintzen  Stainibain.  Und  in  dem  esch  gen 
Grueningen  gelegen  ain  juchart  akker  lit  an  dez  ammans  akker 
diu  haiset  diu  kurtz.  Und  ain  halb  juchart  akkers  lit  an  dem 
fO  langen  morgen.  Und  ain  mansmat  wiswahs  lit  in  den  kelnwisen. 

]  Und  ain  mansmat  wiswahs  lit  uff  den  nidren  wisen  an  Madachs 
wisen.  Der  gebet  gewerten  wir  in  und  habin  in  die  gnäd  getan, 
daz  wir  in  und  iren  erben  die  akker  und  wisen  geaigent  und  ze 
ainem  rechten  aigen  gemachot  haben  (Auflassung) .  Und  habin 
i5  daz  getan  für  uns  und  unser  erben  zu  den  ziten  und  an  den  stetten 
so  es  wol  kraft  und  macht  mag  und  sol  han.  Siegler:  der  Aussteller. 

Dirr  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  fünfzig  jar,  dar  nach  im  niunden  jar  an  sant 
Urbans  tag. 


ND:  Ze  Altain  ain  fry  brief  von  graf  Hainrich  von  Tetnagg. 

Ein  RundS  mit  der  Kirchenfahne  (klein  und  deutlich).  U:  f  S’.  H. 
COMITIS  •  DE  •  MONTE  •  FORTI.  Das  S  hängt  an  beschriebener  Pressei :  [Horn- 
st]ain  oder  sin  erben  der  vor  genanten  hundert  pfunt  geltz  ...  an  ze  Rudlingen 
oder  ze  Nüfron  uf  den  naeh[sten]  .  . 

f  Vgl  Nr.  634. 


636.  1359.  9 — 15.  Juni.  Heiligkreuztal  setzt  für  all 

seine  Güter  eine  Weg  löse  fest. 


•  W\ir  Ben  von  gottes  gnaden  äptissin  und  der  convent  gemain- 
lich  dez  gotzhuz  ze  Hailigcrützstal  verjehen,  won  ez  sich  lang  zit 
her  gefüget  hat,  daz  die  lüt  die  unserii  güt  gebuwen  liänt  sich  der 


IC 


gut  als  verre  underzogen  hetten  mit  der  wyse:  swenn  ain  man 


oder  ain  mayer  der  uf  dem  gut  bemayert  waz  daz  unserz  gotzhuz 
aigen  ist  und  daz  er  von  uns  und  von  unserm  gotzhus  ze  lehen 
hett,  sich  von  dem  güt  wolt  schaiden  tot,  so  vielen  sin  nahsten 
erben  an  die  lehen schaft  und  underzugen  sich  der  ze  haimend  in 
dem  reliten  als  der  der  tot  da  von  geschaiden  waz  von  dem  si  die 
erbschaft  solten  hän.  Wolt  aber  ainer  oder  mer  da  von  stellen  und 
schaiden  lebend  und  gesunt  daz  er  von  unserm  gotzhuz  ze  lehen 


hett,  so  waz  syn  sin,  daz  er  die  lehenschaft  versalzte  und  verköfte  2l 


oder  sinem  dem  nahsten  erben  zu  fügte  und  täten  daz  mit  der 
fürtrefny,  daz  sin  unser  gotzhüs  nit  nutz  noch  fromen  moht  hän, 
daz  haben  wir  angesehen  und  duht  uns,  daz  kuntbärre  schad  untzit 
und  unfüge  unserm  gotzhuz  von  tag  ze  tag  uf  stund  und  wühze. 
Daz  nun  die  langen  gewonhait  iht  ze  starken  rehten  würden  und 
damit  och  unser  gotzhuz  siner  ehäfty  gewaltsami  und  rehten  berobet 
und  entwert  würde,  so  sien  wir  zü  gevarn  und  haben  mit  guter 
vorbetrahtung  ainmüteklich  ebenhellend  mit  wyser  lüt  und  unsrer 
güt  fründ  raut  wysen  und  1er  allü  unserü  güt  verlühen  ainem  libe 
ze  ainer  weglösi  also  und  mit  söllicber  beschaidenhait,  daz  ie  daz 
güt  weglösi  glt  und  gen  sol  nach  dem  und  ez  mäht  und  nutz  git. 
Und  hat  ains  lützzel  ain  anders  vil  und  stänt  allü  unserü  güt  dü 
von  unserm  gotzhus  lehen  sint  also :  swenn  ain  man  oder  ain 
mayer  von  dem  güt  vert  lebend  oder  tot  daz  im  von  uns  gelühen 
ist  oder  von  unseren  nächkomen,  so  sol  er  unverzogenlich  die  weglösi 
rillten  dü  bedähteklich  uf  daz  güt  gesetzzet  ist.  Und  sol  uns  und 
unserm  gotzhuz  daz  selb  güt  denn  ledig  und  löz  sin  von  aller 
anspräch  siner  erben,  also  daz  wir  oder  ünser  nächkomen  daz  selb 


güt  mugen  lihen  wem  wir  wellen,  ez  war  von  gurist  oder  von 


1359. 


385 


andrer  sach  wegen  der  unserm  gotzhuz  wol  fuget.  Und  sol  uns 
noch  unser  gotzhus  nieman  daran  weder  sumen  noch  irren  in  dehainen 
weg  suz  noch  so  von  dez  wegen  der  von  dem  gut  geschaiden  ist 
ez  sien  kint  oder  ander  sin  fründ.  War  och,  daz  dehainer  der  von 
5  dem  gut  schaidet  oder  schaidend  wirt  lebend  oder  tot  daz  im  von 
uns  ze  weglösi  verlühen  ist  und  die  weglösi  übervert  gevarlich,  zü 
dem  und  sinen  erben  warten  wir  unsers  rehten  nach  dez  landes 
gewonhait.  Und  ist  dish  sach  also  vollendet  vollefürt  und  volle- 
bräht  under  dem  vesten  ritter  hern  Gumpelt  von  Giltlingen  ze  den 
LO  ziten  vogt  ze  Sigmaringen.  Wir  haben  dis  vor  geschriben  sach 
och  vollefürt  und  vollebräht  mit  aller  der  wyse  behügd  wort  und 
werke  so  dar  zu  hörten  und  notdürftig  warn.  Hie  by  sint  gewesen 
ritter  und  kneht:  der  edel  herre  grave  Eberhart  von  Landöwe, 

herr  Cünrat  von  Hornstain,  lierr  Gumpolt  von  Giltlingen,  herr  Lud- 
15  wig  von  Hornstain,  Eberhart  von  Obrostetten  und  anderr  erberr 
lüt  vil  die  ez  och  sähen  und  horten,  also  geschehen  und  haben 
dis  sach  getan  durch  schmbärn  nutzz  und  frumen  unserz  gotzhuz. 
Siegler:  wir  Ben  aptissin  und  der  convent  gemainlich  dez  gotzhuz 
ze  Hailigcrützstal  [haben]  unserr  äptisseny  insigele  an  disen  brief 
20  gehenket.  Wir  die  gezügen  haben  alle  unsrü  aignü  insigel  an  disen 
brief  gehenket  ze  ainer  offner  gezügnüst  aller  vor  genanter  ding 
also  daz  wir  ez  sähen  und  hörten  also  ergän  und  ez  öch  wysend 
lerend  helfend  und  ratend  warn. 

Und  wart  dirre  brief  geben  do  von  gottez  gebürt  warn  drü- 
25  zehenhundert  und  nün  und  fünfzig  jär  ze  uzgender  phingstwochun. 

ND:  Daz  wir  ze  raut  worden  sigin  daz  ällü  unsrü  gut  ze  weglösi  standin. 
Hand  des  17.  Jahrh.:  Ist  nicht  yil  daruff  ze  bawen. 

Von  sieben  S  sind  fünf  vorhanden.  1.  Das  S  der  Abtissin  von  Heilig¬ 
kreuztal.  2.  Das  Konvents  von  Heiligkreuztal.  3.  Fehlt.  4.  Das  S  des 
30  Konrad  von  Hornstein.  5.  Das,  S  des  Gumpolt  von  Gültlingen  zeigt  drei 
i  Adler ,  cfr.  v.  Alberti,  Sbild  Nr.  886.  U  verdorben.  6.  Fehlt.  7.  Das  S  zeigt 
einen  Vogel  mit  langem  Hals.  U  verdorben. 

637 .  1359.  23.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  an  die  Klosterfrauen  Anna  und 
35  Ben a  Murselin  und  Katharina  von  Hornstein  Gülten 

um  26  Haller 

Wir  diu  äbtissen  und  der  convent  gemainlich  des  gotzhus  ze 
I  Hailigkrütztal  verjehin,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen  kofs  ze 
koffend  geben  habin  ünsren  klosterfrowun  Annun  und  Benen  Mur- 
40  selinen  geswestren  und  Katherinen  her  Cünrat  tohter  von  Hornstain 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  25 


daz  gelt  daz  hie  nach  geschriben  stat,  umb  zwaintzig  pfünd  und 
sehs  pfunt  guter  Haller  (Quittung).  Daz  ist  daz  gelt:  ain  pfunt 
guter  Haller  sehs  Haller  minder  uss  der  wis  im  braitriet  diu  ünser 
frowun  saligen  der  von  Sultz  was ;  ailfthalben  Schilling  güter  Haller 
uss  den  wehselwisun  die  der  Kapplarinen  warun  und  uss  aim 
garten  der  och  ir  was;  und  zwölf  Schilling  guter  Haller  und  driu 
hünr  und  ain  viertal  ayer  uss  dem  gut,  daz  Gislun  von  Ulm  was 
daz  Utz  Ulrichs  des  Gastz  sun  von  der  samnung  hett,  mit  der  be- 
schaidenhait  und  gedingd:  wenn  die  zwo  swestra  die  Mursellina 
abgänd  von  todes  wegen ,  so  sol  ain  pfunt  geltz  ledig  sin  der  10 
samnung  ze  verkoffend  und  sol  denn  daz  übrig  gelt  Haller  hünr 
und  ayer  werden  Katherinen  von  Hornstain.  Und  nah  ir  tod  sol 
daz  selb  gelt  dienen  der  samnung  gemainlich  über  tisch  zu  ir  müter 
jarzit.  Siegler:  wir  diu  abtissenn  und  der  convent  gemainlich  des 
vor  genanten  gotzhus.  | 

Der  [brief]  wart  geben  an  sant  Johans  abend  ze  süngiden,  do 
man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar  fünfzig  jar  dar 
nah  im  nünden  jar. 

NB:  Umb  ain  pfunt  VI  Haller  minr  geltz  uss  ainr  wise  im  brait  riet, 
ailfftlialben  Schilling  uss  wechselwisun  und  XII  Schilling  III  hünr  I  viertel  aiger.  2 
Des  wird  I  libra  ledig  der  samnung  nah  der  Murtzellinun  tod  und  das  ander 
gelt  gaut  in  die  jarzit. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


63 8.  1359.  28.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  zu  H eilig¬ 

kreuz  tal  verkaufen  an  Johann  und  Elisabeth  von  Schatz¬ 


berg  Gülten  zu  Dollhof  und  Altheim. 


Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjelnn,  das  wir 
den  vesten  ritter  hern  Johansen  vorn  Schatzberg  ze  Wlflingen  ge¬ 
sessen  und  frow  Elzbeten  vom  Stain  sinr  elidier  frown  ains  rehten 
und  redlichen  koufs  ze  kouffent  habin  geben  zwai  pfunt  Haller 
järlichs  geltz,  das  ain  pfunt  uss  den  wisun  ze  Tollen dorf  und  zehen 
Schilling  Costentzer  geltz  die  zu  den  ziten  die  Schinbain  von  Althain 
gent  und  warent  der  von  Sultz,  umb  drissig  pfunt  Haller  güter 
und  geber  (Quittung)  und  habin  daz  getan  mit  der  beschaidenhait, 
daz  dü  zwai  pfunt  Haller  geltz  ümmer  me  eweklich  sont  dienen 
ünsrer  samnung  tisch  an  hern  Hansen  müter  der  von  Hasenstain  jarzit 
ain  pfunt  Haller  und  daz  ander  pfunt  an  herr  Hansen  und  frow 
Elzbeten  suns  Berchtoltz  saligen  jarzit.  Und  dero  jarzit  son  wir 


13B9. 


387 


da  mit  eweklich  begän  ze  ünsers  conventz  tisch.  Und  weles  jars 
wir  ald  ünser  nachkomenden  die  jarzita  nitt  begiengin  mit  den 
zwain  pfunden  geltz,  so  sont  des  jars  dü  selben  zwai  pfunt  Haller 
geltz  verfallen  sin  sant  Peters  gotzhuss  ze  Wlflingen.  Wir  noch 
5  unser  nachkomenden  ensülin  och  dü  selben  zwai  pfunt  Haller  geltz 
nümmer  versetzen  noch  verkouffen  noch  in  kainn  weg  anders  ver- 
endern  denn  zu  den  jarziten  alz  geschriben  ist.  War  och  ob  dü 
güt  dü  zwai  pfunt  Haller  geltz  jarlichs  nit  gerichten  möchtin  was 
denn  gebrast  weles  jars  ald  wie  dik  daz  beschäch,  das  sol  ain 
0  kellerin  ünsers  gotzhuss  dü  denn  ist  ervollen  gar  und  gantzlich  zü 
den  vor  genanten  jarziten.  Siegler:  wir  frow  Bena  abbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  nimden  und  fünftzigostem  jar 
:5  an  sant  Peters  abent. 

ND:  Zu  der  von  Hasenstein  jarzit  und  zu  Bercli[toltz]  von  Hornstain  her 
Hansen  von  Schatzberg  suns  jarzit  X  Schilling  Costentzer  von  Althain  und  I  libra 
Haller  von  Tollendorf. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

>0  639.  1359.  30.  Oktober.  Ritter  Wolf  von  Jungin  gen 

leiht  Kunz  und  Irmel  Kugle r  von  Mengen  ein  Gut  zu 
Langenenslingen. 

Allen  .  .  kund  ich  Wolff  von  Jüngingen  ritter,  das  ich  han 
gelühen  ze  ainem  manlehen  Cüntzen  dem  Kugler  genant  ainem  burger 
25  ze  Mangen  und  Irmelun  silier  elichena)  husfrowen  wilunt  Eberlis 
dez  Maigers  saelgen  tochter  daz  gut  ze  Enslingen  gelegen  swie  ez 
genant  ist,  daz  selb  gut  och  der  vor  genanten  frowen  vatter  und 
ir  brüder  vormales  von  mir  ze  leben  gehebt  hant.  Daz  hän  ich 
Cftntzen  dem  Kugler  und  Irmelun  siner  elichen  frowen  beiden  ge- 
j30  mainlich  gelühen.  Und  war  och,  daz  Cüntz  der  Kugler  und  Irmel 
sin  elichu  frowe  liberben  gewunnent,  den  selben  liberben  sol  ich 
Wolff  von  Jungingen  und  och  min  lib  erben  daz  gut  och  liehen  in 
aller  der  wise  alz  da  vor  geschriben  stat.  Siegler:  ich  Wolff  von 
Jungingen. 

35  Der  [brief]  wart  geben  an  der  nähstun  mitkun  vor  aller 
hailgen  tag  dez  jar  es,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehenhundert 
und  fünfzig  jar  dar  nach  in  dem  nünden  jare. 

Das  S  fehlt. 

a)  Hernach  fro  gestrichen. 


388 


1360. 


640.  1360.  4.  Februar.  Salem.  Abt  Berthold  von  Salem 
entscheidet  einen  Streit  über  die  Zugehörigkeit  der 
Ehehalten  des  Klosters  zur  Andelfinger  Kirche. 

Nos  frater  Berhtoldus  abbas  monasterii  in  Salem  sacre  theo- 
logie  professor  noturn  facimus  universis  ||  presentes  literas  inspecturis, 
quod  cum  inter  religiosas  in  Cristo  abbatissam  et  conventum  in 
Yalle  Sancte  Crucis  nomine  ||  sui  monasterii  ex  una  et  discretum 
yirum  sacerdotem  perpetuum  vicarium  in  Andelvingen  nomine  prefate 
sue  ecclesie  que  applicata  est  ||  iamdudum  mense  monasterii  memorati 
ex  parte  altera  lis  seu  questio  verteretur  super  famulis  et  famulabus 
conducticiis  sive  mercennariis  monasterii  in  Yalle  Sancte  Crucis, 
utrum  pertineant  vel  pertinere  debeant  ecclesie  in  Andelvingen. 
Nos  igitur,  ex  quo  ambe  partes  in  nos  compromittendo  concorditer 
nos  pro  arbitro  elegerunt  ut  causam  sive  litem  secundum  deum 
et  nostram  conscienciam  decideremus,  inspectis  ac  eciam  conside- 
ratis  cum  omni  deliberacione  nostri  ordinis  libertatibus  litem  in  hunc 
finem  decidimus  declarando,  ut  tota  familia  utriusque  sexus  sive 
conducticii  monasterii  aut  mercennarii  habentes  ibidem  corporalem 
mansionem  vel  extra  dummodo  alias  sint  subditi  ecclesie  in  Andel¬ 
vingen,  pertineat  et  pertinere  debeat  eidem  ecclesie  et  a  perpetuo 
ibidem  vicario  ecclesiastica  percipere  sacramenta,  nullo  penitus  iure 
in  conducticiis  seu  mercennariis  monasterio  in  Yalle  Sancte  Crucis 
aliquatenus  pertinente,  prebendariis  et  familiaribus  utriusque  sexus  qui 
se  et  sua  dicto  monasterio  donaverunt  dumtaxat  exceptis.  Et  hoc  sub 
robore  nostri  sigilli  huic  litere  appensi  puplice  presentibus  protestamur. 

Datum  et  actum  in  predicto  nostro  monasterio  Salem  anno 
domini  millesimo  CCC  sexagesimo  feria  tercia  proxima  post  festum 
purificationis  virginis  gloriose  indictione  XII. 

ND:  Decisio  litis  inter  nos  et  plebanum  in  Andelfingen  super  famil[ia] 
domus  nostre. 


1( 


Ein  OvalS.  Im  Bilde  steht  ein  Prälat;  über  seinem  Haupte  ist  ein 
gothischer  Aufbau,  ü:  S\  F.  B'TOLDI  • AB • •  •  •  MON  •  IN  •  SALEM. 

Dieses  Pergament  ist  ein  Palimpsest ;  von  der  abgekratzten  Urkunde  ist  am 
Schluss  noch  indictione  XIII  zu  lesen.  Text  und  Schrift  sind  jedoch  unverdächtig. 


641.  1360.  4.  April.  Abtissin  und  Konvent  verkaufen 

an  Salmea  und  Anna  Goldlin  15  U  Haller  jährlichen 
Zins  zu  einem  Leibgeding  um  155  <a. 

Wir  frow  fBena  Murtzelin  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal  verjehin ,  daz  wir 


1860. 


389 


den  geistlichen  frown  Salmeen  und  Annen  Goldlinen  Cünrat  Goldlins 
kinden  unsren  klosterfrowen  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  ze 
kouffind  habin  ggeben  ir  baider  libe  ze  lippding  die  wil  si  baid  sint 
und  nitt  furo  fünftzehen  pfunt  Haller  geltz  jarlich  umb  hundert  pfunt 
5  fünftzig  pfunt  und  fünf  pfunt  blosser  Haller  (Quittung).  Und  habin 
si  dero  bewiset  fünf  pfunt,  vierdhalbes  von  ünsrer  müli  ze  Althain, 
der  nidrun  müli  da  Ruf  der  müller  uff  sitzt,  und  drissig  Schilling 
Haller  geltz  uss  unserer  müli  ze  Herbrechtingen  die  man  nempt  die 
Bite  müli.  Dü  andrü  zehen  pfunt  dü  sol  in  ain  kellerin  ünsers 
10  gotzhuss  dü  denn  ist  richten  und  gen  jarlich  uff  sant  Michels  tag- 
all  die  wil  wir  si  dero  unbewiset  habin.  Wenn  ald  wa  wir  aber 
si  der  zehen  pfunt  aller  ald  ainn  tail  bewisin  nach  erbaro  lüt  raut 
uff  dü  gut  da  si  in  gewiss  sint,  da  sont  si  si  nemen  und  sont  üns  ge- 
ruwet  lan  umb  als  vil  alz  wir  si  bewiset  habin.  Und  sont  si  dü  fünftzehen 
16  pfunt  Haller  jarlichs  geltz  von  üns  ald  von  den  güten  da  wir  si  ir  bewisent 
messen  und  han  all  die  wil  si  baid  sint.  Wenn  aber  iro  dü  ain  enist,  so 
sont  derselbo  fünftzehen  pfunde  fünfü  ledig  sin,  vierdhalbs  üns  und 
ünserm  gotzhuss  und  die  drissig  Schilling  Haller  geltz  den  jarziten 
ünsers  gotzhuss  zu  frow  Annun  saligen  von  Rischach  ir  müter  jarzit, 
20  der  järzitlichen  tag  mitt  drissig  Schillingen  Hallern  der  selbo  fünf 
pfunt  wir  eweklich  sülin  begän.  Wenn  aber  si  baid  ensint,  so  sint 
dü  fünftzehen  pfunt  Haller  jarlichs  geltz  und  dü  gut  da  wir  si  dero 
uff  bewistin  ledig  und  los  gar  und  gäntzlich  üns  und  ünserm 
gotzhuss  aun  aller  manglichs  widerred,  denn  alz  verrer  daz  wir 
25  mitt  drissig  Schillingen  Hallern  von  den  selben  fünftzehen  pfunden 
ir  müter  jarzitt  als  vorgeschriben  ist  eweklich  sülin  begän  durch  ir 
müter  und  Cünrat  Goldlins  ir  vatter  sei  hails  und  glükes  willen. 
Siegler:  wir  frow  Bena  Murtzelin  abbtissen  und  der  convent  ge- 
mainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

30  Der  [brief]  wart  ggeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
I  zehenhundert  jar  dar  nach  im  sechtzigostem  jar  an  dem  hailigen 
abend  ze  ostrun. 

Zwei  8  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

642.  1360.  1.  Mai.  Die  Gr afen  Heinrich  und  Friedrich 

35vonVeringenverkaufenKunz  denMaier  vonHettingen 
an  Heiligkr eu ztal  um  6  U  Haller. 

Wir  graff  Hainrich  von  Yeringen  und  wir  graff  Fridrich  von 
Veringen  des  ietzgenanten  graff  Hainrichs  sun  verjehin,  daz  wir  der 
abbtissen  und  dem  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  Iren 


390 


1360. 


nachkomenden  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  habin  ggeben  ze 
kouffend  ünsern  aigenn  man  Cüntzen  den  Maiger  von  Hatingen  mit 
allen  den  rehten  dü  wir  zu  sim  libe  und  gut  hetten  ald  han  mochtin, 
umb  sechs  pfunt  Haller  ( Quittung ,  Auflassung).  Wir  verjehin  och, 
daz  wir  wer  und  troster  sigin  für  graff  Wolflin  von  Yeringen  mim  5 
des  vor  genanten  graff  Hainrich  sun  und  mim  des  vor  genanten 
graff  Fridrichs  brüder,  wan  der  im  land  nitt  enist,  daz  dirr  kouff 
sin  guter  will  und  gunst  sige  und  daz  er  sich  verzihe  aller  der 
reht,  die  er  ald  sin  erben  zu  Cüntzen  dem  Maiger  hän  mochtin  und 
daz  er  noch  wir  kain  ansprach  niemmer  me  habin  und  enhän  sülin  k 
zu  Cüntzen  dem  Maiger,  zü  sim  güt  noch  zu  den  frown  von  Hailig- 
crütztal  von  sinen  wegen.  Siegler:  wir  graff  Hainrich  von  Yeringen 
und  wir  graff  Fridrich  von  Yeringen  sin  sun. 

Der  [brieff]  wart  ggeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  dar  nach  im  sechtzigostem  jar  an  sant  Waltpurgg  ii 
tag  der  hailigen  junkfrown. 

Zwei  MundS  der  Grafen  von  Veringen.  Die  S  hängen  an  beschriebenen 
Pressein.  Auf  2.:  ...  abt[issen]  und  der  convent  gm[mainlich  des  gotz]huss 
ze  Hailigcrütztal  verjehin 

643.  1360.  18.  August.  Mengen.  Jäkli  Al  wich  von  2 

Mengen  verkauft  8  Juchart  Ackers  an  Heiligkreuztal 

um  20  $  Haller. 

J\ch  Jäkli  Alwich  ain  burger  ze  Mengen  tun  kunt,  daz  ich 
reht  und  redelich  hän  verköffet  und  ze  köffent  geben  den  erberen 
und  gaistlichen  frowen  dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  2 
Hailigcrücztal  und  allen  iren  nachkomenden  aht  juchart  akkers  ze 
Hundersingen  gelegen  die  hie  nach  verschriben  stänt:  den  langen 
acker  ennund  dem  Boppen  dez  vier  juchart  sint,  und  ain  juchart 
die  man  nemmet  der  ger  bi  dem  österholtze,  ain  juchart  bi  dem 
crücze  an  dem  zile,  und  zwo  juchart  die  man  nemmet  der  lange 
akker  bi  dem  Lüczelbach.  Und  hän  inen  öch  die  aht  juchart  akkers 
mit  allen  rehten  alz  ich  sü  genossen  hän  gegeben  für  reht  aigen 
umb  zwainczig  pfunt  güter  Haller  (Quittung).  Währschaft  nach  der 
stat  reht  ze  Mengen.  Siegel:  der  stat  ze  Mengen  insigel.  Wir  der 
amman  und  der  rät  der  stat  ze  Mengen  (S  anhängung). 

Der  [brieff]  ist  geben  ze  Mengen  an  dem  nehsten  zinstag  vor 
sant  Bartholomei  tag,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehenhundert 
jar  und  sehtzig  jare. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


1860. 


391 


644.  1360.  24.  November,  Hans  der  Haller  von  Ried¬ 

lingen  verkauft  an  Heiligkreuztal  sein  Haus  zu  Ried¬ 
lingen  um  23  15  s.  Haller. 

Ich  Hans  der  Haller  zu  den  ziten  gebüttel  ze  Rüdlingen  der 
5  stat  und  ich  Ursell  Goingerin  sin  elicliiu  husfrow  urMndin ,  daz  wir 
gebin  und  geben  habin  ze  köffend  ains  rechten  und  redlichen  kofs 
den  frowen  ze  Hailigcrütztal  dem  kloster  und  dem  covent  gemain- 
lich  unser  hus  daz  ze  Rüdlingen  in  der  stat  gelegen  ist  in  der  hüll, 
ainhalb  an  ir  schuir  diu  des  Mülherren  saligen  vormals  waz  und 
10  anderhalb  an  des  Maigers  saligen  ain  Sieglin  1ms,  und  habin  inen 
daz  hus  geben  für  recht  aigen  also  daz  nit  anders  geltz  jar- 
lichen  dar  uss  gät  denn  ain  pfund  wahs  den  hailigen  ze  Rüd¬ 
lingen  und  ahtzehen  Haller  ze  hofstatzins  uffa>  sant  Martis  tag. 
Und  ist  der  köff  getan  umb  vier  und  umb  zwainzig  pfund  Haller a) 
15  fünf  Schilling  Haller  minder  (Quittung).  W  ähr  schuft  nach  der  statt 
reht  ze  Rüdlingen.  Ze  bürgen  gesetzt:  Haintzen  den  Satler,  Claus 
den  Jochar,  Cüntzen  den  Mochentaler  den  man  nempt  den  Nagel 
und  Hansen  den  Kurtzen  all  burger  ze  Rüdlingen  all  unverschaiden- 
licli  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait,  war  ob  daz  hus  den 
20  frowen  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomen  ansprachig  wurd  und 
wir  ald  unser  erben  inen  es  nit  vertgitint  verstündin  und  ver- 
sprachint  nach  dem  rechten  als  vor  geschriben  ist,  so  hant  si  ge- 
walt  und  gilt  recht  die  bürgen  ze  manint  ze  hus  ze  hoff  ald  under 
ögen.  Und  die  sont  denn  nach  der  manung  in  aht  tagen  den 
25  nächsten  in  varn  ze  Rüdlingen  der  stat  und  sont  da  laisten  ain 
recht  und  gewonlich  giselschaft  (Einlager)  ieglicher  mit  sin  selbs  üb. 
Ersatzmann  in  den  nächsten  vierzehen  tagen,  wenn  wir  ald  unser 
erben  von  inen  des  ermant  werdint.  Tatin  wir  des  nit  so  hant  si 
gut  recht  der  beliben  bürgo  zwen  ze  manind  weli  si  wenfc.  Ez  ist  och 
30  gedingd  und  berett,  daz  ich  Hans  der  Haller  und  ich  Ursell  sin 
elichiu  husfrow  ald  unser  erben  daz  hus  und  die  bürgen  als  lang 
vertgun  verstan  und  versprechen  sülin  als  vor  geschriben  ist  als 
dik  si  im  nottürftig  werdent,  untz  den  amman  und  den  rät  ze 
Rüdlingen  den  maisten  tail  des  rätis  dunkt,  daz  wir  ez  nit  lenger 
35  noch  füro  tün  sülin  (Lösung).  Siegler:  der  amman  und  der  rät 
ze  Rüdlingen.  Wir  die  bürgen  verjehin  (Bekenntnis) .  .  .  .  wan  wir 

aigner  insigel  och  nit  habin,  so  habin  wir  all  gemainlich  gebetten  den 
amman  und  den  rät  ze  Rüdlingen,  daz  si  durch  unser  aller  ernst¬ 
licher  bett  wegen  ze  merrer  sicherhait  aller  vor  geschriben  sacli  ir 
40  aigen  gemain  stett  insigel  och  hant  gehenkt  an  disen  brief,  der 


392 


1360—1361. 


geben  ist  an  sant  Katherinun  abent,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
drüzehenhundert  jar  dar  nach  im  sehzigosten  jar. 

ND :  Ain  kouf  brief  umb  daz  huse  ze  Rüdlingen,  daz  wir  umb  den  ge- 
büttel  Hansen  den  Haller  koufftun. 

Das  S  fehlt. 

a)— a)  Alles  Dazwischenliegende  auf  Rasur. 


645,  1360.  9.  Dezember. 

Graf  Hainrich  von  Veringen  eignet  seinem  lieben  kneht  Cftn- 
rad  dem  Tod  burger  ze  Veringen  umb  die  dienst  die  er  uns  getan 
hat  und  noch  her  nach  tun  sol  dez  Bramers  gütli  ze  Ittenhusen  l 
gelegen  da  nu  Bentz  Warntal  uffe  sitzzet,  und  daz  gütli  ze  Winter¬ 
lingen  dem  dorf  daz  er  umb  Rufen  Manczen  seligen  sun  an  der 
brugge  koufet  da  nu  Waltz  der  Nefe  uffe  sitzzet  und  daz  dar  zu 
gehöret  daz  der  selb  Cüntz  der  Tod  untz  her  von  uns  ze  manlehen 
hat  gehebt.  Wir  [geben]  disen  offenn  brief  Cüntz  dem  Tod  und  l 
allen  den  den  sin  notdürftig  ist  besigelten  mit  unserm  aigen  an¬ 
gehenkten  insigel  und  under  unser  beider  sune  graf  Wolfrad  und 
graf  Fridrich  insigeln. 

Der  [brief]  wart  geben  an  der  nehsten  mitwochen  nach  sant 
Nycolaus  tag,  do  man  von  Cristus  gebürte  zalte  driuzehenhundert  5 
jar  dar  nach  imme  sehtzzigosten  jar. 

Drei  Rund  S  der  Grafen  Heinrich,  Wolfrad  und  Friedrich  von  Veringen. 

—  Das  Pergament  ist  teilweise  durch  Schmutz  unleserlich  geworden. 


646,  1361.  Anfangs  März.  Herbertingen.  Walther  von 
Beuren  verkauft  an  Hansen  den  Wilden  von  Mengen  s 

seinen  Hof  zu  Herbertingen  um  130  U  Haller. 

I  ch  Walther  von  Bürren  vergib,  daz  ich  mit  güter  betrahtung  I 
gesundes  libes  und  mütes  ze  kouffend  geben  hän  ains  rehten  und  I 
redlichen  kouffs  minen  hof  ze  Herbrehtingen  gelegen  in  dem  banne  I 
den  ze  den  ziten  Waltz  am  anger  buwet  und  dez  in  allen  eschen  S 
sint  vier  und  zwainzig  jucharten  akkers  und  an  wis  wahs  süben  I 
mann  math,  und  die  hoffstat  bi  miner  wise  gelegen  die  man  nemmet  I 
die  aemd  wise,  alles  für  ain  reht  ledig  aigen  dem  Hansen  dem  I 
Wilden  burger  ze  Maengen  und  sinen  erben,  ez  sige  an  holtz  an  ■ 
veld  an  akkern  an  wisen  an  wasser  an  waid  grund  und  grät  1 


1861. 


393 


mit  allen  rehten  gwonhaiten  und  nützen  und  mit  aller  zügehörd,  umb 
hundert  pfund  Haller  und  umb  drissig  pfund  Haller  alles  guter  und 
genger  Haller  ( Quittung ;  Währschaft)  mit  der  beschaidenhait ,  ob 
im  ald  sinen  erben  dirr  hoff  oder  dirr  stuk  dehains  in  den 
5  ziten  von  ieman  anspraechig  wurdint,  daz  sol  ich  ald  min  erben 
im  ald  sinen  erben  verstän  und  versprechen  an  allen  den  stetten, 
da  man  reht  von  üns  nemen  wölt,  wenn  ich  ald  min  erben  von  im 
ald  von  sinen  erben  ald  von  iren  botten  dar  umb  ze  hus  ze  hoff 
ald  under  ögen  mit  botten  ald  mit  briefen  dar  umb  ermant  werdont 
0  dar  nach  in  manotzt  frist  dem  naehsten.  Ze  bürgen  gesetzt :  Hain¬ 
richen  von  Bartelstain,  Cliünrat  Banzirn  den  eitern,  Fridrichen  von 
Magenbüch  und  Chünrat  den  Hagel  öch  mit  der  beschaidenhait  als 
hie  nach  beschriben  ist.  Waer  daz  ich  ald  min  erben  Hansen  dem 
Wilden  ald  sinen  erben  den  hoff  oder  der  stuk  dehains  dez  selben 
5  hoffz  ob  sü  inen  von  ieman  in  den  ziten  anspraechig  wurdint  nit 
verspraechint  noch  verstündint  in  den  ziten  und  in  den  tagen  als 
vorbeschriben  ist,  so  hat  Hans  der  Wilde  und  sin  erben  vollen  gwalt 
und  gut  reht  min  bürgen  dar  umb  ze  manend  ze  huse  ze  hoff  under 
ögen  mit  botten  mit  briefen.  Und  die  sont  denn  nach  der  manung 
3  in  den  naehsten  aht  tagen  in  varn  unverzogenlich  ze  Maengen  oder 
ze  Sulgen  in  wederr  statt  ez  ieglichem  bürgen  denn  fügt  und  sont 
da  laisten  an  erber  gwonlich  giselschafft  ir  ieglicher  mit  sin  selb 
lip  an  gevaerd  ald  aber  mit  aim  erbern  kneht  und  mit  aim  pfaerit 
( Einlager ).  Ersatzmann  dar  nach  in  den  naehsten  vierzehen  tagen. 
)  Ich  noch  min  erben  sigint  öch  Hansen  dem  Wilden  noch  sinen 
erben  umb  die  gmainen  vogty  diu  über  diz  gut  und  über  andriu 
guter  ze  Herbrehtingen  gät  niutz  gebunden  ze  versprechend  noch  ze 
verstaend  (S  defekt ,  Lösung ).  Siegler:  ich  Walther  von  Bürron 
mit  miner  bürgen  insigeln.  Wir  die  bürgen  vergehint  (S  bekenntnis). 
)  Dirr  brieff  ist  geben  ze  Herbrehtingen,  do  man  zalt  von  Gristus 
|  gebürt  driu zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  aim  und  sehzigosten 
jar  ze  ingaendem  mertzen  manot. 

Fünf  RundS  an  beschriebenen  Pressein.  S  1  zeigt  das  doppeltgestielte 
Lindenblatt;  U:  f  S.  WALTHEBI  •  DE  •  BVRRVN.  S  2  zeigt  die  zwei  Barten 
'  einem  Felsen ;  U:  f  S.  HAINBICI  •  DE  •  BARTELSTAIN.  S  3  zeigt  wieder 
zwei  Barten  auf  Dreiberg;  U:  f  S.  CVNRADI  •  BA[NZI]R.  S  4  zeigt  einen 
halben  Widder  mit  ausgeschlagener  Zunge;  U:  f  S.  FRIDRICI  •  DE  •  MAGEN- 
BVCH.  S  5  zeigt  einen  rechts  ansteigenden  Steinbock;  U :  f  S.  CVONR* 
DCI.  HAGEL. 


394 


1361. 


647 .  1361.  23.  April.  Die  Grafen  Eberhard  und  Konrad 

von  Landau  statten  die  Kloster  fr  au  Adelheid  von 
Landau  aus  und  stiften  vier  Jahr  Zeiten, 
i I  ch  graff  Eberhart  von  Landow  und  ich  graff  Cünrat  von 
Landow  sin  sun  verjehin,  daz  wir  dü  gut  ze  Fridingen  dem  dorf 
vogtai  lut  und  güt  du  wir  kouften  umb  zwai  hundert  pfund  Haller 
umb  die  gaistlichen  frowa  die  abbtissen  und  den  convent  des  gotz- 
huss  ze  Hailigcrütztal  mit  allen  nützen  und  rechten  als  die  selben 
frowa  du  selben  güt  ze  Fridingen  och  koufft  hettun  umb  graff 
Hainrich  von  Veringen,  habin  gegeben  und  gebin  mit  disem  brief 
der  abbtissen  und  dem  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  durch 
gott  und  durch  ünsrer  und  ünsrer  vordro  sei  hails  willen  mitt  der 
beschaidenhait,  daz  die  frowa  von  Hailigcrütztal  und  ir  nachkomenden 
von  den  selben  guten  ze  Fridingen  miner  dez  graff  Eberhart  von 
Landow  tochter  Adelhait  von  Landow  klosterfrown  ze  Hailigcrütztal 
jarlich  sont  richten  und  gen  fünf  pfunt  Haller  geltz  all  die  wil  sü 
lebt  allü  jar  uff  sant  Michels  tag.  Und  mit  den  übrigen  nützen 
dez  selben  gütz  sont  si  der  samnung  ze  Hailigcrütztal  dienen  ze 
tisch  nach  der  samnung  nutz  füg  und  frumen  und  da  mitt  begän 
jarlich  mins  graff  Eberhartz  von  Landow  vatter  saligen  jarzit  und 
minr  dez  graff  Cünrat  von  Landowe  müter  saligen  jarzit  und  och 
ünsrer  baider  vor  genanto  graff  Eberhart  und  graff  Cünrat  von  Landow 
jarzit,  wenn  wir  von  tode  abgiengin  daz  gott  lang  wende.  Wenn 
aber  Adelhait  von  Landow  min  des  graff  Eberhart  von  Landow 
tochter  von  tode  abgaut  daz  gott  och  lang  wende,  so  son  denn  die 
frowa  von  Hailigcrütztal  und  ir  nachkomenden  daz  güt  alles  und 
die  nütz  all  und  die  reht  allü  von  dem  güt  ze  Fridingen  bewenden 


nach  ir  samnung  tisch  nutz  füg  und  frumen  und  da  mitt  der  sam¬ 
nung  dienen  ze  tisch  und  die  jarzita  da  mitt  begän  als  vor  geschriben 
ist.  Die  frowa  von  Hailigcrütztal  noch  ir  nachkomenden  ensont  och 
dü  güt  ze  Fridingen  gar  noch  ain  tail  alz  sie  kouft  wrden  um 
graff  Hainrich  von  Veringen  weder  versetzen  noch  verkouffen  noc 
mitt  andren  lüten  bevogtun  denn  mitt  in  selber  und  mitt  ir  ampt 
lüten  noch  in  kain  weg  anders  verendern  noch  verkümmern  den 
zü  ir  samnung  tisch  nach  der  samnung  nutz  und  füg  und  zü  de 
jarziten  alz  vor  geschriben  ist.  Und  wenn  ald  wa  die  frowa  al 
ir  nachkomenden  diser  artikel  ainn  und  diser  stuk  ains  ald  m 
brächin  und  nit  gaentzlich  behieltin  als  vor  geschriben  ist,  so  so 
dü  güt  ze  Fridingen  vogtai  lüt  und  güt  as  si  graff  Hainrich  vo 
Veringen  an  sie  haut  herbracht  üns  und  ünsren  erben  so  wiH 


1861. 


395 


enwärin  eweklich  vervallen  sin.  Und  verzihin  uns  fürbas  für  uns 
und  ünser  erben  aller  der  recht  und  nütz  die  wir  ald  ünser  erben 
zu  den  güten  ze  Fridingen  hettun  ald  hän  möchtin  aun  die  recht 
dü  uns  und  unsren  erben  behalten  sint  an  disem  brieff,  wan  wir 

5  dü  vor  genanten  gut  in  ergeben  habin  ledclich  und  frilich  durch 
gott  und  durch  ünsrer  vordro  sei  hails  willen  alz  hie  vor  verschriben 
ist.  Siegler:  wir  graff  Eberhart  von  Landow  und  graff  Cünrat  von 
Landow  sin  sun. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Gristus 

0  gebürt  drützehenhundert  jar  und  ains  und  sechtzig  jar  an  sant 
Georien  tag. 

NB:  Zu  der  von  Landow  jarzit  daz  gut  ze  Fridingen  daz  si  uns  gegeben 
h'änt  mitt  disem  brief  mit  allen  rehten  als  diser  brief  seit,  und  des  selben  hänt 
och  si  ain  brief  von  üns  diser  bunttnüst. 

5  Von  zwei  S  ist  das  zweite  ein  Rund  S  erhalten.  Es  zeigt  den  Schild 

der  Landauer,  drei  Hirschstangen  mit  je  5  Enden ,  eingeschlossen  in  einen 
Breipass. 


648.  1361.  15.  Juni.  Die  Heiligkreuztaler  Klosterfrau 

Elisabeth  die  Strübin  bekommt  Konrads  von  Hornstein 
0  Gut  zu  Griiningen  halb  zu  niessen  als  Leibgeding. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  du 
gaistlich  frowe  Elizabeth  dü  Strüben  ünser  klosterfrow  mit  ünserm 
urlob  gunst  und  gutem  willen  hett  und  sol  han  und  niessen  daz  gut 
5  halbes ,  daz  wir  umb  hern  Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningen 
gesessen  koufftun  all  die  wil  sü  ist.  Wenne  aber  sü  von  tode  ab 
gaut  dasz  gott  lang  wende,  so  sol  daz  selbe  halbtail  dez  selben 
I  gütez  vallen  an  ünser  samnung  tisch.  Und  sülin  wir  da  mitt  eweklich 
begän  allü  jar  ir  vatters  Jacobs  saeligen  Strüben  jargetzit  an  sant 
3  Elizabethun  tag  und  Eberhartz  von  Althain  saeligen  ir  wirtz  jarzit 
an  sant  Mathyas  tag.  Und  sülin  mitt  dem  selben  gut  an  den  jar- 
zitlichen  tagen  ünsrer  samnung  dienen  ze  tisch  als  gewonlich  ist 
by  uns  jarzita  ze  begend.  Weles  jares  aber  wir  ald  unser  nach- 
komenden  die  jarzita  also  niht  begi engen  da  vor  gott  si,  so  sont 
5  die  nütz  von  dem  gut  ir  tail  dez  jars  vervallen  sin  dem  gotzhuss 
ze  Salmanswiler.  Siegler:  wir  frow  Anna  abbtissen  und  der  convent 
dez  gotzhuss  ze  Hailigencrütztal. 


396  1361. 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  man  zalt  von  gottz  gebürt  drützehen- 
hundert  jar  sehtzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Yitz  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


649.  1361.  27.  Oktober.  Konrad  der  Tod  vonVeringen 

gibt  seiner  Tochter  Katharina  Klosterfrau  zu  Heilig¬ 
kreuztal  sein  Gut  zu  Ittenhausen. 

l\ch  Cünrat  der  Tod  burger  ze  Yeringen  vergib ,  daz  ich 
willeclich  bi  gesundem  übe  und  mit  ainer  guter  zitiger  betrahtung 
ouch  mit  willen  und  mit  gunst  frowen  Itun  miner  elicher  husfrowen 
und  aller  der  willen  und  gunst  so  dar  zu  notdürftig  was  frilich 
und  ledeclich  gegeben  han  frowen  Katherinen  miner  tohter  ainer 
conventfrowen  ze  Hailigencrütztal  min  gut  aigenlich  und  ledeclich 
han  gegeben,  daz  ich  ze  Ittenhusen  dem  wiler  gelegen  han  daz 
ietzo  zu  disen  ziten  als  dirre  brief  geben  ist  Yarndorf  besitzzet  und 
buwet,  und  antwurt  und  gib  irs  mit  disem  brief  für  aigen  und 
ze  aigen  also  daz  si  es  hinnan  hin  immer  me  niessen  sol  besetzzen 
und  antsetzzen  sol  nach  ir  aller  besten  nutzze  und  notdurfd  und 

daz  si  dar  an  nieman  untz  an  ir  tode  nieman  weder  sumen  noch 

irren  sol.  Und  wenne  si  von  todes  wegen  nit  enist,  so  sol  daz 

selb  tätig  güt  iemmer  me  der  samnung  dienen  an  den  tisch  dez 

selben  closters  und  sülen  die  frowan  der  samnung  dar  umbe  iemmer 
me  began  uffe  den  nehsten  mentag  vor  sant  Gallen  tag  min  jar- 
gezit  und  dar  zu  zwaiger  miner  elicher  husfrowen  ainer  Adelhait  und 
ainer  Iten  jarzit,  mines  vatter  mines  müter  und  aller  miner  vorderen 
jargezit.  Und  weles  jares  siu  dez  nit  entaten  daz  kuntbar  möht 
gemachot  werden,  des  selben  jares  nütz  es  wäre  von  ainem  jare 
oder  von  me  der  sol  denne  gevallen  an  sant  Michels  gotzhus  ze 
Yeringen  dem  dorf.  Siegler:  die  frowan  der  samnung  des  closters 
von  Hailigencrücstal  und  min  mitte  bürger  von  Yeringen.  Wirl 
die  burger  von  Yeringen  (Sanhängung)  .  .  .  wan  er  nit  aigens  in- 
sigels  hat. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drützehen- 
hundert  und  sehtzzig  jar  dar  nach  in  dem  ersten  jar  an  der  erstei 
mittewochen  vor  aller  hailigen  tag. 

Die  zwei  S  fehlen.  Statt  ver  sonst  üblichen  Interpunktionszeichen  steht^ 
überall  im  Text  Doppelpunkt  ( •  •  oder  :). 


1362. 


397 


650.  1362.  7.  Januar.  Riedlingen.  Heinrich  Unger 

Chorherr  zu  Chur  verkauft  seinem  Oheim  Dietrich  Rich- 
polt  zu  Riedlingen  seinen  Hof  zu  Billafingen  um  140  U 

Haller. 

5  '.Allen  künde  ich  Hainrich  der  Unger  corherre  ze  Cur  und 
ze  Münster  und  kircherre  ze  Remingshain,  daz  ich  mit  gesundem 
libe  und  guter  vorbetrahtung  reht  und  redelich  ze  köfent  han  ge¬ 
geben  und  gib  mit  disem  brief  ze  den  ziten  do  ich  es  wol  getün 
mocht  und  kraft  und  mäht  het  Dietrichen  Richpolt  burger  ze  Rüde- 
L0  lingen  minem  liben  öhan  Katherinun  Hainrichs  saligen  Zwikken 
tochter  burger  ze  Bybrach  siner  elichen  husfrowen  und  iren  erben 
minen  hof  ze  Bilofingen  gelegen  mit  allen  zügehörden ,  als  ich 
und  min  vordem  in  vor  her  gebebt  und  bracht  habin  (Periinenzfonnel) 
umb  hundert  pfunde  und  vierzig  pfunde  guter  und  genamer  Haller 
l5  (Quittung ,  Auflassung).  Und  sol  si  und  ir  erben  nach  der  stat 
recht  ze  Rüdelingen  und  uff  gaistlichem  gerillt  versprechen  und 
uffrichten  an  allen  ieren  schaden  ob  si  sin  in  kainen  schaden  kamen. 
Dez  vor  genanten  kofes  sint  och  gczüg:  Cünrat  der  pfister, 

Hainrich  Stainibain,  Cönrat  der  Kappeller,  Claus  Erendon,  Hans 
>0  Madach  burger  ze  Rüdelingen  und  anderre.  Siegler :  der  Aussteller. 

Der  [brief]  wart  gegeben  ze  Rüdlingen  in  dem  jar ,  do  man 
zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  zwai 
und  sechzigosten  jar  an  dem  nahsten  fritag  nach  dem  obrosten  tag. 

Ein  OvalS.  Im  Bilde  ist  Maria  mit  dem  Jesuskind  auf  dem  linken 
!5  Arm;  das  Feld  sternbesät.  U:  • .  •  [D]CI  •  VNGER  •  CAN  •  ECCE  •  CVRIE[N]  • 

651.  1362.  17.  Januar.  Konstanz.  Der  Offizial  von 

Konstanz  beurkundet,  dass  der  Churer  Domherr  Hein¬ 
rich  Unger  seinen  Hof  zu  Billafingen  an  Dietrich  Rich¬ 
polt  von  Riedlingen  verkauft  hat.1) 

fO  Officialis  curie  Constanciensis  omnibus  presencium  inspectoribus 
subscriptorum  noticiam  cum  salute.  ||  Noverint  presencium  inspectores 
universij  quod  constitutus  coram  nobis  iudicii  in  figura  discretus  |( 
vir  Hainricus  dictus  Unger  canonicus  Curiensis  et  Beronensis  Con¬ 
stanciensis  diocesis  necnon  ||  rector  parrochialis  in  Remingshain  dicte 
Constanciensis  diocesis  ecclesie  sponte  über  et  ex  certa  sciencia 
fatebatur  in  iure  se  vendidisse  et  tradidisse  iuste  vendicionis  titulo 
discreto  viro  Dietrico  dicto  Richpolt  civi  in  Rüdelingen  et  Katherine 
dicte  Zwikin  uxori  sue  legitime  ac  suis  heredibus  et  successoribus 
universis  curiam  suam  sitam  in  Bilovingen  cum  omnibus  suis  iuribus 


398 


1362. 


et  pertinenciis  universis  pro  centum  et  quadraginta  libris  denariorum 
Hallensium  usualium,  quam  eciam  pecuniam  dictus  Hainricus  canoni- 
cus  se  recepisse  fatebatur  in  prompta  et  parata  pecunia  numerata. 

Et  pro  maiori  firmitate  dicte  vendicionis  et  tradicionis  idem  Hainricus 
canonicus  se  constituit  verum  warandum  dicte  empcionis  et  vendicionis  { 
iuxta  consuetudinem  et  statuta  oppidi  in  Rüdelingen  Constanciensis 
diocesis.  Et  nichilominus  promisit  dictus  Hainricus  canonicus  dictis 
ementibus  cavere  de  quolibet  evictionis  periculo  in  foro  spirituali 
coram  nobis  et  alibi  in  eodem  foro  spirituali  dumtaxat  ubi  et  si 
quando  fuerit  oportunum.  Renunciavit  eciam  ad  maiorem  securi-  1 
tatem  Hainricus  canonicus  supradictus  omni  excepcioni  decepcionis 
cuiuslibet  literis  graciis  privilegiis  constitucionibus  consuetudinibus  et 
statutis  universis  editis  et  edendis  omnique  alio  suffragio  canonum 
atque  legum,  quibus  mediantibus  contra  premissa  in  toto  vel  in 
parte  venire  posset  vel  ea  infringere  modo  quovis  adhibitis  in  pre-  1 
missis  verborum  et  gestuum  sollempnitatibus  debitis  et  consuetis. 

In  quorum  testimonium  sigillum  officialatus  nostri  duximus  presenti- 
bus  appendendum. 

Datum  Constancie  anno  domini  millesimo  CCCLX  secundo 
XYI  kalen.  februarii  indictione  quintadecima.  s 

Rfeddite  litteras]. 

Ein  S  ist  abgerissen.  Ein  Heines  Iiuncl  8  ivar  hinten  aufgedruckt. 

x)  Vgl.  Nr.  650. 

652.  1362.  23.  Februar.  Hans  und  Beta  Blatzer  schenken 
ihr  Haus  zu  Riedlingen  an  Heiligkreuztal.  : 

I  ch  Hans  der  Blatzer  von  Althain  und  ich  Elizabeth  sin 
elichii  husfrowe  verjehin,  daz  wir  mitt  wol  bedachter  vorbetrachtung 
gutez  mutz  und  gesundez  libez  der  abbtissen  und  dem  convent  dez 
gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  durch  gott  frilich 
und  durch  ünserr  selo  hails  und  glüks  willen  habin  gegeben  und 
gebin  mit  disem  brief  unser  huse,  dem  man  spricht  dez  Blatzers 
schüre  in  der  stat  ze  Rüdlingen  gelegen  ain  halb  an  Hansen  dez 
Tretners  huse  und  anderhalb  an  Bentzen  Fütrichs  huse.  Und  ver- 
zihin  uns  aller  der  reht  aigenschafft  nütz  ald  gwonhaiten,  wan  wir 
ez  ledklich  und  aigenlich  ünsren  frown  ze  Hailigcrütztal  gegeben  ! 
und  ergeben  habin  (Zeremoniell).  Siegler:  her  Cünrat  Luppf  ünser 
lüpprister  ze  Althain  und  ze  Rüdlingen,  her  Cünrat  von  Hornstain 
ze  Grüningen  gesessen  und  her  Ludwig  von  Hornstain  ze  Nüfron 
gesessen  baid  ritter,  wan  wir  aigner  insigel  nitt  habin. 


1362. 


399 


Dirr  brief  ivcirt  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
qebürt,  drützehen  hundert  jar  sechtzig  jar  und  zwai  jar  an  dez 
hailigen  zwölfbotten  sant  Mathias  abent. 

Drei  BundS  des  Konrcid  Lupf  und  zweier  Bitter  von  Hornstein. 

5  653.  1362.  21.  März.  Abtissin  und  K onv ent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  an  die  Küsterin  des  Klosters  30  s. 
Haller  ewigen  Gelds  für  das  von  Konrad  Tod  gestiftete  Licht. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrutztal  verjehin ,  daz  wir 
0  ainer  küstrinun  ünsers  gotzhuss  dti  denn  ist  in  ir  kustri  ampt  ains 
rechten  und  redlichen  kouffs  habin  gegeben  ze  kouffend  drissig 
Schilling  Haller  järlichs  ewiges  geltz  uss  unsren  wisun,  die  man 
nennnet  die  wrwisa  und  die  man  nemmet  die  vedrantes a)  rüti  die 
gelegen  sint  ennenthalb  der  kaltun  Altach  die  Cuntz  der  Stadel- 
5  maiger  und  Haintz  der  Stadelmaiger  sin  brftder  von  Mengen  hant, 
umb  zwaintzig  und  vier  pfunt  Haller,  der  wir  von  ir  diub)  zu  disen 
ziten  tinser  kustrin  ist  gewert  sigin.  Und  sol  ain  kustrin  ünsers 
gotzhuss  dü  denn  ist  die  selben  drissig  Schilling  Haller  geltz  järlich 
innemen  und  da  mitt  Ctinrat  dez  Todes  von  Yeringen  liecht  ewek- 
0  lieh  besorgun  und  sol  si  in  dehain  weg  anders  verendern  denn  zü 
dem  lieht.  War  aber,  ob  wir  ain  kustrinun  dü  denn  war  anderswa 
bewistin  drissig  Schilling  Haller  järlichs  geltz  da  si  ir  und  ir  ampt 
alz  gewiss  wärin  alz  uss  den  wisun,  da  sol  sü  die  nemen  und  sont 
üns  denn  tinser  wisa  ledig  sin  und  daz  gelt  uss  den  selben  wisun 
5  ( Ansprache ,  Währschaft).  Siegler:  wir  frow  Anna  äbbtissen  und 
der  convent  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Dirr  brief  wart  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drützehen- 
hundert  jar  dar  nach  im  andern  und  sechtzigostem  jar  an  sant 
Benedicten  tag. 

1  Die  zwei  S.  An  einer  Fresset  sind  noch  Beste  einer  Schrift  zu  sehen. 

a)  tes  auf  Basar;  vielleicht  auch  ces  zu  lesen.  —  Auf  Basur. 

654z,  1362.  14.  Dezember.  Konstanz.  Konrad  der  Kirch- 
h err  v o n  St.  J 6 h a n n  in  Konstanz  entscheidet  einen  Streit 
zwischen  Kloster  und  Konvent  von  Heiligkreuztal  und 
5  d e r  A g n e s  v o n  E gl i n g e n  T o c h t e r  des  weiland  Burkhard 

von  Andel  fingen. 

I .  n .  d.  a.  Cünradus  rector  ecclesie  sancti  Johannis  Con- 
stanciensis  iudex  ad  infrascripta  a  venerabili  viro  domino  Eberhardo 


400 


1862. 


dei  gracia  abbate  monasterii  Augie  maioris  ordinis  sancti  Benedicti 
Constanciensis  ||  dyocesis  sedi  apostolice  inmediate  subiecti  iudice  ad 
eadem  infrascripta  unä  cum  reverendo  in  Christo  domino  episcopo 
Augustensi  et  honorabili  viro  domino  decano  ecclesie  Constanciensis 
cum  clausula,  quatenus  vos  vel  duo  aut  unus  vestrum  ||  per  vos  yel  alium 
seu  alios  etc.,  a  sede  apostolica  delegato  subdelegatus  omnibus  presen- 
cium  inspectoribus  subscriptorum  noticiam  cum  salute.  Noveritis,  quod 
in  causa  coram  nobis  mota  inter  devotas  feminas  ||  abbatissam  et  con- 
ventum  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  Cysterciensis  ordinis  Constan¬ 
ciensis  dyocesis  monasterio  in  Salem  ordinis  et  dyocesis  eorundem 
inmediate  subiecti  seu  ipsarum  syndicum  et  procuratorem  et  nomine 
syndicatus  et  procuratorio  earundem  ex  una  et  Agnetim  de  Eglingen 
relictam  quondam  Burkardi  de  Andolvingen  ex  parte  altera,  oblato 
coram  nobis  in  iure  pro  parte  ipsarum  abbatisse  et  conventus  actricum 
ipsi  Agneti  ree  libello  in  scriptis,  cuius  tenor  sequitur  in  hec  verba : 

Coram  vobis  honorabili  domino  Conrado  cantore  ecclesie  sancti 
Johannis  Constanciensis  iudice  ad  infrascripta  a  venerabili  in  Christo 
domino  abbate  monasterii  Augie  maioris  iudice  ad  eadem  infra¬ 
scripta  cum  certis  suis  collegis  cum  clausula,  quatenus  vos  vel  duo 
aut  unus  vestrum  per  vos  vel  alium  seu  alios,  a  sede  apostolica 
delegato  subdelegato  propono  eg o  Hermannus  dictus  Kröl  syndicus 
seu  procurator  abbatisse  et  conventus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis 
et  syndicatus  seu  procuratorio  nomine  earundem  et  eiusdem  mona¬ 
sterii  nomine  contra  Agnetim  relictam  quondam  Burkardi  de  Andel- 
vingen  et  contra  quamlibet  aliam  personam  pro  eadem  legitime  inter- 
venientem  et  dico  nomine  quo  supra,  quod  licet  abbatissa  et  conventus 
hactenus  fuerint  per  spacium  octo  annorum  proxime  preteritorum,  eo 
salvo  quod  infra  dicitur  in  pacifica  et  quieta  possessione  vel  quasi 
percipiendi  singulis  annis  de  possessionibus  subscriptis  videlicet  castello 
in  vulgo  dicto  Burgstal  domo  curie  orto  et  bomerio  suis  sitis  in  banno 
ville  Andelvingen,  quas  etiam  possessiones  quondam  Burkardus  vir 
legitimus  ut  predicitur  ipsius  ree  coluit  ac  eciam  ipsa  rea  per  spacium 
octo  annorum  proxime  preteritorum  tenuit  et  coluit  quibus  etiam  pos¬ 
sessionibus  cimiterium  in  Andelvingen  contiguatur  —  que  si  opus  fuerit 
digito  demonstrantur  et  oculis  obiciuntur  —  nomine  census  unam  libram 
cere  vel  quatuor  solidos  denariorum  Constanciensium ,  nichilominusi 
tarnen  ipsa  rea  eundem  censum  abbatisse  et  conventui  per  spacium 
trium  annorum  proxime  preteritorum  solvere  dare  et  tradere  neglexit 
ac  contradixit  ac  easdem  meas  dominas  per  spacium  trium  annorum| 
proxime  preteritorum  a  sua  possessione  eiecit  destituit  et  privavil 


1362. 


401 


et  eandem  destitucionem  ratam  et  gratam  liabuit  et  adliuc  habet.  Et 
bec  fecit  rea  temere  indebite  et  de  facto  sine  causa  racionabili  et  legitima 
in  preiudicium  dominarum  mearum  atque  dampnum.  Quare  propter 
premissa  et  ipsorum  quodlibet  quod  suffecerit  peto  ego  procurator 
5  predictus  omni  via  iure  causa  modo  et  forma  quibus  melius  et  effi- 
cacius  facere  possum  et  debeo  vestrum  etiam  officium  in  et  super 
premissis  si  et  in  quantum  boc  opus  fuerit  humiliter  inplorando, 
quatinus  abbatissam  et  conventum  seu  me  nomine  ipsarum  ad 
possessionem  suam  pristinam  qua  fuerant  ante  eiectionem  restituatis 
10  et  reducatis  et  sibi  eandem  reintegretis  cum  etfectu  ac  ipsam  ream 
ad  satisfaciendum  dominabus  meis  seu  michi  nomine  ipsarum  de  censu 
per  ipsam  ream  per  spacium  trium  annorum  proxime  preteritorum 
quemadmodum  premittitur  neglecto  condempnetis  et  condempnatam 
compellatis  vestra  sentencia  diffinitiva  mediante  ecclesiasticam  per 
15  censuram,  cum  legitima  expensarum  refusione  salvo  michi  nomine 
quo  supra  iuris  beneficio  in  omnibus  addendi  mutandi  et  omni 
alio  iure.  Nee  astringo  me  nomine  quo  supra  ad  probanduni  omnia 
et  singula  premissa,  sed  tantum  michi  neccessaria  et  sic  me  non 
aliter  et  non  ultra  admitti  peto.  Huic  libello  respondendum  est 
20  feria  sexta  post  octavam  festi  pentecostes  proxima  hora  prime. 

Porrectus  est  iste  libellus  anno  domini  millesimo  CCCLX  secundo 
feria  sexta  post  dominicam  qua  cantabatur  in  ecclesia  dei  cantate 
proxima  hora  prime  indictione  XV.  Et  lite,  cum  ipsa  rea  in  termino 
sibi  ad  proponendum  omnes  excepciones  tarn  dilationis  quam 
25  declinationis  contra  libellum  statuto  nil  contra  libellum  eundem 
proposuerit  super  ipso  libello  legitime  contestata  prestitoque  iura- 
mento  calumpnie  vitande  et  veritatis  dicende  a  Johanne  dicto  Rüd- 
linger  syndico  et  procuratore  ac  syndicatorio  et  procuratorio  nomine 
aetricum  causa  in  eadem  et  ab  ipsa  rea,  deindeque  certis  per  ipsum 
30  Johannem  et  quo  supra  nomine  positionibus  oblatis  et  responsionibus 
ad  easdem  per  ipsam  ream  factis,  ac  post  hee  certis  testibus  per 
ipsum  Johannem  et  quo  supra  nomine  super  articulis  per  eum  in 
dicta  causa  exhibitis  productis  iuratis  receptis  et  examinatis  et 
ipsorum  dictis  in  scriptis  redactis  atque  sollempniter  in  contumaciam 
35  eiusdem  ree  ad  videndum  hoc  fieri  et  eciam  ad  recipiendum  copiam 
eorundem  dictorum  peremptorie  et  legitime  in  certum  terminum 
oompetentem  citate  sollempniter  publicatis  ipsique  ree  via  dicendi 
I  contra  huiusmodi  attestaciones  sua  exigente  contumacia  in  causa  legitime 
preclusa  et  deinde  in  huiusmodi  negocio  in  contumaciam  eiusdem 
40  ree  certo  termino  competenti  per  nos  ad  hoc  statuto ,  productis 

Wtirtt.  Geschichtsquellen  IX.  26 


402 


1862— 1863. 


tarnen  primitus  certis  litteris  et  instrumentis  per  ipsum  Johannem 
et  quo  supra  nomine  legitime  et  sollempniter  concluso  et  quia 
ipsa  rea  peremptorie  auctoritate  nostra  citata  in  nostre  habitacionis 
curiam  ad  horam  prime  diei  hodierne  ad  audiendum  sentenciam 
nostram  diffinitivam  causa  in  predicta  ipsa  liora  prime  diei  hodierne 
coram  nobis,  cum  in  huiusmodi  causa  sedimus  pro  tribunali  non 
comparuit  nee  pro  se  misit,  Johanne  Rüdlinger  predicto  et  quo 
supra  nomine  coram  nobis  legitime  comparente  ac  contumaciam  ipsius 
Agnetis  accusante  atque  nostram  sententiam  diffinitivam  cum  instancia 
ferri  postulante  prout  premissa  in  actis  cause  plenius  continentur,  ic 
nosque  invenimus  ex  hiis  que  coram  nobis  in  iudicium  sunt  deducta 
visis  et  perlectis  ac  cum  diligencia  recensitis  deductis  eisdem 
quod  ut  subscribitur  sentenciare  debeamus,  idcirco  Cristi  nomine 
invocato  iurisque  ordine  in  omnibus  observato  ac  solo  deo  pre  oculis 
et  eonsilio  iuris  peritorum  babitis,  eisdem  actricibus  possessionem  suam  i 
pristinam  scilicet  percipiendi  singulis  annis  in  festo  sancti  Micbabelis 
arcbangeli  unam  libram  cere  vel  quatuor  solidos  denariorum  Hal- 
lensium  racione  census  de  possessionibus  predictis  reintegrandam  et 
restituendam  fore  et  esse  decernimus  ac  ipsam  ream  absentem 
cuius  tarnen  absenciam  divina  repleat  presencia  ad  satisfaciendum  2 
ipsis  actricibus  seu  Johanni  Rüdlinger  ipsarum  nomine  de  tribus  libris 
cere  vel  duodecim  solidis  denariorum  Hallensium  racione  census 
ipsis  per  ipsam  ream  per  spacium  trium  annorum  iuxta  formam 
libelli  predicti  solvi  neglecti  condempnamus  sentencialiter  et  diffini- 
tive  hiis  in  scriptis,  condempnantes  eciam  ipsam  ream  eisdem  actri¬ 
cibus  seu  Johanni  Rüdlinger  ipsarum  nomine  ad  huius  litis  expensas 
taxacione  ipsarum  nobis  in  posterum  reservata. 

Lata  et  lecta  est  hec  sentencia  in  scriptis  Constancie  in  curia 
habitacionis  nostre  et  per  nos  recitata,  cum  sedimus  pro  tribunali 
in  contumaciam  eiusdem  ree  sufficienter  exspectate  feria  quarta  post 
festum  beate  Lucye  virginis  proxima  que  est  XYI1I1  kalen.  ianuarii 
anno  domini  millesimo  CCCLX  secundo  indictione  iuxta  stilum 
Romane  curie  XV. 

Reddite  literas. 

Bas  S  fehlt. 


6o5.  1363.  5.  Januar.  Ulrich  der  Hergesell  vergleicht 

sieb  mit  Heiligkreuztal  und  gibt  für  nachgelassene  2  U 
Haller  jährlichen  Gelds  Güter  zu  Hundersingen. 

I  ch  IJlrich  der  Hergesell  vergich,  daz  Ach  mitt  der  äbbtissen 


1363 


403 


und  dem  convent  gemainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  lieplich 
und  früntlich  verricht  bin  uff  den  hütigen  tag  umb  all  die  stöss 
und  ansprach,  so  wir  baidenthalb  gen  anander  habin  gehebt  von 
waz  sach  daz  war  mitt  der  beschaidenhait ,  daz  mich  die  frowa 
5  hänt  ledig  und  los  geseit  und  getan  zwaier  pfunt  Haller  jarlichs 
geltz,  d ü  ich  in  jarlich  gen  und  richten  solt  uss  mim  gut  ze  Hunder- 
singen  daz  wilont  koufft  wart  umb  Cünrat  Hirlich  und  umb  sind 
kint,  und  och  der  zins  der  ich  uss  dem  selben  gut  versessen  waz. 
Und  dar  umb  han  ich  Ulrich  der  Hergesell  in  der  richtung  der 
10  abbtissen  und  dem  convent  gmainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal 
und  iren  nachkomenden  gegeben  und  gib  mit  disem  brief  für  ain 
reehtz  fries  und  ledigs  aigen  dü  gut  die  hie  nach  geschriben  sint 
und  Hansen  von  Bützkoven  warent:  ain  hoffraiti  da  Haintz  Haim 
uff*  sitzt  ze  Hundersingen,  und  ainn  böngarten  da  bi  ligend  an  aim 
15  garten  den  die  frowa  von  Hailigcrütztal  vormals  koufft  hänt  umb 
Renharten  den  Hergesellen  minn  brüder.  Und  ain  holtz  litt  hinder 
dem  fürban  gen  dem  buchloh  stosst  ainhalb  an  lierr  Cünrat  von 
Büwenburg  holtz  und  anderswa  zu  den  drin  orten  stosst  ez  an  der 
frowo  von  Hailigcrütztal  holtz  ( Auflassung ,  Währschaft,  Ansprache). 
20  Siegler:  der  Aussteller  und  Hans  von  Hornstain  ze  Goffingen  gesessen 
und  Eberhart  von  Obrenstetten  die  bi  diser  richtung  waren.  Wir 
Hans  von  Hornstain  und  Eberhart  von  Obrenstetten  verjehin,  daz 
wir  bi  diser  richtung  waren  und  si  also  Sachen  und  horten  geschehen 
als  geschriben  ist  ( S  anhängung ). 

>5  Der  [brief J  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  drü  jar  an  dem 
obresten  abend. 

Die  drei  S  sind  grossenteils  verloren. 

656.  1363.  20.  Februar.  Mengen.  Margareta  Waffen - 

joröckin  von  Mengen  gibt  Haus  und  Garten  zu  Mengen 
j  un d  4  U  Hall  er  j  ährlich en  Gelds  an  Heiligkreuztal. 

Ich  Margaret  Waffenrökin  ain  burgerin  ze  Mengen  urkünd,  daz 
ich  mit  gunst  mit  willen  und  mit  haissen  mins  phlegers,  daz  ist 
Hans  der  Wild  der  mir  ze  fogt  und  ze  phleger  gegeben  ist, 
daz  daz  hus  und  der  garte  diu  gelegen  sind  bi  anander  in 
;5  dem  orte  der  stat  ze  Mengen  daz  man  wilot  nampt  Bezlins  hus, 
und  fier  phunt  blosser  Haller  rehtz  libdings  die  mir  jarklichen 
von  der  abbetissen  und  dez  coventz  gemainlich  dez  gotzhus  ze 
Hailigencrützstal  werden  sol  und  dar  umb  ich  och  von  in  brief 


404 


1363. 


hän  daz  daz  hus  und  garte  der  abetissen  und  dez  covents 
dez  gotzhus  ze  Hailigencrütztstal  und  och  die  vier  phunt  Haller 
relitz  aigen  ist.  Wir  verjehin  och,  daz  ich  Margaret  Waffenrökin 
mit  den  güten  daz  ist  mit  dem  hus  und  mit  dem  garten  und  och 
mit  den  vier  phunt  Haller  nit  ze  schaffend  habend  und  och  nit 
anders  dar  an  ze  sprechend  habend  wan  daz  ez  min  rehtz  lib  ding 
ist  die  wil  ich  leb,  und  daz  güt  besetzen  und  endsetzen  süllend. 
Und  wenne  ich  von  todes  wegen  ab  gienge,  so  sol  daz  hus  und 
garte  und  och  die  fier  phunt  Haller  der  appetissen  und  dem  covent 
dez  gotzhus  ledig  und  los  sin  gar  und  gentzlichen  (Ansprache). 
Wir  verjeehen  och  daz  geredet  und  gedingt  ist  mit  namen,  daz 
unser  fröwe  die  aptissen  dez  gotzhus  ir  amptlüt  und  ir  boten  ir 
wandel  zu  mir  han  sont  in  daz  hus  ob  si  went  und  sol  mit  namen 
diu  ain  kamer  miner  frowen  der  appetissen  warten.  Dar  zu 
so  verjeehen  wir  och  umb  die  aigenschaft  dez  hus  von  der  stiur 
wegen  diu  järklich  dar  uff  gelet  wirt  von  bürgeren  ze  Mengen,  daz 
diu  Margaret  Waffenrökin  den  driten  tail  der  stiur  weren  und  rihten 
sol  und  diu  appetissen  dez  gotzhus  ze  Hailigencrutzstal  und  der 
covent  gemainlichen  dez  selben  gützhus  der  stiur  die  andren  zwen 
tail  rihten  und  Averen.  Siegel:  der  stat  insigel  ze  Mengen,  Avan 
ich  ayges  insigels  nit  enliän.  Wir  der  annnan  und  der  rät  der  stat 
ze  Mengen  .  .  .  (S  anhängung)  durch  bet  Margareten  Waffenrökinun 
und  Johansen  dez  Wildin  irs  phlegers  unser  mitburger. 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Mengen  in  dem  jar,  clo  man  zalt 
von  gottes  gebürt  driuzehen  hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  driu 
und  sehtzigostem  jar  an  dem  mentag  vor  sant  Matis  tag. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

657.  1363.  11.  März.  Kunz  Mursei  von  Riedlingen, 

Agnes  von  Eglingen  und  Anastasia  von  Andelfingen 
verkaufen  an  Heiligkreuztal  ihre  Güter  zu  Andelfingen 

um  225  U  Haller. 

Ich  Cliuntz  Mursei  bürger  ze  Rüdlingen  und  ich  Angnes  \Ton 
Eglingen  des  vor  genanten  Chüntzen  schwiger  und  ich  Anastasia 
von  Andelfingen  dez  vor  genanten  Cüntzen  elichiu  husfroAv  urkündin, 
daz  Avir  gebin  und  geben  habin  ze  köffend  ains  rechten  und  redlichen 
köffs  alliu  diu  güt  und  recht  diu  AATir  hettun  ze  Andelfingen  dem 
dorff,  ez  si  an  hüsern  an  hoffstetten  an  garten  an  akkern  an  Avisen 
an  wasen  an  zavj  an  holtz  an  veld  an  vischentzen  an  AATasser  ob 
erd  und  under  erd  besüchtz  und  unbesüchtz,  fundens  und  unfundens 


1363. 


405 


wie  siu  denn  alliu  genant  sint,  wir  habin  sy  ererbt  ald  erköft 
wie  si  uns  worden  sint  lind  wie  wir  es  herbräht  und  genossen 
habint,  daz  habin  wir  alles  mit  ain  ander  geben  ze  köffend  als 
vor  geschriben  ist  der  äptissen  und  dem  covent  gemainlich  ze 
5  Hailigcrütztal  dem  kloster  und  iren  nachkomenden  für  recht  aigen 
ledigs  und  lözs.  Und  ist  der  köff  beschehen  umb  zwai  hundert  pfund 
Haller  und  umb  fünf  und  zwaintzig  pfund  alles  guter  und  gaber 
Haller  (Quittung).  Währschaft ..  .an  allain,  ob  daz  hus  ze  Andel¬ 
fingen  der  hoff  burgstal  gart  böngart  und  diu  hoffraiti  da  wilunt 
L0  Burkart  sälig  von  Andelfingen  gesessen  waz  von  dienen  von  Jungingen 
lehen  wärint,  da  habin  wir  noch  unser  erben  nütz  mit  ze  tünd  noch 
ze  schaffend.  Diu  andern  guter  alliu  süllin  wir  versprechen  gen 
dienen  von  Jungingen  und  gen  allermenglichen  als  vor  geschriben 
ist.  Ze  bürgen  gesetzt:  minen  lieben  öchan  Hansen  von 

L5  Andelfingen  amman  ze  Rüdlingen,  Liütfrid  Lupfen  den  eitern,  Hansen 
den  Offenburger  den  man  nempt  den  Schilcher,  Wolff  den  Sachsen, 
Haintzen  Lupfen  den  jungem  und  Haintzen  den  Ofifenburger  all  burger 
ze  Rüdlingen  all  unverschaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaiden- 
hait:  war  ob  der  guter  ains  ald  mer  oder  dehain  ir  zügehörd 
>0  dienen  closter  frowen  ze  Hailigcrütztal  ald  ieren  nachkomenden 
iena  ansprachig  wurd  und  wir  ald  unser  erben  inen  es  nit  vertgitin 
verstündin  und  versprachin  nach  dem  rechten  als  vor  geschriben 
ist  gär  und  gentzlich  än  allen  iren  schaden,  so  hand  si  gewalt  und 
gut  recht  die  bürgen  ze  manind  ze  hus  ze  hoff  ald  under  ögen  mit 
!5  botten  mit  briefen  ald  selber  und  die  sont  denn  nach  der  manung 
in  aht  tagen  den  nahsten  in  varn  ze  Rüdlingen  ald  ze  Mengen  in 
der  zwaiger  stett  ain  in  weli  denn  ie  der  bürg  wil  und  sont  da 
laiston  ain  recht  und  gewonlich  giselschaft  dehainer  in  sin  selbs  hus 
und  mit  aim  pfärid  (Einlager).  War  och,  ob  der  bürgo  ainr  ald 
^0  mer  sin  Unzucht  tat  und  nit  laisti  als  vor  geschriben  ist,  den  selben 
brüchigen  bürgen  als  vil  der  denn  ist  händ  denn  die  klosterfrowa 
ir  nachkomen  und  ir  "helffer  gewalt  und  gut  recht  an  ze  griffend 
und  tünd  da  mit  nit  wider  den  lantfrid  noch  wider  buntnüst  der 
stett  die  ietz  sint  oder  hie  nach  werdent  noch  wider  kain  gericht 
55  gaistlichem  noch  weltlichem  (Schadenersatz).  Ersatzmann  in  den 
nächsten  vierzehen  tagen.  Si  händ  güt  recht  der  beliben  bürgo  zwen 
ze  manind  weli  sy  wend  (Lösung).  Ich  Cüntz  Mursei  han  für 
mich  min  erben  für  die  Angnesun  von  Eglingen  für  die  Anastasiun 
von  Andelfingen  und  für  ünser  aller  erben  min  aigen  tnsigel  gehenkt 
io  an  disen  brief ,  under  dem  wir  die  Angnes  von  Eglingen  und 


406 


1363. 


Anastasia  von  Andelfingen  verjehin  aller  vor  geschriberr  sach,  wan 
wir  aiger  insigel  nit  habint.  Wir  die  bürgen  verjehin  (Sbekenntnis, 

S  defekt). 

Dis  beschach  und,  wart  dirr  brief  geben  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  driuzehenhundert  dar  nach  in  dem  dritten  und  sechzigosten  5 
jar  an  sant  Gregorien  abent. 


Sieben  IiundS.  1.  Zeigt  drei  Figuren :  unten  wie  es  scheint  ein  Tischgestell , 
darüber  quer  zwei  gegeneinander  gekehrte  Fische  ohne  Köpfe.  U:  7  S.  CVNRADI  • 
MVRSAL.  2.  Bas  S  des  Hans  von  Andelfingen.  3.  Bas  S  der  Lupfen.  U:  4  S. 
LVTFRIDI  •  DICTI  •  LVPF  •  SEN.  4.  Bas  S  der  Of  enburger.  U:  •  •  IOH  •  .  ■  1( 
•  •  NBVRGER.  Cfr.  v.  Alberti,  S  Bild  Nr.  2105  und  unten  Nr.  661 ,  S  Nr.  4. 

5.  Bas  S  der  Lupfen.  U:  f  S.  HAINRICI  •  DICTI  •  LVPF.  6.  Ein  aufgerich¬ 
teter  Wolf.  U:  f  S.  WOLFON  •  DCI  •  SACHS  •  DE  •  RUDLIGE".  7.  Bas  S  der 
Offenburger.  U:  f  S.  HAINRICI  •  OFFENBVRGER. 

608.  1363.  10.  Mai.  Heiligkreuztal.  Abt  und  Konvent  l; 

von  Salem  tauschen  Güter  mit  Heiligkreuztal. 


i  I V  ir  abbt  Berchtold  maister  gütlicher  kunst  abbt  des  erwirdigen 
gotzhuss  ze  Salmanswiler  und  der  convent  gmainlich  dez  selben 
gotzhuss  verjehin  offenlich  mit  disem  brief  für  üns  und  ünser  nach¬ 
komenden  und  tügin  kunt  allen  den  die  in  ansehent  lesent  oder  hörent  2 
lesen ,  daz  wir  den  gaistlichen  frown  der  abbtissen  und  dem  convent 
dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  habin  gegeben 
und  gebin  mit  disem  brief  reht  und  redlich  ünsern  tail  ünsrü  reht 
gäntzlich,  dü  wir  hetten  zu  den  agkern  die  ietz  in  der  von  Rischach 
jarzit  ze  Hailigcrütztal  hörent  bi  Zolnhusen  und  Rüdlingen  gelegen 
die  üns  und  den  frown  von  Hailigcrütztal  herr  Herman  salig  von 
Hornstain  durch  sinr  sei  hail  vorlang  gegeben  haut.  Dar  umb  hänt 
üns  und  ünsren  nachkomenden  die  frowa  von  Hailigcrütztal  gegeben 
ir  tail  dez  hofs  ze  Tougendorf,  den  üns  und  in  in  ir  jarzit  ampt 
Cünrat  salig  der  Cappeiler  und  sin  wirten  von  Rüdlingen  gaben  durch 
ir  sei  hail  (Auflassung) ,  die  mitt  ünserm  vierdentail  waz  (!)  der  vor 


genanten  agkern  für  ir  tail  dez  hofs  ze  Tougendorf  ümmer  me 


Cünrat  saligen  dez  Cappeilers  und  sinr  wirten  jarzit  eweklich  in 
ir  samnung  ze  clior  und  ze  tisch  als  da  gwonlich  ist  sülin  begän. 
Siegler:  wir  abbt  Berchtold  und  der  convent  gmainlich  dez  gotzhuss 
ze  Salmanswiler. 

Der  [brief]  wart  gegeben  do  dis  beschach  in  dem  jar  do  man 
zalt  von  Cristus  gebürt  drutzehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  drü  jar 
an  ünsers  herren  uffvart  abent  in  dem  kloster  ze  Hailigcrütztal 
dem  vor  genanten. 


1363. 


407 


Von  zwei  S  ist  das  ziueite,  ein  BundS  des  Konventes  von  Salem  noch 

teilweise  erhalten .  Maria  sitzend  mit  dem  Jesuskind.  U: . NT  VS  •  MON- 

NASTERII 

659.  1363.  15.  Juni.  Graf  Heinrich  von  Veringen  gibt 

5  die  Eigenschaft  eines  von  Hans  von  Andelfingen  zu 
Riedlingen  verkauften  Gutes  zu  Altheim  an  Heilig- 

kreuztal. 

W  ir  grauf  Hainrich  von  Veringen  urktindin,  daz  Hans  von 
Andelvingen  animan  ze  Rüdlingen  den  gaistlichen  fröwen  ze  Hailigen - 
10  crütztal  der  äpptissenn  und  dem  convent  gemainlich  dez  gotzhus 
inen  und  allen  iren  nauchkumenden  ze  koffend  geben  haut  daz  ze 
Althain  gelegen  ist  und  Cüntz  Toschan  buwet  was  gütz  dar  linder 
ist  daz  von  uns  lehen  ist,  daz  wir  daz  durch  gut  und  von  bett 
wegen  dez  Hansen  von  Andelvingen  ammans  ze  Rüdlingen  die 
15  aigenschaft  ergeben  habin  dem  gotzhuss  der  aeptissenn  dem  convent 
gemainlich  ze  Hailigecrütztal  und  allen  iren  nauchkumenden.  Siegler: 
wir  grauf  Hainrich  von  Veringen. 

Der  [brief]  ward  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gotes 
gebiirt  driuzenhundert  jar  sehtzig  jar  dar  nauch  in  dem  driten  jar 
20  an  sant  Fitz  tag. 

ND:  Ain  fri  ledig  brief  von  grauff  Hainrich  von  Veringen  umb  daz  gut 
daz  wir  koufftnn  umb  Hansen  von  Andelfingen  ze  Althain  gelegen. 

Das  BundS  des  Grafen  Heinrich  von  Veringen. 


660.  1363.  3.  Juli.  Pfaff  Franz  von  Riedlingen  ver¬ 

mögt  eicht  sich  mit  seiner  Muhme  An  na  Fr  um  änn  in  um  ein 
Erbe  und  erhält  2  U  Halle  r. 

lieh  pfaff  Frantz  von  Rüdlingen  wilunt  Haintzen  saligen  dez 
schniders  sun  urktind,  das  ich  mit  miner  lieben  mumen  Annun 
Frummanninen  och  von  Rüdlingen  ainer  klosterfrowen  ze  Hailigcrütztal 
30  dem  kloster  lieplich  früntlich  und  tugendlich  über  ain  körnen  und 
bericht  bin  und  sunderbar  von  erbs  wegen  dar  umb  ich  si  anspräch 
von  mins  brüders  saligen  wegen  und  och  von  miner  vordro  wegen. 
Und  ist  diu  richtung  beschehen  umb  zwai  pfunt  güter  Haller  die 
mir  für  die  anspräch  von  ir  worden  sint  (Quittung).  Der  richtung 
35  sint  geztig  und  da  bi  gewesen:  her  Hans  Winschenk  zü  den 

ziten  lüpriester  ze  Hältingen,  Chüntz  der  pfister,  Waltz  der  schmid 


408 


1363. 


min  vetterr  und  Hans  Gropp  all  dri  burger  ze  Rüdlingen  der  stat. 
Siegler:  her  Chünrat  von  Rüdlingen  Haintzen  Lupfen  sun  kirch- 
herr  ze  Genkingen  und  Lütfrid  Lupf  Lutzen  Lupfen  saligen  sun 
burger  ze  Rüdlingen,  wan  ich  aigens  insigels  nit  hän.  j 

Dis  beschach  und  wart  dirr  brief  gegeben  dez  tags  in  dem  jar  5 
do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar  sehzig  jar  dar 
nach  in  dem  dritten  jar  an  sant  Ulrichs  abent. 

Zwei  S  sind  iceggerissen. 

661.  1363.  9.  August.  Hans  von  Andelfingen  zu  Ried¬ 

lingen  verkauft  an  Heiligkreuztal  121/*  Ju chart  Ackers  10 
und  vier  Mannsmahd  Wiesen  zu  Altheim  um  165  Haller. 

I  ch  Hans  von  Andeltingen  animan  ze  Rüdlingen  und  ich 
Gret  Lüpfin  sin  elichiu  husfrow  urkündin ,  daz  wir  gebin  und  ge¬ 
geben  habin  ze  köffend  mit  disem  brief  ains  rechten  und  redlichen 
kötfs  der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  ze  Hailigcrütztal  15 
dem  kloster  und  allen  ieren  nachkomenden  drizehenthalb  juchart  i 
aggers  in  allen  eschen  und  vier  mann  mat  wyswahs  für  recht  aigen 
ledig  und  löz.  Die  agger  und  wysen  gelegen  sint  ze  Althain  dem 
dorff  in  dem  escli  gen  Pflumarn  wert:  anderhalb  juchart  in  erlach 
und  ist  Cüntzen  Murseis  agger  ainhalb  furchgnoss  und  Rüffen  saligen  20 
dez  müllers  kind  agger  anderhalb.  Und  ain  lant  ist  ain  halbiu  ; 
juchart  gelegen  bi  dem  brünlln  und  ist  furchgnoss  Hermann  Atzen 
agger  ainhalb  und  Cüntzen  des  Gärwers  agger  anderhalb.  Ain  lant 
in  erlach  gelegen  ist  ain  halbiu  juchart  und  ist  Haintzen  des  Umen- 
hovers  agger  furchgnoss  ainhalb  und  Erendens  agger  anderhalb.  25 
Ain  land  aber  in  el’lach  gelegen  ist  ain  halbiu  juchart  und  ist 
Stainibains  agger  furchgnoss  ainhalb  und  der  Herterinun  von  Hailig¬ 
crütztal  agger  anderhalb.  Ain  juchart  an  aim  stuk  ist  gelegen  under  j 
den  bomen  und  ist  Ülen  Hilpoltz  agger  ainhalb  furchgnoss  und  \ 
an  dem  wydem  agger  anderhalb.  In  dem  esch  gen  Grüningen  wert:  3( 
ain  juchart  ze  Gerahusen  gelegen  da  ist  der  von  Mengen  agger 
furchgnoss  ainhalb  und  Cantzen  saligen  des  kramers  kind  agger 
anderthalb.  Ain  halbiu  juchart  bi  der  owe  der  ist  Oswalt  Toschans 
agger  furchgnoss  ainhalb  und  Peter  des  arnmans  knecht  agger  \ 
anderhalb.  Anderhalb  juchart  och  bi  der  owe  an  aim  stuk  das  3f 
ist  dez  Sprengers  agger  furchgnoss  ainhalb  und  dez  Schürers  agger 
anderhalb.  Ain  juchart  an  aim  stuk  stözzet  uff  dez  arnmans  pfeller 
agger  da  ist  des  pfisters  agger  furchgnoss  ainhalb,  und  anderhalb 
ain  kürtz  stözzet  uff  den  pfeller  agger  und  gehöret  in  der  jarzit 


1368. 


409 


ampt  ze  Hailigcrütztal.  In  dem  esch  ennunt  dez  wassers  gen 
Hailigcrütztal  wert  dri  juchart  ligend  in  mitten  dem  esch  an  aim 
stuk;  da  ist  dez  Schärers  agger  furchgnoss  ainhalb  und  anderhalb 
ain  agger  gehöret  in  Walther  Wetzeis  hoff  der  sin  lipting  ist  von 
5  Hailigcrütztal.  Ain  juchart  an  aim  stuk  ob  dem  tötmar  gelegen 
da  ist  der  Hatingerinen  agger  furchgnoss  ain  halb  und  Hansen  dez 
Jochers  agger  anderhalb.  Ain  halbiu  juchart  lit  bi  dem  greben 
und  stözzet  uff  die  kel  wisa  und  ist  der  Hatingerinen  agger  ain¬ 
halb  furchgnoss  und  Oswalt  Toschans  agger  anderhalb.  Und  vier 
3  mann  mat  wiswahs  an  aim  stuk  ligend  an  Althaimer  espan  under- 
halb  dem  dorff.  Die  vor  genanten  agger  und  wysen  all  buwet  zu 
disen  ziten  das  Cüntzli  Toschanli  von  Althain.  Und  ist  der  köff 
beschehen  umb  hundert  pfunt  Haller  und  umb  fünf  und  sechzig 
pfunt  alles  guter  und  gaber  Haller  ( Quittung ,  Währschaft ).  Ze 
)  bürgen  gesetzt:  Wolff  den  Sachsen,  Cüntzen  Mursein,  Hansen  den 
Offenburger  den  man  nempt  den  Schilcher  und  Haintzen  Lupfen 
den  jungen  all  vier  burger  ze  Rüdlingen  all  unverschaidenlich  mit 
der  gedingd  und  beschaidenhait :  war  ob  die  agger  oder  wisen  ains 
ald  mer  den  klosterfrown  ze  Hailigcrütztal  ald  ieren  nachkomen 
)  iena  ansprachig  wurdin  und  wir  ald  unser  erben  ob  wir  enwarin 
inen  sy  nit  vertgitin  verstündin  und  versprachin  nach  dem  rechten 
als  vor  geschriben  ist  gar  und  gentzlich  an  allen  ieren  schaden, 
so  hänt  sy  gewalt  und  gut  recht  die  bürgen  ze  manind  ze  hus  ze 
hoff  ald  under  ögen  mit  hotten  mit  briefen  ald  selber.  Und  die 
*  sont  denn  nach  der  manung  in  vierzehen  tagen  den  nahsten  in  varn 
ze  Rüdlingen  ald  ze  Mengen  in  der  zwaiger  stett  ain  in  weli  denn 
ie  der  bürg  wdl  und  sont  da  laisten  ain  recht  und  gewonlich  gisel- 
;  schaff  dehainer  in  sin  selbs  hüs  und  mit  aim  pfärid  ( Einlager , 
Pfandschaft ,  Landfriedensklausel,  Schadenersatz).  Ersatzmann  in  den 
nahsten  vierzehen  tagen.  Sy  hant  gut  recht  der  beliben  bürgen  zwen 
|  ze  manind  weli  sy  wend  (Lösung).  Siegler:  ich  Hans  von  Andel- 
!  fingen  han  min  aigen  insigel  gehenkt  an  disen  brief  under  dem 
ich  diu  Grett  Lüpfin  vergich  allermenglich  aller  sach  so  von  mir 
vor  geschriben  ist  an  disem  brief,  wan  ich  aigens  insigels  nit  hän ; 
und  habin  baidiü  gebetten  den  rät  gemainlich  ze  Rüdlingen,  daz 
sy  ir  aigen  und  gemain  stett  insigel  hand  gehenkd  an  disen  brief. 
Wir  die  vor  genanten  bürgen  verjehin  (Sbekenntnis). 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  druizehenhundert  jar  sechzig  jar  dar  nach  in  dem  dritten 
jar  an  sant  Laurencis  abent. 


410 


1363 


Sechs  Rund  S.  1.  Vas  S  des  Hans  von  Andelfingen.  2.  Vas  S  der 
Stadt  Riedlingen.  3.  Vas  S  des  Wolf  Sachs  von  Riedlingen.  4.  Vas  S  des 
Hans  Offenburger.  U:  f  S.  IOHIS  •  DCI  •  OFFENBVRGER.  5.  Vas  S  des 
Konrad  Mursei.  6.  Vas  S  des  Heinrich  Lupf.  Ein  Teil  der  S  hängt  an 
beschriebenen  Pressein. 

662.  1363.  28.  September.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 
frauen  Katharina  und  Anna  von  Heudorf  bekommen  ein 

Haus  mit  Garten  zu  Altheim  als  Leibgeding. 

Wir  frow  Anna  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der  convent  gmain- 
lich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  Kathrin  von  Hödorf  l 
unser  klosterfrow  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  nüsset 
und  hett  und  messen  und  hän  sol  all  die  wil  sii  lebt  daz  huse 
hoffraiti  und  den  garten  da  hinder  ze  Althain  gelegen  gen  der  mittlun 
miili  über  die  sträss  über,  und  die  wise  uff  niderwisen  under 
Altkaimer  ein  ainhalb  an  Cüntzen  dem  Holtzwarten  und  anderhalb  : 
an  Clausen  Hiltpoltz  saligen  wise  gelegen.  Daz  huse  garten  und 
wise  wir  vormauls  koufftun  umb  Cünrata)  den  Garwer  saligen,  dü 
sol  Kathrin  von  Hödorf  niessen  und  hän  all  die  wil  sü  ist.  War 
aber  ob  Anna  von  Hödorf  unser  klosterfrow  ir  swester  die  vor  ge¬ 
nannten  Kathrinen  ir  swester  überlepti,  so  sol  sii  dü  gut  huse  hof-  : 
raiti  garten  und  wise  och  niessen  und  hän  all  die  wil  sü  ist.  Wenn 
aber  Kathrin  und  Ann  von  Hödorf  baid  ensint  und  von  tode  abgänt 
daz  got  lang  wende,  so  sont  denn  dü  güt  allü  as  sü  vor  benempt 
sint  vallen  und  gän  eweklich  in  ünserr  jarzit  ampt  und  sont  I 
eweklich  ünserer  samnung  dienen  ze  tisch  zu  ir  müter  saligen  Agnesen  I 
Räntzinun  jarzit  der  jarzit  wir  da  mit  eweklich  sülin  begän.  Wir  I 
frow  Anna  äbbtissen  und  der  convent  gmainlicli  dez  gotzhuss  ze  I 
Hailigcrütztal  geben  Kathrin  und  Annun  und  ünsrer  jarzit  pflegerinen  I 
disen  brief  mit  ünsren  baiden  angehenkten  insigeln.  I 

Der  brief  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  fl 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  drü  jar  an  santfl 
Michels  ab  ent.  I 

Vie  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  I 

a)  Auf  Rasur.  1 

663.  1363.  29.  November.  Adelheid  von  Markdorfl 

Klosterfrau  zu  Heiligkreuztal  soll  einen  Weingartenfl 

bei  Markdorf  als  Leibgeding  niessen.  I 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  derl 
convent  gmainlicli  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  dül ; 


1363. 


411 


gaistlich  Adelhait  von  Marchdorf  ünsers  conventz  s  wester  mitt  unserm 
nrlob  gunst  und  gutem  willen  sol  niessen  und  hän  all  die  wil  sd 
lebt  dnsern  tail  dez  wingarten  ze  garwidun  ennent  Marchtdorf  den 
wir  koufftun  umb  die  Sutrinun  umb  sechssd  und  zwaintzig  pfund 
5  Haller,  und  och  ain  gärtli  hie  disent  Marchtdorf  an  wanger  haidun 
bi  dem  wiger,  der  gart  dns  und  ir  von  ir  vatter  wart.  Die  garten 
baid  sol  sd  niessen  und  hän  all  die  wil  sd  ist  aun  dnser  hindrung 
ald  irrung.  Und  wenn  sd  von  tode  abgaut,  so  sont  Adelhait  und 
Elizabeth  Hansen  des  Nefen  von  Marchdorf  ir  brüders  kint  dnser 
0  klosterfröwn  die  baid  und  du  ain  ainig  so  dd  ander  von  tode  ab- 
gieng  die  garten  baid  niessen  und  hän  die  wil  si  sint.  War  och 
ob  Hans  der  Nef  ir  brüder  me  kinde  in  dnser  kloster  tat  ze  kloster- 
frown  ains  oder  me,  die  sont  och  mitt  den  Adelhaiten  und  Eliza- 
beten  sinen  kinden  und  nach  in  ob  si  si  dberleptin  die  garten  niessen 
B  und  hän  aun  dnser  hindernust  ald  irrung  as  vor  verschriben  ist 
all  die  wil  ir  ains  ist.  Und  wenn  sd  und  ir  brüder  kint  alld  du 
in  dnserm  kloster  sint  ald  noch  dar  in  koment  ze  ldosterfrown  von 
tode  abgänt,  so  sol  daz  gärtli  an  wanger  haldun  bi  dem  wiger  sin 
ledig  und  los  unsren  jartziten  der  samnung  über  tisch  durch  Hain- 
0  rieh  ir  vatters  und  Adelhait  ir  müter  säligen  sei  hails  und  gldkes 
willen.  Und  der  gart  ze  garwidun  sol  vallen  an  dnser  ldosterfrown 
Elizabethen  Hansen  des  Gässlers  amman  ze  Marchdorf  tochter,  dd 
sol  in  hän  und  niessen  all  die  wil  sd  ist.  Und  wenn  dd  von  tode 
abgaut,  so  sol  der  gart  ze  garwidun  och  ledig  und  los  sin  in  unsrer 
5  jartzit  ampt  durch  der  selo  hails  und  gldkes  willen.  Und  son  wir 
noch  dnser  nachkom enden  die  garten  in  kain  weg  anders  ndmmer 
verendern  denn  in  der  jartzit  nutz  und  füg.  Siegler:  wir  frow  Anna 
äbbtissen  und  der  convent  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrdtztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
0  guburt  druczehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  dru  jar  an  sant 
Andreas  ab  ent. 

Die  zwei  &  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  HeiligJereuztal. 

664.  1363.  5.  Dezember.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 

frauen  Anna  von  Buwenburg  und  Anna  Banzerin  be- 
•5  kommen  als  Leibgeding  ein  Viertel  eines  Hofes  zu 

Altheim. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrdtz  verjehin ,  daz 


412 


1363—1364. 


die  geistlichen  unser  klosterfrowa  Anna  von  Buwenburg  und 
Anna  Bantzerin  mit  ünserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  hänt 
und  niessent  und  sont  hän  und  niessen  all  die  wil  si  lebent  ain 
vierdentail  des  gütes  ze  Althain  daz  wir  umb  Hansen  von  Andel¬ 
fingen  ze  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen  koufftun  daz  ze  disen 
ziten  Cuntz  Toschan  ze  Althain  buwet.  Daz  vierdentail  des  gütz 
sont  si  niessen  und  hän  ze  glichem  tail  iewedrü  halbes  all  die  wil 
sü  lebet.  Wenn  aber  Anna  von  Buwenburg  von  tode  abgaut  daz 
got  lang  wende,  so  sol  daz  halbtail  des  vierdentails  dez  gütz  vallen 
an  unsrer  samnung  tisch  in  daz  revender  durch  Agnesun  säligen 
von  Buwenburg  ir  swester  sei  hail  und  glük  an  der  järzitlichem 
tag  und  son  wir  und  unser  nachkomenden  denn  der  jarzit  da  mitt 
eweklich  begän.  So  och  Anna  Bantzerin  von  tode  abgaut  daz  gott 
lang  wende,  so  sol  daz  halbtail  des  vierdentails  des  gütz  och  vallen 
an  irnsrer  samnung  tisch  in  daz  revender  durch  Benun  saligen 
Bantzirinun  ir  müter  sei  hail  und  glük  an  ir  järzitlichem  tag, 
und  son  wir  und  unser  nachkomenden  denn  der  jarzit  och  da  mit 
eweklich  begän.  Siegler:  wir  frow  Anna  äbbtissen  und  der  convent 
gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  l brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  drü  jar  an  sant  Nyco- 
laus  abent. 

NB:  Ain  jarzit  brief  zu  Agnesun  von  Buwenburg  und  zu  Benun  Bantzi¬ 
rinun  jarziten  von  dem  güt  ze  Althain  daz  wir  koufftun  umb  Hansen  von| 
Andelfingen. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


660.  1364.  1.  Februar.  Graf  Eberhard  von  Landau  gibt 
Zehnten  zu  Langen en slingen  dem  Pfaffen  Konrad  Steg- 
lin  und  seiner  Schwester  Katharina  Fünfin  zu  eigen| 

um  10  ft  Haller. 

I  ch  grave  Eberhart  von  Landow  vergich,  daz  ich  für  mich 
und  all  min  erben  die  zehenden  die  da  gänt  usser  Cüntzen  dez 
Lägellers  güt  des  alten  und  von  Kaltysens  güt,  von  Cüntzen  des| 
Wisen  güt,  von  der  Kempfinun  güt,  von  Haintzen  des  Näters  güt, 
von  Johansen  des  Naters  güt  die  ze  Enselingen  dem  dorff  gelegen 


Ü5Ö4. 


413 

sint ,  von  Zürnen  hofstat  und  von  Werntzen  des  Artzatz  liofstat, 
von  des  Wissen  hofstat  liinder  dem  lindenbühel  gelegen,  von  Innelen 
der  Artzatinen  hofstat,  von  Urnbgangs  hofstat,  von  Oollorn  hofstat,  von 
des  Kuchsz  hofstat,  von  des  Talinaygers  hofstat,  von  dem  akker 
den  dü  Kempfin  bflwet  linder  dem  siechen  hus  die  hofstet  och 
alle  ze  Enselingen  dem  dorff  gelegen  sint,  dis  zehenden  von  den 
gütern  und  hofstetten  die  Walthers  Steglis  sali  gen  k  int  pfaff  Oünrat 
und  sin  swester  Katherin  du  Künlin  genant  und  ir  vordem  von  mir 
und  minen  vordem  ze  leben  hänt  geliebt,  wan  die  zehenden  uss 
disim  gütern  und  hofstetten  von  üns  lohen  wären  t  untzit  her  ulf 
disz  zit  als  diser  brieff  geben  ist,  die  zehenden  all  als  vor  benempt 
ist  hän  ich  in  beratenlieb  und  mit  gütcr  vorbetrahtung  und  iren 
erben  geaygenot  und  der  lehonschaft  von  mir  und  minen  erben 
ledig  und  losz  gemachet  und  machen  ungeviirlieb  mit  disem  offen n 
brieff  umb  zehen  pfunt  gütcr  und  genümer  Haller  (Quittung).  Jeh 
grave  Eberhart  von  Landöw  vergich  beb  me,  duz  ich  für  mich  und 
min  erben  die  lehenschafft  der  egenanten  zollenden  also  geaygenot 
hän  pfaff  Cünrat  Katherinen  siner  swester  und  allen  iren  erben  mit 
der  bcschaidenhait:  hü  habent  oder  nicssint  selber  dü  zebenden 
oder  sü  versetzint  verköffint  oder  vergebint  oder  wie  sü  si  verkerent, 
daz  sü  von  mir  und  allen  minen  erben  und  nächkomcnden  aygen 
sin  sont,  und  der  lehenschafft  ledig  und  losz  (Amyrache).  Wär  och, 
das  daz  ützit  war  beliben  unbenempt  oder  vergessen  über  dü  stukk 
dü  vor  benempt  sint  daz  pfaff  Cünrat  Stögli  und  Katherin  sin 
swester  von  üns  ze  lohen  hänt  geliebt  ze  Enselingen  gelegen  uff 
disz  zit,  daz  sol  von  mir  und  iriiucn  erben  och  in  und  iren  erben 
geaygnöt  sin  ungevarlicb  als  vor  geschriben  ist.  Siegler:  der  Aus¬ 
steller  und  Ital  Kröl  Rüsen  Kröls  sun  von  Sulgen.  Ich  Ital  Kröl 
wan  mir  öch  dü  saeb  kftnt  und  wissont  ist  und  da  by  selber  ge- 
wesen  bin  henke  min  aygen  insigel  an  disen  brieff  zft  mins  gnädigen 
lierren  grave  Eberhart  von  Landow  insigel. 

Geben  uff  unser  frowen  äbent  der  liehtmesse,  do  man  zalt 
mich  Cristz  gebürt  drützehenhundert  jar  sechstzig  jar  der  nach  in 
dem  vierden  jar. 

Von  zwei  S  ist  das  des  Grafen  Eberhard  von  Landau  noch  erhalten. 


414 


1364. 


666.  1364.  3.  Mai.  Heiligkreuztal.  Abtissin  und  Kon¬ 

vent  von  Heiligkreuztal  nehmen  die  Frau  von  Golden 
berg  Dienerin  der  Königin  Anna  von  Ungarn  in  ihre 
geistige  Gemeinschaft  auf. 

Nobili  domine  domine . .  de  Goldenberg  domicelle  illustris  regine 
Ungarie  Anna  abba||tissa  soror  humilis  totusque  conventus  monasterii 
in  Valle  Sancte  Crucis  ordinis  Cysterciensis  Constanciensis  dyocesis 
orationes  in  Christo  humiles  ac  devotas.  Exigente  vestre  caritatis 
affectu  quem  ad  deum  et  eins  \fideles  et  specialiter  ad  domum  nostram 
habetis  sicut  per  opera  sepe  ostendistis  et  adhuc  ostendetis,  omnium  i| 
missarum  orationum  vigiliarum  laborum  et  bonorum  quorumlibet 
aliorum  que  per  gratiam  dei  a  sororibus  domus  nostre  fiunt  et  fient 
in  posterum,  domino  concedente  vos  tarn  ad  vitam  quam  post  mortem 
participem  facimus  et  consortem  fieri  devote  adoptamus  vobis 
nichilominus  promittentes  et  presentibus  obligantes,  ut  cum  obitus 
vester  quem  dominus  propter  semetipsum  in  salutem  vestram  diu 
procrastinet,  tempore  occurrente  capitulo  nostro  fuerit  nunciatus,  idem 
pro  vobis  fiat  quod  pro  sororibus  nostris  defunctis  communiter  ac 
specialiter  fieri  conswetum  et  fieri  est  statutum.  In  cuius  testimonium 
et  robur  firmum  sigillum  abbatisse  monasterii  supradicti  de  Valle 
Sancte  Crucis  presentibus  est  appensum. 

Datum  in  monasterio  nostro  predicto  in  capitulo ,  cum  pro 
capitulo  sedebamus  anno  domini  MCCCLXIIII  proxima  feria  sexta 
post  ascensionem  domini  ind.  secunda. 


Das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal. 


Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal  verjehin,  daz 
wir  mitt  aim  achtoden  tail  des  gutes  ze  Althain  gelegen  daz  wir 
umb  Hansen  von  Andelfingen  animan  ze  Rüdlingen  vormauls  koufftun 
daz  zu  disen  ziten  Cuntz  der  Crützer  von  üns  buwet,  Cünrat  saligen 
von  Tierberg  jarzit  stilin  eweklich  ällti  jar  jarlich  begän,  wan  sin 
erben  den  selben  achtoden  tail  des  selben  gütz  bezalt  hänt  und 
vergolten  an  dem  koulf  do  wir  das  selb  gut  koufftun  und  bezalten. 
Und  da  von  sülin  wir  und  unser  nachkomenden  des  Cünrat  vonl 


667.  1364.  25.  Mai.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 

kreuztal  weisen  zur  Jahr  zeit  für  Konrad  von  T  i  er  berg 

den  achten  Teil  eines  Gutes  zu  Altheim  an.  ■■ 


1365. 


415 


Tierberg’  jarzit  da  mitt  eweklich  begän  und  an  sim  jartzitliehem 
tag  da  mitt  ünsrer  samnung  dienun  ze  tisch  ällü  jar  järlich.  Und 
ob  wir  ald  unser  nachkomenden  da  vor  gott  si  die  jarzit  aso  nitt 
begiengin  weles  jars  daz  nitt  beschäch  und  dü  jarzit  nitt  begangen 
wrd  as  vor  geschriben  ist,  so  sol  des  selben  jars  der  selb  achtod 
tail  des  gutz  vervallen  sin  dem  gotzhuss  gen  Salmanswiler  und  da 
sol  man  denn  des  jares  die  jarzit  mitt  dem  gelt  begän  as  dik  es 
bescbäcb.  Siegler:  wir  frow  Anna  äbbtissen  und  der  eonvent  gmain- 
lich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  vier  jar  an  sant 
Urbans  tag. 

ND :  Ain  jarzit  brief  zu  C.  von  Tierberg  jarzit  von  dem  güt  daz  wir 
koufftun  umb  Hansen  von  Andelfingen  ze  Althain  gelegen. 

Zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  Die  Fressein 
sind  beschrieben . 

668.  1365.  22.  April.  Wolf  von  Magenbuch  zu  Möhringen 
verkauft  an  Heiligkr  euztal  zu  zwei  Jahr  Zeiten  zwei 
Wiesen  zu  Alt  heim  um  74  Haller. 

Ich  Wolfif  von  Mägenbüch  ze  Meringen  gesessen  urhünd , 
daz  ich  gib  und  gegeben  hän  ze  köffend  mit  disem  brief  ains 
rechten  und  redlichen  köffs  frow  Annen  von  Hornstain  zu  den 
ziten  äbbtissen  ze  Hailigcrütztal  dez  klosters  und  dem  eonvent 
gemainlich  dez  selben  klosters  und  ieren  nachkomen  an  den  tisch 
zu  zwain  jarziten :  ze  ersten  zü  der  jarzit  Willi alms  von  Mägenbüch 
elichen  husfrowen  säligun  Adelhait  von  Werwag  und  zü  der  anderren 
jarzit  Betun  von  Mägenbüch  Wilhalms  von  Mägenbuch  tochter  minen 
tail  der  wis  die  man  da  nempt  Stainibains  wis  der  zwai  mann 
matt  ist,  und  min  wis  da  bi  gelegen  die  man  nempt  die  Häthingerinun 
die  über  den  graben  strekt  der  ob  Stainibains  wis  lit  der  och  zwai 
mann  matt  ist.  Und  die  wisa  sint  bald  gelegen  ze  Althain  in  dem 
vordem  riet.  Die  selben  wisen  han  ich  inen  und  ieren  nahkomen 
ze  köffend  geben  umb  sübentzig  pfunt  Haller  und  umb  vier 
pfunt  alles  güter  und  gäber  Haller  (Quittung).  Und  han  inen 
och  die  wisa  ze  köffend  geben  für  recht  aigen  (Währschaft). 
Ze  bürgen  gesetzt :  Ludwigen  von  Hornstain ,  hern  Brünen  von 
Hertenstain  baid  ritter  und  Hansen  von  Hornstain  ze  Geffingen 
gesessen  all  unverschaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait : 
war  ob  die  wysa  denen  klosterfrowen  ze  Hailigcrütztal  oder  ieren 


416 


1365. 


nachkomen  ain  oder  baid  ansprächig  wurd  und  ich  oder  min  erben 
inen  sy  nit  vertgiti  verstund  und  versprach  nach  dem  rechten  als 
vor  geschriben  ist  gar  und  gentzlichen  an  allen  ieren  schaden,  so 
hand  si  gewalt  und  güt  recht  die  bürgen  ze  manind  ze  hus  ze  hoff  ald 
under  ögen  mit  botten  ald  selber.  Und  die  sont  denn  nach  der 
manung  in  aht  tagen  den  nahsten  in  varn  gen  Rudlingen  ald  gen 
Mengen  in  der  zwaiger  stett  ain  in  weli  denn  ie  der  bürg  wil 
und  sont  da  laisten  ain  recht  und  gewonlich  giselschaft  mit  aim 
pfarid  ( Einlager ,  Pfandschaft,  Landfriedensklausel ,  Schadenersatz). 
Ersatzmann  in  den  nahsten  viertzehen  tagen.  Die  frowen  ze  Hailig- 
crütztal  hant  güt  recht  die  andern  beliben  bürgen  als  vil  der  denn 
ist  ze  manind  (Lösung).  Siegler:  ich  Wolff  von  Mägenbüch.  Wir 
die  bürgen  verjehin  ( Shekenntnis ,  S  defekt). 

Dis  heschcich  und  ivart  diser  brief  geben  an  sant  Georien  abent 
in  dem  jar,  do  man  zalt  von  Gristus  gebürt  druizehenhundert  jar 
sehzig  jar  dar  nach  in  dem  fünften  jar. 

Vier  Bund  S.  1.  Im  Bilde  einen  halben  aufgerichteten  Widder. 
U:  f  S.  WOLF  •  DE  •  MAUGENBVOCH.  2.  Bas  S  des  Ludwig  von  Hornstein. 
U:  S.  LODOWICI  •  DE  •  HORNSTAIN  •  MILITIS.  3.  Bas  S  des  Brun  von 
Hertenstein.  4.  Bas  S  des  Hans  von  Hornstein  zu  Göfßngen. 


669.  1365.  23.  April.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig 

kreuz  talgeben  denJahr  zeit  meiste  rinnen  zu  Margareten 
Metzgerin  seligen  Jahrzeit  ein  Gut  zu  kaufen  um  7 

Haller. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  wir  den 
jarzitmaistrinun  ünsers  gotzhuss  zü  Margaretun  säligen  Metzigerinun| 
jarzit  ains  redlichen  und  rechten  kouffs  habin  gegeben  ze  kouffen( 
ainn  garten  und  hoffraiti  ze  Binswangen  da  Vigenbach  liuse  um 
schüre  uff*  gesetzt  haut  und  da  von  järlich  gilt  sechs  Schilling  Hallei 
gelt  zü  der  jarzit  in  der  jarzit  ampt.  Und  ist  der  ko  uff  beschehei 
umb  süben  pfunt  güter  Haller  ( Quittung ,  Währschaft).  Und  gebii^ 
si  aigenlich  gäntzlich  frilich  und  ledklich  in  die  jarzita  zü  der  jarzit 
aso,  daz  wir  daz  güt  in  kain  weg  anders  verenderin  versetzin  nocl 
verkouffin  denn  zü  den  jarziten.  Siegler:  die  Ausstellerinnen. 

Der  [brief]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristut 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sanj 
Georien  tag. 


1365. 


417 


ND:  Ain  kouff  brief  von  der  abbtissen  und  dem  convent  umb  ain  hoff- 
stat  ze  Binswangen  in  der  Metzigerin  jarzit. 

Das  RundS  des  Konventes  von  Heilig  kr  euztal.  Auf  der  ersten  Rrcssel 
steht:  [niessjen  und  hau  die  wil  ir  ainü  ist.  Wenn  aber  si  all  dri  ensint  daz 
got  lang  behüt,  so  sol  man  mit  dem  .  .  .  .  ||  kouft  ist  began  der  vor  genanten 
Margaißtun  Metzgerinun  und  ir  wirtz  Cünratz  .  .  .  jarzit .  .  ||  allen  fürzug 
an  daz  gut  ze  .  .  .  gut  sol  sü  denn  und  iru  kint  Margret  und  .  .  . 


670.  1365.  30.  April. 

Ernst  der  vogt  den  man  nempt  den  langen  vogt  ze  Rütlingen 
dem  dorf  gesessen  verkauft  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemain- 
licli  ze  Hailigcrütztal  dem  kloster  und  ieren  nachkomen  Hazzen  die 
Gebürinen  und  all  iriii  kint  Sifrid  Schöblis  elichiu  wirtenn  ze 
Andelfingen  diu  min  gewesen  ist  für  recht  aigen  um  sehs  pfunt 
guter  und  gaber  Haller.  Siegler:  Ernst  der  vogt,  her  Ludwig  von 
Hornstain  ritter  und  Wolff  von  Mägenbüch. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Walpurg  abent  anno  domini 
MCCCLX  quinto. 

Von  drei  RundS  ist  nur  das  erste  ganz  erhalten.  Hs  zeigt  im  Schild 
einen  der  Länge  nach  geteilten  rechten  Schrägbalken.  U:  f  S.  ERNST  •  DCTI  •  AD- 
VOCATI  •  Das  zweite  S  ist  das  des  Ludwig  von  Hornstein.  Das  dritte  S  ist 
das  des  Wolf  von  Magenbuch. 


671.  1365.  12.  Mai.  Mengen.  Friedrich  von  Magenbuch 

zu  Mengen  verkauft  an  Heiligkreuztal  sein  Gut  zu 
Beizkofen  um  56  U  Haller. 

\I\ch  Fridrich  von  Maugenbüch  burger  ze  Mengen  vergicli,  daz 
ich  und  min  erben  relit  und  redlich  ze  koffenne  hän  geben  fro 
Annen  von  Hornstain  äptissinn  dez  closters  ze  Hailigencrützdal  und 
dem  convent  gemainlich  und  iren  nachkumen  min  gilt  daz  da  ge¬ 
legen  ist  ze  Bützkofen  daz  da  buwet  Stritberg,  und  die  agker  die 
ligent  in  Velkofer  banne  buwet  ouch  Stritberg  die  ich  geben  hän 
in  daz  selb  güt  umb  sehs  und  fünffzig  pfunde  Haller  güter  und 
güber  ( Quittung )  den  selben  fro  Annen  der  äptissinn  und  dem  con¬ 
vent  dez  closters  und  iren  nachkumen  daz  güt  ze  habenne  und  ze 
niessen  .  .  .  by  wasen  by  zwy  es  si  an  holtz  oder  an  velt  an  agker 
oder  an  wisen,  für  ledig  1er  und  reht  aygen  mit  allen  rehten  nützen 
und  zügehorunge  als  ich  und  min  vordem  daz  selb  güt  mit  aller  zü- 
gehörunge  ennother  geliebt  und  genossen  hän.  Währschaft  als  ze 

Württ.  Geseliiclitsquellen  IX.  27 


418 


1365. 


Mengen  reht  ist  (Ansprache).  Und  han  mich  und  min  erben  ver- 
zigen  allez  rehtes  und  schirms  gaystlichs  und  weltliches  geriht  aller 
rehten  und  brief  da  mit  wir  dise  hantfesty  wider  triben  mohtent 
oder  dehain  ding  wider  werfen  daz  hie  vor  gescriben  stat.  Siegel: 
der  stet  insigel  ze  Mangen  und  ouch  min  aygen  insigel  (S  bekenntnis). 

Der  [brief]  wart  geben  ze  Mengen  do  man  von  Cristz  gebart 
zalt  drüzehenhundert  jar  in  dem  fünff  und  sehzigosten  jar  an  dem 
nehsten  mandag  vor  der  erützwochen. 

Zwei  S,  ein  Dreiecks  der  Stadt  Mengen  und  ein  Mund S  des  Friedrich 
von  Magenbuch. 


672,  1365.  25.  Mai.  Elisabeth  Klausen  Alwichs  Tochter 
Klosterfrau  und  Benz  der  Yaser  Pfründner  zu  Heilig- 
kreuztal  bekommen  als  Leibgeding  eine  Anzahl  Güter. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und 
der  convent  gmainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz 
dü  gaistlich  frowa  Elizabetha  Alwichin  Clausen  Alwich  tochter  ünser 
klosterfrowe  und  Bentz  der  Yaser  unser  pfründner  dü  baidü  mitt 
ünserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  sont  messen  han  und  nach 
ir  füg  nützun  all  die  wil  ir  das  ain  ist  dü  nachgeschribenn  gut: 
sechs  juchart  agkers  drithalb  mansmat  wiswahs  und  ain  hofraiti  ze 
Bützkoven  gelegen  und  sechs  juchart  agkers  ze  Yöllkoven  gelegen 
die  zü  disen  ziten  Stritberg  von  üns  all  buwet  und  hett  die  wir 
all  koufft  habin  umb  Friken  von  Maugenbüch  do  burger  ze  Mengen, 
und  acht  juchart  agkers  ze  Hundersingen  gelegen  die  zü  disen 
ziten  Märkli  der  Beller  all  von  üns  buwet  und  hett  und  die  wirl 
koufft  habin  umb  Clausen  Alwichen  do  burger  ze  Mengen.  Disü 
güt  allü  gar  und  gäntzlich  sont  Elizabetha  Alwichin  unser  kloster- 
frow  und  Bentz  der  Yaser  ünser  pfründner  baidü  messen  und  hän 
die  wil  si  baiden  sint  und  daz  ain  ainig  och  gäntzlich  und  gar  all 
die  wil  ez  ist,  so  daz  ander  enwar  und  von  tode  abgieng.  Und 
wenn  sü  baidü  ensint  und  von  tode  abgänt,  so  sont  denn  dü  gut 
allü  gäntzlich  und  gar  vallen  an  ünser  jartzit  ampt  durch  Eliza-| 
bethun  und  Bentzen  sei  hail  und  glüks  willen.  Und  sont  die  frow* 
die  denn  unser  jartzit  pflegent  dü  selben  güt  denn  haimun  und| 
samnun  in  ir  ampt  und  sont  da  mitt  an  Elizabethun  und  Bentzei 
järtzitlichen  tagen  as  die  vallent  ünser  samnung  ze  tisch  dienui 
und  sont  die  järtzitlichen  tag  allü  jar  jarlich  da  mitt  ewiclich  begäi 
nach  ir  gewisin  und  nach  der  gewonhait  as  man  ander  jartzit  säm- 


1365. 


419 


lieh  gewonlich  begaut  in  ünserm  kloster  zu  ünserr  samnung  tisch. 
Wir  noch  unser  nackkomenden  son  och  dü  vor  genanten  gut  in 
dehain  weg  anders  denn  vor  beschriben  ist  nimmer  verendern  ver¬ 
setzen  noch  verkouffen  as  wir  gott  und  dem  rechten  dar  umb  wellin 
antwrten.  Siegler:  wir  frow  Anna  abbtissen  und  der  convent  dez 
gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 

gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sant 
Urbans  tag. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

673 .  1365.  23.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  an  ihre  Klosterfrauen  Bena  und 
Anna  Murzelin  1  $  Haller  ewigen  Gelds  um  20$. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  zu  den  ziten  abbtissen  und 
der  convent  gmaiijlieh  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz 
wir  der  gaistlichen  frow  Benun  Murtzellinun  wilont  ünsers  klosters 
abbtissen  und  ir  swester  Annun  ünsrer  klosterfrown  zu  der  von 
Bartelstain  jarzit  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  habin  gegeben 
ze  kouffend  und  gebin  mit  disem  brief  ain  pfunt  guter  Haller  ewiges 
jarlichs  geltz  jarlichs  ze  richtend  und  ze  gend  zü  der  von  Bartelstain 
jarzit  umb  zwaintzig  pfund  guter  Haller  (Quittung).  Und  sol  ain 
kellerin  ünsers  gotzhuss  du  denn  ist  daz  selb  pfunt  güter  Haller 
geltz  jarlichs  richten  und  gen  zu  der  vor  genanten  von  Bartelstain 
jarzit  all  die  wil  frow  Bena  Murtzellin  und  Anna  ir  swester  si  baid 
ald  du  ain  sint.  Wenn  aber  si  baid  enwarin  und  von  tode  ab- 
giengin,  so  sol  daz  pfunt  Haller  geltz  daz  ir  libding  von  uns 
waz  und  ünserm  gotzhuss  von  in  ledig  wirt,  und  gaut  zü  dem 
ersten  gelt  ussa)  ainr  wise  haist  der  Gebütlinun  wise,  hett  jungfrow 
Agnes  von  Hornstain  ze  Nüfron  —  daza)  selb  pfunt  Haller  ewigs  geltz 
uss  der  wise  daz  sol  denn  ümmer  me  ewikliche  dienun  ünsrer 
samnung  ze  tisch  zü  der  von  Bartelstain  jarzit,  der  jarzit  wir  und 
ünser  nachkomenden  da  mitt  sülin  ümmer  me  denn  eweklich  allü 
jar  jarlich  begän.  Siegler:  wir  frow  Anna  abbtissen  und  der  convent 
gmainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sant 
Johans  abent  dez  töffers. 

Die  zwei  S  fehlen. 

a)  Von  uss  bis  daz  auf  Rasur. 


420 


1365. 


674 .  1365.  23.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 

kreuz  talverkaufen  an  dieKlosterfrauen  Benaund  Anna 
M u r z e  1 1  i n  zu  einer  J a li r z e i t  Güter  zu  Langenenslingen 

um  30  U  Haller. 

\W\ir  frow  Anna  von  Hornstain  zu  den  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjeliin ,  daz 
wir  der  gaistlichen  frow  Benun  Murtzellinun  wilont  ünsers  klosters 
äbbtissen  und  ir  swester  Annun  ünsrer  kloster  frown  zu  Lutzei 
Murtzels  dez  jungen  jarzit  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  habin 
gegeben  ze  kouffend  unsrü  reht  und  tinsern  tail  des  hoffs  ze  Ens- 
lingen,  der  zu  des  alten  Murtzels  jarzit  hört  den  man  nempt  Lantzen 
hoff  den  zu  disen  ziten  Amlung  buwet  umb  daz  drittail  und  gilt 
fünftzehen  Schilling  Haller  ain  halb  viertal  aiger  und  zwai  herbst- 
liünr.  Von  dem  hoff  wir  und  ünser  nachkomenden  ewiklich  solten 
und  sülin  began  des  alten  Murtzels  jarzit  und  waz  über  die  jarzit 
von  dem  hoff  vor  gestund ,  daz  war  und  solt  wesen  ünsrer  und 
ünsers  gotzhuss.  Daz  selb  übriges  habin  wir  gegeben  und  gebin 
mitt  disem  brief  ze  kouffend  frow  Benun  und  Annun  Murtzellinun 
zu  Lutzen  Murtzels  des  jungen  jarzit,  also  daz  der  hoff  gäntzlich 
und  gar  ümmer  me  sol  dienen  ünsrer  samnung  ze  tisch  in  der 
jarzit  ampt  zu  den  zwain  jarziten,  des  alten  Murtzels  und  Lutzen 
Murtzels  des  jungen  dero  jarzit  wir  und  ünser  nachkomenden  da 
mitt  sülin  ümmer  me  eweklich  ällü  jar  järlich  begän.  Und  ist  diser 
kouff  beschehen  umb  drissig  pfunde  guter  Haller  (Quittung).  Wir 
noch  ünser  nachkomenden  ensülin  och  den  vor  genanten  hoff  fürbas 
niemmer  me  versetzen  noch  verkouffen  noch  in  kain  weg  anders 
verändern  denn  as  vor  geschriben  ist  zu  den  jarziten.  Und  ob  wir 
ald  ünser  nachkomenden  daz  überfürin  und  nitt  statt  laistin  undl 
behieltin  wenn  daz  beschall,  so  ist  der  selb  hoff  denn  vervallen 
eweklich  des  alten  Murtzels  und  Lützen  Murtzels  nächsten  erben| 
aun  klag  und  aun  zorn.  Siegler:  wir  frow  Ann  äbbtissen  und  dei 
convent  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wort  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristiu 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sanl 
Johans  abent  des  töffers. 


Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuzted. 


1365. 


421 


67o.  1365.  16.  August.  Konstanz.  Pf  aff  Job  annes  Lupf 
von  Riedlin  gen  will  sich  auf  Grund  eines  päpstlichen 
Schreibens  die  Kirche  zu  Binz  wang’en  üb  ertragen  lassen. 

\I.\  n.  d.  a.  Per  hoc  presens  publicum  instrumentum  pateat 
5  evidenter  ipsum  intuentibus  universis,  quod  sub  anno  a  ||  nativitate 
domini  millesimo  trecentesimo  sexagesimo  quinto  indicione  tercia 
mensis  augusti  die  decima  sexta  eiusdem  ||  diei  hora  vesperarum  ponti- 
ficatus  sanctissimi  in  Christo  patris  ac  domini  domini  Urbani  divina 
providencia  pape  quinti  anno  tercio  in  presencia  ||  rnei  notarii  publici 
3  et  testium  subscriptorum  Constancie  in  domo  habitacionis  mei 
notarii  publici  subscripti  personaliter  constitutus  Johannes  dictus 
Luppf  de  Rüdelingen  presbiter  Constanciensis  dyocesis  virtute  seu 
vigore  gracie  sibi  per  Urbanum  papam  quintum  in  forma  communi 
pauperum  clericorum  facte  de  et  super  beneficio  ecclesiastico  cum 
s  cura  vel  sine  cura  ad  collacionem  vel  presentacionem  abbatisse  et 
conventus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  communiter  vel  divisim 
spectante  ecclesiam  parrochialem  in  Binswangen  dicte  d}rocesis  ad 
presentacionem  abbatisse  et  conventus  monasterii  spectantem  com¬ 
muniter  ex  eo  vacantem,  quod  Conrad us  dictus  Stek  olim  eiusdem 
)  ecclesie  rector  eandem  ecclesiam  in  Binswangen  per  annum  et  ultra 
ad  sacerdocium  non  promotus  pacifice  tenuit  et  possedit  fructus 
redditus  et  proventus  eiusdem  percipiendo,  quam  quidem  ecclesiam 
in  Binswangen  Eberhardus  natus  Johannis  dicti  Hermans  de  Ogolts- 
pürron  occupat  sicut  premittitur  vel  quocumque  alio  modo  vacantem 

>  sub  protestacione ,  si  sibi  et  nulli  alteri  virtute  dicte  sue  gracie  de 
iure  debetur,  meliori  modo  et  forma  quibus  potuit  acceptavit  pro- 
testans  expresse,  quod  si  ecclesia  in  Binswangen  dicto  Johanni  vir¬ 
tute  dicte  sue  gracie  de  iure  non  debetur  seu  deberetur,  quod  extunc 
sibi  salvum  esse  voluit  et  vult  ius  aliud  beneficium  ecclesiasticuni 

\  ad  collacionem  vel  presentacionem  abbatisse  et  conventus  communiter 
vel  divisim  spectans  sibi  virtute  et  vigore  dicte  sue  gracie  de  iure 
debitum  acceptandi.  Super  quibus  omnibus  et  singulis  dominus 
Johannes  requisivit  me  notarium  publicum  infrascriptum,  ut  sibi  de 
e*isdem  unum  et  plura  meliori  modo  et  forma  quibus  fieri  possent 

>  iuxta  iuris  peritorum  consilia  conficerem  instrumentum  et  instrumenta. 

Acta  sunt  hec  sub  anno  domini  indicione  mense  die  hora  pon- 
tificatu  et  loco  supradictis ,  presentibus  honorabilibus  et  discretis 
dominis  et  magistris:  Nycolao  dicto  Trütler  de  Rüdelingen 

canonico  ecclesie  Beronensis  et  Hainrico  fratre  suo  rectore  ecclesie 


422 


1365. 


parrochialis  in  Kilchdorf  Constanciensis  dyocesis  testibus  ad  premissa 
vocatis  specialiter  et  rogatis. 

Links  das  Notariats  Zeichen:  Auf  einem  Fass  in  einem  Kreis  ein  lang¬ 
gestieltes  Kleeblatt. 

Et  eg o  Nicolaus  dictus  Landolt  de  Mengen  Constanciensis  dyocesis  predicte 
publicus  imperiali  auctoritate  et  curie  Constanciensis  notarius  acceptacioni . . 
presens  interfui  .  .  fieri  vidi  et  audivi  et  in  hanc  publicam  form  am  manu  mea 
propria  scribendo  redegi  signoque  meo  solito  et  consueto  signavi  requisitus  in 
testimonium  premissorum. 

676.  1365.  23.  August.  Han  s  von  Andelfingen  Amman 

zu  Riedlin  gen  verkauft  an  Heiligkreuztal  all  seine  Güter 
zu  Grüningen  um  170  U  Haller. 

\T\ch  Hans  von  Andelfingen  zü  den  ziten  amman  ze  Rüdlingen 
urktind,  daz  ich  gib  und  geben  hän  mit  disem  brief  ze  koffend  ains 
rechten  und  redlichen  köffs  frow  Annen  von  Hornstain  zü  den  ziten 
äbtissenn  ze  Hailigcrütztal  dem  closter  und  dem  convent  gemainlich 
dez  selben  closters  und  ieren  nachkomenden  alliu  disü  güt  diu  hie 
nach  geschriben  sint  für  recht  aigen  diu  min  gewesen  sint  und  ge¬ 
legen  sint  ze  Grüningen:  dez  ersten  daz  hus  ze  Grüningen  gelegen 
da  Schoch  zü  disen  ziten  uff  sitzt,  und  ain  garten  da  bi  gelegen, 
und  ain  halb  juchart  aggers  in  dem  grund  gelegen  an  her  Ludwigs 
agger  von  Hornstain,  und  in  dem  selben  esch  vor  dem  grund  ain 
anwanderli,  und  ain  halb  juchart  ist  ain  egerd  in  der  notbalden 
gelegen,  und  ain  lendli  ze  brunnen  gelegen  och  an  her  Ludwigs 
agger,  und  an  der  hersträs  och  ain  lendli  an  her  Ludwigs  agger,  und 
ain  halb  juchart  ze  Kengelbrunnen  gelegen  an  her  Chünratz  agger 
von  Hornstain ,  und  under  dem  hertweg  ze  Amelhusen  ain  juchart 
an  her  Ludwigs  agger,  und  ain  halb  juchart  under  dem  hünrbüchel 
och  an  her  Ludwigs  agger,  und  ain  halb  juchart  ze  Crützstain  ar 
her  Ludwigs  agger,  und  über  den  weg  ze  Crützstain  ain  halb  juchart 
und  under  dem  rietweg  an  dem  Offenhuser  ain  halb  juchart,  #unc 
ain  halb  mann  matt  wiswahs  ze  Grüningen  zwischan  den  mülinen 
und  ain  vierdentail  ains  mannmatz  in  der  ow  an  her  Ludwigs  wis 
Die  agger  und  wysen  die  Schoch  vormals  all  von  mir  gebuwei 
hat  und  dar  nach  zwo  juchart  aggers  ze  Grüningen  hinder  der  bur£ 
gelegen  die  ich  selb  gebuwen  hän  an  her  Chünratz  agger  von  Horn 
stain,  und  ain  juchart  in  dem  grund  an  herr  Ludwigs  agger,  unc 
ain  agger  in  Setenleh  gelegen  an  her  Chünratz  agger,  und  di< 
gebraiten  ze  brunnen  gelegen,  und  ain  agger  ze  hungerbrunnen  gei 
dem  riet  gelegen  ist  der  zeltzer  genant,  und  ain  halb  juchart  unde 


1865. 


428 


den  rieten  an  Menlochs  agger,  und  ain  juchart  ze  Grüningen  ob 
dem  wadel  an  dem  Schenkel  gelegen.  Disiu  vor  genant  gut  alliü 
mit  an  ander  han  ich  geben  ze  köffend  als  vor  geschriben  ist  denen 
frowen  ze  Hailigcrütztal  und  ieren  nachkomen  umb  hundert  pfunt 
5  und  umb  sübentzig  pfunt  alles  guter  und  gaber  Haller  (Quittung). 
Währschaft  nach  der  stett  recht  ze  Rüdlingen.  Ze  bürgen  gesetzt : 
her  Ludwigen  von  Hornstain,  her  Brunen  von  Hertenstain,  her  Mantzen 
von  Hornstain  all  ritter  und  Hansen  von  Hornstain  ze  Gedingen 
gesessen  all  unverschaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait: 
io  war  ob  denen  closterfrowen  oder  ieren  nachkomen  der  güt  ains 
ald  mer  oder  dehains  ir  zügehörd  iena  ansprachig  wurd  und  ich 
oder  min  erben  inen  oder  ieren  nachkomen  inen  es  nit  vertgiti 
verstünd  und  versprüh  nach  dem  rechten  als  vorgeschriben  ist  gar 
und  gentzlichen  an  allen  ieren  schaden,  so  band  sy  gewalt  und  güt 
.5  recht  die  bürgen  ze  manind  ze  huss  ze  hoff  ald  under  ögen  mitt 
botten  ald  selber.  Und  die  sont  denn  nach  der  manung  in  aht 
j  tagen  den  nahsten  in  varn  gen  Rüdlingen  ald  gen  Mengen  in  der 
zwaiger  stett  ain  in  weli  denn  ie  der  bürg  wil  und  sont  da  laisten 
ain  recht  und  gewonlich  giselschaft  mit  aim  pfarid  ( Einlager , 
>0  Pfandschaft ,  Landfriedensklausel ,  Schadenersatz).  Ersatzmann  in 
den  nahsten  viertzehen  tagen.  Die  closterfrowa  hant  güt  recht  der 
beliben  bürgo  zwen  ze  manind  weli  sy  wend  (Lösung).  Siegler:  ich 
Hans  von  Andelfingen.  Wir  die  bürgen  verjehin  (S  bekenntnis) . 
Ich  .  .  .a)  Andelfing  dez  vor  genanten  ammans  sun  vergich  (Ein- 
!5  Verständnis ,  S  anhängung ,  S  defekt). 

Dis  beschach  und  wart  diser  brief  gegeben  an  sant  Bartholomeus 
abent  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drützehenhundert 
|  jar  sehzig  jar  dar  nach  in  dem  fünften  jar. 

Sechs  MundS.  1.  Das  S  des  Hans  von  Andelfingen  ist  verdorben. 
10  2.  Das  S  seines  Sohnes.  U:  f  S.  ITAL  •  ANDELVINGEN.  3.  Das  S  des 
!  Ludwig  von  Hornstein.  4.  Das  S  des  Brun  von  Hertenstein.  5.  Das  S  des 
j  Manz  von  Hornstein.  6.  Das  S  des  Hans  von  Hornstein  zu  Göffingen. 

Die  Pressein  sind  beschrieben :  1.  Cristus  gebürt  drüzehenhjundert  jar 

se]chzig  jar  dar  nach  in  dem  fünften.  2.  nahsten  aht  tagen  so  ich  oder  min 
55  erben  . . .  dez  ermant  wirt  ze  hus  . .  und  als  schidlich  als  die  abgegangen.  3.  tat 
ich  oder  min  erben  dez  nit . .  ||  und  weli  er  wil  und  die  sont  im  denn . . .  unver- 
zogenlich  verpfenden  in  allem  reht . . .  || . . .  der  vorgen[ant  •  •].  4.  gehenkt  an 

disen  brief ...  bürgen  verjehin,  daz  wir  unverschaidenlich  laisten  süllint  als  von 
uns  vo[rgeschriben  stat . .].  5.  urkünd  und  merer  sicherhait  [ . .  diser  vorgeschrjiber 

10  sach  so  habin  wir  die  wissen  (?)  || . . .  denen  insigeln  wir  die  andern  mit  ||.  6.  wend, 
unnütz  wurd  oder  in  lant  nit  ...  min  erben  dem  vor  genanten  C . . . 

a)  In  der  U  von  S  2  heisst  er:  Ital. 


424 


1865. 


677.  1365.  23.  August.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heilig  kreuztal  verkaufen  an  ihre  Klosterfrau  Anna 
Banzerin  einen  Acker  zu  Hundersingen,  aus  dem  8  s. 

Haller  jährlichen  Gelds  gehen,  um  2 72 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  wir 
unsrer  klosterfrown  Annun  Bantzirinun  den  agker  ze  Hundersingen 
den  Eberli  der  vischer  hett  umh  acht  Schilling  stätes  järlichs  Haller 
geltz  der  gelegen  ist  uff  der  owe  zwischan  den  krippen  und  der 
kaltun  Altachun  durch  den  ainhalb  gaut  der  füssstig  gen  Mengen 
der  der  Annun  Bantzerin  libding  von  üns  ist  gewesen,  ir  ains 
rehten  und  redlichen  kouffs  habin  gegeben  und  gebin  mit  disem 
brief  ze  kouffend  ledklich  gantzlich  und  gar  aigenlich  in  der 
jarzit  ampt  umb  dritthalb  pfunt  güter  Haller  (Quittung).  Und  da 
von  verzihin  wir  iins  der  aigenschafft  des  agkers  und  ergebin  in 
ümmer  me  eweklich  in  die  jarzit  und  sunderlich  zu  den  zwain 
jarziten,  zu  den  och  drissig  Schilling  und  zwen  Schilling  Haller 
ewiges  järlichs  geltz  gänt  uss  der  Bantzirinun  wise,  du  in  dem 
kessel  litt  zu  den  och  der  vor  genant  agker  und  daz  gelt  von  dem 
agker  sol  ümmer  me  eweklichen  dienun.  Und  sülin  wir  noch  unser 
nachkomenden  den  agker  in  dehain  weg  anders  niemmer  verendern 
denn  zu  den  selben  jarziten  as  wir  gott  und  dem  rehten  dar  umb 
wellin  antwrten.  Siegler:  wir  frow  Anna  äbbtissen  und  der  con¬ 
vent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sant  Bar¬ 
th  olomeus  abent. 

Die  zwei  S  fehlen. 


678.  1365.  27.  Oktober.  Abtissin  und  Konvent  von! 

Heilig  kreuztal  erlauben  ihrer  Kloster  fr  au  Mechthild! 
Wildin  den  Genuss  von  etlichen  Gütern  zumLeibgeding.B 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der! 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  unser* 
klosterfrowe  Mächthild  Wildin  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gutem! 
willen  sol  messen  und  hän  nach  ir  willen  und  füg  disiu  nach-H 
geschribenn  gut:  daz  gut  ze  Grüningen  gelegen  daz  wir  koufftunli 
von  Hansen  dem  Schulthaissen  burger  ze  Rüdlingen,  dri  juchartH 


1865. 


425 


agkers  och  ze  Grüningen  gelegen  die  wir  konfftun  von  Haintzen 
von  Büningen,  und  die  zwo  wisa  ze  Herbrechtingen  gelegen  die 
wir  koufftun  von  Werntzen  Lütrammen  und  von  Werntzen  Trützen. 
Dü  gut  ällü  sol  Mächthild  Wildin  niessen  und  hän  mitt  ünserm 
5  urlob  aun  ünser  hindernüst  ald  irrung  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn 
sü  enist  und  von  tode  abgaut  daz  gott  lang  wend,  so  sont  denn 
dü  gut  allü  vallen  an  ir  mümun  Elzbetun  Schemppinun  ünser  kloster- 
frown,  und  dü  sol  denn  och  dü  gut  mit  unserm  urlob  gunst  güten 
willen  niessen  und  hän  all  die  wil  sü  ist,  doch  mitt  beschaidenhait 
0  daz  siu  ir  mümun  Mächthild  Wildinun  jarzit  da  von  begang  und 
an  der  jarzitlichem  tag  ünserm  samnung  von  den  selben  güten 
dieni  ze  tisch  järlich  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  denn  och  enist 
dü  Elizabetha  Schemppin  und  von  tode  abgaut  daz  got  lang  wend; 
so  sont  denn  allü  gut  ledig  und  los  üns  sin  und  ünserm  gotzhuss 
5  und  sont  vallen  in  ünsrer  jarzit  ampt  durch  Mächthild  Wildinun 
und  ir  vordro  sei  hails  und  glüks  willen.  Und  sont  die  jarzit- 
pflegerinn  die  denn  in  ünserm  gotzhuss  sint  von  dem  selben  gut 
ir  und  ir  vordro  jarzit  eweklich  began  und  an  ir  jarzitlichem  tag 
ünsrer  samnung  da  mitt  dienun  ze  tisch.  Wir  und  ünser  nach- 
0  körnenden  sülin  och  dü  güt  in  dehain  weg  niemmer  anders  verendern 
weder  versetzen  noch  verkouffen  denn  as  vor  geschriben  ist.  Siegler : 
wir  frow  Anna  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
5  gebürte  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sant  Symon 
und  Judas  der  zwölfbotto  abent. 

Die  zwei  S  cler  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heilig kreuztal. 


!  679.  1365.  27.  Oktober.  Mit  Erlaubnis  von  Abtissin 

und  Konvent  von  Heiligkreuztal  macht  die  Kloster- 
o  fr  au  Mechthild  die  Wildin  aus  einem  Leib  ge  ding  eine 

Stiftung. 

Wir  frow  Anna  von  Hornstain  ze  disen  ziten  abbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz 
ünser  klosterfrow  Mächthild  Wildin  mitt  ünserm  urlob  gunst  und 
5  güten  willen  sol  niessen  und  hän  nach  ir  willen  und  füg  di  siu 
nachgeschribenn  güt:  daz  güt  ze  Grüningen  gelegen  daz  wir  von 


426 


1365. 


Hansen  von  Andelfingen  am  man  ze  Iiü  düngen  koufftun,  die  vvisa 
ze  Rüdlingen  die  man  nempnet  des  Todes  wise,  und  vier  juchart 
agkers  ze  Althain  gelegen  die  wir  von  Haintzen  Luppfen  koufftun. 
Du  gut  allh  sol  Machthild  Wildin  niessen  und  hän  mitt  hnserm 
urlob  aun  unser  hindernhst  ald  irrung  dar  an  all  die  wil  sh  ist. 
Und  wenn  sh  enist  und  von  tode  abgaut  daz  gott  lang  wend,  so 
sont  denn  du  gut  allü  durch  ir  und  ir  vordro  sei  liails  und  glhkes 
willen  vallen  an  hnser  kustri  ampt  und  in  hnsrer  kustrinun  ampt 
eweklich  dienun  mitt  der  beschaidenhait  und  Ordnung,  daz  ain 
kustrin  hnsers  gotzhuss  du  denn  ist  von  den  güten  sol  ain  kertzun 
ewiklich  brennen  uff  dem  kor  ze  Hailigcrhtztal  die  wil  dh  mess 
weret  und  sol  jarlich  ain  kertzunlieht  brennen  die  hie  nach  ge- 
schribenn  nacht  gantzlich:  durch  die  vier  hochtzitnacht,  all  unser 
frown  nacht,  an  dem  grünen  durnstag  ze  nacht  und  die  kar- 
fritagen nacht ,  und  sol  ain  ewig  ampullenlieht  von  den  vor  ge¬ 
nanten  güten  brennen  nacht  und  tag  emmitten  uff  dem  kor  in  hnserm 
gotzhuss  ze  Hailigcrhtztal.  Es  sol  och  ain  kustrin  von  den  selben  güten 
jarlichs  ieglichs  jars  ainr  siechmaistrinun  ünsers  gotzhuss  dh  denn  ist 
richten  und  gen  zehen  Schilling  güter  Haller  in  ir  ampt  ällü  jar 
uff  sant  Martins  tag  durch  Machthild  Wildinun  und  ir  vordro  sei 
hails  und  glhkes  willen.  War  och  ob  ain  mess  mitt  aim  ewigen 
kapplan  bi  uns  in  hnserm  kloster  gestifft  wird,  dem  sol  denn  och 
ain  kustrin  ünsers  gotzhuss  du  denn  ist  von  den  selben  güten  jarlich 
ieglichs  jars  richten  und  gen  drissig  Schilling  guter  Haller  durch 
Machthild  Wildinun  und  durch  ir  vordro  sei  hails  und  glüks  willen. 
Wir  und  unser  nachkomenden  ensülin  och  die  vor  genantun  Ordnung 
und  Satzung  von  den  güten  niemmer  ewiklich  geirren  noch  gesumen 
und  och  du  güt  in  kain  weg  anders  verendern  denn  as  geschriben 
ist.  Und  sol  ain  kustrin  ünsers  gotzhuss  dh  denn  ist  bi  gehorsami 
und  bi  güter  gewisin  von  hnserm  gebott  as  wir  ir  an  disem  brief 
gebietin  alles  daz  gantzlich  und  gar  voll  laisten  daz  von  ir  ze  tünd 
ist  geschribenn  an  disem  brief  as  sü  gott  und  uns  dem  rechten 
und  och  selun  dar  umb  antwrten  well.  Siegler:  wir  frow  Anna 
von  Hornstain  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrhtztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drhtzehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  fünf  jar  an  sant  Symon 
und  Judas  der  zwölf  botto  abent. 


Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


1366. 


427 


680 .  1366.  5.  Februar.  Walther  von  Beuren  verkauft 

an  Heiligkreuztal  zweiWiesen  zwischen  Herbertingen 
und  Binzwangen  um  71  &  Haller.1) 

Ich  Walther  von  Bürren  vergich,  daz  ich  gib  und  geben  hän 
5  ze  kötfend  mit  disem  brief  ains  rechten  und  redlichen  köffs  den 
frowen  dez  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  dem  kloster  gemainlich  und 
allen  ieren  nachkomen  für  recht  aigen  min  wys  gelegen  zwischan 
Herbrechtingen  und  Binswangen  ainhalb  an  dem  Rinkse  und  ander¬ 
halb  an  miner  wys,  die  vormals  min  vatter  sälig  kofft  umb  Bentzen 
10  den  satler  von  Rüdlingen,  dar  uss  süben  pfenning  Kostentzer  müns 
ze  zehenden  gät  und  der  driü  mann  matt  ist,  und  min  wys  och 
gelegen  zwischan  Herbrechtingen  und  och  Binswangen  an  dez  Her¬ 
gesellen  brül  genant  der  zu  disen  ziten  och  der  frowen  ist  ze 
Hailigcrütztal  ainhalb  und  anderhalb  an  dez  Heldz  wys  von  Her- 
15  brechtingen  diu  stok  wis  genant  der  vier  mann  matt  ist  und  dar  uss 
kain  zehend  gät.  Und  ist  der  köff  beschechen  umb  ains  und 
sübentzig  pfunt  alles  guter  und  gäber  Haller  ( Quittung ,  Währschaft). 
Ze  bürgen  gesetzt  dis  erbern  und  vesten  mann:a)  hern  Eberhart  von 
Ry schach  zu  den  ziten  ze  Ehingen  der  stat  gesessen  ritter  und 
20  Haintzen  den  Wihsler  zu  den  ziten  ze  Nuifrun  gesessen  baid  un- 
verschaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait :  wära)  ob  die 
wysa  ainü  oder  baid  denen  closterfrowen  oder  ieren  nachkomen 
iena  ansprachig  wurdin  und  ich  oder  min  erben  inen  sy  nit  vert- 
giti  verstund  und  versprach  nach  dem  rechten  und  och  an  den 
25  Stetten  als  vorgeschriben  ist  gentzlichen  an  allen  ieren  schaden,  so 
hand  sy  gewalt  und  gut  recht  die  bürgen  ze  manind  ze  hus  ze 
hoff  ald  under  ögen  mit  botten  ald  selber.  Und  die  sont  denn 
nach  der  manung  in  aht  tagen  den  nahsten  in  varn  gen  Rüdlingen 
oder  gen  Mengen  in  der  zwaiger  stett  ain  in  weli  denn  ie  der  bürg 
30  wil  und  sont  da  laisten  ain  recht  und  gewonlich  gisel Schaft  mit 
aim  pfarid  (Einlager ,  Pfandschaft ,  Landfriedensklausel ,  Schadlos¬ 
haltung).  Ersatzmann  in  den  nahsten  aht  tagen  (Einlager,  Lösung). 
Siegler:  ich  Walther  von  Bürren.  Wir  die  bürgen  verjehin  (S  bekennt- 
nis,  S  defekt). 

35  Bis  beschach  und  wart  dirr  brief  gegeben  an  sant  Agtun  tag 
in  dem  jar ,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  druizehenhundert  jar 
sehzig  jar  dar  nach  in  dem  sehsten  jar. 

NB:  Ain  koutf  brieff  von  Walthern  von  Bürren  umb  die  wisa  zwischan 
Herbrechtingen  und  Binswangen  gelegen  zu  Margretun  Metzigerinn  und  C.  Metz- 
40  gers  zu  her  Otten  von  Stoffenberg  und  Götzen  Ebengross  jarziten. J) 


428 


1366. 


Drei  BundS.  Das  erste  ist  das  des  Walther  von  Beuren.  Das  zweite, 
das  S  des  Eberhard  von  Beischach  ist  grossenteils  zerstört ;  ein  Eberkopf,  rechts¬ 
gewendet.  Das  dritte  zeigt  einen  spickelweise  geteilten  Schrägbalken.  U:  f  S. 
HAINRICI  •  WICHSLER. 

Alle  drei  Pressein  sind,  beschrieben :  1.  sübentzehn  pfunt  pfenn[inge]  .. 
muns  vier  ||  .  .  alles  guter  und  gäber  pfenning  oder  für  ie  den  ufe  .  .  .  Haller  j| 
2.  recht  und  redlich  gelten  süllin  dem  e  .  .  .  kunin  von  ||  und  .  .  .  sübentzehen 
pfunt.  2.  Schilling  .  .  .  ||  und  dez  ze  urkünd  e  geschribner  sach  so  habin  wir  baidü. 

*)  Cfr.  nächste  Nummer. 

a)  Von  mann  bis  war  von  anderer  Hand. 

681,  1366.  23.  Februar.  (Fortsetzung*  der  vorhergehenden  Nr.). 

Verwendung*  des  jährlichen  Geldes. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  die 
wisa  der  süben  mansmat  ist  die  wir  koufften  umb  Waltherrn  von 
Bürren  entzwischan  Herbrechtingen  und  Binswangen  gelegen  as 
der  kouff  brief  den  wir  dar  umb  habin  aigenlicher  seit,  die  ietz  zu 
disen  ziten  Bentz  der  Vaser  üpser  pfrundner  und  Haintz  der  Tentinger 
von  Binswangen  von  uns  ze  stätem  lehen  enpfangen  hänt  umb  vierdhalb 
pfunt  und  dri  Schilling  Haller  järlichs  geltz,  die  wisa  und  daz  gelt  von 
den  wisen  sont  hören  und  hörent  mit  ünserm  urlob  gunst  und  gutem 
willen  in  disi  nachgeschribenn  jarzit  und  zu  diser  nachgesehribenn  frown 
und  man  nutz  und  messen  mitt  der  beschaidenhait,  daz  du  gaistlich 
unser  kloster  frow  Anna  von  Baldegg  sol  han  und  messen  von 
der  wiso  gelt  järlichs  ain  pfunt  Haller  geltz  all  die  wil  sü  ist. 
Und  wenn  sü  enist  und  von  tode  abgaut,  so  sol  daz  selb  pfunt 
Haller  geltz  vallen  und  gän  eweklich  an  unsrer  samnung  tisch  zü 
herre  Otten  säligen  von  Stotfenberg  ir  öhams  jartzit  des  jarzit 
wir  und  unser  nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän.  Ez 
sol  och  Götz  Ebengross  unser  pfrundner  niessen  und  han  von  dem¬ 
selben  der  wiso  gelt  järlichs  ain  pfunt  Haller  geltz  all  die  wil  er 
ist.  Wenn  aber  er  enist  und  von  töde  abgaut,  so  sol  daz  selb 
pfund  Haller  geltz  denn  vallen  und  gän  eweklich  an  unsrer  samnung 
tisch  zü  siner  jarzit  als  die  gott  fügt  die  wir  und  ünser  nachkomenden 
da  mitt  eweklich  sülin  begän.  Und  wan  des  übrigen  ist  des  wise- 
geltz,  daz  hört  und  sol  hören  alles  sament  ietz  und  fürbas  ümmerme 
eweklich  an  ünsrer  samnung  tisch  zü  Margaretun  Metzgerinun  und 
zü  Cünrat  säligen  des  Metzgers  ir  elichen  maisters  jarzit  dero 
jarzit  wir  und  ünser  nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän. 


1366. 


429 


Wir  und  unser  nachkomenden  sülin  ocli  Annun  von  Baldegg  Götzen 
Ebengrossen  noch  die  jarzita  nitt  irren  noch  sinnen  in  dehain  weg. 
Und  ensülin  och  die  wise  und  das  gelt  von  der  wise  daz  ietz  in  die 
jarzit  hört  oder  daz  hie  nach  dar  in  hörent  wirt  und  sol  in  dehain 
5  weg  anders  verendern  weder  versetzen  noch  verkouffen  denn  as 
vorgeschriben  ist  zu  den  jarziten  as  wir  gott  den  selun  und  dem 
rechten  dar  umb  antwrten  wellin.  Siegler:  wir  frow  Bena  abtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
0  gebärt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  sechs  jar  an  sant 
Mathias  abent. 

Die  ND  gleichlautend  wie  in  Nr.  6S0. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  Beide  hängen 
an  beschriebenen  Pressein.  1.  [fr]ow  Margret  Metzgerinun  von  Mnndri[chingen] 
5  . . .  rt  tinsers  goczhuss  iarczit  .  .  2.  in  ir  gewalt  enpfa[ngen]  .  .  .  Haller  du  sü  uns 
und  ünserm  go[czhuss]  . .  ||  [mit]  der  beschaidenhait  wenn  ir  ...  daz  wir  ir 
denn  di.  ...  . 

9  Cfr.  vorhergehende  Nummer. 


682.  1366.  23.  April.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster- 

0  frauen  Adelheid  Enslin  und  Katharina  Schwarzin 
kaufen  dem  Kloster  5  &  Haller  jährlichen  Geldes  ab. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  ünser 
klosterfrowa  Adelhaid  Enslinin  und  Kathrin  Swärtzin  die  baid  der 
5  acht  pfund  diu  wir  unsren  jarzit  maistrinun  in  ir  jarzit  ampt  habin 
gegeben  ze  kouffend,  fünfü  haut  vergolten  und  koufft  mitt  iren 
pfenningen  mitt  ünserm  urlob.  Und  sont  och  si  baid  all  die  wil 
ir  diu  ain  ist  der  selbo  acht  pfunt  diu  fünfü  messen  nützun  und 
hän  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  untz  si  baid  ensint 
0  und  von  tode  abgänt.  Und  gänt  diu  selben  acht  pfunt  Haller 
järlichs  geltz  uss  disen  nachgeschribenn  güten:  vier  pfunt  güter 
Haller  ewiges  gelts  uss  wilont  herr  Cünratz  von  Stöffeln  güten  ze 
Umbenhusen  uss  Schöblins  güt  und  uss  Berchtoltz  des  Bengels 
güten,  ain  pfunt  güter  Haller  ewiges  geltz  uss  Berchtoltz  Schulterren 
5  von  Kirchain  güten  ze  Blidentzhusen,  zwai  pfunt  güter  Haller  ewigs 
geltz  uss  wilont  Grimpen  ains  burgers  von  Rütlingen  hoff  ze  Betzingen 
gelegen  den  man  nempt  der  Blidelin  hoff.  Und  ain  pfunt  Haller 
ewigs  geltz  uss  wilont  Eberhartz  des  ammans  von  Pfullingen  win- 


430 


1366. 


garten  ze  Metzingen  gelegen  ze  Hinderbergen  an  dem  von  Gundel¬ 
fingen.  Der  acht  pfunt  uss  den  güten  fünfü  sont  unser  klosterfrowa 
Adelhaid  Enslinin  und  Kathrin  Swärtzin  baid  die  wil  si  baid  sint 
und  diu  ain  ainig  och  gäntzlich  all  die  wil  siu  ist  so  diu  ander 
enwar  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gütem  willen  aun  all  ünser 
ald  unserer  jarzit  maistrino  irrung  niessen  nützun  und  hän  all  die 
wil  ir  du  ain  ist.  Und  wenn  si  baid  ensint  und  von  tode  abgänt 
das  gott  lang  wend,  so  sont  denn  dü  selben  fünf  pfunt  ledig  sin 
unsren  jarziten  und  sont  vallen  in  unserer  jarzito  ampt  halbü  zu 
Bentzen  des  Swartzen  jarzit  as  die  gut  fügt  und  zü  sinr  elicher  k 
wirtenn  Adelliait  saligun  der  Swartzinun  jarzit,  und  die  andern 
halbü  ze  Machthild  saligun  Enslinun  wilont  unsrer  klosterfrown  und 
zü  ir  vatter  müter  und  brüder  jarziten.  Und  dero  jarzit  son  wir 
und  ünser  nachkomenden  da  mitt  ewiklich  begän  ze  chor  ze  tisch 
ze  kappitel  aso  as  wir  tügin  gewonlich  dero  jarzit  die  wir  bi  üns  i| 
begangin.  Siegler:  wir  frow  Bena  zü  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  sechs  jar  an  sant 
Georien  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  Beschriebene 
Pressei:  1.  ze  den  ziten  abbtissen  und  der  convent  gm[ainlich  des  gotzbu]ss  ze 
Hailig[crütztal]. 


683 .  1366.  23.  April.  Abtis sin  un d  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  an  Heinz  und  Kunz  Buggensohn  zu 
Friedingen  und  ihre  Frauen  die  Witraiti  und  Landgarb 
zu  Friedingen  als  Leibgeding  um  48  Haller. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  wir 
Haintzen  Buggensun  von  Fridingen  und  siner  elicher  hussfrown 
Machthild  der  Artzatinun  tochter  von  Enslingen  und  Cüntzen  Buggen¬ 
sun  sim  brüder  von  Fridingen  und  sinr  elicher  hussfrown  Kathrinun 
Güten  tochter  von  Waltstetten  den  allen  vieren  ze  libding  iro  vier 
libe  und  nitt  anders  noch  füro  ains  rechten  und  redlichen  koufi*s 
habin  gegeben  ze  kouffend  die  witraiti  und  die  lantgarb  von  der 
witraiti  ze  ünserm  dorff  ze  Fridingen  mitt  allen  zügehorden  ze 
niessend  und  ze  nützend  wie  si  mügend  nach  ir  füg  all  die  wil  ir 
ains  ist  für  reht  fri  aigen  ir  liben.  Und  ist  der  kouff  beschehen 
umb  viertzig  und  acht  pfunt  güter  Haller  (Quittung,  Währschaft). 


1366. 


431 


Und  ob  wir  ald  ünser  nachkomenden  daz  nitt  tatin  und  in  die 
witraiti  aso  nitt  vertigetin  verstündin  und  versprächin  all  die  wil 
si  sint  oder  ir  ains  ist,  so  liant  si  alliu  oder  ir  ains  oder  me  oder 
ir  verweser  vollen  gwalt  und  gantz  gut  recht  üns  dar  umb  an  ze 
5  griffend  und  an  unsren  luten  und  guten  ze  pfenden  dü  pfant  ze 
versetzenn  und  ze  verkouffend  wa  und  wie  oder  wenn  mügend  si 
oder  ir  verweser  uff*  dem  land  oder  in  stetten  aun  gericht  oder  mitt 
gericht  aun  klag  und  aun  zorn,  und  mügend  daz  tün  as  vil  und 
as  dik  untz  in  gantzlich  gevertigot  wird  dar  umb  si  denn  hänt 
0  angegriffen  as  dik  diss  beschach  und  as  dik  si  des  notdürftig  sint. 
Und  tünd  mitt  disem  allem  nitt  weder  si  noch  ir  verweser  noch 
ir  helfer  wider  dehain  gericht  gaistlichem  oder  weltlichem  noch 
wider  dem  lantfrit  oder  der  buntnüst  die  ietz  sint  oder  hie  nach 
werdent  noch  wider  dehainr  unsrer  noch  ünsers  ordens  frihait  dü 
5  üns  allü  nitt  sont  schirmen  wider  in  der  vor  genantun  vertigung. 
Und  in  welen  schaden  si  ir  verweser  oder  ir  helfer  diss  kamin  ob 
es  in  ze  schaden  kam,  den  sülin  wir  und  ünser  nachkomenden  in 
abtun  gantzlich  und  unschadhafft  machen  gantzlich  aun  allen  ir  schaden, 
ald  si  hänt  aber  mäht  und  recht  üns  dar  umb  anzegriffend  in  allem 
0  rechten  as  vor.  Wir  habin  och  gelübt  diss  alles  statt  ze  hend  und 
war  ze  laistend  und  da  wider  nitt  ze  tünd  mitt  üns  selber  oder 
mitt  ieman  anders,  wier  noch  ünser  nachkomenden  gen  in  allen  gen 
ir  ain  oder  gen  me  all  die  wil  ir  ains  ist.  Und  wenn  si  allü  vierü 
Haintz  Buggensun  Machthild  sin  elichü  husfrow  Cüntz  Buggensun 
5  und  Kathrin  sin  elichü  hussfrow  ensint  und  allü  vierü  von  tode 
abgänd,  so  ist  denn  die  witraiti  und  dü  lantgarb  von  der  witraiti 
mitt  allen  nützen  und  zügehorden  ledige  und  los  üns  und  ünserm 
|  gotzhuss  aun  allermanglichs  irrung  ald  ansprach.  Siegler:  wir  frow 
Bena  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 
0  Der  [brief]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Gr  intus 
|  gebürt  drützehenhundert  jar  und  sechtzig  jar  und  sechs  jar  an  saut 
'  Georien  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

684.  1366.  27.  April.  Walther  von  Beuren  verkauft 

öUlrich  dem  Burkhard  zu  Mengen  und  seinem  Weib 
j  seinen  Hof  zu  Herbertin  gen  um  105  U  Haller. 

;  Ich  Walther  von  Bürron  vergib,  daz  ich  mit  vorbetrahtung 

gesundes  libes  und  mütes  ze  kouffend  geben  han  ains  rehten  und 


432 


1366. 


redlichen  kouffz  dem  erbern  beschaidenn  knebt  Ulrichen  Burchart 
gnant  burger  ze  Maengen  und  Margreten  Wäffenrökinen  siner 
elichen  husfrowen  und  iren  erben  minen  hoff  ze  Herbrehtingen  in 
dem  banne  gelegen  und  den  ze  den  ziten  der  Störer  buwet  für  ain 
recht  ledig  aigen,  ez  sige  an  holtz  an  veld  an  akkern  an  wisen 
an  wasser  an  waide  grünt  und  grät  mit  allen  rehten  gwonhaiten 
und  nützen  und  mit  allen  zügehörden  umb  hundert  phund  und  um 
fünff  phunt  allez  guter  und  gaeber  Haller  müns  (Quittung).  Ich 
hän  inen  öch  in  den  kouff  geben  ain  juchart  akkers  uff  crützstek 
gelegen  in  dem  selben  banne  öch  für  ain  reht  ledig  aigen.  Währ- 
schüft f  daz  sol  ich  oder  min  erben  inen  oder  iren  erben  verstän 
und  versprechen  an  allen  gerillten  gaistlichen  und  weltlichen  und 
an  allen  den  stetten  da  man  reht  von  üns  nemen  wölt  und  un- 
anspraechig  machen,  wenn  ich  oder  min  erben  von  inen  oder  von  iren 
erben  oder  von  iren  botten  dar  umb  ze  hüs  ze  hoff  ald  under  ögen  mit  i| 
hotten  oder  mit  briefen  ermant  werdent  dar  nach  in  manotz  frist  dem 
naehsten.  Ze  bürgen  gesetzt:  Chünraten  den  Hagel  ze  Diengen 
geseszen,  Haintzen  von  Hornstain  Hermans  saligen  sun  von  Horn- 
stain,  Cüntzen  Fünfin  amman  ze  Maengen  und  Cüntzen  den  Spirer 
burger  ze  Schaer  mit  der  beschaidenhait  als  hie  nach  beschriben 
ist:  waer  ob  der  hoff  oder  dehain  sin  zugehörd  oder  der  akker 
Ulrichen  Burchart,  Margreten  siner  elichen  husfrowen  oder  iren  erben 
in  den  ziten  anspraechig  wurdint  von  wem  daz  waer  und  ich  oder 
min  erben  inen  oder  iren  erben  daz  nit  verstündint  noch  ver- 
spraechint  noch  nit  unanspraechig  machennt  in  den  ziten  und  in 
den  tagen  als  vor  geschriben  ist,  so  hat  er  Ülrich  der  Burchart, 
Margret  sin  husfrowe  und  ir  erben  vollen  gwalt  und  güt  reht  mine 
bürgen  dar  umb  ze  manend  ze  hüs  ze  hoff  ald  under  ögen  mit 
botten  oder  mit  briefen  oder  mit  ir  selbs  libe.  Und  die  sont  denn 
nach  der  manung  in  den  nächsten  aht  tagen  unverzogenlieh  in  varn 
ze  Maengen  oder  ze  Schaer  in  weder  statt  ez  ieglichem  bürgen 
denn  fügt  und  sont  da  laisten  ain  erberr  gwonlich  giselschaft  ir 
ieglicher  mit  sin  selbs  libe  an  gevaerd  und  unverdinget  ald  aber 
mit  aim  erbern  kneht  und  mit  aim  pfarit  (Einlager).  Ersatzmann: 
wenn  ich  oder  min  erben  von  inen  oder  von  iren  erben  dar  umb 
ermant  werdint  ald  von  iren  botten  dar  nach  in  den  naehsten  vier¬ 
zehen  tagen.  Sie  hant  güt  reht  die  bestandenn  mine  bürgen  dar  umb 
ze  manend.  Ich  noch  min  erben  sigint  öch  in  dem  Ulrichen  Burkarten, 
siner  husfrowen  noch  iren  erben  umb  die  gmainen  vogty  diu  über  diz 
vor  gnant  güt  und  über  andriu  güter  ze  Herbrehtingen  gät  niutz  gebunden 


1366.  433 

ze  versprechend  noch  ze  verstaend.  Ward  och  der  insigel  diu  an 
disen  brief  gehörnt  ains  oder  me  bruchig  misshenkt  oder  misskert 
oder  kaem  an  disen  brieff  nit  und  geschaeh  daz  allez  an  gevaerd, 
dennoch  sol  dirr  brieff  dem  Ulrichen  Burcharten,  sin  er  husfrowen  und 
5  iren  erben  mit  allen  sinen  stukken  und  artikeln  nütz  und  gut  sin 
und  kamen  schaden  bringen  gen  mir  noch  gen  minen  erben  noch 
gen  minen  bürgen  weder  suz  noch  so  (Lösung).  Siegler:  ich  Walther 
von  Bürron  und  wir  die  obgnanten  bürgen  (Sbekenntnis). 

Dirr  brieff  ist  geben  ze  Herbrehtingen  do  man  zalt  von  Cristus 

>  gebürt  driuzehenhundert  jar  und  sehzig  jär  dar  nach  in  dem  sehsten 
jär  an  dem  nächsten  maentag  vor  sant  Walpurg  tag. 

NI):  Umb  den  hoff  ze  Herbrechtiugen  den  wir  koufften  umb  Waffenrok 
der  koufft  wart  umb  den  von  Bürren  zu  dero  von  Hornstain  von  Goffingen  jarzit. 

Fünf  Rund  S.  1.  Das  S  des  Walther  von  Beuren.  2.  Das  S  des  Konrad 

>  Hagel.  U:  f  S.  CHONRADI  •  HAGEL.  3.  Das  S  des  Konrad  Fünfin,  cfr.  Nr.  685. 
4.  Das  S  des  Heinz  von  Hornstein.  5.  Das  S  des  Kunz  Spirer.  Hin  Vogel 
(Rahe?)  aufwärts  fliegend.  U:  |  S.  •••  CVNRADI  •  DCI  •  SPIRER. 

685.  1366.  27.  April.  Heinrich  von  Bartenstein  verkauft 
an  Heiligkreuztal  H o f r a i t e  Garten  und  Acker  zu  B i n z - 

>  wangen  um  20  flf  Haller. 

Ich  Hainrich  von  Bartelstain.  vergib,  daz  ich  mit  vorbetrahtung 
gesundes  libes  und  mütes  ze  kouffend  geben  hän  ains  rehten  und 
redlichen  kouffz  der  äpptissenn  und  dem  convent  gmainlich  dez 
closters  ze  Hailigencrütztal  graves  Ordens  und  iren  nahkomenden 
min  hofraiti  und  den  garten  ze  Binswangen  gelegen  und  den  akker 
dar  an  gelegen  und  daz  Hainrich  der  Raiger  ze  den  ziten  buwet, 
mit  allen  zügehörden  für  ain  relit  ledig  aigen  umb  zwainzig  phund 
guter  und  gaber  Haller  müns  (Quittung).  Währschaft ,  war  ob  ez 
!  in  den  ziten  von  ieman  anspraechig  würd  waa)  oder  gen  wem  daz 
waer,a>  wenn  daz  an  üns  gefordert  wirt  dar  nach  in  manotz  frist 
dem  naehsten.  Ze  bürgen  gesetzt:  baid  unverschaidenlich  Cüntzen 
Fünfin  ze  den  ziten  ainman  ze  Mangen  und  Hansen  den  Ebinger 
baid  burger  ze  Mangen  mit  der  beschaidenhait  als  hie  nach  be- 
schriben  ist:  waer  ob  daz  gütli  oder  dehain  sin  zugehörd  den 
gaistlichen  frowen  oder  iren  nahkomenden  in  den  ziten  anspraechig 
würd  von  wem  daz  waer  und  ich  oder  min  erben  inen  daz  nit 
verstündint  noch  verspraechint  nach  dem  rehten  nach*0  landes  rehta) 
in  den  tagen  und  ziten  als  vor  geschriben  ist,  so  haut  si  und  ir 

Wtirtt.  Geschiclitsquellen  IX.  28 


434 


1366. 


nachkomenden  vollen  gwalt  und  gut  relit  mine  bürgen  dar  umb  ze 
manend  ze  hüs  ze  hoff  ald  under  ogen  mit  botten  oder  mit  briefen 
oder  mit  ir  selbs  libe.  Und  die  sont  denn  nach  der  manung  in 
den  naehsten  aht  tagen  unverzogenlichen  invarn  ze  Maengen  in 
der  statt  und  sont  da  laisten  ain  erber  gwonlich  giselschafft  ir  ieg- 
liclier  mit  sin  selbs  libe  an  gevärd  und  unverdinget.  Weier  bürg 
och  mit  selbs  libe  nit  laisten  wolt  ald  nit  laisten  moht,  der  sol 
ainn  erbern  gisel  an  sin  statt  in  die  giselschafft  leggen  der  alle 
tag  als  tür  kum  als  ob  er  selb  laisti  (Einlager).  Ersatzmann 
dar  nach  in  manotz  frist  dem  naehsten.  ( Pfandschaft ,  Land¬ 
friedensklausel,  Schadenersatz ,  Lösung,  S defekt).  Siegler:  ich  Hain- 
rich  von  Bartelstain  und  wir  die  ob  gnanten  bürgen  (Sbekenntnis). 

Dirr  brieff  ist  geben  dez  jares  do  man  zalt  von  Gristus  gebürt 
driuzehenhundert  jär  und  sehzig  jär  dar  nach  in  dem  sehsten  jär 
an  dem  nächsten  maentag  nach  sant  Georien  tag. 

ND:  Dis  ist  ain  koff  brief  von  Hainrich  von  Bartelstain  zu  Wildinun  jarzit. 

Drei  Bund  S.  Das  erste  das  S  des  Heinrich  von  Bartenstein.  Das  S 
des  Kunz  Fünfin  zeigt  die  zunehmende  Mondsichel  und  darin  einen  /Stern. 

U:  f  •  •  CONB.ADI  •  D . Ff,  cfr.  Nr.  684.  Das  S  des  Hans  Ebinger  zeigt 

einen  nach  rechts  gekehrten  Vogel  mit  ausgebreiteten  Flügeln  und  Fängen,  einen 
Wurm  (?)  im  Schnabel.  U:  f  S\  IOHANNIS  •  HEBIGER. 

»)— a)  Auf  Rasur. 


686 .  1366.  24.  Juni.  Die  Grafen  Eberhard,  Ludwig  und 

Eberhard  von  Landau  verkaufen  an  den  Ritter  Johann 
vom  Stein  zu  Marchtal  all  ihre  Güter  und  Pfands ch aften| 
zu  Ertingen  um  3300  Haller. 

Wir  graff  Eberhart  von  Landowe,  ich  Ludwig  von  Landow 
und  ich  Eberhart  von  Landowe  baide  sin  süne  verjehen  offenlich  füi\ 
üns  und  für  ünser  erben  und  tuen  kunt  allermenglich  mit  disem  brieff^ 
daz  wir  mit  gütem  willen  und  mit  wolbedahtem  sinne  dem  vestei 
ritter  hern  Johansen  vom  Stain  gesezzen  ze  Marchtein  und  sinei 
erben  mit  disem  brieff  recht  und  redlich  ze  kouffent  geben  und  ze 
ainem  stüten  ewigen  kouff  gegeben  haben  disiu  ünseriu  gut  gül| 
und  recht  ze  Ertingen  die  hie  nach  benempt  sint:  bi  dem  erstei 
diu  geburschafft  ze  Ertingen  gemainlich  gende  jerclichen  ze  herb* 
stür  fünffzig  phund  güter  Haller.  Und  von  Buchower  güten  die  elj 
ze  Ertingen  gelegen  sint  gebent  die  lüt  die  dar  uff  sitzent  jerclichej 
ze  mayen  stüre  acht  phund  guter  Haller.  Diu  mülin  da  selbz  gi 


1366.  435 

jerclichen  zehen  phund  guter  Haller.  Die  visclientz  ze  Ertingen  in 
der  Swartzach  gilt  jerclichen  vier  phund  guter  Haller.  Diu  nechst 
mülin  hi  Ertingen  gilt  jerclichen  sechtzehen  Schilling  guter  Haller. 
Und  diu  ober  mülin  da  selbz  gilt  jerclichen  sechtzehen  Schilling  guter 
5  Haller.  Diu  batstube  ze  Ertingen  gilt  jerclichen  driu  phund  güter 
Haller.  Lutzen  gut  selbs  gilt  jerclichen  ain  phund  und  sechs  Schilling 
güter  Haller.  Und  da  zu  die  lantgarbe  uff  den  akern  und  fünff- 
zehen  Schilling  güter  Haller  mader  Haller.  Von  der  aptissen  von 
Büchowe  güten  diu  ze  Ertingen  gelegen  sint  jerclichen  ze  vogtrecht 
0  drissig  malter  roggen  zway  und  zwainzig  malter  habern  und  acht 
malter  vesan  Sulger  messe.  Diu  wydem  ze  Ertingen  gilt  jerclichen 
ze  vogtrecht  zehen  malter  roggen  ayliff  malter  habern  und  vier 
malter  vesan.  Und  von  den  schüppüssen  jerclichen  ze  vogtrecht 
zwainzig  malter  kernen  und  zwainzig  malter  roggen  Sulger  messe. 
5  Und  Chüntzen  Loselins  güt  da  selbz  gilt  jerclichen  zehen  malter 
roggen  und  fünff  malter  habern  Sulger  messe  und  driu  phund  güter 
Haller.  Dez  schmitz  güt  da  selbz  gilt  jerclichen  sechs  malter  roggen 
und  driu  malter  habern  Sulger  messe  und  zway  phund  und  acht 
Schilling  güter  Haller.  Peters  güt  da  selbz  gilt  jerclichen  vier  malter 
D  roggen  und  zway  malter  habern  Sulger  messe.  Und  die  tafern  ze 
Ertingen  in  dem  dorff  diu  jerclichen  gilt  vier  phund  güter  Haller  und 
ain  phund  pfeffers.  Und  daz  vor  genant  korngelt  allez  sol  Sulger 
messe  sin  und  ouch  die  vogtye  daz  gericht  die  gewaltsamin  und  die 
ehaftin  ze  Ertingen  und  von  iedem  hus  ze  Ertingen  jerclichen  ain 
3  vasennaht  hün  und  ouch  dazü  waz  wir  ze  Ertingen  iendert  haben 
oder  da  han  süllen  oder  mügen.  Und  ouch  waz  über  ale  zü  dem 
allem  und  dar  in  an  lüten  oder  an  güten  iendert  gehört  oder  ge¬ 
hören  sol,  ez  si  an  vogtye  an  vogtrecht  an  dorff  an  dorffrecht  an 
gewaltsamin  an  stüren  an  diensten  an  gericht  an  twingen  an  bannen 
f)  an  ehaftin  an  tafern  an  witraytin  an  velde  an  holtz  an  holtzmarken 
I  an  aker  an  wise  an  wasen  an  zwy  an  vischentzen  an  wygern  an 
mülinen  an  waide  an  wasser  an  wasserlaitinan  an  stige  an  stege 
an  weg  an  rütinan  an  rütakern  oder  wie  daz  allez  gehaissen  oder 
genant  ist,  ez  si  benempt  oder  unbenempt  ze  besetzent  und  ze 
>  entsetzent  besticht  und  unbesücht  und  ouch  mit  allen  den  nützen  und 
rechten  und  gewonhaiten  so  wir  da  ze  Ertingen  üntz  uff  lnit  disen 
tag  alz  dirr  brieff  geben  ist  inne  geliebt  und  genozzen  haben  und 
ouch  allez  für  ledig  und  für  unansprechig  und  für  unverkünbert  und 
ouch  für  recht  aygen  und  ouch  also,  daz  die  lüt  ze  Ertingen  ir 
)  vihtrat  haben  und  han  süllent  in  aller  der  wise  alz  do  Ertingen 


48 6  1366.  1 

gen  Landowe  hört.  Dazü  und  da  mit  haben  wir  in  ouch  in  den-  I 
selben  kouff  gegeben  unser  phantschafft  ze  Ertingen  die  hie  ge-  I 
schriben  stat:  bi  dem  ersten  daz  gut  daz  Schelling  da  buwet;  daz  I 
gut  daz  Peter  an  der  sunnen  da  buwet;  daz  gfit  daz  Grymptin  da  I 
buwet;  daz  gut  daz  der  Laver  da  buwet,  und  daz  güt  daz  der  |j 
Crützer  da  buwet,  und  och  waz  über  ale  zu  den  selben  güten  und  1 
dar  in  iendert  gehört  alz  diu  unser  phand  von  der  herschafft  von  1 
Osterich  sint,  daz  er  und  sin  erben  die  selben  phantscliaft  mit  allen  I 
nützen  und  rechten  ouch  inne  han  und  messen  süllent  alz  lang  und  I 
untz  uff  die  zit  daz  diu  hörschaft  von  Osteriche  die  selben  phant-  I 
schaft  ie  ain  mark  geltz  mit  zehen  marken  lötiges  silbers  Costentzer  I 
gewichtez  von  im  oder  von  sinen  erben  wider  geledigot  und  geloset  I 
haben.  Und  hat  üns  der  vor  genant  herr  Johans  vom  Stain  umb  I 
daz  allez  also  gegeben  und  gewert  driu  tusent  phund  und  driu  I 
hundert  phund  allez  guter  und  geber  Haller  die  alle  zu  ünserm  I 
redlichen  nutz  und  fromen  körnen  sint.  Und  also  haben  wir  graff  I 
Eberhart  von  Landowe  und  wir  Ludwig  und  Eberhart  von  Landowe  I 
sin  süne  alz  wir  vor  genant  sien  mit  fryem  gutem  willen  unbetwngen-  I  j 
lieh  dem  obgenanten  hern  Johansen  vom  Stain  und  sinen  erben  den  I 
vor  geschriben  kouff  und  alle  vor  geschriben  güt  nütz  und  recht  ze  I 
Ertingen  und  waz  über  ale  zü  dem  allem  und  dar  in  iendert  gehört  I 
oder  gehören  sol  alz  vor  ist  beschaiden  uff  gegeben  und  in  gegeben  I 
nü  fürbaz  me  ewiclich  und  gerüwiclich  mit  allen  nützen  rechten  I 
gewonhaiten  und  gemessen  ze  habent  und  ze  niessent  alz  ander  ir  I 
aygen  güt.  Und  haben  üns  ouch  ietzo  an  dem  allem  aller  ünsrerl 
recht  vordrung  und  an  sprach  gentzlichen  verzigen  und  verzihen  üns  I 
ouch  der  mit  disem  brieff  also  daz  wir  noch  ünser  erben  noch! 
nieman  andre  von  ünsern  wegen  den  ob  genanten  hern  Johansen  vom» 
Stain  noch  sin  erben  an  dem  allem  gemainlich  noch  besunder  nichtzl 
irren  bekünbern  noch  bekrenken  süllen  noch  mügen  noch  da  nach! 
kain  ansprach  noch  kain  vordrung  mit  dehainem  gericht  gaistlicheml 
noch  weltlichem  noch  mit  dehainen  andern  Sachen  ymmer  me  süllen  ll 
noch  mügen  gewinnen  noch  han  in  dehainen  weg.  Und  dazü  sien  I 
wir  graff  Eberhart  von  Landowe  und  wir  Ludwig  und  Eberhartl 
von  Landowe  baide  sin  süne  wir  alle  dry  und  ünser  erben  unver-1 
schaidenlich  dez  ob  genanten  hern  Johansen  vom  Stain  und  sinerl 
erben  dez  vor  geschriben  kouffs  und  aller  vorgeschriben  güt  gültll 
nütz  und  recht  ze  Ertingen  und  waz  wir  da  hetten  oder  da  hanll 
solten  oder  mochten  und  waz  über  ale  zü  dem  allem  und  dar  inll 
iendert  gehört  alz  vor  stat  geschriben  ir  recht  gewern  für  aller-! ! 


1366. 


437 


menglichs  irrung  und  ansprach  gaistlich  und  weltlich  nach  aygens 
recht  nach  landez  recht  und  nach  recht.  Und  sunderbar  der  vor 
benempten  guter  diu  phand  von  der  herschaft  von  Osterich  sint 
sollen  wir  und  unser  erben  ir  recht  gewern  haissen  und  sin  nach 
phandez  recht  und  nach  recht.  Und  ze  ainer  bessern  sicherhait 
haben  wir  dem  selben  hern  Johansen  vom  Stain  und  sinen  erben 
dar  uff  und  umb  alle  vor  geschriben  sach  zu  üns  und  zu  ünsern 
erben  ze  bürgen  gesetzt  diz  vesten  und  diz  erbern  manne:  hern 
Johansen  von  Uffenloch,  hern  Ulrichen  den  Magern,  hern  Eberharten 
)  den  Giraffen  von  Graff’negg,  ritter  Ützen  den  Graffen  den  alten  ge- 
sezzen  ze  Eglingen,  Ützen  den  Graffen  sinen  brüder,  Hainrichen 
den  Wichsler  gesezzen  ze  Nüffren,  Albrechten  den  Kantzen  gesezzen 
ze  Nüfren,  Hainrichen  den  Späten  gesezzen  ze  Frikenhusen,  Walthern 
von  Andelfingen,  Albrechten  von  Nüwenegg  kircherre  zeHerbrehtingen, 

3  Hugen  von  Nüwenegg  sinen  brüder  und  Chünraten  von  Horenstain 
Hermans  sun  von  Horenstain  und  ouch  alle  zwelff  ritter  und  knecht 
unverschaidenlich  mit  der  beschaidenhait,  weih  irrung  oder  ansprach 
dem  ob  genanten  hern  Johansen  vom  Stain  oder  sinen  erben  an  den 
vor  geschriben  güten  und  rechten  ze  Ertingen  oder  an  diu  so  zü 
)  dem  allem  und  dar  in  lüt  und  güt  iendert  gehört  oder  gehören  sol 
alz  vor  geschriben  stat  an  ir  ainem  oder  me  geschech  oder  widerfür 
von  gaistlichen  oder  von  weltlichen  lüten  oder  gerichten,  daz  süllen 
wir  und  ünser  erben  unverschaidenlich  in  usrichten  und  aller  ding 
richtig  und  unansprechig  machen  ane  ir  schaden  nach  dem  rechten 
5  alz  vor  ist  beschaiden.  Wa  wir  daz  unverzogenlich  nit  täten,  so 
hant  si  gewalt  ir  bürgen  die  vor  genanten  ze  manent  selb  oder  mit 
ir  botten  oder  briefen  ze  hus  ze  hove  oder  under  ougen  und  süllen 
in  die  nach  der  manung  unverzogenlich  in  den  nechsten  acht  tagen 
laysten  ze  Rüdlingen  in  der  stat  ze  Mundrichingen  in  der  stat  oder 
J  ze  Ehingen  in  der  stat  in  welher  stat  under  den  dryen  der  bürgen 
ieglichem  aller  best  fügt  ze  laysten.  Und  süllent  da  laysten  in 
j  erben*  und  offnen*  gastgeben  wirt  hüser  ze  vailem  kouff  unbedingt 
ir  ieglicher  mit  ainem  pherid  recht  giselschafft  ungevarlich  da  nach 
laystens  recht  oder  ie  an  ains  bürgen  stat  ain  erber  knecht  mit 
3  ainem  pheride  und  in  dem  selben  rechten  der  selb  nit  wil  noch 
mag  laysten.  Und  süllen  also  usser  der  laystung  nymmer  körnen 
bürgen  oder  ir  knecht  denne  mit  dez  ob  genanten  hern  Johansen  vom 
Stain  oder  siner  erben  urloub  und  gütem  willen  oder  e  wir  in  alliu 
vor  geschriben  güt  und  recht  ze  Ertingen  und  waz  zü  dem  allem 
3  und  dar  in  iendert  gehört  alz  vor  beschaiden  ist  aller  ding  richtig 


438 


1366. 


lind  unansprechig  haben  gemacht  ane  ir  schaden  nach  dem  rechten 
alz  vor  geschriben  stat.  Weih  bürg  in  also  die  laystung  wider  irem 
willen  verzüg  und  dar  an  sümig  wer,  so  hant  der  ob  genant  hern(!) 
Johans  vom  Stain  und  sin  erben  und  ouch  dazu  alle  ir  helfer  ge- 
walt  und  recht  ane  gericht  und  ane  clag  oder  ob  si  wend  mit  ge- 
richt  ünserr  selbscboln  und  unsrer  erben  lüt  und  gut  und  ouch  der 
unlaystenden  bürgen  lüt  und  gut  allenthalben  unverschaidenlich  dar 
umb  an  ze  griffent  ze  nötent  und  ze  phendent  in  steten  in  dorffern 
oder  uff  dem  lande  wie  und  wa  si  künnent  und  mügent  alz  vil 
und  alz  gnüg  untz  in  da  mit  alle  vor  geschriben  sach  dar  umb  si 
denne  gemant  hetten  aller  ding  richtig  und  unansprechig  worden 
sint  ane  ir  schaden  nach  dem  rechten  alz  vor  ist  beschaiden,  da 
mit  si  noch  dehain  ir  helfer  nit  freveln  noch  nichtz  verschulden 
süllen  noch  mügen  gen  dem  lantfrid  noch  gen  dehainer  frihait  noch 
puntnüss  der  herren  der  stett  noch  dez  landez  noch  gemainlich  gen 
dehainem  gericht  gaistlichem  noch  weltlichem  daz  nü  ist  oder  her 
nach  uff  stat  noch  in  dehainen  weg  und  daz  ouch  wir  und  die 
bürgen  ewiclich  ane  clag  und  ane  alle  rauch  süllen  lan.  Gieng  ouch 
der  bürgen  in  der  wile  ainer  oder  me  von  tod  ab  da  got  vor  si  oder  in 
landez  nit  enwer,  so  süllen  wir  in  nach  ir  rnanung  in  den  nechsten 
vierzehen  tagen  ie  ainen  andern  alz  schidlichen  bürgen  setzen.  Wa 
wir  daz  nit  taten,  so  hant  si  gewalt  und  recht  der  andern  bürgen 
zwen  ze  man  ent  welhi  zwen  si  wend  und  süllent  in  die  laysten  in 
allem  vor  geschriben  rechten  untz  wir  in  ander  alz  schidlich  bürgen 
gesetzt  haben.  Wir  und  ünser  erben  unverschaidenlich  süllent  diel 
vor  genanten  bürgen  und  ir  erben  von  diser  borgschaft  und  gisel- 
schaft  ledigen  und  losen  ane  ir  schaden.  Und  dez  allez  ze  ainem 
waren  urkünd  geben  wir  graff  Eberhart  von  Landowe  und  wir  Ludwig 
und  Eberhart  von  Landowe  sin  süne  alle  dry  für  üns  und  für  ünser 
erben  dem  ob  genanten  hern  Johansen  vom  Stain  und  sinen  erben 
disen  brief  besigelten  mit  ünsern  aygen  insigeln  und  mit  der  vorl 
genanten  bürgen  insigeln.  Und  ob  der  insigel  aller  ains  oder  mel 
brüchig  wurden  oder  an  disen  brieff  nit  koment,  dennoch  sol  in| 
dirr  brief  an  allen  vor  geschriben  stuken  pungten  und  artikeln  krefti^ 
und  gut  beliben  und  bestan.  Und  wir  die  vor  genanten  bürgen] 
verjehen  der  vor  geschriben  borgschaft.  Dez  ze  urkünd  haben  wii 
ünseriu  insigel  gehenkt  ouch  an  disen  brief,  der  geben  wart  ar 
sant  Johans  tag  ze  sünwenden,  do  waren  von  Cristz  gebürt  driu- 
zehenhundert  jar  und  da  nach  in  dem  sechs  und  sechtzigistem  jar.| 
Von  15  S  ist  nur  das  fünfte  halb  erhalten,  das  eines  Grafeneckers. 


1366. 


439 


I  687,  1366.  21.  November.  Zürich.  Entscheidung*  in 

I  dem  Streit  um  die  Kirche  zu  Binzwangen  durch  den 
jj  Propst  Heinrich  Spichwardi  von  Zurzach. 

I  /.  n  cl.  a.  Heinricus  Spichwardi  prepositus  ecclesie  sancte 

I5  Yerene  Zurciacensis  Constanciensis  dyocesis  subexecutor  ad  infra- 
1  scripta  a  domino  Heinrico  episcopo  Constanciensi  executore 
I  gracie  apostolice  per  dominum  Urbanum  papam  quintum  facte  Jo¬ 
hanni  dicto  Lupfen  de  Rüdlingen  presbytero  dicte  dyocesis  de  et 
super  provisione  beneficii  ecclesiastici  cum  cura  vel  sine  spectantis 
0  communiter  vel  divisim  ad  collacionem  vel  presentacionem  abbatisse 
et  conventus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  a  sede  apostolica  de- 
putato  subdelegatus  omnibus  presencium  inspectoribus  subscriptorum 
noticiam  cum  salute.  In  causa  beneficiali  mota  coram  nobis  inter 
Johannem  dictum  Lupfen  de  Rüdlingen  presbyterum  ex  una  et 
5  Eberhardum  natum  Johannis  dicti  Herman  de  Ogeltzbürren  clericum 
dicte  dyocesis  ex  parte  altera  super  eo  videlicet,  quod  Johannes 
Lupfo  presbyter  virtute  gracie  apostolice  predicte  sibi  peciit  provi- 
deri  de  parrochiali  ecclesia  in  Binswangen  Constanciensis  dyocesis 
ad  presentacionem  abbatisse  monasterii  spectante  et  vacante  ad 
!0  presens  ex  eo,  quod  Cünradus  dictus  Stekko  eandem  ecclesiam  in 
Bynswangen  canonice  adeptus  per  annum  et  ultra  ad  sacerdocium 
non  promotus  absque  dispensacione  canonica  impedimento  legitimo 
cessante  tenuit  occupatam,  anno  domini  millesimo  CCC  sexagesimo 
sexto  feria  sexta  post  festum  exaltacionis  sancte  crucis  que  fuit  decima 
ib  octava  dies  mensis  septembris  conparuit  in  iudicio  coram  nobis 
Johannes  Lupfo  et  primo  nobis  exhibuit  et  presentavit  unam 
connnissionis  literam  sub  sigillo  episcopali  ipsius  domini  Heinrici 
episcopi  Constanciensis  sigillatam,  in  qua  idem  dominus  episcopus 
causam  huiusmodi  provisionis  negocium  inter  dictas  partes 
jiO  cum  omnibus  emergentibus  dependentibus  et  connexis  commisit 
!  nobisque  mandavit,  ut  si  parrochialem  ecclesiam  in  Bynswangen 
vacare  inveneremus  modo  premisso,  eidem  Johanni  Lupfen  de  ipsa 
ecclesia  in  Bynswangen  virtute  dicte  sue  gracie  providere  curaremus. 
Cuius  quidem  connnissionis  litere  data  fuit  et  est  talis: 

35  Datum  in  Castro  nostro  Clingnowe  anno  domini  millesimo 
CCC  sexagesimo  sexto  IIII  idus  septembris  indicione  quarta,  cum 
totum  eius  tenorem  presentibus  inserere  foret  nimis  longum. 

Subsequenter  vero  Johannes  Lupfo  nobis  presentavit  et  exhibuit 
literas  et  processus  tarn  episcopi  predicti  quam  Johannis  de  Thonsol 
40  sui  vicarii  in  spiritualibus  generalis  quibus  processibus  vidimus  con- 


440 


1566. 


tineri,  quomodo  et  qualiter  ipse  Johannes  Lupfo  pridem  conparens 
coram  nostro  episcopo  eidem  episcopo  presentavit  et  exhibuit  literas 
apostolicas  sibi  super  dicta  sua  gracia  concessas  ac  processus  puri- 
ficatorios  ab  ipso  episcopo  per  eum  obtentos  necnon  unum  instru- 
mentum  publicum  continens,  quod  ipse  Johannes  Lupfo  parrochialem 
ecclesiam  in  Bynswangen  vacantem  ex  eo  quod  Cünradus  dictus 
Stek  clericus  eandem  parrochialem  ecclesiam  canonice  adeptus  per 
annum  et  ultra  ad  sacros  ordines  non  promotus  absque  dispensacione 
canonica  impedimento  legitimo  cessante  detinuit  occupatam  acceptavit, 
et  qualiter  hiis  literis  et  instrumento  nostro  episcopo  presentatis 
idem  dominus  noster  episcopus  ad  instanciam  ipsius  Johannis  Lupfen 
citavit  et  citari  mandavit  Eberhardum  occupatorem  dicte  ecclesie  in 
Bynswangen  omnesque  alios  quorum  intererat  et  qui  se  provisioni 
ipsius  Johannis  sibi  de  dicta  ecclesia  facienda  opponere  vellent  in 
certum  peremptorium  terminum  conpetentem  videlicet  feriarn  quintam 
post  festum  corporis  Christi  in  locum  consistorii  sui,  ut  coram  eo 
aut  suo  vicario  in  spiritualibus  generali  cui  ipse  episcopus  in  pre- 
missis  commiserat  vices  suas  conparerent  ad  dicendum  et  propo- 
nendum  quidquid  dicere  vel  proponere  tune  vellent  contra  provisionem, 
et  qualiter  eodem  termino  productis  et  exhibitis  per  ipsum  Johannem 
Lupfe  suis  literis  et  munimentis  quibus  ad  suam  intencionem  pre- 
dictam  firmandam  uti  voluerat  coram  vicario  et  commissario  pre- 
dicto  et  accusata  contumacia  citatorum  ipsoque  Johanne  petente 
testes  su os  recipi  super  vacacione  ipsius  ecclesie  quos  secum  habuerat 
in  parato  conparuit  quidam  Rudolfus  de  Brixina  asserens  se  pro- 
curatorem  ipsius  Eberhardi  occupatoris  et  nomine  procuratorio  ipsius 
Eberhardi  sibi  peciit  copiam  omnium  productorum  decerni  cum 
termino  ad  deliberandum  super  eis  et  ad  dicendum  contra  eadem 
producta  et  quare  ad  provisionem  procedere  non  deberet  et  qualiter 
in  termino  peremptorio  conpetenti  per  ipsum  vicarium  et  commissa- 
riuni  ipsi  Rüdolfo  procuratori  ad  hoc  prefixo  videlicet  die  sabbato 
post  festum  beatorum  Petri  et  Pauli  conparente  coram  ipso  vicario 
Johanne  Lupfen  et  contumaciam  ipsius  Eberhardi  et  sui  procuratoris 
in  quantum  dicto  termino  non  satisfacerent  accusante,  conparuit 
personaliter  Eberhardus  nichil  tum  contra  premissa  dicens ,  sed 
dumtaxat  iterato  copiam  productorum  per  Johannem  Lupfen  sibi 
decerni  petivit  sibique  terminum  ad  dicendum  contra  eadem  pro¬ 
ducta  et  quare  ipsi  Johanni  Lupfen  de  dicta  ecclesia  in  Bynswangen 
provideri  non  deberet  assignari  petivit,  et  qualiter  subsequenter  pre- 
fixo  iterato  ipsi  Eberhardo  certo  termino  peremptorio  conpetenti 


1366. 


441 


videlicet  die  knie  ante  festum  beati  Jacobi  proximam  hora  prime 
ad  dicendum  contra  producta  ipsius  Johannis  quarum  copiani  habuit 
in  effectu  et  quare  ad  provisionem  procedi  non  deberet  quidquid 
dicere  vel  proponere  vellet,  et  qualiter  eodem  termino  iam  dicto 
5  ipso  Eberhardo  nicliil  contra  producta  Johannis  dicente  vel  quare 
provisio  fieri  non  deberet,  dicto  Johanne  contumaciam  ipsius  Eber- 
hardi  accusante  ipsumque  contumacem  quoad  terminum  reputari 
petente  iterum  vicarius  sine  causa  racionabili  alium  terminum  peremp- 
torium  conpetentem  ad  dicendum  adhuc  contra  producta  ipsius 
0  Johannis  et  quare  provisio  fieri  non  deberet  videlicet  diem  veneris 
ante  festum  beati  Jacobi  apostoli  prefixit,  et  qualiter  eodem  termino 
videlicet  die  veneris  ante  festum  beati  Jacobi  apostoli  adhuc  Eber¬ 
hardo  contra  producta  ipsius  Johannis  et  quare  predicta  provisio 
fieri  non  deberet  nicliil  dicente  eodemque  Johanne  in  scriptis 
5  petente,  ut  Eberhardum  quoad  premissa  contumacem  reputaret  ac 
testes  et  alias  probaciones  quas  in  prompto  et  parato  secum  haberet 
super  vacacione  ipsius  ecclesie  in  Bynswangen  reciperet  ac  probata 
eius  vacacione  sibi  de  eadem  ecclesia  in  Bynswangen  cum  omnibus 
suis  iuribus  et  pertinenciis  provideret,  protestando  eciam  de  gravamine 
0  et  de  appellando  si  dictam  peticionem  suam  non  admitteret  nec 
exaudiret,  et  qualiter  ipse  Johannes  Lupfo  ipso  domino  vicario 
peticionem  suam  huiusmodi  admittere  et  exaudire  non  curante  ad 
episcopum  appellavit  in  scriptis  apostolos  peciit  et  alia  fecit  que 
ad  prosecucionem  eiusdem  appellacionis  facienda  videbantur,  et  qua- 
5  liter  subsequenter  episcopus  presentata  sibi  appellacione  et  processu 
ipsius  vicarii  eisque  cum  diligencia  perspectis  appellacionem  ut  ex 
veris  et  iustis  causis  et-  sufficienti  gravamine  interpositam  recepit 
!  et  volens  ad  provisionem  ipsius  Johannis  procedere  Eberhardum 
omnesque  alios  qui  sua  assererent  interesse  citavit  et  citari  mandavit 
p  ad  certum  peremptorium  terminum  conpetentem  ad  videndum  et 
|  audiendum  iurare  testes  quos  dictus  Johannes  Lupfo  super  vacacione 
ipsius  ecclesie  in  Bynswangen  producere  vellet  et  ad  videndum  et 
audiendum  ipsum  Johanni  Lupfen  provideri  de  parrochiali  ecclesia 
in  Bynswangen  ipsum  Eberhardum  quoad  opposicionem  suam 
5  contumacem  reputando,  et  qualiter  demum  domino  nostro  episcopo 
propter  incidentes  causas  prepedito  quod  ad  execucionem  provisionis 
procedere  non  valebat  idem  Heinricus  episcopus  nobis  commissionem 
suam  in  et  super  premissis  direxit  nobisque  dedit  in  mandatis, 
ut  si  parrochialem  ecclesiam  in  Bynswangen  vacare  inveniremus 
D  quemadmodum  per  ipsum  Johannen!  pretenditur  eidem  Johanni 


442 


1366. 


Lupfen  de  eadem  ecclesia  in  Bynswangen  cum  omnibus  suis  iuribus 
et  pertinenciis  providere  curaremus.  Cuius  quidem  commissionis 
data  est  superius  designata. 

Quibus  quidem  literis  nobis  presentatis  et  per  nos  visis  et 
perspectis  Johannes  Lupfo  nobis  humiliter  supplicavit,  ut  iuxta  for- 
mam  commissionis  ad  execucionem  nobis  in  eadem  commissorum 
procedere  dignaremur.  Quare  nos  ut  obedien cie  filius  ad  execucio¬ 
nem  nobis  commissorum  procedentes  citavimus  et  citari  mandavimus 
Eberhardum  omnesque  et  singulos  alios  qui  sua  assererent  interesse 
ad  certum  peremptorium  terminum  conpetentem  ad  videndum  iurare 
testes  quos  ipse  Johannes  Lupfe  super  vacacione  ipsius  ecclesie  pro- 
ducere  voluit  et  produxit.  Quo  quidem  termino  ad  instanciam  ipsius 
Johannis  certos  testes  in  presen cia  Rüdolfi  de  Brixina  procuratoris 
Eberhardi  in  contumaciam  vero  aliorum  citatorum  iuratos  recepimus 
et  per  notarium  publicum  infrascriptum  pro  notario  eciam  communi 
de  consensu  eciam  parcium  deputatum  examinari  fecimus  diligenter 
iuxta  articulos  per  ipsum  Johannem  nobis  super  suo  iure  fundando 
exhibitos  et  interrogatoria  per  dictum  Rüdolfum  procuratorem  exhibita, 
citatoque  deinde  Rudolfo  procuratore  ad  videndum  apperturam  testium 
ad  certum  peremptorium  terminum  conpetentem.  ln  quo  quidem  ter¬ 
mino  dicta  testium  ad  instanciam  Johannis  Lupfen  principalis  contu¬ 
maciam  procuratoris  citati  et  non  conparentis  accusantis  publicavimus 
citatoque  deinde  in  certum  peremptorium  terminum  conpetentem  Rudolfo 
procuratore  ad  dicendum  in  testes  et  eorum  dicta  quidquid  dicere 
vel  proponere  vellet,  oblatisque  eciam  eodem  termino  per  quendam 
Johannem  de  Prigancia  scolarem  dicti  Rudolfi  de  Brixina,  asseren[tem] 
se  fore  ab  eodem  Rudolfo  suo  domino  substitutum  ad  causam  huiusmodi 
de  quo  tarnen  minime  docuit  coram  nobis  quibusdam  excepcionibus 
contra  testes  ipsius  Johannis  et  eorum  dicta  replicacionibusque  pro 
parte  ipsius  Johannis  ad  easdem  subsecutis.  Demum  eciam  ut 
omnis  tolleretur  ambiguitas  de  non  promocione  Cünradi  Stekken 
eundem  Cünradum  vocavimus  eundem  iuratum  recepimus,  vocato 
ad  hoc  Rudolfo  procuratore  et  de  eius  non  promocione  requisivimus. 
Qui  nobis  per  suum  iuramentum  respondit,  quod  adhuc  eciam  ho- 
dierna  die  foret  dumtaxat  in  minoribus  ordinibus  constitutus  et 
pro  tali  eciam  haberetur  palam  et  publice.  Citatoque  deinde  Rudolfo 
procuratore  ipsius  Eberhardi  ad  certum  terminum  peremptorium 
conpetentem  ad  videndum  concludi  in  negocio  huiusmodi  et  per  nos 
provideri  ipsi  Johanni  Lupfen  de  ecclesia,  eodemque  termino  con- 
parentibus  coram  nobis  Johanne  Lupfe  et  concludi  in  negocio  huius- 


1366. 


443 


modi  et  sibi  de  ecclesia  in  Bynswangen  provideri  petente,  dicto 
vero  Rüdolfo  procuratore  coram  nobis  conparente  nil  tarnen  racio- 
nabile  allegante  quod  provisionem  impedire  deberet,  et  quia  inspectis 
et  diligenter  recensitis  productis  et  deductis  coram  nobis  a  partibus 
5  hincinde  invenimus  sufficienter  probatum  fore  et  esse  parrochialem 
ecclesiam  in  Bynswangen  ad  presentacionem  abbatisse  monasterii 
Vallis  Sancte  Crucis  spectantem  vacavisse  eo  modo  quo  ipse 
Johannes  Lupfo  eandem  acceptavit  virtute  gracie  sue  apostolice, 
idcirco  Christi  nomine  invocato  habitoque  peritorum  consilio  iurisque 
3  ordine  in  talibus  observando  in  omnibus  observato  auctoritate  nobis 
in  hac  parte  commissa  Johanni  Lupfen  parrochialem  ecclesiam  in 
Bynswangen  cum  omnibus  suis  iuribus  et  pertinenciis  universis 
contulimus  et  conferimus  per  presentes  sibique  de  eadem  ecclesia 
in  Bynswangen  providimus  et  etiam  presentibus  providemus  ipsum- 
5  que  de  eadem  investivimus  et  presentibus  investimus,  dantes  sibi 
in  quantum  absencia  nostra  sinit  corporalem  possessionem  eiusdem 
predictumque  Eberhardum  in  expensis  litis  racione  sue  opposicionis 
indebite  ipsi  Johanni  presentibus  condempnamus  sentencialiter  hiis 
in  scriptis  quarum  tarnen  taxacionem  nobis  in  posterum  presentibus 
0  reservamus.  In  quorum  testimonium  presentem  provisionis  processum 
per  Johannen!  de  Stetfurt  canonicum  ecclesie  monasterii  Thuricensis 
publicum  auctoritate  imperiali  notarium  et  huiusmodi  cause  scribam 
scribi  et  publicari  mandavimus  sigillique  nostri  fecimus  appensione 
muniri. 

5  Datum  et  actum  Thuregi  anno  domini  millesimo  CCCLX  sexto 
sabbato  ante  festum  sancte  Katherine  que  fuit  yicesima  prima  dies 
mensis  novembris  indicione  quarta  presentibus:  Cünrado  dicto 

Stekken  canonico  ecclesie  Zovingensis,  Hermanno  dicte  Pfungen  de 
Tlmrego  clerico,  Rüdolfo  dicto  Brüngger  notario  curie  Constanciensis 
0  et  Heinrico  dicto  Martini  de  Waise  Constanciensis  dyocesis  testibus 
ad  premissa  vocatis  pariter  et  rogatis. 

Links  das  Notariats  Zeichen:  Auf  einem  doppelten  unten  breiteren  Nuss 
in  einem  Kreis  ein  stilisiertes  Gebilde  aus  vier  Blättern  und  Stengeln. 

Et  ego  Johannes  de  Stetfurt  canonicus  ecclesie  monasterii  Thuricensis 
5  publicus  auctoritate  imperiali  notarius  iuratus  Constanciensis  dyocesis  quia  .  .  . 
presens  unä  cum  dictis  testibus  interfui  eaque  sic  fieri  vidi  et  audivi,  idcirco  ad 
mandatum  prepositi  et  subexecutoris  presentem  provisionis  processum  propria 
manu  conscripsi  et  in  hanc  publicam  forraam  redegi  signoque  meo  solito  una 
cum  appensione  sigilli  ipsius  domini  prepositi  signavi  requisitus  vocatus  pariter 
ü  et  rogatus. 


444 


1366. 


Ein  OvalS.  Die  heilige  Verena  in  langem  faltenreichem  Gewände,  in 
der  linken  Hand  eine  Weinkanne,  in  der  rechten  ein  Buch  haltend;  unten  ein 
Wappenschild.  U:  f  S.  HEINR.  SPICHYVARDI  •  PPOITI  •  ECCE  •  ZVRZIACEN . 


688.  1366.  24.  November.  Zürich.  Bischof  Heinrich 

von  Konstanz  befiehlt  den  Plebanen  von  Riedlin  gen 
lind  Andelfingen,  für  die  Anerkennung  des  Johann 
Lupf  als  Pfarrer  in  Binzwangen  Sorge  zu  tragen. 

Heinricus  dei  gracUi  episcopus  Constanciensis  executor  ad  in- 
frascripta  a  sede  apostolica  specialiter  deputatus  plebanis  in  Rüde- 
lingen  et  in  Andelfingen  ceterisque  ad  qnos  presentes  pervenerint 
salutem  in  domino  et  mandatis  nostris  immo  verius  apostolicis  firmiter 
obedire.  Cum  magister  Heinricus  Spichwardi  prepositus  ecclesie 
Zurtziacensis  noster  commissarius  et  subdelegatus  in  hac  parte  Jo¬ 
hanni  dicto  Luppfen  presbytero  nostre  diocesis  de  parrochiali  ecclesia 
in  Binswangen  .  .  .*)  rite  et  legitime  providerit  et  sibi  eandem 
cum  omnibus  suis  iuribus  et  pertinenciis  universis  auctoritate  apo¬ 
stolica  qua  supra  contulerit,  vobis  universis  et  singulis  qui  presen- 
tibus  fueritis  requisiti  in  virtute  sancte  obediencie  et  sub  pena 
suspensionis  ab  officio  vestro  divinorum  late  sententie  presentibus  in 
rebelles  canonica  monicione  trium  dierum  premissa  firmiter  et  districte 
precipiendo  mandamus,  quatinus  omnes  et  singulos  reddituarios 
censuarios  decimatores  omnesque  alios  et  singulos  subditos  et  par- 
rochianos  ipsius  ecclesie  in  Binswangen  diligenter  moneatis  quos  et 
nos  presentibus  ammonemus,  ut  Johanni  Lupfen  tamquam  vero 
rectori  ipsius  ecclesie  in  Binswangen  de  universis  et  singulis  reddi- 
tibus  censibus  decimis  aliisque  proventibus  iuribus  et  obventionibus 
universis  ipsi  ecclesie  in  Binswangen  debitis  satisfaciant  et  respon- 
deant  sibique  in  spiritualibus  et  temporalibus  ut  ipsorum  rectori 
obediant  et  intendant  infra  vestre  monicioni  proximos  sex  dies, 
alioquin  ipsos  quos  propter  hoc  excommunicamus  prout  vobis  pro 
parte  ipsius  Johannis  fuerint  nominati  excommunicatos  publice 
nuncietis,  excommunicatorum  nobis  nomina  fideliter  rescribendo,  ut 
contra  eos  per  sentencias  graviores  procedere  valeamus. 

Datum,  Thuregi  anno  domini  millesimo  CCCLXVI  VIII  kalen. 
decembris  indicione  IIII. 

Hinten  zwei  auf  gedrückte  S;  ein  kleines  OvalS  und  ein  grösseres  Bund  S 
aus  rotem  Wachs  mit  Papier  überlegt.  Es  ist  nicht  mehr  deutlich  zu  erkennen. 


1366. 


445 


In  der  Mitte  befindet  sich  ein  Hirtenstab  und  rechts  und  links  davon  je  ein 
Schild .  —  BEC.  5183. 

\  x)  Cfr.  die  vorhergehende  Nummer. 

689.  1366.  24.  November.  Kunz  der  Wild  von  Mengen 

5  verkauft  an  Heiligkreuztal  zwei  Güter  zu  Langen- 
enslingen  um  147  Haller. 

Ich  Cüntz  der  Wild  burger  ze  Mengen  vergich ,  daz  ich  ze 
koffen  han  geben  ze  Mengen  vor  geriht  aines  rehten  redlichen 
kotfes  der  äptissen  und  dem  covent  gemainlich  dez  closters  ze 
0  Hailigencrützdal  und  iren  nachkumenden  zway  minü  gut  die  da 
gelegen  sint  ze  Enslingen  piit  allen  iren  zügehdrden :  daz  ain  daz 
ze  disen  ziten  buwet  Bugk  Amlung  daz  j erlich  giltet  zway  viertail 
und  zway  malter  vesen  und  ain  malter  liabern  Menger  mess  und 
nun  Schilling  Haller  und  zway  viertal  hanfsamen  das  ist  Enslinger 
5  mess  und  ain  viertal  aiger  und  dm  hünr;  daz  ander  buwet  Lutz 
von  Enslingen  giltet  j erlich  aht  schoffel  Winterkorns  und  aht  schöffel 
habern  daz  ist  Enslinger  mess  und  zwelf  Schilling  Haller  dm  hünr 
und  ain  viertail  aiger.  Und  han  inan  dö  selbun  guter  für  relit 
aygenn  gut  ze  kotfen  geben  umb  sehs  und  vierzig  und  hundert 
3  pfund  Haller  alles  guter  und  geber  ( Quittung )  der  äpptissin  und 
dem  covent  und  iren  nachkumenden  dez  closters  die  guter  mit 
allen  iren  nützen  rehten  und  zu  gehorden  ze  habend  ze  niessend 
als  ich  sie  bis  her  geliebt  und  genossen  han.  Währschaft  nach 
der  stet  relit  ze  Mengen.  Siegel:  der  stet  ze  Mengen  gemain  an- 
S  gehengt  insigel.  Wir  der  amman  und  der  raut  ze  Mengen  vergenhen 
(S  anhäng  ung). 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Gristz  gebürt  drü- 
zehenhundert  und  sehs  und  sehzig  jar  an  sant  Katherinen  abent. 

|  Das  S  ist  abgerissen. 

)  690.  1366.  10.  Dezember.  Zürich.  Bischof  Heinrich 

von  Konstanz  eröffnet  ein  Verfahren  gegen  vier  Leute, 
welche  dem  Kirchherrn  Johann  Lupf  in  Binzwangen 
die  Einkünfte  nicht  abliefern. 

Hainricus  dei  gracia  episcopus  Constanciensis  executor  ad  in- 
5  frascripta  a  sede  apostolica  specialiter  deputatus  plebanis  in  Rüd- 

lingen  et  in  Binsswangen  ceterisque  ad  quos  presentes  pervenerint 
salutem  in  domino  et  mandatis  nostris  ymmo  verius  apostolicis  fr- 


446 


1366. 


miter  obedire.  Quamvis  nos  pridem  monuerimus  et  moneri  fecerimus 
omnes  et  singulos  reddituarios  censuarios  et  decimatores  aliosque 
subditos  et  parrochianos  ecclesie  in  Binsswangen ,  ut  Johanni  dicto 
Luppfen  tamquam  vero  rectori  ecclesie  in  Binsswangen  et  nulli  alteri 
universis  et  singulis  redditibus  censibus  decimis  aliisqne  proventibus 
ipsius  ecclesie  in  Binsswangen  satisfacere  responderent  sub  certis 
penis  et  sentenciis  in  nostris  literis  desuper  editis  contentis,  nichi- 
lominus  tarnen  Johannes  dictus  Haller,  Hainricus  dictus  Saltzmann 
de  Rüdlingen  necnon  dictus  Figenbach  et  dictus  Tentinger  de  Binss¬ 
wangen  pridem  fructus  .et  proventus  huius  anni  ipsi  Johanni  rectori 
racione  ecclesie  in  Binsswangen  debitos  propria  temeritate  collegerunt 
et  ad  potestatem  Diettrici  de  Büningen  oppidani  in  Rüdlingen  duxe- 
runt  et  deposuerunt  excepta  decima  av'ene  quam  dictus  Figenbach 
et  dictus  Tentinger  adhuc  in  sua  potestate  detinent,  sibique  Johanni 
rectori  de  eisdem  fructibus  et  proventibus  respondere  recusaverunt 
et  recusant  in  preiudieium  ipsius  Johannis  rectoris  non  modicum 
atque  dampnum.  Quare  peciit  idem  Johannes  rector  sibi  et  ecclesie 
sue  super  premissis  per  nos  de  opportuno  remedio  provideri  Joban- 
nem  dictum  Haller,  Hainricum  dictum  Saltzman,  Hainricum  Figen¬ 
bach,  dictum  Tentinger  et  Diettricum  de  Büningen  conservatorem 
et  detentorem  fructuum  et  proventuum  ad  restituendum  et  assignan- 
dum  sibi  Johanni  rectori  fructus  et  proventus  conpelli  auctoritate 
apostolica  nobis  in  hac  parte  commissa.  Nos  igitur  Hainricus  epis- 
copus  volentes  huiusmodi  mandatum  apostolicum  reverenter  exequi 
ut  tenemur  vobis  et  cuilibet  vestrum  in  virtute  sancte  obediencie  et 
sub  pena  suspensionis  ab  officio  vestro  divinorum  firmiter  et  districte 
precipiendo  mandamus,  quatinus  Johannem  dictuma)  Haller,  Hain¬ 
ricum  dictum  Saltzman,  Hainricum  dictum  Figenbach,  dictum  Ten¬ 
tinger  et  Diettricum  de  Büningen  diligenter  moneatis  quos  et  nos 
presentibus  ammonemus,  ut  adhuc  Johanni  Lupfen  rectori  fructus 
et  proventus  cum  quibuscumque  consistant  restituant  sibique  eosdemj 
integraliter  assignent  infra  vestre  monicioni  proximos  novem  dies, 
vel  autem  nona  die  a  tempore  publicacionis  presencium  coram  nobis  I 
aut  vycario  nostro  in  spiritualibus  generali  in  ambitu  ecclesie  pre- 
positure  Thuricensis  conpareant  causam  racionabilem  ostensuri  quare 
ad  premissa  non  teneantur,  alioquin  ipsos  quos  propter  hoc  auctori¬ 
tate  apostolica  nobis  in  hac  parte  commissa  presentibus  excommu-l 
nicamus  excommunicatos  publice  nuncietis  singulis  diebus  dominicis 
et  festivis  inter  missarum  sollempnia  pulsatis  campanis  accensisj 
candelis  cum  in  ecclesiis  vestris  aderit  populi  multitudo  inhibentes 


1B66— 1367. 


447 


Omnibus  vestris  subditis,  ne  quis  eisdem  communicet  cibo  potu  furno 
foro  molendino  aut  quavis  alia  communicacione  a  lege  vel  canone 
non  concessa,  intimantes  nichilominus  eisdem  nisi  mandatis  nostris 
infra  terminum  supradictum  paruerint  cum  effectu,  alioquin  [in] 
5  loca  et  ecclesiarum  parrochias  in  quibus  moram  fecerint  et  ad  que 
seu  quas  devenerint  et  quamdiu  fuerint  in  eisdem  procul  dubio 
procedemus.  Diem  autem  execucionis  presentium  a  tergo  presentibus 
fideliter  nobis  rescribatis  et  in  signum  execucionis  mandati  sigilla 
vestra  presentibus  aponatis  sub  pena  predicta. 

0  Dettum  Thuregi  anno  domini  millesimo  CCCLX  sexto  IIII 
idus  decembris  indicione  quarta. 

ND:  Proxima  dominica  post  epyphaniam  intimata  est  hec  ammonicio. 

Auf  der  Rückseite  finden  sich  die  Spuren  von  mehreren  aufgedrückten  S 
aus  rotem  und  dunkelbraunem  Wachs,  nemlich  das  grosse  Bischofssiegel ,  das 
5  kleinere  Ringsiegel  des  Bischofs  und  wohl  den  Siegeln  der  Empfänger.  — 
i  REG.  5985. 

a)  dictum  gestrichen. 

691 .  1367.  14.  Februar.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  verkaufen  an  ihre  Klosterfrau  Gertrud 
0  Diethöliin  30  s.  Haller  jährlichen  Gelds  um  30  &. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  disen  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  wir 
unsrer  klosterfrown  Gerdruden  Diethöhinun  ains  rechten  und  red¬ 
lichen  kouffs  habin  gegeben  ze  koutfend  drissig  Schilling  guter  Haller 
5  ewiges  jarlichs  geltes  as  hie  nach  an  disem  brieff  beschaiden  ist 
umb  drissig  pfunt  guter  Haller  (Quittung).  Und  sol  ain  kellerin 
j  ünsers  gotzhuss  du  denn  ist  ir  die  selben  drissig  Schilling  güter 
Haller  jarlichs  geltz  jarlich  ieglichs  jars  richten  und  gen  uff  sant 
Michels  tag  unverzogenlich  all  die  wil  sü  ist  und  leben  haut.  Wenn 
0  aber  sü  enist  und  von  tode  abgaut,  ist  denn  daz  Bentz  der  Tocggeller 
unser  pfründner  si  überlept  haut  und  dennoch  ist,  so  sol  im  ain 
kellerin  ünsers  gotzhuss  dü  denn  ist  die  selben  drissig  Schilling 
guter  Haller  jarlich  ieglichs  jars  richten  und  gen  uff  daz  zil  sant 
Michels  tag  unverzogenlich  all  die  wil  er  ist  und  leben  haut.  Wenn 
;5  aber  Gerdrud  und  Bentz  si  baidü  ensint  und  von  tode  abgänt,  so 
sol  denn  ain  kellerin  ünsers  gotzhuss  dü  denn  ist  die  selben  drissig 
Schilling  gftter  Haller  ewiges  geltes  eweklich  ieglichs  jars  jarlich 
richten  und  gen  in  ünser  jarzit  ampt  den  jarzit  maistrinun  uff 
Machthild  säligun  Diethöhinun  unsrer  klosterfrown  der  Gerdrud 


448 


1367. 


swester  jarzit,  der  jarzit  und  jarzitlichen  tag  wir  und  ünser  nack- 
komenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän  zu  ünser  samnung  tisch 
und  dienst  durch  ir  und  ir  vordro  und  güttäter  sei  liails  und  glükes 
willen.  Siegler  :  wir  frow  Bena  abbtissen  und  der  convent  gmain- 
lich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cr  htm 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  süben  jar  an  sant 
Valentins  tag. 

Zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

692.  1367.  12.  März.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 
kreuztalgeben  aus  Stiftung  d e r  Kn o b  1  o chi n  5  s.  H a  1 1  er 

jährlichen  Gelds  a n  S t.  Johann  Baptisten  Amt. 

Wir  frow  Bena  Murtzelin  ze  disen  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlick  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  wir 
durch  ünsrer  klosterfrown  der  Knoblockinun  andackt  und  ernstlicher 
bett  willen  habin  gegeben  und  gebin  mitt  disem  brief  fünf  Schilling 
jarlichs  Haller  geltz  uss  der  jarzit  ampt  von  dem  gelt  daz  von 
Atzen  und  von  dem  Hornstain  hört  in  ir  müter  jarzit  in  sant 
Johans  Baptisten  ampt.  Und  sont  die  jarzitmaistrina  ünsers  klosters 
die  denn  sint  järlich  von  der  jarzite  gelt  richten  und  gen  die  fünf 
Schilling  Haller  geltz  in  sant  Johans  Baptisten  ampt  in  ünserm 
kloster  den  frown  die  des  amptz  denn  pflegent  durch  sant  Johans  er 
und  der  selo  hail.  Siegler:  wir  frow  Bena  abbtissen  und  der  con¬ 
vent  gmainlich  des  klosters  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brief]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebiert  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  süben  jar  an  sant 
Gregorien  tag. 

Hie  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

693.  1367.  28.  Juni.  Konrad,  Hans  und  Kon r ad  von 

Hornstein  zu  Grün  in  gen  gesessen  schenken  an  Heilig¬ 
kreuz  t  a  1  Zinse  und  Gülten  z e  U n  1  i n g e n  und  Grüningen. 

Ich  Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  und  ich 
Hans  von  Hornstain  und  ich  Cünrat  von  Hornstain  baid  sini  sün 
verjehin,  daz  wir  der  abbtissen  und  dem  convent  gmainlich  des 
gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  lüterlich 
durch  gott  und  durch  ünsrer  und  ünserer  vordro  sei  liails  und 
glükes  willen  und  sunderlich  durch  frow  Annun  säligen  minr  des 


1867. 


449 


Cünrat  von  Hornstain  ritter  elicher  husswirtenn  der  Hansen  und 
Cünrat  müter  und  och  durch  ir  raüter  frow  Annun  säligun  der 
Kaibinun  sei  hails  und  glüks  willen  wol  berautenlich  mitt  guter 
betrachtung  gesundes  libes  und  mütes  habin  gegeben  und  gebin 
mitt  disem  brief  dü  nachgeschribenn  gut:  ünserern  tail  der  zins  ze 
Unlengen  die  halb  ünser  sint  und  wilont  warent  Hartmans  säligen 
und  Hainrichs  saligen  von  Enslingen,  der  Cünrate  von  Unlengen 
järlich  gitt  zehen  Schilling  Costentzer  uss  sinr  hüb,  der  och  Bentz 
Barchan  und  Michel  Trub  von  Unlengen  järlich  gend  süben  Schilling 
Costentzer  zwai  vasnah thünr  und  zwai  herbsthünr  uss  dem  garten 
und  uss  der  hoffraiti  da  si  uff  sitzend  ze  Unlengen  hinder  der  kirchun 
gelegen.  Und  der  Funderner  von  Unjengen  git  järlich  fünf  Schilling 
Costentzer  ain  vasnaht  hün  und  zwai  herbsthünr  uss  dem  garten 
der  gen  Bussen  uss  gelegen  ist  des  er  ietz  zü  disen  ziten  ain  tail 
buwet  zü  aim  agker.  Und  habin  in  oucli  gegeben  und  gebin  mitt 
disem  brieff  ain  pfunt  güter  Haller  järlich  geltz  und  achtendhalb 
schöffeli  kernes  Grüninger  mess  alles  järlichs  geltz  uss  dem  gütlin 
ze  Grüningen  dem  dorff  das  Hans  der  Grauff  ze  Grüningen  von  üns 
hett  und  buwet  zü  disen  ziten  und  da  von  järlich  gitt  ain  pfunt 
Haller  und  achtendhalb  schöffeli  kernen  und  och  ain  viertal  aiger 
und  vier  hünr,  du  aiger  und  hünr  wir  üns  selber  und  ünsren  erben 
behalten  habin  as  hie  nach  an  disem  brief  beschaiden  ist.  Auf¬ 
lassung ,  doch  mitt  gedingde  und  mitt  der  beschaidenhait ,  daz  die 
frowa  von  Hailigcrütztal  und  ir  naclikomenden  ietz  und  von  disem 
tag  eweklich  järlich  sont  in  nemen  in  ir  jarzit  arnpt  die  zins  von 
Unlengen  und  daz  pfunt  Haller  geltz  von  Grüningen  und  sont  da 
mitt  eweklich  begän  der  frow  Annun  säligen  jarzit  und  an  ir  jar- 
zitlichem  tag  da  mitt  ir  samnung  dienun  ze  tisch.  Aber  daz  kern 
gelt  von  dem  gütlin  ze  Grüningen  daz  sol  ich  Cünrat  von  Hornstain 
ritter  von  in  ze  libding  hän  und  messen  all  die  wil  ich  bin  mim 
libe  allain.  Und  wenn  ich  enbin  und  von  tode  abgän,  so  ist  denn 
daz  kern  gelt  uss  dem  gütlin  ze  Grüningen  den  frown  von  Hailig¬ 
crütztal  und  iren  nachkomenden  ledig  und  loss  och  in  ir  jarzit  ampt 
und  sont  si  denn  da  mitt  och  eweklich  min  jarzit  begän  und  an 
mim  järzitlichen  tag  da  mitt  ir  samnung  dienun  ze  tisch.  Wär 
aber  ob  daz  gelt  daz  pfenning  gelt  ietz  und  daz  kern  gelt  hie  nach 
ietz  ald  hie  nach  as  wol  erschussi  ald  erschiessen  möcht  daz  der  frow 
Annun  säligen  Kaibinun  jarzit  och  da  von  möcht  begangen  werden, 
daz  sont  si  och  tün  und  sont  an  der  järzitlichem  tag  och  von  dem 
gelt  ob  daz  sin  mag  ir  samnung  dienun  ze  tisch.  Wir  habin  aber 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  29 


450 


1367. 


uns  und  Unsren  erben  behalten  die  aiger  und  du  hünr  gelt  von 
dem  gütlin  ze  Grüningen  as  vor  geschriben  ist,  ze  urkünd  dar  umb 
daz  wir  und  ünser  erben  habin  recht  und  macht  daz  selb  gütli  ze 
besetzend  und  ze  entsetzend  doch  mitt  der  frown  von  Hailigcrütztal 
und  ir  nachkomendo  willen  und  nach  ir  nutz  und  frumen.  Und 
ob  wir  ald  ünser  erben  daz  nitt  tatin  und  in  daz  gütli  unfüglich 
ald  schädlich  besasstin  wider  ir  willen,  so  hänt  si  recht  und  macht 
daz  selb  gütli  denn  nach  ir  füg  und  nutz  selber  besetzen  und  ent¬ 
setzen  aun  ünser  und  ünsrer  erbo  klag  ald  zorn.  Und  son  wir 
noch  ünser  erben  si  gäntzlich  nütz  dar  an  irren  noch  sumen  und 
sol  wider  uns  nitt  sin  in  dehain  weg  gen  in  ald  gen  den  die  daz 
gütli  von  in  enpfiengin.  War  och  ob  die  frowa  ald  ir  nachkom enden 
die  jarzita  aso  nitt  begiengin  as  vor  geschriben  ist  weles  jars  daz 
beschach,  so  sont  die  zins  und  daz  gelt  as  vor  beschriben  ist  daz 
zü  den  jarziten  hört  des  selben  jars  vervallen  sin  den  herren  und 
dem  gotzhuss  ze  Salmanswiler ,  und  die  sont  denn  die  jarzit  des 
jars  da  begän  as  vor  geschriben  ist.  Siegler:  wir  Cünrat  von  Horn- 
stain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  und  Hans  und  Cünrat  sini  sun 
und  zü  bessrer  sicherhait  diser  ding  ünser  lieb  vetterren  her  Brunn 
von  Hertenstain  und  Hans  von  Hornstain  ze  Göffingen  gesessen. 
Wir  die  vor  genanten  Brun  von  Hertenstain  ritter  ze  Tögendorf  ge¬ 
sessen  und  Hans  von  Hornstain  ze  Göffingen  gesessen  verjehin 
( S  anhängung ). 

Dirr  brieff  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  süben  jar  an  sant 
Peters  und  Pauls  abent. 

NH :  Ain  gab  brieff  von  her  Cünrat  von  Hornstain  umb  H  Schilling  und 
I  libra  von  Unlengen  und  umb  ain  gutli  ze  Gruningen,  haut  er  uns  gegeben 
durch  sin  und  siner  wirtenn  sei  hail  und  zü  ir  jarziten. 

Von  fünfS  (vier  derer  von  Hornstein  und  das  des  Brun  von  Hertenstein ) 
sind  vier  teilte  eise  erhalten. 

694.  1367.  28.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 

kreuztal  geben  der  Adelheid  Dampfhäbrin  zu  Veringen- 
stadt  und  ihres  Bruders  Tochter  Ir m ela  Klosterfrau  zu 
Heiligkreuztal  ein  Gut  zu  Winterlingen  als  Leibgeding. 

Wir  fröwe  Machthild  Wildin  ze  disen  ziten  aebbtissen  und  der 
convent  gemainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailigencrutztal  vergehen ,  daz 
wir  der  ersamen  fröwen  Adelhait  Dampfhäbrinun  burgerin  ze  Ve- 
ringen  der  statt  durch  die  güttät  die  sü  üns  und  ünserm  gotzhuss 


1367. 


451 


haut  getan  und  noch  tun  makg  ir  lib  ze  libding  und  Irmelun  ir 
brftders  Klingen  toliter  ünser  klosterfröwen  den  zwain  ze  lib  ding 
iro  baider  libe  und  nit  anders  noch  furo  haben  wir  gegeben  und 
gebin  mit  disem  brief  ze  libding  unser  gut  gelegen  ze  Winterlingen, 
5  daz  zu  disen  ziten  der  Hegner  buwet  mit  allen  nützen  rehten  und 
zu  gehörden  so  dar  zu  oder  dar  in  gehöret  oder  gehören  sol  und 
makg.  Daz  selb  gut  ze  Winterlingen  sol  Adelhait  Dampfhaebrin 
und  öch  ünser  klosterfröwe  Irmela  messen  nützen  und  han  nach  ir 
füg  alle  die  wil  sü  sint  gaentzlich  und  gar  doch  mit  sölicher  be- 
0  schaidenhait  und  mit  der  gedingt,  daz  dü  Adelhait  Dampfhaebrin 
die  wil  si  ist  und  daz  gut  nüsset  sol  jaerlichs  ieglich  jares  von  dem 
selben  gut  rihten  und  gen  in  ünsers  klosters  jarzit  ampt  uff  sant 
Michels  tag  ain  hün  geltes  zu  ir  maisters  saeligen  Albrehtz  Dampf- 
habern  jarzit  die  wir  da  mit  sülin  began  jaerlich.  Wenne  öch  daz 
5  gut  an  ünser  klosterfröwen  Irmelun  ir  bruder  Klingen  tohter  kirnt 
oder  kaem,  dü  sol  alle  die  wil  si  ist  und  daz  gut  nüsset  von  dem 
selben  gut  rihten  und  gen  jaerlich  ieglichs  jars  in  unsers  klosters 
jarzit  ampt  uff  sant  Michels  tag  zehen  Schilling  guter  Haller  geltz 
zu  Albrehtz  Dampfhabers  und  Adelhait  siner  elicher  wirtenn  jarzit, 
3  dero  jarzit  wir  denn  mit  den  zehen  Schillingen  jaerlich  sülen  began 
die  wil  Irmela  unser  klosterfröwe  ist  in  unserm  kloster  als 
vor  geschriben  ist.  Wenne  aber  Adelhait  Dampfhaebrin  und  Irmela 
irs  bruder  tohter  Klingen  unser  klosterfröwe  ensint  und  von  tode 
ab  gant,  so  ist  denn  daz  gut  ze  Winterlingen  mit  allen  nützen 
5  rehten  und  gewonhaiten  ledig  und  lös  gentzlich  und  gar  in  unsers 
klosters  jarzit  ampt  an  allermenglich  irrung  ald  ansprach  zü  Adel¬ 
hait  Dampfhaebrinun  und  ir  elichun  wirtez  Albrehtz  saligen  Dampf¬ 
habers  jarziten,  dero  jarzit  wir  denn  eweklich  da  mit  sülin  began 
und  an  ir  jarlichem  tag  da  mit  durch  ir  und  ir  vordro  sei  hails  und 
3  gelükes  willen  unser  samnung  dienun  ze  tisch.  Und  sülin  wir  noch 
unser  nachkomenden  daz  gut  ze  Winterlingen  denn  in  kain  wo¬ 
anders  nümmer  verendern  weder  versetzen  noch  verkouffen  denn 
allain  in  der  jarzit  nutz  und  frumen  bewenden  als  vor  geschriben 
ist  und  as  wir  gott  und  dem  rehten  dar  umb  wellin  antwrten.  Siegler: 

3  Wir  fröw  Maehthild  aebbtissen  und  der  convent  gemainlich  dez 
gotzhus  ze  Hailigen crütztal. 

Der  [brief]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 

gebürt  drützehenhundert  jar  sehtzig  jar  und  siben  jar  an  sant  Peters 
und  sant  Pauls  ab  ent. 

Die  zivei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


452 


1367. 


695.  1367.  9.  August.  Kon r ad,  Konrad  und  Hans  von 

Hornstein  verkaufen  an  Heiligkreuztal  zwei  Wiesflecken 
zu  Riedl  in  gen  um  20  U  Haller. 

Ich  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  und 
ich  Cünrat  von  Hornstain  und  ich  Hans  von  Hornstain  gebrüder 
sine  sün  urkundin,  daz  wir  reht  und  redlich  ze  köffend  geben  habin 
und  gebin  mit  disem  brief  der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich 
dez  closters  ze  Hailigkrütztal  und  iren  nächkomenden  an  ir  jarziten 
da  selbs  zwai  wisfleklü  ist  ain  gut  mansmat  gelegen  in  dem  weird 
ze  Rü düngen  an  der  frowo  von  Hailigkrütztal  wisen,  umb  zwainczig| 
phunt  Haller  und  süben  phunt  allez  guter  und  gaber  Haller  (Quittung). 
Diu  zwai  wisfleklü  habin  wir  inen  geben  für  aigen.  Und  war,  ob 
der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailig¬ 
krütztal  oder  iren  nächkomenden  diu  selben  zwai  wisfleklü  sy  baidül 
oder  daz  ain  iendert  anspraecliig  irrig  oder  stözzig  wurdent  von 
wem  oder  wie  daz  dar  zu  kam  ez  war  von  gaistlichen  oder  von 
weltlichen  lüten  oder  gerihten,  daz  süllin  wir  oder  ünser  erben  inen 
oder  iren  nächkomenden  vertgen  verstän  und  versprechen  an  allen 
stetten  und  vor  allen  gerihten  gaistlichen  und  weltlichen  nach  dez 
landez  reht  und  näch  reht  für  aigen.  Wa  wir  oder  ünser  erben 
dez  nit  tätin,  so  hänt  sy  oder  ir  nächkomenden  gewalt  und  gut 
reht  und  öch  ir  helfer  üns  und  ünser  erben  dar  umb  an  ze  griffendl 
ze  notend  und  ze  pfendent  an  allen  ünsern  luten  und  güten  in 
stetten  in  dörffern  oder  uff  dem  land  mit  geriht  oder  än  geriht  an 
clag  und  än  zorn  wa  und  wie  sy  mügend  und  inen  wol  fügt, 
und  sollt  daz  tun  ob  sy  went  als  lang  vil  und  genüg,  untz  daz! 
wir  oder  ünser  erben  inen  ie  diu  zwai  wisfleklü  vertgin  verstandin 
und  versprechin  alz  vor  geschriben  ist  an  disem  brief.  Und  in  welenl 
schaden  sy  dez  körnend,  da  süllin  wir  oder  ünser  erben  inen  von| 
helfen  gar  und  gäntzlich  än  allen  iren  schaden.  Siegler:  wir  Cün¬ 
rat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen,  Cünrat  von  Horn-| 
stain  und  Hans  von  Hornstain  gebrüder  sine  sün  (S  defekt). 

Der  [brief]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristut 
gebürt  driuzehenhundert  jar  selizig  jar  dar  näch  in  dem  subenden 
jar  an  sant  Laurencis  ab  ent. 

ND:  Ain  kouff  brief  von  her  Cünrat  von  Hornstain  umb  zwai  wisflekli 
ist  wol  ain  gut  mansmat  gelegen  in  dem  werd  ze  Rüdlingen  an  ünseren  wisun.1 


Drei  BundS  der  Herren  von  Hornstein. 


1368. 


453 


696.  1368.  Von  Graf  Wolfen  von  Veringen  darinn  er  Contzen 
dem  Dentinger  VIII  Jauchart  Ackhers  so  in  der  Gossoldt  Hof  zue 
Grieningen  gehören  aignet.  Anno  1368. 

BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  179r,  Nr.  21,  Titel:  Verzigbrieff. 

697.  1368.  31.  Januar.  Heinrich  Völmi  freier  Land¬ 

richter  im  Hegau  entscheidet  einen  Streit  um  Güter 

zwischen  den  Vässelern  und  Heiligkreuztal. 

Ich  Hainrich  Völmi  vrie  lantrichter  in  Högow  und  in  Madach 
an  des  edeln  wolerbornen  herren  stat  graf  ||  Eberhartz  von  Nellen- 
bürg  vergib,  das  des  tags  da  dirre  brief  geben  ist  für  mich  kam 
do  ich  an  offem  ||  lantgericht  ze  Aygeltingen  ze  gericht  sasse,  Hain¬ 
rich  Vasseier  und  Anna  die  Vässelerin,  Mahilt  und  Adel|jhait  die 
Vasselerinen  geswöstran  und  otfenotten  da  allü  vor  gericht  von  der 
güter  wegen,  ez  sig  ligentz  ald  varentz  gut  das  Mähhilt  die  Vass- 
lerin  ze  Fridingen  wilent  sessehaft  liinder  ir  gelän  hat,  dar  umb  si 
stössig  warent  mit  der  abtissinen  und  dem  kovent  gemainlich  des 
closters  ze  Hayligenkrützesstal  dar  umbe  si  des  selben  closters  lüt 
uf  das  ob  genant  geriht  geladdot  und  umb  tribent.  Des  verjahent 
si  da  vor  mir  vor  otfem  gericht  allü  ainberklich,  das  si  von  des 
gütes  wegen  mit  dem  gotzhus  und  mit  allen  den  lüten  wiben  und 
mannen  die  des  selben  gütes  in  händ  und  mit  dem  gut  üt  ze  thünd 
hatten  lieblich  und  gütlich  des  uberainkomen  warind  und  verricht 
uf  disen  hüttigen  tag,  das  si  noch  kain  ir  erben  noch  nyeman  anders 
von  irer  wegen  kain  ansprach  vordrung  zu  dem  gotzhus  noch  zu 
kaim  der  des  gotzhus  ist  von  des  gütes  wegen  sönd  noch  mugent 
bekrenken  sus  noch  so  kains  wegs  noch  mit  kaim  gericht  weder 
gaystlichem  noch  weltlichem,  won  si  des  lieplich  und  gütlich  mit  inan 
über  ain  körnen  sind  umb  nünzehen  pfund  güter  gaber  Haller  die  si 
inan  dar  umb  geben  händ  (Zeremoniell).  Siegel:  des  gerichtes  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  nach  rechter  urtail  do  man  zalt  von 
Crist.es  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  im  aht  und  sehszigosten  jar 
an  dem  nähsten  mentag  vor  ünser  frowen  tag  ze  der  lichtmisse. 

Ein  BundS.  Im  Bilde  sind  die  drei  Hirschstangen  der  Nellenburger 
mit  5,  5 ,  4  Enden.  U:  f  S.  ITIS  •  EB  •  D’.  NELLBRG  •  LAG  •  I  •  HEG  • 

698.  1368.  8.  Februar.  Hermann  Ranz  von  Riedhausen 
kauft  von  seinem  Bruderssohn  Eitel  Ranz  Güter  zu 

Marbach  um  100  Haller. 

Ich  Herman  Räntze  hiütt  ze  tag  gesezzen  ze  Riethusen  verrgihe 


454 


1368. 


umb  den  hoff  ze  Marpäch  gelegen  in  dem  dörff  da  hiutt  ze  tag  der 
junge  Ertinger  uff  sitzet  und  büwet  und  umb  daz  gütlin  da  selben 
ze  Marpäch  gelegen  da  hüt  ze  tag  Hans  der  Matger  uff*  sitzet  und 
büwett,  diu  baidiü  dürhlichen  halbiü  mit  allen  iren  ehafftinen  nutzen 
gewönhaiten  rehten  und  zu  gehorden  ich  rehtt  und  redelichen  köfft  hän 
und  ze  niessende  mir  und  rnffien  erben  umb  Burkarten  Räntzen 
mins  brüder  säligen  Eytal  Räntzen  sün  von  Meringen  umb  hunderet 
phunt  Haller  guter  unde  ouch  geben*  (Quittung).  Diu  halben  tail 
der  stück  und  guter  baider  mit  allen  iren  ehafftinen  nützen  rehten 
und  zügehorden  ich  also  köfft  hän  mit  reliter  gedingde  und  be- 
schaidenhait,  daz  Burkart  Rantze  mins  brüder  säligen  sün  und  sine 
rehtt  libe  erben  güten  und  vollen  gewält  und  ouch  reht  hänt  die 
baide  halbe  tail  des  hoffes  und  ouch  gütlins  mit  allen  iren  ehäff- 
tinen  nützen  rehten  und  zügehorden  wider  ze  köffende  mit  hundert 
phunden  Hallern  güten  und  geben,  wen  sie  uns  dar  umb  ermant 
alliü  jar  und  iegliches  jares  besunderlichen  allewegen  entzwischen 
unsrer  frowen  der  liehtmisse  und  der  mitter  vasten  unde  anders 
nit  zü  dehainer  andern  zitt  in  dem  jar,  des  ich  und  min  erben  im 
und  sinen  rehten  libe  erben  gestatten  gehorsam  und  gebünden  süllen 
sin  än  alle  unsrer  wider  rede.  Wer  aber,  das  Bürchärt  mins  brüderr 
säligen  sün  abgieng  von  todes  wegen  än  reht  libe  erben,  so  süllen 
wir  dehainem  an  denn  sinem  erben  nüt  gebünden  sin  in  dehain  weg 
kaines  wider  köffes,  won  dann  diser  brieff  dehain  kräfft  noch  mäht 
ine  haben  sol  noch  en  mag  in  dehainen  weg  suste  noch  so. 
Siegler:  der  Aussteller  und  her  Ernst  von  Stöffeln  kircherre  ze 
Sulgen  und  Rüdolff  von  Güntzenhusen. 

Der  [brieff]  ist  geben  nach  Cristes  gebürtt  driüzehenhundert  jar 
in  dem  ahtten  und  sehczigostem  jar  an  dem  zinstag  dem  nähsten 
nach  unsrer  frowen  tag  der  liehtmisse. 

Drei  Rund  S.  Das  erste  S  zeigt  einen  auf  gerichteten  Rock,  nach  rechtsl 
gewendet.  U:  f  S\  HERMANNI  •  DICTI  •  RANTZ.  Das  zweite  zeigt  einen  Unks\ 
ansteigenden  Löwen.  U:  f  S\  ERNSTEN  •  D  •  STCEFFELN.  Das  dritte  zeigt  ein\ 
auf  den  Hinterfüssen  sitzendes,  fressendes  Eichhorn.  U:  f  S’.  RYDOLFI* 
DE  •  GVNZVNHVSEN.  j 

699.  1368.  29.  Mai.  Hermann  Ranz  von  Riedhausen 

stellt  eine  Urkunde  über  Wie  der  kauf1)  aus. 

Ich  Herman  Rantze  hüt  ze  tag  gesezzen  ze  Riethusen  vergiheX 
das  ich  und  min  erben  än  alle  ünsrer  wider  rede  gestatten  gehor¬ 
sam  und  gebünden  süllen  sine  aines  rehten  wider  köffes  dem  vestenl 


1368. 


455 


IPürcharten  Rantzen  mines  brüder  Ital  Rantzen  saligen  sun  und 
allen  sinen  erben  und  anders  niemem,  wenne  er  oder  sine  erben 
uns  ermanent  mit  hundert  phünden  Hallern  güten  und  geben  umb 
die  zwen  halbe  tail  der  zwaiger  guter  gelegen  ze  Märpach  da  hiüt 
k  ze  tag  uff  sitzet  und  büwet  der  junge  Ertinger  und  Hansen  des 
Maigers  saligen  sün,  diu  selben  zwen  halben  tail  der  guter  mit 
hüsern  mit  stadein  an  holtz  an  velde  an  wasen  an  zwie  mit  allen 
I  iren  ehäfftinen  nützen  rehten  und  zügehörden  als  ich  sie  von  im 
kofft  han  also  mit  rehter  gedingde,  das  er  und  sine  erben  des 
0  gantzen  unde  vollen  gewalt  hatt  wider  ze  köffende  alliü  jar  und 
ieclichs  jars  besunderlichen  entz wischen  dem  wissen  sunnentag  und 
der  mitter  vasten  und  anders  zü  dehainer  andern  zit  in  dem  jar. 
Siegler:  der  Aussteller  und  Albreht  Rantz  mines  brüder  saligen  sun 
(S  anhängung). 

5  Der  [brieff]  ist  geben  an  dem  mentag  in  der  pfingstwochen, 
do  man  zalt  nach  Cristes  gebürt  driuzehen  hundert  jar  in  dem  alit- 
tenden  und  sehezigosten  jar. 

Zwei  Bund  S  des  Albrecht  und  Hermann  Banz. 

D  Vergl.  die  vorhergehende  Urkunde. 

10  700.  1368.  7.  Juli.  Walter  von  Beuren  zu  Herbertingen 
verkauft  an  Heiligkreuz  tat  ein  Gut  zu  Herbertingen 

um  215  U  Haller. 

1  Ich  Walther  von  Bürren  ze  Herbrehtingen  gesessen  urkünd, 

daz  ich  ains  rehten  und  redlichen  köffs  ze  köffend  geben  hän  und 
Jo  gib  mit  disem  brief  der  abtissen  und  dem  convent  gemainlich  dez 
closters  ze  Hailikrüztal  und  iren  nächkomen  ob  sy  enwarin  daz  güt, 
1  das  Werncz  Sopp  ze  disen  ziten  buwt  mit  der  höffraiti  die  ich  umb 
dez  Heids  saligen  husfrowen  und  irü  kint  köfft  und  mit  dem  garten 
!  hinder  dez  Krebers  hus  gelegen  der  dar  in  gehört.  Diz  sint  die 
30  wisan  die  in  daz  güt  gehörend ;  daz  ist  zem  ersten :  Böczlis  brül 
an  der  Krienhiltstrass x)  gelegen  dez  sehs  mannmat  ist,  diu  ober  wis 
in  dem  gesöd  gelegen  an  der  Wäffenrökinen  wis  von  Mengen.  Diz 
sint  die  acker  die  in  daz  güt  gehörend;  zem  ersten:  nun  juchart 
ackers  in  dem  escli  gen  Ertingen  wert  gelegen  der  ligend  zwo 
35  juchart  an  dem  mittlen  stig  an  der  frowon  güt  von  Habstal,  ain 
halb  juchart  gelegen  an  Binswanger  weg  an  Achartz  güt,  diu  ge- 
brait  ze  Aychartstuden  der  sübendhalb  juchart  ist  gelegen  an  der 
Wäffenrökinen  von  Mengen;  zehen  juchart  ackers  in  dem  escli  gen 


456 


1368. 


Marpach  wert  gelegen  der  ligent  vier  juchart  uff  der  Swartzach  an 
dez  Muchtrars  acker,  zwo  juchart  gelegen  ze  Bernloch  dar  uff 
stozzet  der  frowo  von  Hailikrüztal  ger,  dry  juchart  uff  der  stainung 
an  dry  stuken  gelegen  an  der  frowo  gut  von  Süssen,  ain  juchart 
an  wüsten  gebraiten  gelegen  und  daz  lant  daz  dar  in  gehört ;  zehen 
juchart  in  dem  esch  gen  Tenien  gelegen  —  der  ligent  zwo  juchart  uff 
dem  Swartzacher  rain  an  den  frowen  von  Süssen,  zwo  juchart  by 
des  Hutzeis  bom  gelegen  an  den  frowen  von  Habstal,  ain  juchart 
an  dem  Tenier  weg  gelegen  an  den  frowen  von  Süssen,  ain  juchart 
in  dem  sälach  da  der  bom  inn  stät  gelegen  an  den  frowen  von 
Süssen  und  vier  juchart  in  dem  sälach  gelegen  an  der  frowo  gut 
von  Hailikrüztal.  Diz  vorgeschriben  güt  mit  höffraiti  mit  garten 
mit  wisan  mit  ackern  und  mit  allem  dem  so  dar  zü  und  dar  in 
gehört  hän  ich  für  mich  und  min  erben  den  frowen  von  Hailikrütztal 
und  iren  nachkomen  geben  alz  vor  geschriben  ist  umb  zwai  hundert 
pliunt  Haller  und  fünffzehen  phunt  allez  güter  und  gäber  Haller 
( Quittung ,  Währschaft).  Ze  bürgen  gesetzt:  hern  Eberharten  von 
Ry schach  ritter,  Haintzen  den  Wichsler  ze  Nüfron  gesessen,  Haintzen 
von  Bartelstain,  Haintzen  von  Hornstain  ze  Hornstain  gesessen, 
Cünraden  Spyrer  burger  ze  Schär  und  Hansen  Fülhin  den  man 
nempt  den  Marschalk  all  unverschaidenlich  mit  der  gedingd  und 
bescliaidenhait :  war  ob  ich  oder  min  erben  den  frowen  von  Haili¬ 
krütztal  oder  iren  nächkomen  all  vor  geschriben  und  mich  geschriben 
sach  und  ieglich  stuk  besunder  nit  ussrihtin  und  vollfürtin  in  aller 
wis  so  vor  und  näch  geschriben  ist  än  allen  iren  und  ir  nächkomen 
schaden,  so  hänt  sy  oder  ir  nächkomen  gwalt  und  güt  reht  die 
bürgen  ze  manend  ze  hus  ze  hoff  ald  under  ögen  mit  hotten  mit 
briefen  oder  selber  und  die  sont  denn  näch  der  manung  in  aht 
tagen  den  nähsten  in  varn  gen  Rüdlingen  oder  gen  Mengen  in  der 
zwaier  stett  ain,  in  weli  denn  ie  der  bürg  wil  und  sont  da  laisten 
ain  reht  und  gwonlich  giselschaft  mit  aim  phärit  (Einlager,  Pfand¬ 
schaft,  Landfriedensklausel ,  Schadenersatz).  Ersatzmann  in  den 
nähsten  vierzehn  tagen.  Sy  hänt  güt  reht  der  belibnen  bürgen  zwen 
ze  manend  weli  sy  went  (Lösung).  Siegler:  ich  Walther  von  Bürren. 
Wir  die  bürgen  verjehin  (S  bekenntnis,  S  defekt). 

Der  [hrief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  ge¬ 
bürt  driuzehenhundert  jar  sehzig  jar  dar  näch  in  dem  ahtonden 
jar  an  dem  nähsten  fritag  näch  sant  Ülrichs  tag. 

ND:  dir  brief  hört  zü  der  Gyrinun  hof  ze  Herbrechtingen. 

Sechs  Bund  S.  1.  Bas  S  des  Walther  von  Beuren.  2.  Bas  S  des  Eber- 


1368. 


457 


hard  von  Reischach.  3.  Das  S  des  Heinz  Wichsler.  4.  Das  S  des  Heinz 
von  Bartenstein  fehlt.  5.  Das  S  des  Heinrich  von  Hornstein.  6.  Das  S  des 
Konrad  Spirer.  7.  Das  S  des  Hans  Fiilhin  zeigt  ein  rechts  geivendeics  Ross 
im  Feld.  U:  f  S\  IOH  •  MARSCHALK  •  D  •  FVLHIN. 

x)  Offenbar  die  sonst  Hildegardstrasse  genannte  alte  Römerstrasse. 

701.  1368.  28.  Septemb er. x)  Zürich.  Streitsache  zwischen 
Rüflin  früher  in  Heiligkreuztal  und  dem  Kloster  um 
20  U  Haller  die  Rüflin  fordert. 

Officialis  curie  Constanciensis  plebanis  in  Rüdlingen  et  in 
Binssdorf  (!)  ceterisque  ad  quos  presentes  pervenermt  salatem  in 
domino.  Comparuit  in  judicio  coram  nobis  Rudolffus  dictus  Brüngger 
notarius  curie  Constanciensis  procurator  Rüflini  olim  magistri  hos- 
pitum  abbatisse  et  conventus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  nunc 
vero  portenarii  prioris  et  fratrum  predicatorum  domus  Constanciensis 
et  ostendit  nobis  literas  sub  sigillo  abbatisse  et  conventus  predic- 
torum  inpendenti  sigillatas  sonantes,  quomodo  et  qualiter  abbatissa 
et  conventus  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis  recognoverunt  et  con- 
fesse  sunt  se  teneri  et  obligatas  fore  racione  puri  mutui  in  viginti 
übris  denariorum  Hallensium  bonorum  et  legalium  quodque  eidem 
Rüflino  easdem  viginti  libras  denariorum  Hallensium  solvere  promi- 
serunt  a  tempore  requisicionis  ipsius  Rüflini  infra  proximos  quatuor- 
decim  dies  requisicionem  suam  inmediate  sequentes  ac  se  subiecerunt, 
quod  idem  Rüflinus  pro  solucione  earundem  viginti  librarum 
si  in  dicta  solucione  earundem  viginti  librarum  negli enter  forent 
post  requisicionem,  easdem  abbatissam  et  conventum  in  quolibet 
iure  et  iudicio  ac  eciam  res  et  bona  ipsius  monasterii  tarn  in 
iudicio  et  extra  iudicium  invadere  posset  usque  ad  satisfactionem 
viginti  librarum  ac  dampnorum  et  expensarum  ac  interesse  que 
occasione  premissorum  ipse  Rüflinus  incurrere  contingeret.  Ac  sub- 
sequenter  idem  procurator  nomine  procuratorio  quo  supra  quere- 
lando  signiticavit,  quod  licet  Rüflinus  sepius  cum  debita  instancia 
ipsas  abbatissam  et  conventum  requisierit  super  solucione  viginti 
librarum  denariorum  Hallensium ;  eedem  tarnen  abbatissa  et  conventus 
Rüflino  de  viginti  libris  satisfacere  non  curaverint  neque  curent.  Et 
5  obinde  petivit  a  nobis  procurator  quo  supra  nomine  ut  abbatissam  et 
conventum  ad  solucionem  earundem  viginti  librarum  compellere  digna- 
remur  iuxta  penam  in  se  sponte  assumptam.  Idcirco  vobis  et 
cuilibet  vestrum  qui  presentibus  fueritis  requisiti  in  virtute  sancte 
obediencie  precipiendo  mandamus,  quatinus  abbatissam  et  conven- 
D  tum  diligenter  moneatis  quas  et  nos  presentibus  ammonemus,  ut 


adhuc  Rüflino  de  viginti  libris  denariorum  Hallensium  satisfaciant 
infra  vestre  monicioni  proximos  quindecim  dies,  vel  eadem  quinta- 
decima  die  coram  nobis  Thuregi  in  loco  consistorii  nostri  per  suum 
procuratorem  ydoneum  compareant  ad  ostendendum  causam  racio- 
nabilem  quare  ad  premissa  non  teneantur  et  per  nos  ad  hec  com- 
pelli  non  debeant,  alioquin  ipsam  abbatissam  quam  ab  ingressu 
ecclesie,  conventum  vero  ab  officio  divinorum  presentibus  suspen- 
dimus  suspensas  publice  nuncietis.  Et  in  signum  executi  mandati 
sigilla  vestra  presentibus  apponatis  diemque  execucionis  presencium 
nobis  tergotenus  fideliter  rescribatis  sub  pena  predicta. 

Datum  Thuregi  anno  domini  millesimo  CCCLXVHI  IIII  kal. 
octobris  indicione  sexta. *) 

Zwei  auf  gedrückte  Mund  S,  abgesprungen . 

J)  Jahr  zahl  und  Indiktion  gehen  nicht  zusammen. 

702.  1368.  10.  November.  Katharina  des  Ammans 

Keil  er  in  zu  Riedlin  gen  gibt  an  Heiligkreuztal  Güter 
zu  Obernholz  und  1  Wachs  j ährliclien  Gelds. 

Ich  Kathrin  ze  den  ziten  dez  ammans  kellerin  ze  Rüdlingen 
burgerin  ze  Rüdlingen  urkünd,  daz  ich  mit  gesundem  libe  durch 
got  und  durch  min  und  miner  vordro  selo  hails  willen  reht  und 
redlich  und  alz  ez  kraft  und  mäht  hän  sol  und  mag  geben  hau 
und  gib  mit  urkünd  diz  briefs  der  äbtissenn  und  dem  convent  ge- 
mainlicli  dez  closters  ze  Hailikrütztal  und  iren  nächkomenden  minen 
tail  diser  nach  geschribner  vier  juchart  ackers  ze  Obernholtz 
gelegen:  ain  juchart  lit  entzwischen  der  herro  äker  von  Marchtal, 
ain  juchart  lit  an  Erendons  und  an  Oswalt  dez  Offenburgers  äker, 
ain  juchart  lit  an  Oswalt  dem  Offenburger,  und  ain  juchart  nempt 
[man]  den  anwander,  lit  aber  an  Oswalt  dem  Offenburger  und  an¬ 
wandet  uff  den  Bachmaiger  die  all  vier  gemain  sint  mit  Mätzen 
Swertfurbinen  also  daz  sy  halb  min  sint  und  halb  ir.  Da  hän  ich 
inen  minen  tail  geben  alz  vor  ist  geschriben.  Ich  hän  öch  geben 
und  gib  aber  mit  urkünd  diz  briefs  den  frowen  von  Hailikrütztal 
und  iren  nächkomenden  ain  phunt  walis  järlichs  und  ewigs  geltz 
daz  inen  järlich  gän  sol  uff  sant  Michels  tag  usser  zwain  juch  arten 
ackers  sint  Lutfrid  Luppfen  ze  Althain  in  den  liargarten  gelegen 
baidenthalb  an  Eberlin  den  Senner,  daz  si  brennen  son  [zu]  er  ünser 
frowen  und  sant  Jolians  Ewangelisten.  Und  sont  die  frowen  von 
Hailikrütztal  und  ir  nächkomenden  da  mit  minns  vatter  miner 


1368. 


459 


müter  miner  geswistergit  und  min  jarzita  järlich  und  ewklich  begän 
uff  den  tag  alz  min  j amtlicher  tag  ist.  Siegler:  der  amman  und 
der  rät  der  stat  ze  Rudlingen  (S  anhängung). 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
-  driuzehenhundert  jar  sehzig  jar  dar  nach  in  dem  alitenden  jar  an 
sant  Martis  ab  ent. 

Ein  Rund  8  der  Stadt  Riedlingen. 

Beschriebene  Pressei:  .  .  on  ziehen  gar  und  gäntzlich  jj  .  .  .  storff  und 
Gret  sin  elichü  husfrow  zu  lins  ...  ob  gnanten  änsren  bärgen  und  .  [j  .  .  der  rät 
0  ze  Rudlingen  disü  ...  ob  geschriben  stät  daz  ist  zem  .  .  . 

7  OS.  1368.  20.  November.  Mengen.  Adelheid  von 

Herrlingen  weiland  Rüdegers  von  Bartenstein  Weib 
jetzt  zu  Mengen  gesessen  verkauft  an  Klaus  Selman 
von  Messkirch  2  &  ewigen  Gelds  um  38  #  Haller. 

5  Ich  Adelhait  von  Hörningen  wilont  Rudgers  saeligen  von 
Bartelstain  elicliiu  husfrowe  ze  den  ziten  ze  Maengen  geseszen  ver¬ 
güt,  daz  ich  mit  vorbetrahtung  gesundes  libes  und  mütes  und  mit 
Worten  mit  raeten  und  mit  getäten  und  mit  der  gehügde  alz  ez  krafft  und 
mäht  hän  und  haben  sol  ze  kauffend  gib  und  gegeben  hän  ains  rehten 
0  und  redlichen  kouffz  dem  Clausen  Selman  ze  den  ziten  burger  ze  Mess¬ 
kirch  und  sinen  erben  zway  pliunt  guter  und  genger  Haller  järg- 
lichs  und  ewigs  geltz  uss  minem  akker  uff  höh  gelegen,  den  man 
nemmet  dez  von  Bartelstain  akker  dez  sehs  jucharten  sint  und 
aigen  ist  und  dez  getailit  hänt  mins  swägers  liern  Härtnitz  saeligen 
15  kint  von  Bartelstain  umb  än  zway  vierzig  phunde  guter  und  genger 
Haller  müns  (Quittung).  Und  diu  selben  zway  phunt  Haller  geltz 
sol  ich  oder  min  erben  oder  wer  disen  akker  iemmer  koufft  oder 
hat  dem  Clausen  Selman  oder  sinen  erben  ab  dem  akker  er  si  in 
!  nutz  oder  än  nutz,  rihten  ze  Mangen  in  der  statt  an  allen  iren 
;0  schaden  järglich  uff  sant  Michels  tag.  Und  weles  jares  daz  be- 
schaeh  daz  ich  oder  min  erben  oder  wer  disen  akker  iemmer  koufft 
oder  hat  dem  Clausen  Selman  oder  sinen  erben  diu  zway  phunt 
Haller  geltz  ab  dem  akker  nit  rihtint  uff  daz  zil  und  an  den 
Stetten  als  vor  geschriben  ist,  so  hät  er  und  sin  erben  vollen 
15  gwalt  diu  selben  zway  phunt  Haller  geltz  oder  waz  im  denn  dez 
selben  geltz  uss  laege  uff  den  akker  ze  sehiahend,  und  öcli  denn 
den  selben  akker  wenn  si  went  anzegriffend  mit  versetzend  oder 
mit  verkouffend  und  sich  selben  der  än  zway  vierzig  phunt  Haller 


460 


1368. 


und  der  zway  phund  Haller  geltz  und  waz  inen  daran  uss  laege 
ze  werend  gar  und  gentzlich  an  allen  iren  schaden.  Währschaft 
nach  der  stett  reht  ze  Mengen.  Dar  zu  noch  ze  merr  sicherhait 
umb  den  kouff  der  zway  phund  Haller  geltz  hän  ich  im  dem 
Clausen  Selman  und  sinen  erben  ze  aim  rehten  gewern  gesetzt 
minen  lieben  öhan  Cüntzen  Banzirn  mit  solcher  bedingde:  war  ob 
dem  Clausen  Selman  oder  sinen  erben  der  akker  und  der  kouff | 
der  zwaiger  phund  Haller  geltz  in  den  ziten  irrig  stöszig  oder  an- 
spraechig  würden,  so  hat  er  und  sin  erben  und  ir  helffer  vollen 
gwalt  und  reht  mich  und  min  erben  und  minen  gewern  ze  notend 
und  an  ze  griffend  mit  phendend  an  allen  unseren  luten  und  guten  wie| 
und  wa  si  mugent  und  inen  fügt  mit  geriht  und  an  geriht  ob  si  went,  biz 
daz  inen  vollefürt  und  usgeriht  wirt  gentzlich  an  allen  iren  schaden 
allez  daz  dar  umb  si  denn  den  angriff  hänt  getan.  Und  wie  si 
och  dez  ze  schaden  koment,  den  sölen  ich  und  min  erben  und  min 
gwer  inen  ab  tun  und  da  von  ledgen  an  allen  iren  schaden.  Gieng| 
och  min  gwer  in  den  ziten  ab  von  welerlay  Sachen  sich  daz  fügti  daz 
got  lang  wende,  so  sol  ich  oder  min  erben  dem  Clausen  Selman 
oder  sinen  erben  ie  ainn  andern  schidlichen  gwern  setzen  nach  ir 
vordrung  in  den  naehsten  vierzehen  tagen.  Taet  ich  oder  mini 
erben  dez  nit,  so  hat  er  und  sin  erben  vollen  gwalt  und  reht  mich 
und  min  erben  dar  umb  ze  notend  und  anzegriffend  in  vor  be- 
schribem  reht  als  lang  und  als  vil  biz  daz  ie  der  gwer  gevertget 
wirt  als  daz  beschaeh.  Ich  und  min  erben  sülent  och  minen  gwern | 
und  sin  erben  von  dirr  gwerschafft  lösen  an  allen  iren  schaden. 
Siegler:  ich  Adelhait  von  Hörningen  und  min  gewer.  Ich  Cuntzl 
Banzir  vergih  (S  ctnhängung) ;  [ze]  urkünd  hän  ich  min  insigel  gehenkt  | 
an  disen  brieff. 

Dirr  brieff  ist  geben  ze  Maengen  der  statt,  do  man  zalt  von\ 
gottes  gebürt  driuzehenhundert  jär  und  sehzig  jar  dar  näch  in  dem) 
ahteden  jar  an  dem  naehsten  maentag  vor  sant  Katherinen  tag  der 
hailigen  jungfrowen. 

ND  :  Bantzeriu  ze  Maengen. 


Zwei  Rund  S.  Das  erste  S  hat  ein  doppeltes  Wappen  auf  zwei  Schildern : 
zwei  abgewendete  Hifthörner  (cfr.  v.  Alberti,  S  Bilder  Nr.  1080,  1081)  und\ 
zwei  abgewendete  Barten ,  das  eine  das  Wappen  derer  von  Herrlingen,  das\ 
andere  das  derer  von  Bartenstein.  U:  f  S.  ADELHAIT  •  DE  •  HIERNNIGEN.f 
Das  zweite  S  zeigt  einen  rechts  a nsprmgend en  Httnd.  U:  f  S\  CVONRADI 
DCI  •  BANZER. 


1368. 


461 


701.  1368.  6.  Dezember.  Trägelin  von  Neuneck  ver¬ 

kauft  an  Kunz  Wall  zu  Herbertingen  zwei  Äcker  um 

20  Haller. 

Ich  Trägelin  von  Nwnegg  vergüte,  das  icli  mit  wolbedähtem 
3  müt  und  ouch  mit  gutem  rät  rekt  und  ouck  redelichen  für  ain  relit 
lediges  und  ain  unansprechiges  aigen  ze  koffende  geben  hän  und 
gibe  oücli  mit  disem  gegenwärtigen  brieff  für  mich  und  alle  mine 
erben  dem  erbern  und  beschaiden  kneht  Chüntzen  Wallen  von  Her¬ 
brehtiegen  und  sinen  erben  mine  zwen  acker,  der  ainer  ist  gelegen 
)  an  dem  acker  so  Chüntze  Walle  vormals  koffet  liatt  umb  Walthern 
von  Bürren  und  der  ander  acker  stözzet  uff  den  Buchower  rain 
und  ist  ze  nähste  gelegen  an  des  Wolffs  acker  und  baide  aecker 
sint  ouch  gelegen  in  den  zwingen  und  bannen  des  dörffes  ze  Her- 
brehtingen.  Und  die  selben  zwen  aeker  hän  ich  im  und  sinen 

>  erben  geben  mit  allen  iren  nützen  gewönhaiten  und  rehten  und 
ouch  zügehorden  als  sie  an  mich  körnen  sint  und  ich  sie  bisher 
brüht  und  inne  gehebt  hän  für  allermenglichs  irrung  und  anspräche 
umb  zwaintzig  phunt  Haller  alles  guter  und  geben*  (Quittung,  Auf¬ 
lassung).  Währschaft  nach  aigens  reht  des  dörffes  ze  Herbrehtingen 

)  nach  dem  rehten.  Ze  rehten  bürgen  geben  und  versetzt:  Chünrat 
den  Hagel  vogt  ze  Schär  und  Aberlin  von  Nwnegg  baide  unver- 
schaidenlich  mit  der  beschaidenhait  und  rehter  gedingde:  und  ist 
oder  beschähe,  daz  im  oder  sinen  erben  der  aeker  ainer  oder  sie 
baide  ansprächig  würden,  die  süllen  ich  oder  mine  erben  im  oder 

>  sinen  erben  än  alle  unsrer  wider  rede  nach  iro  manung  unverzo- 
genlich  in  des  nähsten  monat  vriste  verstan  vertraeten  ledig  und 
lose  machen  nach  dem  rehten  und  nach  aigens  reht  än  allen  iren 
schaden.  Wa  wir  daz  nit  getän  hetten  oder  tätten,  so  betten  sie 
gewalt  und  gut  reht  die  bürgen  baide  ze  mande  ze  hus  ze  hoff 

)  oder  under  ögen  sie  selber  oder  mit  ir  botten.  Si  süllen  danne 
j  unverzogenlich  nach  der  manunge  in  den  nähsten  vierzehen  tagen 
in  varne  gen  Sulgen  oder  gen  der  Schar  in  der  zwaiger  stet  ain 
wa  es  dann  iedem  bürgen  aller  beste  füget  unverdinget  ze  vailem 
güt  und  da  laisten  ain  reht  gewönlich  giselschafft  und  dar  us 
j  niemer  körnen  noch  ledig  werden,  e  ich  oder  mine  erben  im  oder 
sinen  erben  us  geriht  haben  gentzlichen  än  allen  iren  schaden. 
Ersatzmann  nach  iro  manunge  in  den  nähsten  vierzehen  tagen. 
Wa  wir  des  nit  tätten,  so  sol  in  der  bestanden  bürge  unverzogen¬ 
lich  in  varne  laisten  in  den  e  gesehribnen  rehten  als  vil,  bis  in  das 

>  dannen  gentzlichen  us  geriht  wer  dar  sie  dannen  gemänt  hetten. 


462 


1368. 


Welle  bürge  das  über  für  das  er  liit  laiste  oder  aber  ain  kneht 

an  sin  stat  laite  ob  er  selben*  nit  laisten  wolt  oder  enmöht,  den 

selben  unlaistenden  bürgen  hant  si  und  alle  ir  lielffer  gewalt  und 
güt  reht  dar  umb  anzegriffende  oder  ze  pfenden.  Und  sie  und  alle 
ir  beider  süllen  und  mügen  das  alles  tun  an  alle  engaltnüste  gaist- 
lichs  und  weltlichs  gerihtes  und  aller  gerillt  und  aller  büntnüste 
herren  und  der  stet  diu  ietzo  ist  oder  her  nach  uff  stünde  wie 

diu  wer  (Lösung).  Siegler:  ich  Tragelin  von  Ni ü lieg  und  wir  die 
bürgen  (S  Bekenntnis).  Ich  Hans  von  Bellemunt  vergihe  (Einver¬ 
ständnis,  S  ctnhängung) . 

Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  nach  Cristes  gebürt  driüzehen- 
hundert  jar  dar  nach  in  dem  ahtt  und  sehezigosten  jar  an  sant 

Nicolaus  tag. 

Das  Pergament  ist  hinten  ganz  rauh. 

Vier  Bund  S.  1.  Das  S  derer  von  Neuneck.  Cfr.  v.  Alberti,  S  Bilder 
Nr.  2010  ff.  2.  Das  S  des  Konrad  Hagel.  3.  Das  S  derer  von  Neuneck, 
4.  Das  S  des  Hans  von  Bellamont ;  ein  Widderhorn  im  Schilde.  U:  f  S\ 
10H  •  •  •  •  BELLENMVNT.  Diese  U  ist  nicht  ganz  sicher  zu  lesen.  Cfr.  v.  Al¬ 
berti,  S.  43. 


70».  1368.  28.  Dezember.  Habstal.  Begeht  man  in 

Habstal  mit  einem  zehen dli  die  Jahrzeit  von  Konrad 
und  Anna  von  Andelfingen  nicht,  so  fällt  es  an  Heilig¬ 
kreuztal. 

Wir  die  priolin  und  der  convent  gemainlich  ze  Hapstal  ver- 
jehent,  daz  wir  und  ünser  nackkomen  ab  dem  zehendlin  ze  Anslingen 
der  uns  durch  got  und  ze  selgerat  von  Annen  salgen  der  Röserinen 
geben  ist  jarklich  söllind  began  jarzit  Cünratz  salgen  von  Andel- 
vingen  und  der  vor  gnanten  Annen  siner  wirtenn.  Und  waz  denn 
dar  von  dem  zehendlin  vorgestünd,  daz  sol  ünser  samnung  gemain- 
lichen  über  den  thisch  dienan  und  in  dehain  weg  anders  gebrüchet 
werden.  Wenn  aber  daz  nit  geschah  oder  wenn  wir  ald  ünser 
nahkomend  daz  zehendli  versassdint  oder  verkoftind,  so  sol  daz 
zehendli  an  alle  widerred  vervallen  sin  gen  Hailgenkrützstal  an  daz 
kloster.  Siegler:  wir  die  priolin  und  der  convent. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Hapstal  do  man  zalt  von  gotes  gebürt 
drüzehenhundert  sehtzig  jar  dar  nah  in  dem  nünden  jar  an  der 
kindlü  tag  in  den  wihennähten. 

Zwei  Oval  S.  Das  erste  zeigt  Maria  mit  dem  Jesuskind  auf  dem  linken 


1368—1369. 


463 


Arm.  U:  f  S.  PRIORISS[E]  •  IN  •  HABSTAL.  Bas  zweite  S  zeigt  Maria  im 
Profil  auf  einem  Sessel  sitzen  und  mit  der  linken  Hand  das  darauf  stehende 
Jesuskind  halten .  Auf  beiden  Seiten  zeigen  sich  Engel  mit  ausgebreiteten 
Flügeln.  U:  f  S.  CONVENTVS  •  SORORVM  •  IN  •  HABCHSTAL. 

)  7  OG»  1369.  20.  Januar.  Hans  von  Hornstein  zu  Grü¬ 

ningen  verkauft  an  Heiligkreuztal  ein  Viertel  einer 
Wiese  um  86^/2  Lt  Haller. 

Ich  Hans  von  Hornstain  herr  Cünratz  sun  von  Hornstain  ze 
Grüningen  gesessen  urkfind,  daz  ich  ains  rehten  und  redlichen  köffs 
ze  köffend  geben  hän  und  gib  mit  disem  brief  der  abtissenn  und 
dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailikrütztal  und  iren  näch- 
komenden  min  vierdentail  der  wis  genant  diu  ow  gelegen  under 
der  burgk  Landow,  diu  halbiu  ist  herr  Hansen  von  Hornstain  von 
Wülfflingen  und  ain  vierdentail  herr  Cünratz  von  Hornstain  mins 
vatters  und  ain  vierdentail  min.  Da  hän  ich  inen  daz  selb  min 
vierdentail  allain  reht  und  redlich  alz  vorgeschriben  ist  ze  köifend 
geben  umb  ahzig  phunt  Haller  und  sübendkalb  phunt  allez  güter 
und  gäber  Haller  (Quittung).  Und  war  daz  ob  der  vierdentail  der 
wis  der  ow  den  frowen  von  Hailikrütztal  oder  iren  nächkomenden 
)  iendert  ansprächig  irrig  oder  stözzig  wurd  vom  wem  oder  wie  daz 
dar  zü  kam,  daz  sol  ich  Hans  von  Hornstain  und  ich  Cünrat  von 
Hornstain  ritter  sin  vatter  und  unser  baider  erben  inen  und  iren 
nächkomenden  ulfrihten  vertgen  verstän  und  versprechen  rihtig  und 
unansprächig  machen.  Zü  bürgen  gesetzt:  herna)  Bruna)  vona)  Her- 
i  tenstain  ritter,  Hansen  von  Hornstain  ze  Geffingen  gesessen  und 
Hansen  von  Andelfingen  amman  da  ze  Rüdlingen  all  unverschaideii- 
lich  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait :  war  ob  wir  oder  ünser 
erben  den  frowen  von  Hailikrütztal  oder  iren  nächkomen  all  vor 
geschriben  und  nach  geschriben  säeh  und  ieglich  stuk  besunder  nit 
)  ussrihtin  und  vollfürtin  in  aller  wis  gäntzlich  an  allen  iren  und  ir 
|  nächkomenden  schaden ,  so  hänt  sy  oder  ir  nächkomenden  gwalt 
!  und  güt  reht  die  bürgen  ze  manend  ze  hus  ze  hoff  ald  under  ögen 
mit  botten  mit  briefen  oder  selber.  Und  die  sont  denn  näch  der 
manung  in  aht  tagen  den  nähsten  in  varn  gen  Rüdlingen  oder  gen 
>  Mengen  in  der  zwaier  stett  ain  in  weli  denn  ie  der  bürg  wil  und 
sont  da  laisten  ain  reht  und  gwonlicli  giselschaft  mit  aim  phärit 
(Einlager).  Ersatzmann  in  den  nähsten  vierzehen  tagen.  ( Pfand¬ 
schaft ,  Landfriedensklausel,  Schadenersatz ,  Lösung).  Siegler:  wir 
Hans  von  Hornstain  und  Cünrat  von  Hornstain  sin  vatter  ritter  ze 
■’  Grüningen  gesessen  (S  bekenntnis,  S  defekt). 


464 


1369. 


Der  [brief]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  driuzehenhundert  jar  sehzig  jar  dar  nach  in  dem  munden 
jar  an  dem  vierzehenden  tag-  vor  ünser  frowen  tag  der  lichmiss. 

Fünf  Bund  S,  vier  hornsteinische  S  und  ein  Andelfinger  S. 

a)  Andere  Tinte. 

707.  1369.  3.  Februar.  Graf  Eberhard  von  Landau  ver¬ 
kauft  an  Heiligkreuztal  ein  Juchart  Ackers  zu  Langen- 

enslingen  um  8  U  5  s.  Haller. 

Ich  graff  Eberhart  von  Landowe  vergich ,  daz  ich  der  äbbtissen 
und  dem  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  iren 
nachkomenden  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  hän  gegeben  ze 
köffend  und  gib  mitt  disem  brieff  ain  juchart  agkers  —  litt  am  aichel- 
berg  bi  Enslingen  dem  dortf  ist  furchgnoss  ains  agkers  buwet  der 
Küning  und  strekt  uff  Bentzen  des  Swartzen  agker  —  und  hän  in 
den  agker  gegeben  für  aigen  und  ledig  umb  acht  pfunt  und  fünff 
Schilling  güter  und  gäber  Haller  (Quittung,  Auflassung,  Währschaft). 
Siegler:  ich  graff  Eberhart  von  Landow. 

Der  [brieff]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  nün  jar  an  sant 
Blasius  tag. 

Ein  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 

708.  1369.  12.  März.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 
kreuztal  überlassen  den  Acker1)  am  Aichelberg  bei 
Enslingen  vier  Klosterfrauen  und  ihrem  G  r  o  s  s  v  a  t  e  r 

zu  einem  L e i b g e d i n g. 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  ze  den  ziten  abbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin , 
daz  ünser  klosterfrowa  Kathrin  Enslinin,  Jutz  Enslinin,  All  Enslinin, 
Kathrin  Swärtzin  und  Bentz  der  Swartz  ir  eni  von  Enslingen  diu 
ällü  fünfü  sont  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gutem  [willen]  messen 
und  hän  den  agker,  den  wir  koufften  umb  den  erwirdigen  graff 
Eberharten  von  Landow  der  gelegen  ist  am  aichelberg  bi  Enslingen 
dem  dorff2)  ist  furchgnoss  ains  agkers  buwet  der  Künig  und  strekt  I 
uff  Bentzen  des  Swartzen  agker,  und  sont  si  ällü  fünfü  den  agker  I 
niessen  nutzun  und  hän  all  die  wil  ir  ains  ist  gäntzlich  und  gar.l 
Und  wenn  si  ällü  fünfü  ensint  und  von  tode  abgänt  daz  gott  lang! 
wend,  so  sol  der  selb  agker  denn  vallen  an  ünser  kustri  in  unser! 


1369. 


465 


kustrinun  ampt.  Und  sol  ain  kustrin  ünsers  gotzhuss  d ü  denn  ist 
des  selben  agkers  nütz  und  früht  järlich  ieglichs  jars  bewenden  und 
bekeren  zu  den  kertzun  zli  ünsers  kerren  frönlicham  hochzit  daz 
der  nutz  von  dem  agker  dar  zu  komi  und  niena  anderswa.  Wir 
noch  ünser  nachkomenden  ensülin  och  ain  kustrinun  dar  an  nitt 
irren  noch  den  agker  und  des  agkers  nütz  in  kain  weg  anders  ver¬ 
kümmern  weder  versetzen  noch  verkouffen.  Siegler:  wir  frow 
Margareta  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  nün  jar  an  sant 
Gregorien  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkre uztal. 

*)  Vergl.  die  vorhergehende  Nummer. 

2)  DL  HeiligJcreuztal ,  Fol.  235 v,  Nr.  20  nennt  ihn  Gotts  Ackher. 

709 .  1369.  27.  Mai.  Salem.  Konrad  Stolle  Laienbruder 
zu  Heiligkreuztal  gibt  vor  dem  Abt  von  Salem  der  Ab¬ 
tissin  von  Heiligkreuz tal  den  Dollhof  auf. 

Wir  abbt  Berchftolt]  ze  Salmanswiler  maister  in  gütlicher  kunst 
tunt  kunt  mit  disem  brief  allen  den  die  in  ansehent  ||  lesent  oder 
hörent  lesen,  daz  für  uns  kom  gen  Salmanswiler  in  ünser  frowen 
gasthus  in  dem  wingarthof  dü  gaistlich  ||  frow  frö  Gret  von  Andel- 
vingen  ze  den  ziten  abbtissen  ze  Hailgencrütztal  und  och  brüder 
Conrat  Stolle  layg  brüder  in  dem  [|  selben  gotzhus  und  och  maister 
uff  dem  hoff  ze  Tollendorf  ze  den  ziten.  Und  da  gab  der  selb 
brüder  Conrat  vor  uns  uff  mütwilleclich  mit  verdahten  müt  und 
mit  gütem  rät  unbezwngenlich  der  frö  Gretun  abbtissenn  und  och 
irem  gotzhus  den  hof  ze  Tollendorf  mit  rossen  mit  rindern  mit 
kügen  und  mit  anderm  vihe  wie  ez  genant  ist  und  och  gemainlich 
alles  daz  er  do  ze  mal  uff  dem  selben  hof  hett  ez  war  vihe  oder 
ander  güt  ungevarlich.  Auflassung  also,  daz  sü  da  mit  sont  tün 
was  sü  went  (Ansprache).  Und  dar  umb  sol  dü  frö  Gret  abbtissen 
und  ir  nachkomen  und  och  daz  selb  ir  gotzhus  brüder  Conrat  Stollen 
geben  vier  jar  dü  schierost  künftig  sint  nach  ain  ander  nach  disem 
tage  alz  dirr  brief  geben  ist  ällü  jar  fünf  phunt  Haller  guter  und 
gäber  also  daz  er  zwaintzig  phunt  Haller  in  den  selben  vier 
jaren  gewert  wert.  Füro  wart  och  do  ze  mal  vor  uns  berett:  war 
das  der  selb  brüder  Conrat  Stoll  oder  iemant  anderer  von  sinen 
wegen  frowen  oder  man  gaistlich  oder  weltlich  der  stuk  dü  hie 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  30 


466 


1369. 


ob  gescriben  sint  ains  oder  mer  ez  war  an  dehainer  layg  vilie  oder 
an  andran  dingen  als  er  sü  uff  geben  hätt  und  och  hie  ob  gescriben 
ist,  äverti  ansprach  ,vordorti  oder  widerkeren  wölt  mit  gevärde  wie 
sich  daz  fügti  an  daz  gotzhus  ze  Hailgencrütztal  oder  an  die  frowan, 
war  denn  daz  es  dii  frö  Gret  dü  abbtissen  oder  ir  nachkomen 
möhtint  bewisen  und  war  gemachen  ungevarlich  mit  zwain  erberen 
mannen  und  mit  ir  selber  liant  daz  dii  dii  dritt  war,  so  sol  der  selb! 
brüder  Conrat  Stolle  von  allen  den  lipdingen  stän  die  er  von  dem 
gotzhus  gehaben  hat  uff  den  selben  tag  an  alle  wider  rede  undl 
sont  denn  dii  selben  lipding  dem  selben  gotzhus  und  och  den  frowen 
ze  mal  ledig  und  löz  sin  an  aller  menglinchs  ansprach.  Brüder 
Conrat  Stolle  swür  och  do  ze  mal  frilich  und  unbezwngenlich  unsl 
und  der  frö  Gretun  der  abbtissen  ainen  ayd  zen  hailgen  alles  daz 
so  hie  ob  gescriben  ist  war  und  stät  unwanderbarlich  ze  haltent  an 
alle  gevärd  niemer  da  wider  ze  tünd.  Und  hie  by  ist  gewesen:  hern  (!) 
Conrat  Schopf,  hern  Conrat  Schilter  und  hern  TJlrich  Götzli  von 
Salmanswiler,  frow  Katherin  Garwerin,  frow  Ursel  von  Gedingen 
und  brüder  Hainrich  von  Hailgencrütztal  und  Bentz  der  Gegginger 
phründner  ze  Salmanswiler.  Es  wart  och  do  ze  mal  vor  uns  gerett| 
und  gedingot  da  och  dii  ietz  gescriben  erber  lüt  ze  gagen  warent, 
das  dii  abbtissen  oder  ir  nachkomen  und  och  ir  gotzhus  dem  brüderl 
Conrat  Stollen  sind  lipding  du  er  von  dem  closter  und  von  den 
frowen  hat  jarclich  geben  sol  alle  die  wil  er  stät  haltet  daz  hie  obl 
gescriben  ist  an  gevard.  Wenn  aber  er  da  wider  tat  als  hie  obl 
an  disem  brief  beschaiden  ist,  so  sol  öch  vollefürt  werden  daz  dar 
über  gesetzt  ist  als  och  hie  ob  kuntlich  gescriben  ist.  Siegler. j 

wir  abbt  Berchftolt]. 

Der  [brief]  wart  geben  in  unserm  gotzhus  ze  Salmanswilei 
in  dem  jar ,  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  drüzehenhundert  jar  dai 
nach  in  dem  niin  und  sechzigosten  jar  an  dem  nächsten  sunnenh 
nach  sant  Urbans  tag. 

j Ein  OvalS  des  Abtes  von  Salmansweiler,  zerbrochen. 


710 .  1369.  28.  Juni.  Konrad  und  Hans  von  Hornstei 

geben  zu  Annen  derKaibin  Jahr  zeit  Gülten  zuAltheim] 

Ich  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  uiu 
ich  Hans  sin  sun  verjehin ,  daz  wir  wol  berautenlich  mitt  güter  vor- 
betralitung  gesundes  libes  und  mütes  luterlich  durch  gott  durcl 
ünserr  und  ünserr  vordro  sei  hails  und  glüks  willen  und  sunderlicl 


1369. 


467 


zü  frown  Annuii  säligen  der  Kaibinun  minr  des  vor  genanten  Cünrat 
schwiger  jarzit  der  äbbtissen  und  dem  convent  gmainlich  des  gotz- 
huss  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  eweklich  habin  ge¬ 
ordnet  gemachet  und  gegeben  und  machin  ordnin  und  gebin  mitt 
disem  brieff  sechtzehen  Schilling  Haller  ain  halb  viertal  aiger  ain 
yasnaht  hün  und  ain  herbst  hün  alles  ewiges  und  järlichs  geltz  uss 
des  Sprengers  huse  ze  Althain  gelegen  hinder  Ülen  Hiltpoltz  hoff 
under  Schölderlins  huse  gen  der  Bybrach  und  uss  dem  garten  und 
der  hoffraiti  diu  zu  dem  selben  des  Sprengers  huse  hörent;  und 
zwölff  Schilling  Haller  ain  halb  viertal  aiger  und  ain  herbsthftn 
alles  ewiges  und  jarlichs  geltz  uss  Appen  säligen  imm  böngarten 
kind  huse  hoffraiti  und  garten  ze  Althain  gelegen  ainhalb  an  Hansen 
des  Fuhs  huse  und  garten  und  anderhalb  an  aim  hoff  ist  der 
frowo  von  Hailigcrütztal  und  buwet  den  Bugg  Hälling.  Die  zins 
und  gelt  von  den  guten  habin  wir  in  gegeben  daz  si  die  jarzit  da 
mitt  ewiklich  begangin  jarlichs  und  ieglichs  jars  besunderlich  (Auf¬ 
ladung).  Und  habin  das  alles  getan  mitt  der  hüglichi  zu  den  ziten 
ao  den  stetten  vor  den  luten  mitt  der  wise  wort  und  getät  as  es 
krafft  von  recht  haben  mag  und  hett.  Siegler:  wir  Cünrat  von 
Hornstain  und  Hans  sin  sun. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  nün  jar  an  sant  Peters 
und  Pauls  abent. 

ND:  Ain  geb  brieff  von  berre  Cünrat  von  Hornstain  umb  XVI  Schilling 
und  umb  XII  Schilling  geltz  von  Althain  zu  der  Kaibinun  jarzit. 

Zwei  HundS  der  Hornstein. 

711 .  1369.  28.  Juni.  Bestimm  ungen  ü b  er  die  Ver wen  düng 
des  ewigen  Gelds  aus  Urkunde  Nr.  706. 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  ze  den  ziten  abbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin, 
daz  das  vierdentail  der  wise  genant  diu  owe  gelegen  under  der 
bürg  Landowe  daz  wir  koufftun  von  Hansen  hern  Cünratz  sun  von 
Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  umb  achtzig  und  sübendhalb  pfunt 
Haller  sol  dienun  und  gän  über  ünserr  samnung  tisch  eweklich  zü 
den  nach  geschriebnen  jarziten  und  och  in  der  nach  geschribno  frowo 
nutz  zü  ir  leben  allain  as  hie  nach  an  disen  brieff  beschaiden  ist. 
Daz  vierdentail  der  wise  sont  ünser  klosterfrowa  Irmengard  Värwerin 
und  Adelhait  Kreppsin  baid  halbes  messen  und  hän  mit  ünserm 
urlob  und  gütem  willen  ze  libding  ir  baider  libe,  dü  ain  ainig  as 


468 


1869. 


si  baid  gäntzlich  wenn  dü  ander  enwär  und  von  tode  abgieng 
all  die  wil  ir  du  ain  ist.  Wenn  aber  si  baid  ensint  und  von 
tode  abgänt  das  got  lang  wend,  so  sol  das  selb  ir  halb  tail 
des  vierdentails  vallen  an  unsrer  samnung  tisch  zu  Irmengard 
Yarwerinun  ir  yatters  müter  und  ir  swester  jarziten  der  jarzita 
wir  und  unser  nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän.  Und 
ain  vierdentail  des  vierdentails  der  wise  genant  diu  owe  daz 
sol  dienun  und  gän  über  ünserr  samnung  tisch  zu  herr  Ludwigs 
von  Hornstain  müter  frow  Agnesun  von  Maugenbüch  jarzit  der 
jarzit  wir  und  unser  nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän.  i| 
Und  daz  ander  vierdentail  des  vierdentails  der  wise  genant  diu  owe 
daz  sol  halbs  dienun  und  gän  über  ünserr  samnung  tisch  zü  Lud¬ 
wigs  säligen  von  Ertingen  wilont  burger  ze  Bybrach  jarzit  des 
jarzit  wir  und  ünser  nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän. 
Und  daz  ander  halbtail  sol  ünser  klosterfrow  Anna  von  Hödorff 
messen  und  hän  mitt  ünserm  urlob  und  gütem  willen  ze  libding  ir 
libe  allain  und  nitt  anders  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  enist 
und  von  tode  abgaut  daz  gott  lang  wende,  so  sol  daz  selb  ir  tail 
vallen  an  ünserr  samnung  tisch  zü  wilont  ir  swester  Kathrinun 
säligen  von  Hödorff  ünserr  klosterfrown  jarzit  der  jarzit  wir  und 
ünser  nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän.  Wir  noch 
ünser  nachkomenden  ensülin  och  daz  güt  alles  halbes  noch  ainn 
tail  in  dehainn  weg  anders  niemmer  verendern  weder  versetzen 
noch  verkouffen,  as  wir  gott  den  selun  und  dem  rechten  dar  umb 
wellin  antwrten  denn  allain  zü  den  jarziten  as  vor  beschriben  ist. 
Siegler:  wir  diu  äbbttissen  und  der  convent  des  gotzhuss  ze  Hailig- 
crütztal. 

Der  [ briefj  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  nün  jar  an  sant  Peters 
und  sant  Pauls  abent. 

ND:  Von  der  wise  der  owe  die  wir  koufftun  umb  Hansen  von  Hornstain 
herr  Ludwigs  müter  von  Hornstain  jarzit  und  zü  der  Värwerinun  vatter  müter 
und  swester  jarzit. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


712.  1369.  4.  Juli.  Johann  von  Hornstein  zu  Wilflingen 
gibt  mit  Weib  und  K  indern  an  Heiligkreuztal  II  U  Haller 

ewigen  Gelds. 

Ich  Johans  von  Hornstain  ritter  ze  Wlfflingen  gesessen  und 
ich  Elizabeth  vom  Stain  sin  elichü  wirtenn,  ich  Hans  ir  baider  sun 


1869. 


469 


und  ich  Elizabeth  vom  Rain  ir  baider  tochter  verjehin,  daz  wir  wol 
berautenlich  mitt  guter  Vorbetrachtung  gesundes  libes  und  mutes 
der  äbbtissen  und  dem  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailig¬ 
crütztal  und  allen  iren  nachkomenden  luterlich  durch  gott  durch 
imserr  und  unserr  vordro  und  nachkomendo  sei  hails  und  glüks 
willen  und  sunderlich  zu  den  nach  geschribnen  jarziten  da  mitt  ze 
begand  uss  ünsren  nach  geschribnen  güten  habin  geordnet  und 
ordnin  mitt  disem  brieff  ailff  pfunt  guter  und  gaber  Haller  jär- 
lichs  und  ewigs  geltz:  süben  pfunt  uss  ünserm  hoff  zu  dem  klainn 
Wlfflingen  daz  man  nempt  ze  Enhoven  gelegen  dar  uff  zu  disen  ziten 

e 

diu  Astin  sitzt  und  in  buwet  —  der  sübno  drü  pfunt  zu  Hainrichs 
säligen  ünsers  Johansen  und  Elizabetun  suns  jarzit  und  diu  vierü 
pfunt  durch  mins  Johansen  von  Hornstain  ritters  glüks  und  hails 
willen  bi  mim  leben  und  nach  mim  tode  zu  minr  jarzitt  eweklich 
as  die  gott  fügt.  Und  vier  pfunt  habin  wir  in  gegeben  und  gebin 
mitt  disem  brieff  uss  ünserm  brül  ze  Fridingen  dem  dorff  gelegen 
durch  minr  der  Elizabethun  vom  Stain  glüks  und  hails  willen  bi  mim 
leben  und  nach  mim  tode  zü  minr  jarzit  eweklich  as  die  got  fügt. 
Und  wer  diu  güt  hoff  und  brül  inn  hett  nützet  und  nüsst  der  sol 
den  frown  von  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  diu  ailff  pfunt 
güter  Haller  jarlichs  geltz  da  von  disem  tag  jarlich  ieglichs  jars 
eweklich  richten  und  gen  unverzogenlich  uff  sant  Martins  tag  umb 
der  vor  genanto  sei  und  libe  glüks  und  hails  willen  (Auflassung) . 
Aber  die  frowa  von  Hailigcrütztal  noch  ir  nachkomenden  liant  für¬ 
bas  nach  den  ailff  pfunden  güter  Haller  ewigs  jarlichs  geltz  mitt 
den  güten  hoff  und  brül  nütz  me  ze  schaffind  und  sont  üns  noch 
ünser  erben  dar  an  nütz  me  bekümmern  noch  bekrenken.  Und 
habin  diss  alles  getan  mitt  der  hüglichi  zü  den  ziten  an  den  stetten 
vor  den  lüten  mitt  aller  wise  wort  und  getat  so  es  allerbest  ge¬ 
schehen  mocht  und  as  es  alles  krafft  und  macht  von  recht  und  mitt 
allem  recht  haben  mag  oder  haut  und  och  mitt  aller  dero  gunst 
und  willen  dero  dar  zü  notdurfft  was.  War  aber,  ob  üns  oder  ünsren 
erben  über  kurtz  oder  lang  füglich  wrd  die  güt  hoff  und  brül  baidü 
ald  das  ain  ledig  machen  und  los,  won  wir  oder  ünser  erben  denn 
die  frowa  von  Hailigcrütztal  oder  ir  nachkomenden  mitt  redlicher 
güter  bewisung  as  es  krafft  und  macht  haben  mocht  und  hett  be- 
wisstin  des  jarlichs  geltz  as  vil  as  uss  iedem  güt  vor  verschriben 
ist  uff  as  gewissü  und  as  gütü  ald  bessrü  güt  diü  den  frown  as 
füglich  warin  as  diu  ietzigen  nach  viero  der  eltesto  von  Hornstain 
dünken  und  Schätzung,  uff  den  und  uss  den  güten  soltin  si  und  ir 


470 


1869. 


nachkomenden  denn  das  järlich  gelt  nemen  und  söltin  uns  dü 
ietzigen  gut  baidü  ald  ains  dar  nach  as  wir  si  bewisstin  ledig  tün 
und  län  gantzlich  an  all  irrung  Sperrung  ald  hindernüst.  Wir  wellin 
och  und  ist  gerett,  das  die  frowa  ald  ir  nachkomenden  von  Hailig- 
crutztal  das  gelt  uss  den  güten  ald  uss  den  dar  uff  wir  si  des 
bewisstin  in  dehain  weg  anders  niemmer  verendrin  umb  kainrlai 
sach  weder  versetzen  noch  verkouffen  denn  aillain  durch  der  vor 
genanto  selo  und  liebe  hails  und  glüks  willen  und  zu  den  jarziten, 
die  si  und  ir  nachkomenden  da  mitt  eweklich  son  begän  ze  chor 
ze  kappitel  ze  tisch  ieglichs  jars  järlich  as  si  gwonlich  jarzita  be- 
gand  die  in  ir  kloster  gesetzt  sint.  Und  me:  w^enn  die  jarzita  all 
dri  ze  begand  werdent,  so  sont  si  und  ir  nachkomenden  zu  dem 
as  vor  ist  geschriben  an  der  drier  jarziten  ainr  die  in  aller  füglichestj 
ist  ald  ob  in  die  all  dri  von  redlicher  sach  unfüglich  warin  nach 
ir  ainr  in  acht  tagen  den  nächsten  an  aim  tag  järlichs  ieglichs  jars  I 
ain  sei  mess  hän  umb  der  vor  genanto  selo  und  aller  glöbigo  selo 
hail  und  sont  dem  priester  der  die  mess  tütt  drissig  Haller  gen 
durch  dero  selo  hails  willen.  Und  ob  si  ald  ir  nachkomenden  die 
jarziten  as  vor  geschriben  ist  nitt  begiengin  und  das  übersässin  zwai 
jar  nach  an  ander  da  vor  gott  si,  so  sölt  das  gelt  alles  gantzlich 
eweklich  vervallen  sin  und  sölt  vallen  an  das  gotzhuss  gen  Sal- 
manswiler,  und  da  sölt  man  die  jarzita  begän  in  aller  wise  as  vor 
ist  geschriben  an  disem  brieff  die  jarzita  ze  begand.  Siegler:  wirl 
Johans  von  Hornstain  ritter,  Elizabeth  vom  Stain,  Hans  ir  baider  sun| 
und  Elizabeth  vom  Rain  ir  baider  tochter,  und  durch  besser  sicher- 
hait  die  vesten  unser  sundern  her  Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningei 
gesessen,  her  Brunn  von  Hertenstain  ze  Tougendorff  gesessen  un( 
her  Ludwig  von  Hornstain  ze  Nüfron  ritter  gesessen  (S  anhäng  mg). 

Der  [ brieff ]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristin 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  nun  jar  an  saht 
Ulrichs  tag. 

Alle  S  fehlen. 


713.  1369.  21.  Juli.  Bestimmung  über  die  Verwendung 

der  Gl  Ulten  zu  Altheim.1) 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  ze  den  ziten  äbbtissei 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin\ 
daz  Unser  klosterfrow  Kathrin  von  Hornstain  daz  gelt  ze  Althaii 
daz  Uns  ir  vatter  hern  Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessei 


1369. 


471 


luterlich  durch  gott  ergeben  haut —  sechtzehen  Schilling  Haller  ain  halb 
viertal  aiger  ain  vasnaht  hün  und  ain  herbst  hün  uss  des  Sprengers 
huse  und  gesass  ze  Althain,  und  uss  Appen  kind  im  böngarten  huse 
und  gesass  zwölff  Schilling  Haller  ain  halb  viertal  aiger  und  ain 
5  herbst  hün  —  sol  messen  und  hän  mitt  ünserm  urlob  gunst  und 
gutem  willen  an  all  ünserer  und  ünser  nachkomenden  irrung  ald 
hindernust  all  die  wil  sü  ist.  Wenn  aber  sü  enist  und  von  tode 
abgaut  das  gott  lang  wend,  so  ist  denn  daz  gelt  und  gut  ledig  und 
los  üns  und  ünserm  gotzhuss  an  ünserr  samnung  tisch  zü  ir  anun 
0  frow  Annun  saligun  der  Kaibinun  jarzit  der  jarzitt  wir  und  ünser 
nachkomenden  da  mitt  eweklich  sülin  begän.  Und  ensülin  daz  gelt 
und  güt  wir  noch  ünser  nachkomenden  in  dehain  weg  niemmer 
anders  verendern  weder  versetzen  noch  verkouffen  denn  allain  zü 
der  jarzitt  as  geschriben  ist.  Und  ob  wir  ald  ünser  nachkomenden 
5  daz  überfürin  und  daz  gelt  und  güt  verendertin  oder  die  jarzitt  aso 
da  mitt  nitt  begiengin  weles  jars  das  beschach,  so  sol  daz  selb  gelt 
von  den  güten  zwen  nütz  vervallen  sin  und  vallen  an  daz  gotzhuss 
ze  Salmanswiler ;  da  sol  man  denn  die  jarzit  mitt  dem  selben  gelt 
begän  as  dik  das  beschach  daz  wir  die  nitt  begiengin.  Siegler: 
0  wir  frow  Margret  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ivcirt  gegeben  in  dem  jctr  do  man  zalt  von  Gristus 

gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig  jar  und  nün  jar  an  sant 
Marien  Magdalenun  abent. 

5  ND:  Umb  XVI  Schilling  und  XII  s.  geltz  von  Althain  zu  der  Kaibinun 

jarzit  der  von  Hornstain. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  Die 
Pressein  sind  beschrieben:  1.  diss  briefs  für  üns  und  ünser  baid  erben  und 
tugin  [kunt  allermjänglich  ||  .  .  .  [ ainjmütlich.  2.  Ich  Cüntz  der  den  gebüttel 
0  von  Althain  und  ich  App  .  .  . 

b  Vergl.  Kr.  710. 

714.  1369.  20.  Dezember.  Kunz  und  Mechthild  Obren- 

stetten  zu  Andelfingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal 
eine  Wiese  mit  zwei  Mannsmahd  um  18  U  Haller. 

5  Ich  Cüntz  ObrenStetten  ze  Andelfingen  gesessen  und  ich  Mächt- 
hild  sin  elichü  hussfrow  verjehin ,  daz  wir  ünser  wise,  die  wir  umb 
Hansen  und  Wilhelmen  Fleken  koufftun  der  zwai  mans  mat  ist  diu 
im  pferrich  litt  und  des  von  Bürren  getailitt  ist  der  äbbtissen  und 
dem  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden 


472 


1369—1370. 


ains  rechten  und  redlichen  kouffs  habin  gegeben  ze  kouffend  und  I 
gebin  mitt  disem  brieff  für  recht  ledigs  aigen  umb  achtzehen  pfunt  1 
Haller  ( Quittung ,  Währschaft).  Und  ob  wir  ald  ünser  erben  das  1 
nitt  tatin,  so  hänt  si  und  ir  nachkomenden  gantz  und  güt  recht  1 
uns  und  ünser  erben  dar  umb  an  ze  griffend  wa  und  wem  oder  I 
wie  si  mügen  an  uns  oder  ainm  ünsern  an  gericht  oder  mitt  gericht  1 
wie  si  wend  as  vil  und  as  dik,  untz  wir  in  die  wise  vertigin  für  1 
ledigs  aigen  und  tünd  da  mitt  nitt  wider  dehaim  gericht  gesetzt  1 
frihait  oder  buntnüst  (Schadenersatz).  Siegler:  ünser  gnädiger  herre  1 
der  brobste  des  gotzhuss  ze  Marchtal,  wan  wir  aigner  insigel  nitt  ll 
habin.  Wir  Berchtold  brobst  des  gotzhuss  ze  Marchtal  yerjehin  1 
(S  anliängung) .  1 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  1 
gebürt  drützehenhundert  jar  sechtzig*  jar  und  nün  jar  an  sant  Thomas  i 
des  zwölffbotten  abent.  ll 

Ein  OvalS.  Ein  Heiliger  (Petrus)  steht  en  face  im  Feld.  U:  4  S\  K 
PREPOSITI  •  IN  •  MARHTELLO.  I 

715.  1370.  12.  März.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig-  1 

kreuztal  verkaufen  an  die  Jahrzeitpflegerin  ihres  Klosters  I 
ein  Gut  zu  Binzwangen  um  275  U  Haller.  jüSI 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  ze  den  ziten  äbbtissen  I 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin f  I 
daz  wir  ünser  güt  ze  Binswangen  gelegen,  das  herre  Hansen  säligen  I 
des  Gyren  libding  was  und  üns  von  im  ledig  wart  dar  uff  ze  disen  I 
ziten  disi  frumen  lüt  sitzend  und  es  buwend  as  hie  nach  an  disem  m 
brieff  beschaiden  ist  —  Buk  der  Hägtzger  hett  viertzehen  juchart  I 
ackers  in  allen  eschen,  ainn  böngarten  litt  vor  des  Raigels  huse  uff  I 
der  höhi  und  dritthalb  mans  mat  wiso,  von  den  git  man  zins  zehen  I 
Schilling  Haller;  Hans  Hippe  hett  fünff  juchart  ackers  in  allen  I 
eschen  huse  und  hoff  und  anderhalb  mans  mat  wiso,  von  den  git  91 
er  fünftzehen  Schilling  Haller;  der  Kantzeler  hett  zwaintzig  und  I 
süben  juchart  ackers  in  allen  eschen  huse  und  hoff  und  fünf  mans  I 
mat  wiso,  von  den  git  er  ain  pfunt  Haller  zins.  Emhart  hett  I 
achtzehen  juchart  ackers  in  allen  eschen  und  fünff  mans  mat  wiso,  I 
von  den  git  er  zins  ain  pfunt  und  acht  Schilling  Haller;  Cüntz  der  II 
Ratzenhover  hett  Grossholtz  acker  und  ain  juchart  vor  dem  haslach  I 
die  zemen  hörent  und  zwo  juchart  ob  der  kirchun  hörent  och  zü  I 
dem  selben  güt;  Haintz  der  Swartz  hett  ain  huse  und  ainn  garten,  I 
von  den  git  er  zins  vier  Schilling  Haller  und  ain  holtz  haisset  des  I 


1370. 


473 


Giren  holtz  litt  an  dem  Soppen  das  schätzt  man  uff  drissig  juchart  — 
diss  gut  alles  gar  und  gantzlich  an  acker  an  wise  an  wasen  an  zwi 
an  holtz  an  veld  an  wasser  an  wasserlaiti  an  huse  an  hof  an  hoff- 
raiti  mitt  allen  nützen  rechten  und  gwonhaiten  so  dar  zu  und  dar 
in  gehört  oder  gehören  sol  habin  wir  ünserr  jarzito  pflegerinn  in 
ünserer  jarzito  ampt  eweklich  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  ze 
kouffend  gegeben  und  gehin  mitt  dissem  brieff  umb  zwai  hundert 
pfund  sübentzg  pfund  und  fünff*  pfund  guter  Haller  (Quittung). 
Währschaft  aso,  daz  wir  noch  unser  nachkomenden  si  noch  ir  ünsrer 
jarzito  ampt  noch  die  jarzita  die  von  dem  gut  gesetzt  sint  ze  begand 
in  ünserm  kloster  an  dem  gut  und  an  allen  sinen  nützen  rechten 
und  gwonhaiten  und  an  allen  sinen  zü  gehörden  in  dehain  weg 
niemmer  sülin  irren  as  wir  gott  den  selun  und  dem  rechten  dar  umb 
wellin  antwrten.  Siegler:  wir  abbtissen  und  convent  des  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal. 

Der  [hrieff]  wart  gegeben  in  dem,  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebärt  drützehen  hundert  jar  und  sübentzig  jar  an  sant  Gregorien  tag* 

Die  zwei  3  sind  abgerissen. 

716,  1370.  21.  März.  Bestimmung,  welche  Jahrzeiten 

man  mit  den  Nutzen  aus  Giren  seligen  Gut  zu  Binz- 
wangen  begehen  soll.1) 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  ze  den  ziten  abbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin , 
das  unsers  klosters  frowa  swester  und  pfründner  die  hie  nach  ge- 
schriben  sint  an  disem  brieff  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gutem 
willen  von  ünserm  gut  ze  Binswangen  gelegen,  das  herre  Hansen 
säligen  des  Giren  libding  was  und  uns  von  im  ledig  wart  daz 
ünsrer  jarzito  pflegerin  umb  uns  koufft  und  vergolten  hänt  ir  ieg- 
lichü  sol  niessen  und  hän  so  vil  geltz  jarlich  so  vil  ir  verschriben 
ist  an  disem  brieff  all  die  wil  sü  ist  nach  der  beschaidenhait  as 
hie  nach  an  disem  brieff  beschaiden  ist.  Und  wenn  ir  ainü  ald 
me  abgänd  von  tode  das  gott  lang  wende ,  so  sülin  wir  und 
ünser  nachkomenden  mitt  dem  gelt  das  ir  ald  in  von  dem  gut 
ze  Binswangen  dienot  ir  ald  die  dar  zü  verschriben  sint  jarzit 
eweklich  begän  und  sülin  och  ietz  und  von  disem  tag  eweklich 
die  hie  nach  geschribenn  jarzit  die  ietz  gevallen  ze  begand  sint 
von  dem  gut  ze  Binswangen  mitt  so  vil  geltz  jarlich  ir  ieglich  begän 
so  vil  zü  ir  verschriben  ist  an  disem  [brieff]  und  sülin  die  begän 
mitt  aller  der  Ordnung  und  wise  as  wir  gesetzt  jarzit  in  ünserm 


474 


1370. 


kloster  gewonlich  begangin.  Des  ersten  sülin  wir  und  ünser  nacli- 
kom enden  Unserer  klosterfrown  Irmengart  saligun  Knoblochinun 
jarzit  begän  mitt  zwölff  Schilling  Haller  järlicks  geltz  von  dem  güte, 
imserer  klosterfrown  Annun  säligen  von  Griesingen  jarzit  mitt  zwölfft- 
halben  Schilling  Haller  järlichs  geltz,  herre  Otten  säligen  von  Stoffen¬ 
berg  jarzit  mitt  ailff  Schillingen  und  vier  Hallern  järlichs  geltz, 
herre  Cünrat  säligen  vom  Rain  mitt  vierdhalben  pfund  Haller  järlichs 
geltz  zu  sinr  jarzit  von  dem  vor  genanten  güt.  Ez  sont  och  von 
dem  selben  güt  die  hie  nach  geschribenn  gaistlichen  all  ünsers 
klosters  frowa  swester  und  pfründner  niessen  und  hän  das  hie  nach 
geschriben  gelt  as  hie  nach  an  disem  brieff  beschaiden  ist:  Elizabeth 
Manswirstin  und  Margret  von  Binswangen  sont  baid  die  wil  si  baid 
sint  und  du  ain  ainig  so  du  ander  enist  niessen  und  hän  zwai 
pfunt  güter  Haller  järlichs  geltz  all  die  wil  dii  ain  ist.  Und  wenn 
si  baid  ensint  und  von  töde  abgänd,  so  sülin  wir  mitt  dem  selben 
gelt  der  von  Schaff husen  säligen  und  Elzbetun  Mannwirstinun  jarzit 
begän.  Gerdrut  Diethöhin  und  Adelhaid  Rösin  sont  baid  die  wil 
si  baid  sint  und  dü  ain  ainig  so  dü  ander  enist  niessen  und  hän 
ain  pfunt  Haller  järlichs  geltz.  Und  wenn  si  baid  von  tode  abgänd, 
so  sülin  wir  da  mitt  Gerdrut  Diethöhinun  jarzit  begän.  Adelhaid 
Swertfürbin  sol  niessen  und  hän  ain  pfunt  Haller  järlichs  geltz  die 
wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  von  tode  abgät,  so  sülin  wir  ir  und 
Agnesun  jarzit  da  mitt  begän.  Adelhaid  Pfistrin  sol  niessen  und 
hän  ain  pfunt  Haller  järlichs  geltz  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü 
von  tode  abgät,  so  sülin  wir  ir  und  ir  vatter  und  müter  jarzit  da 
mitt  begän.  Irmengart  von  Rütlingen  sol  niessen  und  hän  ain  pfunt 
Haller  järlichs  geltz  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  von  tode  abgät, 
so  son  wir  ir  jarzit  da  mitt  begän.  Anna  von  Hödorff  sol  niessen | 
und  hän  fünftzehen  Schilling  Haller  järlichs  geltz  die  wil  sü  ist. 
Und  wenn  sü  von  tode  abgät,  so  son  wir  ir  vatters  jarzit  da  mitt 
begän.  Adelhaid  Enslinin  sol  hän  und  niessen  dritthalb  pfunt  | 
Haller  järlichs  geltz  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  von  tode  abgät, 
so  son  wir  Mächtliild  und  Kathrinun  Enslino  jarzit  da  mitt  begän. I 
Adelhaid  Schulthaissin  von  Veringen  sol  niessen  und  hän  ain  pfunt 
Haller  järlichs  geltz  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  von  tode  abgät, 
so  son  wir  ir  und  ir  mümun  Elzbetun  der  Pfistrinun  jarzit  da  mitt 
begän.  Anna  von  Baldegg  sol  niessen  und  hän  ailff  Schilling  und 
vier  Haller  järlichs  geltz  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  von  tode 
abgaut,  so  son  wir  ir  und  herre  Otten  säligen  von  Stoffenberg  jar¬ 
zit  da  mit  begän.  Swester  Adelhaid  von  Ineringen  sol  niessen  und| 


1870. 


475 


hän  ain  pfunt  Haller  järlichs  geltz  die  wil  sti  ist.  Und  wenn  sti 
von  tode  abgät,  so  son  wir  ir  und  dero  jarzit  von  den  es  hie  ist  da 
mit  begän.  Und  Hans  Wetzel  sol  messen  und  hän  zehen  Schilling 
Haller  järlichs  geltz  die  wil  er  ist.  Und  wenn  er  enist,  so  son  >vir 
5  sin  jarzit  da  mitt  begän  eweklich.  Siegler:  wir  frow  Margret 
abbtissen  und  der  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrtitztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 

gebürt  drtitzehenhundert  jar  und  stibentzg  jar  an  sant  Benedicten  tag. 

ND:  Von  den  jarziten  die  wir  begän  stilin  von  des  Giren  säligen  hoff  ze 
0  Binswangen. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

x)  Gfr.  vorhergehende  Urkunde. 

717.  1370.  4.  Juni.  Bestimmungen  über  Weiden  zu 

Andelfingen. 

5  Ich  Margret  von  Andelfingen  zu  den  ziten  äbtissenn  dez  closters 
ze  Hailigkrtitztal  und  wir  mit  ir  der  convent  gemainlicb  dez  selben 
closters  urkündin,  daz  wir  diz  nächgeschriben  waiden  uff  tinsrti 
gtit  da  ze  Andelfingen  dem  dorff  gelait  habin  in  der  wis  und  in 

der  mäss  so  hie  nach  geschriben  stät.  Daz  ist  also,  daa)  dez 

JO  Köffmans  brül  der  vorder  der  an  den  liertweg  stozzet  der  schach, 
daz  krägenriet  und  all  du  äcker  so  diu  geburschaft  ze  Andelfingen 
buwt  die  von  dem  closter  strekend  an  daz  oberholtz  an  dez  Paigers 
graben  und  an  daz  heggenzyl,  derselben  geburschaft  ze  Andelfingen 
uhtwaid  sin  sol  doch  mit  der  beschaidenhait  und  gedingd,  daz  wir 
J5  tinser  schleg  vih  und  tinser  sieches  vih  und  tinsrti  jungen  kelber 
dar  in  öch  wol  triben  und  schlahen  mtigen  und  öch  mit  sölicher 
|  gedingd,  wa  diu  selb  geburschaft  von  Andelfingen  ir  hert  vih  hin 
tribend  und  schlahend,  daz  wir  da  hin  unser  hert  vih  öch  wol 
triben  und  schlahen  mtigen.  Es  sol  öch  diu  geburschaft  ze  Andel- 
»0  fingen  mit  dem  enkelsbtihel  mit  der  langen  wis  und  mit  dem  rtich- 
holtz  ntitz  ze  ttind  noch  ze  schaffend  hän  in  enkain  weg  weder  sus 
noch  so.  Und  wir  diu  geburschaft  gemainlich  ze  Andelfingen  ver- 
jehin,  daz  wir  all  vor  geschriben  sach  von  der  waid  wegen  so  tins 
diu  äbtissenn  und  der  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigkrtitztal 
55  uff  irti  gut  ze  Andelfingen  gelait  häut  also  stät  und  wär  haben 
stillen  ungvärlich.  Siegler:  wir  diu  Margret  von  Andelfingen  äbtissenn 
und  der  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigkrtitztal,  und 
habin  öch  dar  zti  wir  diu  äbtissenn  und  der  convent  und  wir  diu 
geburschaft  von  Andelfingen  ze  baiden  siten  gebetten :  grauff  Eber- 


476 


1870. 


harten  von  Landow,  hern  Cünraten  von  Hornstain  ze  Grüningen 
gesessen,  hern  Ludwigen  von  Hornstain,  hern  Burkarten  von  Elrbach 
den  man  nempt  den  Langen  und  Hansen  von  Andelfingen  amman 
ze  Rüdlingen,  daz  sy  irü  aignü  insigel  gehenkt  hänt  an  disen  brief, 
wan  sy  aller  vor  geschriben  sach  tadinger  gewesen  sint.  Und  ver-  5 
jehin  öch  wir  diu  geburschaft  under  iren  insigeln  aller  vor  geschriben 
sach  also  war  ze  haltend,  wan  wir  aigner  insigel  nit  haben.  j 

Diz  beschach  und  ist  dirr  brief  geben  in  dem  jar  do  man  | 
zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  | 
sübentzigosten  jar  an  dem  zinstag  in  der  pfingstwochen.  10 

ND:  Von  der  waid  wegen  ze  Andelfingen.  \ 

Von  7  S  sind  noch  das  vierte,  fünfte  und  das  sechste  teilweise  erhalten. 

S  4  und  5  sind  Hornsteinische,  S  6  ist  das  des  Burkhard  von  Ellerbach  des  |l 
Langen,  cfr.  v.  Alberti ,  SBild  Nr.  565.  Die  Pressein  sind  beschrieben:  | 
2.  .  .  lieh  durch  got  und  durch  ...  3.  sy  das  ist  daz  gut  daz  ich  kofft  umh  la 

Albr[eht]  .  .  .  Barte  ....  4.  convent  ge[mainlich]  ....  abt  und  den  . . .  ||  ich  iendert  j 
über  .  .  brief  da  für  ob  .  .  .  ze.  5.  und  gutem  willen  Hansen  .  .  ain  für  mins  suns 
reht  und  redlich  und  alz.  6.  .  .  .  de[m]  Schenkel  ist  ain  juchart.  | 

a)  Lücke  durch  Rasur.  § 


718.  1370.  10.  Juni.  Klaus  Selman  von  Mengen  verkauft  21 
an  die  Heiligkreuztaler  Klosterfrauen  Margareta  und 
Elsbeth  Alwig  2  U  Haller  Gelds  um  40  <tt. 

Ich  Claus  Selman  burger  ze  Maengen  vergilt  umb  diu  zway 
phunt  Haller  geltz  diu  ich  han  uss  dem  akker  uf  der  hoh  gelegen 
den  man  nempt  der  von  Bartelstain  akker  nach  dez  brieffz  sag  den  2 
ich  umb  diu  selben  zway  pfunt  Haller  geltz  han,  daz  ich  diu  selben 
zway  pfunt  Haller  geltz  ze  kouffend  gib  und  gegeben  han  fro 
Margreten  Alwigen  und  fro  Eisbethen  Alwigen  closterfrowen  dez 
closters  ze  Hailigencrütztal  baiden  unverschaidenlich  umb  vierzig 
pfund  guter  und  genger  Haller  müns  ( Quittung ,  Auflassung).  3 
Siegler:  der  Aussteller.  ji 

Der  [brieff]  ist  geben  ze  Maengen  der  statt,  do  man  zalt  von  I 
Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sübentzgosten  I 
jar  an  dem  naehsten  maentag  vor  sant  Barnabas  tag  dez  hailigen  I 
zwelff  botten.  3l 

Ein  S.  Das  S  zeigt  eine  Hausmarke,  ähnlich  dem  Planetenzeichen  der  I 
Erde,  eine  auf  einen  Kreis  gestellte  4.  U:  f  S.  NICOLAI  •  DCI  •  SELMAN,  J 


1370. 


477 


719.  1370.  15.  Juni.  Ritter  Konrad  von  Hornstein  zu 

Grüningengibtzu  den  Jahrzeiten  seiner  Familie  seinen 
Hof  zu  Grüningen. 

Ich  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  vergich , 
5  daz  ich  wol  berautenlich  mitt  güter  vorbetrachtung  gesundes  libs 
und  mütes  luterlich  durch  gott  und  durch  minr,  minr  vordro  und 
nachkomendo  sei  hails  und  glüks  willen  und  sunderlich  zu  den 
nach  geschribnen  jarzita  da  mitt  ze  begänd  der  abbtissen  und  dem 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren 
0  nachkomenden  hän  gegeben  und  gib  mitt  disem  brietf  minn  hoff 
ze  Grüningen  dem  dorff  gelegen,  dar  uff  ze  disen  ziten  Strüb  sitzet 
und  in  buwet  mitt  allem  dem  das  dar  zu  und  dar  in  hört  das  der 
selbe  Strüb  ietz  ze  disen  ziten  von  mir  hett  und  buwet  für  recht 
aigen  dar  uss  vor  gaut:  zwai  pfunt  Haller  jarlichs  geltz  an  des 
5  Käppellers  mess  ze  Rüdlingem,  ain  pfunt  Haller  jarlichs  geltz  dem 
gotzhuss  gen  Zwiveltüm,  vier  pfunt  Haller  jarlichs  geltz  an  die 
jarzita  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  ain  pfunt  Haller  jarlichs 
geltz  Hainrichs  säligen  von  Büningen  sun  ze  Zwiveltun  zu  sim 
libe  und  nach  im  dem  selben  gotzhuss  ze  Zwiveltun  eweklich. 
0  Den  hoff  hän  ich  den  frown  von  Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden 
gegeben  für  recht  aigen  und  nach  dem  gelt  von  anderm  gelt  für 
ledig  (Auflassung).  Und  sont  die  frowa  von  Hailigcrütztal  und  ir 
nachkomenden  von  dem  nutz  und  dem  gelt  das  in  von  dem  hoff 
wirt  ald  werden  mag  nach  dem  ewigen  gelt  das  vor  dar  uss  gaut 
5  und  och  mitt  anderm  gelt  das  ich  in  vor  ze  Unlengen  und  ze  Grü¬ 
ningen  gegeben  hän  järlich  min  jarzit  as  die  gott  fügt  minr  huss- 
frown  Annun  saligen  von  Hornstain  Cünratz  säligen  mins  suns  und 
Katherinun  minr  tochter  ze  Hailigcrütztal  jarzita  eweklich  begän  as 
si  gwonlich  jarzita  begänd  die  in  ir  kloster  gesetzt  sint  ze  begänd. 
3  Und  sont  weder  si  noch  ir  nachkomenden  den  hoff  weder  versetzen 
j  noch  verkouffen  noch  in  dehain  weg  nimmer  anders  verendern  umb 
!  kainrlai  sach.  Und  ob  si  ald  ir  nachkomenden  das  überfürin  ald 
die  jarzitta  nitt  begiengin  as  vor  geschriben  ist,  so  sölt  der  nutz  der 
in  nach  dem  ewigen  gelt  das  vor  dar  uss  gaut  von  dem  hoff  viel 
3  vervallen  sin  des  jars  und  sölt  vallen  an  das  gotzhuss  ze  Salmans- 
wiler  as  dik  diss  beschäch.  Zeremoniell,  und  sunderlich  mitt  gunst 
und  gütem  willen  Hansen  min[s]  suns.  Siegler:  ich  Cünrat  von 
Hornstain  ritter,  und  zu  besserr  sicherhait  Brunn  von  Hertenstain, 
her  Ludwig  von  Hornstain,  her  Mantz  von  Hornstain  und  Hans  von 
)  Hornstain  ze  Göffingen  gesessen.  Ich  Hans  von  Hornstain  des 


478 


1370. 


ob  genanten  hern  Cünratz  sun  vergich  (Einverständnis)  und  da  wider  8 
niemmer  getün  wil  sol  noch  enmag.  Und  des  ze  ürkünd  hän  ich  1 
gehenkt  min  insigel  an  disem  brieff.  Wir  Brun  von  Hertenstain,  1 
Ludwig  von  Hornstain,  Mantz  von  Hornstain  ritter  und  Hans  von  1 
Hornstain  ze  Göffingen  gesessen  verjehin  ( S  anhängung ) .  | 

Dirr  brieff  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  | 
gebürt  drützehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  an  sant  Titz  tag.  | 

Von  6  S  sind  3,  4,  5  noch  erhalten.  S  5  hat  die  U:  f  S’.  IOH  •  D  •  I 
HÖRNST  •  RESIDENT  •  IN  *  GffiFFING7-  8 

720.  1370.  4.  Juli.  Festsetzung  über  die  Nutzen  desllj 

der  Heiligkreuztaler  Klosterfrau  Katharina  von  Horn-  I 
stein  nach  ihres  Vaters  Kon r ad  Tode  überlassenen  1 
Hofes  der  zu  Heiligkreuztal  gehört.  | 

Wir  frow  Margareta  von  Andelüngen  ze  den  ziten  äbbtissen  1 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin \  ■  ] 
daz  ünser  klosterfrow  Kathrin  von  Hornstain  nach  herr  Cunrat  von  1 
Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  ir  vatters  tode  denn  gott  lang  I 
wende  mitt  ünserm  gunst  urlob  und  güten  willen  sol  niessen  und  I 
hän  all  die  wil  sü  ist  ünsern  hoff  ze  Grüningen  dem  dorff  gelegen  I 
dar  uff  Strub  ze  disen  ziten  sitzt  und  in  buwet,  dar  uss  gant  zwai  1 
pfunt  Haller  järlichs  geltz  an  des  Käppellers  mess  ze  Rüdlingen,  I 
ain  pfunt  Haller  järlichs  geltz  an  das  gotzhuss  gen  Zwiveltün,  vier  I 
pfunt  Haller  järlichs  geltz  an  unser  jarzita  und  ain  pfunt  Haller  I 
järlichs  geltz  an  Hainrichs  säligen  von  Büningen  sun  ze  Zwiveltüm  I 
zü  sim  libe  und  nach  im  dem  selben  gotzhuss  ze  Zwiveltün  ewek-  I  i 
lieh.  Nach  dem  gelt  das  vor  uss  dem  hoff  gaut  sol  sü  wenn  ir  I 
vatter  von  tode  abgieng  den  hoff  niessen  und  hän  all  die  wil  sü  I 
ist  und  sol  unserer  klosterfrown  Hätzun  von  Stainhülwe  uss  dem  I 
hoff  järlich  ain  pfunt  Haller  geltz  zü  ir  libe  die  wil  sü  ist  richten  ll 
und  gen  uff  sant  Martins  tag  ieglichs  jars.  Ob  öch  dü  Hätz  die  I 
Kathrinen  überlepti,  so  söltin  denn  ünserr  jarzit  pflegerinn  an  die  I 
[der]  hoff  viel  ir  daz  pfunt  Haller  geltz  järlich  richten  und  gen  die  I 
wil  sü  wär.  Und  nach  ir  ist  es  ledig  zü  den  nach  geschribnen  I 
jarziten.  Wan  wenn  dü  Kathrin  von  Hornstain  enist  und  von  tode  I 
abgaut  das  gott  lang  wende ,  so  ist  denn  der  hoff  üns  und  ünsren  I 
nachkomenden  ledig  und  los  in  ünserer  jarzito  ampt.  Und  sülin  I 
wir  und  ünser  nachkomenden  denn  eweklich  mitt  dem  nutz  und  I 
dem  gelt  das  üns  von  dem  selben  hoff  wirt  ald  werden  mag  nach! 
dem  ewigen  gelt  das  vor  dar  uss  gaut  und  och  mitt  anderm  gelt  I 


1370. 


479 


daz  wir  vor  habin  von  Cünrat  von  Hornstain,  ir  vatter  ze  Unlengen 
und  ze  Grüningen  des  selben  ir  vatters  jarzit  ir  müter  frow  Annun 
saligen  ir  brüders  Cünrat  saligen  und  ir  jarzita  begän  as  wir  gwon- 
lich  jarzita  begangin  die  in  ünserm  kloster  gesetzt  sint  ze  begand. 

5  Und  ensühn  weder  wir  noch  ünser  nachkomenden  den  hoff  weder 
versetzen  noch  verkouffen  noch  in  dehain  weg  anders  nimmer  ver- 
endern  umb  kainerlai  sach.  Und  ob  wir  ald  ünser  nachkomenden 
das  überfüren  ald  die  jarzita  nitt  begiengin  as  vor  geschriben  ist, 
so  sölt  der  nutz  der  üns  nach  dem  vor  geschribenn  das  vor  dar  uss- 

0  gautt  ewigem  jarlichen  gelt  von  dem  vor  genanten  viel,  vervallen 
sin  des  jars  und  sölt  vallen  an  das  gotzhuss  ze  Salmanswiler  as 
dik  diss  beschäch.  Siegler:  wir  frow  Margret  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 

6  gebürt  drützehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  an  sant  Ülrichs  tag. 

j  Das  Konventsiegel  von  Heiligkreuztal.  Auf  den  Pressein  steht:  1.  [k]unt 

attermänglich,  das  ich  wol  berautenlich  mitt  guter  Vorbetrachtung  gesundes  üb  es 
un[d]  . .  ||  [go]tt  und  durch  minr  minr  vordro  und  nachkomendo  sei  hails  und 
glüks  willen  und  ...  2.  Ich  Cünrat  von  .  .  .  n  gesessen  vergich  ojfenlicli  mitt  .  * 

0  und  ihn  Jsunt .  .  .  wol  berautenlich  mitt  güter  .... 


721.  1370.  31.  Oktober.  Wernz  der  Arzt  zu  Mengen 

verkauft  an  Kunz  Alwich  zu  Mengen  3  &  H  a  1 1  e  r  ewigen 

Gelds  um  56  U. 

Ich  Werntz  der  Arzat  burger  ze  Mengen  vergich ,  daz  ich  gib 
)  und  geben  hän  ze  köffend  mit  disem  brief  ains  rechten  und  och 
redlichen  köffes  Chüntzen  Alwichen  den  man  nempt  den  amman  von 
Büchowe  burger  ze  Mengen  und  sinen  erben  driu  pfunt  Haller  jar- 
lichs  und  öwigs  geltes  usser  allen  minen  wysen  gelegen  an  der 
!  Ostrachen  und  die  man  nempt  dez  Arzats  stök  und  och  nemmet 
)  die  verrun.  Und  sol  ich  oder  min  erben  oder  wer  denn  die  selben 
wysa  inne  hat  und  nüsset  ümmer  me  jarlichen  und  öwiklichen 
richten  und  bezaln  driu  pfunt  güter  Haller  uff  sant  Martis  tag  dem 
Chüntzen  Alwichen  oder  sinen  erben.  War  aber,  ob  ich  oder  min 
erben  oder  wer  denn  die  wysa  inne  hett  dem  Chüntzen  Alwichen 
3  oder  sinen  erben  diu  driu  pfunt  Haller  geltes  nit  bezaltin  jarklich 
uff  sant  Martis  tag  unverzogenlich,  so  hant  sy  gewalt  und  güt  recht 
weles  jars  daz  beschiht  driu  pfunt  güter  Haller  nach  dem  e  genanten 
zil  uff  schaden  ze  gewinn  ent  an  cristan  oder  an  juden.  Und  in 


480 


1370—1371. 


welen  schaden  Chüntz  Alwicli  oder  sin  erben  dez  kemin,  da  sol  ich 
Werntz  der  Arzat  oder  min  erben  oder  wer  denn  die  wysa  inne 
hat  inen  abtün  gentzlichen  an  allen  iren  schaden.  Siegler:  der 
amman  und  der  rät  ze  Mengen.  Ich  Werntz  der  Arzat  vergich  och 
me,  daz  dirr  köff  beschechen  ist  umb  fünfzig  pfunt  und  umb  sehs 
pfunt  alles  guter  Haller  ( Quittung ,  S  bekenntnis). 

Der  [brieff]  ist  geben  an  allerliailigo  abent  in  dem  jar ,  do 
man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem 
sübentzigostem  jar. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

722.  1370.  2.  November.  Konrad  der  Sohn  Wernzen 

des  Arztes  soll  dem  Kunz  Alwich  die  3  #  Haller  ewigen 

Gelds  *)  aufgeb en. 

Ich  Werntz  der  Arzat  burger  ze  Mengen  vergich  umb  diu  driu 
pfunt  Haller  geltes  so  ich  ze  kölfend  geben  hän  Chüntzen  Alwichen 
burger  ze  Mengen  und  sinen  erben  usser  minen  wysen  gelegen  an 
der  Ostrach,  daz  ich  oder  min  erben  schaffen  siillint  daz  si  Chünrat 
min  elicher  sun  dem  Chüntzen  Alwichen  und  sinen  erben  diu  driu 
pfunt  Haller  geltz  uff  geben  sol  wie  sich  dez  der  rät  ze  Mengen 
oder  der  merrtail  der  richter  erkennent  daz  er  oder  sin  erben  dez 
notdürftig  sient.  Währschaft  nach  der  stett  recht  ze  Mengen.  Und 
umb  all  vor  geschriben  sach  hän  ich  Chüntzen  Alwich  und  sinen 
erben  min  wysan  waz  ich  da  über  diu  driu  pfunt  Haller  hän  ze 
ainem  rechten  und  redlichen  pfand  ingesetzt.  Siegler:  der  amman 
und  der  rät  ze  Mengen. 

Der  [brief]  ist  geben  an  aller  selo  tag  dez  jares ,  do  mm 
zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem 
sübentzigosten  jar. 

Das  S  ist  abgefallen. 

*)  Vergl.  vorhergehende  Nummer. 

723.  1371.  12.  März.  Michael  Gerber  verkauft  an  Heilig¬ 
kreuztal  zwei  Gärten  zu  Altheim  um  9  U  Haller. 

Ich  Michel  Gärwer  vergich,  daz  ich  der  äbbtissen  und  dem 
convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren  nachkomenden 
ains  rechten  redlichen  kouffs  hän  gegeben  ze  kouffend  und  gib 
mitt  disem  brieff  ainn  garten  oberhalb  des  dorffs  ze  Althain  gen 
der  linden  gelegen  ainhalb  an  der  hailigo  garten  von  Althain  und 
anderhalb  an  Haintzen  des  Klingelers  von  Rüdlingen  garten,  und 


1371. 


481 


ainn  garten  in  dem  selben  dorff  ze  Althain  vor  dem  kirehhoff  ge¬ 
legen  ainhalb  an  Hansen  Vögellins  gassun  und  anderhalb  an  Rufen 
Hüllings  von  Rüdlingen  hus  und  garten.  Und  han  in  die  garten 
baid  gegeben  für  recht  aigen  und  ledig  umb  nun  pfunt  guter  Haller 
5  ( Quittung ,  Währschaft).  Siegler:  der  Aussteller  und  Cüntz  min 
brftder.  Ich  Cünrat  Garwer  yergich ,  daz  ich  wissentlich  zu  ainr 
züggnüst  aller  vor  geschribno  ding  und  zu  aim  ürkünd  mins  gunsts 
und  gütz  willen  diss  kouffs  den  stat  ze  hand  und  da  wider  nitt  ze 
tünd  min  aigen  insigel  hän  gehenkt  an  disen  brieff,  der  gegeben 
0  wart  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drützehenhundert  jar 
sübentzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Gregorien  tag. 

ND:  Zu  frow  Margarethen  von  Andelfingen  jarzit  —  Althain. 

Zwei  MundS.  Jedes  S  zeigt  drei  Gegenstände ,  einer  in  der  Mitte  ge¬ 
bundenen  Fruchtgarbe  ähnlich.  U  bei  1.:  S.  MICHAEL  •  D CI  •  GERWER. 
5  U  bei  2.:  S.  CVN  •  •  •  I  •  GERWER. 

724 .  1371.  19.  Mai. *)  Kr  au  ch  en  wies.  KonradvonBuwen- 
burggibt  Heinrich  und  Adelheid  Wurz  er  von  Mengen  die 
Medelnwiese  zu  Hun  der  sin  gen. 

Ich  ....  ze  den  ziten  ze  .  .  .  .  und  min  erben  und  tun 
0  .  .  .  .  [vo]rbetrahtung  gesundes  lib[es]  ....  [unbetjwunglich  lihe 
und  verlihen  ....  un[d]  ....  nach  iemmerme  tun  sülent  dem 
....  dem  ....  [Mjaengen  und  Adelhaiten  huit  ze  tag  frowen 
und  ....  [l]ib  erben  den  frowen  als  den  mannen  di[  ....  se  wise 
ze?]  Hundersingen  an  der  Ostrachen  gelegen,  der  zwaiger  mann 
5  math  ist  und  die  mann  nemmet  medeln  wise  und  stöszet  ainhalpp 
an  die  mülstatt  und  diu  öch  lehen  von  mir  ist  (Zeremoniell) .  Dirr 
vor  beschribner  dinge  aller  ze  urkunde  und  merr  sicherhait  gib  ich 
ob  gnanter  Chunrat  von  Buwenburg  ritter  für  mich  und  min  erben 
dem  ob  gnanten  Hainrichen  dem  Wurtzer  und  der  ob  gnanten  Adel- 
)  haiten  siner  elichen  husfrowen  und  allen  iren  liberben  den  frowen 
als  den  mannen  disen  brieff  besigelten  mit  minem  anhangenden  insigel. 

TJnd  der  ist  geben  ze  Kruchenwis,  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  driuzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  ainem  und  sübentzgosten 
jar  an  dem  naehsten  maentag  vor  sant  Urbans  tag. 

i  Ein  MundS  des  Konrad  von  Muivenburg. 

I  Aus  dem  Pergament  sind  Stücke  herausgerissen. 

•  l)  1371.  Lehenbrief  von  Conradt  von  Buivenburg,  darin  er  llainrich 
Württ.  Geschiclitsquellen  IX.  31 


482 


1371. 


Wurtza  und  seiner  Haussfrawen  zue  Mengen  II  Manssmadt  leisen  die  Medeln 
genant  under  Hundersingen  zu  Lehen  verleiht.  Anno  1371. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  82  v,  Nr.  60,  Titel:  Lehenrevers  und  Freybrieff. 


725,  1371.  7.  Juni.  Hartmann  und  Klaus  von  Enslingen, 
Hug  Smerli  von  Konstanz  und  Kunz  Kr umbach  von  5 
Überlingen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  einen  Baum¬ 
garten  und  eine  Wiese  zu  Riedlingen  um  82  Haller. 

Ich  Hartmann  von  Enslingen,  ich  Claus  von  Enslingen  ge- 
brüder,  ich  Hug  Smerli  burger  ze  Costentz  und  ich  Cüntz  Krumbach 
burger  ze  Überlingen  ürkundin,  daz  wir  ains  rehten  und  redlichen  io| 
köffs  ze  köffend  geben  habin  und  gebin  mit  disem  brief  der  äbtissenn 
und  dem  convent  dez  closters  ze  Hailikrütztal  und  iren  nächkomen 
ainen  bongarten  da  ze  Rüdlingen  gelegen,  ain  halb  an  Hansen  von 
Andelfingen  amman  ze  Rüdlingen  bongarten  und  anderhalb  an  Hansen 
Krummings  bongarten,  und  ain  wis  da  selbs  ze  Rüdlingen  in  dem 
ovenwisch  gelegen  der  ain  mannmat  ist  lit  ainhalb  an  Clausens 
Eredon  und  anderhalb  an  Ülrich  dem  amman  bürgern  ze  Rüdlingen 
für  reht  aigen,  denn  so  verr  daz  der  abbtissenn  und  dem  convent 
dez  closters  ze  Hailikrütztal  und  iren  nächkomen  vormals  dar  uss 
gänt  zwai  phunt  blosser  Haller  järlichs  und  ewigs  geltez  umb  zwai 
und  ahzig  phunt  guter  genger  und  gäber  Haller  ( Quittung,  Währ¬ 
schaft).  Wa  wir  oder  unser  erben  dez  nit  tätin,  so  hänt  sy  und 
ir  nächkomen  gwalt  und  güt  reht  üns  oder  ünser  erben  ze  manend 
ze  hus  ze  hoff  oder  under  ögen  mitt  botten  briefen  oder  selber. 
Und  süllin  denn  wir  oder  ünser  erben  inen  oder  iren  nächkomen 
näch  ir  manung  unverzogenlich  verpfenden  mit  erbern  güten  pfänden 
diu  man  mag  getriben  und  getragen  als  lang  vil  und  gnüg,  biz  inen 
allez  daz  wirt  ussgeriht  und  vollfürt  dar  umb  sy  denn  gemant  hänt 
än  allen  iren  schaden.  War  aber,  ob  wir  oder  ünser  erben  nit 
verpfenden  weltin  als  vor  geschriben  ist,  so  hänt  diu  äbtissenn  und 
der  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailikrütztal  ir  nächkomen 
und  all  ir  helfer  üns  und  ünser  erben  gwalt  und  güt  reht  anzegriffend 
ze  notend  und  ze  pfendend..  .  .  än  rach  und  än  zorn  wa  und  wie 
sy  mügend  und  inen  wol  fügt.  Und  sont  daz  tun  ob  sy  went  alz 
lang  vil  und  gnüg,  uncz  inen  allez  daz  wirt  vollfürt  dar  umb  sy 
denn  gemant  hänt  (Landfriedensklausel,  Schadenersatz).  Siegler: 
die  Aussteller,  (S  defekt). 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebärt 


1371. 


483 


driuzehen hundert  jar  sübentzig  jar  dar  nach  in  dem  ersten  jar  an 
dem  nähsten  samstag  nach  ünsers  herren  fronlicham  tag. 

Vier  BundS.  S  1  und  2  gehören  den  JEnslingen.  U  hei  1:  f  S\  HART- 
MÄI  •  D  •  ENSLIGlT-  RCOR  •  f  •  METVNBG  (Mettenberg  OA.  Biherach). 

5  S  2  ist  das  des  Nikolaus  von  Enslingen. 

S  3  zeigt  einen  nach  rechts  auf  gerichteten  Löwen.  U:  f  S\  HVGONIS  • 

DCI  •  --I. 

S  4  zeigt  einen  Topf  heim  mit  Babenkopf  und  Helmdecke.  U:  f  S’.  C  VON¬ 
RADI  -DIC . ACH. 

10  726 .  1371.  Kaufbrief  von  Diethelm  Gremblichen  zue 

P füllen dorff  umb  seinen  thail  der  wisen  under  Hunder singen  an  der 
Thonaw  die  Haggen  genant .  Anno  1371. 

BL  Heiligkreuztal,  Fol.  70v,  Nr.  18,  Titel:  Kaufbrieff  und  Übergaabbrieff. 

727.  1371.  23.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig- 

15  kreuztal  geben  ihren  Klosterfrauen  Irmengard  Färberin 
und  Adelheid  Kreppsin  zuLeibgeding  ihren  Teil  einer 
Wiese  zu  Hunder  singen. 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  zu  den  ziten  äbbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehw, 
20  daz  unser  klosterfrowa  Irmengart  Värwerin  und  Adelhaid  Kreppsin 
mitt  ünserrn  urlob  gunst  und  gutem  willen  baid  sont  messen  und 
hän  ünserrn  tail  der  wise  under  Hundersingen  dem  dorff  an  der 
Tünowe  gelegen,  die  man  nempt  den  Hauggen  die  wir  koufftun  umb 
Diethelm  Grämlichen  burger  ze  Pfullendorff  umb  sechtzig  und  zwai 
25  pfunt  Haller.  Den  tail  der  wise  sont  si  baid  messen  und  hän 
!  all  die  wil  si  baid  sint.  Und  wenn  du  ain  enist  und  von  tode 
abgaut,  so  sol  du  ander  ainig  den  selben  tail  der  selbun  wise  och 
messen  und  hän  gäntzlich  all  die  wil  sä  ist.  Und  wenn  su  baid 
ensint  und  von  tode  abgänt  das  gott  lang  wende,  so  ist  denn  der 
j}0  selb  tail  der  selbun  wise  ledig  und  los  uns  und  ünserrn  gotzhus  in 
J  unsrer  jarzito  ampt  zü  Irmengart  Värwerinun  vatters  Cünr.  säligen 
des  Värwers  und  ir  müter  Irmengart  säligun  jarziten  und  och  zü 
ir  jarzit  as  die  gott  fügt,  dero  aller  dri  jarzita  wir  und  unser  nach- 
komenden  järlich  ieglichs  jars  mitt  dem  selben  tail  der  wise  sülin 
55  begän  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzit  in  ünserrn  kloster  ze  chor  ze 
tisch  und  ze  kappitel  begangin.  Und  sülin  daz  nitt  übersitzen 
dehains  jars  und  ensülin  den  tail  der  wise  in  dehain  weg  nimmer 
anders  verendern  weder  versetzen  noch  verkouffen  as  wir  gott  dem 
rechten  und  den  selun  dar  umb  wellin  antwrten.  Siegler:  wir  frow 


484 


1371. 


Margarett  äbbtissenn  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Jo- 
hans  des  töffers  abent.  51 

Die  zivei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

728 .  1371.  23.  Juni.  Konr  ad  Fr  an  k  von  Mengen  ver¬ 
kauft  an  Heiligkreuztal  einen  Acker  zwischen  Hunder- 
singen  und  Beuren  um  7 x/2  U  Haller. 

Ich  Oünrat  Frank  burger  ze  Mengen  vergich,  daz  ich  der  io| 
abbtissen  und  dem  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal 
und  allen  iren  nachkomenden  minn  acker  an  dem  weg  von  Hunder- 
singen  gen  Bürren  gelegen  ainhalb  an  Wolfen  des  Bossen  acker 
und  anderhalb  an  Ulrichs  des  Hergesellen  acker  der  lehen  was  von 
mim  gnädigen  herren  Ulrich  dem  Hergesellen,  ains  rechten  und  red-  15 1 
liehen  kouffs  hän  gegeben  ze  koulfend  und  gib  mitt  disem  brieff 
für  recht  ledig  aigen  umb  achtendhalb  pfunt  güter  Haller  (Quittung). 
Und  hän  in  den  selben  acker  aigen  gemachet  und  für  aigen  ge- 
vertiget  von  mim  lehenherren  Ulrich  dem  Hergesellen.  Siegel: 
mins  lehens  herren  Ulrichs  des  Hergesellen  insigel.  Ich  Ulrich  der  2o| 
Hergesell  vergich,  daz  ich  den  acker  hän  aigen  gelän  und  gemachet 
aso  daz  ich  noch  min  erben  kain  recht  dar  zu  me  habin  noch  ensülin 
hän  ( S  anhängung ). 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  ain  jar  an  sant  2E 
Johans  des  tötfers  abent. 

ND:  Ainköfbrief  istLussisundhörtgenHundersingen.  Cfr. folgende  Urkunde. 

Ein  RundS  zeigt  den  Ochsenkopf  der  Her  gesellen.  Die  U  ist  grossenteils 
zerstossen. 


729.  1371.  28.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  geben  ihren  Pfründnern  Heinrich  Liissi  und 
All  Pröpstin  zwei  Acker  als  Leibgeding. 

Wir  frow  Margrett  von  Andelfingen  ze  den  ziten  äbbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin, 
daz  Hainrich  Lüssi  und  All  Bröbstenn  ünser  pfründner  den  acker  3c 
am  wasen  ze  Buwenburg  den  wir  umb  Bentzen  den  Swartzen 
koufftun  und  den  acker  an  dem  weg  von  Hundersingen  gen  Bürren 
den  wir  umb  Cünrat  den  Franken  koufftun,  mitt  ünserm  urlob 
gunst  und  gutem  willen  sont  messen  und  hän  si  baidü  die  wil  si 


1371. 


485 


baidü  sint.  Und  wenn  das  ain  abgaut  von  tode,  so  sol  das  ander 
|  ainig  die  selben  acker  och  messen  und  hän  die  wil  es  ist.  Wenn 
aber  si  baidü  ensint  und  von  tode  abgänt  das  gott  lang  wend,  so 
I  sont  denn  die  selben  acker  durch  iro  sei  hails  und  glüks  willen 
5  vallen  und  eweklich  dienun  unsrer  samnung  in  ünserer  jarzit  ampt 
I  aun  unser  und  unsrer  nacbkomendo  irrung  ald  hindernüst.  Siegler: 
wir  frow  Margrett  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
10  gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  ain  jar  an  sant 
Peters  und  Paulus  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Hdligkreuztal. 


730.  1371.  29.  November.  Hans  und  Anna  Müller,  Kunz 

Gerber  und  Hans  Kurz  verkaufen  an  Heiligkreuztal 
[5  ein  Haus  zu  Riedlingen  um  85  U  Haller. 

Ich  Hans  der  Müller  und  ich  Ann  sin  elicli  husfrow,  ich  Cuntz 
der  Gärwer  und  ich  Hans  der  Kurtz  allü  burger  ze  Rüdlingen  ur- 
hündin,  daz  wir  mit  verainten  sinnen  und  mftt  ains  rehten  redlichen 
und  ewigen  köffs  ze  koffind  geben  habin  und  gebin  mit  urkünd  diz 
>0  briefs  der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze 
Hailikrücztal  und  iren  nächkomen  ünser  hus  da  ze  Rüdlingen  in 
der  stat  gelegen  ainhalb  an  Walthers  des  Schmids  hus  und  ander- 
halb  an  der  Stekkinen  hus  da  für  daz  enkain  gelt  dar  uss  nit  gät 
denn  dry  und  drissig  Schilling  blosser  Haller  ewigs  geltz  umb  fünff 
!5  und  alizig  phunt  güter  und  gaber  italiger  Haller  (Quittung).  Währ¬ 
schaft  nach  der  stett  reht.  ze  Rüdlingen.  War  öch  ob  daz  hus  die 
wil  wir  Hans  der  Müller  und  Ann  sin  elich  husfrö  mit  hus  darin 
sien  von  ünserm  oder  von  ünsrer  ehalten  für  verbrünn,  dez  wir  ze 
got  nit  getrüwen,  daz  süllin  wir  allü  vierü  alz  wir  vor  benempt  sint 
>0  und  ünser  aller  erben  den  frowen  von  Hailikrütztal  und  iren  nach- 
komen  ussrihten  und  gelten  gäntzlich  an  allen  iren  schaden.  Zü 
bürgen  gesetzt  dis  erbern  man:a)  Hansen  Otten  Ytal  Otten  sun  und 
Haintzen  den  Höwdorffer  baid  burger  ze  Rüdlingen  und  baida)  un- 
verschaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait:  war  ob  wir 
»5  oder  ünser  erben  inen  oder  iren  nächkomen  all  vor  geschriben  und 
nach  geschriben  sach  und  ieglich  stuk  besunder  nit  ussrihtin  und 
vollfürtin  än  allen  iren  und  ir  nächkomen  schaden,  so  haut  sy  oder 
ir  nächkomen  gwalt  und  gut  reht  die  bürgen  ze  manend  ze  hus  ze 


486 


1871—1372. 


hoff  ald  under  ogen  mit  iren  hotten  briefen  oder  selber.  Und  die 
sont  inen  denn  nach  der  manung  unverzogenlich  verpfenden  mit  erbern 
güten  pfänden  nach  der  stett  reht  ze  Rüdlingen  alz  yil  und  gnüg  untz 
inen  all  vor  geschriben  und  nach  geschriben  saeh  und  ieglichs  besunder 
wirt  ussgeriht  und  vollfürt  gantzlich  an  allen  iren  schaden.  Ersatz¬ 
mann  nach  ir  manung  in  den  nahsten  vierzehen  tagen.  Tatin  wir 
oder  unser  erben  dez  nit,  so  sol  inen  der  übrig  beliben  bürg  nach  ir 
manung  unverzogenlich  verpfenden  in  allen  vor  geschriben  rehten, 
untz  ie  der  bürg  gevertgot  wirt  dez  denn  mangel  ist  alz  dik  das 
beschiht.  Ob  aber  die  bürgen  baid  abgiengin  und  wir  inen  nit 
anders  satztin  alz  vor  geschriben  ist,  so  hänt  s j  ir  nächkomen  und 
ir  helfer  gwalt  üns  allü  und  ünser  erben  unverschaidenlich  dar  umb 
an  ze  griffend  in  aller  wis  und  rehten  alz  hie  nach  von  den  un- 
verpfendenden  bürgen  geschriben  stät.  Wela  bürg  aber  nit  ver¬ 
pfenden  weit  alz  vor  geschriben  ist,  den  selben  brüchigen  bürgen  ir 
sig  ainer  oder  baid  hänt  denn  die  frown  von  Hailikrütztal  ir  näch¬ 
komen  und  all  ir  helfer  gwTalt  und  gut  reht  an  ze  griffend  ze  nötend 
und  ze  pfendent  ( Landfriedensklausel ,  Schadenersatz).  Siegler:  der 
amman  und  der  rät  der  stat  ze  Rüdlingen  (S  anhängung).  Wir  die 
bürgen  verjehin  (Bekenntnis) . 

Der  [brief]  ist  gehen  an  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  ge¬ 
bürt  driuzehenhundert  jar  sibentzig  jar  dar  näch  in  dem  ersten  jar 

o 

an  sant  Andres  äbent. 

ND:  Umb  das  hus  das  wir  koufftun  um  Hansen  den  Müller  ze  Küdlingen. 

Das  BundS  der  Stadt  Biedlingen. 

a)  Von  man  bis  baid  nachgetragen. 


731.  1372.  21.  Januar.  Aus  den  Erträgen  des  Baum¬ 

gartens  und  der  Wiese,  die  Hartmann  und  Klausen  von 
E  n  s  1  i  n  g  e  n  a  b  g  e  k  a  u  f  t  waren,  sollenJahr  Zeiten  gehalten 

werden. 

Wir  frow  Margareta  von  Andelfingen  ze  den  ziten  äbbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin , 
daz  wir  und  ünser  nachkomenden  die  hie  nach  geschribenn  jarzita 
süllin  järlich  ieglichs  jars  begän  mitt  so  vil  geltz  as  hie  nach  be- 
schaiden  an  disem  brieff  ist  von  dem  gelt,  das  üns  und  ünsren 
nachkomenden  järlich  gaut  uss  dem  bongarten  und  uss  der  wise 
die  wir  koufftun  umb  Hartmann  und  Clausen  von  Enslingen  dü 
baideu  gelegen  sint  bi  Rüdlingen,  der  böngart  ainhalb  an  Hansen 
von  Andelfingen  ammans  ze  Rüdlingen  böngarten  und  anderhalb 


1372. 


487 


an  Hansen  Krümmings  böngarten,  und  die  wise  im  ovenwisch  ge¬ 
legen  ainhalb  an  Clausen  Erendöns  wise  und  anderhalb  an  Ülrichs 
des  arnmans  wise.  Von  diss  böngarten  und  der  wise  zinsen  und 
gelten  sülin  wir  und  ünser  nachkomenden  jarlich  iegliclis  jars  be- 
5  gän  Hainricli  säligen  des  Hubers  jarzit  mitt  aim  pfunde  Haller  geltz, 
bischoff  Cünrat  saligen  von  Gurg  jarzit  mit  zehen  Schilling  Haller  geltz, 
)  frow  Hädwig  sälig  von  Bartelstain  jarzit  mitt  drin  pfunden  Haller 
jarlichs  geltz.  Und  zehen  Schilling  Haller  jarlichs  geltz  sulin  wir 
von  dem  selben  gelt  jarlichs  richten  und  gen  in  ünser  küstri  ainr 
10  küstrinun  dü  denn  ist.  Und  was  nach  disen  gelten  me  zins  und 
geltz  gieng  und  körnen  möht  von  den  böngarten  und  wise,  das  hört 
|  alles  zu  des  Gyren  gut  ze  Binswangen  das  wir  umb  den  koufften 
und  zu  den  jarziten  die  wir  von  dem  selben  gut  begangin  und 
begän  sülin.  Und  sülin  wir  und  ünser  nachkomenden  die  jarzita 
15  all  begän  jarlich  ieglichs  jars  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzita  in 
ünserm  kloster  begangin.  Und  ob  wir  ald  ünser  nachkomenden 
das  nitt  tatin  da  vor  gott  si,  so  sol  der  zins  von  der  jarzit  dü  nitt 
begangen  wrd  des  jars  vervallen  sin  sanct  Georien  und  den  hailigen 
der  kirchun  ze  Rüdlingen  welers  jars  das  beschäch  und  as  dik  diss 
20  beschäch.  Siegler:  wir  frow  Margret  äbbtissen  und  der  convent 
\  gemainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ivart  gegeben  in  dem  jor  do  man  zalt  von  Cristus 
\  gebürt  drützehenhundert  jar  und  sübentzig  jar  und  zwai  jar  an 
sant  Agnesen  tag. 

25  Es  ist  nur  noch  das  S  der  Abtissin  von  Heiligkreuztal  teiliueise  erhalten. 

732 .  1372.  24.  Februar.  Festsetzung  über  den  Zins¬ 

bezug  von  einer  dem  Kloster  Heiligkreuztal  gehörigen 
Wechsel  wiese,  die  Hans  Müller  von  Riedlin  gen  als 

Leibgeding  hat. 

80  i Ich  Hans  der  Müller  burger  ze  Rüdlingen  urJcünd  umb  die 
wis  da  by  Rüdlingen  in  dem  gestüdel  gelegen  an  Hansen  von 
Andelfingen  amman  ze  Rüdlingen  der  zwai  mannmat  ist,  und  die 
wis  by  dem  klank  gelegen  an  Cüntzen  dem  Müller  der  öch  zwai 
mannmat  ist  so  der  äbbtissenn  und  dez  conventz  dez  closters  ze 
35  Hailikrütztal  ze  ainer  situn  und  Cüntzen  dez  Walchs  und  Albrehtz 
Golggen  ze  der  andrun  reht  wehselwisan  sint  also  daz  die  frowan 
ie  ain  jar  die  ainen  wis  hänt  und  daz  ander  jar  die  andrun,  und 
Cüntz  Walch  und  Albreht  Golgg  öch  ie  ain  jar  die  ainen  Avis  hänt 
und  die  andren  dez  andern  jars.  Und  da  der  frowen  von  Haili- 


488 


1372. 


krütztal  wis  min  lipding  ist  zu  minem  lip  allain  und  nit  füro,  da 
vergich  ich  daz  ich  die  nütz  der  wis  nit  lenger  weder  versetzen 
noch  verköffen  mag  denn  die  wil  ich  leben.  Und  hän  öch  ich  vollen 
gwalt  und  reht  die  nütz  der  selben  wis  die  wil  ich  leb  und  alz 
lang  ich  leb  ze  versetzend  ze  verköffend  und  da  mit  ze  tünd  waz 
ich  wil  und  mag.  Und  wenn  ich  enbin  von  tods  wegen,  so  ist  diu 
wis  mit  allen  iren  nützen  und  rehten  den  frowen  Hailikrütztal  und 
iren  nächkomenden  ledig  und  löz  an  aller  miner  erben  und  aller- 
menglichs  irrung  und  ansprach.  Und  wer  die  nütz  uff  der  wis 
nymt  ez  sig  ich  oder  ander  lüt  den  ich  die  nütz  versatzti  oder  ver- 
köffti,  der  sol  den  frowen  von  Hailikrütztal  oder  iren  nächkomenden 
von  der  wis  järlich  die  wil  ich  leb  und  diu  wis  min  lipding  ist  ze 
zins  rillten  und  gen  vier  und  drissig  Schilling  blosser  und  guter 
Haller  iedez  jars  uff  sant  Michels  tag  unverzogenlich  und  an  ir 
schaden.  Weles  jars  den  frowen  der  zins  also  uff  sant  Michels 
tag  oder  da  vor  nit  geriht  wirt  alz  vor  geschriben  ist,  so  ist 
inen  und  iren  nächkomen  diu  wis  und  die  nütz  der  wis  ledig 
und  löz  aller  ding.  War  och  daz  ich  Hans  der  Müller  fürsto 
der  nutz  uss  der  wis  geviel  von  töd  abgieng  in  der  wil  e  daz  der 
zins  dere  frowen  von  Hailikrütztal  geriht  und  geben  wurd,  wer  denn 
den  selbtatigen  nütz  nimpt  der  sol  öch  den  zins  den  frowen  oder 
ieren  nächkomen  uff  daz  zil  rillten.  Und  wär  ob  diu  wis  den  frowen 
von  Hailikrütztal  oder  iren  nächkomen  zinsvellig  wurd,  wer  denn 
den  selben  nutz  genomen  hät  der  sol  öch  den  frowen  oder  iren 
nächkomen  den  zins  alz  vor  geschriben  ist  rihten.  Siegler:  der 
amman  und  der  rät  der  stat  ze  Rüdlingen  (S  anhängung) . 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  ge¬ 
bürt  driuzehenhundert  jar  sibentzig  jar  dar  näch  in  dem  andern  jar 
an  sant  Mathyas  äbent  dez  hailigen  zwölfbotten. 

Das  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

7SS.  1372.  25.  Februar.  Pfaff  Konrad  Schmid  vom  Stein 
verkauft  an  seinen  Sch westersohn  Pfaff  Heinrich  Ott 
sein  väterliches  Erbe,  ein  Viertel  der  von  seinem  Vater 
hinterlass enen  Gräte r,  um  40  Haller. 

Ich  pfaff  Cünrat  Schmyd  Cüntzen  Schmyds  vom  Stain  sun 
vergich ,  daz  ich  mit  gütem  willen  und  mit  wolbedächtem  sinn  und 
müt  ains  rechten  redlichen  stäten  ewigen  kofs  ze  koffent  ge¬ 
geben  hän  und  gib  ouch  mit  disem  brieff  miner  lieben  swester  sun 
pfaff  Hainrich  Otten  Ytel  Otten  sun  und  sinen  erben  minen  tail, 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1372. 


489 


daz  wirt  daz  vierdtail  aller  der  aygnen  gut  diu  min  vatter  Cüntz 
der  Schmyd  nach  synem  tod  lät  und  min  stüff  müter  diu  von  Süssen 
nach  irem  tod  lät  ez  si  ligentz  güt  oder  varentz  gut  wie  diu  gut 
denn  genant  sint,  daz  er  und  sin  erben  diu  selben  güt  für  baz 

>  ymmer  mer  und  ewiclichen  und  ouch  aygenlichen  und  gerüclichen 
inn  haben  hän  nützzen  nyessen  wenden  keren  besetzzen  und  ent- 
setzzen  süllent  und  mügent  nach  irem  willen  als  ander  ir  aigen  güt. 
Und  hän  mich  ietzo  an  den  selben  güten  allen  mit  iren  nützzen 
rechten  und  gewonhaiten  aller  miner  und  miner  erben  aygenschafft 

)  gewonhait  recht  vordrung  und  anspräch  gentzlichen  Verzügen 
und  vergich  uns  ouch  der  mit  disem  brieff,  also  daz  ich  noch 
min  erben  noch  nyemen  von  unsern  wegen  den  pfaff  Hainrich 
Otten  noch  sin  erben  noch  die  si  von  iren  wegen  inn  hänt  an  den 
güten  allen  diu  mir  von  minem  vätterlichen  erb  werden  und  zü 

>  minem  tail  geziehen  solten,  mit  allen  iren  nüczzen  rechten  und  ge¬ 
wonhaiten  nützit  irren  bekümbern  noch  bekrenken  süllen  noch 
mügen  noch  danäch  kain  anspräch  noch  kain  vordrung  mit  dehainem 
gericht  gaistlichem  noch  weltlichem  noch  än  gericht  noch  mit  dehainen 
andern  Sachen  nymmer  mer  und  ewiclichen  süllen  noch  mügen  ge- 

)  winnen  noch  hän.  War  aber  ob  ich  daz  nit  tät  davor  got  si  ald 
min  erben  daz  nit  täten,  so  süllen  ich  und  min  erben  und  all  unser 
helfer  an  allen  Stetten  und  an  allen  gerichten  gaistlichen  und  welt¬ 
lichen  alwegen  unrecht  hän  und  miner  swester  sun  pfaff  Hainrich 
Ott  und  sin  erben  und  all  ir  helfer  alwegen  recht  hän  an  allen 
i  stetten  und  an  allen  gerichten  gaistlichen  und  weltlichen.  Und  dar 
umb  hät  er  mir  geben  und  gewert  viertzig  pfund  güter  und  gäber 
yteliger  Haller  (Quittung).  Und  der  kof  ist  beschehen  und  zü  ge¬ 
gangen  mit  willen  und  güter  gunst  minez  lieben  vatter  Cüntzen 
Schmydes  vom  Stain  Bentzen  Schmyds  mins  brüder  baid  burger  ze 
)  Mundrichingen  miner  swester  Annen  und  Otten  irs  elichen  wirtz  miner 
swester  Betun  und  dez  Klinglers  irs  elichen  wirtz.  Siegel:  dez 
j  ammans  dez  rätz  und  der  burger  gemainliches  der  stat  ze  Mund¬ 
richingen  groszes  insigel,  dar  under  ich  pfaff  Cünrat  Schmyd  mich 
und  min  erben  verbind  mit  miner  trüwe  all  vor  geschriben  sach  an 

>  disem  brieff  wär  und  stät  ze  haltent  än  all  geverd  wan  ich  aygens 
insigels  nit  hän  (S  anhängung). 

Geben  an  sant  Mathys  tag,  da  wären  von  Cristz  gebürt  driu- 
zehenhundert  jar  und  dar  näch  in  dem  zwai  und  sybentzigostem  jar. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Munderkingcn. 


490 


1372. 


734.  1372.  21.  April.  Mengen.  Wolf  vom  Stein  und 

AgatheBanzirin  von  Mengen  verkaufen  derHeiligkreuz- 
taler  Klosterfrau  Elsbeth  Alwigin  und  Benz  dem  Vaser 

eine  Wiese  zu  Hundersingen  um  19  U  Haller. 

Ich  Wolff  vom  Stain  liern  Hainrichs  saeligen  sun  vom  Stain 
von  dem  Rehten  Stain  ze  den  ziten  burger  ze  Maengen  und  ich 
Acte  Banzirin  dez  Wolffen  vom  Stain  elichw  husfrowe  vergeliint, 
daz  wir  mit  vorbetrahtung  gesundes  libes  und  mütes  ze  kouffend 
gebint  ains  rehten  und  redlichen  kouffs  Eisbeten  Alwigen  ainer 
closterfrowen  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  und  Bentzen  dem  Väser 
phründner  dez  selben  closters  baiden  unverschaidenlich  unser  wise 
ze  Hundersingen  in  dem  banne  in  braitwidach  utf  der  Ostrach  ge¬ 
legen  und  an  die  stöszent  der  frowen  wisen  dez  closters  ze  Hailigen¬ 
crütztal,  für  ain  reht  ledigs  aigen  umb  niünzehen  phunt  guter  und 
.genger  Haller  müns  (Quittung).  Wenn  siü  von  todes  wegen  ab¬ 
gangen  sint,  so  sol  dü  wise  vallen  und  verfallen  sin  eweklich  an 
die  pictanzi  der  jarziten  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  an  irrung 
und  anspräch.  Wir  und  ünser  erben  sülint  och  der  Eisbethen 
Alwigen  und  dem  Bentzen  dem  Väser  baiden  unverschaidenlich 
dez  kouffs  umb  die  wise  reht  gwern  sin  nach  aigens  reht  und 
nach  landes  reht  und  öch  der  pictanzi  der  jarziten  dez  closters  und 
sülint  inen  si  öch  verstan  und  versprechen  nach  aigens  reht  und 
nach  landes  reht,  waer  ob  si  inen  in  den  ziten  anspraechig  wurde 
von  ünseren  wegen,  und  unanspraechig  machen  wenn  daz  an  üns 
gefordert  wirt  dar  nach  in  manotz  frist  dem  naehsten  ungevärlicli. 
Siegler:  die  Aussteller. 

Dirr  hrieff  ist  geben  ze  Maengen  der  statt,  do  man  zalt  von 
Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jär  und  sübentzg  jar  dar  nach  in 
dem  andern  jär  an  der  naehsten  mittwochen  vor  sant  Georien  tag. 

Zwei  Hund S.  Das  erste  zeigt  drei  gestürzte  Wolfsangeln.  U :  •  •  •  WOLF* 
DE  •  STAI  •  •  Das  zweite  zeigt  zwei  abgeioendete  Barten  auf  einem  Dreiberg. 
U:  f  S.  ACTE  *  BANZIRIN. 

735.  1372.  23.  Mai.  Heinz  der  Späh  von  Waldhausen 

verkauft  an  Kunz  Haulting  eine  Wiese  unter  Landau 

um  9  U  Haller. 

I  ch  Haintz  der  Späh  von  Walthusen  vergich,  claz  ich  min 
wise  der  ain  mansmat  ist  dü  gelegen  ist  ainhalb  an  der  owe  under 
Landowe  und  anderhalb  an  der  Herterinun  von  Ilailigcrütztal  wise 


1372. 


491 


und  stosst  an  das  gevell  du  leben  was  von  mim  gnädigen  herren 
graff  Eberhart  von  Landowe,  die  hän  ich  gegeben  ains  rechten  red¬ 
lichen  kouffs  ze  kouffend  für  ain  recht  ledig  aigen  Cüntzen  Haul- 
tingen  und  sinen  erben.  Und  ist  der  kouff  beschehen  umb  nün 
5  pfunt  guter  Haller  ( Quittung ,  Währschaft).  Siegel:  mins  gnädigen 
herren  graff  Eberhartz  von  Landow  insigel.  Ich  graft'  Eberhart  von 
Landow  vergich  mitt  ürkünd  diss  brieffs,  daz  ich  die  wise  dü  von 
mir  lehen  was  haun  geaigent  und  tun  und  län  si  aigen  mitt  disem 
brieff  dem  Cüntzen  Haultingen  von  Althain  und  sinen  erben  und 
[)  allen  den  an  die  sü  ümmer  kunt  von  erbe  oder  von  kouff  ( Auf¬ 
lassung ,  S  anhängung). 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  zwai  jar  an  sant 
Georien  tag. 

5  Das  BundS  des  Grafen  Eberhard  von  Landau. 


736 .  1372.  9.  Juni.  Mengen.  Ritter  Konrad  von  Buwen- 
burg  verleiht  Konrad  dem  Herzog  auf  dem  Talhof  Äcker 
zu  Hun  der  singen. 

I  ch  Chünrat  von  Buenburg  ritter  vergib,  daz  ich  mit  vor- 
0  betrahtung  gesundes  libes  und  mütes  Chünraten  dem  Herzogen  ze 
den  ziten  ze  dem  Talhof  seszliafft  die  gnade  hän  getan,  daz  ich 
im  und  allen  sinen  erben  frowen  als  mannen  verlih  und  verlihen 
hän  dise  näh  beschriben  akker  ze  Hundersingen  in  dem  zehenden 
und  banne  gelegen  und  die  von  mir  lehen  sint  mit  allen  rehten 
5  gwonhaiten  und  nützen  und  mit  allen  iren  zügehörden :  dez  ersten 
zwö  jucharten  akkers  an  dem  Lützelbach  gelegen  und  strekent  an 
die  sträsz  diu  gät  von  Hundersingen  gen  Bürron,  und  zwo  jucharten 
akkers  gelegen  bi  dem  wisflekken  gen  Hirspil  wert,  und  ain  juchart 
akkers  gelegen  uff  dem  hohen  rain,  und  ain  lant  gelegen  bi  dem 
io  wolffzböm  an  der  verren  staig  (Zeremoniell) .  Siegler:  ich  Chünrat 
von  Buenburg  ritter. 

Und  der  [brieff]  ist  geben  ze  Maengen  der  stat,  do  man  zalt 
von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  dar  nach 
in  dem  andern  jär  an  der  naehsten  mittwochen  vor  sant  Vitz  tag 
►5  der  ze  mittem  brächot  kumbt  dem  manot. 


Das  BundS  des  Konrad  von  Buivenburg. 


492 


1372. 


737.  1372.  12.  Oktober.  Gut  Hannenbitzin  zu  Mengen 
vermacht  vor  dem  Rat  zu  Mengen  dem  Kloster  Heilig- 

kreuztal  all  ihr  Hab  und  Gut. 

I  ch  Gut  Hannenbitzin  burgerin  ze  Mangen  wilent  Albrehtes 
saligen  Hannenbitzes  elichw  husfrow  Mnd,  das  ich  ainmüteklich  und  och  g 
mit  guter  vorbetrahtung  willeklich  frilich  und  unbezwungenlicli  wol- 
gesunt  und  besinte  libes  und  mütes  do  ich  wol  riten  und  gän  moht, 
ains  tages  do  dirre  brief  geben  wart  stund  ze  Mangen  in  der  stat 
offenlich  an  dem  geriht  vor  dem  amman  und  dem  rät  gemailich 
und  fügt  und  vermachet  da  in  aines  rehtes  und  redliches  gemachtes  io 
und  erbes  namen  nach  minem  tod  nach  reht  und  nach  gewonhait 
der  stat  ze  Mangen  und  och  mit  willen  und  mit  gunst  und  och  mit 
helf  mines  woghtes  Hansen  des  Ebingers  ze  den  ziten  stet  amman 
ze  Mangen  der  mir  wart  geben  von  dem  rät  ze  Mängen  durch  got 
und  durch  miner  sei  hail  willen  und  och  aller  miner  wordren  sei  15 
hail  willen  alles  mines  gut  ez  si  ligendes  oder  warendes  aigen  oder  j 
lehen  Idains  oder  gros  oder  wie  ez  genant  ist  daz  ich  ietz  hän  oder 
her  nach  gewin  der  äbtischinen  und  dem  convent  gemailich  und 
allen  ieren  nachkomenden  dez  closters  ze  Hailigcrüstal.  Und  wenn 
daz  ist  daz  ich  die  Gut  Hannenbitzen  nit  enbin  von  todes  wegen  2C 
daz  got  lang  wend,  daz  den  du  ab  tischin  und  der  convent  gemai¬ 
lich  dez  closters  ze  Hailigcrüstal  sont  bi  güten  trüwen  alles  mines 
gütes,  daz  ich  in  den  län  ez  si  ligendes  oder  warendes  klains  oder 
gros  oder  wie  ez  genant  ist  verköffen  und  wider  anlegen  an  ain 
ander  erber  güt  als  wer  ez  gelangen  mag.  Und  sol  den  daz  selb  2c 
güt  daz  also  koft  wirt  ewenklich  dienen  an  die  bitancz  dez  closters 
ze  Hailigcrüstal.  Siegel:  der  stet  ze  Mängen  gemain  insigel,  daz 
der  amman  und  der  rät  gemailich  der  stat  ze  Mängen  gehenkt  hänt  - 
an  disen  brief  (S  anhängung). 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drü-  3( 
zehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem  zwai  und  sybentzigostem 
jar  an  dem  nähsten  zinstag  vor  sant  Gallen  tag. 

Bas  S  fehlt .  j 

738.  1372.  15.  Oktober.  Mengen.  Ann  Brögin  von  Mengen 
übergibt  vor  dem  Gericht  zu  Mengen  ihrer  Tochter  Ann  31 
Klosterfrau  zu  Heiligk r euztal  ihren  Hof  zu  Völkofen. 

;  W  ir  der  amman  und  der  rät  gemailich  der  stat  ze  Mängen 
kündenf  das  aines  tages  do  dir  brief  geben  wart  für  uns  kam  an 


1372—1373. 


493 


offen  gerillt  da  wir  ze  geriht  sazzent  Ann  Brögin  unser  mitburgerin 
wilent  Cüntzen  saligen  Brögen  elichü  husfrow  und  bat  ir  da  ze 
erwarnd  mit  ierem  fürsprechen  mit  ainer  ofner  urtail,  wie  si  möht 
gen  daz  ez  kraft  und  mäht  het  ir  hof  gelegen  ze  Wölkowen  in  dem 
ban  mit  aller  zügehörd  ez  si  mit  holtz  oder  mit  weld  oder  wie  ez 
genant  si  Annen  Bröginen  ir  elidier  doliter  ainer  gewileter  kloster- 
frowen  ze  Hailigcrüstal.  Do  wart  ertailt  mit  gesamneter  urtail,  daz 
si  ir  in  wol  möht  gen  mit  ires  wogtes  liant  Cüntzen  des  Wilden 
burger  ze  Mangen  der  ir  was  geben  von  dem  rät  ze  Mangen  und 
daz  ez  den  kraft  und  mäht  het.  Do  stünt  do  dü  Ann  Brögin  vor 
geriht  mit  ierem  fürsprechen  und  gab  da  frilich  und  unbezwngenlich 
mit  ieres  wogtes  hant  Cüntzen  des  Wilden  Annen  der  Bröginen  ir 
dohter  den  hof  mit  aller  zügehörd  ez  si  mit  holtz  oder  mit  weld 
oder  wie  ez  genant  ist.  Dar  nach  bat  ir  Ann  Brögin  ze  erfarn  mit 
ierem  fürsprechen  mit  ainer  urtail  ob  man  ir  iht  dez  billich  ainen 
brief  geben  sölti.  Der  brief  wart  ir  och  ertailt  mit  gesamneter 
urtail  als  ez  relit  was.  Wir  der  amman  und  der  rät  ze  Mängen 
haben  unser  stet  gemain  insigel  gehenkt  an  disen  brief  als  och  mit 
gesamneter  urtail  ertailt  wart. 

Dir  brief  vmrt  geben  ze  Mängen,  do  man  zalt  von  Cristes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem  zwai  und  siben- 
tzigostem  jar  an  dem  nähsten  fritag  vor  sant  Gallen  tag. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

739.  1373.  5.  Januar.  Gr  et  Stadelmaier  in  von  Mengen 

empfängt  von  Heiligkreuztal  L e h e n g ü t e r  um  3 */a  & 

Haller  Zins. 

I  ch  Grett  Stadelmairin  burgerin  ze  Mängen  wilent  Haintzen 
saligen  Stadelmaigers  elichw  husfrow  vergich,  daz  ich  enphangen 
hän  zü  ainem  rechten  stäten  lehen  von  der  äbtischin  und  dem  convent 
gemainlich  dez  closters  za  Hailigcrüstal  die  stük  die  hie  nach  ge- 
schriben  stünt  ez  sigint  äker  oder  wisan  und  waz  dar  zü  gehört: 
dez  ersten  die  stuk  die  man  nempt  die  würwisan  und  die  stuk  die 
man  nempt  wedrantzrüti  die  da  gelegen  sint  enunthalb  der  kalten 
Altach.  Und  wenn  daz  ist  daz  ich  dü  Grett  Stadelmairin  nit  enbin 
von  todez  wegen  daz  got  lang  wend,  so  sont  den  dü  stuk  und  waz 
dar  zü  hört  ledig  und  los  sin  der  äbtischin  und  dem  convent  ge¬ 
mainlich  dez  closters  ze  Hailigcrüstal  än  miner  erben  und  och 
mängliches  ansprach.  Und  sol  och  ich  Grett  Stadelmairin  den  frowen 


494 


1373. 


und  iren  nachkomen  gen  von  den  stuken  und  waz  dar  zu  hört 
vierthalb  phunt  Haller  allez  guter  und  genger  Haller  müns  järlichez 
zinses  uff  sant  Martins  tag  an  allez  verziehen  gentzlich  an  allen 
ieren  schaden  und  ir  nachkomen  schaden.  Siegel:  dez  ammans  und 
des  rätes  der  stat  ze  Mangen  gemain  insigel  (S  anhänyuny). 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drü- 
zehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  dar  nach  in  dem  dritten  jar  an 
dem  zwelften  äbent  den  man  och  nempt  den  obresten  äbent. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


740.  1373.  1.  Februar.  Konrad  und  Hans  von  Hornstein 
zu  Grüningen  sind  damit  einverstanden,  dass  Katharina 
von  Hornstein  der  Hätze  von  Stein hiilben  1  U  jähr¬ 
lichen  Gelds  vermacht. 

I  ch  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grünigen  gesessen  und 
ich  Hans  sin  sun  verjehin  ainmütklicli  mit  an  ander  und  ieglicher 
besunder,  daz  wir  wolberätenlich  mit  guter  vorbetraktung  mit  an¬ 
ander  und  ieglicher  besunder  verhengt  habin  Kathrinun  min  Cünratz 
von  Hornstain  tohter  und  min  Hansen  von  Hornstain  swester  closter- 
frowen  ze  Hailigcrütztal,  daz  sü  mit  gunst  und  ünserm  güten  willen 
geben  und  gemackot  hat  Hatzen  von  Stainhulwi  closterfrowen  ze 
Hailigcrütztal  ain  phunt  Costentzer  ewigs  gelts  ain  halp  viertal  ayer 
ain  herpst  hun  und  ain  vasnaht  hun  alles  ewigs  und  jarlichs  gelts 
daz  man  jaerlich  gilt  und  git  uss  der  badstuben  ze  Küdlingen  ge¬ 
legen  bi  der  biugg  da  Hans  der  bader  ze  den  ziten  uff  sitzd  halbs 
ze  sant  Johans  tag  ze  sünwiden  daz  ander  halptail  zu  den  wihen- 
naehten.  Daz  gelt  alles  gentzlich  und  gar  sol  dü  Haetz  von  Stain- 
hülwi  closterfrow  ze  Hailigcrütztal  hän  und  messen  zü  ir  lib  und 
nit  füro.  Und  wenn  sü  enist  und  abgät  von  todes  wegen  daz  got 
lang  wend,  so  sol  daz  gelt  alles  gar  und  genczlich  ewklick  vallen 
und  jaerlich  gän  an  die  pitanci  ze  Hailigcrütztal  zü  lierr  Hainrichs 
saeligen  von  Enslingen  jarzit  wilund  keller  ze  Salmanswiler  dü 
man  allü  jär  jaerlich  sol  mit  dem  gelt  begän  uff  sant  Jacobs  äbent 
des  hailigen  zwölfbotten.  Und  wenn  dü  jarzit  nit  jaerlich  allü  jär 
begangen  wurd,  so  sol  des  järs  und  das  übersehen  wurd  daz  gelt 
alles  gentzlich  und  gar  vallen  und  vervallen  sin  sant  Blaesis  gotzhus 
ze  Grüningen.  Es  sol  och  ain  pitanzerin  dü  denn  ist  allü  jar  fünf 
Schilling  Haller  von  dem  ewigem  gelt  gen  ünserr  frowen  und  sant 


1373. 


495 


Johans  Baptist  ze  Hailigcrücztal  umb  wahs  wen  dü  Häcz  von 
Stainhülwi  enist  und  daz  gelt  von  ir  lib  ledig  wirt.  Siegler:  wir 
Cünrat  von  Hornstain  ritter  und  Hans  sin  sun. 

Der  [brief]  wart  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  dritten  und  sibenzigostem 
jar  an  ünserr  fröwen  äbent  ze  der  kerczwihi. 

Zwei  BundS  des  Konrad  und  Hans  von  Hornstein. 


741.  1373.  31.  März.  Wolf  vom  Stein  d  er  Z  äh  e  u  n  d  Agathe 
Banzerin  verkaufen  an  Heiligkreuztal  einen  Teil  einer 
Wiese  zu  Hund  er  singen  um  65  Haller. 

lieh  Wolf  vom  Stain  den  man  nernpt  den  Zähen  und  ich  Agt 
Bantzerin  sin  elichw  husfrow  Cunratz  säligen  Bantzers  elichw  dohter 
vergehint,  daz  wir  zu  ainem  rehten  und  redlichen  kötf  ze  köffent 
geben  hänt  und  och  gent  mit  urkimd  dises  briefes  für  ain  reht 
aigen  ünsern  tail  der  wise  die  man  nernpt  den  Haugen  die  gelegen 
ist  in  Hundersinger  ban  mit  aller  zti  gehört  der  äbtischin  und  dem 
convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigcrüstal  und  allen  iren  nah- 
komenden  umb  sehzig  phunt  Haller  und  fünf  phunt  Haller  alles 
güter  und  gener  Haller  müns  (Quittung,  Ansprache) .  Ze  rehten 
büregen  gesetzt:  Cüntzen  Alwichen  den  man  nernpt  den  Amman 
von  Buchow  und  Bentzen  Alwichen  baid  burger  ze  Mangen  mit 
sölicher  bedingde:  war  ob  wir  Wolf  vom  Stain  den  man  nernpt  den 
Zähen  und  ich  Agt  Bantzerin  sin  elichw  husfrow  und  ünser  erben 
nit  wer  wärint  dez  köfs  in  aller  der  wise  als  vor  geschriben  ist  der 
äbtischin  und  des  convent  gemainlich  ze  Hailigcrüstal  und  allen 
iren  nahkomenden  und  och  ob  si  sin  ze  kainem  schaden  käment, 
so  hänt  si  wollen  gewalt  und  reht  ünser  bürgen  an  ze  griffent,  untz 
daz  in  ieglich  stuk  und  artikel  dar  umb  sü  üns  hänt  an  ze  sprechent 
von  der  wise  wegen  wirt  usgeriht  an  allen  iren  schaden.  Ersatz¬ 
männer  in  den  nähsten  wiertzehen  tagen  nach  ir  manung  (Lösung). 
Siegler:  wir  Wolf  vom  Stain  den  man  nernpt  den  Zähen  und  ich 
Agt  Bantzerin  sin  elichw  husfrow  und  die  Bürgen  (S  bekenntnis). 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drü¬ 
zehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  dar  nach  in  dem  dritten  jar  an 
dem  nähsten  dunerstag  nach  mittewasten. 

Von  vier  S  ist  nur  noch  das  BundS  des  Wolf  vom  Stein  erhalten. 


496 


1373. 


742.  1373.  25.  Mai.  Elisabeth  Löcli ler in  Klosterfrau 

und  Benz  Vas  er  Pfründner  zu  Heiligkreuztal  zahlen 
372  #  jährlichen  Zinses  aus  einer  Klosterwiese;  Fest¬ 
setzung  über  die  Verwendung  dieses  Geldes. 

;  Wir  frow  Adelhait  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz\ 
unser  klosterfrow  Elizabeth  Löchlerin  und  unser  pfründner  Bentz 
der  Vaser  du  baidü  mitt  ünserm  urlob  gunst  und  güten  willen  sont 
niessen  und  hän  die  wise  die  wir  koufftun  umb  den  vom  Stain 
den  man  nempt  den  Zähen  du  Bantzirs  säligen  was  die  man  nempt 
den  Hauggen  gelegen  an  der  Stellung  die  ietz  Cüntz  Glöggli  von 
Andelfingen  von  üns  haut,  umb  vierdhalb  pfunt  Haller  järlichs  zins. 
Die  wise  sont  si  [niessen]  baidü  die  wil  si  baidü  sink  Und  wenn 
das  ain  abgaut  von  tode,  so  sol  das  ander  dennoch  ainig  si  gantz- 
lich  niessen  und  hän  all  die  wil  es  ist  mitt  ünserm  gunst  und  gutem 
willen.  Und  wenn  si  baidü  abgänt  von  tode,  so  sol  dü  selb  wise 
und  das  gelt  das  da  von  kunt  aun  unser  und  ünser  nachkomenden 
irrung  widerred  ald  hindrung  ledklich  vallen  in  diu  nach  geschribnü 
ampt  ünsers  klosters  in  der  wise  und  zu  den  nützen  als  hie  nach 
beschaiden  ist  an  disem  brieff.  In  ünsers  klosters  kustri  ampt  sol 
vallen  und  dar  in  dienen  zwai  pfunt  Haller  järlichs  geltz  zu  aim 
ewigen  lieht  daz  man  da  von  hän  sol  zu  andren  ünseren  liebten. 
In  ünsers  klosters  sängrinun  ampt  sol  dienun  und  dar  in  gan  ain 
pfunt  Haller  järlichs  geltz  von  der  selbun  wise  daz  ain  sängrin  dül 
denn  ist  ir  selb  und  den  die  bi  ir  sint  ze  höchziten  ir  mal  da  mittl 
gebessri.  Und  zu  baider  sant  Johansen  lieht  sont  vallen  und  dar 
zu  dienen  zehen  Schilling  Haller  järlichs  geltz  von  der  selbun  wisel 
das  man  in  an  ir  abent  und  höchziten  und  ander  zitt  dester  fürbasj 
liechti  und  lichtun  müg.  Und  ensulin  wir  noch  ünser  nachkomendei 
weder  si  noch  ir  Ordnung  und  gemächt  nitt  irren  noch  sumen  noch| 
in  dehain  weg  bekränken  weder  sus  noch  so.  Wir  frow  Adelhah 
von  Hornstain  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal  gebin  Elizabethun  Löclilerinun  Bentzen  dem  Vaser| 
und  ünserr  ampt  frown  disen  brieff  mit  ünsren  baiden  angelienkten 
insigeln  besigelten,  der  gegeben  wart  in  dem  jar  do  man  zalt 

von  Cristus  gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  drü  jar 
an  sant  Urbans  tag. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


1373. 


497 


7 43.  1373.  9.  Juli.  Ritter  Koni* ad  von  Buwenburg  ver¬ 

kauft  an  Heiligkreuztal  zwei  Wiesen  um  120  U  Haller. 

I  ch  Chünrat  von  Buenburg  ritter  vergib ,  daz  ich  mit  vor- 
betrabtung  gesundes  libes  und  mütes  ze  kouffent  gib  und  gegeben 
B  hän  ains  rebten  und  redlichen  kouffs  der  aepptissenn  und  den  Con¬ 
vent  frowen  gmainlich  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  und  allen  iren 
näbkomenden  an  die  pictantzi  dez  selben  closters  dise  näh  benempten 
wisen  in  dem  banne  ze  Hundersingen  gelegen  mit  allen  iren  rehten 
und  zügehörden  für  ain  relit  ledig  aigen :  dez  ersten  min  wise  in 
0  der  aemphingerinen  gelegen  der  vier  mann  math  ist  und  diu  Dietzen 
Gräm  lieh  s  waz,  und  min  wise  ze  Hundersingen  in  dem  underwasser 
gelegen  der  öch  vier  mann  math  ist  und  diu  wilont  Werntzen  Otten 
säligen  waz.  Und  hän  inen  die  selben  wisen  geben  umb  hundert 
pfund  Haller  und  umb  zwainzig  pfund  Haller  gftter  und  genger 
5  Haller  müns  (Quittung).  W  ahr Schaft,  wär  ob  si  inen  in  den  ziten 
irrig  stöszig  oder  anspraechig  würdint,  und  unanspraechig  machen 
nach  dem  rebten  nach  ir  vordrung  in  manotz  frist  dem  naehsten. 
Ze  bürgen  geben  :a)  Cüntzen  von  Rischach  hern  Egghartz  saeligen 
sun  von  Rischach  ze  Dietfurt  seszhafft,  Cüntzen  Alwig  der  amman 
0  von  Büchowe  gnant,  Cüntzen  den  Wilden  und  Cüntzen  den  Schmit 
von  Bützkoven  gnant  ze  den  ziten  burgermaister  ze  Mängen  alle 
drige  burger  ze  Maengen  mit  söllicher  bedingde  als  hie  nach  ge- 
geschriben  ist:  wär  ob  ich  oder  min  erben  den  gaistlichen  frowen 
oder  iren  nachkomenden  alle  vor  beschriben  und  näh  beschriben  Sachen 
5  und  stukk  ob  ez  ze  schulden  kaem  iht  vollefürtint  noch  usrihtint 
in  den  tagen  und  in  der  wise  als  hie  vor  und  hie  näch  geschriben 
ist,  so  hant  si  vollen  gwalt  und  güt  relit  die  ob  gnanten  mine  bürgen 
ze  manend  ze  hus  ze  hoff  oder  under  ögen  mit  botten  oder  mit 
briefen  oder  selber.  Und  die  sülent  denn  nach  der  manung  in  den 
!)  naehsten  aht  tagen  an  alles  verziehen  in  varn  ze  Maengen  oder  ze 
|  Schaer  in  weder  statt  ez  ieglichem  bürgen  denn  fügt  und  sülent  da 
laisten  ain  erber  gwonlich  giselschafft  ir  ieglicher  mit  aim  phaerit. 
Ersatzmann  näch  ir  vordrung  in  den  naehsten  vierzehen  tagen.  Wär 
öch,  ob  miner  bürgen  ainer  zwen  oder  me  ir  unzuht  taetint,  ob  ez 
>  ze  schulden  kaem  und  nit  laisten  wöltint,  so  hänt  die  gaistlichen 
frowen  oder  ir  nahkomenden  und  alle  ir  helffer  vollen  gwalt  und 
güt  reht  mich  Chünrat  von  Buenburg  ritter  oder  min  erben  ze  nötend 
und  an  ze  griffend  mit  phendend  und  ensol  mich  noch  min  erben 
noch  die  unlaistenden  mine  bürgen  vor  dem  angriff  dez  phendentz 
!  uiutz  schirmen  weder  friung  gebot  gesetzt  noch  buntnüst  der  herren 

Württ.  Gcschiclitsqucllen  IX.  32 


498 


1373. 


der  stett  noch  dez  landes  ( Schadenersatz ,  S defekt).  Siegler:  ich 
Chünrat  von  Buenburg  ritter  und  mit  miner  bürgen  anhangenden 
insigeln.  Wir  die  bürgen  vergehint  dirr  burgschafft  (S  bekenntnis). 

Dirr  brieff  ist  geben  ze  Maengen  der  statt,  do  man  zalt  von 
Gristes  gebürt  driuzehenhundert  jär  und  sübentzg  jär  dar  nach  in 
dem  dritten  jar  an  dem  naehsten  samstag  nach  sant  Ulrichs  tag 
dez  hailigen  bischoffs. 

Von  fünf  S  sind  die  drei  letzten ,  drei  Mund  S,  erhalten.  Das  dritte  zeigt 
einen  nach  rechts  gewendeten  stehenden  Vogel.  U:  f  S.  CVONRADI  •  AL  WICH. 
Das  vierte  zeigt  einen  rechten  Schrägbalken,  belegt  mit  drei  Lindenblättern. 
U:  f  S.  CVNRADI  •  WILD.  Das  fünfte  zeigt  Hammer  und  Zange  gekreuzt, 
ü:  f  S.  CVONRADI- DCI . D. 

a)  Die  Bürgen  sind  entweder  ganz  oder  doch  teilweise  nachgetragen. 


744.  1373.  Anfangs  August.  Hohentengen.  Wernzder 

Arzt  von  Mengen  verkauft  an  Kunz  Al  wich  3  Haller 
Gelds  aus  zwei  Wiesen. 

I  ch  Chünrat  der  Hagel  der  eher  ze  Diengen  seszhaft  und 
ze  den  ziten  vogt  ze  Schaer  dez  edeln  herren  graff  Hainrichs  von 
Montfort  vergilt  umb  die  driu  phunt  Haller  geltz,  so  Werntz  der 
Arzat  von  Maengen  ze  kouffent  geben  hat  Cüntzen  Alwig  den  man 
nempt  den  aminan  von  Büchowe  burger  ze  Maengen  uss  den  wisen 
die  man  nempt  die  srekk  und  die  werren  die  von  mir  lehen  sint, 
dciz  der  selb  kouff  mit  minem  güten  gunst  und  willen  geschehen 
ist.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brieff]  ist  geben  ze  Diengen,  do  man  zalt  von  Gristes  I 
gebürt  driuzehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  dar  nach  in  dem 
dritten  jar  ze  ingaendem  ögsten  den  manot. 

Das  S  ist  weggerissen. 


7dL5.  1373.  9.  August.  Aus  Gülten  zu  Langenenslingen, 

Binzwangen  und  Riedlingen  sollen  zu  Heiligkreuztal| 
Jahrzeiten  begangen  werden. 

|  W  ir  frow  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen| 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjeliin, 
daz  wir  und  ünser  nachkomenden  wenn  Jütz  und  Adelhaid  Enslim 
ensint  und  von  tode  abgänt,  von  disen  nach  geschriben  güten  un< 
gelten  die  hie  nach  geschribenn  jarzita  sülin  jarlich  ieglichs  järs 


]S73. 


499 


eweklicli  begän  in  ünserm  kloster  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzita 
bi  üns  begangin.  Und  sint  diss  dü  gut  und  gelt  dü  zu  den  jarziten 
gesetzt  sint:  der  hoff  ze  Enslingen  den  Liberman  ze  disen  ziten 
buwet,  der  gilt  järlich  fünff  malter  veso  zwai  maltern  habern  alles 
Sulger  mess  zwai  pfunt  und  vier  Schilling  Haller  ainn  schöffel  öls 
ain  halb  viertal  aiger  zwai  vasnaht  hünr  und  acht  herbst  hünr;  uss 
ünserr  jarzito  ampt  von  des  Giren  hoff  ze  Binswangen  dritthalb 
pfunt  guter  Haller  jarlichs  geltz  und  uss  dem  spital  ze  Rütlingen 
dritthalb  pfunt  guter  Haller  jarlichs  geltz.  Mit  disen  gelten  und 
güten  sülin  wir  und  unser  nachkomenden  eweklich  in  allem  reht 
as  vor  geschriben  ist  disi  jarzita  und  dis  jarzitlich  tag  eweklich 
begän:  Anshelmen  von  Bürren  jarzitt  Machthilt  sinr  elicher  hussfrown 
jarzit  Machthild  und  Kathrinun  iro  töchter  iinserr  klosterfrowo  jarzit 
und  Walthers  ir  suns  jarzit  und  och  Jützun  und  Adelhaid  Enslino 
imsrer  klosterfrowo  jarzit  as  die  gott  fügt  und  sillin  die  jarzit  all 
noch  dehain  niemmer  übersitzen  noch  under  wegen  län  umb  dehainrlai 
sach  klain  noch  gross.  Und  ensiilin  och  wir  noch  finser  nach¬ 
komenden  dii  gilt  und  gelt  uss  iinserr  jarzit  ampt  von  den  jarziten 
nitt  iimmer  genemen  noch  in  dehain  weg  anders  verendern  umb 
dehainrlai  sach  sus  noch  so,  as  wir  got  den  selun  und  dem  rechten 
dar  umb  wellin  antwrten  hie  und  dort.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  siibentzig  jar  und  drü  jar  an  sant 
Laurentius  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


746 .  1373.  13.  September.  Mengen.  Hans  Walger  von 

R i e d  1  i n g e n  verkauft  an  den  Frühmesser  K o n r a d  von 
Mengen  eine  Wiese  zu  Hunde r singen  um  50  &  Haller. 

Ich  Hans  Walger  bfirger  ze  Rütlingen  vergich ,  daz  ich  mit 
güter  vorbetrahtung  dem  erbern  priester  her  Cüräten  frümesser  ze 
Mangen  und  sinen  erben  reht  und  redlich  ze  ainem  rehten  köff  ze 
köffent  geben  hän  und  och  gib  mit  urkünd  disez  briefez  minen  tail 
der  wiz  mit  allen  rehten  und  zu  gehorden  die  man  nempt  den  hägen 
die  in  Hundersinger  ban  gelegen  ist  und  ich  ererbt  hän  von  minem 
schweher  Cünräten  saligen  Rallen  wilent  burger  ze  Mangen,  für 
ledig  und  für  unverkümbret  und  für  unansprechig  und  für  ain  recht 
aigen,  dar  umb  er  mir  gegeben  und  gewert  hat  fünfcz  phunt  Haller 
allez  güter  und  genger  Haller  müns  die  ich  in  minen  nutz  bewent 


500 


1373. 


hän.  Währschaft  nach  der  stat  recht  ze  Mangen  mit  der  beschaiden- 
hait:  waz  ierrung  oder  ansprach  im  dem  Cünraten  frümesser  ze 
Mangen  oder  sinen  erben  daran  geschah  oder  wider  für  von  gast¬ 
lichen  oder  von  weltlichen  lüten  oder  gerihten,  daz  süllen  ich  Hans 
Walger  und  min  erben  im  und  sinen  erben  usrihten  und  inen  daz 
versprechen  und  verstän  äne  ir  schaden  nach  relit  der  stat  ze 
Mangen  äne  alle  gewerde.  Siegel:  des  Ausstellers  und  och  mines 
lieben  brüders  Ital  Walgers  insigel.  Ich  Ital  Walger  burger  ze 
Rütlingen  vergich  (S  anhängung). 

Dirr  brief  wart  geben  ze  Mangen,  do  man  zalt  von  Gristes 
gebürt  drüzehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  dar  nach  in  dem  dritten 
jar  an  dez  hailigen  crützes  äbent  alz  ez  erhöht  wart. 

Von  zwei  S  ist  das  zweite ,  ein  JRundS,  erhalten.  Nach  rechts  geivendet 
steht  ein  Schwan.  U  undeutlich. 


747.  1373.  15.  Oktober.  Konrad  Stegli  Leutpriester 

zu  Saulgau  und  seine  Schwester  Katharina  geben  an 
Heiligkreuztal  ihren  Zehnten  in  Lange nenslingen  zu 

Jahrzeiten. 

I  ch  pfaff  Cünrat  Stegli  ze  den  ziten  liüpriester  ze  Sulgen 
und  ich  Kathrin  sin  swester  verjehin  baidü  gemainlich  und  ietweders 
besunder,  daz  wir  baidü  ainmütklich  mit  güter  vorbetrahtung  willenk- 
lich  und  gern  gesundü  libez  sinn  und  mütez  luterlich  durch  gottes 
und  der  hailigo  er  und  durch  ünserr  und  ünserr  vordro  selo  hails 
und  gelükes  willen  und  sunderlich  zü  der  nach  geschribno  selo  jartzit 
ze  hegend  der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  dez  gotzhus 
ze  Hailigkrütztal  und  iren  nächkomen  reht  und  redlich  ledklicli  imd 
ümmer  ewklich  geben  habin  und  gebin  mit  urkünd  diz  brieffs  ünsern 
zehenden  ze  Enslingen  dem  dorff  gelegen  mit  allen  sinen  rehten 
nützen  gwonhaiten  und  gemessen  so  iendert  überal  dar  zü  und  dar 
in  gehörend  ez  sig  von  reht  oder  von  gwonhait  wegen  wa  daz  allez 
gelegen  ist;  alz  wir  in  denn  inn  gehaben  herbräht  und  genossen  habin 
biz  her  uff  disen  hütigen  tag,  habin  wir  inen  und  iren  nächkomen 
ledklich  und  ümmer  ewklich  geben  für  ledig  für  löz  für  unverkümmert 
für  unansprachig  und  für  reht  aigen  und  aller  gelt  ledig  (Auflassung). 
Und  habin  öch  wir  daz  geben  daz  verzihen  und  all  vor  geschriben 
sach  getän  zü  den  ziten  do  wir  ez  wol  getün  mohten  an  den  stetten 
vor  den  lüten  mit  aller  wise  Worten  getäten  und  ordenung  so  dar 
zü  hört  und  notdürftig  waz  und  best  beschehen  molit  und  alz  allez 


1373. 


501 


denn  billicli  krafft  und  mäht  hat  hän  sol  und  mag  nach  gwonhait 
und  nach  reht.  Und  also  sont  diu  äbtissenn  und  der  convent  dez 
gotzhus  ze  Hailikrütztal  den  zehenden  mit  aller  zügehörd  ümmer 
ewklich  inn  haben  hän  und  messen  besetzen  und  entsetzen  in  der 
5  gedingd  und  wis  alz  hie  nach  geschriben  ist.  Dem  ist  alsus,  wenn 
wir  baidü  abgangen  und  erstorben  sien,  daz  denn  die  frowan  ze 
Hailigkrütztal  und  ir  nächkomen  dar  nach  ümmer  ewklich  mit 
dez  zehenden  nützen  ünser  herr  Cünratz  Steglins  Kathrin un  silier 
swester  und  aller  ünser  geswistergit  ünsers  yatter  Walther  Steglins 
0  und  Adelhait  ünser  müter  saligo  jartziten  jarlich  ieglichs  jars  begän 
sont  mit  dem  gotzdienst  alz  sy  gwonlich  jartzita  begänt.  Und  sont 
daz  tun  uff  sant  Michels  äbent  oder  in  aht  tagen  den  nähsten  vor 
oder  nach  sant  Michels  tag,  ob  inen  oder  iren  nächkomenden  der 
benempt  tag  ettwenn  ungvarlich  nit  fügklich  war.  Und  sont  sy  und 
5  ir  nächkomenden  an  dem  tag  so  sy  die  jartzita  begänt  ieglicher 
frowen  brüdern  und  pfründnern  ieglichem  gen  ain  brot  und  ain 
halb  mauss  wins  durch  der  ob  gnempten  selo  hails  willen.  Sy  noch 
ir  nächkomen  ensüllen  den  zehenden  niemmer  weder  versetzen  noch 
verköffen  noch  umb  enkainerlay  sach  in  enkain  weg  uss  ünsrer 
0  jartzito  ampt  von  den  jartziten  nit  verendern  weder  sus  noch  so. 
Und  wenn  sy  oder  ir  nächkomen  der  vor  genanten  stuk  ains  oder 
mer  Übergiengen  daz  sy  die  jartzita  alz  vor  geschriben  ist  nit  be- 
giengin  oder  den  zehenden  veränderen  wider  dem  alz  vor  geschriben 
ist  da  got  vor  sig,  so  sol  der  zehend  vervallen  sin  und  sol  vallen 
5  an  die  frowa  und  daz  gotzhus  ze  Hedingen.  Und  die  selben  frowa 
sont  denn  da  die  jartzita  begän  und  den  zehenden  messen  und  hän 
in  aller  wis  und  rehten  alz  vor  geschriben  ist  von  inen  ze  tünd  und 
öch  mit  der  selben  buntnüst:  ob  die  selben  frowan  ze  Hedingen 
daz  nit  tätin  und  der  vor  geschriben  stuk  ains  oder  mer  überfürin, 
3  daz  denn  der  selb  zehend  wider  an  die  frowan  und  daz  gotzhus  ze 
,  Hailigkrütztal  vall,  aber  in  der  errun  wis  und  pin  gen  inen  uff  und 
!  ab  baidenthalb  ümmer  ewklich.  Siegler:  ich  pfaff  Cünrat  Stegli  zu 
den  ziten  luipriester  ze  Sulgen  —  under  dem  selben  insigel  ich 
Kathrin  Steglinin  sin  swester  mich  für  mich  und  all  min  erben  ver- 
5  bind  allez  dez  so  hie  vor  von  mir  geschriben  stät  an  disem  brieff, 
wann  ich  aigens  insigels  nit  hän  —  und  ünser  gnädigen  herren  herr 
Burkart  Wüst  kircherr  ze  Nüfron  zu  den  ziten  tegan  in  Sulger 
cappitel  und  dez  cappitel  gemainlich  der  selben  techny  ze  Sulgen 
(S  bekenntnis) .  Und  ob  der  insigel  ains  oder  mer  brüchig  wurd 
)  oder  misskert  oder  ob  enkain  wort  sillab  oder  büchstab  überhebt 


502 


1373—1374. 


oder  misseschriben  war  oder  ob  diser  brieff  mit  andren  Sachen  ver- 
swecht  wurd  allez  ungvärlich,  daz  sol  allez  den  frowen  von  Hailig- 
krütztal  iren  nächkomen  noch  disem  brieff  enkain  scbad  sin  an 
allen  ob  geschriben  Sachen  stukken  bünden  pungten  und  artikeln. 

Diser  brieff  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt,  driuzehenlmndert  jar  sibentzig  jar  dar  nach  in  dem  dritten 
jar  an  sant  Gallen  äbent. 

Brei  OvalS.  Das  erste  zeigt  ein  Monogramm  AE,  darüber  kleines  v. 
U:  f  S.  CVNR  •  D  •  STEGLI  •  PSBRI  •  Das  zweite  zeigt  den  heiligen  Petrus,  in 
der  Bechten  einen  Schlüssel  haltend.  TJ:  f  S.  BVBK  •  DECANI  •  DECANAT’  -I  • 
SVLGVN.  Das  dritte  S  zeigt  Mariä  Verkündigung .  TJ:  -j-  S.  CAPITVLI  • 
DECANATYS  •  IN  •  SYLGVN. 


748.  1373.  5.  Dezember.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heil  igkreuztalgebenderHeiligkreuztaler  Klosterfrau 
Margareta  Alwigin  die  von  Kunz  0 brenstetten  gekaufte 

Wiese  im  Pferrich  als  Leibgeding. 

:  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  unser 
klosterfrow  Margarett  Alwigin  die  wise  imm  pferrich  die  wir  koufftun 
umb  Cüntzen  Obrenstetten  von  Andelfingen  mitt  ünserm  urlob  gunst 
und  gütem  willen  sol  messen  und  hän  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn 
sü  enist  und  von  tod  abgaut,  so  sol  dü  wise  vallen  in  ünserr  jar- 
zito  ampt  und  sol  zu  den  jarziten  durch  der  selo  hails  willen  ewek- 
lich  dienen  aun  unser  und  unser  nachkomendo  irrung  ald  widerred.  I 
Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen  und  der  convent 
gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristusl 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzg  jar  und  dm  jar  an  sant  Ni-| 
colaus  ab  ent. 

Die  zwei  S  sind  abgef allen. 

749.  1374.  25.  Mai.  Ritter  Konrad  von  Hornstein  zui 

G r ii n i n g e n  v e r k a u f t  an  Heiligkreuztal  Haus  und  G a r t e n| 

zu  Grüningen  um  16  fb  Haller. 

I  ch  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grüningen  gesessen  vergich, I 
daz  ich  der  äbbtissen  und  dem  convent  gmainlich  des  gotzhuss  zel 
Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  ains  rechten  redlichen  kouffsl 
hän  ggeben  ze  kouffend  und  gib  mitt  disem  brieff  das  liuse  und[ 
den  garten,  das  stosst  an  Cüntzen  des  Graven  garten  da  ze  disen 


1574. 


503 


ziten  du  Uhterin  [uff  sitzt]  da  mir  uss  ggangen  ist  untz  her  jarlich 
ain  pfunt  Haller  und  zwai  herbst  hünr.  Und  hän  ich  in  daz  huse 
und  den  garten  ggeben  für  reht  aigen  umb  sechtzehen  pfunt  Haller 
(Quittung,  Währschaft).  Und  ist  diss  alles  beschehen  mitt  Hansen 
5  mins  suns  gunst  und  gutem  willen.  Siegler:  ich  Cünrat  von  Horn- 
stain  ritter  und  ich  Hans  von  Hornstain  (S  bekenntnis). 

Der  [brieff]  wart  ggeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  vier  jar  an  saut 
Urbans  tag. 

10  ND:  Umm  ain  husz  und  garten  ze  Grieningen. 

Zwei  BundS  des  Konrad  und  des  Hans  von  Hornstein. 

7öO.  1374.  27.  Mai.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig- 
k r e u z t a  1  geben  ihrer  Klosterfrau  G  u  t  a  Ankenzölin 
Haus  und  Garten1)  als  Leib  ge  ding. 

15  ;  Wlir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 

!  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  ünser 
klosterfrow  Gut  Ankenzölin  das  huse  und  den  garten,  dü  wir 
koufftun  umb  lierre  Cünrat  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen 
da  zü  disen  ziten  dü  Uhterin  uff  sitzt  ze  Grüningen  und  da  von 
20  jarlich  gitt  ain  pfunt  Haller  und  zwai  herbst  hünr  mitt  ünserm 
urlob  gunst  und  gütem  willen  sol  messen  und  hän  all  die  wil  siu 
ist  an  all  ünserr  und  ünser  nachkomendo  irrung  und  widersprechen. 
Wenn  aber  sü  enist  und  von  tode  abgaut,  so  sol  das  selb  huse  und 
der  gart  und  das  gelt  das  da  von  gaut  ledig  sin  und  sol  vallen  an 
25  ünserr  jarzito  ampt  zü  ir  jarzit  as  die  gott  fügt  und  zü  ir  müter 
säligen  jarzit  Gütun  saligun  Ankenzölinun  an  saut  Servatius  tag 
der  jarzit  wir  und  ünser  nachkomenden  denn  mit  den  selben  güt 
und  gelt  eweklich  sülin  begän  as  wir  jarzita  gwonlich  begangin  in 
ünserm  kloster.  Und  ensülin  wir  noch  ünser  nachkomenden  dü 
ko  güt  und  gelt  in  dehainn  weg  anders  niemmer  verendern  sus  noch 
so  denn  in  ünserr  jarzito  ampt  zü  den  vor  geschribenn  jarziten  as 
wir  gott  und  den  selun  dar  umb  wellin  antwrten.  Siegler:  wir 
Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des 
gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

35  Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
[  gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  vier  jar  an  dem 
nähsten  samstag  nach  santt  Urbans  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 
b  Vergl.  die  vorhergehende  Nummer 


504 


1374. 


751.  1374.  8.  Juni.  Ritter  Konrad  von  Buwenburg  ver¬ 

kauft  an  Fr  ick  von  Magenbuch  all  seine  Leute  und 
•  Güter  um  800  #  Haller. 

Ich  Cünrat  von  Buwenburg  ritter  urkünd  und  vergich  off enlich 
mit  disem  brieff  für  mich  und  cdl  min  erben  und  tun  kunt  allen 
den  die  in  an  sehent  oder  hörent  lesen,  daz  ich  mit  guter  vorbetrahtung 
willenklich  und  gern  wol  gesunder  libes  sinn  und  mütez,  do  ich 
ez  wol  getün  moht  und  als  ez  allez  billich  krafft  und  mäht  hat  hän 
sol  und  mag  nach  gwonhait  und  nach  reht  reht  und  redlich  zü  ainem 
staten  ewigen  kölf  ze  köffend  geben  hän  und  gib  mit  urkünd  diz  i| 
brietfs  dem  fromen  vesten  Friken  von  Mägenbüch  ze  den  ziten  ze 
der  Schär  gesessen  und  sinen  erben  disü  rninü  lüt  und  güt  da  ze 
Hundersingen  dem  dorff  gelegen  so  hie  näch  geschriben  stänt:  ze 
dem  ersten  den  hoff  da  Haintz  Dietrich  uff  sitzt ;  den  hoff  da  Bentz 
Haim  uff  sitzt;  den  hoff  da  Ütz  Kümmerli  uff  sitzt;  den  hoff  da  l| 
Walther  Kümmerlis  tohterman  uff  sitzt;  den  hoff  den  Haintz  Schilling 
und  Bentz  der  Swartz  buwent;  den  hoff  den  Hermann  Ortolffbuwt; 
daz  güt  daz  Waltz  Trutun  sun  buwt  allü  da  ze  Hundersingen  ge¬ 
legen  ;  die  vischentz  uff  der  Tünow  und  uff  der  Ostrach  so  ietz  Rüf 
Hukli  vischot  und  die  ich  köfft  umb  Dietzen  Grämlichen;  und  mit  2| 
namen  allez  daz  ez  sig  aigen  lehen  lüt  oder  güt  aigenschafft  man¬ 
schafft  lehenschafft  oder  waz  reht  daz  sint  so  ich  uff  hüt  disen  tag 
hän  in  den  zwingen  und  bännen  da  ze  Hundersingen  dem  dorff 
gelegen,  diu  lüt  und  güt  ällü  mit  allen  iren  nützen  rehten  gwon- 
haiten  und  geniessen  so  iendert  überal  dar  zü  und  dar  in  gehörend 
ez  sig  an  ehaffti  an  gwaltsami  an  dorffreht  mit  zwingen  mit  bännen 
und  mit  namen  ällü  diu  lüt  und  güt  ällü  diu  reht  und  allez  daz 
ich  hän  da  ze  Hundersingen  mit  allen  andren  zügehörden,  ez  sig 
an  hüsern  an  hoffen  an  höffstetten  an  garten  an  bongarten  an  acker 
an  wisan  an  wasen  an  zwig  an  owen  an  waiden  an  witraiten  an 
vihtraten  an  wälden  an  holtz  an  veld  an  stok  an  stain  an  gerüten 
an  wasser  an  wasserlaiti  an  vischentzen  an  manschafft  an  aigenschafft 
an  lehenschafft  ob  erd  under  erd  fundez  und  unfundez  besüchtz  und 
unbesüchtz  wie  daz  genant  ist  oder  sig  benempt  oder  unbenempt 
ald  ich  denn  daz  allez  in  gehaben  herbräht  und  genossen  biz  her 
uff  disen  hütigen  tag,  hän  ich  für  mich  und  min  erben  im  und  sinen 
erben  ze  köffend  geben  und  gib  sy  inen  ze  köffend  mit  disem  brieff 
für  ledig  für  löz  für  unverkümmert  und  für  unansprächig  umb  aht- 
hundert  plmnt  güter  genger  und  gäber  italiger  Haller,  dero  ich  dar 
umb  von  im  gäntzlich  gewert  und  bezalt  bin  und  in  min  und  miner 


1374. 


505 


erben  offen  nütz  bewent  hän.  Und  also  sol  der  vor  benempt  Frik 
von  Magenbüch  und  sin  erben  diu  vor  geschriben  lüt  und  gut  ällü 
mit  allem  dem  so  dar  zu  und  dar  in  gehöret  nü  furo  ümmer  ewklich 
inn  haben  hän  und  messen  besetzen  und  entsetzen  an  min  miner 
5  erben  und  allerrn englieh s  von  unsren  wegen  irrung  summung  ansprach 
und  hindernüst  gaistlicher  und  weltlicher  lüt  und  geribt,  wan  ich 
mich  für  mich  und  min  erben  verzigen  hän  und  verzih  mich  mit 
ürkünd  diz  brieffs  gen  dem  e  genanten  Friken  von  Mägenbüch  und 
gen  sinen  erben  aller  der  reht  vordrung  und  ansprach  so  ich  oder 
0  enkain  min  erb  oder  ieman  von  unsren  wegen  zu  den  vor  geschribenn 
lüten  und  güten  allen  zü  ir  ainem  oder  mer  lützel  oder  vil  gar  oder 
an  enkainem  tail  nu  oder  hernäch  ie  gehaben  habin  ietz  ze  mal 
hettin  oder  noch  furo  ümmer  gewinnen  oder  gehän  möhtin  weder 
an  enkainen  stetten  noch  vor  enkainen  lüten  noch  gerihten  gaist- 
5  liehen  noch  weltlichen  noch  in  enkain  weg,  wan  ich  inen  diu  selben 
ob  geschribenn  lüt  und  güt  ällü  mit  aller  zügehörd  alz  vor  geschriben 
ist  und  ällü  minü  reht  ledklich  und  ümmer  ewklich  verköfft  Und 
von  mir  geben  hän  alz  vor  geschriben  ist.  Und  war,  ob  diu  vor 
geschriben  lüt  und  güt  ällü  mit  aller  zü  gehörd  alz  vor  geschriben 
0  ist  ir  ains  oder  mer  lützel  oder  vil  gar  oder  an  enkainem  tail  nu 
oder  her  näch  dem  vor  benempten  Friken  von  Mägenbüch  ze  den 
ziten  ze  der  Schär  gesessen  oder  sinen  erben  iendert  ansprächig 
irrig  oder  stözzig  wurd  von  wem  oder  wie  daz  dar  zü  körn  ez  wär 
von  gaistlichen  oder  von  weltlichen  lüten  oder  gerihten,  daz  sol  ich 
5  vor  benempter  Cünrat  von  Buwenburg  ritter  und  min  erben  im  und 
sinen  erben  uffrihten  vertgen  verstän  und  versprechen  rihtig  ledig 
löz  und  unansprächig  machen  an  allen  stetten  und  voT  allen  lüten 
und  gerihten  gaistlichen  und  weltlichen  aigen  näch  aigens  reht  lehen 
näch  lehens  reht  und  baidü  aigen  und  lehen  näch  landez  reht  und 
D  allez  näch  reht  alz  vil  und  dik  sy  dez  notdürfftig  sint,  aber  näch 
dem  rehten  än  allen  iren  schaden.  Ich  hän  öch  im  diu  vor  geschriben 
güt  alz  vil  der  lehen  ist  ze  rehtem  lehen  gevertgot  von  den  lehen- 
herren  dannan  denn  ir  ieglichs  lehen  ist.  Und  umb  all  vor  ge¬ 
schriben  und  näch  geschriben  sach  und  umb  ieglich  stuk  besunder 
5  so  hän  ich  vor  benempter  Cünrat  von  Buwenburgk  ritter  zü  mir 
und  minen  erben  dem  vor  benempten  Frikken  von  Mägenbüch  zü 
den  ziten  ze  der  Schär  gesessen  und  sinen  erben  ze  bürgen  geben 
und  gesetzt  diz  erbern  und  vesten  mann:  Cüntzen  von  Rischach  ze 
Dietfurt  gesessen,  Rüfen  von  Rischach  herr  Rudolff  sun  von  Rischach 
)  ze  Sträzzberg  gesessen,  Cüntzen  von  Hornstain  Hermans  säligen  sun 


506 


1574. 


von  Hornstain  ze  Hornstain  gesessen,  Ülrichen  den  Hergesellen, 
Peter  Ablin  vogt  da  ze  Sigmaringen  und  öcli  Cüntzen  den  Hagel 
vogt  ze  der  Schar  all  unverschaidenlich  mit  der  gedingd  und  be- 
schaidenhait :  war  ob  ich  e  genanter  Cünrat  von  Buwenburgk  zu 
mir  und  minen  erben  dem  vor  benempten  Friken  von  Magenbüch 
und  sinen  erben  all  vor  geschriben  und  nach  geschriben  sach 
und  ieglich  stuk  besunder  nit  ussrihtin  und  yollfürtin  in  aller 
der  wis  so  da  vor  und  hie  nach  geschriben  stät  gantzlich  an 
allen  sinen  und  siner  erben  schaden,  so  hat  er  oder  sin  erben 
gwalt  und  gut  reht  die  vor  benempten  bürgen  ze  manend  ze 
hus  ze  hoff  oder  under  ögen  mit  ir  botten  brieffen  oder  selber 
und  die  sont  denn  nach  der  manung  in  aht  tagen  den  nahsten  in 
varn  gen  Rü düngen  oder  gen  Mengen  in  der  zwaier  stett  ain  in 
weli  denn  der  bürg  wil  und  sont  da  laisten  reht  und  gwonlich 
gyselschafft  in  erberr  und  offer  wirt  gastgeben  liüser  ze  vailem  köff 
unbedingt  und  ungvärlich  ieglicher  mit  sin  selbs  lip  und  mit  ainem 
phärit  oder  aber  ainen  erbern  kneht  legen  an  sin  stat  in  die  gysel- 
schafft  in  den  selben  rehten  der  selber  nit  wil  oder  mag  laisten, 
und  sont  die  bürgen  noch  ir  yerweser  usser  der  laistung  nümmer 
körnen  noch  ledig  werden,  e  daz  dem  vor  benempten  Frikken  von 
Mägenbüch  uud  sinen  erben  all  vor  geschriben  und  nach  geschriben 
sach  und  ieglich  stuk  besunder  wirt  ussgeriht  und  vollfürt  und  voll- 
fürt  in  aller  der  wis  so  da  vor  und  hie  nach  geschriben  stät  gäntz-| 
lieh  än  allen  sinen  und  siner  erben  schaden.  Ez  sol  och  die  vor 
benempten  bürgen  noch  ir  Verweser  enkain  ander  laistung  nit  irren 
an  diser  giselschafft.  Grieng  och  der  vor  benempten  bürgen  ainer 
oder  mer  ab  von  töd  oder  wa  von  daz  war  oder  in  landez  nit 
wärin  die  got  all  lang  spar,  so  süllin  ich  oder  min  erben  im  oder 
sinen  erben  ie  ainen  andern  oder  ander  alz  güt  und  alz  schidlich 
bürgen  setzen  näch  ir  manung  in  den  nahsten  vierzehen  tagen. 
Oder  aber  der  vor  benempten  übrigen  belibenn  bürgen  zwen  oder 
ob  sy  went  dry  weli  sy  dar  umb  ermanend  sont  näch  ir  manung 
unverzogenlich  in  varn  laisten  in  den  vor  geschriben  rehten,  hiz  ie[ 
der  bürg  gevertgot  wirt  dez  denn  mangel  ist  alz  dick  daz  beschiht. 
Weier  e  gnempter  bürg  nit  laisten  weit  alz  vor  geschriben  ist,  den| 
selben  brüchigen  bürgen  alz  vil  der  ist,  hät  denn  der  vor  benempt 
Frik  von  Mägenbüch  ze  den  ziten  ze  der  Schär  gesessen  sin  erbenl 
und  all  ir  helfer  gwalt  und  güt  reht  anzegriffend  ze  nötend  und  ze| 
pfendent  an  allen  iren  lüten  und  güten  in  stetten  uff  bürgen  ii 
dörffern  und  uff  dem  land  mit  gerillt  oder  än,  än  clag  än  räch  än| 


1374—1375. 


507 


zorn  wa  und  wie  s y  went  künnent  oder  mügent  alz  lang  vil  und 
gnüg,  untz  inen  allez  daz  wirt  vollfürt  dar  umb  denn  die  vor  be- 
nempten  bürgen  ermant  sint.  Und  tünd  da  mit  sy  noch  ir  helfer 
nit  wider  enkain  lantfrid  frighait  lantreht  stettrelit  privileg  gebot 
5  buntnüst  noch  gesetzt,  sy  sien  von  herren  von  stetten  oder  vom 
land  wider  enkain  lüt  noh  gerillt  gaistlich  noch  weltlich  noch  wider 
nieman  in  enkain  weg.  Und  in  welen  schaden  sy  oder  ir  helfer 
dez  körnend,  da  sol  ich  Cünrat  von  Buwenburgk  min  erben  und 
die  unlaistenden  bürgen  inen  von  helfen  an  allen  iren  schaden.  Ich 
10  und  min  erben  süllin  die  vor  benempten  bürgen  und  ir  erben  von 
diser  burgschafft  lösen  an  allen  iren  schaden.  Und  ze  warem  offem 
urkünd  aller  vor  geschriben  sach  so  hän  ich  vor  benempter  Cünrat 
von  Buwenburgk  ritter  für  mich  und  all  min  erben  min  aigen  insigel 
offenlich  gehenkt  an  disen  brieff.  Und  wir  die  vor  benempten 
15  bürgen  verjehin,  daz  wir  unverschaidenlich  bürgen  sien  und  die 
burgschafft  halten  und  laisten  süllin  alz  von  üns  vor  geschriben  ist. 
Dez  ze  urkünd  und  merr  sicherhait  aller  vor  geschriben  sach  so 
habin  wir  all  ünsrü  aignü  insigel  offenlich  gehenkt  an  disen  brieff. 
Und  brach  der  insigel  ains  oder  mer  wurd  misskert  oder  an  disen 
20  brieff  nit  gehenkt  oder  ob  diser  brieff  mit  andren  Sachen  ungvarlich 
verswecht  wurd,  daz  sol  allez  dem  vor  benempten  Frikken  von 
Mägenbüch  ze  den  ziten  ze  der  Schar  gesessen  sinen  erben  iren 
»eifern  noch  disem  brieff  enkain  sehad  sin  an  allen  ob  geschribenn 
Sachen  stukken  und  artikeln. 

25  Diser  brief  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Gristus 
gebürt  driuzehenhundert  jar  sibentzig  jar  dar  nach  in  dem  vierden 
jar  an  dem  ähtenden  tag  vor  sant  Yitz  tag. 

Sieben  BundS.  1.  Das  S  des  Buivenburgers.  U:  f  S.  CONR  •  DE  •  BVEN- 
!  BVKG  •  MILITIS.  2.  Der  Eberrumpf  der  Beischach.  U:  f  S.  CONR  •  DE  • 

30  RISCHACH.  3.  Zeigt  den  Eberrumpf  im  geneigten  Schild  und  auf  dem  Helm. 
1  U:  f  S.  RVDOLFI  •  DE  •  RISCHACH.  4.  Zeigt  den  Ochsenkopf  der  Hcrgesellen. 

U:  f  S.  YLRICI  •  DCI  •  HERGESELL.  5.  Das  S  der  Hornstein.  U:  f  S.  CON- 

RADI  •  DE  •  HORNSTAIN.  6.  Zeigt  einen  rechts  ansteigenden  Bock.  U:  f  S. 
CONRADI  •  DCI  •  HAGEL.  7.  Zeigt  einen  rechts  ansteigenden  Löiven.  U:  f  S. 
35  PETRI  •  DCI  •  AEBLIN  (?). 

752.  1375.  13.  Januar.  Die  Klosterfrau  Bena  Murzelin 

bekommt  ein  Leibgeding  von  5  Viertel  Kernen. 

W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  dü 


508 


1375. 


gaistlich  ersam  frow  Bena  Murtzelin  mitt  ünserm  gunst  und  gutem 
willen  sol  niessen  und  hän  dü  fünf  viertallü  kern  gelts,  dü  wir 
koufftun  umb  Clausen  und  Hartmann  von  Enslingen  uss  der  hüb 
bi  Rüdlingen  gelegen  die  ietz  herr  Walther  Satler  hautt  und  das 
gelt  dar  uss  rillt,  dü  sol  sü  niessen  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü 
enist  und  von  tod  abgaut  das  gott  lang  wend,  so  sont  die  selben 
fünff  viertallü  kernen  jarlichs  geltz  vallen  in  ünserr  jarzit  ampt. 
Und  sont  die  jarzit  maistrina  die  denn  sint  von  dem  selben  gelt 
jarlich  richten  und  gen  dri  vierdung  wahs  zu  sant  Jolians  Baptisten 
und  ünserr  frown  lieht.  Mitt  den  sol  man  liehtun  die  zwo  sant  k 
Johansen  naht  in  nativitate  und  in  decollatione  und  die  mess  der 
tag  und  die  vier  mess  zü  ünserr  frown  vier  tagen.  Und  sont  och 
die  jarzit  maistrina  gen  ainn  vierdung  wahs  zü  sant  Johansen 
Ewangelisten  lieht.  Den  sont  denn  die  frowa  die  des  selben  liehtz 
pflegend  bewenden  an  si  füglich  dunkt  dem  lieht.  Und  was  übrigs  ll 
nutz  ald  geltz  über  das  pfunt  wahs  komt  von  den  selben  fünff 
viertallinn  kern  jarlich  geltz,  daz  sol  denn  bliben  in  der  jarzitt  ampt 
durch  der  selo  hails  und  glügs  willen  eweklich.  Siegler:  wir  frow 
Adelhait  von  Hornstain  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des 
gotzhuss  ze  Hailigcrutztal.  2C 

Der  [brieff]  wart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzg  jar  und  fünff  jar  an  sant 
Hylarien  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissen  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztcil. 


753.  1375.  13.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 
kreuztal  verkaufen  in  ihr  Jahr  zeitamt  zu  Jahr  Zeiten 
ihren  Weingarten  zu  Überlingen  um  200  $  Haller. 

W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin,  daz  wir 
ünserr  jarzito  maistrinun  in  ünserr  jarzit  ampt  zü  her  Hansen  von 
Hornstain  von  Pflumern  jarzit  zü  Cünratz  Wortzen  und  Hiltdrud 
von  Buwenburg  jarzitt  und  zü  der  ammänninun  von  Rüdlingen 
Margretun  Luppfinun  und  Annun  der  Röserinun  jarzit  in  ünserm 
kloster  ze  begand  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  habin  gegeben 
ze  kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff  ünsern  wingarten  ze  Uber¬ 
lingen  der  üns  von  der  Wildinun  ledig  wart  umb  zwai  hundert 
pfund  Haller,  der  wir  von  ünsren  jarzit  maistrinun  von  der  vor 


1375. 


509 


genanto  selo  und  ir  jarzit  wegen  bezalt  sigin  gantzlich  und  in  ünsern 
nutz  komen  sint.  Und  hant  an  den  zwain  hundert  pfunden  Cünrat 
Wortz  und  sin  elichü  hussfrow  Hiltdrud  von  Buwenburg  geben  und 
bezalt  viertzig  und  vier  pfunt,  und  der  amman  von  Rüdlingen  von 
B  sinr  hussfrown  Margaretun  Luppfinun  und  sins  yetterren  tochter 
Annun  Röserinun  wegen  viertzig  und  fünff  pfunt,  so  haut  das 
ander  alles  her  Hans  säligen  von  Hornstain  von  Pflumern  geordnet 
bezalen.  Und  sülin  wir  und  unser  nachkomenden  eweklich  mitt 
des  wingarten  nützen  und  geniessen  die  jarzita  begän  mitt  dem 
10  gotzdienst  und  zu  ünsers  conventz  tisch  ieglichi  nach  ir  Ordnung 
as  ir  gebirt.  Und  ensülin  wir  noch  unser  nachkomenden  den  win¬ 
garten  in  dehain  weg  anders  niemmer  me  verendern  noch  von  den 
jarziten  uss  ünserr  jarzit  ampt  niemmer  me  gebrechen  umb  dehainrlai 
sach  dü  uns  anlig  so  gross  oder  so  klain  as  wir  gott  den  selun 
15  und  der  selo  fründen  dar  umb  wellin  antwrten.  Siegler:  wir  Adel¬ 
haid  von  Hornstain  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotz- 
huss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehundert  jar  sübentzg  jar  und  funff  jar  an  sant  Hy- 
>0  larien  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal . 


7o4.  1375.  5.  Februar.  Abtissin  un  d  Konvent  zu  Heilig¬ 
kreuztal  verkaufen  um  45  ^  dem  Hans  von  Andelfingen 
2  72  U  Haller  jährlichen  Gelds  aus  ihrem  Weingarten 
5  in  Uberlingen  zu  Jahrzeiten. 

;  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  das  wil¬ 
dem  Hansen  von  Andelfingen  ammann  ze  Rüdlingen  zu  sinr  elicher 
hussfrown  Margretun  säligen  Luppfinun  jarzit  und  zü  sins  vetterren 
)  tochter  Annun  säligen  die  man  nampt  die  Röserinun  jarzit  in  ünserm 
kloster  ze  begänd  ains  rechten  redlichen  kouffs  habin  gegeben  ze 
kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff  dritthalb  pfunt  guter  Haller 
järlichs  geltz  uss  ünserm  wingarten  ze  Uberlingen  der  üns  von  der 
Wildinun  ledig  wart  und  in  ünserr  jarzitt  ampt  hört.  Und  ist  der 
')  kouff  beschehen  umb  viertzig  und  fünff  pfunt  Haller  (Quittung). 
Und  son  wir  und  unser  nachkomenden  eweklich  mitt  den  selben 
dritthalben  pfunden  Haller  järlichs  geltz  die  jarzita  begän:  der 
Margretun  Luppfinun  jarzitt  mitt  aim  pfund,  und  der  Annun  Röserinun 


510 


1375. 


jarzitt  mitt  drissig  Schillingen.  Und  sülin  an  iewederr  jarzitt  mitt 
dem  gelt  das  ir  geordnet  ist  imserr  jarzit  samnung  dienun  ze  tisch 
durch  der  selo  hail  und  glük  und  stilin  och  die  jarzita  mitt  dem 
gotzdienst  begän  as  wir  gwonlich  die  jarzita  begangin  die  bi  üns 
mitt  genantem  gelt  sint  gesetzt  ze  begänd.  Wir  noch  unser  nach-  i 
körnenden  ensülin  och  das  gelt  der  dritthalb  pfund  Haller  in  dehain 
weg  anders  verkeren  noch  bewenden  denn  allain  dem  convent  zum 
tisch  zu  den  jarziten  as  vor  geschriben  ist.  Und  ob  wir  ald  unser 
nachkomenden  das  überfürin  da  vor  gott  si  ob  wir  das  gelt  ver- 
satztin  oder  verkoufftin  ald  in  ander  weg  verendertind  und  verkertin  k 
oder  ob  wir  die  jarzita  da  mitt  nitt  begiengin  as  vor  geschriben 
ist,  wenn  das  beschäh  so  sol  das  gelt  der  dritthalb  pfund  Haller 
jarlichs  geltz  uss  dem  wingarten  vervallen  sin  eweklich  und  sol 
vallen  an  sinn  des  Hansen  von  Andelfingen  altar  den  er  gestitft  in 
der  kirchun  ze  Rüdlingen  hett  und  sont  von  dannan  eweklich  dem  p 
selben  altar  und  des  altars  kapplan  dienun  dem  wir  und  unser 
nachkomenden  dü  dritthalb  pfunt  jarlichs  geltz  jarlich  ieglichs  jars 
sülin  richten  und  gen  uff  sant  Michels  tag  uss  dem  wingarten  durch 
der  ob  genanto  sei  hails  und  glüks  willen.  Siegler:  wir  Adelhaid 
von  Hornstain  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  2(| 
ze  Hailigscrütztal. 

Der  [brieff]  ivart  gegeben  in  dem  jar  do  man  mit  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzg  jar  und  fünff  jar  an  sant 
Agnesun  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreaztal.  2| 


755.  1375.  8.  Mai.  Heinz  Krell  zu  Dobel  verkauft  an 

Walter  Sigli  zu  Bach  sein  Gütlein  zu  Geisingen  um 

25  U  Haller. 

Ich  Haintz  Krell  sesshaft  ze  Tobeln  urktind,  daz  ich  ains 
rehten  redlichen  und  staten  ewigen  köffs  ze  köffend  geben  hän 
und  gib  mit  urkünd  diz  brieffs  dem  erbern  man  Walther  Siglin 
sesshaft  ze  Bach  und  sinen  erben  min  gütli  da  ze  Gysingen  dem 
dorff  gelegen  mit  allem  dem  so  dar  zu  und  dar  in  gehört,  es  sig 
an  hüsern  an  höfen  an  li offraiten  an  garten  an  bongarten  an  acker 
an  wisen  an  holtz  an  veld,  alz  ich  ez  denn  biz  her  uff  disen 
tag  inngehaben  herbräht  und  genossen  hän.  Daz  selben  gütli 
wilent  waz  Bentzen  dez  Husers  minez  swägers  säligen.  Und  hän 
im  und  sinen  erben  daz  also  ze  köffend  geben  für  ledig  für  löz 


1375. 


511 


und  für  reht  aigen  umb  fünff  und  zwaintzig  phunt  guter  italiger 
Haller  (Quittung)  doch  ussgenommen  zwaier  wisen  und  ainez  ackers 
so  in  daz  gütli  gehörent.  Diu  selben  driu  stuk  sint  vormals  dar 
uss  versetzt  in  pfandez  wis.  Und  da  hän  ich  im  und  sinen  erben 
5  minü  reht  zu  gegeben,  daz  er  oder  sin  erben  diu  selben  stuk  mag 
widerlösen  in  aller  wis  und  rehten  alz  ich  oder  min  erben  sy  wider- 
gelöset  möhtin  han  gehaben  und  alz  öch  Walther  Sigli  mit  dem 
rehten  hat  behoben  (Währschaft).  Ze  bürgen  gesetzt:  Cüntzen 
Minnen  und  Hansen  den  Tiufel  burger  ze  Rüdlingen  baid  unver- 
10  schaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaidenhait:  Pfandschaft  nach 
der  stett  reht  ze  Rüdlingen,  Ersatzmann  in  den  nähsten  vierzehen  tagen 
nach  ir  manung.  Siegler:  min  gnädig  frowe  Adelhait  von  Hornstain 
äbtissenn  ze  den  ziten  dez  closters  ze  Hailigkrütztal  dez  selben 
gotzhus  ich  öch  aigen  bin  mit  dem  lip  und  öch  der  ritter  her  Cünrat  von 
L5  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen,  under  [dessen  insigel]  ich  mich  ver¬ 
bind  aller  vor  geschriben  sach,  wan  ich  insigel  nit  hab-  (S  anhängung). 
Und  wir  die  bürgen  verjehin  daz  wir  baid  unverschaidenlich  bürgen 
sien  und  die  burgschafft  halten  und  laisten  süllin.  Dez  ze  urkünd 
so  habin  wir  baid  ernstlich  gebetten  Hansen  von  Andelfingen  amman 
!0  ze  Rüdlingen,  daz  er  sin  aigen  insigel  offenlich  gehenkt  hat  an 
disen  brieff,  dar  under  wir  üns  verbinden  aller  vor  geschriben  sach 
von  der  burgschafft  wegen  wan  wir  insigel  nit  habin  (S  anhängung). 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Christus 
gebürt  driuzehenhundert  jar  sibentzig  jar  dar  nach  in  dem  fünfften 
!5  jar  an  dem  nahsten  zinstag  nach  dez  hailigen  crütz  tag  alz  ez 
funden  wart. 

Die  S  sind  verloren. 

756 .  1375.  1 1.  J  u  n  i.  S  c  h  e  e  r.  Friedrich  von  Magen  buch 

verleiht  der  Hail  Öttin  von  Mengen  und  ihren  Nach- 
0  kommen  Acker  und  Wiesen  zu  Hundersingen  zu  rechtem 

Lehen. 

I  ch  Fridrich  von  Magenbüch  hern  Rüdgers  saligen  sun  von 
Magenbüch  ze  den  ziten  ze  Schaer  seszhafft  vergib ,  daz  ich  mit 
guter  betrahtung  gesundes  libes  und  mütes  der  erberen  frowan 
5  Hailen  Ottinen  wilont  Frikken  Otten  saligen  elichw  husfrowe  burgerin 
ze  Maengen  gnade  hän  getan  also,  daz  ich  ir  und  Eisbethen  ir  tohter 
und  der  selben  Eisbethen  liberben  allen  der  tohter  als  dem  sun 
verlihe  und  verliehen  hän  ze  rehtem  lehen  dise  nah  beschribenn 


512 


1375. 


akker  und  wisen  in  Hundersinger  banne  gelegen  und  die  von  mir 
lehen  sint:  dez  ersten  drige  juchart  akkers  die  stöszent  hindnan 
an  der  Wissinen  hoffraiti,  drige  juchart  akkers  an  dem  mos  gelegen, 
fiunff  juchart  akkers  iu  dem  sunderholz  gelegen,  zwo  juchart  akkers 
uffen  owe  gelegen,  anderhalpp  juchart  akkers  an  dem  Lützelbach 
gelegen,  zwo  juchart  akkers  under  der  aich  gelegen,  und  ain  juchart 
akkers  vor  der  brugg  ze  Hundersingen  in  dem  riet  gelegen,  und 
die  wise  in  dem  soppen  gelegen.  Ich  hän  öch  der  Hailen  Ottinen 
und  der  Eisbethen  ir  tolitei  und  der  selben  Eisbethen  liberben  allen 
der  tohter  als  dem  sun  die  gnade  getan,  daz  ich  inen  allen  unver- 
schaidenlich  über  die  akker  und  wisen  alle  ze  getriuwen  trägem 
gegeben  hän:  Cüntzen  den  Wilden  und  Cüntzen  Brögen  balde 
unverschaidenlich  und  baide  burger  ze  Maengen  (Zeremoniell).  Ich 
Fridrich  von  Mägenbüch  [gib]  Hailen  Ottinen  Eisbethen  ir  tohter 
und  der  selben  Eisbethen  liberben  allen  der  tohter  als  dem  sun 
und  iren  tragern  disen  brieff  besigelten  mit  minem  anhangenden 
insigel. 

Und  der  [brieff]  ist  geben  ze  Schaer  der  statt,  do  man  za.lt 
von  Cristes  gebürt  driuzehenhundert  jar  und  sübentzg  jar  dar  nach 
in  dem  fiunfften  jar  an  dem  naehsten  maentag  vor  sant  Vitz  tag. 

Ein  EundS  zeigt  den  ivachsendcn  Widder  mit  ausgeschlagener  Zunge. 


7o7.  1375.  10.  September.  Russ  Werdraut  von  Munde 

kingen  verkauft  an  Kunz  Stähelin  von  Munderkingen 
2  1 U  15  s.  jährliches  Geld  zu  einem  Leibgeding  um  12# 

Haller. 

I  ch  Rüsz  Werdraut  zu  disen  ziten  burger  ze  Mundrichingen 
vergich ,  daz  ich  mit  gutem  willen  und  mit  wolbedächtem  sinn  und 
müt  minem  lieben  swauger  Cüntzen  Stähelin  burger  ze  Mundrichingen 
uff  sinen  aynigen  lib  die  wil  er  lebt  und  als  lang  er  lebt  recht 
und  redlichen  ze  rechtem  lipding  ze  koffent  gegeben  hän  und  gib 
mit  disem  brieff  zwai  pfund  und  fünffzehen  Schilling  güter  und  gäber 
blosser  und  yteliger  Haller  järlichs  geltz  und  zins  uss  minen  näch 
beschriben  sechsthalben  jucharten  akkers.  Der  ligent  anderhalb 
juchart  an  ainander  in  dem  hönenbühel  an  Hermännin  akker  aller  I 
nahst.  Und  ain  juchart  lit  in  dem  passental  und  anwandet  uff| 
Rüllimen  akker.  Und  anderhalb  juchart  ist  genant  der  kalkoven 
lit  under  Ernsten  Scheffel  säligen  akker  —  die  jucharten  all  ge¬ 
legen  sint  in  Mundricliinger  eschen.  Und  anderhalb  juchart  ligent 


1375. 


513 


ze  Däppenhusen  an  Appen  dez  Nagers  akker.  Und  süllen  ich  und 
min  erben  minem  swauger  Cüntzen  Stächellin  aller  järlichen  zu 
sinem  ainigem  lib  die  wile  er  lebt  und  als  lang  er  lebt  oder  sinen 
gewissen  botten  diu  zwai  pfund  und  fünffzehen  Schilling  guter  und 
5  gäber  yteliger  Haller  järlichs  geltz  und  zins  richten  und  gäben 
lieplich  und  gütlich  uss  den  sechsthalben  jucharten  akkers  allwegen 
uff  sant  Michels  tag  an  fürzog  und  an  all  wider  red  gar  und  gentz- 
lichen  an  allen  sinen  schaden.  Wa  ich  oder  min  erben  daz  aller 
järlichen  nit  täten,  so  hat  Cüntz  Stähelin  vollen  gewalt  und  gut 
10  recht  als  bald  daz  vor  genant  zil  verrukt  und  für  ist  sin  lipding 
oder  wie  vil  im  dez  iedez  jars  von  uns  ussleg  und  uszstünd  ze 
nemen  und  ze  gewinnen  an  gewonlichem  ligendem  schaden  an  juden 
oder  an  cristan  so  er  denn  nechst  mag  ungevarlich.  Und  waz 
Schadens  also  dar  uff“  wechset  und  gät,  den  schaden  allen  süllen 
15  ich  und  min  erben  dem  Cüntzen  Stähelin  mit  dem  vor  gnanten 
höptgüt  gentzlichen  gelten  und  richten  än  allen  sinen  schaden.  Und 
süllen  im  ouch  höptgüt  und  schaden  antwrten  und  geben  ain  miln 
von  Mundrichingen  ob  er  dez  begeret  welchs  wegs  er  haisset  ald  wil, 
für  allez  hefften  und  verbieten  für  äucht  für  benn  und  für  all  kumernüst 
20  gaistlicher  und  weltlicher  lüt  und  gericht  gentzlichen  än  allen  sinen 
schaden.  Und  dar  umb  hät  er  mir  geben  und  gewert  zwelff“  pfund 
guter  Haller  (Quittung.)  Währschaft  mit  der  beschaidenhait:  welchs 
jars  ich  oder  min  erben  dem  Cüntzen  Stähelin  die  wil  er  lebt  und 
alz,  lang  er  lebt  sin  lipding  nit  antwrtint  und  gebint  uff  daz  zil  alz 
25  vor  beschriben  ist  ald  ob  er  ez  ze  schaden  näch  dem  vor  gnanten 
zil  genomen  hett  und  ich  oder  min  erben  im  den  schaden  mit 
dem  höptgüt  nit  richten  wölten,  so  er  dez  nit  lenger  enbären  wölt 
oder  welch  irrung  ald  kumernüst  im  an  sinem  lipding  beschäch  und 
ich  oder  min  erben  im  daz  nit  ledig  und  los  machotint  aller  irrung 
30  welher  vor  beschriben  sach  er  gebresten  hett  oder  gewünn,  so  hät 
'  er  allwegen  vollen  gewalt  und  güt  recht  mich  oder  min  erben  dar 
i  umb  ze  manent  selb  oder  mitt  sinen  botten  ald  briefen  ze  hus  ze 
hoff  ald  under  ougen.  Und  süllen  ich  oder  min  erben  im  näch  der 
manung  unverzogenlich  verpfenden  mit  güten  erbern  varenden  pfänden 
35  diu  er  wol  getriben  und  getragen  mag.  Und  süllen  ich  und  min 
erben  daz  tün  als  lang  vil  und  gnüg,  biz  daz  dem  Cüntzen  Stähelin 
die  wile  er  lebt  und  als  lang  er  lebt  damit  sin  lipding  baidiu  höpt- 
güt  und  schad  aller  järlichen  richteklichen  und  gentzlichen  gevallen 
und  worden  ist  än  allen  sinen  schaden  und  ouch  all  vor  beschriben 
to  sach  im  ouch  gentzlichen  volfürt  und  volbrächt  werdent  än  allen 

;  Württ.  Gescliichtsquellen  IX.  33 


sinen  schaden  in  dem  rechten,  und  da  mit  er  noch  sin  h elfer  nit 
fräveln  stillen  noch  mügen  gen  den  lantfrid  noch  gen  dehainer 
buntnüst  fryhait  noch  gesetzt  der  herren  der  stet  noch  dez  lands 
und  daz  ouch  ich  und  min  erben  ewiclich  an  allen  zorn  hass  clag 
und  rauch  stillen  län.  Und  wie  er  und  sin  botten  dez  ze  schaden  g| 
kamen  ez  war  von  zerung  von  atzzung  von  bottenlon  ald  von  welherlai 
sacli  daz  war  ungevarlichen,  den  schaden  allen  stillen  ich  und  min 
erben  im  ouch  gentzlichen  richten  mit  dem  höptgüt  an  allen  sinen 
schaden.  Mer  ist  ouch  ze  wissen,  wenn  Cüntz  Stächelin  von  tod 
abgät  und  erstorben  ist,  so  ist  mir  und  minen  erben  die  sechsthalb  li 
juchhart  akkers  und  daz  lipding  gar  und  gentzlichen  ledig  und  los. 
Und  sol  ouch  denn  fürbaz  dizer  brieff  tod  und  unkrefftig  sin  an 
allen  stetten  und  uff  allen  gerichten  gaistlichen  und  weltlichen  diu  1111 
sint  oder  noch  werdent.  Siegel:  dez  Cüntzen  Farers  und  dez  Herman 
Stüefen  burger  ze  Mundrichingen  aigne  insigel,  under  den  insigeln  ü 
baiden  ich  mich  und  min  erben  miner  truwe  verbind  all  vor  be- 
schriben  sach  an  disem  brieff  war  und  stat  ze  haltent,  wan  ich 
aigens  insigels  nit  hän;  diser  brieff  ouch  krefftig  und  gilt  sin  sol 
die  wile  der  insigel  ains  an  disem  brieff  gantz  ist. 

Geben  an  dem  nechsten  mentag  nach  unser  frowen  tag  als  2< 
sü  geborn  ward,  do  wären  von  Cristz  gebiert,  driuzehenhundert  jar 
und  da  nach  in  dem  ftinff  und  sybentzigostem  jar. 

Ein  BundS,  ein  zweites  S  ist  abgefallen.  Auf  einem  Topfhelm  steht  ein 
Fuchs  nach  links  gewandt  mit  einem  Vogel  im  Bachen.  TJ:  [f]  S.  CVNRADI  • 
DCI  •  FARER.  2 

7'58.  1375.  25.  September.  Heinz  Ebinger,  Ann  Nänzing 

und  Bet  Nänzing  verkaufen  an  Heiligkreuztal  ihr  Gut 
zu  Hu  n  der  singen  um  60  Haller. 

Ich  Haintz  Ebinger  Näntzings  säligen  elicher  dochter  man  I 
burger  ze  Mangen  und  ich  Ann  Näntzingin  und  ich  Bett  Näntzingin  3l 
geschvvöstra  baid  burgerina  ze  Mangen  verjehint,  das  wir  ällti  dm  mit 
gütem  willen  und  rät  und  mit  wolbedahtem  sinne  und  unbezvungen- 
lich  der  äbtischinen  und  dem  convent  gemainlich  des  gotzhus  ze 
Hailigkrüstal  und  iren  nachkomen  recht  und  redlich  ze  rechtem  köff 
ze  köffend  geben  hänt  und  och  gent  mit  urkünd  dises  briefz  unser 
aigen  gut,  daz  ze  Hundersingen  in  dem  bann  gelegen  ist  daz  man 
nempt  Näntzings  gut  und  daz  nu  ze  mäl  buvvet  Cüntz  der  Baiger 
mit  aller  zu  gehord  mit  äker  mit  wisan  und  mit  allen  rechten  und 
mit  allen  nützen,  als  es  an  uns  körnen  und  braht  ist  und  als  wir 


1875. 


515 


und  unser  vordren  daz  selb  gut  gehebt  besessen  und  genossen 
haben.  Also  haben  wir  och  inen  und  iren  nachkomen  daz  gut  geben 
umb  sehtzg  pfund  Haller  alles  guter  und  genger  Haller  müns 
(Quittung,  Auflassung ,  Währschaft).  Ze  bürgen  gesetzt:  Bentzen 
5  Bentzen,  Bentzen  Alvvichen,  Cüntzen  Brögen  und  Cünrädin  Lochlern 
alle  vier  burger  ze  Mangen  und  och  alle  vier  unverschaidenlich 
und  mit  söllicher  bedingde:  war  ob  inen  der  abtischinen  und  dem 
convent  gemainlich  ze  Hailigkrüstal  oder  iren  nachkomen  das  gut 
ze  Hundersingen  in  dem  bann  gelegen  oder  ihzit  daz  dar  zu  hörd 
10  es  war  lützel  oder  vil  ansprachig  oder  ierrig  wurd  von  unser  oder 
imser  erben  wegen  ez  war  von  weltlichen  oder  gaistlichen  lüten 
oder  gerichten,  daz  sülen  wir  oder  unser  erben  inen  und  iren  nach¬ 
komen  versprechen  verstän  und  uzrichten  gentzlich  an  allen  iren 
und  ir  nachkomen  schaden  (Pfandschaft,  Bündnisklausel,  Schaden- 
15  er satz).  Ersatzmann  nach  ir  vordrung  in  dem  nahsten  monat  (Pfand¬ 
schaft,  Lösung).  Siegel:  der  stet  ze  Mangen  gemain  insigel.  Wir 
ob  genante  bürgen  verjehint  dirr  burgschaft  under  der  stet  ze  Mangen 
gemainem  insigel  (S  anhäng ung). 

Der  [brief]  ist  geben  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt  drüzehen- 
>0  hundert  yär  und  sübentzg  yär  dar  nach  in  dem  fünften  yär  an  dem 
nahsten  zinstag  vor  sant  Michels  tag. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


759.  1375.  10.  November.  Die  Heil igk reu ztal er  Kloster¬ 
frauen  Elisabeth  Manwirstin  und  Margareta  von  Binz- 
5  wangen  kaufen  vom  Kloster  als  Leibgeding*  3  U  Haller 
jährlichen  Gelds  aus  dem  Jahr zeitenamt  um  57  Haller. 

W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  zu  disen  ziten  abbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal  verjehin,  daz 
!  wir  ünsren  klosterfrown  Elizabetun  Manwirstinun  und  Margaretun 
0  von  Binswangen  ains  rechten  und  redlichen  kouffs  habin  gegeben 
ze  kouifend  und  gebin  mitt  disem  brieff  drü  pfunt  güter  Haller 
jarlichs  geltz  uss  ünserr  jarzito  ampt  umb  sechtzig  pfunt  dri  pfunt 
Haller  minr  der  wir  und  ünser  jarzito  maistrffta  von  in  gewert  sigin. 
Und  sont  die  jarzit  maistrina  ünsers  gotzhuss  die  denn  sint  in 
5  baiden  die  wil  sie  baid  sint  und  der  ainun  ainig  so  dü  ander 
erstirbet  gäntzlich  der  ainun  as  in  baiden  die  selben  drü  pfunt 
jarlichs  geltz  järlich  ieglichs  järs  richten  und  gen  unverzogenlich 


516 


1375. 


uff  sant  Michels  tag.  Und  die  sont  si  niessen  und  hän  mitt  ünserm 
urlob  gunst  und  gutem  willen  all  die  wil  iro  dü  ain  ist.  Wenn 
aber  si  baid  nitt  sint  und  von  tode  abgänt,  so  sont  denn  ünserer 
jarzito  maistrina  mitt  den  selben  drin  pfunden  Haller  järlichs  geltz 
ald  aber  mitt  dem  gut  das  man  koufft  umb  dü  sechtzig  dri  pfund 
minder  ir  baider  jarzit  eweklicli  begän  ünserr  samnung  ze  tisch 
und  mitt  dem  gotzdienst  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzita  bi  üns 
begangin.  Siegler:  wir  frow  Adelhaid  von  Hornstain  abbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal. 

Der  [brieff]  ist  ggeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  fünff  jar  an  sant 
Martins  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


760.  1375.  5.  Dezember.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  geben  ihrer  Klosterfrau  Elisabeth  Loch- 
ler in  und  ihrem  Pfründner  Benz  Yaser  als  Leibgeding 
den  Nutzen  aus  den  Gütern  von  Nr.  758. 

Wir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  den  ziten  abbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz  ünser 
klosterfrow  Elizabeth  Löchlerin  und  unser  pfründner  Bentz  der 
Yaser  dü  baidü  mitt  ünserm  gunst  und  gutem  willen  sont  niessen 
und  hän  die  acker  und  wise  die  wir  koufftun  umb  Haintzen  den 
Ebinger  burger  ze  Mengen  und  sin  geswigenn  die  Näntzinga.  Der 
acker  ligent  dri  juchart  an  aim  stuk  am  Lützelbach  und  ziehen! 
abhin  gern  sunderholtz  ob  dem  böm.  Yier  juchart  ligend  im 
sunderholtz  ziehent  abhin  gern  loh  gern  Bürrer  bach.  Vier  juchart 
an  aim  stuk  im  riet  ligent  am  rincgse  gern  pferrich  her  ab.  Und 
zwai  mans  mat  wise  ligend  undnan  an  dem  selben  acker.  Die 
acker  und  wise  sont  si  baidü  niessen  die  wil  si  baidü  sintt.  Und 
wenn  das  ain  abgaut  von  tode,  so  sol  das  ander  dennoch  ainig  si 
gäntzlich  niessen  und  hän  all  die  wil  es  ist  mitt  ünserm  gunst  und 
gutem  willen.  Und  wenn  si  baidü  ensint  und  von  tode  abgänt,  so 
son  die  selben  acker  u#d  wise  und  der  nutz  der  da  von  kunt  aun 
ünserr  und  ünserer  nachkomendo  irrung  widerred  ald  hindernüst 
ledclich  vallen  in  dü  nach  geschriben  ünsers  klosters  ampt:  in  der 
kustrinun  und  ainr  sängrinun  ampt,  in  unsrer  frown  und  baider 
sant  Johansen  liehter  ampt  zü  ainr  bessrung  und  ainr  ervollung  den 


1375  — 1376. 


517 


selben  ampten  ob  in  iutz  abgieng  an  dem  gelt  das  den  anipten 
vormauls  geordnet  und  gemachet  ist  uss  der  wise  die  man  nempt 
den  hauggen  die  wir  umb  den  Zähen  von  Stain  koufftun.  Uss  der 
wise  ünserr  kustrinun  sont  järlich  werden  zwai  pfunt  Haller,  der 
5  sängrinun  ein  pfunt  Haller  und  baider  sant  Johansen  liechtern  zehen 
Schilling  Haller.  Ob  dero  iutz  abgieng,  das  sol  man  ervollen  von 
diser  äcker  und  wise  nützen  und  sol  och  da  von  järlich  gen  zehen 
Schilling  Haller  zu  ünserr  frown  tagen  ze  liehtend.  Und  wär  dar 
über  iutz  me,  daz  sölt  in  ünserr  jarzito  ampt  eweklich  dienun  durch 
10  der  selo  hails  willen.  Und  ensülin  wir  noch  ünser  nachkomenden 
weder  si  noch  die  vor  genantun  ir  Ordnung  und  gemähd  nitt  irren 
noch  sumen  noch  in  dehain  [weg]  bekränken  weder  sus  noch  so. 
Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen  und  der  convent 
gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigscrütztal. 

15  Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  fünff  jar  an  sant 
Nicolaus  abent. 

Die  zwei  S  fehlen.  Beschriebene  Pressein:  1.  .  .  .  pro  ipsis  constitutis  et 
subst[itutis] . .  iudicatumque  solvi  sub  rerum  nostrarum  ac  monasterii  nostri  omnium 
20  ypotkeca  .  .  2.  ...  in  quorum  omnium  testimonium  et  robur  ....  et  conventus 
monasterii  predicti  in  Yalle  Sancte  Crucis  presentibus  duximus  appendenda. 

761.  1376.  14.  August.  Hans  von  Andelfingen  zuRied- 

1  i n g e n  verkauft  sein  Haus  und  Hof  zu  Riedlingen1)  an 
Heilig  kr eu  ztal  um  150  U  Haller. 

25  Ich  Hans  von  Andelfingen  amman  ze  Rüdlingen  urkünd,  daz 
ich  ains  rehten  redlichen  und  stäten  ewigen  kötfs  reht  und  redlich 
ze  köffend  gegeben  hän  und  gib  mit  urkünd  diz  brieffs  der  äbtissen 
und  dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigcrütztal  und  iren 
nächkomen  min  hötfraiti  mit  hus  mit  schiur  und  mit  hoff  und  mit 
JO  ir  ehaffti  da  ze  Rüdlingen  in  der  stat  gelegen  bi  dem  Wiler  tor  diu 
I  vormals  der  Röserinun  säligen  ist  gewesen,  für  ledig  für  löz  für 
unverkümmert  und  für  reht  aigen  und  da  für  daz  uss  dehain  ander 
gelt  nit  gät  denn  der  hoffstat  zins.  Und  ist  der  köff  besehehen 
umb  anderhalb  hundert  phunt  allez  guter  genger  und  gäber  italiger 
5  Haller  (Quittung).  Und  wär  ob  der  äbtissenn  und  dem  convent 
dez  closters  ze  Hailigcrütztal  oder  iren  nächkomen  daz  gesäzz  und 
höffraiti  nu  oder  her  näch  iendert  ansprächig  wurd,  daz  sol  ich 
Hans  von  Andelfingen  uffrihten  näch  der  stett  reht  ze  Rüdlingen. 
Ze  bürgen  gesetzt:  Haintzen  den  Klingler,  Cüntzen  den  Fuhs,  Haintzen 


Luppfen  und  Hansen  den  Offenburger  all  vier  burger  ze  Rüdlingen 
und  all  mitanander  unverschaidenlich  mit  der  gedingd  und  beschaiden- 
hait :  war  ob  ich  oder  min  erben  inen  oder  iren  nächkomen  all  vor 
geschriben  und  nach  geschriben  sach  und  ieglich  stuk  besunder  nit 
ussrihtin  und  vollfürtin  gantzlich  an  allen  iren  und  ir  nächkomen 
schaden,  so  hänt  sy  oder  ir  nächkomen  gwalt  und  güt  reht  die 
bürgen  ze  manend  ze  lius  ze  hoff  oder  under  ögen  mit  ir  botten 
brieffen  oder  selber.  Und  die  sont  denn  näeh  der  manung  in  aht 
tagen  den  nähsten  in  varn  gen  Rüdlingen  in  die  stat  usser  ir  selbs 
hüsern  und  sont  da  laisten  reht  und  gwonlich  gyselschafft  mit 
ainem  phärit  (Einlager).  Und  wenn  ain  manot  der  nähst  näch  dem 
tag  alz  sy  oder  ir  Verweser  sültin  sin  in  ge  varn  laisten  als  vor 
geschriben  ist  für  wirt,  die  bürgen  laistin  oder  laistin  nit,  dar  näch 
süllend  die  bürgen  inen  oder  iren  nächkomen  verpfenden  mit  erbern 
güten  pfänden  näch  der  stett  reht  ze  Rüdlingen  alz  lang  vii  und 
gnüg,  untz  ie  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemainlicli  dez  closters 
ze  Hailigcrütztal  oder  iren  nächkomen  all  vor  geschriben  und  näch 
geschriben  sach  und  ieglich  stuk  besunder  wirt  ussgeriht  und  voll- 
fürt.  Ersatzmann  näch  ir  manung  in  den  nähsten  vierzehen  tagen 
oder  aber  die  andern  bestandenn  bürgen  sont  näch  ir  manung  un- 
verzogenlich  in  varn  laisten  und  dar  näch  verpfenden  in  den  vor 
geschriben  rehten,  biz  ie  der  bürg  gevertgot  wirt  dez  denn  mangel 
ist  alz  dik  daz  beschiht  (Pfandschaft,  Landfriedensklausel,  Schaden¬ 
ersatz,  Lösung).  Siegler:  ich  Hans  von  Andelfingen  amman  ze 
Rüdlingen.  Wir  die  bürgen  verjehin  (Bekenntnis) .  Dez  ze  urkünd 
und  merr  sicherhait  aller  vor  geschribner  sach  so  hänt  der  amman 
und  der  rät  der  stat  ze  Rüdlingen  durch  ünser  der  bürgen  und  öch 
min  dez  ob  gnanten  selbschulden  ernstlich  bett  willen  ir  stat  gemain 
insigel  offenlich  gehenkt  an  disen  brieff,  dar  under  wir  üns  verbinden 
allez  dez  so  hie  vor  von  üns  geschriben  stät  an  disem  brieff.  Und 
wir  der  amman  und  der  rät  der  stat  ze  Rüdlingen  verjehin,  daz 
wir  ze  zügknüst  aller  vor  geschribner  sach  und  durch  bett  willen 
dez  angülten  und  der  bürgen  ünser  burger  ünser  stat  gemain  insigel 
offenlich  gehenkt  habin  an  disen  brieff,  der  gegeben  ist  in  dem  jar 
do  man  zalt  von  Gristus  gebürt  driuzehenliundert  jar  sibentzig  jar 
dar  näch  in  dem  sehsten  jar  an  ünser  lieber  frowen  äbent  ze  ögsten 
als  siu  ze  hymel  enpfangen  wart. 

JVD :  Ain  kouff  brieff  von  Hansen  von  Andelfingen  umb  ain  bus  und  hoff 
ze  Rüdlingen  da  die  Maiger  inn  sint. x) 

Die  zwei  RundS  des  Hans  von  Andelfingen  und  der  Stadt  Riedlingen. 


1876—1377. 


519 


9  1376.  Kaufbrief  von  Hannsen  von  Andelfingen  zue  Biedlingen  umb 
stin  hauss  und  hof  zue  Biedlingen  dar  innen  die  Mayer  gesessen.  Anno  1376. 
BL  Heiligkreuztal ,  Fol.  180 v,  Nr.  15,  Titel:  Kauffbrieff. 


762.  1377.  13.  Januar.  Reichenau.  Abt  Eberhard  in 

öder  Reichenau  erlaubt  seinem  Eigenmann  Hans  dem 

Buggeller  von  Andelfingen  Pfründner  zu  werden  zu 

Heiligkreuztal. 

i  W  ir  Eberhard  von  gotz  gnaden  abt  des  gotzhus  in  der  Richen- 
öw  daz  an  alles  mittel  dem  stül  ze  Rom  zügehört  ||  sant  Benedicten 
10  ordens  gelegen  in  Costentzer  bystüm  tünd  kunt  und  verjehin  offen- 
lich  mit  disem  brief,  daz  für  J  uns  kam  der  erber  ünsers  gotzhus 
man  Hans  der  Buggeller  von  Andelfingen  und  offnot  vor  uns,  daz 
er  begerti  ||  ze  körnend  in  daz  closter  ze  Hailgencrütztal  des  ordens 
von  Citel  und  daz  er  ain  pfründner  da  werden  wölt  und  sich  mit 
15  lip  und  mit  güt,  dem  selben  gotzhus  geben  wölt.  Und  wan  er  von 
aigenschaft  sinss  libs  unser  und  ünsers  gotzhus  war,  do  batt  er 
üns  daz  wir  ünser  urlob  und  ünsern  willen  und  gunst  dar  zu  geben 
wöltin.  Das  habin  wir  getan  durch  gott  und  durch  ünserr  sei  hails 
willen  und  habin  dem  selben  Hansen  dem  Buggeller  gegunnen  und 
20  erlöbt,  daz  er  in  daz  e  genant  closter  sich  ergeb  mit  lip  und  güt 
als  vor  gescriben  ist  also  daz  er  dar  umb  von  üns  noch  ünseren 
nachkomen  nitt  gestrafiet  sol  werden  in  dhain  wis  ungevarlich  bi 
sinem  leben  noch  nach  sinem  tod.  Und  des  ze  warem  urkünd 
habin  wir  vor  benempter  abt  Eberhard  ünser  insigel  gehenket  an 
25  disen  brief. 

Der  ist  geben  ze  Ow,  do  man  zalt  von  Cristi  gebürt  drüzehen- 
hundert  und  sibentzig  jar  dar  nach  in  dem  sibenden  jar  an  sant 
Hylarien  tag. 

Das  OvalS  des  Ables  der  Beichenau.  Der  Prälat  sitzt  en  face  auf  dem 
30  Sessel  ü:  f  S.  EBERH  •  DEI  •  GRÄ  •  ABBATIS  •  MÖN  •  AVGIE  •  MAIORIS  • 

763.  1377.  21.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 
kreuztal  verkaufen  an  ihre  Klosterfrau  Adelheid 
Schwertfürb in  und  ihren  Karrenknecht  Kunz  Maier 

1  U  Haller  Gelds  um  19  $. 

35  \  W\ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 

der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Haifigcrütztal  verjehin,  daz 
wir  ünserr  klosterfrown  Adelhaiden  Schwertfürbinun  und  Cüntzen 


520 


1377. 


dem  Maiger  ze  disen  ziten  ünserm  karren  kneht  den  baiden  habin 
gegeben  ains  rehten  redlichen  kouffs  ze  kouffend  und  gebin  mitt 
disem  brieff  ain  pfunt  güter  Haller  järlichs  geltz  umb  zwaintzig 
pfunt  ains  minder  guter  Haller  der  wir  von  in  gewert  sigin  gantz- 
lich  und  in  ünserr  jarzito  ampt  bewent  habin.  Und  sont  die  jarzit 
maistrina  ünsers  klosters  weli  denn  sint  den  Adelhaiden  und  Cüntzen 
daz  selb  pfunt  güter  und  ganger  Haller  järlichs  ällü  jar  richten  und 
gen  uff  sant  Michels  tag  unverzogenlich  in  baiden  die  wil  si  baidü 
sint,  und  wenn  daz  ain  abgaut  dem  andern  dennoch  ainig  gantzlich 
as  in  baiden  all  die  wil  ir  das  ain  ist.  Wenn  aber  sü  baidü  ensint 
und  von  tode  abgänt,  so  ist  denn  das  pfunt  Haller  järlichs  geltz 
ledig  und  los  in  ünserr  jarzito  ampt  zu  iro  Adelhaid  und  Cüntzen 
jarzit.  Und  sülin  wir  und  unser  nachkomenden  ir  jarzita  damitt 
began  und  an  ir  j amtlichen  tagen  damitt  dienun  ünserr  samnung 
ze  tisch  as  vil  wir  mügen.  Und  weles  jars  wir  ald  ünser  nach¬ 
komenden  das  nitt  tatin  und  ir  jarzit  aso  nitt  begiengin,  des  jars 
sol  das  selb  pfunt  güter  Haller  järlichs  geltz  verfallen  sin  sant 
Cyriacus  und  den  hailigen  der  lüppkirchun  ze  Andeliingen  as  dik 
diss  beschach  eweklich.  Siegler:  Avir  Adelhaid  von  Hornstain  äbb- 
tissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  clo  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenliundert  jar  sübentzig  jar  und  süben  jar  an  sant 
Agnesun  tag.  * 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


764.  1377.  5.  August.  Adelheid  Wernzin  von  Ried¬ 

lingen  gibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal  einen  Acker 
in  Althaimer  ein. 

\l\ch  Adelhaid  Werntzin1)  Werntzen  saligen  des  wirtz  den  man 
nampt  den  Statzger  elichü  hussfrow  burgerin  ze  Rüdlingen  vergicli, 
das  ich  wolberautenlich  mitt  güter  Vorbetrachtung  willeklich  durch 
gott  durch  minr  und  mins  vor  genanten  wirtz  sei  und  aller  glöbigo 
sei  hails  willen  der  abbtissen  und  dem  convent  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrütztal  und  iren  nachkomenden  in  ir  jarzit  ampt  hän  gegeben 
und  gib  mitt  disem  brieff  minn  acker  in  Althaimer  ein  gelegen,  des 
ain  juchart  ist  und  ain  anwander  ist  und  stosst  an  dem  ainn  end 
uff  ainn  acker  ist  Hansen  Krümm ings  von  Rüdlingen  und  an  dem 
andern  end  uff  ainn  acker  hört  in  die  mitlun  mess  ze  Rüdlingen 
von  Menlochs  hüb.  Den  acker  hän  ich  in  gegeben  ledklich  und 


1377. 


521 


lär  mitt  grund  und  gratt  gar  und  gantzlich  ( Auflassung ).  Und  hän 
das  alles  getan  uff  den  tag  as  diser  brieff  gegeben  ist  vor  dem 
amman  und  dem  raut  der  stat  ze  Rüdlingen  ( Zeremoniell )  as 
es  krafft  und  mäht  hett  und  haben  mag  nah  reht  und  nah  gwon- 
5  hait  und  as  es  die  burger  do  duht  das  es  krafft  hett  und  hän  möcht. 
Siegler:  der  amman  und  der  raut  der  statt  ze  Rüdlingen  (S  anhängung). 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützzehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  süben  jar  an  der 
nähsten  mittwochun  vor  sant  Laurentius  des  hailigen  martrers  tag. 

0  NB:  Urab  ain  acker  ze  Althain  gab  üns  Adelhaid  Werntzin  von  Rud- 

lingen  und  ist  noch  ir  libding  zu  ir  libe. 

Das  RundS  der  Stadt  Riedlwgen. 

76o.  1377.  28.  September.  Mengen.  Utz  der  Schmied 

genannt  Waffen  rock  verkauft  an  Heiligkreutztal  seinen 
5  Hof  zu  H erb  er ti ngen  um  115  #  Haller. 

\I\ch  Ütz  der  schmit  den  man  nempt  Wäffenrok  burger  ze 
Mangen  künde ,  daz  ich  mit  guter  Vorbetrachtung  willeklich  und 
gern  gesunder  libes  sinn  und  mütes  und  do  ich  es  wol  getün  mocht 
ains  rechten  und  redlichen  und  stäten  köffes  ze  köffent  gib  und 
[)  geben  hän  frowe  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  zitten  äbbtisscenn 
dez  closters  ze  Hailigencrütztal  gelegen  und  dem  convent  gemain- 
lich  dez  selben  closters  und  allen  iren  nachkumenden  minen  hof  ze 
Herbrechtingen  in  den  bännen  gelegen  und  min  hus  und  minen 

garten  und  hofraiti  in  dem  selben  dorf  an  dem  bach  bi  der  underun 

3  midi  gelegen  dü  ich  zu  dem  selben  hof  und  in  den  selben  hof  köft 

|  hän  und  usser  dem  selben  hus  und  hofraiti  und  garten  järklich 

ain  viertal  Öles  ewekliches  zinses  gät  und  den  hof  hüt  ze  tag  als 
dirr  brief  geben  ist  Hans  Gremlich  buwet  mit  grund  und  mit  grat 
;  mit  akern  mit  wisen  mit  waser  und  mit  wasserlaiti  mit  wasen  mit 
)  zwi  mit  stok  und  mit  stamm  mit  holtz  und  mit  velde  und  mit  aller 
zügehörde,  als  ich  sü  her  bracht  und  genossen  und  inne  gehebt 
hän  untz  uff  disen  hütigen  tag  für  recht  ledig  und  unansprächig* 
aygen  umb  hundert  pfunt  Haller  und  umb  fünfzehen  pfunt  alles 
güter  und  genger  Haller  (Quittung).  Auflassung }  wan  ich  inen 
*  dü  güt  ledklich  und  ümereweklich  ze  köffent  geben  hän  ze  niessent 
und  inne  ze  habent  ze  besetzent  und  ze  entsetzent  än  min  und 
miner  erben  und  än  mängliches  widerred  und  irrung  ( Währschaft). 


522 


1377. 


Ze  bürgen  gesetzt:  Gebharten  den  Hasen,  Peteren  Otten  und  Hansen 
Otten,  Hansen  Frygen  genant  Blawlin  und  Werntzen  Glattis  alle 
burger  ze  Mangen  und  all  unverschaidenlich  mit  semlichem  gedingde: 
war  ob  ich  oder  min  erben  inen  oder  ir  nachkumenden  alle  vor 
gescliriben  und  nach  geschriben  sach  und  ieglich  stuk  besunder  nit 
ussrichtent  und  yollfürtint  gentzlich  an  allen  iren  schadenn,  so  hant 
sy  oder  ir  nachkumenden  gewalt  und  recht  die  bürgen  ze  manent 
ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen  mit  botten  mit  briefen  oder  selber. 
Und  die  sont  denn  nach  der  manung  in  den  nächsten  acht  tagen 
in  varen  gen  Mangen  oder  gen  Rüdling  in  wederi  stat  denn  ie  der 
bürg  wil  und  sont  da  laisten  ain  erbar  gewonlich  gyselschaft  ieg- 
licher  mit  sin  selbes  lib  oder  aber  mit  ainem  erbaren  knecht  (Ein¬ 
lager).  Ersatzmann  nach  ir  manung  in  den  nächsten  vierzehen 
tagen,  oder  aber  der  belibner  bürgen  zwen  oder  dry  weli  sy  dar 
umb  ermanent  sont  nach  ir  manung  unverzogenlich  in  varn  laisten 
in  den  vor  geschriben  rechten,  untz  daz  ie  der  bürg  gevertiget  wirt 
dez  denn  mangel  ist  als  dik  daz  beschicht  (Pfandschaft,  Land¬ 
friedensklausel ,  Schadenersatz,  Lösung).  Siegel:  der  stat  ze  Mangen 
gemain  insigel.  Wir  bürgen  vergehint  och  dirr  burgschaft  (Bekennt¬ 
nis)  und  verbindent  üns  dez  alles  under  der  stat  ze  Mangen  gemaim 
insigel  daz  och  vor  an  disem  brief  hanget  (S  anhängung) . 

Dirr  brief  ist  geben  ze  Mangen  der  stat,  do  man  zalt  von\ 
Cristus  gebürt  drüzehenhundert  und  sübentzig  und  süben  jar  an| 
sant  Michels  aben  dez  hailigen  fürs'tengels. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


766,  1377.  29.  November.  Ritter  Konrad  von  Stöffeln 

verkauft  an  Heilig  kreuzt  al  die  Mätz  Birkmaierin  um| 

4  &  Haller. 

\l\cli  Cünrat  von  Stöffeln  ritter  ain  fri  vergich ,  daz  ich  derl 
abbtissen  und  dem  convent  gmainlicli  des  klosters  ze  Hailigcrütztall 
und  iren  nachkomenden  ains  rechten  redlichen  kouffs  hän  gegeben| 
ze  kouffend  und  gib  mitt  disem  briefif  min  aigenun  Matzun  Birk- 
maigerinun  Eberlins  säligen  Kossen  elichun  frown  gesessen  ze  Andel¬ 
fingen  dü  min  aigen  ist  gewesen  untz  uff  disen  tag  as  dirr  briel 
ist  geben.  Die  hän  ich  den  frown  mitt  lib  und  gut  geben  umb  vieij 
pfunt  guter  Haller  ( Quittung ).  Auflassung  aller  der  reht  dü  wiij 
von  gwonhait  und  von  reht  hettun  oder  möhtin  hän  gehebt  zu  der 
Matzun  Birkmaierinun  zu  ir  lib  und  zu  ir  gut,  bi  ir  leben  und  nadj 
ir  tode.  Siegler:  ich  Cünrat  von  Stöffeln  ritter  ain  fri. 


1377 — 1378. 


523 


Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenliundert  jar  sübentzig  jar  und  süben  jar  an  sant 
Andreas  abent. 

Das  S  ist  abgefallen.  Beschriebene  Pressei:  .  .  .  abbtissen  und  der  con- 
5  vent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  ||  .  .  .  fär  uns  und  für  unser 
nachhom enden  .... 


767.  1378.  13.  Januar.  Abt  und  Kapitel  auf  Reichenau 

verkaufen  an  Heiligkreuztal  4  Haller  ewigen  Geldes 

um  40  ti. 

0  ;  Wjir  Eberhard  von  gottes  gnaden  abbt  des  gotzhuss  in  der 

Richenowe  das  aller  nähst  zügehört  dem  stül  ze  Rome  und  das 
cappitel  gmainlich  des  selben  gotzhuss  verjehin,  daz  wir  der  äbb- 
tissen  und  dem  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal 
und  iren  nachkomenden  ains  rechten  redlichen  kouffs  habin  gegeben 
5  ze  kouffend  und  gebin  mit!  disem  brieff  vier  pfunt  guter  Haller 
järlichs  und  ewigs  geltz,  die  si  uns  und  ünsren  nachkomenden  jär- 
lich  in  unser  kustri  an  das  lieht  ünser  frown  altars  nach  Machthild 
Luppfinun  ir  klosterfrowo  ainr  tod  und  dar  nach  eweklich  sölten 
richten  und  gen  uss  iren  güten  ze  Zolnhusen  gelegen  und  Hartmans 
0  saligen  Luppfen  waren.  Dü  selben  vier  pfunt  Haller  jarlich  geltz 
uss  den  selben  güten  habin  wir  in  gegeben  und  gebin  mitt  disem 
brieff  umb  viertzig  pfund  Haller  (Quittung,  Auflassung).  Und 
sagin  das  güt  ze  Zolnhusen  alles  von  uns  und  von  ünsren  nach¬ 
komenden  quitt  ledig  und  los  der  vier  pfunt  järlichs  geltz  und  aller 
5  ansprach  gar  und  gäntzlich.  Siegler:  wir  abbt  Eberhard  des  gotz¬ 
huss  in  der  Richenowe  und  das  cappitel  gmainlich  des  selben 
gotzhuss. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 

gebürt  drützehenliundert  sübentzig  jar  und  acht  jar  an  sant  Hy- 
p  larien  tag. 

!  1'  ND:  Dir  brieff  hort(?)  .  .  .  wir  pfunt  die  daz  Metzlin  bezoc  uss  der 

Richun  ow. 

Beste  zweier  OvalS  des  Abtes  und  des  Kapitels  der  Reichenau  sind  vor¬ 
handen,  das  ziveite  von  hellgelbem  Wachs. 

r>  768.  1378.  21.  Januar.  Abtissin  un  d  Kon  vent  zu  Heilig¬ 
kreuz  tal  verkaufen  ihrer  Klosterfrau  Katharina  Rah win 
1  U  Haller  jährlichen  Geldes  um  16  ti. 

i  Wir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 


524 


1378. 


der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz 
wir  ünserr  klosterfrown  Kathrinun  Rähwinun  ains  rechten  und  red¬ 
lichen  kouffs  habin  gegeben  ze  kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff 
ain  pfunt  guter  Haller  ewigs  und  järlichs  geltz  uss  ünsren  güten 
ze  Zolnhusen  du  in  unserer  jarzit  ampt  hörentt  umb  sechtzehen 
pfund  Haller  (Quittung).  Und  sol  ain  jarzit  maistrin  du  den  ist  in 
ünserm  kloster  der  Kathrinun  Rahwinun  das  selb  pfunt  järlich  richten 
und  gen  all  die  wil  sü  ist  uff  sant  Martins  tag  und  sol  sü  das 
messen  mit  ünserm  und  ünserr  nachkomenden  urlob  gunst  und 
gutem  willen  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  sü  enist  und  von  tod 
abgaut,  so  sülin  wir  und  ünser  nachkomenden  ir  jarzit  und  ir  jär- 
zitlichen  tag  as  den  gott  fügt  mitt  dein  selben  pfunt  Haller  jarlichem 
gelt  allü  jar  jarlich  begän  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzita  in  ünserm 
kloster  ze  tisch  ze  chor  und  ze  cappitel  begangin.  Und  weles  jars 
wir  ald  ünser  nachkomenden  das  nitt  tätin,  so  sol  das  selb  pfunt 
Haller  geltz  des  selben  jars  verfallen  sin  sant  Martins  kirchun  ze 
Althain.  Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  acht  jar  an  sant 
Agnesun  tag. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

Beschriebene  Pressein:  1.  .  .  ingen  Kathrinun  sinr  elicher  h[usfrowen]  — 
Eberlin.  —  2.  [ob  erd  under]  erd,  gesuchtz  oder  ungesüchtz,  fundes  [und  un- 
fundens]  .  .  .  [mijtt  allem  so  dar  .  .  . 

76 '9.  1378.  5.  Februar.  Abtissin  und  Kon vent  von  Heilig¬ 
kreuztal  verkaufen  an  Adelheid  Fränkin  30  s.  Haller 
als  Leib  ge  ding  um  24  U. 

j  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz 
wir  ünserr  klosterfrown  Mächthild  Fränkinun  ains  rehten  redlichen 
kouffs  habin  gegeben  ze  kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff 
drissig  Schilling  güter  Haller  und  ganger  jarlichs  und  ewigs  geltz 
uss  ünsren  zinsen  von  ünsren  güten  ze  Rüdlingen  und  da  bi  gelegen 
dü  ietz  die  Frital  von  üns  hänt.  Und  ist  der  kouff  beschehen  umb 
zwaintzig  und  vier  pfunt  Haller  (Quittung).  Und  sont  ünser  maier 
die  Frital  oder  wer  dü  güt  von  üns  haut  der  Mächthild  Fränkinun 
die  selben  drissig  Schilling  güter  Haller  järlich  und  ewigs  geltz 
järlich  ieglichs  jars  richten  und  gen  un  verzögen  lieh  uff  santt  Martins! 


1378. 


525 


tag.  Und  sol  sü  die  nemen  und  messen  mitt  linserm  und  ünserr 
nachkomendo  urlob  gunst  und  gutem  willen  all  die  wil  sii  ist.  Und 
wenn  sü  enist  und  von  tode  abgaut,  so  sont  denn  die  selben  drissig 
Schilling  ewigs  und  jarlichs  Haller  geltz  vallen  in  ünserr  jarzito 
5  ampt  zu  ir  vatter  und  ir  müter  jarzit.  Und  sont  von  denn  die 
ietzigen  maier  oder  wer  du  gut  von  üns  haut  die  selben  drissig 
Schilling  jarlich  ieglichs  jars  richten  und  gen  unsren  jarzit  maistrinun 
aun  ünser  und  ünserr  nachkomenden  irrung  gäntzlich.  Und  die 
sont  denn  da  mitt  begän  der  Mächthild  vatters  Cünrat  Franken 
0  jarzit  an  dem  nächsten  tag  vor  sant  Gregorien  tag  und  ir  müter 
Mächthild  jarzit  an  sant  Thomas  des  zwölffbotten  tag  as  wir  gwon- 
lich  gesetzt  jarzita  bi  üns  begangin.  Siegler:  wir  Adelhaid  von 
Hornstain  abbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrütztal. 

5  Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  acht  jar  an  sant 
Agathen  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

Beschriebene  Pressein:  1.  .  .  dar  in  gehört  habin  wir  gegeben  .  .  em 
0  brieff  ains  rechten  redlichen]  ...  2.  .  .  allen  dem  (?)  ze  libding  . .  und  nitt  anders 
noch  für  . . . 


770.  1378.  5.  Februar. 

Ülrich  der  Hergesell  schenkt  an  Heiligkreuztal  seine  Hörige 
Agnesun  Stöllinun  Haintzen  saligen  Stollen  tochter  durch  gott  luter- 
5  lieh  und  durch  minr  sei  hails  willen.  Siegler:  der  Aussteller. 

Der  [brieff]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  acht  jar  an  sant 
Agathen  tag. 

Das  BundS  des  Ulrich  Hergesell. 

Beschriebene  Pressei:  .  .  und  allen  sinen  zu  gehorden  .  .  an  garten. 

771.  1378.  18.  Mai.  Reichenau.  Abt  Eberhard  von  der 
Reichenau  gibt  Adelheid  die  Arzatin  und  Kunz  den 

Maier  von  Andelfingen  an  Heiligkreuztal. 

;  W\ir  Eberhard  von  gots  gnaden  abt  des  gotzhuses  in  der 
»  Richenöw  tünd  kunt,  daz  wir  lüt erlich  durch  gott  und  durch  ünserr 
sei  hails  willen  die  erbern  lüt  Adelliaiten  die  Artzatinen  Haintzen 
salgen  des  Hatingers  von  Althain  wilent  elichen  husfröwen  und 


526 


1878. 


Cüntzen  den  Maiger  von  Andelfingen  der  ze  disen  ziten  der  fröwen 
von  Hailgencrütztal  karren  kneht  ist  die  von  aigenscbaft  ir  libs 
ünsers  gotzhus  in  der  Riclienöw  untzher  gewesen  sint,  gegeben 
habin  und  gebin  die  selben  lüt  mit  disem  brief  an  daz  gotzhus  ze 
Hailgencrütztal.  Und  habin  öch  wir  abt  Eberhard  an  ünser  und 
ünsers  gotzhus  statt  und  für  uns  und  alle  ünser  nachkomen  ent¬ 
wichen  und  entwichin  mit  disem  brief  aller  besitzung  gewer  und 
rehtung  so  wir  an  Adelhaiten  der  Artzatinen  und  Cüntzen  dem 
Maiger  ie  gehept  habin,  und  gebin  die  selben  besitzung  gewer  und 
rehtung  der  von  Hornstain  genant  von  Bittelschiess  ze  disen  ziten  ab- 
tischenn  ze  dem  gotzhus  ze  Hailgencrütztal  und  dem  convent  ge- 
mainlich  da  selbs  und  allen  iren  nachkomen  und  dem  selben  gotzhus 
also,  daz  die  selben  lüt  mit  aigenschaft  und  mit  allem  reht  an  daz 
selb  gotzhus  ze  Hailgencrütztal  gehören  sont  (Auflassung) .  Siegler: 
wir  abt  Eberhard. 

Der  [brief]  ist  geben  ze  Ow,  do  man  zalt  von  Cristes  gebürt 
drüzehenliundert  und  sibentzig  jar  dar  nach  in  dem  ahtenden  jar 
an  dem  nahsten  zinstag  vor  sant  Urbans  tag. 

Das  S  ist  abgerissen. 


772.  1878.  24.  Mai.  Mengen.  Utz  der  Schmid  genannt 

Waffenrock  von  Mengen  verkauft  an  Heiligkreuztal 
seinen  Hof  zu  Herbertingen  um  78  Haller. 

\I\ch  Utz  der  schmit  genant  Wäffenrok  burger  ze  Mangen  künd, 
daz  ich  mit  guter  Vorbetrachtung  willeklich  und  gern  wol  gesunder 
libes  sinn  und  mütes  do  ich  ez  wol  getün  mocht  recht  und  redlich 
ze  ainem  staten  und  ewigen  köff  ze  koffent  geben  hän  und  gib  mit 
urkünd  dises  briefes  frow  Adelhaiden  von  Hornstain  äbbtiscenn  dez 
closters  ze  Hailigencrütztal  und  dem  convent  gemainlich  dez  selben 
closters  ze  Hailigencrütztal  und  allen  iren  nachkumenden  minen  hof 
ze  Herbrechtingen  in  den  bannen  gelegen,  den  ze  disen  zitten  der 
Störer  buwet  für  ain  recht  ledig  und  löss  unbekumbert  und  un- 
ansprachig  aigen  mit  grünt  mit  grat  (Perünenzformel)  und  mit 
allen  nützen  rechten  und  gewonhaiten  und  geniessen  als  ich  es  inne 
gehaben  herbracht  und  genossen  hän,  und  och  ain  juchart  akkers 
uff  crütz  stokk  gelegen  da  selben  und  och  für  recht  ledig  und 

unansprächig  aygen  mit  grünt  und  mit  grat  und  mit  allen  sinen 

zügehörden  umb  achtzig  an  zway  pfunt  guter  und  genger  ytaliger 

Haller  (Quittung).  Und  dar  umb  süllent  frow  Adelhaid  von  Horn- 


1378. 


527 


stain  äbbtissen  und  der  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigen- 
crütztal  und  all  ir  nachkumenden  den  hof  und  och  den  akker  mit 
allen  iren  zügehörden  nun  ümer  eweklich  inn  haben  messen  besetzen 
und  entsetzen  an  mangliches  ansprach  ( Auflassung ,  Währschaft).  Ze 
rechten  bürgen  gesetzt:  Gebharten  den  Hasen,  Hansen  den  Frygen 
und  Haintzen  den  Frygen  die  man  nempt  Bläwlin  und  Hansen 
Gagenmapf  all  vier  burger  ze  Mangen  und  all  vier  unverschaidenlich 
und  mit  semlichem  gedingt:  war  ob  ich  Ütz  der  schmit  genant 
Waffenrok  oder  min  erben  der  äbbtisscenn  und  dem  convent  gemain¬ 
lich  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  und  iren  nachkumenden  all  vor 
geschriben  und  nach  geschriben  sach  und  ieglich  stuk  besunder  nit 
vollfürtint  und  ussrichtint  in  aller  der  wiss  als  hie  vor  und  nach 
geschriben  ist  an  allen  iren  und  ir  nachkumenden  schaden,  so  hänt 
sy  oder  ir  nachkumenden  vollen  gewalt  und  recht  die  bürgen  ze 
manent  ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen  mit  botten  mit  briefen  oder 
selber.  Und  die  sont  denn  unverzogenlich  in  den  nächsten  aecht 
tagen  nach  der  manung  in  varen  ze  Mangen  oder  ze  Rüdlingen  in 
wedri  stat  denn  ie  der  bürg  wil  und  sont  da  laisten  ain  erbar 
gewonlich  gyselschaft  ieglicher  mit  sin  selbes  lib  oder  aber  mit 
ainem  erbarn  knecht  (Einlager).  Ersatzmann  nach  ir  manung  in 
den  nächsten  vierzehen  tagen,  oder  aber  der  belibner  sont  ain  er 
oder  zwen  weli  sy  denn  ermanent  in  varn  laisten  (Pfandschaft r 
Landfriedensklausel).  Und  in  welen  schaden  sy  oder  ir  nach¬ 
kumenden  oder  ir  helffer  dez  kument,  von  dem  schaden  süllent  ich 
oder  min  erben  inen  von  helffen  än  allen  iren  schaden  und  die 
unlaistenden  ünser  bürgen,  und  hänt  och  gewalt  üns  und  die  un- 
laistenden  bürgen  dar  umb  ze  nötent  an  ze  griffent  und  ze  pfendent 
in  aller  der  wise  als  vor  geschriben  ist  (Lösung).  Siegler:  der 
amman  und  der  rät  der  stat  Mängen.  Wir  bürgen  vergehint  all 
gemainlich  dirr  burgschaft  (Bekenntnis).  Und  dez  ze  warem  und 
offem  urkünd  habint  wir  och  gebetten  den  amman  und  den  rät  der 
stat  Mängen,  daz  sy  ir  aygen  insigel  daz  gern  ain  gehenkt  hant  an 
disen  brief  (S  anhängung ). 

Dirr  brief  ist  geben  ze  Mängen  in  der  stat,  do  man  zalt  von 
Cristus  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  sübentzig  jar  dar  nach  in 
dem  achtenden  jar  an  sant  Urbans  abent. 

o 

NI):  Umb  den  hoff  ze  Herbrechtingen  den  wir  koufften  nmb  Utzeri 
Waffenrok  zu  der  von  Hornstain  von  Goffingen  jarzit. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


528 


1378—1379. 


773,  1378.  28.  November.  Radolfzell.  Herzog  Leopold 
von  Österreich  erlaubt  der  Elsbeth  von  Hornstein  in 
die  Kapelle  zu  Friedingen  eine  ewige  Messe  zu  stiften. 

Wir  Leupolt  von  gots  gnaden  hertzog  ze  Österreich  ze  Steyr 
ze  Kernden  und  ze  Krain  graf  ze  Tyrol  etc.  tun  kunt,  daz  wir 
unsern  willen  und  gunst  gegeben  haben  daz  die  erber  Elspeth  von 
Hornstain  Chünrats  vom  Rain  selig  wittbe  ein  ewige  mezze  in  der 
kapellen  ze  Fridingen  die  in  die  pharrkireh  ze  Enslingen  gehört 
bestiften  und  gewidmen  mag  und  sol,  doch  also  daz  es  an  der 
e  genanten  pharrkirchen  ze  Enslingen  schaden  und  mit  des  gegen- 
würtigen  pharrers  willen  beschehe. 

Mit  urktind  dicz  briefs  geben  ze  Ratolfczell  an  sunntag  vor  sand 
Andres  tag  des  heiligen  zwelfbotten,  nach  Crists  gebürt  drützehen- 
hundert  jär  dar  nach  in  dem  acht  und  sibentzigistem  jare. 

Unten :  Geyler  vice  cancellarius. 

Ein  rotes  Rund  S  ivar  hinten  auf  gedrückt. 

774,  1379.  5.  Januar.  Pf  aff  Ko  nr  ad  von  Wi  lim  an  dingen 
Frühmesser  zu  Mengen  verkauft  zur  Besserung  seines 
Altares  an  das  Kloster  Heiligkreuztal  einen  Teil  einer 

Wiese  um  49  £  Haller. 

Ich  pfatf  Cünrat  von  Wilmadingen  den  man  nempt  den  alten 
frümesser  capplan  dez  altars  in  unser  frowun  cappell  ze  Mangen 
in  der  absitun  ze  der  rechtun  hant  gelegen  der  gewiht  ist  in  der 
er  dez  hailigen  ewangelisten  sant  Jolians  künd ,  daz  ich  mit  willen 
und  rät  herr  Cünratz  dez  Strigels  kilchherren  ze  Mangen  und  mit 
gunst  und  rät  dez  rates  ze  Mangen  und  durch  nutzes  und  besserung 
mins  sant  Johans  altars  ains  rechten  und  redlichen  köffes  ze  köffent 
gib  und  geben  hän  minn  tail  der  wise  der  gehöret  an  sant  Johans 
altar  die  man  nempt  den  haggen  gelegen  in  Hundersinger  bann 
mit  grünt  und  mit  grat  und  allen  iren  rechten  gewonhaiten  und 
zügehörden,  für  recht  ledig  und  unansprächig  aygen  umb  fünftzig 
pfunt  an  ain  pfunt  alles  guter  und  genger  Haller  frow  Adelhaid 
von  Hornstain  äbbtisscenn  und  och  dem  convent  gemainlich  dez 
closters  ze  Hailigencrütztal  gelegen  und  bin  och  gentzlich  dez  gütz 
von  inen  geweret  und  bezalt.  Und  hän  och  daz  mit  rät  und 
willen  und  gunst  dez  kilchherren  und  dez  rates  ze  Mängen  an  den 
sant  Johans  altar  bewennet  (Auflassung).  Währschaft  nach  der 
stett  recht  ze  Mängen.  Siegler :  herr  Cünrat  der  Strigel  kilchherr 
und  der  amman  und  der  rät  ze  Mängen  (S  bekenntnis). 


1379. 


529 


Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  sübentzig  jar  und  dar  nacli  in  dem  nünden  jar  an 
dem  zwölften  abent  ze  wihennächten. 

Das  RundS  des  Konrad  Striegel.  In  einer  sechseckigen  gotischen  I'igur 
5  ein  Striegel.  U:  f  S.  CVNR  •  STRIGILIS  •  REORIS  •  ECCE  •  IN  •  MENGEN.  Das 
Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


775,  1379.  21.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig- 
kreuztal  bestätigen  den  Empfang  von  40  U  Haller  als 
Vermächtnis  von  Ileinr.  Burst,  zu  dessen  Jahr  zeit  sie 
0  2  Haller  jährlichen  Gelds  bestimmen. 


i  W\ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gemainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  das 
wir  von  den  vesten  mannen  herr  Johansen  von  Rischach  ritter 
Eggen  von  Rischach  sim  brüder  und  Hainrich  Burst  Ülrich  Burst 
5  saligen  sun  in  genomen  und  enpfangen  habin  zwai  und  drissig 
pfund  guter  Haller,  die  uns  ir  lieber  öhan  herr  Hainrich  Burst  sälig 
ritter  durch  sinr  und  aller  sinr  vordro  und  nachkomendo  seien 
hails  und  trostz  willen  geordnet  und  gemachet  haut  und  die  och 
all  zu  ünsers  gotzhuss  gniaim  nutz  und  frumen  körnen  sint.  Und 
0  habin  wir  dar  umb  mit  veraintem  gutem  willen  und  mitt  gemaim 
raut  in  unserm  cappitel  den  selben  von  Rischacli  und  Hainrich  Burst 
und  ir  erben  mitt  disem  brieff  relit  und  redlich  ze  rechtem  kouff 
ze  kouffend  gegeben  zwai  pfunt  guter  und  gäber  Haller  järlichs 
zins  und  ewigs  geltz  usser  und  ab  unserm  tail  und  ab  allen  unsren 
5  rehten  diser  nach  geschribner  gut  mitt  aller  rechten  und  züge- 
liörden:  des  ersten  ab  unserm  tail  der  wise  gelegen  under  Walt¬ 
husen  dem  wiier  der  drü  mansmad  sint  der  getailit  Hansen  Andel¬ 
lings  von  Rüdlingen  ist;  ab  ünserm  tail  der  wise  gelegen  an  der 
Swartzach  ab  gen  der  Beltzach  der  vier  mansmad  sint  und  der 
!o  getailit  des  lüppriesters  von  Andelfingen  sint.  Und  dar  zu  ab 
ünserm  tail  der  wise  gelegen  an  der  Swartzach  im  ölswank  der 
dm  mansmat  sint  und  der  getailit  Eriken  des  Suters  von  Andel¬ 
fingen  ist,  also  und  mitt  der  beschaidenhait  das  wir  und  all  unser 
nachkomenden  in  der  gwalt  und  hand  du  gilt  fürbas  ümmer  koment, 
5  dü  zwai  pfunt  Haller  geltz  nu  fürbas  hinnanhin  ümmer  me  eweklich 
ällü  jar  jarlich  uff  sant  Thomas  des  zwölffbotten  abend  an  ünser 
bytantz  und  gemainen  conventz  tisch  ze  bessrung  an  dem  mal  ab 
den  güten  richtin  und  gebin  und  och  uff  den  selben  tag  des  herr 


Württ.  Geschiclitsquellen  IX. 


34 


530 


1379. 


Haixirich  Bürstz  jarzit  begän  sülin,  als  wir  denn  sÖlich  jarzit  in 
ünserm  gotzhuss  begänd  sigin  an  gevärde.  Und  ob  wir  ald  ünser 
nacbkomenden  as  vor  ist  geschriben  die  zwai  pfunt  geltz  järlich 
riitt  richtin  und  gab  in  und  och  die  jarzit  aso  nitt  begiengin  welers 
jars  wir  d ü  baidü  ald  das  ain  nitt  tätin,  so  sont  denn  des  selben 
jars  du  zwai  pfunt  Haller  vervallen  sin  der  von  Rischach  und 
Hainricb  Burstz  nähsten  erben  wer  die  denn  sint,  und  die  sont  in 
denn  werden  ab  den  güten  an  allen  fürzog  und  wider  rede.  Dar 
zü  habin  wir  die  vor  genanten  von  Rischach  Hainrich  Burst  und 
Hansen  Burst  sin  brüder  in  ünser  brüderschafft  enpfangen  aller  der  i| 
gut  tailhafftig  ze  sind  die  in  imserm  gotzhuss  iimmer  me  eweklich 
beschehend.  Siegler:  wir  diu  abbtissen  und  der  convent  des  vor 
geschriben  gotzhuss. 

Der  [brief]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Oristus 
gebürt  drützehen  hundert  jar  sübentzig  jar  und  nim  jar  an  sant 
Agnesun  tag  der  junkfrown. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

776 .  1379.  10.  Juni.  Schwigger  von  Gun delfingen  eignet 
Hansen  dem  Man  von  Mengen  ein  Gut  zu  Beuren. 

*  I  ch  Swigger  von  Gundelfingen  frig  den  man  nempt  den 
edelen  künd ,  daz  ich  durch  bette  und  dienstes  willen  dez  beschaiden 
Rufen  Pantzers  daz  gut  ze  Bürren  gelegen  daz  Ruff  Pantzer  von  mir 
ze  lehen  hat  und  daz  untz  her  von  mir  und  minen  vordren  lehen 
gewesen  ist  aygnen  und  geaygent  hän  Hansen  dem  Man  burger  ze 
Mengen  und  allen  sinen  erben  (Auflassung).  Und  verzieh  mich  aller 
der  ansprach  ez  si  von  leherischafft  oder  von  dehainerlay  anderr 
sach  gen  Hansen  dem  Man  und  gen  allen  sinen  erben  und  gen  allen 
dien  die  disen  brief  inne  hänt.  Siegler:  ich  Swigger  von  Gundelfingen. 

Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  von  gotes  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  sübentzig  jar  und  dar  nach  in  dem  nünden  jar  an 
dem  nähsten  frytag  nach  finsers  herren  fronlichams  tag. 

Das  S  ist  abgefallen. 


777.  1379.  23.  Juni.  Elisabeth  von  Hornstein  zu  Mengen 
stiftet  vor  dem  Gericht  zu  Mengen  eine  ewige  Messe  in 
die  Kapelle  zu  Friedingen. 

\l\ch  Elizabett  von  Hornstain  herr  Cünratz  vom  Rain  wilent 
elichü  lmsfrow  burgerin  ze  Mangen  künd,  daz  ich  mit  guter  vor- 


1379. 


531 


betrachtung  gesundü  libes  sinn  und  mütes  mit  gunst  und  willen 
mins  herren  von  Osterrich  dem  du  lehenschaft  der  pfarrkirchun  ze 
Enslingen  zü  gehört  und  mit  gunst  und  willen  lierr  Berchtoltz  dez 
Spirers  kilchherren  der  selben  pfarrkilchun  ze  Enslingen  gelegen, 

5  mit  willen  und  gunst  mins  vogtes  Bentzen  Rentzen  burger  ze  Mangen 
der  mir  nach  einheller  gesamnoter  urtail  vor  offem  gericht  ze  Mangen 
geben  ist  und  mit  siner  hant  und  mit  willen  und  gunst  mines  lieben 
brüders  Hansen  von  Hornstain  von  Schatzberg  und  mit  rat  miner 
fründ  und  dez  rates  ze  Mangen  stift  und  ordenun  ain  ewig  mess 
0  zu  dem  altar,  der  gewihet  ist  in  der  er  dez  hailigen  bychters  sant 
Blasyen  und  gelegen  ist  ze  Fridingen  in  der  cappell  dü  gehöret  in 
die  pfarrkilchun  ze  Enslingen  gelegen,  durch  lierr  Ctinratz  vom 
Rain  mins  elichen  huswirtz,  mins  vatters,  min,  mins  vor  genanten 
brüders  und  anderr  ünserr  vordero  seien  hailes  willen.  Und  hän 
5  och  nach  rät  mines  vor  genanten  brüders  und  mit  sinem  willen 
und  gunst  und  nach  rät  willen  und  gunst  ander  miner  fründ  und 
mit  mins  vogtes  Bentzen  Rentzen  hant  vor  dem  amman  und  den 
richtern  der  stat  ze  Mangen  vor  offem  gericht  nach  gesamnoter 
urtail  und  wie  sich  die  richter  ze  Mangen  erkantent  uff  ir  aid  daz 
0  ez  billich  und  von  rechtz  wegen  kräft  und  macht  hän  sölt  und  och 
hett,  uff  gib  (!)  und  uff  geben  und  bewiset  hän  den  grossen  zehenden 
ze  Fridingen  halben  der  järklich  giltet  drissig  malter  und  zway 
malter  Rüdlinger  messes  gemaines  kornes,  und  den  klainen  zehenden 
ze  Fridingen  halben  der  järklich  giltet  zway  pfunt  guter  Haller  und 
5  genger  der  gelich  tail  herr  Ulrichs  von  Hornigen  sint,  und  ain  pfunt 
güter  und  genger  Haller  järklich  ewiges  geltes  üsser  minein  hof  ze 
Fridingen  gelegen  den  hüt  ze  tag  Hettling  Stähelli  buwet  —  du 
güt  baidü  zehenden  und  den  hof  ich  und  min  brüder  für  aygen 
her  Wacht  und  genossen  liabent  —  an  den  altar  ze  Fridingen  in 
:)  der  cappelle  gelegen.  Und  verzieh  mich  mit  mins  vogtes  Bentzen 
Rentzen  hant  willen  und  gunst  und  nach  urtail  der  richter  ze  Mangen 
j  und  wie  sich  die  richter  und  och  der  amman  ze  Mangen  erkantent 
I  daz  ez  bilich  und  von  rechtes  wegen  kraft  und  macht  hän  sölt  und 
1  och  het,  aller  der  ansprach  vorderung*  gewonlmit  und  recht  die  ich 
■5  oder  dehain  min  erben  an  die  zehenden  klainen  und  grossen  und 
I  an  daz  pfunt  Haller  järkliches  ewiges  geltes  untz  her  geliebt  liabent 
I  ietz  hettent  oder  inner  mer  gewinnen  möchtent  uff  gaistlichem  oder 
I  uff  weltlichem  gericht  oder  suss  än  gericht  in  dehainen  weg  suss 
I  oder  so,  gen  dem  altar  in  der  cappell  ze  Fridingen  gelegen  und 
I)  gen  aim  ieglieh  cappelan  dem  der  altar  verlühen  wirt,  mit  semlicher 


532 


1379. 


beschaidenhait  daz  ich  Elizabett  von  Hornstain  den  altar  lihen  sol 
und  och  pfrünt  alle  die  wile  ich  leben  wie  dik  er  ledig*  wirt.  Und 
wenn  ich  abgangen  bin  von  todes  wegen,  so  sol  dü  lehenschaft 
dez  altars  und  pfrünt  minem  brüder  Hansen  von  Hornstain  von 
Schatzberg  und  sinen  erben  vervallen  sin.  War  aber  daz  ich  oder 
min  brüder  Hans  von  Hornstain  oder  sin  erben  den  denn  dü  lehen¬ 
schaft  dez  benanten  altars  gevallen  war,  den  altar  und  pfrünt  nit 
lihent  ainem  erbären  priester  über  ainen  manot  ungevarlich  dem 
nächsten  nach  dem  tag*  als  ez  von  in  gevordert  wirt,  so  sol  dü 
lehenschaft  dez  selben  altars  dez  selben  males  an  dry  die  eitesten 
von  Hornstain  gevallen  sin  wie  dik  daz  beschicht.  War  aber  daz 
die  selben  dry  von  Hornstain  den  denn  dü  lehenschaft  vervallen 
war  den  altar  und  pfründ  och  nit  lihent  ungevarlich  über  ainen 
manot  nach  dem  tag  als  ez  von  inen  gevordert  wirt  ainem  erbaren 
priester,  so  sol  dü  lehenschaft  dez  selben  males  minem  herren  dem 
byschoff*  ze  Costentz  vervallen  sin  wie  dik  daz  beschicht.  Ez  ist 
och  ze  wissent,  daz  dü  ewig  mess  zü  dem  altar  also  geordenet  und 
gestiftz  ist,  daz  ain  ieglich  cappellän  dem  denn  der  altar  verlühen 
wirt  täglich  sol  mess  hän  ungevarlich,  und  sol  och  ainem  ieglichen 
kilchherren  der  pfarrkilchun  ze  Enslingen  gelegen  an  allen  schaden 
sin  und  gehorsam  sin  uff  den  ayd  den  ain  ieglicher  cappellän  dem 
der  altar  verlihen  wirt  dar  umb  ze  den  hailigen  uff  dem  halligen 
ewangelien  sweren  sol  in  aller  der  wis  als  ander  cappellän  iren 
kilchherren  gehorsam  und  an  allen  schaden  sin  sont  nach  gewonhait 
und  nach  recht  und  mit  semlichem  gedingt:  wär  ob  ain  cappellan 
der  mess  und  ordenung  sämig  weit  sin  und  sich  da  von  ziehen 
weit  oder  ander  kilchen  oder  ander  pfründen  besingen  oder  besitzen 
weit  ez  wär  ze  Enslingen  oder  anderswa  weles  jares  oder  wie  dik 
daz  beschäch,  so  sont  die  nütz  die  dez  selben  jares  von  den  vor 
genanten  güten  gevallent  dem  altar  vervallen  sin  in  semlicher  wis 
und  beschaidenhait,  daz  die  kilchunpfleger  der  selben  kirchun  nach 
minem  oder  mins  brüder  rät  oder  wem  denn  dü  lehenschaft  gevallen 
ist  die  selben  nütz  dem  selben  altar  anlegen  sont  die  nütz  ze 
merent.  Wär  aber  daz  ain  cappellän  dem  denn  der  altar  verlühen 
wirt  dar  nach  ain  ander  jar  der  mess  und  ordenung  füro  weit  sämig 
sin  und  den  altar  und  mess  nit  besäss  und  vollbrächt  in  aller  der 
wise  als  vor  verschriben  ist,  so  sol  der  altar  und  pfründ  mir  oder 
wem  denn  dü  lehenschaft  gevallen  ist  ledig  sin.  Und  mag  ich  oder 
wer  die  lehenschaft  denn  inne  hät  den  selben  altar  ainem  andern 
priester  liehen  än  dez  sämigen  cappellans  wider  red  sumen  und 


1379. 


533 


irren.  Siegler:  ich  Elizabett  von  Hornstain  her  Cunratz  vom  Rain 
wilent  elichü  husfrow.  Ich  Berchtolt  Spirer  kilchherr  der  pfarrkilchun 
ze  Enslingen  vergich  ( Einverständnis ,  S  anhängung).  Ich  Bentz  Rentz 
burger  ze  Mangen  der  Elsbetun  von  Hornstain  vogt  ze  disen  zitten 
5  veregich  (Einverständnis) .  Siegler:  der  amman  und  der  rät  der  stat 
ze  Mangen.  Wir  der  amman  und  der  rät  der  stat  ze  Mangen  ver- 
gehent,  daz  alle  vor  geschriben  Sachen  vor  uns  vor  offem  gericht 
in  aller  der  wise  als  hie  vor  verschriben  ist  vollendet  und  beschehen 
sint  (S  anhängung).  Ich  Hans  von  Hornstain  von  Schatzberg  ver- 
0  gich  (Einverständnis,  Siegel). 

Dirr  hrieff  ist  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gehurt  drüzehen- 
hundert  jar  und  sübentzig  jar  und  dar  nach  in  dem  nünden  jar  an 
sant  Johans  dez  toffers  abent  ze  sunnwendi. 

Drei  S  sind  vorhanden.  Das  Bund  S  der  Elisabeth  von  Hornstein  ist 
5  beschädigt;  eine  weibliche  Figur,  die  den  Schild  mit  dem  Hornstein’ sehen  Wappen 

hält ,  im  Siegelfeld  Blumenranken.  U: - ISABETE  •  DE  •  H  •  •  •  STA  •  •  •  Das  S 

des  Hans  von  Hornstein  fehlt.  Das  Oval  S  des  Berthold  Spirer  zeigt  eine 
stehende  Heiligenfigur  in  langem  Gewand ,  in  der  vor  die  Brust  gedrückten 
Linken  die  Martyrerpalme  haltend.  U:  f  S.  B.  SPIIi  •  REOR  •  EE  •  I  •  ENSLIGE  • 
0  Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


778.  1379.  24.  Juni.  Hans  von  Hornstein  von  Schatz- 

berg  verkauft  an  seine  Schwester  Elsbeth  seinen  Teil 
des  Gross-  und  Kl  ein  zehnten  zu  Friedingen  um  400  U 

Haller. 

5  Tch  Hans  von  Hornstain  von  Schatzberg  ze  disen  zitten  ze 

Wulff lingen  gesessen  kund,  daz  ich  mit  guter  Vorbetrachtung  gesunder 
libes  sinn  und  mütes  ains  rechten  redlichen  und  ewigen  köffes  ze 
köffent  gib  und  geben  hän  miner  lieber  swester  Elsbetun  herr  Cunratz 
vom  Rain  wilent  elicher  husfrowun  und  allen  iren  erben  minen  tail  dez 
|»  grossen  und  dez  klainen  zehenden  ze  Fridingen  gelegen  und  minen 
1  tail  dez  gütz  ze  Fridingen  gelegen,  daz  halbs  min  gewesen  ist  und  daz 
hüt  ze  tac  Hetling  Stähelli  buwet  mit  grünt  mit  grat  mit  akern  mit 
wisen  mit  wasen  mit  zwy  mit  holtz  mit  velt  mit  wasser  mit  wasser- 
laiti  mit  steg  mit  weg  mit  waid  und  mit  allen  nützen  rechten 
•  und  gewonhaiten  und  zu  gehörden  ussren  und  innren  umb  vier 
hundert  pfunt  guter  und  genger  Haller  (Quittung)  für  recht  ledig 
loss  unbekümbert  und  unansprachig  aygen  (Auflassung).  Währschaft 
nach  landes  recht  und  nach  recht,  wenn  sy  mich  dar  umb  ermanent 
nach  ir  manung  inrent  ainem  manot  dem  nächsten  und  min  erben 


534 


1379. 


in  den  selben  rechten  ob  ich  enwär  als  vil  und  als  dik  so  [si]  dez 
noturftig  sint  an  allen  iren  schaden.  Siegler:  ich  Hans  von  Horn- 
stain  von  Schatzberg  ze  disen  zitten  ze  Wulfflingen  gesessen. 

Dirr  brieff  ist  gegeben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  sübentzig  jar  und  dar  nach  in  dem  nimden  jar 
an  sant  Johans  tag  ze  sunnwendi. 

Das  HundS  des  Hans  von  Hornstein.  U:  f  S.  IOHANNES  •  DE  •  HORN- 
STAIN  (IN  sind  ins  Siegelfeld  her  eingerückt) . 

779.  1379.  28.  Juni.  Konstanz.  Der  Bischof  von  Kon¬ 

stanz  bestätigt  die  Stiftung  der  ewigen  Messe  in  die 
Kapelle  zu  Friedingen. 

iHiainricus  dei  gracia  episcopus  Constantiensis  universis  Christi 
fidelibus  tarn  presentibus  quam  futuris  bone  voluntatis  hominibus 
presentes  ||  nostras  litteras  intuentibus  salutem  in  domin  o  sempiternam 
cum  noticia  subscriptorum.  Cum  discreta  Elizabet  de  Hornstain  || 
relicta  quondam  Conradi  vom  Rain  militis  pio  ducta  intencione  ac 
proposito  ob  laudem  et  honorem  omuipotentis  dei  gloriose  |j  yirginis 
Marie  et  omnium  sanctorum  necnon  pro  salute  et  remedio  animarum 
quondam  Conradi  militis  sui  mariti  legitimi  et  sue,  Johannis  de 
Hornstain  fratris  ipsius  et  quondam  patris  eorundem  et  aliorum 
progenitorum  ipsorum  necnon  animarum  aliorum  Christi  fidelium 
divinique  eultus  ob  augmentum  unam  perpetuam  missam  in  altari 
beati  Blasii  confessoris  in  capella  ville  in  Fridingen  infra  parroehiam 
ecclesie  in  Enslingen  nostre  dyocesis  sito  per  sacerdotem  ydoneum 
ibidem  perpetuo  habendam  et  celebrandam  sub  certis  annuis  redditi- 
bus  de  bonis  et  possessionibus  ipsius  Elizabet  certis  et  validis  in 
literis  dotacionum  eiusdem  perpetue  misse  expressis  sacerdoti 
ydoneo  seu  prebendario  eiusdem  perpetue  misse  pro  tempore  exi- 
stenti  singulis  annis  perpetuo  dandis  et  exsolvendis  de  eonsensu 
illustris  principis  domini  Leopoldi  ducis  Austrye  patroni  et  Bertoldi 
dicti  Spirer  rectoris  parrochialis  ecclesie  in  Enslingen  cui  ecclesie 
capella  in  Fridingen  subesse  dinoscitur  necnon  Bertoldi  dicti  Rentzen 
oppidani  in  Mengen  tutoris  eiusdem  Elizabet  ad  premissa  facienda 
legitimi  deputati,  Johannis  de  Hornstain  de  Schatzberg  armigeri  sui 
fratris  et  aliorum  consanguineorum  ipsius  Elizabet  deliberacione 
matura  et  tractatu  diligenti  desuper  prehabitis  sub  modo  forma  et 
condicionibus  in  literis  dotacionum  eiusdem  perpetue  misse  sigillis 
ipsius  Elizabet  Johannis  fratris  sui  Bertoldi  rectoris  parrochialis 
ecclesie  neciion  universitatis  oppidi  in  Mengen  pendentibus  sigillatis 


1379. 


535 


super  premissis  confectis  et  nobis  ostensis  contentis  benivolo  et 
expresso  dotaverit  et  prout  in  eisdem  literis  continetur  fieri  ordinaverit 
nobisque  ex  parte  Elizabet,  ut  ipsius  dotationem  et  ordinationem 
perpetue  misse  admittere  et  approbare  ipsasque  auctoritate  nostra 
5  ordinaria  eo  modo  ut  in  literis  dotacionum  prescriptis  exprimitur 
confirmare  dignaremur,  humiliter  et  cum  instantia  debita  fuerit 
supplicatum,  nos  igitur  Hainricus  episcopus  Constantiensis  peticionem 
nobis  in  hac  parte  factam  rationi  fore  consonam  attendentes  et 
eidem  favorabiliter  annuere  cupientes  omnia  ea  que  in  augmentum 
10  divini  cultus  quem  nostris  temporibus  augeri  desideramus  a  Christi 
Melibus  racionabiliter  ordinantur  benigne  prosequimur  et  ex  debito 
pastoralis  officii  amplexamur.  Habita  cognitione  summaria  de  pre¬ 
missis  invenimus  dotacionem  et  ordinacionem  perpetue  misse  rite 
et  debite  fore  factas  et  procesisse  nec  non  consensus  patroni  rectoris 
15  ecclesie  et  aliorum  prescriptorum  benivolos  et  expressos  intervenisse 
quodque  sacerdos  seu  prebendarius  perpetue  misse  per  huiusmodi 
redditus  in  literis  dotacionum  expressos  in  illis  locis  cum  adiutorio 
aliorum  Christi  fidelium  potest  honorifice  sustentari.  Dotacionem 
et  ordinacionem  perpetue  misse  predicti  altaris  sub  modo  forma  et 
20  condicionibus  in  literis  dotacionum  expressis  et  contentis  ad  peti¬ 
cionem  nobis  ut  premittitur  factam  circa  omnia  et  singula  prout 
ipsorum  oportunitas  et  necessitas  requirunt  admittimus  et  approbanius 
ipsasque  auctoritate  nostra  ordinaria  hiis  in  scriptis  in  dei  nomine 
confirmamus,  volentes  easdem  dotacionem  et  ordinacionem  perpetue 
25  misse  prefati  altaris  ab  Omnibus  Christi  Melibus  imperpetuum  in- 
violabiliter  observari,  ita  tarnen  quod  canonica  institucio  sacerdotis 
seu  prebendarii  ad  perpetuam  missam  altaris  quotiens  fuerit  opor- 
tunum  fiat  sine  omni  preiudicio  et  gravamine  parrochialis  ecclesie 
in  Enslingen. 

JO  Datum  Constantie  anno  domini  millesimo  trecentesimo  septua- 
j  gesimo  nono  IIII  kalen.  mensis  iulii  indicione  secunda. 

1  Ein  Meines  rotes  Bund  S  war  auf  gedrückt;  anhangend  ein  braunes 

OvalS  des  Bischofs  von  Konstanz.  U:  f  •  •  HAINRICV  •  DEI  •  GRA  •  EPISCO- 
PVS  •  9STA  •  •  • 

J5  780.  1379.  14.  Juli.  Katharina  Kallin  und  Kunz  Alwich 
verkaufen  an  Heiligkreuztal  ihr  Gut  zu  Herbertingen 

um  220  Haller. 

\I\ch  Katherina  Kallin  Cünrat  Kallen  wilent  elichii  husfrow 
und  ich  Cüntz  Alvvich  den  man  nempt  den  amman  von  Büchowe 


536 


1379. 


baidü  burger  ze  Mangen  kündent ,  daz  ich  Katherin  Rällin  mit  willen 
nncl  gunst  Cüntzen  des  Schmides  der  mir  vor  offem  gericht  ze 
Mangen  ze  ainem  vogt  geben  ist  und  mit  siner  hant,  und  ich  Cüntz 
Alwich  mit  ir  und  wir  baidü  gemainlich  und  unverschaidenlich  mit 
guter  Vorbetrachtung  gesundes  libs  sinne  und  mütes  ains  rechten 
redlichen  und  ewigen  köffes  ze  köffent  geben  habent  und  gebent 
mit  urkünd  dises  brieffes  unser  gemain  gut  ze  Herbrechtingen  dem 
dorff  und  in  den  selben  bannen  gelegen  daz  hüt  ze  tag  Ruff  der 
Kantzier  buwet  mit  grünt  mit  grat  mit  akkern  mit  wisen  mit  holtz 
mit  velde  mit  stok  mit  stammen  mit  wasen  mit  zwy  mit  steg  mit  k 
weg  mit  waiden  mit  hus  und  mit  hofraitinun  mit  wasser  mit  wasser- 
layti  und  mit  allen  usseran  und  innren  zügehörden  und  mit  allen 
sinen  nützen  rechten  und  gewonhaiten  in  aller  der  wise  als  wir 
daz  gilt  untz  her  in  gehaben  und  genossen  habent  und  für  ledig 
für  loss  unbekumbert  unansprachig  recht  aygen  den  gaistlichan  u 
frowan  frow  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtisscenn  und 
dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  gelegen  und 
allen  iren  nachkumenden  umb  zway  hundert  pfunt  und  zwaintzig 
pfunt  guter  und  genger  ytaliger  Haller  ( Quittung ,  Auflassung). 
Währschaft  nach  der  stat  recht  ze  Mangen.  Ich  Cüntz  der  Schmid  2(] 
der  Katherinun  der  Rällinun  vogt  ze  disen  zitten  vergich  (Ein¬ 
verständnis).  Siegler:  der  animan  und  der  rät  der  statt  ze  Mangen 
(S  anhängung). 

Der  [brieff]  ist  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  sübentzig  jar  dar  nach  in  dem  nünden  jar  an  sant  2^ 
Margaretun  abent. 

ND:  Umb  das  gut  ze  Herbrechtingen  das  wir  koufftun  umb  Kathrinun 
Rällinun  und  C.  Alwigen  ze  Mengen. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


781.  1379.  24.  Juli.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig- 

kreuztal  geben  ihrer  Klosterfrau  Elisabeth  Löchlerin 
u n  d  i h  r  em  Pf r ü n  d  n  e r  B e n  z  V a  s  e r  v e r  s  ch i e  d  e n  e  Gü  t e r  u n  d 
Gülten  als  Leibgeding,  die  nachher  an  verschiedene 
Ämter  zurückfallen. 

'■■Wir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  das 
ünser  klosterfrow  Elizabeth  Löchlerin  und  ünser  pfründner  Bentz 
der  Vaser  dü  baidü  die  wil  iro  das  ain  ist  sont  niessen  und  hän 
mitt  ünserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  disü  hie  nach  geschriben 


1379. 


537 


gut  und  gelt:  acht  juchart  ackers  die  wir  koufftun  umb  Jäklin 
Alwigen  die  Markli  der  Beller  buwet  ze  Hundersingen  und  da  von 
git  ain  pfunt  und  vier  Schilling  Haller,  das  gut  das  wir  umb  Eriken 
von  Maugenbüch  koufftun  ze  Bützkoven  in  eschlich  zwo  juchart 
5  und  ain  bünd,  drithalb  mansmat  wiso  und  zwo  juchart  in  eschlich 
ze  Völkoven  dü  allü  geltend  drithalb  Haller  und  ain  viertal  öls 
jarlich.  Ain  hoffraiti  hus  schür  und  garten  ze  Bützkoven  die  wir 
koufftun  umb  den  Haiden  gilt  sechtzehen  Schilling  Haller  jarlich 
und  zwai  hünr.  Ain  wise  koufftun  wir  umb  den  Zähen  vom  Stain 
0  litt  ze  Hundersingen  im  brait  widach  gilt  jarlich  ain  pfunt  Haller. 
Die  wise  die  man  nempt  den  häggen  [die  w]ira)  umb  den  Zähen 
vom  Stain  koufftun  dü  gilt  jarlich  dritthalb  pfunt  und  vier  Schilling 
Haller.  Ain  gütli  koufftun  [wir  umb]a)  Haintzen  den  Ebingen  litt  ze 
Hundersingen  des  ist  ailff  juchart  und  zwai  mans  mat  wiso  gilt  ain 
5  pfunt a) .  .  jarlich.  Und  die  wise  die  man  nempt  den  hauggen  der  süben 
mans  mat  ist  die  wir  koufftun  umb  hern  [Cünrata)  von  Wilmadjingen 
frümesser  ze  Mengen  dü  gilt  dritthalb  pfunt  und  zwen  Schilling 
Haller.  Dü  gut  und  gelt  sont  [si  baidü  messen  die]a)  wil  si  baidü 
sint.  Und  wenn  das  ain  abgaut  von  tode,  so  sol  das  ander  dennoch 
0  ainig  messen  dü  selben  gut  .  .  a)ich  all  die  wil  es  ist.  Wenn  aber 
si  baidü  ensint  und  von  tode  abgänt,  so  sont  denn  dü  gut  und  geltt 
[allü] a)  vallen  in  ünserr  jarzito  ampt  aun  ünserr  und  ünser  nacli- 
komendo  irrung  ald  hindernüst  gäntzlich.  Und  sont  denn  ünserr 
jarzito  maistrina  die  denn  sint  von  den  selben  güten  und  gelten 
5  ünserr  kustrinun  in  ir  ampt  jarlichs  richten  und  gen  zwai  pfunt 
Haller  zü  aiin  ewigen  lieht,  ünserr  sängrinun  in  ir  ampt  ain  pfunt 
jarlichs  Haller  geltz,  zü  ünserr  frown  liechtern  zehen  Schilling  Haller 
jarlichs,  und  zü  baider  sant  Johansen  liechtern  och  zehen  Schilling 
jarlichs  geltes.  Und  mitt  dem  andern  übrigem  gelt  sont  si  baider 
p  jarzit  der  Elizabethun  und  Bentzen  jarzit  as  die  gott  fügt  eweclich 
I  jarlich  ieglichs  jars  begän  as  wir  ander  jarzit  gwonlich  in  ünserrn 
gotzhuss  begangin.  Und  son  wir  und  ünser  nachkomenden  das 
stät  behalten  und  tün  as  wir  got  den  selun  und  dem  rechten  dar 
umb  wellin  antwrten.  Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  äbb- 
5  tissen  und  der  convent  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Gristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  sübentzig  jar  und  nün  jar  an  sant 
Jacobs  des  merren  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

)  a)  Aus  dem  Pergament  sind  Stücke  her  ausgerissen. 


538 


1379. 


782 .  1379.  9.  August.  Heinz  Mengoss  von  Friedingen 

kauft  von  Heiligkreuztal  zu  Leibgeding  2  U  Haller 
jährlichen  Gelds  um  34  U. 

W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  daz 
wir  dem  frumen  ünserm  kneht  Haintzen  Mengoss  von  Fridingen 
den  man  nempt  den  Pfiffer  ze  libding  sim  übe  habin  gegeben  ze 
kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff  zwai  pfunt  guter  und  ganger 
Haller  järlichs  geltz  umb  drissig  und  vier  pfunt  Haller,  der  wir 
von  im  gewert  sigin  gäntzlich  und  in  ünserr  jarzit  ampt  gut  an 
den  sechten  tail  des  zehenden  ze  Bützkoven  den  wir  umb  den 
Esler  burger  ze  Mengen  koufftun  bewent  und  geleit  habin.  Und 
sont  die  maistrina  ünserr  jarzit  weli  denn  sint  dem  Haintzen  Mengoss 
du  selben  zwai  pfunt  guter  Haller  järlichs  ieglichs  jars  richten  und 
gen  uff  sant  Michels  tag  unverzogenlich  all  die  wil  er  ist.  Wenn 
aber  er  enist  und  von  tode  abgaut,  so  sint  denn  du  selben  zwai 
pfunt  Haller  järlichs  geltz  ledig  und  los  ünserm  gotzlius  in  ünserr 
jarzito  ampt.  Und  sont  denn  die  jarzit  maistrina  weli  denn  sint 
sin  jarzit  as  die  gott  fügt  mitt  den  selben  zwai  pfunden  järlichs 
geltz  järlichs  ieglichs  jars  begän  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzita  bi 
üns  begangin.  Und  weles  jars  das  si  nitt  tätin,  des  selben  jars 
so  sont  dü  selben  zwai  pfunt  Haller  järlichs  geltz  von  üns  vallen 
an  die  hailigen  des  gotzhuss  ze  Andelfingen  des  jars  so  wir  die 
jarzit  nitt  begiengin  as  dik  das  beschähi.  Siegler:  wir  Adelhaid 
von  Hornstain  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Haiüg- 
erütztal. 

l)er  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebdrtt  drützehen  hundert  jar  sübentzig  jar  und  nün  jar  an  sant 
Laurentius  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

Beschriebene  Pressein. 

788.  1379.  29.  September.  Heinrich  und  Konrad 

Mälchinger  verkaufen  ihren  Hof  zu  Herbertingen  um 
105  Haller  an  Heiligkreuztal. 

■lieh  Hainrich  der  Mälchinger  und  ich  Cünrat  Mälchinger  ge- 
brüder  kündent,  daz  wir  mit  guter  vorbetrachtung  willeklicli  wol 
gesund  libes  sinne  und  mütes  ains  rechten  redlichen  und  ewigen 
köffes  ze  köffent  geben  habent  und  gebent  mit  urkünde  dises  briefes 


1379. 


539 


frowe  Adelliaid  von  Hornstain  ze  disen  zitten  abbtisscenn  dez  closters 
ze  Hailigencrütztal  gelegen  und  dem  convent  gemainlich  dez  selben 
closters  und  ordens  und  allen  iren  nachkumenden  Unseren  hoff  ze 
Herbrechtingen  dem  dorff  gelegen  und  in  den  selben  bannen  (Per- 
5  tinenzformel)  und  unverschaidenlich  und  gemainlich  alles  daz  daz 
wir  ze  Herbrechtingen  in  dem  dorff  und  in  den  selben  bannen 
habent,  ez  sigent  hüser  schüran  hoffstette  hoffraitinan  garten  akker 
wisen  holtz  oder  velt  oder  bongarten  oder  wie  daz  gehaissen  oder 
genempt  war  mit  allen  sinen  nützen  rechten  und  gewonhaiten  und 
LO  mit  allem  dem  so  liberal  iendert  dar  zu  oder  dar  in  gehöret  für 
recht  ledig  loss  unbekümbert  und  unansprachig  aygen  umb  hundert 
pfunt  und  umb  fünf  pfunt  guter  und  geber  Haller  ( Quittung ,  Besitz- 
einweisung ,  Auflassung,  Währschaft).  Ze  rechten  bürgen  gesetzt: 
Cüntzen  von  Ryschach  ze  Höwdorff  gesessen  und  Cünraten  den 
15  Hagel  yogt  ze  Diengen  ze  disen  zitten  baid  unverschaidenlich  und 
mit  semlichem  gedingt :  war  ob  wir  Hainrich  und  Cünrat  Malchinger 
gebrüder  oder  ünser  erben  der  abbtisscenn  und  dem  convent  gemain¬ 
lich  und  iren  nachkumenden  all  vor  geschriben  sach  und  ieglich  stukk 
besunder  nit  ussrichtent  und  vollfürtent  in  aller  der  wise  als  hie  vor 
20  und  hie  nach  verschöben  ist  und  gentzlich  an  allen  iren  schaden, 
so  hänt  sy  oder  [ir]  nachkumenden  vollen  gewalt  und  recht  die 
bürgen  ze  manent  ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen  mit  botten  mit 
brieffen  oder  selber.  Und  die  süllent  denn  nach  der  manung  in 
den  nächsten  vierzehen  tagen  in  varen  ze  Mangen  oder  ze  Rüd- 
25  lingen  in  werder  stat  ie  der  bürg  denn  wil  und  süllent  da  laisten 
ain  erbar  gewonlich  gyselschaft  mit  ainem  pfarit  oder  mit  ainem 
erbären  knecht  (Einlager).  Ersatzmann  in  den  nächsten  vierzehen 
tagen  nach  ir  manung.  Tatint  wir  oder  ünser  erben  daz  nit,  so 
haut  sy  oder  ir  nachkumenden  vollen  gewalt  und  recht  den  be- 
jw  standen  bürgen  ze  manent  und  die  sont  denn  nach  der  manung 
in  varen  in  den  nächsten  vierzehen  tagen  und  süllent  laisten  in  den 
|  Stetten  in  aller  der  wise  als  vor  geschriben  ist  als  vil  und  genüg‘ 
untz  daz  ie  der  bürg  dez  denn  mangel  ist  gevertiget  wirt  wie  dik 
daz  beschicht  ( Pfandschaft ,  Landfriedensklausel,  Schadenersatz, 
35  Lösung).  Siegler:  wir  Hainrich  und  Cünrat  die  Malchinger 
gebrüder.  Wir  bürgen  vergehent  baid  gemainlich  (S  bekenntnis). 
Und  wurde  der  insigel  die  an  disen  brieff  gehörent  ains  oder  mer 
brüchig  misshenkt  oder  misskert  oder  an  disen  brieff  nit  gehenkt 
oder  wür  dü  geschrift  ain  halb  grösser  oder  swertzer  denn  änder¬ 
te  halb  oder  wie  dirr  brieff  ungevarlich  vermasget  oder  gebresthaft 


540 


1379-1380. 


wurde,  daz  sol  alles  inen  noch  ir  nachkumenden  noch  disem  brieff 
dehain  schad  nit  sin  weder  suss  noch  so. 

Dirr  brieff  ist  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  sübentzig  jar  und  dar  nach  in  dem  nünden  jar 
an  sant  Michels  tag.  \ 

ND:  Umb  ain  hoff  ze  Herbrechtingen  koufftun  wir  umb  die  Mälchinger. 

Vier  RundS.  Die  zwei  ersten  sind  teils  undeutlich ,  teils  zerstört.  Das 
Bild  zeigt  einen  wachsenden  Hirsch  auf  Dreiberg.  U:  1.  f  S.  HAINE,  •  DCI  • 
3LELCHIGER.  2.  f  S.  CVONEADI  •  DCI  •  M/ELCHIGER.  3.  Das  S  des  Kon¬ 
rad  von  Reischach.  4.  Das  S  des  Konrad  Hagel.  S  1  ist  in  Rapier  eingeschlagen;  1( 
darauf  steht  von  späterer  Hand:  . . .  denst  vor  an.  Hans  Anman  und  Burkart 
Birkmaier  burgermaister  ich  bit  .  .  .  z  ir  mir  us  gewinnend  XYI  pfund  Haller 
an  ainem  juden  uf  minen  .  .  .  n  untz  daz  ich  kom,  so  wil  ich  üch  denn  erlichen 
losen  ze  volem  schaden  .  .  .  körnend,  da  wil  ich  üch  von  losen  und  die  XYI  lib. 
Hall[er]  die  gen  mir  .  .  .  wen  ich  sol  im  die  gelten  ....  1! 

784.  1380.  23.  April.  Kunz  Haulting  von  Altheim  ver¬ 
kauft  an  die  Heiligen  der  Leutkirche  zu  Andelfingen 

eine  Wiese  um  19  U  Haller. 

\I\ch  Cuntz  Haulting  von  Althain  vergich,  das  ich  min  wise 
der  ain  mans  mat  ist  und  gelegen  ist  ainhalb  an  der  owe  under  2 
Landow  und  anderhalb  an  der  Herterinun  von  Hailigcrütztal  wise 
und  stosst  an  das  gevell  ains  rechten  redlichen  kouffs  hau  gegeben 
ze  kouffend  und  gib  mitt  disem  brieff  für  recht  ledig  aigen  den 
liailigen  der  lüppkirchun  ze  Andelfingen  umb  nünzehen  pfunt  guter 
Haller  ( Quittung ,  Währschaft).  Siegel:  mins  gnädigen  herren  des  2 
erwirdigen  herr  Hansen  lüppriesters  ze  Althain  und  ze  Rüdlingel 
und  tegans  des  cappitels  ze  Rüdlingen.  Ich  pfaff  Hans  Mündli 
lüppriester  ze  Althain  und  ze  Rüdlingen  tegan  des  cappitels  ze 
Rüdlingen  vergich,  das  ich  wissentlich  durch  Cüntzen  Haultings 
mins  undertans  ernstlicher  bett  willen  min  aigen  insigel  hän  gehenkt  3 
an  disen  brieff,  der  gegeben  ist  in  dem  jar  do  man  zalt  von 

Cristus  gebürt  drützehenhundert  jar  und  achtzig  jar  an  sant  Georien  tag. 

j Ein  OvalS.  Das  Bild  ist  zerstört.  U:  •  •  •  •  NIS  •  DCI .  MV  •  •  DLI  • 

SA  CD  0  TI  •  • 

785.  1380.  30.  April.  Konrad  von  Hornstein  zu  Grüningen  3 
vermacht  dem  Kloster  Heiligkreuztal  zwei  Höfe  zu 

G  r  ü  n  i  n  g  e  n. 

I  ch  Cünrat  von  Hornstain  ritter  ze  Grünigen  gesezzen  urlcünd, 


1380. 


541 


als  ich  daz  güt  da  ze  Grünigen  gelegen  da  die  Grauffen  ze  disen 
ziten  uff  sitzend  mit  aller  zügehörd  nach  minera  töd  verordnot  ver- 
macnot  und  verschriben  hän  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemain- 
lich  dez  closters  ze  Hailigcrütztal  alz  die  brieff  wol  wisend  die 
5  sy  von  mir  und  minen  kinden  dar  umb  hänt  und  öch  nach  der 
selben  brieff  sag  und  alz  ich  öch  inen  und  iren  nächkomen  nach 
minem  töd  vermachot  und  gegeben  hän  den  liöff  da  ietz  Haintz  der 
hirt  uff  sitzt,  den  biz  her  Strüb  gebuwen  hat  mit  aller  zügehörd 
uss  genomen  dez  geltez  so  vor  dar  uss  gät  daz  ist  zwai  phunt 
10  Haller  an  sant  Kathrinun  altär  ze  Rüdlingen,  zwai  phunt  Haller 
ewigs  geltez  gen  Zwivelton  dem  closter,  vier  phunt  Haller  ewigs 
geltez  diu  der  Mursallinun  lipding  sint  die  wil  siu  lebt  und  dar 
nach  vallend  zu  dem  andern  an  daz  closter  ze  Hailigcrütztal  alz 
die  brieff  allez  sament  wol  wisend  die  dar  umb  vormals  geben  sint. 
5  Und  ain  phunt  blosser  Haller  järlichs  geltez  gib  ich  usser  dem 
selben  hoff  mit  urkünd  diz  brieffs  Hätzun  von  Stainhülw  miner 
husfrowen  tohter  ainer  closterfrowen  ze  Hailigcrütztal  daz  ir  järlich 
die  wil  siu  lebt  iedez  jars  uff  sant  Martins  tag  usser  dem  hoff 
werden  sol  und  gevallen  än  widerred  und  an  verziehen.  Und  alz 
0  bald  siu  von  töd  abgät  und  erstirbet,  so  ist  daz  selb  pfunt  Haller 
aber  dem  closter  ze  Hailigcrütztal  ledklich  und  ewklich  zu  dem 
andern  vervallen  an  menglichz  irrung.  Zu  den  zwain  güten  da  die 
Grauffen  uff  sitzend  und  da  ietz  Haintz  der  hirt  uff  siezt  ich  mir 
und  minen  erben  hett  die  lehenschafft  daz  wir  diu  güt  möhten 
5  haben  verlühen  besetzt  und  entsetzt  behalten  und  öch  ayger  und 
hünr  gelt,  da  vergich  ich  für  mich  und  all  min  erben,  daz  ich 
inen  die  aigenschafft  lehenschafft  vogtschafft  und  ällü  reht  ietz 
ledklich  gegeben  hän  und  gib  mit  urkünd  diz  brieffs.  Auflassung , 
usgenomen  der  reht  so  ich  dar  zü  hän  von  der  nütz  wegen  und 
p  gelt  wegen  so  mir  dar  uss  werdend  und  gänd  die  wil  ich  leb  und 
l  nit  füro  und  usgenomen  der  aiger  und  hünr  gelt  so  dar  uss  gänt, 
i  hän  ich  mir  öch  behalten  die  wil  ich  leb  und  nit  füro.  Und  alz 
bald  ich  abgestirb,  so  vallet  ez  allez  an  die  frowen  ze  Hailig¬ 
crütztal.  Siegler:  ich  Cünrat  von  [Hornstain]  ritter  ze  Grünigen 
5  gesezzen. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gehurt  driuzehenhundert  jar  dar  näch  in  dem  ahtzigosten  jar  an 
sant  Walpurg  äbent  ze  äugendem  mayen. 

j  Das  liundS  des  Konrad  von  Hornstein. 


542 


1380. 


786.  1380.  30.  April.  Konrad  von  Hornstein  zu  Grüningen 
verkauft  an  Heiligkreuztal  Haus  und  Garten  um  17  % 

Haller. 

I  ch  Cunrat  von  Hornstain  ritter  von  Grüningen  vergich,  daz 
ich  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailig- 
crütztal  und  iren  nächkomenden  ainez  rehten  redlichen  köffs  hän 
gegeben  ze  köffend  und  gib  mit  disem  brieff  daz  hus  und  den  garten 
an  dem  anger  bi  der  lindun  gelegen,  da  ze  disen  ziten  Hagen  uff 
sitzt  und  da  wilent  herr  Hainrich  der  kircherr  salig  inn  sazz  da 
ze  disen  ziten  uss  gät  jarlich  ain  phunt  Haller  und  zwai  herbsthünr.  i<| 
Und  hän  ich  inen  daz  hus  und  den  garten  gegeben  für  reht  aigen 
umb  sibentzehen  phunt  Haller  f Quittung ,  Währschaft).  Siegler: 
ich  Cunrat  von  Hornstain  ritter  und  ich  Hans  von  Hornstain  herr 
Cünratz  von  Hornstain  sun  (Einverständnis,  S  anhängung). 

Der  [brieff]  wart  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  i| 
gebürt  driuzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem  ahtzigosten  jar 
an  sant  Walpurg  äbent. 

Zwei  BundS  des  Konrad  und  Hans  von  Hornstein. 


787.  1380.  25.  Mai.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig 

kreuztal  verkaufen  an  ihre  Klosterfrau  Adelheid  Ebingerin 
1  &  Haller  jährlichen  Geldes  als  Leibgeding  um  16  ti. 

i  W  ir  Margertata  (!)  von  Andelfingen  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz 
wir  ünserr  klosterfrown  Adelhaiden  Ebingerinun  ains  rechten  red¬ 
lichen  kouffs  habin  gegeben  ze  kouffend  und  gebin  mitt  disem 
brieff  ain  pfunt  güter  und  ganger  Haller  ewigs  geltz  uss  ünserr 
jarzito  ampt  und  sunderlich  uss  ünserm  wingarten  ze  Uberlingen 
uss  dem  tail  der  zu  herre  Hansen  säligen  von  Hornstain  von  Pflumern 
genant  jarzit  hört  umb  sechtzehen  pfunt  Haller  (Quittung).  Und 
sont  ünser  jarzito  maistrina  die  denn  sint  der  Adelhaiden  Ebingerinun 
das  pfunt  güter  Haller  jarlich  ieglichs  jars  richten  und  gen  uff  sant 
Martins  tag  all  die  wil  sü  ist  und  das  nemen  wil.  Wenn  aber  sü 
enist  und  von  tod  abgaut  ald  so  sü  es  nitt  bi  ir  leben  nemen  weit, 
so  sont  ünserr  jarzit  maistrina  die  denn  sint  mitt  [dem]  selben  pfund 
Haller  järlichem  geltt  ällü  jar  järlichs  und  ieglichs  jars  ünserr 
samnung  dienun  ze  tisch  an  ünsers  herren  frönlichams  tag  durch 
der  Adelhaid  sei  und  aller  dero  selun  den  sü  gebunden  ist  hails 
und  glügs  willen  aun  unser  und  aller  mänglichs  irrung  ald  hin  der- 


1380. 


543 


nüst.  War  aber  ob  du  von  Mettingen  diss  pfunt  Haller  järlichs  geltz 
ablosti  rnitt  sechtzehen  pfunden  Haller  dü  s ü  noch  sol  uff  den  garten 
der  in  ir  vatters  herr  Hansen  saligen  von  Hornstain  jarzit  koufft 
wart,  so  sülin  wir  und  unser  jarzit  maistrina  Adelhaidun  Ebingerinun 
ir  sei  und  der  iro  anderswa  bewisen  das  da  mitt  dem  selben  pfund 
Haller  geltz  beschähi  und  voll  braht  werd  as  da  obnan  da  von 
verschriben  ist.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  und  achtzig  jar  an  sant  Urbans  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heilig  Jcreuztal. 


788.  1380.  24.  Juli.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  erlauben  ihrer  Klosterfrau  Gut  Ankenzöllin 
ein  Haus  mit  Garten  zu  Grünin  gen  als  Leibgeding  zu 

ni  essen. 

\  W\ir  Margareta  von  Andelvingen  ze  disen  ziten  abbtissen 
und  der  convent  gemainlich  dez  gotzhusz  ze  Hailigencrutztal  ver¬ 
gehin,  daz  ünser  closter  frow  Gut  Ankenzöllin  das  hus  und  den 
garten  ze  Grüningen  an  dem  anger  by  der  lindun  gelegen  da  ze 
disen  ziten  Hagen  uff  sitzt  da  von  och  ze  disen  ziten  gät  jarlich 
ain  phunt  Haller  gelts  und  zwai  herbsthünr  die  wir  köfften  umb 
herr  Conrad  von  Hornstain  ze  Grüningen  geseszen  mit  ünserm 
urlob  gunst  und  willen  sol  niessen  und  hän  all  die  wil  sü  ist. 
Und  wenn  sü  enist  und  von  tod  abgät,  so  sol  Fid  Ankenzöllin  ir 
swester  denn  fürbas  du  selben  güt  und  gelt  öch  niessen  und  hän 
all  die  wil  sü  ist  an  all  ünser  und  ünserr  nächkomen  irrung  und 
widerred.  Wenn  aber  sy  beid  ensint  und  von  tod  abgänt,  so  sol 
daz  selb  hus  und  der  gart  und  daz  gelt  daz  da  von  gät  ledig  sin 
und  sol  vallen  an  ünser  järzito  ampt  zü  iro  jarzit  alz  die  got  fügt 
und  zü  irr  müter  saligen  jarzit  Güten  Ankenzöllinun  an  sant  Ser¬ 
vatius  tag,  dero  jarzit  wir  und  ünser  nächkomen  denn  mit  dem 
selben  güt  und  gelt  eweclich  süllen  begän  as  wir  jarzita  gewonlich 
begangin  in  ünserm  closter.  Und  ensüllin  wir  noch  ünser  nach- 
komen  dü  güt  und  gelt  in  dehainn  weg  anders  nümmer  verendern 
sus  noch  so  denn  in  ünser  jartzito  ampt  zü  den  vor  genanten  jar- 
ziten  as  wir  got  und  den  selun  dar  umb  wellin  antwürten.  Siegler: 
wir  Margareta  von  Andelfingen  abbtissen  und  der  convent  gemain¬ 
lich  des  gotzhusz  ze  Hailigcrütztal. 


544 


1380. 


Der  [brief]  ist  gegeben  in  dem,  jar  do  man  zalt  von  Cristus 

gebürt  drixzehen  hundert  jar  und  ahtzig  jar  an  sant  Jacobs  dez 

merren  aubent. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

789.  1380.  20.  Dezember.  Adelheid  von  Freiberg  ver¬ 

kauft  an  das  Kloster  Heiligkreuztal  ihren  Zehnten  zu 

Pfl  ummern. 

Ich  Adelhaith  von  Fryberg  herr  Hainerichs  seeligen  von  Ryschach 
tohter  urkliundt,  dasz  ich  mit  rehter  wissen  dt  und  guetten  fürsätzen 
mit  wohlbedachtem  sün  undt  mueth  mit  gesundem  lib  undt  mit 
rautli  haissendt  und  wissendt  meiner  guetten  fründt  undt  besunder 
mit  rauth  und  guettem  willen  Hainerichs  von  Fryberg  mines  suns 

undt  von  besunder  notturfft  und  nutzes  weegen  min  undt  miner 

erben  undt  oucli  für  ain  rechts  aigen  unansprächigs  guett  aines 
rechten  und  rädlichen  statten  undt  ewigen  kouffs  ze  kouffendt  geben 
handt  und  auch  zue  kauffendt  gib  mit  disem  brietf  fraw  Adelhaith 
von  Hornstain  von  Bittelschüessz  zue  dissen  zitten  abbtissin  des 
gottshuss  zue  Hayligcrützthall  undt  dem  convent  gemainlich  desz- 
selben  gottshusz  undt  allen  ihren  nachkhommendten  minen  zehenden 
grossen  undt  klainen  zue  Pflumern  dem  dorff  gelegen  mit  allen 
sinen  rechten  gewonhaitten  und  nutzen  und  mit  allem  dem  so  iender 
überall  in  denselben  grossen  und  klainen  zehendten  oder  in  khain 
ihr  zue  gehördt  oder  darzue  von  recht  oder  von  gewohnhaith  oder 
von  khainer  ander  sach  weegen  gehörtt  oder  gehören  soll,  es  sy 
in  dem  dorff  zue  Pflumeren  oder  davor  uss  hüszern  uss  hoffraitinen 
uss  gärtten  us  äckher  us  wissen  us  holtz  us  veldt  uss  gehuwen 
uss  ungebuwen  oder  von  wannen  oder  war  uss  dasz  war  oder 
sin  söltt  wie  dasz  alles  gehaissen  oder  genandt  war,  an  Hallner(!) 
an  körn  an  ander  gewechst  oder  an  andern  dingen  alsz  ich  Adel¬ 
haith  von  Fryberg  herr  Hainerichs  seel.  dohter  von  Rischach  und 
Adelhaith  von  Stain  sälig  min  muetter,  daz  den  bisher  uff  disen 
hüttigen  tag  braucht  inngehäbt  undt  genossen  haben  aun  gevärdt. 
Undt  dar  umb  so  händ  mir  die  abbtissin  undt  der  convent  gemain¬ 
lich  des  gottshusz  zue  Hayligcrützthall  geben  fünffhundertt  und 
viertzig  pfundt  alles  italiger  guetter  Haller  ( Quittung ,  Aufgabe, 
Ansprache).  Und  verzih  och  also  mich  miner  kimdt  und  all  min 
erben  undt  allermänglich  von  unser  weegen  darüber  alles  des  schürms 
aller  vierzog  aller  brieff  die  wir  iezt  darüber  haben  oder  hie  nach 


1380. 


545 


in  khainen  weeg  darüber  gewännen  oder  erwerben  möchten  von 
wem  daz  war  aller  fryhaith  aller  hilff  alles  rechten  aller  gewonhaith 
und  aller  fund  sy  sihen  verschriben  oder  unverschriben,  die  ich 
khain  min  kündt  khain  min  erb  oder  ieman  ander  von  unser  weegen 
5  immer  fänden  oder  erdenckhen  khündten  oder  möchten,  damit  mir 
den  grossen  undt  klainen  zehendten  zue  Pflumeren  mit  ihren  zue- 
gehörden  es  alles  oder  desz  ain  thail  lützel  oder  vihl  khündten 
oder  möchten  ansprechen  oder  wider  disen  ewigen  redlichen  und 
ungevärlichen  khouff  gethun  in  irren  oder  gewenden  in  khain  wis. 
10  Währschaft,  wen  ich  oder  min  erben  des  von  ihn  ermandt 
undt  ungevärlich  zue  husz  zue  hotf  oder  untter  ougen  erindert 
wurden,  in  versprechen  verstaun  ussrichten  und  unansprächig  machen. 
Einverständnis  des  Hainrich  von  Fryberg  der  Adelhaithen  von  Fry- 
berg  sun  für  mich  für  miner  geschwisterigt  und  für  all  unser  erben 
15  (Auflassung,  Bekenntnis) .  Undt  bin  och  ich  Hainrich  von  Fry¬ 
berg  ihr  sun  des  für  miner  geschwisterigt  undt  ihr  erben  rechter 
tröster  Versprecher  und  gewehr.  Zue  rechten  bürgen  gesetzt:  Joantzen 
von  Hornstain,  herren  Ytaln  von  Stadgen,  herren  Conradten  von 
Hornstain  von  Bittelschüessz  all  dry  ritter,  Eggen  von  Ryschach, 
!0  Ludwiggen  von  Hornstain  den  jungen  zue  Nüffron  gesessen,  Berch- 
toltten  von  Hornstain  zue  Bittelschüessz,  Ruodolffen  von  Fridingen 
zue  dem  Bussen  gesessen,  Hanszen  von  Hornstain  gesessen  zue 
Wilflingen  undt  Cuntzen  von  Hornstain  zue  Aszenhain  gesessen  sy 
all  nün  unverschaidenlich  undt  mit  der  gedingt  und  beschaidenhaith, 
5  war  ob  wir  oder  unser  erben  in  ihrem  gottshusz  oder  ihren  nach- 
khommenden  all  vor  geschriben  undt  nach  geschriben  sach  undt 
ieglich  stuckh  besunder  nit  ussrichtendt  undt  vollfürendt  in  aller 
;  der  vis  undt  rechten  so  Rudert  davor  und  hienaeh  geschriben  staut, 
so  händt  sy  und  ihr  nachkhommenden  dar  nach  wen  sy  wendt 
b  gewaldt  undt  gueth  recht  die  bürgen  dar  umb  zue  mahnend!  zue 
|  husz  zue  hoff*  oder  under  ougen  mit  ihren  berütten  botten  oder 
selber  sy  alle  gemainlich.  Undt  die  gemahntten  bürgen  sullendt 
in  acht  tagen  den  negsten  nach  der  manung  in  varen  laisten  gen 
Riedlingen  oder  gen  Mengen  in  der  zweyer  stett  ain  undt  sullendt 
3  da  den  ain  recht  gewonlich  gesellschaft  haltten  (Einlager).  So 
sullen  Avir  oder  unser  erben  ihn  oder  ihren  nachkhommenden  ie  ainen 
ander  als  schidlich  bürgen  sezen  nach  ihr  manung  unverzogenlich 
in  den  negsten  vierzehen  tagen  alsz  die  ehrren  wären  an  gevärd. 
Oder  Ava  wir  des  nit  tätendt,  so  sullendt  der  andern  bestanden 
)  bürgen  zwen  oder  ob  sy  Avellendt  dry  welly  sy  dar  umb  ermanet 

AVürtt.  Geschichtsquellen  IX.  35 


546 


1380—1381. 


unverzogenlich  nach  ir  manung  in  varen  laisten  alsz  lang  bis  in  ir 
die  bürgen  gefertiget  werdend  (Pfandschaft,  Landfriedensklausel, 
Lösung ,  S  defekt,  Siegler:  die  Aussteller,  S  bekenntnis  der  Bürgen). 

Der  [brieff]  ist  geben  an  sanct  Thomans  tag  abendt  den  zwölff- 
botten  in  dem  jar  do  man  zältt  von  Cristus  geburtt  dry  zehen  hundert 
jahr  und  dar  nach  in  dem  achzigosten  jahr. 

Kopialbuch  Heiligkreuztal  I,  S.  289 — 307.  Elf  S  Zeichen. 


790.  1381.  7.  Januar.  Adelheid  von  Frei b erg  verkauft 

an  Heiligkreuztal  ein  Mannsmahd  Wiesen  um  9  it  Haller. 

I  di  Adelheit  von  Fryberg  herr  Walthers  von  Fryberg  seligen 
wityb  vergich,  daz  ich  eins  rechten  redlichen  und  steten  ewigen 
kaufs  ze  kafend  geben  hän  und  gib  mit  urkünd  diz  briefz  frau 
Betun  der  Herpin  gesessen  ze  Andelfingen  und  iren  erben  ain  mans 
mat  wisen  in  dem  brait  ried  oberhalb  Pinczwanger  prugg  an  zwain 
stuken  gelegen  —  entzwischen  den  selben  stuken  lit  der  frawen 
von  Hailgencrützstal  wis  —  für  ledig  loz  unverkumertt  unansprachig 
und  für  recht  aigen  umb  nün  pfunt  güter  ytaliger  Haller  (Quittung, 
Währschaft).  Ze  bürgen  gesetzt:  die  erbern  Hansen  den  Büzfinger  und 
Haintzen  den  Schachen  baid  ze  Andelvingen  gesessen  unverscaiden- 
lich  mit  der  beschaidenheit :  war  ob  ich  oder  min  erben  ir  oder 
iren  erben  daz  manmat  wisen  nit  vertgitin  und  versprechin  in  aller 
der  wis  so  vor  gescriben  ist  an  allen  irn  und  ir  erben  schaden, 
do  hat  siu  oder  ir  erben  gewalt  und  gut  recht  die  bürgen  ze  manenl 
ze  lins  ze  hoff  oder  under  äugen  mit  botten  briefen  oder  selber. 
Und  die  sülend  in  den  nach  ir  manung  unverzogenlich  verrfenden 
mit  erbern  güten  pfänden  nach  der  stet  recht  ze  Rüdlingen  alz 
lang,  biz  ir  oder  iren  erben  daz  vor  benant  manmat  wirt  vertigot 
und  versprochen  an  allen  iren  schaden.  Siegler:  ich  Adelheid  von 
Fryberg  und'  ich  Hainrich  von  Fryberg. 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristesl 
gebürt  driuzechen  hundert  jar  und  dar  nach  in  dem  eind  und  ach-l 
zigosten  jar  an  dem  nechsten  mentag  nach  dem  obrosten  tag  zel 
weichen  nechten.  1 

Zwei  HundS.  Das  erste  S  zeigt  zwei  Schilde.  Der  rechte  zeigt  eineni 
Eberkopf.  Das  zweite  Wappen  ist  das  der  Ereyberg,  drei  Sterne  unter  einemi 
Schildhaupt.  U:  •  •  •  ADELHAIDIS  •  DE  •  REISCHACH.  Das  ziveite  S  zeigt  den | 
Ereyberg  er  W  appenschild  mit  drei  Kugeln.  U: . CI  •  DE  •  FRIBERG. 


1881. 


547 


791 .  1381.  13.  Januar.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 

kreuztal  erlauben  ihrer  Klosterfrau  Elisabeth  Strübin 

eine  Anzahl  Gl  Liter  als  Leib  ge  ding  zu  niessen. 

;  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissenn  und 
5  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  das 
Elizabeth  Strübin  unser  klosterfrow  mitt  ünserm  urlob  gunst  und 
gutem  willen  hett  und  sol  han  und  niessen  all  die  wil  siu  ist  disü 
hie  nach  gescliriben  gut  ällü:  das  gut  halbes  das  wir  umb  herr 
Cünrat  säligen  von  Hornstain  ze  Grüningen  wilont  gesessen  koufftun, 
LO  den  vierdentail  der  gut  ze  Enslingen  gelegen  die  wir  umb  Cüntzen 
den  Wilden  burger  ze  Mengen  koufftun,  und  du  zwai  gütlü  ze 
Veringen  dem  dorff  gelegen  du  wir  umb  Hansen  Strüben  burger  ze 
zeYeringen  koufftun.  Dü  gut  ällü  sol  sü  niessen  und  han  aun  ünserr  und 
ünser  nachkomenden  irrung  all  die  wil  sü  ist.  Wenn  aber  sü  enist 
,5  und  von  tode  abgaut  das  gott  lang  wende,  so  sont  dü  selben  gut 
ällü  vallen  an  unserr  samnung  tisch.  Und  sülin  denn  wir  und  unser 
nachkomenden  da  mitt  eweklich  ieglichs  jars  jarlich  begän  disü 
hie  nach  gescliriben  jarzita:  ir  vatters  Jacob  süligen  Strüben  an 
dem  süben den  tag  nach  sant  Gallen  tag,  ir  müter  säligen  Machthild 
io  am  sübenden  tag  nach  unser  frown  tag  ze  der  liechtmiss,  Eberhartz 
säligen  von  Althain  ir  wirtes  an  sant  Mathias  tag,  und  die  irun 
as  die  gott  fügt.  Und  sülin  mit  den  güten  an  die  järzitlichen  tagen 
ünserr  samnung  dienun  ze  tisch  und  die  jarzita  begän  as  wir  gwon- 
lich  gesetzt  jarzita  bi  uns  begangin.  Weles  jars  aber  wir  ald  ünser 
5  nachkomenden  die  jarzita  aso  nitt  begiengin  da  vor  gott  si,  so  sol 
der  nutz  von  den  guten  der  sich  dienen  jarziten  gebürti  die  nitt 
begangen  wrdin  des  jars  vervallen  sin  dem  gotzhuss  ze  Salmans- 
wiler  da  man  das  jar  so  das  beschäch  die  jarzit  mitt  dem  tail  sol 
begän  as  dik  diss  beschäch.  Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain 
0  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Hy- 
larien  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

5 


Beschriebene  Pressein. 


548 


1381. 


792.  1381.  12.  März.  Mit  dem  Nutzen  des  sechsten  Teil 
des  von  den  Mälchingern  gekauften  Gutes  zu  Herber¬ 
ti  n  g  e  n  soll  im  Kloster  H e i  1  i g k r e u z t a  1  L u g g a r t  H a n  s e n 

von  Andelfingen  Weib  Jahrzeit  begangen  werden. 

:  \  V\ir  Adelbai d  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  des 
gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  und  der  convent  gemainlich  des  selben 
gotzhuss  verjehin,  da s  wir  mitt  dem  sechsten  tail  der  gut  ze  Her¬ 
brechtingen  gelegen  du  wir  koufftun  umb  die  Mälchinger  und  umb 
Kathrinun  Rällinun  und  Cüntzen  Alwigen  von  Mengen  eweklich 
und  ällü  jar  järlich  sülin  begän  Hansen  von  Andelfingen  elicher 
hussfrown  Lüggart  säligun  jarzit  an  sant  Franciscus  tag  und  och 
die  sinun  as  die  gott  fügt  wan  er  den  selben  der  selbo  gut  tail 
dar  umb  mitt  sinen  pfenningen  uns  koufft  und  vergolten  haut,  das 
wir  und  unser  nachkomenden  ir  baider  jarzit  da  mitt  eweklich  und 
ällü  jar  järlich  begangin  und  an  iro  jarzit  tagen  mitt  den  nützen 
die  von  dem  selben  der  selbo  gut  tail  koment  ünserr  samnung 
dienin  ze  tisch  und  och  mitt  dem  gotzdienst  tügin  as  wir  gwonlich 
sölicli  gesetzt  jarzita  bi  üns  begangin.  Und  ob  wir  ald  ünser 
nachkomenden  das  nitt  tätin  und  die  jarzita  aso  nit  begiengin  da 
vor  gott  si,  weles  jars  das  beschäch  so  sölt  der  nutz  vor  dein  tail 
der  vor  genanto  gilt  vervallen  sin  das  jar  und  noch  ains  das  nähst 
dar  nah  und  sölt  vallen  an  des  Hansen  von  Andelfingen  altars 
capplan  ze  Rüdlingen  as  dik  diss  beschäch.  Siegler:  wir  Adelhaid 
von  Hornstain  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss 
ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gehurt  drützehen  hundert  jar  achtzig  jar  und  ain  jar  an  sant 
Gregorien  tag. 

Die  zwei ,  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuzted. 

7 93.  1381.  12.  März. 

Ritter  Manz  von  Hornstein  zu  Heudorf  gibt  luterlich  durch 
gott  durch  mini*  mini*  vordro  und  nachkomender  selo  hails  willen 
an  Heiligkreuztal  die  Lehenschaft  des  sechsten  Teils  des  Zehnten 
zu  Beizkofen,  den  der  Esler  von  Mengen  zu  Lehen  hatte.  Siegler: 
ich  Mantz  von  Hornstain. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Gregorien  tag. 

Das  RundS  des  Manz  von  Hornstein  von  Heudorf.  U:  f  S.  MAGOLDI  • 
D  •  HÖRSTAIX  •  MILIT  • 


1381. 


549 


794.  1381.  17.  März.  Abtissin  und  Konvent  verkaufen 
an  Margareta  von  Giengen  1  U  Haller  ewigen  Geldes 

zu  ihrer  Jahr  zeit  um  16  Tt. 

■  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
B  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  das 
wir  der  ersamun  Margaretun  von  Giengen  zu  ir  jarzit  in  ünserm 
kloster  ze  hegend  ains  rechten  redlichen  kouffs  habin  gegeben  ze 
kouffend  und  geben  mitt  disem  brieff  ain  pfunt  guter  und  ganger  italiger 
Haller  jarlichs  und  ewigs  geltz  uss  ünsren  wisen  die  man  nempt 
0  die  wingkel  ze  Hundersingen  gelegen  umb  sechtzehen  pfunt  Haller 
(Quittung).  Und  sont  die  jarzit  maistrina  in  ünserm  kloster  das 
selb  pfunt  järlich  und  eweklich  innemen  aun  unser  irrung  ald 
hindernüst  und  sont  ir  jarzit  da  mitt  eweklich  und  ällu  jar  begän. 
Siegler:  die  Aussteller. 

5  Der  [brieff]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Gerdrutz  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

795.  1381.  1.  Mai.  Priorin  und  Konvent  zu  Habstal 

verkaufen  an  Kunz  Wall  von  Herbertingen  zu  Saulgau 

0  ihre  Wiese  bei  Herbertingen  um  116  #  Haller. 

Wir  du  priorin  und  der  convent  gemainlich  dez  closters  ze 
Habchstal  gelegen  prediger  Ordens  kündent  und  vergehent  offenlich 
mit  disem  brieff  für  uns  und  all  ünser  nachkumenden  und  erben 
und  tunt  kunt  allermdnglich,  daz  wir  ains  rechten  redlichen  und 
5  ewigen  kötfes  mit  guter  Vorbetrachtung  und  mit  gemainem  rät 
williklichen  recht  und  redlich  ze  köffent  geben  habent  und  gebent 
mit  urkünd  dises  briefes  Cüntzen  Wallen  von  Herbrechtingen  burger 
ze  Sulgen  und  sinen  erben  ünser  wise  ze  Herbrechtingen  gelegen, 
du  ain  halb  stosset  an  dez  kirchherren  brül  ze  Herbrechtingen  und 
)  anderhalb  an  die  owe  ze  Herbrechtingen  der  acht  mansmat  ist  und 
die  man  nempt  Storppen  brül  mit  grünt  mit  grat  mit  wasser  mit 
wasserlaiti  mit  wässeri  (P  er  tinenz formet)  mit  allen  iren  nützen  rechten 
gewonhaiten  und  mit  allem  dem  so  überal  iendert  dar  zu  oder  dar 
in  gehöret  für  recht  ledig  loss  unbekümbert  und  unansprachig  aygen 
>  in  aller  der  wise  also  och  wir  die  selben  wise  inne  gehaben  und 
genossen  habent  umb  hundert  pfunt  und  umb  sechzehen  pfunt  alles 
güter  und  genger  Haller  ( Quittung ,  Auflassung ,  Besitzeinweisung t 
Währschaft,  Pfandschaft).  Und  süllent  da  mit  er  noch  sin  erben 


550 


1381. 


noch  ir  helffer  nit  frävelen  noch  missvaren  hän  in  deliain  wise 
( Bündnisklausel ,  Schadenersatz).  Wir  du  priorin  und  der  convent 
gemainlich  dez  closters  ze  Habchstal  gelegen  prediger  ordens  haben t 
für  üns  und  all  unser  nachkumenden  und  erben  und  für  ünser 
closter  ze  Habchstal  gelegen  ünsers  prior  amptes  insigel  und  ünsers 
conventes  gemain  insigel  offenlich  gehenkt  an  disen  brieff,  der 
geben  ist  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drüzehenhundert  jar  und 
achzig  jar  dar  nach  in  dem  ersten  jar  an  sant  Walpurg  tag. 

Zwei  OvdlS  der  Priorin  und  des  Konventes  (beschädigt)  von  Habstal. 
1.  Maria  stehend  mit  dem  Jesuskind  auf  dem  Arm.  U:  f  S.  PRIORISS  E  •  IN  • 
H ABSTAL.  2.  Ein  sitzender  Heiliger.  U:  •  •  •  •  NVENTVS  •  SORORVM  •  IN  • 
HA . 

796.  1381.  11.  Juni.  Margareta  Ranzin  verkauft  an  Burk¬ 
hard  den  Birkmaier  ihr  Gut  zu  Mengen  um  40  &  H a  1 1  e r. 

I  ch  Margareta  Rantzin  lierr  Cünratz  von  Buwenburg  wilant 
elichü  husfrow  vergihe,  daz  ich  mit  gunst  und  willen  Cüntzen  Al- 
wichs  mins  vogtz  hän  geben  ze  köffend  ains  rehten  redlichen  köfs 
und  gib  öch  ze  köffend  mit  kraft  und  mäht  disz  briefs  Burkarten 
dem  Byrggmayger  und  sinen  erben  min  gut  ze  Bürren  gelegen  daz 
man  nempt  desz  Haiders  gut  mit  allen  rehten  und  zu  gehörden  waz 
dar  zü  und  dar  in  höret.  Und  ist  der  köff  geschenhen  umb  viertzig 
pfunde  ytaliger  guter  und  genämer  Haller  ( Quittung,  Währschaft). 
Ze  bürgen  gesetzt:  Cüntzen  von  Ryschach  ze  disen  ziten  sesshaft 
ze  Hödorff  und  Friken  von  Mägenbüch  von  Gütenstain  beide  un- 
verschaidenlich  also  und  mit  der  beschaidenhait :  wäre  daz  ich  oder 
min  erben  im  und  sinen  erben  daz  güt  nit  vertegten  und  ufrihten 
in  der  wise  als  vor  geschriben  stät,  so  hät  er  und  sin  erben  reht 
und  gewalt  die  bürgen  ze  manende  ze  hus  ze  hof  mit  botten  mit 
briefen  oder  under  ögen.  Und  wenn  sie  also  gemant  werdent,  so 
sullent  sie  in  den  nähsten  aht  tagen  näcli  der  ermanung  infam  gen 
Mangen  in  die  stat  und  süllen  da  laysten  ain  reht  ain  besunder 
giselschaft  ze  vailem  köff*  und  unbedinget  als  sitt  und  gewonlich 
ist.  Und  welher  selber  nit  laysten  wil  oder  enmag,  der  sol  ainen 
kneht  mit  ainem  pfärit  legen  an  sin  stat.  Und  süllent  die  layster 
oder  ir  Verweser  von  der  laystung  nümer  geläzzen  noch  ledig 
werden  den  mit  Burkartz  und  siner  erben  gunst  und  gütem  willen, 
oder  aber  untz  daz  inen  daz  güt  geverteget  und  versprochen  wirt 
in  der  wise  als  hie  vor  geschriben  stät.  Pfandschaft,  und  süllen 
öch  mit  dem  angriff  nit  fräveln  noch  hän  getän  wider  deliain  gerillt 


1381. 


551 


geistliehs  noch  weltlichs  noch  wider  dehain  gesetzt  bünde  buntnüst 
noch  geselleschaft  die  ietz  sint  ander  herren  oder  under  stetten  oder 
hie  nach  würden.  Uns  sol  öch  vor  dem  angriff  nit  schirmen  dehain 
geriht  frihait  frihaitbrief  gnade  noch  gnädbrief  die  ietz  sint  oder 
5  hie  nach  erworben  würden  von  bäpsten  bischofen  küngen  oder 
kaysern  (Schadenersatz).  Ersatzmann  in  dem  nahsten  manot  als 
der  erre  wasz  ungevärlich.  Taten  wir  desz  nit,  so  sol  der  ander  bürge 
wenne  er  desz  ermant  wirt  dar  umb  laysten  als  lang  untz  esz  beschiht. 
Täte  er  dessz  nit,  so  hat  Burkart  und  sin  erben  reht  und  gewalt 
0  mich  und  min  erben  und  den  unlaystenden  bürgen  dar  umb  an  ze 
griffende  in  der  wise  als  hie  vor  geschriben  stat,  untz  wir  ainen 
andern  als  redlichen  bürgen  setzen  als  der  abgegangen  wasz  an 
gevärde.  Ich  Margarett  Rantzin  vergihe  dez  kofs  und  glob  by 
güten  trüwen  für  mich  und  min  erben  sie  war  und  stät  ze  haltende 
5  und  den  bürgen  von  der  burgschaft  und  giselschaft  ze  helfende  an 
allen  iren  schaden  ungevärlich.  Wir  die  bürgen  vergenhen  der  burg¬ 
schaft  (Bekenntnis).  Siegler:  ich  Margarett  Rantzin  herre  Cünratz 
von  Buwemburg  wilant  elicliü  husfrow  und  wir  die  bürgen.  Ich 
Margareta  Rantzin  hän  öch  gebetten  Cüntzen  Alwich  minen  vogt, 
iO  daz  er  öch  sin  aigen  insigel  gehenkt  hat  an  disen  brief.  Ich  Cüntz 
Alwich  vergihe  (S  anhängung,  Einverständnis).  Und  war  daz  der 
insigel  dehaines  bräche  oder  gebräste  oder  nit  volkumenlich  liett 
sin  gebräche  oder  ungevärlich  missekert  oder  missehenkt  wäre  oder 
öb  diser  brief  ungevärlich  schadhaft  würde  oder  ob  den  bürgen  zil 
25  gegeben  würde  so  sie  gemant  wären  essz  war  [ainjest  oder  me, 
sie  hetten  gelaystet  oder  nit,  daz  sol  alles  disem  brief  an  sinen 
kreften  noch  dem  Burkarten  noch  sinen  erben  an  iren  reliten  kainen 
schaden  bringen. 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  Cristus  gebürtt  drü- 
*0  zehenhundert  jar  und  ains  und  ahtzig  jar  an  dem  nähsten  zinstag 
vor  sant  Vitz  tag. 

Vier  HundS.  Das  erste  zeigt  einen  nach  rechts  ansteigenden  Steinhock. 
U:  f  S.  MARGARETHE  •  RAENZIN.  Das  zweite  ist  das  S  des  Konrad  von 
Reischach;  das  dritte  das  des  Frick  von  Magenbuch :  das  vierte  zeigt  einen 
35  links  geioandten  Vogel  auf  einem  Felsen.  U:  f  f  S.  CVONRADI  •  ALWICH. 

797.  1381.  24.  Juni.  Adelheid  die  Hättingerin  ergibt 

sich  selber  dem  Kloster  Heiligkreuztal  und  bekommt 
dafür  ein  Leibgeding. 

I  ch  Adelhait  Artzatin  Hainrichs  säligen  dez  Hättingers  wilunt 
10  elichü  wirtin  tun  kunt ,  daz  ich  mit  gutem  willen  unbetzwungenlich 


552 


1381. 


mich  selb  mit  allem  und  ich  ze  den  ziten  haben  mocht  oder  dar 
nach  gewinnen  mocht  willenklich  und  gern  ergeben  han  der  aeptissen 
und  dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailgencrütztal,  und 
hab  mich  da  hin  mit  min  selbz  lib  gezogen  und  von  den  frowan 
ain  phründ  als  ob  ich  ir  ainü  sig  uff  genomen  die  sy  och  biz  an 
minen  tod  mir  geben  wend,  umb  daz  daz  ich  mich  mit  mir  selb 
und  mit  dem  minen  hab  also  hinder  sy  gezogen.  Und  dar  umb  och 
daz  den  frowan  ze  Hailgencrütztal  daz  uff  geben  min  selbs  und  och 
dez  minen  dester  sicher  war  und  daz  ez  dester  baz  kraft  und  macht 
hett,  so  hab  ich  ez  getan  mit  gesundem  lip  do  ich  wohl  mocht 
varen  und  gan  offenlich  dez  ersten  ze  Rü düngen  in  der  statt  vor 
Hansen  Andelvingen  ze  den  ziten  amman  da  selbs  und  vor  allem 
rat  gemainlich  in  der  statt.  Dar  nach  dar  umb  daz  die  frowan 
noch  baz  sicher  möchtin  gesin  an  mir  und  dem  minen,  do  gab  ich 
es  aber  offenlichen  uff  unbetzwungenlich  uff  der  hofstat  dez  closters 
ze  Hailgencrütztal  in  Cünrat  dez  Fuchs  hus  ze  den  ziten  koffman 
ze  Hailgencrütztal  und  waz  da  by  aber:  Cünrat  der  Physter  ze 
den  ziten  burgermaister  ze  Rüdlingen,  Jacob  Cünman,  Cünrat  Fuchs 
und  ander  erbar  lüt  vil  von  Rüdlingen.  Und  umb  daz  so  taten 
mir  die  aeptissen  und  die  convent  frowan  dez  closters  ze  Hailgen¬ 
crütztal  die  gnad,  daz  sy  mir  für  daz  min  wan  ich  in  es  allez 
ergeben  han  wiez  genant  waz  ez  waer  ligent  oder  varent  in  rechtes 
koffes  wis  gabent  ze  ainem  rechten  lipding  mi'nem  lib  allain  die 
wil  ich  leb  und  nit  füro  jarklichs  geltes  fünf  kürzü  malter  gemaines 
kornes  und  ain  lang  malter  habern  und  drissig  und  sechs  Schilling 
güter  Haller,  dez  ich  alles  zü  miner  phründ  jarklich  tugentlich  und 
früntlich  von  in  gewert  und  bezalt  bin.  Und  dar  umb  fürbaz  mer 
daz  die  ob  genanten  aber  dester  sicher  sigin  daz  in  kain  min  erb 
noch  nachkomen  in  diz  vor  genant  Ordnung  und  uffgebung  gevallen 
mug  oder  kain  ansprach  dar  in  gewerfen,  ze  merer  sicherhait  und 
güter  warhait  so  gib  ich  in  disen  brief  versigolten  mit  dez  edeln 
wolbeschaidenn  junklierren  Hansen  von  Hornstain  ze  Wülflingen 
gesessen  und  Ottena)  dema)  Barer a)  bürgern  ze  Rüdlingen  insigeln, 
wan  ich  aigens  insigels  nit  enhab  und  och  besunder  umb  daz  wan 
in  allü  vor  geschriben  sach  kund  und  offen  ist.  Ich  Hans  von 
Hornstain  und  ich  Otta)  dera)  Barer a)  vergehin,  daz  üns  alles  so  da 
vor  geschriben  stat  kunt  und  wissen  ist  ( S  anhänguny ) . 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  ainen  und  achtzigosten 
jar  an  sant  Johans  tag  dez  toffers. 


1881. 


558 


Zivei  BundS.  Das  erste  gehört  Hans  von  Hornstein.  Das  zweite  zeigt 
ein  rechts  auf  gerichtet  es  Tier  (einen  Bären?);  U: . DCI  •  BARER. 

a)  Nachgetragen. 

798.  1381.  25.  Juni.  Kunz  der  Huber  von  Mengen  ver¬ 
kauft  an  Heiligkreuztal  eine  Wiese  zu  Hundersingen 

um  10  15  s.  Haller. 

I  ch  Cuntz  der  Huber  burger  ze  Mangen  vergihe ,  daz  ich  hän 
ze  köffend  geben  ains  reliten  redlichen  köffs  der  abbtissennun  und 
dem  convent  gemainlich  desz  closters  ze  Hailigencriitzstal  und  iren 
nächkomenden  min  wise  in  Hundersinger  banne  gelegen  stösset 
ainhalb  an  den  ufgeworfenn  weg  und  anderhalb  an  Hundersinger 
fihwaide  der  uf  ain  mansmat  ist.  Und  ist  der  köf  geschenhen  umb 
ailf  pfunt  minder  fünf  Schilling  guter  und  genamer  Haller  (Quittung). 
Währschaft  nach  der  stett  reht  ze  Mangen.  Siegler:  der  amman 
und  der  rät  der  stat  ze  Mangen  (S  bekenntnis). 

Der  [brief]  wart  geben  desz  jars  do  man  zalt  von  Christus  ge- 
bürtt  drüzehenhundert  jar  und  ains  und  ahtzig  jar  an  dem  nähsten 
zinstag  nach  sant  Johans  tag  ze  sünnwenden. 

Das  Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 

799 .  1381.  9.  August.  Gut,  Anna  und  Elisabeth  von 
P  fl  um  mernzuHeiligkreuztal  bekommen  alsLeibgedin  g 
vom  Kloster  einen  Baumgarten  und  ein  Holz  zu  n i e s s e n. 

\ V  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  das 
die  ersamen  Gut  von  Pflumern  unser  pfründnerin  Anna  und  Eliza¬ 
beth  baid  von  Pflumern  ir  swestra  die  all  dri  ünsern  böngarten  ze 
Swainhusen  gelegen  die  (!)  man  nempt  des  Winklers  böngarten, 
und  das  höltzli  da  bi  gelegen  ze  libding  ir  drier  lib  und  nitt  anders 
noch  füro  sont  messen  und  hän  besetzen  und  entsetzen  as  in  fügt 
mitt  ünserm  gunst  und  güten  willen  und  aun  all  unser  ald  ünserr 
nachkomendo  irrung  all  die  wil  ir  ainü  ist,  doch  mitt  der  beschaiden- 
liait  das  Gut  und  Anna  den  böngarten  und  holtz  si  zwo  ainig  sont 
messen  und  hän  die  wil  si  sint.  Und  wenn  ir  diu  ain  abgaut,  so 
sol  denn  Elizabeth  ir  swester  der  selbun  tail  mitt  der  andrun  niessen 
und  hän  die  wil  si  zwo  sint.  Ob  och  diu  ander  der  zwaier  swester 
vor  ir  swester  Elizabetun  abgieng  von  tode,  so  sölt  denn  du  selb 
Elizabeth  den  böngarten  und  das  holtz  ainig  gäntzlich  niessen  und 


554 


1381. 


hän  all  die  wil  sii  war.  Wenn  aber  sü  all  baid  ensint  und  von 
tod  abgänd,  so  ist  denn  der  böngart  und  och  holtz  ledig  und 
los  uns  und  unsren  naehkomenden  aun  allermanglichs  irrung  in 
ünserr  jarzit  amptt.  Und  sülin  wir  und  ünser  naehkomenden 
mitt  den  nutzen  die  von  dem  böngarten  und  boltz  körnend  und 
körnen  mögend  ällü  jar  järlich  und  eweklich  iegliclis  jars  ir  vatter 
saligen  Cunratz  von  Pflumern  uff  sant  Martins  abent  ir  müter 
saligun  Agnesun  von  Grüningen  ir  aller  drier  as  sie  vor  genempt 
sint  ir  geswistergit  und  aller  der  den  si  des  gebunden  sint  jarzit 
uff  den  sant  Martins  abent  gmainlich  begän  as  wir  gesetzt  jarzita 
bi  uns  begangen.  Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  abbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  von  Cristus  gebürt 
zalt  drützehen  hundert  jar  achtzig  jar  und  ain  jar  an  sant  Lau¬ 
rentius  abent. 

Dia  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Hdligkreuztal. 

800.  1381.  28.  August.  Hans  von  Horn  stein  zu  Grüningen 
verkauft  Irmel  der  Hub  er  in  von  Riedlin  gen  und  ihren 
Kindern  ihren  Hof  zu  Griiningn  um  158  Haller. 

I  ch  Hans  von  Hornstain  her  Cunratz  saligen  sun  von  Horn¬ 
stain  von  Grüningen  urkünd  und  vergich  offenlicli  mit  disem  brief 
für  mich  und  für  all  min  erben  und  tun  kunt  edler  menglich ,  daz 
ich  für  mich  und  für  min  erben  mit  wolbedahtem  .sinn  und  müt 
und  mit  sölichen  Worten  werken  raten  und  getaten  und  ze  den 
ziten  und  an  den  stetten  als  ain  ieglich  kouff  nach  reht  und  nach 
gewonhait  wol  kraft  und  mäht  haut  haben  sol  und  mag  ietz  und 
hie  nach  an  allen  stetten  und  vor  allen  luten  und  gerillten  gast¬ 
lichen  und  weltlichen  für  ain  reht  aigen  unirrig  und  unansprächig 
güt  aines  reliten  und  redlichen  staten  und  ewigen  koufs  ze  köffent 
geben  haun  und  och  ze  kouffent  gib  mit  kraft  disz  briefs  der  be- 
schaidenn  fromen  frowen  Irmlen  der  Hüberinen  burgerinen  ze 
Rüdlingen  Haintzen  des  Hubers  saligen  wilent  elichü  husfrow  was 
und  Micheln  Annen  und  Beten  iro  baider  kint  in  allen  vieren 
unverschaidenlich  und  iren  erben  minen  hoff  ze  Grüningen  dem 
dorf  gelegen  da  ze  disen  ziten  Eberly  der  Büninger  uff  sitzet 
mit  hus  hofraity  und  mit  allen  reliten  so  dar  zü  geliord  oder  an 
dehainen  dingen  dar  in  gehören  sol  es  sy  an  akern  an  wisen  an 
garten  und  an  allen  andern  dingen  nützit  uss  genomen  als  ich  und 
min  vordem  daz  denn  nutz  uff  disen  hütigen  tag  her  brüht  haben 


1381. 


555 


än  all  gevard,  dar  in  und  dar  zu  och  an  all  gevard  in  allen  eschen 
ze  Grüningen  gehörent  und  gehören  süllent  wol  uff  zwü  und  zwaintzig 
juchart  akers  minder  oder  mer  aun  gevard  und  vier  mannsmat 
wisan  öch  minder  oder  mer  än  gevard,  und  dar  zu  ainn  garten 
5  lit  an  der  hofraity  da  wilent  zu  Ruk  uff  sasz  und  ain  halb  juchart 
akers  lit  am  dorf  ze  Gruningen  uff  dem  anger  an  Haintzen  des 
Hirten  aker,  und  zwu  juchart  akers  ligent  uff  disen  hütigen  tag  an 
egerdon,  und  lit  du  ain  am  österberg  zwischen  Gossoltz  aker  und 
Schenkels  aker  die  sy  ietz  buwent  und  du  ander  lit  under  dem 
0  Tuschbuch  an  dem  haidenden  weg  an  Goterbarms  aker,  den  so  verr 
daz  uss  dem  ainen  escli  genomen  sint  anderhalb  juchart  akers 
ligent  an  ainem  stuk  in  dem  esch  gen  Brimlich  haisset  Kürtz  lit 
an  Waltzen  Schenkels  aker  der  in  des  Wildenmans  gut  von  Ravens- 
purg  gehört.  Und  die  selben  anderhalb  juchart  akers  hän  ich  Hans 
5  von  Hornstain  inen  widerlait  mit  ainer  juchart  akers  haiszet  du 
juch  lit  zwischen  Hägens  und  Gossoltz  äkern  die  sy  ietz  buwent. 
Den  hoff  hus  hofraitin  aker  garten  und  wisan  hän  ich  Hans  von 
Hornstain  für  mich  und  für  min  erben  Irmlen  der  Hüberinen  und 
iren  kinden  und  iren  erben  unverschaidenlich  ze  kouffent  geben  mit 
0  allem  dem  so  iendert  über  al  dar  zu  und  dar  in  gehört  von  relit 
oder  von  gewonhait  oder  dar  in  gehören  sol,  und  öch  da  für  daz 
uss  dem  hus  und  hofraity  daz  dar  zu  gehört  dehainn  zenlienden 
nieman  nit  geben  sol  der  dar  uff  sitzet  noch  dehain  zehent  öch  uss 
dem  selben  hus  und  hofraity  nit  gaun  sol.  Und  dar  umb  so  händ 
5  sy  mir  also  bar  geben  hundert  pfunt  und  äht  und  fünftzig  pfunt 
ytaliger  guter  Haller  ( Quittung ,  Auflassung).  Währschaft  nach  der 
stat  reht  ze  Rüdlingen.  Ze  bürgen  gesetzt:  Haintzen  Lupfen,  Hansen 
den  Offenburger  baid  burger  ze  Rüdlingen  und  Ülricum  Keller 
schulmaister  ze  Rüdlingen  sy  all  unverschaidenlich  und  mit  der  ge- 
)  dingt:  war  ob  ich  oder  min  erben  inen  oder  iren  erben  all  sacli 
j  und  stuk  besunder  nit  uszrihtent  und  vollefürtent  in  aller  der  wis 
i  und  rehten  so  iendert  da  vor  und  hie  nach  geschriben  staut,  so 
händ  sy  oder  ir  erben  dar  nach  unverschaidenlich  wenn  sy  wend 
gewalt  und  güt  reht  die  bürgen  dar  umb  ze  manent  ze  hus  ze  hof 
>  oder  under  ougen  mit  iren  brieven  hotten  oder  selber.  Und  die 
süllent  in  denn  unverzogenlich  in  aht  tagen  den  nähsten  nach  der 
manung  dar  umb  in  varen  gen  Rüdlingen  in  die  stat  und  süllent 
da  laisten  ain  reht  und  gewonlich  gyselschaft  ir  ieglicher  mit  sin 
selbs  lib  aun  pfärid  (Einlager).  Ersatzmann  nach  ir  manung  in 
)  den  nähsten  vierzehen  tagen.  Oder  die  andern  bestandenn  bürgen 


556 


1381. 


welhy  dar  umb  ermant  würden  süllent  in  dar  umb  och  unverzogen- 
lich  in  varen  laisten  (Pfandschaft) .  Und  süllent  och  noch  mügent 
da  mit  nit  fräfeln  noch  tun  wider  dehain  lüt  noh  geriht  gaistlich 
noch  weltlich  wider  dehainen  lantfrid  lantgriht  lantreht  frihait  ver- 
puntnüst  gesellschaft  stetreht  gebot  reht  noch  gnäd  der  fürsten  der 
herren  der  stett  noch  des  lands  noch  wider  nützit  in  dehainen  weg 
(Lösung).  Und  würd  dirr  brief  in  dehainen  weg  hie  nach  ungevar- 
lich  verschwecht  an  den  ynsigeln  an  dem  permdit  oder  sus,  daz 

alles  sol  der  Yrmlen  der  Hüberinen  Micheln  Annen  und  Beten  iren 

kinden  iro  erben  iren  helffern  noch  disem  brief  dehain  schad 
nit  sin.  Siegler:  ich  Hans  von  Hornstain  und  wir  die  bürgen 
(S  bekenntnis) . 

Der  [brieff]  ist  geben  an  sant  Pelayen  tag  in  dem  jar  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem 
ainen  und  ahtzigostem  jar. 

Vier  BundS.  1.  Das  S  des  Hans  von  Hornstein.  2.  Das  S  des  Heinz 

Lupf.  3.  Das  S  Hans  des  Offenburgers .  4.  zeigt  einen  Schlüssel;  U:  f  S. 

VLEICI  •  DCl  •  KELLER. 

SOI.  1381.  10.  November.  Agnes  Stainibainin  zu  Ried¬ 
lingen  gibt  5  Ju chart  Ackers  und  2  Mannsmahd  Wiesen 
dem  Kloster  Heiligkreuztal  zu  Jahr  Zeiten. 

I  ch  Angnes  dü  Stainybainin  burgerin  ze  Rüdlingen  Hainrichs 
saligen  Stainybains  wilent  elichü  husfrow  was  urkünd,  daz  ich  für 
mich  und  für  min  erben  mit  wolbedahtem  sinn  und  müt  mit  ge¬ 
sundem  lib  und  mit  miner  geschwistergit  und  fründ  gutem  willen 
und  gunst  luterlich  durch  gottes  willen  miner  und  miner  vordem 
und  nachkomenden  selan  ze  trost  ledklicli  und  löss  und  öch  für 
recht  aigen  ergeben  und  ingegeben  hän  ergib  uff  gib  und  in  gib 
och  mit  kraft  diss  briefs  frow  Adelhait  von  Hornstain  ze  disen 
ziten  abtissenn  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  dem  convent  ge- 
mainlich  des  selben  klosters  und  allen  iren  nachkomenden  an  den 
tysch  und  an  die  järzit  da  selbs  ze  Hailigkrütztal  fünf  juchart  akers 
und  zway  mansmat  wisan  mit  allen  iren  zügehörden,  die  aker  und 
wisan  uff  disen  hütigen  tag  als  dirr  brief  geben  ist  min  reht  aigen 
gewesen  sint.  Und  der  selben  fünf  juch art  akers  ligent  zwü  juchart 
an  aim  stuk  in  dem  escli  gen  Pflumern  ist  Burkart  Hülling  von 
Rüdlingen  furchgenoss.  Ain  juchart  lit  in  Grüninger  esch  haisset 
der  steltzer  ist  Werntz  der  Müller  von  Rüdlingen  furchgenoss.  Ain 
juchart  lit  in  Althaimer  escli  ennent  des  wassers,  da  gaut  der  weg 


1381-1382. 


557 


über  hinder  der  bürg  ist  der  kelnhof  furchgenoss.  Und  ain  juchart 
akers  in  dein  selben  esch  lit  am  Andelvinger  weg  sint  die  frowan 
von  Hailigkrütztal  furchgenöszen.  Und  die  zway  mansmat  wisan 
ligent  vor  dem  siggenwinkel  och  an  der  frowan  wisan  von  Hailig- 
5  krütztal.  Und  also  verzieh  ich  Angnes  dü  Stainybainin  mich  und 
alle  min  erben  mit  disem  brief  gen  den  frowan  von  Hailigkrütztal 
und  gen  allen  iren  nachkomenden  aller  relit  und  ansprach,  so  ich 
oder  min  erben  zu  den  fünf  juchart  akers  und  zu  den  zwain  mans¬ 
mat  wisan  oder  zu  dehainen  iren  zügehörden  iendert  habent  oder 
0  gehän  mügent  in  dehainen  weg  denn  so  verr  daz  sy  järlich  ze 
Hailigkrütztal  da  von  ain  jartzit  begaun  süllent  diser  vieren  hie 
nach  genempten  menschen  selan  ze  hail  und  ze  trost,  daz  ist  min 
der  Angnesen  Stainybaininen  uud  Buggen  Rüprehtz  mines  erren 
wirtes  Hainrich  Stainybains  mines  nachgeuden  wirtes  und  Irmlen 
5  siner  erren  husfrowen  säligen.  Siegler:  der  amman  und  der  raut 
der  stat  ze  Rüdlingen  (S  anhängung). 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Martins  abent  in  dem  jär  do 
man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hunndert  jär  und  dar  nach  in 
dem  ainn  und  ahtzigostem  jär. 

0  Das  RundS  der  Stadt  Riedlingen. 

802.  1382.  21.  Januar.  Ritter  Konrad  von  Stöffeln  eignet 
dem  Kloster  Heiligkreuztal  ein  Gütlein  zu  Fri edingen. 

Ich  Cünrat  von  Stöffeln  fryge  ritter  ze  Justingen  geseszen 
urktind,  daz  ich  mit  wolbedähtem  sinne  und  müt  für  mich  und  für 
5  min  erben  und  nahkomenden  der  äbtiszenn  und  dem  convent  ge- 
mainlich  des  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren  nachkomenden 
geaigent  liaun  daz  gütlin  ze  Fridingen  gelegen,  daz  dü  Hannenbitzin 
von  Mengen  uff  disen  hütigen  tag  als  dirr  brief  geben  ist  von  mir 
j  ze  leben  gehebt  haut  und  daz  och  von  mir  und  von  minen  vordem 
)  ze  leben  gegangen  und  gewesen  ist  da  öch  ze  disen  ziten  der  jung 
Haintzeller  uff  sitzet  und  es  buwet,  und  aigen  in  es  öch  also  mit 
kraft  disz  briefs  mit  allem  dem  so  iendert  über  al  dar  zu  und  dar 
in  von  relit  oder  von  gewonliait  gehört  oder  gehören  sol  es  sy  an 
äkern  an  wisan  an  hüsern  an  schüran  an  garten  an  hofraitinan  an 
)  holtz  an  velt  und  gemainlich  an  allen  andern  dingen  nützit  dar  an 
uszgenomen  als  es  denn  vormals  mit  sinen  zu  gehörden  dü  Hannen¬ 
bitzin  von  mir  ze  leben  gehabt  haut  (Auflassung).  Siegler:  ich 
Cünrat  von  Stöffeln. 


558 


1382. 


Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Angnesen  tag  in  dem  jär  do 
man  zcdt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hunndert  jär  und  dar  nach  in 
dem  zway  und  alitzigostem  jär. 

Das  S  ist  abgefallen. 


SOS.  1382.  12.  Juni.  Heinz  Herysen  der  jung  zu  Mengen 
verkauft  dem  Kloster  Heiligkreuztal  sein  Gut  zuBeiz- 
•  kofen  um  87  Ti  Haller. 

Weh  Haintz  Herysen  der  jung  burger  ze  Mangen  vergihe,  daz 
ich  hän  ze  köffend  geben  ains  rehten  redlichen  kötfs  und  gib  öch 
ze  köffend  mit  kraft  und  mäht  disz  brieffs  der  abbtissennun  und 
dem  convent  gemainlich  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  und  allen 
iren  nächkomenden  min  gut  ze  Butzighofen  gelegen  daz  ze  disen 
ziten  Ruff  Otten  von  Bünigen  sun  buwet  mit  allen  zügehörden, 
esz  sie  akker  wisan  velde  wasen  wasser  wasserlayti  hoff  hofstett 
hüser  und  schüra  mit  allen  gewonhaiten  und  rehten.  Und  hän 
ins  dafür  geben  daz  uss  dez  lius  hofstat  gät  zehen  ymmü  61  geltz. 
Und  ist  der  köff  geschenhen  umb  ahtzig  pfunde  und  süben  pfund 
ytalliger  guter  und  genamer  Haller  (Quittung,  W  ährschaft).  Ze 
rehten  bürgen  gesetzt:  Burkart  Birggmayger  ze  disen  ziten  burger- 
maister  ze  Mangen,  Friken  den  Ebinger,  Hansen  Mägeln  genant 
Schott  und  Werntzen  Glattisz  alle  vier  unverschaidenlich  also  und 
mit  sölichem  gedingde :  war  daz  ich  oder  min  erben  inen  oder  iren 
nächkomenden  daz  gut  nit  vertegeten  und  versprechen,  so  händ  sü 
und  ir  lielfer  vollen  gewalt  mich  den  Haintzen  Herysen  min  erben 
und  die  bürgen  dar  umb  anzegriffende  ze  pfendende  und  ze  be¬ 
notende  an  allen  ünsren  lüten  und  güten  (Landfriedensklausel). 
Uns  sol  öch  vor  dem  angriff  nit  schirmen  deliain  gerillt  gaistlichs 
noch  weltlichs  deliain  lantreht  stettreht  frihait  gewonhait  privileg 
hantvesti  gnäde  noch  dehainerlay  frigung  so  ietz  erworben  war 
oder  noch  erworben  möht  werden  von  bäpsten  bischofen  klingen 
oder  kaysern  (Schadloshaltung) .  Ich  Haintz  Herysen  der  jung  ver¬ 
gihe  (Bekenntnis)  und  den  bürgen  von  der  burgschaft  ze  helfende 
än  allen  iren  schaden  an  gevärde.  Wir  die  bürgen  vergenhen 
der  burgschaft  (Bekenntnis) .  So  hän  ich  der  Haintz  Herysen  der 
jung  und  wir  e  genanten  Frik  der  Ebinger  und  Werntz  Glattisz 
bürgen  gebetten  den  amman  und  den  rät  der  stat  ze  Mangen,  daz 
si  ir  stette  gemaindes  insigel  offenlich  gehenket  hänt  än  disen  brieft 
linder  dem  wir  vergenhen  aller  vor  geschriben  ding  von  uns  won 


1382. 


559 


wir  aigner  insigel  nit  enhaben  (S  anhängung).  Dar  zu  haben  wir 
Burkart  Birggmayger  ze  disen  ziten  burgermaister  ze  Mangen  und 
Hans  Mägel  genant  Schott  unser  ietwederr  sin  aigen  insigel  offen- 
lich  gehenket  an  disen  brieff  ( Bekenntnis ). 

5  Der  [brieff]  wart  geben  des  jars  do  man  zalt  von  Cristus 
gebtirtt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  andern  und  ahtzigosten 
jar  an  dem  nahsten  dunrstag  vor  sant  Vitz  tag. 

Brei  S;  ein  Dreiecks  und  zwei  BundS.  1.  Bas  S  der  Stadt  Mengen . 
2.  zeigt  eine  Birke.  U:  f  S.  BVRKARDI  •  BIRKMAIER.  3.  zeigt  einen  links- 
0  gehenden  Schrägbalken.  U:  f  S.  HANS  •  DCI  •  MAYGEL. 


804.  1382.  23.  August.  Elisabeth  Alwigin  Klosterfrau 

und  Benz  der  Vas  er  Pfründner  zu  Heiligkreuztal  be¬ 
kommen  als  L e i b g e d i n g  den  Nutzen  eines  Gutes  zu 

B  e  i  z  k  o  f  e  n. *) 

5  :  \V\ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  abbtissen  und 

der  convent  gemainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigerütztal  verjehin,  das 
itnser  klosterfrow  Elizabeth  Alwigin  und  unser  pfründner  Bentz  der 
Vaser  du  baidü  ze  libding  ir  baider  lib  und  nitt  anders  noch  furo 
■litt  imserm  urlob  gunst  und  gutem  willen  sont  niessen  und  han 
0  daz  gut  ze  Bützkoven,  das  wir  koulftun  um  Haintzen  Herisenn  von 
Mengen  und  gilt  järlich  dm  malter  roggen  ain  malter  habern  alles 
Menger  mess  drissig  Schilling  und  dri  Schilling  Haller  ain  viertal 
ols  ain  viertal  aiger  zwai  herbst  hünr  und  ain  vasnaht  hün  und 
ain  mans  mat  wise  im  riet  bi  dem  uffgeworffen  weg  das  wir  koulftun 
)  umb  den  Huber  und  gilt  dritzehen  Schilling  Haller  järlichs  geltz. 
Die  wise  und  das  gut  hant  si  koutft  und  bezalt  imserm  gotzhuss. 
Dar  umb  sont  si  baidü  die  wii  si  baidü  sint  die  wise  und  gut 
|  niessen  und  hän  aun  itnser  und  ünserr  nachkomendo  irrung  sumen 

ald  wider  sprechen.  Und  wenn  das  ain  abgaut  und  nitt  enist  von 

)  tod,  so  sol  das  ander  dennoch  ainig  in  allem  reht  as  si  baidü  die 
selbun  wise  und  güt  gäntzlich  niessen  und  hän  all  die  wil  es  ist. 
So  aber  si  baidü  ensint  und  von  tod  abgänt,  so  ist  denn  das  güt 
und  wise  ledig  und  los  und  ünsren  nachkoinenden  in  ünsers  gotz¬ 
huss  kustri  ampt  dar  in  das  selb  güt  und  wise  nah  in  eweklich 

>  sont  dienun  umb  öl  wahs  und  unschlid  und  um  anders  des  denn 

dü  kustri  bedarff.  Und  ensülin  wir  noch  itnser  nachkomenden 
ünserr  kustri  ampt  dar  an  niemmer  gesumen  noch  geirren  in  dehain 


560 


1382. 


weg  sus  ald  so.  Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen 
und  der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  zwai  jar  an  sant 
Bartholomeus  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

x)  Vergl.  die  vorhergehende  Urkunde. 


SO».  1382.  1 .  September.  Heinrich  Zuber  und  Adelheid 
Huberin  von  Zürich  vergleichen  sich  mit  Heiligkreuz¬ 
tal  wegen  30  s.  strittiger  Haller  um  17  #. 

I  ch  Hainrich  Zuber  burger  ze  Zürich  und  ich  Adelheit  Huberin 
sin  elichü  wirtin  verj eben,  daz  wir  lieplich  und  früntlich  verricht 
und  veraint  sien  mit  der  abtissen  und  dem  convent  gemainlich 
des  gotzhus  ze  Hailigcrütztal  umb  all  die  stöss  so  wir  mit  in  haben 
gehebt  uf  disen  tag  von  allen  Sachen  und  sunderlich  von  der 
drissig  schillinc  Haller  jarlichs  geltz  wegen  die  mir  der  Adelhaiten 
Huberinen  zü  minem  lib  ze  lipding  solten  jarlich  werden  us  ir  hof  ze 
Iierbrechtingen  der  min  lipding  von  inen  ist  und  waz  mir  und  üns 
baiden  von  den  us  lit  ald  noch  da  von  möht  werden.  Und  umb  alle 
sacli  und  stöss  sigin  wir  mit  in  verricht  lieplich  uf  disen  tag  als  dirr 
brief  geben  ist  und  band  üns  dar  umb  geben  sibenzehen  pfunt 
Haller  ( Quittung ,  Auflassung).  Siegler:  ich  Hainrich  der  Zuber 
under  dem  och  ich  dü  Adelhait  Hüberin  vergich  aller  vor  geschribner 
wan  ich  aigens  insigels  nit  han.  Und  zü  besser  sicherhait 

disen  ziten  lüt- 
disen 


ding 


habin  wir  baidü  gebetten  her  Johansen  Säger  zü 


daz  er  sin  insigel  hat 


gehenkt  an 


priester  ze  Herbrechtingen. 
brief  ( S  an  häng  ung ) . 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man 
drüzehenhundert  jar  achzig  jar  und  zwai  jar 

Zwei  RundS.  Das  erste  zeigt  zioischen  Blumenranken  einen  kleinen  Schild 
mit  unkenntlichem  Bild ,  darüber  ein  Kreuz  und  über  diesem  einen  zunehmenden 
Mond.  U:  f  S.  HAINRICH  •  DCI  •  ZYBER.  Das  zioeite  zeigt  eine  Lilie.  U: 
i  S.  IOHANNIS  •  PLEBANI  •  IN  HERBRECHTINGEN. 


zalt  von  Cristes  gebürt 
an  sant  Verenen  tag. 


S06.  1382.  27.  November.  Bischof  Heinrich  von  Konstanz 
ein  verleibt  dem  Kloster  Heiligkreuztal  die  Kirche  zu 

Bin  zw  an  gen. 

Hiainricus  dei  gracia  episcopus  Constanciensis  abbatisse  et 
conventui  monasterii  in  Yalle  Sancte  Crucis  et  universis  et  singulis 


1582. 


561 


quos  presens  tangit  negotium  vel  tangere  poterit  quomodolibet  in  fu¬ 
turum  vestre  devocionis  sinceritas  divinis  laudibus  sub  observancia 
regidari  dedicata  quam  ad  bonum  propositum  et  vestre  religionis 
observanciam  geritis  digne  promeretur,  ut  Ulis  vos  favore  auxilio  et 
5  gracia.  prosequamur,  quibus  vestris  et  monasterii  vestri  neccessitatibus 
valeatis  congrue  provider e.  Exhibita  siquidem  nobis  nuper  pro  parte 
vestri  abbatisse  et  conventus  peticio  continebat,  quod  monasterium 
vestrum  in  quo  centum  viginti  quinque  sorores  sub  districta  dis- 
cipline  regularis  observancia  altissimo  continuo  famulantes  esse  con¬ 
to  sueverunt,  tarn  propter  destructionem  possessionum  eiusdem  mona¬ 
sterii  ac  magnam  hospitalitatem  quam  vos  continue  habere  oportet 
quam  eciam  propter  guerrarum  turbines  et  mortalitatum  pestes  nec- 
non  depredaciones  maximas  hominum  perversorum  grandines  et 
tempestates  que  possessiones  et  bona  dicti  monasterii  accriter  con- 
5  cusserunt  adeo  fortiter  est  collapsum  et  in  suis  redditibus  et  facul- 
tatibus  diminutum  ac  etiam  gravibus  oneribus  debitorum  oppressum, 
quod  vos  abbatissa  et  conventus  monasterii  predicti  non  habetis, 
unde  valeatis  sicut  estis  soliti  commode  sustentari  ac  huiusmodi 
hospitalitatem  tenere  et  alia  vobis  incumbencia  onera  supportare, 
0  ymmo  de  irreparabili  ruina  dicti  monasterii  valde  formidatis  nisi 
vestre  neccessitati  et  inopie  per  nostram  munificenciam  paterne 
succurratur.  Quare  pro  parte  vestra  nobis  fuit  humiliter  supplicatum, 
ut  ecclesiam  parrochialem  in  Binswangen  dicte  nostre  dyocesis  que 
ad  presentacionem  vestri  pertinet  prefato  monasterio  vestro  in 
5  relevacionem  ac  supportacionem  onerum  predictorum  incorporare 
unire  et  annectere  auctoritate  nostra  ordinaria  dignaremur.  Nos 
volentes  vestris  in  hac  parte  supplicacionibus  favorabilius  annuere 
quia  premissa  omnia  sufficienter  informati  cognovimus  esse  vera, 
super  hiis  omnibus  et  singulis  cum  dilectis  nobis  in  Christo  capitulo 
)  ecclesie  nostre  Constaneiensis  non  semel  tantum,  sed  sepius  sollempnem 
,  tractatum  habuimus  atque  diligentem.  Quibus  (!)  quidem  capitulo  ex 
i  causis  premissis  suum  consensum  huiusmodi  unioni  adhibentibus(!)  pre- 
fatam  ecclesiam  in  Binswangen  consensu  huiusmodi  previo  cum  Omni¬ 
bus  suis  iuribus  et  pertinenciis  universis  predicto  vestro  monasterio  et 
>  communi  mense  vestri  abbatisse  et  conventus  in  dei  nomine  unimus 
annectimus  et  in  perpetuum  incorporamus  sic,  quod  cedente  vel 
decedente  rectore  eiusdem  ecclesie  seu  ipsam  ecclesiam  quovismodo 
dimittente  liceat  vobis  et  successoribus  vestris  possessionem  eiusdem 
ecclesie  parrochialis  in  Binswangen  auctoritate  propria  apprehendere 
1  ac  eciam  retinere  fructusque  redditus  et  proventus  ipsius  ecclesie 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  36 


562 


1382. 


monasterii  vestri  usibus  perpetuis  temporibus  recipere  et  applicare  I 
nostra  seu  snccessorum  nostrorum  aut  alterius  cuiuscumque  licencia  | 
minime  requisita.  Yolumus  tarnen,  quod  perpetuus  vicarius  per  nos  P 
et  successores  nostros  ad  yestram  presentacionem  ibidem  instituendus  1 
extunc  inantea  eiusdem  ecclesie  curam  gerat  animarum  prout  eciam  1 
rector  ipsius  ecclesie  eam  regere  de  iure  debuit  et  consuevit,  reser-  [; 
vata  tarnen  eidem  vicario  ipsius  ecclesie  per  nos  seu  nostros  succes-  I 
sores  inibi  instituendo  congrua  porcione  de  fructibus  redditibus  et  I 
proventibus  ipsius  ecclesie  singulis  annis  ipsi  ministranda  qua  1 
mediante  possit  congrue  sustentari  iura  episcopalia  solvere  et  alia  i| 
sibi  incumbencia  onera  supportare.  Et  ne  huiusmodi  vicarius  de  1 
lmiusmodi  porcione  sibi  assignanda  relinquatur  incertus,  eam  ut  1 
subscribitur  duximus  moderandam  videlicet  quod  ipse  vicarius  pro  I 
se  habeat  perpetuis a)  temporibus  decimam  minutam  in  villa  sitam  1 
et  non  extra  et  de  maiori  decima  ipsius  ecclesie  quatuora)  maltra  ll 
speltarum  tria  maltra  siliginis  et  tria  maltra  avene  mensure  usualis,  I 
quinque  libras  Hallensium  necnon  remedia  et  oblaciones  sibi  pie  1 
collatas  et  oblatas,  salvis  eciam  nobis  et  nostris  successoribus  in  1 
ecclesia  nostra  Constanciensi  ac  archidyacono  loci  omnibus  iuribus  1 
in  et  de  dicta  ecclesia  in  Binswangen  solvi  consuetis  et  de  cetero  »I 
ut  bactenus  integraliter  perfruendis  et  solvendis.  In  quorum  omnium  I 
et  singulorum  evidens  testimonium  sigillum  nostrum  episcopale  una  I 
cum  appensione  sigilli  capituli  ecclesie  nostre  Constanciensis  pro  1 
nobis  et  nostris  successoribus  presentibus  est  appensum.  Nosque  I 
Burkardus  de  Hewen  prepositus  Ülricus  Güttingarius  decanus  totum-  AI 
que  capitulum  ecclesie  Constanciensis  incorporaeioni  annectioni  et  I 
unioni  ac  omnibus  supradictis  consensum  nostrum  liberum  et  ex-  I 
pressum  adhibemus  per  presentes  sigillum  nostri  capituli  unä  cum  I 
appensione  sigilli  reverendi  in  Christo  patris  et  domini  nostri  domini  I 
Heinrici  episcopi  Constanciensis  presentibus  appendentes  in  testi-  I 
monium  premissorum.  | 

Datum  et  actum  Constancie  anno  domini  millesimo  trecentesimo  I 
LXXX  secundo  V  kalen.  decembris  ind.  quinta.  I 

Auf  der  Rückseite  ivar  ein  kleines  rotes  S  auf  gedrückt.  Anhang  end  ein  ■ 
dunkelbraunes  Oval  S  des  Bischofs  und  ein  rotes  OvalS  des  Kapitels.  U:  I 
f  SCA  •  MARIA  •  CON STANTIEN SIS  •  ECCLESIE  •  MATRONA.  i 

a)  Das  Dazwischenstehende  nachgetragen.  I 

SO 7,  1382.  2.  Dezember.  Heiligkreuztal.  | 

Abtissin  Adelheid  und  Konvent  con  Heiligkreuztal  reversieren  I 


1382—1883. 


563 


sich  gegenüber  dem  Bischof  Heinrich  von  Konstanz  ivegen  der  mit  Zu¬ 
stimmung  des  Domkapitels  vollzogenen  Inkorporierung  der  Pfarrkirche 
zu  Binzwangen  unter  wörtlicher  Einrückung  der  bischöflichen  In¬ 
korporationsurkunde  von  1382  Nov .  27.  Siegler:  die  Ausstellerinnen. 
5  Datum  in  monasterio  nostro  predicto  quarto  nonas  decembris 
anno  domini  et  indictione  predictis. 

Freiburger  Ordinariatsarchiv.  Kopialbuch  des  Hochstifts  Konstanz  aus 
dem  Anfang  des  16.  Jahrhunderts ,  Sign.  AA,  S.  871  ff. 

SOS.  1383.  3.  Februar.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster- 
0  f  r  a  u  I  r  m  e  1  a  Färberin  bekommt  verschiedene  Einkünfte 

als  Leibgeding. 

i  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal  verjehin,  dass 
unser  klosterfrow  Irmela  Värwerin  mitt  ünserm  urlob  gunst  und 
5  gütem  willen  sol  niessen  und  han  all  die  wil  sü  ist  disü  hie  nach 
geschriben  gut:  ain  pfunt  Haller  gitt  der  wirt  von  Unlengen  jarlich 
uss  ainr  wise.  Zwai  pfunt  Haller  git  du  Hätingerin  jarlich  von 
ainer  wise  und  aim  acker.  Ain  pfunt  fünftzehen  Haller  mini*  gitt 
Haintz  Moll  jarlich  von  sinr  hoffraiti  ze  Althain  und  ain  pfunt 
0  und  süben  Schilling  Haller  jarlich  von  der  wise  bi  des  von  Horn¬ 
stain  müli  ze  Enslingen.  Und  wenn  sü  enist  und  von  tod  abgaut, 
so  sint  denn  dü  gut  und  gelt  ällü  ledig  und  los  ünser  jarzit  ampt 
dar  in  si  denn  eweklich  sont  dienun  zu  ir  vatter  und  niüter  jarzit 
aun  ünser  und  aller  ünserr  nachkomendo  irrung  wider  red  ald  an- 
5  sprach.  Siegler:  wir  Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen  und  der 
convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcriitztal. 

Der  [brieff]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  drü  jar  an  sant 
Blasius  tag. 

)  Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

Zwei  beiderseitig,  nach  beiden  Richtungen  beschriebene  Dressein. 


S09.  1383.  3.  Februar.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster- 

fr  a  u  I  r  m  e  1  a  F  ä  r  b  e  r  i  n  b  e  k  o  m  m  t  etlicheZinsen  a  1  s  Leib¬ 
geding. 

j  I  W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  das 
dü  gaistlich  ünsers  klosters  Irmela  Värwerin  mit  ünserm  und  ünserr 


564 


1383. 


nachkomendo  gunst  urlob  und  gutem  willen  disü  hie  nach  geschriben 
gütsol  niessen  und  han  all  die  wil  sü  ist:  ain  virdentail  des  zehenden 
ze  Pflumern,  ain  wise  litt  gen  dem  hauggen  gilt  drü  pfunt  und  aht 
Schilling  Haller  järlich  und  die  owe  under  Walthusen  die  wir  koufftun 
umb  herre  Cünrat  von  Hornstain  gilt  järlich  drissig  Schilling  und 
drissig  Haller.  Und  wenn  sü  enist  und  von  tod  abgaut,  so  sol 
denn  unser  kloster  frow  Adelhaid  Kreppsin  dü  gut  allü  mitt  ünserm 
und  unser  nachkomendo  urlob  gunst  und  gfttem  willen  niessen  und 
han  all  die  wil  sü  ist.  Und  wenn  dü  och  enist  und  von  tod  ab¬ 
gaut,  so  sint  denn  dü  gut  und  gelt  allü  ledig  und  los  ünser  jarzit 
ampt  dar  in  sie  denn  eweklich  sont  dienun  zu  ir  vatter  und  müter 
jarzit  denn  so  vil  das  die  jarzit  maistrina  sont  von  dem  zehenden 
ieglich  jars  richten  und  gen  ain  pfunt  Haller  zu  ünserer  frown  und 
sant  Johans  E wangelist  liebten.  Und  sol  diss  alles  aso  bestan  und 
bliben  aun  ünser  und  ünser  nachkomenden  irrung  und  wider  red 
ald  ansprach.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brieff]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  drü  jar  an  sant 
Bläsiuts~ag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

Doppelseitig  beschriebene  JP ressein. 

810.  1383.  12.  März.  Pfaff  Burkhard  Haller  verkauft 

an  G.,  H.  und  K.  Siglin  ein  Gütlein  zu  Grüningen  um 

60  U  Haller. 

I  ch  pfaff  Burkart  Haller  vormals  kircherr  ze  Grünigen  und 
wilent  schulmaister  ze  Rüdlingen  oergich,  daz  ich  ains  rehten  red¬ 
lichen  und  staten  ewigen  köffs  ze  köffend  gegeben  hän  und  gib 
mitt  disem  brieff  dem  erbern  herren  und  priester  herr  Gerien  Sigli 
und  Hansen  und  Cüntzen  Siglin  sinen  brüdern  und  iren  erben  un- 
verschaidenlich  min  gütli  da  ze  Grünigen  gelegen  daz  man  nempt 
dez  Ganters  gütli,  daz  ich  halbes  erköfft  umb  Hansen  den  Ganter 
und  umb  Kathrinun  sin  swester  und  daz  ander  halbtail  erköfft  ich 
umb  Beutzen  den  Maiger  Beutzen  dez  Maigers  säligen  sun  uz 
Emringen,  mit  aller  zügehörd  ez  sig  an  acker  an  wisen  oder  an 
garten  als  ich  es  denn  vormals  erköfft  hän  und  öch  nach  der  selben 
köffbrief  sag  für  ledig  loz  unverkümmert  und  für  unanspräcbig  und 
für  reht  aigen  denn  so  verr,  daz  zehen  Schilling  blosser  Haller  ewigs 
geltz  dar  uss  gänd  ainem  kircherren  ze  Grünigen  für  daz  vogtreht 
daz  vormälz  dar  uss  ist  gegangen  als  die  brieff  wol  wisend  die 


1383. 


565 


dar  umb  sint  gegeben,  umb  sehtzig  pfunt  guter  genger  und  gaber 
italiger  Haller  ( Quittung ,  Währschaft).  Siegler:  ich  pfaff  Burkart 
und  hän  och  gebetten  Johansen  Mündlin  und  herr  Murtzal  Walkan 
baid  caplan  ze  Rüdlingen,  daz  si  ir  aignü  insigel  gehenkt  hänt  an 
5  disen  brieff  (S  anhängung ). 

Geben  an  sant  Gregorien  tag  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
driuzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem  dri  und  ahzigosten  jar. 

.  Zwei  Oval  S  und  ein  Rund  S.  1 .  ist  fast  völlig  zerstört,  wie  es  scheint, 
ein  Christuskopf.  2.  zeigt  einen  Ritter  mit  dem  Spiess  in  der  rechten  Hand. 
0  U:  -j-  S.  IOHIS  •  DCI  •  MVNDLI  •  SACDO  •  •  •  3.  zeigt  ein  E  in  Uncialschrift, 
darüber  eine  Krone.  U:  f  S.  MVRCELLI  •  DCI  •  WALKAN. 

811 .  1383.  20.  September.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuz tal  verkaufen  ein  halbes  Gut  zu  Langen- 
e  n  s  1  i  n  g  e  n  an  das  Jahr  zeitamt  ihres  Klosters  um  60 
5  Haller. 

W  ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  vergehin,  daz 
wir  unser  gut  ze  Enslingen  das  wir  koufftun  umb  Cuntzen  den 
Wilden  von  Mengen  das  der  Gast  und  Amlung  von  uns  buwent 
0  ze  disen  ziten  —  und  gitt  Amlung  von  sim  tail  zwai  malter  und  zwai 
viertal  veso  und  ain  malter  habern  alles  Menger  mess  nun  Schilling 
Haller  dm  herbsthunr  ain  viertal  aiger  und  zwai  viertallü  hanff- 
samen  Enslinger  mess,  so  gitt  der  Gast  von  sim  tail  acht  schöffelü 
korns  as  du  garb  treit  und  acht  schbffellü  habern  alles  Enslinger 
5  mess  zwölff  Schilling  Haller  dm  herbsthunr  ain  viertal  aiger  — 
diss  gelt  und  gut  halbess  ist  iinserr  klosterfrowo  Adelhaiden  Schult- 
haissinun  von  Veringen  und  Elizabetun  Stmbinun,  den  andern 
tail  des  gütz  habin  wir  gegeben  und  gebin  mitt  disem  brieff  ains 
rehten  redlichen  kouffs  in  iinserr  jarzitt  ampt  unsren  jarzitt  maistri- 
)  nun  zu  Ulrichs  säligen  von  Hornstain  herr  Ludwigs  sun  und  zu 
Annlins  von  Erenvels  jarziten  umb  sechtzig  pfunt  guter  Haller 
(Quittung).  Und  sont  die  jarzit  maistrina  die  denn  sint  in  iinserm 
gotzhuss  die  jarzita  ällu  jar  jarlich  und  eweklich  began  mitt  den 
nützen  des  güts  as  wir  gwonlich  jarzita  begangin  in  ünserm  gotzhuss 
5  aun  ünser  und  unserer  nachkomendo  irrung  ald  sumung.  Siegler: 
die  Aussteller . 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  dm  jar  an  sant  Matheus  abent. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


566 


1383. 


812.  1383.  22.  September.  Burkhard  Birkmaier  von 

Mengen  und  sein  Weib  Eis  Schl  ege  Hin  vermachen  an 
den  gemeinen  Tisch  des  Klosters  Heiligkreuztal  ihr 
Gut  zu  Herbertingen  und  ein  Güt lein  zu  Beuren. 

\l\ch  Burkart  Birggmayger  ze  disen  ziten  burgermaister  ze 
Mangen  und  ich  Elsz  Schlegellin  sin  elichü  husfrow  vergenhen,  daz 
wir  baidü  gemainlich  und  unverschaidenlich  mit  gesundem  lip  mit 
getrüwem  rät  mit  wolbedahtem  müt  und  mit  güter  vorbetrahtung 
geben  haben  und  gebin  mit  kraft  disz  brieffs  an  der  aptissinnenn 
und  dez  conventz  dez  closters  ze  Hailigencrütztal  gemainen  tisch 
unser  güt  ze  Herbrehtingen  gelegen  daz  ze  disen  ziten  Hilprant 
buwet  und  gemainlich  alles  daz  daz  wir  da  habind  und  sunderbar 
unser  gütlin  ze  Bürren  gelegen  daz  ze  disen  ziten  Haintz  Schröter 
buwet  in  der  wise  als  hie  nach  gescbriben  stät.  Daz  ist  also  daz 
die  nütz  der  selben  güt  inen  und  iren  nächkomenden  ümer  me 
ewenclich  an  iren  tisch  dienen  sünd  ze  unsren  zwain  jarziten  also 
daz  man  in  uff  unsrü  jarzit  nach  ir  gewonhait  jarzit  reht  köffe  umb 
die  nütz  als  vil  sy  denne  ie  dez  jars  ertragen  mügen.  Und  haben 
ez  getan  und  tügen  ez  luterlich  durch  got  durch  unser  und  durch 
unser  fordren  seien  liails  wegen.  Und  da  mit  so  enpfelhen  wir 
inen  und  iren  nächkomenden  unser  und  unserr  fordren  seien  und 
tügen  dar  umb  als  sy  für  uns  got  antwürten  wellen.  Siegler:  ich 
Burkart  Birggmayger  ze  disen  ziten  burgermaister  ze  Mangen  han 
min  aigen  insigel  offenlich  gehenkt  an  disen  brief  ;  dar  zü  erbetten 
den  amman  und  den  rät  der  stat  Mangen. 

Dirr  hrieff  ist  geben  dez  jars  da  man  zalt  von  Cristus  gebürt 
drüzehenhundert  jar  dar  näch  in  dem  dritten  und  ahtzigosten  jar 
an  sant  Mauritzius  tag. 

Das  RandS  des  B.  Birkmaier  mit  einem  Baum  (Birke)  im  Schild.  Das 
Dreiecks  der  Stadt  Mengen. 


813.  1383.  28.  September.  Buck  Strobel  von  Reutlingen 

verkauft  an  Heiligkreuztal  dei*  Fleckin  Gut  zu  Frie¬ 
dingen  um  20  U  Haller. 

\l\ch  Buk  Strobel  burger  ze  Rütlingen  vergich,  daz  ich  hän 
ze  köffent  geben  ains  rehten  redelichen  köfs  der  abtissenn  und  dem 
covent  gemainlich  des  gotzlnises  ze  Hailigencrützstal  und  allen 
iren  nächkomenden  closterfrowen  deszselben  closters  min  güt  daz 
man  nemmet  der  Flekkinun  güt  gelegen  ze  Fridingen  mit  allen 


1383—1384. 


567 


reliten  und  mit  aller  zügehörde  wie  du  genant  sint  oder  war  an  sü 
gelegen  sint  nützit  usgenomen  als  ich  daz  selb  gut  gehept  und  ge¬ 
nossen  hän  untz  uff  disen  hütigen  tag.  Und  ist  der  köff  geschenhen 
umb  zwaintzig  pfunde  guter  und  genemer  Haller  (Quittung).  Desz 
5  sint  geztig :  Hainrich  Wachsmanger  zu  disen  ziten  burgermaister 

und  rihter  ze  Rütlingen  und  Haintz  Bupff  öch  rihter  ze  Rütlingen, 
mit  urkünd  disz  briefs  besigelt  mit  der  stette  ze  Rütlingen  gemaind 
insigel. 

Der  [brieff]  ward  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
0  geburtte  drüzehenhundert  jar  und  drü  und  ahtzig  jar  an  sant  Michels 
ab  ende. 

Das  S  ist  abgerissen. 


814.  1384.  19.  Januar.  Zu  Überlingen  an  der  offenen  freien 
Reichsstrasse.  Elisabeth  von  Hornstein  gibt  dem  Kloster 
5  Heilig kreuztal  einen  Hof  zu  Emerfeld  auf  zu  einer 

J  a  h  r  z  e  i  t. 

\l\ch  Andres  Kob  bi  den  ziten  statt  amman  ze  Überlingen 
Mnd,  das  uff  den  tag  als  dirr  brief  geben  ist  für  mich  koment  in 
figur  aines  gerichts  frow  Elisabet  von  Hornstain  hern  Cünratz  von 
io  Rain  seligen  elichü  witwe  burgerin  ze  Überlingen  ze  ainem  tail  und 
frow  Güta  Ankenzöllin  bi  den  ziten  priorin  des  closters  und  gottes- 
hus  ze  Hailgencrützstal  in  namen  und  an  statt  der  abptissinen  und 
des  convents  gemainlich  des  gotteshuse  ze  Hailgencrützstal  ze  dem 
andern  tail.  Und  die  frow  Elisabet  von  Hornstain  gesundes  libes 
5  gewaltig  ir  sinne  und  beschaidenhait  die  wil  si  das  wol  getün  mocht 
ordenat  fügt  gab  und  ergab  ainer  schlechten  rechten  und  redlichen 
gift  dem  convent  ze  Hailgencrützstal  und  allen  ir  nachkomen  eweklich 
frielich  und  aigenlich  luterlich  durch  got  durch  ir  vordem  und  ir 
|  seien  hailes  willen  ain  hofe  ze  Emerfelt  gelegen  genant  Markdorfs 
Ü  hofe  mit  huse  mit  hoferaitinan  (Pertinenzformel)  und  gemainlich 
mit  allen  rechten  ehafti  nutzen  gewonhaiten  und  zügehörden  wie 
ald  wa  das  alles  genant  gelegen  ald  geschaffen  sigi,  der  gilt  jär- 
liclis  drü  malter  vesan  drü  malter  habern  Menger  messz  zwelf 
Schilling  phenning  Costentzer  müntz  vier  hünr  und  ain  viertal  aiger, 
5  für  ledig  unverkümbert  unansprachig  und  für  recht  aigen  dem  con¬ 
vent  ze  Hailgencrützstal  und  allen  iren  nachkomenden  den  hof  mit 
allen  sinen  rechten  und  zügehorden  nü  hinnanhin  iemermer  und 
ewenklich  inne  ze  haben  ze  messen  für  ir  rechts  aigen  wie  in  aller 


568 


1384. 


best  fügt  an  ir  und  ir  erben  und  allermenglichs  irrung  sumenüssz 
und  widerede.  Da  mit  verzehe  sich  ouch  die  frow  Elizabet  von 
Hornstain  für  sich  und  für  alle  ir  erben  und  nachkomen  gegen  dem 
convent  ze  Hailgencrützstal  und  gen  allen  iren  nachkomen  aller 
aigenschaft  ansprach  züwart  vorderung  und  rechts,  so  si  zü  und 
an  dem  hofe  mit  allen  sinen  rechten  und  zügehörden  ie  hattan  haben 
sölten  ald  mochten  von  gewonhait  äne  recht  ald  mit  recht  gaist- 
lichs  ald  weltlichs  gerichts  sussz  ald  so  in  dehain  wise,  herumb  der 
convent  ze  Hailgencrützstal  und  alle  ir  nachkomen  in  dis  zites  disü 
nach  beschriben  jarzit  mit  ainer  gesunger  vigilii  mit  nün  letzgan  an 
dem  abent  und  mornent  mit  ainer  gesunger  selmessz  mit  liechtern 
und  mit  andern  dingen  nach  gewonhait  und  ordenung  ires  convents 
das  ist  Appen  vom  Rain  saligen  jarzit  uff  sant  Otmars  tag  und  der 
frow  Elisabeten  von  Hornstain  jarzit  uff  den  tag  als  si  von  dirr 
weit  schaidet  demüteklich  in  dem  lob  Christi  als  si  dem  allmecli- 
tigen  gott  dar  umb  antwürten  wellen  voilebringen  und  begän  süllen 
luterlich  äne  alle  geverde.  Die  frow  Elisabet  von  Hornstain 

det  und  vollefürt  och  dis  gift  ordenung  und  alle  vor  und  nach 
beschriben  Sachen  vor  mir  ze  Überlingen  an  der  offen  frygen  riclis 
strasse  mit  hant  und  mit  munde  mit  verziehen  und  mit  uf  geben 
und  gemainlich  mit  aller  ehafti  notturft  wort  werk  und  hantgetät 
so  dar  zu  gehört  gehören  solt  ald  moclit,  als  das  billich  und  durch 
recht  kraft  und  macht  hat  haben  sol  und  mag  nü  oder  hie  nach 
mit  gegenwürtikait  dirr  nach  beschriben  erbern  lute:  Bernhartz  Fölins, 
Ulrichs  von  Hödorf  genant  Pfhal,  Ulrichs  von  Hödorf  genant  Plass, 
Cünrats  von  Gamerschwang,  Jacob  Biklins,  Ülrich  Rudolfs,  Nyco- 
lausen  Kupherschmitz  und  Hans  am  Ort  alle  burger  ze  Überlingen 
die  dis  alles  sachent  und  hortant  und  ouch  des  gezugen  sint.  Siegler: 
ich  vor  genanter  amman  hau  min  aigen  insigel  offenlich  gehenkt 
her  an.  Ich  Elisabet  von  Hornstain  hern  Cünrats  vom  Rain  seligen 
elichü  witwe  verjeche  ainer  gantzen  warhait  aller  vor  beschribner 
ding  von  mir  an  disem  brief  und  gelob  by  güten  truwen  für  mich 
und  für  alle  min  erben  und  nachkomen  hie  wider  wider  disen  briefe 
wider  dehain  artikel  dis  briefs  noch  wider  dehain  dirr  vor  noch  nach 
beschriben  Sachen  niemer  ze  körnen  ze  redan  noch  ze  tünde  noch 
schaffen  getan  werden  weder  haimlich  noch  offenlich  weder  an  recht  I 
noch  mit  recht  gaistlichs  noch  weltlichs  gerichts  noch  den  convent 
noch  ir  nachkomen  an  dem  hof  mit  allen  sinen  rechten  und  zü 
geh örden  niemer  mere  an  ze  sprechen  ze  bekümbern  noch  ze  be-| 
krenken  ze  sumende  noch  ze  irrende  susz  noch  so  in  kainen  weg. 


1384. 


569 


Und  des  alles  ze  urkunde  hän  ich  min  aigen  insigel  zu  des  ammans 
insigel  oucli  offenlich  gehenkt  an  disen  brief,  der  geben  ist 

nach  gehurt  Christi  drüzechenhundert  und  ahtzig  jar  dar  nach  in 
dem  vierden  jare  an  dem  nächsten  zinstag  vor  sant  Angnesun  tag. 
5  HD:  Dis  ist  dir  hopt  umb  ain  hof  ze  Emmerveit  von  der  vom  Kay. 

Das  erste  RundS  zeigt  im  Schild  und  auf  dem  Helm  einen  dreiteiligen 
Kesselhaken.  U:  f  S\  ADRE  •  DCI  •  KOB  •  IVNIOR.  Das  zweite  RundS  hat 
U:  f  S\  ELSBET  •  DE  .  HORNSTAI  • 

81o.  1384.  16.  Februar.  Hans  von  Hornstein  zu  Grüningen 
)  verkauft  an  Heiligkreuztal  eine  Wiese  bei  Grünin  gen 

um  22  &  Haller. 

l\ch  Hanns  von  Hornstain  herre  Conratz  säligen  von  Horn- 
stain  von  Grüningen  sune  burger  ze  Rütlingen  vergich,  daz  ich  hän 
ze  köffent  geben  ains  rehten  redelichen  köfs  der  abtissenne  und 
dem  covent  gemainlich  desz  gotzhuses  ze  Hailigencrütztal  und  allen 
iren  nächkomenden  closter  frowen  desz  selben  closters  min  wise 
der  zwai  mans  mad  ist  gelegen  ze  Grüningen  dem  dorffe  an  dem 
brügel  mit  allen  rehten  und  mit  aller  zu  gehörde.  Und  hän  inen 
die  wisun  gegeben  für  aigen  und  daz  nit  me  geltes  dar  usz  gange 
•  denne  ain  pfunt  Haller  geltz  Schüchlin  dem  Schmid  burger  ze  Rüde- 
lingen  ewiges  geltes.  Und  ist  der  köff  geschenhen  umb  zwai  und 
zwaintzig  pfunde  güter  und  genemer  Haller  ( Quittung ,  Auflassung). 
Währschaft  näch  der  stat  reht  ze  Rütlingen.  Siegler:  ich  Hanns 
von  Hornstain ;  dar  zu  hän  ich  gebetten  min  lieben  öheim  Oswalt 
Bossen  ze  Togendorff  gesessen.  S  anhängung  durch  bette  willen 
mines  liben  öhemes  Hansen  von  Hornstain. 

;  Diser  brieff  ward  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristas 
gebürtte  drüzehenhundert  jar  und  vierü  und  ahtzig  jar  an  dem 
nähsten  zinstag  näch  sant  Valentins  tage. 

Zwei  RundS ;  das  eine  das  des  Hans  von  Hornstein ,  das  andere  zeigt 
drei  gestürzte  Wolfsangeln.  U:  f  S.  OSWALDI  •  DCI  -  BOSS. 

816.  1384.  24.  Februar.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 
kreuz  tal  geben  ihrer  Klosterfrau  Adelheid  Ebingerin 
1#  Haller  jährlichen  Geldes  als  Leibgeding  zu  kaufen 

um  15  U. 

\W\ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  das 


570 


1384. 


wir  unser  klosterfrown  Adelhaid  Ebingerinun  ze  libding  ir  libe  habin 
gegeben  ze  kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff  ain  pfunt  järlich 
geltz  uss  Unserer  jarzito  ampt  sunderlich  uss  dem  gut  ze  Enslingen 
das  wir  koufftun  umb  Bentzen  saligen  Rentzen  von  Mengen  elichun 
hussfrown.  Und  ist  der  kouff  beschehen  umb  fänfftzehen  pfunt 
guter  Haller  (Quittung).  Und  sont  ünserer  jarzito  ampt  frowa  weli 
denn  sind  ir  das  selb  pfunt  guter  Haller  järlichs  geltz  ieglichs  jars 
järlich  richten  und  werun  uff  sant  Michels  tag  all  die  wil  sä  ist.  Und 
wenn  sä  enist  und  von  tod  abgaut,  so  sont  [si]  dar  nach  mitt  dem 
selben  pfunt  Haller  geltz  ir  jarzit  as  die  gott  fugt  järlichs  und 
ieglichs  jars  begän  und  sont  da  mitt  unserr  samnung  dienun  ze 
tisch  as  wir  tugin  gwonlich  bi  äns  gesetzten  jarziten.  Siegler:  wir 
Adelhaid  von  Hornstain  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des 
gotzhuss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  vier  jar  an  sant 
Mathias  ab  ent. 

Das  S  ist  abgefallen. 

S17.  1384.  24.  Februar.  Abtissin  und  Konvent  ver¬ 

kaufen  an  Elisabeth  von  Hornstein  ihr  Gilt  lein  zu 
Inneringen  um  44  Haller  als  Leibgeding. 

\  W\ir  Adelhaid  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbbtissen  und 
der  convent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  ocrjehin ,  das 
wir  der  ersamun  frown  Elizabetun  von  Hornstain  herr  Cünratz  säligen 
vom  Rain  elidier  hussfrown  ains  rechten  redlichen  kouffs  habin 
gegeben  ze  kouffend  und  gebin  mitt  disem  brieff  änser  gütli  ze 
Ineringen,  das  uns  nun  jungst  ledig  wart  von  der  Värwerinun  das  | 
zu  disen  ziten  buwentt  der  Zimmerman  und  du  Främin  und  der  [I 
ieweders  von  sim  tail  järlichs  gitt  sechs  schöffel  liabern  zehen  viertal  I 
veso  Ineringer  mess  suben  Schilling  und  sechs  Haller  ain  halb  viertal  ! 
aiger  und  ain  herbsthün  alles  järlich  und  järlichs  geltz.  Und  ist  I 
der  kouff  beschehen  umb  viertzig*  und  vier  pfunt  Haller  (Quittung). 
Und  sol  sä  das  gütli  nätzen  und  niessen  ob  sä  wil  as  ir  fügt  und  ; 
as  sä  mag  all  die  wil  sä  ist.  Wenn  aber  sä  enist  und  von  tode  ; 
abgaut  das  gott  lang  wend,  so  ist  denn  das  selb  gütli  alles  sament  f 
mitt  allen  sinen  nützen  und  zügehörden  ledig  ünserr  jarzit  ampt 
durch  ir  sei  hails  willen  und  zü  ir  jarzit  die  wir  und  ünser  nach-  | 
körnenden  da  mitt  eweklich  und  järlich  sülin  begän  as  wir  gwon¬ 
lich  gesetzt  jarzita  bi  äns  begangin.  Siegler:  wir  Adelhaid  von 


1384. 


571 


Hornstain  äbbtissen  und  der  convent  gmainlieh  des  gotzhuss  ze 
Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  gar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  vier  jar  an  sant 
Mathias  abent. 

Die  zwei  S  sind  abgerissen. 

Beschriebene  Pressein. 

818.  1384.  23.  April.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig¬ 
kreuz  t  a  1  verkaufen  der  Katharina  von  Aich  1  &  Haller 

jährlichen  Geldes  als  Leibgeding  um  15 

:  W  ir  Gerdrut  Herterin  ze  disen  ziten  äbbtissen  und  der  convent 
gemainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin ,  daz  wir  der 
frumun  Kathrinun  von  Aich  wilont  dez  kirchherren  von  Enslingen 
kellerinun  ains  rehten  redlichen  kouffs  habin  gegeben  ze  kouffend 
und  gebin  mitt  disem  brieff  ain  pfunt  guter  und  ganger  Haller 
järlichs  geltz  uff  unser  jarzito  ampt  und  sünderlicli  uss  dem  gut 
ze  Enslingen  das  wir  koufften  umb  Beutzen  säligen  Rentzen  von 
Mengen  elichen  husfrowen.  Und  ist  der  koff  beschechen  umb 
fünfftzehen  pfunt  Haller  (Quittung).  Und  sond  ünser  jarzito  ampt 
frowan  weli  denn  sint  ir  der  Kathrinun  daz  selb  pfunt  guter  Haller 
järlichs  und  ieglichs  järs  rillten  und  werun  uff  sant  Michels  tag 
unverzogenlich  all  die  wil  siü  ist.  Und  wenn  sü  enist  und  von 
tod  abgät,  so  sont  si  denn  mit  dem  selben  pfunt  Haller  geltz  jär- 
lich  und  ieglichs  järs  ir  jarzit  begän  als  die  gott  fügt  und  da  mit 
ünserr  samnung  dienun  ze  tisch  an  ir  järzitlichem  tag  und  anders 
mitt  gotzdienst  begän  as  wir  gewonlich  gesetzt  jarzitan  bi  üns 
begangin.  Siegler:  die  Aussteller . 

Der  [brieff]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jär  achtzig  jar  und  vier  jar  an  sant 
Georien  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  and  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

819.  1384.  25.  Mai.  Im  Kloster  Heiligkreuztal  soll 

man  der  Adelheid  und  Anna  von  Reischach  J  a  h  r  z  e  i  t 
begehen  am  23.  August  für  ein  um  30  U  Hall  er  gekauftes 

Gut  zu  Langen  enslingen. 

W  ir  Gerdrut  Herterin  ze  disen  ziten  äbbtissen  und  der  con¬ 
vent  gmainlich  des  gotzhuss  ze  Hailigcrütztal  verjehin,  das  wir  der 
ersamen  frown  Adelhaiden  von  Rischacli  und  Annun  ir  tochter 


572 


1384. 


jarzit  ällü  jar  järlich  und  ieglichs  jars  sülin  began  uff  sant  Bar- 
tholomeus  abent  mitt  aim  yierdentail  der  nütz  des  gütz  ze  Enslingen 
das  wir  koufftun  umb  Bentzen  sali  gen  Rentzen  von  Mengen  elichen 
hussfrown ,  wan  umb  das  selb  yierdentail  des  selben  gütz  baut 
uns  bezalt  und  gewert  ir  tochter  von  Friberg  drissig  pfunt  güter 
Haller,  das  wir  iro  jarzit  uff  den  vor  genanten  tag  aso  da  mitt 
järlich  begangin  in  ünserm  kloster  zu  dem  tisch  und  mitt  dein 
gotzdienst  as  wir  gwonlich  gesetzt  jarzita  bi  uns  begangin.  Und 
ob  wir  ald  unser  nachkomenden  da  vor  gott  si  das  nitt  tätin  und 
das  über  sässin  ze  tünd  uff  den  vor  genempten  tag  ald  in  den  nähsten 
vor  genden  ald  nach  genden  aht  tagen  an  aim  tag  wenn  das  be- 
schäch,  so  sölt  denn  der  yierdentail  des  gütz  vervallen  sin  und  sölt 
vallen  an  das  gotzhuss  ze  Salmanswiler.  Und  da  sölt  man  denn 
mitt  dem  nutz  des  gütz  die  jarzita  järlich  und  eweklich  begän. 
Und  ob  die  das  nitt  tätin  und  das  übersässin  as  von  uns  vor  ge- 
schriben  ist,  so  sölt  das  güt  von  in  vallen  wider  an  üns  und  söltiu 
wir  denn  die  jarzita  aber  began  doch  under  der  vor  genanten 
büntnüst  von  üns  gen  in  und  von  in  gen  üns  eweklich.  Sieyler: 
wir  Gertrud  Herterin  äbbtissen  und  der  convent  gmainlich  des  gotz¬ 
huss  ze  Hailigcrütztal. 

Der  [brieff]  ist  gegeben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drützehenhundert  jar  achtzig  jar  und  vier  jar  an  sant 
Urbans  tag. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

820 .  1384.  29.  November.  Abtissin  und  Konvent  zu 

Heiligkreuztal  erhalten  von  der  Prior  in  Guta  Anken  - 
zö  Hin  16  Haller  Gelds  und  setzen  dafür  eine  Jahr  zeit 
ihres  Vaters  Hans  Ankenzolls  fest. 

:  War  Katharina  Gärwerin  ze  disen  ziten  abtissinne  und  der 
convent  gemainlich  dez  klosters  und  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  ver- 
jehin ,  daz  wir  von  Güten  Ankenzöllinen  ze  disen  ziten  priorin 
ünsers  klosters  also  bar  ingenomen  und  enphangen  haben  sechzehen 
phund  güter  und  gäber  Haller  die  alle  zü  ünsers  gotzhus  gemainen 
nutzz  und  fromen  körnen  sint.  Und  haben  dar  umb  mit  güter  vor- 
betrachtung  und  mit  gemainem  ainhelligem  rät  der  selben  Güten 
Ankenzöllinen  und  iren  erben  mit  disem  brief  recht  und  och  redlich 
ze  kouffend  geben  ain  phund  güter  Haller  järclichs  zins  und  ewigs 
geltz  uzzer  und  ab  ünsren  garten  zinsen  ze  Zolnhusen  die  üns  ünser 
maiger  järclich  da  selbs  von  den  güten  gebend,  also  und  mit  der 


1384—1385. 


573 


beschaidenhait  daz  ain  kellerin  imsers  gotzhus  die  denne  ie  kellerin 
ist  daz  selb  phund  Haller  geltz  jarclich  und  ymmer  me  ewenclich 
ieds  jars  uf  sant  Michelz  tag  unsren  jarzit  maistrinen  an  ünser 
jarzit  ampt  von  den  garten  zinsen  richten  und  geben  sol  äne  allen 
fürzog  und  wider  rede.  Und  die  süllen  denne  mit  dem  selben  phund 
Haller  geltz  der  Güten  Ankenzöllinen  vatter  Hansen  Ankenzollz 
säligen  jarzit  begän  uf  sant  Jacobs  abend  dez  zwelffbotten  oder  ie 
in  drin  tagen  den  nächsten  vor  ald  nach  und  da  mit  ünserr  sam- 
nung  ze  tisch  dienen  und  daz  selb  jarzit  mit  allen  gotzdiensten 
begän  alz  wir  ändrü  gesetzti  jarzit  bi  uns  und  in  ünserm  gotzhus 
begangin  ungevarlicb.  Weihes  jars  aber  daz  nit  beschäch  und  be¬ 
gangen  würd  alz  vor  beschaiden  ist,  so  süllen  der  Güten  Anken¬ 
zollinen  nächsten  erben  wer  die  denne  sint  die  sechzehen  phund 
Haller  ze  rechter  pen  wider  gevallen  und  vervallen  sin  äne  aller 
mänglich  ierrung  und  wider  rede.  Siegler :  wir  die  abtissinne  und 
der  convent  dez  gotzhus. 

Der  [brief]  wart  geben  nach  Cristz  gebürt  drüzehenhundert  jar 
dar  nach  in  dem  vier  und  achtzigistem  jar  an  sant  Andres  abend 
dez  hailgen  zwelffbotten. 

ND:  Ain  phunt  geltz  zu  Angelzülz  jarzit  git  Frytel  ze  Küdlingen. 

Das  OvalS  der  Abtissin  ist  abgefallen ;  das  Bund  S  des  Konvents  ist 
noch  vorhanden. 

821.  1385.  21.  April.  Ebingen.  Heinrich  Schonloch 

Leutpriester  zu  Margrethausen  gibt  zugunsten  von 
Heiligkreuztal  ein  Gütlein  zu  Langenenslingen  auf  an 
den  Lebensherrn  Wolfgang  von  Jungingen. 

Minern  genädigen  herren  hern  Wolfgang  von  Jungingen  ritter 
enbüt  ich  Hainrich  Schonloch  lütpriester  ze  sant  Margaretenhusen 
minen  ivilligen  dienst  alz  billich  ist.  Lieber  herre,  daz  gütli  ze  Ens- 
lingen  des  Lässers  gilt  genant  daz  ich  untz  her  von  üweren  gnaden 
ze  lehen  hatt  daz  send  ich  üch  uff  mit  disem  brieff  Iedklich  an 
iiwer  hande  und  bitt  üch,  daz  ir  daz  selb  güt  gebint  den  gaistlichen 
frowen  des  cldsters  ze  Hailigencrütztal  durch  üwer  und  üwerr  vorderen 
seien  hailes  willen.  Und  ze  warem  urkünd  disz  uffgebends  han 
ich  min  insigel  gehenkt  an  disen  brieff. 

Der  ist  geben  ze  Ebingen  nach  Cristi  gebürt  drüzehenhundert  jar  und 
in  dem  fünf  und  ahtzigostem  jar  an  dem  nähsten  fritag  vor  sant  Geryen  tag. 

Ovales  S,  ganz  dünn.  Im  Bilde  ist  Margaretha  mit  dem  Drachen. 
U:  ...  INC  VE . ECCE  •  IN  •  MARGET  •  •  •  ■ 


574 


1385. 


822.  1385.  14.  Juni.  Benz  Möchel,  Klaus  Andel  fingen 

und  Adelheid  die  Hauserin  zu  Riedlingen  verkaufen 
anElsbetk  dieHerppin  zu  Andel  fingen  ein  Mannsmahd 
Wiese  zu  Binzwangen  um  8  15  s.  Haller. 

Ich  Bentz  Möchel,  ich  Claus  Andelfingen  und  ich  Adelhait 
diu  Huserin  burger  ze  Rüdlingen  vergehen  älliu  driu,  daz  wir  mit  | 
veraintem  gutem  willen  und  mit  wolbedachtem  sinne  der  ersamen 
beschaiden  frowen  Elzbethten  der  Herppinen  geseszen  ze  Andel- 
tingen  und  allen  iren  erben  mit  disem  brieff  recht  und  redlichen 
ze  ainem  rechten  staten  ewigen  kouff  ze  kouffend  gegeben  haben 
ain  mann  mad  wisen  daz  bi  Bynnsszwangen  in  dem  brait  riet  hinder 
der  cappell  hin  uff  ist  gelegen  und  dar  an  obnan  diu  rosszwis 
stosszet  mit  allen  nützen  rechten  und  zfigehörden  ob  erd  und  under 
erd  und  ouch  für  ledig  und  für  unverkumbert  und  für  ain  rechtz 
frys  aigen  und  also,  daz  Elsbecht  diu  Herppin  und  all  ir  erben 
daz  mann  mad  wisen  mit  allen  rechten  und  zugehörden  nü  furbaz 
me  hin  ymmer  me  ewiclich  und  gerwüclich  inne  haben  han  und 
niessen  süllen  und  mügen  alz  ander  ir  aigen  gut  ane  ünser  und 
unser  erben  und  ane  allermenglichs  von  unsern  wegen  irrung  und 
bekumbernüssz  und  widerred  (Auflassung) .  Dar  umb  siu  üns  geben 
und  gewert  hat  an  fünff  Schilling  Haller  nün  phund  allez  italigerl 
guter  Haller  (Quittung).  Und  also  sien  wir  vor  genante  selbschoffl 
und  alle  unser  erben  unverschaidenlich  Elzbechten  der  Herppinen| 
und  aller  irr  erben  dez  mann  mad  wisen  mit  aller  zügehörd  ir  recht 
gewern  für  allermenglich  irrung  und  ansprach  nach  der  stat  recht 
ze  Rüdlingen  und  mit  der  beschaidenhait,  weih  irrung  oder  anspracl 
in  dar  an  gescheeh  oder  wider  für  von  wem  daz  wer  oder  alz  dil 
daz  gescheeh,  daz  allez  sullen  wir  und  alle  unser  erben  unver¬ 
schaidenlich  Elzbechten  der  Herppinen  und  iren  erben  ussrichten| 
und  in  daz  vertigen  vertreten  und  versprechen  und  ouch  aller  din$ 
richtig  und  unansprechig  machen  ane  ir  schaden  nach  aigens  recht 
und  nach  der  stat  recht  ze  Rüdlingen.  Siegler:  Hans  Ott  ze  dei 
zit  amman  ze  Rüdlingen,  Haintz  Lupff  und  Claus  Witting  bai( 
burger  ze  Rüdlingen  (S  anhängung) . 

Der  [brieff]  wart  geben  an  sant  Vitz  abent,  do  waren  von  CrisU 
gebürt  driuzehenhundert  jar  und  in  dem  fünff  und  achtzigstem  jaij 

Drei  BundS.  1.  zeigt  einen  Doppelhaken.  U:  f  S.  IOHIS  •  DCI  •  OTTN  | 
2.  ist  das  S  des  Heinz  Lupf.  3.  Vielleicht  eine  Darstellung  des  Rauhens  dt 
Tücher  mit  der  Weherkarde.  U:  f  S.  CYNS  •  LODWEBER. 


1385. 


575 


823.  1385.  7.  Juli.  Ritter  Wolfgang’  von  Jungin  gen 

eignet  Heiligkreuztal  ein  Gut  zu  Enslingen. 

Ich  Volfgang  von  Junggingen  ritter  vergich,  daz  des  tages  als 
diser  brieff  geben  ist  für  mich  kam  der  erberr  her  her  Hainrich 
Schönloch  lüpriester  ze  Margretunhusen  und  öffnet  da  mir,  daz  er 
der  äptissinn  und  dem  convent  ze  Hailicrütztal  des  closters  geordenot 
und  geben  hett  durch  got  und  durch  siner  sei  hails  willen  daz  gut 
daz  gelegen  ist  ze  Enslingen  in  dem  dorff  und  bennen  mit  aller 
zugehörd  das  zü  disen  ziten  buwet  Ülrich  der  Artzat.  Daz  selb  gut 
Hainrich  Schönloch  von  mir  ze  lechen  hett  und  batt  mich  daz  ich 
daz  selb  gut  von  im  uff  nanie  und  daz  der  äptissinun  und  dem 
covent  des  closters  Hailigcrütztal  aignotte,  also  daz  die  fröwan  ze 
Hailigcrütztal  allii  du  recht  nütz  und  gewonhait  söltin  hän  zü  dem 
güt  als  vor  beschaiden  ist  mit  aller  zügehörde  alz  er  daz  von  mir 
gehept  hat.  Der  selben  gebett  ich  in  gewerot  und  nam  daz  selb 
güt  uff  von  im  usser  sinner  band  in  die  minen  und  aignotte  daz 
güt  der  aptissinen  und  dem  covent  des  klosters  ze  Hailigcrütztal 
und  allen  iren  nauchkomendun  durch  got  und  durch  miner  und 
miner  vorderun  und  nachkomendun  seilen  hail  willen  in  aller  der 
wise  als  vor  geschriben  stät  mit  mund  mit  banden  mit  allen  den 
Worten  gebärden  und  getatten  so  dar  zü  gehördt  und  nöturfftig  waz, 
und  behän  (!)  mir  noch  minen  erben  dar  an  dehain  vorder  noch 
ansprauch  mer.  Siegler :  ich  Yolffgang  von  Junggingen  ritter. 

Der  [brieff]  ist  geben  an  dem  nächsten  fritag  nauch  sant 
Ulrichs  tag  des  jaurs,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  druzehen- 
hundert  jaur  dar  nauch  im  fünf  und  ahtzigostem  järe. 

Vergl.  Nr.  <S 21. 

Die  JPressel  ist  noch  vorhanden. 


824.  1385.  24.  Juli.  Hans  der  Wirt  von  Andelfingen 

vergleicht  sich  mit  Heiligkreuztal  umb  alle  die  stössz. 

Ich  Hans  der  Wirt  von  Andelfingen  den  man  nempt  Noppen 
vergich,  daz  ich  mit  gutem  willen  mit  der  apptissen  und  den  con¬ 
vent  frowen  allen  gemainlich  mit  allen  pfründern  amptluten  und 
knechten  dez  closters  ze  Hailigen  kr  ütztal  lieplich  und  gütlich  ver¬ 
richt  und  überainkomen  bin  umb  alle  die  stössz  und  misszhellung 
die  ich  mit  in  hett  wie  die  genant  sint  ungevarlich  uff  disen  luitigen 
tag  alz  dirr  brieff  geben  ist,  ez  wer  denne,  daz  ich  ze  schaffen 


576 


1385. 


gewunne  oder  kett  mit  kainem  irem  liindersaszen  der  uff  dem  iren 
säsz  er  wer  aigen  oder  nit,  von  dem  sol  ich  allzit  recht  nemen  an 
der  stat  da  er  denne  seszhaft  ist  und  sol  ouch  in  denne  nit  fürbaz 
uff*  dehain  gericht  nit  triben.  Und  dez  allez  so  davor  geschriben 
staut  han  ich  ietzo  mit  friem  gutem  willen  unbetwungenlich  ze  den 
hailigen  ainen  gelerten  aid  gesworn  mit  uffgebotten  vingern  war 
und  stat  ze  halten  und  ze  haben  und  dawider  nit  ze  tünd  ane  alle 
geverd.  Und  da  by  sint  gewesen:  by  dem  ersten  Hans  Rechberg | 
von  Sigmaringen,  Cünrat  Fuchs  ze  den  ziten  kouffman  ze  Hailigen- 
krütztal,  Cünrat  Buggensun  ze  den  ziten  amman  ze  Fridingen  und 
Cünrat  Stopper  ze  den  ziten  gastmaister  ze  Hailigenkrütztal.  Diz 
all  gemainlich  sint  aller  vor  geschriben  sach  ziug  und  ansagen.  Wan 
ich  aigens  insigels  nit  enhan,  so  han  ich  erbetten  Johansen  Schult- 1 
haissen  von  Yeringen  ze  den  ziten  vogt  ze  Sigmaringen  und  Hain- 
rich  Lupffen  burger  ze  Rüdlingen,  daz  die  iriu  insigel  gehenkt  hant| 
an  disen  brieff*  (S  anhängung) . 

Der  [brieff]  wart  geben  an  sant  Jacobs  aubent,  do  waren  von\ 
Cristns  gebürt  driuzehenhundert  jar  und  danach  in  dem  fünf  und| 
achtzigstem  jar. 

Zwei  BundS.  Das  erste  zeigt  eine  Hirschstange.  U 
SCVLTETI.  Das  zweite  ist  das  des  Heinz  Lupf. 


825.  1385.  24.  Juli.  Ebingen.  Heinrich  Schonlocl^ 

Leutpriester  zu  Margrethausen  schenkt  sein  Gru t  i: 

Enslingen  an  Heiligkreuztal. 

Ith  Hainrich  Schonloch  lütpriester  ze  sant  Margaretenhusei 
tun  kunt,  daz  ich  mit  güter  vor  betrahtung  gesunde  libes  und  mütes 
gegeben  han  ledklich  uss  der  liant  durch  got  und  durch  min  um 
miner  vorderen  seien  hailez  willen  der  abbtissenn  und  dem  convenl 
gemainlich  des  closters  ze  Hailgencrütztal  und  allen  iren  nach- 
komenden  min  gütli  gelegen  ze  Enslingen  genant  dez  Lässers  gütj 
daz  ze  den  ziten  Ulrich  der  Arzad  büt  mit  allem  dem  daz  dar  zi 
ald  dar  in  gehört  mit  hus  mit  kof  mit  kofraitinen  mit  garten  mij 
biunden  mit  akkern  mit  wisen  mit  holtz  mit  veld  mit  wasen  mij 
zwy  mit  wasser  mit  wassersflüssen  mit  steg  mit  weg*  mit  grurn 
mit  grat  .  .  .  mit  allen  nützen  und  rechten,  als  es  an  mich  komei] 
ist.  Und  han  inen  daz  gütli  ze  aigen  gemachet  und  gevertiget  voi 
dem  vesten  ritter  liern  Wolfgang  von  Jungingen  von  dem  es  voj 


1385-1386. 


577 


mals  lehen  was.  Und  han  mich  och  verzigen  und  verzih  mit  disem 
brief  für  mich  und  für  all  min  erben  allez  rehten  aller  anspräch 
aller  fryhait  allez  schirmes  gaistlichz  und  weltlichz  grihtz  alles 
usszugs  aller  fünd  aller  ursüchi  und  mit  namen  aller  ding  da  mit 
5  ich  hie  nach  ald  min  erben  ald  ieman  von  unseren  wegen  wider 
disü  ding  iemer  gereden  gewerben  ald  getün  künden  ald  möhtin 
suss  ald  so.  Und  han  dis  allez  getan  und  vollbraht  mit  mund  und 
mit  handen  und  och  mit  aller  behügd  wort  und  getat  so  dar  zu  gehört. 
Siegler:  ich  Hainrich  Schonloch  und  dar  zü  der  ersam  priester  herr 
0  Cünrat  von  Emmingen  tegan  und  kilcherr  ze  Ebingen. 

Der  [brieff]  ist  geben  ze  Ebingen  nah  Cristes  gebürt  drüzehen- 
hundert  jar  und  in  dem  fünf  und  ahtzigosten  jar  an  sant  Jacobs 
abent  in  dem  höwat. 

Zwei  S,  das  erste  dreieckig,  das  andere  oval.  Das  erste  ist  das  S  des 
5  Heinrich  Schonloch,  das  zweite  zeigt  Martinus,  den  Mantel  teilend,  darunter 

ein  Schild  mit  einem  aufgerichteten  Löwen.  U:  f  S.  C . RCOR’  •  ECCIE  •  IN  • 

EBINGEN.  Vergl.  Nr.  821  und  823. 

826 .  1386.  14.  April.  Walther  von  Andelfingen  ver¬ 

kauft  an  Hainz  Tunz  v o n  A n d e  1  f i n g e n  zweiMannsmahd 
0  Wiesen  im  Donauried  um  3iy2  U  Haller. 

Ich  Walther  von  Andelfingen  den  man  nempt  Wetzein  urktind , 
das  ich  mit  wolbedähtem  sinne  und  müt  und  besunder  mit  gunst 
haissent  und  gutem  willen  Elsen  der  Helwerinen  miner  elicher 
husfrowen  für  mich  und  für  min  erben  für  ain  reht  aigen  unirrig 
5  und  unverkümmert  gut  und  daz  öch  dehain  zenhent  dar  uss  nit 
gaut  noch  nieman  gan  sol  aines  rehten  stäten  und  ewigen  köfs  ze 
köffent  geben  han  und  öch  ze  köffent  gib  mit  kraft  disz  briefs  dem 
fromen  man  Haintzen  Tüntzen  von  Andelfingen  den  man  nempt 
den  Pfiffer  min  aigen  wise  der  zway  mans  mat  haisset  und  ist 
)  under  dem  Talhof  ze  Hirsenrüty  gelegen  in  dem  Tünow  riet  (Be¬ 
sitzeinweisung).  Und  dar  umb  so  haut  mir  Haintz  Tüntz  in  aines 
rehten  köfs  wise  also  bar  geben  und  bezalt  drissig  pfunt  und  drissig 
Schilling  alles  ytaliger  genger  und  guter  Haller  ( Quittung ,  Auf¬ 
lassung,  Währschaft).  Wol  ist  daz  mit  rehtem  namen  ze  wissent 
>  daz  der  wis  vier  mans  mat  ist  und  sint  gemain  mit  den  frowen  ze 
Hailigkrütztal  und  gebürt  also  ieglichem  tail  zway  mans  mat,  und 
der  frowen  von  Hailigkrütztal  tail  daz  ist  irü  zway  mans  mat  ge- 
hörent  in  der  undern  kellerinen  ampt  (S  defekt).  Pfandschaft, 
wan  wir  ir  rehten  gewern  dar  ulf  sien  und  sin  süllen.  Siegler: 

Württ.  Gescliichtsquellen  IX.  37 


578 


1386. 


ich  Walther  von  Andelfingen.  Und  ich  Eis  dü  Helwerin  sin  elicliü 
husfrow  yergich  ( Einverständnis ,  Auflassung ,  S  anhängung).  Und 
haben  Och  baidü  ze  noch  merrer  sicherhait  gebetten  Hainrich  von 
Stainhülw  den  man  nempt  Malchinger  Otten  den  Farer  und  Lütfrid 
Lupfen  baid  burger  ze  Rüdlingen,  daz  sy  irü  aignü  insigel  och 
offenlich  gehenkt  hand  an  disen  brief,  daz  och  wir  die  ietz  genanten 
ziigen  also  getan  haben. 

Dirr  brief  ist  geben  an  dem  hailigen  palm  abent  in  dem  jar 
do  man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach 
in  dem  sechs  nnd  alitzigostem  jar. 

Fünf  BundS.  1.  zeigt  einen  rechts  gewendeten  wachsenden  Wolf.  U:y 
f  S.  WALTHERI  •  D  •  ANDELVINGEN.  2.  zeigt  einen  linken  Schrägbalken. 
U:  f  S.  ELSA  •  HELWERIN.  8.  zeigt  einen  links  gewendeten  halben  Brachen 
auf  Dreiberg,  ü:  f  S.  HAINRI  •  D  •  STAINHÜLW  •  4.  und  5.  zeigen  die  Wappen 
des  Ott  Farer  und  des  Lutfried  Lupf. 

827.  1386.  1.  Mai.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  an  ihre  Klosterfrau  und  Pittanzerin 
Benigna  von  Oberstetten  zwei  Juchart  Ackers  zu  Hun- 
d  er  sin  gen  um  12  U  Haller. 

Wir  Katherina  Gaerberin  aeptissin  dez  closters  ze  Hälgen- 
crütztal  und  och  wir  die  conventfrowan  gemainlich  dez  selben  gotz- 
hus  dez  ordens  von  Zitel  in  Costenzer  bystum  gelegen  tun  kunt, 
daz  wir  mit  gutem  willen  und  mit  veraintem  rat  ains  rechten  red¬ 
lichen  und  ewigen  koffes  ze  koffen  habin  geben  und  gebin  och  mit 
ürkünt  diz  briefes  Benignen  von  Oberstetten  ainer  ünser  closter- 
frawen  ze  den  ziten  pittanzierinen  ünsers  gotzhüs  ze  Hailgencrütztal 
zwo  juchart  gutes  akkers  ze  Hundersingen  by  dem  dorf  gelegen, 
die  nun  zemal  die  Paygern  buwent  und  da  vor  Lüsins  saeligen 
eines  ünsers  phründners  lipding  gewesen  sint  von  den  jarklichs  daz 
drittal  gat  welher  laig  sames  oder  korns  denn  dar  uff  stat  und 
anders  nit.  Wan  wenn  nütz  dar  uff  stat  so  gat  och  nütz  dar  ab. 
Und  lit  der  juchart  ainü  an  dem  Lützelbach  und  stosset  an  dez 
spitals  akker  von  Maengen.  Dü  ander  lit  an  dem  espan  und  an¬ 
wandet  an  Frykken  von  Magenbüch  akker  der  da  haisset  uft  den 
jühan.  Umb  diz  zwo  juchart  akkers  mit  allen  iren  rechten  und 
zügehörden  so  hat  üns  dü  swester  Bening  von  Oberstetten  in  rechtes 
koffs  wls  geben  und  bezalt  zwölf  phunt  alles  guter  genger  ytaliger 
Haller  (Quittung).  Und  da  von  ist  allermanlich  ze  wissen  daz  die 


1386. 


579 


zwo  juchart  akkers  mit  allen  iren  reckten  und  zügehörden  als  da 
vor  geschiiben  stat  nun  furbas  in  er  iemer  eweklich  dienen  und 
warten  sont  ünser  lieben  frowen  und  sant  Jokans  dem  töffer  in 
unser  closter  gen  Hailgencrütztal  an  ir  liecht,  wan  ock  sy  die  swester 
5  Bening  von  Obei  Stetten  dar  umb  besunder  erköfft  bat  daz  sy  an 
daz  lieckt  eweklicken  dienen  mit  allen  niitzen  sond.  Und  da  von 
wer  dü  frow  ist  usser  ünserm  closter  ze  Hailgencrütztal  der  got  die 
gnad  verlieht  daz  sy  unser  frowen  und  sant  Jokansen  ze  eren  und 
ze  dienst  dez  liecktes  phliget,  all  die  wil  sy  daz  in  trüwen  tut  so 
0  sol  sy  die  zwo  juckart  akkers  ze  Hundersingen  gelegen  mit  allen 
reckten  messen  und  nutzen  dem  liekt  nit  ir  selb  und  sol  och  daz 
liecht  da  von  versorgen  als  sy  linserr  frowen  und  sant  Johansen 
dar  umb  antwürt  geben  well.  Es  ist  ock  bedingt  und  mit  Worten 
beschaiden,  ob  daz  beschaech  daz  die  zwo  juckart  akkers  ze  Hun- 
5  dersingen  gelegen  anspraechig  oder  kriegig  wurdint  von  waz  sack 
sich  daz  gefugti  daz  sy  dem  lieckt  gen  Hailgencrütztal  in  daz  münster 
für  recht  fry  und  ledig  aigen  gedienen  nit  möchtin  als  och  sy  er- 
koflft  sint,  den  krieg  und  die  ansprach  söllin  wir  dü  aptissin  und 
die  closter  frowen  dez  gotzküs  ze  Hailgencrütztal  und  ünser  nach- 
0  körnen  ainer  ieglicher  die  dez  liecktes  denn  phligt  gaentzlick  und 
gar  ablegen  und  richtig  machen  an  allen  iren  schaden,  wan  wir 
es  ock  für  recht  fryg  ledig  und  unanspraeckig  aigen  der  swester 
Benignen  von  Oberstetten  ze  koffen  geben  habin.  Und  wa  aber 
wir  daz  nit  tätin  waz  sy  denn  dü  die  dez  liehts  denn  phligt  Schadens 
5  davon  enpkieng  wie  der  schad  genant  waer  ungevarlick,  den  selben 
schaden  söllin  wir  dü  aptissen  und  die  conventfrowen  und  ünser 
nackkomen  och  gaentzlick  ablegen  und  abtün  on  iren  schaden  un- 
j  ge  varlick.  Tatin  wir  aber  dez  ock  nit,  so  mag  sy  und  all  ir  helfer 
üns  und  ünser  gotzküs  an  allen  ünsern  lüten  und  gutem  dar  umb 
)  angritfen  es  sig  mit  gaistlichen  gericht  oder  mit  weltlichem  oder 
on  gericht  wie  und  wa  sy  wellin  als  lang  und  als  gnüg  bis  daz 
sy  alles  schaden  bezalt  werden  on  allen  iren  schaden.  Und  sol 
och  üns  und  ünser  gotzhüs  nütz  da  vor  schirmen  ungevarlick,  so 
mag  ock  sy  und  ir  helfer  da  mit  nit  gefraeveln  oder  wider  kain 
1  reckt  tun  ungevarlick.  Siegler:  wir  dü  aeptissen  und  die  convent- 
frowan  dez  clo sters  ze  Hailgencrütztal. 

Dev  [brieff]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  sechs  und  achtzigosten 
jar  an  sant  Waltpurg  tag  ze  ingendem  mayen. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


580 


1386. 


828.  1386.  25.  Juli.  Ernst  Leutpriester  zu  Andelfingen 
und  die  Heiligkreuztaler  Klosterfrau  Adelheid  Schult- 
heissin  von  Yeringen  bauen  im  Kloster  Heiligkreuztal 
eine  Korn  sch  litte  und  erhalten  ihre  Nutzniessung  als 

Leibgeding. 

Wir  Katherina  Gaerberin  aeptissin  und  och  ivir  die  closter- 
frowan  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailgencrütztal  tun  kunt,  daz 
wir  habin  erkent  und  angesehen  die  trü  und  die  früntschaft  so  lang 
zit  zü  uns  und  zu  ünserm  gotzhus  gehaben  hat  Ernst  lütpriester  ze 
den  ziten  ze  Andelvingen  und  swester  Adelhait  Schulthaissin  von 
Yeringen  ainii  unser'  closterfrowen  und  besunder  daz  sy  ze  disen 
ziten  mit  ir  aigen  kost  und  schaden  ain  kornschütti  hant  gebuwen 
ob  der  custrinen  hüs  in  dem  nüwen  hüs  daz  man  nemmet  daz 
mittel  hüs,  daz  sy  och  hant  getan  mit  ünserm  güten  gunst  und 
willen  mit  sölicher  gedingt  und  beschaidenhait,  daz  sy  baidü  ge¬ 
mainlich  und  ir  ietweders  besunder  die  selben  kornschütti  sülli 
messen  und  bruchen  selber  oder  verliehen  besetzen  oder  entsetzen 
nach  irem  besten  nutz  und  fromen.  Und  sol  noch  mag  sy  nieman 
dar  an  irren  noch  bekrenken  als  lang  sy  baidü  lebent  oder  ir  aines 
besunder.  Wenn  aber  sy  baidü  von  tod  abgangen  und  erstorben 
sint,  so  sol  die  kornschütti  dem  custerampt  ünsers  closters  ze  Hailgen¬ 
crütztal  denn  fürbas  ledig  und  los  sin  und  iemer  mer  eweklichen 
warten  mit  sölicher  gedingt  und  beschaidenhait,  daz  ain  ieglichü 
custrin  dez  gotzhus  die  denn  ze  mal  custrin  ist  die  kornschütti  sol 
und  mag  bruchen  und  messen  eweklich  wie  sy  denn  waiss  daz 
dem  custerampt  aller  nützest  und  aller  fromest  ist.  Und  sol  noch 
mag  sy  nieman  dar  an  niemer  mer  bekrenken  noch  gesunnnen  in 
kamen  weg  ungevarlich.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  und  geschriben  do  man  zalt  von  Crystus 
gebürt  drüzehen  hundert  jar  dar  nach  in  dem  sechs  und  achzigosten 
jar  an  sant  Jacobs  tag  dez  hailgen  zwölffbotten. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

829,  1386.  15.  Oktober.  Hans  der  Grüninger  gibt  dem 
Kloster  Heilig  kr  euztal  den  Zehnten  zu  W  a  r  m  t  a  1  und 

bekommt  dafür  6  Malter  Korns. 

Ich  Hans  der  Grüninger  den  man  nempt  Hansen  von  Wintzeln 
urhind,  daz  ich  für  mich  und  für  min  erben  mit  wolbedahten  sinne 
und  müt  willeklicli  und  gern  und  luterlich  durch  gottes  willen  min 
und  miner  vordem  selan  ze  trost  mit  kraft  diss  briefs  ledklich  und 


1886 — 1387. 


581 


loss  ergeben  uff  gegeben  und  in  gegeben  hän  den  closterfrowen 
des  closters  ze  Hailigkrütztal  an  iren  gemainen  tysch  und  an  ir 
pyttantzy  den  zenhenden  ze  Warntal  der  wilent  miner  vordem  ge¬ 
wesen  ist  mit  allem  dem  das  iendert  über  al  dar  zu  und  dar  in  nach 
5  recht  und  nach  gewonhait  gehört  und  gehören  sol  nützit  dar  an 
ussgenomen  und  der  och  vormalz  lehen  von  Landow  gewesen  ist. 
Auflassung,  wan  ich  mich  des  alles  gentzlich  mit  disem  brief 
gen  inen  verzigen  liab  für  mich  und  für  all  min  erben  wan  sy  mir 
och  dar  umb  sechs  malter  korns  geben  hand  (Quittung).  Siegler: 
10  ich  Hans  der  Grüninger  und  Hans  von  Hornstain  ze  Wölflingen 
gesessen  und  Hans  der  Schulthaiss  do  ze  mal  vogt  ze  Sigmaringen, 
daz  och  wir  die  ietz  genanten  zögen  also  getan  haben.  Dar  zu  ver- 
gich  och  ich  Haintz  der  Grüninger  Hansen  dez  Grüningers  brüder 
(Auflassung).  Und  verbind  mich  och  dez  allez  für  mich  und  für 
15  min  erben  under  du  drö  insigel,  wan  ich  nun  ze  mal  min  insigel 
nit  by  mir  hett. 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Gallen  abent  in  dem  jdr  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  druzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem 
sechs  und  ahtzigosten  jar. 

!0  Drei  S  zerstört. 

Beschriebene  Pressein:  1.  botten  Ion.  Das  alles  sol  ich  und  min  erben 
im  und  sinen  erben  ussrihten  und  bezaln  zu  dem  ob  geschriben  höptgüt .  .  .  oder 
sin  2.  dar  uff  ze  schaden  wachset  und  gaut. ....  zerung  mit  brieven  und  mit .  .  . 
3.  .  .  .  der  für  wirt  uff  die  ob  geschriben  guldin  ....  italiger  guter  Haller  git. 

5  830.  1387.  5.  F e b r u a r.  Ludwig  von  Hornstein  zuNeuf r a 
Vater  und  Sohn  verpfänden  dem  Heinrich  Lupf  von 
Riedlingen  für  ein  Darlehen  von  268  U  Haller  ihre 
Wiese  im  Kessel  unter  dem  Talhof. 

;  Ich  Ludwig  von  Hornstain  ritter  ze  Nüfren  gesessen  und  ich 

)  Ludwig  von  Hornstain  der  jung  sin  sun  urkünden,  daz  wir  baid 
unverschaidenlich  und  unser  erben  reht  und  redlich  schuldig  sien 
und  gelten  sülient  Hainrich  Lupfen  burger  ze  Rüdlingen  und  sinen 
erben  zway  hundert  pfunt  und  äht  und  sechtzig  pfunt  alles  ytaliger 
genger  güter  und  gaber  Haller  die  wir  im  schuldig  worden 
>  sient  von  der  laistung  wegen  so  uff*  uns  in  sinem  hus  von  herr 
Hainrichs  wögen  von  Emmerkingen  beschenken  ist.  Und  dar  umb 
so  haben  wir  im  und  sinen  erben  für  uns  und  für  unser  erben  ze 
ainem  rehten  redlichen  werenden  pfant  und  och  in  pfandes  wise 
umb  die  schuld  und  gült  versetzt  und  ingesetzt  versetzen  und  in- 


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1387. 


setzen  och  im  und  sinen  erben  mit  kraft  (liss  briefs  für  ain  reht 
unirrig  unverkümmert  und  unansprächig  gut  unser  aigen  wis  in 
dem  riet  obertlialb  Landow  linder  dem  Talhof  in  dem  kessel  by  j 
dem  staininn  krütz  gelegen,  der  wol  uff*  vier  und  zwaintzig  mans 
mat  haiszet  und  ist  minder  oder  mer  an  all  gevärd  mit  allem  dem  t 
daz  iendert  liberal  dar  zu  und  dar  in  von  reht  und  von  gewonhait 
gehöret  und  gehören  sol  es  sy  an  stöken  an  widen  an  grund  an 
grät  an  wasen  an  zwv  an  wasser  an  wasserlaitinen  und  gemain- 
lich  an  allen  andern  dingen  nützit  dar  an  ussgenomen  also  doch 
und  mit  der  beschaidenhait,  das  Hainrich  Lupf  und  sin  erben  die  k 
wis  alle  mit  aller  zügehörd  nun  fürbas  mer  hie  nach  gerüweklich 
inne  haben  und  messen  süllent  an  all  abschlag  der  nütz  an  dem  ob 
geschriben  höptgüt  an  unser  an  unser  erben  und  an  aller  menglich  irrung 
und  anspräch  als  lang  und  alle  die  wil,  untz  daz  wir  oder  unser 
erben  vor  von  im  oder  von  sinen  erben  die  wis  mit  iren  zügehörden  n 
gentzlich  wider  erlediget  und  erlöset  haben  mit  den  zwain  hundert 
pfunden  und  aht  und  sechtzig  pfunden  ytaligen  gengen  und  güten 
Hallern  an  allen  sinen  und  siner  erben  schaden,  der  selben  lösung 
er  und  sin  erben  uns  und  unsern  erben  och  järlich  gestatten  süllent 
ze  tünd  ie  zwischant  sant  Jacobs  tag  des  hailigen  zwelffbotten  der  2 
in  dem  höwet  kumpt  und  dem  nähsten  unser  frowen  tag  der  lieht- 
miss  der  schierost  dar  nach  kumpt,  Wol  ist  daz  mit  rehtem  narnen 
berett  und  bedingt,  daz  Hainrich  Lupf  und  sin  erben  uns  noch 
unser  erben  von  der  lösung  wegen  nit  manen  süllent  in  den  nahsten 
zwain  jaren  dü  scliierost  koment  nach  datum  diss  briefs.  War  aber  2 
daz  er  oder  sin  erben  dar  nach  die  pfantschaft  in  der  wis  nit  lenger 
mer  weltent  inne  haben,  so  haut  er  oder  sin  erben  nach  den  selben 
zwain  jaren  daz  ist  in  dem  dritten  jar  nach  datum  disz  briefs  oder 
dar  nach  wol  gewalt  und  gut  recht  wenn  sy  wend  uns  oder  unser 
erben  unverschaidenlich  umb  die  lösung  ze  manent  ze  hus  ze  hof 
oder  under  ögen  mit  iren  brieven  botten  oder  selber.  Und  wenn  dü 
manung  denn  also  geschiht  in  dem  dritten  jar  nach  datum  disz  briefs 
oder  dar  nach,  so  süllen  wir  Ludwig  von  Hornstain  ritter  und  Ludwig 
Hornstain  sin  sun  wir  baid  unverschaidenlich  oder  unser  erben  ob  wir 
enwarent  denn  nach  der  selben  manung  untz  uff  den  nahsten  unser  < 
frowen  tag  der  liehtmiss  der  schierost  nach  der  selben  manung  kumpt 
und  künftig  ist  die  lösung  der  wis  tun  umb  den  Hainr.  Lupfen  oder 
umb  sin  erben  ob  er  enwär  och  mit  den  zwain  hundert  pfunden 
und  aht  und  sechtzig  pfunden  ytaligen  gengen  und  güten  Hallern 
und  süllen  in  oder  sin  erben  denn  dero  selben  Haller  aller  weren  ■ 


1387. 


583 


und  bezaln  da  ze  Rüdlingen  in  der  stat  oder  antworten  ain  mil 
wegs  von  Rüdlingen  der  stat,  wa  hin  und  an  wely  stett  er  oder 
sin  erben  denn  aller  gernost  wend  für  alles  heften  verbieten  irrung 
und  bekümmernüst  aller  gaistlieher  und  weltlicher  lüt  und  geriht 
5  ungevärlich  unverzogenlich  und  gentzlich  an  allen  sinen  und  siner 
erben  schaden.  Wa  aber  wir  oder  unser  erben  daz  also  denn  nit 
tatent,  so  haut  Hainrich  Lupf  oder  sin  erben  denn  dar  nach  wenn 
sy  wend  gewalt  und  gut  reht  die  wis  all  mit  ainander  oder  ain 
mans  mat  zwai  drü  vierü  fünfü  oder  sehsü  minder  o'der  mer  an 
10  gevard  da  von  an  ze  griff  ent  mit  ze  versetzent  oder  mit  ze  ver- 
köffent  wenn  wa  wie  als  dik  und  gen  wem  er  oder  sin  erben  denn 
wend  kunnent  und  mügent  für  ain  reht  aigen  unirrig  unverkümmert 
und  unansprachig  güt  als  vil  dik  und  genug,  untz  im  und  sinen 
erben  da  mit  die  zway  hundert  pfunt  und  aht  und  sechtzig  pfunt 
15  ytaliger  genger  und  guter  Haller  gentzlich  sint  worden  ussgeriht 
und  bezalt  in  aller  vor  geschriben  wise  oder  als  vil  sy  mügent  an 
allen  sinen  und  siner  erben  schaden.  Und  was  er  oder  sin  erben 
denn  also  dar  an  und  da  von  versatztent  oder  verköftent  gen  wem 
das  war,  das  süllen  wir  den  selben  denn  vertigen  versprechen  und 
20  verstan  für  ain  reht  aigen  unirrig  und  unansprachig  güt  nach  aigens 
reht  nach  lands  reht  und  nach  reht  unverzogenlich  an  allen  iren 
schaden  (Währschaft),  wenn  wir  des  vor  von  in  erindert  und 
ermant  würden  nach  aigens  reht  nach  lands  reht  und  nach  reht 
unverzogenlich  und  gentzlich  an  allen  sinen  und  siner  erben  schaden. 
25  Und  sien  och  also  wir  und  unser  erben  unverschaidenlich  umb 
allü  ding  sin  und  siner  erben  rehten  gewern  an  all  gevard.  Ze 
rehten  bürgen  gesetzt:  Berhtolten  vom  Stain  vom  Richenstain, 

;  hern  Cünrat  von  Hornstain  genant  von  Büttelschiesz  baid  ritter, 

!  den  Töltzer  von  Schellenberg,  Hannsen  von  Hornstain  ze  Schatz- 
30  berg  geseszen,  Rüdolffen  von  Fridingen  ze  Togendorff  gesessen, 
j  Cünrat  den  Berger  ze  Opfingen  gesessen  und  Cüntzen  von  Horn- 
1  stain  ze  Asenhain  gesessen,  sy  all  unverschaidenlich  und  mit  der 
gedingt:  war  d[az  dehain]  sin  erben  an  dehainen  vor  geschriben 
oder  nach  geschriben  dingen  an  ainem  oder  an  mer  dehainen  bruch 
35  oder  gebresten  gewünnent  wenn  und  als  dik  daz  ie  geschach,  so 
haut  ie  dar  nach  Hainrich  Lupf  oder  sin  erben  wenn  sy  wend  ge¬ 
walt  und  güt  reht  die  bürgen  dar  umb  ze  manent  ze  hus  ze  hof 
oder  under  ögen  mitt  iren  brieven  botten  oder  selber  sy  all  ge- 
mainlich  oder  als  menigen  sy  denn  under  in  wend  besonder  ainen 
40  oder  mer  lützel  oder  vil.  Und  süllent  in  denn  ie  also  die  gemanten 


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1387. 


bürgen  dar  umb  in  den  nähsten  aht  tagen  nach  der  manung  in 
yaren  gen  Rüdlingen  in  die  stat  und  süllent  da  denn  laisten 
ain  reht  gewonlich  und  ungevarlich  giselschaft  mit  ainem  pfärit 
(Einlager)  und  süllent  da  von  nymmer  ledig  werden  denn  mit 
des  Hainrich  Lupfen  oder  mit  siner  erben  urlob  gunst  und  gutem 
willen,  oder  e  daz  wir  oder  unser  erben  im  oder  sinen  erben  vor 
alles  daz  haben  gentzlich  ussgeriht  und  vollefürt  dar  an  sy  denn 
bruch  oder  gebresten  hettent  und  dar  umb  sy  och  die  gemanten 
bürgen  gefnant  hettent  ze  laistent  an  allen  sinen  und  siner  erben 
schaden.  Und  als  dik  inen  och  ie  in  der  zit  e  dirr  brief  erlöset 
wiird  der  bürgen  ainer  oder  mer  abgieng  von  tödes  wegen  oder 
sus,  als  dik  und  oft  süllen  wir  oder  unser  erben  im  oder  sinen 
erben  ie  ainen  andern  oder  ander  als  nemlich  und  als  schidlich 
bürgen  wider  setzen  an  der  abgegangenn  stat  in  den  nähsten  vier¬ 
zehen  tagen  nach  ir  manung.  Tätent  wir  des  nit,  so  süllent  in 
der  andern  bestandenn  bürgen  zwen  wely  sy  dar  umb  ermanent 
dar  umb  och  in  varen  laisten.  War  aber,  daz  in  die  gemanten 
bürgen  ie  also  nit  laistent  und  in  daz  wider  irem  willen  verzügent 
wenn  und  als  dik  daz  ie  geschäch,  so  haut  ie  dar  nach  Hainrich 
Lupf  sin  erben  und  all  ir  helffer  wenn  sy  wend  gewalt  und  gut 
reht  uns  Ludwigen  von  Hornstain  ritter  und  Ludwigen  von  Horn- 
stain  sinen  sun  unser  erben  und  öeh  die  gemanten  unlaistenden 
bürgen  dar  umb  anzegriffent  ze  nötent  und  ze  pfendent,  nutz  im 
und  sinen  erben  da  mit  all  sacli  und  stuk  gentzlich  ist  worden 
ussgeriht  und  vollefürt  (Frevel,  Lösung).  Und  brach  der  insigel 
dehains  ains  oder  mer  ungevarlich  du  an  disem  brief  wärent 
oder  dü  an  disen  brief  gehortent  wurden  ungevarlich  missehenkt 
missekert  oder  an  disen  brief  nit  käment,  oder  ob  er  oder  sin 
erben  uns  oder  unsern  erben  oder  der  bürgen  dehainem  ainem  oder 
mer  fürbasser  denn  dem  andern  zug  und  tag  gäbent  lang  oder 
kurtz  von  dehainer  ob  geschriben  sach  wegen  von  ainer  oder  von 
mer  oder  ob  dirr  brief  sus  in  dehainen  weg  hie  nach  ungevarlich 
an  andern  dingen  verschwecht  oder  arkwenig  würd,  das  alles  sol 
dem  Hainrich  Lupfen  sinen  erben  iren  helffern  noch  disem  brief 
dehain  schad  nit  sin.  Wer  och  disen  brieff  inne  haut  mit  des 
Hainrich  Lupfen  oder  mit  siner  erben  gunst  und  gutem  willen,  dem 
sol  er  an  allen  sinen  begriffungen  punkten  und  artikeln  als  nütz 
kreftig  und  gut  sin  als  im  und  sinen  erben  in  aller  der  wise  als 
ob  er  oder  sin  erben  selber  da  mit  disem  brief  under  ögen  stündent 
und  in  für  zügent.  Siegler:  wir  Ludwig  von  Hornstain  ritter  und 


1387. 


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Ludwig-  von  Hornstain  sin  sun  wir  baid.  Und  wir  die  bürgen  ver- 
genhen  unverschaidenlich  dirr  burgschaft.  Und  des  öch  alles  ze 
ainem  wären  urkünd  und  merrer  sicherhait  so  haben  wir  all  sähen 
unsrü  aignü  insigel  och  offenlich  gehenkt  an  disen  brief,  der 

geben  ist  an  sant  Agathen  tag  in  dem  ja j  do  man  zalt  von  Crists 
gebürt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in  dem  süben  und 
ahtzigo stem  jär. 

Neun  BundS.  I.  S  des  Ludwig  von  Hornstein.  2.  S  des  Ludwig  von 
Hornstein.  3.  Drei  gestürzte  Wolfsangeln.  U:  f  S.  BERHTOLDI .  D’  •  STEIN  • 
M(i)L(iti)S  (?).  4.  S  von  Bonrad  von  Hornstein.  5.  S  des  Johann  von  Hornstein. 

6.  Auf  einem  Schrägbalken  steigt  ein  I^öwe  nach  rechts.  U:  f  S.  RVDOLF  • 
DE  •  FRIDINGEN.  7.  Unter  Schildhaupt  ein  Boot  mit  Buder.  U:  f  S.  T(ELTZER  • 
DE  •  SCHELLENBG.  8.  Bin  längsgespaltener  Schild ,  rechts  mit  Bauten  belegt , 
links  leer.  U:  f  CVONES  •  DCI  •  BERGER.  9.  S  des  Bonrad  von  Hornstein. 

831.  1387.  7.  Juni.  Entscheidung  in  der  Streitsache 

wegen  der  Mistschütte  am  Heiligkreuztaler  Haus  zu 

Riedlingen. 

Wir  der  amman  und  die  rihter  der  stat  ze  Rüdlingen  urkünden , 
daz  für  uns  kamen  an  offen  geriht  uff*  den  tag  als  dirr  brief  geben 
ist  do  wir  offenlich  ze  Rüdlingen  ze  geriht  sassen  die  fromen  man 
Cüntz  der  Fuhs  von  Rüdlingen  koffman  unserr  frowen  von  Hailig- 
krütztal  an  ainem  tail  und  Cläs  der  Lodweber  Bentz  Möchel  Haintz 
Schenkel  und  Hans  Vögelli  von  Althain  all  vier  burger  ze  Rüd- 
lingen  an  dem  andern  tail,  und  clegt  vor  uns  an  offem  geriht  Cüntz 
der  Fuhs  mit  sinem  fürsprechen  an  stat  und  in  namen  unser  frowen 
der  aebtissenn  und  des  convents  gemainlich  des  closters  ze  Hailig- 
krütztal  und  sprach,  Cläs  der  Lodweber  Bentz  Möchel  Haintz  Schenkel 
und  Hans  Vögelli  schütten  iren  mist  uss  iren  hüsern  du  gelegen 
sint  ze  Rüdlingen  zwischen  Rächwis  hus  und  dem  Wiler  tor  an  siner 
frow  hus  hof  und  schür  —  daz  gesäss  nun  ze  mäl  Frital  von  siner 
frowen  wegen  inne  hett  —  und  an  die  mur  des  selben  gesäss,  daz 
sy  von  rehtz  wegen  als  sin  frowan  got  und  dem  rehten  getrüwetont 
nit  tün  söltent  und  sprach  sin  frowan  begertent  dar  umb  rehtz. 
Da  wider  sprächen  die  vier  man  öch  mit  irem  fürsprechen,  sy  söl¬ 
tent  da  von  rehtz  wegen  tün  wan  es  vormäls  öch  also  her  komen 
war,  und  begertent  dar  umb  öch  rehtz.  Da  ward  urtail  umb  ge- 
fraget  und  ward  von  uns  ertailt  nach  baider  tail  fürlegung  und 
widerred,  daz  Cläs  der  Lod weber  Bentz  Möchel  Haintz  Schenkel 
und  Hans  Vögelly  oder  wer  denn  ie  irü  hüser  inne  hett  usser  den 


586 


1387. 


selben  iren  husern  iren  mist  wol  schütten  söltent  und  möhtent  get 
der  frowen  von  Hailigkrütztal  gesäsz  werd  —  bis  an  der  burgeij 
widerrüffen  —  der  mur  des  selben  gesäss  doch  unschädlich  an  all 
gevärd.  Und  dar  umb  begert  Cftntz  der  Fulis  mit  sinem  fürsprechen, 
daz  man  sinen  frowan  von  Hailigkrütztal  der  urtail  öch  ainn  ur 
tail  brief  gäber  (!)  der  inen  öch  mit  gemainer  urtail  ertailt  wart 
ze  gebent.  Siegler:  wir  der  amman  und  die  rihter  der  stat  zt 
Rüdlingen  von  des  gerihts  wegen. 

JJiss  geschacli  und  der  brief  ivart  geben  am  nähsten  tritt 
nach  ussgender  pfingstwochen  in  dem  jär,  do  man  zalt  von  GrisU 
gebürt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in  dem  süben  und  aht^ 
zigostem  jär. 

ND:  Dem  closter  etc.  der  urtail  brief  von  der  mistsckütti  an  Käsund-| 
brötz  mur  uss  Wendleringen. 

Das  S  ist  abgefallen. 


832.  1387.  1.  August.  Wernz  und  Elisabeth  Glattei 

von  Mengen  verkaufen  an  Heiligkreuztal  ihren  Ho 
zu  Billafingen  um  210  ti  Haller. 

Ich  Werntz  genant  Glattis  ze  disen  ziten  gesezzen  ze  Menger 
und  ich  Elyzabeth  Dietrichs  säligen  tohter  von  Büningen  des  Werntzei 
genant  Glattis  elicliü  Imsfröw  verkündent ,  daz  wir  beidü  samenj 
mit  gesuntheit  ünser  lib  vernünftig  der  sinne  bedäht  des  müte^ 
mit  rät  ünser  fründ  und  mit  guter  sittiger  vorbetrahtung  waz  wiJ 
mit  den  nach  geschribnen  gutem  und  och  mit  allen  andren  unsrei 
güten  tun  weiten  mit  aller  loblicliü  und  offenbarkait  die  dar  zij 
gehöret  offenlich  verköft  haben  und  ze  ainem  stäten  und  ewiger 
köff  ze  köffen  geben  haben  nach  sag  und  usspreehung  disz  briefj 
frö  Adelliaiten  von  Hornstain  aptischennen  dez  clösters  ze  Hailigj 
crütztal  und  dem  selben  convent  gemainlicli  und  allen  iren  nächj 
körnenden  ünsern  aigenn  hoff  ze  Bilavingen  dem  dorf  gelegen  isj 
uff  der  Albe  —  dez  selben  höfes  ze  disen  ziten  buwet  den  lralbtai 
Haintz  Rantz  und  ain  vierdentail  ze  disen  ziten  buwet  Bentz  ge| 
nant  der  Wäger  und  ain  vierdentail  Waltz  genant  Retthaber.  Um 
gältet  der  selb  höf  den  wir  den  gaischlichen  fröwen  dez  clösters 
Hailigcrütztal  und  allen  iren  nächkumenden  ze  köffent  geben  habei 
järkliches  zinses  und  geltes  zwölf thalb  uralter  vesan  und  drü  maltej 
habern  alles  Rüdlinger  mess  und  sehs  und  drissig  Schilling  güte 
und  genärner  Haller  und  zway  viertail  ayger  und  zwölf  hiünr,  dej 


1387. 


587 


selben  zwölf  hiünr  man  ahtü  geben  sol  ze  herbst  und  vierii  ze  der 
fasnabt.  Den  selben  hoff  wir  Werntz  und  Elyzabeth  sin  elichii 
husfröw  für  üns  und  für  all  ünser  erben  frö  Adelhaiten  von  Horn- 
stain  abtissennen  des  clösters  ze  Hailigcrütztal  und  dem  convent 
gern ain lieh  des  selben  clösters  und  allen  iren  naebkumenden  ze 
köffen  geben  habin  umb  zwai  hundert  pfund  und  umb  zehen  pfunt 
ytaliger  guter  gaber  und  genamer  Haller  der  öch  wir  von  inen 
erberklicb  tugentlicb  gentzlich  und  gar  bezalt  sigen  und  der  üns 
dar  umb  wol  benüget.  Den  selben  hoff  wir  Werntz  Glattis  und 
Elzbetb  sin  elicliü  liusfröw  den  gaischlichen  fröwen  und  allen 
iren  naebkumenden  ze  köffenn  geben  habin  für  ain  rehtes  aigen- 
liebes  friges  lediges  und  lösz  unbekümbertes  unansprachiges  aygen 
mit  grünt  mit  grätt  mit  äkkern  mit  wisan  mit  holtz  mit  feit  mit 
wasen  mit  zwige  mit  wasser  mit  wasserlai  tü  mit  hüsern  mit  sch ii ran 
mit  garten  mit  hoffstatten  mit  zwingen  mit  stigen  mit  Stegen  mit 
strässen  und  mit  aller  aigenschafft  gewaltsami  und  ge  wer  mit  eliaffti 
mit  allen  nützzen  rehten  gewonhaiten  zinsen  und  geniessen  mit  allen 
herkomen  zügehörden  und  mit  allem  dem  so  iendert  über  al  dar 
in  und  dar  zu  gehöret,  alz  wir  Werntz  Glattis  und  Elyzabeth  sin 
husfröw  den  hoff'  mit  sinen  zügehörden  und  rehten  untz  her  frilich 
genossen  haben  und  also  in  herbräht  haben  und  öch  alz  ünsern 
vorfarn  von  den  er  üns  worden  ist  den  selben  hoff  mit  allen 
sinen  rehten  und  zügehörden  an  iedermans  sumung  und  irrung 
hünt  genossen  und  also  an  üns  hänt  brüht  (Auflassung).  Und 
dar  umb  söllent  die  gaischlichen  fröwen  und  all  ir  nächkomen- 
den  den  hoff  ze  Bilavingen  gelegen  uff  der  Albe  mit  allen  sinen 
rehten  und  ander  zügehörden  waz  der  sige  alz  si  da  vor  beschriben 
sint  nün  hin  iemer  mer  und  eweklich  inne  haben  niessen  besetzzen 
verköffen  und  eiitsetzzen  verwehseln  oder  selb  haben  geriüweklich. 
Und  sollen  wir  sü  oder  unser  erben  oder  ieman  anders  von  ünser 
wegen  dar  an  nit  irrun  noch  sumen  ansprachen  hindern  oder 
sperrun  weder  gaischlieh  noch  weltlich  lüt  mit  gerillt  noch  üne  ge¬ 
rillt  gaischlichen!  oder  weltlichem  weder  mit  Worten  noch  mit  werkenn 
oder  getaten  noch  ander  lüt  die  den  hoff  umb  sie  köften  oder  wie 
si  in  von  inan  mit  lieb  gewunnen  sollen  wir  noch  unser  erben 
noch  ander  lüt  von  ünser  oder  ünser  erben  wegen  dar  an  sumen 
in  kainen  weg.  Währschaft  nach  der  statt  reht  ze  Mengen  (Schaden¬ 
ersatz).  ‘ch  süllen  wir  alle  die  brief  die  wir  von  dem  ob  genanten 
höf  mit  neu  zügehörden  und  rehten  inne  haben  her  us  geben  und 
zerbre  .  en  und  in  ünserm  gewalt  nit  111er  haben  noch  behalten 


588 


1387. 


weder  haimlich  noch  offenlich  und  den  fröwen  des  clösters  da  mii 
unschädlich  sin  beidü  inan  und  iren  nächkomenden.  War  och  das 
wir  oder  unser  erben  hie  nach  enkainen  brief  oder  ander  urkünc 
die  ietzo  nit  zerbrochen  wurden  oder  der  wir  ietzo  nit  wissen  funder 
ir  war  wenik  oder  vil  brief  oder  ander  urkünd  nüw  oder  alt  di( 
von  dez  höfes  rehten  üntz  seiten  uns  oder  ünsren  erben  oder  andrei 
luten  an  den  fröwen  dez  conventz  ze  Hailigerütztal  oder  die  in  uml 
sii  geköft  hettin  waz  der  war,  die  sont  alle  tod  und  kraftlos  sii 
noch  sont  den  fröwen  ze  Hailigcrutztal  noch  iren  nächkomendei 
kainen  schaden  bringen  noch  ieman  anders  der  disen  höptbrief  ir 
hetti  oder  ainen  andern  von  den  fröwen  frö  Adelhait  von  Horn 
stain  apptissennen  ze  Hailigcrutztal  und  dem  convent  gemainlicl 
dez  selben  clösters  oder  iren  nächkomenden  die  von  des  höfes  wegei 
und  zügehörden  seitin.  Und  dar  umb  all  vor  geschriben  sach  stul 
und  artikel  gemainlich  und  ir  iegelichs  besunder  geloben  wir  Wernt 
Glattis  und  Elyzabeth  sin  elichü  husfröw  bi  güten  trüwen  mit  disen  | 
brief  für  uns  und  für  all  unser  erben  ze  halten  und  den  fröwei 
des  Conventes  ze  Hailigcrutztal  an  ir  und  aller  ir  nächkomendei  H 
statt  den  hoff'  ze  Bilavingen  gelegen  mit  allen  sinen  zügehordei  || 
alz  si  vor  beschriben  sint  ze  vertigan  nach  der  statt  reht  und  ge  h 
wonhat  ze  Mengen,  wän  wir  uns  des  gentzklich  begeben  habin  nacl  I 
sag  und  lutung  disz  briefz.  Und  dar  umb  ze  merrer  sicherhait  s  I 
setzzen  und  geben  wir  Werntz  Glattis  und  Elzbeth  sin  husfröw  fü 
uns  und  für  unser  erben  den  fröwen  ze  Hailigcrutztal  und  der  h 
convent  gemainlich  und  allen  iren  nachkomen  zu  uns  und  zu  unsre  > 
erben  ze  ainem  rehten  wern :  Bentzzen  den  Esler  bürgern  ze  Menge  I 
mit  dem  geding,  wenn  wir  nit  den  fröwen  dez  conventes  ze  Hailig  H 
crütztal  den  hoff  mit  sinen  rehten  vertigatin  nach  reht  und  gewonln  ! 
der  statt  ze  Mengen,  so  möhtin  si  denn  und  hettin  vollen  gewa  K 
den  wern  dar  umb  an  ze  griffen  beidü  in  und  sin  gut  mit  geril  ) 
und  äne  gerillt  und  söltin  da  mit  nit  fräveln.  Und  globen  öch  w 
Werntz  Glattis  und  Elyzabeth  sin  husfrö  den  Bentzzen  Esler  vo 
diser  werscliaft  gar  und  gentzlich  ze  lösen  an  allen  sinen  schadei 
Siegler:  ich  Werntz  Glattis  und  noch  ze  merrer  sicherhait  der  an  I 
man  und  der  rät  gemainlich  der  statt  ze  Mengen  (S  anhängung  5 
Ich  Bentz  der  Esler  vergib  öch  und  glöben  die  wärschaft  ze  halte  ij 
ungevärlich  gegen  den  gaischlichen  fröwen.  Und  so  hän  ich  mi  j 
aigen  insigel  gehenkt  an  disen  brief,  der  geben  ist  nach  Gris  I 

gebürt,  drüzehenhundert  jar  in  dem  sübenden  und  ahtzegosten  j; 
dar  nach  an  dem  ahtenden  tag  nach  sant  Jacobs  tag  ains  zwölfbotei  0 


1387—1388. 


589 


NI):  Item  ze  Bilefmgen  zu  Yegen  von  Rain  jarzit  und  Schulthaissen  von 
Feringen  und  her  Walthers  von  Althain  und  Arnoltz  von  Überlingen,  disz  ist 
koft  umb  Glattissen  von  Mengen. 

Brei  S.  Bas  erste  ist  das  der  Stadt  Mengen.  Bie  beiden  andern  S, 
)  das  des  Wernz  Glattis  (Schic an  enrumpf)  und  des  Benz  Esler  (Eselskopf),  sind 
grossenteils  zerstört. 


833.  1388.  22.  April.  Über  das  von  weiland  den  Freital 
innegehabte  Gut  zu  Riedlingen  und  seine  Zinsen. 

Wir  frow  Adelhait  von  Hornstain  ze  disen  ziten  von  gottes 
genaden  äbtissenn  und  wir  der  convent  gemainlich  der  closterfrowen 
des  closters  ze  Hailigkrütztal  urkunden,  als  daz  gut  alles  ze  Rüd- 
lingen  gelegen  daz  wilent  die  Fritel  inne  geliebt  und  gebuwet  händ 
und  daz  nun  ze  mal  Käsundbröt  inne  bat  und  buwet  und  etlich 
ander  lüt  dar  zu  mer  als  hie  nach  geschriben  stät  mit  aller  zügehord 
an  hus  an  schür  an  hofraitin  an  akern  an  wisan  an  garten  an 
waiden  und  an  andern  dingen  zügehoret  und  zügehoren  nun  fürbas 
mer  hie  nach  allweg  sol  an  menglichs  irrung  ünsers  gemainen  con- 
vents  pittantz  und  järziten,  dar  uss  ain  ieglichü  äbtissenn  unsers 
closters  eweklich  et  wie  vil  jarlichs  zins  an  ir  ampt  gehebt  haut, 
dar  umb  underwilen  stösz  und  missehellung  under  uns  uff  gestanden 
sint  also,  wenn  sich  ain  zins  von  etlichen  stuken  dü  in  daz  gut 
gehörent  merret  und  bessret,  da  maint  ain  äbtissenn,  daz  ir  der 
uffschlag  in  ir  ampt  zügehoren  sölt;  so  maintent  die  jarziterinan, 
der  selb  uffschlag  gehorty  in  die  järzitan.  Und  dar  umb,  daz  wir 
all  mit  ainander  in  frid  und  in  guter  früntschaft  dar  umb  nun  für¬ 
bas  gen  ain  anden(!)  bestanden  und  all  unser  nachkomenden,  so 
sien  wir  frow  Adelhait  äbtissenn  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und 
wir  der  convent  gemainlich  mit  ir  des  selben  closters  mit  guter 
vorbetrahtung  und  veraintem  rät  in  unserm  capittel  des  ze  rät 
worden  und  über  ain  körnen,  daz  ain  ieglichü  äbtissenn  welü  denn 
iie  äbtissenn  ze  Hailigkrütztal  ist  in  ir  ampt  von  den  zinsen  die 
von  dem  e  benempten  gut  und  von  sinen  zügehörden  gevallent  ie 
järlich  und  ieglichs  jars  besunder  ewenklich  haben  und  niessen  sol 
aht  pfunt  und  zwelf  Schilling  alles  ytaliger  genger  guter  und  gäber 
Haller  geltz  und  nit  mer,  die  ir  och  dar  uss  und  da  von  allü  jär 
järlich  ie  uff  sant  Michels  tag  unser  järziterinan  rihtklich  und 
tugenklich  weren  geben  und  bezahl  süllen  ewenklich  än  alles  ver¬ 
ziehen  und  wider  red  an  allen  iren  schaden.  Und  was  sus  anderr 
nütz  an  körn  an  zinsen  und  än  allen  andern  dingen  von  dem 


590 


1388. 


selben  gut  und  von  sinen  zügehörden  nun  fürbas  mer  liie  nach 
gevallet  und  wirt  es  werd  lützel  oder  vil  über  die  alit  pfunt  und 
zwelf  Schilling  Haller  geltz,  daz  sol  alles  mit  ain  ander  nun  fürbas 
mer  hie  nach  allweg  an  unser  g-emainen  jarzitan  uns  und  unsern  nach- 
komenden  werden  und  gevallen  öch  an  aller  menglichs  irrung 
sumseli  und  ansprach  an  all  gevard.  Und  haben  öch  wir  der  con- 
vent  für  die  uifschlag  der  zins  des  gütz  und  für  allü  andrü  ding 
dar  umb  wir  vormals  von  der  ob  geschriben  sach  wegen  mit  ain 
ander  stössig  gewesen  sint  der  frow  Adelhaiten  von  Hornstain  unserr 
abtissenn  in  ir  ampt  also  bar  geben  und  bezalt  sechs  und  ahtzig 
pfunt  ytaliger  genger  und  guter  Haller  die  sü  öch  in  unsers  closters 
g-emainen  nutz  bewendet  hat,  und  an  hus  schür  hofraitin  aker  und 
waidan  des  gütz  das  alles  in  unser  gemain  jarzitan  gehöret  und 
ewenklich  gehören  sol.  So  sint  diss  hie  nach  geschriben  die  zins 
die  nun  ze  mal  von  den  wisan  und  von  den  garten  gand  die  in 
daz  gut  gehörent  als  sy  nun  ze  mal  verlühen  sint  und  als  sy  nun 
ze  mal  ze  wissent  sint.  Und  war  daz  sich  ützit  hie  nach  mer 
erfünd  daz  nun  ze  mal  nit  kuntpar  war  und  das  in  unser  gut  ge- 
horty,  daran  sol  uns  dehain  ünser  abtissenn  dehainest  nit  irren 
noch  sumen  über  ir  jarlich  gelt  daz  sü  dar  uss  haut  und  haben 
sol  in  der  wise  als  vor  beschaiden  ist,  daz  ist  aht  pfunt  und  zwelf 
Schilling-  Haller  geltz  an  gevard.  Item  als  die  wisan  und  garten 
ietz  besetzt  sint,  so  git  jarlich  Kasundbröt  von  den  wisan  die  er 
inne  hat  ze  höwgelt  ailf  pfunt  Haller  geltz.  Item  dü  Fritlin  haut 
ain  wis  lit  vor  Rüdling-en  vorm  Wiler  tor  im  brül  und  ainn  garten 
lit  da  selbs  ze  Rüdlingen  uff  dem  graben  am  Erendons  garten.  Dü 
zway  stuk  sint  ir  libding  und  sü  git  da  von  jarlich  die  wil  und 
sü  lebt  fünfzehen  Schilling  Haller  geltz.  Item  Haintz  der  Tentinger 
der  schmid  hat  ainen  garten  ze  lehen  lit  in  den  werden,  da  von 
git  er  jarlich  ahtenthalben  Schilling  Haller.  Item  Räk  der  Ycher 
haut  ze  lehen  ainen  garten  lit  in  den  werden,  da  von  git  er  jarlich 
fünf  Schilling  Haller.  Item  dü  Fritlin  haut  öch  ainn  garten  ze  lehen 
lit  in  den  werden,  da  von  git  sü  jarlich  fünf  Schilling-  Haller  geltz. 
Item  Hans  der  Esel  haut  ainn  garten  lit  in  den  werden,  da  von 
git  er  öch  jarlich  fünf  Schilling  Haller  geltz.  Item  Rahwin  haut 
öch  ainn  garten  lit  in  den  werden,  da  von  git  er  jarlich  sechs 
Schilling  Haller  geltz.  Item  dü  Blochingin  haut  öch  ainn  garten 
lit  inn  werden,  git  jarlich  da  von  fünf  Schilling  Haller  geltz.  Item 
Ruf  der  Wahter  hat  ainn  garten  lit  an  der  hersträss,  da  von  git 
er  jarlich  zehen  Schilling  Haller  geltz.  Item  Büchykay  haut  ainn 


1388. 


591 


garten  lit  an  der  hersträss,  da  von  git  er  järlich  viel  Schilling* 
Haller.  Item  der  schmid  von  Walthusen  haut  ainn  garten  lit  an 
der  hersträss,  da  von  git  er  järlich  fünf  Schilling*  Haller.  Item 
Hans  der  Velthuser  haut  ainn  garten  lit  an  der  hersträsz,  da  von 
)  git  er  järlich  vier  Schilling*  Haller.  Item  Haintzli  Schnider  von 
Dietelhoven  haut  zway  wislü  vor  dem  Wiler  tor,  da  git  er  järlich 
von  ain  pfunt  und  vier  Schilling  Haller.  Item  Cüntz  Toschan  haut 
ain  mansmat  wisen  lit  ze  Rüdlingen  im  underwasser  und  ain  wis 
lit  im  ovenwisch  haut  er  och;  da  git  er  järlich  von  baiden  ivisan 
>  dritthalp  pfunt  und  zwen  Schilling  Haller.  Item  Ytal  Clingler  haut 
ain  mansmat  wisan  lit  im  underwasser,  da  git  er  järlich  von 
drissig*  Schilling*  Haller.  Item  Bentz  der  Hätinger  der  schnider  haut 
ain  mansmad  wisan  lit  im  underwasser,  da  git  er  järlich  von  ain 
pfunt  süben  Schilling  an  vier  Haller.  Item  Cüntz  der  Schnider 
haut  ain  mansmat  wismads  lit  im  underwasser,  da  von  git  er  jär¬ 
lich  ain  pfunt  süben  Schilling  an  vier  Haller;  und  haut  denn  ainn 
garten  lit  in  den  werden,  da  von  git  er  järlich  ahtenthalben  Schilling 
Haller.  Item  der  Joch  der  schnider  haut  ain  mansmat  wismads 
lit  im  underwasser,  da  von  git  er  järlich  ain  pfund  süben  Schilling 
an  vier  Haller.  Item  der  Wölfly  von  Emervelt  hat  ain  wis  lit  vorm 
brugtor,  da  von  git  er  järlich  drissig  Schilling*  Haller;  und  hat 
zwen  garten  ligent  vor  dem  Wiler  tor  an  der  hersträss,  da  von  git 
er  järlich  aht  Schilling  Haller.  Item  Haintz  der  schnider  den  man 
nempt  den  Zymmerman  haut  ain  wis  lit  vor  dem  brugtor,  da  von 
git  er  järlich  süben  zehen  Schilling*  Haller.  Item  Unnütz  haut  ainn 
garten  lit  an  der  hersträsz,  da  von  git  er  järlich  vier  Schilling* 
Haller.  Daz  gelt  alles  als  es  da  vor  geschriben  stät  gevallet  järlich 
i  ie  uff  sant  Michels  tag.  Wol  ist  daz  och  mit  namen  ze  wissent, 
i  daz  frow  Mähtilt  dü  Fränkin  unser  closterfrow  ze  Hailigcrütztal 
usser  den  zinsen  och  järlich  ze  libding*  hät  drissig  Haller  geltz  die 
!  ir  unser  järziterinan  och  da  von  ie  järlich  rillten  und  bezaln  süilent 
i  alle  die  wil  und  sü  lebt  und  nit  fürbas  über  daz  gelt  daz  ainer 
äbtissenn  da  von  g’ät.  Und  wenn  sü  von  tödes  wegen  ab  gegangen 
wär,  so  süilent  denn  die  selben  drissig*  Schilling  Haller  geltz  wider 
an  unser  gemain  järzitan  gevallen  än  menglich s  irrung  und  wider¬ 
red.  Dar  zu  ist  och  mer  ze  wissent,  daz  ain  ieglichü  äbtissenn 
unsers  closters  und  öch  unser  järzitan  und  unser  pittantz  und  ander 
unser  closterfrowan  ze  Hailigkrütztal  ander  besunder  zins  und  jär¬ 
lich  gelt  händ  ze  Rüdlingen  in  der  stat  und  vor  der  stat  usser 
hüsern  usser  wisan  und  usser  andern  dingen  daz  alles  in  daz  güt 


592 


3388. 


daz  man  nempt  der  Frital  gut  nit  gehöret  noch  gehören  sol,  da 
sullent  ieglichem  ampt  unsers  closters  an  den  selben  nützen  und 
zinsen  sinü  reht  ussgenomen  und  behalten  sin  und  die  selben  zins 
mennklich  in  ze  nement  und  ze  niessent  in  aller  der  wise  als  hutt 
disz  tags  iederman  under  uns  die  selben  zins  denn  inne  hät  und 
nüsset  an  all  gevärd.  Siegel:  unser  aigen  äbtissenn  insigel  und 
unsers  convents  gemainlich  cappittels  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Gerien  abent  in  dem  jär  do 
man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hundert  jär  und  dar  nach  in 
dem  aht  und  ahtzigostem  jär. 

ND:  Dir  brieff  hert  zw  den  wberzisen  gen  Rülingen(!). 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


834.  1388.  25.  Juni.  Pf  aff  Hans  Hü  lling,  dem  Benz  von 

Hornstein  zu  Grüningen  die  Pfarrei  Grüningen  verlieh en| 
hat,  verpflichet  sich  dort  seinen  Wohnsitz  zu  nehmen. 

Ich  pfaff  Hans  Hülling  von  Rüdlingen  hurtig  vergich,  als  mirl 
junkherr  Bentz  von  Hornstain  ze  Grüningen  geseszen  herr  Cünratz| 
sun  von  Hornstain  ritters  genant  von  Büttelschiesz  lehen  herr  der 
Pfarrkirchen  ze  Grüningen  dem  dorf  under  dem  Tutschspüch  inl 
Costentzer  bystüm  gelegen  die  selben  pfarrkirchen  ze  Grüningen 
mit  allen  iren  rehten  und  zügehörden  durch  gottes  willen  zü  minen 
handen  göttlich  und  reht  gelühen  hät,  da  verbind  ich  pfaff  Hansl 
Hülling  mich  des  gen  im  und  gen  sinen  nachkomenden  mit  disem 
brief  und  hän  im  daz  och  gelübt  ze  haltent  und  ze  tünd  uff  min| 
pfaff  lieh  er,  daz  ich  nun  furo  hin  hie  nach  all  weg  als  lang  um 
ich  da  selbs  ze  Grüningen  kirchherr  der  ob  geschriben  kirchen  bii 
haiss  und  sin  wil,  da  selbs  ze  Grüningen  dem  dorff  husshäblicl 
sitzen  sol  und  wil  ungevärlich,  es  war  denn,  ob  mich  dehainest 
ützit  daran  irty  von  gemaines  unfrides  oder  von  anderr  sölichei| 
sach  wegen  oder  von  redlicher  mins  libs  krankhait  und  not  wegei 
daz  ich  es  ze  etlichen  ziten  ungevärlich  nit  tün  möht,  das  sol  mii 
denn  dehainen  schaden  an  miner  gelübt  nit  bringen  än  gevärd] 
Wenn  och  ich  also  da  huszhäblich  nit  säsz  oder  sitzen  weit  in  dei 
wise  als  vor  geschriben  staut  oder  ob  ich  sus  von  der  kirchen  wel| 
oder  ain  ander  pfrund  anderschwa  enpfing,  so  sol  ich  im  oder  sinei 
nachkomenden  oder  AVer  denn  ie  lehen  herr  der  kirchen  war,  di( 
selben  kirchhen  wider  uff  geben  und  ledig  und  lösz  läszen  um 
niemant  mer  dar  an  nit  irren  in  dehain  wise  sus  noch  so  än  al| 
gevärd,  es  war  denn  was  ich  mit  sinem  oder  mit  siner  nachkomeiidc] 


1388. 


593 


gütem  willen  getün  möht,  daz  sol  mir  gen  in  in  allen  vor  geschriben 
Sachen  allweg  ussgesetzt  sin  an  gevärd.  Siegler:  her  Burk,  nun  ze 
mal  kirchherr  ze  Nüfren  und  her  Hanns  Mundlin  capplan  ze  Rüd¬ 
lingen,  wan  ich  aigens  insigels  nit  enhän,  das  öch  wir  die  zügen 
also  getan  haben  durch  siner  ernstlicher  bett  willen  uns  doch  an 
schaden. 

Dirr  brief  ist  geben  am  dunerstaga)  nach  sant  Johans  tag  ze 
sünnwenden  anno  domini  MCCCLXXX  octavo. 

Die  zwei  S  sind  fast  vollständig  abgefallen. 

a)  dünstag’. 

835,  1388.  15.  Oktober.  Die  drei  Brüder  0.,  H.  und  K. 

Sigli  von  Riedlingen  verkaufen  an  Kunz  den  Tentinger 
zu  Riedlingen  ein  Gütlein  zu  Grünin  gen  um  56  ^Haller. 

Ich  pfaff  Gery  Sigli  bestätgoter  lüpriester  ze  Haltingen  burger 
ze  Rüdlingen,  ich  Hans  Sigli  und  ich  Cüntz  Sigli  och  ain  burger 
ze  Rüdlingen  alle  dry  gebruder  urkunden ,  daz  wir  für  uns  und 
für  unser  erben  aines  rehten  stäten  und  ewigen  köfs  ze  köffent 
gegeben  haben  und  geben  mit  disem  brief  Cüntzen  dem  Tentinger 
burger  ze  Rüdlingen  und  sinen  erben  unser  aigen  gütly  daz  ze 
Grüningen  gelegen  daz  man  nempt  des  Ganters  gütly  daz  wilent 
Hansen  des  Ganters  und  Katherinen  siner  Schwester  halbs  gewesen 
ist,  und  daz  ander  halbtail  ist  gewesen  wilent  Bentzen  des  maygers 
den  man  nampt  von  Emringen  mit  aller  zügehörd  es  sy  an  akern 
an  wisan  an  garten  und  an  andern  dingen  als  wir  es  denn  vor  her 
braht  habent  und  besunder  es  alles  für  ain  aigen  unvogtbar  un¬ 
dienstbar  unverkümmertz  unirrigs  und  unansprachig  güt  denn  so 
verr,  daz  zehen  Schilling  blosser  Haller  ewigs  geltz  dar  uss  gand 
ainem  kirchherren  ze  Grüningen  für  daz  vogtreht  und  für  allü  dü 
reht  dü  ain  herr  ze  Grüningen  zü  ieman  von  des  selben  gütz  wegen 
haben  solt,  dar  umb  er  uns  och  in  aines  rehten  köfs  also  bar 
geben  und  bezalt  hat  sechs  und  fünftzig  pfunt  ytaliger  guter  Haller 
(Quittung).  Und  haben  im  und  sinen  erben  öch  also  mit  disem 
brief  ergöben  allü  unsrü  reht  und  ansprach  so  wir  zü  dem  selben 
güt  iendert  haben  und  in  dehainen  weg  gehan  mügen.  Währschaft 
denn  ussgenomen  der  zehen  Schilling  Haller  geltz.  Und  sien  öch 
also  wir  und  unser  erben  dar  uff  sin  und  siner  erben  rehten  ge- 
wern  an  all  gevärd.  Siegler:  der  burgermaister  und  der  raut  der 
stat  ze  Rüdlingen  (S  anhängung). 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Gallen  ab  ent  in  dem  jar  do  man 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  38 


594 


1388. 


zcdt  von  Grists  gebürt  drüzehen  hundert  jär  und  dar  nach  in  dem| 
aht  und  ahtzigosten  jär. 

NI):  Dirr  brieff  hört  über  Zolnhusers  gütly  ze  Grüningen. 

Das  Hund  S  der  Stadt  JRiedlingen. 


836.  1888.  5.  Dezember.  Prior  und  Konvent  von  Menge] 
verkaufen  an  Ruf  Zainler  von  Hundersingen  eineFischen: 
in  der  Ostrach  um  62  Haller. 

Wir  der  prior  und  der  convent  gemainlich  des  closters  z( 
Mengen  in  Costentzer  bystüm  gelegen  urkündin,  daz  wir  ainhelklicl 
und  wolbedalit  durch  ünsers  vor  genanten  gotzhus  gemainen  un< 
des  conventes  nutz  wegen  mit  rät  unser  guter  fründ  und  erberr  lül 
ze  ainem  stäten  und  ewigen  köff  ze  köffend  geben  habin  und  öcl 
geben  mit  urkünd  disz  briefs  vor  solichen  luten  dem  ersamen  Rüfei 
Zainler  von  Hundersingen  an  uns  und  unser  nachkomenden  stat  ir 
und  sinen  erben  ain  fyschetz  an  der  Ostrach  gelegen  und  ünserc 
conventz  gemainlich  was.  Der  selben  fischentz  getalit  hat  ze  disei 
ziten  Frikk  von  Mägenbüch  und  Bentz  der  Esler  und  was  die  seit 
und  die  fischentz  die  wir  im  ze  köffend  geben  habend  wilent  Annex 
der  Ebingerinun  und  Hatzen  der  Otlinen.  Und  ist  der  köff  bej 
schenhen  zwüschend  uns  und  dem  Rüffen  Zainler  umb  zwav  un( 
sehzig  pfund  guter  Haller  (Quittung).  Und  umb  daz  geben  wir  dei 
Rufen  Zainler  und  sinen  erben  die  selben  fischentz  mit  allen  irei 
rehten  nützen  und  zügehörden  in  aller  der  wis  und  gewonhait  ah 
wir  sy  untz  her  genossen  und  herbräht  habin  an  manglichs  sumei 
und  irren  und  geben  öch  im  und  sinen  erben  gewalt  si  ze  verköffem 
ze  setzent  und  entsetzend  oder  selber  ze  niessend  nach  irem  willei 
wie  inen  daz  gevelt.  Und  söllin  öch  wir  oder  unser  nächkomei 
die  selben  fischentz  nümmer  mer  angesprechen  noch  dar  zü  kaii 
reht  haben  oder  vordren  lützel  oder  vil  oder  ieman  anders  voi 
unsren  wegen,  won  mir  inen  die  gentzlich  begeben  habend  näcl 
sag  und  lutung  disz  briefs  in  aines  rehten  köfifs  wTis.  Währschoj 
und  gelobin  och  im  die  ze  vertigen  nach  reht  und  gewonhaiten  dej 
stett  ze  Mengen  und  nit  anders.  Siegel:  ünsers  prior  amptes  insige| 
und  ünsers  conventes  gern  ain  insigel. 

Der  [brieff]  ist  geben  näch  Cristi  gebürt  drüzehenhundert  ahzh 
und  aht  jär  an  sant  Nyclaus  äbent. 

Die  zwei  S  des  Priors  und  des  Konventes  von  Mengen  sind  grossenteit 
zerstört.  Cfr.  oben  Nr.  352. 


1389. 


595 


837.  1389.  15.  Oktober.  Kunz  Gerung  von  Binzwangen 
bekommt  von  Frikk  von  Magenbuch  Güter  zu  Hunder¬ 
singen  zu  Lehen. 

Ich  Cüntz  Gerung  sesshaft  ze  Binswangen  dem  dorf  vergüte, 
>  daz  ich  uff  den  tag  als  dirre  brief  geben  ist  körnen  bin  für  den 
vesten  Frikken  von  Maugenbüch  zu  den  selben  zittan  sesshaft  ze 
Mengen  und  hän  in  mit  ernst  gebetten,  daz  er  mir  min  lebtag  zu 
minem  libe  allain  verlihe  und  auch  lihe  die  hie  naucli  geschribnen 
gütter  in  Hundersinger  zenhenden  und  benn  gelegen  —  die  selben 
i  gütter  von  im  lehen  sind  und  an  in  erstorben  und  von  todes  wegen 
ledig  worden  sind:  dez  ersten  zwo  juchart  ackers  an  dem  Lützel¬ 
bach  gelegen  und  strekkend  an  die  strass  dü  gät  von  Hundersingen 
gen  Bürrun,  und  zwo  juchart  ackers  gelegen  by  dem  wis  flekken 
gen  Hirspil  wert,  und  ain  juchart  ackers  gelegen  uff  dem  Hohenrain, 
und  ain  land  gelegen  by  dem  Wolfzbäm  an  der  verren  staig.  Der 
gebet!  haut  er  mich  gewert  und  haut  mir  die  acker  mit  ir  ge- 
wonhait  und  rehten  verlihen  mit  liant  mit  munt  mit  aller  behügd 
wort  und  werk  als  es  wol  kraft  und  mäht  haut  min  lebtag  allain 
und  nit  fürbass.  Und  wenn  ich  von  tödes  wegen  abgegangen  und 
erstorben  bin,  so  süllen  die  acker  all  mit  allen  iren  rehten  und 
gewonhaittan  vallen  und  werden  dem  Frikken  von  Maugenbüch 
und  sinen  erben  und  inan  denn  gerüweklich  volgan  an  miner  erben 
und  menklichs  von  minen  wegen  irrung  und  Sperrung  ungevarlich. 
Siegler:  herr  Hans  Nüschler  kircherr  ze  Hundersingen  und  Burk. 
Birkmaiger  ietzo  burgermaister  ze  Mengen  (S  anhängung). 

;  Dirre  brief  ist  geben  am  nehsten  fritag  vor  sant  Gallun  tag 
in  dem  jär  do  man  zalt  von  Cristi  gebürt  drützehenhundert  ahtzig 
!  und  nün  jär. 

Zwei  iS.  Das  erste  S  zeigt  Maria  mit  dem  Jesuskind  auf  dem  Arm,  stehend. 

'  U:  f  S.  IOH . ECCLIE  *  IN  •  HVNBERSINGEN.  Das  zweite  S,  ein  BundiS, 

zeigt  eine  Birke.  V:  f  S.  BVRCARDI .  BIRKMAIER  (cfr.  Nr.  803). 

838.  1389.  7.  November.  Augsburg.  Philipp  von  Alen^on 
Kardinalbischof  von  Ostia  bestätigt  dem  Kloster  Heilig¬ 
kreuztal  die  Einverleibung  der  Binzwange r  Kirche. 

Philippus  de  Alenconio  miseracione  divina  episcopus  Ostiensis 
sacrosancte  Romane  ecclesie  cardinalis  apostolice  sedis  legatus  dilectis 
nobis  in  Christo  abbatisse  et  conventui  monasterii  in  Valle  Sancte 
Crucis  salutem  in  domino.  Magne  devocionis  affectus  quem  ad 


596 


1389. 


dominum  nostrum  Urbanum  divina  providencia  papam  VI  et  Boma- 
nam  ecclesiam  ac  personam  nostram  geritis  promeretur,  ut  peticioni- 
bus  vestris  quantum  cum  deo  possumus  favorabiliter  annuamus. 
Sane  peticio  pro  parte  vestra  nobis  exhibita  continebat  quod  olim 
hone  memorie  Hainricus  episcopus  Constanciensis  diligenter  attendens 
necessitates  dicti  monasterii,  in  quo  centum  viginti  quinque  moniales 
sub  districta  discipline  regularis  observancia  famulantes  altissimo 
esse  consueverunt  quodque  propter  certas  causas  diminucionis  reddi- 
tuum  et  onera  debitorum  dicti  monasterii  ipsum  monasterium  in 
suis  edificiis  erat  notabiliter  collapsum  vosquea)  non  habebatis,  unde 
poteratis  commode  sustentari  hospitalitatem  teuere  episcopalia  iura| 
solvere  et  alia  vobis  incumbencia  onera  supportare.  Propter  que 
deliberacione  matura  per  ipsum  episcopum  cum  dilectis  nobis 
capitulo  ecclesie  Constanciensis  desuper  habita  et  diligenti  infor- 
macione  super  premissis  recepta  episcopus  de  consensu  et  assensu 
capituli  parrochialem  ecclesiam  in  Bruswangen  cuius  viginti,  cum 
omnibus  iuribus  et  pertinenciis  suis  auctoritate  ordinaria  eidem 
monasterio,  cuius  quinquaginta  marcharum  argenti  fructus  redditus 
et  proventus  secundum  communem  extimacionem  valorem  annuum  ut 
asseritis  non  excedunt,  ac  mense  vestre  univit  annexuit  et  incorporavit 
prout  hec  in  auttenticis  litteris  episcopi  et  capituli  sigillis  sigillatis 
dicitur  plenius  contineri.  Quare  pro  parte  vestra  nobis  fuit  bumiliterl 
supplicatum,  ut  buiusmodi  unionem  annexionem  et  incorporacionem 
confirmare  de  speciali  gracia  misericorditer  dignaremur.  Nos  igiturl 
huiusmodi  supplicacionibus  inclinati  unionem  annexionem  et  in-[ 
corporacionem  ac  omnia  inde  secuta  quatinus  canonice  facta  sunt 
auctoritate  nostra  tenore  presencium  confirmamus  et  presentis  scripti 
patrocinio  communimus.  Nulli  ergo  ....  Si  quis  autem  .  .  . 

Datum  Auguste  VII  id.  novembr.  anno  domini  millesimo  tre- 
centesimo  octuagesimo  pontificatus  prefati  domini  nostri  pape  amu 
duodecimo. 

NU:  R[egistrum]. 

j Rechts  unten  auf  dem  Bug:  Pro  Alardo  Hermannus.  Links  unter  den 
Bug :  X,  darunter  paridanus  und  ein  wie  es  scheint  aus  v,  g  und  1  gebildete ^ 
Monogramm.  Hechts  und  links  vorne  oben  auf  dem  Pergament  ein  h. 

Vom  S  ist  noch  ein  Teil  der  seidenen  Schnur  übrig. 

a)  vosque  auf  einer  Rasur  von  ca.  14  Buchstaben. 


1389. 


597 


839.  1389.  13.  Dezember.  Ital  und  Werner  von  Andel- 

fingen  zu  Riedlingen  verkaufen  an  Heinz  Anna  und 
Katharina  Nater  27  Juchart  Ackers  zu  Altheim  um 

351  U  Haller. 

Ich  Ital  von  Andelfingen  zue  Rüdlingen  sesshaft  und  ich 
Wernher  von  Andelfingen  sin  brüder  urkunden,  daz  wir  baid  un- 
verschaidenlich  für  uns  und  für  unser  erben  mit  wolbedähtem  sinne 
und  mut  aines  rehten  staten  und  ewigen  köfs  ze  kötfent  geben  haben 
mit  kraft  diss  briefs  für  ain  reht  aigen  unirrig  unverkümmert  und 
unan sprachig  gut  Haintzen  dem  Nater  burger  ze  Rüdlingen  den 
man  nempt  Haintzen  von  Yeringen  Annen  siner  elicher  husfrowen 
und  Katherinen  iro  baider  elicher  tohter  in  allen  dryen  unverschaiden- 
licli  und  iren  erben  unser  süben  und  zwaintzig  juchart  akers  in 
allen  eschen  ze  Althain  gelegen  die  vormäls  Schwall  von  Althain 
von  uns  gebuwen  hat.  Und  des  ersten  ligent  dry  juchart  in  Alt- 
haimer  ein.  Item  ain  juchart  lit  zwischen  den  eschen.  Und  ain 
lendli  lit  daby.  Und  aber  ain  lendly  lit  an  dem  wisfleken.  Der 
zwayger  lender  ist  öch  ain  juchart.  Item  die  gebraiten  der  ist  dry 
juchart  stosset  in  die  erlachen.  Item  ain  juchart  lit  by  den  vier 
bomen  die  ligent  in  dem  esch  gen  Pflumern  werd.  Item  in  dem 
esch  gen  Grüningen  werd:  des  ersten  der  pfeller  aker  des  ist 
III  juchart.  Item  ain  lant  lit  by  dem  kesselbrunnen.  Item  ain 
lant  aber  lit  by  dem  crütz  by  den  holder  akern*  der  zwaiger  ist 
öch  ain  juchart.  Item  ain  lant  uff  der  lachen,  und  ain  lant  strekt 
über  Grüninger  weg;  der  zwaiger  ist  öch  ain  juchart.  Item  ain 
juchart  lit  uff  der  höhy  by  den  bünden.  Item  ain  lant  in  dem 
spissloch  und  ain  lant  strekt  uff  der  balligen  anwander ;  der  zwaiger 
ist  öch  ain  juchart.  Item  an  dem  berg  II  j  uchart  stössent  gen  Gerahusen ; 
item  daz  anwanderly  by  dem  galgen  und  daz  wisly  da  by,  öch  für  ain 
juchart.  Item  in  dem  esch  ennent  dem  wasser:  item  des  ersten  ligent 
jzway  lender  hinder  Gampains  garten,  der  ist  ain  juchart.  Item  der  aker 
in  dem  rain  ist  öch  ain  juchart.  Item  der  aker  uff  roden  dez  ist  vier 
juchart.  Item  ain  juchart  im  grund.  Item  ain  lant  lit  an  dem 
Binswanger  weg,  und  ain  lant  lit  ennent  gen  dem  dorf  werd;  der 
zwaiger  ist  och  ain  juchart.  Item  vorm  holtz  by  dem  closter  weg 
lit  ain  juchart.  Die  aker  all  mit  grund  und  iren  zügehörden  wir 
in  ze  köffent  geben  haben  in  der  ob  geschriben  wise  um  vierthalb 
hundert  pfunt  und  ain  pfunt  ytaliger  genger  güter  und  gaber  Haller. 
Quittung,  Besitzeinweisung,  wan  wir  uns  der  gen  inen  und  gen  iren 
erben  und  öch  in  iro  liant  und  in  iro  gewalt  ledklich  und  löss 


598 


1389. 


verzigen  haben  mit  disein  brief  (Auflassung,  Währschaft).  Und 
sient  och  also  wir  und  unser  erben  dar  uff  ir  und  iro  erben  rehten 
gewern  an  gevärd.  Wol  ist  da  by  mit  rehtem  namen  berett  und 
bedingt:  war  daz  es  ze  schulden  kam  daz  in  dar  an  ützit  irrig 
oder  ansprachig  würd,  so  süllent  sy  oder  ir  erben  daz  ze  tagen 
bringen  und  süllent  uns  baiden  oder  dem  ainen  under  uns  oderl 
unsern  erben  daz  redlich  urkunden  ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen, 
und  süllent  daz  tun  vierzehen  tag  da  vor  ungevarlich  e  daz  ie  diel 
tag  sient,  so  süllen  wir  denn  mit  in  uff  die  tag  körnen  und  süllen  I 
inen  denn  die  ob  geschriben  sacli  da  versprechen  und  verstän  in 
der  vor  geschriben  wise  und  rehten  an  all  gevärd.  Ze  rehten  bürgen 
gesetzt  :  Clasen  den  Clingler,  Hannsen  Stuften  den  man  nempt  den 
Schriber  und  Cüntzen  den  Kromer  all  burger  ze  Rüdlingen  sy  all 
dry  unverschaidenlich  und  mit  der  beschaidenhait :  war  daz  inenl 
oder  iren  erben  an  den  akern  ützit  irrig  oder  ansprachig  würdl 
lützel  oder  vil  und  wir  gemainlich  oder  besunder  oder  unser  erben 
inen  oder  iren  erben  daz  mit  dem  rehten  nit  ussrihtent  verstünden« 
und  versprachent  in  der  wise  so  vor  geschriben  stat,  so  hand  daij 
nach  sy  oder  ir  erben  gemainlich  oder  besunder  gewalt  und  gut 
reht  wenn  sy  wend  die  bürgen  dar  umb  ze  manent  ze  hus  ze  hol 
oder  under  ögen  mit  iren  brieven  botten  oder  selber  sy  all  gemain¬ 
lich  oder  als  manigen  sy  denn  under  in  weltent  besunder.  Undl 
die  selben  gemanten  bürgen  süllent  inen  denn  dar  umb  in  vareni 
in  den  nähsten  aht  tagen  nach  ir  manung  ze  Rüdlingen  in  die  stat 
und  süllent  da  denn  laisten  ain  reht  gewonlich  und  ungevärlicl 
giselschaft  ir  ieglicher  mit  sin  selbs  lib  an  pfärit  oder  ainen  erbenj 
kneht  och  an  pfärit  an  sin  stat  in  die  laistung  legen  welei 

selber  nit  wil  oder  enmag  laisten  und  süllent  denn  usser  dei 

laistung  nit  körnen  noch  da  von  nymmer  ledig  werden  denn  mij 
Haintzen  des  Näters  Annen  siner  elicher  husfrowen  Katherinei 
iro  elicher  tohter  oder  mit  iro  erben  urlob  gunst  und  gutem  willeij 
oder  e  daz  wir  inen  vor  alles  daz  haben  vollefürt  und  ussgerihtl 

Wenn  aber  ain  gantzer  mänod  der  nähst  nach  der  vor  geschribeil 

manung  hin  kumpt  und  für  wirt,  die  gemanten  bürgen  laistent  odej 
nit,  wär  denn  daz  wir  oder  unser  erben  inen  oder  iren  erben  dij 
sach  dar  umb  denn  die  bürgen  gemant  wärent  ze  laistent  dennoel| 
nit  hettent  ussgeriht  und  vollefürt  nach  dem  und  vor  beschaiden  ist 
so  händ  darnach  aber  sy  oder  ir  erben  wenn  sy  wend  gewalt  un( 
gtit  reht  uns  die  selbsehulden  oder  unser  erben  und  och  die  bürgei 
aber  dar  umb  ze  manent.  Und  süllen  wir  selbsehulden  und  bürgei 


1389. 


599 


wely  denn  also  gemant  würdent  inen  oder  iren  erben  denn  dar 
umb  unverzogenlich  verpfenden  mit  güten  erberen  varenden  pfänden 
dü  man  wol  gefüren  getriben  und  getragen  mag  als  dik  in  des 
notürftig  ist.  Und  dü  selben  pfant  süllent  und  mügent  sy  denn 

j  dar  umb  wol  verkbffen  mit  gerillt  oder  an  geriht  wa  und  gen  wem 
sy  ldinnen  tund  mügent  als  vil  und  genüg,  untz  inen  und  iren  erben 
da  mit  all  saeli  dar  an  sy  denn  bruch  und  gebresten  bettent  gentz- 
lich  ist  worden  ussgeriht  und  vollefürt.  Und  alle  die  wil  daz  och 
nit  beschenhen  ist,  so  süllent  oeh  die  gemanten  bürgen  dester 

)  minder  nit  laisten  an  gevard.  Ersatzmann  in  den  nähsten  vierzehen 
tagen  nach  ir  manung  an  gevard.  Tätent  wir  des  nit,  so  süllent 
in  die  andern  bestandenn  bürgen  wely  sy  dar  umb  ermanent  dar  umb 
och  in  varen  und  laisten  in  allen  vor  geschriben  rehten  als  lang 
untz  es  ie  beschiht  als  dik  in  des  ie  notürftig  wirk  War  aber, 

>  daz  wir  gemanten  selbschulden  und  bürgen  inen  ie  nit  verpfantent 
und  laistent  in  der  wise  als  vor  geschriben  stät  und  inen  daz 
dehainost  wider  irem  willen  verzügent  wenn  und  als  dik  daz  ie  ge- 
schäch,  so  händ  ie  dar  nach  Haintz  der  Nater  Anna  sin  elichü  husfrow 
Katherin  ir  tohter  ir  erben  und  all  ir  helffer  wenn  sy  wend  gewalt 

)  und  güt  reht  uns  Iteln  und  Wernhern  von  Andelfingen  gebrüder 
unser  erben  und  öch  die  gemanten  unverpfendenden  und  unlaistenden 
bürgen  dar  umb  unverschaidenlich  an  ze  griffent  ze  nötent  und  ze 
pfendent  ( Lan  d  friedensklausel ,  Lösung).  Und  brach  der  insigel  dehains 
ains  oder  mer  oder  war  dirr  brief  ietz  iendert  ungevarlich  arkwenig 

>  oder  würd  hie  nach  ungevarlich  arkwenig  oder  gebreschaft  an  den  in¬ 
sigeln  an  dem  bermit  oder  sus,  daz  alles  sol  Haintzen  dem  Nater 
Annen  silier  elidier  husfrowen  Katherinen  iro  tohter  iren  erben 
iren  helffern  noch  disem  brief  dehain  schad  nit  sin  alle  die  wil 
und  ain  gantz  insigel  oder  mer  an  disem  brief  hanget  an  gevard. 

)  Siegler:  wir  Itel  von  Andelfingen  und  Wernher  von  Andelfingen 
gebrüder.  Und  wir  bürgen  vergenhen  dirr  burgschaft  (S  bekenntnis). 

Der  [brief  ]  ivard  geben  an  sant  Lucyen  tag  in  dem  jär  do 
man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert*  jär  und  dar  nach  in 
dem  nün  und  ahtzigostem  jär. 

)  Von  5  S  sind  noch  2  und  3  erhalten.  2  ist  das  S  des  Werner  von 

Andelfingen ;  3  zeigt  einen  Hundslcopf  mit  Halsband.  U:  f  S.  CLAS  •  DER  • 

KLINGLER. 


600 


1890. 


840.  1390.  17.  Januar.  Hans  von  Hornstein  von  Wilf- 

lingen  gibt  Heiligkreuztal  6  Manns malid  Wiesen  an 
Stelle  der  vier  von  Elisabeth  von  Hornstein  vermachten 

Gütlein. 

Ich  Hans  von  Hornstain  ze  Wülflingen  gesessen  urktind,  wan 
daz  ist,  daz  Elisabet  von  Hornstain  min  Schwester  salig  her  Cün- 
rates  saligen  vom  Rain  elichü  husfrow  was  got  ze  lob  und  ir  und 
aller  ir  vordem  und  nachkomenden  selan  und  allen  glöbigen  selan 
ze  trost  frow  Adelhait  von  Hornstain  ze  disen  ziten  äbtissenn  und 
dem  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen 
iren  nachkomenden  und  irem  gotzhus  ledklich  und  lös  und  öch  für 
rehtü  aignü  unansprächigü  und  un verkümmerte  guter  willeklich  und 
unbezwungenklich  ergeben  und  vermacht  hett  ir  vier  aignü  gütlü 
ze  Büningen  dem  dorf  gelegen  mit  allem  dem  daz  iendert  über  al 
dar  zu  und  dar  in  gehört  als  sü  und  unser  vordem  saligen  < 
selben  gütlü  mit  allen  dingen  denn  vor  her  braht  inne  gebebt  und 
genossen  hettent  nützit  dar  an  ussgenomen  dero  selben  vier  gütlin 
ietz  zway  inne  hat  und  buwet  Röcbak,  das  dritt  buwet  Hans  Has, 
daz  vierd  buwet  Haintz  Man  der  schüchmacher  —  und  hett  in  und 
irem  gotzhus  dü  vier  gütli  mit  allen  iren  rehten  nützen  und  zü 
gehörden  dar  umb  ledklich  ergeben,  daz  sy  und  ir  nachkomenden 
ain  ewTig  brinnent  lieht  statis  und  eweklich  haben  und  brennen 
söltent  als  sy  got  dar  umb  antwürten  weltent,  daz  nymmer  weder 
tag  noch  naht  nit  erleschen  sölt  in  iro  kirchen  ze  Hailigkrütztal  | 
wa  sy  denn  dühte  daz  es  in  der  selben  iro  kirchen  got  aller  lob- 
lichest  und  den  selan  aller  trostlichest  war  an  gevard.  Nun  hanl 
ich  Hans  von  Hornstain  nach  ünserr  güterr  fründ  rat  ze  baider  sitt 
dar  umb  daz  das  ewig  lieht  dester  füro  belib  und  nit  abgieng  von 
gewissin  wegen  des  ewigen  geltz  da  von  das  ewig  lieht  brinnen 
sol  ainn  Wechsel  getan  von  der  vier  gütlinn  wegen  mit  den  frowan 
von  Hailigkrütztal  also  daz  sy  mir  und  minen  erben  dü  vier  gütlü 
ze  Büningen  gelegen  mit  allen  iren  nützen  rehten  und  zügehörden  | 
ledklich  und  lös  ergeben  band  und  in  gegeben  mit  sölicher  be- 
schaidenhait,  daz  ich  und  min  erben  nun  fürbas  mer  hie  nach  all- 
weg  dü  vier  gütlü  mit  allen  iren  rehten  nützen  und  zügehörden  alsl 
unser  reht  aigen  güt  gerüweklich  inne  haben  und  messen  süllent 
an  iro  und  aller  ir  nachkomenden  und  an  aller  menglichs  von  iro 
wegen  irrung  und  ansprach,  wan  ich  Hans  von  Hornstain  inen  und 
irem  gotzhus  dü  selben  vier  gütlü  widerlait  han  mit  sechs  mans 
mat  aigner  wisan  die  nun  ze  mal  Haintz  der  Kantzier  von  Bins- 


1390. 


601 


wangen  ze  ainem  stäten  leben  hat  und  git  davon  järlich  drithalb 
pfunt  Haller.  Und  dero  sechs  mansmat  ligent  zway  mansmat  an 
ainem  stuk  in  der  hirsrütin  under  Hundersingen  im  obern  riet  an 
der  hofwies.  Item  zway  mansmat  ligent  in  der  hirsrütin  unter  dem 
5  Talhof  an  des  von  Lando  wis.  Item  ain  mansmat  lit  im  stainach 
öch  an  des  von  Landow  wis  und  an  Wülflinger  hailigen  wis.  Und 
daz  sechst  mans  mat  lit  och  in  der  hirsrütin  by  dem  staininn 
brügglin.  Du  selben  sechs  mans  mad  aigner  wisan  mit  allen  iren 
nützen  rehten  und  zügehörden  och  die  fröwan  ze  Hailigkrütztal  und 
)  ir  nachkomenden  und  ir  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  an  daz  ewig  lieht 
och  als  ir  und  ires  gotzhusz  reht  aigen  gut  nun  fürbas  mer  hie 
nach  allweg  och  gerüweklich  inne  haben  und  niessen  süllent  an  min  an 
miner  erben  und  an  aller  menglichs  von  unsern  wegen  iirung  sum- 
sely  und  an  sprach  an  all  gevard.  Siegler:  ich  Hans  von  Hornstain, 
5  dar  zu  och  wir  Bentz  von  Hornstain  der  elter  ze  Büttelschiess  ge¬ 
sessen  und  Hans  der  Schulthaiss  ze  disen  ziten  vogt  ze  Symaringen. 

Dirr  brief  ist  geben  am  nähsten  mentag  vor  sant  Angnesen 
tag  in  dem  jär  do  man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hundert  jär 
und  dar  nach  in  dem  nüntzigostem  jär. 

)  Von  3  S  sind  1  und  2  vorhanden ,  von  Hans  und  von  Benz  (Bertoldus) 

von  Hornstein. 


841.  1390.  24.  Mai.  Ein  Schiedsgericht  entscheidet  zu 
Riedlingen  einen  Streit  zwischen  Heiligkreuztal  und 
Michel  dem  Müller  von  Biberach  wegen  einer  Mühle 

zu  Andel  fingen. 

Ich  Hainrich  der  Nübrunner  ainer  des  räts  ze  Pfullendorff 
vergich,  daz  für  mich  kämen  ze  Rüdlingen  in  der  stat  uff  den  tag 
als  dirr  brieff*  geben  ist  du  erwirdig  gaistlich  frow  Adelhait  von 
Hornstain  äbtissenn  des  closters  ze  Hailigkrütztal  an  stat  und  in 
namen  ir  und  ires  gotzhusz  zü  dem  ainn  tail  und  Michel  der  müller 
von  Andelfingen  burger  ze  Bybrach  zü  dem  andern  tail  und  bätent 
mich  baid  tail  ernstlich,  daz  ich  von  iro  wegen  nach  lands  reht  zü 
dem  rehton  ze  sprechent  saesse  und  gemain  man  war  von  des  stöss 
und  missehellung  wegen  so  sy  ze  baider  sitt  mit  ain  ander  hettent 
von  ainer  müly  wegen  ze  Andelfingen  gelegen.  Der  baid  tail  bett 
ich  och  do  erhört  und  sass  da  von  der  selben  sacli  wegen  zü  dem 
rehten  und  was  gemainer  man.  Und  da  salzt  do  uff*  die  selben 
zit  von  ir  und  ires  gotzhus  wegen  min  frow  dü  äbtissenn  zü  mir 


602 


1390. 


Otten  den  Farer  ainen  des  räts  ze  Rüdlingen  und  Oschwalten  den 
Hellmann  Schulthaissen  ze  Veringen,  die  da  von  ir  und  ires  gotz- 
hus  wegen  reht  mit  mir  dar  umb  sprechen  soltent.  Do  satzt  in 
der  selben  wise  Michel  der  midier  von  sinen  wegen  da  zü  mir 
Cünraten  Klok  und  Wolf  harten  zwen  dez  ratz  von  Bybrach  die  von 
sinen  wegen  da  reht  mit  mir  sprechen  soltent.  Und  do  wir  all 
fünf  also  von  iro  wegen  da  zü  dem  rehten  gesässen,  do  stund  da 
für  uns  Michel  der  midier  mit  sinem  fürsprechen  Hannsen  von 
Giengen  och  ainem  des  ratz  von  Bybrach  und  klegt  da  zü  miner 
frowen  der  äh tis senil  von  Hailigcrütztal  mit  sinem  fürsprechen  und 
sprach,  wie  daz  sin  äny  salig  vil  zits  ze  Andelfingen  utf  der  müly 
gesessen  war  und  die  inne  geliebt  hett  bis  an  sinen  töd.  Und  dar 
nach  säss  do  sin  vatter  salig  och  utf  der  selben  müly  dar  umb  sv 
stossig  uff  diss  zit  warent.  Und  der  selb  sin  vatter  salig  hett  die 
selben  müly  och  inne  bis  an  sinen  tod.  Und  hett  och  sin  vatter 
salig  by  lebendem  lib  ainer  äbtissenn  und  dem  gotzhus  ze  Hailig- 
krütztal  dar  umb  geben  an  zway  sübentzig  pfunt  Haller,  wenn  er 
von  tödes  wegen  ab  gieng,  daz  man  denn  dar  nach  sinen  erben 
die  müly  och  lihen  sölt.  Nun  war  er  sin  erb  und  getrüwet  got 
und  dem  rehten,  man  sölt  in  och  fürbas  by  der  müly  beliben  lassen 
und  ungeirret  dar  an  lassen  und  batt  uns  dar  umb  reht  ze  sprechend 
Daz  verantwürt  aber  da  vor  uns  min  frow  du  äbtissenn  in  namen 
ir  und  ires  gotzhus  mit  irem  fürsprechen  Hannsen  dem  Schulthaissen 
von  Veringen  ze  disen  ziten  vogt  ze  Sigmaringen  und  sprach,  sü 
war  des  unschuldig,  daz  weder  ir  noch  irem  gotzhus  dar  umb  dehain 
gelt  nie  worden  war,  daz  man  bedingtklich  nach  Michels  des  müllers 
vatters  saligen  töd  sinen  erben  die  müly  lihen  sölt  und  getrüwet 
got  und  dem  rehten  wTan  sü  des  unschuldig  war,  daz  denn  Michel 
der  müller  sy  und  ir  gotzhus  und  mengklich  von  iro  wegen  an  der 
müly  fürbas  mer  sölt  ungeirret  und  unbekümmert  lassen  und  batt 
uns  dar  umb  öch  reht  ze  sprechent.  Und  dar  umb  erkantent  wir 
uns  alle  fünf  und  ertailtent  und  sprachent  reht  dar  umb  mit  un- 
zerhollner  und  gemainer  ainmüteklicher  urtail  in  sölicher  wise:  wan 
daz  war  daz  Michel  der  müller  der  aigenschaft  der  müly  unsen 
frowen  der  äbtissenn  und  irem  gotzhus  nit  lögenty  denn  allain  dazl 
er  mainty,  man  sölt  in  dar  umb  by  der  müly  beliben  lassen,  dazl 
sin  vatter  salig  sölt  gelt  dar  umb  gegeben  haben  als  vor  geschribenl 
stat  daz  man  nach  sinem  töd  die  müly  sinen  erben  lihen  sölt  desl 
erb  er  war  wan  sin  vatter  salig  von  tödes  wegen  abgegangen  wär,| 
war  denn,  daz  unser  frow  dü  äbtissenn  des  gewärlich  törsch  ge 


1390. 


603 


schwern  zu  got  und  zu  den  hailigen,  daz  Mich  eis  des  müllers  vatter 
sälig*  du  an  zway  sübentzig  pfunt  Haller  nit  geben  bett  in  der  wise 
als  vor  geschriben  stat,  daz  man  nach  sinem  töd  dü  müly  sinen 
erben  lihen  soll,  tätt  sü  den  aid  daz  sy  und  ir  gotzhus  und 
5  menglich  von  ir  wegen  Michel  der  mittler  denn  fürbas  mer  an  der 
müly  und  von  der  selben  müly  wegen  ungeirret  und  unbekümmert 
lassen  sölt.  Den  selben  aid  wolt  och  unser  frow  äbtissenn  gern 

getan  haben  denn  daz  sy  Michel  der  müller  willeklich  und  gern 

des  selben  aids  erliess  in  aller  der  wise  als  ob  sü  den  aid  getan 
0  hett  dar  umb,  daz  sü  fürbas  von  des  Schadens  wegen  den  sü  da 
von  genomen  hett  unbekümmert  liesz,  daz  sü  im  och  do  under 
ögen  verhiess  und  batt  ir  do  unser  frow  dü  äbtissenn  mit  irem 
fürspreclien  uns  sprechen,  daz  wir  ir  der  urtail  und  des  rehten 

ainen  urtail  brief  gäbent,  den  wir  ir  och  do  ertailtent  ze  gebent 

5  mit  unzerworfner  urtail  von  ünser  aller  fünfer  wegen  under  min 
des  gemainn  mann  es  Hainrich  des  Nübrunners  aigem  angehenktem 
insigel  ( S  anhängung ). 

:  Diss  geschcich  und  dirr  brieff  ist  geben  am  zinstag  in  den 

phngstfirren  in  dem  jär  do  man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen- 
!0  hundert  jär  und  dar  nach  in  dem  nüntzigostem  jär. 

NID:  Der  Richtbrief  von  der  rnüli  ze  Andelvingen  mit  Micheln  dem 

müller. 

j Ein  S.  Ein  dreimal  geteilter  Schild.  U:  f  S.  HENRI  CI  •  NVNBRVNER. 

842.  1390.  11.  November.  Heinz  Spetli  genannt  Funk 

!5  v er k a u f t  an  Benz  von  Hornstein  zwei  Höfe  z u  Gr ii n i n g e n 

u  m  240  Haller. 

Ich  Haintz  Spät  genant  Funk  vergich  von  der  zwayger  höf 
j  wegen  ze  Grüningen  gelegen  die  zu  disen  ziten  buwet  der  Bünnger 
i  uff  die  min  mutter  Adelhait  von  Liehtenstain  und  ir  erben  irer 
10  hainstür  und  morgengaub  bewiset  wären  und  die  ich  reht  und  red¬ 
lich  von  ir  vormauls  erkoft  hän  bekenn  ich  mich  mit  disem*  brieff, 
daz  ich  die  selben  höf  mit  aller  zügehörd  und  rehten  alz  ich  die 
von  miner  mutter  Adelhayden  von  Liehtenstain  x)  erkofft  hän  nütz 
ussgenommen  relit  und  redlich  aines  Stätten  öwigen  koffes  ze  koffend 
55  gib  und  geben  hän  mit  urkund  dizz  brieffz  urnb  zway  hundert  und 
vierzig  phund  alles  gütter  und  gäber  ytelliger  Haller  Bentzen  von 
Hornstain1)  und  sinen  erben  mit  sölicher  beschaidenliait,  daz  er 
und  sin  erben  dye  hoff  mit  aller  zügehörd  so  vor  geschriben  stät 


604 


1390—1391. 


nun  furo  geröweglich  ynn  hän  und  niessen  sullent  als  ander  ir 
aygenlich  gut  an  min  und  miner  erben  und  menglichz  von  ünsern 
wegen  irrung  bekümernust  und  anspräch  än  all  gevärd.  Siegler: 
der  Aussteller  und  Marquart  der  Schwelher  und  Ulrich  Gangler. 

Der  [brieff]  ist  geben  an  sant  Martis  tag  do  man  zalt  von 
Cristus  gebürt  trüzehenhundert  jär  und  in  dem  nünzigostem  jär. 

Von  3  S  ist  das  erste  noch  vorhanden ,  das  der  Speth,  die  drei  säge¬ 
artigen  Fangeisen.  U:  f  S.  DCI  •  VVNK  •  SPHET. 

0  1390.  Verzigbrief  Fraw  Adelhaitin  von  Lichtenstain,  dess  Morhardts 
und  des  Gulingers  hof  zue  Grieningen  irer  Verschribnen  Verwiss  gegen  Bentzen 
von  Hornstain  zue  Grieningen.  Anno  1390. 

LR  Heiligkreuztal,  Fol.  17Sr,  Nr.  24,  Titel:  Yerzigbrieff. 

843.  1391.  4.  April.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  an  die  Küsterei  ihres  Klosters  ein 
Haus  und  Garten  zu  Andelfingen  um  11  U  Haller, 
worauf  ein  L eibgeding  für  die  Klosterfrau  Elsbeth 

Wülfin  ruht. 

Wir  Adelhait  von  Hornstain  aeptissin  und  och  wir  die  closter- 
frowan  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailgencrütztal  tügin  lcunt,  daz 
wir  ains  rechten  redlichen  köffes  verkoft  habin  und  gebin  och  ze 
koffen  mit  disem  brief  der  fromen  wolbeschaidenn  und  gaistlichen 
frowen  swester  Güten  Ankezollinen  ze  disen  ziten  custrinen  in 
ünserm  closter  ze  Hailgencrütztal  an  ir  custry  ampt  und  nit  anders 
unser  hüs  und  och  garten  ze  Andelvingen  in  dem  dorfe  gelegen, 
dar  ze  disen  ziten  Hans  Schevolt  uff  sitzet  und  jarklicli  gilt  sech- 
zehen  Schilling  Haller  und  zway  hürn  mit  allen  iren  zügehörden 
und  aigenschaften  ungevarlich  also  daz  daz  custer  ampt  ze  Hailgen¬ 
crütztal  daz  hüs  und  garten  iemer  ewenklich  inn  haben  und  niessen 
für  aigen  sol  und  mag  als  wir  es  biz  her  genossen  habin  on  aller- 
mänlichs  irrung  und  widerred  mit  solicher  gedingt  und  beschaiden- 
hait,  daz  die  sechzehen  Schilling  Haller  zins  die  da  von  dem  hus 
und  garten  jaerklichs  gand  swester  Elsbeth  Wülfin  ainü  unser  ge- 
wilotü  closterfrow  sol  niessen  und  innemen  biz  an  ir  tod  wan  es 
vormals  ir  lipding  gewesen  ist.  Wenn  aber  die  erstirbet,  so  sint 
die  sechzehen  Schilling  Haller  zins  ünserm  custer  ampt  ze  Hailgen¬ 
crütztal  ewenklich  ledig  und  los  on  allermaenlichs  irrung  und  widerred 
als  öch  da  vor  geschriben  stat.  Und  dar  umb  so  hat  üns  swester 
Gut  ünser  custrin  ze  Hailgencrütztal  geben  und  bezalt  ainlüff  phunt 


1391. 


605 


güter  und  gaeber  Haller  (Quittung).  Siegel:  der  aeptissen  und  dez 
conventz  aigne  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  ainen  und  nüntzigosten 
jar  an  sant  Ambrosien  tag  dez  hailgen  lerers. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

844.  1391.  15.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 

kreuztal  verkaufen  ihrem  Pfister  Konrad  Wälti  2  U 

Haller  ewigen  Geldes  um  36  U  als  Leibgeding. 

Wir  Adelhait  von  Hornstain  aeptissin  und  och  wir  die  con- 
vent  frowen  gemainlich  dez  closters  ze  Hailgencrütztal  tügin  kunt , 
daz  wir  willenklich  und  unbetz wungenlich  mit  güten  wolbedachten 
sinnen  ains  rechten  redlichen  und  ewigen  koffes  ze  koffen  habin 
geben  und  gebin  och  mit  ürkünt  diz  briefes  dem  fromen  wolbeschaiden 
kneht  Cünrat  Waeltin  unserm  phister  lang  zit  gewesen  zway  phunt 
Haller  ewigs  geltes  usser  und  von  unsran  zinsen,  die  wir  ze  Rüd- 
lingen  umb  und  in  der  statt  habin  und  besunder  ab  dem  höf  den 
man  nempt  Frytels  höf  die  och  vormals  der  Stopper  ze  lipding 
von  uns  gehaben  hat  mit  sölicher  gedingt  und  beschaidenhait, 
daz  Waelti  die  zway  phunt  Haller  ewigs  geltes  messen  haben 
und  innemen  sol  all  die  wil  und  als  lang  er  lept.  Wenn  er  aber 
nün  erstirbt  und  von  tod  abgangen  ist  daz  got  lang  wend,  so  söllint 
denn  dar  nach  iemer  Hier  die  zway  phunt  Haller  geltes  durch  Cünrat 
Waeltins  und  siner  vordem  selan  hailes  willen  ledig  und  vervallen 
sin  an  unser  pittanzi  ampt  daz  man  dar  umb  dar  nach  iemer  mer 
dem  convent  in  unserm  gotzhüs  ze  Hailgencrütztal  über  den  tisch 
win  und  bröt  koffe  und  sol  noch  mag  och  denn  niemer  mer  kain 
aeptissen  noch  nieman  an  ir  stat  die  zway  Haller  ewigs  geltes  in 
kamen  weg  weder  versetzen  noch  verkoffen  noch  dem  pittanzi  ampt 
entfrömden  noch  entfüren  ungevarlich  (Währschaft),  wan  wir  sy 
denn  im  für  recht  fry  und  ledig  aigen  ze  koffen  habin  geben.  Wa 
wir  aber  daz  nit  taetin  noch  tün  wöltin,  so  hat  Cünrat  Waelti  und 
all  sin  helfer  güt  recht  und  vollen  gewalt  uns  und  unser  closter  ze 
Hailgencrütztal  anzegriffen  ze  nöten  und  ze  phenden  an  lüt  und  an  güt 
wa  er  kan  oder  mag  ungevarlich  als  vil  und  als  gnüg,  biz  daz  im 
gebessrot  wirt  alles  umb  daz  er  üns  von  dez  geltes  wegen  zü- 
zesprechen  hat.  Und  wie  er  oder  sin  helfer  dez  ze  schaden  kömin, 
den  schaden  söllin  wir  in  och  gaentzlich  ab  tün  on  allen  iren 


606 


1391. 


schaden  und  mag  och  daz  tün  mit  waz  gericht  er  wil  oder  on  ge- 
richt  ob  er  wil,  wan  uns  sol  noch  mag  kainerlaig  sach  da  vor  nit 
geschirmen  noch  mag  och  er  noch  kain  sin  h elfer  da  mit  an  ins  nit 
gefraeveln  noch  wider  kain  gericht  noch  recht  getün  ungevarlich. 
Und  umb  diz  alles  gemainlich  und  ieglichs  besunder  so  hat  üns 
Cünrat  Waelti  geben  und  bezalt  drissig  pliunt  und  sechs  phunt  alles 
guter  und  gaeber  Haller  (Quittung).  Sieglar:  wir  die  aeptissen  und 
die  closterfrowen  dez  gotzhus  ze  Hailgencrütztal. 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzelienhundert  jar  dar  nach  in  dem  ainen  und  nünzigosten 
jar  an  sant  Vitus  tag  dez  hailgen  martrers. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  and  des  Konventes  von  Heüiglcreuztai. 


845.  1391.  6.  August  (oder  1391  9.  April).  *)  Hans  Kn  oll 

v o n  Altheim  verkauft  2  U  Haller  ewigen  Geldes  an 
Heiligkreuztal  um  36  U. 

Ich  Hans  Knoll  von  Althain  nrktind,  daz  ich  für  mich  und 
für  min  erben  mit  wolbedahtem  sinne  und  müt  aines  reliten  stäten 
und  ewigen  kofs  ze  köffent  geben  hau  mit  kraft  diss  briefs  zway 
pfunt  ytaliger  genger  guter  und  gaeber  Haller  ewigs  zins  und  jär- 
lichs  geltz  miner  frowen  der  aebtissen  und  dem  convent  gemainlich 
des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  an  ir 
gemain  pittantz  und  jarzitan  ze  Hailigkrütztal  usser  minen  zwain 
aignen  mannsmat  wisan  by  Rüdlingen  in  Rentzen  grub  gelegen  da 
vor  nützit  ussgät  denn  der  zenhent,  und  stossent  uff  der  widern 
wis  und  sint  vier  mansmat  wisan  die  gemain  und  ungetailt  sint. 
Und  dero  sint  zway  mansmat  min  des  Hansen  Knollen.  So  sint 
dü  andern  zway  mannsmat  Haerris  des  müllers  die  er  köft  umb 
Cüntzen  Knollen  und  ligent  allü  vierü  mansmat  an  ainem  stuk  und 
sol  och  nun  fürbas  mer  hie  nach  allweg  ich  Hans  Knoll  oder  min 
erben  oder  wer  denn  ie  dü  ob  genanten  zway  mansmat  wisan  die 
ietz  mir  zu  gehörent  inne  hett  und  nüsz  der  äbtissent  und  dem 
convent  gemainlich  des  gotzhüs  ze  Hailigcrütztal  und  iren  nach¬ 
komenden  an  iro  gemain  pittantz  und  jarzitan  dar  uss  und  da  von 
dü  zway  pfunt  ytaliger  genger  und  guter  Haller  geltz  ewenklich 
nach  zins  reht  ie  jarlich  rihten  und  bezaln  uff  sant  Andresz  tag 
unverzogenlicli  und  gentzlich  an  allen  iren  und  iro  nachkomenden 
schaden,  wan  sy  mir  dar  umb  in  aines  rehten  kofs  wise  also  bar 
geben  und  bezalt  händ  sechs  und  drissig  pfunt  ytaliger  genger  und 


1391. 


607 


guter  Haller  (Währschaft).  Ze  bürgen  gesetzt:  Cfintzen  Knollen 
minen  brüder  und  Hannsen  den  Münch  baid  von  Althain  sy  baid 
unverschaidenlich  und  mit  der  gedingt  (Pfandschaft).  Und  süllent 
da  mit  nit  fräfeln  wider  dehain  frihait  noch  wider  nieman  noch  wider 
5  nützit  in  dehainn  weg.  Und  als  dik  der  bürgen  ainer  oder  mer 
ab  gieng  da  vor  e  dü  vertgung  ain  end  hett,  als  dik  sol  ich  oder 
min  erben  inen  ie  ander  als  schidlich  bürgen  wider  setzen  in  den 
nahsten  vierzehen  tagen  nach  ir  manung  an  gevard  (Lösung).  Und 
wir  die  vor  genanten  bürgen  vergenhent  unverschaidenlich  dirr 
0  bürgschaft  und  aller  der  ding  so  vor  von  uns  geschriben  stät. 
Siegler:  ich  Wernher  von  Hertenstain  vogt  uff  Bussen  und  ich  Ott 
der  Farer  burgermaister  ze  Rüdlingen  wir  baid. 

Dirr  brief  ist  geben  am  nahsten  sunnentag  vor  sant  Tybertius 
tag  *)  anno  domini  MCCCXXXXI. 

5  ND:  Der  Haidernun  und  Katherinun  Birgmaiger  von  Althain. 

Von  zwei  S  ist  das  DundS  des  Werner  von  Hertenstein  noch  erhalten. 

0  Nach  Grotefend  II,  1  S.  87  und  88  wird  in  der  Diözese  Konstanz 
am  11.  August  das  Fest  des  heiligen  Tiburtius  gefeiert;  am  14.  April  das  Fest 
der  heiligen  Tiburtius,  Valerianus  (und  Maximus).  Dazu  vergl.  Grotefend  1, 193. 

)  846.  1391.  7.  September.  Abtissin  und  Konvent  leihen 

der  Mechthild  Birkmaier  und  ihren  vier  Söhnen  einen 
Hof  zu  Andelfingen,  den  der  Vater  Hans  Birkmaier 
in  ne  hatte,  auf  aller  fünf  Lebenszeit. 

Wir  Adelhait  von  Hornstain  aeptissin  und  och  wir  die  closter- 
>  frowan  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailgencrütztal  tugin  kunt,  daz 
wir  unbetzwungenlich  mit  wolbedachten  sinnen  und  durch  güten 
willen  von  trüwer  dienst  wegen  und  anders  gutes  und  trüwen  so 
uns  erzöget  hat  Maechthilt  dü  Birkmaigerin  Hansen  saelgen  dez 
!  Birkmaigers  elichü  frow  und  och  irü  kint  Hans  Cuntz  Haintz  Eberli 
•  Birkmaiger  allü  ze  Andel vingen  in  dem  dorf  gesessen,  disen  fünf 
personen  als  sy  hie  vor  benempt  sint  habin  wir  gelühen  und  lihent 
och  mit  ürkünt  diz  briefs  ünsern  höf  ze  Andelvingen  in  dem  dorf 
gelegen  den  vormals  Hans  der  Birkmaiger  diser  knaben  vatter  inn 
gehaben  hat  mit  sölicher  gedingt  und  beschaidenhait,  daz  sy  den 
höf  ze  rechtem  lehen  haben  süllin  mit  aller  siner  zügehört  wie  daz 
benempt  sig  ungevarlich  in  allen  den  rechten  als  in  vormals  ir 
vatter  Hans  der  Birkmaiger  inn  gehaben  hat,  also  daz  wenn  daz 
beschaech  oder  beschicht  daz  diser  fünf  person  ainü  oder  mer  von 


608 


1891. 


tod  abgieng,  so  söllint  die  ander  ir  sig  ainü  oder  mer  die  denn  in 
leben  beliben  den  selben  höf  och  ze  leben  inn  haben  an  all  erschaetz 
oder  weglösy,  daz  sy  dar  umb  nutz  bedürfent  ze  richten  noch  ze 
geben  in  kainen  weg  ungevarlick.  Und  söllin  wir  och  sy  dar  zu  nit 
nöten  noch  bezwingen  noch  söllin  och  sy  von  dein  höf  nit  vertriben 
cs  sig  ir  ainen  oder  mer  all  die  wil  sy  uns  da  von  tünd  daz  sy 
tun  sont  als  ir  vatter  Hans  der  Birkmaiger  vormals  hat  getan. 
Wenn  aber  diz  fünf  person  daz  ist  Maechthilt  du  Birkmaigerin  und 
ir  sün  Hans  Haintz  Cuntz  und  Eberli  Birkmaiger  aellü  erstorben 
sint  und  von  töd  abgangen  daz  got  lang  wend,  so  ist  üns  und 
ünserm  gotzhus  ze  Haigencrütztal  (!)  der  höf  ledig  und  lös  von  aller 
maenlich,  also  daz  nieman  kain  ansprach  von  ir  wegen  sol  noch 
mag  gehaben  noch  gewinnen  in  kainen  weg  ungevarlick,  also  daz 
wir  denn  den  selben  höf  als  andrü  ünsrü  guter  ze  erschatz  und  ze 
weglösy  mugen  verlihen  on  aller  manlichs  irrung  und  widered  un- 
gevarlich.  Siegler:  wir  dii  aepitissin  und  der  convent  ze  Hailgen- 
crütztal. 

Der  [ briefl  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  ainen  und  nünzigosten 
jar  an  unser  frowan  abent  z  herpst. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


847.  1891.  24.  November.  Benz  von  Hornstein  zu  Grü¬ 

ningen  verkauft  an  Heiligkreuztal  zwei  Höfe  zu  Grüningen 
u  m  280  Ü  Haller.1) 


Ich  Bentz  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  herr  Cünratz 
sun  von  Hornstain  ritters  den  man  nempt  von  Büttelschiess  urkünd , 
daz  ich  für  mich  und  für  min  erben  mit  haissent  gutem  willen  und 
gunst  her  Cünratz  von  Hornstain  ritters  mines  vatters  und  Hanslins 
von  Hornstain  mines  brüders  mit  wolbedahtem  sinne  und  müt  aines 
rehten  staten  und  ewigen  köfs  ze  köffent  geben  hän  mit  kraft  diss 
briefs  für  rehtü  aignü  frygü  unanspraechü  unirrigü  unverkümmertü 
güter  miner  frowen  der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  ze 
Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  an  ir  gemain  pittantz 
und  jarzitan  min  zwen  aigen  hoff  ze  Grüningen  dem  dorff  gelegen. 
Und  buwet  den  ainn  höf  Hans  der  Büninger1)  —  der  selb  hof 
hat  in  allen  eschen  ahtenthalb  juchart  akers  und  zwaintzig  juchart 
akers  minder  oder  mer  an  gevard  und  fünf  mansmad  wismads  öch 
minder  oder  mer  an  gevard.  Der  ander  hof  haisset  Morhartz  hof1)  — 


1391. 


609 


der  selb  liof  hat  in  allen  eschen  sechsthalb  und  drissig  juchart 
akers  och  minder  oder  mer  an  gevard  und  siibenthalb  mansmat 
wisan  öch  minder  oder  mer  an  gevard  —  die  selben  zwen  höf  hän 
ich  inen  in  der  ob  geschriben  wise  ze  köffent  geben  mit  allem  dem 
5  daz  iendert  über  al  dar  zu  und  dar  in  nach  reht  und  nach  gewon- 
hait  gehöret  und  gehören  sol,  es  sy  an  akern  an  wisan  an  hüsern 
an  hofraitinen  an  garten  an  Stegen  an  wegen  an  wasser  an  wasser- 
laitinen  an  vichtrat  an  gemainmerken  an  waid  an  egerdan  an  holtz 
an  veld  und  gemainlich  an  allen  andern  dingen  nützit  dar  an  uss- 
10  genomen  als  sy  denn  bis  her  her  komen  sint  bis  uff  disen  hütigen 
tag  als  dirr  brief  öch  geben  ist.  Und  ist  der  köff  beschenhen  umb 
zway  hundert  pfunt  und  ahtzig  pfunt  ytaliger  genger  und  guter  Haller 
(Quittung)  die  öch  dar  umb  in  minen  in  mines  vatters  und  in  mines 
bruders  und  in  unserr  erben  ofitenn  und  redlichen  nutz  komen  und 
5  bewendet  sint.  Und  umb  daz  so  sol  öch  nun  für  bas  mer  hie  nach 
allweg  dü  abtissenn  und  öch  der  convent  gemainlich  des  closters 
ze  Hailigkrütztal  und  all  ir  nachkomenden  an  ir  gemain  pittantz 
und  jarzitan  die  zwen  höf  mit  allen  iren  rehten  nützen  und  zü- 
gehörden  gerüwenklich  inne  haben  und  messen  an  allermenklichs 
0  irrung  und  ansprach,  wan  wir  uns  also  gen  inen  der  zwayger  höf 
und  aller  ir  reht  nütz  und  zügehört  verzigen  liabent  mit  kraft  diss 
briefs ;  denn  als  verr  was  mayger  die  zwen  höf  buwent  ietz  und  hie 
nach  über  kurtz  und  über  lang,  die  süllent  all  gemainschaft  ze 
Grüningen  mit  der  geburschaft  halten  mit  geriht  diensten  und  mit 
5  andern  dingen  als  die  andern  maiger  da  selbs  ze  Grüningen  denn 
ie  tünd  an  all  gevard  (Währschaft).  Und  sicnt  öch  wir,  daz  ist 
her  Cünrat  von  Hornstain  ritter  min  vatter  ich  Bentz  von  Hornstain 
und  Hansly  von  Hornstain  min  brüder  und  ünser  erben  dar  uff 
und  dar  umb  also  ir  rehten  gewern  an  gevard.  Ze  rehten  bürgen 
j)  gesetzt :  Hanns  von  Hornstain  ze  Wölflingen  gesessen,  Cünraten  von 
j  Hornstain  Lutzen  saligen  sun  von  Hornstain  und  Lutzen  Hannsen  und 
I  Ülrichen  von  Hornstain  gebrüder  Bentzen  saligen  sün  von  Hornstain 
von  Büttelschiess  sy  all  fünf  unverschaidenlich  und  mit  der  gedingt: 
war  daz  inen  an  dehainen  vor  geschriben  dingen  dehain  bruch 
j  irrung  oder  ansprach  geschach  und  wider  für  an  ainem  stuk  oder 
an  mer  und  ich  oder  min  erben  inen  daz  nit  ussrihtent  und  ver- 
stündent  in  der  wise  so  vor  geschriben  stat,  so  hand  sy  und  ir 
nachkomenden  denn  dar  nach  ie  wenn  sy  wend  gewalt  und  reht 
die  bürgen  dar  umb  ze  manent  ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen  mit 
iren  brieven  botten  oder  selber.  Und  die  selben  gemailten  bürgen 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  39 


610 


1391. 


süllent  inen  denn  dar  umb  in  alit  tagen  den  näbsten  nach  der 
manung  ie  in  varen  gen  Rüdlingen  oder  gen  Mengen  in  der  zwaiger 
stett  ain  in  wely  ir  ieglicher  der  gemanten  bürgen  denn  ie  aller 
gernost  wil  und  süllent  da  denn  laisten  ain  reht  gewonlicli  und 
ungevärlich  giselschaft  da  nach  laistentz  reht  ir  ieglicher  mit  sin 
selbs  lib  und  mit  ainem  pfarit  oder  ainen  erbern  knebt  öch  mit 
ainem  pfarit  und  süllent  denn  also  da  die  gemanten  bürgen  oder 
ir  verweser  an  iro  stat  mit  den  pfäriden  laisten  (Einlager).  Er¬ 
satzmann  in  den  näbsten  vierzehen  tagen  nach  ir  manung  an  gevärd. 
Geschäcb  das  nit,  so  süllent  inen  der  andern  vor  benempten  bestaiulenn 
bürgen  zwen  oder  dry  wely  sy  dar  umb  ermanent  dar  umb  ocb  in 
varen  und  laisten  in  allen  vor  gesell riben  r eilten  als  lang  untz  es 
ie  besehibt.  War  aber  daz  inen  dehainer  der  gemanten  bürgen  ie 
dehainest  dehain  der  laistung  wider  irem  willen  verzüg  und  inen 
ie  nit  laisty  in  der  wise  so  vor  geschriben  stät,  so  band  denn  ie 
die  frowan  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  all  ir  belffer  wenn 
sy  wend  gewalt  und  reht  mich  Bentzen  von  Hornstain  min  erben 
und  die  gemanten  unlaistenden  bürgen  dar  umb  unverscliaidenlich 
an  nnsern  lüten  und  güten  an  ze  griffent  ze  nötent  und  ze  pfendent. 
Und  süllent  och  noch  mügent  da  mit  nit  fräfeln  noch  tun  wider 
dehainen  lantfrid  lantgriht  landreht  stetreht  glait  frihait  verbuntnüst 
gesellschaft  gesetzt  reht  noch  gnäd  unsers  hailigen  vatters  des  päbstz 
des  römischen  kaisers  des  römischen  küngs  der  fürsten  der  herren 
der  stett  noch  des  lands  noch  wider  dehain  lüt  noch  gerillt  gaistlich 
noch  weltlich  noch  wider  nieman  noch  wider  nützit  das  ieman  dar 
umb  ussgeziehen  oder  erdenken  kan  oder  mag  ( Lösung ,  S  defekt). 
Und  ich  Cünrat  von  Hornstain  ritter  genant  von  Büttelschiess  und 
ich  Hänsly  von  Hornstain  sin  sun  vergenhent  ( Einverständnis ,  Währ- 1 
schaft).  Siegler:  wir  Cünrat  von  Hornstain  ritter  genant  von  Büttel¬ 
schiess  und  Bentz  und  Hänsly  von  Hornstain  gebrüder  sin  sun  und 
wir  all  dry.  Und  wir  dü  bürgen  vergenhent  all  fünf  (S  Bekenntnis). 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Katherinen  abent  in  dem  jär\ 
do  man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach | 
in  dem  ainn  und  nüntzigostem  jär. 

ND:  Dirr  brieff  hört  zu  der  von  Scelenberg  jarzit  und  Stoppers  jarzitl 
und  Cuntzen  dez  Pfiffers  und  Gunrartz  in  der  Pfisterin  deiz  Pfiffers  den  man| 
hiesz  Mengusz,  und  die  hoff  worden  koft  umb  Bentzen  von  Hornstain. 

Von  acht  S  sind  noch  drei  ganz,  zwei  teiliveise  erhalten,  sämtlich  S  dei j 
Hornstein. 

*)  V er gl.  Nr.  842. 


Jiiöl. 


611 


&4S.  1391.  29.  November.  Ein  Drittel  der  zwei  Höfe  in 

Grüningen *)  kommt  als  Leibgeding  an  Heinz  Tuntz  und 
Anna  Offenburgerin  von  Andelfingen,  die  zum  Kaufe  des 
Ganzen  93  ft  6  s.  8  Haller  gegeben  hatten. 

5  Wir  frow  Adelliait  von  der  gndd  gottes  abtissenn  und  der  con- 
vent  gemainlich  mit  ir  des  closters  ze  Hailigkrütztal  urkünden,  als 
wir  an  unser  pittantz  und  an  unser  gemain  jarzitan  erköft  liabent 
umb  Beutzen  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  sin  zwen  böf 
ze  Grüningen  gelegen  mit  aller  zügehörd  der  man  nempt  den  ainn 
0  hof  des  Büningers  hof  und  den  andern  hof  nempt  man  Morhartz 
hof  als  wir  dar  umb  ainen  güten  koff  brief  habent,  an  dem  selben 
koff  uns  och  die  beschaidenn  lüt  Haintz  Tuntz  von  Andelfingen 
den  man  nempt  den  Pfitfer  und  Anna  Offenburgerin  sin  elichü  hus- 
frow  also  bar  gabent  und  bezaltent  drü  und  nüntzig  pfunt  und 
5  süben  Schilling  än  vier  Haller.  Umb  dü  selben  drü  und  nüntzig 
pfunt  und  süben  Schilling  än  vier  Haller  alles  ytaliger  genger  und 
güter  Haller  wir  frow  Adelliait  abtissenn  und  der  convent  gemainlich 
des  closters  ze  Hailigkrütztal  für  uns  und  für  unser  nachkomenden 
mit  wolbedähtem  sinne  und  müt  und  mit  veraintem  rät  in  unserm 
0  cappittel  Haintzen  Tüntzen  und  Annen  Offenburgerinen  silier  elidier 
husfrowen  inen  baiden  unverschaidenlich  ze  köffent  geben  habent 
reht  und  redlich  mit  kraft  diss  briefs  glich  ainen  drittail  der  zwayger 
hof  und  aller  ir  zügehörd  mit  allen  nützen  zinsen  und  gelten  als 
die  selben  zwen  höf  mit  iren  zügehörden  denn  järlich  gelten  und 
5  ertragen  mügent,  den  selben  iren  drittail  der  zwayger  höf  mit  sinen 
zügehörden  mit  allen  nützen  gelten  und  zinsen  sy  baidü  öch  nun 
füro  hin  inne  haben  und  gerüwenklich  niessen  süllent  als  lang  und 
sy  baidü  lebent,  und  daz  ain  nach  des  andern  töd  öch  alle  die 
wil  und  daz  selb  denn  lebt  ze  ainem  libding  und  nit  füro  än  unser 
p  und  unserr  nachkomenden  irrung  und  sumsely  än  all  gevärd.  Wenn 
!  aber  sy  baidü  von  tödes  wegen  abgegangen  und  erstorben  wärent 
;  da  got  lang  vor  sy,  so  sol  denn  dar  nach  än  aller  menklichs  irrung 
I  unverzogenlich  der  drittail  der  zwayger  höf  mit  aller  zügehörd  wider 
I  gcvallen  an  unser  pittantz  und  an  unser  gemain  jarzitan.  Wol 
I)  söllent  wir  und  unser  nachkomenden  inen  baiden  denn  dar  nach 
I  allü  jär  järlich  und  ieglichs  järs  besunder  ewenklich  ie  uff  sant 
I  Katherinen  abent  von  dem  selben  drittail  der  zwaiger  höf  durch 
I  iro  zwaiger  selan  hailes  willen  ir  jarzitan  hegän  in  unserm  clostcr 
I  ze  Hailigkrütztal  als  wir  ander  erber  järzit  dennoch  by  uns  begangent, 
I  und  söllent  da  von  uff  die  selben  ir  järzit  järlich  denn  ie  ieglicher 


612 


1391. 


unserr  closterfrowen  geben  ain  Haller  werd  brötz  und  ain  drittail 
wins  als  denn  sitt  und  gewonlich  ist  an  gevärd.  Und  was  denn 
ie  da  übrigs  jarlich  belib  von  den  nützen  des  selben  drittails  der 
zwayger  höf,  daz  süllent  wir  denn  ie  nutzen  und  gebruchen  in 
unser  gemain  järzitan  an  gevard.  Siegel:  unser  aigen  äbtissenn 
insigel  und  unser  gemains  eappittels  insigel. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Andresz  abent  in  dem  jär  do 
man  zalt  von  Grists  gebürt  drüzehen  hundert  jär  und  dar  nach  in 
dem  ainn  und  nüntzigostem  jär. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiliglireuztal. 

x)  Vergl.  die  vorhergehende  Nummer. 

849.  1391.  29.  November.  Der  zwölfte  Teil  der  zwei 

Höfe  zu  Grüningen1)  kommt  als  Leibgeding  an  die 
Heiligkreuztaler  Klosterfrau  Agnes  Offenburgerin  um 
23  U  6  s.  8  Haller. 

Wie  frow  Adelhait  von  Hornstain  von  gottes  gnaden  äbtissenn 
und  der  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigcrütztal  urkünden , 
das  wir  Agnesun  der  Offenburgerinun  unser  klosterfrowen  das  urlob 
gunst  und  güten  willen  geben  haben  ze  koffent  den  zwölfften  tail 
der  zwaiger  hoff,  die  köfft  sint  umb  Bentzen  von  Hornstain  die 
man  nempt  Morhartz  hoff  und  des  Büningers  hoff  dar  an  sü  geben 
und  bezalt  hat  driu  und  zwaintzig  pfund  Haller  süben  Schilling  vier 
Haller  minder  und  das  sü  den  selben  zwölfften  tail  messen  sol  die 
wil  sü  lebt  und  das  Maetzlin  von  Rütlingen  nach  ir  tod  ob  es  sv 
über  lebt  den  selben  zwölfften  tail  der  hoff  öch  messen  sol  die  wil 
sy  lebt.  Und  wenn  sy  baid  nit  sint  und  von  tod  abgänd,  so  sol 
denn  das  gut  ledig  und  loss  sin  üns  und  ünserm  gotzhus  in  ünser 
järtzit  ampt  zu  Agnesun  Offenburgerinun  järtzit  als  dü  denn  ge- 
vallet,  die  selben  järtzit  wir  und  unser  nächkomenden  denn  da  mit 
allü  jär  ewenklich  begän  süllent  als  sy  ie  gevallet  als  wir  dennl 
gewonlich  gesetzt  järtzitan  by  üns  begangent  dar  an  wir  öch  ünser I 
järtzit  maistrinan  nit  irren  süllent  in  dehain  weg.  Siegel:  ünserl 
aigen  äbtissenn  insigel  und  ünsers  conventz  gemain  cappittel  insigel.  I 

Der  [brieff]  ist  geben  an  sant  Andreas  aubent  des  zwölff  bottenl 
in  dem  jär  do  man  zalt  von  Gristus  gebürt  driuzenhen  hundert  järl 
und  dar  nach  in  dem  ain  und  niuntzigostem  jär.  | 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal.  I 

9  Vergl.  Nr.  847  und  848.  I 


1391. 


613 


850.  1391.  5.  Dezember.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkreuztal  erlauben  ihren  Klosterfrauen  Elsbetli 
Strübin  und  Katharina  Birkmaierin  ein  Gütlein  zu 
Bi  lila  fingen  zu  kaufen  als  Leib  ge  ding. 

5  Wir  Adelhait  von  Hornstain  aptissen  und  och  wir  die  closter- 
frowan  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailgencriitztal  tugin  kunt,  daz 
daz  gütli  ze  Bilovingen  gelegen  daz  man  nemet  der  Eppinen  giitlv 
daz  ietzo  buwet  Cüntz  Swiberli  daz  swester  Elsbetli  Strübin  und 
swester  Katherin  Birkmaigerin  vormals  kofft  hant  mit  aller  siner 
0  zügehört  wie  die  benempt  ist  nach  dem  als  der  koff  brief  sait  den 
s y  dar  umb  hant  von  Walthern  von  Schlegwiden  von  Hansen  und 
Haintzen  Blaeulin  sinen  brüdern  und  von  Hansen  Golgen  von 
Maengen,  daz  den  koff  swester  Elsbetli  Strübin  und  swester  Katherin 
Birkmaigerin  mit  unser  aller  gfttem  gunst  und  willen  hant  getan 
5  und  mit  gutem  ürlob  Adelhaiten  von  Hornstain  ir  aeptissen  mit 
sölicher  gedingt  und  beschaidenhait,  daz  sy  baid  samen  gemainlich 
und  glichlich  daz  gütli  mit  allen  sinen  nützen  rechten  und  zügehörden 
sont  haben  und  och  messen  biz  an  iren  tod,  also  daz  ir  ieglicher 
durcheil  weg  daz  halbtail  der  nütz  die  da  von  koment  werden  sond. 
0  Wenn  aber  daz  beseliilit  daz  ir  ainü  von  tod  abgat  und  nit  mer 
der  lebenden  ist,  so  sol  unverzogenlich  ir  tail  der  nütz  von  dem 
gütli  an  unser  pittanzi  ampt  den  frowen  an  den  tisch  vallen  on 
allermaenliehs  irren  und  widered.  Und  wenn  sy  baid  ersterben, 
so  söllint  och  denn  all  nütz  und  daz  gütli  mit  aller  zügehört  an  ünser 
5  pittanzi  ampt  hören,  also  daz  man  es  weder  verseitzen  noch  ver- 
koffen  sol  noch  mag  in  kainen  [weg]  besunder;  so  sol  es  denn 
iemer  eweklich  an  ünser  jarzit  ampt  den  selan  ze  trost  warten  und 
l  och  dienen  nach  dem  als  hie  nach  geschriben  ist.  Und  daz  ist 
also  ze  merken,  wenn  daz  beschicht  daz  swester  Elsbetli  Strübin 
p  ünser  gewilotü  closterfrow  erstirbet  und  von  tod  abgangen  ist,  so 
sol  und  mag  denn  ain  ieglichü  jarzit  maistrin  wer  die  denn  ist  die 
nütz  halb  von  dein  gütli  ze  Bilovingen  in  ir  ampt  nemen  und  sol 
denn  von  den  selben  nützen  jaerklichen  allweg  in  der  fronvasten 
die  da  ze  sant  Matheus  tag  kumt  Hainrichs  Strüben  Hainrichs 
5  Murnhartz  und  Hansen  Strüben  jarzit  began  nach  dem  als  denn 
hie  gewonlich  ist  mit  win  ze  tün  dem  convent.  Wenn  aber  sich 
daz  gefügt  daz  swester  Katherin  Birkmaigerin  erstirbt  und  in  leben 
nit  mer  ist,  so  sol  aber  ain  jartzit  maistryn  wer  die  denn  ist  och 
daz  halbtail  des  von  dem  gütli  nutzes  gat  in  nemen  und  da  mit 
’  der  swester  Katlierinen  Birkmaigrinen  jartzitlichen  tag  began  uff  die 


614 


1391. 


zit  als  sy  denn  von  diser  weit  geschafften  ist  och  nach  dem  als 
denn  hie  gewonlich  ist  ungevarlich.  Und  also  wenn  daz  beschicht 
daz  die  swester  Elsbeth  Strübin  und  swester  Katherin  Birkmaigrin 
baid  gewilot  closterfrowen  in  ünserm  gotzhus  ze  Hailgencrütztal 
baid  ersterbent  und  nit  mer  der  lebenden  sint,  so  ist  denn  daz 
gutli  ze  Bilovingen  gelegen  ünserm  jartzit  ampt  ledig  und  los  mit 
allen  sinen  rechten  und  zftgehdrden  wie  die  genant  sint  ungevarlich, 
und  sol  und  mag  och  denn  ain  ieglichü  jarzit  maistrin  inn  haben 
und  niessen  besetzen  und  entsetzen  als  andrü  dez  selben  amptz 
guter  on  aller  maenlichs  irrung  und  widerred  nach  dem  als  da  vor 
geschriben  ist  (Einverständnis).  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  in  dein  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenliundert  jar  dar  nach  in  dem  ainen  und  nüntzigosten 
jar  an  sant  Nicolaus  abent  dez  hailgen  byschoffs. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiliglcreuzta l. 


851 .  1391.  5.  Dezember.  Walther  von  Schlegwida,  Hans 
und  Heinz  B 1  ä u  1  i  u n d  Hans  Golgk  verkaufen  demKloste r 
Heiligkreuztal  ein  Gütlein  zu  Billafingen  um  44  11  Haller. 

Wir  die  hie  nach  gescriben  Walther  von  Schlegwida,  Hans 
Blaewli,  Haintz  Blaewli  dez  Hansen  brüder  und  Hans  Golgk  wir 
hindrosten  dri  ze  disen  zitten  burger  ze  Mengen  verjehend,  daz  wir 
mit  gesundem  liben  unwiderkömenlich  mit  gunst  und  güttem  willen 
aller  der  dar  zu  notdürftig  waz  ains  staetten  ewiges  köffz  ze  köffet 
geben  habind  der  aeptissinen  und  dem  covent  gemainlich  dez  closters 
ze  Hailigencrütztal  und  allen  iren  nächkomenden  ünser  güttlin  ze 
Bylavingen  gelegen,  daz  man  nempt  der  Eppinen  güttli  daz  ietzo 
buwet  Cüntz  Swiberlin  mit  aller  siner  zugehoert  mit  hüser  mit 
hoetfen  mit  hotfraittinen  mit  feld  mit  aeckeren  mit  wisan  mit  weg 
mit  steg  mit  lioltz  mit  wasen  mit  zwigen  mit  wasser  mit  wasser- 
flüzzen  mit  allen  sinen  nützen  rehten  und  •gewönhaiten,  alz  wir  ez 
untz  uff  disen  hütigen  tag  herbraht  habind  für  reht  aygen.  Und 
ist  der  köff  beschehen  umb  vier  und  viertzig  pfund  alles  ytaliger 
gfttter  und  genamer  Haller  (Quittung,  Auflassung).  Währschaft 
nach  der  stat  reht  ze  Mengen  (Pfaudschaft,  Schadenersatz).  Siegler: 
wir  Walter  von  Schlegwida,  Hans  Blaewli  und  Haintz  Blaewli. 
Dar  zu  hän  ich  Hans  Golgk  gebetten  Burkarten  den  Birkmaiger 
burger  ze  Mengen,  wan  ich  aiges  insigelz  nit  enhan. 

Dirr  brieff  wart  geben  an  sant  Nicolaus  abent  in  dem  jar  do 


1391—1392. 


615 


man  zalt  von  Cristi  gebürt  drüzenhundert  jar  und  in  dem  ainen 
und  nüntzygosten  jar. 

Vier  HandS.  Das  erste  zeigt  einen  beiderseitig  stumpfen  Hammer. 
V:  \  S.’  WALTHEBI  •  SLEGWIDEN.  2  (nur  Bruchstücke)  und  3  gehören  den 
o  Bläuli.  U  bei  2.:  •  •  •  NIS  •  DCI  •  3.  zeigt  vielleicht  eine  pfahlweise  gestellte 

Armbrust  mit  quergelegtem  Bolzen.  U  bei  3. :  f  S.’  HAINRIOI  •  DCI  •  BLAYLI  (.?). 
—  Das  vierte  ist  das  des  Birkmaier. 

852.  1392.  12.  März.  Die  Heiligkreuztaler  Klosterfrau 
Margareta  von  Binzwangen  gibt  20  U  3  s.  Haller  dem 
0  Kloster  für  ihre  Jahr  zeit. 

Wir  Adelhait  von  Hornstain  aeptissin  und  der  convent  ge- 
mainlich  dez  gotzlius  ze  Hailgencrütztal  tügin  kunt ,  daz  wir  habin 
erkent  und  angesehen  die  Mntschaft  und  die  trü  so  swester  Mar- 
gareht  von  Binswangen  ainü  unser  gewilotü  closterfrow  ze  üns  und 
5  ünserm  convent  gehaben  hat  und  besunder  daz  sy  Ans  ietzo  geben 
hat  zwainzig  phunt  dry  Schilling  alles  guter  und  gaeber  Haller 
(Quittung).  Und  umb  daz  so  habin  wir  ir  by  guten  trüwen  ver- 
haissen  ain  gelt  in  unser  pittanzi  ampt  ze  machen,  da  mit  ir  jar- 
zitlicher  tag  eweklich  hie  begangen  werd  dem  convent  mit  win 
0  über  tisch  als  denn  hie  gewonlieh  ist.  Und  daz  och  ir  daz  staet 
belib  und  nit  gesumt  werd,  so  habin  wir  usser  ünsran  dez  conventz 
gemainen  gutem  in  daz  pittanzi  ampt  ir  diz  nach  benempt  zins 
verschriben :  dez  ersten  ze  Andelvingen  Rethaber  git  zehen  Schilling 
Haller  von  sinen  wisan  die  er  von  uns  hat  ze  Binswangen.  Schaidli 
5  git  och  zehen  Schilling  Haller,  und  Bugg  Brüchsei  dry  Schilling 
Haller  als  von  wisan.  Diz  geltz  verzihen  wir  uns  nun  fürbas 
gaentzlich  und  gar  und  gebendz  und  ordnant  es  mit  disem  brief 
in  daz  pittanzi  ampt  an  den  tisch  mit  söllicher  geding  und  be- 
schaidenhait,  daz  nun  fürbas  iemer  mer  ain  ieglichü  pittanz  maistrin 
j  welchi  dü  denn  ist  daz  gelt  in  sol  nemen  als  ander  gelt  dez  amptz. 
j  Und  mugent  es  och  besetzen  und  entsetzen  und  dem  ampt  aigenn 
on  allermaenclichs  widerred.  Und  sont  och  da  mit  swester  Marga¬ 
rethen  von  Binswangen  jarzitlichen  tag  als  sy  von  diser  weit  ge¬ 
schahen  ist  eweklich  da  mit  began  alz  da  vor  gesell riben  ist  un- 
>  gevarlich.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cr istus  gebürt 
drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  zway  und  nüntzigosten  jar 
an  sant  Gregorien  tag  dez  hailgen  bapstes. 

Die  zwei  S  der  Äbtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 


616 


1392. 


853.  1392.  11.  Juni.  Die  Heiligkreuztaler  Klosterfrau 

Margareta  Alwichin  aus  Mengen  vermacht  dem  Jahr¬ 
zeitamt  des  Klosters  3  U  Haller  ewigen  Geldes. 

Wir  Adelhait  von  Hornstain  aeptissin  und  och  die  closter- 
frowen  gemainlich  des  gotzhus  ze  Hailgencrutztal  tügin  lamt,  daz 
mit  unser  aller  es  sig  unser  aeptissin  oder  der  conventfrowan  ge¬ 
mainlich  gutem  gunst  willen  und  ürlob  swester  Margaret  Alwichin 
von  Maengen  ainü  unser  gewilotü  closterfrow  in  ünserm  closter  ze 
Hailgencriitztal  dü  zway  phunt  Haller  ewiges  geltes,  die  sy  hat  von 
Cüntzen  Alwich  den  man  nemmet  den  amman  von  Buchow  und 
von  sinem  sun  Petern  Alwich  usser  iren  wisan  die  man  nempt  dez 
Artzatz  stök  und  och  die  man  nempt  in  dem  werren  der  drü  phunt 
Haller  gewesen  sint  und  umb  die  Cüntzen  Alwich  und  Petern  sinen 
sun  gekoft  würdent  umb  drü  und  funftzig  phunt  guter  Haller  —  von 
den  dryn  phunden  das  ain  phunt  von  und  durch  swester  Ursel  len 
von  Hornstain  die  man  nempt  von  Geffingen  sei  hailes  willen  in 
unser  jarzit  ampt  den  frowan  in  ünserm  closter  über  tisch  mit  ünser 
aller  ürlob  gunst  und  gütem  willen  gemachet  ist.  Also  ze  glicher 
wis  tügin  wir  aller  maenlich  ze  wissen  für  üns  und  für  all  ünser 
nachkomen,  daz  wir  der  swester  Margarethen  Alwichinen  gunnen 
habin  und  ürlobent  och  mit  disem  brief,  daz  sy  die  andern  zway 
phunt  Haller  geltes  die  koft  sint  umb  die  Cüntzen  und  sinen  sun 
Petern  Alwich  als  denn  der  koffbrief  seit  den  sy  dar  umb  hat  die 
iren  lip  zügehörent,  besunder  och  gemachet  hat  in  ünser  jartzit 
ampt  ze  Hailgencriitztal  durch  ir  und  och  ir  swester  saeligen  Adel- 
haiten  der  Alwichinen  och  ainer  gewiloten  closterfrowen  in  dem 
closter  selan  hails  willen  mit  sblicher  gedingt  und  beschaidenhait, 
daz  wenn  daz  beschicht  daz  du  swester  Margareth  Alwichin  erstirbt 
und  nit  mer  der  lebenden  ist,  so  sol  ain  ieglichü  jarzit  maistrin 
wer  dü  denn  ist  dü  zway  phunt  Haller  ewigs  geltz  in  nemen  in 
allen  den  rechten  als  sy  vor  dü  swester  Margareth  Alwichin  in- 
genomen  hat  an  allermaenlichs  irren  und  widerred  und  sol  da  mit 
ir  und  och  ir  swester  Adelhaiten  j amtlichen  tag  eweklich  began 
ieglicher  uff  den  tag  als  sy  von  diser  zit  geschaiden  ist  nach  dem 
als  gewonlich  ist  den  frowen  über  tisch.  Siegler:  wir  dü  aeptissin, 
der  convent  dez  closters  ze  Hailgencriitztal. 

Der  [brief]  ivart  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  zway  und  nüntzigosten 
jar  an  sant  Barnabas  tag  dez  hailgen  zwölf botten. 

Die  zwei  S  sind  iceggerissen. 


1392. 


617 


854.  1392.  23.  Juni.  Abtissin  und  Konvent  zu  Heilig- 

kreuztal  geben  der  Klosterfrau  Mechthild  Fränkin 
1  $  3  s.  7  Haller  ewigen  Geldes  zu  kaufen  als  Leib- 
geding  um  21  fi  4J/2  s. 

B  Wir  frow  Adelhait  von  Hornstain  ze  den  ziten  aeptissin  und 
och  wir  die  closterfrowan  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Hailgencriitztal 
tiujin  kunt,  daz  wir  mit  gutem  rat  willenklich  und  unbezwungenlich 
ains  rechten  redlichen  ewigen  und  endlosen  koffes  verkoffet  habin 
und  gebin  och  mit  lutung  diz  briefes  der  swester  Maechthilten  ainer 
0  ünser  gewiloten  closterfrowen  in  ünserm  closter  ze  Hailgencriitztal 
ain  phund  und  vier  Schilling  guter  Haller  minder  fünf  Haller  ewigs 
geltes,  daz  ir  nun  jaerklichz  all  weg  werden  sol  uff  sant  Michels 
tag  011  allermaenlichs  irrung  und  widerred  user  der  Stadelmaiger 
aekern  und  wisan  die  ietz  von  uns  ze  lehen  hat  Albrecht  der  Hafner 
B  von  Maengen  —  aber  Kluwli  richtet  den  zins  da  von  an  dez  Hafners 
stat  —  und  sint  gelegen  entzwüscent  der  Kaltun  Altach  und  den 
Krippen  uff  der  Ow.  Diz  gelt  habin  wir  du  aeptissin  und  der 
covent  dez  closter  der  e  genanten  swester  Maechthilten  der 
Fracnkinen  für  recht  fry  ledig  unverkümbert  aigen  ze  koffen  geben 
0  mit  sölicher  gedingt  und  beschaidenhait,  daz  sy  es  in  lipdings  wis 
messen  sol  all  die  wil  sy  lebt  als  sy  och  vormals  hat  getan,  dar 
umb  sy  och  gut  brief  hat.  Wenn  sy  aber  nun  erstirbt  und  von 
tod  abgangen  ist,  so  sol  denn  daz  gelt  ain  phunt  und  vier  Schilling 
Haller  minder  fünf  Haller  ewekliclien  durch  ir  und  ir  vordem  selan 
5  hails  willen  an  ünser  jarzit  ampt  ze  Hailgencriitztal  in  allen  den 
rechten  dienen  und  warten  als  sy  es  vormals  ingenomen  hat,  also 
daz  man  denn  dar  nach  ierner  eweklich  ir  j amtlichen  tag  als  sy 
von  diser  weit  geschaiden  ist  damit  sol  began  dem  convent  mit 
win  als  denn  hie  gewonlich  ist;  Ir  ist  och  ussbedingt  ir  und  wer 
9  disen  brief  mit  iren  willen  inn  hat,  ob  daz  beschaech  daz  dü  guter 
anspraechig  oder  kriegig  würdin  wie  sich  daz  gefügt!,  daz  sollin 
wir  ir  und  och  dem  jarzit  ampt  011  allen  iren  schaden  uff  richten 
und  ledig  und  schleht  machen  ungevarlich  (Pfandschaft).  Und  um 
diz  alles  so  hat  üns  swester  Maechthilt  Fraenkin  geben  und  bezalt  ains 
5  und  zwainzig  phunt  und  fünfthalben  Schilling  alles  guter  und  gaeber 
Haller  (Quittung).  Siegel:  besigelt  mit  unsran  aignen  und  offnen  insigeln. 

Der  [brief]  ist  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  Cristus 
gebürt  drüzehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  zwai  und  nüntzigosten 
jar  an  sant  Johans  abent  ze  sünnjüchten. 

0  Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  Heiligkreuzted. 


618 


1392. 


S5o.  1392.  31.  Juli.  Riedlingen.  Graf  Eberhard  von 
W ürttemberg  leiht  dem  Frikk  von  Magenbuch  als  rechtes 
M annlehen  Güte r  z u  H undersinge n. 

Wir  graf  Eberhart  von  Wlrtemberg  vergenhen  und  tun  kunt 
offenlich  mit  disem  brieff,  daz  wir  Fricken  von  Magenbüch  zu  aineni 
rechten  manlehen  gelihen  haben  dise  nach  geschribenn  gftt  die  alle 
ze  Hundersingen  an  der  Tünaw  gelegen  sint:  des  ersten  die  lioff- 
stat  und  den  hoff  den  ietzo  Contz  Kümerlin  buwet  des  ist  uff  drüw 
und  dryssig  stuck  an  aggern  und  an  wisen;  und  die  hoffstat  und 
daz  gut,  daz  ictzo  buwet  Utz  der  Weber  und  Haintz  Märklin  dez 
ist  an  aggern  und  an  wisen  zway  und  dryssig  stuck ;  und  die  hoff¬ 
stat  und  daz  gut  daz  Buck  der  Beller  und  der  Pfiffer  buwent  dez 
ist  an  aggern  und  an  wisen  zway  und  zwaintzig  stuck;  und  die 
hoffstatt  da  der  Pfiffer  uff  sitzt;  und  die  hoffstat  da  Eis  Mültscherrin 
uff  sitzt;  und  der  Rüfinen  hoffstat  und  der  Maulerin  hoffstat  und 
die  visclientzen  an  der  Tünow  gelegen  ze  Hundersingen  an  der 
bruck  und  die  garten  und  die  hoffstat  ze  Buwemburg  in  dem  vor¬ 
hoff  gelegen  und  diu  höltzer  allw  ze  Hundersingen  in  dem  bann 
die  dez  Fricken  von  Magenbüch  sint  uszgenomen  dez  holtzes  daz 
man  nempt  die  widern  als  daz  aigen  ist  und  die  hoffstat  da  Dietz 
der  Buwman  uff  sitzt  als  daz  alles  lehen  von  uns  ist  und  haben 
im  daz  gelihen  mit  Worten  und  mit  hannden  als  sitt  und  gewon- 
lichen  lehen  sint  ze  lihen  und  waz  wir  im  billichen  und  von 
rechtes  wegen  dar  an  lihen  stillen  und  liehen  im  daz  mit  disem 
brieff,  doch  uns  unsern  erben  und  unsern  mannen  unsere  lehen  und 
unsere  recht  an  unsern  lehenschafften  behalten  und  uns  dar  an 
unschädlichen.  Und  sol  er  uns  da  von  tün  und  gebunden  sin  als 
lehensman  sinem  lehenherren  von  sinen  lehen  billichen  und  von 
rechtes  wegen  tün  sol  an  all  geverde.  Und  dez  ze  urkunde  so 
geben  wir  im  disen  brieff  besigelt  mit  unserni  aigen  anhangenden 
insigel,  der  geben  ist  ze  Rüdlingen  an  der  necksten  mittwochen 

nach  sannt  Jacobs  tag,  do  man  zalt  Crists  gebürt  drüwtzehenhundert 
jaure  und  dar  nach  in  dem  zway  und  nwntzigosten  jaure.1) 

Ein  schief  gestellter  Schild  mit  den  drei  Hirschstangen,  darüber  einen 
Topfhelm  und  darauf  das  Horn  von  Urach.  U:  f  S.  EBERHARDI  •  COMITIIS 
....  TENBERG. 

So 6,  1392.  10.  Dezember.  Schlichtung  von  Waid¬ 

streitigkeiten  zwischen  Alt  heim  und  Wald  hausen. 

Ich  Hans  von  Hornstain  ritter  ze  Wülfflingen  gesessen,  ich 


1392. 


619 


Rudolf  von  Fri  dingen  der  elter,  ich  Cüntz  von  Hornstain  gesessen 
ze  Asenhain,  ich  Cüntz  Alwich  amman  ze  Mengen  und  ich  Hans 
der  Rüd  aminan  ze  Sulgen  urktindent  als  wir  all  fünf  von  der  stösz 
und  missehellung  wegen,  so  von  waidan  tratt  und  widan  wegen 
5  gewesen  ist  zwisclient  den  von  Althain  und  den  von  Walthusen 
dar  zu  von  baiden  tailn  gebetten  und  gesetzt  wurdent  uff  ain  ge- 
schwornen  kuntschaft  dar  uinb  ze  verhörent  wedre  tail  dar  umb 
denn  die  bessren  kuntschaft  hett  —  und  sölt  Och  der  selb  tail  der 
die  bessren  kuntschaft  hett  des  denn  Och  billich  gemessen  —  und 
LO  daz  och  wir  allü  fünf  von  haider  tail  wegen  als  ain  gemain  man 
sin  söltent,  da  vergenhent  Och  wir  all  fünf,  daz  wir  all  fünf  och 
also  ze  Rüdlingen  dar  zu  sassent  uff  den  tag  als  dirr  brief  geben 
|  und  geschriben  ist,  uff  ain  geschwornen  kuntschaft  von  baiden  tailn 
dar  umb  ze  verhörent  und  Och  uff  die  selben  geschwornen  kuntschaft 
15  uns  dar  umb  ze  erkennent  welü  küntschaft  dü  besser  war  und  wes  wir 
uns  oucli  all  oder  der  merr  tail  under  uns  dar  umb  erkantent,  da  söltent 
sy  Och  ze  baider  sitt  by  beliben.  Und  da  kament  Och  des  selben  mfds 
baid  tail  für  uns  mit  ir  kuntschaft  und  laitent  Och  vor  uns  des  selben 
mfils  ze  baider  sitt  do  ir  geschwornen  kuntschaft  und  nach  sag  und 
>0  lutung  der  selben  geschwornen  kuntschaft  von  baiden  tailn  von  der  stöss 
wegen  do  erkantent  wir  uns  dar  umb  und  erkant  sich  des  under 
uns  der  merr  tail,  daz  da  von  der  selben  stöss  wegen  die  von 
Walthusen  die  bessren  kuntschaft  hettent  und  daz  es  hie  nach 
allweg  by  dem  underschid  zwischen  inen  beliben  sölt  als  hie  nach 
lo  geschriben  stat.  Und  der  underschaid  sölt  des  ersten  an  vahen  bv 
dem  stain  der  am  brand  lit  und  sölt  uff  hin  gän  vor  dem  klainn 
gefell  vor  dem  stainach  und  vor  des  Kegels  wis  und  Och  glich  dar 
an  bis  uff  die  Tünow.  Und  denn  aber  sölt  es  anvahen  an  dem 
erren  stain  der  am  brand  lit  und  sölt  denn  hie  dishalb  umbher  gän 
SO  von  dem  selben  stain  in  die  ussrosten  gurgel  gen  Althain  werd 
|  über  der  von  Walthusen  roden,  und  von  der  selben  gurgel  an  den 
Binswanger  weg  durch  daz  loch  die  hersträz  uff  hin  und  von  dem 
loch  ymmer  mer  Binswanger  weg  uff  hin  bis  an  daz  oberholtz. 

I  Und  was  da  war  nach  dem  underschaid  gen  Walthusen  werd  von 
55  waid  tratt  und  widan,  daz  söltent  nun  furohin  hie  nach  allweg  die 
:  Von  Walthusen  inne  haben  und  messen  also  daz  sy  füro  mer  hie 
nach  die  von  Althain  dar  an  nit  irren  söltent.  Was  aber  nach  dem 
!  underschaid  hie  disshalb  gen  Althain  werd  war  von  waiden  tratt 
und  widan,  daz  söltent  nun  füro  hin  hie  nach  allweg  die  von 
iO  Althain  inne  haben  und  messen  also  daz  sy  die  von  Walthusen 


620 


1392—1393. 


dar  an  öcli  hie  nach  furo  nit  irren  söltent  an  all  gevärd.  Item  uff  ! 
die  geschwornen  kuntschaft  erkant  sich  Och  under  uns  aber  der 
merr  tail  m er,  daz  sy  ze  baider  sitt  die  von  Althain  und  die  von 
Walthusen  an  tratt  lioltz  widan  und  waid  gemain  wol  messen  söltent  J 
und  möhtent,  daz  entwederr  tail  den  andern  tail  dar  an  nit  irren  5 
sölt,  daz  gross  gevell  vor  und  nach  über  jär  alle  die  wil  ie  järlich  j 
die  wisan  nit  in  ban  lagent.  Alle  die  wil  aber  ie  järlich  die  wisan 
in  ban  lagent,  so  süllent  die  von  Althain  an  der  waid  an  dem 
selben  grossen  gefell  die  von  Walthusen  dehainest  nit  irren  in  dehain 
wise  an  all  gevärd  (S  defekt).  Siegler:  die  fünf  Aussteller.  u 

Dirr  brief  ist  geben  am  nähsten  zinstag  nach  sant  Nycläsz 
tag  in  dem  jär  do  man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hundert 
jar  und  dar  nach  in  dem  zway  und  nüntzigostem  jär. 

NB:  Item  von  dez  undergang  wegen  von  Waltliusen  und  der  von  Altliain. 

Fünf  S.  1.  und  3.  Hornstein,  2.  Friedingen,  4.  Älwich  (Vogel  auf  Drei-  lü 
berg,  5.  Büd  ( eine  auf  gerichtete  Bude). 


So  7.  1393.  12.  März.  Ludwig  und  Hanum  an  von  Horn¬ 

stein  geben  zu  ihr  es  Vaters  Ludwig  Jahrzeit  an  Heilig¬ 
kreuz  t  a  1  zwei  M  a  11  n  s  m  a  li  d  W  i  e  s  e  11  u  11  d  ein  M  a  1 1  e  r 

K  erne  n  g  ü  1 1.  2( 

Ich  Ludwig  von  Hornstain  ritter  ze  Nüfren  gesessen  und  ich 
Hannman  von  Hornstain  sin  brtider  urkündent,  daz  wir  baid  für 
uns  und  für  unser  erben  mit  wolbedähtem  sinne  und  müt  ledklich 
und  lösz  durch  her  Ludwigs  säligen  von  Hornstain  unsers  lieben 
vatters  ritters  sei  hailes  willen  und  durch  aller  glöbiger  selan  hailes  2 
willen  luterlich  durch  got  ergeben  uff*  geben  und  in  gegeben  habent 
willeklich  und  gern  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemainlich  des 
closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  an  iro 
pyttantzy  und  an  iro  gemain  järzitan  ze  Hailigkrütztal  unser  aigen 
wis,  der  zway  mans  mad  ist  ze  Rü düngen  in  dem  vordem  riet  an  3 
dero  von  Mägenbüch  von  Pflumern  wis  gelegen  und  daz  ain  malter 
kernen  ewigs  geltz  Rüdlinger  mess,  daz  wir  vor  geheht  habent  uss  irem 
hof  ze  Grüningen  gelegen  den  dü  Gräfenn  ietz  buwet,  die  selben 
wis  und  daz  ain  malter  kernen  ewigs  geltz  usser  dem  hof  sy  und 
all  ir  nachkomenden  nun  füro  hin  mer  hie  nach  all  weg  gerüweklich  3 
inne  haben  und  messen  süllent  an  iro  gemain  järzitan  als  ander  ir 
aigen  güt  daz  in  die  selben  iro  järzitan  gehöret  an  ünser  unserr 


1393. 


621 


erben  und  an  allermenglichs  irrung  sumsely  und  anspräch  (Auf¬ 
lassung).  Und  dar  umb  so  sont  och  sy  nun  fürbas  mer  hienach 
ewenklich  und  järlich  ie  uff  sant  Matheus  tag  des  hailigen  zwelf- 
botten  und  ewangelisten  unserm  vatter  säligen  her  Ludwigen  von 
5  Hornstain  ritter  sin  jarzit  begän  mit  singent  mit  lesent  und  mit 
allen  andern  dingen  als  sy  denn  andern  sölichen  täten  och  iro  jär- 
zitan  begän d  an  all  gevärd.  Siegler:  wir  Ludwig  von  Hornstain 
ritter  und  Hannman  von  Hornstain  sin  bruder  wir  baid,  dar  zu  och 
Mantz  von  Hornstain  und  Hans  von  Hornstain  ze  Wülflingen  ge- 
LO  sessen  baid  ritter  durch  unserr  vetterren  ernstlicher  bett  willen. 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Gregorien  tag  in  dem  jär  do  man 
■  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenlmndert  jär  und  dar  nach  in  dem 
dry  und  nüntzigostem  jär. 

Vier  S  von  Ludwig ,  Hans  (das  erste  S  mit  deutscher  U),  Manz  und 
5  Hans  von  Hornstein. 


83 S.  1393.  20.  September.  Vergleich  zwischen  Adel¬ 

heid  Gerberin  weiland  Abtissin  zu  Heiligkreuztal  und 
Konrad  dem  Arzt  von  Mengen. 

Ich  Mantz  von  Hornstain  ritter,  ich  Wernher  ze  disen  ziten 
!0  prior  des  convents  des  gotzhus  ze  Mengen  sant  Wilhelms  ordens, 
ich  pfaff  Hans  Lupf  wilent  kirchherr  ze  Binswangen,  ich  pfaff  Mistler 
kirchherr  ze  Hundersingen  und  ich  pfaff  Hans  nun  ze  mäl  liipriester 
ze  Inhart  vergenhent  all  fünf  mit  disem  brief  und  tügent  kunt  aller 
menglich ,  daz  sich  gefugt  uff  die  zit  als  dirr  brief  geben  ist  daz  wir 
!5  kament  gen  Hailigkrütztal  in  das  closter  in  Costentzer  bystüm  ge¬ 
legen  und  da  was  frow  Katherin  dii  Ganverin  wilent  äbtissenn  da 
selbs  ze  Hailigkrütztal  und  her  Cünrat  der  Artzat  liipriester  ze  sant 
Johann  ze  Costentz  mit  ainander  in  etwas  stössen  und  missehellung 
von  Adelhaiten  der  Hätingerinen  von  Althain  gutz  wegen  und  daz 
0  och  in  etlicher  mäss  den  convent  ze  Hailigcrütztal  an  rftrt.  Nun 
kament  sy  ze  baider  sitt  der  stoss  und  aller  sach  was  sy  do  mit 
ain  ander  ze  schikent  hettent  uff  uns  fünf  man,  was  wir  dar  uss 
tätent  daz  weiten!  och  sy  ze  baider  sitti  statt  halten,  und  bätent 
uns  och  baid  tail  daz  wir  uns  der  sacli  och  also  an  näment,  und 
5  sy  mit  ain  ander  rihtent  und  was  wir  sy  dar  inne  ze  baider  sitt 
hiessent  tun,  daz  weltent  sy  gern  tun.  Und  was  och  da  by  frow 
Adelhait  von  Hornstain  äbtissenn  des  closters  ze  Hailigkrütztal  mit 
der  gunst  und  gutem  willen  und  mit  ir  haissen  dü  vor  geschriben 


622 


1893—1394. 


sacli  uff  uns  fünf  kumen  ward.  Und  sprächent  Och  wir  all  fünf 
von  baider  tail  bett  wegen  dar  und)  do  also  uss  uff  dem  stuk  baiden 
tailn  under  ogen,  daz  frow  Katherin  dü  Gänverin  dem  her  Cünraten 
dem  Artzat  geben  sölt  ain  pfunt  guter  Haller  und  zwen  käs  und 
daz  och  er  sy  füro  von  der  sacli  wegen  gentzlich  ungeirret  und 
unbekümmert  sölt  lassen  beliben  sy  und  den  convent  ze  Hailig- 
krütztal  an  all  gevärd.  Siegler:  Mantz  von  Hornstain  ritter, 
Wernher  prior  des  gotzhus  ze  Mengen,  pfaff  Hans  Lupf  und  pfaff 
Hans  Mistler  kircliherr  ze  Hundersingen,  dar  under  ich  pfaff  Hans 
lüpriester  ze  Inhart  och  vergich  aller  vor  geschriben  ding,  wan  ich 
nit  aigens  insigels  hän. 

Biss  alles  geschach  und  dirr  brief  ist  geben  an  sant  Matheus 
abent  des  hailigen  zwelfbotten  in  dem  jär  do  man  zalt  von  Crists 
gebürt  drüzehen  hundert  jär  und  dar  nach  in  dem  dry  und  nün- 
tzigostem  jär. 

Vier  S:  1.  das  S  des  Manz  von  Hornstein ;  2.  das  S  des  Priors  von 
Mengen;  ein  ziveistockiyes  S,  oben  Jesus  in  Gethsemane ,  unten  der  knieende 
Prior  mit  Stab.  U:  f  S.  PORIS  •  IN  •  MENGEN  •  ORD  •  S  •  WILHELMI.  3.  Das 
S  des  Hans  Lupf  ist  undeutlich.  4.  Eine  Madonna  mit  dem  Christuskind. 
U:  f  S.  IOHANNIS  •  MISTLERI  •  PLEBANI  •  IN  •  H VNDERSIN GEN. 

859.  1394.  17.  März.  Oswald  der  Boss  zu  D äugen dorf 

gibt  iipplv  Yolz  an  Heiligkreuztal  um  3  Haller. 

Ich  Oschwalt  der  Boss  ze  Togendorff  gesessen  urkünd,  als 
Apply  Yoltz  min  aigen  gewesen  ist,  daz  ich  für  mich  und  für  min 
erben  mit  wolbedähtem  sinne  und  mfit  das(!)  selb  Apply  Voltzen 
ledklich  und  los  ergeben  hän  mit  kraft  diss  briefs  an  daz  gotzhus 
ze  Hailigcrütztal  und  och  miner  frowen  der  äbtissenn  und  dem 
convent  gemainlich  da  selbs  ze  Haligkrütztal  und  allen  iren  nacli- 
komenden,  also  daz  sy  nun  füro  mer  hie  nach  allweg  gen  sinem 
lib  und  sinem  gut  allü  minü  und  miner  erben  relit  haben  süllent 
an  menklichs  irrung  und  widerred,  wan  er  selber  mir  dar  umb  also 
bar  geben  und  bezalt  hät  drü  pfunt  guter  Haller  (Auflassung). 
Siegler:  der  Aussteller ,  dar  zu  ich  Ott  der  Farer  und  ich  Cläs 
der  lodweber  den  man  nempt  Witing  zwen  des  rätz  ze  Rüdlingen. 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Gerdrut  tag  in  dem  jär  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenlmndert  jär  und  dar  nach  in  dem 
vier  und  nüntzigostem  jär. 


Die  drei  S  sind  abgerissen. 


1394. 


623 


860.  1394.  6.  Juni.  Hans  von  Bu  wen  bürg  verkauft  an 

Walz  Locher  ein  Wieslein  zu  Buwenburg  um  8  5  s. 

Haller. 

Ich  Hans  von  Buwenburg*  urMnde,  daz  ich  fiir  ain  reht  red- 
5  lichez  unbekhmmertz  aygen  und  nach  aygens  reht  ze  vertigen  und 
verstan  und  dez  landez  ze  ainem  stäten  ewigen  koff  ze  köffent  ge¬ 
geben  hän  Waltzen  dem  Locher  und  allen  sinen  erben  ain  wysly 
gelegen  ze  Hundersingen  ze  Buwenburg  gelegen  in  dem  gut  daz 
er  ze  leben  hat  von  der  edlen  herrschaft  von  Wirtenberg,  dar  umb 
0  er  mir  geben  und  bezalt  hat  driii  pfund  Haller  und  fünff  Schilling 
Haller  ( Besitzeimveisung ,  Auflassung) .  Siegel:  Dietrichs  von  Hbdbrfs 
insigel,  wan  ich  do  ze  mal  min  insigel  nit  enhett. 

Geben  am  p fingst  aubent  nach  gottez  gebürrt  driiitzehenhundert 
jar  und  dar  nach  in  dem  vierden  und  niüntzigostem  jare. 

5  Das  S  ist  abgefallen. 

861.  1394.  9.  August.  Abtissin  und  Konvent  von  Heilig¬ 
kreuz  t  a  1  leihen  dem  Klaus  A 1  w  i  c  h  v  o  n  Mengen  eine  n 
Acker  zu  Ennetach  um  sechs  Schöffel  Vesen  Zinsgült. 

Wir  frow  Adelhait  von  Hornstain  von  gottes  gnaden  aptissin 
0  dez  coventz  und  clösters  ze  Hailigcrütztal  und  der  covent  gemain- 
licli  dez  clösters  tund  kunt,  daz  wir  mit  veraintem  cappitel  mit 
wolbedahtem  gemüte  unbezwungenlich  mit  lienden  mit  münden  mit 
aller  gehügimst  die  dor  zu  notdürftig  waz  und  durch  nutz  wegen  imsers 
clösters  zu  ainem  rehten  leben  nach  lehens  reht  gelihen  habind  und 
5  lihind  och  mit  kraft  diz  brieffz  Clausen  Alwichen  ietzo  bürgern  ze 
Mengen  sin  leptag  und  nach  sim  tod  ainem  sinem  erben  den  er 
an  sin  statt  erwelt  oder  ander  sin  fründ  ob  er  dez  nit  getan  möht 
ünsern  acker  ze  Ennotach  gelegen,  den  man  nempt  der  von  Barten- 
stain  acker  stosset  an  die  hohe  der  da  höret  an  die  bittantz  ünsers 
0  clösters  mit  grund  grät  und  mit  aller  siner  zügehoerd,  also  daz  die 
zwai  mensehen  den  acker  di  wil  sie  lebend  niesen  besetzen  und  ent¬ 
setzen  mögend  und  nit  furo.  Doch  haben  wir  daz  leben  vollefürt 
mit  söllicher  beschaidenliait,  daz  Claus  Alwich  die  wil  er  lept  oder 
der  erb  der  an  sin  statt  kumpt  in  der  vor  geschriben  wiz  jarcklichen 
5  uff  sant  Martis  tag  alit  tag  vor  oder  nach  ungevarlich  wenn  wintter 
körn  uff  dem  acker  stät  sollend  richten  und  bezalen  an  die  bitantz 
unsers  clösters  sehs  schoeffel  veson,  die  ze  niemend  und  ze  geben 
sind,  und  wenn  habern  dar  uff  statt,  sehs  schoeffel  haberns  der 


624 


1394. 


och  ze  niemen d  und  ze  gebind  ist.  Wellies  jars  aber  der  acker 
an  brach  lit,  so  sol  der  Claus  noch  der  erb  dez  jars  von  dem  acker 
nützit  geben.  Siegler:  wir  ob  geschribne  aepptissin  und  der  convent 
gemainlich  mit  unser  aepptissinen  ampt  insigel. 

Dirr  brief  ivart  geben  an  sant  Laurentius  abend  in  dem  jar 
do  man  zalt  von  Cristi  gebürt  drützehenhundert  jar  und  dar  nach 
in  dem  vierden  und  nuntzigosten  jar. 


862.  1394.  28.  September.  Friedrich  von  Magenbuch 

eignet  Burkhard  dem  Birkmaier  Feld  er  zu  Hundersingen 

um  10  Haller. 

Ich  Fridrich  von  Mägenbüch  her  Rüdgers  säligen  von  Mägen¬ 
büch  elidier  sun  vergich ,  daz  ich  mit  gütter  vorbetrahtung  gesundez 
libes  und  mütes  unbezwngenlich  unwiderkomenlich  mit  gunst  aller 
miner  fründ  und  sunderlichen  mit  gunst  mines  vetteren  Flicken 
von  Mägenbüchz  ietzo  seszhaft  ze  Güttenstain  nun  und  ewenklichen 
geaignet  hän  und  aignen  mit  kraft  disz  brieffs  Burckartten  dem 
Birkmaiger  allen  sinen  erben  und  allen  denen  den  ersz  ze  köffend 
gitt  disü  hie  näcli  geschriben  aecker  und  wisan  in  Hundersinger 
baenn  gelegen  die  von  mir  lehen  warend  und  hoerend  in  den 
hoff  den  Cuntz  Bingus  ietzo  buwett:  dez  ersten  dry  iuchart  ackers 
die  stossent  hinan  an  der  Wissinen  hoffraiti,  dry  iuchart  ackers 
an  dem  mos  gelegen,  fünf  juchart  ackers  in  dem  sunderkoltz  gelegen, 
zwo  jucliart  ackers  uff  der  owe  gelegen,  anderhalb  jucliart  ackers 
an  dem  Lützelbach  gelegen,  zwo  jucliart  ackers  under  der  aich  ge¬ 
legen  und  ain  jucliart  ackers  vor  der  brugge  gelegen  in  dem  riet 
ze  Hundersingen,  und  die  wisse  in  dem  soppen  gelegen.  Und  hän 
die  aigenschaft  verköft  umb  zenhen  pfund  gütter  Haller  ( Quittung , 
Auflassung).  Währschaft  nach  der  statt  reht  ze  Mengen.  Siegler: 
ich  Frick  von  Mägenbücli  herr  Rüdgers  saeligen  sun  und  noch  zu 
besser  siclierhaitt  so  hän  ich  erbetten  minen  ob  geschriben  vettern, 
wan  der  köff  mit  sinem  gunst  und  willen  beschehen  ist,  daz  ich  ietz 
genantter  Frick  von  Mägenbüch  seszhaft  ze  Güttenstain  vergich  mich 
getan  hän,  wan  allez  daz  da  vor  geschriben  ist  mit  minem  gunst  und 
gütten  willen  beschehen  ist  doch  mir  und  minen  erben  unschaedlich. 

Dirr  brieff  ward  geben  an  sant  Michelz  abend  in  dem  jar 
do  man  zalt  von  Cristi  gebürt  drützehenhundert  jar  nüntzig  jar  und 
dar  nach  in  dem  vierden  jar. 


Von  zwei  S  ist  das  ■ erste  noch  teilweise  erhalten. 


1.394. 


625 


863.  1394.  10.  November.  Hans  von  Erisdorf  und  sein 

Weib  Margarete  Ebingerin  verkaufen  ihren  Hof  zu  Wald¬ 
hausen  um  52  U  Haller  an  Heiligkreuztal. 

Ich  Hans  von  Eringstorff  den  man  nempt  den  Feringer  ze 
5  disen  ziten  burger  ze  Mengen  und  ich  Margrett  Ebingerinen  dez 
ob  geschriben  Hansen  elichu  husfröw  verjehend,  dnz  wir  mit  gutem 
willen  mit  wolbedahten  sinnen  und  müt  ains  staetten  ewigen  köffs 
ze  koffind  geben  habind  und  gend  och  mit  kraft  diz  brietfs  den 
erwirdigen  in  gott  der  aeptissinen  und  dein  covent  gemainlich  dez 
0  gotzhus  ze  Hailicrütztal  und  allen  iren  nächkomenden  an  die  jartzit 
und  bitantz  dez  ob  geschriben  gotzhus  ünsern  hoff  ze  Walthusen 
gelegen,  dez  meschlich  ist  sehs  juchart  und  vier  mansmat  wisan 
der  zwai  ligend  in  dem  hindern  sand  und  anderthalbs  ennot  der 
Tunöw  daz  man  naempt  zu  dem  doerlin  und  ain  halbs  mansmat 
5jin  dem  gestainach  ze  Walthusen:  ain  hus  zwen  garten  ainen  hinder 
dem  hus  und  ainen  liget  uff  der  staig  den  wilant  bmvt  Herbst  von 
Althain  und  och  waz  dar  zu  und  dar  in  über  all  iendert  gehoert 
ez  sige  an  aecker  an  wisan  an  zwigen  an  holtz  an  veld  an  weg 
an  steg  an  egerden  an  öwen  an  wasser  an  wasserflüssen  und  och 
3  für  ledig  unbekümert  und  für  reht  aigen  alz  wir  inn  untz  uff  disen 
tag  inn  und  herbräht  habind,  also  daz  die  fröwa  all  ir  näch¬ 
komenden  und  daz  gotzhus  den  hoff  in  aller  wiz  mit  allen 
nutzen  zwingen  baennen  zügehörden  gewonhaitten  und  rehten  nun 
fürbas  mer  ewenklich  gerübklich  und  jaerklich  ümer  mer  mit 
3  besetzen  und  entsetzen  inne  haben  nieszen  und  hän  süllend  alz 
ander  ir  aigen  gut  daz  an  die  jartzit  und  bitantz  hoeret,  also 
daz  wir  noch  dehain  ünser  erb  noch  niemen  von  ünseren  wegen 
I  sy  noch  ir  nächkomenden  noch  nieman  von  iren  wegen  nun  fürbas 
mer  dar  an  nützit  sumen  irren  bekümern  noch  bekrencken  süllend 
;  noch  wellind,  dar  umb  sy  und  daz  gotzhus  üns  also  bar  gegeben 
I  und  gentzlich  gewert  und  bezalt  händ  fünftzig  pfund  und  zwai 
pfund  allez  gftter  und  gaeber  Haller  (Quittung,  Währschaft ,  Schaden¬ 


ersatz).  Taettind  wir  oder  ünser  erben  aber  dez  nit  waz  denn 
die  fröwa  ir  nächkomenden  ir  helfer  daz  gotzhus  und  all  sin  helfer 
umb  den  schaden  der  dar  uff  gangen  waer  nun  für  sich  hin  und 
öch  umb  all  vor  geschriben  ding  tättind  erdaehtind  oder  suz  us- 
zugind,  da  soellend  si  daz  gotzhus  und  all  helfer  an  allen  stetten 
vor  allen  lüten  und  an  allen  gerillten  reht  hän  und  wir  Hans  von 
Eringstorff  den  man  naempt  Feringer,  Margrett  sin  elichu  husfröw 
oder  ünser  erben  unreht.  Siegler:  her  Hans  von  Schatzberg  ietzo 

Wtirtt.  Geschichtsquellen  IX.  ■tO 


626 


1394. 


seszhaft  ze  Wülfflingen,  Hans  Ebinger  ietzo  Stattamman  ze  Mengen,  I 
Cünrat  der  Grün,  Bentz  der  Esler  und  Hans  Bürcklin  all  vier  ietzo  1 
burger  ze  Mengen  und  öch  geschwornes  ratz  ze  Mengen,  wan  wir  | 
aigner  insigel  nit  enhänd  (S  anhängung).  : 

Dirr  brieff  ward  geben  an  sant  Martis  abend  in  dem  jar  do  rl 
man  zalt  von  Cristi  gebürt  drützenhenhundert  jar  nüntzig  jar  und  dar  1 
nach  in  dem  vierden  jar.  I 

ND:  Aimun  Birkmayernen  brieff  über  Walthusen.  Auf  der  Vorderseite  | 
steht  mit  anderer  Tinte:  Ann  Birkmaierin  die  swester.  | 

Von  fünf  S  ist  das  erste  verloren.  2.  zeigt  einen  linksgewendeten  Vogel  lvj 
mit  aus  gebreiteten  steifen  Flügeln.  U:  S.  HANS  •  DCI  •  EBINGER.  3.  zeigt ,  i 
wie  scheint ,  ein  hölzernes  Ge  fass  mit  drei  Bändern  und  einem  Deckel  mit  Griff.  || 
U:  *  •  •  DCI  •  GRVEN.  4.  zeigt  einen  Eselskopf.  U  undeutlich.  5.  Hausmarke  in  I; 
Gestalt  etwa  eines  lateinischen  A,  oben  in  ein  Kreuz  endigend.  TJ:  f  S.  10-  i 
HANNIS  •  DCI  •  SCHNIDEE,  1 1 

864.  1394.  19.  November.  Kunz  Toschan  von  Riedlingen  | 
muss  an  Heiligkreuztal  1  U  Haller  ewigen  Geldes  ent-  1 
richten,  das  Anna  die  Hätingerin  vermacht  hat.  fjj 

Ich  Cüntz  Toschan  burger  ze  Rüdlingen  urkünd,  daz  ich  und  I 
min  erben  oder  wer  denn  ie  min  hus  schür  und  hofraitin  über  al  J  I 
inne  hat  daz  ze  Rüdlingen  lit  zwischent  Hannsen  Hardlins  und  I 
Johannes  Künmans  hüsern  dar  uss  und  da  von  allü  jar  järlicli  und  I 
ieglichs  jars  besunder  ie  uff  sant  Michels  tag  rillten  geben  und  I 
bezahl  süllent  ininer  frowen  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemain-  I 
lieh  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  iren  nachkomenden  ain  pfunt  I 
ytaliger  genger  güter  und  gab  er  Haller  ewigs  zins  und  jarlichs  geltz  I 
an  ir  pittantz  und  gemainen  tisch  unverzogenlich  an  allen  iren  I 
schaden  usser  dem  selben  minem  husz  schür  und  hofraitin.  Vor  I 
mals  gat  hie  ze  Rüdlingen  an  unser  frowen  altar  in  der  kirchen  I 
zway  pfunt  und  fünfzenhen  Schilling  ytaliger  güter  Haller  ewigs  I 
zinsz  und  jarlichs  geltz  und  der  hofstat  zins.  Und  daz  ain  pfunt  I 
Haller  geltz  daz  den  frowen  von  Hailigkrütztal  dar  uss  gan  sol  vor  I 
gewesen  ist  Annen  der  Hatingerinen  ze  Rüdlingen  dü  es  och  den  I 
frowen  von  Hailigkrütztal  durch  Cüntzen  des  Hatingers  saligen  ires  I 
elichen  mannes  sei  ir  sei  und  iro  vordem  selan  hailes  willen  ergeben  I 
hat,  dar  umb  daz  sy  da  selbs  ze  Hailigkrütztal  Cüntzen  dem  Hatinger  ■ 
saligen  und  Annen  der  Hatingerinen  silier  elichen  wirtenn  ewenklicli  I 
inen  baiden  ir  jarzit  begän  süllent  mit  vigilient  mit  gedenkent  undl 
mit  andren  dingen  als  ir  gewonhait  ist.  Und  süllent  daz  tun  allul 


1394—1895. 


627 


jar  järlich  ie  am  vierden  tag-  nach  sant  Gregorien  tag,  daz  wirt  am 
fünfzenhenden  tag  im  mertzen  und  süllent  daz  dehains  jars  kainest 
underwegen  nit  lassen  als  sy  dar  umb  och  got  antworten  müssent. 
Wol  hän  ich  Cüntz  Toschan  mir  und  minen  erben  daz  ussgesetzt 
5  und  bedingt:  wenn  oder  weles  jars  über  kurtz  oder  über  lang  ich 
oder  min  erben  den  frowen  ze  Hailigkrütztal  daz  ain  pfunt  ytaliger 
genger  güter  und  gaber  Haller  ewigs  geltz  wider  laitent  usser  andren 
güten  aigenn  gelegenn  güten  da  denn  den  araman  und  den  rat  der 
stat  ze  Rüdlingen  oder  den  merren  tail  under  in  düht  daz  es  in 
0  gewiss  gnüg  war,  des  sol  ich  und  min  erben  wol  gewalt  und  reht 
haben  daz  pfunt  Haller  geltz  da  mit  ab  minem  hus  schür  und  hof- 
raitin  ze  ledgent  an  menklichs  irrung  än  all  gevärd.  Siegler:  der 
amman  und  der  rat  der  stat  ze  Rüdlingen,  wan  ich  nit  aigens  in- 
sigels  hän  (S  anhäng ung) . 

5  Dirr  hrief  ist  geben  an  sant  Elisabeten  tag  anno  domini 
MCCCLXXXX  quarto. 

Das  S  der  Stadt  Hiedlingen. 


$6».  1395.  17.  März.  Burkhard  Birkmaier  von  Mengen 

verkauft  an  Hans  Zimmermann  zu  H u n d e r s i n g e n  seinen 
0  Hof  zu  H  under  singen  um  140  #  Haller. 

Ich  Burckart  Birckmaiger  ze  ziten  burger  ze  Mengen  vergich, 
daz  ich  mit  gütter  vorbetrahtung  gesundez  libes  und  mütes  un- 
bezwungenlichen  unwiderkommlich  ains  staetten  ewigen  köffs  ze 
koffind  geben  hän  und  gib  och  mit  kraft  disz  brietfs  für  mich  und 
)  all  min  erben  Hansen  dem  Zimmerman  ietzo  seszhaft  zu  Hunder- 
singen  dem  dorff  bi  der  Tonöw  gelegen  und  allen  sinen  erben  minen 
hoff  in  Hundersinger  baennen  gelegen,  den  ich  umb  Huntbissen  ze 
Ravenspurg-  köft  den  ietzo  buwet  Cüntz  Bingus  mit  veld  mit  weg 
I  mit  steg  mit  lioltz  mit  aecker  mit  wisan  mit  wasser  mit  wasser¬ 
st  tiüssen  mit  hus  mit  hofstettan  mit  garten  mit  egerden  mit  öwen 
nützit  usgenomen  mit  allen  sinen  nützen  rehten  gewonhaiten  zwingen 
baennen  und  zügehoerden  alz  ich  inn  untz  uff  disen  hütigen  tag 
her  brächt  hän  und  och  für  ledig  unbekümert  und  für  reht  aigen, 
also  daz  Hans  Zimmerman  oder  sin  erben  ob  er  enwaer  den  hoff 
»  mit  allen  nützen  zügehörden  gewonhaitten  und  rehten  in  aller  wiz 
nun  fürbas  me  ewenklich  und  gerübklich  und  ümer  me  mit  besetzen 
und  entsetzen  inne  haben  messen  und  hän  soellend  alz  ander  ir 
aigen  güt.  Und  ist  der  köff  besehehen  umb  hundert  pfund  und 


628 


1395. 


viertzig  pfund  allez  ytaliger  gütter  Haller  ( Quittung ,  Auflassung ,  I 
Währschaft).  Zu  rehten  weren  gesetzt:  Bentzcn  den  Esler  minen  I 
schweher  und  Hansen  Burcklin  baid  ietzo  burger  ze  Mengen.  Also  I 
waer  ob  wir  inen  den  hoff  in  aller  vor  geschriben  wiz  nit  gentz-  I 
liehen  rihtig  und  unanspraechig  machint  nach  dem  rehten,  so  hat  I 
Hans  Zimmerman  sin  erben  und  all  ir  helfer  vollen  gewalt  und  gut  I 
reht  mich  Burckarten  min  erben  die  weren  min  lut  und  gütter  der  I 
liit  und  gütter  dar  umb  anzegriffind,  untz  daz  inen  allez  daz  volle- 1 
fürt  wirt  dar  an  si  denn  gebresten  geliept  hettend  (Bündnisklausel).  I 
Und  wie  er  sin  erben  und  all  ir  helfer  dez  angriffs  ze  schaden  I 
kaemend  oder  suz  von  der  vertigung  wegen  ez  wer  von  zerung  von  I 
bottenlön  von  brieffen  ze  sendend  oder  von  gerilltes  wegen  nützit  I 
usgenomen,  den  schaden  allen  mit  allen  vor  geschriben  sachan  sol  I 
ich  Burck.  min  erben  und  die  bürgen  inen  gentzlichen  usrihten  ön  I 
allen  iren  schaden  (Frevel).  Gieng  och  der  weren  ainer  oder  si  I 
baid  ab  von  todez  wegen  oder  wie  sich  daz  fügti,  so  sol  ich  oder! 
min  erben  im  oder  sinen  erben  ie  ainen  andern  alz  glitten  weren  ■ 
setzen  in  den  naehsten  vierzenhen  tagen  nach  ir  ermanung,  oder  aber! 
si  und  ir  helfer  händ  vollen  gewalt  anzegriffind  mich  min  erben  ■ 
und  den  bestanden  weren.  Ich  Burckart  Birkmaiger  gelob  by  gütten  I 
trüwen  für  mich  und  all  min  erben  war  und  staett  ze  haltend  allez  ■ 
und  die  weren  von  dirr  werschaft  ze  loesind  ön  allen  iren  und  iren  I: 
erben  schaden  (S  anhängung).  Wir  weren  verjehend  dirr  werschaft I 
(S  bekenntnis).  | 

Der  [brieff]  ward  geben  an  sant  Gerdrutten  tag  in  dem  jarW\ 
do  man  zalt  von  Cristi  gebürt  drützenhundert  jar  nüntzig  jar  undi 
dar  nach  in  dem  fünften  jar.  1 

Von  drei  S  ist  noch  eines  vorhanden ;  von  den  andern  Teile  der  Presseln.Wh 
Das  S  ist  das  des  Birkmaiers.  | 

Pressei  1.:  ...  husfrow  verjehend  mit  urkünd  disz  off . . .  für  uns  und  allW I 
unser  erben  und  thnd  kunt  allermengl . . .  wolbedahten  sinnen  und  müt  in  allerBI 
wiz.  2.  geben.  S.  . .  n  allen  stetten  vor  allen  lüten  . . .  elichti  husfrow -  I 

866.  1395.  9.  Juni.  Benz  und  Hänsli  von  Hornsteinl 

zu  Grün  in  gen  eignen  dem  Kloster  Heiligkreuztal  ein« 
Gütlein  zu  Grün  in  gen.  1 

Ich  Bentz  von  Hornstain  ze  Grüningen  gesessen  und  ich  Hanslyl 
von  Hornstain  sin  bruder  her  Cünratz  saligen  sun  von  Hornstainl 
den  man  nampt  von  Büttelschiesz  urkunden,  daz  wir  willeklich  undll 


1395. 


629 


gern  für  uns  und  für  all  unser  erben  und  nachkomenden  geaigent 
liabent  und  aigen  och  mit  krafft  diss  briefs  der  äbtissenn  und  dem 
eonvent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen  iren 
nachkoinenden  und  irem  closter  daz  gütlyn  in  Grüninger  zwingen 
5  und  bannen  gelegen  mit  allen  sinen  zftgehörden  daz  Cüntz  der 
Tentinger  von  Rüdlingen  umb  Haintzen  Zolnliuser  vor  erkoft  hat 
und  daz  nun  die  frowan  umb  Cuntzen  den  Tentinger  erkoft  band 
daz  von  uns  ze  leben  gegangen  ist.  Und  dar  umb  so  verzihen  wir 
uns  gen  den  frowen  ze  Hailigcrütztal  und  gen  irem  closter  und  gen 
)  allen  iren  nachkomenden  aller  lebenscbaft  des  gütlis.  Siegler:  die 
Aussteller. 

Der  [ brief]  ist  geben  an  un.sers  herren  fronlicbams  abent 
anno  domini  MCCCLXXXX  quinto. 

ND:  Zolnhusers  gut  alz  ez  geaiguot  wart  von  dem  von  Hornstain. 

>  Zwei  S  von  Benz  and  Hans  von  Hornstein. 

867 .  1395.  9.  August.  Erhard  der  Wildemann  von 

Ravensburg  verkauft  an  Heiligkreuztal  seinen  Hof  zu 
Grüningen  um  120  #  Haller. 

Ich  Erbart  der  Wildmann  burger  ze  Ravenspurg  urkünd,  daz 
ich  für  mich  und  für  min  erben  mit  wolbedfibtem  sinne  und  müt 
aines  rehten  redlichen  staten  und  ewigen  köfs  ze  koffent  geben  bau 
mit  kraft  disz  briefs  miner  frowen  der  äbtissenn  und  dem  eonvent 
gemainlich  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkomen¬ 
den  an  iren  gemainen  tyscli  und  pittantz  und  och  für  ain  relit  aigen 
unverkümmert  unirrig  und  unansprachig  gut  minen  aigenn  hof  ze 
Grüningen  dem  dorff  by  Rüdlingen  gelegen  den  nun  ze  mal  Walt z 
der  Schenkel  buwet  mit  allem  dem  daz  iendert  über  al  nach  reht 
und  nach  gewonhait  dar  zu  und  dar  in  gehöret  und  gehören  sol, 

|  es  sy  an  hofraitin  an  akern  an  wisen  an  Stegen  an  wegen  an  wasser 
1  an  wasserlaitinen  an  nützen  an  lantgarben  an  gelten  an  zynsen  und 
gemainlich  an  allen  andern  dingen  nützit  dar  an  ussgenomen  als 
ich  den  selben  hof  mit  sinen  zügehörden  denn  vor  her  brüht  in  ne 
gehebt  und  genossen  han  mit  besetzent  und  mit  ze  entsetzent.  lTnd 
der  selb  hof  och  hat  in  allen  eschen  by  süben  und  drissig  juchart 
akers  und  nünthalb  mansmad  wisan  minder  oder  mer  an  all  gevard. 
Und  der  köff  ist  beschenhen  umb  hundert  p füllt  und  umb  zwaintzig 
pfunt  alles  ytaliger  genger  gaber  und  guter  Haller  (Quittung).  Besitz¬ 
einweisung ;  den  hof  besetzen  und  entsetzen  als  ander  ir  aigen  gut  an 


630 


1895. 


iren  gemainen  tisch  und  pittantzy  än  min  än  miner  erben  und  an 
aller  menglichs  von  unsern  wegen  anspräch  (Auflassung,  Währ-  ! 
schüft).  Wol  süllent  sy  mir  und  minen  erben  denn  dar  umb  tag 
machen  an  gelegen  stett  ob  es  ze  schulden  kam  und  daz  ze  rehten 
ziten  urkunden  an  all  gevard.  Besunder  ist  daz  ze  wissent,  daz  5 
ich  in  den  hof  och  dafür  ze  köffent  geben  han  daz  er  vogtbar  ist 
gen  Grüningen  an  die  bürg  du  wilent  herr  Cüntratz  säligen  von 
Hornstain  ritters  gewesen  ist.  Und  wer  herr  der  selben  bürg  und 
hofraitin  ist,  dem  gat  dar  uss  jarlich  ze  vogtreht  ain  schöffely  habern  1 
des  klainn  Rüdlinger  mess  und  ain  vastnaht  hün.  Dienst  als  hie  10 
nach  geschriben  ist:  dem  ist  also  weler  maiger  den  hof  buwet, 
der  sol  jarlich  dem  herren  der  bürg  dienen  mit  ainem  Schnitter  ainn 
tag  und  mit  ainem  höwer  ainn  tag  und  sol  im  vier  tag  ie  jarlich  | 
ze  aker  gän  zu  dem  Winterkorn  und  ainn  tag  zu  den  habern  mit 
allem  dem  zugvich,  daz  der  selb  maiger  zu  dem  hof  hett  ungevar-  15 
lieh  und  des  er  dar  zu  ze  buwent  bedürft  als  verr  daz  er  über 
ainen  halben  pflüg  zu  den  selben  diensten  nit  komen  sol.  Und  hat 
der  selb  maiger  ain  ross,  so  sol  er  dem  herren  ie  des  jars  da  mit  I 
ainn  tag  holtzen  und  ainn  tag  tunggen  ungevarlich.  Hat  er  aber  ? 
zway  ross,  so  sol  er  im  mit  zwain  rossen  dü  er  denn  ie  hat  des  2( 
jars  ainn  tag  holtzen  und  ainn  tag  tunggen  an  all  gevard.  Und  sol 
och  der  selb  herr  und  vogt  den  selben  maiger  by  den  ob  geschriben  > 
diensten  lassen  beliben  und  füro  dehains  jars  nit  triben  in  dehain 
wise  än  all  gevard.  Wenn  oder  weles  jars  aber  der  hof  aller  ding 
wüst  lag  und  nihtz  der  selben  aker  die  dar  in  gehortent  buwen  2; 
würd,  so  sol  man  da  von  der  dienst  dehainn  nit  tun.  Wol  sol  daz  f 
vasnaht  hün  und  ain  klain  schöffely  habern  jarlich  dar  uss  gän  ze 
vogtreht,  der  hof  lig  in  buw  oder  sy  wüst  än  all  gevard.  Ze  rehten 
bürgen  gesetzt:  Iteln  von  Andelfingen,  Wernhern  von  Andelfingen  ; 
gebrüder  und  Johannessen  Stüffen  den  man  nempt  den  Schriber  3< 
burger  ze  Rüdlingen  sy  all  dry  mit  ainander  unverschaidenlich  und  J 
mit  der  gedingt :  war  daz  inen  dehainest  an  dehainen  vor  geschriben  | 
dingen  an  ainem  stuk  oder  an  mer  dehain  bruch  oder  gebrest  würd 
und  ich  oder  min  erben  inen  oder  iren  nachkomenden  daz  denn  ie  j 
dar  nach  nit  ussrihtent  vertgotent  versprächent  und  verstündent  in  8 
der  wise  als  vor  geschriben  stat,  so  händ  sy  ie  dar  nach  wenn  sy  } 
wend  gewalt  und  reht  die  bürgen  dar  umb  ze  manent  ze  hus  ze 
hof  oder  under  ögen  mit  iren  brieven  botten  oder  selber.  Und  die 
selben  gemailten  bürgen  süllent  in  denn  in  aht  tagen  den  nahsten  > 
nach  der  manung  dar  umb  in  faren  gen  Rüdlingen  in  die  stat  und  4  j 


1395.  ■  631 

süllent  da  denn  ie  laisten  ain  reht  gewonlich  und  ungevärlich  gisel- 
schaft  da  nach  laistentz  reht  ieglicher  mit  ainem  pfarit  (Einlager). 
Ersatzmann  ie  in  den  nahsten  yierzehen  tagen  nach  ir  manung.  Ge- 
schach  dez  nit,  so  süllent  inen  die  andern  bestandenn  bürgen  wely 
5  von  inen  dar  umb  gemant  würdent  dar  umb  och  ie  in  varen  und 
laisten  (Pfandschaft).  Und  süllent  och  noch  mügent  da  mit  nit 
frafeln  noch  tun  wider  dehain  lantfrid  lantgriht  lantreht  stettreht 
gelait  frihait  gesellschaft  verainung  puntnüst  gesetzt  gebott  reht 
noch  gnäd  der  fürsten  der  herren  der  stett  noch  des  lands  noch 
0  wider  dehain  lüt  noch  geriht  (Lösung).  Und  wir  die  bürgen  ver- 
genhent  dirr  burgschaft.  Siegler:  ich  Erliart  der  Wildman  für  mich 
und  für  min  erben  und  wir  die  bürgen  für  uns  selber  (S  defekt). 

Dirr  hrief  ist  gehen  an  sant  Laurentis  abent  in  dem  jdr  do 
man  za.lt  von  Crists  gehurt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach  in 
5  dem  fünf  und  nüntzigostem  jar. 

ND:  Item  an  disem  ko  ff  hat  geben  (das  weitere  getilgt)  .  .  .  vatt .  .  — 
Item  dii  Küngot  XXXII  lib.  Hll.  —  Item  dü-  aptissen  XXX  lib.  Hll.  —  Item 
dü  fogten  bet  geben  XVIII  lib.  Hll.  —  Item  der  Pfiffer  het  geben  VHII  lib.  H1L 
ft  —  Item  dü  Hannenbitzy  bet  geben  XII  lib.  Hll. 

!0  Vier  S.  Das  erste  zeigt  den  Schild  mit  zwei  Schrägbalken  belegt.  U :  f  S. 

ERHAKDI  •  DCI  •  WILDMAN.  2.  und  3.  gehören  dem  Ditel  und  Werner  von 
Andelfingen.  4.  zeigt  einen  längsgespaltenen  Schild,  rechts  mit  einem  halben 
Adler,  links  mit  einer  pfahlweise  gestellten  Wolfsangel.  U:  [f  S.]  IOHANNIS  • 
DCI  •  STVF[F]  • 

:5  S6S.  1395.  31.  Oktober.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heiligkr euztal  leihen  den  Brüdern  Hermann  und  Hans 
K ä s u n d b r o t  ihren  Hof  zu  Riedlingen. 

Ich  Herman  und  ich  Hans  die  Käsundbröt  gebrüder  burger  ze 
Rüdlingen  urkundent,  daz  uns  unser  gnädigen  frowan  frow  Adelhait 
p  von  Hornstain  ze  disen  ziten  von  der  gnäd  gottes  abtissenn  und  der 
convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigcrütztal  ze  ainem  staten 
buw  leben  und  och  nach  buw  lehens  reht  gelühen  hand  zu  unser 
baider  banden  alle  die  wil  und  wir  baid  lebent  und  dem  ainen 
under  uns  baiden  nach  des  andern  töd  och  die  wil  und  der  selb 
5  och  lebty  und  nit  füro  iren  hof  ze  Rüdlingen  gelegen  der  wilent 
des  Metzlins  Lüpflins  saligen  och  closterfrowen  ze  Hailigkrütztal 
gewesen  ist  und  den  Bentz  der  Möchel  vormals  gebuwen  hat.  Und 
der  selb  hof  in  allen  eschen  hat  by  ain  und  zwaintzig  juchart  akers 
und  by  ahtenthalber  mansmad  wisan  minder  oder  mer  an  gevard. 


632 


]  395. 


Und  ain  gärtim  gehöret  och  dar  zü  lit  by  den  andern  garten  an 
werden.  Und  hand  uns  och  iren  hof  geluhen  mit  sölicher  bedingt 
und  bescliaidenhait,  daz  wir  inen  da  von  allü  jär  jarlich  von  den 
äkern  getrüwenklich  geben  süllent  ze  lantgarb  was  ie  dar  uff  jarlich 
wachset  daz  drittail  nach  lantgarb  reht  än  all  gevard.  Und  ze  höw 
zins  süllent  wir  inei;  ie  jarlich  uff  sant  Michels  tag  geben  drii 
pfunt  ytaliger  genger  guter  und  gäber  Haller.  Wir  süllent  inen  och 
ie  jarlich  usser  unserm  ietzgigen  hof  und  hofraitin  ze  Rüdlingen 
gelegen  den  wir  ietz  och  von  inen  habent  füren  uff  die  aker  des 
hof  der  des  Metzlins  Lüpflins  was  achtzig  karren  mit  mist.  Weltent  1( 
wir  aber  mer  dar  uff  mists  füren,  daz  süllent  wir  tun  von  ünserm 
gelt  än  des  grossen  hofs  schaden.  Wie  wir  och  den  hof  funden 
habent,  also  süllent  wir  in  öch  lassen  und  süllen  in  och  allweg  in 
güten  eren  haben  mit  allen  dingen  än  gevard.  Wenn  öch  unser 
ainer  under  uns  von  tödes  wegen  abgieng,  so  sol  in  der  ander  denn  li 
haben  in  der  selben  wis  und  rehten  än  all  gevard.  War  aber  daz 
wir  zwen  Herman  und  Hans  die  Käsundbröt  gebrüder  mit  ain  ander 
misseheilig  würdent  daz  wir  den  hof  mit  ainander  nit  buwen  woltent, 
so  sol  inen  der  hof  ledig  sin,  es  war  denn  ob  in  der  ain  under 
uns  besunder  buwen  weit  mit  des  andern  willen,  daz  mügent  wir  2( 
wol  tün,  daz  in  der  hof  dar  umb  nit  sol  ledig  sin.  Wenn  öch  wir 
baid  oder  der  ain  der  in  mit  des  andern  willen  buty  den  hof  nit 
in  eren  hettent  als  wir  söltent,  so  sol  er  in  aber  ledig  sin  än 
menklichs  irrung  än  all  gevard.  In  weler  wise  in  öch  der  hof  von 
uns  ledig  würd,  so  sol  inen  von  uns  baiden  oder  von  dem  ainn  21 
der  nach  dem  andern  da  by  beliben  war  als  vor  geschriben  stät 
volgen  und  werden  ze  weglösin  fünf  Schilling  güter  Haller  nach 
weglösy  reht  än  all  gevard.  Siegler:  Ott  der  Farer  burgermaister 
und  Lütfrid  Lupf  ainer  des  ratz  ze  Rüdlingen,  wan  wir  nit  aigner 
insigel  habent  (S  anhängung) .  3( 

Dirr  brief  ist  geben  an  allerhailigen  abent  des  jdrs  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in  dem 
fünf  und  nüntzigostem  jär. 

ND:  Dir  brief  cler  set  von  dem  güt  daz  Kesundbrot  von  uns  haud.  Item. 

Zwei  8.  Das  erste  8  ist  das  des  Ott  Dar  er,  cfr.  Nr.  757 ,  S  Beschreibung.  3E 
Das  zweite  gehört  dem  Lutfried  Lupf. 

Zwei  beschriebene  Pressein:  1.  . .  entz  den  obern  tail  in  der  Tunow  mit  aller 
zügehord  .  .  .  selben  lialbtail  der  selben  visekentz  der  ander  tail  ...  et  ich  och 
vormals.  2.  .  .  lenen  ob  genanten  her  Ludwigen  von  Hornstain  ritter  und  Fr  .  .  . 
von  Sultz  siner  elicher. 


1396. 


633 


#69.  1396.  5.  Dezember.  Die  Klosterfrau  Engel  die 

Payrin  zu  Heiligkreuztal  kauft  von  Kunz  Schühly  von 
Ri e düngen  1  U  Haller  ewigen  Geldes  um  20  U  und  ver¬ 
macht  es  dem  Kloster. 

5  Ich  Cüntz  Schühly  ze  Rütlingen  gesessen  urkünd,  als  der  brül 
ze  Grüningen  gelegen  der  wilent  Hannsen  von  Hornstain  gewesen 
ist,  Schwester  Englen  der  Payrinen  ze  Hailigkrütztal  und  der  jartzit 
und  pittantz  ze  Hailigkrütztal  aigen  gftt  ist  dar  uss  ich  gehebt  hau 
ain  pfunt  Haller  ewigs  geltz,  daz  selb  pfunt  ytaliger  genger  guter 
10  und  gab  er  Haller  ewigs  geltz  ich  Cüntz  Schühly  für  mich  und  für 
min  erben  mit  wolbedahtem  sinne  und  müt  aines  rehten  staten  und 
ewigen  köfs  ze  köffent  geben  hau  mit  kraft  diss  briefs  Englen  der 
Payrinen  ainer  vor  Schwester  ze  Hailigkrütztal  oder  wem  oder  wahin 
sü  es  gab  und  v erschüft*,  umb  zwaintzig  pfunt  ytaliger  güter  Haller 
15  (Quittung).  Und  umb  daz  so  sol  och  nun  fürbas  mer  hie  nach 
allweg  ain  ieglichü  jarzitmaistrin  ze  Hailigkrütztal  oder  wer  denn 
ie  den  brül  inne  hett  und  nüss  daz  pfunt  ytaliger  genger  güter  und 
gaber  Haller  ewigs  zins  und  jarlichs  geltz  dar  uss  und  da  von  allü 
jar  jarlich  und  ieglichs  jars  besunder  ie  uff  sant  Michels  tag  rillten 
20  und  geben  nach  ewigs  zins  reht  an  die  stett  wa  hin  es  denn  Schwester 
Engel  dü  Payrin  gab  und  verordnety,  nach  dem  und  daz  denn  hie 
nach  geschriben  stat  an  all  widerred,  an  all  gevard  ( Auflassung ; 
Währschaft) .  Und  bin  ich  und  min  erben  dar  uff  iro  rehten  ge- 
wern  an  all  gevard.  Und  ist  och  ze  wissent,  daz  dü  Schwester 
25  Engel  dü  Payrin  geben  und  vermachet  hat  von  dem  ainn  pfunt 
Haller  geltz  zenhen  Schilling  guter  Haller  ewigs  geltz  an  daz<  lieht 
sant  Johans  münster  ze  Hailigkrütztal.  Und  die  übrigen  zenhen 
|  Schilling  güter  Haller  ewigs  geltz  hat  sü  ewenklich  geben  und  ver- 
malit  an  daz  lieht  sant  Nyclasen  capell  ze  Hailigkrütztal  vorm  closter 
30  gelegen ;  an  das  lieht  der  zwaiger  stett ,  daz  pfunt  Haller  geltz 

|  öch  also  ewenklich  volgen  und  gän  sol  an  aller  menglichs  irrung 

1  und  widerred  an  all  gevard.  Siegler:  Cüntz  der  Tentinger  und 
Clas  der  Klingler  zwen  des  rautz  der  stat  ze  Rüdlingen,  wan  ich 
nit  aigens  insigels  han  (S  anhängung). 

5  Dirr  brief  ist,  geben  an  sant  Nyclasz  abent  des  jars  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem 
sechs  und  nüntzigosten  jar. 

Zwei  S.  Das  erste  zeigt  Zange  und  Hammer.  U:  f  S.  CONRAD I  •  •  •  * 

TENTINGER.  Das  zweite  zeigt  einen  Hundskopf  mit  Halsband.  U:  CLAS  • 

0  PER  •  KLINGLER. 


634 


1397. 


870.  1397.  5.  März.  Ludwig  Hopp  von  Pfulleii  dort'  ver¬ 
bau  f t  a li  Hans  Zimme r mann  von  Hundersingen  sei  n  e n 
Hof  zu  Hunde*  sin  gen  um  72  U  Haller. 

Ich  Ludwig  Hopp  ze  disen  zitten  seszhafft  ze  Pfullendorif 
vergich,  dasz  ich  mit  gesundem  lip  unbetzwungenlichen  mitt  güter  5 
yorbetrahtung  der  sinn  mitt  gunst  und  gütem  willen  aller  der  dar 
zu  notdürftig  wasz  ains  statten  ewigen  köflfz  ze  köffind  geben  hän 
und  gib  och  mitt  krafft  disz  brieflfz  Hansen  dem  Zümmerman  ze 
den  zitten  sesshaft!  ze  Hundersingen  und  och  allen  sinen  erben 
minen  hoff  ze  Hundersingen  gelegen,  den  man  nempt  Markli  Augst-  10 
mans  hoff  mitt  allr  siner  zügehörd  für  reht  aygen  und  unansprächig 
von  menkliches  wegen  mitt  grund  mitt  grät  (Pertinenzformel)  mitt 
allen  sinen  nützen  rehten  und  gewonhaiten  nützit  ussgenomen  allz 
ich  in  untz  uff  disen  liüttigen  tag  her  brüht  han.  Und  ist  der  köff 
beschehen  umb  zway  und  sübentzig  pfunt  allez  italiger  güter  und  15 
genger  Haller  (Quittung),  allz  mich  wol  benüget  (Auflassung,  Währ¬ 
schaft).  Ze  bürgen  gesetzt  Herman  Grämlich  ze  den  zitten  seszhafft 
ze  Kruchenwis  mitt  der  gedingt:  war  ob  ich  oder  min  erben  dem 
Hansen  oder  sinen  erben  den  hoff  nitt  vertgotind  versprächind  in 
aller  vor  geschriben  wise  unansprächig  machitind  und  verstündint  20 
wa  wann  gen  wem  und  wie  dik  sy  sin  notdürftig  wurdind,  so  hetti 
der  Hans  und  sin  erben  und  all  ir  helflfer  gewalt  und  gut  reht  mich  \ 
Ludwigen  min  erben  und  den  bürgen  dar  umb  anzegriftiud,  untz 
daz  inen  allz  daz  vollfürt  wirt  (Schadenersatz).  Tätind  wir  aber 
dez  nitt,  wazz  denn  der  Hans  sin  erben  und  all  ir  helflfer  umb  den  25 
schaden  umb  die  vertigung  und  umb  die  Versprechungen  tätind 
erdähtind  oder  usszugend,  da  sollend  sy  allweg  an  allen  Stetten 
vor  allen  lüten  und  an  allen  gerillten  gaistlichen  oder  weltlichen 
reht  hän  und  ich  Ludwig  Hopp  min  erben  und  der  bürg  unreht. 
Ersatzmann  in  den  nähsten  viertzehen  tagen  nach  siner  oder  sino  30 
erben  ermanung,  oder  aber  der  ob  geschriben  Hans  sin  erben  und  ! 
all  ir  helflfer  hand  vollen  gewalt  und  gut  reht  mich  Ludwigen  oder  | 
min  erben  dar  umb  an  ze  griftind  und  ze  notin d,  untz  daz  dem 
Hansen  oder  sinen  erben  ain  ander  allz  guter  schidlicher  bürg 
gevertiget  und  gesetzt  wirt.  Ich  Ludwig  Hopp  gelob  by  güten  35 
trüwen  war  und  stät  ze  haltend  allz  daz  und  den  bürgen  von 
dirr  bürgschaflft  ze  lösend  an  allen  sinen  und  siner  erben  schaden 
(S  anhängung) .  Ich  ob  genanter  bürg  vergich  dirr  burgschafft 
(S  hekenntnis). 

Der  [ brieff]  ward  gehen  an  dem  nähsten  mäntag  vor  sant  40 


1397—1398. 


635 


Gregorgen  tag  in  dein  jar  do  man  zalt  von  Gristi  gebürt  drützehen- 
hundert  jär  und  dar  nach  in  dem  Silben  und  nuntzigosten  jär. 

Zwei  S.  Das  erste  zeigt  einen  rechts  geivendeten  Vogel  mit  Haube  ( Wiede - 
[  hopf?).  U:  f  S.  LVDVICI  •  DICTI  •  HOPP.  Das  zweite  zeigt  den  rechts  ge- 
5  wendeten  Bock  der  Grämlich.  U:  f  S.  HERMANN!  •  DCI  •  GRAEMLICH.  ' 

871.  1397.  25.  April. 

Cftntz  und  Walch  er  Hagel  gebrüder  eignen  durch  gunst  und 
durch  liebi  ain  wisen  die  gelegen  ist  an  der  Ostrach  die  man  nempt 
die  artzatinen  mit  aller  ir  zügehörd  Peter  Älivicli  ze  disen  ziten 
10  seshaft  ze  Mengen.  Siegler:  wir  bed  Cuntz  und  Wacher  (!)  Hagel 
gebrüder. 

Und  ist  diser  brieff  geben  do  man  zedt  von  gottes  gebürt  drü- 
zehenhundert  und  nünzig  jar  dar  nach  in  dem  sybenden  jar  an  der 
mitwochen  in  den  oster  firren. 

15  Zivei  S ;  beidesmal  der  rechts  ansteigende  stark  gehörnte  Bock.  U  bei  1 

f  S.  C VONRADI  •  HAGEL.  U  bei  2.:  f  S.  WALCHERI  •  DE  ■  HAGEL.  (Bei 
v.  Alberti  S.  263  und  S  Bild  Nr.  926  unrichtig  Malclius. 

872.  1398.  13.  Januar.  Die  Heiligkreuztaler  Kloster¬ 

frau  Anna  Brögin  von  Mengen  gibt  an  das  Kloster 

20  Heiligkreuztal  zwei  Güter  zu  Völlkofen  zu  Jahrzeiten. 

Ich  Anna  du  Brögin  Cüntzen  säligen  Brögen  elichü  tohter  bür- 
tig  von  Mengen  ze  disen  ziten  ain  gewilotii  closterfrow  des  closters 
ze  IJailigkrutztal  arkünd,  als  ich  zwai  aignü  guter  hau  ze  Völ- 
koven  dero  ich  daz  ain  erköft  hän  umb  Cüntzen  Brögen  säligen 
25  minen  brüder  daz  selb  gilt  ietz  Röchly  buwet,  und  daz  ander  güt 
gab  mir  Anna  Brögen  sälig  min  müter  vor  dem  grillt  ze  Mengen 
als  es  nach  der  stat  reht  ze  Mengen  kraft  und  mäht  hett  daz  Bürkly 
der  Strümpfel  ietz  buwet  als  ich  umb  dii  güter  och  zwen  güt  ver- 
sigelt  brief  innegehebt  hän  under  der  stat  insigel  ze  Mengen,  und 
30  wan  dii  selben  zway  ligenden  güter  ze  Yölkoven  gelegen  mit  allen 
iren  zu  gehör  den  nun  ze  mal  zü  minen  han  den  stand  daz  ich  da 
mit  tün  mag  was  ich  wil,  dunkt  mich  billich,  daz  ich  von  gött¬ 
licher  vorht  wegen  dii  selben  zway  gütlü  billicher  unserm  closter 
ze  Hailigkriitztal  zü  füge  durch  gottes  willen  denn  an  ander  stett. 

35  Und  dar  umb  so  hän  ich  Anna  Brögin  closterfrow  ze  Hailigkriitztal 
mit  wolbedähten  sinne  und  müt  und  besunder  mit  gunst  und  güteni 
willen  frow  Adelhaiten  von  Hornstain  ze  disen  ziten  unserr  äbtis- 


636 


1398. 


senn  ze  Hailigkrütztal  minü  zway  aignü  ligenden  guter  ze  Völkoven 
gelegen  mit  allen  iren  zügehörden  ledklich  und  lös  ergeben  und 
ergib  mit  kraft  disz  briefs  an  unser  gemain  pittantzy  und  järzitan 
ze  Hailigkrütztal  mit  aller  der  wise  bedingt  und  beschaidenhait  so 
hie  nach  geschriben  stät  an  all  gevärd.  Dem  ist  also:  wenn  daz 
ist  über  kurtz  oder  über  lang  daz  ich  Anna  Brögin  closterfrow  ze 
Hailigkrütztal  von  tödes  wegen  abgegangen  und  erstorben  bin  da 
got  lang  vor  sy,  so  sol  denn  dar  nach  unverzogenlich  daz  erst  er- 
köft  gut  daz  ietz  Röchlv  buwet  mit  allen  sinen  zügehörden  ledklich 
und  lös  gevallen  an  unser  pittantz  und  järzitan  an  aller  menglichs  l 
irrung  und  widerred.  Und  von  dem  selben  gut  süllent  denn  dar 
nach  min  frow  du  äbtissenn  und  der  convent  des  closters  ze  Hailig¬ 
krütztal  und  all  ir  nachkomenden  jarlich  ain  järzit  begän  ze  Hailig¬ 
krütztal  als  da  sitt  und  gewönlich  ist  Cüntzen  Brögen  säligen  minem 
vatter  und  Annen  Bröginen  saligen  miner  müter  ie  am  sübenden  l 
tag  im  mayen  in  die  beati  Petri  confessoris,  und  süllent  öcli  mer 
ie  jarlich  ain  järzit  begän  ze  Hailigkrütztal  als  da  sitt  und  gewon- 
licli  ist  mir  der  Annen  Bröginen  ainer  closterfrowen  und  Cüntzen 
Brögen  saligen  minem  brüder  uff  den  tag  als  min  järzit  denn  wirt. 
Aber  umb  daz  ander  güt  daz  mir  min  müter  selig  ergeben  hät  daz  2 
ietz  Bürkli  der  Strümpfel  buwet,  ist  da  daz  Hail  dü  Sehriberin  ze 
Rüdlingen  sesshaft  mines  brüders  saligen  toliter  dehain  tohter  ietz 
hät  oder  hie  nach  gewinnet  es  sy  ainü  oder  mer  die  och  closter- 
frowan  ze  Hailigkrütztal  würdent,  wenn  denn  ich  Anna  Brögin 
closterfrow  und  dar  zü  der  Hailen  Schriberinen  töhtran  die  och  2E 
closterfrowan  ze  Hailigkrütztal  wärent  ir  war  ainü  oder  mer  och 
von  tödes  wegen  wir  all  abgiengent,  so  sol  denn  nach  der  selben 
unser  aller  töd  unverzogenlich  daz  ander  güt  daz  Bürkly  der  Strümpfel 
ietz  buwet  mit  allen  sinen  zügehörden  och  ledklich  und  lös  gevallen 
an  unser  pittantz  und  järzitan  an  aller  menglichs  irrung  und  wider-  s( 
red  an  all  gevard.  Aber  alle  die  wil  und  ich  oder  der  Hailen 
Schriberin  töhtran  ainü  oder  mer  lebtent  die  closterfrowan  ze  Hailig¬ 
krütztal  denn  wärent,  so  süllent  wir  daz  ander  güt  inne  haben  und 
messen  an  menglich  irrung.  Wenn  aber  baidü  guter  an  die  pittantz 
gevielent  in  der  wise  als  vor  geschriben  stat,  so  süllent  denn  dar  35| 
nach  ymmer  mer  ie  jarlich  min  frow  dü  äbtissenn  und  der  convent 
des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  all  ir  nachkomenden  von  baiden 
gütern  fünf  järzitan  begän  als  sitt  und  gewönlich  ist:  ain  järzit 
Cüntzen  Brögen  säligen  minem  vatter,  die  andern  järzit  Annen  Brö¬ 
ginen  miner  müter,  die  dritten  järzit  Cläsen  Böspfenningen  säligen  40| 


1398. 


637 


minem  stüffvatter,  die  yierden  järzit  Cüntzen  Brögen  minem  brüder 
und  die  fünften  jfirzit  mir  der  Annen  Broginen  closterfrowen  all 
fünf  järzitan  ie  uff  die  tag  als  die  selben  järzitan  denn  an  unserm 
jarzitbuch  verschriben  werdent  än  all  gevard  (Einverständnis  der 
5  Abtissin).  Siegler:  ich  dü  äbtissenn  und  der  convent  gemainlich 
des  closters  ze  Hailigkrütztal. 

Der  [brieff]  ist  geben  an  sant  Hylarien  tag  in  dem  jär  do  man 
I  zalt  von  Crists  gebärt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in  dem 
[  acht  und  nüntzigostem  jär. 

10  Die  zwei  S  der  Abtissin  and  des  Konventes  von  Heiligkreuztal. 

873.  1398.  12.  März.  Peter  Al  wich  zu  Mengen  gibt  eine 

Wiese  mit  10  Mannsmahd  dem  Kloster  Heiligkreuztal, 
;  aus  der  das  Kloster  früher  3  fi  ewigen  Geldes  um  53  ft 

Haller  erkauft  hatte. 

15  Ich  Peter  Alwich  ze  Mengen  gesessen  Cüntzen  Alwichs  säligen 
sun  urkünd,  als  sich  gefügt  hat,  daz  vor  ziten  min  frow  dü  äbtissenn 
und  der  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigkrütztal  inen  und 
allen  iren  nachkomenden  an  ir  gemain  pittantz  und  jarzitan  umb 
mich  und  umb  Cüntzen  Alwichen  säligen  minen  vatter  erkoft  händ 
20  drü  pfunt  ytaliger  güter  Haller  ewigs  zinsz  und  järlichs  geltz  usser 
unserr  aigner  wis  der  zenhen  mansmad  ist  minder  oder  mer  än 
all  gevärd  dü  gelegen  ist  an  der  Ostrach  die  man  nempt  des 
Artzatz  stök  und  die  man  och  nemmet  die  werren  umb  drü  und 
fünftzig  pfunt  güter  Haller  (Quittung),  und  wann  ich  Peter  Alwich 
25  in  sölicher  mäsz  ie  in  der  gegen  nit  bin,  daz  ich  zü  der  wis  gelügen 
müg  und  daz  den  frowen  ir  ewig  gelt  ie  rihtklich  allü  jar  nit  wol 
werden  mag,  daz  umb  inen  und  mir  dik  und  vil  ie  inväll  koment 
die  uns  ze  baider  sitt  schädlich  sint  und  dar  umb  daz  inen  dü 
selb  sach  ymmer  mer  hie  nach  dester  rihtiger  werd,  so  hän  ich 
30  durch  besser  früntschaft  willen  gen  inen  mich  des  ergeben,  daz  ich 
Peter  Alwich  für  mich  und  für  all  min  erben  mit  wolbedähtein 
sinne  und  müt  miner  frowen  der  äbtissenn  und  dem  convent  ge¬ 
mainlich  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkomenden 
an  ir  gemain  pittantz  und  järzitan  für  ain  reht  aigen  unverkümmert 
35  unirrig  und  unansprächig  güt  die  wis  die  zenhen  mansmad  mit 
allen  iren  zügehörden  die  man  nempt  die  werren  ietz  ledklich  und 
los  ergeben  uffgeben  und  ingeben  hän,  ergib  uffgib  und  ingib  och 
mit  kraft  disz  briefs  also  und  mit  der  bcschaidenhait,  daz  sy  und 


638 


1898. 


all  ir  nachkomenden  an  ir  gemain  pittantz  lind  järzitan  nun  fürbas 
111er  hie  nach  all  weg  und  ymmer  rner  ewenklich  für  dü  drü  pfunt 
Haller  ewigs  geltz  die  wise  die  man  nempt  die  werren  alle  mit  all 
ir  zügehörd  gerüwenklich  inne  haben  und  niessen  besetzen  und 
entsetzen  süllent  und  mügent  als  ander  ir  aigen  güt  daz  an  ir  jar- 
zitan  gehöret  an  min  an  miner  erben  und  än  aller  menglichs  irrung 
sumsely  und  anspräch  (Auflassung).  Und  liän  inen  mit  kraft  diss 
briefs  dar  umb  och  allü  minü  und  miner  erben  reht  gentzlich  für 
dü  drü  pfunt  Haller  geltz  ergeben  ledklieh  än  all  gevärd.  Und  war 
daz  ieman  ymmer  mer  wider  sy  dar  umb  ützit  an  vieng  oder  tätt 
mit  gerillt  oder  än  gerillt  mit  Worten  oder  mit  werken  über  kurtz 
oder  über  lang,  der  sol  allweg  dar  umb  gen  inen  unreht  haben  und 
sy  reht  an  allen  stetten  und  vor  allen  lüten  und  gerillten  gaistlichen 
und  weltlichen  än  aller  menglichs  irrung  und  widerred  än  all  gevärd. 
Siegler:  ich  Peter  Al  wich,  dar  zü  wir  Hans  von  Hornstain  ritter 
von  Schatzberg,  Albreht  von  Mägenbiich  Albrehtz  säligen  sun  von 
Mägenbücli,  Peter  Schürpfer  ze  disen  ziten  burgermaister  ze  Mengen 
und  Cläs  Alwich  ainer  des  ratz  ze  Mengen,  wan  wir  öch  aller  ob 
geschriben  ding  tädinger  gewesen  sient  und  es  öch  mit  baider  tail 
gutem  willen  also  gegangen  und  vollefürt  ist  in  aller  der  wis  als 
da  vor  geschriben  stät  än  all  argljst  än  all  gevärd. 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Gregorien  tag  in  dem  jär  do  mau 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hundert  jär  und  dar  nach  in  dem 
acht  und  nüntzigostem  jär. 

ND :  Item  Alwegs  wisz  die  die  Marklin  haind  sol  der  jarzit  III  lib.  zins 
geben  Hundersinger. 

Von  5  S  fehlen  1  und  5.  2.  das  des  Hans  von  Hornstein.  3.  zeigt  den 
wachsenden  Bock.  JJ :  f  S.  ALBERTI  •  DE  •  MAGENBVCH.  4.  zeigt  einen 
Feuerstahl  U:  f  S.  PETRI  •  DCI  •  SCHVRPER. 


874.  1398.  17.  März.  Prior  und  Konvent  zu  Mengen 

verkaufen  aii  Hans  Birkmaier  zu  Dollendorf  eine  Wiese 
unter  Dollendorf  um  19  ft  Haller. 

Wir  der  prior  und  der  covent  gemainlich  dez  gotzhus  ze  Mengen 
verjechen,  daz  wir  mit  gutem  willen  und  mit  wolbedachtem  sinne 
und  müt  mit  veraintem  cappitel  und  sunderlicli  vor  den  vieren  die 
uns  von  ainen  raut  ze  Mengen  zügegeben  sind,  daz  sind  mit  namen 
Claus  Alwich,  Hans  Bürkli,  Aubelli  Haffner,  Walter  Schodel,  zü 


1398. 


639 

ainem  stellen  und  ewigen  köff  ze  köffen  geben  haben  und  gen  och 
mit  krafft  dizz  brieffs  für  uns  und  all  unser  nachkomenden  Hansen 
Birkmaiger  ietzo  seszbaft  ze  Dolendorff  und  allen  sinen  erben  unser 
f  wisz  under  Buwenburg  gelegen,  die  halb  ist  der  aptissennen  und 
5  covent  gemainlich  dez  gotzhuss  ze  Hailicrütztal  stosset  ainhalb  an 
Hainrichs  Schilling  saeligen  wisz  und  strekt  uff  die  Tonow  mit  aller 
I  zügehörde  und  och  für  ledig  für  unverkümbert  und  für  relit  aigen 
in  allen  rechten  und  gewonhaiten  alz  wir  sy  untz  uff  disen  hwtigen 
tag  herbracht  und  genossen  haben,  dar  umb  er  üns  also  bar  und 
10  gentzlich  gewert  und  bezalt  hat  zwaintzig  pfund  miner  aines  pfundes 
allez  güter  italiger  Haller  und  da  mit  wir  och  unsers  gotzhuss 
künftigen  schaden  verkomen  haben  (Auflassung,  Währschaft).  Tatint 
wir  daz  nit  wie  sy  denne  und  all  ir  helffer  der  vertigung  ze  schaden 
kaement,  ez  were  von  zeutug  (!)  von  bottenlon  von  gerichtes  nützit 
15  usszgenomen  oder  von  brieff  wegen,  den  schaden  allen  süllen  wir 
herren  und  unser  nachkomenden  dem  Hansen  sinen  erben  und  allen 
iren  helffern  ussz  richten  und  ab  tun  än  allen  iren  schaden.  Wa 
wir  aber  dez  nit  tatin  waz  denn  der  Hans  sin  erben  und  all  ir 
helffer  von  dez  Schadens  wegen  der  dar  uff  gangen  were  alz  vor 
20  geschriben  stät  tatin  erdachin(!)  uszugent,  da  süllen  sy  an  allen  stetten 
.  vor  allen  lüten  richern(!)  und  gerichten  recht  han  und  die  herren 
und  ir  nachkomenden  alweg  unrecht.  Ich  ob  gescliribner  prior  han 
gehenkt  an  disen  brieff  min  priorig  amp  insigel  und  der  covent  sin 
gemaines  insigel  und  Claus  Alwich,  Hans  Bürkli  (S  anhängung),  wan 
25  wir  bv  dem  köff  in  aller  vor  geschriben  wisz  gewesen  sind  und  der  köff 
mit  unserm  gunst  und  gutem  willen  beschechen  ist,  wan  wir  den  herren 
'  von  ainem  raut  zügeben  sind.  Wir  Aubelli  Haffner,  Walther  der 
Schodel  verjechen  och  daz  wir  bi  dem  köff  gewesen  sind  und  mit 
unserm  gunst  beschachen  ist,  wan  wir  den  herren  von  ainem  raut 
30  zügeben  sind.  Und  verbindent  üns  dez  under  ünser  mit  pfleger 
insigel,  wan  wir  aigner  insigel  nit  enhaben. 

Dirr  brieff  ivard  geben  in  der  vasten  an  dem-  sunnentag  alz 
man  singet  letare,  do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  drützenh undert 
jar  nüntzig  jar  und  dar  nach  in  dem  achtenden  jar. 

35  Vier  S.  1.  und  2.  sind  die  S  von  Prior  and  Konvent  in  Mengen .  3.  ist 

das  S  des  Klaus  Alivich,  siehe  Kr.  797,  S  Beschreibung.  4.  ist  das  des 
Hans  Bürkli. 


640 


1398. 


87  o.  1398.  22.  April.  Ott  der  Farer  von  Riedlingen 

bezahlt  1  U  Haller  jährlichen  Gelds  an  Heiligkreuztal 
aus  seiner  Scheuer  zu  Riedlin  gen. 

Ich  Ott  der  Farer  burger  ze  Rüdlingen  urktind,  als  sich  ge¬ 
fugt  hat,  daz  ich  mir  und  minen  erben  erköft  hän  umb  Hannsen 
den  Stokar  miner  geschwygen  man  sin  hus  und  hofraitin  ze  Rüd¬ 
lingen  zwischent  Hannsen  Howenschiltz  hof  und  Runggen  hus  ge¬ 
legen  das  man  nampt  der  Hüberinen  hus  dar  uss  ich  nun  ain  gut 
schür  gemachet  hän.  Und  bin  och  des  in  dem  selben  köff  anbe¬ 
dinget,  daz  miner  frowen  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemain-  i 
lieh  des  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  an  ir  gemain  järzitan  dar  uss 
und  da  von  sol  gän  allü  jär  järlich  ie  uff  sant  Martins  tag  ain 
pfunt  guter  Haller  ewigs  zinsz  und  järlichs  geltz  in  aller  der  wise 
als  hie  nach  geschriben  stät.  Dem  ist  alsus,  daz  ich  Ott  der  Farer 
und  min  erben  oder  wer  denn  ie  min  sclmr  und  hofraitin  mit  iren  l 
zügehörden  inne  hat  und  nüsset  dar  uss  und  da  von  Greten  der 
Hüberinen  closterfrowen  ze  Hailigkrütztal  miner  geschwygen  als 
lang  und  alle  die  wil  und  sü  lebt  und  nit  füro  und  nach  irem  töd 
Irmlen  Klinginen  och  closterfrowen  ze  Hailigkrütztal  och  alle  die 
wil  und  sü  lebt  und  nit  füro  daz  pfunt  ytaliger  genger  und  güter  2 
Haller  geltz  allü  jär  järlich  und  ieglichs  järs  besunder  ie  uff  sant 
Martins  tag  ze  ainem  libding  rillten  geben  und  bezahl  süllent.  Wenn 
aber  und  als  bald  die  zwü  closterfrowan  sy  baid  von  tödes  wegen 
abgegangen  und  erstorben  sint  da  got  lang  vor  sy,  so  sol  ich  Ott 
der  Farer  min  erben  oder  wer  denn  ie  min  schür  und  hofraitin  mit  2 
iren  zügehörden  inne  lieft  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemain- 
lich  des  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkoinenden  an 
ir  gemain  järzitan  dar  uss  und  da  von  allü  jär  järlich  und  .ieglichs 
järs  besunder  ewenklich  ie  uff  sant  Martins  tag  daz  pfunt  ytaliger 
genger  und  güter  und  gäber  Haller  ewigs  zinsz  und  järlichs  geltz  3 
ie  rillten  geben  und  bezahl  nach  ewigs  zinsz  relit  an  allen  iren 
schaden.  Siegler:  ich  Ott  der  Farer,  dar  zü  wir  Haintz  der  Kromer 
amman  und  Cläs  der  Klingler  ainer  des  rätz  ze  Rüdlingen  (S  An¬ 
hängung). 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Gerien  abent  in  dem  jär  do  31 
man  mit  von  Crists  gebürt  drüzenhenhundert  jär  und  dar  nach  in 
dem  ächt  und  nüntzigostem  jär.  j 

Drei  Rund  S.  Das  erste  S  ist  das  Ott  des  Farer s.  Das  ziveite  zeigt 
einen  nach  rechts  gewendeten  Hundskopf  mit  Halsband.  U:  f  S.  HA1NRICI  • 
DCI  •  KROMER.  Das  dritte  S  ist  das  des  Klaus  Klingler.  4( 


1398. 


641 


876.  1398.  23.  April.  Prior  in  und  Konvent  zu  Löwen¬ 
tal  bekennen,  dass  sich  ihr  Eigen  mann  Kunz  Wailti 

um  7  U  Pfennig  von  ihnen  losgekauft  hat. 

Ich  Margret  Bürstin  priiorin  des  gotzhus  ze  Löwental  und 
5  wir  der  convent  gemainlicli  des  seihen  gotzhus  prediier  Ordens  in 
Constentzzer  bistum  gelegen  verjekent  offenlich  mit  disem  brief  und 
tünd  kunt  allermdnglich,  daz  Cüntz  Wailti  der  ünser  gotzhus  reht 
aigen  ist  sich  von  üns  köft  hett  um  sihen  pfhunt  pfhennig  (Quit¬ 
tung)  und  daz  wir  noch  kain  ünser  nachkoment  zu  sinem  lip  noch 
0  zu  sinem  gut  fürhas  nit  me  sprechen  sont  wan  er  ledig  und  los 
von  uns  ist  und  unansprachig  sin  lip  und  sin  gut  und  in  fürbas 
wir  noch  niement  von  ünsren  wegen  bekümbern  noch  bekrenken 
sol  in  dehain  wis.  Und  was  er  brief  von  üns  het  aider  wir  von 
im,  die  sont  all  töd  sin  ledig  und  los  mit  disem  brieff.  Siegler: 
5  ich  die  priiorin  und  wir  der  convent  des  gotzhus  ze  Löwental. 

Der  [brieff]  ist  geben  des  jares  do  man  zalt  von  gotes  gebürt 
drüzehenhundert  jar  und  in  dem  aht  und  nützgesten  jar  an  sant 
Georiienn  tag  des  hailgen  martrers. 

Zwei  ovale  S  der  Priorin  und  des  Konventes  von  Löwental.  U  bei  1.: 

)  f  S.  PRIORISSE  •  IN  •  LOEVVENTAL  .  ORI)  PRED.  U  bei  2. :  f  S.  CONVENT9  • 
SOROR  •  IN  •  LOEVVENTAL  •  ORD  ■  PRED.' 

877.  1398.  26.  April.  Koni* ad  und  Will  von  Buwen- 

b u r g  geben  dem  Kloster  Heiligkreuztal  alles  liegende 
u n d  f a h rende  Gut  a u f  u n d  n elimen  es  wieder  z u r  Nutz- 

niessung  gegen  einen  Zins  von  5  s.  Haller. 

Ich  Cünrat  von  Buwenburg  und  ich  Will  von  Buwenburg  sin 
Schwester  baidü  burger  ze  Mengen  urkündent,  claz  wir  baidü  mit 
!  wolbedähtem  sinne  und  müt  willenklich  und  gern  körnen  sient  uff 
|  den  tag  als  dirr  brief  geben  und  geschriben  ist  für  den  amman 
!  für  den  rat  und  für  die  rihter  gemainlicli  der  statt  ze  Mengen,  und 
habent  da  vor  gerillt  mit  unsern  fürsprechen  für  uns  und  für  all 
unser  erben  mit  wolbedähtem  sinne  und  müt  und  besunder  nach 
der  stat  reht  ze  Mengen  da  wir  och  bürger  sient  mit  munt  mit  hant 
und  mit  allen  den  dingen  so  dar  zü  gehört  hat  ledklich  und  lös 
ergeben  uffgegeben  und  in  gegeben  mit  kraft  diss  briefs  unser 
frowen  der  aebbtissenn  und  dem  convent  gemainlicli  des  closters  ze 
Hailigkrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  an  ir  gemain  jarzitan 
und  pittantz  alles  unser  gut  varentz  und  ligentz,  daz  wir  iendert 

Württ.  Geschichtsquellen  IX.  41 


642 


1898. 


ietz  gemainlich  oder  besunder  habent  und  ymmer  mer  liie  nach 
gewinnent  es  sy  ligentz  oder  varentz  wie  daz  alles  genant  und  ge¬ 
schaffen  ist  nützit  dar  an  ussgenomen  denn  der  lehen  ze  Hunder- 
singen  gelegen,  du  wir  habent  von  unserm  herren  von  Wirtenberg. 
Und  süllent  och  also  nun  fürbas  mer  hie  nach  allweg  du  äbtissenn 
und  der  convent  gemainlich  des  gotzhus  und  closters  ze  Hailig¬ 
krütztal  und  all  ir  nachkomenden  an  ir  gemain  järzitan  unser  güt 
varendü  und  ligendü  die  wir  ietz  gemainlich  oder  besunder  iendert 
haben  und  ymmer  mer  hie  nach  gewinnent  geruwenlich  inne  haben 
und  niessen  als  ander  ir  jarzit  aignü  guter  an  unser  an  unserr 
erben  und  an  aller  menglichs  irrung  es  si  denn  daz  sy  uns  dar 
an  inen  an  schaden  iitzit  günnent  ze  niessent  und  inne  ze  habent, 
daz  sol  entwedern  tail  an  dem  gemacht  dehain  schad  nit  sin  an 
all  gevard.  Und  also  liand  och  uns  daruff  du  äbtissenn  und  der 
convent  gemainlich  ze  Hailigkrütztal  für  sich  und  für  all  ir  nach¬ 
komenden  die  guter  allü  was  wir  inen  gegeben  und  vermacht  habent 
in  der  wise  als  vor  geschriben  stat  wider  gelühen  vor  gerillt  ze 
aigen  umb  ainen  jarlichen  zins  fünf  Schilling  Haller  die  wir  baidü 
oder  weles  denn  ie  under  uns  lebty  in  jarlich  uff*  sant  Michels  tag 
dar  umb  ze  rehtem  zins  geben  süllent.  Und  süllent  also  baidü  oder 
weles  under  uns  denn  ie  lebt  inen  die  selben  fünf  Schilling  Haller 
davon  uff  daz  zil  ie  jarlich  geben  und  die  selben  guter  dar  umb 
inne  haben  und  niessen  an  aller  menglichs  irrung  untz  an  unsern 
töd  an  all  gevard.  Wenn  aber  wir  baidü  von  tbdes  wegen  ab¬ 
gegangen  und  erstorben  wären  t,  so  süllent  inen  denn  dü  guter  aller 
ding  wider  ledig  und  lös  sin  was  des  dennoch  vorhanden  war  ane 
aller  menglichs  irrung  und  sumselv  an  all  gevard.  Und  wer  dar 
nach  denn  da  wider  ützit  an  vieng  und  tätt  gen  den  frowen  von 
Hailigkrütztal,  der  sol  gen  inen  allweg  unreht  haben  und  sy  reht 
an  all  gevard.  Ich  Cünrat  von  Buwenburg  han  min  aigen 
insigel  offenlich  gehenkt  an  disen  brief  dar  under  ich  dü  Will  von 
Buwenburg  sin  Schwester  mich  öch  verbind  umb  alles  daz  was  da 
vor  geschriben  stat  wan  ich  nit  aigens  insigels  han ;  dar  zu  wir 
Hans  der  Ebinger  amman  und  Peter  der  Schürpfer  burgermaister 
ze  Mengen  wir  baid. 

Daz  alles  ist  beschenken  und  dirr  brief  ist  geben  am  nähsteif 
frytag  vor  sant  Walpurg  tag  des  jars,  do  man  zalt  von  Crists  gebürt 
drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in  dem  acht  und  nüntzigostem  jar. 

Das  Stück  ist  beschnitten ,  zerrissen  and  als  Decke  eines  Heiligkreuztaler 
Lagerbuches  benützt.  (Staatsarchiv  Stuttgart.) 


1898. 


643 


878.  1398.  1.  Juni.  Ott  der  Farer  von  Riedlingen  ver¬ 

kauft  an  Heiligkreuztal  einen  Hof  zu  Grün  in  gen  um 

130  U  Haller. 

Ich  Ott  der  Farer  burger  ze  Rüdlingen  arkünd,  als  sich  vor 
5  ziten  gefügt  hat  daz  du  fröm  frow  Trmel  du  Hüberin  och  burgerin 
ze  Rüdlingen  min  schwyger  ir  und  Micheln  dem  Huber  und  Beten 
und  Annen  den  Hüberinan  geschwistergitten  iren  kinden  erköft  hett 
umb  Hannsen  von  Hornstain  herr  Cünratz  saligen  sun  von  Horn- 
stain  der  wilent  ze  Grüningen  gesessen  was,  ainen  höf  öch  ze 
10  Grüningen  gelegen  da  wilent  Eberly  der  Büninger  uff  sasz  und  da 
nun  ze  null  Bentz  der  Hüber  uff  sitzet  und  in  buwet  mit  hus  hof- 
raitin  mit  allen  rehten  und  stuken  so  dar  zü  und  darin  gehöret 
und  gehören  sol,  es  sy  an  akern  an  wisan  an  garten  und  an  allen 
andern  dingen  nützit  dar  an  ussgenomen  und  dar  in  und  dar  zü 
5  öch  an  all  gevard  in  allen  eschen  ze  Grüningen  gehörent  und  ge¬ 
hören  süllent  wol  uff  zwü  und  zwaintzig  juchart  akers  minder  oder 
nier  an  gevard  und  vier  mansmad  wisan  öch  minder  oder  mer  an 
gevard.  Und  ain  gart  lit  an  der  hofraitin  da  wilent  Züruk  uff  sasz. 
Und  dar  zü  ain  halb  juchart  akers  litt  am  dorff  ze  Grüningen  uff 
!0  dem  anger  an  Haintzen  des  hirten  aker.  Und  zwü  juchart  akers 
ligent  du  ain  juchart  am  Osterberg  an  Gossoltz  aker  und  du  ander 
linder  dem  Tutschspüch  an  dem  haidenden  weg  denn  so  verr,  daz 
usser  dem  ainn  escli  genomen  sint  anderthalb  juchart  akers  ligent 
an  ainem  stuk  in  dem  esch  gen  Brunlich  haisset  kürtz  ligent  an 
5  ainem  aker  der  in  daz  güt  gehöret  das  wilent  des  Wildenmans 
gewesen  ist.  Und  die  selben  anderhalb  juchart  akers  sint  widerlait 
mit  ainer  juchart  akers  haisset  du  juch  lit  an  Hägens  aker.  Daz 
i  selb  güt  und  den  selben  vor  geschriben  hof  mit  allen  rehten  nützen 
gewonhaiten  und  zügehörden  Irmel  du  Hüberin  min  schwiger  mit 
0  ir  und  ir  kind  fründ  rat  mir  Otten  dem  Farer  ze  ainem  zügelt  vor 
I  ziten  ledklich  und  lösz  geben  hat  zü  Beten  der  Hüberinen  ir  tohter 
miner  elichen  frowen.  Und  hau  öch  ich  Ott  der  Farer  daz  alles 
mit  allen  rehten  und  zügehörden  vil  zits  und  menigü  jar  inne  ge¬ 
liebt  und  rüwenklich  genossen  als  ander  min  aigen  güt  an  aller 
5  menglichs  irrung  und  ansprach  an  all  gevard.  Da  vergich  aber  ich 
der  ob  genant  Ott  der  Farer,  daz  ich  für  mich  und  für  all  min 
erben  mit  wolbedahtem  sinne  und  müt  für  ain  reht  aigen  unver- 
kümmert  unirrig  und  unansprachig  güt  miner  frowen  der  abtissenn 
und  dem  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  allen 
3  iren  nachkomenden  an  ir  gemain  pittantz  und  jarzitan  aines  rehten 


644 


1398. 


redlichen  ewigen  köfs  ze  köffent  geben  hän  und  öch  ze  köffent  gib 
mit  kraft  disz  briefs  minen  hof  ze  Grüningen  dem  dortf  gelegen 
und  alles  daz  was  ich  iendert  uff  disen  hütigen  tag  als  dirr  brief 
geben  und  geschriben  ist  ligentz  gütz  hän  in  den  zwingen  und 
bannen  ze  Grüningen  mit  allem  dem  was  iendert  über  al  dar  zu 
und  dar  in  nach  reht  und  nach  gewonhait  gehöret  und  gehören  sol 
an  hus  hofraitin  garten  akern  wisan  mit  besetzent  und  mit  ze  ent- 
setzent  und  gemainlich  mit  allen  andern  dingen  nützit  dar  an  uss- 
genomen,  als  ich  daz  alles  denn  vormals  bys  her  inne  geliebt  her 
bräht  und  genossen  hän  an  all  gevärd  und  öch  besunder  da  für 
daz  usser  dem  hus  und  hofraitin  daz  dar  zu  gehört  kain  zenhent 
nit  gät  noch  gän  sol.  Und  dar  umb  so  liänd  sy  mir  also  bar  in 
aines  rehten  ewigen  köfs  wise  geben  und  bezalt  hundert  pfunt  und 
drissig  pfunt  ytaliger  genger  guter  und  gäber  Haller  (Quittung,  Be¬ 
sitze  imv  eis  ung,  Auflassung) .  Würd  aber  inen  oder  iren  nachkomenden 
dehainest  dar  an  ützit  irrig  oder  ansprächig  lützel  oder  vil,  dar  umb 
süllent  sy  tag  beschaiden  und  tag  dar  umb  machen  (Währschaft). 
Und  sient  ich  und  min  erben  dar  umb  und  dar  uff  iro  ir  nachkomenden 
iro  closter  rehten  gewern  an  all  gevärd.  Ze  rechten  bürgen  gesetzt: 
Ulrich  den  Keller  ze  disen  ziten  stat  schriber  ze  Rüdlingen,  Clausen  den 
Klingler  und  Hannsen  Stüffen  den  man  nempt  den  Schriber  baid  burger 
ze  Rüdlingen  sy  all  dry  unverschaidenlich  und  mit  der  gedingt  :  war  daz 
sy  oder  ir  nachkomenden  an  deliainen  dingen  was  an  disem  brief  ge¬ 
schriben  stät  dehainest  dehainn  br'uch  oder  gebresten  hettent  oder  ge- 
wünnent  an  ainem  stuk  oder  an  mer  und  ich  und  min  erben  inen  daz 
denn  ie  nit  verstündent  ussrihtent  und  vollefürtent  in  der  wise  als  an 
disem  brief  geschriben  stät,  so  händ  sy  und  ir  nachkomenden  und 
wer  inen  des  behelffen  weit  denn  ie  dar  nach  wenn  sy  weltent 
gewalt  und  güt  reht  mich  min  erben  und  die  bürgen  unverschaiden¬ 
lich  dar  umb  an  ze  griffent  ze  pfendent  und  ze  nötent,  untz  daz 
ich  oder  min  erben  inen  ie  alles  daz  nach  dem  und  an  disem  brief 
geschriben  stät  gentzlich  habent  ussgeriht  und  vollefürt.  Ersatzmann 
ie  nach  ir  manung  in  den  nähsten  vierzehen  tagen.  Geschäch  des 
nit,  so  händ  sy  dar  nach  aber  gewalt  und  reht  wenn  sy  weltent 
mich  min  erben  und  die  andern  bestandenn  bürgen  unverschaidenlich 
dar  umb  aber  an  ze  griffent  und  ze  nötent  als  lang  untz  es  ie  beschiht. 
Und  süllent  öch  sy  noch  ir  helffer  mit  deliainen  angriffen  wider 
niemant  noch  wider  nützit  nit  fräfeln  noch  tün  noch  sol  inen  an 
deliainen  dingen  was  an  disem  brief  geschriben  stät  deliainen 
schaden  nit  bringen  weder  aecht  bann  krieg  gewaltsamin  noch 


1398. 


645 


deliain  frihait  lantfrid  lantgriht  lantreht  stetreht  glait  verpuntnüst 
yeraiining  gesetzt  reht  noch  gnäd  der  fürsten  .  .  .  ( Lösung ,  S  defekt). 
Siegler:  ich  Ott  der  Farer.  Dar  zu  vergenhent  wir  Irmel  du  Hüberin 
Otten  des  Farers  schwiger,  Beta  Hüberin  sin  elicliü  frow,  Michel 
5  der  Huber  und  Anna  du  Hüberin  allü  drü  Irmlen  der  Hüberinen 
kint  ( Einverständnis ,  Auflassung).  Und  des  alles  haben  wir  allü 
vierü  uns  öch  für  uns  und  für  unser  erben  verbunden  under  Otten 
des  Farers  insigel,  wan  wir  nit  aigner  insigel  habent.  Dar  zü  haben 
wir  och  allü  vierü  gebetten  Lütfrid  Lupfen  und  Cuntzen  den  Ten- 
10  tinger  zwen  des  rautz  ze  Rüdlingen  sy  baid,  daz  sy  och  irü  aignü 
insigel  gehenkt  liänd  an  disen  brief,  daz  öch  wir  die  zügen  also 
getan  habent  durch  iro  viero  als  sy  da  vor  geschriben  stand  ernstlicher 
bett  willen.  Und  wir  die  bürgen  vergenhent  all  dry  (S  bekenntnis). 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Nycomedis  tag  im  brachot  in 

15  dem  jdr  do  man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehen  hundert  jär  und 

dar  nach  in  dem  acht  und  nüntzigostem  jär. 

ND:  An  disem  kof  liet  geben  du  vogtenn  C  lib.  minder  II1I  lib.,  von 
Esclinn  XXV  lib.,  von  der  von  Giegen  IIII  lib.,  us  dem  ampt  V  lib. 

Von  6  S  sind  noch  1  und  6  Rund  S  vorhanden.  1.  ist  das  S  des  Ott 
!0  Farer.  6.  ist  das  S  des  Kunz  Tentinger. 

879.  1898.  7.  August.  Ritter  Gery  der  Truchsess  ver¬ 

kauft  an  Heilig kr^euztal  seinen  Eigenmann  Benz  Köllin 
v o n  A n d e  1  f i n g* e li  um  10  Halle r. 

Ich  Gery  der  Truchsäsz  von  Ringingen  ritter  ze  Habspurg 
5  gesessen  urkünd,  daz  ich  für  mich  und  für  all  min  erben  und  nach- 
komenden  mit  wolbedähtem  sinne  und  müt  aines  rehten  redlichen 
ewigen  köfs  ze  köffent  geben  hän  und  öch  ze  köffent  gib  mit  kraft 
|  disz  briefs  der  äbtissenn  und  dem  convent  gemainlich  des  closters 
ze  Hailigcrütztal  und  allen  iren  nachkomenden  an  ir  gemain  gotzhus 
minen  aigenn  man  Beutzen  Köllinn  ze  disen  ziten  ze  Andelfingen 
|  gesessen  der  öch  uff  diss  zit  min  aigen  man  gewesen  ist  an 
'  menklichs  irrung.  Und  ist  der  köff  beschenhen  umb  zenhen  pfunt 
güter  Haller  ( Quittung ,  Besitzeinweisung ,  Auflassung,  Währschaft). 
Siegler:  ich  Gery  der  Truchsäsz  ritter,  dar  zü  ich  Hans  von  Horn- 
i  stain  von  Schatzberg  ritter. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Afren  tag  in  dem  jär  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in  dem 
acht  und  nüntzigostem  jär. 

I  Zicei  8.  l)as  erste  S  zeigt  einen  Ochsenkopf  mit  Nasenring.  U:  f  S. 

1  •  •  •  DU  •  TIIRVCHSAES.  Das  zweite  ist  das  des  Hans  von  Hornstein. 


646 


1398. 


880.  1398.  15.  Oktober.  Ritter  Hans  von  Hornstein  zu 

S  c  h  a  t  z  b  e  r  g  v  e  r  k  a  u  ft  a  n  E  b  e  r  h  a  r  d  v  o  n  L  a  ndau  d  i  e  A  u 
unterhalb  Landau,  aus  der  H  e  i  1  i  g  k  r  e  u  z  t  a  1  2  Ti  Haller 
ewigen  Geldes  bezieht,  und  gibt  dem  Kloster  dafür 
eine  Wiese  unterhalb  dem  Talhof. 

Ich  Hans  von  Hornstain  von  Schatzberg  ritter  urkuu d,  wan 
daz  ist  daz  frow  Adelhaid  von  Hornstain  von  der  ynäd  gottes  ze 
disen  ziten  abtissenn  des  closters  ze  Hailigkrütztal  und  der  convent 
gemainlich  des  selben  closters  und  ir  nachkomenden  geliebt  händ 
zwai  pfunt  ytaliger  genger  guter  und  gaber  Haller  ewigs  zinsz  und 
jarlichs  geltz  an  ir  gemain  pittantz  und  järzitan  von  und  usser 
miner  wis  die  man  nempt  die  ow  linder  Landow  gelegen  und  usser 
iren  zügehörden  —  du  selb  min  ow  an  des  von  Landow  ow  ge¬ 
legen  ist  —  die  selben  min  ow  mit  allen  iren  zügehorden  ich  nun 
für  mich  für  min  erben  und  für  menklich  aines  state n  und  ewigen 
köfs  ze  köffent  geben  hän  Eberharten  von  Landow  und  allen  sinen 
erben  und  nachkomenden  für  ain  reht  aigen  un verkümmert  und 
unirrig  gut  als  sy  dar  umb  von  mir  och  ainen  güten  versigelten 
brief  händ.  Und  dar  umb  daz  dem  Eberharten  von  Landow  noch 
sinen  erben  noch  nachkomenden  nun  füro  von  der  zwaiger  pfunt 
Haller  geltz  wegen  kain  stösz  noch  irrung  dehainest  nit  wider  var, 
dar  umb  so  hän  ich  Hans  von  Hornstain  ritter  für  mich  und  für 
alle  min  erben  mit  den  closterfrowen  ze  Hailigkrütztal  ainen  sölichen 
schlaich  getan,  daz  ich  für  mich  und  für  all  min  erben  mit  wol- 
bedähtem  sinne  und  müt  ( Zeremoniell )  frow  Adelhaiten  von  Horn¬ 
stain  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailig¬ 
krütztal  und  allen  iren  nachkomenden  für  dü  zway  pfunt  guter 
Haller  ewigs  geltz  ledklich  und  lös  och  an  ir  gemain  pittantz  und 
järzitan  für  ain  reht  aigen  unverkünnnert  und  unirrig  gut  mit 
Angnesen  von  Nünegg  miner  elidier  frowen  rät  haissent  gunst  und 
gütem  willen  ergeben  und  ingegeben  hän  gib  und  in  gib  öch  mit 
kraft  diss  briefs  min  aigen  wisan  in  der  mitten  rüty  under  dem 
Talhoff  an  dry  stuken  by  ain  ander  gelegen  der  wol  uff  vier  maus- 
mad  ist  minder  oder  mer  an  gevärd  dar  an  ich  öch  noch  hän  ligcnt 
ain  mansmad  uff  der  Tünow,  so  stösset  obnan  dü  hirsenrüty  dar 
an  und  undan  stosset  dar  an  des  Pfifferlis  wis;  dar  umb  sy  mir 
öch  dü  zway  pfunt  Haller  geltz  usser  der  ow  dü  min  gewesen  ist 
gentzlich  händ  ledig  und  lösz  gelässen  (Besitzeinweisung,  Auflassung, 
Währschaft)  und  bin  ich  und  min  erben  dar  uff  iro  rehten  ge- 
wern  an  gevärd.  Einverständnis:  Angnes  von  Nünegg  sin  elichü 


1389  - 1399. 


647 


frovv  und  daz  och  weder  ich  noch  min  erben  da  wider  nymmer 
1  getftn  süllent  noch  dehain  reht  nit  haben  süllent  da  wider  ze  tünd 
in  dehain  wis  und  bin  och  dar  uff  iro  rchter  gewer  an  all  gevärd. 
|  Siegler:  wir  Hans  von  Hornstain  ritter  und  Angnes  von  Nun  egg 
5  sin  elichü  frow. 

Der  [brief]  ist  geben  an  sant  Gallen  abent  in  dem  jdr  do  man 
■  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach  in  dem 
i  ächt  und  nüntzigostem  jar. 

Bas  erste  3  fehlt.  Bas  ztveite  zeigt  ein  Boppelwappen ;  im  rechten  Schild 
10  ein  Querbalken,  darüber  ein  Stern,  im  linken  das  Hornstein’ sehe  Wappen. 
|  U:  f  S.  ANGXETIS  •  DE  •  XEVXEG. 


881.  1399.  15.  Februar.  Ritter  Hans  von  Hornstein  von 

f  Schatzberg  gibt  den  Frauen  von  Heiligkreuztal  1  U 
Haller  ewigen  Geldes  aus  seinem  Hof  zu  Enhofen  für 
15  einen  Hengst. 

Ich  Hans  von  Hornstain  von  Schatzberg  ritter  vergich,  als  ich 
umb  die  frowan  von  Hailigkrütztal  erköft  hau  ainn  maiden  umb 
sechtzenhen  pfunt  guter  Haller,  der  inen  worden  was  durch  her 
Lutzen  von  Landow  saligen  sei  hailes  willen,  .cfo  vergicli  ich ,  daz 
20  ich  für  mich  und  für  min  erben  für  du  selben  sechtzenhen  pfunt 
guter  Haller  der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlich  des  closters 
ze  Hailigkrütztal  und  iren  nachkomenden  in  aines  rehten  ewigen 
köfs  wise  geben  han  ain  pfunt  ytaliger  genger  und  guter  und  gaber 
'  Haller  ewigs  err  zins  und  jarlichs  geltz  usser  minem  aigenn  hof  ze 
25  Ennhoven  gelegen  den  Cüntz  der  Herter  ietz  buwet  da  järlich  XXXII 
J  Schilling  Haller  zins  uss  gand.  Und  dar  umb  so  sol  ich  und  min 
erben  oder  wer  denn  ie  den  hof  inne  hat  nüsset  oder  buwet  inen 
,  und  iren  nachkomenden  an  her  Lutzen  saligen  von  Landow  jarzit 
dar  uss  und  da  von  und  von  allen  sinen  zügehörden  nun  fürbas 
50  mer  hie  nach  ewenkiieh  und  järlich  ie  uff  sant  Martins  tag  daz 
pfunt  ytaliger  genger  und  guter  Haller  ewigs  err  zins  und  jarlichs 
geltz  rihten  geben  und  bezahl  nach  ewigs  err  zins  reht  an  allen 
fürzog  und  an  allen.iren  schaden.  (Währschaft).  Und  bin  ich  und  min 
erben  dar  uff  ir  rehten  gewern  mit  sölicher  beschaidenhait  (Pfand- 
55  schaft ).  Siegler:  ich  Hans  von  Hornstain  ritter,  dar  zu  ich  Gery 
der  Truchsäss  von  Ringingen. 

;  Der  [brief]  ist  geben  am  nähsten  samstag  vor  dem  wissen 


648 


1899. 


sunnentag  des  järs  du  man  zalt  von  Geists  gebürt,  drüzehen  hundert 
jär  und  dar  nach  in  dem  nun  und  mmtzigostem  jär. 

Zwei  BundS  des  Hans  von  Hornstein  und  des  Georg  Truchsess  von 
Ringingen. 

882,  1399.  10.  September.  Vor  dem  Offizial  von  Basel 

vergleichen  sich  der  Geistliche  Franz  Fruman  aus  Ried¬ 
lingen  jetzt  in  Basel  und  das  Kloster  Heiligkreuztal 
wegen  eines  Hofes  zu  Fried  in  gen. 

Coram  nobis  officiali  curie  Basiliensis  tamquam  auttentica 
persona  sub  anno  domini  millesimo  trecentesimo  nonagesimo  nono  i| 
feria  quarta  proxima  post  festum  nativitatis  gloriosissime  virginis 
Marie  in  forma  iuris  constitutus  discretus  vir  dominus  Franciscus 
Fruman  de  Rüdlingen  Constanciensis  diocesis  presbyter  nunc  vicarius 
in  ecclesia  sancti  Petri  Basiliensis  qui  sanus  per  dei  graciam  mente 
corpore  sensu  et  racione  libere  atque  sponte  et  ex  certa  eius  scientia  i| 
in  causa  quam  ipse  abbatisse  monasterii  in  Valle  Sancte  Crucis 
movit  ut  dicebat  et  movere  incepit,  absque  tarnen  libelli  porrectione 
occasione  iuris  sui  videlicet  quarte  partis  ad  ipsum  ut  dicebat  ex 
successione  hereditatis  parentum  suorum  tamquam  horum  naturalem 
et  proximiorem  ab  intestato  heredem  devoluti  de  et  super  curia  in 
Fridingen  diocesis  prelibate  coram  abbate  monasterii  Porte  Ceili  (!) 
ordinis  Premonstratensis  ipsius  Constanciensis  diocesis  tamquam 
iudice  inter  ipsas  partes  auctoritate  apostolica  specialiter  delegato 
cessit,  coram  nobis  in  iure  et  presentibus  cedit  penitus  et  omnino 
huiusmodi  cause  liti  recognovitque  se  ex  pronunciacione  Symundi 
Schellemberg  notarii  curie  nostre  Basiliensis  arbitri  arbitratoris  et 
amicabilis  compositoris  per  ipsum  ex  una  ac  Hainricum  dictum 
Zimerman  vicarium  perpetuum  ecclesie  in  Binswangen  diocesis 
antedicte  procuratorem  constitutum  prout  sufficienti  suo  mandato 
edocuit  et  nomine  procuratorio  dominarum  parte  ex  altera  occasione 
premissormn  electi  et  assumpti  stare  contentum  et  plenarie  cum 
ipsis  dominabus  fore  et  esse  complanatum.  Insuper  quittavit  et 
absolvit  ac  liberas  et  absolutas  dimisit  pro  se  et  suis  heredibus  ac 
successoribus  universis  presentibusque  absolvit  quittat  ut  sic  et 
liberos  dimittit  abbatissam  et  conventum  et  hju'um  monasterium  ; 
suosque  successores  necnon  curiam  antedictain  et  illius  pro  tempore 
inhabitatores  et  possessores  in  et  super  omnibus  et  singulis  accioni- 
bus  impeticionibus  iuribus  causis  et  casibus  quibuscumque  hucusque 
subortis  necnon  expensis  literarum  quarumcumque  et  alias  quomodo- 


1399. 


649 


libet  per  cum  liabitis  sibi  quovis  modo  contra  easdem  et  alios 
preexpressos  communiter  vel  divisira  et  usque  in  hunc  presentem 
diem  debentibus  pariter  et  competcntibus  seu  deberi  et  competere 
possentibus  nullo  iure  sibi  et  suis  lieredibus  in  premissis  aut  eorum 
5  aliquo  retento  vel  aliqualiter  reservato,  remittens  sibi  huiusmodi 
iura  et  acciones  suas  penitus  et  in  toto  et  faciens  pactum  expressum 
ipsas  et  ipsos  quittatos  super  premissis  de  ulterius  in  perpetuum 
non  impetendo,  promisitque  debita  sua  fide  pro  se  et  suis  lieredi¬ 
bus  se  premissa  perpetuo  et  inviolabiliter  rata  atque  firma  babiturum. 
10  Se  eciam  quoad  eadem  premissa  omni  iuri  et  iuris  auxiüo  canonici- 
civilis  consuetudinarum  et  municipialis  omnibusque  et  singulis  ex- 
cepcionibus  opposicionibus  contradicionibus  et  deffensionibus  iuris 
et  facti  sibi  aut  suis  lieredibus  contra  premissa  et  eorum  quodlibet 
in  iudicio  vel  extra  illud  ullo  tempore  valituris  iurique  generalem 
15  renunciationem  reprobanti  expresse  renunciavit  et  nostre  iurisdicioni 
ordinarie  subiecit.  Sigillum  curie  nostre  Basiliensis  econtra  vero 
Hainricus  procurator  et  quo  supra  nomine  procuratorio  in  signum 
I  finalis  et  amicabilis  exposicionis  arbitratoris  prenominatum  quittantem 
occasione  litis  incepte  premisse  ac  expenfsarum]  pro  parte  domina- 
>0  rum  suarum  quarum  supra  exinde  habitarum  per  easdem  vigore 
sui  mandati  sibi  concessi  in  hac  parte  quittavit  riceversa. 

Datum  et  factum  anno  domini  et  die  quibus  supra. 

Ita  est.  Symundus  hec  rfecognovit]. 

ND:  Der  verriht  brief  von  kerre  Franczen  Fruman. 

15  Ein  S  aus  rotem  Wachs.  Im  Bilde  Kopf  eines  Bischofs  mit  Mitra  und 

langen  Haaren,  darunter  zwei  gekreuzte  Bischofsstäbe.  U:  f  S.  CVRIE  •  BASI¬ 
LIENSIS. 


883.  1399.  28.  September.  Hans  Ileply  von  Saulgau 

und  sein  Weib  K  a  t  h  a  r  i  n  a  die  V  e  r  i  n  g  e  r  i  n  v  erkauf  e  n  a  n 
p  Heiligkreuztal  und  an  Albrecht  Lutz  von  Andelfingen 
|  27  Ju  chart  Ackers  zu  Alt  heim  um  260  U  Haller.1) 

Ich  Hans  Heply  burger  ze  Sulgen  und  ich  Katherin  du  Ve- 
ringerin  sin  elichti  husfrow  urkündent,  daz  wir  baidü  unnerschaiden- 
lich  für  uns  und  für  unser  erben  mit  wolbedähtem  sinne  und  müt 
5  (Zeremoniell)  aines  rehten  staten  und  ewigen  köfs  ze  koffent  geben 
habent  und  och  ze  koffent  gebent  mit  kraft  diss  briefs  für  ain  reht 
aigen  unirrig  unverkümmert  und  unansprächig  gut  unser  frowen 
der  abtissenn  und  dem  convent  gemainlicli  des  closters  ze  Hailig- 
krütztal  und  allen  iren  nachkomenden  und  och  dar  zü  Albrehten 


650 


1399. 


Lutzen  ze  Andelfingen  gesessen  und  sinen  erben  unser  siiben  und 
zwaintzig  aigen  jucliart  akers  in  allen  eschen  ze  Althain  gelegen 
die  wilent  Schwall  von  Althain  gebuwen  hat.  Des  ersten  ligent 
dry  juchart  der  selben  äker  in  Althaimer  ein.  Item  ain  juchart  lit 
zwischent  den  eschen.  Und  ain  lendli  lit  da  by  und  aber  ain 
lendly  lit  an  dem  wisfleken ;  der  zwaiger  lender  ist  och  ain  juchart. 
Item  die  gebraiten  der  ist  dry  juchart  stösset  in  die  erlachen.  Item 
ain  juchart  lit  by  den  vier  bömen  die  ligent  in  dem  esch  gen  Pfiu- 
mern  werd.  Item  in  dem  esch  gen  Grüningen  werd  des  ersten  der 
pfeller  aker  des  ist  drithalb  juchart.  Item  ain  lant  lit  by  dem 
kesselbrunnen,  item  aber  ain  lant  lit  by  dem  krütz  by  den  holder 
äkern;  der  zwaiger  ist  och  ain  juchart.  Item  ain  lant  uff  der 
lachen  und  ain  lant  strekt  über  Grüninger  weg ;  der  zwaiger 
ist  och  ain  juchart.  Item  ain  juchart  lit  uff  der  höhy  by  den 
bündan.  Item  ain  land  by  dem  spissloch  und  ain  land  strekt 
uff  der  hailigen  anwander;  der  zwaiger  ist  och  ain  juchart.  Item 
an  dem  berg  anderhalb  juchart  stössent  gen  Gerahusen.  Item  daz 
anwanderly  by  dem  galgen  und  das  wisly  da  by,  och  für  ain  juchart. 
Item  in  dem  esch  ennent  dem  wasser:  des  ersten  ligent  zway  lender 
hinder  Gampans  garten;  der  ist  ain  juchart.  Item  der  aker  in 
dem  rain  ist  och  ain  juchart.  Item  der  aker  uff  roden  des  ist 
vier  juchart.  Item  ain  juchart  im  grund.  Item  ain  land  lit  an 
dem  Binswanger  weg  und  ain  laut  lit  ennent  gen  dem  dorff 
werd;  der  zwaiger  ist  och  ain  juchart.  Item  vom  lioltz  by  dem 
closter  weg*  lit  och  ain  juchart.  Die  aker  ich  Katherin  du  Yerin- 
gerin  und  min  vatter  und  min  müter  salig*  vormals  alle  erköft  habent 
umb  Iteln  von  Andelfingen  und  umb  Wernhern  von  Andelfingen 
gebrüder.  Und  die  aker  alle  mit  grünt  mit  grat  und  mit  allen 
iren  rehten  nützen  gewonhaiten  und  zügehörden  wir  inen  och  also 
in  der  ob  geschriben  wise  ze  köffent  geben  habent  umb  zway  hun-  i| 
dert  pfunt  und  umb  sechtzig  pfunt  alles  ytaliger  genger  guter  und 
gab  er  Haller  (Quittung).  Und  band  och  unser  frow  dü  abtissenn 
und  der  convent  des  closters  ze  Hailigkrütztal  uns  der  sum  und 
geltz  glich  ainen  halbtail  geben  und  bezalt,  so  hat  uns  Albreht 
Lutz  daz  ander  halbtail  des  selben  geltz  bezalt.  Und  also  gehöret  \ 
öcli  ieglichem  tail  under  inen'  zu  nach  der  bezalung  glich  ain  halb¬ 
tail  der  aker  an  menklichs  irrung*  und  widerred.  Und  umb  daz  so 
süllent  och  nun  fürbas  mer  hie  nach  allweg  die  baid  tail  ünser 
frow  dü  abtissenn  und  der  convent  des  closters  ze  Hailigkrütztal 
und  ire  nachkomenden  an  dein  ainn  tail  und  Albreht  Lutz  und  sin 


1399. 


651 


erben  an  dein  andern  tail  die  äker  alle  mit  allen  iren  reliten  nützen 
gewonhaiten  und  zügehörden  mit  besetzent  und  mit  ze  entsetzent 
gerüwenklicli  inne  haben  und  niessen  als  andrü  irü  reliten  aigenn 
guter  an  ansprach  (Auflassung).  Und  verzihent  uns  öch  also  gen 
5  inen  alles  Schirmes  aller  fürzög  und  aller  der  ding  da  mit  sy  oder 
ir  erben  oder  nachkomenden  an  den  akern  an  ainen  oder  an  mer 
an  lützel  oder  an  vil  oder  an  dehainen  iren  reliten  oder  zügehörden 
von  iemant  iendert  gesnmpt  oder  geirret  möhtent  werden  mit  kraft 
diss  briefs  an  all  gevard.  Und  wan  baid  tail  die  äker  gemain 
10  erköft  händ  und  och  gemain  niessen  wellent  als  lang  und  es  inen 

füklich  ist,  da  ist  doch  in  disem  köft  (!)  daz  bedingt,  daz  dü  selb 

gemainscliaft  entweders  tails  nachkomenden  noch  erben  von  dehaines 
tödes  wegen  der  dar  in  gevallen  mölit  doch  an  der  erbschaft  ieg- 
lichs  tails  dehainn  schaden  nit  sol  bringen  noch  beren  sus  noch  so 
15  an  dem  halbtail  daz  denn  ieglichem  tail  zu  gehöret  und  zügehören 
sol  nach  dem  und  vor  geschriben  stät  und  nach  dein  und  öch  die 
äker  von  ieglichem  tail  halb  bezalt  sint  an  all  gevard.  Mer  ist  öch 
herett  und  bedingt:  wär  daz  Albreht  Lutz  oder  sin  erben  dehainest 
über  kurtz  oder  über  lang  iren  halbtail  der  äker  verköffen  weltent, 

>0  daz  süllent  sy  des  ersten  bringen  an  die  äbtissenn  und  an  den 

convent  des  closters  ze  Hailigkrütztal.  Und  ist  daz  in  die  dar  umb 
denn  als  vil  geben  wellent  als  inen  von  andren  lüten  dar  umb 
werden  mölit  und  inen  öch  dar  umb  ain  glichs  wellent  lassen  wider- 
varen,  so  süllent  sy  inen  es  ze  k  off  ent  geben  und  lassen  werden 
!5  für  ander  lüt.  Weltent  sy  inen  aber  dar  umb  nit  tun  als  ander 
lut,  so  mügent  sy  es  denn  anderschwä  wol  verköffen  gen  wem  sy 
wend  an  menklichs  irrung  und  widerred  an  all  gevard  (Währschaft). 

\  Und  sient  öch  also  wir  und  unser  erben  und  nachkomenden  dar 
uff*  iro  und  ir  nachkomenden  und  erben  rehten  gewern  an  all  ge- 
0  värd.  Ze  bürgen  gesetzt:  Cüntzen  den  Tentinger,  Hannsen  den 
I  Clingler  den  man  nempt  Häggen,  Cläsen  den  Klingler  und  Micheln 
'  den  Clingler  all  dry  gebrüder  all  burger  ze  Rüdlingen  und  öch  all 
vier  unverschaidenlich  und  mit  der  gedingt:  wär  daz  inen  an  den 
äkern  an  ainem  oder  an  mer  lützel  oder  vil  dehainest  oder  an  de- 
5  liainen  iren  rehten  nützen  gewonhaiten  oder  zügehörden  von  iemant 
gaistlichen  oder  weltlichen  lüten  oder  gerillten  dehain  irrung  oder 
anspräch  geschäcli  und  widerfür  und  wir  inen  daz  denn  ie  nit  uss- 
rihtent  und  verstündent  in  der  wise  als  da  vor  geschriben  ist,  so 
händ  sy  oder  ir  nachkomenden  oder  erben  denn  ie  dar  nach  wenn 
0  sy  wend  gemainlich  oder  besunder  gewalt  und  gut  reht  die  bürgen 


652 


1399. 


dar  urab  ze  manent  ze  hus  ze  hof  oder  under  ögen  mitt  iren  brieven 
botten  oder  selber  sy  all  oder  als  menigen  under  inen  sy  denn 
weltent.  Und  die  selben  gemanten  bürgen  süllent  inen  dar  umb 
denn  in  aht  tagen  den  n allsten  nach  der  manung  ze  Rüdlingen  in 
varen  und  süllent  da  denn  laisten  ain  reht  gewonlich  und  ungevär- 
lich  gyselscbaft  usserthalb  iren  aignen  husern  ir  ieglicher  mit  sin 
selbs  lib  an  pfarit  oder  ainen  erbern  kneht  öcb  än  pfarit  an  sin 
stat  in  die  laistung  legen  und  süllent  denn  also  da  die  selben  ge¬ 
manten  bürgen  oder  iro  Verweser  usser  der  laistung  nit  körnen 
denn  mit  unser  frowen  der  äbtissenn  und  des  conventz  des  closters 
ze  Hailigkrütztal  und  Albrelit  Lutzen  oder  mit  iro  nachkomenden 
oder  erben  wely  die  bürgen  denn  gemant  hettent  ze  laistent  urlob 
gunst  und  güten  willen  oder  e  daz  wir  inen  vor  alles  lnibent  uss- 
geriht  und  vollefürt.  Ersatzmann  in  den  nähsten  vierzehen  tagen 
nach  ir  manung.  Geschach  des  nit,  so  süllent  inen  die  andern 
bestandenn  bürgen  wely  sy  dar  umb  ermanent  dar  umb  och  in 
varen  und  laisten  als  lang  untz  es  ie  beschiht.  War  aber,  daz  inen 
der  gemanten  bürgen  dehainer  ainer  oder  mer  dehainest  ie  brüchig 
würdent  von  dehainer  laistung  wegen  und  daz  sy  inen  ie  nit  laistent 
in  der  wise  als  vor  geschriben  stät  oder  in  weler  wise  sy  sus  an 
dehainen  vor  geschriben  dingen  dehainn  bruch  oder  gebresten  ge- 
wünnent  daz  wir  inen  ussrihten  söltent  und  wir  inen  daz  denn  ie 
nit  ussrihtent  in  der  wise  als  vor  geschriben  stät,  so  händ  denn 
ie  darnach  unser  frow  dü  äbtissenn  und  der  convent  des  closters 
ze  Hailigkrütztal  Albrelit  Lutz  ir  nachkomenden  und  erben  und  wer 
in  des  behelffen  weit  aber  gewalt  und  gut  reht  wenn  sy  wend  uns 
Hannsen  Hepplin,  Katherinen  Veringerinen  sin  elich  frowen  unser 
erben  und  die  gemanten  unlaistenden  bürgen  dar  umb  unverschai- 
denlich  an  ze  gritfent  ze  pfendent  und  ze  nötent,  untz  inen  alles 
wirt  gentzlich  ussgeriht  und  vollefürt,  daz  wir  inen  denn  nach  sag 
diss  briefs  ussrihten  söltent  än  allen  iren  schaden  ( Bündnisklausei , 
Lösung ,  S  defekt).  Und  wir  bürgen  vergenhent  dirr  burgschaft.  Und 
ich  Hans  Heppli  han  für  mich  für  Katherinen  Veringerinen  min  elich 
frowen  und  für  unser  erben  und  wir  die  bürgen  für  uns  selber  wir 
all  unsrü  aignü  insigel  offenlich  gehenkt  an  disen  brief,  under  dü 
insigel  allü  ich  dü  Katherin  Veringerin  och  mich  und  min  erben 
verbind,  wan  ich  nit  aigens  insigels  hän. 

Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Michels  abent  in  dem  gar  do 
man  zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jär  und  dar  nach  in 
dem  nün  und  nüntzigostem  jär. 


1399. 


653 


Fünf  RundS.  Bei  1.  ist  im  Schilde  eine  Schnalle ,  einer  Schliesse  ähn¬ 
lich.  U:  •{•  S.  IOHANNIS  •  DCI  •  HEPPLI.  2.  gehört  dem  Kunz  Tentinger. 
3.,  4.,  5.  haben  je  einen  linksgewendeten  Hundskopf  mit  Halsband.  U  bei  3.: 
I...  HANS-KLINGLER.  U  bei  4.:  GLAS  •  DER  •  KLI  •• .  U  bei  5. :  MICHEL  • 
5  KLING  •  •  • 

3)  Cfr.  Nr.  8S5  u.  886. 


884.  1399.  28.  September.  Abtissin  und  Konvent  von 

Heilig kreuztal  erlauben  ihrer  Klosterfrau  Anna  der 
Eris  dort  er  in  ein  Leibgeding  von  2  Tt  Haller. 

10  Wir  frow  Adelhait  von  Hornstain  von  gottes  gnaden  abtissenn 
und  der  convent  gemainlich  des  closters  ze  Hailigcrütztal  urkünden , 
daz  wir  Annen  Eringstorfferinun  ünser  closterfrowen  das  urlob  gunst 
und  güten  willen  geben  haben  umb  zway  plmnt  Haller  ewigs  geltz 
die  sy  ze  Rüdlingen  in  der  stat  hat,  da  ir  das  ain  plmnt  geltz  gät 
5  usser  Hainrichs  des  Bratschers  hus  das  ain  halb  lit  an  Gerstunmans 
hus  und  anderhalb  an  her  Hansen  des  Truchsassen  schiur,  und  das 
ander  pliunt  Haller  geltz  ir  gät  usser  Cüntzen  des  Lenningers  hus 
das  ain  halb  stosset  an  Clausen  des  Hubers  hus  und  anderhalb  an 
des  Tiufels  des  hirten  hus.  Der  zwayer  plmnt  Haller  ewigs  geltz 
0  man  sy  ällü  jär  weret  und  bezalt  uff  sant  Michels  tag.  Und  zwo 
wisan  hat  Cüntz  der  Lenninger  sint  zwo  wechselwisan ;  ist  der 
ainun  ain  mansmad  und  lit  vor  dem  brugg  tor  an  der  Altachun 
und  stosset  an  der  Zadellinen  wis  und  an  des  Mundingers  wis. 
Der  andrun  wis  ist  driu  vierdentail  aines  mansmads  lit  in  Lochsrüti 
5  und  stosset  an  der  Zadellinen  wis  und  an  Clausen  Winschenken 
und  an  Clausen  Klinglers  wisen.  Der  wisen  ainii  Annun  der  Erings¬ 
torfferinun  ist  und  sy  ällii  jär  der  wisen  ain  höwen  sol  nach 
|  wechselwisen  reht  die  ze  disen  ziten  Cüntz  der  Lenninger  von  ir 
i  ze  leben  hat  und  ir  davon  git  ze  zins  ällü  jär  sechszehen  Schilling 
0  Haller.  Und  ain  wis  hät  von  ir  Cüntz  Grantz  von  Althain,  der  ist 
|  zway  mansmad  und  lit  an  dem  Bütifurt  und  stosset  ain  halb  an 
Haintzen  Schinbains  wis  und  anderhalb  an  sant  Gerien  wis  ze  Rüd¬ 
lingen  da  von  er  ir  git  ain  pliunt  Haller  järlich  ze  zins  —  die  zwai 
plmnt  Haller  geltz  und  die  zwo  wisan  Ann  die  Eringstorfferin  vor- 
5  mäls  ererbet  hät  von  irem  vatter  sälgen  Hansen  von  Eringstorff. 
Die  selben  zway  pliunt  Haller  geltz  und  die  selben  zwo  wisan  sy 
in  ünser  closter  braulit  hät  für  ain  ledig  fry  aigen  unbekümbert 
gut  und  unansprächig  von  allen  lüten  gaistlichen  und  weltlichen  — 
vergehen  wir  die  abtissenn  und  der  convent  gemainlich,  das  sy  die 
)  haben  und  messen  sol  die  wil  sy  lebt  und  in  leben  ist.  Und  wenn 


654 


1399. 


die  Ann  Eringstorfferin  nit  enist  und  von  tod  abgegangen  ist,  so 
süllent  du  zway  phunt  Haller  geltz  und  die  zwo  wisan  ledig  und 
löss  sin  uns  und  ünserm  gotzlius  in  iinser  järzit  ampt.  Von  den 
zwain  phund  Haller  geltz  und  öch  von  den  zwain  wisen  wir  und 
unser  nächkomenden  Annun  der  Eringstorfferinun  ir  järzit  begän 
süllent  uff  den  tag  als  sy  denn  von  tod  ab  gät,  und  sullent  öch 
irem  vatter  sälig  Hansen  von  Eringstorff  sin  järzit  begän  uff*  zwayer 
martrer  tag  Crispini  und  Crispiniani  und  süllent  öch  begän  ir  müter 
sälig  Adelhait  von  Eringstorff  järzit  uff  sant  Urbans  tag.  Von  dem 
gelt  und  Avisen  wir  und  ünser  nächkomenden  die  dry  järzit  ällü 
jär  eweklich  begän  süllen  uff'  die  tag  als  vor  geschriben  stät  als 
wir  denn  gwonlich  gesetzt  järzitan  by  üns  begangent,  dar  an  wir 
öch  unser  järzit  maistrinan  nit  irren  süllent  in  dehain  weg.  Siegel: 
unser  aigen  äbtissenn  ynsigel  und  unsers  coventz  gemain  cappitela) 
ynsigel. 

Der  [brieff]  ist  geben  an  sant  Michels  aubent  in  dem  jär 
do  man  zalt  von  Cristus  gebürt  driuzehenhundert  jär  und  darnaueh 
in  dem  nün  und  niuntzigosten  jär. 

Die  zwei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  sind  abgerissen. 

a)  Auf  Basur. 

885.  1399.  15.  Oktober.  Albrecht  Lutz  zu  Andelfingen 

b e u r k u n d e t  sei n e  Ab m a. c* h u n g  mit  H e i  1  i g k r e u z t a  1  w egen 
des  gemeinsamen  Besitzes  der  27  Juchart  Ackers  zu 

Altheim. 

Ich  Albreht  Lutz  ze  Andelfingen  gesessen  urkün d,  als  sich 
gefügt  hat,  daz  min  frow  dü  äbtissenn  und  der  convent  gemainlich 
des  gotzlius  ze  Hailigkrütztal  an  ainem  tail  und  ich  an  dein  andern 
tail  wir  baid  tail  mit  ain  ander  uns  und  unsern  nächkomenden  und 
erben  erkoft  liabent  süben  und  zwain tzig  juchart  akers  in  Althaimer 
eschen  gelegen  nmb  Hannsen  Hepplinn  von  Sulgen  und  umb  Kathe- 
rinen  die  Veringerinen  sin  elicli  froAven  umb  zway  hundert  und 
scchtzig  pfunt  guter  Haller  die  under  uns  ietwederr  tail  halb  bezalt 
hat,  und  dar  umb  so  vergich  ich  Albreht  Lutz  für  mich  und  für 
min  erben  inen  und  iren  nächkomenden  mit  disem  brief  aines  glichen 
halben  tails  der  äker  und  all  nütz  reht  gewonhait  und  zügehört  so 
da  von  kumpt  und  dar  zü  gehöret  und  alle  die  wil  Avir  baid  tail 
daz  ist  sy  und  ir  nächkomenden  und  ich  und  min  erben  die  selben 
äker  mit  ain  ander  gemain  liabent,  Avas  denn  töd  da  zwischent  und 


1399. 


655 


in  der  zit  e  daz  wir  sy  mit  ain  ander  getailt  liettent  under  uns  ze 
baider  sitt  käment,  daz  sol  doch  entwederm  tail  under  uns  ze  baider 
sitt  von  der  gern  ain  Schaft  wegen  an  der  erbschaft  dehainn  schaden 
nit  bringen  in  dehainn  weg.  Und  was  Schadens  och  ie  jarlich  dar 
5  uff  gat  von  der  lantgarb  von  dreschen tz  und  von  anderr  sach  wegen 
in  weler  wis  daz  zu  gieng  die  wil  wir  baid  tail  die  aker  mit  ain- 
ander  gemain  liettent,  dar  an  sol  ietwederr  tail  under  uns  ze  baider 
I  sitt  halben  schaden  haben  und  süllent  och  getrüwenklich  ze  baider 
sitt  darinne  ain  ander  tun  und  ain  ander  beholffen  sin  und  ieglicher 
10  tail  under  uns  des  andern  tails  fromen  och  dar  inne  schaffen  und  sinen 
schaden  wenden,  so  er  ymmer  best  kan  in  aller  der  wise  als  ob 
es  ieglichs  tails  aigen  ding  sy  an  all  gevärd.  Doch  besunder  so 
hau  ich  Albreht  Lutz  für  mich  und  für  min  erben  minen  frowen 
und  iren  nachkomenden  die  früntschaft  getan:  war  daz  ich  oder 
5  min  erben  unsern  tail  dehainest  verköffen  oder  an  werden  weltent, 
daz  sol  ich  oder  min  erben  vor  an  sy  bringen  und  inen  daz 
urkunden  mit  unsern  brieven  hotten  oder  selber  ze  hus  ze  hof  oder 
under  ögen  zwischent  sant  Martins  tag  und  dem  nahsten  obrosten 
tag  ze  ussgenden  wihennahten  der  schierost  dar  nach  kumpt  und 
!0  ze  dehainer  anderr  zit  im  jar  vor  noch  nach  weles  jars  uns  daz 
aller  best  fügt.  Und  weles  jars  in  der  zit  wir  inen  daz  also  ur¬ 
kundet  liabent,  so  süllent  sy  uns  denn  unsern  tail  der  aker  dar 
nach  ab  koffen  untz  uff  den  nahsten  wissen  sunnentag  der  aller 
schierost  nach  dem  e  benempten  urkündent  kumpt  und  künftig  ist 
5  umb  hundert  pfunt  und  drissig  pfunt  ytaliger  genger  guter  und 
gäber  Haller,  des  selben  kofs  och  ich  oder  min  erben  in  denn  ge¬ 
statten  süllent  an  all  widerred.  Und  daz  selb  gelt  süllent  sy  mir 
oder  minen  erben  denn  och  rillten  und  bezahl  uff  den  selben  wissen 
sunnentag  oder  in  den  nahsten  vierzenhen  tagen  da  vor  oder  in 
[)  den  nahsten  vierzenhen  tagen  dar  nach  unverzogenlich  an  allen 
|  minen  und  miner  erben  schaden  nach  unsers  briefs  sag  an  all  ge- 
f  vard.  Siegler:  Haintz  der  Kromer  amman,  Ott  der  Farer  burger- 
maister  und  Hanns  der  Klingler  den  man  nempt  Hägg  burger  ze 
Rüdlingen  sy  all  dry,  wan  ich  nit  aigens  insigels  han  (S  anhängung). 
>  Dirr  brief  ist  geben  an  sant  Gallen  abent  des  jars  do  man 
zalt  von  Crists  gebürt  drüzehenhundert  jar  und  dar  nach  im  nün 
und  nüntzigostem  jar. 

Brei  S.  Im  1.,  wie  es  scheint,  ein  gewerbliches  Instrument  im  Schild .  U: 
•  •  •  HAIXRICI  •  DCI  •  MAIER.  2.  ist  das  des  Ott  Farer.  3.  das  des  Hans  Klingler. 

Cfr.  Nr.  883  u.  8S6. 


) 


656 


1899. 


886.  1399.  29.  November.  Der  Anteil  des  Klosters  an 

den  27  Ju  chart  zu  Alt  heim  gehört  Adelheid  und  Klara 
von  Hornstein  und  Klara  von  Weiler  als  Leibgeding, 
weil  sie  das  Geld  zum  Kauf  gegeben  haben.1) 

Wir  dü  priorin  und  der  convent  gemainlich  des  gotzhus  ze 
Hailigkrütztal  urktindent,  als  sich  gefügt  hat,  daz  frow  Adelhait  von 
Hornstain  ze  disen  ziten  von  der  gendd  gottex  abtissenn  unsers  gotz¬ 
hus  ze  Hailigkrütztal  und  mit  ir  frow  Clara  von  Wiler  Lutzen 
saligen  von  Hornstain  elichü  witwe  und  frow  Clara  von  Hornstain 
unser  closterfrow  unser  frowen  der  abtissenn  brüder  tohter  s y  all 
dry  umb  ir  aigen  gut  uns  und  unsern  nachkomenden  aines  reliten 
und  ewigen  köfs  erkoft  hand  umb  Hannsen  Hepplinn  von  Sulgen 
und  umb  Katherinen  die  Veringerinen  sin  elich  frowen  ainen  glichen 
halbtail  an  den  süben  und  zwaintzig  jucharten  akers  in  den  eschen 
ze  Althain  gelegen,  dar  an  Albreht  Lutz  von  Andelfingen  und  sin 
erben  öch  ainen  glichen  halbtail  erkoft  und  bezalt  band,  als  wir 
und  unser  nachkomenden  und  Albreht  Lutz  und  sin  erben  dar  umb 
ainen  güten  köff  brief  liabent  den  selben  köffbrief  wir  öch  by  den 
andern  unsern  und  unsers  gotzhus  brieven  ligent  und  behalten 
habent,  und  die  selben  süben  und  zwaintzig  juchart  akers  mit 
iren  zügehörden  all  erkoft  wurdent  umb  zway  hundert  pfunt  und 
sechtzig  pfunt  alles  ytaliger  genger  und  güter  Haller  dero  unser 
gnadigü  frow  und  abtissenn  frow  Adelhait  von  Hornstain  und  mit 
ir  frow  Clara  von  Wiler  und  frow  Clara  von  Hornstain  ir  tohter 
unser  closterfrow  sy  all  dry  an  dem  selben  köff  geben  und  bezalt 
band  hundert  pfunt  und  dryssig  pfunt  güter  Haller  da  mit  sy  öch 
den  halbtail  der  selben  aker  bezalt  hand  und  wan  sy  mit  irem 
aigenn  güt  den  selben  halbtail  der  aker  ewenklich  uns  und  unsern 
nachkomenden  an  unser  gotzhus  erkoft  hand,  dar  umb  so  haben 
wir  inen  die  früntsehaft  wider  getan  und  habent  inen  allen  dryen 
mit  wolbedfihtem  sinne  und  müt  und  mit  veraintem  rat  in  unserm 
capittel  den  selben  halbtail  allen  der  süben  und  zwaintzig  juchart 
akers  den  sy  bezalt  hand  und  alles  daz  was  uns  an  dem  selben 
köff  sol  zügehören  nach  sag  und  lutung  des  köff  briefs  der  des 
ersten  dar  umb  geben  ist  mit  allen  reliten  nützen  gewonhaiten  und 
zügehörden  ledklich  und  lös  ergeben  und  in  gegeben,  ergeben  und 
ingeben  inen  öch  allen  dryen  es  alles  ietz  mit  kraft  diss  briefs  ze 
ainem  reliten  libding  also  und  mit  der  beschaidenhait,  daz  unser 
gnadigü  frow  dü  abtissenn  frow  Adelhait  von  Hornstain  dar  an  inne 
haben  und  messen  sol  ainen  halbtail  zu  ainem  libding  untz  an  iren 


1399. 


657 


töd.  So  süllent  frow  Clara  von  Wiler  und  frow  Clara  von  Hornstain 
ir  tohter  unser  closterfrow  dar  an  inne  haben  und  niessen  den 
andern  halbtail  der  äker  und  gutes  was  uns  dar  an  zu  gehöret  öch 
untz  an  iro  töd  ze  libding  und  nit  furo.  War  aber  daz  sich  gefügty, 
5  daz  Bürk.  von  Wiler  der  Clären  von  Wiler  brüder  und  Anna  vom 
Stain  von  Hornstain  geborn  der  selben  Clären  von  Wiler  tohter  ietz 
töhtran  hettent  oder  hie  nach  töhtran  gewünnent  ir  war  ainü  oder 
mer  die  in  ünserm  gotzhus  pfründan  gewünnent  und  unser  closter- 
frowan  in  ünserm  gotzhus  und  closter  würdent,  da  süllent  denn 
10  den  selben  unser  closter  frowan  ir  war  ainü  oder  mer  die  der  frow 
Annen  vom  Stain  von  Hornstain  geborn  töhtran  warent  nach  der 
dryer  frowan  töd  ir  libding  daz  sy  vor  an  den  äkern  und  gut  ge¬ 
liebt  hettent  volgen  und  werden,  und  süllent  es  alles  öch  denn  untz 
an  iro  ieglicher  töd  inne  haben  und  niessen  öch  zu  ainem  libding 
1B  zu  iro  liben  die  wil  und  ir  ains  under  inen  lebt  und  nit  füro.  War 
aber,  daz  Bürk.  von  Wiler  denn  töhtran  by  uns  hett  die  unser 
closterfrowan  warent  ir  war  ainü  oder  mer  und  die  nach  den  liben 
so  sy  all  erstorben  warent  dennoch  lebent  wären,  an  die  selben 
sol  daz  libding  dar  nach  denn  aber  vallen  und  die  süllent  es  denn 
20  öch  dar  nach  alles  inne  haben  und  niessen  untz  an  ir  ieglicher  töd 
öch  ze  ainem  libding  und  nit  füro,  an  dem  selben  iro  aller  libding 
als  vor  geschriben  stät  sy  all  noch  iro  dehain  under  inen  besunder 
wir  noch  unser  nachkomenden  noch  niemant  von  ünsern  wegen  nit 
irren  bekümmern  noch  bekrenken  süllent  all  die  wil  und  sy  allü 
5  oder  ains  oder  mer  under  inen  denn  lebt  an  all  gevärd.  Wenn 
und  als  bald  aber  sy  allü  welan  daz  libding  zügehöret  und  zügehörden 
soll  als  vor  geschriben  stät  von  tödes  wegen  ab  gegangen  und  er¬ 
storben  sint  da  got  lang  vor  sy,  so  süllent  denn  die  äker  und  güt 
alle  was  uns  vor  nach  des  ersten  köff  briefs  sag  dar  an  zügehöret 
p  hat  wider  vallen  an  uns  an  unser  nachkomenden  und  an  unser 
|  gotzhus  in  unser  pittantz  an  unser  gemain  järzitan  än  aller  menk- 
lichs  irrung  und  hindernüst  an  all  gevärd.  Und  sol  uns  denn  dar 
nach  fürbas  ymmer  mer  dirr  brief  von  dehaines  libdings  wegen 
dehainen  schaden  nit  bringen  noch  beren  in  dehain  wise  än  all 
)  gevärd  (S  defekt).  Wir  dü  priorin  und  der  convent  gemainlich 
des  gotzhus  ze  Hailigkrütztal  haben  für  uns  für  ain  ieglich  unser 
künftig  äbtissenn  und  für  all  unser  nachkomenden  unser  äbbtissenn 
aigen  insigel  und  unsers  conventz  gemain  aigen  insigel  sy  baidü 
offenlich  gehenkt  an  disen  brief,  der  geben  ist  an  sant  Andress 

abent  des  hailigen  zwelfbotten  in  dem  jär  do  man  zalt  von  Crists 

Wttrtt.  Geschichtsquellen  IX.  42 


658 


1399. 


gebürt  drüzenhen  hundert  jär  und  dar  nach  in  dem  nün  und 
nüntzigostem  jär. 

Die  zivei  S  der  Abtissin  und  des  Konventes  von  HeiligTcreuztal. 

h  Cfr.  Nr.  883  u.  8S5. 

887 .  1399.  13.  Dezember.  Stiftung  einer  Kaplanei  zu  s| 

Fridingen. 

Ich  Hansz  von  Hornstain  ritter  von  Schatzberg,  ich  Hainrich 
von  Hornstain  undt  ich  Hansz  von  Hornstain  gebrüder  sin  sun  ur- 
khunden ,  alsz  sich  gefügt  hat,  dasz  unszer  vordem  vor  zitten  ain 
ewig  mesz  bewidmet  undt  gestüfft  händt  in  der  kirchen  ze  Fridingen 
dem  dorff  mit  ewigem  geltt,  damit  sich  ain  ieglicher  caplan  der 
selben  ewigen  mess  wol  began  undt  nach  priesterlicher  ehr  erneren 
mag  undt  die  selb  ewig  mesz  och  nun  fürbasz  immer  ewenglich 
da  selbs  beliben  soll  an  alles  abgan,  undt  dar  umb  so  haben  och 
wir  die  ob  genandten  von  Hornstain  all  dry  für  unsz  undt  für  all  li 
unser  erben  undt  nachkommenden  desz  willenklich  gern  mit  wohl- 
bedachtem  sine  undt  muth  verbunden  undt  versprochen  verbindent 
undt  versprechen  dt  unsz  desz  och  iez  allso  mit  krafft  dis  brieffs, 
dasz  wir  die  selben  ewigen  mesz  och  nun  fürbasz  immer  mer 
ewenklich  sollend  undt  wöllendt  laszen  daselbs  ze  Fridingen  beliben 
undt  sy  anderschwahin  och  nimer  sollen  dt  noch  wöllendt  firo  legen 
undt  söllendt  undt  wöllendt  och  wir  undt  alle  unser  erben  undt 
nachkhommenden  die  nuzt  die  zu  der  selben  ewigen  mesz  undt  dar 
an  gehörendt  ewenklich  dar  an  beliben  laszen.  Undt  wan  wir  undt 
unser  nachkommenden  och  ewenklich  die  selben  mesz  lihen  söllendt,  2\ 
so  söllent  wir  sy  och  nun  für  basz  mer  hie  mith  ewenklich  wen 
undt  alsz  dickh  sy  ir  ledig  würdt  einem  priester  lihen  den  wir 
och  dar  zu  allweg  haltten  undt  andingen  söllendt,  dasz  er  husz- 
heblich  zue  Fridingen  size  undt  die  selben  ewigen  mesz  versorgen 
mit  sin  selbsz  lib  mit  mesz  ze  liabendt  alsz  sitt  undt  gewenlich  ist  3| 
in  der  kirchen  ze  Fridingen  undt  alli  andri  ding  ze  tund  da  selbs, 
wesz  denn  ain  ieglicher  priester  billich  gebunden  ist  ze  tund  undt 
wasz  och  ain  caplan  in  ainer  kirchen  billich  thun  soll  der  ain  ewig 
mesz  darinnen  haben  undt  versorgen  sol  an  all  gevärd.  Dar  zu 
verbinden  wir  unsz  och  mer,  wan  wir  lehen  herren  der  selben 
ewigen  mesz  sient,  dasz  och  wir  undt  all  unser  nachkommenden 
nun  fir  basz  immer  mer  die  ewigen  mesz  undt  iren  caplan  dar  zu 
halten  undt  schürmmen  söllendt  undt  wöllendt,  daz  aller  vor  ge- 


1399. 


659 


schriben  ding  och  nun  füro  ewenklich  daby  bestanden!  undt  be- 
libent  alsz  vor  geschriben  statt  undt  nit  anders  verkerdt  noch 
verendert  werdendt  in  dehain  wisze  stuckh  sach.  Ob  hie  nach  ie- 
mandt  da  wider,  datz  soll  doch  nit  bestan  undt  soll  dehain  krafft 
5  noch  macht  nit  haben  an  dehainn  stetten  noch  vor  dehainen  lütten 
noch  gerichten  gaistlichen  noch  welttlichen  sus  noch  so  an  all  ge- 
vard.  Siegler:  die  Aussteller. 

Der  [ brieff]  ist  geben  an  sant  Lucien  tag  des  jahrs  da  mann 
zält  von  Christes  gebürt  dry  zehen  hundert  jar  undt  dar  nach  in 
10  dem  nün  undt  nünzigsten  jar. 

Kopialbuch  Heilig kreuztal.  761—764. 


Nachträge. 

888.  1294.  6.  Januar.  Riedlingen.  Copia  Lateinisch en 
i  kauffbrieffs  yber  dasz  weyler  Waldthaussen  de  anno 
15  1294  undt  dessen  darinnen  enthaltene  Recht  undt  Ge- 

rechtigkaitten. 

Universis  hanc  pagmam  inspecturis  Anselmus  iunior  nobilis 
de  Justingen  notitiam  rei  geste.  Noverint  universi  tarn  poster i  quam 
praesentes  quos  nosse  fuit  opportunum ;  quod  ego  de  consensu  pleno 
20  et  expresso  Anselmi  patris  mei  aliorumque  omnium  quorum  intererat 
possessiones  sitas  in  Waldthausen  universas  iure  mihi  proprietario 
pertinentes  —  et  per  antedictum  patrem  Berthae  felicis  recordationis 
matri  meae  iure  que  dicitur  vulgariter  morgengab  fuerant  assignatae  — 
cum  oinnibus  suis  attinentiis  agris  videlicet  cultis  et  incultis  pratis 
|25  pascuis  sylvis  virgultis  aquis  aquaeductibus  et  omnibus  aliis  iuribus 
ac  appenditiis  possessionibus  antedictis  intra  et  extra  pertinentibus 
abbatissae  et  conventui  monasterii  Vallis  Sancte  Crucis,  receptis  ab 
eis  sexaginta  quinque  marcis  probi  et  legalis  argenti  ponderis 
usualis  quas  me  recepisse  profiteor  et  in  utilitatem  propriam  con- 
30  vertisse,  vendidi  tradidi  et  donavi  iustae  venditionis  titulo  ab  ipsis 
ipsarumque  monasterio  in  perpetuum  iure  proprietatis  quo  et  mihi 
4  pertinebant  libere  possidendas  et  in  quemcumque  locum  seu  quas- 
cumque  personas  voluerint  transferendas,  adhibitis  per  me  in  prae- 
missis  verborum  ac  gestuum  sollennitatibus  debitis  et  consuetis.  Et 


660 


1294. 


quia  pater  meus  per  dietos  redditus  unius  librae  de  possessionibus 
supradictis,  quas  ego  omnes  ut  praedictum  est  cum  iure  proprietatis 
vendidi,  Wernhero  filio  quondam  Hainrici  de  Buunburg  nomine  pig- 
noris  obligavit,  promitto  ego  publice  per  praesentes,  quod  quando- 
cunque  ego  redditus  eosdem  redemero,  quod  tune  praefatis  de  Valle  5 
Sancte  Crucis  vendam  taxatis  ipsis  secundum  quod  in  praemissis 
unius  librae  redditus  sunt  taxati.  Renuntio  igitur  pro  me  meisque 
haeredibus  universis  omni  actioni  repetitioni  exceptioni  non  nunie- 
ratae  pecuniae  non  traditae  non  solutae  exceptioni  doli  per  obiectum 
deceptionis  ultra  dimidium  iusti  pretii  beneficio  restitutionis  in  in-  k 
tegrum  omni  consuetudini  tarn  loci  quam  patriae  et  generaliter  omni 
iuri  ac  omnibus  per  quae  dictus  contractus  possit  imposterum  quovis 
ingenio  violari.  Et  ad  praestandum  warandiam  de  praemissis  me 
meosque  haeredes  obligo  per  praesentes  quotiescunque  utcunque 
quandocunque  coram  quocumque  iudice  vel  iudicibus  a  saepedictis  11 
de  Valle  Sancte  Crucis  fuero  requisitus.  In  cuius  fidei  evidentiam 
et  robur  perpetuae  firmitatis  praesentem  litteram  eisdem  de  Valle 
Sancte  Crucis  sigillo  nobilis  viri  Cunradi  de  Landau  comitis  et  meo 
quo  pater  meus  et  ego  utimur  tradidi  communitam. 

Actum  in  Riedlingen  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nona- 
gesimo *)  quarto J)  in  die  epiphaniae  indictione  septima,  subnotatis 
testibus  praesentibus  et  rogatis  videlicet  divina  permissione  Eber- 
hardo  abbate  de  Zwifalten,  honorabilibus  viris  Manegoldo  et  Wol- 
frado  comitibus  canonicis  ecclesiae  Curiensis,  Ludovico  comite  canonico 
Augustano,  Cunrado  incurato  in  Andelfingen,  Manegoldo  et  Alberto  2 £ 
viceplebanis  in  Riedlingen,  Herrn  anno  dicto  de  Hornstain,  nobili 
viro  Eberhardo  de  Landau  comite,  Cunrado  advocato  de  Meringen, 
Johanne  de  Hornstain,  Ottone  de  Grüeningen,  Ber.  de  Pflumeren 
militibus,  Ruedolpho  advocato  de  Fridingen,  Wernhero  ministro  de 
Riedlingen,  Cunrado  de  Enslingen,  Walthero  Clingel  aliisque  pLuribus  3( 
fidedignis. 

Ego  Anselmus  nobilis  de  Justingen  senior  omnia  et  singula 
praemissa  vera  esse  profiteor  et  de  consensu  meo  facta,  sigillum 
quo  ego  et  filius  meus  utimur  huic  litterae  appendendo.  Nos  quo- 
que  Cunradus  comes  de  Landau  omnia  et  singula  praemissa  vera  3c 
esse  profitentes  ad  petitionem  partium  sigillum  nostrum  huic  appen- 
dimus  instrumento. 


Heiligkreuztaler  Kopialbuch.  WXJB.  X,  208. 
*)  Nachgetragen. 


1310—1311. 


661 


889.  1310.  18.  Mai.  Riedlingen. 

Anna,  dei  gratia  abbatissa  monasterii  Büehaugiensis  ordinis 
s.  Augustini  Const.  dioc.  genehmigt,  dass  der  Diener  ihres  Klosters , 
Albertus  dictus  Schertwegge,  civis  in  Rüdelingen,  dem  Kloster  Salem 
5  acht  Juchert  grosse  Acker  in  Altheim  schenkungsweise  übergebe, 
darunter  unum  agrum  bi  der  velsiul  prope  agrum  dominarum  Yallis 
Sancte  Crucis,  nachdem  sie  in  ihre  Hand  den  Verzicht  auf  diese 
Güter  durch  den  Salemer  Mönch  H.  Grätarius ,  den  der  obengenannte 
Albertus  an  sie  entsandt,  empfangen,  wogegen  Kloster  Salem  ihrem 
10  Kloster  jährlich  auf  Martini  einen  Zins  von  V2  U  Pfeffer  entrichten 
wird .  Siegler:  minister  et  consules  in  Rüdelingen. 

Actum  in  Rüdelingen  anno  domini  MCCC  decimo,  XY  kalen. 
iunii,  ind.  VIII. 

Aus:  Weech,  Nr,  1052h. 


15  890.  1311.  9.  November.  Friedingen  auf  der  Alb. 

H.  dictus  Flekke  miles  verkauft,  um  sich  die  Mittel  zum  An¬ 
kauf  der  Burg  Pflumern  von  Graf  Wolfrad  von  Veringen  zu  ver¬ 
schaffen,  um  73  m.  s.  und  2  schil[ling]  Konst[anzer]  Pfennige  an 
Kloster  Salem  mit  Zustimmung  seiner  Ehefrau  Anna  Und  seiner 
20  Söhne  Johannes  und'Wilhelmus  und  seiner  Töchter  Kunigundis  und 
Anna  seine  Besitzungen  in  Erisdorf  iuxta  villam  Niufron  ...  et 
curiam,  quam  colit  R.  dietfus]  Criumbing  mit  allen  Zugehörungen, 
una  cum  prato  sito  sub  Castro  Landowe,  in  loco  qui  dicitur  in  dem 
witen  Riet,  quod  ab  una  parte  attingit  pratum  .  .  .  dicti  Mollen  de 
25  Althain,  ab  alia  parte  pratum  domine  .  .  .  abbatisse  Yallis  Sancte 
Crucis.  Siegler:  H.  Flekk  und  Graf  Wolfrad  von  Veringen. 

Actum  in  Fridingen  in  alpibus  anno  domini  MCCC  undecimo 
in  die  beati  Theodori  martyris  indict.  nona. 

Datum  vero  et  consummatum  .  .  .  (das  Datum  ist  nicht  ein - 
30  gesetzt. 

Weech ,  Nr.  1137. 

891.  1312.  3.  Juli.  Binzwangen. 

Ebe  Ranze  verzichtet  gegen  Kloster  Salem  auf  alle  Ansprüche 
an  das  Gut  seiner  Ahnfrau  Berta  von  Rosenöwe  zu  Ostrach,  nach- 
35  dem  die  Schiedsleute,  auf  die  er  mit  dem  genannten  Kloster  überein¬ 
gekommen  ivar,  zu  seinen  Ungunsten  entschieden  haben  und  er  von  Salem 
3  m.  s.  und  das  Korn  auf  dem  Acker  zu  Ütkoven  empfangen  hat. 


662 


1312—1322. 


Diz  geschach  ze  Binswangen  in  dem  dorf  1312  jar  am  nahstin 
gütemtag  nach  sant  Petris  dult. 

Zeugen:  grave  Ebirhart  von  Landowe,  .  .  brüder  Dietrich 
der  grosse  keller,  brüder  H.  von  Magin  münche  von  Salmanswiler, 
brüder  Burcarth  von  Hailigencrutzstal  u[nd]  a[nder]  biderber  täte 
genüge. 

Weech ,  Nr.  1067  c. 


892.  1313.  20.  Dezember.  Eberhard  der  Amman  ver¬ 

kauft  an  Friedrich  den  Färber  und  sein  Weib  Mechthild 
von  Reutlingen  1  Haller  jährliches  Geld  als  Leib-  i| 
geding;  nach  ihrem  Tod  fällt  das  Geld  nach  Heilig¬ 
kreuztal. 

Ich  Eberhart  der  anman  von  Phullingen  han  geben  ze  kofende 
Friterich  dem  varwer  ainem  burger  von  Rutelingen  und  vro  Mahthilt 
siner  elicher  wirtinne  ain  phunt  Haller  geltes  evclich  uz  minen(!)  i| 
wingarten,  den  ich  han  ze  Metzingen  ze  hinderenbergen,  der  da  lit 
an  dem  von  Gundelvingen  umbe  ain  genantes  güt,  dez  ich  von  im 
gewert  bin  gar  und  ganzelich.  Und  daz  selbe  gelt  sol  man  gen 
alliu  jar  ze  sant  Michels  tak.  Und  swanne  der  varwer  und  vro 
Mahthilt  sin  wirtinne  nit  en  sint,  so  sol  ich  und  min  erben  daz  2| 
phunt  geltes  Mahthilt  ir  tohter  gen  die  si  hant  ze  Hailigencruzestal, 
Mahthilt  der  Hageninginun,  Mahthilt  ir  tohter  und  Mahthilt  Diet- 
hohes  tohter  von  Rutelingen.  Und  swanne  die  vier  vro  wen  nit  en 
sint,  so  sol  ich  und  min  erben  daz  phunt  geltes  gen  nimer  mer  dem 
closter  ze  Hailigencruzestal.  Siegel:  der  stet  gemainde  insigel  von  2| 
Rutelingen. 

Dirre  brief  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürte  driu- 
zehenhundert  jar  dar  nach  in  dem  drizehendem  jar  an  sant  Thomas 
abent  dez  zwelfboten. 


S :  der  rechtsblickende  Adler, 
LINGEN. 


U:  f  S.  VNIVERSITATIS  .  DE  •  RIVTE-  3j 


893.  1322.  21.  Dezember.  Konstanz. 

Der  Offizial  des  Hofes  zu  Konstanz  beurkundet,  dass  vor  ihm 
sub  anno  domini  MCCCXXII  in  die  beati  Thome  apostoli  Lügardis 
dicta  Bötzlin,  opidana  in  Mengen  an  Kloster  Salem  nachstehende 
Besitzungen  vergabt  hat:  medietatem  curie  site  in  banno  ville  Her- 
prehtingen  vulgo  dicte  der  Maierhof,  molendinum  dictum  die  Riet- 


1322—1325. 


663 


midi  et  pratum  vulgo  dictum  Bötzlins  brül,  quod  extenditur  usque 
ad  stratam  publicam  vulgo  dictam  der  ufgeworfen  weg.  Von  dem 
halben  Hof  ist  auch  künftighin  dem  Kloster  Heiligkreuztal  (Vallis 
Sancte  Crucis)  jährlich  ein  Zins  von  1  U  Wachs  fällig .  Solange 
5  die  Geberin  dem  Kloster  Salem,  jährlich  an  Martini  einen  Zins  von 
1f  U  Wachs  entrichtet,  kann  sie  im,  Besitz  der  abgetretenen  Güter 
bleiben.  Siegler:  der  Aussteller. 

Dat[um]  et  act[um]  anno  et  die  prescriptis. 

Weech,  Nr.  1212b. 

10  894.  1323.  19.  April.  Markdorf. 

Ulricus  Oswalt  de  Marhtorph  miles  verkauft  um  105  U  Kon- 
Stanzer  Pfennige  den  ihm  zustehenden  Teil  des  Laien -Weinzehnten 
(laicalis  decime  vini)  zu  Marhtorph,  que  de  universis  vineis  de  novo 
iam  plantatis  ac  plantandis  etiam  in  futurum  ad  eandem  decimam 
15  spectantibus  solvifur  seu  solvetur,  quam  cum  capitulo  Constanciensi 
ac  strennuo  viro  Alberto  de  Clingenberch  commune  tenui  et  possedi, 
super  qua  inter  abbatem  et  conventum  monasterii  in  Salem  ex  una 
et  me  Ülricum  Oswalt  de  Marhtorph  ex  parte  altera  questio  verte- 
batur,  michique  adiudicata  fuerat,  cum  parte  agri,  qui  ab  uno 
20  latere  torculari  monasterii  de  Valle  Sancte  Crucis,  ab  alio  eorundem 
de  Salem  est  contiguus  .  .  . 

Datum  in  Marhtorph  anno  domini  MCCCXXIII,  XIII  kalend. 
maii  indict.  VI. 

Weech,  Nr.  1196  b. 

25  895.  1325.  24.  Juni.  Ehingen  a.  D.  Schuldverschreibung 
HerzogLeopolden  zue  Österreich  etc.  gegen  H.  Conraden 
und  Burkharden  von  Freyberg  umb  50  marckh  silbers 
wegen  geleistertrewer  diensten  de  anno  1325,  so  derent¬ 
wegen  uff  etliche  guter  zue  Ertingen  verwisen. 

30  Wir  Leopold  von  gottes  gnaden  herzog  zue  Österreich  und 
zue  Stil*  verjehen  und  tilgen  kunt  öffentlich  an  disem  brieff,  dasz 
wir  unserem  getreiin  dienern  Churaten  und  Burkhharten  von  Fryberg 
schuldig  sind  fünffzig  marckh  silbers  umb  ihren  dienst  den  sye 
unsz  gethan  hand  und  noch  thun  mögen,  und  seze  ihnen  dafür  zue 
35  Ertingen  item  der  Binhuser  güt  und  item  desz  Sindelins  gut  dryzig 
malter  korns  und  vier  pfundt  Costenzer  geldts  und  sollen  sye  und 
ihre  erben  desz  alsz  lang  innen  han  und  nüzen,  unz  wir  es  ald  unser 


664 


1325—1831. 


erben  von  ihnen  umb  die  selb  fünffzig  marckh  silbers  erlösen.  Und 
darüber  zue  gezüge  henckhen  wir  insigel  an  disen  brieff,  der 

wart  geben  zue  Ehingen  den  süngiht  tag  alsz  man  zalt  von  Kristes 
gebürt  dreyzehenhundert  jolir  dornach  in  dem  fünff  und  zwen- 
zigisten  jahr. 

In  einer  Abschrift  des  1 7.  (?)  Jahrhunderts. 

x)  896.  1330.  1.  Juli.  Riedlingen. 

Herfman]  von  Hornstain,  kircherre  ze  Sekilch,  giebt  zu  seinem 
und  seiner  Vordem  Seelenheil  den  Klöstern  Salem  und  Hailigencrütz- 
tal  seine  nachbenannten  Güter,  daz  ist  den  hof  ze  Zolnhusen  mit 
allem  dem  so  dar  zu  hört,  bi  wasen  und  zwie,  akkern  und  wisan 
und  allem  reht,  die  akker  ze  Obernholz  alle  und  die  gartin,  die 
wisan  und  die  akker,  die  ich  umb  die  stat  ze  Rüdlingen  han  ge¬ 
legen,  an  den  garten  ze  Althain  der  Manvirstis  was,  den  Zvurn  (!) 
buwet,  und  min  hof  ze  Burghaltingen  den  Appe  buwet  mit  allem 
dem  reht  so  dar  zu  hörit,  akkern  und  wisan  und  zwige,  und 
empfängt  dieselben  ivieder  als  Leibgeding  gegen  jährlich  1/2  U  Wachs 
an  St.  Martinstag.  Und  swenne  ich  enbin,  so  hat  kain  min  erb 
nit  hier  an  won  Johans  min  sun,  als  der  brief  sait,  den  er  von 
baiden  clöstern  hierumbe  hat,  daz  sie  im  gelihen  hant  uf  den  selben 
güten  ahtzehen  juchart,  in  Escholglich a)  sehs  juchart.  Siegler:  der 
Aussteller. 

Geben  ze  Rüdlingen  in  der  stat  1330  nah  sant  Johanstag  am 
ahtundem  tag. 

Und  warun  hie  bi:  Rüdeger  von  Bartelstain  der  alt,  C.  der 
amman  von  Andelvingen,  Hartman  und  H.  von  Enslingen,  Lutz, 
Eb.  und  H.  Lupfen,  H.  und  Mangolt  Offenburger,  C.  Raiser,  C.  Lutran, 
Johans  Hörnli,  Sifrid  Satzli,  burger  ze  Rüdlingen. 

Weech,  Nr.  1255. 

*)  Vgl.  oben  Nr.  828. 

a)  Ist  jedenfalls  zu  lesen,  wenn  die  Buchstaben  richtig  gelesen  sind:  in 
esch  al  glich,  denn  3x6  Juchart  in  jedem  Esch  macht  18. 

897.  1331.  2.  Februar.  Nellenburg. 

Graf  Eberhart  von  Kellenburg  der  alte  giebt  den  Klöstern 
Salem  und  Hailigencruztal  seine  Zustimmung  zur  Erwerbung  der  in 
Nr.  328  aufgeführten  Güter  und  tünt  daz  darumb,  daz  unser  her- 
schaft  baidü  closter  dest  flizeclicher  gedenken  in  ir  gibet. 

Geben  ze  Nellenburg  1331  jar  an  der  liehmisse. 

Weech,  Nr.  10521. 


5 

10 

15 

20 

25 

30 

35 


1331—1343. 


665 


898 .  1331.  14.  Juli.  Konstanz. 

Der  Offizial  von  Konstanz  beurkundet,  dass  im  Jahr  1331 
II  idus  iulii  Hainricus  de  Ehingen,  rector  ecclesie  in  Haltingen,  als 
Bevollmächtigter  Hermanns  de  Hornstain,  rectoris  ecclesie  in  Sekilch 
5  dem  Sachwalter  der  Klöster  Salem  und  Heiligkreuztal,  frater  C.  dictus 
Appishuser  die  in  Nr.  896  genannten  Güter  unter  vorerwähnter  Be¬ 
dingung  übergeben  habe.  Siegler:  der  Aussteller. 

Datjum]  et  act[um]  Const[antie]  anno  et  idibus  predictis. 

Weechy  Nr.  1255  a. 


0  899.  1348.  15.  Juni. 

Hainricus  Knolle  burger  ze  Rüdelingen,  Adelhait  Knöllin  burgerin 
ze  Rüdelingen  und  Willeburch  Knöllin  klosterfrow  ze  Hailigcrütztal 
aelliu  driu  geschwistergit  reversieren  sich  gegen  das  Kloster  Salem 
umb  diu  güter  diu  hie  nach  gescliriben  stant:  daz  ist  des  ersten 
3  daz  gesasse,  hus  und  hove  ze  Rüdelingen  in  der  stat  glegen  an 
dem  mülitor,  daz  gut  ze  Harthusen,  des  ist  zwain  rindern  akkers, 
die  wisan  die  dar  zu  gehörent  und  waz  zu  den  akkern  und  wisen 
gehört,  ez  si  besüchtz  ald  umbesüchtz,  drie  juchart  akkers  glegen 
in  dem  esche  gen  Phlumarn  bi  dem  weg,  der  gen  Phlumarn  gat 
)  und  stossent  an  Sigbolt  Toschans  akker,  ain  halbiu  juchart  lit  under 
Büscinun  akker,  ain  juchart  diu  steltzot  an  Phlumar  wege  da  der 
aemmaenninun  akker  under  hin  gät,  ain  juchart  stösset  an  daz 
espan  in  dem  Eimen  bi  der  aemaenninun  akker,  in  dem  esche  gen 
Grüningen  zwo  juchart  ze  Gerohusen,  dar  under  hat  Chünrat  der 
Gaerwer  ain  akker  gende,  ain  juchart  in  mitten  in  dem  selben  esche 
und  hat  diu  aemmaennin  ain  akker  dran,  ain  juchart  bi  dem  bükel 
hinder  dem  galgen,  in  dem  esche  gen  Hailigcrütztal  ennunt  des 
Wassers  ain  juchart  in  Badewaug,  anderhalb  juchart  bi  Hansen 
Otten  akker  under  der  haldun,  ain  halb  juchart  haisset  der  Weg¬ 
langer  uf  den  Gurglun,  ain  juchart  haisset  der  anwander  und  lit 
vor  dem  Eggentäle,  zwai  mansmat  ligent  oberthalp  dem  dorf  ze 
Althain  in  Erlachun  bi  des  Jochers  wise,  driu  mansmat  uf  dem 
Roden  diu  halbiu  unser  sint  und  sie  gmain  habin  mit  Chünrat  dem 
Garwer,  ain  halbes  mansmat  oberthalb  Siggenwinkel  bi  der  widern 
wise  und  zwai  mansmat  ob  dem  Gestadel  und  in  Lochsrüti  vor 
dem  bruggetor  ze  Rüdelingen,  und  sind  diu  selben  zwai  mansmat 
wehsei  wisan,  also  daz  wir  doch  alliu  jar  zwai  mansmat  habin.  Für 
dieses  Leibgeding  verpflichten  sie  sich  dem  Kloster  Salem  gegenüber 


666 


1343—1354. 


zu  einem  jährlichen  Zins  von  */2  #  Wachs  auf  Martini.  Und  sillin 
ich  vor  genanter  Hainricus  und  ich  vor  geschribeniun  Adelhait  be- 
sunderlich  von  den  zwain  mansmaten  ob  dem  Gestadel  und  in 
Lochsrüti  vor  dem  bruggetor  gelegenen,  diu  vor  geschriben  sint, 
der  herro  und  der  brüder  rossen  diu  si  ze  uns  stellent,  in  daz  vor 
geschriben  hus  Stallung  und  höwe  geben  und  herus  nit.  Tätin  wil¬ 
des  nit,  so  sont  sis  anderschwa  uf  unsern  schaden  gewinnen.  Und 
wenn  under  uns  drien  ains  abgat  von  tode,  so  ist  denn  des  selben 
drittail  vervallen  dem  vor  geschriben  gotzhuse.  War  aber,  daz  ich 
vor  genantiu  Willeburch  Hainricen  und  Adelhaiten  iiberlepti,  so  ist  | 
denn  daz  vor  geschriben  gut  alles  samt  vervallen  dem  vor  genanten 
gotzhuse  ze  haende  und  ze  niessende  mit  allen  rehten,  und  sol  man 
mir  jaerglichs  die  wile  und  ich  lebe  von  dem  minen  drittail  gen 
drissich  Schillinge  phenning  Costentzer  mims  ze  sant  Michels  tach, 
und  wenn  ich  embin  von  tode,  so  sint  die  selben  drissich  Schillinge 
phenninge  ouch  vervallen  dem  gotzhuse  ze  Salmanswiler.  Siegel : 
der  stett  insigel  ze  Rüdelingen.  Wir  der  amman  ünd  der  rät| 
(S  Bekenntnis). 

Der  [brief]  wart  geben  do  man  zalt  von  gottes  gebürt  driu-| 
zehenhundert  jar  dar  nach  im  dritten  und  viertzigosten  jar  an  sant| 
Yitz  tach. 

Aus:  Zwölf  Salemer  Urkunden  des  13.  und  14.  Jahrhunderts.  Milgeteilt\ 
von  A.  Lichtschlag ,  Sigmaringen,  [ 1869 ],  Nr.  XII. 

Weech,  Nr.  1052  0. 


900 .  1354.  11.  Juni.  Villeneuve.  Supplik  für  Konradl 

genannt  Stekke  von  Riedlin  gen  um  eine  Heiligkreuz  -| 
talische  Pfründe. 

Supplficat]  Sfanctitati]  Yfestre]  Bertoldus  abbas  monasterii  d( 
Maristella,  Cist.  Ord.,  sacre  theologie  professor,  quatenus  suo  fami- 
liari  Conrado  dicto  Stekken,  pauperi  clerico  de  Rudelingen,  ConstJ 
dioc.,  beneticium  cum  cura  vel  sine  cura  pertinens  ad  collfationenP 
etc.  abbatisse  et  conventus  monasterii  Yallis  Sancte  Crucis,  Cist.| 
Ord.,  Const.  dioc.,  si  quod  vacat  ad  presens  vel  quamprimum  vacan 
contigerit,  conferendum  collationi  sedis  apost.  dignemini  specialitei 
reservare,  cum  omnibus  non  obstfantibus]  et  clausulis  oportunis  at 
executoribus  ut  in  forma.  Fiat  G. 

Et  quod  transeant  sine  alia  lectione.  Fiat  G. 

Datum  apud  Yillamnovam  3.  id.  iunii  a[nno]  2. 

Monumenta  Vaticana,  Nr.  157,  S.  40. 


1854—1379. 


667 


901.  1354.  11.  Juni.  Villeneuve.  Reservation  einer 

Heiligkreuztalischen  Pfründe  zugunsten  des  Koni* ad 

genannt  Stekke  von  Riedlingen. 

Conrado  dicto  Stekken  de  Rudelingen,  clerio  Constfantiensi]. 
3  1072  +  I2V2]  Laudabile  testimonium  —  tibi  beneficiuni  —  cum 
cura  25,  sine  cura  18  m.  arg.,  secundum  taxationem  decime  —  ad 
coll[ationem]  abbatisse  et  conventus  Vallis  Sancte  Crucis,  Cist.  Ord., 
reservamus. 

Datum  apud  Villamnovam  3.  id.  iunii,  a[nno]  2. 

LO  I.  e.  m.  abbati  monasterii  de  Crucelino  et  preposito  Zurciacenfsi] 
ac  sacriste  Avinionfensi]. 

Monumenta  Vaticana ,  Nr.  1285,  S.  396. 

902.  1355.  10.  Januar. 

Fro  Anne  von  Hornstain  abtischenne  und  der  convent  gemain- 
,5  lieh  ze  Hailigcrustal  verkaufen  dem  Kloster  Salem  ainen  hoff  halben 
gelegen  ze  Völkoven,  der  ewilant  was  her  Cünratz  und  Berhtoldes 
der  Löchrer  gebrüder  und  den  ze  der  selbun  zit  buwet  Hainrich 
an  dem  Hove  .  .  .  mit  gunst  und  willen  der  gaistlichen  frowen 
Mahthilt  und  Hadwig  der  Löehrerinan  geswestren  unsers  conventz, 
0  die  das  selb  halbtail  des  ob  genanten  hoves  an  uns  braht  hant  .  .  . 
und  das  och  daher  gebuwet  hat  Bugg  Bobb  um  50  U  Haller  und 
leisten  Gewähr  für  den  Verkauf  nach  des  landes  reht.  Dirre  ding 
sint  gezug  dis  erbaer  lut:  her  Hans  Abli  kirchherre  ze  Hunder- 
singen,  Frik  von  Magenbüch,  Hans  der  Longer,  Cüntz  Ralle  und 
3  Hainrich  Bopp,  burger  ze  Mengen.  Siegler:  die  Aussteller. 

Geben  an  dem  naehsten  samstag  vor  sant  Hylarientag  1355. 
Weech,  Nr.  1314. 

903.  1358.  22.  April.  Avignon. 

!  14.]  Absolutio:  Adelheidi  de  Munderchingen,  moniali  monasterii 

i  Vallis  Sancte  Crucis,  Cist.  Ord.,  Const.  dioc. 

Datum  Avin[ione]  10.  kal.  maii,  a[nno]  6. 

Monumenta  Vaticana ,  Nr.  1491,  S.  434. 

904.  1379.  28.  September.  Hans  von  Hornstein  bessert 
dem  Kloster  Heilig  kreuzt  al  die  Jahrzeit  seiner  Eltern 

•  (vgl.  Nr.  712). 

Ich  Hanns  von  Hornstain  ze  Wülfflingen  gesessen,  ich  Agnes 
von  Nünegk  sin  eliche  husfröw  und  ich  Elizabeth  vom  Rain  sin 


668 


1379. 


swester  verjehen  ainmüteklich  und  offennlich  mit  urkünd  diszs  brieffs 
für  uns  und  all  unser  erben  und  tügen  kunt  all  ermenglich,  das  wir 
wolberätenlich  mit  güter  Vorbetrachtung  gesundes  libes  und  mütes 
der  abbtissen  und  dem  convent  gemainlich  des  gotzhuses  ze  Hayligen- 
crütztal  und  allen  iren  nachkommen  lutterlich  durch  gott  durch 
unser  vordem  und  nachkommen  selan  hayls  und  gelükes  willen 
und  sonderlich  zu  mins  des  vor  genanten  Hannsen  von  Hornstain 
und  miner  Elizabethen  vom  Rayn  vatters  herrn  Hannsen  säligen 
von  Hornstain  zu  unserer  müter  Elizabethan  vom  Stayn  und  zü 
unsers  brüders  Hainrichs  saligen  järtzitan  jarlichs  und  ewiklich  ze 
begend  habent  geordnet  gemachet  und  gegeben  und  ordnin  machen 
und  geben  für  recht  aigen  mit  disem  brieff  unsern  brül  zü  Fridingen 
dem  dorff  gelegen  der  gewonlich  jarlich  giltet  acht  pfunt  Haller 
und  zway  pfunt  güter  und  genger  Haller  jarlichs  geltz  usser  unserm 
hoff  zü  dem  klainen  Wülfflingen  das  man  nempt  zü  Enhofen  gelegen, 
dar  uff  zü  disen  ziten  die  Astin  sitzet  und  in  buwet  und  süllent 
die  frowen  von  Hayligencrütztal  und  ir  nachkommen  den  vor  genanten 
brül  besetzen  und  entsetzen  als  sy  beszt  mogent  nach  irem  nutz 
und  die  zway  pfunt  güter  Haller  jarlichs  geltz  usz  dem  vor  genanten 
hoff  jarlich  in  nemmen  und  niessen  an  unser  und  aller  menglichs 
hindernüst  irrunge  und  änsprach.  Und  süllent  dar  von  jarlich  yeg- 
lichs  järs  des  Hannsen  von  Hornstain  unserers  vatters  järtzit  begän 
mit  vyerdhalben  pfunt  Haller,  unszr  müter  Elizabethan  vom  Stayn 
mit  vyerdhalben  pfund  und  unsers  brüders  jartzit  mit  drin  pfunt 
Hallern  (Auflassung,  Zeremoniell ,  Einverständnis).  Wir  wellen  och 
und  ist  gerett,  das  die  frowen  und  ir  nachkommen  von  Hailigen- 
crütztal  die  vor  genanten  güt  brül  und  gelt  in  dehainen  weg  anders 
nymmermer  verendern  umb  dehainerlay  sach  weder  versetzen  noch 
verköffen  denn  allain  durch  der  vor  genanten  selan  willen  und  zü 
den  jartziten,  so  sy  und  ir  nachkomen  damitt  ewiklich  süllent  begän 
ze  chor  und  ze  cappitel  und  ze  tisch  yeglichs  järs  jarlich  und 
süllent  an  der  järtziten  ainer  die  in  allerfügklichest  ist  ald  ob  in 
die  all  dry  von  redlicher  sach  wegen  unfügklich  wären  nach  ir  ainer 
in  acht  tagen  den  nächsten  an  ainem  tag  jarlich  yegklichs  järs  ain 
selmesse  hän  umb  der  vor  genanten  selan  und  aller  gelöbigen  selan 
hayl  und  süllent  dem  priester  der  die  messe  tüt  dryssig  Haller 
geben  durch  der  selan  hails  willen  und  ob  sy  und  ir  nachkommen 
die  järtzitan  als  vor  geschrieben  ist  nitt  begiengen  und  das  über 
sässen  zway  jär  nach  ainander  da  gott  vor  sy,  so  sol  der  brül  und 
gelt  alles  gentzlich  ewiklich  verfallen  sin  und  sol  vallen  an  das 


1379—1391. 


669 


gotzhuse  zu  Salmanswiler  und  da  sollte  man  denn  die  järtziten 
begän  in  aller  wise  als  vor  ist  geschrieben  an  disem  brieff.  Und 
ze  urkünd  und  sicherhait  geben  wir  Hanns  von  Hornstain  ze  Wülff- 
lingen  gesessen,  Agnes  von  Nünegk  sin  elich  wirten  und  öch  Eliza¬ 
beth  vom  Rayn  sin  s wester  den  frowen  von  Hayligencrütztal  und 
iren  nachkommen  disen  brieff  mit  unser  yeglichs  aigem  angehenktem 
insigel  besigelten,  und  durch  besserer  sicherhait  haben  wir  gebetten 
herrn  Brun  von  Hertenstain  ze  Tögendorff  gesessen,  herrn  Ludwigen 
von  Hornstain  ze  Nüffron  gesessen  und  herrn  Mantzen  von  Horn- 

0  stain  ze  Hödorff  gesessen  all  ritter,  das  sy  ir  yegklicher  sin  aigen 
insigel  hat  gehenkt  an  disen  brieff  (S  Bekenntnis). 

Der  [brieff]  ist  geben  in  dem  jär  do  man  zalt  von  Cristus 
geptirt  drützehenhundert  jär  sübentzig  jär  und  nim  jär  an  sand 
Michels  abent. 

)  Inseriert  in  eine  Urkunde  von  1435. 

905 .  1391.  15.  November. 

Margarete  und  Anna  von  Neuhausen,  Klosterfrauen  zu  Heilig¬ 
kreuztal,  erhalten  von  ihrem  Oheim  Wolfram  von  Neuhausen  ein 
Leibgeding  aus  der  oberen  Mühle  zu  Wendlingen  zugesichert. 

)  Mittwoch  nach  St.  Martin  1391. 

Rep.  ausg.  Adel  S.  246147.  0?'ig.Perg. 

906.  Unter  Nr.  906  ist  eine  Anzahl  Stellen  aus  Graf  Eberhard 
des  Gr einer s  von  Wirtemberg  Lehenbuch  zusammengefasst,  veröffent¬ 
licht  von  E.  Schneider  in  den  Württemberg} sehen  Vierteljahrsheften 

für  Landesgeschichte  VIII  (1885),  113/164. 

Item  min  herre  hat  gelihen  Ülrich  dem  Hergesellen  alle  die 
gut,  die  Wernher  von  B unburg  gelazzen  hat  und  lehen  sin  von 
der  herschaft  von  Wirtenberg. 

Item  frowe  Hiltrut  von  Banburg  hat  ze  lehen  enphangen  dise 
nah  gescriben  gütlin  ze  Hundersingen,  die  ir  vater  und  ir  vordem 
von  unsern  vordem  an  sie  braht  hant;  item  ein  weldelin  genant 
der  Fürban,  IV  juchart  ackers,  ein  wiselin  in  den  Staingrüben,  ein 
wiselin  im  Swaighofe  und  die  halden  hinder  dem  Swaichofe  ze 
Hundersingen. 

A.  a.  0. 116. 

Item  Ulrich  der  Hergselle  hat  ze  lehen  das  gut  ze  Andelvingen, 
das  Burcharten  seligen  von  Andelvingen  was. 

A.  a.  0. 121. 


670 


1370. 


Item  Wernher  von  Bumburg  hat  ze  lehen  vier  und  drizzig 
juchart  akkers  ze  Hundersingen  an  der  Tunow  und  den  zehenden, 
aht  manmat  wisen  und  diy  hofstet  in  dem  dorffe  und  am  Soppen 
ain  holtze. 

A.  a.  0.  126. 


Item  Wilhelm  und  Wolf  von  Magenbuch  hant  ze  lehen  die 
yischentzen  under  Landowe  und  das  vischlehen  under  Walthusen 
und  den  ahtoden  teil  der  zehenden  ze  Pflumern  und  ein  gütlin  ze 
Pflumern,  daz  Johans  des  Schultheiszen  von  Rüdlingen  waz. 

A.  a.  0.  128.  1 


Item  her  Cünrat  von  Bunburg  hat  ze  lehen  enphangen  zu 
andern  sinen  lehen,  die  er  hat,  ze  Hundersingen  an  der  Tünowe, 
waz  er  ümb  sinen  vettern,  den  alten  Cünrat  von  Buwenburg,  und 
ümb  sinen  brüder  kouft  hat,  daz  ist  uf  dem  burgstal  ze  Hunder¬ 
singen  drie  hofstet,  zwen  boungarten,  wol  sibentzehen  morgen  akkers 
und  als  vil  holtzes,  oucli  wTol  sibentzehen  morgen,  daz  ouch  lit  bi 
andern  sinen  lehen. 

A.  a.  0.  130. 

Wir  graf  Eberhart  von  Wirtenberg  vergehen  offenlich  an  disem 
hriefj  daz  wir  von  besundern  gnaden  und  umb  sölchen  getrewen  dienst, 
so  uns  unser  lieber  getrewer  diener  Eberhart  von  Obresteten  selig 
dick  getan  hat,  solch  genad  getan  haben  sinen  töhtern  Nesen,  Be- 
ningnen,  Annen  und  Beten  geswestern  und  closterfrawen  ze  Hailgen- 
crütztal  umb  den  layenzehenden  in  dem  banne  ze  Sigmaringen,  den 
man  nent  Brenzkofer  zehent,  der  lehen  von  uns  ist  und  den  der 
vor  genant  Eberhart  selig  von  uns  ze  lehen  gehebt  hat  bis  an  sinen 
tod,  also  das  wir  denselben  zehenden  mit  aller  zügehörd  gelihen 
haben  und  verlihen  mit  disem  brief  den  vor  genanten  vier  swestern 
allen  gelich  gemainlich  ze  haben  und  ze  niessen  alle  die  wil  si 
lebent;  und  wenne  einw  abgat,  so  süllen  in  die  andern  han  alz 
lang  si  lebent,  und  wenne  si  alle  abgand  und  nit  sint,  so  ist  uns 
und  unsern  erben  der  zehend  gar  und  gentzlich  wider  heingefallen. 
Wan  der  e  genant  Eberhart  selig  nit  elich  süne  gelazzen  hat,  so 
haben  wir  den  vor  genanten  sinen  töhtern  durch  got  und  besündern 
gnaden  dis  genad  getan  und  haben  in  darüber  zu  einem  getrewen 
träger  geben  iren  vettern  Petern  von  Obresteten,  der  ir  getrewer 
träger  der  vor  genanten  zehenden  sin  sol  ane  geverde  und  uns  davon 
tun  und  gebunden  sin,  als  lebensman  sinem  lehenherren  von  sinem 


1370—1378. 


671 


|  lehen  billichen  tün  sol  ane  alle  geverde.  Und  dez  ze  urkunde  geben 
wir  in  disen  brief  besigelt. 

Datum  dominica  ante  Jaeobi  anno  domini  MCCCLXX. 

A.  a.  0.  140. 

5  1374.  Leonberg.  Nota,  her  Cünrat  von  Bunburg  hat  ufgeben 

disiü  nach  geschriben  gut,  die  er  von  minem  herren  zu  lehen  het, 
und  dieselben  gute  hat  min  herre  gelihen  dem  edeln  knechte  Fride- 
rich  von  Magenbüch,  und  sint  diw  güte  gelegen  ze  Hundersingen, 
dez  ersten  der  hof,  da  Haintz  Diether  ufsitzet,  dez  ist  XVIII  juchart 
0  ackers  und  VI  mansmat  wisen,  und  daz  güt,  daz  Utz  Kumerlin  hat, 
der  stük  sint  XXVIII ;  item  die  lioflfstat,  da  der  Humel  ufsazz ; 
item  die  hofstat,  da  Waltz  Traten  sün  ufsazz,  darzu  gehört  sehs 
stüke  wisen  und  ackers;  item  Haintzen  Schühlins  hoff,  dez  ist 
XXVIII  stük  wisen  und  ackers;  und  die  hofstat,  die  Rüdgere  der 
,5  Beller  hat;  item  die  hofstat,  die  Haintz  Diether  hat  und  der  Rüfinun 
hofstat ;  item  der  Malerin  hofstat ;  item  die  vischentz  an  der  Tunow^ 
gelegen,  die  Ruff  Hügklin  vischat,  und  die  garten  und  die  hofstat 
ze  Bunburg,  in  dem  vorhoff  gelegen,  und  alle  die  höltzer,  die  her 
Cünrat  von  Bunburg  Friderich  von  Magenbuch  ze  kouffen  hat  geben, 
10  uzgenomen  daz  holtz,  daz  man  nembt  die  wydem,  daz  ist  aygen. 

Datum  Lewenberg  anno  LXX  quarto. 

A.  a.  0.  140. 

1378.  14.  Februar.  Stuttgart.  Man  sol  wissen,  do  Peter 
von  Obersteten  erstarb,  do  baten  Eberhart  von  Obersteten  seligen 
5  töhtern,  die  vier  closterfrowen  ze  Heiligencrützstal  umb  ein  andern 
träger,  Hugen  von  Husen ;  den  hat  in  min  herre  geben  und  ein  brief 
in  aller  wise  uf  den  vordem  brief. 

Datum  Stügarten  die  beati  Valentini  anno  LXX  octavo. 

A.  a.  0.  141. 

0  Wir  grave  Eberhart  von  Wirtenberg  verjehen  an  disem  brief 
für  uns  und  unser  erben ,  alz  die  erbern  geistlichen  frowen  die 
abbetissen  und  der  covent  gemainlich  dez  closters  ze  Heiligen- 
;  crützstal  gekouft  hant  den  zehenden  ze  Pflumar  umb  hern  Hainrich 
von  Rischach  seligen  tohter  und  dez  selben  zehenden  ein  aliteil 
5  von  uns  lehen  ist  und  Hans  vom  Stein  von  Heimsheim  der  vor 
genanten  frowen  von  Friberg  träger  gewesen  ist,  wann  nu  die  vor 
genanten  closterfrowen  zü  Heiligencrützstal  den  vor  genanten  zehenden 


672 


1387—1388. 


ze  Pflumar  gar  mit  einander  gekouft  hant,  so  haben  wir  durch  got 
und  durch  unser  nachkomen  selenhailes  willen  und  denselben  closter- 
frowen  und  iren  nachkomen  ze  eren  und  ze  nütz  denselben  ahteil 
dez  zehenden,  der  von  uns  lehen  was,  geaigent  und  aigen  in  den 
mit  disem  brief  mit  allen  rehten  und  zügehörden  ewiclich  ze  aigen 
ze  haben  und  ze  niezzen  gerüweclich  ane  unser  und  menglichs 
irrünge,  ane  alle  geyerde. 

A.  a.  0.  148. 

1387.  Item  Ulrich  Hergeselle  der  jung  hat  ze  lehen  enpfangen 
anno  LXXX  septimo  daz  burkstal  ze  Buwenburg  mit  siner  zügehörde; 
und  daz  ist  vor  nit  lehen  gewesen  und  ist  mins  herren  aygen  ge¬ 
wesen.  Und  hat  och  enpfangen  Wernhers  saligen  hof  von  Buwen¬ 
burg  ze  Hundersingen  und  Brögen  hof  ze  Hundersingen  mit  der 
manschafft  und  ir  zügehörung,  als  daz  Ulrich  Hergeselle  vor  ze 
lehen  gehept  hat. 

A.  a.  0.  149. 

1388.  7.  Januar.  Item  min  herre  hat  gelihen  Ulrich  dez 
Hergesellen  saligen  dez  eitern  elichen  kinden  und  töhtern  mit  namen 
Nesen,  Agathen,  Annen  und  Ursellen  dise  nach  geschriben  gut:  item 
Haintzen  Haymen  güt  ze  Hundersingen  an  der  Tünow  und  des 
Suters  güt  daselbs  und  Cuntzen  dez  Boilers  güt  und  andre  güter, 
alz  die  ir  vatter  salig  vor  da  ze  lehen  het,  und  hat  in  zü  tragern 
geben  Jacob  den  Hergesellen  und  Aulbreht  vom  Rain;  von  den¬ 
selben  hat  och  min  herre  ainen  gagenbrief. 

Daz  geschach  an  dem  nahsten  zinstag  nach  dem  obrosten  tag 
anno  domini  MCCCLXXX  octavo. 

A.  a.  0.  150. 


Allgemeines  Register 


A. 

Aach,  Ach  in  dem  Hegow,  Bezirks¬ 
amt  Engen,  Baden,  184,25. 

Abeli,  Ablin  s.  T engen,  Hohen-. 
Akkerknhet  s.  Möhringen. 

Achart  s.  Herbertin  gen. 

Achern  s.  Aichern. 

Aderzhofen,  Adaihartzhoven,  Adelhartz¬ 
hof,  Gern.  Möhringen,  OA.  Ried¬ 
lingen,  C.  von  -  124,30; 

Eberhart  sin  bruder  124,30. 

Hug  von  -  191,25. 

A derlin , Cunr at  s.  HeiligJcre uztal,  Br  Uder. 
Ae  s.  E. 

Aehtertingen  s.  Echterdingen. 
Affelstetten  das  wiler,  abgegangen  bei 
Veringendorf  351,25. 

Avignon,  Avinion,  -e,  Avinionensis, 
Südfrankreich,  Departement  Vau- 
cluse  87,5.  176,30.  667,30. 

Ecclesie  -  sacrista  331,20.  667,10. 
Afra,  s.  Afren  tag,  4.  Aug.  178,5.  645,35. 
Agatha,  s.  Achtun,  Agathen,  Agatun, 
Agathun,  Agten,  Agtun  tag,  tach, 
tak,  festum  b.  Agathe,  5.  Febr. 

156.30. 176.15. 225.15. 233.1. 245.15. 

314.15.  320,20.  378,10.  427,35. 

525.15.  25.  585,5. 

Agnes,  s.  Agnesun,  Agnesen,  Angnesen 
tag,  tak,  festum  s.  Agnetis, 
21.  Jan.  147,10.  174,25.  176,15. 
232,10. 313,15. 360,10. 375,15. 376,5. 
487,20.  510,20.  520,20.  524,20. 

530.15.  558,1.  569,1.  601,15. 

Ai  s.  auch  Ei  und  E. 

Aibli  s.  Tengen,  Hohen-. 

Aibling,  Hans  s.  Beuren. 

Württ.  Qeschichtsquellen  IX. 


Aich,  Ee,  OA.  Nürtingen,  Albreht  von  - 

122,20; 

Juze,  sein  Weib  122,20. 

Kathrina  von  -, kellerin  dez  kirchherren 
von  Enslingen,  s.  Enslingen. 
Johans,  Johannes  von  -  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Brüder; 

Adelhait,  Alheidis,  seine  Schwester ,  s. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

S.  auch  Eichen. 

Aichelberg,  Aychelberg,  OA.  Kirchheim, 
grauf  Albreht  von  -  341,10.  342,5. 
343,5.  344,5.  345,5. 

Aichern,  Achern,  Aicherne,  Aichhern, 
Aihern,  Aichurne  56,1. 

Konrad,  Cünrat,  Cünrath  der  -,  B.  ze 
Maengin  27,20.  28,20.  40,1.  45,1. 
65,1.  111,1; 

Anna,  sein  Weib,  Tochter  des  Eber¬ 
hart  saeligin  des  amman  von  der 
Schaere,  s.  Scheer ; 

Heinrich,  sein  Bruder  27,20. 
Aichiloch  188,1. 

Aichstok,  -es  wise  373,15. 

Alardus  596,30. 

Alaspach  s.  Allensbach. 

Alb,  Albe,  Die  schwäbische  -,  Lüzeln- 
velt  uf  der  -  174,5. 

Bilavingen  ulf  der  -  586,30. 

Albano ,  Albanensis,  Italien,  Gaucelmus 
episcopus  -  263,30. 

Albensis,  Paulus  episcopus  -  s.  Belgrad. 
Alber,  Wiese  10,35.  281,35. 

Albreht,  Cunz  s.  Mengen. 

Alengon,  Alenconium,  Frankreich,  De¬ 
partement  Orne,  Philippus  de  -  epis¬ 
copus  Ostiensis  sacrosancte  Romane 
43 


674 


Allgemeines  Register. 


ecclesie  cardinalis  apostolice  sedis 
legatus  s.  Ostia. 

Alewang  141,10. 

Allensbach ,  Alaspach,  BA.  Konstanz 
63,10. 

Einwohner: 

Hailant  de  -  63,15; 

.  .  .  seine  Tochter  63,15. 
Peregrinus  de  -  63,10;  S  63,35; 
Johannes,  sein  Sohn  63,10;  £63,35; 
Neptis  .  .  .  des  P.  63,15. 

Vinea  dicta  des  Hailants  gut  63,15. 
Flurname : 

Kappel,  Kapella,  Curia  dicta  -  prope  - 
63,15. 

Alskusin  s.  Altshausen. 

Altach,  jedenfalls  Altwasser  der  Donau 
( cfr .  Württember gische  Jahrbücher 
1875,  116  ff.)  311,1.  653,20. 

Kalte  Altach,  ennund, enunthalb,ennent- 
halb  der-un  -  334,1.  339,20.  399,10. 

493.30. 

Zwischan  den  krippen  und  der  -un 
-un,  uff  der  ow  424,10.  617,15. 
Kaltach  170,30. 

Altkircli,  Altkilch,  Obereisass,  Johannes 
dictus  de  -  procurator  curie  Constan- 
ciensis  s.  Konstanz ,  Judices  curie. 
Altlieim,  Altham,  Althaim,  Althaen, 
Althen,  OA.  Biedlingen  7,30.  10,35. 
18,20. 23,25.  29,5.  31,1.  88,15.  92,15. 

104.5.  107,25. 115,25.  137,1.  139,1. 

150.15. 153.35. 220.10. 221.5. 223.30. 

226.5.  232,30.  244,10.  267,5.25. 

310,20.  351,5.  384,1.  387,15.  415,10. 
426,1.  470,35.  619,5.  661,5. 

Bürger  354,20. 

Amman,  Peter  der  -  408,30. 

Gebdttel  471,25. 

Grosszehend  231,20. 

Hirtenlehen  264,25. 

Schicestem  in  -  1,1. 

Örtlichkeiten : 

S.  Martin,  -s  gotzhuss,  -  und  das 
gotzhus  279,20.  373,20.  524,15. 
Die  hailigen  354,25. 

Der  hailigo  pfleger  354,20. 

Der  hailigo  garten  480,35. 


Altlieim : 

Örtlichkeiten : 

Kirchhoff,  kilchoff  481,1. 

Ob  dem  -  an  dem  gebüttel  garten 

361,20. 

Zehendhoff  373,1. 

Mühle,  muli,  müli  9,15.  20,1 ; 

-  zu  Heiligkreuztal  gehörend  389,5. 
Die  mittele  -  121,35.  410,10. 

Die  nidre  -  389,5. 

Ziegelhus  53,15. 

Brunnen,  Bi  dem  -  122,5. 

Linde,  Gen  der  -n  480,35. 

Bi  der  obern  -n  122,5. 

Bongarten  264,20. 

Krutgarten  264,20. 

Geistliche: 

Lüppriester:  Luppf,  Cunrat  s.  Bied¬ 
lingen,  Lupf. 

Mündli,  Hans,  -  und  ze  Rüdlingen 
und  tegan  des  cappitels  ze  Rud- 
lingen  s.  Biedlingen,  Geistliche. 
Hainricus  incuratus  S  116,15. 
Einwohner: 

Banwart,  App  der  -  s.  Banwart. 
Blänclin,  -s  hus  53,15. 

Blatzer,  Hans  der  -,  der  hailigo 
pfleger  s.  Blatzer. 

Brobst,  Brobest,  Probist  s.  Brobst. 
Burgner,  Burnner,  Hainrich,  Haintz 
der  -  361,20.  363,30. 
Kalsmidin,Der -en  gut,  hoveratil21,35. 
Eberli  von  -  der  kellnaer  s.  Keller. 
Kläbeisin,  Mathilde  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Khnoll,  Knoll  s.  Knoll. 

Crtitzer,  Cüntz  s.  Crtitzer. 

Ebe,  Cunrat  der  -  89,5. 

Eberhart  von  -  395,30.  547,20; 
Elizabeth  dd  Strdben,  sein  W eib,  s. 
Strdb . 

Engel  s.  Engel. 

Fetterren,  C.  der  Weterre  s.  Yeterre. 
Vogelli  s.  Vogelli. 

Fuhs,  Hans  der  -  s.  Fuchs. 

Gampain,  Gampan  362,10.  597,30. 

650,20. 

Gärwar,  Garwer  s.  Gerber. 


Allgemeines  Register. 


675 


Altheim : 

Einwohner: 

Gemaechelins  gut  von  -  zu  Binz- 
wangen  29,5. 

Goinger  s .  Goinger. 

Golg,  Eberli  s.  Golg. 

Grantz,  -en  gesässe  165,20. 

Cuntz  653,30. 

Chunrat  -en  gut  121,30. 

Grasse,  Gresse,  C.  -n  acker  107,25. 

Cünrat,  Cuntz  153,15.  154,10. 
Gräter,  Dez  -s  gut  s.  Graeter. 

Griff,  Maier  -en  liof  151,1. 
Grüninger,  Chunrat  der  -  303,1. 
Hämiger  267,30. 

Hätinger,  Hätiger,  Hätingerin,  Ha- 
thingerin  s.  Hätinger. 

Haulting,  Cuntz  491,1.  540,15. 
Herbst  625,15. 

Herter,  Herterin  s.  Herter. 

Heubrenn,  Chunrat  241,10. 

Hiltbolt,  Hilpolt,  Hiltpolt  s.  Hiltbolt. 
Hochgerüt,  Hochgerüth,  Hohgerut, 
Hainz  s.  Hochgerüt. 

Holtzwart,  Cuntz  s.  Holtzwart. 
Hüllinch,  Hülling,  Hullink,  Hullin 
s.  Hulling. 

Im  bongarten,  Berhtoltz  gesaesse  - 
232,30. 
auch  Appe. 

Itenhuser  s.  Ittenhuser. 

Man  wirst  s.  Man  wirst. 

Moll,  Haintz  s.  Moll. 

Miilherr,  Chunrat  s.  Mülherre. 
Münch,  Hanns  der  -  s.  Münch. 
Öshammer,  Des  -s  gut  s.  Oshaimer. 
Plater,  Hans  der  -  379,20. 

Probest  s.  Brobest. 

Reisser  244,10. 

Ruff,  Ruf  der  müller  389,5.  408,20. 
Schaid,  -en  garten  267,30. 

Schärer  s.  Schärer. 

Schinbain,  Schinebain,  Schinenbain 
s.  Schinbain. 

Scholderlin  467,5. 

Schwall  597,10.  650,1. 

Sprenger  s.  Sprenger. 

Strüben  s.  Strüb. 


Altheim : 

Einwohner : 

Suter,  Heinrich  der  -  gen.  der  Brobest 
s.  Suter. 

Toschan,  Toschanli  s.  Toschan. 
Walther  von  -  589,1. 

Werner  von  -  1,1. 

Wetzel,  Walther  s.  Wetzel. 

Zürn  s.  Zürn. 

Flurnamen : 

Anwander,  Der  hailigen  -  597,25. 

650,15. 

Anwanderly  by  dem  galgen  597,25. 

650,15. 

Bann,  bannus,  banne,  in  A-er  -n 
136,1.  379,30. 

In  dem  esche  gein  Haligencrüstal 
bi  Chunrat  des  gerwers  akker 
und  des  Boderers  akker  125,30. 
In  A.  -,  -  villanorum  in  - 165,20.  30. 
Beltzach,  In  der  -  137,5. 

Binswanger  weg,  An  dem  -  597,30. 
650,20. 

Born,  Born,  Under  den  -en  408,25. 

By  den  vier  -en  597,20.  650,5. 
Braitriet  s.  Bied. 

Brunnen,  brünlin,  Bi  dem  -  408,20. 

Bi  dem  kessel-  597,20.  650,10. 
Brüggelin,  Ennunt  dem  -  241,10. 
Bybrach,  Gen  der  -,  an  der  -en  s. 
Biber. 

Kelwisa  409,5. 

Kesselbrunnen  s.  Altheim,  Brunnen. 
Crütz,  crütz,  krütz,  By  dem  -  by 
den  holderäkern  597,20.  650,10. 
Bi  dem  staynin  -  und  haisset  diu 
krumwis  220,1. 

Kürtz,  Ain  408,35. 

Dorf,  Ennent  gen  dem  -  werd  597,30. 
650,20. 

Elm,  ein,  Rüdlinger  -  165,35. 

In  Althaimer  -  410,15.  520,30. 

597,15.  650,1. 

Erlach,  erlachen,  in  erlachun  ober- 
thalp  -  408,15.  597,15.  650,5. 
665,30. 

Espan,  A.er  -  underhalb  dem  dorflf 
409,10. 


676 


Allgemeines  Register. 


Altheim: 

Flurnamen : 

Espan,  Andelvinger  -  am  Marpach 

286.25. 

Esch,  essch,  Zwischen  den  -en  597,15. 
650,5. 

Zwischan  A.er  und  Andelvinger 
eschen  286,25. 

In  A.er  -en,  in  -en  ze  -  654,25. 

656.15. 

-  gen  Gruningen  wert  408,80. 

597,20.  650,5. 

-  gein  Haligencrustal  137,1. 

-  gern  kloster  879,15. 

-  ennent  dem  wasser,  gen  Hailig- 

crütztal  409,1.  597,25.  650,30. 
In  dem  -e  gein  Pflumarn,  Pflomern, 
Plumern  werd,  bi  Sigebotes 
Toschans  akker  und  bi  der 
widem  akker  125,15.  136,1. 

408.15.  597,20.  650,5. 

Velsiul,  Bi  der  -  661,5. 

Gebraiten  597,15.  650,5. 

Gerahusen,  An  dem  berg  gen  -  597,25. 

650,15. 

S .  auch  Gerahusen. 

i 

Graben,  Uber  den  -  415,30. 

Greben,  Bi  dem  -  409,5. 

Grund,  Im  -  597,30.  650,20. 
Gruninger  weg  597,25.  650,10. 
Hargarten,  In  den  -  458,35. 

Hohy,  Uff  der  -  by  den  bünden 

597.25.  650,10. 

Holtz,  Vorm  -  by  dem  closter  weg 
597,35.  650,20. 

Lachen,  Uff  der  -  597,20.  650,10. 
Mengen,  Der  von  -  agger  408,30. 
Muli,  Gen  der  mittlun  -  über  die 
strass  über  410,10. 

Mulwis  137,5. 

Niderwisen,  Uff  -  under  A.er  ein 

410,10. 

Owe,  Bi  der  -  408,30. 

Pfeiler,  Dez  ammans  -  agger  408,35. 

Der  -  acker  597,20.  650,10. 

Pfister,  Des  -s  agger  408,35. 

Rain,  In  dem  -  597,30.  650,20. 

Riet,  rit,  riett,  brait-  s.  Ried. 


Altheim  ; 

Flurnamen : 

Roden,  Uff-,  uff  dem  -,  im  -  in  banno 
A.  122,1. 165,20.  597,30.  650,20. 

Stainibain,  -s  wise  s.  Stainibain. 

Spissloch,By  Indem-  597,25. 650,15. 

Totmar,  Ob  dem  -  409,5. 

Widem  akker,  wydem  agger  136,1. 
408,30. 

Wisfleken,  An  dem  -  597,15.  650,5. 

Altshausen ,  Alshusin  OA.  Saulgau,  ev. 
auch  Alleshausen  OA.  Riedlingen , 
Ulricus  de  -  miles  11,10.  19,20. 

Altsteusslingen  s.  Steusslingen. 

Alwig,  Alwich,  Alweg  s.  Mengen,  Alwig. 

Am  anger,  angel,  Herbertingen:  Walcz 

369,15.  392,30. 

Tr  ochtelfingen:  Dietrich,  B.,  340,10; 
Lari,  sein  Sohn  340,10; 

Matza,  dessen  Weib  340,10. 

Ambrosius,  der  hailge  lerer,  s.  Ambrosien, 
Ambrosigen  tag,  tach,  4.  April  oder 
7.  Dez .  118,30.  215,30.  380,30. 605,5. 

Ämervelt  s.  Emerfeld. 

Amlung  s.  Enslingen. 

Amman,  Anman,  Ammaennin,  Cunrade 
der  -,  wahrscheinlich  zu  Markdorf 
35,1.  36,30. 

Hans  540,10. 

W alther  der  -  zu  Herbertingen  201,15. 

Riedlingen:  Ulrich  der  -  482,15. 487,1. 

S.  auch  amman,  ammaennin,  passim. 

Am  Ort,  Hans  s.  Überlingen. 

Aempfhinger,  -s  wis  160,1. 

Aemphingerin,  Ampfinngerin,  Empfinge- 
rin,  in  der  -en,  in  der  -un  241,40. 

336,10. 

-  ze  Hundersingen  in  dem  banne 

497,10. 

Am  Rain,  Werner  -  95,15. 

Ankenzoll,  Ankenzolin,  Ankenzollin, 
Ankezollin,  Ankezollin,  Angelzül, 
Hans  573,5; 

Gut,  sein  Weib  503,25; 

Gut,  ihre  Tochter,  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen  ; 

Eid,  ihre  Schwester  543,20. 


Allgemeines  Register. 


677 


Andelfingen ,  Andelfinch,  Andelwingen, 
Andelfing,  Andelwige,  Andilvingen, 
Andolvingen,  Andolfingen,  Andol- 
ving,Andelwigen,Andelvinch,  Ande- 
fingen,  Andewingen,  Andel winlge(!) 
OA.  Riedlingen  1,10.  3,1.  15. 

10.1.15.  11,25.30.  12,1.10.15.20. 

15.15.  25.  16,5.  17,1.  5.  30.  18,15. 

19.15.  24,25.  25,10.  27,1.  29,30. 

30.1.  10.  30.  31,1.  5.  35,30.  39,20. 

61.1.  65,5.  68,15.  152,30.  209,30. 

283.15.  404,35.  669,35. 

Geistliche : 

Cunrat  der  tegan  69,20.  72,10.  74,10. 

78,10.30;  8  78,25. 

Luprist,  luprister  87,35.  96,35. 
Vicarius  perpetuus  331,30.  388,5. 
Plebanus  444,10. 

Berhtold,  Berhtolth  der  kilcherre,  der 
luprister  115,35.  116,35. 
Cunradus,  Cunrat,  luprister,  liup- 
priester,  plebanus,  incuratus  39,35. 

45.30.  55,15.  98,25.  660,25. 
Lüpriester,  kilcher,  vicarius  perpetuus, 

Dietrich,  Diedrich  (=  Dietricus 
dictus  Millinger  sacerdos  de  Rüd- 
lingen)  148,35.  149,35.  186,35. 

192.15.  194,10.  206,20.  210,10. 

218.20.  221,30.  223,25.  225,20. 

248.15.  273,10.  293,30.  331,30. 
Ernst  580,5. 

Geburschaft  475,20. 

Örtlichkeiten: 

Kirche,  kilcbe,  gotes  hüs,  ecclesia 
parrochialis  21,15.  78,20.  283,5. 

331.30.  388,10. 

Ob  der  kilchun  59,5. 

S.  Cyriacus  und  die  hailigen  der lüpp- 
kirchun,  des  gotzbuss  520,15. 

538.20. 

Kirhof,  cimiterium  78,15.  400,30. 
Burgstal,  burkstal,  castellum  dictum 
-  273,30.  304,30.  400,30.  405,5. 
Stainhus,  Bi  dem  -e  58,35. 

Mühle ,  müly,  müli,  muli  16,15. 111,5. 
601,35. 

Ober  -  228,1. 

-  gen.  Mittel-,  mitliu  -  18,15.  93,25. 


Andelfingen : 

Örtlichkeiten : 

Mühle ,  Bi  Marbachs  -  ob  dem  weg 
gen  Groningen  142,25. 
Ortsweiher  16,25.  30,10. 

Tor,  Bi  dem  Veile  -  59,1. 

Genannt  von 

Albertus,  Albrecht,  Albreht  55,15. 

58.25.  68,10.  87,15.  99,30. 100,20; 
Seine  drei  Brüder  Burchart,  Burkart, 

Burcart  58,25.  68,10.  273,30. 

304.25.  400,10.  405,10.  669,35; 
Angnes  von  Eglingen,  dessen  Weih , 

s.  Eglingen; 

Anastasia,  ihre  Tochter  404,30 ; 
Cuntz  Mursei,  deren  Mann,  s.Mur- 
zel. 

Friedrich,  Fridrich,  Friderich,  Frideri- 
cus  58,25.  68,10.  87,15.  99,30. 
Ulrich  49,30.  55,15.  58,25.  68,10. 
Anna,  Hailwic,  Clara,  Schwestern ,  s. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Claus  B.  zu  Riedlingen  574,5. 
Cunrat  ein  priester  68,30. 

Cünrat,  Cunrad,  Chunrat  90,20.  96,5. 

136,15.  175,10.  189,25; 
Mähthildis,  Mathilt,  sein  Weih 

175.10.  189,25.  190,5; 
Margarehta,  ihre  Tochter  190,5. 
Chunrat,  Cunrat,  Cuntz,  ammann 

(minister)  ze  Rüdelingen,  sein 
Sohn  101,25.  104,5.  112,10. 

122.10.  142,30.  147,30. 150,25. 

152,1.  157,35.  163,20.  175,10. 

292,25.  338,20.  368,1.  462,35. 
664,25;  £153,30. 158,30.339,1; 

Anna  Roserin,  dessen  Weih,  s.  Ro¬ 
ser  in; 

Anna  und  Katherina,  Schwestern 
des  Chunrat  175,10. 

Cunrat,  Wernhers  sun  65,15. 
Dietrich,  Deitrich  144,20.  183,10. 
Hans,  B.  zu  Riedlingen  338,20. 510,15. 

529.25.  548,10;  S  339,1; 
Lüggart,  sein  Weih  548,10. 

Hans,  Johans,  Johannes,  amman, 
stettamman  zu  Riedlingen  212,1. 

230,30.  242,20.  258,35.  264,30. 


678 


Allgemeines  Register. 


275,15.  282,20.  287,5.  288,5. 

295.10.  299,15.  302,15.  303,30. 

308.1. 309.1. 312.20. 313.10. 317.5. 

319.20.  321,35.  322,25.  370,10. 

405.10.  407,5.  408,10.  412,1. 

414.30.  422,10.  426,1.  463,25. 

482.10.  486,35.  487,30.  509,25. 
517,25.  552,10;  #283,25.295,10. 

365.20.  382,25.  409,30.  423,20. 
464,1.  476,1.  511,15.  518,20; 

Andelfingen : 

Genannt  von: 

Hans,  seine  Weiber:  Ann  282,20; 

Margaret  Lüpfin  s.  Riedlingen,  Lupf. 
Heinrich,  Mannlehen  -s  gen.  von  - 
zu  Binzwangen  21,1. 

Hainrich,  B.  zu  Riedlingen  136,35; 

Berte,  sein  Weib  136,35. 

Eitel,  Ital,  Itel,  B.  zu  Riedlingen 

597.5.  630,25.  650,25;  S  423,30. 

599.30.  631,30; 

Wernlier,  sein  Br  uder  597,5. 630,25. 

650,25;  #  599,30.  631,10. 
Margareta  s.  Heiligkreuztal,  Äbtis¬ 
sinnen. 

Walther  den  man  nempt  Wetzein 

437.10.  577,20;  #438,35.  578,1; 
Eis  die  Helwerin,  sein  Weib,  s. 

Helwerin. 

Einwohner : 

Basensun,  Der  -  282,25. 

Birkmaiger,  Birkmaigerin  s.Birkmaier. 
Bugg,  Uff  -en  wis  s.  Buck. 
Buggeier,  Hans  der  -  519,10. 
Büzfinger,  Hans  der  -  546,15. 

Klett,  Hans  der  —  249,15. 

Koffman  475,20. 

Kollin,  Bentz  s.  Kollin. 

Koss,  Coz,  Eberli  210,15.  522,30; 
Matza  Birkmaigerin,  sein  Weib,  s. 
Birkmaier. 

Künvesman  282,25. 

Künolt,  Walter  -s  gut  s.  Künolt. 
Künzelaer,  Werner,  Ulrich  und  .  .  . 
gen.  -  11,30. 

Velsoberg,  Welsoberchz  hof  30,1.  65,5. 
Fleke,  Wilhelm,  Hans,  s.  Fleck. 
Gebürin,  Hazza  diu  -  s.  Gebur. 


Andelfingen : 

Einwohner  ; 

Gerwer,  C.  gen.  -  s.  Gerber. 
Gloggli,  Cuntz  496,10. 

Haginisgüt  s.  Hagen. 

Helwerin,  Else  die  -  577,20; 
Walther  von  Andelfingen,  »Vir  Mann, 
s.  Andel  fingen ,  Walther  von-. 
Henin,  Der  -en  gut  17,35. 

Herp,  Herpin,  Herppin  272,30. 

Elzbetht,  Beta  546,10.  574,5. 
Huoter,  Des  -s  hof  s.  Hüter. 

In  dem  Yurte,  Berhtoldes  gut  -  17,35. 
Irmel  die  beschliesaerin  des  Dekans 
Cunrat  von  -,  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Lang,  Laengin,  Dez  -in  hof  13,10. 

Dez  -un  garte  68,15. 

Lütolt  s.  Lütolt. 

Lutz,  Albreht  s.  Lutz. 

Maiger,  Cünz  der  -,  karrenkneht  zu 
Heiligkreuztal  s.  Heiligkreuztal, 
Ämter. 

Mainger,  Manger,  Dez  -s  wise  s. 
Mengen. 

Markdorf,  -s  gut  s.  Markdorf. 
Müller,  Michel  der  -  s.  Müller. 
Naglerin,  Adelhait  die  -  356,10; 

Cuntz,  ihr  Sohn  356,10. 

Nater,  Des  -s  garten  s.  Nater. 
Obrenstetten,  Cünz  -  s.  Oberstetten. 
Offenburgerin,  Anna  -  s.  Offenburger. 
Rethaber  s.  Rethaber. 

Rewin,  Der  -un  garten  58,35. 

Rüber,  Des  -s  garten  bi  dem  Yelle 
tor  59,1. 

Sahs  s.  Sachs. 

Satil,  Des  -s  hof  s.  Satel. 

Satler,  Cunrat  der  -  s.  Satler. 
Schach,  Haintz  der  -  546,15. 
Schevolt,  Hans  -  s.  Schevolt. 
Schobli,  Sifrid  -  s.  Schobli. 

Schriger,  Schrigar,  Pratum  dicti  - 
98,35. 

Cunrades  -s  gut  58,30. 

Maerkelins  dez  -s  gut  68,15. 
Spinnler  360,1. 

Stolle,  Ritter  gen.  -  s.  Stoll. 


Allgemeines  Register. 


679 


Andelfingen : 

Einwohner : 

Suter  s.  Suter. 

Tucherin,  Heza  -  s.  Tucherin. 

Tuntz,  Tuntz,  Haintz-den  man  nempt 
den  Pfiffer  577,25.  611,10; 

Anna  Offenburgerin,  sein  Weib,  s. 
Offenburger. 

Welsoberch  s.  Velsoberg. 

Wetzel  s.  Wetzel. 

Wirt,  Hans  der  -  den  man  nempt 
Noppen  s.  Wirt. 

Zinsmaister,  Cinsmaister,  Dez  -s  gut 
o  25,15. 

Ülr.  gen.  -  27,1. 

Elurnamen : 

Andelfinger  staig,  Uuder  -  287,25. 
Bach,  Stosset  uff  den  -  288,1. 
Bomlin,  Underm  -  282,85. 

Brant,  Im  -  12,10. 

Kessel  283,10. 

Kloster,  Des  -s  akger  283,1. 
Koffman,  Dez  -s  brul  der  vorder,  der 
an  den  hertweg  stozzet  475,20. 
Kragenriet  475,20. 

Kreb  282,30. 

Krütz,  Bi  dem  stainin  -  283,10. 

-akger  am  Grüninger  weg  282,35. 
Ku,  Die,  obnan  an  dem  berg  282,35. 
Enkelsbühel  475,30. 

Esch  g&n  Oberholtz  142,20. 

-  gen  Pflumerer  berg  142,20. 
Ertingen,  In  den  -r  stokgen  283,10. 
Gevell,  Underm  -  282,30. 

Grub,  Die  kalte  -  283,5. 
Güntershoven,  Uf  dem  -  282,30. 

Der  hailigo  akger  stosset  an  den 
Fridinger  weg  282,35. 

Heggenzyl  475,20. 

Hertweg  475,20. 

Hovestat,  Wise  dü  da  haisset  du  - 
59,1. 

Juch  283,10. 

Juncholz  16,10. 

Lainhus,  In  dem  -  283.5. 

Langewis  475,30. 

Lüppriesters  wise  375,1.  529,30. 
Marpach  282,30. 


Andelfingen : 

Flurnamen : 

Oberholtz  475,20. 

Payger,  Dez  -s  graben  475,20. 
Pferrich,  Im  -  471,35.  502,15. 
Pflumer,  Stosset  -weg  und  Groninger 
dar  uf  142,20.  282,30. 
Poschenhowe  16,10. 

Ried  5.  Ried. 

Rinkse  283,5. 

Rosswis  283,10. 

Rüchholtz  475,30. 

Schach  475,20. 

Schalmanlachen,  In  -  283,1. 

Spiz  16,10. 

Vor  dem  -  59,5. 

Stet  loch,  In  der  -  142,20. 

Tachowe,  In  der  -  12,10. 
Underwasser  305,15. 
Waeningeswinkel  16,10. 

Westerveit,  Uf  dem  -  283,1. 

An  dem  Anger  s.  Heilig kreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

An  dem  hove,  Hainrich  s.  Völlkofen. 
An  der  staig,  Adelhait  s.  Friedingen. 
Andreas,  Andres,  Andris,  Andresz, 
Andres,  Andress,  Andresz  dez  hail- 
gen  zwelffbotten  tag,  abende,  abent, 
abent,  aubent,  f.  b.  Andree  apostoli, 
30.  Nov.  65,20.  85,15.  88,1.  110,1. 
152,1.  230,5.  243,5.  310,20.  358,1. 
411,30. 486,20. 523,1. 528,10. 573,15. 
606,35.  612,5.  30.  657,35. 

Angelli  s.  Konstanz,  Einwohner. 
Angestman,  s.  Biedlingen. 

Anhausen  OA.  Münsingen,  Adelhait 
gen.  Gerstenecharin  22,30, 

Anman,  Hans  s.  Amman. 

Anmerkingen  s.  Emerkingen. 

Antivari,  Antibariensis  Guillelmus  ar- 
chiepiscopus  175,30;  S  176,30. 
Antonius,  b.  -  Magnus,  17.  Januar 
114,30. 

S.  Anthonien,  Antonien  tag,  tach  105,15. 
106,10.  208,35. 

Aplinus  in  curia  Blaessingi  54,1. 


680 


Allgemeines  Register. 


App,  Appe  471,30. 

Altheim:  -  der  Banwart  279,15. 

-  im  bongarten,  imm  bongarten,  in 
dem  bongarten,  im  bongarten 
264,20.  467,10.  471,1;  5.  auch 
Altheim ,  Im  bongarten. 

Beizhofen:  Hainricb  143,1; 

Adelhaet  sein  Weib  143,1 ; 

Hans,  sein  Sohn  143,20; 

Appe,  sein  Sohn  143,1; 

Anne,  dessen  Weib  143,1. 
Binzwangen:  Hans  53,5. 
Dedenhausen:  -  der  Nager  513,1. 
j Enslingen:  -  der  Benner  232,30. 

-  Gerbolt  183,20. 

Grüningen:  Hainrich  -n  sun  321,1. 

-  der  Schenkel  321,1. 

-  der  Mayger  234,25. 

Hailtingen :  -  dictus  Mayer  155,10. 

165.10.  664,15. 

Mengen:  -  von  Aiche,  B.,  189,15. 

228.35. 

Aphans  160,1. 10. 

Chunrat  -  Hans  gen.  240,10.  241,5 ; 
Albrekt  -  Hans  gen.  240,10.  241,5 ; 
Hans  240,10; 

Eberlin  240,10; 

Elzbeth  240,15; 

Anne  240,15; 

Metze  240,15,  alles  Geschwister. 

-  vom  Rain  568,10. 

S.  auch  Fuchs  und  Gerbolt. 
Appishuser,  C.  dictus  -,  s.  Salem , 
Mönche. 

Aergaershain  s.  Ergersheim. 

Arnolt,  Arnnolt,  amman  zu  Mengen 
75,1.  76,30. 

Friedingen:  Hans  184,1.  187,20. 

190.35. 

Markdorf:  Jaek  227,5. 

Biedlingen:  Cfinrat,  B.,  364,1. 
Überlingen:  589,1. 

Arzat,  Artzat,  Arzet,  Arzad,  Artzatin 
Medicus  99,30. 

Des  -z  stok,  an  der  Ostrach  die  man 
nempt  die  Artzatinen  zu  Mengen 

616.10.  635,5. 


Arzat,  Des  -en  wingart  ze  Rainsburc  ob 
Cunrats  wingarten  an  dem  Rain 
95,5; 

Albrecht  79,5 ; 

Margaret,  sein  Weib  79,10. 
Adelheit  die-  525,35.  551,35.  621,25; 
Haintz  der  Hatinger  von  Altheim, 
ihr  Mann,  s.  Hatinger. 

Cunrat  der  -,  lüpriester  ze  sant 
Johann  ze  Costentz  621,25. 
Johann  der  -  ein  priester  221,5. 
Enslingen:  Irmel  die  -  413,1. 
Machthild  der  -un  tocbter  430,30; 
Haintz  Buggensun  von  Friedingen , 
ihr  Mann,  s.  Friedingen ; 
Ulrich  der  -  575,5.  576,30. 

Werntz  der  -  413,1. 

Mengen :  Werneher,  Werher,  B.,  64,30. 
75,30. 

Werntz  479,20.  480,10.  498,15; 

S  480,5; 

Chunrat  sein  Sohn  480,15. 
Asenheim,  Aesenhain,  Aszenhain,  dbg. 
bei  Unlingen,  OA.  Biedlingen. 
Berhtold  von  dem  Stain  s.  Stein. 
Cüntz  von  Hornstain  zue  -  gesessen 
s.  Hornstein. 

Astin  s.  Enhofen. 

Atz  448,15. 

Biedlingen:  364,30. 

Haintz  316,30; 

Adelhait,  sein  Weib  316,30. 
Hermann  408,20. 

Augia  Maior  s.  Beichenau. 

Augsburg,  Augusta  596,25. 

Bischöfe :  Episcopus  Augustensis400,l. 
Hartmann  24,25. 

Siboto  aus  dem  Zisterzienserorden  9,5. 
Canonicus:  Ludovicus  comes  de  Ve- 
ringen  s.  Veringen,  Grafen  von  -. 
Augstman,  Markli  s.  Hundersingen. 
Augusta  s.  Augsburg. 

Augustinus,  b.,  28.  Aug.,  176,10. 

Ay  s.  auch  Ei. 

Aychartstuden  455,35. 

Aygeltingen  s.  Eigeltingen. 

Aygerkneht,  Hainricus  de  Ginningen 
alias  -  s.  Gönningen. 


Allgemeines  Register. 


681 


B. 

Baach,  Bach  OA.  Münsingen  oder 
Ehingen  ?  18,30. 

Ritter  Konrad  von  Chnradus  126,1. 
147,30. 

Chunrat  von  ze  Togendorf  gesessen 
304,15; 

Mahthilt,  sein  Weih  304,10; 
Katherin  von  Hornstain  die  man 
nempt  die  von  -,  ihre  Tochter 

304,10. 

Siglin  Walther  sesshaft  ze  -,  s.  Sigli. 
Bächingen,  Bachingen  s.  Bechingen. 
Bachleder,  Cünradus  dictus  -  s.  Mark- 
.  dorf. 

Bachmaiger  s.  Oberholz. 

Bachritter,  Bachriter,  Bahritter,  Bah- 
riter,  Bachrither,  Bahritter,  Bach- 
rittrin,  Bachritrin  155,15.  233,25. 
Ortholf  der  Ortolfus  dictus  -  ar- 
miger  87,20.  165,10. 

Die  -  381,35.  383,20. 

Burg  au:  347,10. 

Kanzach:  Hainricus  dictus  -,  Han- 
rich,  Hainrich  der  -  39,35.  41,20. 
45,1.  47,1.  59,10. 

Bader,  Albertus  s.  Wil. 

Baier,  Bayer,  Baiger,  Paiger,  Payger, 
Payrin,  Paygern,  Benz  der  -  216,15. 
Cunz,  Cuntz  der  -  216,15. 
Andelfingen:  475,20. 

Grüningen:  312,10. 

Sünder  sin  gen:  578,25. 

Cuntz  der  -  514,35. 

Engel  die  -  s.  Heiligkreuztal ,  Kloster - 
frauen. 

Mengen:  Hainrich  der  -  252,5. 
Baindt,  Bunde  Zister  zienserinnenklo  st  er, 
OA.  Ravensburg  14,10. 

Baldeck,  Baldegg,  Gern.  Wittlingen, 
OA.  Urach ,  Anna  von  -  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Bamplerin  379,10. 

Banwart,  Banwarten,  Chunrat  274,25. 
Altheim:  Appe  der  -  s.  Appe. 
Friedingen :  Cuntz  der  -  181,35; 
Eberli,  Albreht,  Dietrich,  Söhne,  ze 
Enslingen  gesezzen  181,30. 


Banzer,  Bantzer,  Pantzer,  Banzir, 
Bantzir,  Bantzier,  Banzerin,  Ban- 
zirin  (vgl.  von  Alberti  37;  Kindler 
von  Knoblocli  I,  43)  53,10. 
Beuren:  Rüf,  Rüff  530,20. 
Enslingen:  53,10.  214,35. 

Mengen:  460,30. 

Bertolt  208,5; 

Mehilt,  Mahthilt,  sein  Weib  208,5. 
273,1; 

Adelhait,  seine  Tochter  207,20; 
Cunrat  Alwig,  ihr  Mann,  s.  Alwig. 
Cunrat,  B.,  103,25.  111,20.  118,25. 
125,5.  145,5.  173,10. 

Ben  238,20.  412,15; 

Ihre  Kinder:  Anne  und  Maezze,  s. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen  ; 
Katherin  des  ammans  saeligen 
wirtinne  vonRutelingen  238,20 ; 
Elzbet  238,20; 

Benz  Rail,  ihr  Mann,  s.  Mengen, 
Rail; 

Cunrat,  Cunz  229,10.  232,5.  235,20. 
238,20.  252,25.  257,5.  269,1. 
334,15.  342,20.  363,1.  393,10 
(der  elter).  460,1. 495,10. 496,10 ; 
S  346,10.  393,25.  460,25; 

Agt,  Acte,  seine  Tochter  490,5. 

495,10;  S  490,25.  495,30; 
Wolff  vom  Stain,  deren  Mann, 
s.  Stein. 

Barchan,  Bentz  s.  Unlingen. 

Barer,  Ott  der  -  s.  Riedlin  gen. 
Barnabas,  Barnnabas,  s.  -,  Barnabes 
dez  hailigen  zwelf  hotten  tag,  tach, 
11.  Juni,  152,25.  236,25.  364,5. 
476,30.  616,35. 

Bartelstein,  Barthelstaen,  Bartilstain, 
Bartenstain,  der  von  -  jarzit  s. 
Heiligkreuztal,  Jahrzeiten. 

-s  gut  234,25. 

Hainz,  Hainrich,  Ritter  von  -  265,25. 

393.10.  433,20.  456,15 ;  S  266,20. 
393,25.  434,10.  456,30. 

Ritter  Hartnit  von  -,  sein  Bruder 
261,1.  265,25.  327,35.  342,15. 
347,25.459,20;  #266,20.328,10. 

346.10.  348,5. 


682 


Allgemeines  Register. 


Bartelstein,  Härtnit  von  -  von  Kruchen- 
wis  S  372,20. 

Einleger,  Rudeger  von  -,  Bitter 

58.5.  65,80. 

Rüdger  von  -  (der  alte)  158,25.  162,35. 

164,10.  664,25. 

Rudger  von  -  459,15; 

Adelhait  von  Horningen,  sein  Weib, 
zu  Mengen  gesessen,  s.  Herr¬ 
lingen. 

Bitter  Ulrich  von  -  139,20; 

Anna,  Tochter  Eggehartz  von  Ri- 
schach,  sein  Weib,  s.  Beischach. 
Hädwig  von  -  487,5. 

Bartholome,  Berchtolt,  s.  Markdorf. 
Bartholomaeus,  Bartholomens,  Bartolo- 
meus,  s.  -,  -i  tag,  abent,  f.  b.  -i  apo- 
stoli,  24.  Äug.,  61,10. 193,25. 197,35. 
263,20.  390,35.  423,25.  424,25. 

560,5.  572,1. 

Basel ,  Basiliensis,  Schweiz  21,20. 
Officialis  curie  -  648,5. 

S  curie  -  649,15. 

Fruman,  Franciscus  de  Rudlingen, 
vicarius  in  ecclesia  s.  Petri  -, 
s.  Biedlingen,  Fruman. 
Schellemberg,  Symundus,  notarius 
curie  -  648,25. 

Basensun  s.  Andelfingen. 

Baumburg  s.  Buwenburg. 

Baustetten  OA.  Laupheim  16,15. 
Bebenhausen,  Bebenhusen  OA.  Tübingen, 
Cistercienserkloster  4,5. 

Solarium  inlirmarie  4,15. 

Apt  und  convent  239,25.  365,5. 

Prior  Hainricus  Stoltz  4,10. 

Frater  Johannes  von  Yeringen  con- 
versus,  keiner  zu  -  132,10. 140,30. 
Bedungen ,  Bächingen,  Bachingen,  OA. 
Biedlingen  312,20. 

Burkhard  von  -  22,25. 

Ulrich,  Wlrich,  Ülricus  de  -  83,15. 

84.5.  90,20.  92,15.  101,25. 122,10. 
Bek,  Bekk,  Beck,  Becke,  Bekke,  Beke, 

Bekin,  Beggin,  Binzwangen  :  Der  - 
240,25. 

Der  -o  gut  245,10.  250,1. 

Der  -o  wise  250,1. 


Bek,  Johannes  dictus  -  incuratus  eccle- 
sie  329,1.  330,10. 

Friedingen :  All  diu  -  357,5. 

Hätze  diu  -  218,1. 

Bena  de  -  28,5. 

Haintz  des  -en  sun  von  Honhulw 
377,15; 

Uli,  Ulrich  der  -,  dessen  Sohn  357,5. 

377,25. 

Der  -  188,1. 

Begli,  s.  Saulgau,  Bokli. 

Beham,  Dietrich  374,35. 

Beizkofen,  Bützkofen,  Bützkoven,  Büz- 
koven,  Büzzekoven,  Bützekoven, 
Buzkofen,  Beützkhoven,  Bützkoven, 
Buzekofen,  Butzighofen  OA.  Saul¬ 
gau  19,5.  537,1. 

Zehend  324,15.  334,30.  375,1.  538,10. 
548,30. 

Klain  und  groz  -  323,10. 

Hainrich  von  -,  B.  von  Mengen  123,35. 
124,20.  142,5.  143,1; 

Adelhait,  Adelhaet,  sein  Weib 

142.5.  143,1; 

Hans,  Johans,  B.  zu  Mengen,  zu 
H under singen  gesessen ,  sein 
Sohn  143,20.  186,20.  231,30. 

235.5.  253,5.  254,20.  289,35. 
403,10; 

Katherine,  sein  Weib  231,30.  235,5. 
254,20.  290,1. 

Hundersingen :  Hainrich  von  -  30,25. 
42,10; 

Albreht,  sein  Sohn  42,15. 

Her  Cunrat  guth  von  Ursindorf  s. 

Ursendorf. 

Haid  537,5. 

Herisen,  Haintz,  von  Mengen,  s. 
Mengen,  Herisen. 

Otte,  Ruff  -n  von  Bünigen  sun  s.  Otte. 
Cüntz  der  Schmit  von  -,  Bürger¬ 
meister  zu  Mengen,  s.  Schmid. 
Stritberg  417,25. 

Butzikover,  Cünrat  der  -,  B.  von 
Bavensburg  306,5; 

Anna,  seine  Schwester  306,5 ; 
Cunrat  der  Huber,  deren  Mann, 

•  5.  Huber. 


Allgemeines  Register. 


683 


Belgrad ,  Albensis,  Paulus  episcopus  - 
175,30;  S  176,30. 

Bellamont ,  Bellemunt,  Bellenmunt,  OA. 
Biber  ach  (s.  Das  Königreich  Würt¬ 
temberg  IV,  Donaukreis  30,  Al- 
berti  43). 

Hans  von  -  462,5;  S  462,10. 

Beller,  Cünz  der  -  von  Bürren  191,15. 

Hunder singen:  362,5. 

Buck  der  -  618,10. 

Märkli  der  -  418,25.  537,1. 

Rüdgere  der  -  671,15. 

Beltzach  529,25. 

Bena,  Bene  von  Rütelingen  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

-  un  phunt  202,10. 

Benedictas,  B.  -  abbas  114,30. 

S.  Benedicten  Ordens,  s.  Kreuzlingen. 
Beichenau,  St.  Georgen,  St.  Bla¬ 
sien,  Zwiefalten. 

S.Benedicten, Benedikte  tag,  in  crastino 
b.  -i  abbatis,  21.  März  77,15.  90,1. 
115,10.  221,15.  290,15.  294,1. 
315,25.  363,15.  399,25.  475,5. 

Bengel,  Burkhard  26,15. 

Berchtolt  der  -  zu  Immenhausen 
429,30. 

Beni  -s  sun  zu  Winterlingen  351,20. 

Walther  -  zu  Pflummern  209,1. 

Benzingen,  hohenzollerisches  OA.  Gam- 
mertingen,  cfr.  Locher,  Grafen  von 
Veringen ,  S.  59,  Bitter  H.  von  -  8,15. 

Berchtold  s.  Markdorf. 

Berg ,  Berge,  bei  Ehingen  a.  D.,  Graf 
Ulrich,  Ulricus  comes  de  -  dictus 
de  Schaelclingen  46,20;  S  46,35. 

Graf  Konrad  v.  S.  126,1. 

Berger  s.  Salem,  Mönche. 

Cunrat  der  -  ze  Opfingen  gesessen 
583,30;  S  585,1. 

Bermatingen,  Bärmatingen,  Bermin- 
tingen,  BA.  Überlingen  a.  B.,  Alb- 
recht  der  Mosherre  von  -  167,10. 

Jacob  von  -  34,35.  36,30.  43,35. 

Johans  der  hirte  von  -  167,10. 

Ulrich  von  -  33,20.  35,1. 

Bernhard,  Bernardus,  Bernhart,  20.Aug. 
B.  -  abbas  114,30. 


Bernhard,  S  -z  ordin  32,20.  273,30. 
Bernhausen,  Bernhusen,  Amt  Stuttgart , 
Wernherus  de  -  130,25. 

Berthold  der  Keller  s.  Biedlingen. 
Beromünster,  Münster,  Beronensis,  Kt. 
Luzern ,  canonicus  ecclesie  -,  cor- 
herre,  Nycolaus  dictus  Trütler  de 
Rüdelingen  s.  Biedlingen. 

Hainrich  der  Unger  s.  Biedlingen. 
Ber.  der  smit  122,35. 

Bethlehem,  Bethleemitanus,  Guillelmus 
episcopus  -  175,30;  S  176,30. 
Betzelin,  Bezzeli  s.  Botzli. 

Betzins  gut  s.  Enslingen. 

Betzingen  OA.  Beutlingen,  Der  Blidelin 
hoff  429,35. 

Grimp  s.  Beutlingen. 

Beuren ,  Beuran,  Bürun,  Burrun,  Büron, 
Bürron,  Büren,  Bürren,  Burron 
19,30.  85,5.  160,35. 

Oppidum  -  51,20. 

Einwohner: 

Der  von  -  471,35. 

Des  von  -  wise  252,10. 

Aibling,  Hans,  -en  -s  hus  207,35. 
Ans.,  Anselm,  Ansshelm,  Anshalm, 
Aensslinn,  Anselin,  Ainslin  von 
B.  von  Mengen  39,10.  51,20. 
82,5. 117,5. 148,20. 220,20. 499,10; 
Mahthilt,  Mächthilt,  sein  Weib 
148,20.  499,10; 

Mächthild  und  Kathrin,  ihre  Töchter, 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Konrad  von  -  29,10; 

Eisbet  sein  Weib  29,10; 

Hermann,  Konrad,  Berthold,  Wal¬ 
ther,  Konrad,  Eisbet  ihre 
Kinder  29,10. 

Bitter  Hainrich  von  -  ze  Herbreh- 
tingen  gesessen  106,25.  172,10. 
219,10.  297,1 ;  S  219,25. 
Walther  von  -  (Vater  Anselm)  ze 
Herbrehtingen  gesessen  369,25. 
3?2,1.  392,25.  427,1.  428,15. 

431,35.455,20.461,10;  371,35. 

393,25.  427,30.  433,5.  456,30. 
Beller,  Canz  der  -  s.  Beller. 

Ulrich  des  Kellners  guet  s.  Keller. 


684 


Allgemeines  Register. 


Beuren: 

Einwohner : 

Gerunges  bongarten  s.  Gerung. 

Her.  der  maier  82,10. 

Haider  s.  Haider. 

Pantzer,  Ruf  s.  Bantzer. 

Schroter,  Haintz  566,10. 

Elurnamen : 

Uff  Bürer  staig  253,5. 

In  der  büzzin  207,35. 

Das  loch  85,5. 

Bezili,  Betzli  s.  Mengen. 

Bezzenhart,  Cünrath  49,20. 

Biber,  Biberach,  Bybrach,  Byberach, 
Bibrach,  Biberach,  Wasserlauf  von 
Enslingen  durch  Andelfinger  und 
Altheimer  Markung  zur  Donau 
ober  Riedlingen  71,10.73,10.  299,35. 
302,30.  467,5. 

Biberach,  Bybrach,  Oberamtsstadt  10,5. 

380,10. 

Einwohner : 

Käpfing  der  jüngere  166,5. 

Klok,  Cünrat,  dez  ratz  602,5. 
Ertingen,  Ludwig  von  B.,  s.  Er- 
tingen. 

Giengen,  Hanns  von  -  dez  ratz  s. 
Gingen. 

Gr  ater  der  alte  s.  Graeter. 

Michel  der  Müller  von  Andelfingen, 
B.,  s.  Müller. 

Wolfhart  des  ratz  602,5. 

Zwikk,  Hainrich,  B.,  397,10; 
Katherin,  seine  Tochter  397,10; 
Richpolt,  Dietrich,  ihr  Mann ,  s. 
Riedlingen. 

Biklin,  Jacob  s.  Überlingen. 
Billafingen,  Bilafingen,  Bilofingen,  Bilo- 
vingen  uff  der  Albe,  Billavingen, 
Bylavingen ,  Bilefingen ,  hohen- 
zollerisches  OA.  Sigmaringen  8,35. 

242,15.  243,15.  306,10.  586,30. 
Eimvohner  ; 

Brüder  Bur.  von  -  s.  Heilißkreuztal , 
Brüder. 

M6chtihilt  von  -  75,20. 

Binder  s.  Binder. 

Eppin,  Der  -en  gütly  613,5.  614,25. 


Billafingen : 

Einwohner: 

Glattis,  Hof  des  Werntz  -  von  Mengen 
s.  Mengen. 

Rantz,  Haintz  s.  Ranz. 

Retthaber,  Waltz  gen.  -  s.  Ret- 
haber. 

Swiberli,  Swiberlin,  Cüntz  325,5. 

613.5.  614,25. 

Unger,  Cünrat  der  -  corherre  ze  Cur 
und  ze  Münster  und  kircherre 
ze  Remingshain  s.  Riedlingen, 
Unger. 

Wäger,  Bentz  gen.  -  586,30. 
Bilavinger,  Bilowinger,  Berhtolt  der  - 
109,5; 

Wernher,  sein  Bruder  109,5. 
Cünrat  109,15.  219,30. 

Hainrich  109,15. 

Billungin,  Katherin,  Schwester  des 
Bentze  Wolfrat  von  Sulgen  s. 
Saulgau,  Wolfrat. 

Binder,  Dez  -z  hofraiti  286,1. 

HanS  der  -  274,25. 

Billafingen:  325,10. 

Bingen,  Bünigen,  Büningen,  Binegen, 
Buningen,  Bungen,  hohenzollerisches 
OA.  Sigmaringen  10,25.  242,15. 

243,15. 

Eimvohner ; 

Dietrich,  Diettricus,  Dietericus  von  -, 
B.  zu  Riedlingen,  oppidanus 

211.15.  230,1.  242,25.  268,30. 
272,10.  275,15.  277,15.  295,10. 

299.15.  302,15.  303,30.  309,1. 
312,20.  313,10.  317,10.  319,20. 

321.5.  322,1.  368,1.  446,5.  586,20; 
S  -  dictus  Krichbolt  321,20; 

Elyzabeth,  seine  Tochter  586,20; 
Werntz  Glattis,  deren  Mann,  s. 
Mengen,  Glattis. 

Hainrich,  Hainz,  Haintz  von  -  B.  zu 
Riedlingen  122,15. 154,35. 194,15. 
242,5. 243,10. 299,15. 311,35  (Gru- 
ningen).  320,30.  358,30.  425,1 
(Grüningen).  477,15; 

Agnes,  sein  Weib,  242,10.  243,30; 


Allgemeines  Register. 


685 


Bingen: 

Einwohner : 

Maehthilt,  Mäthilt,  Maehthilt,  gen. 
von  B.  zu  Mengen  148,5. 152,15. 
o  224,15; 

Ulrich,  ihr  Mann ,  152,15. 

Der  Maehthilt  Schwester  Elzbeth  s. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Has,  Hans  s.  Has. 

Man,  Haintz  s.  Man. 

Otte,  Ruff  s.  Otte. 

Rocbak  600,15. 

Büninger,  Büngger,  Buninger,  Grü¬ 
ningen  :  Eberly  der  -  554,35. 643,10. 
Hans  der  -  603,25.  608,35.  611,10. 

612,20. 

Bingus,  Cüntz  s.  Rundersingen. 
Binhuser,  Der  -  gut  s.  Ertingen. 

Binzwangen ,  Binswangen,  Binzwangin, 
Bizwangin,  Biswangen,  Binswagen, 
Bintzwangen,  Binswangin,  Byns- 
wangen,  Binssewangen,  Bynnssz- 
wangen,  Binssdorf  (457,10),  Brus¬ 
wangen  (596,15),  OA.  Riedlingen 

20,30.  24,30.  25,1.  27,10.  29,1.  52,20. 
53,5.  57,1.  118,5.  124,1.  144,30. 

185,30. 254,15. 260,10. 262,1. 276,20. 
296,25.  341,15.  427,5.  428,15.  662,1. 
Örtlichkeiten : 

Kirche ,  Pfarrkirche ,  ecclesia,  -  par- 
rochialis,  gotzhus  38,10.  254,10. 

328,35.  330,15.  421,15.  439,20. 

444,10.  472,35.  561,20  563,1. 
596,15. 

Luminaria  in  ara  ecclesie  aucmen- 
tare  38,10. 

Plebanus,  rector  ecclesie,  sacerdos 
incuratus,  kilcher,  kilchhere, 
chilchhere,  kircherre,  kilcher, 
lütpriester,  luiprister  444,25. 

445.35.  457,10. 

Albero,  Dekan  18,25. 

Cunrat,  thegan,  tegan  69,20.  72,15. 

74,10.  83,15.  84,5.  85,30.  87,35. 

96.30. 101.35.  104,5.  25. 107,25 
115,25.  116,35.  119,15.  153,10. 
154,15;  S  55,15.  116,1. 


Binzwangen : 

Örtlichkeiten : 

Kirche : 

Johans,  Hans  von  Rudelingen 

148.35.  180,5.  183,10.  184,5. 

186.35.  187,25.  188,5.  192,15. 

194,10.  202,5.  206,20.  216,10. 

218,20.  221,30.  223,25.  225,20. 

234.30.  240,15.  241,5.  246,20. 
248,15.  250,10.  273,10.  283,20. 
287,1.  293,30;  S  242,1. 

Cünradus  dictus  Stekke  s.  Ried¬ 
lingen,  Stekke. 

Johannes  dictus  Bekke  s.  Beck. 
Johannes  dictus  Luppfen  s.  Ried¬ 
lingen,  Luppf. 

Vicarius  perpetuus,  Hainricus  dic¬ 
tus  Zimerman  s.  Zimerman. 
Eberhardus  natus  Johannis  dictiHer- 
man  de  Ögeltzbürrens.Herman. 
Ulrich,  Ülricus,  Wlricus  41,30. 

45.30.  52,10;  s.  auch  Heilig¬ 
kreuztal,  Cappellanus. 

Cappell,  In  dem  brait  riet  hinder  der 
-  hin  uff  574,10. 

Brugg,  brügge  60,10.  296,35. 
Magerhof  20,30. 

Einwohner : 

Andelfingen,  Mannlehen  Heinrichs 
gen.  von  -  s.  Andelfingen,  Hein¬ 
rich  von  -. 

Blum,  Des  -en  gut  von  Grüningen 
s.  Blum. 

Brühsei  s.  Brüchsei. 

Kantzeler,  Kantzier  s.  Kantzeler. 
Keller,  Der  s.  Keller. 

Kumberlin,  -s  güt,  hofstat  20,30. 
Dietrich,  -s  gerüt  s.  Dietrich. 
Emerkingen,  Anmerkingen  OA.  Ehin¬ 
gen ,  Cunrat,  Konrad  von  -  s. 
Emerkingen. 

Emhart  472,30. 

Ernste  s.  Ernst. 

Esel  s.  Esel. 

Vaser  s.  Yaser. 

Figenbach,  Vigenbach  s.  Figenbach. 
Yolkloch  261,20. 

Fritach,  Burcardus  dictus  -  s.  Fritag. 


686 


Allgemeines  Register. 


Binzwangen : 

Einwohner : 

Fulbeck,  Wernher  s.  Falbeck. 
Gemaechelin,  -s  gut  von  Althen  s. 
Altheim . 

Gerung,  Cüntz  s.  Gerung. 

Gir,  Gyr  s.  Gyr. 

Grosholzt,  Grosholtz  s.  Grosholze. 
Hagen,  Cunrat  s.  Hagen. 

Hägtzger,  Buk  der  -  472,25. 
Hartman,  -s  hus  261,20. 

Hippe,  Hans  472,25. 

Huber  s.  Huber. 

Hüter,  Hainrich  der  -  s.  Hüter. 

In  der  gassen,  Eberhart,  Die  Hube 
-z  -  20,80. 

Lipper,  Des  -s  gut  20,30. 

Margareht,  Margret,  Margreth  von  - 
s.  Heiligkreuztal ,  Klosterfrauen. 
Murer,  Cunrat  s.  Murer. 

Nefe,  Werner  von  -gen.  der  -  s. 
Hefe. 

Offenburger,  Albreht  der  -  s.  Offen¬ 
burger. 

Ortlieb,  -s  gut  s.  Ortlieb. 

Raiger,  Raigel,  Der  -  s.  Raiger. 
Ratzenhover,  Cüntz  der  -  472,85. 
Sanna,  Yro  -un  wiseli  85,25. 
Schaidli  615,20. 

Schiltung,  -z  wise  5.  Schiltung. 
Swartz,  Haintz  der  -  s.  Schwarz. 
Sigeli,  Siglin,  -s  hofstat  s.  Siglin. 
Spiaer,  Cünrath  der  -  52,20. 
Stubdistel,  Dictus  -  38,10. 

Stülz,  Werner  von  -  gen.  des  -en 
sun  25,5. 

Suter,  Hainrich  der  -  s.  Suter. 
Tentinger,  Haintz  der  -  s.  Dentingen. 
Walraf,  Des  -ven  hofstat  s.  Walraf. 
Zürn,  Zürn,  Hainricus  s.  Zürn. 
Flurnamen: 

Aichach,  In  dem  -  259,35. 

Vor  den  bruckwidon  124,1. 

Brügge,  Ennünt  des  stegevasers  vor 
der  Bizwaeger  -  60,10. 

B.  weg,  Am  -  375,1. 

-  durch  daz  loch  die  herstraz  uh 
hin  619,30. 


Binzwangen : 

Flurnamen: 

Brüle  60,10. 

Kessel,  Im  -  239,15.  258,5. 

Kirche,  Ob  der  -un  472,35. 

Donau,  Tunowe,  Uf  der  -  in  dem 
gewenge  85,20. 

Dorf,  Ob  dem  -  85,20. 

Dorfwis  259,35. 

Gerlos  wis,  In  dem  gerut  an  der  -  124,5. 
Gerüt  85,25. 

Gewenge,  In  dem  -,  Vor  dem  -  85,20. 
Girspuhel  21,5. 

Grübeli,  In  den  gewengen  daz  man 
da  haizet  daz  -  124,1. 

Hagen,  Zem  -  85,20. 

Hart,  Daz  -  20,35. 

Haslach,  Vor  dem  -  472,35. 
Hesiberg,  Hesiberch  21,5.  124,5. 

Hov,  Wald  gen.  der  -  21,5. 

Hohi,  Uff  der  -  472,25. 

Hünerrisach  21,5. 

Huttun,  Von  der  -  21,5. 

Rosszwis  574,10. 

Satzaich,  Daz  vorder  -  20,35;  daz 
hinder  -  21,1. 

Soppen,  Sopen,  An  dem  -  473^,1 ;  an 
der  haldun  an  dem  -  124,5. 
Birberch,  Birperch  (vgl.  WUB.  X,  114) 
Alber  von  -  36,30; 

Frater  Cünrat  de  -  de  Hailigencrücis- 
tal  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 
Birkach ,  Bircka  OA.  Stuttgart ,  Maerkli 
gen.  bi  dem  brunnen  s.  Maerkli. 
Birkmaier,  Birkmaiger,  Birckmaiger, 
Birkmayer,  Birggmayger,  Byrgg- 
mayger,  Birgmaiger ;  Birkmayrin, 
Birkmaigerin, 

Altheim:  Katherin  607,15. 
Andelfingen:  Hans  der  -  215,25.  304,5. 
607,25; 

Maechthilt,  sein  Weib  607,25; 
Hans,  Cuntz,  Haintz,  Eberli,  ihre 
Kinder  607,25. 

Matza  522,30 ; 

Eberli  Koss,  ihr  Mann,  s.  Andel¬ 
fingen,  Koss. 

Dolendorff:  Hans  -  seszhaft  ze  -  639,1. 


Allgemeines  Register. 


687 


Birkmaier : 

Enslingen:  214,20.  297,20.  298,1. 
Mengen :  Burkhard,  Burckart,  Burkart, 
Bürgermeister  540,10.  550,15. 

558.15.  566,5.  624,15.  627,20 ; 
S  559,1.  566,20.  595,25.  614,85. 
628,20; 

Elsz  Schlegellin,  sein  Weib ,  s. 
Mengen,  Schlegellin. 

Anna  und  Katherin  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Hainrich  der  -,  brotpeck  262,30; 
Agnes,  seine  Tochter  262,30.  284,5 
fs.  auch  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen); 

Walther  der  Haider,  ihr  Mann, 
s.  Haider. 

Bischofszell,  Episcopalis  Cella,  Kt.  Tur- 
gau,  Johans  der  Gyre  lüppriester 
s.  Gyr. 

Bitenmuli  s.  Herbertingen. 
Bittelschiess,  hohen  zollerisches  OA.  Sig- 
maringen,  Hugo  und  Albert  von  - 

12.15. 

S.  auch  Hornstein,  Bittelschiess. 
Bitzenhoven  OA.  Tettnang  (Kindler  von 
Knobloch  1, 95),  Cunrat  von  -  43,30. 
Blank,  Blancke,  Blankin,  Hund  er  singen : 

71.15.  73,15. 

Stuttgart:  Berhtolt  105,1.  116,25. 

126.15.  133,1; 

Berhtolt,  Bertolt,  sein  Sohn  105,1, 

126,15.  140,35. 

Blankenstein,  bei  Wasserstetten  OA. 
Münsingen  20,5. 

Schwigger  von  -,  Kleriker  20,5. 
Schwigger  von  -,  Laie  20,5. 

Blanclin  s.  Altheim. 

Blasius,  Blasius,  Bläsis,  Bläsin,  Blasyus, 
der  hailige,  s.  -  tag,  3.  Febr.  83,20. 

359.25.  464,20.  494,35.  531,10. 

563.25.  564,15. 

Blassinch,  Blaesing,  Blaessing,  Blessing, 
in  curia  -gi  54,1. 

Hainrich  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 
Dez  -s  gut  dem  man  da  sprichet  zu 
Wiggenweiler  166,35.  192,30, 

217,1. 


Blaewli,  Blaeuli,  Blauli,  Haintz  613,10. 
614,20; 

Hans,  Brüder  613,10.  614,20. 

Blatzer,  Blazzer,  Cuntz  der  -  281,35. 

Hans  der  -  von  Altheim  268,1.  283,20. 

340,25.  354,20.  364,15.  398,25; 
Elizabeth,  Elysabeth,  sein  Weib 

364,15.  398,25. 

Dez  -s  schüre  ze  Rüdlingen  398,30. 

Binningen  s.  Plieningen. 

Blidelin  s.  Betzingen. 

Blidentzhusen,UssBerchtoltzschulterren 
von  Kirchain  guten  ze  -  s.  Pliez¬ 
hausen. 

Blieningen,  Binningen  s.  Plieningen. 

Bloching  s.  Riedlingen. 

Blochingen  OA.  Saulgau  160,35. 

Einwohner : 

Burkhard  der  Fischer  s.  Fischer. 

Blum,  Binzwangen:  Des  -en  gut  von 
Grüningen  29,5. 

Wilflingen:  Hof  Cünradis  dez  -in 
12,35. 

Bobb,  Bopp,  Bugg,  zu  Völlkofen  667,20. 

Hainrich,  B.  zu  Mengen  667,25. 

Bokinakerin,  Elsin  s.  Saulgau. 

Bochorne  s.  Buchhorn. 

Bokli,  Bogli,  Hainrich  s.  Saulgau,  Bokli. 

Boizili  s.  Botzli. 

Bol,  In  -  102,25. 

-  infra  Ertingen  et  Landowe  in  lata 
laga  98,35. 

Boiler,  Cuntz  der  -  s.  Hundersingen. 

Bomer,  C.  der  -  109,35. 

Bona  Cella  s.  Gutenzell. 

Bonce  (Bonte),  H.  dictus  -  35,15. 

Bonlanden  OA.  Stuttgart,  Schwester 
Adilhait  von  -  s.  Heiligkreuztal, 
Äbtissinnen. 

Bonlander  s.  Riethausen. 

Bosa,  Suffraganat  von  Ragusa,  Sla- 
vonien,  Bonifacius  dei  gratia  epis- 
copus  -oniensis  fratrum  Heremita- 
rum  ordinis  s.  Augustini  vicem  ge- 
rens  H[enrici]  Constantiensis  epis- 
copi  s.  Konstanz. 

Bospfenning,  Clas  636,40; 

Anne  Brogin,  sein  Weib,  s.  Brog. 


688 


Allgemeines  Register. 


Boss,  Bosse,  Boz,  Bossin,  zu  Daugen- 
dorf,  Grüningen ,  Mengen  gesessen, 
Eberhart  der  -  72,20.  74,15.  183,5; 
S  188,15; 

Walther,  sein  Bruder  72,20.  74,15. 
Baugendorf:  Hainrich  36,1. 

Oswalt  569,25. 

Grüningen:  312,15. 

Mengen:  Wolf  484,10. 

Botzli,  Botzlin,  Bozeli,  Boizili,  Boczli, 
Betzelin,  Bezeli,  Bezzeli,  Bezzili, 
Bezili,  Betzli,  Bezlin, 
Herbertingen:  201,15. 

-s  brül  455,30.  663,1. 

Mengen:  403,35. 

Hainrich,  Hanrich,  B.  26,20.  31,10. 
58,10.  64,25.  66,30.  75,1.  76,30. 
92,30.  93,10; 

Adelheid,  sein  Weib  26,20. 
Lügardis  dicta  -  opidana  662,35. 
Brakli,  Cünradus  dictus  -  s.  Tr  ochtel¬ 
fingen. 

Brahsperg  s.  Prassberg. 

Braitvelt,  Maister  Cunrat  373,5. 
Braitriet,  Braitriett  s.  Ried. 
Braitwidach,  In  dem  -  256,30.  259,10. 
Bramer  s.  Ittenhausen. 

Bratscher,  Hainrich  der  -  s.  Riedlingen. 
Bregentzer  s.  Leutrum,  Werntz. 
Brenzkofen,  abg.  bei  Sigmaringen ,  -r 
zehent  670,25. 

Brixen,  Brixina,  Stadt  in  Südtirol, 
Rüdolfus  de  -  440,25. 

Brobst,  Bropst,  Brobest,  Probist,  Brob- 
stenn,  Altheim:  165,20. 

Dietrich  der  -  122,5. 

Heinrich  der  Suter  gen.  der  -  s. 
Suter. 

All  s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Brog,  Broge,  Brogin,  Hunder singen : 
-n  hof  672,10. 

Bentz  250,15. 

Mengen:  Ann  493,1.  635,25; 

Clas  Bospfenning,  ihr  zweiter  Mann, 
s.  Bospfenning; 

Cüntz,  ihr  erster  Mann  493,1. 512,10. 

515,5.  635,20; 

Kinder:  Cüntz  635,20; 


Brog,  Mengen : 

Ann  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Hail  dü  Schriberin  636,20; 

Hanns  Stülf  den  man  nempt  den 
Schriber,  ihr  Mann,  s.  Stüff. 
Brucher,  Hainrich  der  -  s.  Saulgau. 
Brüchsei,  Brühsei,  Brüh  sei,  -z  hus  286,1. 
Binzwangen:  -s  gerüt  85,25. 

Bugg  615,25. 

Bruckenslegei,  Bruckerslegin,  Pignose 
s.  Esslingen. 

Brülerin  s.  Mengen. 

Brüngger,  Rudolfus,  Rüdolffus  dictus  - 
de  Wintertur  s.  Konstanz,  Notare. 
Brunisloch,  C.  dictus  -  84,5. 
Brünwartin,  Brünwarten  s.  Ulm,  Brün- 
wartin. 

Brüsich,  Cunr.  s.  Saulgau. 

Buchau,  Büchowe,  Buchow,  Büchwe, 
Buchaugiensis  OA.  Riedlingen  15,1. 
Cruze  capelle,  phaffe  Rüdolfh  von  B. 

dem  man  da  haseit  von  -  49,30. 
Cunrat,  sin  elphare  von  Ensilegin  s. 
Enslingen. 

Gotzhus,  monasterium  ordinis  s.  Au- 
gustini  211,25.  661,1. 

Aptissen,  aebtissin,  abtissinne,  abba- 
tissa  162,1.  435,5. 

Adelheid  von  Buwenburg  14,35. 
Anna  223,35.661,1;  £89,10. 224,5. 
Alwich,  Chüntz,  den  man  nempt  den 
amman  von  -,  B.  zu  Mengen,  s. 
Mengen,  Alwig. 

Büchower  güt  ze  Ertingen  s.  Ertingen. 
Buchhorn,  Buchorne,  Bochorne,  heute 
Friedrichshafen ,  S  civium  -  54,5. 
Büchykay  s.  Riedlingen. 

Buckel,  Hanz  142,30. 

Buenburch  s.  Buwenburg. 

Buck,  Buk,  Bugge,  Clain,  Klaine  84,20. 
W ernze  -n  sun  hinder  lindobuhel  150,1. 
-n  wis  zu  Andelfingen  283,5. 
Friedingen:  Bentz  357,5; 

Bentz,  sein  Sohn  357,5. 

Cüntzen  -n  suns  bas  Katherin  357,10. 
Elek  357,5. 

Haintzen  -n  suns  bas  Ann  357,10. 


Allgemeines  Register. 


689 


Buggensun,  Cuntz  und  Haintz  s.  Frie¬ 
dingen. 

Buggeller,  Hans  der  -  s.  Andelfingen. 

Buggengyselbreht,  Albreht  -z  sun  s. 
Mengen. 

Buggensegel  bei  Überlingen  a.  B.  1,1. 

Bühel,  Bi  dem  -  hinder  dem  galgen  665,25. 

Buman  315,1. 

Bumburch  s.  Buwenburg. 

Bunkhofen ,  Bunkoven,  Bünkoven,  Gern. 
Ailingen  OA.  Tettnang ,  Bertoldus 
die.  -  53,35. 

Claus,  Nycolaus  von  -  33,20.  35,1. 

Bünderich,  Hainrich  der  Tettikover  dem 
man  sprichet  der  -  s.  Dettighofen. 

Bupff  s.  Reutlingen. 

Burchart,  Ulrich  s.  Mengen. 

Burcharter,  Walther  s.  Mengen. 

Bürklin,  Bürcklin,  Burkli,  Bürkli,  Bürk- 
lin  der  ziegler  313,5.  379,15.  381,30. 
383,15. 

Mengen:  -  der  schmit  244,20.  248,30. 

Hans,  B.  628,1.  638,35;  S  626,1 
( ü:  S.  IOHANNIS  •  DCI  •  SCHNI- 
DER).  628,20.  639,20. 

Burg  au ,  Burgun,  -  das  dorf,  ivürttem- 
bergisch-hohenzollerischer  Kondo¬ 
minatort,  OA.  Riedlingen  326,5. 
347,10. 

Bahritter  s.  Bachritter. 

Hell  347,10. 

Hermeller  347,10. 

Schenkman  347,10. 

Wilmadinger,  Der  jung  -  347,10. 
Der  alt  -  347,10. 

Bw’#ewd,burgaemd,burgeimt,burgeamit, 
burgent,  burgaende,  bürg  emd,  emd, 
burgeamd,  burgamt,  burgaermd 
213,5.  283,5.  338,10. 

In  Ertinger  in  dem  -  ville  E., 
pratum  dictum  vulgo  in  dem  - 
situm  in  banno  ville  Hertingen, 
in  Ertingen  -  75,20.  171,10. 
172,25.  173,10. 

-  zue  Hundersingen  91,20.  160,15. 
8.  Buck  196. 

Burkhaltingen,  Burcholtingen  s.  Kail - 
tingen. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


Burgner,  Haintz  s.  Altheim. 

Burgund,  Graf  Otto  von  -  29,35. 

Burladingen ,  hohenzollerisches  OA. 
Hechingen,  Gotfrit  von  -  lantrither 
in  der  graschaft  zi  Weringen  (s. 
Kindler  von  Knobloch  I,  186),  s. 
Veringen,  Grafschaft. 

Burst,  Burstin,  ritterliches  Geschlecht 
in  Überlingen  (cfr.  Kindler  von 
Knobloch  I,  187),  Hainrich  529,15. 

Ulrich  529,10; 

Hainrich  529,10; 

Hans,  seine  Söhne  530,10. 

Margret,  priiorin  ze  Lowental  641,1. 

Burgweiler ,  Burwiler  BA.  Pfullendorf, 
Gugilli,  Hanrich,  Irmlun  sun  von 
Herbrehtingen,  s.  Gugilli. 

Burnner,  Hainrich  s.  Altheim,  Burgner. 

Büscinun  akker  s.  Harthausen. 

Bussen,  Bussen  Gern.  Offingen  OA.  Ried¬ 
lingen  449,10. 

Castrum  dictum  -  348,10. 

Hertenstain,  Wernher  von,  vogt  uf 
-,  s.  Hertenstein. 

Ruodolff  von  Fridingen  zue  dem  - 
gesessen  s.  Friedingen. 

Ecclesia,  Incuratus  -e  in  -  263,30. 

Bütillin  90,10. 

Büttelschiess  s.  Hornstein,  Bittelschiess. 

Büttenberg,  Bütenberg,  Cuntz,  von  Fri¬ 
dingen,  bürger  ze  Trochtelfingen, 
s.  Trochtelfingen. 

Butzlin  s.  Waldhausen. 

Buwenburg,  Buwunburc,  Buenburg, 
Buenburch,  Buwemburg,  Bueburch, 
Bumburch,  Bunburg,  Bwenburch, 
Büwenburch,  Buwenburch,  Buven- 
burch,  Buwenburk,  Buvenburg, 
Bumburk,  Bawenburg,  Baumburg, 
Gern.  Hundersingen  OA.  Riedlingen 
20,25.  121,20.  160,1.  238,25.  250,1. 
623,5.  639,1. 

Örtlichkeiten : 

Burkstal  672,10. 

In  dem  vorhoff  618,15.  671,15. 

Under  -  in  dem  riet,  bi  der  herstrass  und 
stosset  ainhalp  an  des  von  Burren 
wise  252,10.  253,10.  362,5. 

44 


690 


Allgemeines  Register. 


Buwenburg : 

Örtlichkeiten : 

Under  dem  hag  ze  uf  der  Tünow 

240,15.  241,10. 

Ain  haldun  hinder  -  253,35. 

Am  wasen  ze  -  484,35. 
Buwenburger,  genannt  von 
Abtissin  Adelheid  zu  Buchau  s. 
Buchau. 

Agnes,  Anna,  Katherin  s.  Heiligkreuz¬ 
tal ,  Klosterfrauen. 

Hainrich  der  -  275,30; 

Cünrat,  Curat,  Chünrat,  junkherr, 
ze  Hundersingen  gesessen,  sein 
Sohn  123,5.  235,20.  250,15. 

260,25.  275,30.  336,25.  3^6,30. 
670,10  (der  alte) ; 

Cünrat,  sein  Vetter  276,1.  290,5. 

337,1.  403,15.  670,10.  671,5; 
S  255,1.  290,10. 

Des  -s  garten  zu  Hundersingen 

71,20.  73,20. 

Ritter  Cünrat,  Chünrat  491,15.  497,1. 

504,1.  670,10.  671,5;  S  337,30. 

481.25.  491,30.  498,1.  507,10. 
Cünrat  550,15; 

Margareta  Rantzin,  sein  Weib,  s. 
Ranz. 

Cünrat,  B.  zu  Mengen  641,25 ;  S 642,30 ; 

Will,  seine  Schwester ,  641,25. 
Dietrich  25,5. 

Hans  623,1. 

Hainricus  et  Ortolfus  dicti  de  -  11,10. 
Ulricus  et  Hainricus  et  fratres  38,5. 

40.20.  326,35. 

Hainrich,  Ortolf,  Eberhart,  Brüder 

104.20. 

Ulrich  Hainrich,  Ortolf  und  Eberli, 
Bruder  76,25. 

Heinrich  8,5; 

Mechtild,  seine  Base  8,5. 

Hainricus  660,1 ; 

Wernherus,  sein  Sohn  660,1. 

Hainz,  Hainrich  34,5.  81,15.  97,30. 

104.25. 

Haincz,  Bruder  der  Anna  von  -  327,10. 
Hiltdrud,  Hiltrut  508,30.  669,30; 
Cünrat  Wortz,  ihr  Mann ,  s.  Wortz. 


Buwenburger,  genannt  von 

Ortolf,  Ortholfe  34,5.  98,1.  123,5. 
159,35.  254,30. 

Ulrich,  Wlrich  65,30. 337,1;  S  337,30. 
Werneher,  Wernher  97,30.  108,10; 
Werneher,  Wernher,  Werner,  ze 
Hundersingen  gesessen,  der  junge 

148,20.  235,20.  245,10.  249,30. 
253,30.  346,15.  669,25.  670,1. 
672,10;  S  250,15.  346,30; 
Gerdrut,  sein  Weib  249,35. 
Wohnhaft  zu 

Kundig,  Hainz  der  -  53,1. 

Mayer,  maiger,  Ulrich  der  -  65,35.  98,1. 
Buwman,  Dietz  der  -  s.  Hundersingen. 
Buxacli  bayerisches  AG.  Memmingen 

16,15. 

Buxheim,  bayerisches  AG.  Memmingen 

16,15. 

Büzfinger,  Hans  der  -  s.  Andelfingen. 
Buzze,  Rüdolf  49,5. 

Bylavingen  s.  Billafingen. 

C.  K. 

Kaib,  Kaibe,  Kaybe,  Kaiben,  Kaibin, 
Anna  449,1.  467,1; 

Anna,  ihre  Tochter  194,1.  234,15. 

316,15.  358,35.  448,35.  477,25; 
Cünrat  von  Homstain  von  Grü¬ 
ningen,  ihr  Mann,  s.  Horn¬ 
stein,  Grüningen. 

Bentz  -  ze  Hohenstain  gesessen  (s. 

von  Alberti  747),  307,15;  #307,25. 
Bertolt  47,30. 

Berthold,  Friedrich  und  Heinrich  die  - 
drei  Brüder  194,20;  S  194,20. 
Bürgerinzu  Riedlingen2<d4ßö. 295,30. 
Kalkreute,  Galkrüti,  holienzollerisches 
OA.  Sigmaringen  25,20.  26,10. 
Gugilli,  Cünz  s.  Gugilli. 

Kalsmidin  s.  Altheim. 

Kaltach,  Wasserlauf  im  OA.  Saulgau, 
s.  Altach. 

Kaltysen  s.  Knslingen. 

Camerer,  Bur.  der  -  67,35. 

Camer,  Camerer,  Kamerer,  Ze  -s  Tannen, 
bannus  ville  dicte  -  166,35. 192,30. 

217,1. 


Allgemeines  Register. 


691 


Kanzach,  Kantzach,  Kanca,  Kanzah, 
Fluss-  und  Ortsnamen  im  OA. 
Riedlingen,  Bachritter,  Bahriter, 
Hanrich  der  B.  von  -  s.  Bachritter. 

Die  mili  ze  Unlengen  an  der  -  65,30. 

Kantzeler,  Kantzier,  Binzwangen: 
472,30. 

Haintz  der  -  600,40. 

Herbertingen:  Ruff  der  -  536,5. 

Kappel,  Kapella,  Curia  dicta  -  prope 
Alaspach  s.  Allensbach . 

Kapfing  s.  Biberach. 

Cappeller,  Cunrat  s.  Riedlingen. 

Kapplarin,  Die  386,5. 

Cardica,  Cardicensis,  Stadt  in  Albanien, 
Metropolitanat  Larissa,  heute  Kar- 
diki  ( Gardiki),  Benedictus  episcopus 
175,35;  8  176,30. 

Kärnten ,  Kernden,  Hertzog  ze  -,  s. 
Österreich. 

Kasel,  Der  379,10. 

Cashel,  Cassilensis,  Irland,  Erzbischof¬ 
sitz,  Johannes  archiepiscopus 
175,30;  S  176,30. 

Kasundbrot,  Kesundbrot,  uss  Wendle- 
ringen,  B.  zu  Riedlingen,  s.  Ried¬ 
lingen. 

Katharina,  Katherina,  Katerine,  Kathe- 
rine,  Kathrin  524,20. 

S.  -  114,30. 

S.  -en,  -un  tag,  tak,  tach,  abent,  dies 

b.  -,  25.  Nov.  79,25.  97,10. 176,10. 

228.25.  229,15.  242,30.  248,35. 

254,5.  266,25.  392,1.  443,25. 

445.25.  460,30.  610,30.  611,35. 

Keckh,  Hans  6*.  Mengen. 

Kegel,  Des  -s  wis  619,25. 

Kelhunt,  Eberhart  gen.  -  Indelhausen. 

Keller,  Geller,  Cellerarius,  Keiner,  Kell- 
naer,  Bertolt  der  -  158,1. 

Hainrich  der  -  95,20; 

-  der  junger  -  35,1. 

Herman  der  -  75,5. 

Wernz  der  -  191,25. 

Altheim:  Eberli  der  -  40,1. 

Beuren:  Ulrich  117,5; 

Johann,  Uotz  und  Conrat,  seine 
Kinder  117,5; 


Keller : 

Beuren:  .  .  .  seine  Tochter  117,5. 
Binzwangen :  Der  -  240,25. 

U.  dictus  -  de  Ündelhusen  51,20; 
Agnes,  sein  Weib  51,20. 
Friedingen:  Konrad  gen.  -  28,1. 
Hunder singen:  Mehthilt  die  -  71,15. 
73,10. 

Riedlingen:  Berthold,  Bertolt,  Bentz 
o  158,1.  159,20.  163,30. 

Ulricus,  schulmaister,  stat  schriber 

555,25.  644,20;  S  556,10. 
645,10. 

Walther,  Walz,  Walze  der  -  211,15. 

212,1.  229,30.  313,10. 
Hermannus  dictus  -  de  Unlaengen 
in  Nidre  Meringen  166,1. 
Kempf,  Kempfin  s.  Enslingen. 

Keppeler  s.  Riedlingen. 

Cerdo  (cerdo)  s.  Gerber. 

Kernden  s.  Kärnten. 

Kesler  s.  Mengen. 

Kettenacker,  Ketten agger,  hohenzolle-  . 
risches  OA.  Gammertingen,  s.  Frie¬ 
dingen. 

Kettenner,  Hanns  der  -  252,25. 
Christus,  Festum  corporis  -i,  Fronleich¬ 
namsfest  176,5.  440,15. 
Chüngsegge,  Künngseg,  Küngsegg  s. 
Königsegg. 

Chur ,  Kur,  Cur,  Curiensis,  Schweiz , 
Kt.  Graubünden ,  Domherren: 

Graf  Mangold  und  Wolfrad  von  Ve- 
ringen  s.  Veringen. 

Unger,  Hainricus,  Hainrich  der  - 
korherr,  corherre,  canonicus  - 
s.  Riedlingen. 

Kieserin,  Hädwig  diu  -  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Kilchberg,  Kilchdorf  s.  Kirchberg,  Kirch¬ 
dorf. 

Kilian,  Beati  martires  -  et  socii  eius, 
128,5. 

Sant  -s  tag,  7.  Juli ,  139,15. 

Kirchain,  wahrscheinlich  Kirchen  OA. 

Ehingen,  Hainricus  de  -  47,1. 
Kirchain,  jedenfalls  Kirchentellinsfurt 
OA.  Tübingen, 


692 


Allgemeines  Register. 


Kirchain : 

Schulter,  Uss  Berchtoltz  -ren  von  - 
güten  ze  Blidentzhusen  429,35. 

Kirchberg,  Kilchberg,  abgegangene  Burg 
bei  Oberkirchberg  OA.  Biberach, 
grauf  Wilhelm  342,10;  S  346,10. 

Kirchdorf ,  Kilchdorf  OA.Leutkirch,  oder 
Kirchdorf  badisches  BA.  Villingen , 
rector  ecclesie  parrochialis  Hainrich 
Trütler  deRüdelingen  s.  Riedlingen. 

Kirchwise  19,35. 

Citeaux,  Cistertium,  Cystertium,  Krank¬ 
reich  2,1. 

Abt  abbas  -i  5,5. 

Wilhelm  von  -  2,1. 

Generalkapitel  in  -  2,15. 

Cistercienser,  -orden,  Cistertzer-  1,5. 
2,5.  4,5.  7,20.  82,20.  84,35  usw. 

In  dess  -  Ordens  Consortium  uf- 
genohmen  werden  111,30. 

Cistercienser  -,  Cistercienserinnen- 
klöster ,  s.  Heiligkreuztal ,  Hegg- 
bach ,  Gutenzell,  Baindt,  Beben¬ 
hausen,  Salem. 

Kittelberger,  Cüntz  317,1. 

Klab  eisin,  Mathilde  s.  Heiligkreuztal 
Klosterfrauen. 

Claen,  Hainrich  der  -  s.  Mengen. 

Clainin,  Klainin  s.  Mengen. 

Claus,  Clauss,  -  der  wirt  369,25. 

Hainricus  dictus  -  130,10. 

Herman  Clawez  sun  141,5. 

Clemens  Y,  Papst,  papa  (1305 — 1314) 
87,5. 

-  VI  (1342—1352)  264,10. 

Klett,  Hans  der  -  s.  Andelfingen. 

Kling  s.  Klingin. 

Clingel,  Waltherus  660,30. 

Klingen  von  Hohenklingen  bei  Stein 
a.  Rhein,  Kt.  Schaffhausen,  Verena 
von  -  23,15. 

Klingenberg,  Clingenberch,  Klingen- 
berch,  zwischen  Mühlheim  und 
Homburg,  Kt.  Turgau,  Heinrich 
von  Bischof  von  Konstanz 
(1293 — 1306),  s.  Konstanz, 

Albertus  de  -  663,15. 


Klingenberg : 

Cunrat  von  —  Bischof  von  Kr  eising 
und  Brixen,  s.  Kreising. 
Klingin,  des  Klingen  tohter,  Irmel  - 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Klingler,  Clingler,  Clingeler,  Klinglerin, 
An  der  -  wisan  339,25. 

-  489,30; 

Bete,  seinW  eib,  s.  Stein,  Schmyd  vom- 
Cünrat  der  -  90,20. 

Riedlingen:  C.  der  B.,  152,35. 

H.,  B.  152,35. 

Chünrat  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 

3  Brüder:  Clas,  B.  598,10.  644,20. 
651,30;  S  599,30.  633,30.  640,30. 
645,10.  652,30; 

Hanns,  den  man  nempt  Haggen,  B. 

651,30;  S  652,30.  655,30; 
Michel,  B.  651,30;  S  652,30. 

Haintz,  B.  379,20.  480,35.  517,35. 
Walz,  Walze  211,15.  212,1. 

Ytal  591,10. 

Klingnau,  Clingnowe,  Kt.  Argau,  Cast¬ 
rum  -  439,35. 

Klok  s.  Biberach. 

Cloker,  Walter  s.  Wuppenau. 

Kloss,  Chünrat  -  der  müller  229,25. 
Klosterwald,  Wald,  Walde,  hohen  zolle¬ 
risches  OA.  Sigmaringen  14,15. 
Äbtissenn  und  convent  325,25. 
Klozzilin,  Burcart  der  -  s.  Wilflingen. 
Kluwli  617,15. 

Knapp,  Hiltelins  -en  mansus  s.  Indel- 
hausen. 

Knobel,  Hans  s.  Riedlingen. 
Knoblochin,  Irmengart  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Knoll,  Knolle,  Knollin,  Dietrich  117,15; 
Adelhait,  sein  Weib,  Tochter  des 
Burkart  Hüllig,  s.  Hülling. 
Altheim:  Cüntz  607,1. 

Hans  606,15. 

Riedlingen:  53,25.  281,10. 

Diem,  Diel  107,25.  139,1.  153,15. 
154,10. 

Adelhait,  B.,  665,10; 

Hainrich,  Hainricus,  B.,  250,10. 
665,10; 


Allgemeines  Register. 


693 


Knoll: 

Riedlingen : 

W\Mehmch.s. Heiligkreuztal, Kloster- 
frauen,  diese  drei  Geschwister. 
Knüsselin,  Hainrich  217,5 ; 

Anna  und  Katherina,  seine  Töchter , 
s.  Konstanz,  Zoffingen. 

Knütler  102,20. 

Kob,  altes  Geschlecht  in  Überlingen, 
s.  Überlingen ;  s.  Kindler  v.  Knob - 
loch  II,  331. 

Koch,  Hans  der  -  za  Neufra  299,35. 

Riedlingen :  Cunz  der -211,5.  313,10. 
Koffman,  Dez  -s  brül  s.  Andelfingen ; 
s.aach  Heiligkreuztal,  Procuratores 
und  Brüder. 

Coler,  Berhtoldus  dictus  -  131,35. 
Kollin,  Kollin,  Albreht  61,25; 

Lükart  und  Hedewige,  seine  Töchter , 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Benz  -  za  Andelfingen  645,30. 

All  -  von  Friedingen  357,5. 

Köln  a.  Rh.,  Colonia  200,25. 

Königsegg ,  Chünsegge,  Kimngseg, 

Küngsegg,  heute  Grafen  von  -, 
Gern.  Gaggenhausen  OA.  Saulgau, 
Ritter  Berthold,  Berhtolt  269,25. 
342,15;  S  346,5; 

Ritter  Eberhart  269,25. 342,15 ;  £346,5; 
Ritter  Ulrich,  lantvogt  in  obern  Swa- 
ben,  seine  Brüder  269,25. 
Konrad,  Cünrat,  26.  Nov.,  An  s.  -tis 
tage  155,25. 

Corbaviensis,  Krbava ,  Metropolitanat 
Spalato,  Dalmatien,  Bonifacius  epis- 
copus  175,30;  S  176,30. 

Konstanz ,  Constancia,  Costantz,  Co- 
stintze,  Kostenz,  Kostentz,  Kon- 
stentz,  Costentz,  Kostens,  Bischof¬ 
stadt  am  Bodensee  7,10.  15.  10,1. 

11.30.  21,30.  35,25.  48,20.  64,1. 

115,10.  128,35.  129,10.  130,5. 

135,25.  138,5.25.  147,30.  166,20. 
170,10, 175,1.  178,1.  181,20.  195,25. 
35.  196,1.  20.  25.  35.  197,5.  25. 

198,20.  25.  30.  35.  199,5.  200,10. 

217,15.  243,35. 329,30. 331,1.398,15. 

535.30.  562,30.  665,5. 


Konstanz: 

Costintzer,  Costenzer,  Costantiensis, 
Zostenzar(l),  pfenning-  münze, 
phunt  phennig  -  munse,  phund 
phenninge  -,  phunt  -  phenige, 
phunt  -,  phunde  guter  und  gaber 

-  phenfinge,  schillige  -,  scillinch 
phening  -  munse,  Schilling  pfen¬ 
ning  guter  -  müns,  sillige  - 
münse,  s.  -,  Schilling  -  pfen¬ 
ning,  ain  phunt  -  ewigs  gelts, 

-  munse,  march  Silbers  lotiges  - 
gewichtez,  geweiges,  mark  silbers 
luters  und  gaebis  -  gewicht,  so- 
lidi  -  denariorum,  libre  -  mo- 
nete,  libre  denariorum  -,  mo- 
neta  -,  15,10.  25,5.  33,20.  34,25. 

36.15.  41,20.  42,10.15.  43,35. 

45.1.25.  49,20.  51,25.  53,10.  55,5. 

56,1.  71,1.  73,1.  76,10.  89,20. 
92,10.  102,25.  103,15.  107,25. 

111.5.  117,15.  122,5.  137,35. 

143.5.  162,30.  166,10.  167,1. 
177,35.  188,25.  202,20.  206,5. 

232.25.  325,10.  400,35.  436,10. 

494,20.  661,15,  663,10.  666,10. 

Geistlichkeit : 

Bischof,  byschoff,  episcopus  13,5. 

16.15.  532,15. 

Heinrich  [von  Tanne,  1233 — 48], 

3.20. 

Eberhard  [II  von  Waldburg,  1248 
bis  1274],  7,10. 15.  9,5.  11,30. 

25.20. 

Rudolf  [II  von  Habsburg,  1274 
bis  1293],  21,15.  29,25. 332,20. 
Heinrich  [II  von  Klingenberg, 
1293 — 1306 7,  episcopus  nec 
non  deffensor  monasterii  Augie 
maioris  cuius  administrationem 
gerit  48,1.  63,10.30;  £  63,35. 
Rudolf  [III  von  Montfort,  1322 
bis  1334],  164,35 ;  £  166,20. 
Johannes  [III  Windlock,  1351 
bis  1356],  328,35.  331,10;  £ 

333,15. 

Heinrich,  Heinricus,  Hainricus,  [III 
von  Brandis,  1356 — 1383] 


694 


Allgemeines  Register. 


439,5.  444,5.  445,30.  534,10. 

560.35.  563,1.  596,5;  £447,10 
(das  grosse  und  das  kleine 
BingS).  562,20. 

Konstanz : 

Geistlichkeit : 

Weihbischöfe :  Bonifacius  dei  gratia 
Bosoniensis  episcopus  vicem  ge- 
rens  H[enrici]  episcopi  37,15;  S 

37.40. 

Johann,  Meister  des  Predig  er  ordens 

3,20.  9,10. 

Johann,  Johannes,  Bischoffen  Re- 
creensi  und  Vicari  zue  -,  frater 
-  episcopus  Recrensis,  vicarius 
ecclesie  -  in  spiritualibus, 
Costantzischer  Yicario  110,10. 

111.35.  112,35.  114,15;  S 
113,25.  115,5. 

Generalvikar ,  vicarius  in  spiritualibus, 
-  generalis,  Johannes  episcopus 
Recrensis,  s.  Konstanz,  Weih¬ 
bischöfe. 

Johannes  de  Thonsol  439,35. 
Offizial ,  officialis,  -  curie,  officialatus, 
officionatus  (!)  22,5.  23,5.  29,25. 

127,35.  128,25.  129,1.  20.  133,35. 

138.20.  146,20.  181,5.  192,25. 

195.20.  30.  40.  196,5. 15.  20.  30. 

197.5. 15.  30.  35.  198,1.  5. 15.  25. 

35.40.  199,5.15.20.25.30.  200,1. 

202.15.  203,15.  328,20.  330,5. 
397,30.  457,5.  662,30.  665,1 ;  S 
curie,  officialis  curie  -  128,35. 

129.10. 20.  135,30.  170,5.  181,10. 

199.15.20.  202,35.  329,30.  330,40. 

398.15.  663,5.  665,5. 

Diözese,  dyocesis,  bistüm,  bistum  4,15. 

10,10.  26,15.  200,35.  205,1. 
Ecclesia  -  562,15. 

Consuetudo  curie  -  198,20. 

Gericht:  Curia  -  243,10;  S  147,20. 
Judices  curie  -,  Dichter  der  -  Kirche , 
gaisliches  gerihte  21,30.  50,35. 
243,1 ;  S  244,5. 

Procuratores  curie:  Johannes  dictus 
de  Nallingen  244,1. 

Johannes  dictus  de  Altkilch  244,1. 


Konstanz : 

Geistlichkeit : 

Advocatus  curie:  Magister  Ebernandus 

35,20. 

Magister  Otto  de  Rinegge  prepo- 
situs  ecclesie  Zurziacensis 

199,10.  331,10;  S  333,15. 

Notare:  Notarius  curie  -,  publicus 
curie  -  notarius :  Brüngger,  Ru- 
dolfus  dictus  -  de  Wintertur 

243,35.  443,25.  457,10.' 

Johannes  dictus  Ratgeben  243,35. 

Hainricus  dictus  Unger  s.  Bied- 
lingen,  Unger. 

Nicolaus  dictus  Landolt  de  Mengen 
publicus  imperiali  auctoritate 
et  curie  -  422,5. 

Domkapitel,  capitulum  ecclesie  -  10,1. 
11,30.  12,10.  561,30.  596,10. 
663,15;  £  332,20.  562,20. 

Domprobst,  prepositus  ecclesie 
Konrad  10,1.  11,30. 

Hewen,  Burkardus  de  -  562,25. 

Domdekan,  ecclesie  decanus  400,1. 

Berthold  10,1.  11,30. 

Güttingarius,  Ulricus  562,25. 

Kleriker,  Clericus:  Phefferhart,  H. 
dictus  -,  magister  129,1.  137,20. 

Wild,  Berhtoldus  dictus  -  de  Tuwingen 
ä.  Wild. 

Örtlichkeiten : 

Chorus  ecclesie  (des  Münsters)  128,30. 

Locus  consistorii  440,15. 

Kirche  zu  St.  Johann,  ecclesia  s.  Jo¬ 
hannis,  lüpriester,  rector,  Cün- 
radus  399,35;  £  402,35. 

Cünrat  der  Artzat  s.  Artzat.  . 
Curia  habitacionis  plebani  402,1. 
Cantor  Conradus  400,15. 

Kirche  zu,  St.  Stefan,  ecclesia  sancti 
Stephani,  Canonicus  Hainricus 
de  Schinon  66,5. 

Plebanus  35,15. 

Dominikanerkloster :  Ruflin  olim  ma¬ 
gister  hospitum  zu  Heiligkreuz¬ 
tal,  nunc  portenarius  prioris  et 
fratrum  predicatorum  domus  - 

457,10. 


Allgemeines  Register. 


695 


Konstanz: 

Örtlichkeiten : 

Dominikanerinnenkloster  Zof fingen, 
Zovingen,  gotzhus,  predier  Ordens, 
monasterium  ordinis  fratrum  Pre- 
dicatorum  situm  infra  muros  ci¬ 
vitatis  -  193,1. 

Sanctimoniales  192,80. 

Priolin  und  convent,  priorissa  et 
conventus  166,30.  217,1. 
Klosterfrauen:  Knüsselin,  Anna 
und  Katherina  217,5. 

Spital,  hospitale  14,15. 

Einwohner : 

Die  von  -  376,15. 

Margreta  von  -  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Vinea  dicti  Angelli  civis  -  zu  Über¬ 
lingen  146,30. 

Hans  von  Hornstain  ze  -  gesessen 
s.  Hornstein. 

Smerli,  Hug  482,5;  S  482,35. 

Koss,  Eberli  s.  Andelfingen. 

Kostentz,  Costantz  usw.  s.  Konstanz. 

Krain,  Hertzog  ze  -  s.  Österreich. 

Kramer  s.  Riedlingen. 

Krauchenwies,  Kruchenwis,  hohenzolle- 
risches  OA.  Sigmaringen  481,30. 

Bartelstain,  Härtnit  von  B.  von  Kr., 
s.  Bartelstein. 

Grämlich,  Herman  s.  Pfullendorf. 

Krell,  Krelle,  Krol,  Krel,  -  von  Togen¬ 
dorf  211,15. 

Haintz  -  sesshaft  ze  Tobeln  510,25. 

Hermannus  dictus  -  s.  Heiligkreuztal, 
Procuratores. 

Riedlingen:  Cunrat  212,1. 

Ruse  -  von  Saulgau  413,25; 

Ital,  dessen  Sohn,  S  413,25. 

S.  auch  Croul. 

Kreppsin,  Adelhait  -  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Cruz,  cruce,  creütz,  crux,  Gen  dem  - 
78,10. 

Bi  dem  staineu  -,  bi,  oberhalb  dem 
stainin  -,  iuxta  crucem  lapideam 
91,20.  99,25. 35.  213,5. 


Kreuzlingen,  Crucelinum,  Crutzelinum, 
Benediktinerkloster  bei  Konstanz, 
Kt.  Turgau,  abbas  monasterii  in 
-o  extra  muros  Constancie  331,20. 
667,10. 

Krichbolt,  Diettricus  dictus  -  s.  Bingen, 
Dietrich  von  -. 

Krimhildstrasse,  Krienhiltstrass,  offen¬ 
bar  die  sonst  Hildegardstrasse  ge¬ 
nannte  alte  Römerstrasse  im  OA. 
Saulgau  -  Riedlingen,  Markung 
Herbertingen  455,30.  457,5 ;  s. 
Blätter  des  Schwäbischen  Alb- 
vereins  21  (1909),  94. 

Crispinus  und  Crispinianus,  25.  Okt.,  Uff 
-i  zwayer  martrer  tag  654,5. 

Criugeli,  Gernot  und  Heinrich  11,20. 

Criumbing,  R.  dictus  -  661,20. 

Kromer,  Cuntz  der  -  s.  Riedlingen, 
Kramer. 

Croul,  Krowel,  Krowelin,  Krolin,  Chum 
rat,  von  Sulgen  236,25; 

Haedewig,  sein  Weib  236,25. 

Hainrich  172,5. 

S.  auch  Krell. 

Krumbach,  Cuonradus  s.  Überlingen. 

Krümming,  Krumming,  Hans  s.  Ried¬ 
lingen. 

Crützer,  Cuntz  der  -  zu  Altheim  414,30. 

Ertingen:  436,5. 

Hunder singen :  336,20. 

Khgelli  s.  Steinhilben. 

Kugler  s.  Mengen. 

Kumberlins  hofstat  s.  Binzwangen. 

Kumerlin,  Kümmerli  s.  Hundersingen. 

Kundig,  Hainz  der  -  s.  Buwenburg. 

Kunvesman  s.  Andelfingen. 

Küngot  631,15. 

Kimgunt  s.  Hundersingen. 

Kuning  s.  Enslingen. 

Cünman  s.  Riedlingen. 

Kunolt,  Kunolt,  Kunolt,  Kunoltin,  W  alter 
-s  gut  zu  Andelfingen  17,30. 

Friedingen :  Haintz  357,1; 

Mätz,  Seine  Schioester  357,1. 

Riedlingen:  Werner,  Wernher,  B., 
152,35.  166,10. 

Cunrat  s.  Konrad. 


696 


Allgemeines  Register. 


Cüntz  471,25. 

Cuntze,  Cünrat  305,15. 

Küntzlin,  Cüntzlin  377,5.  378,15. 

Herbertingen:  Bi  des  -s  bom  290,30. 
Kunzelaer  s.  Andelfingen. 

Kuphersmit  s.  Überlingen ,  Nycolaus. 
Kurz,  Kurtz,  Kurzin  69,15. 
Waldhausen:  Buse  224,20. 
Riedlingen:  Hans,  B.,  391,15.  485,15. 
Cyriacus,  Sant  -,  16.  Juni ,  s.  Andelfingen. 
Cystertium  s.  Cistertium. 


D. 

Dampfhaber,  Dampf häbrin  s.  Veringen. 

Dappenhusen  s.  Deppenhausen. 

Datthausen,  Dathusen,  Tathusen,  Gern. 
Obermarchtal  OA.  Ehingen,  Burc¬ 
hart  von  -  112,15; 

Chünrat,  sein  Sohn  112,15. 

Daugendorf,  Daugendorff,  Togendorf, 
Togendorff,  Togendorff,  Tugendorf 
OA.  Riedlingen  36,1. 

Elurnamen : 

In  riitin  126,1. 

Einwohner : 

Boss,  Hainrich  der  -,  Oswalt  der  -  s. 
Boss. 

Krel  5.  Krell. 

Vitnel,  Fitnel,  Bentz,  Berchtolt  211,15. 

299,5. 

Wiener,  Wienaere  273,20; 

Hans  der  -  316,1. 

Degen,  Manzo  dictus  -  99,15. 

D  eg  genhausen,  Teggenhusen  BA.  Über¬ 
lingen ,  Schwigger  von  -  lantrihter 
in  der  graschepthe  ze  Sigmeringen 
s.  Sigmaringen. 

Deitrich,  Phaffe  -  der  von  Hornstain 
kaplan  119,15. 

Derne  s.  Saulgau. 

Dentingen,  Tentingen,  Tenningen,  Te- 
nien,  Gern.  Offingen  OA.  Riedlingen 
353,10.  456,5. 

Einwohner  und  genannt  von: 

Dentinger,  Tentinger,  Tantinger,  Der 
von  -  64,25. 

Berthold  von  -  13,20. 

Haintz  der  -  der  schmid  590,25. 


Dentin  gen: 

Einwohner  und  genannt  von: 

Hainrich  der  -  305,20. 

Cünrat  von  -  77,25; 

Othe,  Otte,  sein  Bruder  71,2h. 

186,5. 

Binzivangen:  Haintz  der  -  428,15. 

446.5. 

Enslingen :  Des  -s  gut  192,1.  226,15. 

Riedlingen :  Cüntz,  Contz,  B.,  453,1. 

593,15.  629,5.  651,30;  £  633,30. 

645.5.  652,30. 

Deppenhausen,  Dappenhusen,  Gern. 
Kirchen  OA.  Ehingen,  Nager,  App 
der  -  s.  Appe. 

Dettighofen,  Tettikofen,  Tettikover, 
Tettikofer,  Tetikofer,  BA.  Jestetten, 
Ber.  dictus  -  procurator  des  Ritters 
Ulrich  Oswald  von  Markdorf 196, 25. 
198,30. 

Hainrich  der  -  dem  man  sprichet  der 

Bünderich  217,15. 

Dettingen,  wahrscheinlich  nordöstlich 
von  Konstanz ,  Burchart  von  - 
151,15. 

Diegen,  Diengen  s.  Tengen,  Hohen-. 

Dietelhofen  OA.  Riedlingen,  Haintzli 
Schnider  s.  Schnider. 

Dietershausen,  Dietershusen,  Tiders- 
hüsen,  Dureshusen  OA.  Riedlingen 
84,25. 

Burchart  von  -  44,15; 

Mathilt,  sein  Weib  44,15; 

Mazzili,  ihre  Tochter  44,15. 

Dietfurt,  hohenzollerisches  OA.  Sig¬ 
maringen,  Cüntz  von  Bischach  ze 
-  seszhaft  s.  Reischach. 

Diether,  Haintz  s.  Hunder singen. 

Diethoh,  Diethohin,  Gertrud,  Machthild 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Dietrich,  Binzwangen:  -s  gerüt  85,25. 

Hunder  singen:  Haintz  504,10. 

Dillingen,  bayerisches  Schivaben,  Graf 
Hartmann  von  -  3,1. 

Dillstetten ,  Titstetten,  hohenzollerisches 
OA.  Gammertingen,  Hainr.  der 
kilchere  136,25. 

Dingen,  s.  Tengen ,  Hohen-. 


Allgemeines  Register. 


697 


Dobel,  Tobel,  Tobeln,  Gern.  Dieters¬ 
hausen  OA.  Biedlingen,  Der  von  - 
57,10. 

Haintz  Krell  sesshaft  ze  -  s.  Krell. 
Dollhof,  Dolendorff,  Dollendorf,  Tollen¬ 
dorf,  Gern.  Heilig  kr  euztal  OA.  Bied- 
lingen  8,1.  19,35. 

Hans  Birkmaiger  seszhaft  ze  -  s. 
Birkmaier. 

Donau ,  Tünowe,  Tünow,  Tünaw,  Tünow, 
Tunaw,  Tonow,  Tunow,  Thonaw, 
Tunowe,  Tünowe,  Tonow,  Dünowe 

7.5.  71,10.  73,10.  85,20.  139,20. 

'  157,1.  201,35.  207,1.  240,15.  241,10. 

295.1.  336,30.  618,5.  619,25.  625,10. 

639.5.  646,35.  670,1. 10.  671,15. 

Bi  dem  undern  furt  der  altun  -  185,1. 

284.30. 

Under  Walthusen,  bi  dem  roden  an 
der  altun  -  229,25.  268,20. 

In  dem  -  riet  bi  dem  staynin  crutz, 
in  dem  -  riet  under  Bumburch, 
in  dem  -wer  riet  220,1.  250,1. 

577.30. 

Vischentz,  An  der  -  ze  Landow, 
uff  der  -,  ze  Hundersingen,  an 
der  bruck  341,15.  504,15.  618,15. 
632,35.  671,15. 

Hundersingen  daz  uff  der  -  gelegen 
ist,  under  Hundersingen  an  der 
-  die  haggen  327,15.  483,10.  20. 
627,25. 

Da  du  Ostrach  in  die  -  gat  s.  Ostrach. 
Dornnehalden  141,5. 

Dureshusen  s.  Dietershausen. 

Dionysius ,  Dyonisius,  Märtyrer,  Sante 
-en  tag,  in  die  beati  -i,  9.  Okt., 

51.1.  84,25. 

Drucz,  Drüczzin  s.  Herbertingen,  Trutz. 
Dunowe  s.  Donau. 

Dürrenwaldstetten  s.  Waldstetten, 
Dürren-. 

E. 

Ebe,  Cünrat  s.  Altheim. 

Ebengross,  Gotz  s.  Heiligkr  euztal, 
Brüder. 


Ebenweiler,  Ebenwiler,  Ebenwile  OA. 
Saulgau,  Einwohner ;  Heinrich, 
Hainrich  von  -  19,15.  60,40.  64,15 ; 

Werner  von  -,  sein  Bruder  19,15; 

Cünrat,  Bruderssohn  61,1.  64,20. 

Rüter  von  -  269,30. 

Eberhart  der  schribair  49,5. 

Eber,  der  amman  79,20. 

Eberharteswiler  usw.  s.  Ebratsweiler. 

Eberlin  524,20. 

Eberstein,  bei  Baden-Baden,  Herr  von 
-  10,30. 

Ebingen  OA.  Balingen  27,5.  573,35. 

Cünrat  von  Emmingen,  tegan  und 
kilcherr  577,10. 

Ebinger,  Hebinger,  Ebingerin,  Ebingen 
(s.  Kindler  v.  Knobloch  I,  273). 

Adelhait  s.  Heiligkr  euztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Anna  die  -  594,15. 

Benz,  Bentz,  Berhtolt  229,10.  232,10. 
235,20.  252,25.  257,5.  334,15. 

Mengen:  Cünrat  der  -  dem  man 
spricht  der  Münch  262,35. 

Frik  der  -  558,20. 

Hans  der  -  stet  amman  433,30. 
492,10;  S  434,10.  626,1.  642,30. 

Haintz  514,25.  516,20.  537,10; 

.  .  .,  sein  Weib  s.  Mengen,  Nantzing. 

Margrett  625,5; 

Hans  von  Eringstorff,  deren  Mann, 
B.  zu  Mengen,  s.  Erisdorf. 

Ebli  s.  Tengen,  Hohen-. 

Ebratsweiler,  Eberharteswiler,  Eberharz- 
wiler,  Eberharswiler  BA.  Pf  Ullen¬ 
dorf,  Ber.,  Berhtolt,  Ritter  von  - 
51,35.  65,30.  ' 

Hünr.  -  von  49,5. 

Echterdingen,  Aehtertingen  OA.  Stutt¬ 
gart,  Güt,  diu  von  -  genant  ist 
351,15; 

Hainrich  von  Hornstain,  ihr  Mann, 
s.  Hornstein. 

Ederlin,  Cünz,  Hezun  der  Tücherinun 
Sohn  von  Andelfingen  212,20. 

Ee  s.  Aich  OA.  Nürtingen. 

Effrid,  Johannes  dictus  -  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Procuratores. 


698 


Allgemeines  Register. 


Egelfingen  OA.  Biedlingen,  Werner 
von  -  39,10. 

Egeli  138,10. 

Egelsee,  Bi  dem  -  92,10; 

s.  auch  Roden. 

Egghart,  Ruf  s.  Friedingen. 

Eglingen ,  Egelingen,  Egligen  OA.  Mün¬ 
sing  en,  Agnes,  Angnes  von  -,  B. 
von  Biedlingen  304,25.  400,10. 
404,30; 

Burkardus  de  Andolvingen,  ihr  Mann; 
Anastasia  von  Andelfingen,  ihre 
Tochter,  s.  Andelfingen,  Burk¬ 
hard  von  -. 

Bitter  Eberhart  von  -  13,30; 
Heinrich,  Konverse  zu  Zwiefalten, 
dessen  Vater  13,30. 

Elsbeth  von  -  245,25; 

Cunrat  von  Pflumarn,  deren  Mann, 
s.  Pfiummern. 

Ott,  Otte,  Othe  von  -,  amman  zu 
Mengen  81,15.  97,30.  104,5. 

148,10.  152,20.  186,10. 

Rudolf  von  -  136,20;  8  136,20. 
Wernher  der  lange  82,1.  85,5; 

Wernher,  dessen  Sohn  82,1.  85,5. 
Der  -  kint  180,20. 

Ütz  der  Graff  der  alte  gesezzen  ze  - 
s.  Graf  von  Grafen  eck. 
Ehestetten  OA.  Münsingen,  Konrad  von 
-  32,1; 

Guta,  sein  Weib  32,1; 

Gerbirc,  ihre  Tochter  32,5. 

Ehingen  a.  B.,  OA. Stadt  3,25.  437,30. 
664,1. 

Einwohner : 

Hainricus  de  -  rector  ecclesie  in 
Haltingen  665,1. 

Bitter  Eberhard  von  Ryschach  ze  - 
der  stat  gesessen,  s.  Beischach. 
Zaehe,  Zehe,  Cunrat,  minister,  amman 
des  Grafen  Ulrich  von  Berg 
47,1.  72,20.  74,15. 

Zimmerman,  Otto  dictus  -  s.  Zimmer¬ 
mann. 

Ehinger  ( jedenfalls  das  aus  Überlingen 
stammende  und  zu  Konstanz  an¬ 
sässige  Geschlecht,  s.  Kindler  v. 


Knobloch 1,286),  Hainricus  dictus-, 
Hainrich  der  -  14,20.  35,1.  43,35. 
76,15. 

Ehrenfels,  Erenvels,  Gern.  Hayingen 
OA.  Münsingen,  Ännli  von  -  565,30. 
Ludwicus  de  -,  Eigentümer  in  Möh¬ 
ringen  166,1. 

Swiger  von  Gundelfingen  gesessen 
ze  -  s.  Gundelfingen. 

Eichen,  Aichach,  Aiche,  Eucha  OA. 
Saulgau  19,10. 

Appe  von  -,  B.  zu  Mengen,  s.  Appe. 
Appe  gen.  von  -  zu  Friedingen  s.  Appe. 
Berthold  von  -  zu  Friedingen  27,35. 
Cfr.  von  Alberti,  S.  156  und  „Bas 
Königreich  Württemberg “  IV, 
S.  457J458  und  Ee  s.  Aich. 
Eichen  bei  Stafflangen  OA.  Biberach 
19,10. 

Eigeltingen ,  Aygeltingen  BA.  Stockach, 
An  offem  lantgericht  ze  -  453,10. 
Einhart,  Inhart,  hohenzollerisches  OA. 
Ostrach,  gotzhus,  liitkilche  356,15. 
Lupriester,  lüpriester  pfaff  Hans 
621,20. 

Elisabeth,  Elizabeth,  Elisabet,  Elizbet, 
Sant  -en,  -un  tag,  tac,  19.  Nov. 
80,30.  395,30.  627,15. 

Ellerbach,  Elrbach,  Erlenbach,  bayer. 
AG.  Billinqen,  Bitter,  Die  von  - 
125,20. 

Alle  heissen  Burkhard ,  Burckhart, 
Burchart,  Burkart.  Vater  125,25. 
127,15.  161,25  (der  elter);  S 
151,10  (der  alte).  162,10; 

-,  sein  Sohn  125,25.  201,10;  S 

201,20. 

-  der  lange  342,15;  S  346,5.  476,1. 
Sitz,  der  von  E.  vogt  283,20. 
Elmden,  In  dem  -  379,15. 

Einhusen,  abg.  bei  Upflamör  OA.  Bied¬ 
lingen  (heutzutage  Flur  Ellhausen) 
17,35.  34,25. 

Emerfeld,  Emerfelt,  Emmerveit,  Erner- 
velt,  Ämervelt  OA.  Biedlingen, 
gotzhuz  150,15. 

Markdorfs  hofe  567,25. 

WÖlfly  von  -  591,20. 


Allgemeines  Register. 


699 


Eineringen ,  Emringen  OA.  Münsingen, 
Bentz  der  Maiger,  Vater  und  Sohn, 
uz  -  zu  Grüningen  sesshaft ,  s.  Maier. 

Emerkingen,  Emmerkingen,  Anmer¬ 
kingen  OA.  Ehingen,  Hainrich 
von  -  581,35. 

Binzwangen :  Konrad,  Cunrat,  Amman 
(minister)  29,20. 

Des  herren  -es  gut  von  -  29,15. 

Hermann,  Bruder  der  Herren  von  - 
Kirchherr  zu  Zell  22,25. 

Emhart  s.  Binzwangen. 

Emmingen,  Hoch-,  BA.  Donaueschin  gen, 
Cunrat  von  -  tegan  und  kilcherr 
ze  Ebingen  s.  Ebingen. 

Ems,  Hohen-,  Kt.  Graubünden,  Bitter 
Marquart  von  -  342,15;  S  346,5. 

Engel,  Des  -s  kint  304,5. 

-  zu  Altheim  244,10. 

Cunrat  der  -  ze  Pflumern  209,5. 

Engelfrit  382,1.  383,25. 

Engen  s.  Ramunc. 

Enhofen,  Ennhoven,  Enhoven,  als  Teil 
von  Wilflingen  OA.  Biedlingen 
Kleinwilflingen  genannt,  zu  dem 
klainn  Wlfflingen  daz  man  nempt 
ze  -  s.  Wilflingen. 

Ennetach,  Ennotach  OA.  Saulgau,  Acker 
ze  -  gelegen  den  man  nempt  der 
von  Bartenstain  acker  623,25. 

Enslin,  Enslinin  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Enslingen,  Langen-,  Ensliggen,  Enz- 
lingen,  Ezilingin,  Enselingen,  Ensi- 
legin,  Enselingin,  Ensling,  Anslin- 
gen,  Henselingen,  hohenzollerisches 
OA.  Sigmaringen  3,5.  35,25.  50,5. 
122,25. 186,10. 220,15. 227,20. 231,5. 
233,15.  547,10.  570,1.  571,15.  572,1. 

Örtlichkeiten : 

Kirche,  pfarrkirche,  pfarrkilche, 
pharrkirch,  parrocliialis  ecclesia 
528,10.  535,25. 

Lehenschaft  der  -  531,1. 

Kapelle,  Cappell  ze  Fridingen  die 
in  die  pfarrkilchun  ze  -  gehört 
528,5.  531,10. 

Kilchunpfleger  532,30. 


Enslingen: 

Örtlichkeiten: 

Widern,  widun  348,20.  374,35. 
Gotts  Ackher  465,15. 

Batstube  358,20. 

Lindenbühel,  Hofstat  gelegen  neben, 
hinder  dem  -  122,25.  413,1. 
Müli,  Des  von  Hornstain  -  563,20. 
Siechhuss,  siechen  hus,  Under  dem  - 
ob  dem  wiger  348,20.  413,5. 
Wiger  348,20. 

Zehend,  zehendli  269,1.  303,15.  362,35. 

412,30.  462,25.  500,25. 

Geistliche : 

Kirchherre,  kilchherre,  kilcher,  kil- 
cherre,  kilherre,  pharrer,  luprie- 
ster,  lütpriester,  rector  parrochia- 
lis  ecclesie  528,10. 532,20.571,10. 
Berhtold  314,10. 

Bertoldus,  Berchtolt  der  Spirer  531,1. 

534,30;  S  533,1.  534,35. 

C.  144,15. 

Johannes  149,35. 

Phafe  Lüzze  60,15. 

Ulrich  273,10. 

Des  kilchherren  hus  315,25. 
Kathrin  von  Aich  dez  kirchheiren 
von  -  kellerin  571,10. 
Einwohner : 

Aichstok  373,15. 

Amlung  420,10.  565,15; 

Bugk  445,10. 

Artzat  s.  Artzat. 

Banwarten  s.  Banwart. 

Benner,  Appe  der  -  s.  Appe. 

Betzins  gut  256,15. 

Birkmayrin ,  Birkmayirin  s.  Birk¬ 
maier. 

Buggesün  s.  Bugg. 

Kaltysen  412,30. 

Kempf,  Kempfin  362,5.  412,30. 
Küning,  Künig  464,10.  30. 

Cunradus,  Cunrath  von  --  43,5.  45,1. 
660,30; 

Hartmann,  sein  Sohn,  B.  zu  Bied¬ 
lingen  43,5. 

Cunrat  von  -  39,35 ; 

Lüphe  sin  burder  39,35. 


700 


Allgemeines  Register. 


Enslingen : 

Einwohner ; 

Cünrath,  elphare  des  pliaffen  Rüdolfh 
von  Büchwe  49,80. 

Chünrat  von  -  wilont  bisch of  ze  Gurk 
s.  Salem ,  Äbte. 

Diengen,  Mantz  von  s.  Tengen, 
Hohen-, 

Tentingers  gut  s.  Dentingen. 
Enslingen,  Der  58,15. 

Viltrescher,  Yildrescher  53,10.  213,35. 

362.5. 

Frige,  Cüntz  s.  Frige. 

Fuchs  s.  Fuchs. 

Furter,  Vurter  s.  Furter. 

Galle  179,30. 

Gast  s.  Gast. 

Gerbolt,  Appe  -  s.  Appe. 

Goller  413,1. 

Grotzingen,  Hainrich  von  -,  B.  zu 
Tr  ochtelfingen,  Eigentümer  zu 
Enslingen ,  s.  Grotzingen. 
Grübner  wis,  Grüben  wis  303,25. 

373.10. 

Gruningen,  Dü  von  G.  von  E.  53,10. 

208.25. 

Hans  der  schmit  373,5.  374,30. 
Heinrich,  Hainrich,  Hainz,  Haintz 
von  -  amman,  B.  zu  Biedlingen 

53.20.  102,5.  115,35.  122,10. 

136,15.  147,30.  150,25.  151,25. 

158.25.  159,30.  162,35.  164,10. 

180.35.  183,30.  185,10.  187,15. 

188.10.  190,35.  202,10.  204,30. 

206.20.  211,15.  221,10.  223,1. 

234.35.  236,35.  251,35.  258,35. 

272.10.  275,15.  283,20.  286,30. 
288,30.  294,30.  295,25.  449,5. 
664,25;  S  222,20.  287,15; 

Adelhait,  sein  Weib  294,30. 
Hartmann,  sein  Bruder,  B.  von  Bied¬ 
lingen  83,15.  84,5.  90,20.  102,5. 

115.35.  151,25.  158,25.  159,1. 

162.35.  164,10.  187,35.  190,25. 

278.5.  449,5.  664,25. 

Haintz  von  -,  keller  zu  Salem  s. 
Salem,  Mönche. 

Haintz  von  -  der  weher  370,15. 


Enslingen : 

Einwohner: 

Hartmann  von  -  rector  in  Metunberg 

482,5.  486,35.  508,1;  S  483,1. 
Claus,  sein  Bruder  482,5.  486,35. 
508,1;  S  482,35. 

Hannibitz,  Albreht  s.  Hannenbiz. 
Hergesell,  Hans  s.  Hergesell. 

Her.  von  -  154,35. 

Hesse  179,30. 

Holzwart  s.  Holtzwart. 

Hornstain,  Des  von  -  müli  s.  Horn¬ 
stein,  Enslingen. 

Huotter,  Heinrichen  des  -s  Ackher 
.  s.  Hüter. 

H.  von  -  180,35. 

Itenhuser,  Hofstat  des  Haintz  des  -s 
s.  Ittenhuser. 

Lägeller,  Cüntz  der  -  der  alte  412,30. 
Lantzen  hoff  420,10. 

Lasser  573,30.  576,30. 

Libermann  499,1. 

Lutz  s.  Lutz. 

Mantzin  s.  Mantz. 

Mayger  s.  Maier. 

Mentzli,  Haintz  262,15. 

Mesner,  Peter  der  -  s.  Mesner. 
Münch,  Der  amman  gen.  der  -  s. 
Münch. 

Nater  s.  Nater. 

Offenburger,  Offemburger  s.  Offen¬ 
burger. 

Bütlingen,  Der  von  -  hoff  372,10. 
Schälklingen,  Schelkin,  Otte  von  - 

183,20.  185,20. 

Swartz  s.  Schwarz. 

Sohpenburgers  hus  49,25. 

Smit,  Schmit,  Cüntz  gen.  der  -  s. 
Schmid. 

Stegli,  Walther  413,5.  501,5; 
Adelhait,  sein  Weib  501,10; 

Pfaff  Cünrat  liüpriester  ze  Sulgen, 
ihr  Kind  413,5.  500,15;  S 
501,30; 

Katherin,  Kathrin  dü  Fünfin,  dessen 
Schwester  413,5.  500,20. 
Stollinhovin  s.  Stoll. 

Swertfürben,  Dez  -  brül  s.  Swertfürbe. 


Allgemeines  Register. 


701 


Enslingen : 

Einwohner : 

Talmaiger,  Talmaier,  Talmayger 

303,20.  363,25.  373,10. 

Des  -s  hofstat  413,1. 

Ulrich,  Der  -un  sun  53,10. 
Umbgangs  hofstat  413,1. 
Ützhermanhli  230,10.  232,25. 
Wernlin,  Der  -  un  hofraiti  255,20. 
Wise,  Wisse  s.  Wise. 

Zehenter  s.  Zehender. 

Zimmerman  s.  Zimmerman. 

Zürn  s.  Zürn. 

Flurnamen  : 

Aichelberg  464,10.  30. 

Aichstokes  wise  373,15. 

Die  begraben  wis  303,25. 

Brül,  brüle,  brüel,  brügel  53,10. 319,30. 
374,30. 

Tal  -  373,5. 

Talmaigers,  Talmaygers  -  303,20. 
Der  Mäntzinun  -  373,10. 

Ruhen-  373,10. 

Dez  Swertfürben  -  186,5. 

Im  entrechen  373,15. 

Veldli  50,5. 

Fürswal,  fürschall,  Des  Talmaigers  - 
303,25.  373,10. 

Furt,  Anwandar  bi  dem  -  262,10. 
Nöllen,  Bi  den  am  -  303,30. 
373,10. 

Ze  ror  179,30. 

Rütlin  303,25.  373,10. 

Eppin  s.  Billafingen. 

Eremiten,  Fratrum  Heremitarum  ordinis 
s.  Augustini,  Bonifacius  s.  Konstanz, 
Weihbischöfe. 

Erendon,  Claus  s.  Riedlingen. 

Erenvels  s.  Ehrenfels. 

Er g er s heim,  Aergaershain,  jedenfalls 
Untereisass  AG.  Molsheim,  kaum 
BA.  Uffehbach,  Mittel  franken, 
Bayern,  Elisabeth  von  -,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Erisdorf ,  Eristorff,  Eringstorff  OA.  Ried¬ 
lingen  459,5.  661,20. 

Pfaff  Johans  von  -  kilcher  ze  Ring¬ 
schnait  s.  Ringschnait. 


Erisdorf: 

Hans  von  -  den  man  nempt  den 
Feringer,  B.,  625,1.  653,35; 
Adelhait  von  -,  sein  erstes  Weib 
654,5; 

Anna  Eringstorfferin,  ihre  Tochter, 
s.  Heiligkreuztal ,  Kloster¬ 

frauen. 

Margrett  Ebingerin,  sein  zweites 
Weib,  s.  Ebinger. 

Emst,  Ernste,  Binzwangen:  124,1. 

Bf ullendorf :  Cünrad  36,30. 

Ertingen ,  Erttingen,  Erttingin,  Her¬ 
tingen  OA.  Riedlingen  92,10.  121,1. 

125,20.  127,15.  140,20.  161,30. 
172,25.  295,1. 

-  die  Stadt  167,30. 

-  das  Dorf  341,10. 

Stadtgerechtigkeit  167,35. 

Marckht  zu  -  167,30. 

Kilchherre  219,25. 

Örtlichkeiten : 

Batstube  435,5. 

Täfern  435,20. 

Geburschafft  434,35. 

Vischentz  an  der  Schwartzach  ze  — 
341,15.  435,1. 

Yogtye,  gericht,  gewaltsamin  und 
ehäftin  435,20. 

Mühle,  mülin,  müli,  muli  161,35. 
341,15.  434,35. 

Bi  der  -,  über  die  S wartzach  338,5. 
Die  nechst  -  bi  E.  435,1. 

Diu  ober  -  435,1. 

Wyger  435,30. 

Einwohner : 

Binhuser,  Der  -  gut  663,35. 

Buchau,  Büchower  gut  434,35; 

-ischer  Stiftsmaier  in  -  14,35. 
Crützer  s.  Crützer. 

Grüwelli,  Gruwelli,  Gruweli,  Grü- 
wilin,  Grüwillin,  Gruli,  Grulli, 
Grüweli,  Luduwicus,  Lodowicus, 
Ludwig,  Ludewig,  Ludewik, 
Ludewich,  Lutwic  57,15.  59,15. 

72,20.  74,15.  75,20.  92,15.  99,20. 
272,35; 

Ernest,  sein  Sohn  92,15; 


702 


Allgemeines  Register. 


JErtingen : 

Einwohner : 

Grüwelli,  Hätza  etHilta,  seine  Töchter, 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Grymptin  436,1. 

Hannenbitz,  Albreht,  s.  Hannenbitz. 
Laver  436,5. 

Loselin,  Chnntz  435,15. 

Ludwig,  Ludewig,  Buchauischer 
Stiftsmaier  zu  -  7,5.  14,35; 
Irmengard,  seine  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen ; 

Er.  und  Lu.,  seine  Erben  7,5. 

-  der  wirt  58,10.  60,20. 

-  von  E.,  B.  zu  Biber  ach  468,10. 
Lütram,  Lüteran,  Liutran  s.  Leu¬ 
trum  von  -. 

Lutz  s.  Lutz. 

Murzel,  Berhtolt  s.  Murzel. 

Peter  435,15; 

-  an  der  sunnen  436,1. 

Schelling  436,1. 

Sindelin,  Desz  -s  gut  663,35. 

Smit,  Schmit  s.  Schmid. 

Flurnamen : 

Bol  infra  -  98,35. 

Burgeimt  s.  Bürgernd. 

Grüwellins  wisa  in  dem  emde  171,10. 
Brul  338,5. 

Riet,  In  dem  -  bei  E.  gen.  maier  Lude- 
wiges  wiese  13,15.  14,35. 

Am  E.  stig  gegen  Friedingen  zu 
19,35. 

Ertinger  99,15. 

Der  junge  -  zu  Marbach  454,1.  455,5. 
Erzinger,  Walz  der  Satler  der  -,  s.  Bied¬ 
lingen,  Satler. 

Esclinn  645,15. 

Esel,  Der,  Binzwangen:  53,10. 

Biedlingen:  Hans  der  -  590,30. 
Esler,  Eseler,  Eslerin,  Albreht  undBentz 
der  -  s.  Mengen. 

Esslingen,  Esselingen,  Ezzelingen,  Essi- 
ligen,  Ezlingen,  OA.Stadt  3,1. 
97,20;  8  141,15. 

Mensura  in  -  63,25. 

Rat  140,30. 

Schulthaiss  140,30. 


Esslingen : 

Schulthaiss:  Hasenzagei, Rudolf 140, 30. 
Burgermaister  140,30. 

Nallinger,  Cünrat  der  -  140,30. 
Hospitale  pauperum,  pauperes  de  -, 
die  armen  dürftigen  sant  Kathe- 
rinen  dez  spitalz  128,1.  132,15. 
135,20.  137,20.  140,30. 

Maister  140,25. 

Bruder  Heinrich  derBirgerl40,25. 
Keiner  140,25. 

Samenunge  140,25. 

Bruder  unde  swester  140,25. 
Procuratores :  Frater  Sigbotus,  Sy- 
botus  et  Hainricus,  scolares, 
128,10.  129,5.  130,10.  134,1. 
137,20. 

Cünradus  confraterhospitalis  132,25 
Dekan:  Kuno  8  81,1; 

H.  127,30.  128,10.25.  138,20;  S 
138,30. 

Einwohner  ; 

Bruckensiegel,  Pignose  gen.  dez  -z 
saeligen  wirtin,  B.,  80,15; 
Pignose,  ihre  Tochter  80,15. 
Raemser,  Johannes  der  -,  B.  140,30. 
Lüggart  von  -,  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Eucha,  s.  Eichen  OA.  Saulgau. 

F.  V. 

Vaber,  Faber,  Ber.  dictus  -  83,15.  84,5. 
Biedlingen:  Hainrich  165,35. 
Wernher  et  Ülricus  dictus  -  de  Uber- 
lingin,  s.  Salem,  Mönche. 
Fabianus  et  Sebastianus,  In  die  s.  mar- 
tyrum  -i,  20.  Jan.,  374,20. 

Faigli  s.  Biedlingen. 

Vaihingen  a.  F.,  Vogingen,  Vogingen, 
Vougingen,  Woginen,  Voginen, 
OA.  Stuttgart  105,1. 106,10. 126,15. 
132,10.  140,35. 

Decanus  127,30.  135,15.  138,20;  S 
128,15.  138,30. 

Schultheiss,  scultetus,  Hainricus 
130,30. 

Allmende,  ad  communem  spectare 
utilitatem  tocius  ville  134,20. 


Allgemeines  Register. 


703 


Vaihingen  a.  F. : 

Einwohner : 

Johannes  de  -  senior  130,20; 

-  iunior  132,5. 

Yincenkernin  (Vintenkerniu)  kofestat 

141.10. 

Zehender  s.  Zehender. 

Walbrunnen  134,5. 

Flurnamen : 

Baecchenriete  141,10. 

Possessio  vulgo  dicta  dü  bünde, 
biunde  sita  in  -  132,20.  134,5. 
141,5. 

Gartenö,  gartnowe,  gartenowe  130,30. 

134,20.  141,5. 

Oesterveit,  Uf  -  141,15. 

Vainhusen,  Fainhusen,  Wanhusen,  abg. 
auf  Markung  Hayingen  OA.  Mün- 
singen  25,25.  35.  26,5. 

Valentin,  Valantin,  Yalentinus  martir, 
S.  -s,  -z  tag,  dag,  tak,  in  festo, 
in  die  -  martiris,  14.  Febr.  58,5. 

98.1.  107,15.  114,5.  146,10.  147,10. 

179,15.  194,10.  215,20.  246,35. 

379.1.  448,5.  569,25.  671,25. 
Yalrus,  Albreht  s.  Reutlingen. 

Farer,  Cüntz,  B.  zu  Munderkingen,  S 

514,10. 

Ott,  Bürgermeister  zu  Riedlingen 

602.1.  640,1.  643,1;  8  578,1. 

607.10.  622,30.  632,25.  640,30. 

645.1.  655,30. 

Bet  die  Hüberin  von  Riedlingen, 
sein  Weib,  s.  Huber. 

Färber,  Värwer,  Yärwerin,  Yerwer, 
Yarwer,  Friterich,  Friderich  der  -, 
B.  zu  Rütheliugen  62,1.  662,10; 
Mahthilt,  sein  Weib ,  662,10; 
Mahthilt,  ihre  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Irmengart,  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen  ; 

Cünrat  der  -,  ihr  Vater  375,5; 
Irmengart,  ihre  Mutter  375,5; 

Bete  von  Hoi,  ihre  Schwester  375,5. 
-  zu  Inneringen  570,25. 

Yarndorf  s.  Ittenhausen. 

Yascansi  s.  Inneringen . 


Yaser,  Y’äser  zu  Binzwangen  261,20. 
Bentz,  Berhtolt  der  -,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Brüder. 

Yässeler,  Yässelerin,  Vässlerin  s.  Frie¬ 
dingen. 

Faurndau,  Furendowe,  OA.  Göppingen , 
H.  dictus  Pfefferhart  canonicus 
ecclesie  -  35,15. 

Yederangesruthi,  VedraDgesruti,  Ye- 
drangsrüti,  Yedrancesrüti,  Yedran- 
tesrüti,  Wedrantzrüti  10,35.  26,25. 
108,25.  334,1.  339,20.  354,15. 

399,10.  493,30. 

Federlin  s.  Friedingen. 

Yegetun,  Vogetun  s.  Yogten. 

Yelder,  Günther  der  -  80,20. 

Yelkofen  s.  Völlkofen. 

Yelsoberg  s.  Andelfingen. 

Yelthuser,  Hans  der  -  591,1. 

Verden  an  der  Elbe,  Kgr.  Preussen, 
Johannes  episcopus  -  sis  175,30; 
S  176,30. 

Yerena,  Frena,  beata  -  114,30 ; 

S.  -en,  -un  tag,  1.  Sept.  104,5.  560,25. 
Ecclesia  s.  -  s.  Zurzach. 

Feri,  Ruf  s.  RiecUingen. 

Veringen ,  Veringen-Dorf  und  -Stadt, 
Wehringen  ( verschrieben  Wehein- 
gin),  Weringen,  Feringen,  Yering, 
hohenzollerisches  OA.  Gammer- 
tingen  136,25.  187,10.  245,15. 

317,30.  357,25.  367,10. 

Ze  -  dem  dorf,  dorff  547,10. 

S.  Michels  gotzhus  396,25. 
Dekanat,  decanatus  331,30. 
Kirchherr,  kilherre,  rector,  tegan, 
degan,  Chünrat  285,10. 

Hainrich  136,25. 

Luprßster  Wernher  von  Grünigin 
-  zu  V.,  s.  Grüningen,  Wernher 
von  -. 

Zinser  auf  den  Altar  zu  -  285,20. 
-r  messe  79,15. 

Schultheiss,  schulthais,  schulthaiss, 
schulthaisse,  gemaind  -  rat  und 
burger,  civitas  8  352,1.  367,1. 
396,25. 


704 


Allgemeines  Register. 


Veringen : 

Schultlieiss:  Abeli  der  -  136,25; 
Haintz,  sein  Sohn  136,25; 

Claus  des  schulthaissen  Sohn  136,25. 
Hellmann,  Oschwalt  602,1. 

Grafschaft ,  graschaft  zi  Gotfrit 
von  Burladingen,  lantrither  in 
der  -  81,25;  S  81,35. 

Grafen  von  -,  Neuveringen,  de  Novo 
V  eringen,  Nieder  veringen  ( cfr . 
Locher, Regesten;  s.auchGlossar: 
Gott,  von  -es  gnaden),  Wolfrad 
der  Alte  6,35.  8,25.30.  12,25. 
19,30; 

Seine  Söhne  19,30. 

Wolfrad,  ein  Sohn  8,10.30.  11,25. 
12,30. 

Die  beiden  Grafen  von  -  11,1. 
Sophia,  Gräfin  23,10,  Tochter  des 
Grafen  Heinrich  von  -  und  der 
Verena  von  Klingen  s.  Klingen; 
Heinrich  (der  Ältere)  ihr  Bruder 
12,30.  16,20.  18,25; 

Heinrich  der  jüngere,  Hainrich, 
Hürich,  Hanricus,  von  V.  - 
Kettingen,  des  Klosters  Herr, 

16.20.  18,1.  23,35.  27,15.20. 
25.  31,30.  40,35.  41,25.  43,1. 

47.10.  60,15.  71,35.  73,30. 
78,30;  S  41,5. 43,5.  45,5.  47,25. 

72.10.  74,5.  77,15.  78,35; 
Wolflin,  sein  Sohn  47,10; 
Heinrichs  des  Jüngern  Brüder: 

Wolfrad,  Wolfrat  43,1.  47,15. 

660.20.  661,15;  S  43,5.  45,5. 
47,25.  661,20; 

Mangold,  Mangdolth,  Domherren  za 
Chur  43,1.  47,15.  660,20;  S 

43.10.  45,5.  47,25.  65,25. 
Ludovicus  canonicus  Augustanus 

660,20. 

Wolfrad  138,10.  140,1.  144,5.  155,5; 
S  138,10.  140,10.  144,10  (die 
beiden  letzten  Male  siegeln  er 
und  sein  Bruder  Heinrich  mit - 
einander  abwechslungsweise  je 
mit  einem  £); 


Veringen ,  Grafen  von:  j 

Heinrich,  Hainrich  sein  Bruder  I 

138.10.  140,1.  144,5.  155,5. 
187,1.  233,25.  245,1.  257,15. 

265.20.  285,10.  310,10.  356,25. 

360.20.  389,35.  392,5.  394,10. 
407,5;  S  138,10. 140,10. 144,10. 
187,5.  245,15.  257,25.  266,20. 

285.20.  310,20.  390,10.  392,15. 
407,15; 

Udelhilt,  Gräfin  von  Zolr,  dessen 
Weib,  s.  Zollern  ; 

Friedrich,  Fridrich,  ihr  Sohn  356,25. 
389,35;  S  357,35.  390,10. 

392,15. 

Wolfrad,  Wolflin,  Wolf,  ihr  Sohn 

357.10.  390,5.  453,1;  £392,15. 
Einwohner  ; 

Katherin  von  -  305,15. 

Dampfhaber,  Dampfhab  rin,  Albreht 
451,10; 

Adelhait,  sein  Weib,  B.  450,35. 
Kling,  ihr  Bruder  451,1 ; 

Irmel,  dessen  Tochter ,  s.  Heilig • 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Hüter  s.  Hüter. 

Johannes  von  -  keiner  zu  Beben¬ 
hausen  s.  Bebenhausen. 

Maurer,  Hainrich  s.  Murer. 

Nater,  Haintz  der  den  man  nempt 
Haintzen  von  V.,  B.  zu  Ried¬ 
lingen,  s.  Nater. 

Nolle,  Hans,  B.,  s.  Nolle. 

Pfhister,  Phister  (pfhister),  Phisterin, 
s.  Pfister. 

Schulthaiss,  Schulthaissin  s.  Schult¬ 
heiss. 

Sotläir,  Brüder  Cünrat  der  -,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Brüder. 

Stochli,  Hermann  140,5. 

Strüb  s.  Strub. 

Tod,  Cünrad  der  -  s.  Tod. 

Feringer,  Veringerin,  Hans  von  Erings- 
torff  den  man  nempt  den  s. 
Erisdorf. 

Katherin  die  -  649,30.  654,30.  656,10; 
Hans  Hepli  von  Sulgen,  ihr  Mann , 
s.  Hepli. 


Allgemeines  Register. 


705 


Veronika ,  s.  Veronen  tag,  4.  Febr. 
867,10. 

Vesenherr,  Bientz,  s.  Riedlingen. 
Yeterre,  Fetterren,  Yetterne,  Wetterre, 
Weterre,  Yetirne  165,80. 

Wiese  gen.  -  22,15;  ( s .  auch  Vede- 
rangesruthi). 

Des  -  aker  88,30. 

Cünrat  der  -  65,10. 

Der  -  von  Althain  107,30. 

Pfaf  Cünrat  der  -  223,1. 

-  kint,  Mangold  u.  Konrad  gen.  -  23,20 ; 
Ulrich  der  Sohn  des  Yetirne,  deren 
Bruder  23,25. 

Yideler,  Fideler,  Wlricus  54,1. 
Markdorf:  Hermann  der  -  109,20; 
Adilhait,  sein  Weib  109,30. 
Vierdung  s.  Inneringen . 

Figenbach,  Vigenbach,  Vigebach,Wigen- 
bach,  Wigenbacher,  C.,  Cünrat 
120,10. 122,35. 123,25. 124,10. 149,1. 
Binzwangen:  416,30.  446,5. 
Villeneuve,  Villanova,  Dep.  Avignon , 
Frankreich  666,35.  667,5. 
Villingen,  badisches  BA.  25,15. 
Vildrescher  s.  Enslingen. 

Vincenkernin  hofestat  s.  Vaihingen. 
Vincentius,  Yincenz,  Yincencien,  s.  -  tag, 
22.  Jan.,  173,25.  276  35. 

Finckh,  Yinke,  Hermann  von  Wenge¬ 
lingen  s.  Wendlingen. 

Fischer,  Yischer,  Haintz  der  -  346,30. 
Burkhard  der  -  von  Blochingen  19 ,30. 
Burkhard  der  -  gen.  von  Hirspil 
10,30. 

Wezzel  der  -  von  der  Schäre  103,10. 
Vitus,  Veit,  Yit,  Fit,  s.  -z,  -es  tag, 
tach,  abent,  der  ze  mittem  brächot 
kumbt  dem  manot,  dez  hailgen 
martrers,  15.  Juni,  170,10.  226,5. 

261.5.  262,1.  340,35.  396,1.  407,20. 

478.5.  491,30.  507,25.  512,20. 

551,30. 559,5. 574,35. 606,10.666,20. 

Viterbo,  MiUelitalien  2,10. 

Vitnel,  Fitnel  s.  Baugendorf. 
Fitzenweiler,  Yizzenwiller,  Gern.  Mark¬ 
dorf  BA.  Überlingen,  Cünrat  von  - 
ain  priester  33,20.  34,35. 

Württ.  Geschicht8quellen  IX. 


Fleck,  Flek,  Ylekke,  Fleke,  Flekke, 
Fleken,  Flekkin,  Flekin,  Fleche, 
Ritter  (s.  Kindler  v.  Knobloch  I, 
361 ;  v.  Alberti  191)  108,1. 

H.,  Hainrich  72,15.  74,15.  107,20. 
115,25. 151,10.  153,10  (der  alte); 
S  108  1. 

Lüigarth,  sein  Weib  107,20; 

Hans,  Hannes  107,20.  471,35; 
Wilnhalm,  Wilhelm  107,20.  471,35; 
Greth,  ihre  Kinder  107,20. 
Hainrich  154,15.  156,5.  661,15;  S 
661,25; 

Anna,  sein  Weib  661,15; 

Johannes,  Wilhelmus,  Kunigundis, 
Anna,  ihre  Kinder  661,20. 
Friedingen :  566,35. 

Buk  357,5. 

Flemmin  382,1.  383,25. 

Vogel,  Albreht  Gerbolt  -s  hofstat  149,20. 
Yogelli,  Vogelly,  Vogellin,  Yogilli,  C. 
109,35. 

Altheim:  279,15. 

Hans  481,1. 

Hans  -  von  Althain,  B.  zu  Riedlingen 
585;20. 

Vogt  (Advocatus),  Ernst  der  den  man 
nempt  den  langen  -  ze  Bütlingen 
dem  dorf  gesessen  417,5;  S  417,10. 
Vogtin,  Yegetin,  Vogetin,  Anna,  Hail, 
Klara,  drei  Schwestern  und  Agnes, 
Yettertochter,  s .  Heiligkreuztal, 
K  losterf rauen. 

Völlkofen,  Vollkoven,  Volkoven,  Vel- 
kofen,  Volchoven,  Woikoven  OA. 
Saulgau  48,35. 

Einwohner : 

An  dem  hove,  Hainrich  48,35.  667,15. 
Bobb,  Bugg  s.  Bobb. 

Brog  s.  Brog. 

Locheier,  Cünrat,  Berhtolt  s.  Locheier. 
Rochly  635,25. 

Strümpfel,  Bürkly  der  -  635,25. 
Flurnamen : 

Ban,  In  -r  banne  417,30.  418,20. 493,1. 
In  eschlich  537,5. 

Yolkloch  s.  Binzwangen. 

Yolko  s.  ldelhausen. 


45 


706 


Allgemeines  Register. 


Folin,  Bernhart  s.  Überlingen. 

Volmi,  Hainrich,  vrie  lantrichter  in 
Hogow  und  in  Madach  s.  Hegau. 
Yoltz,  Äpply  622,20. 

Vor  kirchtor  s.  Grüningen. 

Foser,  Walz  der  -  216,15. 

Vradres  wiz,  Dez  -  76,25. 

Fraider  40,15. 

Frank,  Cünrat,  zu  Mengen  484,10.  85. 
Frankin,  Mächthild  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Franciscus ,  Francisscus,  s.  Frantziscon, 
ns  tag,  4.  Okt.  144,20.  366,35.  548,10. 
Fr ej bürg,  Conrad  und  Burckhart  von  - 
s.  Freyberg. 

Freising,  Freyssingen,  Frising,  Frisin- 
gen,  Frisingensis,  Niederbayern, 
Bischof  Cünrat  von  -  gen.  von 
Klingenberch,  Conradus  -  episcopus 

170.1.25.  175,35;  176,30.  178,1. 

Freyberg ,  Frejberg,  Friberg,  Fryberg, 

Frejburg  (!),  Freiherrn  v.  — Eisen¬ 
berg  in  Allmendingen  OA.  Ehingen, 
Conrad,  ChuratundBurckhart,Burkh- 
hart  140,20.  663,30  (140,20  ist  Frej¬ 
burg  verschrieben  für  Freyberq). 
Walther  546,10; 

Adelhai th  von  Rischach,  sein  Weib, 
s.  Beischach; 

Hainerich,  ihr  Sohn  544,10;  S 
546,1.  25. 

Frickingen,  bad.  BA.  Überlingen,  Brün- 
dilinsgüt  28,15. 

Frickenhausen,  Frikenhusen  OA.  Nür¬ 
tingen,  Hainrich  der  Spat  gesezzen 
ze  -,  s.  Spät. 

Fridrich,  Hainrich  215,20. 

Friedingen,  Fridingen,  Fridigen,  Vri- 
dingen,  Frideingen,  Fridegin  in 
alpibus,  das  dorff,  OA.  Biedlingen 
23,10.  27,15.  31,30.  32,15.  45,20. 
47,15.  189,30.  204,30.  229,1.251.1. 
356,30.  374,35.  381,1.  394,5.  648,20. 

661.25. 

Advocatus,  Vogt  660,25. 

Amman  ampt,  mit  einem  Hof  ver¬ 
bunden  251,1. 


Friedingen : 

Lantgarb  von  der  witraiti  430,35. 
Witraiti  430,35. 

Zehnten,  zehend,  Gross  -,  klain  - 
531,20.  533,30. 

Örtlichkeiten : 

Kirchhof,  kyrehhof,  kilchof  229,5. 
309,15; 

Korngaden  in  dem  -  229,5. 
Kapelle  528,5.  531,10.  534,20; 

Ein  ewige  mezze  in  der  -n, 
die  in  die  pharrkircli  ze  Ens- 
lingen  gehört,  zu  dem  altar, 
der  gewihet  ist  in  der  er  dez 
hailigen  bychters  s.  Blasyen, 
unam  perpetuam  missam  in 
altari  b.  Blasii  confessoris  in 
capella  ville  -  infra  parrochiam 
ecclesie  in  Enslingen  528,5. 
531,10.  534,20. 

Einwohner: 

Aiche,  Appe  gnant  von  -  s.  App. 

Berthold  von  -  s.  Eichen. 

An  der  staig,  staige,  All,  Adelliait  - 
184,1.  187,20.  357,5. 

Burkhard  gen.  -  27,35. 

Heinrich,  sein  Vater  -  27,35. 
Arnolt,  Hans  s.  Arnolt. 

Artzatin,  Der  -un  tochter  Mächthild, 
ihr  Mann  Haintz  Buggensun, 
s.  Friedingen ,  Buggensun. 
Balstirli,  Berthold  gen.  -  28,5. 
Banwart,  Cüntz  s.  Banwart. 

Beke,  Bekin  s.  Beck. 

Biberin  28,5. 

Bi  der  Zubun,  Burkhard  gen.  -  28,1. 
Bugg  s.  Buck. 

Buggensun,  Buggesün,  Haintz  430,30; 
Sin  frow  Mächthild  der  Artzatinun 
tochter  s.  Artzat. 

Cüntz  430,30; 

Sin  frow  Kathrin  Güten  tochter 
von  Waltstetten  430,30. 
Cünrad  576,10. 

Werntz  und  Mantz  262,15. 
Büttenberg,  Bütenberg,  Cüntz  -  von 
Friedingen,  B.  zu  Trochiel fingen, 
s.  Tr  ochtelfingen. 


Allgemeines  Register. 


707 


Friedingen : 

Eimoohner : 

Cellerarius,  Konrad  gen.  -  s.  Keller. 
Kettenagger,  Ketnacker  206,10. 

Cünrat  von  -  67,15. 

Kollin,  All  357,5. 

Kunolt,  Kunoltin,  Haintz  s.  Künolt. 
Egghart,  Ruf  357,5. 

Vasseier,  Vässelerin,  Vässlerin,  Hain- 
ricli  453,10; 

Anna,  sein  Weib  453,10; 

Mähilt,  Mähhilt  453,10; 

Adelhait,  seine  /Schwestern  453,10. 
Federlin,  Jutz  357,5. 

Flek,  Bnk,  Flekkin  s.  Fleck. 

Frige,  Ber.  der  -  s.  Frige. 

Gisinger,  Haintz  der  -  s.  Gisinger. 
Haintzeller  der  jung  557,30. 

Hainrich  der  voget  96,5. 
Hannenbitzin  s.  Hannenbiz. 

Hettling,  Hetling  s.  Hettling. 
Herbertingen,  Rudolf  gen.  von  -  27,30. 
Hornstain,  Hans  von  H.  ze  F.  ge¬ 
sessen  s.  Hornstein ,  Friedingen. 
Hübaer,  Huber,  Hainrich  gen.  -  s. 
Huber. 

Huc,  C.  dictus  -  45,20. 

Hug  von  -  194,5. 

Hülling,  Eberli  s.  Hulling. 

In  enggassen,  encgazzen,  endgasson, 
March,  Merklin  188,1.  189,15. 
206,5. 

Joicli,  Berthold  gen.  -  27,30. 
Burkhard  gen.  -  27,35. 

,  Lange,  Konrad  gen.  der  -  28,1. 
Lanprechtin,  Jutz  357,1. 

Maginger,  Mai  ginger,  Mäginger  184,1. 
187,20. 

Cuntz  357,1 ; 

Haintz  der  sein  Bruder  357,1. 
Maiger,  Eberli  usiv.,  s.  Maier. 

Maiser  184,1.  187,20. 

Maiserin,  Gut  357,5. 

Mangoltin  s.  Mangoltin. 

Mengoss,  Haintz,  den  man  nempt  den 
Pfiffer  538,5. 

Mesinaer,  Heinrich  gen.  -  s.  Mesner. 
.  Metzei,  Mezel  194,5. 


Friedingen : 

Einwohner : 

Metzei,  Cuntz  357,5. 

Moringerin  184,1.  187,20. 

Murer  s .  Murer. 

Ohnhülben,  Burkhard  und  Heinrich 
gen.  von  -  s.  Ohnhülben. 

Otter,  Cuntz  der  -  357,5. 

Reke,  Uli  s.  Reck. 

Rudolf  von  -  der  elter  619,1 ;  S 
620,1. 

Ruodolff  von  -  zue  dem  Bussen  ge¬ 
sessen  545,20;  S  546,1. 

Rudolff  von  -  ze  Togendorff  gesessen 
583,30;  S  585,1. 

Ruodolphus  advocatus  660,25. 

Ruhe  s.  Ruhe. 

Rumpe,  Heinrich  gen.  -  s.  Rump. 
Sigeli,  Cunrad  s.  Sigli. 

Spengel,  Spängel  184,1.  187,20.  218,1. 
Smaltzhaven,  Schmaltzhaven,  Cuntz 

309.15. 

Haintz  der  -  maiger  378,30. 
Schulmeister  (Scolasticus),  H.  von 
Reutlingen  28,5.  32,30. 

Stahilli,  Staehelli,  Stahelli  s.  Stahelli. 
Unlingen,  Albert  von  -,  Haintz  von  -, 
Heinrich  gen.  von  -,  s.  Un¬ 
lingen. 

Waiger  188,1. 

Waldstetten,  Guta  von  Kathrin 
von  -,  ihre  Tochter,  s.  Wald¬ 
stetten,  Dürren-. 

Wielandes  hofe  47,15. 

Wielandin  194,5. 

Wieler,  Des  -z  hof  217,35. 

Wirsing  s.  Wirsunk. 

Flurnamen: 

Aichiloch  188,1. 

Brul  der  Hornstain  von  Wilflingen 

469.15.  668,10. 

Harthusen  28,1. 

Schopfloch  28,1. 

Fridinger,  Rudolf  der  -  95,35. 

Frige,  Fryge,  Ffyg,  Enslingen :  Cuntz 
179,25.  213,25. 

Friedingen:  Ber.  der  -  68,1. 


708 


Allgemeines  Register. 


Frige : 

Mengen:  Hans  der  -  gen.  Bläwlin, 
Blaewli  522,1.  527,5.  614,20;  S 
614,35. 

Haintz  der  -  gen.  Bläwlin,  Blaewli 
527,5.  614,20;  S  614,35. 
Fritag,  Fiitach,  Binzwangen :  Burcardus 
dictus  -  101,1. 

Winterlingen:  Cliüntz  351,20. 

Frital,  Fritlin  s.  Riedlingen. 

Fronhofen  OA.  Ravensburg,  Berthold 
von  -  14,25; 

Adelheid,  seine  Schioester  14,25. 
Froning,  Rudolf,  graven  Huges  amman 
von  Werdenberc  70,10; 

Hedwig,  seine  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Fruhte  s.  Haiterbach. 

Frumman  s.  Riedlingen. 

Frümin  s.  Inneringen. 

Vrunstereter,  Hainricus  dictus  -  14,20. 
Fryg  5.  Frige. 

Fuchs,  Fuhs,  Fuhse,  Yuhse,  Allheim: 
Hans  der  -  467,10. 

Enslingen :  413,1. 

Grüningen:  App  der -311,35.  313,25. 
Riedlingen:  Cunrat,  Cüntz,  koffman 
unserr  frowen  von  Hailigkrütz- 
tal,  B.,  517,35.  552,15.  576,5. 
585,20; 

s.  auch  Heiligkreuztal,  Ämter. 
Rflummcrn:  Hainrich  der  -  209,1. 
Cün  der  -  209,1. 

Fulbegge,  Fulbeck,  Fulbechin,  Kater- 
hin  du  -  s.  Schertwege,  Cunrat 
der  -  223,1. 

Binzwangen:  Wernher  240,25. 
Fulgenstadt,  Fulgenstat  OA.  Saulgau 
34,4. 

Fulhin,  Fülhin,  Füllen,  Hans  -  den  man 
nempt  den  Marschalk  456,20;  S 
456,35;  cfr.  v.  Alberti  203. 

Funk,  Spät  gen.  -  s.  Spät. 

Vunden  s.  Saulgau. 

Funderner  s.  Unlingen. 

Fünfin,  Cüntz  s.  Mengen, 

Furendowe  s.  Faurndau. 

Fürstenberg,  Fürstenberg,  bad.  BA. 


Donaueschingen,  Graf  Hainrich 
von  -  297,1. 

Furter,  Furtter,  Vurter,  Furterin,  Furtar, 
Enslingen:  262,15. 

Cunrat,  Cüntz  der  -  186,10.  255,15. 
340,25. 

Riedl 'Ingen:  83,35.  157,35.  163,20. 
Futer,  C.  der  -  149,35. 

Fütrick,  Bentz  s.  Riedlingen. 

G. 

Gägenmapf  s.  Mengen. 

Gagirrin,  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Gaisel,  Arnolt,  Arnoldus,  dictus  -  52,1. 

79.20. 

Gaisse  s.  Riedlingen. 

Galkrüti  s.  Kalkreute. 

Galle  s.  Enslingen. 

Gallus ,  festum  s.  -i  confessoris,  s.  -en, 
-un  tag,  abend,  abent,  äbent, 
16.  Okt.,  3,20.  9,10.  64,30.  72,25. 

74.20.  75,5.  161,20.  162,15. 176,10. 

182,35. 198,1.  271,5.  373,20. 396,20. 
492,30.  493,20.  502,5.  547,15. 

581,15. 593,35. 595,25. 647,5. 655,35. 

Gälsterli  146,30. 

G amerschwang,  Gamelsvanc,  OA.  Ehin¬ 
gen,  Burcart  von  -  49,5. 

Cünrat  von  B.  zu  Überlingen  568,25. 
Gampain  s.  Altheim. 

Gampler  s.  Riedlingen. 

Gangler,  Ulrich  604,1. 

Gangolf,  s.  -es  tag,  13.  Mai  (?),  49,5. 
Ganpler,  Walther  der  -,  s.  Riedlingen . 
Ganter  s.  Grüningen. 

Gässler  s.  Markdorf. 

Gast,  Des  -es  lehen  77,30. 

Ulrich  386,5; 

Ütz,  sein  Sohn  386,5. 

Enslingen :  565,15. 

Gaucelmus  s.  Albano. 

Gebur,  Gebüre,  Gebürin,  Gotz  der  -  316,1. 
Häzza  417,10. 

Mengen:  Benzz,  Benz  und  Jüzze,. 
Juzze,  Geschwister,  des  -en 
kinder  252,5.  253,5; 

Sifrid  Schobli,  ihr  Mann,  s.  Schobli. 


Allgemeines  Register. 


709 


Gebuttel,  Gebüttel,  Gebütlin,  Der  -un 
wise  419,25. 

Cünratder  -  zuMengen  152,25. 168,15. 
Geffingen  s.  Göf fingen. 

Gegginger  s.  Salem ,  Pfründner. 
Geisingen ,  Gysingen  das  dorff,  OA. 
Münsingen,  Bentz  der  Huser  s. 
Huser. 

Gemaeclielins  gut  s.  Altheim. 

Genking  en  OA.  Reutlingen,  Chünrat 
von  Rüdlingen,  Haintzen  Lupfen 
sun  kirchherr  ze  -,  s.  Lupf. 
Genofeva,  s.  Genofefen  tag,  3.  Jan., 
274,10. 

Georg,  Georgi,  s.  Georius,  Georgius 
martir,  s.  Gergen,  Gerien,  Georgen, 
Georien,  Gerigen,  Gorien,  Geryen, 
Georiienn,  Jerien,  Jeorien,  Jerggen 
tag,  tach,  abent,  23.  April,  32,25. 

40.30.  95,20.  108,20.  122,10.30. 

142.30.  167,10.  168,1.  176,10. 

181,20.  183,25.  195,5.  211,20. 

224.30.  234,5.  238,15.  265,15. 

280.30.  281,20.  316,5.  368,25. 

381,15.  395,10.  416,10.  430,20. 

431.30.  434,15.  490,25.  491,10. 

540.30.  571,35.  573,35.  592,5. 

640,35.  641,20. 

Gerahausen,  Gerohusen,  abg.  (?)  jeden¬ 
falls  auf  Markung  Riedlingen  (?) 

408.30.  665,20. 

Oberthalp  dem  dorf  ze  Althain  in 
Erlachun  665,30. 

Flurnamen  : 

Anwander  665,30. 

Bühel,  Bi  dem  -  hinder  dem  galgen 
665,25. 

Eggentäle,  Vor  dem  -  665,30. 

Esch  gen  Hailigcrütztal  ennunt  des 
wassers  in  badewaug  665,25. 
Gestadel  665,35. 

Haldun,  Under  der  -  665,25. 
Lochsrüti,  In  -  vor  dem  brugge  tor 
ze  Rüdelingen  665,35. 

Roden,  Uf  dem  -  665,30. 
Siggenwinkel,  Oberthalb  -  bi  der 
widern  wise  665,30. 

Wegln  nger  uf  den  gurglun  665,30. 


Gerber,  Gerwer,  Gaerwer,  Gärwer,  Gär- 
wär,  Garwar,  Gärwerin,  Garwer, 
Cerdo  (cerdo),  ledergarwe,  Altheim : 
Glaus  der  -  363,30. 

Des  -s  hus  104,5. 

C.  der  -  104,5. 

Andelfingen :  C.  -  27,5  ( von  Ried¬ 
lingen). 

Katherin,  s.  Heiligkreuztal,  Äbtis¬ 
sinnen. 

Riedlingen :  Rudolf,  s.  Heiligkreuztal, 
Brüder. 

Claus  der  -,  B.,  361,15.  381,20; 
Katherin  Schefoltin,  sein  Weib  s. 
Schevolt. 

Konrad  der  -,  B.,  11,15.  25,10.  28,25; 
Johann,  sein  Sohn  11,20; 
Irmengard,  sein  Weib  11,20; 
Margareta,  Gepa  und  Gertrud, 
ihre  Töchter  11,20. 

Chünrat,  Cüntz,  Contz,  C.  104,5. 

125,30.  180,35.  184,5.  187,25. 

194.15.  222,20.  231,20.  242,20. 
250,10.  256,15.  258,35.  267,20. 

279.15.  373,5.  381,20.  383,10. 

408,20.  410,15.  665,25;  £382,35; 

Elsbeth,  sein  Weib  267,20; 

Michel  der  sein  Bruder  347,30. 

381,20.  383,10.  480,30;  S 

348,5.  382,35.  481,5. 

Cüntz  485,15;  S  481,10. 

Gerbolt,  Appe  s.  Appe. 

Albreht  -  Vogel  s:  Vogel. 

Geri  s.  Riedlingen. 

Gerenberg  bei  Markdorf  4,1. 
Gerinberch,  C.  43,35. 

Germania  195,10. 

Gerstenecharin  s.  Anhausen. 
Gerstunman  s.  Riedlingen. 

Gertrud,  Gerdrut,  s.  -en,  -ten,  -z  tag, 
17.  März,  102,10.  224,10.  337,35. 

549,15.  622,35.  628,25. 

Gerung,  Beuren:  207,35. 

Cüntz  -  sesshaft  ze  Binswangen 
595,1. 

Grüningen :  222,10. 

Cünrat,  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 


710 


Allgemeines  Register. 


Gewarlich,  Gewärlichin,  Gwarlichen  s. 
Ulm,  Gewarlich,  cfr.  von  Alberti 
259  und  OA. Beschreibung  Ulm , 
Neue  Bearbeitung  2,  278. 

Geyler  vice  cancellarius  528,15. 

Giger  s.  Mengen. 

Gilig,  Hainrich  der  -,  s.  Wilflingen. 
Giltlingen  5.  Gültlingen. 

Gingelär  s.  Pflummern. 

Gingen,  Giengen,  Giegen,  OA.  Geis¬ 
lingen  (?),  Die  von  -  645,15;  vgl. 
auch  v.  Alberti  226 1 27. 

Hanns  von  -  des  ratz  von  Bybrach 

602,5. 

Margareta  von  -  549,5. 

Ginningen  s.  Gönningen. 

Gir,  Girin  s.  Gyr. 

Girsteling,  s.  Heiligkreuzlai,  Brüder. 
Giselbreht  125,10.  152,20.  157,10. 
Gisinger,  Hainrichs  des  -s  gut  148,5. 
Haintz  der  -  maiger  von  Fridingen 
378,25; 

s.  auch  Geisingen. 

Gislin  (?),  Mächthilt  878,20.  30. 
Gladiator,  H.  83,15.  84,5. 

Glattis  s.  Mengen. 

Gloder,  Walterus  131,10. 

Gloggli  s.  Andelfingen. 

Gneer,  Alberhtus  131,35. 

Gocha,  s.  Eichen  OA.  Saulgau. 
Goinger,  Goingerin,  Gowingerin  350,35. 
Anne  diu  -  261,20. 

Mantz  288,5. 

Ursell  391,5; 

Hans  der  Haller,  ihr  Mann,  s. 
Haller. 

Altheim :  53,15. 

Haintz  der  -  362,25. 

Göf fingen,  Geffingen,  OA.  Riedlingen, 
Die  von  -  ze  Gruningen  gesessen 
364,25. 

Ursel  von  -,  s.  Heiligkreuztal,  Klo¬ 
sterfrauen  ; 

s.  auch  Hornstein,  Göffingen. 
Goldenberg,  AG.  Remscheid,  Regie¬ 
rungsbezirk  Düsseldorf,  Frauvon- 

414,5. 


Goldlin,  Goldlin,  Cünrat  389,1; 

Anna  von  Rischach,  sein  Weib,  s. 

Reischach. 

Salmea  und  Anna,  ihre  Töchter ,  s. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Golenze,  Hermann  123,25.  124,10. 

Golg,  Golgk,  Albreht  487,35. 

Eberli  von  Althain  268,20. 

Hans,  B.  zu  Mengen  613,10.  614,20. 

Goller  s.  Enslingen. 

Gönningen,  Ginningen,  OA.  Tübingen, 
Hainricus  de  -  alias  Aygerkneht  6,10. 

Gossenzugen,  Gosershuzen,  Gosserzhusen 
OA .  Münsing en  (?)  42,35.  43,15. 

Gossoldt  s.  Grüningen. 

Goterbarm  s.  Grüningen. 

Gottlieben,  Kt.  Turgau,  Schloss  21,15. 

*  Gotzli  s.  Salem,  Mönche. 

Gowingerin,  Goingerin  s.  Goinger. 

Graf,  Grave,  Graulf,  Gräfenn,  Cuntz 
der  -  316,1. 

Grüningen:  541,1.  620,30. 

Des  -  en  gut  234,20. 

Bentz  der  -  234,35. 

Cuntz  der  -  502,35. 

Hans  der  -  449,15. 

Hayingen :  Des  -n  hoff  25,35. 

Cuntz  der  -  von  Stainhülwe  340,15. 

Graf  von  Grafeneck,  Graff  von  Graffn- 
egg,  Gern.  Dapfen  OA.  Mün- 
singen,  Ritter,  Eberhart  der  - 

o  437,10;  6'  438,30. 

Utz  der  G.  der  alte  gesezzen  ze  Eg- 
o  lingen  437,10;  6'  438,30; 

Utz  der  G.,  sein  Bruder  437,10; 

S  438,30. 

Grallando  s.  Markdorf. 

Graman  s.  Sindelfingen. 

Grämlich,  Gremlich,  Gremblich  s.  Pf  Ul¬ 
lendorf. 

Granheim  OA.  Ehingen  22,30. 

Grantz  s.  Altheim. 

Graezze,  Gräez,  Burchart,  Burkart 

102,5.  142,30. 

Greifenstein ,  Griffenstain,  Grifinstain, 
Grifenstain,  Gern.  Holzelfingen  OA. 
Reutlingen,  Ritter ,  Kune,  Cüne 
32,15.  67,5;  £32,30.  67,35; 


Allgemeines  Register. 


711 


Greifenstein  : 

Hailige,  Hailigge,  sein  Weib  67,10; 
Cüne,  Küne,  Kün,  Cünradus  frige, 
ayn  friger  herre,  ihr  Sohn, 

67,10.  187,15.30.  189,15.  194,35. 
204,30;  S  187,20.  188,1.  189,15. 

195,1.  204,30. 

Gregor ,  Gregorius  IX,  Papst  (1227  bis 
1241)  1,5. 10. 15. 20.  2,10. 15.  20. 

48.10. 

Gregorius,  s.  Gregorien,  Gregoren, 
Gregorgen,  dez  hailgen  bapstes 
tag,  tach,  tak,  abent,  in  die  b.  Gre- 
gori  pape,  12.  März,  37,1.  42,20. 
94,20.  159,30.  175,25.  176,10. 

180.30.  186,15.35.  207,15.  233,15. 

237.30.  248,15.  249,10.  257,30. 

278.35.  280,5.  289,30.  307,30. 

351.1.  352,15.  361,5.  406,5.  448,25. 

465.10.  473,15.  481,10.  525,10. 

548.25.35.  565,5.  615,35.  621,10. 

627.1.  635,1.  638,20. 

Gremlich  s.  Pfullendorf. 

Gremse  s.  Mengen. 

Gresse,  Graesse,  Cüntz  s.  Altheim. 
Greter,  Graeter,  Grätarms,  Der  alte  - 
von  Biberach  143,30. 

Gerung  dictus  -  14,20. 

H.  s.  Salem,  Mönche. 

Grezelbrunne,  Grecelbrunne,  Grezil- 
brünnen  41,1.  52,20. 

Grezingen,  Grecingen,  s.  Grötzingen. 
Griebe,  Cünrat  130,20. 

Griesingen ,  Ober-  und  Unter-,  OA. 
Ehingen,  Anna  von  -,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Grimm,  -en  gut  317,20. 

-  zu  Zollhausen  233,25.  234,5. 

Griff  s.  Altheim. 

Grimp  s.  Beutlingen. 

Gropp  s.  Biedlingen. 

Grossholtz,  Grosholz,  Grösholze,  Grosse- 
holtz,  Grosseholtz,  Grüsholz,  Grüz- 
holze,  Grüzholz  472,35. 

Cünrat  110,15.  114,1. 

Heinrich,  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 

-  wise  in  dem  winkel  190,5. 


Grötzingen,  Grecingen,  Grezzingin, 
Gretzingen,  Grezingen,  OA.  Ehin¬ 
gen,  Relicta  dicta  de  - .  38,35. 
Hanricus  nobilis  de  -  41,35. 

Hainrich  von  -,  der  Gretzinger,  Eigen¬ 
tümer  zuEnslingen,  B.  zu  Troch- 
telfingen  179,20.  220,15.  221,25; 
Juze,  sein  W eib  180,1 ; 

Walther,  Anna,  Mähthilt,  ihre 
Kinder  180,1. 

Grub,  Bi  der  kalten  -  270,30. 

Grüben,  Grübner  wis  s.  Enslingen. 
Gruli,  Grulli,  Grüwelli,  Grüweli  s.  Er- 
tingen,  Grüwelli. 

Grümming  s.  Waldhausen; 

s.  auch  Biedlingen,  Krümming. 
Grün  s.  Mengen. 

Grüni  s.  Heiligkreuztal,  Konversen. 

Grüningen,  Grüningen,  Grünigen,  Grü- 
ingen,  Grüningen,  Gruningen, 
Gruningin,  -  das  dorff  by  Rüd- 
lingen  gelegen;  -  das  dort  under 
dem  Tutschpüch  OA.  Biedlingen 
134,15.  216,25.  221,10.  351,1. 

424,35.  425,35.'  449,25.  477,25. 

479,1.  592,15. 

Örtlichkeiten : 

Kirche,  pfarrkirche,  s.  Bläsi,  s.  Blae- 
sis  gotzhus  359,25. 494,35. 592,20. 
Kirchherr,  kircherr,  kilherre  564,35. 
592,25. 

Haller,  Pfaff  Burkart  -  vormals 
-  ze  G.  und  wilent  schulmaister 
ze  Rüdlingen  s,  Haller. 
Hainrich  der  -  542,5. 

Sigli,  Pfaff  Geri  -  s.  Sigli. 

Hans  Hülling  von  Rüdlingen  bürtig 
s.  Hulling. 

Kirchhof,  kilchof,  An  der  -  mur 

311.35. 

Kirchtor,  Hus  vor  -  236,10. 

Anger,  An  dem-,  uff  dem  bi  der  lin- 
dun,  hinder  der  stainburk  222,5. 

320.35.  542,5.  543,15.  555,5. 

643,20. 

Linde  s.  Anger. 

Mülinen  422,30. 


712 


Allgemeines  Register. 


Grüningen : 

Örtlichkeiten : 

Stainburg,  stainburk,  stainburch,  bürg, 
stainhus,  165,30.  216,1.  311,30. 
320,35.  422,35.  630,5. 

Siechohus,  in  der  ow  gelegen  150,20. 
Widern  akker  236,5.  312,5. 

Yogtreht  564,35.  593,25.  630,5. 
Vogtbär  gen  G.  an  die  bürg  630,5. 
Herren  von  Grüningen- Landau  ( s . 
auch  Landau),  Grafen  und 
Ritter  : 

Burcardus,  S  57,20. 

Hartmann ,  der  Ältere  11,5.  12,15. 
13,5. 15,25.16,5.  21,5.29,20.30,5; 
Hedwig ,  Hadwig,  sein  Weib  13  5. 

16,15.  18,10.  26,10; 

Ihre  Söhne:  Hartmann  der  Jün¬ 
gere,  Ludwig  (Lutewig,  Lute- 
wic,  Lutovic),  Konrad  (Cün- 
raht),  Eberhard  (Eberhart) 
13,5.  16,1.20; 

Ludwig ,  Konrad  und  Eberhard 
allein  16,5.  18,10.  29,1.25. 
30,5.10.  60,5.15; 

Konrad  und  Eberhard  allein  26,15. 

29,15.20.  30,5; 

Harimann  allein  15,25; 

Eberhard  allein,  S  60,25; 

Ludwig ,  Domherr  in  Augsburg, 
Kirchherr  zu  Kannstatt  allein, 
S  60,25. 

Ritter  von  Konrad  31,25; 

Otte,  Ott,  sein  Sohn  31,30.  45,1. 

47.30.  660,25; 

Konrad  und  Heinrich,  seine  Söhne, 
die  dennoch  knethe  waren  31,30. 
Hainrick  59,10.  78,1.  100,1;  S 

100.30. 

Albreht,  Albrecht  100,15.  320,25. 
Cünrat  100,15. 

Rudolf  34,5. 

Geschwister :  Otte  215,35;  S  216,5; 
Hainrich  215,35;  S  216,5; 

Clara  215,35; 

Ursula  215,35; 

Anna  215,35. 

Wernher,  Wernz  160,20.  213,1.  (?) 


Grüningen : 

Ritter  von 

Dü  von  G.  von  Enselingen  s.  Ens- 
lingen. 

Einwohner : 

Agnes  von  -  554,5; 

Cunrat  von  Pflummern,  ihr  Mann, 
s.  Pflummern. 

Aemaennin,  Der  -  un  wise  229,30. 
Appe,  Hainrich  s.  Appe. 

Bentz  der  Maiger  s.  Maier. 
Berchtold,  Maiger  -  von  G.,  B.  ze 
Rudlingen  150,10. 

Blum,  Des  -en  gut  von  Grüningen 
zu  Binzwangen  s.  Blum. 

Bossin  s.  Boss. 

Büninger,  Büngger,  Eberly,  Hans, 
Haintz  der  -,  s.  Bingen. 
Krüming  aker  312,15. 

VorKirchtor,  Ulrich,  Anne,  sein  Weib, 
Ulrich,  Hans,  Bette,  Jütz,  ihre 
Kinder  235.35. 

Fuhs,  Appe  s.  Fuchs. 

Ganter,  Hans  der  -  564,30.  593,20 ; 
Kathrin,  seine  Schicester  564,30. 

593,20. 

Gerung  s.  Gerung. 

Girin,  Katrin  s.  Gyr. 

Goffingen,  Die  von  -  ze  Gr.  gesessen 
s.  Göf fingen. 

Gossoldt,  Gossolt  453,1.  555,5.  643,20. 
Goterbarm  555,10. 

Walther  216,15.  234,35. 

Graf,  Grauff,  Gräfenn  s.  Graf. 
Gulinger  604,10. 

Hagen  s.  Hagen. 

Haintz  der  hirt  541,5.  555,5. 

643,20. 

Hornstain  von  -  s.  Hornstein,  Grü¬ 
ningen. 

-scher  Obervogt  178,25. 

Huber,  Bentz  der  -  s.  Huber. 
Mayger,  Maiger,  Appe  und  Bentze 
der  -  von  Emringen  s.  Maier. 
Menloch,  -  s  hüb  423,1.  520,35. 
Morhart,  Morhardt,  -z  hof  604,5. 

608,35.  611,10.  612,20. 

Mochel  s.  Mochel. 


Allgemeines  Register. 


713 


Grüningen : 

Einwohner  ; 

Offenhüser,  Offenhüser  362,25.  422,30. 

Cunrat,  Chüntzlin  222,5.  234,20. 

Hainz  der  -  350,30. 

Wernher  der  -  187,5. 

Schenkel  s.  Schenkel. 

Schoch  422,20. 

Sigli,  Geri,  Hans  und  Cüntz  s.  Siglin. 

Strüb  s.  Strub. 

Uhterin  503,1.15. 

linder  stainburk,  stainburch,  Hain- 
ricus,  Haintz  165,30.  311,30. 

Wernher,  Phafe  -  der  lupr&ster  von 
-  der  da  ist  kilherre  von  Weh¬ 
ringin  60,15;  S  60,35. 

Wildman,  Wildenmans  gut  von 
Ravenspurg  s.  Ravensburg. 

Zängelin,  Hermann  -s  gut  222,5. 

Zolnhuser,  Haintz  s.  Zollhausen. 

Zu  Ruk,  Zuruk  555,5.  643,15. 

Flurnamen : 

Amelnhusen,  Ammelnhusen,  Uf  dem 
rain,  under  dem  liertweg,  hinderm 
Berkach  ze  -  216,5.  222,10. 
234,20.  422,25. 

Begraben  wis  in  der  owe  216,1. 

Berkach,  Uber  koppen  weg  hinderm  - 
216,5.  236,5.  312,15. 

Bruch,  Die  312,10. 

Brügel,  brul  569,15.  633,5. 

Brunnen,  Ze  brunon  216,1.  236,5. 
321,1.  422,20. 

Brunlech,  brimlich,  brunlich(P),  Vor-, 
bi  des  Bayers  aker  312,10. 

Kürtz,  Esch  gen  B.  haisset  -  555,10. 

643,20. 

Kengelbrunnen,  Ze  -  222,10.  422,25. 

Crützstain,  Ze  -  über  den  weg  422,25. 

Egerdon,  An  -  555,5. 

Engeldornun,  Ingeldorn,  An  dem  Ber¬ 
kach  ze  222,10.  234,20.  312,15. 

Enkenriet,  Enggenriet,  Senkenriet, 
Esche  gen  -  216,5.  236,5.  312,10. 

Esch  ze  -,  in  dem  andern  -  Bin¬ 
der  dem  dorf,  im  untern  -  gen 
Tougendorf,  im  Gruninger- 100,5. 
222,5. 236,5. 312,1. 320,35. 379,10. 


Grünin  gen: 

Flurnamen : 

Furt,  In  dem  -  234,30. 

Grund,  Vor  dem  -,  in  dem  -  gen  Pflu- 
marn  uf  hin  312,1.  321,1.  422,20. 
An  dem  haidenden,  haldinden  weg, 

234.25.  312,10.  555,10.  643,20. 
Hersträs  422,25. 

Hertweg,  Under  dem  -  ze  Amelhusen 

422.25. 

Holderaker  in  den  rainn  312,5. 
Hungerbrunnen,  Ze  -  gen  dem  riet 
422,35. 

Hunrbüchel,  Under  dem  -  422,25. 
Ingeldorn  s.  Grüningen ,  Engeldornun. 
Juch,  Dü  555,15.  643,25. 

Jüchli,  Daz  321,1. 

Loch,  Im  -  312,1. 

Lohe,  Under  dem  -  216,5.  222,10. 
Lukun,  Ze  -  312,1. 

Mülinen,  Zwischen  den  -  422,30. 
Nothalden,  In  der  -  422,20. 
Osterberg,  Österberg  234,25.  555,5. 
643,20. 

Ow,  owe,  Hindan  in  der  -  gen  Rüde- 
lingen  222,10.  234,30.  312,15. 
422,30. 

Pflummern,  Phlumer,  Am  -  weg  234,25. 
Ried,  rieter,  riete  s.  Ried. 

Rietweg,  gern  anger  hinder  der  stain¬ 
burk  s.  Ried. 

Schenkel  423,1. 

Schorren,  Under  dem  -  234,20. 
Senkenriet  s.  Enkenriet. 

Setenleh,  In  -  422,35. 

Tuschbüch,  Tutschspüch,  Unter  dem  - 
s.  Tautschbuch. 

Wadel,  Ob  dem  -,  ze  Enggenriet  an 
dem  Schenkel  312,10.  423,1. 
Zeltzer,  Der  422,40. 

Gruninger, Chünrat  der  -  ze  Al  th  ain  303,1 . 
Hans  der  -  den  man  nempt  Hansen 
von  Wintzeln  580,35;  S  581,10; 
Haintz,  sein  Bruder,  S  581,10. 
Gruweli,  Grüwelli,  Grüweli,  Gruli  s. 
Ertingen. 

Grüsholz,  Grüzholz  s.  Grosholze. 
Grymptin  s.  Ertingen. 


714 


Allgemeines  Register. 


Glider,  Hainricus  dictus  -  131,25. 
Gugilli,  Hanrich,  Jrmlun  sun  von  Her- 
brehtingen,  der  da  sizet  ze  Bur- 
wiler  156,15; 

Cünz  sin  brüder  der  da  ze  Galkrüti 
sizet  156,25. 

Gulinger  s.  Grüningen. 

Gültlingen,  Giltlingen,  OA.  Nagold , 
Ritter ,  Gumbolt,  Gumpolt,  Gum- 
pelt  von  vogt  ze  Sigmaringen 
385,10;  S  385,15;  vogt  der  herro 
von  Wirtenberg,  S  355,20. 
Gundelfingen,  Gundelvingen,  OA.  Miin- 
singen ,  Edle,  Ritter  von  -  430,1. 

662,15. 

Adelhait,  5.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Heinrich  der  Ältere  12,30.  19,25; 
Hanricus,  Heinrich  der  Jüngere , 
sein  Sohn  12,30.  19,25.  24,25. 
31,1.5.  38,30.  47,10.  51,15. 
85,1;  S  39,5.  52,1.  85,10; 
Schwigger  der  Lange  der  Ältere, 
sein  Sohn  8,1.  12,30.  20,5. 

46,35.  71,35.  73,30; 

Berthold,  Berhtolt,  sein  Bruder 
22,30.  71,35.  73,30; 

Konrad,  Cünrat,  sein  Bruder  46,35. 
183,20 ;  S  183,20. 

Swiggerus,  senior,  Swiger  gesessen 
ze  Erenvels  265,20;  £  266,20. 
C.,  Cünrat,  Leutpriester,  kircherre, 
chircherre  von  Tuwingen  17,25. 

72,15.  74,10; 

Eberhart,  sein  Bruder,  Leutpriester 
in  Otterswang  17,25; 

Ulrich,  sein  Bruder  17,20.  21,10. 
Schweickhart  3,30. 

Schwiggerus  der  Jüngere,  Sohn 
Schwingers  des  Älteren  47,1. 
Gueta,  Tochter  Schwigger  s  (des 
Älteren)  4,1. 

Swigger  frig  den  man  nempt  den 
edelen  530,20;  S  530,25. 

Ulrich  gen.  von  Hagingen  20,5.  23,1. 
Hainrich  chorherre,  ehurherre  ze 
Strazburch  72,15.  74,10. 

Cfr.  Kindler  von  Knobloch  1, 490 j  49  3. 


Gunthartin  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Günther,  Üli  107,5. 

Gunzenhausen,  Güntzenhusen,  Gunzun- 
husen,  hohenzollerisches  OA.  Sig¬ 
maringen,  Rüdolff  von  -,  S  454,25. 

Gurgel,  Die  ussroste  -  gen  Althain 
werd  619,30. 

Gurk,  Bischofssitz  in  Steiermark,  Chün- 
rat  von  Enslingen  wilont  bischof 
ze  -  s.  Salem,  Äbte. 

Gut,  Hainrich  der  -  s.  Wilflingen. 

Gutenburg,  Gutenburch  Gern.  Aichen 
badisches  BA.  Bonndorf,  Nicolaus 
von  -  kuster  in  der  Richenowe 
s.  Reichenau. 

Gütmänne,  H.  und  C.  die  -  109,35. 

Gutenstein,  Gütenstain  BA.  Messkirch 

247,15. 

Cünrat  von  Magenbüch  von  -  s. 
Magenbuch. 

Gutenzell,  Gütenzelle,  Gütten  Celle, 
Bona  Cella  OA.  Biberach  14,10. 
227,1. 

Vrowen  kloster  und  gottes  hüs,  sant 
Bernharts  orden  und  och  ge¬ 
legen  in  der  gehorsamin  des 
aptes  von  Salmanswiler  177,15. 

Güttingarius,Ulricus  s.  Konstanz,  Dom¬ 
dekan. 

Gwärlichen  s.  Gewärlich. 

Gyr,  Gir,  Gyre,  Girre,  Girin,  Binz¬ 
wangen:  53,5. 

Hans  472,20.  473,25.  487,10.  499,5. 

Herbertingen :  456,35. 

Mengen:  Cünrat  der  -,  B.  gen. 
von  Binzwangen ,  ze  Binzwangen 
gesessen  118,5.  120,10.  144,30. 

191,35.  194,15.  226,10.  257,35; 
Katrin,  Katherin,  Katherina,  sein 
Weib  144,30.  237,15.  257,35; 
Katherin  und  Anna,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal ,  Klosterfrauen; 

Hanes,  Johans,  ain  schüler,  lüp- 
priester  ze  Bischofzelle,  Bi- 
schoffcelle,  ihre  Kinder  144,35. 

191,35.  226,10.  227,20.  257,35. 
276,15;  S  258,10.  276,30. 


Allgemeines  Register. 


715 


Gysingen  das  dorff  s.  Geisingen. 

G.  666,35. 

If. 

Habsburg,  Habspurg,  Gern.  Emerfeld 
OA.  Biedlingen,  Gery  der  Truch- 
säsz  von  Ringingen  ritter  ze  -  ge¬ 
sessen,  s.  Truchsesse. 

Habstal,  Hapstal,  Habchstal,  hohen- 
zollerisches  OA.  Sigmaringen,  Die 
frowen  prediger  ordens  455,35. 
Priolin  und  convent  462,20.  549,20; 
S:  priolin,  prior  amptes  -  462,30. 
550,5; 

S:  convent,  conventes  gemain  - 
462,30.  550,5. 

Hachingen,  Hähcingen  s.  Hechingen. 
Hafner  s.  Mengen. 

Hagel,  Chünrat  der  -  393,10 ;  S  393,25. 
Cuntz  635,5;  S  635,10; 

Walcher,  sein  Bruder  635,5 ;  S 
635,10. 

Chünrat  der  -  ze  Diengen  gesessen, 
vogt  ze  Schär,  vogt  ze  Diengen, 
der  elter  432,15.  461,20.  498,15. 
506,1.  539,15;  S  433,5.  462,5. 
498,20.  507,15.  539,35. 

Hagen,  Hagene,  Hagino,  Der  -un  phunt 

202,10. 

Andelfingen:  Haginisgut  13,10. 
Binzwangen :  Cünrat  250,1. 
Grüningen:  542,5.  543,15.  555,15. 
643,25. 

Ulrich  der  -,  Ministeriale  der  Grafen 
von  Grüningen  10,15.  11,5. 
Hageningin,  Mahthilt  die  -  662,20 ; 

Mahthilt,  ihre  Tochter  662,20. 

Hager,  Cünrat  der  -  316,5. 

Hagg,  Häggen,  Hans  der  Klingler,  den 
man  nempt  -  s.  Klingler. 

Haego,  H.  107,35. 

Hägtzger  s.  Binzwangen. 

Hähcingen  s.  Hechingen. 

Haid  s.  Beizhofen. 

Haider,  Haiderin,  Altheim:  607,15. 
Beuren:  550,20. 

Mengen:  Walther  der  -,  B.,  262,30. 
284,5; 


Haider : 

Mengen:  Agnes  Birkmaigerin,  sein 
Weib,  s.  Birkmaier; 

Cünrat,  ihr  Sohn,  B.,  284,10. 
Hailant  s.  Allensbach. 

Hailtingen,  Haltingen,  Hältingen,  Burk¬ 
haltingen,  Burcholtingen  OA.  Bild¬ 
ungen. 

Einwohner : 

Ortolfus  dictus  Bachritter  armiger 
s.  Bachritter. 

Appe  dictus  Mayer  s.  Appe. 

Pfarrer,  rector  ecclesie,  lupriester: 
Hainricus  de  Ehingen  s.  Ehingen. 
Sigli,  Gery  bestätgoter  -,  B.  zu 
Biedlingen,  s.  Sigli. 
Wieschenk,  Hans  s.  Winschenk. 
Haim,  Haym  s.  Hunder singen. 
Haintzeler  s.  Friedingen, 

Haiterbach  OA.  Nagold  22,5.  24,15. 
Einwohner : 

F.  Limbel  20,20.  21,30.  23,5. 

Us  dem  Harde,  Berthold  22,1. 

Hall,  Halle,  Hainricus  de  -,  civis  in 
Ulma  28,15;  cfr.  OA. Beschreibung 
Ulm,  N.  B.,  2,  279. 

Haller,  Mengen:  Des  -s  wis  24,1. 
Biedlingen :  Pfaff  Burkart  -,  vormals 
kircherr  ze  Gruningen  und  wilent 
schulmaister  ze  -  564,25;  S 
565,1. 

Hans  der  -  gebüttel  391,1.  392,1; 
Ursell  Goingerin,  sein  Weib,  s. 
Goinger. 

Johannes  dictus  -  446,5. 

Haltingen,  Hältingen  s.  Hailtingen. 
Hamerlin,  Hämerlin,  Gesa  s.  Saulgau, 
Wolf  rat. 

Haemiger  s.  Altheim. 

Hanhül  s.  Ohnhülben. 

Hannenbiz,  Hannenbitz,  Hannenbize 
Hanenbiz,  Hannenpitz,  Hanenbitz, 
Hannebitz,  Hannibitz,  Hännenbitz, 
Hanenbitzin,  Hannenbitzin,  Ens- 
lingen:  Albreht  -  sun  213,30. 
Ertingen:  Albreht  338,5. 

Friedingen :  557,25. 


716 


Allgemeines  Register. 


Hannenbiz: 

Friedingen :  Albreht  der  Schreiber, 
scriber  gen.  -  293,10.  294,10. 

309.10.  372,10.  492,1; 

Gut,  sein  Weib,  B.  za  Mengen 

309.15.  372,10.  492,1.  557,25. 
631,15; 

Albreht,  ihr  Sohn  372,10. 

Ulrich  68,30.  103,35;  S  104,10. 
Hanr.  der  wirt  49,5. 

Hardlin  s.  Biedlingen. 

Haringman  370,15. 

Harlung ,  Harlunch ,  FL  ander  singen : 

Berhtolt  71,35.  73,10; 

Mehthilt,  Maehthilt,  sein  Weib  71,15. 

73.10. 

Biedlingen:  Albrecht  152,30.  230,35; 
Hans,  sein  Bruder  152,30.  230,35. 

299.15.  312,20.  319,20.  322,1. 
Haerri  der  miiller  606,25. 
Hartelkohwen  s.  Herlighof. 

Harteman  s.  Waldhausen. 

Harthausen,  Harthusen,  vielleicht  hohen- 

zollerisches  OA.  Gamm  ertingen  11,5. 
Harthausen,  Hartthausen,  Harthusen, 
wohl  dbg.  zwischen  Biedlingen  und 
Friedingen  (oder  za  Biedlingen 
gehörend)  23,10.  28,1.  665,15. 
Einwohner :  Rasser  112,5. 
Flurnamen: 

Under  Büscinun  akker  665,20. 

Esch  gen  Phlumarn,  bi  dem  weg,  der 
gen  Phlumarn  gat  665,15. 

Espan  in  dem  elmen  bi  der  aemmaen- 
ninun  akker  665,20. 

Esch  gen  Grüningen  665,20. 
Hartman  s.  Binzwangen. 

Haerwe,  C.  dictus  -  107,35. 

Harzerin,  Hartzerin,  Härzerina,  Härtze- 
rina  s.  HeiligJcreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Has,  Gebhart,  B.  zu  Mengen  522,1.527,5. 

Hans  -  ze  Büningen  600,15. 
Haselach,  Jac.  dictus  -  197,20. 
Hasenstein,  Hasenstain  beiPfärrenbach, 
Gern.  Hasenweiler  OA.  Bavensburg, 
Katherin  v.  -  325,5.  386,35; 
Hainrich  von  Hornstain  von  Wülf- 


lingen,  ihr  Mann,  s.  Hornstein, 
Wilflingen. 

Hasenzagei  s.  Esslingen. 

Hätinger,  Hätiger,  Hätingerin,  Häthinge- 
rin  563,15. 

Altheim:  53,10.  360,5.  362,10.  374,35. 
409,5.  415,25. 

Haintz  der  -  525,35.  551,35; 
Adelhait  die  Artzatin,  sein  Weib, 
s.  Artzat. 

Biedlingen :  Bentz  der  -  der  schnider 

591,10. 

Cuntz  der  -,  B.,  626,30; 

Anne,  sein  Weib  626,30. 

Hattenberg,  Hattemberg  bei  Zusmars- 
hausen,  Kreis  Schwaben  und  Neu¬ 
barg,  Johans  von  -  217,15. 

Hattingin  s.  Hettingen. 

Haulting,  Cuntz  s.  Altheim. 

Hausen  (welches?),  Hainrich  von  -,  B. 
za  Beutlingen  32,25. 

Hug  von  -  671,25. 

Hagingen,  Haigingen,  Haiginge  OA. 
Münsingen  17,20. 25.  21,25.  23,1. 
24,20.  25,25.35.  26,5.  183,25. 

Kirche,  Widum  der  -  17,25. 

Einwohner : 

Albert  von  -  21,10. 

Burkart  von  -  23,1. 

Walter  von  -,  ain  rihter  ze  Büt¬ 
lingen  32,25.  68,1. 

Blezzer,  Des  -s  hovestat  17,25. 

Grave,  Des  -n  hoff  s.  Graf. 

Mor,  -  de  Schamarn,  Des  -s  hoff  s. 
Schemmern,  Langen-. 

Wirk,  Des  -en  hovestat  17,30. 

Wize,  Des  -n  hof  17,20. 

Haym  s.  Handersingen,  Haim. 

Heclnngen ,  Hachingen,  Hähcingen, 
liohenzollerisches  OA.,kirhcher  ze  -, 
grave  Friderich  von  Zorl  s.  Zollern, 
Hohen-. 

Brüder  Berholt  von  -  s.  Salem,  Brüder. 

Re(lingen.beiSigmaringen,Dominikaner- 
nonnenkloster ,  frowa  und  gotzhus 
501,25. 

Hedinger  s.  HeiligJcreuztal,  Procura- 
tores. 


Allgemeines  Register. 


717 


Hegau ,  Hegow,  Hogow,  Hegow,  Gau , 
vom  Händen  bis  zum  Zeller  Sei 

184.25. 

Graf  Eberhard  von  Nellenburg,  lan- 
gravius  in  -  s.  Nellenburg. 

Vrie  lantrichter  in  -  und  in  Madacb, 
Hainrich  Volmi  453,5. 

Hegewise  under  des  Marders  wingarten 

61.25. 

Heggbach ,  Hegbach,  Hegebach,  Heggi- 
bach,  Gern.  Maselheim  OA.  Biber acli 

14.10.  227,1. 

Vrowen  kloster  und  gottes  hus  sant 
Bernharts  orden  und  och  gelegen 
in  der  gehorsamin  des  aptes  von 
Salmanswiler  177,15. 

Hegger  s.  Inneringen. 

Hegner  s.  Winterlingen. 

Heidinger,  Heydinger  s.  Heiligkreuztal, 
Procuratores. 

Heiligkreuztal,  Hailigen  Cruz  Tal  usiv., 
Vallis  S.  Crucis  39,20.  42,10.  43,30. 

47.20.  49,20.  50,5. 30.  52,20.  53,35. 

54.20.  56,20.  35.  57,35.  58,30.  59,25. 

60.10.  61,20.  30.  62,1.  10.  66,30. 
68,15.  30.  69,30.  70,10.  71,5.  72,35. 
74,30.  76,10.  77,5.  25.  80,1.  25. 

81.10.25.  90,10.30.  91,25.  92,30. 
103,35. 104,35. 105,20. 110,15. 112  5. 
1 13,35. 117,10. 121 ,25. 137,1 . 141,35. 

142.20.  153,10.  155,35.  166,25. 

169.20.  184,20  usic. 

Örtlichkeiten: 

Neubau,  Nova  structura  100,35. 

Consumacio  monasterii  113,10. 
Münster,  Daz,  s.  Johans  -  579,15. 

633.25. 

Ornamenta,  Fabrica  monasterii  176,20. 
Altar,  Altäre,  Alltär,  altare  39,1. 
Ettliche  -  110,10. 

Fron  -  248,35. 

-  maius  nec  non  alia  tria  altaria 

114,25. 

-  zu  Ehren  des  Kreuzes  Christi 

2.25.  3,20. 

Ostfenster,  Das  grosse  -,  fenestra 

113,10. 


Heiligkreuztal : 

Örtlichkeiten : 

Kor  426,10. 

Bruder  kirche  289,1. 

Locus  oratorii  37,30. 

Capell,  S.  Nyclasen  -  vorm  closter 
gelegen  633,25. 

Kreuzgang,  krützgank,  crützgang, 
ambitus,  ambitum  et  fenestram 
nec  non  alia  edifieia  edificare  et 
erigere  113,10.  326,20.  347,15. 
Gräber,  greber,  daz  lieht  daz  ob  den 
-n  brinnet  in  dem  crützgang 

326.10.  347,15. 

Kirchhof,  kilchhof  3,20.  62,35.  89,25. 
Ich  han  gelopt  minen  vrown  bi  in 
ze  ligend  156,20. 

Pforte,  Auf  der  Strasse  vor  der  - 
15,5. 

Vor  der  inneren  -  29,1. 
Redefenster  29,1. 

Archiv,  by  den  andern  unsern  und 
unsers  gotzhus  brieven  ligent  und 
behalten  haben  153,35.  656,15. 
Hofstat  des  closters  552,15. 

Brüder  hüs  81,20. 

Speisesaal,  reventer,  revender,  re- 
venter,  refentur,  reveter,  reven- 
tar,  refental,  rcvental  31,25. 
93,30.  116,25.  190,10.  210,10. 

213.10.  214,1.  223,15.  236,25. 

249,1.  253,15.  260,5.  261,30. 

270,35.  289,5.  299,10.  300,5. 

304.10.  349,5.  364,1.  412,10. 
Kuchi,  küchi,  coquina  161,20. 

Der  siechen  -  80,30. 

Der  samenuge  -,  -  conventus  80,30. 
99,5. 

Convent  siechenhauss  244,10. 
Kornschütti  580,10. 

Hus,  Daz  nuwe  -  daz  man  nemmet 
daz  mittel  -  580,10. 

Der  custrinen  -  580,10. 

Rosse-  68,35. 

Licht,  liecht,  lieht,  lebt,  dez  closters, 
liechter,  luminaria  monasterii 

80,25.  176,20. 

Daz  -  s.  Johans  münster  633,25. 


718 


Allgemeines  Register. 


Heilig  Jereuztal : 

Licht : 

Licht,  S.  Johans  Baptisten  des  toffer  -, 
-  ampt  495,1.  508,5.  579,1. 

S.  Johans  Ewangelisten  -  508,10. 

564.10. 

Baider  s.  Johansen  -,  -  ampt  496,25. 
516,35.  537,25. 

Unserr  lieben  frown  -,  -  ampt 

508.10.  516,35.  537,25.  564,10. 

579.1. 

Die  frowa  die  des  selben  -z  pflegend 

508.10.  579,5. 

Ain  -  brennen  alle  nabt  in  dem 
kilcbhof  89,25. 

Daz  -  s.  Nyclasen  capell  633,25. 
Der  von  Rischach  -  261,10. 

An  daz  -  eweklich  dienen  579,5. 
Daz  -  in  der  brüderkirchen  289,1. 
Den  selon  ze  ainem  -  in  den  kilch- 
bof  62,35. 

Daz  -  daz  alle  nabt  brunnen  sol 
ob  den  grebern  und  in  der 
messe  300,10. 

Das  -  daz  nabt  und  tag  soll  brinnen 
374,15. 

Das  -,  ain  ewig  -,  ain  ewig  brin- 
nent  in  der  kircben  ze  - 

314.1.  378,40.  399,15.  496,20. 
537,25.  600,20. 

Ain  ewig  ampullen-  brennen  nacht 
und  tag  emmitten  uff  dem  kor 
in  unserm  gotzbuss  426,15. 
Ewiklich  ain  kertzun  brennen  uff 
dem  kor  die  wil  dü  mess  weret 

426.10. 

Ain  kertzun  ewiklich  brennen  426,10. 
Ämter  usw. : 

Frowen,  bruder  und  pfrundner  501,15. 
Convcntualis  179,5. 

Eider  vrowen  und  eidem  bruder  96,25. 
Amptliite  575,30. 

Amptfrowen,  Vier  314,5. 
Meisterschaft  213,10. 

Abbatissa  et  conventus  monialium  et 
conversorum  55,35.  86,10. 
Priorin,  priolin  260,20.  656,5. 


Heiligb-euztal : 

Ämter  usw.: 

Kellerin,  kelnerin  137,10.  213,10. 

282.1. 286.5. 376.1. 387.10.  389,15. 

419.20.  447,25.  573,1. 

Underiw  -,  Underiü  -,  under  -  96,25. 

98.15.  110,20.  116,25.  136,5. 
141,35.  161,20.  169,5.  218,5. 

223.15.  225,15.  661,20. 

Der  undern  -en  ampt  577,35. 

Obrff  -  94,1.  261,35. 

Kucbi  -,  küchi  -  208,10.  218,35. 
233,5. 

Chühimaistrin  136,5. 

Pitanz  s.  Besonderes  Register. 
Custerin,  cüsterin,  custrin,  kustrin, 
küstrin  89,25.  248,30.  305,35. 
314,1.  378,25.  399,10.  426,15. 

487.10.  517,1.  537,25.  580,20. 

604.20. 

Custerye,  custrye  ampt,  kustri,  -  ampt, 
custry  -,  küstri  -,  custerampt 

274.20.  374,15.  378,20.  399,10. 
464,35.  487,5.  496,20.  516,35. 
537,25.  559,30.  580,20.  604,20. 

In  die  -  an  daz  liecht  in  der  brüder¬ 
kirchen  289,1. 

Sängerin,  saingerin,  sengerin,  sengrin, 
sängrin  89,20.  260,20.  339,10. 

496.20.  517,5.  537,25. 

Der  -un  ampt  496,20. 516,35.  537,25. 
Siche  maisterin,  siechmaistrin  314,1. 

426,15. 

Oberamtmann  178,25. 

S.  Johans  Baptisten  ampt  448,15. 
Magister  nove  structure,  Cünradus  ce- 
mentarius  seu  lapidicida  100,35. 
Koffman,  Cünrat  der  Fuchs,  -  unserr 
frowen  von  -  s.  Fuchs. 
Hofmaister  196,35  (?).  210,15. 
Viehmeister,  vehmaister  210,15. 
Phistermaister  169,5.  248,15. 

Knechte  575,30. 

Karren  kneht,  Cüntz  der  Maiger 
520,1.  526,1. 

Capitulum,  cappittel,  cappitel  414,20. 

611.20.  623,20.  656,30. 


Allgemeines  Eegister. 


719 


Heiliglcreuztal : 

Ämter  usiv.: 

Klosterbeichtvater,  byhter,  bihter 

15.15.  221,35. 

Hainrich  der  sanger  vonSalmauswiler 
ietzo  -  ze  -,  s.  Salem.  Mönche . 

Bruder  H.  der  Mentz  248,15. 

Capellanus,  cappellanus,  cappelan, 
dominarum,  monialiuin,  Hain-, 
ricus  11,10. 

Ulricus,  Ulrich  der  -,  lüpriester  von 
Binzwangen  unser  -  von  dez  H. 

28,15.  52,10.  64,25.68,30.  69,20. 

Sifridus  41,30. 

Procuratores,  syndicus  128,1. 30. 129,5. 

131,5. 

Albertus  dictus  Köfman  (Kofman) 
146,35. 

Hedinger,  Heidinger,  Heydinger, 
Johannes  dictus  -  180,5.  181,5. 
192,20.  193,15.  195,25.  196,1. 
197,10.  198,5.  199,1. 

Effrid,  Johannes  dictus  -  195,15. 

200,5. 

Wil,  Cünradus  de  -  129,1.  133,35. 
134,1. 

Krol,  Herrn annus  dictus  -  400,20. 

Konversen,  Konversin,  conversus, 
conversa,  conversi  20,20.  28,20. 

66.15.  129,25.  131,5.  196,35. 

Hedwig  20,20. 

Bruder  Cünradus  dictus  Grüni  28,20. 

Hainrich  der  hofmaister,  s.  Heilig - 
kreuztal,  Brüder. 

Wibradis  (war  früher  verheiratet 
gewesen)  66,15. 

Burchardus,  s.  Heiligkreuztal,  Brü¬ 
der. 

Gastinaister,  magister  hospitum,  Büf- 
lin  457,10. 

Cünrat  Stopper  576,10. 

Brüderschaft,  brüderschafft,  du  ab- 
tissen  und  der  convent  hant  mir 
gelopt  gemain  -  ze  gend  156,20. 

In  die  -  enpfangen  aller  der  gut 
tailhafftig  ze  sind  die  in  ün- 
serm  gotzbuss  ümmerme  ewek- 
lich  beschehend  530,10. 


Heiligkreuztal: 

Ämter  usw.: 

Heiligkreuztal  daz  gelegen  ist  in  der 
gehorsamin  des  aptes  von  Sal- 
manswiler  177,5. 

Abbas  et  conventus  monasterii  in 
Salem  domini  nostri  quorum 
proprii  sumus  179,5. 

Abbas  de  Salem  visitator  noster 
2,20.  97,15. 

Seelbuch  178,20. 

Brüderpfründ,  bruderpfründen  156,15. 

Ain  -  tagelich  gen  146,1. 

Layg  brüder  465,20. 

Heiligkreuztal  stark  besetzt  21,15. 
Einwohner  (?) : 

Herterin  408,25.  490,35.  540,20. 
Huber,  Hainrich  der  -  145,20. 

Sutter,  Hainrich  der  -  145,20. 
Weber,  Cünrad  der  -  145,25. 
Abtissinn  en : 

H.  7,25. 

A.  9,20. 

Bertha  11,20.  12,5. 

Adelheid,  Adelheidis  12,30.  15,15. 

17.5.  19,15.  25.  22,20. 

L[ucia]  22,1.  23,1. 

Adelhaid  22,20.  23,20.  26,1.  27,1. 
31,10.  25.  32,1. 

Agnes  41,20.  44,15.  52,20  (S.  52,9.  32 
ist  der  29.  Juli  zu  ändern  in 
25.  April). 

Adilhait  von  Bonlanden  42,5.  52,35. 
Irmingardis,  Irmelgard,  Irmengart, 
Irmel  von  Hertenstain  52,30. 

54.15.  55,35.  56,20.  61,20.  70,10. 
72,35.  79,5.  81,5. 

Elyzabet,  Elyzabeth,  Elizabeth  von 
Stoffeln,  Steffeln  89,20.  90,30. 

93.5. 

Anna,  ’  Aun  von  Hornstain  94,1. 

96.15.  97,1.  102,15.  103,10. 

S.  unten  Äbtissinnen:  Anna  von 
Hornstein. 

Mechthild,  Mäthilt,  M&hthilt,  Maht- 
hilt,  Machthild,  Mähthilt,  Maeht- 
liilt,  Mehthilt,  Mächthilt,  Mehilt, 
Mathilt  von  Schafhusen  103,35. 


720 


Allgemeines  Register. 


104.35.  105,20.  110,15.  116,20. 

117.10.  118,1.  120,1.  126,10. 

136.5.  137,5.  144,30.  157,20. 

161.10.  166,25.  168,35. 
HeiligJcreuztal : 

Äbtissinnen : 

Anna,  Anne,  gräven  von  Sultz, 
Sulcz  148,35.  173,10.  179,1. 

188.20.  190,1.  25.  191,15.  197,5. 

209.25.  214,15.  216,20.  217,35. 

221,1.  225,5.  232,20.  237,10. 

245.5.  247,30.  248,25.  250,35. 

253.25.  264,25.  270,25.  271,30. 

272.25.  274,20.  277,5.  279,1. 

281.25.  282,20.  284,25.  285,15.30. 

286.20.  288,1.  294,30.  295,20. 

297.20.  298,1.  300,35.  302,5.25. 

303,15.  304,1.  25.  305,10.  307,35. 

309.30.  310,30.  311,30.  312,35. 

313.20.  314,25.  315,10.35.  316,15. 
30.  317,20.  318,5.  350,25.  352,25. 

356.5.  358,30.  359,35.  360,15. 

361.30.  363,20.  364,15.  368,10. 

372.35.  376,10.  378,20. 

Anna  Rantzin,  Ranzin,  Renzin  208,25. 

214.15. 35.  258,20.  259,5. 30. 

350.25.  361,35. 

Anna  von  Hornstain  von  Gef- 
fingen  318,35.  319,35.  320,30. 

321.25.  324,10.35.  326,30. 327,25. 

328.25.  331,25.  334,25.  335,20. 

348.35.  349,20.  350,5.  395,20. 

399.5.  410,5.35.  411,35.  414,5. 

25.  415,20.  416,25.  417,25. 

418.10.  419,10.  420,5.  422,15. 

424.5.30.  425,30.  667,10. 

S.  oben  Äbtissinnen:  Anna  von 
Hornstein. 

Bena,  Benyngna,  Mürzsellin,  Murt- 
zelin,  Murtzellin  372,25.  374,1. 

375.20.  377,10.  380,15.35.  381,25. 

384.5.  386,25.  388,35.  419,15. 

420.5.  428,10.  429,20.  430,25. 

447.20.  448,10. 

Mächthild  Wildin  450,35. 

Margareta,  Margrett,  Margertata, 

Gret  von  Andelfingen  464,25. 

465.20.  467,25.  470,35.  472,20. 


473.20.  475,15.  478,10.  483,15. 

484.30.  486,30.  542,20.  543,15. 
Reiligkreuztal : 

A  btissinnen : 

Adelhait  von  Hornstain  von  Bittel- 
schiess  496,5.  498,30.  502,15. 

503.15.  507,35.  508,25.  509,25. 

515.25.  516,15.  519,35.  521,20. 

523.35.  524,25.  526,10.25.  528,30. 

529.10.  536,15. 35.  538,1.  539,1. 

544.15.  547,1.  548,5.  549,1. 

553.20.  556,25.  559,15.  562,35. 

563.10.35.  565,15.  569,25.  570,20. 

586.25.  589,5.  600,5.  601,30. 

604.15.  605,10.  607,20.  611,5. 

612.15.  613,5.  615,10.  616,1. 

617.5.  621,35.  623,15.  631,30. 

635.35.  646,5,  653,10.  656,5. 
Gerdrut  Herterin  571,10.  35. 
Katharina,  Katherina,  Katherin,  Gar- 

werin,  Gaerberin  466,15.  572,25. 

578.20.  580,5.  621,25. 

Nesa  de  Hornstain  4,25. 

S  der  Abtissin  35,25.  42,25.  46,10. 

52.20.  54,25.  56,5.20.  62,1.20. 

63.5.  67,1.  70,30.  74,5.  78,25. 

89.30.  91,5.  95,30.  96,35.  97,25. 

98.25.  103,1.25.  105,10.  106,5. 

109.15.  110,35.  117,1.20.  119,35. 

120.15.  127,1.  136,10.  137,10. 

139.30.  141,25.  145,5.  147,25. 

161.20.  167,5.  169,10.  173,15. 

174.15.  190,10.  191,5.  210,10. 

213.10.  214,30.  215,1.  218,20. 

219.1.  221,35.  225,25.  226,1. 

228.25.  233,10.  237,30.  239,30. 

248.10.  249,5.  253,15.  254,10. 

255.35.  259,20.  260,5.  261,35. 

267.10.  271,1.20.  273,10.  278,30. 

280.1.  281,20.  282,10.  285,1. 

286.10.  289,30.  296,10.  301,10. 

303.1.  305,1.  308,30.  314,10.35. 

315.25.  317,35.  318,20.  320,15. 

327.15.  335,10.  349,10.35.  350,15. 

35.  359,25.  360,10.  363,10. 

364.5.  25.  368,35.  373,25.  375,10. 

376.1.  35.  378,5.  381,10.  385,15. 

386.10.  387,10.  389,25.  395,35. 


Allgemeines  Register. 


721 


899.25.  410,25.  411,25.  412,15. 

414.20.  415,5.  416,85.  419,5.30. 

420.30.  424,20.  425,20.  426,30. 

429.5.  430,15.  431,25.  448,1.  20. 

451.35.  465,5.  468,25.  471,20. 

473.10.  475,5.  35.  479,10.  484,1. 

485.5.  487,20.  496,30.  499,20- 

502.25.  503,30.  508,15.  509,15. 

510.20.  511,10.  516,5.  517,10. 

520.15.  524,15.  525,10.  530,10. 

537.30.  538,25.  543,5.  35.  547,25 

548.20.  549,10.  554,10.  560,1. 

563,1.  25.  564,15.  565,35.  570,10. 
35.  571,25.  572,15.  573,15. 

579.35.  580,25.  592,5.  605,1. 

606.5.  608,15.  612,5.  30.  614,10. 

615.35.  616,35.  617,35.  624,1. 

637.5.  654,10.  657,35.  667,25. 
Heiligkreuztal: 

Konvent : 

S  des  Konvents  117,20.  210,10.  219,1. 

220.30.  221,35.  226,1.  228,25. 

233.10.  237,30.  241,30.  248,10. 

249.5.  254,10.  255,35.  261,35. 

273.10.  278,30.  280,1.  281,20. 

282.10.  285,1.  289,30.  296,10. 

304.15.  305,30.  308,30.  314,10. 

317.35.  318,20.  320,15.  327,15. 

335.10.  349,10.  35.  350,15. 

352.15.  359,25.  360,10.30.  363,10. 

364.5.  25.  367,5.  368,35.  373,25. 

374.20.  375,10.  376,1.35.  378,1. 

35.  380,25.  381,10.  385,15. 

386.10.  387,10.  389,25.  395,35. 

396.25.  399,25.  410,25.  411,25. 

412.15.  415,5.  416,35.  419,5. 

420.30.  424,20.  425,20.  426,30. 

429.5.  430,15.  431,25.  448,1.  20. 

451.35.  465,5.  468,25.  471,20. 

473.10.  475,5.  35.  479,10.  484,1. 

485.5.  487,20.  496,30.  499,20. 

502.25.  503,30.  508,15.  509,15. 

510.20.  516,5.  517,10.  520,20. 

524.15.  525,10.  530,10.  537,35. 

538.25.  543,5.  35.  547,25.  548,20. 
549^10.  554,10.  560,1.  563,1. 25. 

564.15.  565,30.  570,10.  571,1.  25. 

572.15.  573,15.  579,35.  580,25. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


592.5.  605,1.  606,5.  608,15. 

612.5.  30.  614,10.  615,35.  616,35. 

617.35.  624,1.  637,5.  654,10. 

657.35.  667,25. 

Heiligkreuztal : 

S :  dü  samenunge  79,20.  127,1  (und 
trotzdem  hängt  das  S  der  Ab¬ 
tissin  allein  an). 

Klosterfrauen  (Schwestern),  JPfründ- 
nerinnen  usw. : 

Irmengard,  Tochter  des  weiland  Bu- 
chauischen  Stiftsmaiers  Ludwig 
von  Ertingen  7,5.  14,35. 
Judenta,  Tochter  des  weiland  Cün- 
radi  carpentarii  dictiRichart  18,20. 
Mathilde  Kläbeisin  von  Altheim  24,10. 
Adelheid  die  Wisin  von  Schaf  hausen 
24,10. 

Elisabeth  von  Aergaershain  24,10. 
Anna  von  Andelfingen,  relicta  do- 
mini  H.  de  Nuverun  45,35.  119,5. 
284,25; 

Hailwig,  Hailwic,  Haile  von  -  45,35. 

119,5.  284,25; 

Clara  die  Vogtin,  Klara  die  Ve- 
getin,  die  kelnerin,  ihre 
Schwestern  45,35. 119, 1. 284,25. 
378,25; 

Agnes  von  Sulgen,  die  man  nemmet 
von  Schitterberg,  Vettertochter 

119,5.  284,35. 

M.  die  Hewelin  56,20. 

Lükart  und  Hedewige,  Albreht  Kol- 
lins  dohter  61,25. 

Irmi,  Tochter  der  Mahthilt  der  Sute- 
rinun  62,30. 

Tochter  des  Hailant  de  Alaspach  63,15. 
Hedwig,  Rudolf  Fronings  Tochter 
70,15. 

Irmel,  beschliesaerin  des  Dekans 
Konrad  von  Andelfingen  78,15. 

144.5. 

Anna  und  Irmengart  79,10. 
Gewaerlichen,  Gisel,  von  Ulme,  vor 
swester  94,10.  217,35.  225,5. 
248,1. 

Adelhait  die  -  218,1.  247,30.  281,1. 

46 


722 


Allgemeines  Register. 


Heiligkreuztal : 

Klosterfrauen : 

Halike,  Hailige,  Tochter  der  Ime, 
burgerin  ze  Stügarten,  genemet 
von  Talvingen  95,1.  168,35. 

Hätza  et  Hilta,  filie  dicti  Grüweli 
de  Ertingen  99,5. 

Agnes,  soror  Cünradi  cementarii 
101,15; 

Mähthildis,  filia  sororis  101,15. 

Adelhaidis,  Tochter  von  Otto  gen. 
Zimmermann  und  dessen  Weib 
Mechthild  von  Ehingen  102,80. 

Der  closenerin  ze  Maengen  tohter  du 
bi  uns  wandelnd  ist  103,20. 

Elyzabeth  von  Sevelt  116,20. 

Katherin,  Tochter  des  Cünrat  Gyr 
118,10.  144,35; 

Anna,  Anne,  diu  Girin,  ihre  Schice¬ 
ster  118,10.  144,35.  191,35. 

226,15.  237,10.  276,15. 

Brünwartin,Brünwartin,  Agnes  149,15; 

Gerdrut,  ihre  Schwester  149,15. 

209.30.  303,5  (?); 

Anna,  ihre  Schwester  149,15. 303, 5(?). 

Margreta  von  Kostens  151,25. 

Harzerin,  Härzerina,  Adelhait  diu 
priolin  151,30.  260,20; 

Anna  diu  sengrin,  ihre  Schwester 

151.30.  260,20.  334,35. 

Elzbeth  von  Buningen  152,15. 

Lügard,  Lügart,  Lugge,  diu  Smidin 

115,25.  153,5.  154,5; 

Maehthild,  Mahthilt  diu  Taentirnarin, 
Taenteraerin,  Tantrerain,  beide 
laigeswesteran,  B .  zu  Riedlingen 

115,25.  153,5.  154,5. 

Stetten,  Stetin,  Maehthilt  von  - 161,15 ; 

Irmel,  Irmengart  von  -,  ir  brüder 
kint  161,15.  259,10.  349,20. 

Marhtorf,  Marchdorf,  Martorf,  Die 
von  -  161,15; 

Ir  brüder  tohter  161,15. 

Adelhait  von  -  253,10.  271,15. 411,1. 

Adelhait,  Hansen  des  Nefen  Schwe¬ 
ster  von  -  411,1. 

Adelhait,  Elizabeth,  Bruderkinder 
411,5. 


Heiligkreuztal : 

Klosterfrauen : 

Marchdorf:  Elizabeth,  Hansen  des 
Gasslers  Ammans  zu  -  Tochter 
411,20. 

Gunthartin  161,15. 

Lügart,  Lüggart  von  Esslingen,  Ezze- 
lingen  169,1.  348,35. 

Hornstain,  Benigna  de  -  179,5. 
Katherine  von  -  von  Wülfelingen 

213.35. 

Gretha,  Margaret  von  -  244,5. 

348.35. 

Anna  350,5. 

Katherin,  Kathrin  von  -  358,35. 

385,40.  470,35.  478,15.  494,15. 
Clara  von  -  656,5. 

Anselinen,  Enslina,  Anslinen,  Anslin, 
Enslinin,  Enslin,  fünf  Kloster¬ 
frauen  179,35.  220,15. 

Adelhait,  Adelhaid,  All  220,20. 

429,20.  464,25.  474,30.  498,30. 
Maehthilt  378,20.  474,30.  499,10. 
Kathrin  464,25.  474,30.  499,10. 
Jütz,  Jutz  464,25.  498,30. 
Margarehta  von  Andelfingen  190,5. 
Alwigin,  Adelhait  207,25.  616,25; 
Margarett,  Margret,  Margaret,  ihre 
Schicester  207,25.  476,25. 

502.15.  616,5. 

Elizabetha,  Elizabet,  Eisbet,  Els- 
beth,  Clausen  Alwigez  tohter 

207,25.  418,15.  476,25.  490,5. 

559.15. 

Elizabet  Cünzen  Alwigz  tohter 
207,25  (alle  vier  Pfründnerin- 
nen  zu  Heiligkreuztal). 
Murzelliu,  Murselin,  Murtzelin,  Mür- 
zellin,  Anna  213,1. 232,25.  279,10. 

289.1.  358,30.  385,35.  419,15. 
420,5; 

Bena,  ihre  Schwester  213,1.  232,25. 

279.10.289.1.358.30.385.35.508.1. 
Haza,  Hädwig  218,30.  295,25. 

Adelhait  Gagirrin,  Gagirin  213,1. 

218,30. 

Katherine  gen.  von  Tierberg  213,35. 
Anna  213,35. 


Allgemeines  Register. 


723 


Heiligkreuztal ; 

Klosterfrauen: 

Räntzin,  Raenzin,  Anna  du  -  362,35. 
Anne,  Anna,  brudertochter  der  Anna 
Räntzin,  Abtissin  2 14,15. 215,1. 

221,5.  350,30.  362,20. 

Ageth,  Agatha  215,1.  362,35. 

Clara  215,1.  362,35. 

Engelburg  221,5. 

Agnes,  Brudertochter  221,15. 
Hodorf,  Hodorff,  Howedorf,  Katerina, 
Katherin,  Kathrin  von  -  214,15. 
362,30.  410,10. 

Anna  von  -  350,30.  362,35.  410,15. 

468,15.  474,25. 

Agnes  von  -  362,10. 

An  dem  Anger,  Lügart  gen.  -  215,10; 

Adelhait  -,  geswestran  215,10. 
Agnes  diu  Murerin,  ain  vorswester 

222,35.  226,1. 

Anna  Frummannin  223,5.  407,25. 
Alheidis,  Adelhait  von  Ee  239,20. 
Sulz,  Anna,  Gräfin  von  -  227,35.  267,1. 
360,1.  386,1.30; 

Elizabet,  ihre  Schwester  227,35. 
Banzerin,  Bantzerin,  Bantzirin,  Anna, 
Anne  238,20.  412,1.  424,5. 
Maezze  238,20. 

Man  wurstin,  Mannwirstin,  Manswir- 
stin,  Betta,  Beta,  Elzbet,  Els- 
beth,  Elizabet,  Elizabeth  241,15. 
295,25.  474,10.  515,25. 

Lügga,  Luig,  Liug,  Liugge  von  Schaf¬ 
husen  241,15.  295,25.  296,1. 

474.15. 

Margreth,  Margret  von  Binzwangen 
Tochter  des  Hans  von  Rüde- 
lingen,  kilcherre  ze  Binswangen 

241.15.  474,10.  515,25.  615,10. 
Out  du  Nägerin  248,25. 

Pfistrin,  Elssbett,  Else,  Elze,  Elzbet 
die  -,  Schicester  Cünrat  des 
Pfisters  255,15.  366,80.  474,35. 
Adelhaid  474,20. 

Adelhaid  Schul  thaissin  366,10.  474,30. 
Luppfin,  Lüpflin,  Anne  257,20.  308,1. 
314,25; 

Kathrine  -  257,20.  308,5; 


Heiligkreuztal : 

Klosterfrauen: 

Luppfin,  Maehthilt,  Mächthild,  Metz- 
lin  ihre  Schwestern  308,1.  314,25. 

523,15.  631,35. 

Rütelingen,  Rütelingen,  Rütlingen, 
Lüggart  von  -  259,15. 

Bene  von  -  259,30. 

Irm engart  von  -  474,25. 

Wildin,  Anna  270,25; 

Katherina,  ihre  Schwester  270,25. 
Maehthilt ,  Mehthild ,  Maethilt, 
Mächthild  diu  -,  custrin  313,25. 
371,25.  373,35.  424,30.  425,30. 

508,35.  509,30. 

Elzbeth  Wetzlin  272,25. 

Hilt,  Hilda  Pfendlerin,  Pfenndlerin, 
Pfennlerin  279,5.  287,25.  289,1. 
Diethohin,  Diethochin,  Gerdrut  282,5. 
286,10.  447,20.  474,15; 
Mächthild,  Mahthilt,  Diethohes 
tohter  von  Rütelingen,  ihre 
Schwester  447,35.  662,30. 
Angnes  Haiderin  (früher  verheiratet) 

284.5. 

Adelhait,  Adelheidis  von  Munder- 
chingen,  die  kustrin  305,10. 

363,35.  667,25. 

Elzbeth,  dez  Schempen  thohter,  diu 
Schempin  313,30.  425,5. 
Margareht  diu  Schiitungin  315,10. 
Hädwig  diu  Kieserin  317,35. 

Anna  diu  Stürtzlin  317,35. 

Hätz  319,5; 

Katherin  319,5; 

Engelburk  319,10,  Schwestern  der 
Ann  der  Müllerin,  s.Biedlingen, 
Müller. 

Ferberin,  Värwärin,  Värwerin,  Irmel, 
Irmela,  Irmelgarta,  Irmengart, 
Irmengard  von  Rütlingen  319,25. 

335.5.  360,1.  374,30.  467,35. 

483,20.  563,10.  35. 

Mahthilt  662,20. 

Buenburg,  Katherin  von  -  326,35; 
Anna  von  -  326,35.  412,1 ; 

Agnes  von  -,  ihre  Schwestern 
412,10. 


724 


Allgemeines  Register. 


Heiligkreuztal : 

Klosterfrauen : 

Lochlarin,  Lochlerin,  Lockrerin, 
Mächthilt  334,25.  667,15; 
Hädwig,  ihre  Schicester  334,25. 

667,15. 

Elisabeth  380,20.  516,20.  536,35. 
Schulthaissin,  Katherin  348,35; 

Anna  348,35; 

Will,  ihre  Schwestern  348,35. 
Adelhait  von  Yeringen  366,30.  474,30. 
565,25.  580,10. 

Elizabeth,  Schicester  des  Chüntz  Nolle 

351,10. 

Clara  von  Wilden vels  362,30. 
Katherina  die  Wortwin  363,35. 
Adelhait,  Adelhayt  diu  Sfiterin  364,20. 
Adelhait,  Adelhayt  von  Gundelfingen 

364.20. 

Irmengart  dti  Knoblochin,  Knob- 
lochin  364,20.  448,15. 

Metzgerin,  Metzgärin  von  Flunder- 
Icing  en,  Greit  365,10; 

Beit,  Beitt,  ihre  Schwester  365,10. 

368,10. 

Kathrin  Rächwin  376,20.  524,1. 

Ann  (?)  377,5. 

Landau ,  Gräfin  von  Elizabeth 

358.20.  377,15.  381,1; 

Ursula,  ihre  Schwester  377,15. 

381,1. 

Adelhait  394,15. 

Goldlin,  Salmee  389,1; 

Anna,  ihre  Schwester  389,1. 
Elizabeth,  Elizabet,  Elsbeth  dfi  Stre¬ 
ben,  Strfibin,  Strub  in  395,20. 547,5. 
565,25.  613,5. 

Katherin,  Tochter  des  Cunrat  Tod, 
B.  zu  Veringen  396,10. 

Anna  von  Baldegg  428,10.  474,35. 
Kathrin  Swartzin  429,20.  464,25. 
Irmel  Klingin,  des  Klingen  Tochter, 
des  Bruders  der  Adelhait  Dampf¬ 
hab  rin  von  Y  eringen  451 ,1 . 640, 15. 
Adelhaid,  Adelhait  Kreppsin  467,35. 

483.20.  564,5. 

Anna  von  Griesingen  474,1. 

Adelhaid  Rosin  474,15. 


Heiligkreuztal : 

Klosterfrauen : 

Schwertfürbin,  Swertfürbin,  Adelhaid 

474.20.  519,35. 

Agnes  474,20. 

Adelhaid  von  Ineringen  474,40. 
Hätza  von  Stainhülwe,  Stainhfilwi, 
Stainhülw,  Stainhulwi  478,25. 

494.20.  541,15. 

All  Brobstenn  484,35. 

Anna  Brogin  493,5.  635,20. 

Gut  Ankenzolin,  priorin,  custrin 

503,15.  543,15.  567,20.  572,30. 

601.20. 

Mähtilt,  Maechthilt,  Mächthild  Fränkin 

524.30.  591,25.  617,15. 

Adelhait  Ebingerin  542,20.  570,1. 
Gut  von  Pflumern  553,25. 
Oberstetten,  Benigna,  Beningna  von 

pittanzierin  57 8,25. 670,20. 671,25; 
Nesa,  Anna,  Beta  von  -,  ihre 
Schwestern  670,20.  671,25. 
Elsbeth  Wülfin  604,30. 

Agnes  die  Offenburgerin  612,15. 
Birkmaigerin,  Katherin  613,5. 

Ann  626,5. 

Engel  die  Payrin,  vorschwester  633,5. 
Gret  die  Huberin  640,15. 

Anna  Eringstorfferin  653,10. 
Willeburch  Knollin  665,10. 
Neuhausen,  Margarete  von  -  669,15. 
Anna  von  -  669,15. 

Brüder,  Laienbrüder,  Pfründner  usw. : 
Girsteling  19,20. 

Hainrich  Blaessing  33,15.  110,1. 
Rudolfus  cerdo,  der  ledergarwb  41,35. 

64.30. 

Burchardus  pistor  41,35. 

Burchart,  Burkart,  Burcart,  Burcarht 
der  kofman,  kofeman,  kofman, 
koffman,  kochman  (!)  42,20.  49,30. 

54.30.  55,15.  57,15.  58,10.  59,15. 

60,20.  62,1.  64,30.  65,15.  89,5. 

92,15.  103,20.  104,25.  144,20. 

Burchart,  Burcart  der  alte  kofman 

77,10.  98,25.  110,30.  116,35; 
Hainrich  sin  bruder  110,35; 

B.  sin  ohain  116,35. 


Allgemeines  Register. 


725 


Heiligkreuzted : 

Brüder,  Laienbrüder,  Pfründner  usw. : 
Burkart  der  rote  50,30. 

Burcarth  662,5. 

Burchardus,  Burcardus,  Burchart, 
conversus  82,15.  96,35.  119,15. 

129,20.  132,35. 

Bur.  von  Bilovingen  103,20. 
Cunradus  de  Birberch  54,1. 

Bertoldus  54,1. 

Waege,  Waie,  Waige,  Wäige,  Wäge, 
Wege,  Waigi,  Wahge,  Hanr., 
Hainrich  der  -  54,30.  82,10.  89,5. 

98.25.  103,20.  104,25.  144,20. 
146,10. 

Herr.  55,20. 

Hofmaister,  hofemaister,  Cunrat  der  - 

65.15. 

Hainrich  der  -,  conversus  65,15. 

196,35.  210,15. 

Stolle,  Hainrich  der  kofman,  koffe- 
man  77,10.  78,1.  110,35.  116,35. 

118.25.  119,15.  120,10. 

Bentz  307,1. 

Conrat,  maister  uff  dem  hoff  ze 
Tollendorf  465,20. 

Cünr.  der  Sotläir  89,35. 

Hänr.  der  phister  96,35. 

Hetelinc,  Hetteling,  Hetling,  Hetlink, 
H&tlink,  Hettelich,  Hetli,  Het- 
lig,  Hettlig,  Hainrich,  unser  hof¬ 
maister  110,35.  144,20.  146,10. 

149.1. 152.30. 156.25. 169.5. 180.5. 

182.25.  183,15.  186,35.  192,15. 

194.15.  202,10.  206,20.  218,20. 
Grosholz,  Grosholtz,  Grüzholze,  Hein¬ 
rich  119,15.  120,10. 146,10. 156,25. 

180.5.  190,1.  192,1.  226,15. 
Albertus  dictus  Kofman  procurator 

146,35. 

Laurin  152,30. 

Cunrat  der  kofman,  koufman,  koffe- 
man  156,20. 169,5. 183,10. 186,35. 

192.15.  194,15.  206,20.  218,20. 

219.25.  246,20. 

Wernher  der  phistermaister  169,5. 
Berhtolt  Wideman  209,30. 

Wernher  vehmeister  210,15.  216,10. 


Heiligkreuztal: 

Brüder,  Laienbrüder,  Pfründner  usw. : 
Johans  von  Ee,  convent  bruder  239,20. 
Cunrat  pfistermaister,  pfister,  phister 

248.15.  255,10.  276,1.  281,1. 
Wernher  der  kofman,  koufman  248,15. 

290.5. 

Cunrat  Gerung  253,10.  271,15. 
Cunrat,  Chunrat  der  Klingler  285,15. 

355.25. 

Hainricus  dictus  Rapp  292,5. 

Cunrat  der  Neve  314,10. 

Cunrat  Äderlin  360,1. 

Ruflinus  magister  hospitum  457,10. 
Hainrich  466,15. 

Cunrat  Stopper,  gastmaister  576,10. 

610,35. 

Cunrat  Waelti,  phister  605,15. 
Pfründner : 

Bentz  der  Tocgeller  447,30. 

Hans  Wetzel  475,1. 

Otte  von  Stoffenberg  427,40.  428,25. 

474.5. 

Bentz,  Berhtolt  der  Vaser,  V’äser 

380.20.  418,15.  428,15.  490,10. 

496.5.  516,20.  536,35.  559,15. 
Lussi,  Lussi,  Lüssi,  Lisi,  Haintz 

379.25.  484,25.  30.  578,25. 

Gotz  Ehengross  427,40.  428,30. 

Jahr  Zeiten,  jargezit,  gestiftet  für: 
Johann  von  Mengen  und  seine  Eltern 

31.20. 

Ulrich  der  luiprister  von  Bizwangin 

52.15. 

Hainr.  Bezzeli  66,30. 

Rudolf  Froning  70,20. 

Pignosen  gen.  dez  Bruckenslegelz  wir- 
tiune  Mann  und  Tochter  80,30. 
Cunrat  der  Murer  86,1. 

Eisbeten  säligen  Waetzlin  burgerinen 
von  Ulm  93,35.  225,15.  273,1. 
Adelhait  273,1. 

Ime  von  Stugarten  genemet  von  Tal- 
vingen  94,30. 

Gisela  die  Tunfridin  96,15. 

Cunradus  de  Bl&nigen  97,10. 

Hainrich  Naigelli  98,15. 


726 


Allgemeines  Register. 


Heiligkreuztal: 

Jahr  Zeiten,  jargezit,  gestiftet  für: 
Otto,  Mahthildis  und  Adelhaidis,  gen. 

Zimmerman  102,85. 

Cunrat  Grösholze  110,20. 

Hermann  von  Hornstain  147,10. 183,1. 
206,85. 

Walther  der  alt  Stadelmaier  170,35. 
Ranz,  Ranzin,  Ott  221,15. 

Agnes  410,35. 

Anna  die  -  180,35.  351,1.  362,15. 
Wilde,  Wildin,  Conradt  185,30. 
Hainrich  der  -  270,30. 

Mächthild  diu-  314,5. 318,10. 425,10. 
434,15. 

Cunrat  und  Mathilt  von  Andelfingen 
189,25.  190,10. 

Adelhait  und  Cunrat  Alwig,  Bertolt 
Banzer  und  Mehilt  und  Mähilt 
Banzerin  208,5.  273,1. 

Gerdrut  Brunwartin  210,1. 

Hie  Eltern  des  Hainrich  von  Wülfe- 
lingen  gen.  von  Hornstain  213,30. 
Anne  Renzin  und  Italranzan  215,1. 
Mahthilt  du  Rüllin  von  Munderkingen 
und  ihren  Wirt  215,15. 
Gewarlich,  Gewärlichin,  Rudolf  und 
Gisel  diu  -  218,5. 

Adelhait  und  Cunrat  248,5.  281,15. 
Murzel,  Mürsel,  Murzellin,  Luz  218,30. 
Berhtolt  und  Mähthilt  233,1. 
Lutzei  der  jung  -  420,5. 

Der  alt  -  420,10. 

Hadwig  296,5. 

Anna  und  Bena  359,20. 

Anshelm  von  Büron  samt  seinem  Weih 
Mächthilt  220,20.  499,10; 
Walter,  Mächthilt,  Kathrin,  ihre 
Kinder  499,10. 

Katherin  von  Triberg  228,15. 
Haedewig  Krowelin  236,25. 

Adelhait  von  Marhtorf  und  Cunrat 
Gerung  253,15.  271,20. 

Huber,  Hainrich  254,5.  289,15.  487,5. 

Gisel  und  Adelhait  254,5. 

Phister,  Pfistrin,  Cunrat  der  -  255,35. 
281,15; 


Heiligkreuztal: 

Jahr  Zeiten,  jargezit,  gestiftet  für: 
Phisterin,  Eisbet,  seine  Schwester  256,1. 
366,30.  474,35. 

Adelhaid  und  Vater  und  Mutter 
474,20. 

Gerdrut  die  Lodeweberin  259,20. 
Rütelingen,  Bene  von  -  260,1. 

Irmengart  von  -  474,25. 

Herer  von  Reischach  260,30.  406,20. 
Adelhaiden  von  -  571,35; 

Annun  Goldlinun  ir  tochter 
389,15.  571,35. 

Anne  diu  Gowingerin  261,30. 

Anne  von  Sulz  267,1.  360,5. 

Chünrat  von  Enslingen  wilunt  bischoff 
ze  Gurk  267,10.  278,1.  487,5. 
Hilt  Pfendlerin  279,10.  289,10. 
Diethohin,  Gerdrut  282,5.  474,20. 
Mächthild  448,1. 

Mähthilt  diu  Spärwarin  282,5. 
286,10. 

Dü  von  Grüningen  293,10. 
Manwister  (!),  Mannwirstin,  Eberhart 
296,1. 

Beta,  Elizabeth  296,5.  474,15. 
Lugga  von  Schaffhusen  296,5.  474,15. 
Hornstain,  Hainrich  von  -  300,10. 

Herrman  von  -  301,10. 

Mähthilt  von  Bach  ze  Togendorf  ge¬ 
sessen  304,10. 

Adelhait  von  Munderkingen  305,20. 
Luppf,  Hartman  und  Katherin  Rogg- 
wilerin  308,5. 

Ann,  Maehtilt,  Margaret,  Katherin, 
Johans  308,5.  508,30.  509,25. 
Buman  315,1. 

Cunrat  Schiitunk  315,20. 

Adelhait  von  Tierberg  317,30. 

Vier  frowen  von  Yeringen  317,30. 
Hädwig  diu  Kieserin  317,35. 

Anna  diu  Stürtzlin  317,35. 

Adelhait  von  Zang  318,20. 

Irmelgarta  Ferberin  319,30. 

Hainrich  und  Gut  Bogli  320,10. 
Hainrich  von  Hornstain  von  Wülf- 
lingen  325,15; 


Allgemeines  Register. 


727 


Heiligkreuztal : 

Jahr zeüen,  jargezit,  gestiftet  für: 
Katherin  von  Hasenstain,  sein  Weib 
325,15.  386,35. 

Haincz  von  Buenburg  327,10. 

Vater  und  Mutter  der  Lochlerin, 
Mächthilt  und  Hädwig  334,25. 
Elizabeth  537,30. 

Hartzer,  Ulrich  und  Cunrat  der  - 

335.1. 

Vater  und  Mutter  von  Irmengart 
Värwarin,  Cunrat  der  Yärwer  und 
Weib  Irmengart  335,10.  375,5. 

468,5.  483,30.  563,20; 

Bete  von  Hoi,  ihre  Schwester  375,5. 

468,5. 

Hornstain,  Lutz  von  -  335,20. 

Angness  von  -  358,15. 

Lüggart  von  Esslingen,  Margaret  von 
Hornstain,  Katherin,  Anna  und 
Will  Hansen  dez  Schulthaissen 
tochtra  349,5. 

Irmengart  von  Stetten  und  ir  müter 
349,30. 

Gut  diu  Herterin  350,15. 

Härtliep  und  Dylia  Nolle  351,35. 
Anna  Hartzerin  358,15. 

Conrat  und  Anna  von  Hornstain- 
Grüningen  359,20. 386,10.  449,30. 
477,25.  479,1 ; 

Cunrat  und  Katherin,  ihre  Kinder 
477,25.  479,1. 

Katherin  die  Wortwin  363,35. 

Cunrat  Arnnolt  364,1. 

Irmengart  diu  Knoblochin  364,20. 

474.1. 

Adelhait  Schulthaissin  von  Yeringen 
usw .  366,30.  474,35.  589,1. 
Metzger,  Metzgerin,  Cunrat  der  368,20. 
427,35.  428,35. 

Margareta  368,20.  416,25.  427,35. 
428,35. 

Hannenbitz,  Albreht,  sein  Weib  Gut 
und  Sohn  Albreht  372,15. 
Hainrich  der  Schechner,  Jutz  seine 
Wirtin  373,15. 

Die  von  Bütlingen  373,20. 

Hans  Wetzel  375,25.  376,25.  475,1. 


Heiligkreuztal : 

Jahr  Zeiten,  jargezit,  gestiftet  für : 
Kathrin  Bächwin  und  Vater  und 
Mutter  376,25.  524,10. 

I^andau,  Elzbet,  Gräfin  von  -  377,35. 
394,20; 

Eberhart,  Graf  von  -  und  die  Söhne 
Eberhart  und  Cunrat  394,20. 
Johans  von  Erisdorf,  kilcher  ze  Bing¬ 
schnait  380,5. 

Berchtolt  von  Hornstain  von  Schatz¬ 
berg  ze  Wlflingen  386,35. 

Strub,  Strub,  Strubin,  Jacob  395,25. 
547,15. 

Mächthild  547,15. 

Elizabeth  547,20. 

Hainrich  613,30. 

Hans  613,35. 

Eberhart  von  Althain  395,30.  547,20. 
Cunrat  der  Tod  vonVeringen  und  zwei 
Weiber  Adelhait  und  Ita  396,20. 
Cunrat  der  Cappeiler  und  sin  wirten 
406,30. 

Hainrich  (der  Nef)  von  Marchdorf  und 
Adelhait  411,20. 

Agnes  von  Buwenberg  412,10. 
Bantzirin,  Bena  412,15. 

Anna  424,20. 

Cunrat  von  Tierberg  414,30. 

Adelhait  von  Werwag  415,25. 
M'ägenbüch,  Maugenbüch,  Agnes  von 
-  468,5. 

Beta  von  -  415,25. 

Elizabetha  Alwichin  418,35. 

Bentz  der  Vaser  418,35.  537,30. 
Bartelstain,  Die  von  -  419,15. 

Hadwig  von  -  487,5. 

Otte  von  Stoffenberg  427,40.  428,25. 

474,5. 

Gotz  Ebengross  427,40.  428,30. 
Bentz  der  Swartz  und  Adelhait  diu 
Swartzin  430,10. 

Enslin,  Mächthild  usw.  430,10. 474,30. 
Kathrin  474,30. 

Jütz  499,10. 

Adelhaid  499,10. 

Dero  von  Hornstain  von  Gbffingen 
433,10.  527,35. 


728 


Allgemeines  Register. 


Heiligkreuztal: 

Jahr  Zeiten,  jargezit,  gestiftet  für: 
Anna  Kaibin  449,1.  467,1.  471,10. 
Dampfhaber,  Dampfhabrin,  Albreht 

451.10. 

Adelhait  451,15. 

Kathrin  dez  ammans  kellerin  ze  Rüd- 
lingen  und  ihr  Vater,  Mutter 
und  Geschioister  458,85. 
Andelfingen,  Cünrat  von  -  und  sein 
Weih  Anna  462,25. 

Margarethe  von  -  481,10. 

Lüggart  von  -  548,10; 

Hans  von  ihr  Mann  548,10. 
Ludwig  von  Ertingen  wilont  burger 
ze  Bybrach  468,10. 

Hodorff,  Kathrin  von  -  468,20; 

Der  Annen  von  -  Vater  474,25. 
Hainrich  von  Hornstain  von  Wlff- 
lingen  469,10.  668,10. 

Johan,  Hanns  von  -  469,10.  668,5. 
Elizabeth  von  Stain  469,15.  668,5. 
Anna  von  Griesingen  474,1. 

Cünrat  vom  Rain  474,5. 

Margarethe  von  Binswangen  474,10. 
615,80. 

Schwertfürbin ,  Adelhait  474,20. 

520.10. 

Agnes  474,20. 

Anna  von  Baldegg  474,35. 

Adelhaid  von  Ineringen  usw.  475,1. 
Hainrich  von  Enslingen  494,80. 
Stegli,  Cunrat,  Kathrin  sin  swester 
501,5; 

Walther,  Adelhait,  ihre  Eltern 

501.5. 10. 

Ankenzolin,  Gut  508,25.  543,25; 

Fid,  ihre  Schwester  543,25; 

Hans  Ankenzoll,  ihr  Vater  573,5. 
Hans  von  Hornstain  von  Pflumern 
508,30.  542,25. 

Hiltdrud  von  Buwenburg  508,30. 
Cünrat  Wortz  508,30. 

Anna  Roserin  508,30.  509,30. 

Cüntz  der  Maiger  520,10. 

Des  Cünrat  Frank  Weib  und  Tochter 
Machthild  und  Maechthilt  Fraen- 
kin  525,5.  617,25. 


Heiligkreuztal : 

Jahrzeiten,  jargezit,  gestiftet  für: 
Hainrich  Bürst  530,1. 

Hainz  Mengoss,  Mengusz  538,15. 
610,35. 

Margaret  von  Giengen  549,5. 
Pflumern,  Cunrat  von  -  554,5. 

Gut  von  -  554,5. 

Anna  von  -  554,5. 

Elizabeth  von  -  554,5. 

Agnes  von  Grüningen  554,5. 
Rüpreht,  Bugg  557,10. 

Stainybain ,  Stainybainin ,  Angnes 

557,10. 

Hainrich  557,10. 

Irmela  557,10. 

Adelhaid  Kreppsin  564,5. 

Ulrich  von  Hornstain  565,30. 

Ännli  von  Erenvels  565,30. 
Birggmayger,  Birkmaigerin,  Burkart 
566,15. 

Kathrin  613,40. 

Elsz  Schlegellin  566,15. 

Vom  Rain,  Appe  568,10. 

Yegen  589,1. 

Elizabet  von  Hornstain  568,10.  570,35. 
Kathrin  von  Aich  571,20. 

Walther  von  Althain  589,1. 

Arnolt  von  Uberlingen  589,1. 

Von  Scelenberg  610,35. 

Stopper  610,35. 

Tuntz  der  Pfiffer  610,35.  ( verschrieben 
Cuntz)  611,85. 

Offenburgerin,  Anna  611,35. 

Agnes  612,25. 

Hainrich  Murnhart  613,35. 
Hornstain,  Ursell  von  -  von  Gef- 
fingen  616,15. 

Ludwig  von  -  (von  Nüfren)  621,1. 
Hätinger,  Hätingerin,  Anne  die  -  von 
Rüdlingen  626,35. 

Cüntz  der  -  usw.  626,35. 

Brog,  Brogin,  Cüntz  636,10.  35. 
Cüntz  636,15.  687,1. 

Ann  636,15.  637,1 . 

Ann  636,15.  35. 

Clas  Bospfenning  636,40. 

Gret  die  Hüberin  64t', 25. 


Allgemeines  Register. 


729 


Heiligkreuztal: 

Jahr  Zeiten,  jargezit,  gestiftet  für: 
Irmel  Klingin  640,25. 

Lutz  von  Landow  647.25. 

Ann  die  Eringstorfferin  654,5. 
Eringstorff,  Hans  von  -  654,5. 
Adelhait  von  -  654,5. 

Heimsheim  OA.  Leonberg ,  Hans  vom 
Stein  von  s.  Stein. 

Heinrich  (VII),  König  2,5. 

Heire,  Hanes  der  -  115,35. 

Held,  Heit,  Heide,  Heldin,  Burchart 
der  -  von  Marbach  109,15. 
Herbertingen :  Der  -  427,10. 

Bayd  -  369,25.  371,25.  374,10. 
Mähtihlt  diu  -  369,15.  455,25; 

Conz,  ihr  Sohn  369,15.  372,1. 
Bugs  372,1. 

Hell,  s.  Burg  au. 

Heller,  Rudger  der  -  346,30. 
Helleschlüssel,  Walther  dictus  -  131,30. 
Hellmann  s.  Veringen. 

Heit  5.  Held. 

Helwerin,  Eis,  Elsa,  S  578,1; 

Walther  von  Andelfingen,  ihr  Mann, 
s.  Andelfingen,  Walther  von  -. 
Hemerlin,  Gese,  Schwester  des  Bentz 
Wolfrat  von  Sulgen,  s.  Saulgau, 
Wolfrat. 

Henselingen  s.  Enslingen. 

Henin  s.  Andelfingen. 

Hepli,  Heply,  Heppli,  Rüdolffe  379,5; 
Ann,  sein  Weib  379,5. 

Hans,  B.  zu  Saulgau  649,30.  654,30. 
656,10;  S  652,30; 

Katherin  die  Veringerin,  sein  Weib, 
s.  Feringer. 

Herbertingen,  Herbrechtingen,  Herbreh- 
tingen,  Herprehtingen,  Herbretin- 
gen,  Herbrehtin,  Herbrahtingen 
OA.  Saulgau  26,20. 35.  318,10. 
353,10.  393,25.  427,5.  428,15. 

560,15. 

Allmende,  gemain  gut  536,5. 

Bannus,  banne  521,20.  539,1.  662,35. 
Zwinge  und  banne  des  dörffes  461,10. 
Aigens  reht  des  dorffes  461,15. 


Herbertingen : 

Geistliche : 

Kirchherr,  kiricherr,  kycher,  Albrecht 
von  Neuneck  265,25.  327,35. 

353.30.  369,20.  372,1.  437,10; 
S  266,20.  328,10.  353,25.  369,25. 

371.30.  438,30. 

Lüpriester ,  lütpriester ,  liuprister, 
pfarrer  Albrecht  von  Neuneck 

353.30.  369,20.  372,1. 

Johans  Säger  560,25. 

Amman  106,25. 

Walther  der  -  201,15. 
Örtlichkeiten : 

Der  siechen  hus  327,30. 

Maierhof,  maigerhof,  Curia  vulgo  dicta 
der  -  31,10.  201,15.  662,35. 

Dez  kirchherren  brul  549,25. 

Mühle,  molendinum,  müli,  -  in  H. 
in  medio  villae,  -  ze  H.  in  dem 
dorfe  undehaisset  Biten  -,  -  hais- 
set  diu  Bite,  Biten,  Bi'te  41,20. 
106,25.  171,30.  219,10.  389,5. 

In  dem  dorf  an  dem  bach  bi  der 
underun  -  521,20. 

S.  auch  Biedmühlc. 

Einwohner : 

Achart,  -z  gut  455,35. 

Am  anger,  angel,  Walcz  s.  Am  anger. 
Betzelin  s.  Botzli. 

Beuren,  Ritter  Hainrich,  Walther 
von  -  ze  H.  gesessen,  s.  Beuren. 
Bezeli,  Boczli,  -s  brul  s.  Botzli. 
Bfirren  s.  Beuren. 

Kantzier,  Ruff  s.  Kantzeler. 

Kreber,  -s  hus  455,25. 

Kuntzlin  s.  Cuntzlin. 

Drucz,  Drüczzin,  s.  Herbertingen, 
Trutz. 

Gremlich,  Hans,  s.  Bfullendorf, 
Gremlich. 

Gyrin  s.  Gyr. 

Held,  Heldin  s.  Held. 

Hilprant  566,10. 

Hutzel,  By  des  -s  bom  456,5. 

Irmel  von  -  156,15; 

Hanrich  und  Cunz  Gugilli,  ihre 
Söhne,  s.  Gugilli. 


730 


Allgemeines  Register. 


Herbertingen : 

Eimvohner : 

Ittenhuser,  Hainrich,  der  amman  s. 
Ittenhuser. 

Lütran,  Werncz  und  Bregenczzer 
s.  Leutrum. 

Mälchinger,  Cunrat  und  Hainrich  s. 

Mälchinger. 

Marti,  Cüntz  327,1. 

Cüntz  -  der  jung  352,80.  369,25. 
Muchtrar  456,1. 

Schorpe,  Hainrich  s.  Schorp. 
Schwartz  s.  Schwarz. 

Sopp  s.  Soppe. 

Störer  432,1.  526,30. 

Hans  der  -  353,30. 

Storp,  Die  owe  die  man  nempt  -pen 
brül  549,30. 

Talmaier,  Des  -z  brül,  s.  Enslingen , 
Talmaier. 

Trutz,  Drucz,  Truz,  Driiczzin,  Werntz, 
Werncz  371,15.  374,5.  425,1; 
Margaretha,  Margareht,  sein  Weib 
371,20.  374,5. 

Tuzz,  -en  hof  14,30. 

Wall,  Cuntz  von  Herbertingen ,  B. 

ze  Sulgen,  s.  Saulgau. 

Walraf,  Walrave,  Waraf  s.  Walraf. 
Wildin,  Der  -un  hof  s.  Wild. 

Wolff  5.  Wolff. 

Wolfrat,  Bentze,  s.  Saulgau,  Wolfrat. 
Flurnamen : 

Aichbuhel  353,1. 

Aemdwise  392,30. 

Aychartstuden  455,35. 

Bach  352,30.  369,10.  521,20. 
Bernloch,  bernloch  290,30.  456,1. 
Born  456,10. 

Biunde,  biund  352,35.  363,25 
Braitenhart,  Im  -,  daz  holtz  352,35. 
353,1. 

Brühl,  brügel,  brül,  prügel,  prugel, 
prüle  352,35.  363,25.  371,20. 
374,10.  455,30.  549,25.  30. 
Crützstokk,  crützstek  432,5.  526,35. 
Erystorferin  371,20.  374,10. 

Esch  gen  Ertingen  wert  353,5.  455,30. 
-  gen  Marpach  wert  353,5.  456,1. 


Herbertingen : 

Flurnamen : 

Esch  gen  Tenningen,  Tenien  353,10. 
456,5. 

Veld,  Uf  dem  -  an  dem  dorf  353,5. 
Fürsailn,  Hinder  den  -  353,10. 
Gassen,  Die  Hundersinger  -  371,25. 
374,10. 

Gebrait,  gebraiten,  Diu  455,35. 

An  wüsten  -  456,5. 

Uf  der  mundgebraitun  290,30. 
Gesod,  sode,  In  dem  -,  diu  ober.wis 
in  dem  -  290,30.  455,30. 
Hüribach,  Uf  dem  -  290,30. 

Moren  tal,  In  dem  -  290,30. 

Owe  549,30. 

Rain,  Uff  dem  Swartzacher  -  456,5. 

Büchower  -  461,10. 

S'alach,  Saulach,  In  dem  da  der 
bom  inn  st’at  353,10.  456,10. 
Schwartzach,  Swarzach,  Swartzach 
290,30.  456,1. 

Sode  s.  Gesod. 

Some,  Uf  dem  -  290,30. 

Stainung,  Uf  der  -  290,30.  456,1. 
Stig,  styg,  Menger,  Manger  352,35. 
371,25.  374,10. 

An  dem  mittlen  -  455,35. 

Stokwis  427,15. 

Tergerdlin,  An  dem  bache  gen  dem 
-  henab  369,10. 

Titerna,  Im  hochholtz  -  zu  den  fuchs- 
lochern  353,1. 

Weg,  An  dem  Binswanger  -  455,35. 
An  dem  Ertinger  -,  Uber  den  weg 
ze  Ertingen  zw  sehen  den 
dornen  und  der  hochen  327,30. 
An  dem  Tenier  -  456,5. 

Herbst  s.  Altheim. 

Here,  Hfere  s.  Biedlingen. 

Heremitarum  fratres  s.  Eremiten. 
Hergesell,  Hergeselle,  Hergselle,  Her- 
geschelle,  Gehergeselle,  Hunder- 
singen:  Dez  -en  brül  427,10. 
Ulrich,  Wlrich  der  -  34,5.  81,10. 
98,5.  104,25. 


Allgemeines  Register. 


731 


Hergesell : 

Ulrich  186,15.  214,20.  235,5.  402,35. 
484,10.  506,1.  525,20;  £  403,20. 

484.20.  507,15.  525,25; 

Johans,  sein  Bruder  186,15 ; 
Renhart,  Renher,  Renherr,  sein 

Bruder  186,15.  336,20.  349,25. 
403,15;  S  337,30; 

Katherin,  ihre  Schwester  231,30. 
235,5 ; 

Hans  von  Büzkofen  ze  Hunder- 
singen  gesessen,  ihr  Mann , 
s.  Beizkofen. 

Enslingen:  Hans  der  -  297,20. 

Hans  der  -  ze  Hanhül  297,20.  35 ;  S 
298,5. 

Ulrich  der  -  669,25.  35. 

Ulrich  der  -  der  elter  672,10. 15. 
Ulrich  -  der  jung  672,5; 

Nesa,  Agatha,  Anna,  Ursella, 
dessen  Geschwister  672,15. 
Jacob  672,20. 

Cfr.  von  Alberti  304. 

Herisen,  Herysen  s.  Mengen. 

Herlighof,  Hartelkohwen,  Gern.  Bieters - 
Jcirch  OA.  Biedlingen,  Burchart 
von  -,  s.  Munderkingen. 

Herman,  Hermanus,  Hermannus,  Her¬ 
mannin  18,5. 

-  filius  Nycolai  132,1. 

-  596,30. 

-  der  mullar  87,25; 

Margareth,  sein  Weib  87,25; 

Mahthilt,  ihre  Tochter  87,25 ; 
Wernher,  deren  Mann  87,35. 
Münder  hingen :  512,35. 

Johannes  dictus  -  de  Ogeltzbürren 

421.20.  439,15; 

Eberhardus  rector  ecclesie  in  Bins¬ 
wangen,  sein  Sohn  421,20. 
439,15. 

Biedlingen :  53,20. 

Hermeller  s.  Burgau. 

Herp,  Herpin  s.  Andelfingen. 
Herrlingen ,  Hörningen,  Hornigen,  Hier- 
nnigen  OA.  Blaubeuren,  Adelhait 
von  -  ze  Maengen  geseszen  459,15 ; 
S  460,25; 


Herrlingen : 

Rudger  von  Bartelstain,  ihr  Mann y 
s.  Bartelstein. 

Ulrich  von  -  531,25. 

Cfr.  von  Alberti  307/308. 
Herstrasse,  Under  der  -  90,35. 

Hertenstein,  Hertenstain,  Burg  im 
Laucharttal,  hohenzollerisches  OA. 
Sigmaringen,  Bitter  von  -,  Brun, 
Brunn  ze  Togendorf  gesessen  297,5. 
342,15.  357,15.  370,25.  415,35. 
423,5.  463,25;  £  346,5.  357,35. 
416,10.  423.20.450,20. 464,1. 470,25. 
477,35.  669,5. 

Goswin  65,30. 

Irmengart  s.  Heiligkreuztal,  Äbtis¬ 
sinnen. 

Rudolf  49,5. 

Wernher  vogt  uff  Bussen,  £  607,10. 
Bas  Geschlecht  ist  stammvenvandt 
mit  den  Hornstein  ;  s.  also  auch 
dieses  und  Herter. 

Herter,  Herterin,  Altheim:  302,25; 

Gut  (von  Hornstain),  sein  Weib,  s. 
Hornstein. 

-,  s.  Heiligkreuztal,  Einwohner. 
Cüntz  der  -  ze  Ennhoven  647,25. 
Gerdrut  s.  Heiligkreuztal ,  Äb¬ 
tissinnen. 

Herzog,  Herzoge,  Albreht  der  -  von 
Beutlingen  32,30. 

Chünrat  der  -  ze  dem  Talhof  sesz- 
hafft  491,20. 

Hesse  s.  Enslingen. 

Hessenberch  139,20. 

Hettelich,  Hettling,  Hetling,  Hetli, 
H&tlink  usw.,  Hainrich,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Brüder. 

Friedingen:  531,25. 

-  Stähelli  531,25.  533,30. 
Hettingen,  Hattingen,  Hatingen,  Hat¬ 
tingen,  hohenzollerisches  OA.  Gam- 
mertingen  12,25. 

Cüntz  der  Maiger  s.  Maier. 

£.  auch  Veringen,  Grafen  von  -. 
Heubrenn,  Chünrat  s.  Altheim. 


732 


Allgemeines  Register. 


Heudorf,  Hewdorff,  Hodorf,  Hodorff, 
Howdorff,  Hoiidorf,  Howedorf.  Da¬ 
mit  können  drei  verschiedene  Ört¬ 
lichkeiten  gemeint  sein,  Heudorf 
OA.  Riedlingen ,  Heudorf  OA.  Saul¬ 
gau  und  auchHeudorfB  A.Stockach, 
da  nach  von  Älberti  313  und 
Krieger  959/961  nach  dem  letztge¬ 
nannten  Ort  sich  ein  schon  im 
11.  Jahrhundert  vorkommendes 
Ministerialengeschlecht  der  Nellen- 
burger  nennt  und  bei  ihm  die 
Namen  Bilgerim  und  Ortolf  öfter 
Vorkommen;  cfr.  KindlervonKnob- 
loch  II,  51ff.;  Krieger  960;  Das 
Königreich  Württemberg,  4,  Do¬ 
naukreis  429.  462. 

Die  von  -  266,30. 

Agnes,  Anna,  Katherin  von  -,  s.  Hei¬ 
ligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Cüntz  von  Ryschach  ze  -  gesessen, 
s.  Reischach ;  es  ist  Heudorf 
OA.  Saulgau. 

Mantz  von  Hornstain  ze  -  gesessen, 
s.  Hqrnstein,  Heudorf;  es  ist 
Heudorf  OA.  Riedlingen. 

Bilgrin  von  -  265,15. 

Dietrich  von  -  174,20. 

Dietrich  von  -  S  623,10. 

Ritter  Ortolf  von  -  342,15 ;  S  345,30. 

Ulrich  von  -  gen.  Pfhal,  B.  zu  Über¬ 
lingen,  s.  Überlingen. 

Ulrich  von  -  gen.  Plass,  B.  zu  Über¬ 
lingen,  s.  Überlingen. 

Howdorffer,  Haintz  der  -,  B.  zu  Ried¬ 
lingen  485,30. 

Hewelin,  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Heiccn ,  Hohen  -,  Ho  wen,  im  Hegau, 
Gern.  Anselfingen  BA.  Engen, 
Burkardus  von  s.  Konstanz, 
Domprobst. 

Rudolf  der  Jüngere  16,20. 

Heydinger,  Heidinger,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Procuratores. 

Hildegardstrasse  s.  Krienhiltstrasse. 

Hilpolt  s.  Hiltbolt. 

Hilprant  s.  Herbertingen. 


Hilsenrüte  3,10. 

Hiltelin  s.  Indelhausen. 

Hiltbolt,  Hiltibolt,  Hiltpolt,  Hilpolt, 
Amman  22,15. 

Dictus  -  zu  Altheim  165,30. 

Claus  410,15. 

Ü1  408,25.  467,5. 

Himmelspforte,  Porta  Ceili,  bei  Wyhlen 
(Baden),  Schweiz,  monasterium 
ordinis  Premonstratensis  Constan- 
ciensis  diocesis  648,20. 

Hippe  s.  Binzwangen. 

Hirlich,  Hirnlich  s.  Hundersingen. 

Hirsenruty,  Hirsrutin,  Hirsenrüty,  Hir- 
senrhti,  Under  dem  Talhof  ze  -  in 
dem  Tunow  riet  286,1.  577,30. 
601,5.  646,35. 

Hirschbühl ,  Hirspil,  Flurnamen:  Wis- 
flek  gen  -  104,20.  336,25.  491,25. 
595,10. 

Niderthalb  -  in  der  ow&  148,25. 

Einwohner : 

Burkhard  der  fischer  gen.  von  -  s. 
Fischer. 

Hainz  der  maiger  von  -  82,10. 

Cfr.  von  Älberti,  254/255  und  von 
Weech,  Codex  Salemitanus  I , 
494. 

Hitzhofer,  Mangolt  der  -  75,30. 

Hoher  s.  Hundersingen. 

Hobelir,  Hobpelir,  Hobpelier,  Hoppe- 
lirin,  Ruse  90,15. 

Raise  151,1. 

Wernz  107,35. 

Die  -  zu  Waldhausen  69,10. 

Hochdorf,  Gern.  Dächingen  OA.  Ehin¬ 
gen,  Renhart  von  -  96,5. 

Hohgerüt,  Hochgerut,  Hochgertith.  Si- 
verith  der  -  107,35. 

Haintz,  Hainz  -  zu  Ältheim  53,15. 
362,10. 

Hodorff,  Houdorf,  Howdorff  *.  Heudorf. 

Hofmaister,  hofmaister  (?),  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Brüder. 

Hoh,  Uff  -  gelegen,  uf  den  hohun 
88,30.  459,20. 

Hohenberg,  Hohemberg,  Gern.  Deilingen 
OA.  Spaichingen  114,5. 


Allgemeines  Register. 


733 


Hohenberg : 

Grafen  von  Albert,  Landrichter 

20,20. 

Burkhard  22,5.  23,5. 

Rudolfe  113,35;  S  114,10. 
Hohenfels,  Hohenvels,  hohen zollerisches 
OA.  Wald ,  Friderich  der  amman 
von  -  51,5;  cfr.  Locher  49. 
Hohenheim ,  Hohenhain  OA.  Stuttgart, 
Frizze  von  -  95,20. 

Hohenstein ,  Hohenstain,  Gern.  Ober¬ 
stetten  OA.  Münsing en,  Burch  ze  - 
307,20. 

Bentz  Kaybe  ze  -  gesessen  s.  Kaib. 
Hohen stojfeln,  Gern.  Binningen  BA. 
Engen,  Hornsteinscher  Obervogt 
zu  -  178,25. 

Hohentengen  s.  Tengen,  Hohen  -. 

Hoi  5.  Oyhof  (Sophienhof). 

Holbain  s.  Bavensburg. 

Hollin,  Adelhait,  Schwester  des  Bentze 
Wolfrat  von  Sulgen,  s.  Saulgau, 
Wolfrat. 

Holstetten,  Holsteten,  abg.  bei  Ertingen 
OA.  Biedlingen,  Hof  ze  -  120,30. 
127,15. 

Holtzstetten,  da  der  brunn  inne  stat 
338,10  (vielleicht  gleich  Holstetten ). 
Holzherre  s.  Hunder singen. 

Holtzwart,  Holtzwort,  Cunrat  208  30. 
Hainrich  136,15.  267,80. 

Altheim:  Cuntz  410,15. 

Werner,  Wernher  125,15.  135,35. 
159,5.  278,5; 

Werntz,  Wernher  und  Adelhait, 
seine  Kinder  135,35. 

Der  -  zu  Biedlingen  35,30. 

Enslingen :  Cuntz  der  -  179,25. 

Höne,  Hone,  Hon  s.  Hundersingen. 
Honhulwe  s.  Ohnhülben. 

Hopp  s.  Pfullendorf. 

Hoppelirin  s.  Hobelir. 

Horge,  Horge  286,1. 

Rudeger  der  -  75,5. 

Hörningen  s.  Herrlingen. 

Hornli,  Hornli  s.  Biedlingen. 


Hornstein,  Hornstain ,  Horcnstain, 
Hornenstain,  Horstain,  Hornstaine, 
Freiherrn  von  -,  Stammburg  im 
Laucharttal,  hohenzollerisches  OA. 
Sigmaringen.  Sie  zerfallen  in  eine 
ganze  Anzahl  Linien,  nennen  sich 
nach  einer  Masse  von  Orten  und 
sind  deshalb  schwer  auseinander¬ 
zuhalten.  Sie  kommen  bei  uns 
an  folgenden  Orten  wohnend  vor : 
Aszenhain  (Äsenheim),  Bittelschiess, 
1  ne  dingen,  Göf fingen,  Grüningen , 
Ileudorf,  Hornstein,  Neufra,Pfium - 
mern,  Schatzberg,  Wilflingen,  Zuss- 
dorf,  gesessen  zu  Saulgau,  Kon¬ 
stanz,  Biedlingen  (?)  183,1.  384,1. 
Dry  die  eitesten  532,10. 

Herman  23,35. 

Ludwig,  Ludwicus,  Ludewic,  46,25. 
76,30.  84,15.  187,5; 

Mangold,  Manze,  sein  Bruder  23,35. 

46.25. 76.30.  84,30. 96,5. 120,25. 
127,15. 187,5. 299,35 ;  8 127,20. 
146,5; 

Heinrich,  sein  Bruder  72,15.  74,15. 

84.30.  96,5.  120,25.  127,15’;  8 

127.20.  146,5; 

Hermann,  sein  Bruder,  rector  ec- 
clesie,  kilche  herre,  kircherre, 
kilher  von  Plochingen  (Blo¬ 
chingen)  OA.  Esslingen  und 
Seekirch  OA.  Biedlingen  72,15. 
74,10.  83,1.25.  84,30.  90,15. 
91,15.  99,35.  121,25.  136,10. 

143.30.  146,25.  155,1.  162,20. 
165,1.  173,20.  174,15.  178,15. 

406.25.  664,5.  665,1;  8  83,20. 

84.25.  87,30.  122,5.  146,5. 

147.20.  155,20.  173,25.  664,20; 
Johans,  sein  Sohn  664,15. 

f  Cunrat  49,1. 

Hermann  660,25. 

|  Hermann  265,25. 

I  Petrus,  Peter  41,30.  47,1.  87,20.  96,1. 
100,15; 

Peter  87,25.  100,15; 

Otte  87,25.  100,15; 

Helnmeli  87,25; 


734 


Allgemeines  Register. 


Hörnst  sin: 

Petrus : 

Hannes  87,25; 

Manegolt  87,25; 

Cunrat,  seine  Söhne  87,25. 

Cunrat  89,35; 

Hermann  89,35; 

Hannes,  drei  Brüder  89,35. 

Ounrat  der  Lange  76,30. 

Bitter  Johannes,  Hans,  Hannes,  Bruder 
des  Peter  (des  Älteren)  41,30. 

47.30.  51,1.  57,10.  58,5.  59,10. 

72.15.  74,15.  81,15.  84,15.  90,1. 

95,35.  98,1.  99,35.  101,25. 115,35. 
660,25;  S  55,15.  116,1; 

Hainrich,  sein  Sohn  115,35. 
Hermann  rector  in  Snaisanch  S  101,30. 
116,1. 

Ounrat  vogt  ze  Sigmaringen  174,15; 
Herman,  sein  Bruder  152,1.  154,30. 
159,10.  163,5.  174,15.  223,35. 
301,5; 

Johans,Hans  157,25. 158,5. 163,5. 
164,5  (B.  zu  Biedlingen). 

223,35.  324,15; 

Margaretha,  dessen  Kinder  301,5 ; 
Katherin,  Anna,  ihr  bruder  tohter 

301,5. 

Cuntz  338,10. 

Ounrat  385,10;  S  385,15. 

Herman  432,15.  437,15; 

Haintz,  sein  Sohn  432,15 ;  S  433,5 ; 
Bitter  Chünrat,  sein  Sohn  437,15 ; 
6'  438,30. 

Cunrat  564,5. 

Ludwig,  Lutz,  Bitter  310,1.  335,20. 

342.15.  347,25.  385,15.  415,35. 

422,20.  468,5.  476,1;  £  346,5. 

348,5.  385,15.  416,10.  417,15. 

423.30.  477,35; 

Agnes  von  Maugenbüch,  seine  Mut¬ 
ter,  s.  Magenhuch. 

Ludwig  565,30; 

Ulrich,  sein  Sohn  565,30. 

Lutz  609,30.  656,5; 

Cunrat,  sein  Sohn  609,30 ;  S  610,25. 
Clara  von  Wiler,  Lutzen  Witioe 

656,5. 


Hornstein : 

Ritter  Joantz  545,15;  S  546,1. 
Herman  265,25;  S  266,20. 

Hainrich  351,15; 

Gut,  diu  von  Aehtertingen  genant 
ist,  sein  Weih,  s.  Echterdingen. 
Ludwig  632,35; 

Fr . . .  von  Sultz,  sein  Weib,  s.  Sulz. 
Annas.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen; 
Gut  diu  Herterin,  ihre  Schwester 

255,20.  302,25.  350,15; 
Herter,  ihr  Mann,  s.  Herter. 
Agnes  s.  Heilighreuztal,  Äbtissinnen. 
Benigna,  Gretha  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Anna  vom  Stain  von  H.  geboren  657,5. 
Katherin  von  H.  die  man  nemmet  die 
von  Bach,  s.  Baach. 

Clara  der  Abtissin  Adelheid  Bruder¬ 
tochter,  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Gesessen  zu: 

Asenheim,  Asenhain :  Cuntz  von  H.  zu 
-  gesessen  545,20.  583,30.  619,1 ; 
£  546,1.  585,1.  620,10. 

Hans  von  H.  ze  -  95,35; 

Anna  und  Ursella,  seine  Töchter 

95,35. 

Bittelschiess ,  Buttelschiess,  Bittel- 
schüess,  Büttelschiess :  Bentz, 
Benedictus  von  H.  von  -  265,25. 
357,15;  S  266,20.  358,15. 
Berchtolt,  Bertoldus  von  H.  zue  - 
der  elter  545,20;  S  601,15. 
Ritter  Cunrat,  Conradt  vonH.  gen.von 
-  545,15. 583,25. 592,15. 608,25. 
628,35;  £546,1.585,1.610,25; 
Berchtolt,  Bentz  von  H.  von  -, 
ze  Grüningen  gesessen,  junk- 
herr,  sein  Sohn  592,15. 

601,15.  603,35.  608,25.611,5. 

612,20.  628,35;  S  546,1. 

601,15.  610,30.  629,10; 
Hänslin,Hansly,  sein  Sohn 608,25. 
628,35 ;  S  610,30.  629,10. 
Bentz  von  H.  von  -  609,30; 

Lutz  609,30;  £  610,20; 

Hanns  609,30;  £  610,30; 


Allgemeines  Register. 


735 


Hornstein : 

Bittelschiess : 

Bentz  von  H.  von 

Ulrich,  seine  Söhne  609,30;  S 

610,30. 

Adelhait  von  H.  von  -  s.  Heilig¬ 
kreuztal ,  Äbtissinnen. 
Konstanz,  Kostentz :  Ritter  Hans  von 
H.  ze  -  gesessen  347,5;  S  348,1; 
Mangolt,  sein  Bruderssohn  347,15. 
j Ehslingen:  Des  von  -  müli  563,20. 
Kriedingen,  Fridingen :  Hans  von  H. 

ze  -  gesessen  S  294,20.  309,20. 
Göfßngen ;  Hans,  Hanns  von  H.  ze  - 

231.20.  233,20.  274,5.  310,1. 

317.25.  342,20.  347,30.  353,30. 

370.25.  415,35.  463,25.  477,35; 
S  233,35.  324,20.  346,10.  348,5. 

403.20.  416,10.  423,20.  450,20. 

464.1.  478,5. 

Anna  von  H.  von  -  s.  Heilig¬ 
kreuzte il,  Äbtissinnen. 

Ursel,  Ursulla  350,10.  466,15. 

Diu  von  Gr.  ze  Grüningen  gesessen 

364,25. 

Grüningen:  Cün,  Cünrat,  Chünrat  von 
H.ze-,  Ritter  188,5. 194,1.234,15. 

236.5.  237,15.  274,5.  316,15. 

321.5.  347,25.  353,25.  358,35. 

369.35.  385,40.  395,25.  448,30. 

452.1.  463,5.  466,35.  467,30. 

470.35.  477,1.  478,15.  494,10. 

502,30.  503,15.  540,35.  542,1. 

543.20.  547,5.  554,20.  569,10. 

630.5.  643,5;  S  194,10.  235,1. 

236.35.  316,20,  321,10.  325,30. 

348.5.  355,20.  871,1.  398,35. 

450,15.  452,30.  463,35.  467,15. 

470.25.476.1.477.35.495.1.503.5. 

511,10.  541,30.  542,10; 

Anna,  sein  Weib,  s.  Kaib ; 

Katherin,  Kathrin  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen ; 

Hatza  von  Stainhülw,  ihre  Töchter, 
s.  Heiligkreuztal ,  Klosterfrauen; 
Cünrat  369,35. 422,35. 448,30. 452,5. 

477,25;  £871,1. 450,15. 452,30; 
Hans,  ihre  Söhne  369,35.  448,30. 


452.5.  463,5.  466,35.  467,30. 

494.15.  503,1.  554,20.  569,10 
(burger  ze  Rütlingen).  633,5;  S 

371,1.  450,15.  452,30.  463,35. 

467.15.  478,1.  495,1.  503,5. 

542,10.  556,10.  569,20. 

S.  auch  Hornstein,  Bittelschiess. 

Hornstein : 

Heudorf:  Mantz,  Mangoldus,  Ritter 

324,10.  326,5.  423,5.  477,35. 

548,30.  621,15;  £324,20.423,20. 

548,35.  621,5.  622,5.  669,10. 
Ritter  Rudolf  von  H.  ze  -  gesezzen 
2u6,20.  219,35 ;  £  220,5. 
Hornstein :  Hermann  von  H.  ze  -  ge- 
gesessen  506,1; 

Cüntz,  sein  Sohn  505,40 ;  £  507,30. 
Haintz  456,15;  £  456,35. 

Mantz  von  H.  ze  -  gesessen  342,20; 
£  346,10. 

Neufra:  Hainrich  von  H.  ze  -  ge¬ 
sezzen  206,20.  300,10.  381,25; 
Hainrich,  Ritter  206,20.  274,5. 

299,30;  £  300,20; 

Ludwig  299,30 ;  £300,20.398,35. 
470,25; 

Hans  297,50.  299,30.  347,30;  £ 
300,20. 324,20. 325,30. 348,5; 
Agnes,  jungfrow,  seine  Kinder 

381,25.  419,25. 

Ritter  Ludwig  581,25.  620,20;  £ 
584,40.  669,5; 

Ludwig  545,20.  581,30.  620,20; 

£  546,1.  585,1.  621,5; 
Hannmann,  seine  Söhne  620,20; 
£  621,5. 

Pflummern  :  Ritter,  Hans,  Johans  von 
H.  von  -  94,5. 

Hans  242,20.  245,30.  274,5.  286,20. 

297.5.  310,1.508,30;  £209,10. 

246,30.  287,15.  542,25; 

Dü  von  Mettingen,  seine  Tochter, 
s.  Mettingen. 

Reutlingen,  Rütlingen :  Hanns  von  H. 
von  Grüningen,  burger  ze  -, 
s.  Hornstein,  Grüningen ,  Hans 
von 


736 


Allgemeines  Register. 


Hornstein : 

Saulgau:  Hans  von  H.  ze  -  sesshaft 

326,5. 

Schatzberg  und  Wilflingen  (die  Li¬ 
nien  Schatzberg  und  Wilflingen 
gehen  ineinander  über):  Bitter, 
Hans  von  H.  v.  W.  76,30. 
Katherin  213,35 ; 

.  .  .  von  Tierberg,  ihr  Mann ,  s. 
Tierberg  ; 

Hainrich,  ihr  Bruder  147,30. 185,20. 

205.35.208.30.  210,15.  213,20. 

250.30.  276,1.  297,5.  325,1;  S 

185,20.  214,10.  251,30; 

Katherin  von  Hasenstein,  dessen 
Weib,  s.  Hasenstein. 

Hans,  Johans  v.  H.  von  W., 
von  Schatzberg,  ihr  Sohn 

205.35. 208.30. 210.15. 213.20. 
229,10.250,35.324,35.386,25. 

463. 1 0. 468.35. 545.20. 552.30. 
658,5. 668,5;  £206, 15. 251,30. 

325.30.  470,20.  546,1.  581,10. 
659,5 ; 

Elizabeth  vom  Stain,  sein  Weib, 
s.  Stein; 

Elizabeth,  Elisabfet,  Elizabett, 
Elspeth  vom  Rain,  B.  zu 
Mengen  und  Überlingen,  ihre 
Tochter  469,1.  528,5.  530,35. 

533.25. 534.15. 567.15.570.20. 
600,5. 667,35 ;  £470,25. 533,1. 
534,35.  569,1.  669,1; 

Cunrat  vom  Rain,  deren  Mann, 
s.  Bain  ; 

Hainrich  469,10.  668,5; 
Berchtolt,  deren  Brüder  386,35. 
Hansz  468,35.  531,5.  533,25.  534,15. 

552.30.  583,25.  600,5.  609,30. 
618,35.  625,40.  646,5.  647,15. 

658.5.  667,35;  £372,20.470,20. 

533.5.  534,1.35.  585,1.  601,10. 

610.30.  620,10.  621,5.  638,15. 

645.30.  647,1.  35.  659,5.  669,1 ; 
Agnes  von  Neuneck,  sein  Weib, 

s.  Neuneck; 

Hainrich  und  Hans,  ihre  Söhne 
658,5;  S  659,5. 


Hornstein : 

Zussdorf,  Zustorf:  Ritter  Hermari 
von  H.  ze  -  gesessen  342,15; 
S  346,10. 

Cfr.  Kindler  v.  Knobloch  2, 11b] 137. 
Horwer,  Ruf  der  -  342,20.  346,10. 
Howdorff,  Ho udorf  s.  Heudorf. 
Howdorffer  s.  nach  Heudorf. 

Howen  s.  Hewen,  Hohen-. 

Howenschilt  s.  Biedlingen. 

Huber,  Hubaer,  Huber,  Huber,  Huberin 
45,25.  559,25. 

Sifrid  der  -  157,35. 

Binzwangen:  Des  -s  gut  20,30. 

Drei  Geschwister:  Gisel,  Adelhait 
253,30; 

Hainrich  226,15.  253,30. 
Friedingen :  28,5.  206,10. 

Grüningen:  Bentz  der  -  643,10. 
Heiligkreuztal:  Grete  die  -  s.  Heilig- 
kre  uztal,  K losterf rauen . 
Hainrich  der  -  s.  Heiligkreuztal , 
Einwohner. 

Mengen:  Cuntz  der  -,  B.,  553,5. 
Bavensburg :  Oünratder-,  B.,  306,5. 
Anna,  sein  Weib,  Schwester  des 
Cunrat  des  Butzikovers,  s.  Beiz- 
kofen. 

Biedlingen:  370,15. 

Sifrid  der  -  157,35.  163,20. 

Sigge  der  -  211,15. 

Claus  der  -  653,15. 

Hainrich  der  -  287,30. 289,10.  487,5. 
Haintz  der  -  554,30; 

Irmel  die  -,  sein  Weib ,  B.,  554,30. 

640,5.  643,5; 

Michel,  Ann  554,30.  643,5; 
Bet,  ihre  Kinder  554,30.  643,5  ; 
Ott  der  Farer,  deren  Mann,  s . 
Farer. 

Zürich:  Adelheit  560,10; 

Hainrich  Zuber,  ihr  Mann ,  s.  Zürich, 
Zuber. 

Huc,  C.  dictus  -  s.  Friedingen. 

Hukli,  Hugklin  s.  Hundersingen. 
Huldstetten,  Hulfstetten,  Hulstetten  OA. 
Münsing en,  Einwohner ;  Einer  von 
-  370,10. 


Allgemeines  Register. 


737 


Huldstetten : 

Einwohner : 

Walter  von  -  75,25. 

Schüler,  Cunrat  67,10. 

Stähelin,  Cunrat  s.  Stähelli. 

Hulling,  Hullink,  Hüllinch,  Hüllig,  Hül- 
ling,  Hüllin,  Hullin,  Buggen  -es 
wip  69,15. 

Altheim:  107,25.  153,15.  154,10. 
Bugg  467,10. 

Burkart,  Burchart  82,10.  117,15. 
143,35.  223,5; 

Adelhait,  seine  Tochter  117,15; 
Dietrich  Knolle,  deren  Mann, 
s.  Knoll. 

Johannes,  Hannes,  dictus  -  107,35. 
165,30. 

Eberli  -  maiger  ze  Fridingen  378,25. 
Riedlingen:  Burkart  556,35. 

Pfaff  Hans  -  von  Rüdlingen  hurtig, 
Pfarrer  zu  Grüningen  592,15. 
Ruf  381,30.  383,15.  481,1. 

Humel  s.  Hundersingen. 

H  ander  singen,  Hundersingin,  Hundersin, 
Hudersingen  an  der  Tunow,  OA. 
Riedlingen  12,1.  28,20.  35,30.  71,5. 

73.1.  93,30.  104,20.  121,20.  210,20. 

253.30. 281.10. 290.10. 335.20. 642.1. 
669,25.  670,1.10. 

Dorffrecht  504,25. 

Vischentz  uff  der  Tunow  und  uff  der 
Ostrach  504,15. 

Örtlichkeiten : 

Kirche,  Under  der  -n  71,15.  73,15. 
Lieht  der  -n  71,20.  73,15. 

Die  halligen  327,15. 

Geistliche : 

Kirchherr,  kircherr,  kirchern,  Hans 
der  -  346,30. 

Hans  Nüschler  S  595,20. 

Johannes  Mistler  621,20;  S  622,5. 
Hans  Äbli  667,20. 

Kirchhof  25,5. 

Secho  hus,  Bi  der  -  42,15. 

Büngart,  Der  ober  -  im  dorfe  69,35. 
Burgstal  670,10. 

Brücke,  brugge,  brügglin,  in  dem  riet 

512,5.  624,25. 

Wtirtt.  Geschichtsquellen  IX. 


Hundersingen : 

Örtlichkeiten : 

Brücke :  In  der  hirsrütin  by  dem 
staininn  -  601,5. 

Das  Rönne  gütli  bi  der  -  42,10. 
Einwohner : 

Augstman,  Markli  634,10. 

Baiger,  Cüntz  der  -  s.  Baier. 
Beizkofen,  Hainrich  und  Hans  von  - 
s.  Beizkofen. 

Beller  s.  Beller. 

Bingus,  Cüntz  624,20.  627,25. 
Blankin,  Die  s.  Blank. 

Boiler,  Cuntz  der  -  672,20. 

Broge,  Bentz  s.  Brog. 

Buwenburg,  Bumburch,  Buwenburger, 
Cunrat,  Wernher  von  -  ze  H.  ge¬ 
sessen  s.  Buwenburg. 

Buwman,  Dietz  der  -  618,20. 
Kelnerin,  Mehthilt  die  -  s.  Keller. 
Crützer  s.  Crützer. 

Kümmerli,  Kümerlin,  Kumerlin,  Contz 

618.5. 

Ütz,  Utz  504,15.  671,10. 

Walther  504,15. 

Küngunt,  Hans  254,30. 

Diether,  Haintz  671,5. 

Dietrich,  Haintz  s.  Dietrich. 

Eberli  der  vischer  424,5. 

Flure,  Cunrat  250,15.  254,30.  290,5. 
Haim,  Haym,  Bentz  504,15. 

Haintz  403,10.  672,20. 

Hainricus  de  -  11,10. 

Hainricus  de  -  11,10. 

Harlung  s.  Harlung. 

Hirlich,  Hirnlich,  Hyrlich,  C.  dictus 
-,  Cunrat,  Cunrat  33,35.  52,1. 
65,25. 69,20. 30.  71,20.  73,20. 80,1. 
81,10. 123,15. 124,20. 290,5. 403,5; 
Engelburge,  sein  Weib  34,1. 
Hoher,  Hainrich  der  -  89,20. 
Holzherre,  Ulrich  der  -  225,10. 

H6n,  Hone,  Honin,  Höne,  Bentz  250,15. 

290.5. 

C.  123,5. 

Diu  -  232,1. 

Hukli,  Hügklin,  Ruf,  Ruff  504,20. 
671,15. 

47 


738 


Allgemeines  Register. 


Hander singen : 

Einwohner: 

Humel  671,10. 

H.  von  -  34,1. 

Locher,  Waltz  der  -  623,5. 

Lunberg,  Der  von  -  hus  186,20. 
Maiger,  Cünrat  der  -  s.  Maier. 
Marklin  s.  Maerkli. 

Maulerin,  Malerin,  Der  -  hoffstatt 

618,15.  671,15. 

Mültscher,  Mültscherrin,  -ren  garten 
71,20.  73,15. 

Eis  618,10. 

Naigelli,  Hainrich  98,10. 

Nantzing  s.  Mengen ,  Näntzing. 
Ortolff,  Hermann  504,15. 

Otte,  Werntz  s.  Otte. 

Pfiffer  5.  Pfiffer. 

Rnfin,  Der  -un  hofstat  618,15.  671,15. 
Schilling,  Dess  -s  brüel  358,15. 
Eberli  254,30. 

Haintz  504,15. 

Schühlin,  Haintz  -s  hoff  s.  Schüchlin. 
Stoll,  Dietrich  s.  Stoll. 

Suter,  Des  -s  gut  s.  Suter. 

Swartz,  Bentz  der  -  s.  Schwartz. 
Trefs,  Treffs,  W  ernher,  W  erntz,  W  ernli 

108.10.  254,30.  346,30. 

Trut,  -en  sun  671,10. 

Waltz  504,15. 

Tücher,  Tücher,  Berchtolt  s.  Tücher. 
Weber,  Utz  der  -  s.  Weber. 
Wernherus  de  -  miles  11,10. 
Wischer,  Hainrich  der  -  42,10. 
Wissin,  Der  -en  hoffraiti  s.  Wise. 
Zainer  53,1. 

Zainler,  Rüf  594,10. 

Zimmerman,  Zümmerman,  Hans  der  - 
s.  Zimmerman. 

Zürne,  Albreht  der  -  s.  Zürn. 
Flurnamen : 

Aich,  Under  der  -  512,5.  624,20. 
Aemphingerin,  In  der  -en  s.  Ämpfinge- 
rin. 

Au,  owe,  owe,  ow6,  Uff  der  -,  ufen  - 

42.10.  235,15.  512,5.  624,20. 

Ul  der  -  zwischan  den  krippen 
und  der  kaltun  Altachun  424,5. 


Hundersingen : 

Flurnamen : 

Au,  Ufen  der  -  da  man  gen  Maegen 
gat  124,25. 

Beuren,  Bürron,  Burun,  Bürrun,  Burer, 
Burrer,  Btirer,  -  bach  123,10. 

-  staige  123,10.  253,5. 

Strasz,  diu  g'at  gen  -,  an  dem  wege 
da  man  gen  -  gat  123,5.  484,10. 
35.  491,25.  595,10. 

Esche  gen  -  zwischen  den  wegen 
232,1. 

Boltstainach  71,15.  73,15. 

Bon,  An  den  ul  den  -  123,15. 124,25. 
Bongarten,  Dez  plaffen  -  336,30. 
Boppen,  Ennund  dem  -  390,25. 
Braitwidach,  In  -,  uff  der  Ostrach 

490.10.  537,10. 

Brüel,  Dess  Schillings  -  358,15. 
Buchloh  403,15. 

Büg,  Der  260,25. 

Biuhel,  buhel  123,15.  235,15. 
Burgent,  Burgaende  s.  Bürgend. 
Kessel,  In  dem  -  424,15. 

Kreuz,  crtize,  crütz,  crücze,  cruce,  Bi 
dem  -,  an  dem  zile  124,20.  390,25. 
Ennant  des  -s  123, H). 

Oberhalb  dem  stainin  -  160,15. 
Drin  orten,  Zü  den  -  403,15. 

Espan,  An  dem  -,  gen  dem  -,  uffe 
daz  -  42,10. 123,10. 124,25.  232,1. 

235.15.  253,5.  254,25.  336,30. 
578,30. 

Velden,  Uf  den  -  231,35. 

Fihwaide  553,10. 

Verreun  stage,  verun  staige,  verren 
staig,  An  der  -,  bi  der  -,  uf 
die  -  98,10. 123,10. 491,30. 595,15. 
Fürban,  furban,  Hinder  dem  -  gen 
dem  buchloh  403,15. 

Weldelin  genant  der  -  669,30. 
Füssstig  gen  Mengen  424,10. 

Hag,  hage,  hagen,  haugen,  haggen, 
hauggen,  an  der  Stellung,  an  der 
Thonaw,  Hinder  dem  -,  hinderm  -, 

98.15.  336,30.  483,10.  20.  495,15. 

496.10.  499,30.  517,1.  528,25. 

537.10.  564,1. 


Allgemeines  Register. 


739 


Hundersingen : 

Flurnamen : 

Hailigen  akker,  Der  336,30. 

Hailigen  wise,  Der  bi  der  Ostrachun, 
an  der  Ostrachen  256,30.  259,15. 

481,20.  490,10. 

Herstras  338,10. 

Hirspil,  Gen  Wisflek  gen  -  s. 
Hirschbühl. 

Hirsrüti,  In  der  -n,  unter  dem  Tal¬ 
hof  by  dem  staininn  brügglin 
601,1.5;  s.  auch  Hirsenruty. 
Hofwies,  Im  obern  riet  an  der  -  601,1. 
Holderstok  346,20. 

Juhan,  Uff  den  -  578,35. 

Lang  acker  ennund  dem  boppen  390,25. 
Leh,  Am  -  186,20. 

Lützelbach,  Luzelbach,  An  dem  -  97,30. 
98,15.  123,5.  254,25.  336,25. 

491.25.  512,5.  516,20.  578,30. 

595,10.  624,20. 

Der  lang  acker  bi  dem  -  390,30. 
Medeln  wise  481,25. 

Mose,  Bi  dem  -  124,25.  512,1.  624,20. 
Mülstatt  481,25. 

Osterholz,  osterholze,  osterholtze, 
Vor  dem  -,  bi  dem  -  der  ger 
69,35.  123,15.  390,25. 

Ostrach,  An  der  -en  481,20; 
s.  auch  Braitwidach  und  Hailigen 
wise. 

Pferrich,  Pherrich  15,5.  516,25. 

Ried,  Riet,  Im  -  am  rincgse  512,5. 

516.25. 

Rain,  Uff  dem  hohen  -  491,25.  595,15. 
Sonderholtz,  sunderholz,  ob  dem  bom, 
gern  loh  gern  Bürrer  bach  142,10. 
232,1.  512,1.  516,25.  624,20. 
Soppen,  In  dem  -  512,5.  624,5. 

Spitals  akker,  Dez  -  von  Maengen 
578,30. 

Stainach,  Im  -  104,20.  601,5. 
Staingruben,  In  den  -  669,30. 
Swaighof,  Swaichofe,  Im  -  669,30. 

Die  ha]  den  hinder  dem  -  669,30. 
Tufen  weg,  Bi  dem  -  123,15. 
Ufgeworfen  weg,  Der  553,10. 
Underwasser,  In  dem  -  336,25.  497,10. 


Hundersingen : 

Flurnamen : 

Widern,  Daz  holtz  daz  man  nempt 
die  -  618,20. 

Winkel,  wingkel,  In  dem  -  375,25. 

549,10. 

Wolffzbom,  Wolfzbäm,  Bi  dem  -  an 
der  verren  staig  491,30.  595,15. 
Hundubel  s.  Mengen. 

Hunt,  Wernher,  Wernze  der  -  123,25. 

124,10.  155,30. 

Huntbiss  s .  Ravensburg. 

Hürdaer,  Hainrich  der  -  316,1. 
Huscberch,  dbg.  bei  Rinzwangen  OA. 
Riedlingen  8,15. 

Husen,  Hainrich  von  —  s.  Reutlingen. 
Huser,  Huserin,  Bentz  der  -  ze  Gysingen 
dem  dorff  510,35. 

Adelhait  diu  -,  B.  zu  Riedlingen  574,5. 
Husser  280,20. 

Hüter,  Hoter,  Huotter,  Huoter,  Huttaer, 
Des  -s  hof  zu  Andelfingen  17,1. 
Binzwangen :  Hainrich  der  -  21,1. 

188,20. 

Hainrich  der  -  zue  Ensslingen  9,25; 
Vier  Brüder:  Heinrich  der  -  von 
Veringen  17,5; 

Herman,  Herman  und  Berthold  17,10. 
Hanrich,  Hainrich  der  -,  B.  zu  Mengen 
50,5.  58,5.  60,20. 

Hutzel  s.  Herbertingen. 

Hylarius,  s.Hylarien  tag,  13.  Jan.  276,5. 
301,15.  373,25.  508,20.  509,20. 

519.25. 523.30. 547.30. 637.5. 667.25. 
H.  der  cappelan,  viceplebanus,  luprister 

s.  Riedlingen ,  Kirche. 

H.  pilliator  51,35. 

I.  J. 

Jacli,  Jäkeli  s.  Waldhausen. 

Jakobus ,  Jacobus,  s.  Jacobs,  Jacobz, 
Jacobes,  Jakobes,  des  zwelfbotten, 
des  merren,  tag,  tage,  abent,  abent, 
aubent,  in  dem  h&wat,  festum  b. 
Jacobi,  in  vigilia  b.  -  appostoli 
25.  Juli,  76,35. 150,20. 171,1.  201,25. 

218.25.  219,5.  227,15.  257,10.  285,5. 

356,20.  441,1.  494,30.  537,35..  544,1. 


740 


Allgemeines  Register. 


573,5. 576,15. 577,10. 580,30. 582,20. 
588,40.  618,30. 

Jeronimus  s.  Hieronymus . 

*. Tetikofen ,  Utkoven  OA.  Saulgau  661,35. 
Im  bongarten  s.  Altheim. 

Ime  s.  Stuttgart. 

Immeli,  R.  u.  Cunrat  78,1. 

Immenrode,  Gern.  Fellbach  OA.  Cann¬ 
statt  13,10. 

Inaringen  s.  Inneringen. 

Indelhausen,  Undelhusen  OA.  Mün- 
singen,  Burkhard  20,10. 

Kelhunt  20,15. 

Knapp,  Hiltelins  -en  mansus  20,15. 
Konrad  von  -  20,15. 

Ulricus  dictus  Celler  de  -  s.  Keller. 
Volko  20,15. 

In  dem  vurte  s.  Andelfingen. 

In  dem  hove,  An  dem  hofe,  Hainrich 
s.  Völlkofen. 

In  der  gassun,  Eberhart  s.  Binzwangen. 
In  encgazzen,  enggassen,  endgasson  s. 
Friedingen. 

Ineringen  s.  Inneringen. 

Ingstetten,  Incstettin,  Igstetten  OA. 
Münsingen,  Walter,  Walther  von 
-  24,30.  25,1.  26,20.35.  27,10.  57,1; 
Walter,  Walther,  sein  Sohn  25,1. 

27,10.  57,1.  92,30.  93,10. 

Inhart  s.  Einhart. 

Inneringen,  Ineringen,  Inaringen,  uf 
der  Albe,  hohenzollerisches  OA. 
Gammertingen  174,1. 

Rector  ecclesie:  Burcarth  von  Jungin¬ 
gen  s.  Jungingen. 

Einwohner : 

Adelhaid  von  -  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Yärwer  s.  Färber. 

Vascansi  366,20. 

Vierdung,  Cunrat  366,10; 

Johans,  sein  Bruder  366,10. 
Frhmin  570,25. 

Des  hafners  gesäss  366,25. 

Hegger,  Hainrich  der  -  366,15. 
Rhhin,  Hainrich  der  -en  sun  bi  dem 
brunne,  s.  Ruh. 

Sturmli,  Johans  366,20. 


Inneringen : 

Einwohner : 

Tunfridin,  Gisele  die  -  56,15.  96,15 ; 

Rudolf,  Rufe,  ihr  Sohn  56,15.  96,20. 
Walh  5.  Walch. 

Zimmerman  s.  Zimmerman. 

Innocenz  IV,  Papst  ( 1243 — 1254).  4,5. 
7,1.  20. 

Joch,  Jocher  s.  Riedlingen. 

Johannes  Baptista,  der  Täufer,  nati- 
vitas  s.  J.  B.,  s.  Johannes,  s.  Jo¬ 
hans,  Johannes,  Baptisten,  Batt- 
zisten,  Baptistin,  deztoffers,  tofars,. 
doufferz,  toffers,  toufferz,  tofers,, 
tag,  abent,  abint,  hochzit,  zi  sun- 
gihtin,  den  shngiht  tag,  ze  shn- 
giht,  süngihten,  süngiden,  stinn- 
juchten,  sunwiden,  dem  man 
nemmet  ze  sünewinden,  ze  sun- 
wenden,  sünwenden,  sünwendi,. 
sünwidem,  sunwiden,  sunnwendi,, 
24.  Juni  38,15.  45,5.  80,5.  114,30. 

120.35.  127,20.  153,30.  176,10. 

192,10.  211,35.  218,35.  222,25. 

226,30.  240,30.  241,35.  248,35. 
262,20.  269,10.  295,15.  326,20. 

327.20. 355.1. 386.15. 419.35. 420.35. 

438.35.  484,5.25.  494,25.  508,10. 
533,10. 534,5. 552,40.  553,15.  593,5. 

617.35.  664,1.  20. 

S.  -  münster  s.  Heiligkreuztal,  Ört¬ 
lichkeiten. 

S.  -  ampt  s.  Heiligkreuztal,  Licht. 
Decollacio  -,  uf  den  tag  az  -  enthoptot; 
wart,  29.  Aug.  176,10.  364,25.. 

508,10. 

Johannes  Evangelista,  s.  -,  s.  Johansen 
Ewangelisten,  s.  Johan  E wangelist,, 
s.  Johans  Ewangelist,  in  den  wihe- 
nähten,  der  hailige  ewangelist,  s. 
Johans,  tag,  27.  Dez.  114,30.  281,10. 

458.35.  508,10.  528,20. 

S.  Johans  tak  dem  man  spricht  anto 
portam  Latinam,  6.  Mai  169,5. 296,5. 
J ohann  X  XII,  Papst  (1316-1 334)  1 7 6,30. 
Joich  s.  Friedingen. 

Isikofen,  Isikoffen,  hohenzollerisches  OA.. 
Sigmaringen  280,20. 


Allgemeines  Register. 


741 


Ittenhausen,  Ittenhusen,  das  wiler,  OA. 
Riedlingen  396,10. 

Bramer  392,10. 

Varndorf  396,10. 

Warntal,  Bentz  392,10. 

Ittenhuser,  Itenhuser,  Ittenhnserin,  Iten- 
huserin,  Hans  der  -  377,5. 
Altheim:  354,25. 

Enslingen:  Haintz  der  -  179,25. 
Herbertingen:  Hainrich  der  -  amman 

106,25. 

Riedlingen:  279,15. 

Der  -  bongarten  279,10. 

•  Katherin,  B.,  264,20.  267,5. 
Juliana,  an  sant  Julianun  tag,  16.  Febr. 
183,15. 

Jungingen ,  Junggingen,  Jüngingen  im 
Killertal,  liohenzollerisches  OA. 
Hechingen,  Herren,  Edle  von  - 
7,30.  40,1.  266,30.  351,25.  368,15. 

405,10. 

Siwirtt  capelan  der  von  -  39,35. 
Burkhard  von  -  14,25; 

Adelheid,  sein  Weib,  Schwester 
Bertholds  von  Fronhofen  14,25. 
Burkhard  von  -,  der  Ältere  18,1. 
Eberhart  von  -  9,25. 

Eberhard,  Eberhart  von  der  Jüngere, 
Ritter  18,1.  25,10.15.  27,1.  39,15. 
42,30.  50,5;  S  39,30.  50,10; 
Burcarth  der  kirichherre,  rector 
ecclesie  zu  Inneringen  39,20; 
S  39,30; 

Burcarth,  Burchart,  Burkhart  der 
laige,  seine  Söhne  39,25.  174,1. 

230.20.  265,5.  269,5.  273,25. 
280,10.301,20.304,30;  £280,85. 

266.20.  269,5.  274,10.  280,25. 
301,30 ; 

Hans,  deren  Bruder  174,1.  269,5. 

273.25. 280.10.  304,30;  £269,5. 

274.10.  280,25. 

Des  Burchart  Söhne:  Burchart 265,5. 
280,10;  S  266,20.  280,25; 
Wolfgang,  Wolffgang,  Volfgang, 
Wolff  280,10.  357,15.  387,20. 

573,25.  575,1.  576,35;  S 

280,25. 357,35.387,30.575,20. 


Cfr.  Kindler  v.  Knobloch  II, 
215—218. 

Justingen  OA.  Münsingen  191,25. 
Kircherre,  kilchere:  Johans  191,25. 

Rüdolf  72,20.  74,10. 

Herren  von  Anselm  6,30.  8,5. 11,15. 
12,1.  15,5.  16,25.  17,1.5.  18,1. 
20,1  (der  lange).  25.  24,1.  28,10. 
20.  30,1.20.25.  34,5.  659,20; 
Willebirgis,  seine  Mutter  12,1. 15,5; 
Bertha,  sein  Weib  12,1.  15,5.  20,25. 
659,20; 

Adelheid  12,1; 

Willebirgis  12,1.  20,25; 

Liugardis,  ihre  Kinder  20,25. 
Anselm,  Anshalme,  Anshalen  12,1. 
15,5.  20,25.  30,25.  60,15.  69,5.  30. 

70.35.  72.35.  82,25.  659,15;  S 

69.25.35.  72,5.  82,30.  660,15 
(quo  pater  meus  et  ego  utimur); 

Haylig,  Hailg,  sein  Weib  71,1.  73,1. 
Anselm,  Anshäl,  Anshain,  ain  vrier 
herre,  ain  frige  124,20.  145,10. 

189.25.  191,15.  30.  212,20.  257,1 ; 
S  99,35.  124,30.  145,15.  191,20. 

212.25. 

Albret  und  Cunrat  von  Stoffeln  ze 
-  geseszen  s.  Stöffeln. 

K.  5.  €. 

L. 

Lachun,  An  der  -  148,25. 

Laver  s.  Ertingen. 

Laga,  In  lata  -  quod  wlgariter  dicitur 
Wiette  Riet  98,35. 

Lagaer  s.  Munderkingen. 

Lägeller  s.  Enslingen. 

Laitgast  122,35. 

Lampertsweiler,  Laempherzwiller,  Lam- 
prechtzwiler  OA.  Saulgau  36,15. 
Landau,  Landowe,  Landeowe,  Landaw 
Landow,  Landowe,  Landove,  Land¬ 
ow,  Landevve,  Landeowß,  uf  der 
Tunowe,  heute  Landauhof,  Gern. 
Binzwangen  OA.  Riedlingen  19,25. 

28,35.  29,5.  25.  58,5.  157,1.  160,15. 
283,5.  436,1.  581,5.  601,5. 

Ze  -  in  der  bürg,  burch,  sub  Castro, 
die  ow,  owe,  owe  linder  -,  in 


742 


Allgemeines  Register. 


wengnn  under  61,10.  125,20. 
161,30.  283,5.  295,1.  296,15.  30. 

304.5.  341,10.  463,10.  467,30. 

490.35.  540,20.  646,10.  661,20. 
Landau: 

Die  müli  diu  gen  -  hört  341,15. 
Vischentz  an  der  Tunow  ze  -  341,15. 

670.5. 

Sennewise  19,30. 

In  dem  riet  oberthalb  -  under  dem 
Talhof  in  dem  kessel  by  dem 
staininn  krdtz  582,1. 

Nach  der  Burg  Landau  nennt  sich 
das  Graf  engeschlecht  derer  von 
Landau  -  Grüningen  -  Württem¬ 
berg  29,5.  125,20;  cfr.  Stalin, 
Wirtemb er gische  Geschichte  III, 
712 — 718;  s.  auch  Grüningen. 
Der  von  -  holtz  231,15. 

Grafen  (Bitter): 

Eberhardus  canonicus  Curiensis  40,15; 
S  40,30; 

Ludwig,  Lute  wie,  canonicus  Augusten- 
sis , Brüder  29,1. 25. 60,15 ;  S 60,30. 
Konrad,  Cünrath,  Cimraht  29,1. 15. 20. 

33.35.  40,15.  57,30. 58,25. 60,5. 35. 

62.10.  151,1;  S  34,10.  38,15. 

40,25.  49,25.  58,10.  59,5.35. 

61.10.  660,15; 

Eberhard,  Eberhart,  Eberhardt,  Eber- 
harht,  sein  Bruder  29,1. 15.20. 

33.35.  38,5.  40,15.  49,15.  57,35. 

58.25. 60.35. 64.20. 71.35. 75.15. 

79.35. 85.20. 87.30. 91.20. 97.35. 

104.1.  108,10.  120,25.  122,20. 

123.1.35.  125,25;  S  34,15. 

38.15. 40.25. 49.25. 58.15.  59,35. 

60.25. 61.10. 64.35. 68.25.  72,10. 

74.5.  75,35.  78,1.  85,35.  87,30. 

98.5.  99,20.  100,25.  108,20. 

121.15. 123.25.  124,10.  660,25. 
662,1; 

Eberhard,  dessen  Sohn  120,25. 
123,1. 35. 127,15. 148,30. 149,30. 

156.1.  159,35.  160,15.  161,35. 

178,10.  186,1.  216,20.  262,10. 

283,20.  297,1.  15.  341,10. 

347.25.  348,15.  349,1.  358,20. 


360.20.  361,1.  381,1.  385,10. 

394,1.  412,30.  434,25;  £121,15. 

122.25.  123,30.  124,15.  142,1. 

149.1. 150.1. 156.10. 160.10.  25. 

186.10.  216,30.  297,25.  348,5. 

355.20.  361,1.  385,15.  395,5. 

413.25.  438,25; 

Landau: 

Grafen  (Bitter): 

Eberhard, 

Elzbet,  sein  Weib  377,35; 
Eberhard  434,25.  464,5. 30.  491,1. 
646,15;  S  438,25.  464,15. 

476,1.  491,5; 

Ludwig  434,25. 647,15;  £438,25; 
Graf  (Bitter)  Conradt,  Cunrat 

358,20.  360,20.  361,1.  394,1;. 
S  361,1.  395,5; 

Elisabetha  (Elzbet),  Ursula,  Adel- 
hait,  ihre  Kinder ,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Anna  381,5. 

H.  von  -  123,25.  124,10; 

Ortolf,  sein  Bruder  85,30.  123,25. 

124,10. 

Der  alte  von  -  S  208,30. 

Adelheid,  Gräfin  52,35. 

Ber.,  Berhtolth  vou  -  52,1.  57,15. 
Berhtolt  der  wirt  85,30. 

Hainrich  der  keller  156,5; 

Anna  Schweitzerne  von  -  142,10. 
Hainrich  von  -  231,10.  254,30. 
Landolt  s.  Konstanz,  Notare. 

Lang,  Laengin  s.  Andelfingen. 

Lange  s.  Krie dingen. 

Langenenslingen  s.  Enslingen. 
Lanprechtin  *.  Friedingen. 

Lantzen  hoff  s.  Enslingen. 

Lari  s.  Lauri. 

Lasser  s.  Enslingen. 

Lateran  s.  Bom. 

Laubenberg,  Alt-,  bei  Grünenbach,  baye¬ 
risches  Landgericht  Sonthofen, 
Hans  von  -  342,20;  S  346,10. 
Laurentius,  s.  Laurencis,  Laurencien, 
Laurentiis,  Laurenzius,  Lärencis, 
Laurencis  tag,  abent,  festum  b.  -i, 


Allgemeines  Register. 


743 


10.  Aug.  120,15.  176,10.  213,15. 

219.25.  297,10.  345,30.  365,20. 

409.40. 452.35. 499.20. 521.5. 538.25. 

554,15.  624,5.  631,10. 

Lauri,  Lari  87,35. 

C.  dictus  -  102,25. 

Laurin  s.  Heiligkreuztal ,  Brüder. 
Lehebühel.  Undern  -n  215,10. 
Lähtenstain  s.  Lichtenstein. 

Lehtenwelt  .9.  Lichtenfeld. 

Lenninger  s.  Biedlingen. 

Leonberg,  Lewenberg,  OA.Stadt  671,20. 
Leutkirch ,  Luchilk,  Gern.  Neufrach , 
badisches  BA.  Überlingen,  Bur. 
von  -  76,15. 

Leutrum  (von  Ertingen),  Lütram,  Lüt- 
min,  Lüteran,  Liutran,  Lutran,  Lüt- 
ran,  ze  Ertingen  57,15.  59,15.  60,20. 
Cuntz  338,1 ;  S  339,1 ; 

Liutran,  sein  Sohn  338,35. 
Herbertingen :  Werncz,  Werntz  369,5. 
371,20.  374,15.  425,1; 

Der  Bregentzer,  Bregenczzer,  sein 
Bruder  369,10,  374,5. 
Biedlingen:  C.,  Chunrat  158,30. 159,10. 
163,1.  164,15.  184,5.  187,25. 

664,25. 

Lewntal  s.  Löwental. 

Liberman  s.  Enslingen. 

Lichtenfeld,  Lehtenwelt,  Gern.  Ebers¬ 
bach  OA.  Saulgau,  Der  von  -  57,10. 
Lichtenstein,  Lichtenstain,  Liehtenstain, 
Lähtenstain,  abg.  Burg  bei  Neufra, 
hohenzollerisches  OA.  Gammer- 
tingen ,  Herren  von  -,  Adelhait, 
Adelhayt  603,25; 

Haintz  Spät  gen.  Funk,  ihr  Sohn ,  s. 
Spät. 

Edler  Konrad  23,15; 

Verena  von  Klingen,  sein  Weib, 
s.  Klingen. 

Ludwig,  Ludewicus  212,10;  S  212,15. 
Liebenstein,  Liebenstain,  Gern.  Liebs¬ 
dorf,  Obereisass  ( Kindler  v .  Knob - 
loch  II,  505),  Der  von  -  77,5. 
Burcardus,  Burchart  42,35.  44,35. 
Liehtenstainer,  Hainrich  172,10. 

Limbel,  F.  gen.  -  20,20.  21,30.  23,5.  I 


Lindau  a.  B.,  Lindawr,  markhtrecht  und 
ehre  und  recht  167,35. 

Linde,  Maister  Ulrich  der  -  217,15. 
Lipper  s.  Binzwangen. 

Lisiberg,  Lisinbergg,  Linsyberg,  Ennunt 
des  -  bi  den  brunnen,  bi  dem  brunne 
gen  Fridingen  wert  77,5.  293,15. 
294,10. 

Liutgardis  27,15. 

Liutolt  s.  Lütolt. 

Liutran  s.  Leutrum. 

Loche,  In  dem  -  100,5. 

Locheier,  Lächler,  Locheier,  Lochler, 
Lochlerin,  Lochlarin,  Lochelairen, 
Lochrer,  Lächrerin,  zu  Völlkofen 
oder  Mengen,  Ber.,  Berhtolt,  Bertolt 
48,35.  52,1.  75,1.  125,15.  667,15; 
Cünrat  dictus  -,  sein  Bruder  48,35. 

52,1.  75,1.  667,15. 

Cunrädin  -,  B.  zu  Mengen  515,5. 
Elizabeth  diu  -,  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Mächthilt,  Mähthilt  und  Hädwig, 
Schwestern ,  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Locher,  Waltz  der  -  s.  Hunder singen. 
Lodweber  s.  Biedlingen. 

Loheli,  Loheli,  C.,  Cünrat  82,10.  98,5. 
Länger,  Hans  der  -  667,20. 

Loselin  s.  Ertingen. 

Loubenberg  s.  Laubenberg,  Alt-. 
Löwental,  Lewntal,  Gern.  Schnetzen¬ 
hausen  OA.  Tettnang,  ordinis  pre- 
dicatorum,  prediier  Ordens  in  Co- 
stentzzer  bistum  54,10. 

Domina  et  conventus,  convent  54,5; 
S  54,5.  641,15. 

Priorissa,  priorin  54,10.  641,1.20;  S 

641,15. 

Margret  Bürstin  s.  Burst. 

Luchilk  s.  Leutkirch. 

Lucia,  s.  Luden,  Luciun,  Lucyen,  der 
haligen  juncfrowen  tag,  festum  b. 
Lucyae,  Lucie,  virginis,  13.  Dez. 

121,15.  176,15.  267,10.  273,15. 

348,25.  372,1.  402,30.  599,30.  659,5. 
Lucius  III,  Lutzius , Papst  (1181— 1185) 
82,20. 


744 


Allgemeines  Register. 


Ludewig  der  wirt  s.  Ertingen. 

Ludwig  (der  Bayer),  römischer  kayser 
167,20;  S  167,35. 

Lugdunum  s.  Lyon. 

Lülli  s.  Saulgaa. 

Lunberg  s.  Hunder singen. 

Lupf  s.  Biedlingen. 

Lupfen,  Gern.  Talheim  OA.  Tuttlingen, 
Grafen ,  Eberhard  von  -  21,20. 
Lussi,  Lüssi,  Lüssi  s.  Heiligkreuztal, 
Brüder. 

Luszhain,  Hainrich  208,30. 

Lütram,  Lüteran  s.  Leutrum. 

Lütolt,  Lütold,  Liütolt,  Andelfingen : 
210,15.  228,1. 

Waldhausen :  -es  wirtinne  69,15. 
Mair  -  sün  151,5. 

Lutz,  Lutze,  Enslingen :  445,15. 
Ertingen:  435,5. 

Albreht  -  ze  Andelfingen  gesessen 
650,1.  654,25.  656,15. 

Lützelfeld,  Lüzelnvelt  bei  Inneringen 
174,1. 

Lyon ,  Lugdunum  4,1.  6,1.  7,1.  20. 

M. 

Madach  ( Personenname),  s.  Biedlingen. 
Madach  ( Ortsbezeichnung),  ein  Teil  des 
Hegau,  s.  Hegau. 

Mädling  s.  Markdorf. 

Mägel  s.  Mengen. 

Magenbuch,  Magenbüch,  Maugenbuoch, 
Maugenbüch,  Mägenbüch,  hohen- 
zollerisches  OA.Sigmaringen, Bitter, 
Albreht  638,15; 

Albrecht,Albertus,mw#oÄn,#638,15. 
Cünrat  174,20. 

Frickhe  121,20. 

Hainrich  75,25.  174,20. 

Hans  von  Tierberch,  Hainrichs  sun 
von  -  247,5;  S  247,25. 

Rüdeger  79,20. 

Rüfelin  247,10. 

Willhelm,  Wilhelm,  Wilhalm  342,20. 
415,25.  670,5; 

Adelhait  von  Werwag,  sein  Weib, 
s.  Werenwag; 

Beta,  ihre  Tochter  415,25. 


Magenbuch  : 

Agnes  468,5; 

Ludwig  von  Hornstein,  ihr  Sohn, 
s.  Hornstein. 

Rüdger  511,30.  624,10; 

Fridrich,  Frik  von  -  ze  Schär  ge¬ 
sessen,  sein  Sohn 504,10. 511,30. 
537,1.624,10;  #512,15.624,25. 
Fridrich,  Friderich,  Frik,  Fryk,  B. 
zu  Mengen  393,10.  417,25.  418,20. 
537,1.  578,30. 594,15. 595,5.618,5. 
667,20.  671,5;  S  393,25.  418,5. 
Wolf,  Wolff  von  -  ze  Meringen 
gesessen  365,30.  366,1.  415,20. 
670,5;  S  365,35.  416,10.  417,15. 
Von  M.  von  Gütenstain,  Güttenstain 
gen.,  ze  G.  gesessen :  Cünr.  247,1. 
309,30;  #  247,15.  310,5. 

Frik  550,20.  624,15;  S  551,15. 
624,30. 

Dero  von  M.  von  Pflumern  wis  620,30. 
Mager,  Bitter,  Zweig  der  Speth,  Ulrich 
der  -  437,5;  #  438,30. 

Mager  s.  Maier. 

Maginger  s.  Eriedingen. 

Maguntinum  s.  Mainz. 

Maier,  Mayger,  Maiger,  Maierin,  Maige- 
rin,  Mayer,  Mager,  Meier,  maier, 
villicus, 

Des  -s  wis  160,1. 

Der  -un  wise  229,30. 

H.  der  -  185,25. 

Rüf  der  -  370,5. 

Ulrich  104,25; 

Cünrat,  sein  Bruder  104,25. 
Wernhere  -  von  Binzwan  42,20. 
Bentz  der  -  uz  Emringen  564,30. 
593,20; 

Bentz  der  -  ze  Grüningen,  sein 
Sohn  564,30. 

Enslingen :  Eberli  der  -  301,20. 387,25 ; 
Irmel,  seine  Tochter  301,20.  387,25; 
Kugler,  Cüntz  der  -,  deren  Mann, 
s.  Mengen,  Kugler. 
Friedingen :  Eberli  der  -  357,1; 
Maechthilt,  sein  Weib  357,1. 

Bentz  der  -  357,1 ; 

Bentz,  sein  Sohn  357,1. 


Allgemeines  Register. 


745 


Maier: 

Cuntz  der  -  von  Kätingen  390,1. 
Cüntz,  der  -  karrenkneht  zu  Heilig - 
kreuztal ,  s.  Heiligkreuztal,  Ämter . 
Cünz  der  -  ze  Hundersingen  gesessen 
254,30;  S  254,35. 

Marbach:  Hans  der  -  454,1.  455,5. 
JReutlingen:  Hainrich  der  -  67,35. 
Ulrich  der  -  der  zunftmaister67,35(?). 
C.  der  -,  Cünrat  des  -s  hus  an 
dem  graben  32,30.  61,35. 
Riedlingen:  518,35. 

Des  -s  am  Sieglin  hus  391,10. 
Werntz  der  -  313,10. 

Überlingen :  Berthold  gen.  -,  B.,  14,5. 
Waldhausen:  Haintz  der  -  302,5. 
315,10; 

Der  Rotmaiger,  sein  Vater  302,5. 
Rudolf  der  -  69,10. 

Lugart,  Luggart  die  -  von  Wilflingen 
183,20.  185,15. 

Mainz ,  Erzbischof  und  alle  übrigen 
Kleriker,  Maguntinus,  Maguntinen- 
sis,  Moguntinensis,  2,20. 
Archiepiscopus  48,10. 

Henricus  sancte  -  sedis  archiepiscopus 

195,10.  200,5.  203,5.  205,5. 
Judices  ecclesie  sancte  -  sedis  200,5. 

203,1.  205,1. 

-  provincia  48,10. 

Mainzin,  Albreht  der  -un  sun  150,1. 
Maiser,  Maiserin  s.  Friedingen. 
Mälchinger,  Hainrich  der  -  in  Herber¬ 
tingen  538,35.  548,5 ;  S  539,35 ; 
Cunrat  der  sein  Bruder  538,35. 
548,5;  S  539,35. 

Hainrich  von  Stainhülw  den  man 
nempt  -  S  578,1. 

Malerin,  Maulerin  5.  Hundersingen. 
Man,  Männin,  Bingen:  Haintz  -  der 
schuchmacher  600,15. 

Mengen:  Hans  der  -  530,20. 

Röten:  Der  -  wingart  94,30. 
Mangoltin,  Friedingen:  Der  -un  gut 
206,5; 

Markdorf :  Juzza,  ihr  Sohn  Hainze 
und  ihre  Tochter  Güta  76,5. 
Mannewirf  s.  Riedlingen. 


Manop  s.  Riedlingen. 

Manstoch,  Jakob  9,25.  24,5. 

Mänteler,  Cunrat  der  -  s.  Saulgau. 
Mantz,  Manzin,  Mäntzin,  Der  -un  brul 

373,10. 

Ruf  -  an  der  brugge  ze  Winterlingen 

392,10. 

Riedlingen :  Adelhait,  Adilhait  149,10 ; 
Albreht,  ihr  Bruder  149,30. 
Manwirst,  Manwirstin,  Manwirster,  Eber¬ 
hart  296,1; 

Beta,  Elsbeth,  seine  Tochter,  s.  Heilig- 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Altheim:  155,15. 

-is  garten  664,10. 

Manzin  s.  Mantz. 

Maranensis  s.  Mariana. 

Marbach,  Marpach,  heute  Altbach,  geht 
von  Bflummern  kommend  und  An¬ 
delfingen  und  Altheim  scheidend, 
in  die  Biber,  Der  -  78,15. 

Fluvius  102,20. 

Marbach,  Marpach  das  dorff,  Marpach, 
Marpach  OA.  Riedlingen  125,20. 
353,5.  456,1. 

Peter  von  -  54,20.  109,1 ; 

Dilia,  sein  Weib  54,20 ; 

Hanrich,  Willibirt,  ihreKinderbkfiO. 
Einwohner : 

Der  junge  Ertinger  s.  Ertinger. 
Hanse  der  Maiger  s.  Maier. 

Burkart  Rantze  s.  Rantz. 

Heit,  Burchart  der  -  s.  Held. 

March  s.  Friedingen. 

Marchtal,  Ober-,  Marhtal,  Marchtein, 
Marhtelle,  Marchtellensis  ecclesia, 
OA.  Ehingen  292,10.  355,30. 

Der  herro  von  -  äker  458,25. 
Brobste,  prepositus  Berchtold  472,10. 
Cunradus  292,1. 

Ritter  Johans  vom  Stain  ze  -  ge- 
sezzen  s.  Stein. 

Marder,  -s  wingarten  61,25. 
Margaretha,  Margarete,  s.  Margaret, 
Margaretun,  Margarethun,  dult,  tag, 
abend,  festum  b.  -,  15.  J uli,  69,25. 
127,35.  128,15.  139,30.  154,30. 

176,10. 284,5. 305,30. 306,30. 536,25. 


746 


Allgemeines  Register. 


Margrethausen ,  ze  Margretunliusen,  ze 
sant  Margaretenhusen  OA.  Ba¬ 
lingen,  Hainrich  Schonloch,  Schon¬ 
loch,  lütpriester  ze  -  573,25.  575,5. 
576,25;  S  573,35.  577,5. 

Maria,  Jungfrau ,  Dei  genitrix  semperque 
virgo  Gottesmutter,  virgo  et 
mater  17,20.  113,20. 114,25. 178,20. 

Festa  b.  -  virginis,  in  omnibus  festi- 
vitatibus  -e  115,1.  176,10. 

Marienfeiertage : 

Mariä  Lichtmess,  Liebmisse,  lieh- 
miss,  liechtmisse,  liehtmis,  liet- 
misse,  licbtmisse,  liehtmis,  ze 
der  -,  unser  frowen  tag  ze 
der  -,  unser  frowen  ze  der  - 
undze  der  kertzwibi,  an  dem  vier¬ 
zehenden  tag  vor  unserer  frowen 
-,  uff  unserer  frowen  abent  und 
-,  an  unser  frowen  äbent  ze 
der  -,  unser  frowen  ze  -,  an 
dem  nahsten  samstag  vor  tinser 
vrowen  tag  dem  man  haisset  und 
och  nemmet  die  -,  an  dem  nahsten 
mäntag  vor  unser  frowun  tag 
der  -,  purificacio  beate  virginis, 
in  crastino  purificacionis  -e,  f. 
purificacionis  virginis  gloriose, 
2.  Febr.  12,20. 15,1. 33,30. 113,20. 

155,20.  205,20.  209,20.  244,30. 

254.5.  293,15.  300,10.  388,25. 

413,30.  453,30.  454,15.  464,1. 

495.5.  547,20.  582,20.  664,35. 

Verkündigung,  Unser  fröwn  tag  in 

annunccione,  unser  frowun  tag, 
abent,  in  der  vastun,  25.  März 

220.5.  379,25.  380,10. 

Himmelfahrt,  In  der  nahstun  wüchun 

vor  unserre  frown  tag  ze  mittem 
ogsten,  an  dem  nahsten  fritag 
vor  unserr  vrowen  tag  in  ogsten, 
an  dem  ahtoden  tag  unser  vrowen 
ze  mittelm  ougsten,  owgsten, 
an  unser  frowen  abent  der  erren, 
ze  unser  frowe  dult  zu  der  erren, 
an  dem  naechsten  sunnentag  nach 
unser  frowen  tag  as  sü  ze  bimel 
für  und  den  man  nemmet  der 


eren  unser  frowen  tag,  an  unsern 
frowrn  abend  as  sü  ze  himel  für,, 
an  unser  lieben  frowen  äbent  ze 
ogsten  als  siu  ze  bymel  enpfangen 
wart,  15.  Äug.  161,5.  185,10. 

189.20.  214,10.  223,15.  270,15. 

285.25.  346,35.  518,35. 

Maria : 

Geburt,  Am  naehsten  mentag  nah 
unser  frowun  tag  as  sü  gebom 
wart,  an  ünser  frowun  abent  z 
berpst,  an  dem  ahtoden  tage  vor 
unserre  vrvven  tag  der  jungerun, 
f.  nativitatis  gloriosissime  virginis 
-e,  8.  Sept.  94,10.  96,30.  140,10. 

297,30.  298,10.  514,20.  608,20. 
648,10. 

Maria  Magdalena ,  Mariun  -a,  -un 
abent,  in  festo  b.  -e  -e,  in  die 
-  electe,  an  sant-,  22.  Juli  70,1. 

114,30.  147,5.  176,10.  201,5.  235,1. 
292,10.  471,20. 

Mariana,  Maranensis,  Italien, Vincencius 
episcopus  175,30;  S  176,30. 
Maristella  s.  Wettingen. 

Markdorf,  Macbdorf,  Marcdorf,  March¬ 
dorf,  Marchdorff,  Marchtorf,  March- 
torph,  Martorf,  Marhdorf,  Marhtorf, 
Marthorf,Marchhdorf,Marcorf, Mark¬ 
torf,  Marchtdorf,  diestat,  badisches 
BA.  3,30. 37,1. 43,35. 109,35. 169,20. 

177,5.  320,20.  663,20. 

Amman  36,30.  411,20. 

Örtlichkeiten: 

Gotteshus  320,15. 

Plebanus,  lüpriester  199,5.  20.  25. 
200,1.  202,15. 

Hainrich  109,35. 

Torkel,  dorggel,  Heiligkreuztal  ge¬ 
hörig,  torculare  monasterii  de 
Yalle  sancte  Crucis  170,20. 663,20. 
Einwohner : 

Martorfs  gut  zu  Andelfingen  19,15. 
Konrad  1,1. 

Cünrat  33,15.  61,1.  64,20.  76,1;  8 

33.25.  34,35.  76,15. 

Cunrats  gut  von  -  zu  Andelfingen 

64.20. 


Allgemeines  Register. 


747 


Markdorf: 

Einwohner  ; 

Ritter  Ulrich,  Wlricus  Oswalt,  Oswalt, 
Oswaldus,  Oswaldi  109,20. 169,20. 

181.5.  192,20.  195,10.  25.  80. 

196,1.10.20.25.30.  197,10.15.30. 

198,1.  10. 15.  25.  30.  199,20.  35. 
200,10. 15.  202,20.  203,5.  205,5. 

216,35.  227,5.  663,10;  S  110,1. 

170.5.  217,25.  227,15. 

Adelhait  von  -,  s.  Heiligkreuztal, 

Klosterfrauen. 

Arnolt,  Jaek  s.  Arnolt. 

Bachleder,  Cünrat  dictus  -,  B.,  178,30; 

Guta,  sein  Weib  178,30. 
Bartholome,  Berchtolt  33,10.  34,20; 
Guta,  sein  Weib  33,15.  34,30; 
Hainrich,  ihr  Sohn  33,15.  34,30. 
Berchdolt,  Berchtold,  Berhtold,  der 
amman  36,30. 

Hainz  227,10. 

Bünkoven,  Bertoldus  dictus  -,  s.  Bunk¬ 
hofen. 

Ehinger,  Hainrich  der  -  s.  Ehinger. 
Videler,  Herman  der  -  s.  Videler. 
Gässler,  Hans  der  -  amman  411,20; 
Elizabeth,  seine  Tochter ,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Grallando,  Heinrich  -s  tochter  22,10; 
Conrad  und  Friderich,  ihre  Brüder 
22,10. 

Maedling,  Gerung,  B.,  226,35. 
Mangoltin  s.  Mangoltin. 

Nefe,  Hans  der  -  s.  Nefe. 

Ritherin,  Aella  dicta  -  53,35. 
Schülle,  H.,  B.,  109,35. 

Hainrice  der  -  167,10. 

Ulrich,  Wlrich  227,10.  320,5. 
Sigmaisterin  170,20. 

Stamler,  H.  der  -,  B.,  227,10. 

SÄtrin  s.  Suter. 

Totzlin,  Rüdolfus  dictus  -  197,25. 
Zeller,  Wlrich  der  -  227,10. 

Zoller,  Cünrat  76,15 
Flurnamen : 

Atzelberg  170,20. 

Am  Kapfenberg  170,20. 

Kolbenberg  320,5. 


Markdorf: 

Flurnamen : 

Krutbette,  Zwai  227,1. 

In  embd  wiessen  170,20. 

Garweide,  ze  garwidun  170,20.  411,1. 
Gifrit  227,5. 

Haid,  halde,  hälde  109,25. 

Under  Berhtoldes  -un  178,35. 

Am  Wanger,  Wenge r  -n,  -un,  bi 
dem  wiger  170,25.  320,5.  411,5. 
Rüti  109,25. 

Staig,  Auf  der  -  170,20. 

Maerkli,  Marklin,  Birkach:  -  gen.  bi 
dem  brunnen  239,25. 

Hunder singen:  638,25. 

Haintz  618,10. 

Markus ,  s.  Marches,  Markez,  Markes, 
Margx,  dez  hailigen  ewangelisten, 
tag,  abende,  25.  April  60,20. 119,15. 
225,25.  294,20. 

Markardus  pistor  52,1. 

Marschalk  s.  Fulhin. 

Marstek  s.  Mengen. 

Marti,  Cüntz  s.  Herbertingen. 

Martini,  Heinricus  dictus  -  s.  Waldsee. 
Martinus,  sant  Martins,  Martis,  Martinz, 
tag,  tac,  tach,  abend,  mis,  dult, 
s.  -,  in  festo,  in  die  b.  -i  episcopi, 
11.  Nov.  9,15.  11,1.  41,5.  47,30. 

80.20.  83,10.  84,1.  91,10.  97,10. 

99.1.  114,30.  116,25.  118,15. 119,35. 

145.30.  148,15.  153,20.  158,15. 

164.1.  176,10.  180,10.25.  208,20. 

245.35.  257,25.  271,25.  272,10. 
288,10.  292,30.  293,5.  295,5.  310,5. 

339.30. 391.10. 426.20. 459.5.  469,20. 

478.30.  479,30.  494,1.  516,10.  524,5. 
35.  541,15.  542,30.  554,5.  557,15. 

604.5.  623,35.  626,5.  640,10.  647,30. 
655,15.  663,5.  664,15.  666,1.10. 

669.20. 

In  translacione  b.  -,  4.  Juli  189,10. 
S.  -s  gottzhuss  s.  Altheim. 

Martin  V,  Papst  ( 1417—1431 )  4,15. 
Matthäus,  s.  Matheus,  ains  zwelfbotten, 
hailigen  zwelfbottens  ewangelisten, 
tag,  ab  ent,  21.  Sept.  117,1.  202,5. 

565.35.  613,30.  621,1.  622,10. 


748 


Allgemeines  Register. 


Matthias ,  s.  Mathias,  Mathyas,  Matias, 
Mathis,  Matis,  Mathys,  ains  hotten, 
dez  hailigen  zwelf  hotten,  tag,  tach, 
abend,  abende,  24.  Febr.  59,10. 

89.25.  111,15. 127,5. 158,25. 164,10. 

175.1. 190.15.  191,10.  237,1.  268,35. 

277.20. 288.20. 301.30. 302.15. 315.1. 

321.15. 360.35. 395.30. 399.1.  404,25. 

429.10.  488,25.  489,35.  547,20. 

570.15.  571,5. 

Mätzlin  s.  'Reutlingen. 

Maugel  s.  Mengen. 

Maulbronn  8,25. 

Maulerin,  Malerin  s.  Funder  sin  gen. 
Maurer,  Hainr.  s.  Murer. 

Mauritius ,  s.  Mauritzius,  Mauricien,  tag, 
22.  Sept.  298,25.  351,35.  566,25. 
Meinlo  24,15. 

Meldli,  Cunrat  215,20. 

MMibrunn  s.  Möllenbrunn. 
Mendelbeuren,  Mendelburn,  Gern.  Alts-, 
hausen  OA.  Saulgau ,  Claus  von  - 

219.30. 

Mengen ,  Maengen,  Maengin,  Mengen, 
Mengen,  Maigen,  Maegen,  Magen, 
Mägin,  Mägen  OA.  Saulgau  25,10. 

26.30.  30,1.  31,10. 32,1.  51,30.  64,30. 

75,5.  79,25. 85,10.  91,5.  92,35.  93,15. 

103.20.  111,15.  139,35.  143,25. 

148.15.  152,25.  157,15.  160,10. 

162.15. 168.30. 171.1. 173.15. 182.30. 

189.20.  192,10.  224,30.  227,25. 

229.15.  232,10.  235,25.  239,10. 

240.30.  244,25.  334,20.  338,30. 

342,35.  347,35.  354,10.  357,25. 

370.30.  382,20.  390,35.  393,20. 

404.20.405.25.  409,25.  416,5.  418,5. 

423.15. 427.25. 432.30. 434.1. 456.25. 

459.25.  463,35.  476,30.  481,20. 

490.25.  491,30.  493,20.  497,30. 

500.10.  506,10.  522,10.  527,15. 

539.20.  545,30.  550,30.  610,1. 

S:  Stadt,  amman  und  rat,  amman 
und  richter,  Universitas  opidi 

52,5.  59,5.  74,5.  75,10.  79,25. 

81,20.  85,35.  91,5.  103,25. 108,35. 

111,15.  118,30.  125,10.  143,20. 


148,10.  152,25.  163,25.  170,40. 

172.30.  182,30.  192,10.  208,15. 

224.25.  227,25.  229,10.  232,5. 

235.20.  2c 9,5.  240,25.  244,25. 

252.20.  257,5.  263,20.  284,15. 

336,1.  339,35.  390,30.  404,20. 

418.5.  445,20.  480,1. 20.  492,25. 

493.15.  494,5.  515,15.  522,15. 

527.25.  528,35.  533,5.  534,35. 

536.20.  553,15.  558,35.  566,25. 
588,35.  635,25. 

Mengen : 

Stadtrecht,  stette  reht,  wer  sin, 
Währschaft  nach  M.  Recht, 
secundum  ius  et  consuetudinem 
civitatis  in  - 171,15.  229,5.  232,5. 

235.15.  244,25.  252,20.  257,5. 

336,1.  390,30.  445,20.  460,1. 

480.20.  492,10.  500,1.  528,35. 

536.20.  553,10.  587,35.  594,30. 

614.30.  624,25.  635,25.  641,30. 
Burger  404,15. 

Rat  235,10.  239,1.  480,15.  528,25. 

531.5. 

Geschwornes  ratz  626,1. 

Amman  64,25.  75,1.  76,30.  79,20. 

103.20.  125,5.  432,15.  433,30. 
Amman  und  richter  74,30.  182,25 

531.15. 

Amman  rat  und  richter  641,30. 
Amman  rät  und  burger  262,25. 
Amman  und  rät  59,30.  111,20.  284,5. 

492.5.  35. 

Burgermaister  497,20.  638,15.  642,30. 
Gericht  635,25. 

Offes  531,5.  536,1. 

Gewicht,  Menger  25,1. 

Kilchherr,  rector  ecclesie  Cunrat  der 
Strigel  528,25;  S  528,35. 
Örtlichkeiten : 

Kloster,  closter,  sant  Wilehalms  ordens, 
Wilhelmer,  closter  Wilhelmer  Or¬ 
dens,  prior  und  convent  der  Wiln- 
halmite,  bruder  des  convenz, 
prior,  priol  und  convent,  prior 
et  conventus  domus  in  -  ordinis 
Wilhelmitarum,  fratres  ordinis 
s.  Wilhalmi,  33,1.  156,35.  170,30. 


Allgemeines  Register. 


749 


171,5.  172,20.  173,30.  208,10. 

224,20.  335,30.  594,5.  638,30. 

S:  priorig  amp  157,10.  171,15. 
172,30.  334,15.  354,10.  594,30. 
622,5.  639,20. 

Brüder :  Prior,  prier,Nycolaus  157,5. 
Johans  Schiltunk  334,15.354,10. 
Werner  621,20. 

Hiltprant  157,5. 

Friderich  157,5. 

Der  von  Meringen  157,5. 
Wernher  157,5. 

Hainrich  Scharpfh  157,5. 

Johans  der  Stadelmaier  108,25. 

157,5. 170,30.  333,35.  354,5. 
Cünrat  der  Müller  334,15. 
Mengen : 

Örtlichkeiten : 

Unser  frowun  cappell  ze  -  in  der 
absitun  ze  der  rechtun  hant  ge¬ 
legen  der  gewiht  ist  in  der  er 
dez  hailigen  ewangelisten  sant 
Johans  528,20. 

Curat  frumesser,  Cünrat  von  Wil¬ 
madingen,  den  man  nempt  den 
alten  frumesser,  capplan  499,30. 

528,20.  537,15. 

Kirchhof,  kilchhof,  sant  Martins  ober- 
halp  dez  Wrzers  hus  bi  dem 
nidern  tor  103,15.  244,20. 
Closen,  Die,  ze  -  in  der  statt  an 
sant  Martins  kilchhof  103,15. 
Spital  85,5.  108,10.  125,1.  214,5. 

237.25.  380,20.  578,30. 

Die  armen  hüte  des  -s  160,35. 
Markt  207,30. 

Brotbank  uuder  loben  207,30. 
Hoffstatt  unter  Wurtza  hindern  Büel 
178,15. 

Tor,  thor,  Vor  dem  an  dem  lantag 
51,1. 

Bi  dem  nidern  -  244,20. 
Einwohner: 

Aicherne  s.  Aichern. 

Albrecht,  Albreht,  Cünz  229,10. 235,25. 

252.25.  257,5. 

Alwig,  Alwich,  Alvvich,  Alwichin, 
Alwigin,  Al  weg,  B.,  Cünrat,  208,5 ; 


Mengen : 

Einwohner : 

Alwig,  Adelhait  diü  alt  -,  des  Bertolt 
Banzers  tohter,  sein  Weib,  s. 
Banzer ; 

Mahilt,  ihre  Tochter  208,5; 

Benz,  ihr  Sohn  207,20.  495,20. 
515,5;  £  495,30; 

Benzen  Töchter  Adelhait  und  Mar¬ 
gret  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Claus,  Clas  207,25.  418,15; 
Elizabeth,  seine  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal ,  Klosterfrauen. 
Claus  623,25.  638,35;  S  638,15. 

639.20. 

Cünz  207,25; 

Elizabeth,  seine  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Cüntz,  Chüntz  den  man  nempt 
den  amman  von  Büchowe,  B ., 

479,25.  480,15.  495,20.  497,15. 

498.20.  535,35.  548,5.  550,15. 

616,10.  619,1  (amman  ze 

Mengen).  637,15;  S  495,30. 
498,1.  551,20.  620,10; 

Peter,  sein  Sohn  616,10.  635,5. 
637,15;  S  638,15. 

Jäkli,  B.,  390,20.  537,1. 

Aphans  s.  Appe. 

Appe  Hans  genannt,  Chünrat  und 
Albreht,  s.  Appe. 

Arnolt,  amman  s.  Arnolt. 

Arzat  s.  Arzat. 

Bartelstain,  Adelhait  vou  Horningenr 
Wihve  des  Rüdger  von  -,  s. 
Bartelstein. 

Banzir  s.  Banzir. 

Beizkofen,  Buzkofen,  Hans  und  Hain¬ 
rich  von  -,  s.  Beizkofen. 
Berhtolt  der  wirt  64,25. 

Beuren,  Ansshelm  von  s.  Beuren. 
Bezlin,  Botzlin,  Bezzeli,  Betzli 
Botzli. 

Birkmaiger,  Hainrich  der  -,  der  brot- 
peck,  s.  Birkmaier. 

Botzlin  s.  Botzlin. 

Bopp,  Hainrich  s.  Bobb. 


750 


Allgemeines  Register. 


Mengen : 

Einwohner : 

Boss,  Wolf  der  -  s.  Boss. 

Brog,  Brogin  s.  Brog. 

Brulerin  339,25. 

Bürcklin,  Bürkli  s.  Bürkli. 
Buggengyselbrehts  sun  Albreht  256,30. 
Buningen,  Maethilt,  genannt  von  -, 
B .,  s.  Bingen. 

Burchart,  Ulrich,  Ütz,  gen.  der  schmit, 
den  man  nempt  Waffenrock,  s. 
Mengen ,  Waffenrok. 

Burcharter,  Walther,  Walter,  B.,  und 
Johans,  sein  Sohn  s.  Stadelmaier. 
Buwenburg,  Cünr.  von  -,  s.  Buwen- 
burg. 

Keckh,  Hans  273,15. 

Kesler,  Des  -s  hus  dem  man  spricht 
der  kuphersmit  207,35. 

Claen,  Hainrich  der  -  125,10. 
Clainin,  Klainin  240,20.  241,10. 

Mehthildis  dicta  -  172,20. 
Klinglerin  s.  Klinglerin. 

Konrad,  B.,  31,20 ; 

Johann,  sein  Sohn  31,20. 

Kugler,  Cfintz  der  -  387,20; 

Irmel,  sein  Weib,  s.  Maier,  Ens- 
Ungen:  Eberli  der  -. 

Cün,  -en  hus  207,30. 

Eberhart  der  amman  79,20. 

Ebinger  s.  Ebinger. 

Eglingen,  Otte  von  -  s.  Eglingen. 
Elyzabeth,  Dietrichs  tohter  von  Bü- 
ningen,  s.  Bingen. 

Eringstorff,  Hans  von  -,  den  man 
nempt  den  Feringer,  s.  Erisdorf. 
Esler,  Eseler,  Eslerin  335,25.  538,10. 
548,30. 

Albreht,  Albrecht  232,10.  235,25. 
Wernher  der  -  240,20.  241,10. 
Bentz  der  -  588,25.  594,15.  628,1; 
S  588,35.  626,1.  628,20. 
Frank,  Cunrat  s.  Frank. 

Fryge,  Hans  der  -,  Haintz  der  -  gen. 
Blawlin,  s.  Frige. 

Fünfin,  Cüntz,  amman  432,15.  433,30 ; 
S  433,5.  434,10. 

Katherin  dü  -  s.  Enslingen,  Stegli. 


Mengen : 

Einwohner : 

Gägenmapf,  Hans  527,5. 

Geburen,  Jüzze  und  Benzz  des  - 
kint,  s.  Gebur. 

Gebuttel,  Cünr.  der  -  s.  Gebüttel. 

Giger,  Dez  -z  hus  207,30. 

Glattis,  Werntz  522,1.  558,20.  586,15; 
S  588,30; 

Elyzabeth,  Dietrichs  säligen  tohter 
von  Büningen,  sein  Weib,  s. 
Bingen. 

Golg,  Hans  s.  Golg. 

Gremse,  Arnolt,  B.,  63,30. 

Grün,  Cunrat  der  -  S  626,1. 

Gyr,  Cunrat  der  -  s.  Gyr. 

Hafner,  Haffner,  Albrecht,  Aubelli  der 
-  617,10.  638,35. 

Haider  s.  Haider. 

Haller,  Des  -s  wis  s.  Haller. 

Hannenbitzin,  Gut  s.  Hannenbitz. 

Has,  Gebhart  der  -  s.  Has. 

Herysen,  Haintz  der  jung-,  B.,  558,5. 
559,20. 

Horningen,  Adelhait  von  -,  des  Rüd- 
ger  von  Bartelstain  Weib,  s.  Herr¬ 
lingen. 

Hornstain,  Elizabett  von  -  s.  Horn¬ 
stein. 

Huber,  Cüntz  der  -  s.  Huber. 

Hundubel,  Hundeubel,  Hundübel, 
Walther  52,1.  103,25.  118,25. 
125,5.  145,5.  148,10.  168,10. 

Ulreich  der  -  184,20. 

Her.  dictus  -  51,35. 

Hüter  s.  Hüter. 

H.  von  -,  brüder  ze  Salem,  s.  Salem, 
Mönche. 

Johann  von  -  s.  Mengen,  Konrad. 

Landolt,  Nicolaus  dictus  -,  publicus 
imperiali  auctoritate  et  curie  Con- 
stanciensis  notarius,  s.  Konstanz, 
Notare. 

Lochler,  Cünradin  s.  Locheier. 

Mägel,  Hans,  gen.  Schott  558,20. 

Man,  Hans  s.  Man. 


Allgemeines  Register. 


751 


Mengen: 

Einwohner: 

Maenger,  MÄnger,  Mainger,  Dez  -s 
wise,  wiz  110,25. 

Andelfingen:  87,15.  142,20. 
Marstek,  Marstech,  Bertholt,  B.,  75,80. 
148,1; 

Adelhaet,  sein  Weib  148,5; 
Johans,  Hans,  ihr  Sohn ,  B.,  148,1. 
257,5; 

Maehtilt,  gen.  von  Buningen,  seine 
Schwiegermutter,  s.  Bingen . 
Maügenbuch,  Fridrich  von  -,  B.,  s. 

Magenbuch. 

Näntzing  514,25. 

Haintz  der  Ebinger,  sein  Schwieger¬ 
sohn,  s.  Ebinger. 

Ann  und  Bett  514,30.  516,20. 

Otte  s.  Otte. 

Paiger,  Hainrich  s.  Baier. 

Phanders  hus  207,85. 

Preco,  Cunrat,  B.,  171,15. 

Raiger  s.  Raiger. 

Rain,  Cunrat  vom  -  s.  Rain. 

Ralle,  Rallo,  Rällin,  C.,  Cunrat,  Cun- 
rät,  Cunz,  B.,  51,5.  52,1.  75,5. 
76,35. 79,20. 85,30. 103,25. 118,25. 
125,5.  145,5.  148,10.  229,10. 
232,10.  235,20.  252,25.  257,5. 
499,35.  667,20; 

Katherina,  sein  Weib  535,35; 
Benz,  Benze,  sein  Bruder  229,10. 
232,10.  235,20.  238,20.  252,25. 
257,5; 

Elzbet,  dessen  Weib,  s.  Banzer. 
Renz,  Rentz,  Renze,  in  dem  under- 
wasser  125,10. 

Bentz,  Bertoldus,  B.,  178,15.  229,10. 

235,20.  257,5.  515,5.  531,5. 
534,30.  570,1.  571,15.  572,1; 
.S  533,1. 

Hainrich,  Hainz,  B.,  229,10.  232,10. 

235,20.  252,25.  257,5.  323,1. 
Rosna,  Eberhardus  de  -,  minister,  s. 
Rosna. 

Rüde,  Utz  der  -  s.  Rüd. 

Schiltung,  amman  s.  Schiltung. 


Mengen: 

Einwohner: 

Schlegellin,  Elsz  566,5; 

Burkart  Birggmayger,  ihr  Mann, 
s.  Birkmaier. 

Schmeltzisen,  Smeltzisen,  Schmeltz- 
eisen,  Haintz  335,25.  336,10. 
Schmit,  Cuntz,  von  Butzkoven,  s. 
Schmid. 

Schodel,  Walther  638,35. 

Schurper,  Schdrpfer,  Peter,  burger- 
maister  S  638,15.  642,30. 

Selm  an,  Claus  s.  Selman. 

Simler,  Cunzen  dez  -s  brotbank  s. 
Simler. 

Stadelmaier,  Stadelmaiger,  Stadel¬ 
mairin  157,10. 

Walther,  Waltherus,  der  alt  -,  B., 
170,30.  171,15.  182,25. 

Walter,  Walther,  der  Burkarter, 
Burcharter,  B.,  108,25.  334,5; 
Johans  der  -,  sein  Sohn,  s. 
Mengen,  Kloster. 

Johans  339,25. 

Walz  229,10. 

Cunz,  Cuntz  229,10.  339,15.  399,10; 
Haintz,  sein  Bruder  339,15. 

399,15.  493,25; 

Grrett,  dessen  Weib  493,25. 

Der  -  äker  617,10. 

Stain,  Wolff  vom  -  s.  Stein. 

Tanne,  Des  von  -  wis  bei  Mengen, 
s.  Tanne. 

Trub,  Konrad  von  Diengen,  s.  Trub. 
Waffenrok,  Wüffenrok,  Waffenrokin, 
Wäffenrokin,  Margaret,  Margret, 
B.,  403,30.  432,1.  455,30; 
Ulrich,  Ulrich,  Utz,  Burchart  der 
schmit,  den  man  nempt  -,  ihr 
Mann ,  B.,  432,1.  521,15. 

526,20. 

Wild,  Wilde  s.  Wild. 

Wurtzer,  Wrzer  244,20. 

Hainrich  481,25; 

Adelhait,  sein  Weib  481,25. 

Zil,  Cünrade  235,20. 


752 


Allgemeines  Register. 


Mengen : 

Flurnamen : 

Dez  Arzats  stok  und  och  nemmet  die 
verrun,  in  dem  werren  479.25. 
498,20.  616,10.  687,20. 

Hag,  haggen,  hägen,  In  dem  -,  am 
pfherrich  168,15.  169,1.  335,30. 
336,15. 

Helbling  178,15. 

Hoh,  Uff  -,  uf  der  -  459,15.  476,20. 
Ort,  In  dem  -e  403,35. 

Ried,  in  dem  -  an  dem  Pirich  (Pir- 
rich)  und  ist  gehaizzen  des  von 
Tann  wis  184,20. 

Sinwellen  wis  170,30. 

Srekk  498,20. 

Ufgeworffen  wege,  Ze  dem  -  207,30. 
Wedrantzrüti  s.  Yederangesruthi. 
Wurwisa  s.  Wurwisa. 

Mengoss,  Haintz  s.  Friedingen. 

Mentzli  s.  Enslingen. 

Menloch  s.  Grüningen. 

Mentz,  H.  der  s.  Heiligkreuztal, 
Klo  sterbeiclitv  äter. 

Meringen  s.  Möhringen . 

Merklin  in  encgazzen  s.  Friedingen , 
In  enggassen. 

Mesner,  Mesener,  Mesinaer,  Friedingen : 
Heinrich  gen.  -  27,35. 

Johans  der  -  ze  Pflumern  209,1. 
Enslingen:  Peter  der  -  179,25. 
Messkirch,  Messkilch,  Mosskirch,  badi¬ 
sches  B.-A.j  Ritter  der  von  Zim- 
bern  des  -  ist,  s.  Zimmern. 
Selman,  Claus,  B.,  s.  Selman. 
Mef>sstetten  OA.  Balingen ,  Hartmann 
von  -  8,15. 

Cfr.  v.  Alberti  504. 

Mettingen  OA.  Esslingen,  Die  von  - 
543,1; 

Hans  von  Hornstain  von  Pflumern,  ihr 
Vater,  s.  Hornstein,  Bflummern. 
Mettenberg,  Metunberg  OA.  Biberach, 
Hartmann  von  Enslingen,  rector  in 
-,  s.  Enslingen ,  Hartraann  von  -. 
Mezel,  Metzei  s.  Friedingen. 

Metzger,  Mezger,  Metzgerin  102,20. 


Metzger : 

Albrecht  der  -  229,10. 

Munderkingen :  Cunrat  der  -  368,20. 
417,5; 

Margareita,  Margareta,  sein  Weib 
365;5.  368,20.  417,5; 

Beit  und  Greit  (Margret),  ihre 
Töchter,  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Metzingen  OA.  Urach,  ze  hinderbergen, 
hinderenbergen  430,1.  662,15. 
Michael,  s.  Michels,  Michelz,  Mychels, 
Micheles,  Michheles,  Michahels,  dez 
hailigen  fürstengels,  mis,  dag,  tak, 
tag,  Michahelis,  festum  b.  -,  in  die 
b.  -  arcbangeli,  29.  Sept.  42,15. 

61.25.  82,15.  91,5.  101,20.  103,15. 

109,10. 128,30.  129,5.  136,15. 139,5. 
141,35.  144,10.  147,30.  159,15. 

169.5.  172,5.  182,1.  185,5.  224,5. 

236.10.  238,10.  244,25.  268,25. 

274.25.  277,15.  280,25.  304,35. 

314.30. 317.5.  322,20.  327,1.  361,20. 

365.10.  367,35.  368,15.  369,1.  373,1. 

389.10.  394,15.  402,15.  410,30. 

447.25.  451,10.  458,30.  459,30. 

488.10. 501.10. 510.15. 513.5. 515.20. 
516,1.  520,5.  522,20.  538,15.  540,5. 

567.10.  570,5.  571,20.  573,1. 589,35. 

591.25.  617,10.  624,35.  626,20. 

632.5. 633.15. 642.15. 652.35. 653.20. 
654,15.  662,15.  666,10.  669,10. 

-  kircbe  s.  Veringendorf. 

Mietingen  OA.  Laupheim  16,15. 

Minne,  Cuntz  s.  Biedlingen. 

Mistler,  Johannes  s.  Hundersingen , 
Kirchherr. 

Mochel,  Grüningen:  222,10. 234,20. 32 1 ,1. 
Cunrat  der  -  187,5. 

Bentz,  Berbtolt  der  -  216,15.  234,35. 
Biedlingen :  Bentz  574,5.  585,20. 
631,35. 

Mochentaler,  Mocbentailer,  Berthold 
der  -  112,1; 

Berthold  112,1; 

Hermann,  seine  Söhne  112,1.  299,15. 
Cuntz  der  -,  den  man  nempt  den 
Nagel  391,15. 


Allgemeines  Register. 


758 


Moguntinensis  s.  Mains. 

Möhringen,  Meringen,  Mengen  OA. 
Riedlingen  65,80. 

Akkerknhet  112,20. 

Cunradus  advocatus,  Cünrat  der  vo- 
get  47,80.  82,30.  660,25. 

Cünr.  dictus  Zimbermann  s.  Zirnmer- 
man. 

Hainrich  von  -  174,20. 

Ludwicus  de  Erenvels  s.  Ehrenfels. 
Wolf  von  Mägenbüch  ze  -  s.  Magen¬ 
buch. 

Der  Öhaminun  gut  12,25. 

Rantz,  Eytal  s.  Ranz; 

Burkart,  sein  Sohn,  s.  Ranz. 
Tathusen,  Burchart  von  -,  s.  Datt- 
hausen. 

Nidre  Meringen,  abg.,  Hermannus 
dictus  Keller  de  Unlängen,  s. 
Keller. 

Moringerin  s.  Friedingen. 

Moll,  Mollen,  Mollin,  Cüntz,  Chüntz  zu 
Riedlingen  272,5.  381,35.  383,20. 
De  Althain:  661,20. 

Haintz  von  -  563,15. 

-un  acker  107,25. 

Möllenbrunn ,  M&librunn,  Gern.  Reute 
OA.  Waldsee ,  Diu  von  -  269,30. 
Mollin  s.  Moslin. 

Mon,  Mont  s.  Schemmern ,  Langen-. 
Monte  Marano,  Montis  Marani,  Italien , 
Petrus  episcopus  175,30;  S  176,30. 
Montfort,  Muntfort,  Müntfürt,  Grafen, 
Stammschloss  Kt.  Graubünden, 
Rudolf  10,15. 

Wilnhalm,  Wilhelm,  Willhelm  143,30. 
161,30.  162,10.  167,25.  341,10; 
S  143,35; 

Hainrich  von  herr  ze  Tetnang, 
sein  Bruder,  341,5.  383,10. 
498,15;  S  345,25.  383,35; 
Wilhelm  der  jung,  sein  Bruder , 
296,25.  342,5;  S  297,5.  346,1. 
Ulrich  von  auch  Ulrich  von  Sig¬ 
maringen  gen.  23,20.  30. 

Mor  s.  Schemmern,  Langen -. 
Morgenrot  298,15. 

Morhardt  s.  Grüningen. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


Mosherre,  Albrecht  s.  Bermatingen. 
Moslin,  Mollin  153,15.  154,10. 

Muchtrar  s.  Herberiingen. 

Mülherre,  Mülherr  zu  Riedlingen  391,5. 

Chünrat,  schulthais  zu  Altheim  283,20. 
Mülingen,  Dietricus  die.  -  sacerdos,  s. 
Andelfingen. 

Müller,  Müllaer,  Müllerin,  Müllariun, 
Michel  der  -  von  Andelfingen, 
burger  ze  Bybrach  601,30. 
Ravensburg :  Hainrich  der  -  36,30. 
Riedlingen:  Hans  der  -  485,15; 
Ann,  sein  Weib,  318,30.  485,15; 
Eberli  der  -  zu  Riedlingen,  ihr 
Vater  318,30; 

Katherinli,  Schwesterkind  der  Ann 
319,15; 

Hätz,  Katherin,  Engelburk,  Schwe¬ 
stern  der  Ann,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen. 

Cünrat  der  -,  s.  Mengen,  Kloster. 
Walther  der  -  ammen  des  Grafen 
Eberhard  von  Landau  49,30. 
Werntz  der  -  von  Riedlingen  556,35. 
Wibrat  die  -  von  Sclieer  49,15. 
Mulner,  Cünrat  der  -  75,5. 

Mültscher  s.  Hundersingen. 

Münch,  Altheim:  Hanns  der  -  607,5. 

Enslingen:  der  -  186,10.  262,15. 
Munderkingen,  Munderchingen,  Mun- 
drihingen,  Mundrichingen,  Mun- 
drichingin,  Mundrichengin  OA . 
Ehingen  215,20.  437,25.  513,15; 
S  44,20.  215,20.  489,30. 

Einwohner : 

Amman  44,20.  215,20. 

Adelhait  von  -,  s.  Heiligkreuzlal, 
Klosterfrauen. 

Burchart  von  Hartelkohwen  44,20. 
Cünrat  von  Wülvelingen  der  amman 
von  -,  s.  Wilflingen. 

Farer,  Cüntz  s.  Farer. 

Maiger  Friderich  44,20. 

Hermännin  s.  Herman. 

Metzger  s.  Metzger. 

Mont,  Eberhard  gen.  -  von  Hayingen, 
B.,  s.  Schemmern ,  Langen-. 

48 


754 


Allgemeines  Register. 


Munderkingen : 

Einwohner: 

Rüffln  512,85. 

Mahthilt  dü  B.,  215,5. 

Scheffel,  Ernst  512,85. 

Stahelin,  Cuntz  s.  Stahelin. 

Stain,  Schmyd  vom  s.  Stein. 

Stain,  Anshain  von,  amman  ze  s. 

Stein. 

Stüefj  Hermann  s.  Stiief. 

Tralfing,  Rudolf,  amman  215,20. 
Werdraut,  Rüsz  512,25. 

Flurnamen : 

Honenbühel  512,35. 

Kalkoven  512,35. 

Passental  512,35. 

Mundinger  s.  Riedlingen. 

Mündli,  Hans,  tegan  s.  Riedlingen, 
Geistliche. 

Munster  s.  Beromünster. 
Münsterlingen,  Kt.  Turgau,  Frowen 
ze  -  179,30. 

Mürdochse  s.  Riedlingen. 

Murer,  Mürer,  Muraer,  Mürar,  Murerin, 
Maurer,  Cünrat  der  -  223,15; 
Agnes,  seine  Schwester,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Cünze,  Cunze  der  -  44,35. 

Wernher  der  -  75,1. 

Binzwangen :  Cünrat  der  -  86,1 ; 

Mächthild,  sein  Weib  86,1. 
Veringen:  Hainrich  17,1. 

Friedingen :  Der  -  194,5. 

Haintz  der  -  377,20. 

Mürli,  Wlrich  210,25;  211,10; 

Mechtylt,  sein  Weib  210,25. 
Murnhart,  Hainrich  613,35. 

Murrwetzel  185,25. 

Murzel,  Mürtzel,  Mursei,  Mürsel,  Mur- 
cell,  Muersell,  Mursal,  Murtzal, 
Mürzsellin,  Murtzellin,  Murselin, 
Mursellin,  Mursallin,  Müstlin,  Der 
-un  lipding  541,10. 

Luz,  Lutz  218,30; 

Lütz,  Lutzei,  der  jung  420,5; 

Der  alte  -  420,10. 

Benigna  s. Heiligkreuztal,  Äbtissinnen. 


Murzel : 

Hadwig,  Hatz  s.  Heilig  kr  euztal, 
Klosterfrauen. 

Mahthilt  213,1; 

Anna  und  Bena,  ihre  Töchter,  s. 
Heilig  kr  euztal,  Klosterfrauen. 
Conradt,  Conrad  gen.  -  18,15.  24,1. 
Contz,  Chüntz  der  -  230,10.  231,15; 
S  230,35. 

Chüntz,  Cuntz  404,30.  408,20 ;  S 
405,35.  409,35; 

Anastasia  von  Andelfingen,  sein 
Weib,  s.  Andelfingen. 
Riedlingen:  -  Walkan,  caplan  s.  Ried¬ 
lingen,  Geistlichkeit. 

Berhtolt,  Benze,  Bentz,  Bertold  von 
Ertingen,  B.,  65,10.  74,30.  90,20. 
101,25. 

Müstlin,  Hätz  s.  Murzel. 

Mütlerin  s.  Riedlingen. 

SJ. 

Nagel,  Cuntz  der  Mochentaler  den  man 
nempt  den  -  s.  Mochentaler. 
Nager,  Nägerin,  Der  -  zu  Winterlingen 
79,10.  96,20. 

Gut  dü  -  s.  Heiligkreuztal ,  Kloster¬ 
frauen. 

Naglerin  s.  Andelfingen. 

Nagold,  OA.Stadt  23,5. 

Nahwege,  Berhtolt  92,15. 

Naiggeli,  Hainrich  s.  Hundersingen. 
Nallingen  s.  Nellingen. 

Nallinger  s.  Esslingen. 

Näntzing  s.  Mengen. 

Nater,  Andelfingen:  Des  -s  garten  58,35. 
Enslingen:  179,25. 

Haintz  der  -  412,30. 

Johans  der  -  412,35. 

Riedlingen:  Haintz  der  -  den  man 
nempt  Haintzen  von  Veringen, 
B.,  597,10; 

Anne,  sein  Weib  597,10; 

Katherin,  ihre  Tochter  597,10. 
Ütz,  Üz  der  -  211,25.  224,1. 
Naxos,  im  ägäischen  Meer,  Bernardus 
Nixiensis  archiepiscopus  175,30 ; 
S  176,30. 


Allgemeines  Register. 


755 


Nefe,  Neve,  Nef,  Binzwangen :  Werner 
von  B.  gen.  der  -  144,15. 

Cünrat  der  -  s.  Heiligkreuztal,  Brüder . 
Markdorf:  Hainrich  der  -  411,20; 
Adelhait,  sein  Weib  411,20; 

Ihre  Kinder:  Adelhait  s.  Heilig  - 
kreuztal,  Klosterfrauen ; 

Hans  356,1.  411,5; 

Elzbeth,  dessen  Weib  356,1; 
Adelhait  und  Elizabeth,  deren 
Kinder ,  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Winterlingen :  Waltz  der  -  392,10. 
Cüntz  der  -  247,5. 

Werntz  der  -  309,35. 

Cünrat  der  -  s.  Zwiefalten ,  Brüder. 
Kellenburg ,  Nellenbürg,  Nellenburch, 
Nellenburk,  Gern.  Hindelwangen , 
badisches  BA.  Stockach  664,35. 
Grafen  von  Eberhard  48,35. 664,30 
(der  alte);  S  49,1. 

Eberhard,  la[n]g  [ravius]  in  Heg[ew] 
342,10.  453,5;  £346,1.  453,25. 
Mangold  12,30.  19,35. 

Nellingen,  Nallingen  OA.  Esslingen, 
Johannes  dictus  de  -  s.  Konstanz , 
Procuratores. 

S.  auch  Esslingen,  Nallinger. 
Nenggersbuhil  13,10. 

Neuffen  OA.  Urach,  Grafen:  Einer 
von  -  9,30. 

Berthold  24,5. 

Gottfried  8,20. 

Neufra,  Nuifrun,  Nüvrun,  Nuivrun, 
Nüverun,  Niufron  villa  OA.  Ried¬ 
lingen  11,15.  23,20.  661,20. 
Einwohner : 

Kircherr:  Wüst,  Burkart,  tegan  in 
Sulger  cappitel  s.  Wüst. 

Anna,  Hailwic,  Clara  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen. 

Hainricus  de  -  46,20. 

Hornstain,  Ludwig,  Hainrich,  Hans 
gnant  von  -  und  ze  N.  gesessen, 
s.  Hornstein,  Neufra. 

Koch,  Hans  s.  Koch. 

Schenk,  Haintz  300,5. 


Neufra : 

Einwohner ; 

Wichsler,  Wihsler,  Haintz  der  - 
427,20.  456,15. 

Wisze,  Haintz  s.  Wise. 

Flurnamen : 

Ranzenwida,  Ranzenwidi  26,1. 

-  weg  183,1. 

Neuhausen  OA.  Nürtingen,  Wolfram 
von  -  669,15. 

Margarete  und  Anna  von  -  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Neuneck ,  Neunek,  Nünegg,  Nwnegg, 
Nunegg,  Nüwnegg,  Nüwnegge, 
Nüwenegg,  Nünegk,  Nuneke,  Niün- 
eg,  Neuneg  OA.  Freudenstadt, 
Herren  von  -,  Aberlin  461,20; 
S  462,5. 

Angnes  646,30.  667,35;  S  647,10. 
669,1. 

Hans  von  Hornstain  von  Schatz¬ 
berg,  ze  Wüllflingen,  ihr  Mann, 
s.  Hornstein- Schatzberg. 

Hug  342,20.  352,25.  437,15;  S  346,10. 
353,35.  438,30; 

Albrecht,  sein  Bruder,  Leutpriester 
ze  Herbertingen,  s.  Herber¬ 
tingen,  Geistliche. 

Albrecht,  Kirchherr  ze  Herbertin¬ 
gen,  s.  Herbertingen,  Geistliche. 
Tragelin  461,1;  S  462,5. 

Cfr.  von  Alberti  552. 

Nikolaus,  Nicolaus,  Nycolaus,  Nicho- 
laus,  Nycolas,  Niclaus,  Nyclaus, 
Nyclasz,  episcopus,  abent,  abent, 
tag,  6.  Dez.,  114,30.  145,5.  15. 
149,1. 176,10. 185,25. 286,15. 335,15. 
364,1.  371,5.  372,25.  392,20.  412,20. 
462,10.  502,25.  517,15.  594,35. 

614,10.35.  620,10.  633,35. 

S.  -  capell  s.  Heiligkreuztal,  Ört¬ 
lichkeiten. 

Nikomedes ,  S.  -  tag  im  brachot  645,10. 
Niderwisen,  Uf  -  229,30.  301,1. 

Nidre  Meringen  s.  nach  Möhringen. 
Nigra  Silva  s.  Schivarzwald. 

Nixiensis,  Bernardus  -  archiepiscopus, 
s.  Naxos. 


756 


Allgemeines  Register. 


Nolle  von  Winterlingen ,  Härtliep,  Hart- 
liep  351,10; 

Dylige,  sein  Weib  351,35; 

Chuntz,  ihr  Sohn  351,10. 

Hans,  j B.  von  Veringen  351,10; 
Elizabeth,  seine  Tochter,  s.  Heilig - 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Noppen,  Hans  der  Wirt,  den  man  nempt 
-  s.  Wirt. 

Nuber  s.  Salem,  Mönche. 

Nübrunner,  Nunbruner  s.  Bfullendorf. 
Nuverun  s.  Neufra. 

Nürnberg,  Nüremberg  2,5.  167,35. 
Nuschler  s.  Hundersingen,  Geistliche. 
Nütel,  Albreht  s.  Stuttgart. 

Nützli  s.  Pfullendorf. 

O. 

Obernholtz,  Oberholtz,  vielleicht  Gern. 
Ebentueiler  OA.Saulgau,  aber  wahr¬ 
scheinlicher  dbg.  in  der  Nähe  von 
Biedlingen  155,10.  165,10.  458,20. 
664,10. 

-  (Flurname)  619,30. 

Baclimaiger  458,25. 

Oberrieden,  Oberriedern,  Gern.  Mühl¬ 
hofen  JBA.  Überlingen,  Burkart 
von  -  156,5.  201,20. 

Oberstetten,  Obrenstetten,  Obrensteten, 
Obersteten,  Obresteten,  Obroste tten 
OA.  Münsingen ,  Eberhard  von  - 

357,15.  385,15.  670,20.  671,20;  S 
357,35.  385,20.  403,20; 

Nesa,  Benigna  (Beningna),  Anna, 
Beta,  seine  Töchter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Peter  von  -  670,35.  671,20. 

Harich  Stolle  s.  Stoll. 

Obrenstetten  290,5. 

Andelfingen:  Cüntz  471,35.  502,20; 
Mächthild,  sein  Weib  471,35. 
Ödalricus  s.  Ulrich. 

Ofen  wisch,  Oven  wisch,  Im  -  183,1. 
287,30.  288,5.  35.  310,15.  314,25. 

-  zu  Biedlingen  482,15.  487,1.  591,5. 
Offenburger,  Offemburger,  Offenburgar, 

Cünrat  der  -  219,25. 

Oswalt  458,25. 


Offenburger : 

Binzwangen :  Albreht  der  -  240,25. 
Enslingen :  H.,  Haintz  der  -  122,35. 

230.15.  232,25.  262,10. 

Agnes  die  -,  6*.  Heiligkreuztal,  Klo¬ 
sterfrauen. 

Anna  611,10; 

Haintz  Tuntz  von  Andelfingen,  den 
man  nempt  den  Pfiffer,  s.  An¬ 
delfingen,  Tuntz. 

Biedlingen ,  Bürger:  Haintz  405,15. 
Berhtolt,  Bentz,  Bienz  der  -  256,10. 

293.1.  319,5; 

Katherin,  sein  Weib  256,10; 

Claus,  Klaus,  ihr  Sohn  256,10; 
Katherin,  dessen  Weib  256,10. 
Hainricus,  Hainrich,  Hainze  49,30. 

53.15.  90,20.  101,25.  122,15. 

158.15.  159,20.  163,1.  180,15. 
201,30.  212,1.  255,20.  292,30. 

300.1.  664,25; 

Mahthilt,  sein  Weib  180,15. 

Hans  der  -  den  man  nempt  den 
Schilcher  405,15.  409,15.  518,1. 
555,25;  S  410,1.  556,10. 
Mangolt,  Manz  der  -  102,5.  158,30. 

163.1.  164,10.  664,25. 

Offenhuser  s.  Grüningen. 

Oggelsbeuren,  Ogoltspürron,  Ögeltz- 

bürren  OA.  Ehingen,  Johannes 
dictus  Herman  und  Sohn  Eber- 
hardus,  s.  Herman. 

Öhamin,  Der  -un  gut,  s.  Möhringen. 
Ohmenhausen,  Umbenhusen  OA.  Beut- 
lingen,  Bengel,  Berchtolt  der  -  s. 
Bengel  (lies  oben  bei  Bengel  auch 
Ohmenhausen !) 

Schobli  s.  Schobli. 

Cunrat  von  Stoffeln  ze  -  s.  Stöffeln. 
Ohnhülben,  Hanlnil,  Honhulwe,  Hon- 
hulw,  Gern.  Dürrenwaldstetten  OA. 
Münsingen ,  Friedingen:  Haintz  des 
Becken  sun  von  -  s.  Beck. 
Heinrich  gen.  von  -  28,1. 

Burkhard  27,30. 

Burcarht  119,1. 

Hans  der  Hergesell  ze  -  s.  Hergesell. 
Öler,  Gozz  der  -  293,30. 


Allgemeines  Register. 


757 


Opfingen  OA.  Ehingen ,  Cünr.  der  Ber¬ 
ger  ze  -  s.  Berger. 

Ortlieb,  Ortliep,  Binzwangen :  -s  gut 

20.30. 

Pfullendorf :  Hainrich,  B.,  322,35. 
324,15.  334,30. 

Ortolff  .9.  Hunder singen. 

Ohsehaim  s.  Zollhausen ;  vgl.  auch  Ost¬ 
heim. 

Oshaimer,  Osshaimer,  Öshammer,  Ose- 
hamer  s.  Waldhausen. 

Oshain  s.  Ostheim. 

Osler,  Walz  der  -  353,30. 

Österberg,  Osterberg,  Osterberk  bei  Alt¬ 
heim  78,10.  238,5. 

Österreich ,  Österreich,  Österrich,  Öste- 
rich,  Österiche,  Herschafft  von  - 

436.5. 

Herren  von  -  201,10.  531,1. 

Hertzog,  herzoge  von  -  168,15. 
Leupold  140,20.  663,30;  S  664,1. 
Leupolt  528,1. 

Ott  ze  -  und  ze  Steyer  184,15 ;  8 
184,25. 

Ostheim,  Oshain,  abg.  bei  Biedlingen 
165,40. 

Hainze  von  -  144,5. 

Bi  der  lindun  an  der  Stürtzlinun 
aker  s.  Stürzei. 

Ostia  bei  Rom,  episcopus  Ostiensis, 
Philippus  de  Alenconio  -  sacro- 
sancte  Romane  ecclesie  cardinalis 
apostolice  sedis  legatus  395,35. 
Ostrach ,  hohenzollerisches  OA.  Sig¬ 
mar  ingen  25,20.  26,10.  661,30. 
Ostrach,  rechter  Nebenfluss  der  Donau 

256.30.  479,25.  480,15.  481,20. 

490,10. 

Ulf  der  -  da  du  -  in  die  Tünow  gat 
346,20. 

Vischentz  uff  der  -  504,15.  594,15. 
Die  artzatinen  an  der  -,  des  Artzatz 
stok  s.  Arzat. 

Oswald,  s.  -  tag,  s.  -  tak  in  dem  oug- 
sten,  5.  Aug.,  235,25.  309,25. 
Othmar,  Otmar,  Othmar,  s.  -s  tag, 
festum  b.  -i  abbatis,  16.  Nov. 

135.5.  568,10. 


Ötlin,  Hätza  die  -  594,20. 

Ott,  Otto,  Otte,  Öttin,  Bentz  351,30. 
Bingen:  -  von  Bünigen  558,10; 

Ruff,  sein  Sohn  558,10. 

Hunder  singen ;  Werntz  497,10. 
Mengen:  -  der  wirt  125,10.  232,10. 
235,20. 

Frik,  Frikke  -,  Frikotte  235,20. 257,5. 
350,10.  511,35; 

Hail,  sein  Weib  350,10.  511,35; 
Elsbeth,  ihre  Tochter  511,35. 
Peter,  B.,  522,1. 

Hans  522,1. 

Riedlingen:  Hans,  B.,  211,25.  224,1. 
665,25; 

Adelhait,  sein  Weib  211,25. 

Ital,  Ytel  485,30.  488,35; 

Anna,  Tochter  des  Cüntz  Schmyd 
vom  Stain  von  Munderkingen, 
sein  Weib,  s.  Stein ,  Schmid 
vom  -; 

Hans  485,30;  S  amman  574,30; 
Pfaff  Hainrich,  ihre  Kinder 
488,35. 

Otter  s.  Friedingen. 

Otter  swang,  Outelswank  OA.  Waldsee, 
Ulrich  der  Schenk  von  -  317,30. 
Cfr.  von  Alberti  581. 

Oyhof,  Hoi,  Sophienhof,  Gern.  Tann¬ 
heim  OA.  Leutkirch,  Bete  von  - 
375,5; 

Cünrat  der  Varwer,  ihr  Vater,  s. 
Färber ;  cfr.  Oberamtsbeschrei¬ 
bung  Leuikirch  191. 

P. 

Pantzer,  Ruf  s.  Beuren. 

Paulus,  an  dem  nehesten  mäntig  vor 
der  hailigen  herren  s.  -  tag  als  er 
bekert  war,  25.  Jan.,  206,25.  336,5. 
349,35.  350,20. 

Paiger,  Payger,  Payrin  s.  Baier. 
Pelagius  s.  Pelagien,  Pelayen,  tag, 
abent,  28.  Aug.,  227,25.  556,10. 
Peter  und  Paul,  s.  Peters,  Petris  abend, 
tag,  dult,  P.  und  P.  abent,  abende, 
ze  usgaendigem  brachod,  Petrus 
et  Paulus  apostoli,  in  die  b.  Petri 


758 


Allgemeines  Register. 


confessoris,  in  vigilia  Petri  con- 
fessoris,  f.  b.  P.  et  P.,  29.  Juni , 
37,80.  43,15. 114,30. 125,15. 160,25. 
176,10. 184,10.30.  318,1.25.  328,15. 

331.25.  364,30.  387,15.  440,30. 

450.25.  451,35.  467,20.  468,30. 
485,10.  662,1. 

S.  -s  gotzhus  s.  Wilflingen. 

Petri  Stuhlfeier ,  an  sant  Petürs  tage, 
der  da  haiset  cathedra,  s.  Peters 
tac  an  der  XII  kallende  marcii, 
darumb  die  vastenaht  kumet, 
22.  Febr.,  75,30.  110,30.  218,5. 
Petronella,  s.  Petronell  e,  Petronellnn 
abent,  tag,  30.  Mai ,  212,30.  304,20. 
Pfaffenhofen,  Phaffenhofen,  abg.  bei 
Owingen  PA.  Überlingen,  Albreht 
dem  man  spricht  -  27,10.  56,30. 
Heinrich  27,10. 

Pfefferhart,  Phefferhart,  magister  Hain- 
ricus  dictus  -  clericus  Constan- 
ciensis  .9.  Konstanz,  Kleriker. 
Pfendlerin,  Hilt  s.  Heiligkreuztal,  Klo¬ 
sterfrauen. 

Pfhal,  Ulricus  von  Hodorf  gen.  -  s. 

Überlingen. 

Pfiffer,  Der  631,15. 

Künder  singen:  Der  -  618,15. 

Haintz  Tüntz,  den  man  nempt  den  - 
s.  Andelfingen,  Tüntz. 

Haintz  Mengoss,  den  man  nempt  den  - 
s.  Friedingen ,  Mengoss. 

Pfifferli  646,30. 

Pfister,  Pfhister  (pfhister),  Phister, 
Phisterin,  Physter,  Pfistrin,  Adel¬ 
haid  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Cünrat,  Hänr.  s.  Heiligkreuztal,  Brü¬ 
der. 

Else  s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Veringen:  Konrad  der  -,  Cünr.  125,5. 
136,25; 

Mantz,  sein  Bruder  136,25. 
Walther  366,10; 

Elssbett  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen  ; 

Will  gen.  Schulthaissin,  seine 
Töchter,  s.  Schulthaiss. 


Pfister : 

Biedlingen :  Chüntz,  Cünrat  der  bur- 
germaister  397,15.  407,35.  552,15. 
Pfiummern,  Pflumaern,  Phlumerin,  Pflu- 
mer,  Pflumarn,  Pflomern,  Pflumeren 
OA.  Biedlingen  27,25.  209,15. 
Zehnten,  zehend  265,5.  366,1.  564,1. 

670.5.  671,30. 

Khlein-  und  gross-  266,30.  544,20. 
Laygen  -  365,30. 

Örtlichkeiten : 

Burg  661,15. 

Kirche  209,10. 

Hailige  209,10. 

-n  pfleger  209,10. 

Einwohner: 

Beni,  Walther  s.  Beni. 

Berthold,  Berchtold,  Ritter  von 

27.5.  78,10.  660,25. 

Cünrat  von  -  209,1.  245,25; 

Elsbeth  von  Eglingen,  sein  Weib, 
s.  Eglingen; 

Berhtolt  245,25; 

Cünrat  245,25;  S  246,35; 

Agnes,  ihre  Kinder  245,25. 
Cünrat  von  -  554,5; 

Agnes  von  Grüningen,  sein  Weib, 
s.  Grüningen  ; 

Gut,  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen  ; 

Anna  und  Elizabeth,  ihre  Töchter 

553,25. 

Engel,  Cünrat  der  -  s.  Engel. 
Vuhse,  Cün  u.  Hainrich  der  -  s.  Fuchs. 
Gingelar,  Burcart  der  -  209,5. 
Hainrich  von  -  246,25. 

Hans  von  Hornstain  von  -  s.  Horn¬ 
stein,  Pfiummern. 

Die  von  Magenbüch  von  -  s.  Magen¬ 
buch. 

Mesener,  Johans  der  -,  s.  Mesner. 
Sachse  s.  Sachs. 

Schnider,  Lutze  der  -  s.  Schnider. 
Wagenar,  Eberhart  der  -  s.  Wagenaer. 
Walther  dez  alten  Weberz  sun  s. 
Weber. 

Widman,  Des  -  akker  245,30. 


Allgemeines  Register. 


759 


Pflummern : 

Flurnamen : 

In  Andelfingen  esche  ob  Stetteloch 
gen  Racholtzrain  209,5. 

Am  dorn  245,30. 

Dero  von  Magenbüch  von  -  wis 
s.  Magenbuch. 

Stegwise  245,30. 

Walters  von  -  Horngesträuch  13,15. 
Ff ullendorf ',  Pfullendorff,  Phullendorf 
badisches  BA.,  Ernst,  Cünrad  s. 
Ernst. 

Grämlich,  Gremlich,  Gremblich,  B., 
Hans  323,10.  324,1 ; 

Cünrat,  sein  Sohn,  S  323,10.  324,1. 
Cünrat  amman  355,35;  S  323,10. 
o  324,1.  356,15 ; 

Ulrich  356,1;  * 

Johans,  Hans,  seine  Brüder  356,1. 
521,25. 

Diethelm,  Dietz  483,10.  20.  497,10. 
504,20. 

Herman  -  ze  Kruchenwis  634,15; 
8  634,25. 

Hans  -  zu  Herbertingen  521,35. 
Hopp,  Ludwig  634,1 ;  S  635,1. 
Nübrunner,  Nunbruner,  Hainrich  der 
-  601,25;  8  603,20. 

Ortliep,  Hainrich  s.  Ortlieb. 

Schorp,  Hainrich  s.  Schorp. 
Pfullingen ,  Phullingen  OA.  Beutlingen, 
Eberhart,  amman  von  -  429,35. 
662,10. 

Pfungen,  Hermannus  die.  -  de  Thurego 
clericus  s.  Zürich. 

Phaf,  än  erber  man  in  der  aht  gen.  - 

142.30. 

Phander  s.  Mengen. 

Philipp  und  Jakobus ,  Philippi  et  Jacobi 
abende,  1.  Mai,  138,15. 

Phlogerin,  Der  -un  lehen  77,30. 
Physter  s.  Pfister. 

Plass,  Ulr.  von  Hodorf  gen.  -,  B.  zu 
Überlingen  s.  Überlingen. 

Plater,  Hans  der  -  s.  Altheim. 
Plieningen,  Blieningen,  Pl&nigen,  Bin¬ 
ningen  OA.  Stuttgart,  Plebanus 

127.30. 


Plieningen : 

Cünradus  de  -  97,5; 

Adelhaidis,  sein  Weib  97,5. 

Eberhardus  de  -  128,15. 

Johans  von  -,  Abt  zu  Zwiefalten  s. 

Zwiefalten. 

Pliezhausen ,  Blidentzhusen  OA.  Tübin¬ 
gen,  uss  Berchtoltz  Schulterren  von 
Kirchain  güten  s.  Kirchain. 

Plochingen,  Blochingen  OA.  Esslingen, 
Hermann  von  Hornstain  kircherre 
von  -  s.  Hornstein. 

Ploger,  C.  der  -  150,1. 

Pont,  Burkhard  9,30.  24,5. 

Porta  Ceili  s.  Himmelspforte. 

Prassberg ,  Brahsperg,  Gem.Leupolz  OA. 
Wangen,  Wilhelm  von  -  342,20; 
8  346,10. 

Pratum,  Wiesen  (?)  14,15. 

Preco,  Cünrat  s.  Mengen. 

Premontre,  Frankreich  9,20. 

Abt  Johann  von  -  9,20. 

Prigancia  s.  Bregenz. 

Priolin,  ein  gütlin  daz  man  der  -un 
gütlin  nempt  78,1. 

Qualtzer  141,15. 

R. 

Rächwin,  Rähwin,  Rächwi,  Kathrin 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Biedlingen:  585,25.  590,35. 

Räk  der  Ycher  s.  Biedlingen,  Ycher. 

Badolfzell,  Ratolfczell  BA.  Konstanz 
528,10. 

Rafenolt  18,5. 

Raiger,  Raigel,  Mengen:  68,35. 

Bertolt  der  -  S  111,20. 

Binzwangen:  472,25. 

Hainz  der  -  433,25. 

Bain,  Rainn,  Ray,  abg.  bei  Messkirch, 
Appe  vom  -  s.  Appe. 

Aulbreht  vom  -  672,20. 

Berthold  von  -  gen.  68,30. 

Chünrat,  Cünrat  vom  -  474,5.  528,5. 

530,35.  533,25.  534,15.  567,15. 

570,20.  600,5; 


760 


Allgemeines  Register. 


Rain : 

Chünrat, 

Elspeth,  Elizabeth  von  Hornstain 
von  Wilflingen,  sein  Weib, 
s.  Hornstein- Wilflingen. 

Make  vom  -  842,20;  S  846,10. 
Yegen  von  -  589,1. 

Rainen,  In  den  -  78,10. 

Rainsburc  s.  Reinsburg. 

Raiser  s.  Riedlingen. 

Raiserli,  Hensli  der  -  319,5. 

Ralle  s.  Mengen. 

Raeme,  Cünrad  36,30. 

Raemser,  Johannes  der  s.  Esslingen. 
Ramunch,  Ramunc,  H.,  Hanrich  von 
Engen  gen.  -  9,1.  58,5. 

Ranz,  Rantz,  Rantze,  Rance,  Ranzer, 
Ranzin,  Rantzin,  Raenzin,  Renzin, 
Burkhard,  Ritter  9,1. 

Ebo,  Ebe  92,5.  661,30;  S  92,20; 

Iudenta,  sein  Weib  92,5. 

Agnes  410,25; 

Anna  und  Katherin  von  Hodorf, 
ihre  Töchter,  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen  ; 

Anna,  ihre  Schwester,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal ,  Äbtissinnen; 

Hans,  ihr  Bruder  214,35.  261,1. 
362,35; 

Agatha,  dessen  Tochter,  s .  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen  ; 
Rüdger,  ihr  Bruder  362,20; 

Anna,  dessen  Tochter ,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen . 
Hermann  -  ze  Riethusen  gesezzen 
453,35.  454,35 ;  S  454,30.  455,10; 
Ital,  Itel,  Eytal,  Italraz,  Italranz, 
armiger,  sein  Bruder  174,30. 

215.1.  263,35.  362,35.  454,5. 

455.1. 

Ritter  Albrecht  -  gesezzen  ze  Nüfren 
437,10;  S  438,30.  455,10; 
Burkart,  Purchart  -  von  Meringen, 
sein  Sohn  454,5.  455,1 ; 

Anna,  Clara,  dessen  Töchter,  s. 
Heiligkreuztal,  Klosterfrauen . 
Haintz  -  zu  Billafingen  586,30. 


Ranz : 

Margareta  550,15;  S  551,30, 

Weib  des  Cunrat  von  Buwenburg 
s.  Buwenburg. 

Ott,  ötte,  Otto  150,35.  221,15;  S 
151,10; 

Hainrich  150,35; 

Johanse,  seine  Brüder  1*50,35. 

Cfr.  von  Alberti  613. 

Rapolt,  Rapelt,  Cunrat  210,35. 

Hans  211,5; 

Wernher,  Werenher,  sein  Bruder 
77,10.  136,15.  154,35.  211,5. 
Rapp,  Hainr.  dictus  -,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Brüder. 

Rasolt,  Johannes  dictus  -  166,1. 

Rasor,  Eberhardus  14,20. 

Rasser  s.  Harthausen,  abg.  zwischen 
Riedlingen  und  Friedingen. 
Ratgeb,  Haintz  der  -,  s.  Riedlingen. 
Ratgeben,  Johannes  die.  s.  Konstanz , 
Notare. 

Ratolfczell  s.  Radolfzell. 

Ratzenhover,  Cuutz  der  s.  Binz¬ 
wangen. 

Ravensburg,  Ravenspurg,  OA.Stadt 
270,15.  306,30. 

Amman  269,20.  306,15;  S  306,25. 
Cunrat  der  Butzikover  s.  Beizkofen ; 
Anna,  seine  Schwester,  Weib  des 
Cunrat  der  Huber  s.  Huber. 
Holbain,  Friderich,  statte  amman 
269,20;  S  270,10. 

Huntbiss  627,25. 

Müller,  Hainrich  der  -  s.  Müller. 
Wildmann,  Wildman,  Erhärt  der-,  B., 
555,10.  629,15.  643,25. 

Reck,  Rek,  Reke,  phaffe  Albreht  95,15. 
Uli  der  -  von  Friedingen ,  wahr¬ 
scheinlich  verschrieben  für  Bek, 
s.  Beck. 

Ulrich  24,10. 

Rechberg  OA.  Gmünd ,  Herren  von  -, 
Grafen ,  Hans  s.  Sigmaringen . 
Recreensis,  Recrensis,  frater  Johannes 
episcopus  vicarius  ecclesie  Con- 
stanciensis  in  spiritualibus,  s.  Kon¬ 
stanz,  Weihbischöfe. 


Allgemeines  Register. 


761 


Regentsweiler ,  Regnoltswiler*  Regnots- 
wile,  Gern.  Ludwigshafen  BA. 
Stockach,  Albreht  von  -  261,1. 
265,25;  S  266,20. 

Reichenau,  Richenowe,  Richenow,  Ri- 
chunowe,  Owe,  Owe,  öw,  Augia 
maior,  monasterium  sedi  apostolice 
immediate  subiectum,  daz  an  alles 
mittel  dem  stül  ze  Rom  zügehort, 
BA.  Konstanz  10,35.  25,20.  66,20. 

249,25.  291,5.  519,25.  526,15. 

Äbte,  abt,  abbet,  abbas,  des  goteshus 
in  der  Konrad  7,25. 

Burkard  9,15. 

Albert  10,35.  11,25.  12,20.25,15. 
Heinrich  II,  Bischof  von  Konstanz , 
gubernator,  deffensor  mona- 
sterii  Augie  maioris  63,10. 
66,10;  S  64,5. 

Eberhard  290,20.  400,1.  519,5. 

523,10.  525,30;  *9291,5.  519,20. 

523,25.  526,15. 

Küster :  Nicolaus  von  Gütenburch 
249,15;  S  249,20. 

Kapitel,  cappitel  12,20.  523,10; 

523,25. 

Kustri  523,15. 

Lieht  unser  frown  altars  523,15. 
Ministerielle  11,25.  12,25. 
Reichenstein,  Richenstain,  Gern.  Lau¬ 
terach  OA.  Ehingen,  Berhtolt  vom 
Stain,  de  Stein,  Ritter  s.  Stein. 
Reinhartshusern  (nicht  zu  ermitteln), 
der  Son  acker  19,35. 

Reinsburg ,  Rainsburc,  Teil  von  Stutt¬ 
gart  95,5. 

Reischach ,  Rischach,  Ryschach,  Stamm¬ 
burg  Gern.  Otter  drang,  hohenzolle- 
risches  OA.  Klosterwald,  Ritter. 
Anna  389,15; 

Cünrat  Goldlin,  ihr  Mann,  s. 
Goldlin. 

Cüntz  von  -  ze  Howdorff  539,10. 
Egg,  Egghart,  Eggehart,  vogt  ze 
Sigmaringen  260,15. 265,25. 297,5. 

298.20.  357,15.  497,15;  S  261,5. 

266.20.  357,35; 

Cüntz  von  -  ze  Dietfurt  seszhafft, 


sein  Sohn  497,15.  505,35; 
S  498,1.  507,15. 

Reischach : 

Egge,  Egghart  529,10.  545,15 ;  S 
546,1 ; 

Johans,  sein  Bruder  529,10. 
Eggehart,  Eckarth  65,30.76,30. 139,20 ; 
Anna,  seine  Tochter  139,20; 

Ulrich  von  Barthelstaen,  deren 
Mann,  s.  Bartelstein. 
Eberhart,  Eberli  261,1. 

Eberhart  265,25.  297,5.  456,15;  S 

266,20.  456,35. 

Eberhart  von  -  ze  Ehingen  der  stat 
gesessen  427,15;  S  427,30. 
Hainrich,  Hainerich  265,5.  365,30. 
544,5.  671,30; 

Adelhait  von  Stain,  sein  Weib,  s. 

s.  Stein ; 

Anna  571,35; 

Adelhaith,«7ireTöc/^r544,5.546,10. 
572,5.  671,35;  S  546,1.25; 
Walther  von  Fryberg,  deren 
Mann ,  s.  Ereyberg. 

Hans  297,1. 

Rüd.  51,5. 

Rudolf,  Rudolff  261,1.  357,15.  505,35 ; 
S  358,10; 

Ruf,  Rüdolfus  von  -  ze  Strazzberg, 
sein  Solm  505,40;  S  507,30. 
Üli  261,1. 

Wezzil  49,1. 

Cfr.  von  Alberti  627. 

Reisser  s.  Altheim. 

Remmingsheim,  Remingshain  OA.  Rot¬ 
tenburg,  Hainrich  der  Unger,  kirch- 
herre,  rector  parrochialis  s.  Unger. 
Renneier,  Renniler,  Berchtolt  35,1. 
Cünrat  der  -  33,20.  36,30. 

Dietrich  der  -  109,35. 

Rennemagin,  Hainricus  97,10. 

Renz  s.  Mengen. 

Rentzz  s.  Ringingen. 

Rephain  123,25.  124,10. 

Rethaber,  Retthaber  zu  Andelfingen 

615,20. 

Waltz  gen.  -  zu  Billafingen  586,30. 
Reusch,  In  -en  grub  224,5. 


762 


Allgemeines  Register. 


Beute, vielleichtbeiEsenliausen  OA. 
Bavensburg ,  Uz,  Uzo  von  -  269,25. 

BeutUngen,  Rütlingen,  Rütlingen,  Rüte- 
lingen  under  Achalm,  Riutelingen, 
Rutelingen,  Rütelingen,  Rüthelin¬ 
gen  OA. Stadt,  Burgermaister  567,5. 

Rihter  68,1.  567,5. 

Spital  875,10.  499,5. 

Währschaft  nach  der  stat  reht  ze  - 
569,20. 

S:  der  stet  gemaind  insigel,  univer- 
sitatis,  der  Stadt  567,5.  662,25. 

Der  burgare  32,80. 

Der  von  -  hoff  372,10. 

Bene  von  -  s.  Heiligkreuztal ,  Kloster¬ 
frauen. 

Bupff,  Haintz,  rihter  567,5. 

Grimp,  B.,  429,35. 

Haiginge,  Walter  von  B.,  s .  Hay- 
ingen. 

Herzoge,  Albreht  der  -,  B.,  s.  Herzog. 

Hornstain,  Hanns  von  Sohn  des 
Conrad  von  Hornstain  von  Grü¬ 
ningen,  B.,  s.  Hornstein,  Grii- 
ningen. 

Husen,  Hainrich  von  -,  B.,  s.  Hausen. 

H.  der  scholmaster  von  -  s.  Frie¬ 
dingen ,  Einwohner. 

Irmengart  von  -  s.  Heilig kreuztal, 
li  losterfrauen. 

Katherin  des  ammans  von  -  wirtinne 
s.  Banz  er. 

Lüggart  von  -  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Mager,  C.  der  B.,  s.  Maier. 

Maetzlin  von  -  612,20. 

Schühly,  Cüntz  s.  Schüchlin. 

Strobel,  Buk,  B..  566,30. 

Ungelter,  Eberhart  der  -,  B.,  32,30. 

Valrus,  Albreht,  B .,  32,30. 

Yerwer,  Varwerin  s.  Färber. 

Wachsmanger, Hainrich, burgermaister 
und  rihter  567,5. 

Wagener,  H.  der  -,  B.,  s.  Wagener. 

Walger,  Hans  der  -,  B.,  499,25; 
S  500,5; 

Ital,  sein  Bruder,  B.,  S  500,5. 

Wigman,  B.,  32,30. 


Beutlingendorf,  ze  Rütlingen  dem  dorf, 
OA.  Biedlingen,  Ernst  der  vogt 
den  man  nempt  den  langen  vogt 
(advocatus)  s.  Vogt. 

Rewin,  Der  -un  garten,  s.  Andelfingen. 

Bhetneck,  Rinegg,  Rinegge,  Kt.  St. 
Gallen,  Magister  Otto  de  -,  dictus 
Rinegger,  prepositus  ecclesie  Zur- 
ziacensis,  s.  Konstanz ,  Advocatus 
curie. 

Richart,  Cünradus  carpentarius  dictus  - 
18,20; 

Iudenta,  seine  Tochter,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen. 

Richenstain  s.  Beichenstein. 

Richpolt,  Dietrich  s.  Biedlingen. 

Bied,  riet,  rieth,  riett,  r!t,  rieter,  rüter, 
alga,  laga,  cfr.  Buck  217/218  und 
OA. Beschreibung  Biedlingen  70/71. 

-  gen.  in  der  Tachowe  19,35. 

Gen  dem  -  422,40. 

Under  den  -en  423,1. 

In  dem  -  14,35. 

Zwischan  -n  312,10. 

Im  -  am  rincgse  gern  pferrich  516,25. 

In  dem  -  oberthalb  Landow  under 
dem  Talhof  in  dem  kessel  582,1. 

Under  dem  Talhof  ze  Hirsenrüty  ge¬ 
legen  in  dem  Tünow  -  577,30. 

In  der  hirsrütin  under  Hundersingen 
im  obem  -  601,1. 

Bei  Mengen  in  dem  -  an  dem  pirich 
184,20. 

Ze  Hundersingen  in  dem  -  512,5. 
624,25. 

Diu  wise  dü  in  dem  -  lit  281,35. 

Im  -  bi  dem  uffgeworffen  weg  559,20. 

Lata  -  quod  wlgariter  dicitur  Wiette 
-  infra  Ertingen  et  Landowe 
98,35. 

Bi  Bynsszwangen  in  dem  brait  - 
hinder  der  cappell  hin  uff  574,10. 

In  dem  brait  -  oberhalb  Pinczwanger 
prugg  546,10. 

In  dem  Tünowe  -  bi  dem  staynin 
crütz  220,1. 

In  Tünower  -  under  Bumburch  250,1. 


Allgemeines  Register. 


763 


Ried : 

In  Witten-,  in  dem  witen  -  38,35. 

122,25.  661,20. 

In  dem  vordem  brait  ob  Altham 

59.1.  150,15.30.  180,20.  272,1. 

277,5.  278,10.  375,1.  415,30. 

Under  Hundersingen  im  obern  riet 

601.1.  620,30. 

S.  auch  Grüningen,  Enkenriet. 
Rietweg  320,35.  422,30. 

Riedhausen ,  Riethusen  OA.  Saulgau , 
Bonlander,  dez  -z  wirtten  356,10. 
Herman  Rantze  ze  -  gesezzen  s. 
Ranz. 

Riedmühle ,  riedtmüeli,  rietmuli,  riet- 
mtili  hei  Herhertingen  662,35; 

-  hei  Unlingen ,  prope  Unlengen,  mo- 
lendinum  dictum  du  -,  situm  sub 
Villa  Unlangen  77,1.  82,25.  83,5. 
Riedlingen ,  Rüdlingen,  Rudling,  Rüd- 
lingin,  Rudelingen,  Rudelingen, 
Rütelingen,  Rdthelingen,  Rudilin- 
gen,  OA.Stadt,  8,30.  9,1.  23,20. 

25.25.  31,25.  69,20.  81,30.  83,15.30. 

84.25.  89,5.  90,15.  100,20.  101,20. 

102.5.  107,35.  153,1.25.  154,30. 

155.10.  158,25.  160,25.  161,10. 

164.5. 165.15.  180,30.  187,25. 188,5. 

194.10.25.  195,1.  202,5.  206,35. 

210,35.  216,10.  222,25.  223,30. 

244.10.  246,10.  268,5.  287,30.  288,5. 

293.5.  299,20.  311,5.  338,30. 342,35. 

347.35. 357.25.  370,30.384,1.391,25. 

397.20. 405.25. 406.25. 409.25. 416.5. 

423.15.  427,25.  456,25.  463,30. 

486.35. 506.10. 508.1. 517.30. 522.10. 

527,15. 539,20. 545,30. 555,35. 583,1. 

598.20. 601.25. 610.1. 618.30. 619.10. 

630.40. 652.1. 660.20. 661.10. 664.10. 

665.15. 

S:  amman  und  rat,  der  stett,  burger, 
burgermaister  und  raut  84,1. 

89,10.  90,25.  101,25.  102,10. 

112.5.  122,15.  125,35.  136,10. 

137.5.  139,10.  142,25.  150,25. 

152,5.35.  153,25.  154,5.  158,20. 

159.30.  164,5.  170,15.  173,25. 

180.30.  184,10.  185,10.  202,5. 


212.1.  223,25.  230,1.  238,10. 

242,30.  243,20.  256,20.  258,35. 

264.35.  268,1.  30.  272,10.  275,20. 

277.15.  278,15.  279,20.  283,30. 
288,20.  293,5.  295,10.  299,20. 

302.15.  303,30.  309,5.  311,10. 

312.25.  313,15.  317,10.  319,20. 

322.1.  25.  368,1.  379,25.  382,35. 

391.35.  409,35.  459,1.  486,15. 

488.25.  518,25.  521,5.  557,15. 

586,5.  593,35.  627,10.  666,15. 

Riedlingen : 

Kirche : 

S.  Georien,  Gerien,  gotzhus,  kiJch,  die 
hailigen  und  das  gotzhus,  die 
hailigen  der  kirchun  278,30. 

280.1.  289,25.  296,10.  308,20. 

314.35.  391,10.  487,15. 

S.  -  garten  322,15.  367,30. 

S.  -  wis  653,30. 

S.  -  aker  159,5. 

Altar,  altar,  unser  frowen  -  in  der 
kirchen  626,25. 

Des  Hansen  von  Andelfingen  -, 
den  er  gestillt  in  der  kirchen 
ze  Rüdlingen  hett  510,10. 
Kathrinun  -  541,10. 

Plebanus  444,5.  445,35.  457,5. 

-  et  socii  sui  165,15. 

H.  84,30. 

Yiceplebanus :  Mangoldus  660,25. 
Albertus  660,25. 

H.  83,15. 

Lütpriester:  Mauricius  242,20. 
Caplan,  capplan,  kapplan  510,15. 
548,20. 

Mündli,  Hans  Johans,  lüppriester 
ze  Althain  und  -  ze  Rüdlingen, 
tegan  des  cappitels  ze  Rud- 
lingen,  S  540,25.  565,1.  593,1. 
Murtzal  Walkan,  S  565,1. 
Frühmesse ,  fruchun  messe,  diu 
wise  diu  da  gehört  an  die  - 

258,25. 

Mess,  Die  mitli  -  520,85. 

Ämter: 

Amman  47,30.  242,20.  640,30.  655,30. 


764 


Allgemeines  Register. 


Riedlin  gen : 

Ämter: 

Amman  und  rat,  rät,  raut,  richter 
und  rat  299,5.  303,15.  391,30. 
521,1.  627,5. 

Rihter  und  rat  299,20.  309,5. 

Amman  und  rihter  585,15. 

Amman,  rat  und  burger,  S  112,10. 
Amman  und  richter  154,5 ;  S  158,80. 
Burgermaister  552,15.  593,35. 
Minister  660,25. 

Minister,  consules  oppidi  243,15;  S 
661,10. 

Minister,  consules  et  Universitas  ci- 
vium,  S  84,10. 

Stadtrecht ,  Währschaft  nach  stet  reht, 
stette  recht,  der  stett  reht,  iuxta 
consuetudinem  et  statuta  oppidi 

139.5.  211,35.  222,20.  229,35. 

258.35.  264,30.  268,1.  272,10. 
277,15.  283,20.  288,10.  292,30. 
295,10.  311,5.  312,20.  313,10. 

317.5.  321,35.  322,20.  361,25. 

367.35.  379,20.  391,15.  397,15. 

398.5.  423,5.  485,25.  511,10. 

517.35.  546,25.  555,25.  574,25. 
Rihter  312,20. 

Gerihte,  An  offenem  -  stehen  154,5. 
Stat  schriber  644,20. 

Gebüttel  391,1. 

Schulmaister  142,30.  564,25. 

Örtlichkeiten : 

Badstube  bi  der  brugg  494,20. 
Bannus  165,10. 

Brügge  159,10. 

Domus  cum  horreo  Hermanni  de  Horn- 
stain  rectoris  ecclesie  83,30. 
Enzlingen,  Dez  von  -  hus  65,20. 
Heiligkreuztal,  Der  Frauen  von  - 
hus  hof  und  schür  585,30. 
Hofstat  dez  closters  ze  Hailgen- 
crütztal  552,15. 

Höll,  Hus  gelegen  in  der  -  391,5. 
Stainhus  153,1. 

Einwohner : 

Amman,  Ulrich  der  -  s.  Amman. 


Riedlingen : 

Einwohner: 

Andelfingen,  Andelfinch,  Burkart, 
Claus,  Cunrat  amman,  Hainz 
von  -  usw.,  s.  Andelfingen. 
Angestman  53,25. 

Arnolt,  Cunrat  s.  Arnolt. 

Atz  s.  Atz. 

Bachingen,  Bächingen,  Bechingen, 
Ulricus  de  -  s.  Bechingen. 
Bechingen,  Ulricus  de  -  s.  Bechingen. 
Barer,  Ott  der  -,  S  552,30. 

Binegen,  Bünigen,  Dietrich,  Hain  rieh 
von  -  s.  Bingen. 

Blatzer,  Dez  -s  schüre  s.  Blatzer. 
Bloching,  Blochingin  590,35. 

-s  kint  159,20.  278,10. 

Bratscher,  Hainrich  der  -  653,15. 
Büchykay  590,40. 

Bünigen,  Binegen,  Dietrich,  Hainrich 
von  -,  B.,  s.  Bingen. 

Kathrin  des  ammans  kellerin  458,15. 
Bürklins  des  zieglers  aker  s.  Bürkli. 
Eglingen,  Agnes  von  -  B.,  s.  Eglingen. 
Emervelt,  Wolfly  von  -  s.  Emerfeld. 
Enslingen,  Cünrath  s.  Enslingen. 
Erendon,  Eredon,  Erendon,  Erenden, 
Claus  397,15.  408,25.  458,25. 
482,15.  487,1.  590,25. 

Esel,  Hans  der  -  s.  Esel. 

Faber,  Hainrich  s.  Faber. 

Faigli  293,10. 

Farer,  Ott  der  -  s.  Farer. 

Feri,  Ruf  299,15. 

Vesenherr,  Bientz  der-,  B.,  312,30; 

Jütz,  sein  Weib  312,30. 

Yogelli,  Hans  -  von  Althain  s.  Vogelli. 
Yor  Kirchtor,  Üze,  B.,  100,20. 

Frital,  Fritel,  Frytel,  Fritlin,  maier 
des  Klosters  Heiligkreuztal 

524,35.  573,20.  585,30.  589,10. 
590,20. 

Frumman,  Fruman,  Frumannin,  B ., 
Bertolt,  Berhtolt  142,30.  222,30; 
Hädewig,  sein  Weib  222,30; 

Hans  222,35; 

Anna,  ihre  Kinder ,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 


Allgemeines  Register. 


765 


RiedUngen : 

Einwohner : 

Frumman:  Frantz,  wiluntHaintzen  sa- 
ligen  dez  schniders  sun  den  man 
nempt  den  Zymmerman,  Fran- 
ciscus  presbyter  yicarius  in  ec- 
clesia  sancti  Petri  Basiliensis 
407,25.  648,10. 

Fuhs,  Cuntz  der  koffman  der  frowen 
von  Hailigkrütztal,  s.  Fuchs. 

Fütrich,  Bentz  398,80. 

Furter  s.  Furter. 

Gaisse,  Rudger  dictus  -  sutor  166,10. 

Gampler,  Ganpler,  Walther  der  - 

158,5.  163,30. 

Geri  313,10. 

Gerstunmans  hus  653,15. 

Ger  wer  s.  Gerber. 

Goingerin,  Ursell  s.  Goinger. 

Gropp,  Hans,  B.,  408,1. 

Grüningen,  Berchtolt  maier  von  -, 
B.,  s.  Grüningen ,  Berchtold. 

Hainrich  der  snider  157,30.  163,15. 

Hainricus  incuratus  in  Althaim,  lu- 
prister  s.  Altheim,  Geistliche. 

Hainr.  der  wirt  85,30. 

Haintz  der  schnider,  den  man  nempt 
den  Zymmerman  s.  Zimmerman ; 

Pfaff  Frantz  von  Rüdlingen,  sein 

Sohn,  s.  Riedlingen,  Frumman. 

Haller  s.  Haller. 

Hans  der  bader  494,20. 

Hans  von  -,  kilcherre  ze  Binswangen 
s.  Binzwangen. 

Hardlin,  Hanns  626,20. 

Harlung,  Harlunch  s.  Harlung. 

Hartman  der  amman  47,30. 

Hatinger,  Cuntz  der  -  s.  Hatinger. 

H&re,  Chunrat,  Chunrat  der  -,  B., 
121,25.  125,30; 

Agnes,  sein  Weib  125,30. 

Hermann  s.  Herman. 

Holtzwart  s.  Holtzwart. 

Hornli,  Hornli,  Der  alte  -  159,15. 

Ber.  dictus  -  83,15.  84,5. 

Jobans,  Hans,  B.,  122,15.  158,30. 

163.1.  184,5.  202,10.  211,15. 

212.1.  664,25. 


Riedlingen : 

Einwohner : 

Hornstain,  Johannes  de  -,  Herman 
von  -  s.  Hornstein. 

Howdorffer,  Haintz  der  -,  B.,  s.  nach 
Heudorf. 

Howenschilt,  Howenschilt  370,5. 
Hans  640,5. 

Huber,  Hüberin  s.  Huber. 

Hülling,  Hullin,  Ruf  s.  Hulling. 
Huserin,  Adelhait  diu  -  s.  Huser. 
Joch,  Der  -  der  schnider  591,15. 
Jocher,  Jochar,  Des  -s  wise  (zu  Gero¬ 
husen?)  665,30- 
Claus  der  -  391,15. 

Ittenhuser  s.  Ittenhuser. 

Kaibin  s.  Kaib. 

Cappeller,  Cünrat  406,30; 

.  .  .,  sein  Weib  406,30. 
Kasundbrot,  Kesundbrot  uss  Wend- 
leringen  586,10.  589,10. 

Herman  und  Hans,  Brüder  631,25. 
Keller,  Berthold,  Ulricus  s.  Keller. 
Keppeller,  Kaeppeler,  Kaeppeller, 
Käppeler,  Kappeller,  Chunrat, 
Cünrat,  B.,  210,30.  229,35. 242,25. 
264,30.  275,15.  293,1.  298,30. 

302,5.  312,20.  313,10.  317,10. 
319,20.  322,1.  368,1.  397,15. 

477.15.  478,20; 

Adelhait,  sein  Weib  210,30.  298,30. 

302.5. 

Klingler  s.  Klingler. 

Knobel,  Hans  230,30. 

Knolle  s.  Knolle. 

Koch,  Cunz  der  -  s.  Koch. 

Cramer,  Kramer,  Cuntz  der  -  408,30. 
Ulrich,  Ütz  der  -,  B .,  150,25. 152,1. 
154,35.  158,30.  164,10. 30. 

184.5.  185,10.  187,25.  188,5. 
Krel,  Cünrat  (von  Togendorf)  s.  Krell. 
Kromer,  Cuntz  der  -  598,10 ;  S  599,30. 

Haintz  der  amman,  S  640,30. 
655,30. 

Krumming,  Krüming,  Krümming, 

312.15. 

Hans  482,15.  487,1.  520,35. 


766 


Allgemeines  Register. 


jRiedlingen : 

Einwohner : 

Künman,  Cünman,  Jacob  552,15. 

Johannes,  B.,  626,20. 

Künolt,  Künolt,  Werner,  Wernher 
dictus  B.,  s.  Künolt. 

Cünrat  der  schülmaister  142,30. 
Cüntz  der  schmit  von  Enslingen  s. 
Schmid. 

Kurtz,  Hans  der  -  s.  Kurtz. 
Lenninger,  Cüntz  der  -  653,15. 
Lodweber,  Lodenweber,  Lodweberin, 
Lodenweberin  159,10.  161,10. 

370,5. 

Hans  der  alt  -  319,1. 

Hans  der  -  258,25.  299,15.  302,30. 

312.20. 

Gerdrut  259,10. 

Cläs,  Clas  der  -  322,10.  367,20. 
585,20; 

Greit,  sein  Weib  367,20. 

Lupf,  Luppf,  Lupfe,  Lupfen,  Luppfe, 
Lupffen,  Lupfo,  Lüpfin,  Lupfin, 
Lupph,  Luphe,  Lupphe,  Lupho, 
Lüphf,  Lüpflin,  B.,  83,30.  165,15. 
Vier  Brüder :  1.  Eberhart,  Eberhard, 
Eberli  150,15.  158,25.  159,25. 

163.1. 164.10.30. 222.15. 230.30. 
664,25; 

2.  Hainrich,  Haintz,  amman  152,1. 

158,25.  159,25.  163,1.  164,10. 

30. 184,5. 187,25. 188,5.216,10. 

230.30.  234,30.  236,35.  242  20. 

246.20.  250,10.  251,35.  256,15. 

257.15.  268,1.  275,15.  277,15. 

288.20.  292,25.  295,10.  299,15. 

302.15.  303,30.  309,1.  310,30. 

312.20.  313,10.  317,5.  319,20. 
368,1.  664,25; 

Söhne:  Chünrat  von  Rüdlingen 
,-en  sun  kirchherr  ze  Gen- 
kingen,  S  408,1  (?); 

Pfaff  Cünrat,  lüppriester  ze  Alt¬ 
hain  und  ze  Rüdlingen 
310,30;  S  311,20.  354,35. 
398,35  (wahrscheinlichgleich 
dem  vorhergehenden) ; 


Biedlingen : 

Einwohner: 

Lupf,  Hainrich,  Haintz  der  jünger 

310,30.  405,15. 409,15.  426,1. 
517,35.  555,25.  581,80;  8 
409,35. 556,10. 574,30.576,15 ; 
Johans,  Johannes  dictus  -  de 
Rüdlingen,  presbiter  Con- 
stanciensis  dyocesis,  rector 
ecclesie  in  Binswangen  311,5. 

421,10.  439,5.  444,10.  446,1. 
621,20;  8  622,5; 

Lütfrid  310,30; 

Nicolaus  310,30; 

Ursella  311,10; 

3.  Hartmann  222,15.  308,1.  314,25. 

523,15; 

Katherin  Roggwilerin,  sein  Weib, 
s.  Biedlingen,  Roggwilerin; 
Anne,  Maehthilt,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen  ; 

Kathrin,  Johans  308,5; 

Margaret,  Margret,  Gret,  Grett, 
ihre  Kinder  308,1.  408,10. 
509,25; 

Hans  von  Andelfingen,  deren 
Mann ,  s.  Andelfingen. 

4.  Ludwicus,  Ludwig,  Ludewig,  Lu- 

dowich,  Lutz,  Luz,  Lütz,  Lutze, 
Lüze,  Luzzo,  Luzze,  Luze, 
Ludwik,  dictus  -,  83,15.  84,5. 
96,5.  115,35.  122,10.  147,30. 

150.25.  152,1.  158,25.  159,25. 

163.1. 164.10. 30. 184.5. 185.10. 

187.25.  188,5.  206,20.  211,15. 
212,1.  216,10.  221,20.  222,15. 

230.30.  234,35.  242,20.  246,20. 

250.10.  251,35.  256,15.  258,35. 

264.30.  268,1.  283,20.  287,5. 

288,20.  664,25; 

Liütfrid,  sein  Sohn  405,15. 458,35 ; 
S  408,1.  578,5.  632,25.  645,5. 
Lütfrid,  Lutfrid  der  elter  272,5. 

286.30.  365,5. 405,15;  £365,15. 
Lütran,  C.  s.  Leutrum. 

Madach  268,20. 

Hans,  B.,  397,20. 

Maier,  Maiger,  Mayer,  Der  s.  Maier. 


Allgemeines  Register. 


767 


Riedlingen : 

Einwohner : 

Mannewirff,  Eiberhart  65,10. 

Manop,  Manoppe  89,1. 

Chünrat  102,10. 

Minne,  Cüntz  511,5. 

Mochel,  Bentz  s.  Mochel. 

Mochentaler,  Cüntz  der-s.Mochentaler. 
Moll  s.  Moll. 

Mülherre  s.  Mülherre. 

Mülinger,  Dietricus  dictus  -  s.  Andel¬ 
fingen,  Geistliche. 

Müller  s,  Müller. 

Mundinger  653,20. 

Mürdochse,  Mürdohs,  Bugg  212,5. 

299.15. 

Mursei,  Cüntz  s.  Murzel. 

Mütlerin  157,35.  163,20.  224,5. 

Nater,  Haintz  der  -  s.  Nater. 
Offenburger  s.  Offenburger. 

Otte  s.  Otte. 

Physter,  Cünrat  der  -  s.  Pfister. 
Rächwi  s.  Rachwin. 

Raisar,  Raiser,  C.,  Chunrat,  Cünrat, 
Chünrat  der  -  122,15.  152,1. 
154,35.  158,30.  159,15.  163,1. 

164.15.  664,25. 

Ratgeb,  H.  dictus  -,  Haintz  der  - 

83.15.  84,5.  313,5. 

Richpolt,  Dietrich  397,5; 

Katherin,  Hainrichs  säligen  Zwik- 
ken  tochter,  sein  Weib,  s.  Bi- 
berach,  Zwikk. 

Roggwilerin,  Katherin  diu  -,  B., 
308,1.  310,10; 

Hartman  Luppf,  ihr  Mann,  s.  Ried¬ 
lingen,  Lupf. 

Ruhe  s.  Ruhe. 

Rungge  640,5. 

Rupreht,  Diel  s.  Rüpreht. 

Sachs,  Sahse  s.  Sahs. 

Sailer  53,25. 

Saltzmann,  Hainricus  dictus  -  446,5. 
Satelbach,  Sattelbach,  Satilbach,  Sat- 
tilbach,  Ott,  Otte,  Oth,  B.,  107,25. 

122.15.  152,1.  153,10.  154,10. 

158.30.  163,1.  164,15.  185,1. 

284.30. 


Riedlingen ; 

Einwohner : 

Satler,  Bentz  usw.  s.  Satler. 

Satzli,  Saetzli,  Satzlin,  Satzeli,Saetzeli, 
Saetzelin,  Bentz  185,1. 

Sifrid,  Sifrit,  Syfrit,  B.,  164,15. 
184,5.  212,1.  229,35.  230,35. 
236,35.  242,25.  256,20.  258,35. 

264.30.  268,1.  271,30.  277,10. 
278,10.  375,1.  664,25; 

Margaret,  sein  Weib  271,3. 
Hainrich,  Haintz  229,35.  236,35. 

268.30.  322,25.  370,15. 

Sautter,  Uotz  der  -  88,5; 

Adelhait  88,10; 

Catharina,  seine  Töchter  88,15. 
Schaerers  akker  s.  Schaerer. 
Schefoltin,  Katherin  s.  Schevolt. 
Schenkel,  Haintz  s.  Schenkel. 
Schertwegge,  Albertus  s.  Schertwege. 
Schinbain,  Haintz  s.  Schinbain. 
Schmid,  Walther,  Waltz  der  -  s. 
Schmid. 

Schnider,  Cüntz  der  -  s.  Schnider. 
Schriberin  s.  Riedlingen,  Stüff. 
Schüchlin  der  Schmid  s.  Schüchlin. 
Schultheisz,  Schulthais  s.  Schulthaiss. 
Schwertfürbe,  Swertfürbe,  Svertfürbe, 
Swertfurbe,  Swerbfurbe,  Swerp- 
furbe,  Swertfürbin,  Swertfurbin, 
Swertwhrbe  186,5. 

Adelhaid  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Hainrich  der  -,  B.,  40,1.  65,10. 

90,20.  250,10. 

Hans  208,25. 

Matze  458,25. 

Ülrich  der  -,  B.,  149,10; 

Adelhait,  Adilhait  die  Manzin, 
sein  Weib,  s.  Mantz. 

Simler,  Manz  der  -  s.  Simler. 

Smit,  Des  -z  sun,  Berhtolt  s.  Schmid. 
Sprenger,  Bentz  der  -  s.  Sprenger. 
Stadgerin,  Irmel,  B.,  272,1.  277,1. 
278,10. 

Stahelli,  Stühelli,  Frantze  s.  Stühelli. 


768 


Allgemeines  Register. 


Biedlingen : 

Einwohner : 

Stainibain,  Stainnibain,  Stainibainin, 
Staynibainin  201,35.  379,15. 

'415,25. 

Der  alt  -  161,10. 

-s  wise  415,25. 

Hainrich,  Haintz,  B.,  184,35. 242,25. 

284,30.  322,15.  367,30.  382,1. 
383,25.  397,15.  556,20; 
Irmengart,  Hirmengart,  Irmel, 
seine  erste  Frau  184,35. 

284,30.  557,10; 

Agnes,  seine  zioeite  Frau  556,20; 
BuggRüpreht,  deren  erster  Mann, 
s.  Rupreht. 

Maeht.  diu  -  101,35; 

Berth.,  Anne,  Haedwich  und 
Katherin,  ihre  Kinder  101,35. 
Stekke,  Stekken,  Stek,  Stekko,  Stek- 
ken  485,20. 

Cunradus,  Conradus  dictus  -,  kirch- 
herr  in  Binzwangen  328,25. 
330,5.  331,10.  421,15.  439,20. 
443,25  (canonicus  ecclesie  Zo- 
vingensis)  666,30.  667,1. 
Stokar,  Hans  der  -  640,5. 

Stopper,  Der  s.  Stopper. 

Stör,  Cunrat  299,15. 

Stüess,  Rudger  288,5. 

Stuft,  Hanns,  Johannes,  den  man  nempt 
den  Schriber  s.  Stuft; 

Hail  dü  Schriberin,  sein  Weib ,  s. 
Stuft. 

Sutrin,  Juzze  die  -  s.  Suter. 
Swertfürbe,  Swerpfurbe  s.  Biedlingen, 
Schwertfürbe. 

Taentirnarin,  Tantrerain,  Maehthild 
diu  -  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Tentinger  der  schmid  s.  Dentingen. 
Tieberg,  jedenfalls  Tierberg,  Gew. 

Lautlingen  OA.  Balingen. 
Tiufel  der  hirt  653,25. 

Hans  der  -,  B.,  511,5. 

Tod,  Des  -es  wise  s.  Tod. 

Toschan,  Cüntz  s.  Toschan. 

Tretner,  Hans  der  -  '398,30. 


Biedlingen  : 

Einwohner : 

Truchsäss,  Hans  der  -  s.  Truchsäss. 
Trütler,  Trütlerin,  Hail  dü  -,  B., 
238,1. 

Nycolaus  dictus  -,  canonicus  eccle¬ 
sie  Beronensis  421,35; 
Hainricus  rector  ecclesie  parro- 
chialis  in  Kilchdorf,  sein 
Bruder  421,35. 

Truttelaire  92,10. 

Umenhover,  Haintz  der  -  408,20. 
Unger,  Cunrat  242,10; 

Hainricus  der  -,  dictus  -  de  Rüde- 
lingen,  notarius  curie  Con- 
stanciensis,  corherre  ze  Cur 
und  ze  Münster  und  kircherre 
ze  Remingshain,  sein  Sohn 
243,5.  306,5.  397,5.30;  £244,5. 
397,25. 

Unnütz  591,25. 

Wagner  s.  Wagner. 

Wahter,  Ruf  der  -  590,35. 
Waigener,  Wagener,  C.  der  -  77,10. 
Wernherus,  minister  660,25. 

Werntz,  Werntzin,  der  wirt  der 
Statzger  520,25; 

Adelhaid,  sein  Weib  520,25. 

Wezel,  Hainz  s.  Wetzel. 

Winschenk,  Claus  s.  Winschenk. 
Witing,  Witinge,  Witting,  Witink, 
Diel,  B.,  216,15.  251,35.  258,35. 

264.30.  268,1.  272,10.  282,10. 
Claus  der  lodweber  den  man 

nempt  -,  B.,  £574,30.  622,30; 
U:  S.  CVNS  •  LODWEBER. 
Ycher,  Rak  der  -  590,30. 

Zadellin  s.  Zadellin. 

Zolnhusen,  Cüntz  von  -  s.  Zollhausen. 
Zürne,  Albreht  der  -  s.  Zürn. 
Örtlichkeiten : 

Amman,  Des  -s  akker  von  Rüdlingen 

157.30.  163,15.  382,5.  383,25. 
Under  des  -s  wis  gen  Zolnhuser 

bach  158,10.  163,35. 
Andelfinger  weg,  Strekt  uf  -  313,5. 

381.30.  383,15.  557,1. 

Anwander,  Der  381,35.  383,15. 


Allgemeines  Register. 


769 


Riedlingen : 

Flurnam  en ; 

Binswanger  weg,  An  dem  -  bi  den 
laingrüben  272,5. 

Birbom,  Weg  ob  Zolnhusen  bi  dem  - 

158.1.  163,25. 

Bomlin,  Bi  dem  -  stosd  uf  Althaimer 
hart  311,1. 

Braitung  s.  Riedlingen:  Gebraitun. 
Brügge,  Ennent  der  -  159,10. 
Bruggetor  s.  Riedlingen,  Flurnamen, 
Tor. 

Br  ul,  Im  brugel,  vor  dem  wilertor 
159.20.  322,10.  367,30. 

Buhel,  übern  -  159,10. 

Bund,  Diu,  in  den  -un,  an  dem 
espan  292,25.  311,5. 382,1. 383,20. 
Bürg,  Hinder  der  -  557,1. 

Bürklins  des  zieglers  aker  313,5. 
Bütifurt,  An  dem  -  653,30. 

Kelnhof  557,1. 

Kelnwisan,  In  den  -  382,5.  383,30. 
Klank,  An  dem  by  dem  -  319,5. 

487.30. 

Krümings  akker  312,15. 

Kurtze,  kurze,  kurtz,  akker  du  haisset 
dü  - 157,25. 163,10.  382,5. 383,25. 
Elm,  ein,  In  dem  -,  in  dem  -en  an 
der  Todmun  akker,  in  Althaimer 
esche,  der  -  der  gen  Althain  lit 

157.30.  163,20.  267,25.  382,1. 

383,25. 

Esch,  esche,  in  Althaimer  -,  in  Alt¬ 
haimer  -  gen  Hailigkrütztal,  in 
Althaimer  -  ennent  des  wassers, 
in  Althaimer  -  gen  dem  Andel¬ 
finger  wege  stosset  uff  der  Aem- 
maenninun  akker  154,10.  267,30. 

311.1.  313,5.  381,30.  383,15. 

556,35. 

In  Gruninger  -  383,25.  556,35. 

-  gen  Pflumern  381,35.  383,20. 

556,35. 

In  Rüdelinger  -,  an  dem  weg  gen 
Grüningen  88,30.  319,1.  371,10. 
Espan,  In  den  bündun  an  dem  -  311,5. 
Vischer,  Des  maisters  des  -s  akker 

157,30.  163,15. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


Riedlingen: 

Flurnamen : 

Früchun  messe,  Diu  wise  diu  da  ge¬ 
hört  an  die  -  258,25. 

Furswellen,  An  den  -  159,5. 

Furt,  Bi  dem  undern  -  der  altun 
Tünowe  s.  Donau . 

Furterin,  Der  -un  akker  s.  Ried¬ 
lingen:  Mergensowe. 

Galgen,  Bi  dem  -  strekt  über  den 
bühel  an  des  Schaerers  akker 

267.25. 

Gebraitun,  gebraitgun,  braitung,  Im 
dritten  esch  den  man  haisset 
die  -,  stosset  uf  dez  ammans  - 
157,40.  163,25.  381,35.  383,20. 
Gerien,  S.  -  aker  159,5. 

S.  -  garten  322,15.  367,30. 

S.  -  wis  653,30. 

Gestüdel,  In  dem  -  487,30. 

Graben,  An  dem  -  gen  Grüning  wert 

102,1. 

Uff  dem  -  590,25. 

Grub,  In  Rentzen  -  606,20. 
Hargarten,  In  den  -,  in  dem  -  382,1. 

383.25. 

Heggental,  Gen  dem  -  313,5. 
Herstras,  herstrass,  herstrass,  her- 
straz,  herstrasz,  An  der  -  gen 
Grüningin,  weg  gen  der  -  158,1. 
159,20.  163,25.  164,1.  370,5. 

590,35. 

Hirtaker,  Ob  dem  -  311,1. 

Hofstat,  Uffe  -  159,10. 

Laingrüben,  Uff  den  -  370,10. 

Lang  morgen,  Der  382,5.  383,30. 
Lindunbuhil,  lindenbühil,  Bi  der  - 

157.25.  163,15. 

Lochsrüti  653,20. 

Lützis  wis  158,10.  163,35. 

Madach,  Uf  den  nidren  an  -s  wis 
382,5.  383,80. 

Mergensowe,  mergisowe,  mergisowe, 
mergisow,  mergiso,  In  der 
Furterinun  akker  bi  -  157,35. 
159,10.  163,20.  165,35.  267,30. 

274.25.  370,20. 

Mülitor  s.  Riedlingen,  Flurnamen, Tor. 

49 


770 


Allgemeines  Register. 


Riedlingen : 

Flurnamen : 

Mittlerin,  Der  -un  akker  ob  sattun 
haldun  157,35.  163,20. 

Nüwen  garten,  In  den  -  274,30. 

Obernholtz,  Ze  -  an  dem  langen  akker 
s.  Obernholtz. 

Österberk,  Zwischen  den  eschen,  da 
man  gat  uff  den  -  238,5. 

Ötes-,  5tis-,  otis-,  ottis-,  otinswiden, 
widon,  widun,  an  dem  graben, 
und  die  man  nemmet  Utzen  des 
Naters  wis  159,15. 211,25. 212,10. 
224,1. 

Owe,  ow,  In  dem  esche  gen  an 
der  bi  sant  Gerien  akker,  -  gen 
Gruningen  158,1.  159,5.  163,25. 
30.  370,5. 

Pfeil,  pheller  akker  157,25.  163,10. 

Phlumarn,  Weg  der  gen  -  gat  665,15. 

Riet,  In  dem  vordem  s.  Ried. 

Roden,  Uf  dem  -  uf  der  Altachun, 
oberthalp  des  -  an  der  altun 
Tunowe  haisset  Gaisels  zagel 
268,20.  311,1. 

Sachse,  Pratum  dicti  -  98,35. 

Satlerin,  Der  -o  garten  292,25. 

Der  siecho  garten  322,15.  367,30. 

Siggenwinkel,  Vor  dem  -  557,1. 

Sintzenrhti,  Der  garten  gen.  -,  uff 
der  -  158,5.  163,30.  370,15. 

Sprenger,  Des  -s  garten  201,35. 

Stainibains  wis  201,35.  415,25. 

Stat,  Hinder  der  -  321,30.  349,5. 370,5. 

Steltzer,  Der  556,35. 

Stette  grabin,  An  der  -  157,25. 163,10. 

Swertfurben,  Dez  -  brul  208,30. 

Tod,  Des  -es  wise  426,1. 

Der  Todmun  akker  267,25. 

Tor,  tore,  tür,  Brugg-,  brugge-,  brug-, 
Vor  dem  vor  dem  -  an  der 
Altachun  591,20.  653,20.  665,35. 

Muli-,  Im  underwasser  vorm  -  bi 
der  stat  ze  Rudlingen  gen  Zoln- 
husen  anhin  292,25. 

Wiler-,  Vor  dem  -,  bi  dem  -  322,10. 
367,25.  517,30.  585,25.  590,25. 

Underwasser,  Im  -  233,35.  591,5. 


Riedlingen : 

Flurnamen : 

Werd,  weird,  werden,  In  dem  -,  in 
den  an  -  233,35.  258,25.  452,5. 
590,30.  632,1. 

Widach,  In  der  -  159,20. 

Widern  wis  606,20. 

Widon,  Hinter  den  -  159,15. 

WU.ertoTS.Riedlingen,Flurna7nen.Tor. 

Zolnhusen,  Zolnhuser  s.  Zollhausen. 

Rudlinger,  Johannes  dictus  -  401,25. 

Riedmühle  und  Rietweg  s.  nach  Ried. 

Rinegg,  Rinegger  s.  Rheineck. 

Ringgenburg,  Rinkenburg,  Gern.  Esen- 
hausen  OA.  Ravensburg ,  Johann 
von  -  25,15. 

Ringingen,  Ringengen,  hohenzollerisches 
OA.Gammertingen,  Gery  derTruch- 
säsz  von  -,  ritter  ze  Habspurg  ge¬ 
sessen  s.  Truchsesse. 

Rentzz  von  -  291,20. 

Ringschnait  OA.  Biberach,  pfaff  Jo- 
hans  von  Erisdorf,  kilcher  ze  - 
379,35;  S  380,10. 

Rinkse,  Ringese,  Rincgse,  An  dem  - 
zwischan  Herbrechtingen  und  Bins¬ 
wangen  156,15.  427,5.  516,25. 

Riser,  C.  der  -  109,35. 

Henricus  dictus  -  197,20. 

Ritherin,  Aella  dicta  -  s.  Markdorf. 

Rocbak  s.  Bingen. 

Rochly  s.  Völlkofen. 

Roden,  Uf  dem  -  665,30. 

Im  -  in  banno  Althain  165,20. 

-  bi  dem  Egelsee  92,10. 

Riedlingen:  268,20.  311,1. 

Roggenbeuren,  Roggenbiirron  BA.  Über¬ 
lingen,  liutpriester  Hainrich  der 
kamerer  von  -  36,30. 

Roggwilerin,  Katherin  s.  Riedlingen. 

Rohrdorf,  Rordorf  BA.  Messkirch, 
Berchtolt  der  Truchsäzz  von  -  s. 
Truchsesse. 

Rom ,  Roma,  Rome  50,35. 167,5.  204,25. 

König  Rudolf  (von  Habsburg)  von 

-  21,20. 

. . .  daz  aller  nähst,  an  alles  mittel  dem 
stül  ze  -  zugehort  s.  Reichenau. 


Allgemeines  Register. 


771 


Romp  s.  Rump. 

Ron,  Rönne,  H.  der  -  123,10.  124,30. 
Rordorf  s.  Bohrdorf. 

Rorsteg,  In  loco  dicto  -  102,25. 
Roserin,  Anna  die  -  462,25.  509,30. 
517,30; 

Cünrat  von  Andelfingen,  ihr  Mann, 
s.  Andelfingen. 

Rosin,  Adelhaid  -  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Bosna  (Bosenau),  Rosnowe,  Rosenowe, 
Rosenowe  hei  Habstal,  hohenzolle- 
risches  OA.  Sigmaringen,  Bitter, 
Die  von  -  13,15.  215,10. 

Berta  661,30. 

Burchard  146,30. 

Drei  Brüder :  Burkhard  10,30. 12,5 ; 
Eberhard  10,30.  12,5.10; 

Ebo  10,30.  12,5. 

Eber,  minister  in  Maegen,  der  aman 
von  Magen  51,35.  58,5.  60,15; 
S  59,30. 

Rot,  Des  -en  gebraitun  88,30. 

Böte,  Roten  hei  Stuttgart,  Ze  der 
Mannin  wingart  s.  Man. 
Bottenmünster,  Rotenmünster,  Gern. 
Bottweil,  Zister zienserinnenklo ster, 
Gaischeliche  frowen  228,25. 
Klosterfrau:  Katherina  von  Triberg 
228,5. 

Rotmaiger  s.  Maier. 

Bottweil,  Rotwil  201,20. 

Rüber,  Des  -s  garten  s.  Andelfingen. 
Rüchholtz  475,30. 

Rüd,  Rüde,  Rüde,  Hans  der  -,  amman 
ze  Sulgen  619,1;  S  620,10. 

Ütz  der  -  zu  Mengen  207,30. 
Rüdlinger,  Johannes  dictus  -  s.  nach 
Biedlingen. 

Rudolf  cerdo,  der  ledergarwe  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Brüder. 

Rudolf  der  muller  87,35. 

Rudolf  der  maier  s.  Maier. 

o 

Rudolfin,  Eigenmann  des  Ulrich  von 
Willer  43,30. 

Rudolf,  Ulrich,  B.,  s.  Überlingen. 

Ruf  der  müller  s.  Altheim. 

Rüfin  s.  Hundersingen. 


Rüflinus,  Rüflin,  Rüfli  s.  Konstanz, 
Dominikanerkloster. 

-  der  Scherer  274,30. 

Ruh,  Ruhe,  Rühin,  Hainrich  der  -en 
sun  bi  dem  brunne  zu  Inneringen 
366,20. 

Biedlingen:  B.,  185,10. 

Cüntz  356,35; 

Haintz  der  -,  sein  Bruder  356,35. 
Hans  der  -  322,10.  367,25; 

Angnes,  sein  Weih  322,10.  367,25. 
Ruhenbrül  373,10. 

Rüllin,  Mahthilt  du  -  s.  Munderkingen. 
Rump,  Rumpe,  Rumppe,  Romp  157,30. 
163,15. 

Friedingen:  Heinrich  gen.  -  27,30. 
Rungge  s.  Biedlingen. 

Rüpreht,  Ruophreht,  Bugg  557,10; 
Angnes,  sein  Weih,  zum  zweitenmal 
verheiratet  mit  Hainrich  Stayni- 
bain  557,10. 

Biedlingen:  Diel  370,10.  379,20. 
Rütaker  435,30. 

Rütelling  151,1. 

Rüter  s.  Ehenweiler. 

Rüti  s.  Beute. 

Rüvin,  Sifrit  der  -  sun  95,20. 


S. 

Sachs,  Sahs,  Sachse,  Sahse  270,30. 
Andelfingen :  Dez  -en  garten  .59,1. 
Cünrat  dez  -en  hof  62,30. 
Pfiummern:  209,10. 

Biedlingen :  Wolf  der  -,  B.,  242,25. 
283,20.  298,5.  299,15.  302,15. 
303,30.  309,5.  312,20,  313,10. 
317,10.  319,20.  322,1.  347,30. 
368,1.  370,25.  405,15.  409,15; 
S  348,5.  409,35. 

Sachsenheim ,  Gross -  OA.  Vaihingen , 
Adelhaid  von  -  296,15. 

Hans  von  -  296,15. 

Säger,  Johans  s.  Herhertingen,  Leut¬ 
priester. 

Sahs  s.  Sachs. 

Sailer  s.  Biedlingen. 


772 


Allgemeines  Register. 


Salem,  Salmanswille,  Salmanswiler,  Sall- 
manswiler,  Salmanswiller,  Sall- 
manschweil,  BA.  Überlingen,  Zi¬ 
sterzienserkloster,  gotzhus,  kloster, 
monasterium,  convent,  herren  11,5. 

14.5.  19,5.  25,20.  70,25.  105,20. 

113.20.  126,35.  164,25.  175,20. 

179,15. 192,35. 248,10. 320,5. 368,30. 

372.20.  375,30.  376,30.  388,25. 

395.35.400.10. 415.5. 450.15. 466.25. 

470.20.  471,15/  477,35.  479,10. 

547.25.  572,10.  661,15.  30.  662,35. 
663,15.  664,5.  30.  665,5. 10.  667,15. 
669,1;  S  97,20.  102,35.  105,10. 

106.5.  127,1.  146,5.  167,5.  174,35. 

175.20. 179.15. 189.10. 191.5. 388.25. 

466.25. 

Abt:  2,15.  70,10.  86,10.97,5. 105,20. 

162.30.  191,5. 

Abt  und  Konvent,  apt  und  convent, 
abbt  und  samnunge,  apt  und  diu 
samnung,  abbas  et  conventus 

111,5.  155,5.  160,35.  206,30. 

221.30.  299,1.  305,25.  347,5;  S 

139.30.  161,1.  165,30.  179,15. 

207.30.  406,35. 

Pfründner  466,15. 

Örtlichkeiten : 

Reyenter,  revender  248,10.  305,30. 
Frowen  gasthus  in  dem  wingarthof 

465.20. 

Ämter  : 

Abt •  von  -  yisitator,  visitierer  von 
Heiligkreuztal  2,20. 97,15. 102,35. 

166.30. 

Keller,  Cellerarius  14,20.  494,30. 

Der  grosse  -  111,20.  662,1. 
Reyenter  65,15. 

Sänger  218,15.  221,30. 

Kofman,  mercator  (laige  brüder)  14,20. 

111.20. 

Äbte : 

Eberhard  7,10. 

Cünrat,  Chünratvon  Enslingen,  später 
Bischof  zu  Gurk  105,1.20. 126,15. 

157,20.  160,35.  166,30.  174,30. 
175,10.  188,15.  277,35. 
Berhtoldus,  Berchtolt,  sacre  theologie 


Professor,  maister  (in)  gütlicher 
kunst  388,1.  406,15.  465,15. 

Äbte : 

Brüder ,  Mönche,  münch,  herren : 
Hainricus  cellerarius  14,20. 

Nyeolaus  14,20. 

Wernher  et  Ulricus  dictus  Faber  de 
Ub  erlingin  28,20. 

Cünrat  der  reventer  65,15. 

Hainrich  von  Schafhusen  76,15. 

H.  von  Mängen  110,1.  662,1. 

Albreht  der  grosse  keil  er  111,20. 
Rudolf  von  Waltkirch  111,20. 

Herre  Berger  126,35. 

Herre  Johan  126,35. 

Berholt  von  Hachingen  126,35. 
Nüber,  priester  und  münch  146,10. 
Hainrich  der  sänger  218,15.  221, 30i. 

225.20. 

Conrat  Schopf  466,15. 

Conrat  Schilter  466,15. 

Ulrich  Gotzli  466,15. 

Hainrich  von  Enslingen  keller  494, 30* 
H.  Grätarius  661,5. 

Dietrich  der  grosse  keller  662,1. 

C.  dictus  Appishuser  665,5. 
Konversen : 

Ber.  mercator  14,20. 

Gerold  14,20. 

Hainrich  der  kofman  ain  laige  brüdir 

111.20. 

Pfründner :  Bentz  derGegginger466,15. 

Saltzmann,  Hainricus  dictus  -  s.  Ried¬ 
lingen. 

Sankt  Blasien,  Benediktinerkloster  im 
südlichen  Schwarzwald,  monaste¬ 
rium  sancti  Blasii  in  Nigra  Silva 
ordinis  s.  Benedicti  147,15. 

Sankt  Georgen,  ze  sant  Gergen  in  dem 
Swartzwalde  sant  Benedicten  Ordens 
gelegen  in  Costentzer  bistüm,  Bene¬ 
diktinerkloster,  BA.  Villingen  201,1. 
Apt  Hainrich  200,35;  S  201,5. 
Brüder  Eberhart  der  jud  201,1. 
Sange ,  Gern.  Bühl,  bair.  AG.  Immen¬ 
stadt,  Zang,  Adelhait  von  -  318,10.. 
Sanna  s.  Binzwangen. 


Allgemeines  Register. 


773 


Satel,  Satil,  Sattil,  Saetel,  Sella,  Dez  -s 
hof  zu  Andelfingen  15,15. 

Krafto  und  Peter  gen.  de  Sigeberch, 
Siegeberg,  Brüder  17,30.  28,35. 
Siegfried,  Bitter,  gen.  Ministerielle 
von  Beichenau  9,15. 11,25. 12,20. 
Walther  der  -  65,15. 

Äatelbach,  Sattelbach  s.  Biedlingen. 
datier,  Sateler,  Chüntz  der  -  zu  Andel¬ 
fingen  282,30. 

Biedlingen:  292,25. 

Bentz  der  -  427,10. 

Haintz  der  -  391,15. 

Walther,  Walz  der  -,  der  Erzinger, 
B.,  211,15.  268,1.  508,1. 

Saetzli  s.  Biedlingen. 

Saulgau,  Sulgen,  Sulgun,  Sulegen,  Su- 
ligen,  OA.Stadt  12,5.  19,15.  46,10. 
57,10.  172,5.  219,25.  342,35. 347,35. 

382,20.  393,20.  461,30;  S  57,5. 
Amman  19,15.  57,15.  109,1. 10.  172,1. 
619,1. 

Bürgerschaft  19,15. 

Amman  rat  undburger,  £107, 10. 172,1. 
Spittall  320,20. 

Kirche: 

Daz  cappitel  der  techny  ze  capi- 
tulum  decanatus  in  -  501,35 ; 
S  502,10. 

Tegan  in  Sulger  cappitel :  Wust,  Bur¬ 
kart  s.  Wust. 

Berhtolt,  Berhtolth,  Bertoldus,  kilche 
herre,  plebanus,  der  tegan  45,25. 
57,10.  72,10.  74,10. 

Manteler,  Cünrat  der  -,  S  156,25. 
Kircherre,  liüpriester :  Pf  aff  Cünrat 
Stegli  s.  Enslingen,  Stegli. 

Ernst  von  Stoffeln  s.  Stöffeln. 
Einwohner : 

Agnes  von  -  die  man  nemmet  von 
Schitterberg,  s.  Heilig  kr  euztal, 
Klosterfrauen. 

Berhtolt,  der  alte  amman  109,1. 
Bokinakerin,  Elsin,  B.,  290,25. 

Bokli,  Bogli,  Begli,  Hainrich  320,1 ; 
S  172,1; 

Güta,  sein  Weih  320,1. 

Brucher,  Hainrich  der  -  106,25. 


Saulgau : 

Einwohner  ; 

Brüsich,  Cünr.  172,10. 

Kröl,  Ruse  s.  Krell. 

Krowel  s.  Croul. 

Derne,  Berhtolth  57,15. 

Vunden,  Wnden,  Konrad  gen.  - 19,20. 
Berhtolth  57,15; 

Rudolf,  amman,  sein  Sohn  57,15. 
107,5. 

Hainr.  der  alte  amman  109,10. 
Heinrich,  amman  19,15. 

Heply,  Hans  s.  Hepli. 

Hans  von  Hornstain,  sesshaft  ze  -  s. 

Hornstein ,  Saulgau. 

Lülli,  Hans  B.,  290,25. 

Rüd,  Hans  der  amman  s.  Rüd. 
Schonherr,  Cüntz  und  Werntz  der  - 

292,20. 

Wall,  Cüntz,  von  Herhertingen,  B., 
461,5.  549,25. 

Spirer,  Hainrich  der  -  s.  Spirer. 

Ulr.  der  amman  57,15. 

Wolfrat,  Berhtolt,  der  ze  Herbreh- 
tingen  gesessen  ist  171,25; 
Bentze,  sein  Sohn  106,20 ; 

Adelhait  Hollin  106,20.  171,30. 
219,15; 

Katherin  Billungin  106,20.  171,30. 
219,15; 

Gese  Hemerlin,  seine  Schwestern 

106,20.  171,30.  219,15. 

Sautter  s.  Biedlingen. 

Scallose,  Ber.  83,15.  84,5. 

Scelenberg  {wohl  für  Schellenberg)  610,35. 
Schach,  Haintz  der  -  s.  Andelfingen. 
Schaffhausen,  Schafhusen,  Hauptstadt 
des  Kt.  Schaffhausen ,  Schweiz , 
Hainrich  von  -  s.  Salem,  Mönche. 
Liugge  von  -  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Mehilt  von  -  s.  Heiligkreuztal,  Äb¬ 
tissinnen. 

Wisin,  Adelheid  die  -,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen. 

Schaid  s.  Altheim. 

Schaidli  s.  Binzwangen . 


774 


Allgemeines  Register. 


Schalkeli,  Konrad  gen.  -,  Edler  28,25; 

Luigardis,  sein  Weib  28,25. 

Schamarn  s.  Schemmern,  Langen-, 

Schanbach  OA.  Cannstatt,  C.  von  - 146,10. 

Schare,  Share,  Von  der  -  s.  Scheer. 

Schär  er,  Schaerer,  Scherer,  Cünradus 
181,20. 

Rüfli  der  -  s.  Ruflinus. 

Altheim :  Dez  -s  agger,  akker  408,85. 

Riedlingen:  267,25.  322,15.  367,30. 

Scharpfh,  Hainrich  s.  Mengen,  Kloster. 

Schatzberg,  Gern.  Egelfingen  OA.  Ried¬ 
lingen,  Konrad  von  -  13,20;  s.  auch 
Hornstein,  Schatzberg -  W ilflingen. 

Schechner,  Hainrich  der  -  373,15; 

Jutz,  sein  Weib  373,15. 

Scheer,  Scher,  Schaere,  ze  der  Schaera, 
Schär,  Schaera,  Schaire,  von  der 
Sahere,  von  der  Schare,  Schäre,  ze 
Schaer,  von  der  Scher,  ze  Schaer,  gen 
der  Schar,  ze  -  der  statt  OA.Saulgau 
144,1. 265,30. 432,30. 461,30. 497,30. 
512,15. 

Amman  47,15.  52,1. 

Eberhart  der  amman,  minister  52,1. 
75,1.  111,10; 

Anna,  seine  Tochter  111,5; 

Konrad  der  Aicherne  von  Mengen, 
deren  Mann ,  s.  Aicherne. 

Chünrat  der  Hagel,  vogt  ze  -  s.  Hagel. 

Frik  von  Magenbuch  ze  -  gesessen 
s.  Magenbuch. 

Müllariun,  Wibrat  die  -  s.  Müller. 

Schiitunk  der  amman  s.  Schiltung. 

Cüntz  der  Spirer,  B.,  s.  Spirer. 

Wezzel  derYischervon  der  -  «.Fischer. 

Scheffel,  Ernst  s.  Munderkingen. 

Schevolt,  Schefoltin,  Hans,  von  Andel- 
vingen  604,25. 

Katherin  361,15.  381,20; 

Claus  Garwer,  B.  zu  Riedlingen, 
ihr  Mann,  s.  Gerber. 

Schelkin,  Schälklingen  s.  Enslingen. 

Schelklingen,  Schaelclingen  OA.  Blau¬ 
beuren,  Ulricus  comes  de  Berge 
dictus  de  -  s.  Berg. 

Schellemberg,  Symundus,  notarius  curie 
Basiliensis  s.  Basel. 


Schellenberg,  im  heutigen  Fürstentum 
Liechtenstein,  Toltzer  von  -  583,25 ; 
S  585,1 ;  cfr.  Fr.  L.  Baumann, 
Archivalische  Zeitschrift.  N.  F* 
VII,  247. 

Schelling  s.  Ertingen. 

Schemmern,  Langen-,  Schamarn  OA.  Bi- 
berach,  Mont,  Mon,  Mor  de  -,  Ritter 
des-s  HofzuHayingen  21,25. 25,30. 
Eberhard  gen.  M.  von  Hayingen,  R. 
zu  Munderkingen  24,20; 
Adelhaid,  sein  Weib  24,20; 
Konrad,  Albert  und  Berthold,  ihre 
Söhne  24,20. 

Konrad  26,1. 

Vgl.  v.  Alberti  531,  Munt. 

Schemp,  Schempin,  Schemppin,  Elzbeth 
des  -en  thoter  s.  Heiligkreuztaly 
Klosterfrauen. 

Schenk,  Shenchen,  Haintz  s.  Neufra. 
Ulrich  der  -  von  Outelswank  s.  Otters - 
wang. 

-  von  Winterstetten  s.  Winter stetten. 
Schenkel,  Grüningen:  312,5.  555,10. 
Waltz  555,10.  629,25. 

Riedlingen:  Haintz,  B.,  585,20. 
Schenkmann  s.  Burgau. 

Scherer  s.  Schärer. 

Schertwege,  Schertwegge,  Riedlingen : 
Albreht,  Albreth,  Albertus  88,20. 
661,1; 

Cünrat  88,25; 

Hainr.  88,35; 

Adilhait  du  Tossanin  88,35; 

Katerhin  dü  Fulbechin,  seine  Kinder 
89,1. 

Haintz,  B.  zu  Tr  ochtelfingen  340,15. 
Schikke,  Ruf  s.  Winterlingen. 

Schilcher,  Hans  der  Offenburger,  den 
man  nempt  den  -  s.  Offenburger. 
Schillin,  Hainrich  639,5. 

Schilling  s.  Hundersingen. 

Schilter,  Conrat  s.  Salem ,  Mönche. 
Schiltung,  Schiitunk,  Schiltunch,  Shil- 
tunge,  Schiitungin,  Binzwangen : 
-z  wise  305,20. 

Cünrat,  amman  von  der  Schare  47,15. 
57,15. 


Allgemeines  Register. 


775 


Schiltung : 

Hainrich  64,25; 

Cünradus,  Cünrat,  amman  zu  Men¬ 
gen ,  sein  Bruder ,  64,25.  107,5. 
122,35.  125,5.  148,10.  152,25. 

157.10.  168,15.  171,15.  229,10. 

232.10.  235,20. 

Cünrat  der  vogt,  vogge,  ze  Sig¬ 
maringen  68,30.  76,30.  79,20. 
315,20; 

Margareht,  seine  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 
Johans,  prior  ze  Maengen  s.  Mengen, 
Kloster. 

Schinbain,  Schinebain,  Schinenbain, 
Alt  heim :  Dü  -  53,15.  386,30. 
Bertholt  139,1.  151,30. 

Hainrich  151,30. 

Haintz,  von  Biedlingen  653,30. 
Schinen,  Schinnn,  Schienen ,  Benedik¬ 
tinerkloster,  BA.  Konstanz,  Hain- 
ricus  de  -  s.  Konstanz,  St.  Stefan. 
Schitterberg,  Agnes  von  Sulgen  die 
man  nemmet  von  -  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen. 

Schlegellin,  Elsz  s.  Mengen. 
Schlegwiden,  Slegwiden,  Schlegwida, 
wohl  in  der  Nähe  von  Schüssen - 
ried,  Walther,  Walter  von  -  613,10. 
614,15;  S  614,35; 

Hans  und  Haintz  Blaeuli,  seine  Brüder, 
s.  Blaeuli. 

Cfr.  v.  Alberti  689. 

Schmalegg,  Smalnegge  OA.  Ravensburg, 
Schenken  von  -  s.  Winterstetten. 
Schmeltzisen,  Haintz  s.  Mengen. 
Schmid,  Schmit,  Schmyd,  Smit,  Smidin, 
Cünrat,  Herman  und  Rüdolf  der  - 
36,30. 

-  vom  Stain  s.  Stein. 

Enslingen:  Hans  der  -  373,5. 
Ertingen:  Der  -  435,15. 

Benz  der  -  53,5. 

Benz,  Bentz  der  -  214,25.  362,5. 
Mengen :  Cüntz  der  -  von  Bützkoven, 
burgermaister  ze  -  497,20.  536,1 ; 
S  498,1. 


Schmid : 

Riedlingen:  Hainrich  der  -,  B.,  154,5 ; 
Lügard,  Lugge,  B.,  seine  Schwester, 
s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Der  lupriester  Berhtolt  des  -z  sun 

65,10. 

Walther,  Waltz  der  B.,  407,35. 
485,20. 

Cüntz  der  -  von  Enslingen ,  B.,  186,5. 
303,10; 

Katherin,  sein  Weib  303,10. 
Wilflingen:  Cünrat  der  -  185,25. 
Schneisingen,  Snaisanch,  Kt.  Argau, 
rector  in  -  s.  Hornstein,  Hermann 
von  -. 

Schnider,  JDietelhofen :  Haintzli  591,5. 
Pßummern:  Lutze  der  -  209,1. 
Riedlingen:  Cüntz  der  -  591,10. 
Schobli,  Schoblin,  Werntz  373,5. 

Sifrid,  zu  Andelfingen  417,10; 

Häzz  diu  Gebürin,  sein  Weib,  s. 
Gebur. 

Ohmenhausen :  429,30. 

Schoch  s.  Grüningen. 

Schodel  s.  Mengen. 

Scholastika,  sant  Scolasticun  tag, 
12.  Eebr.  94,15. 

Scholderlin  s.  Altheim. 

Schonherr  s.  Saulgau. 

Schonloch,  Schonloch  s.  Margrethaüsen. 
Schopf,  Conrat  s.  Salem ,  Mönche. 
Schöpften,  abg.  Burg  auf  der  Reichenau 
12,20. 

Schorggi,  H.  109,35. 

Schorp,  Schorpe,  Schorpen,  Cünrat,  S 
156,25. 

-en  brügel  352,35. 

Hainrich  -  von  Herbrehtingen  106,25. 
Hainrich  -  von  Phullendorf  64,25. 
Cfr.  v.  Alberti  706. 

Schott,  Hans  Magel,  gen.  -  s.  Mengen, 
Mägel. 

Schriber,  Schriberin,  Hanns  Stüff  den 
man  nempt  den  - ; 

Hail  dü  sein  Weib,  s.  Stüff. 
Schrier,  Marquardus  dictus  -  102,25. 
Schriger  s.  Andelfingen. 


776 


Allgemeines  Register. 


Schroter,  Haintz  s.  Beuren. 

Schüchlin,  Schühly,  Schühlin,  Haintz 
-s  hoff  zu,  Hundersingen  671,10. 

-  der  Schmid,  B.  ze  Rudelingen 

569.20. 

Cüntz,  ze  Rutlingen  633,5. 

Schüler,  Cünrat  der  -  s.  Huldstetten. 
Schüll,  Schülle  s.  Markdorf. 

Schulter,  Berchtolt,  von  Kirchain  ze 
Blidentzhusen  s.  Kirchain. 
Schulthaiss,  Schulthais,  Schulthaisse, 
Schulthaiz,  Schulthaizze,  Schult- 
heisz,  Schulthaissin,  Veringen :  Jo- 
hanes,  Johans,  Hans,  vogt  ze  Sig¬ 
maringen  602,20 ;  S  576,10.  581,10. 

601,15. 

Walter  der  -  11,1. 

Willa  gen.  -,  B.,  366,10; 

Adelhait,  ihre  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal ,  Klosterfrauen ; 
Ellsbett  Phisterin,  ihre  Schwester , 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen ; 
cfr.  Pfister,  Veringen. 
Biedlingen:  Johans,  Johannes,  Hans 
der  -,  B.,  53,25. 185,10.  211,30. 

229.20.  230,35.  236,35.  242,20. 
244,10.  251,35.  256,20.  258,35. 
264,30.  267,1.  268,1. 30.  272,10. 

274.15.  275,5.  277,15.  283,20. 

288,5.  293,1.  295,10.  299,15. 

301,1.  302,15.  303,30.  309,1. 

310.15.  311,25.  313,10.  25.  317,1. 

321,25.  349,1.  360,1.  365,15. 

424,35.  670,5; 

Beta,  Eisbet,  sein  Weib  211,30. 

229,20.  274,15.  275,20.  311,25. 
321,25.  370,5; 

Rentz  321,25; 

Beta  321,35; 

Älla  321,35; 

Claus  321,35; 

Katherin,  Anna,  Will,  ihre  Kinder, 
s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Schürpfer,  Schürper  s.  Mengen. 
Schussenried ,  Schussenriedt  OA.  Wald¬ 
see,  Prämonstratenserkloster  1,20. 


Schuster,  Werner  der  -,  Sohn  weiland 
Alberts  von  Hayingen  21,10. 

Schwaben,  Swaben,  Ober-,  lantvogt  in 
-n  -  269,25. 

Schwall  s.  Altheim. 

Schwandorf,  Svaindorf,  badisches  BA. 
Stockach,  E.  von  -  49,5. 

Schwarz,  Schwartz,  Swartz,  Swartzin, 
Binzwangen :  Haintz  der  -  472,35. 

Enslingen :  Bentz  der  -  186,5.  430,10. 

464,10. 25; 

Adelhait,  sein  Weib  430,10; 

Kathrin,  ihre  Enkelin,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Herbertingen :  363,25. 

Hundersingen :  Bentz  der  -  484,35. 

504.15. 

Schwarzach,  Schwartzach,  Swartzach, 
Swarzach,  Flüsschen  auf  der  rech¬ 
ten  Seite  der  Donau ,  fliesst  durch 
die  Markungen  Herbertingen  und 
Ertingen  und  mündet  beim  Vöh- 
ringerhof  290,30.  338,5. 

An  der  -  ab  gen  der  Beltzach  529,25. 

An  der  -  im  olswank  529,30. 

Vischentz  an  der  -  ze  Ertingen 

341.15.  435,1. 

Schwarzach  Gern.  Saulgau,  Heinrich 
von  -  18,25; 

Elisabeth,  sein  Weib  18,30. 

Ramung  von  -  3,1. 15. 

Schwarzenbach,  Zwarzenbach,  Gern. 
Borns  OA.  Saulgau,  Ministerialen , 
Wernher  von  -  34,5. 

Schwarzwald,  Swartzwald  200,35. 

Schweinhausen,  Swainhusen  OA.  Wald¬ 
see,  Des  Winkler  bongarten  553,25. 

Schweitzer,  s.  Zwizerer. 

Schweizerne  s.  Landau. 

Schwelher,  Marquart  der  -,  S  604,1. 

Schwertfürbe,  Swertfurbe  s.  Biedlingen, 
Schwertfürbe. 

Schwiberli  s.  Billafingen. 

Seekirch,  Sekirch,  Sekilch  OA.  Bied¬ 
lingen,  Ecclesia,  lumen  et  fabrica 
165,25. 

Herman  von  Hornstain,  kilcheherre 

ze  -  s.  Hornstein. 


Allgemeines  Register. 


777 


Seefeld ,  Seveld,  Gern.  Esenhausen  OA. 
Bavensburg,  Elyzabeth  von  -  s. 
Heiligkreuztal,  Klosterfrauen . 
Sella  s.  Satel. 

Selman,  Claus,  B.  zu  Messkirch  459,20. 
Claus,  Nicolaus  dictus  -  B.  zu  Mengen 
476,20;  S  476,35. 

Senfeli,  dictus  -  99,35. 

Senglin,  Der  -en  aker  311,1. 

Senner,  Eberli  der  -  458,35. 

Sennewis  284,10. 

Serbiensis,  Sofia  in  Bulgarien  ?,  Johannes 
-  episcopus  175,30;  S  176,30. 
Servatius,  S.  -tag,  13. Mai,  503,25. 543,30. 
Share,  Schare  s.  Scheer. 

Shellenvelht  8,35. 

Shenchen  s.  Schenk. 

Siegeberg,  Sigeberch,  abg.  bei  Upfiamör 
OA.  Riedlingen  s.  Satel. 

Siessen,  Süssen,  Gern.  Haid  OA.  Saul¬ 
gau,  Dominikanerinnenkloster,  Die 
frowen  von  -  456,1. 

Diu  von  -  489,1; 

Stiefmutter  des  Pfaffen  Cünrat 
Schmyd  vom  Stain  s.  Stein. 
Sibotus,  Sigbotus,  Sigebotus,  Sybotus, 
procurator  des  Spitals  zu  Esslingen 
s.  Esslingen. 

Siggenwinchel  90,35. 

Siglin,  Sigli,  Sigeli,  Sigelin  250,5. 
Baach :  Walther,  sesshaft  ze  -  510,30. 
Binzwangen:  Cünrat  120,5.  259,35; 

Adelhait,  sein  Weib  120,5. 
Friedingen:  Cünrad  119,1. 
Riedlingen :  Cüntz,  B.,  564,25.  593,15. 
Hans,  B.,  564,25.  593,15. 

Gery,  bestatgoter  lüpriester  ze  Hal¬ 
tingen,  B.,  564,25.  593,10. 
Sigmaisterin  s.  Markdorf. 

Sigmaringen,  Sigmeringen,  Symaringen, 
Hohenzollerns  Hauptstadt  23,20. 
27,1.  174,25.  265,30. 

Einwohner : 

Hans  Rechberg  576,5. 

Peter  von  -  85,30. 

Grafschaft:  Swigger  von  Teggen- 
husen,  lantrihter  in  der  gra- 
schepthe  ze  -  50,30. 


Sigmaringen : 

Eimvohner : 

Banne  670,20. 

Graf  Ulrich  von  -  s.  Mont  fort,  Ul¬ 
rich  von  -. 

Vogt,  vogge  zu  Cünrat  Schiitunk 
genant  s.  Schiltung. 

Cünrat  von  Hornstain  s." Hornstein. 
Egg  von  Rischach  s.  Reischach. 
Ritter  Gumpelt  von  Giltlingen  s. 
Gültlingen. 

Johans,  Hans,  der  Schulthaiss  von 
Veringen  s.  Schulthaiss. 

Abli,  Peter  s.  Tengen,  Hohen-. 
Sigmaringendorf,  ze  Sigmeringen  dem 
dorf,  hohenzollerisches  OA.  Sig¬ 
maringen,  s.  Peters  gotzhuss  378,5. 
Similer,  Simler,  Simlerin,  C.  der  -  77,10. 
Mengen:  Cünzen  dez  -s  brotbank 

207,30. 

Riedlingen :  Ann  diu  -  308,30 ; 

Manz  der  -,  ihr  Mann,  B.,  308,30. 
Simon  und  Judae,  an  s.  Symon  und  Judas 
der  zwolffbotte,  an  der  zwelfboten 
Symonis  und  Jude  abent,  abende, 
b.  Symon  et  Juda  apostoli,  28.  Okt., 

129.30.  264,35.  425,25.  426,35. 
Sindelfingen,  Sindelwingen  OA.  Böb¬ 
lingen,  Berhtolt  Graman  von  - 144,5. 

Sindelins  gut  s.  Ertingen. 

Sitz,  der  von  Elrbach  vogt,  s.  Ellerbach. 
Smalnegge,  Schmalegg  s.  Winterstetten. 
Smaltzhaven  s.  Friedingen. 

Snaisanch  s.  Schneisingen. 

Smerli  s.  Konstanz. 

Sohpenburger  s.  Enslingen. 

Sophia,  umb  vro  -un  güt  82,5. 

Sopp,  Soppe,  Hainrich  -n  güt  143,5. 
Herbertin  gen :  Haintz  353,30.  369,25. 
Werncz  455,25. 

Soppenbach ,  Soppen,  Sopen,  fliesst  an 
Heiligkreuztal  vorbei  13,15.  124,5. 
473,1,  670,1. 

Sotlair,  Brüder  Cünrat  der  -  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Brüder. 

Späh,  Haintz  der  -  s.  Waldhausen. 
Spaerwarin,  Sperwerin,  Maehthilt  diu  - 

281.30.  285,35. 


778 


Allgemeines  Register. 


Spät,  Sphet,  Hainrich  der  gesezzen 
ze  Frikenhusen  437,10;  S  438,80. 
Haintz  -  gen.  Funk  603,25. 

Spelman,  Hainr.  der  -  49,30; 

Ulrich  der  -,  sein  Bruder  49,30. 
Spengel,  Spängel  s.  Friedingen. 

Sphet  s.  Spät. 

Spiaer,  s.  Binzwangen. 

Spichwardi,  Heinricus,  prepositus  ec- 
clesie  s.  Yerene  Zurziacensis,  s. 
Zurzach. 

Spinnler,  s.  Andelfingen. 

Spirer,  Spyrer,  Berchtolt  der  -,  kilch- 
herr  s.  Enslingen. 

Cunrat,  Cüntz  der  -  ze  Schaer  432,15. 

456,20;  S  433,15.  456,35. 
Hainrich  der  B.  von  Sulgen 
106,25. 

Spissloch,  spizloch,  In  dem  bi  den 
buhelne  in  dem  -  88,30. 

Sprenger  zu  Altheim  408,35.  467,5. 
471,1; 

Biedlingen:  201,35. 

Bentz  der  B.  379,20. 

Stadelmaier  s.  Mengen. 

Stadion ,  Ober-,  Stadgun,  Stadegun,  Stad¬ 
gen,  OA.  Ehingen,  Herren,  Bitter, 
Ludwig  84,15;  S  84,35. 

Walther,  Waltherus  47,5.  84,15. 280,5; 
S  84,35. 

Ytal  545,15;  S  546,1. 

Stadgerin,  Irmel  s.  Biedlingen. 
Stafflangen,  OA.  Biberach  19,10. 
Stahelli,  Staehelli,  Stähelli,  Stehelli, 
Stahilli,  Staehilli,  Stechelli,  Stähelin, 
Alberhtus  131,1. 

Friedingen:  49,30.  77,10. 

Burkhard  gen.  -  27,35. 

Cunrat  250,30; 

Liugge,  sein  Weib  251,30  ; 

Cunrat  251,30; 

Hainrich  251,30; 

Hans  251,30; 

Eberhart  251,30; 

Bentz,  ihre  Kinder  250,30. 
Hettling  -  s.  Hettelich. 

Huldstetten :  Cünr.  67,10. 
Munderkingen :  Cüntz,  B.,  512,35. 


Stahelli : 

Biedlingen:  Cunrat,  Chünrat,  Cünz, 
Chüntz  185,10.  211,5.  216,10. 
230,35.  236,35.  264,30.  272,10. 
275,15.  288,20.  292,25.  298,5. 
Frantz,  B.,  157,25.  158,1.  163,10. 
268,10 ; 

Maehthilt,  sein  Weib  268,15. 

Stain,  Stayn,  Staine,  Stein ,  vom  -,  von 
dem  Bitter,  bei  Obermarchtal, 
OA.  Ehingen,  viele  Linien ,  zum 
Bechtenstein,  usw. 

Adelhait,  Adelhaith  265,5.  365,30. 
544,30.  571,35  (cfr.  auch  266,30. 
366,1) ; 

Hainrich  von  Bischach,  ihr  Mann, 
s.  Beischach. 

Anna  -  von  Horustain  geborn  s.  Be¬ 
richtigungen  zu  S.  734. 

Anshain  der  amman  von  Mundri- 
chingen  44,20. 

Berhtolt,  Berhtold  72,20.  74,15.  95,30 
(ze  Aesenhain);  S  96,10; 

Hans  von  Hornstain  ze  Aesenhain 
gesessen,  sein  Schiviegersohn ; 
Urselle  von  Hornstain  und  Anne  von 
Hornstain,  dessen  Kinder,  s. 
Hornstein ,  Asenheim. 

Bertholt  vom  Bichenstain  583,25;  S 
585,5. 

Her  Burcart  59,10. 

Hans  vom  -  von  Heimsheim  671,35. 
Cunrat  72,15.  74,15. 

Eber.  96,5. 

Elizabeth,  Elzbet  386,30.  468,35. 
668,5; 

Johans  v.  Hornstain  ze  Wlfflingen, 
ihr  Mann,  s.  Hornstein,  Schatz¬ 
berg. 

Hainrich  von  dem  Behten  Stain, 
490,5; 

Wolf,  Wolff,  den  man  nempt  den 
Zähen,  sein  Sohn,  B.  zu  Mengen 
490,5.  517,1; 

Acte  Banzirin,  dessen  Weib,  s . 
Banz  er. 

Johans  vom  -,  gesezzen  ze  March¬ 
tein  434,30. 


Allgemeines  Register. 


779 


Stain : 

Cüntz  Schmyd  -  zu  Munderkingen 
488,35 ; 

Bentz,  B.  489,25; 

Pfaff  Cünrat  488,35; 

Anna  489,30; 

Weib  des  Ytel  Otte,  s.  Otte; 
Beta,  seine  Kinder  489,30; 

Weib  des  Klingler  s.  Klingler. 
Stain,  By  dem  -  der  am  brand  lit 

619,25. 

An  dem  erren  der  am  brand  lit 

619,25. 

Staenacb,  Ze  dem  -  under  Hirspil  143,5. 
Staingrübe,  In  der  -  19,35. 

Stainibain  s.  Riedlingen. 

Stamler,  H.  der  -,  s.  Markdorf. 
Statzger,  Werntz  der  wirt  der  -  s. 

Riedlingen,  Werntz. 

Staufenberg ,  Stoffenberg,  hohenzol- 
lerisches  OA.  Hechingen,  Otte  von  - 
s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 

Stekke,  Stekkin  s.  Riedlin  gen. 

Steffeln  s.  Stöffeln. 

Stegli  s.  Enslingen. 

Steinhilben,  Stainhülwe,  Stainhülw, 
hohenzollerisches  OA .  Gammer- 
tingen ,  Cüntz  Kügelli  340,20. 
Gerloch  von  -  355,30. 

Gerloch  von  -,  der  junge  347,30;  S 
348,5. 

Cüntz  der  Graf  von  -  s.  Graf. 

Hätze  von  -  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Hainrich  von  den  man  nempt  Mal- 
chinger  s.  Malchinger. 

Rudolf  Taverner  u.  Diemot,  seine 
Tochter  s.  Taverner. 
Steinhausen,  Stainhusen,  Stainihusen 
OA.  Waldsee  116,20. 

Ütz  von  -  347,30;  S  348,5. 

Steinmar,  Adelhaid  -s  Wittwe,  von 
Riedlingen  10,5; 

Konrad,  ihr  Sohn  10,5. 

Stephanus  prothomartir,  26.  Dez.  114,30. 
176,10. 


Stetten,  Stetin,  entweder  Gern.  Dettingen, 
OA.  Ehingen  oder  OA.  Laupheim . 
Irmel,  Irmengart  von  -  und  Maeht- 
hilt  von  -  (Bruderskinder),  s . 
Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Stettfurt,  Kt.  Turgau,  Johannes  de  -, 
canonicus  ecclesie  monasterii  Thuri- 
censis  publicus  auctoritate  imperiali 
notarius  iuratus  s.  Zürich. 
Steusslingen,  Alt-  OA.  Ehingen  8,15. 
Albert  von  -,  Ritter,  genannt  Schedel 

3,15.25.  18,5. 

Steyer,  Steyr,  Stir  s.  Österreich. 

Stokar,  Hanns  der  -  s.  Riedlingen. 
Stochli,  Hermann  s.  Veringen. 
Stockach,  Stockah,  Stocka,  badisches 
BA.  49,5. 

Mangolt,  der  chilcherre  49,5. 

Stöffeln ,  Steffeln,  Gern.  Gönningen  OA. 
Tübingen ,  fryge,  ritter,  Albret,  ze 
Justingen  gesessen  215,25 ;  #215,30. 
Cünrat,  ze  Umbenhusen  429,30. 
Cünrat  522,25;  S  522,35. 

Cünr.,  ze  Justingen  geseszen  557,20 ; 
S  557,35. 

Elizabeth  s.  Heiligkreuztal ,  Äbtis¬ 
sinnen. 

Ernst,  kircherre  ze  Sulgen,  S  454,25. 
Cfr.  von  Alberti  776. 

Stoffenberg  s.  Staufenberg. 

Stogarten  s.  Stuttgart. 

Stoll,  Stolle,  Stollin,  Bentz  307,1.  340,15. 
Haintz  525,20; 

Agnes,  seine  Tochter  525,20. 

Ritter  Werner  gen.  -  3,10. 

Hof  der  Ritter  gen.  -  zu  Andelfingen 
13,20. 

Enslingen:  Stollinhovin  13,10. 
Conrat,  Bentz  und  Hainrich  -  der  kof- 
man  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 
Dietrich,  von  Hundersingen  340,25. 
Harich,  Hainr.  von  Obrunsteten  91,30. 
Cfr.  von  Alberti  778. 

Stoltz,  Hainricus  s.  Bebenhausen. 
Stopper  zu  Riedlingen  605,15. 

Cünrat  s.  Heiligkreuztal,  Ämter 
Stör,  Cünrat  s.  Riedlingen. 

Störer  s.  Herbertingen. 


780 


Allgemeines  Register. 


Storp  s.  Herbertingen. 

Strassberg ,  Strazzberg,  hohenzollerisches 
OA.  Gammertingen ,  Ruf  von  Ri- 
schach  ze  -  gesessen  s.  Reischach. 
Strassburg ,  Strazburch  im  Eisass,  Hain- 
rich  von  Gundelfingen,  chorherre 
s.  Gundelfingen. 

Kuno,  Notar  des  Dompropstes  von  -, 
Chorherr  zu  Surburg  31,15. 
Straif,  Straiff,  Albrecht  369,25. 

App  353,30. 

Strigel,  Cunrat  der  -,  kilchherr  ze 
Mangen  s.  Mengen. 

Stritberg  s.  Beizhofen. 

Strobel,  Buk  s.  Reutlingen. 

Strub,  Strübe,  Strüben,  Strübin,  Appe 
82,10. 

Jüzz  238,30. 

Jacob  395,25.  547,15; 

Machtbild,  sein  Weib  547,15; 
Elizabeth  dii  -,  ihr  Kind,  s.  Heilig- 
hreuztal,  Klosterfrauen  ; 
Eberhart  von  Althain,  deren  Mann, 
s.  Altheim,  Eberhart  von 
Hans,  B.  zu  Veringen  547,10.  613,35. 
Hainrich  613,30. 

Grüningen:  312,15.  477,10.  478,20. 
541,5. 

Strumpfei,  Bürkly  der  -  s.  Völlkofen. 
Struz,  Heinrich  gen.  -  s.  Wartenberg. 
Stubdistel  s.  Binzwangen. 

Stuef,  Stuff,  Herman,  B.  zu  Munder- 
hingen,  S  514,10. 

Riedlingen :  Hanns,  Johannes  -  den 
man  nempt  den  Schriber  598,10. 
630,30.  644,20;  £599,30.  631,20. 
645,10; 

Hail  du  Schriberin,  sein  Weib  636,20 ; 
Cuntz  Brog,  ihr  Vater,  s.  Brog. 
Stugarten  s.  Stuttgart. 

Stulz,  s.  Wernher. 

Sturmli,  Johans  s.  Inneringen. 

Stürzei,  Sturcel,  Stürtzlin,  Anna  diu  - 
s.  Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Benz  der  -  90,20. 

Wernze  90,20. 

Weriher  der  -  102,5. 

Walter  40,1. 


Stürzei : 

Bi  der  lindun  an  der  -  en  aker  zu 
Ostheim  319,5. 

Stüess,  Rüdger  s.  Riedlingen. 

Stuttgart ,  Stutgarten,  Stütgarten,  Stü- 
garten.  Stüggarlen,  Stugarten,  Stüc- 
garthen,  Stügaten,  Stogarton,  Sto- 
gartun,  Stogartün  66,35.  80,20. 
116,20.  127,1.  128,20.  671,25;  S 
universitatis  bürgen sium  in  -  95,25. 

Schulthaiz  :  Nütel,  Nutel,  Albreht,  Al- 
breth  95,15.  126,35. 

Amman,  minister:  Arnolt,  Arnoldus 
95,15.  129,25.  132,35. 

Einwohner : 

BJank,  Blancke,  Berhtolt  s.  Blank. 

k^aiser,  Rudolf  der  -  95,15.  126,35. 
133,1. 

Ime  ze  genemet  von  Talvingen, 
B.  94,30; 

Hailgge,  Halike,  ihre  Tochter,  s. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Waise,  Ülricus  dictus  -,  Ulrich  der  - 
95,20.  133,1. 

Örtlichkeiten : 

Ecclesia  128,1. 

Prepositus  127,30. 135,15;  £128,15. 

Cünrats  des  müllers  müli  an  dem 
graben  ze  -  bi  dem  wiege,  da 
man  get  gen  Wizenberc  95,5. 

Weinberge: 

Azzenberg  24,10. 

Rainsburc  95,5. 

Zem  Tobel  97,10. 

Wizenberk  95,5. 

Des  Arzaten  wingart  ze  Rainsburc 
ob  Cünrats  wingarten  an  dem 
rain  95,5. 

Sulcis,  Sulcitani,  Italien,  Bonifacius  - 
episcopus  175,30;  S  176,30. 

Sulz,  Sülze,  Sultz,  Sulcz,  OA-Stadt, 
Grafen  von  -  10,30.  632,40. 

Anne,  Anna  s.  Heiligkreuztal,  Äb¬ 
tissinnen. 

Anna  und  Elizabet,  Schwestern,  s. 
Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Bertholt,  Berhtoldt  104,15.  142,10. 
201,20;  S  104,30. 


Allgemeines  Register. 


781 


Salz: 

Hermannus  43,1. 

Fr.  .  .  .  von  -  632,35 ; 

Ludwig  von  Hornstain,  ihr  Mann, 
s.  Hornstein. 

Sunnenberg  141,10. 

Suocha  s.  Eichen  OA.  Saulgau. 
Surburg,  Eisass ,  Kuno,  Chorherr  zu  -, 
Notar  des  Dompropstes  zu  Strass¬ 
burg  s.  Strassburg. 

Süssen  s.  Siessen. 

Suter,  Suter,  Suterin,  Süterin,  Sutrin, 
Sütrin,  Cünratz  sailigen  des  -s  brule 
90,35. 

Hans  283,1. 

H.  185,15. 

Mahthilt  diu  -  62,30; 

Irmi,  ihre  Tochter ,  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Altheim:  Heinrich  der  gen.  der 
Brobest  145,10. 

Andelfingen :  Frik  der  -  529,30. 
Binzwangen:  Hainrich  der  -  240,25. 
Adelhait  dü  -  s.  Heiligkreuztal , 
Klosterfrauen. 

Hainrich  der  -  s.  Heiligkreuztal,  Ein¬ 
wohner. 

Des  -s  gut  ze  Hundersingen  672,20. 
Waldhausen:  Rudolf  62,10.  69,15; 
Judente,  Juzze,  sein  Weib ,  B.  zu 
Biedlingen  62,15.  69,15.  90,10; 
Adilhüt,  ihre  Tochter  62,15. 
Winterlingen:  Cünrat  der  -  79,25. 
Svaindorf  s.  Schwandorf. 

Sw  .  .  .  (Sv  .  .  .),  s.  auch  Schw. 
Swainhusen,  s.  Schweinhausen. 
Swertfürbe,  Schwertfürbe  s.  Biedlingen, 
Schwertfürbe. 

Swiberli,  Cüntz  s.  Billafingen. 

Sybotus  s.  Esslingen. 

Sydeler,  Cünrat  der  -  157,10. 
Symaringen  5.  Sigmaringen. 

T. 

Täverner,  Taverner  67,35. 

Rudolf,  von  Stainhülwe  212,15; 
Diemot,  seine  Tochter  212,15. 


Tailfingen,  Talvingen,  nach  v.  Alberti 
822  OA.  Herrenberg ,  Frau  Ime  ze 
Stügarten,  genemet  von  -  s.  Stutt¬ 
gart. 

Talbrül  373,5. 

Talheim,  Talhain,  Gern.  Lauterach  OA. 
Ehingen,  Konrad  von  -,  Bitter 
29,15,20.  34,5. 

Talhof,  Talhoff,  heute  Staatsdomäne , 
Gern.  Hundersingen  OA.Biedlingen, 

Der  ober  -  341,15. 

Der  unter  -  341,15. 

Einwohner : 

Chünrat  der  Herzog  ze  -  seszhafft 
s.  Herzog. 

Flurnamen: 

Under  dem  -  ze  Hirsenrüty  in  dem 
Tünow  riet  577,30. 

In  dem  riet  oberthalb  Landow  under 
dem  -  in  dem  kessel  by  dem 
staininn  krütz  582,1. 

In  der  hirsrütin,  hirsenrüty  unter 
dem  -  601,5.  646,35. 

In  der  mitten  rüty  under  dem  - 
646,30. 

Des  Pfifferlis  wis  646,35. 

Talmaiger,  Talmayger,  Talmaier  s.  Ens - 
lingen. 

Tann,  Tanne,  vielleicht  von  der  dbg. 
Burg  bei  Alttann  OA.  Waldsee ,  cfr. 
v.  Alberti  799/800  und  Kindler 
v.  Knobloch  I,  193  oder  vielleicht 
auch  Tannen,  Gern.  Wittenhofen 
BA.  Überlingen. 

Des  von  -  wis  bei  Mengen  168,10. 
184,20. 

Tantinger,  tvahrscheinlich  nach  Den¬ 
tingen,  Gern.  Offingen  OA.  Bied¬ 
lingen  genannt ,  Hainrich  der  -  s. 
Dentingen. 

Taentirnarin,  Tantrerain,  Maehthild,  B. 
zu  Biedlingen ,  s.  Heiligkreuztal,. 
Klosterfrauen. 

Taor  (?),  G.  de  -  264,15. 

Tarant,  Berchtolt  der  -  33,25 ; 
Hainrich,  sein  Bruder  33,25. 

Tatenien  tag,  S.  -  308,5. 

Tathusen  s.  Datthausen. 


782 


Allgemeines  .Register. 


Tautschbach ,  Tuschbüch,  Tutschspüch, 
Under  dem  -  555,10.  643,20. 
Grüningen  das  dorf  under  dem  - 
592,15. 

Teggenhusen  s.  Deggenhausen. 

Tengen ,  Höhere,  Diengen,  Dingen,  Die- 
gen,  Diengin  OA.  Saulgau  18,25. 

498.25. 

7  i 

Abelin,  Abeli,  Ebli,  Abli,  Aeblin, 
Äblin,  Aebli,  Äbli,  Aibli  75,1. 25. 
76,30. 79,20. 103,25. 125,5. 148,10. 
152,20.  157,10.  231,30.  235,10. 
Hans,  kirchherre  ze  Hundersingen 
s.  Hundersingen. 

Peter,  vogt  ze  Sigmaringen  506,1 ; 
S  507,35. 

Albreht  von  -  111,20.  252,25. 

Mantz  von  -  179,30. 

Hagel,  Cbünrat  der  -,  vogt  ze  Schaer 
der  elter  s.  Hagel. 

Trub,  Konrad  s.  Trub. 

Tenningen,  Tentingen  s.  Dentingen. 
Tettikover  s.  Dettighofen. 

Tettingen  s.  Bettingen. 

Tettnang,  Tetnang,  Tetnagg,  OA.Stadt, 
Grauf  Hainrich  von  Muntfort,  herr 
ze  -  s.  Montfort. 

Theodorus  martyr,  in  die  b.  -i,  9.  Nov., 

661.25. 

Thomas,  apostolus,  s.  Thomas,  Thomans, 
dez  zwolfbotten,  zwelfboten,  tag, 
dag,  dage,  abent,  abende,  an  dem 
nechsten  gutendage  vor  -,  in  die 
b.  -e  apostoli,  21.  Dez.,  39,5. 
62,5.  156,5.  268,5.  287,20.  307,10. 
349,15.  472,10.  525,10.  529,35. 
546,1.  662,25.30. 

Thonaw  s.  Donau. 

Thonsol  s.  Tunsei. 

Tidershüsen  s.  Dietershausen  OA.  Ried¬ 
lingen. 

Tienk,  Bentz  353,30. 

Tierberg ,  Alten-,  Tierberch,  Tieberg  (?), 
Gern.  Lautlingen  OA.  Balingen, 
Adelhait  317,30. 

Cünrat  414,30. 

Cünrat  von  -  von  der  altun  bürg  265,25 ; 
S  266,20. 


Tierberg : 

Hans  von  -,  Hainrich  sun  von  Ma¬ 
genbüch  s.  Magenbuch. 

.  .  .  213,35; 

Kathrin  von  Wülfelingen  von  Horn- 
stain,  sein  Weib,  s.  Hornstein, 
Schatzberg  -Wilflingen  ; 

Anna  gen.  von  -,  ihre  Tochter,  s. 
Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Tivinger  s.  Tüwinger. 

Titstetten  s.  Dillstetten. 

Tiufel  s.  Riedlingen. 

Tobel,  Tobeln  s.  Dobel. 

Tocgeller,  Bentz  der  -  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Brüder. 

Tocli,  Burcardus  54,1. 

Tod,  Cünrat,  Cünrad  der  B.  zu  Ve¬ 
rtagen  392,5.  396,5.  399,15; 

Ita,  sein  Weib  396,5; 

Katherin,  ihre  Tochter,  s.  Heiligkreuz¬ 
tal,  Klosterfrauen. 

Riedlingen:  Des  -es  wise  426,1. 
Todmun  akkers.  Riedlingen,  Flurnamen. 
Togendorf  s.  Daugendorf. 

Tollendorf  s.  Dollhof. 

Toltzer  s.  Schellenberg. 

Tonow  s.  Donau. 

Toschan,  Toschanli,  Oswalt  408,30. 
Sigbolt,  Sigebot  136,1.  665,20. 

Cüntz,  Cüntzli  zu  Altheim  407,10. 
409,10.  412,5. 

Cüntz,  B.  zu  Riedlingen  591,5.  626,15. 
Tossanin,  Adilhait  dü  -  s.  Schertwege. 
Totzlin,  Rudolfus  die.  -  s.  Markdorf. 
Tralfing,  Rüdolf  s.  Munderkingen. 
Trefs,  Treffs  s.  Hundersingen. 
Treschaer,  Ulrich  der  -  96,5. 

Tretner,  Hans  der  -  s.  Riedlingen. 
Triberg,  Badisches  HA.,Katherinavon-, 
closter  frowe  ze  Rotenmünster  s. 
Rottenmünster. 

Tr  ochtelfingen,  Truchtelfingen,  Trüch- 
telfingen,  Troctelvingen,  Trohtol- 
vingen,  Truhtolvingen,  Truhttel- 
vingen,  Trühtelvingen,  Trohtel- 
vingen,  Trochtelvingen,  hohen- 
zollerisches  OA.  Haigerloch  212,15. 
Cives  in  -  180,10. 


Allgemeines  Register. 


783 


Tr  ochtelfingen : 

Amman  und  raut  340,25;  S  180,10. 
340,25. 

Am  anger,  Dietrich  s.  Am  anger. 
Bräkli,  Cünradus  dictus  -  servus  ec- 
clesie  in  -  197,1. 

Büttenberg,  Bütenberg,  Cüntz  von 
Fridingen,  B.  zu  -  340,20. 
Gretzingen,  Hainrich  von  B.  zu  - 
s.  Grötzingen. 

Schertwegge,  Haintz  s.  Schertwegge. 
Trub,  Konrad  von  Diengen,  B.  zu 
Mengen  125,1; 

Adelheid,  Anne  und  Maezze,  ihre 
Töchter  125,1. 

Michel,  von  Unlengen  449,5. 
Truchsesse ,  Truchsäzz,  Truchsäsz,  Truh¬ 
sesse,  Truhsässe,  Truchsass,  Druh- 
sasse,  von  Ringingen :  Gery  der  -, 
ritter  ze  Habspurg  645,20;  S  645,30. 
647,35. 

Von  Rohrdorf:  Berchtolt  der  -  265,20; 
S  266,20. 

Von  Urach:  Cün  der  -  291,15;  S 
291,25; 

Cün,  sein  Sohn  291,15. 

Von  Waldburg:  Otte  der  -  342,15;  S 
346,5. 

Cfr.  v.  Alberti  S62 . 

Hans  der  -  ze  Rüdlingen  653,15. 
Trut,  Waltz  s.  Münder  singen. 

Truz,  Werntz  s.  Herbertingen. 
Truttelaire,  Trütler,  Trütlerin  s.  Ried¬ 
lingen. 

Trütz,  Werntz  s.  Herbertingen. 

Tücher,  Tücherin,  Tücher,  Wernher 
der  -  255,30. 

Heza  die  -  von  Andelfingen  212,20; 
Dem  man  sprichet  Cünzen  Ederlin, 
ihr  Sohn,  s.  Ederlin. 
Berchtold,  Berhtolht  der  -  zu  Hun- 
dersingen  189,25.  191,30. 
Tünfridin,  Gisele  die  -  s.  Inneringen. 
Tünowe,  Tunaw  s.  Donau. 

Tunsei,  Tliunsel,  Thonsol,  badisches  BA. 
Staufen,  Johannes  de-,  vicarius  epis- 
copi  Constantiensis  in  spiritualibus 
generaliss.  Konstanz,  Generalvikar. 


Tuntz,  Haintz,  den  man  nemptden  Pfiffer 
s.  Andelfingen ,  Tüntz. 

Tur[onenses],  Geldsorte,  nach  Tours 
benannt  264,15. 

Tuschbüch,  Tutschspüch  s.  Tautschbuch. 

Tusculum- Frascati,  Italien,  Berenga- 
rius  Tusculanus  episcopus  86,10; 
S  87,5. 

Tüsso,  Hainricus  54,1. 

Tutti,  Bentz  298,5. 

Tuttlingen  OA. Stadt  29,15. 

Tuzz  s.  Herbertingen. 

Tübingen,  Tüwingen,  Tuwingen  OA.- 
Stadt,  Bertholdus  dictus  Wild, 
clericus  Constanciencis  dyocesis  s. 
Wild. 

Cunrat  von  Gundelvingen,  kircherre 
von  -  s.  Gundelfingen. 

Tüwinger,  Tivinger,  Fridericus  dic¬ 
tus  -  98,30; 

Ädellint,  sein  Weib  98,30. 

Tiburtius,  sant  Tybertius  tag,  14.  April 
607,10. 

Tyrol,  Graf  ze  -  s.  Oesterreich. 

U. 

Übellug  290,5. 

Überlingen,  Überlingen,  Uberlingen, 
Uberlingen,  badisches  BA.  1,1. 
14,15.  161,5. 

Statt  amman  567,15. 

Schultheis s,  minister  14,1. 

Einwohner : 

Am  Ort,  Hans  568,25. 

Arnolt  s.  Arnolt. 

Berhtoldus  gen.  Maier  (Villicus)  s. 
Maier. 

Biklin,  Jacob  568,25. 

Kob,  Andreas,  iunior,  statt  amman 
567,15;  S  569,5. 

Krumbach,  Cüntz,  Cünradus  dictus  - 
B.,  482,5;  S  483,5. 

Kupherschmit,  Nycolaus  568,25. 

Faber,  Wernher  et  Ülricus  dictus 
de  -  s.  Salem,  Mönche. 

Fblin,  Bernhart,  B.,  568,20. 


784 


Allgemeines  Register. 


Überlingen : 

Einwohner: 

Gamerschwang,  Cunrat  von  -  s.  Ga¬ 
merschwang. 

Hödorf,  Ulrich  von  -  gen.  Pfhal  568,25. 
Ulrich  von  -  gen.  Plass  568,25. 

Hornstain,  Elisabet  von  -  B .,  s.  Horn¬ 
stein  ; 

Chnrat  vom  Rain,  ihr  Mann,  s. 
Rain. 

Rudolf,  Ulrich  568,25. 

Werinherus  minister  14,1. 

Wilde,  Chünrat  der  -,  die  Wildena 
5.  Wild. 

Örtlichkeiten : 

Spital,  hospitale  14,15. 

Wingarten  zu  Heiligkreuztal  gehörig 
508,85.  509,30.  542,25. 

In  Goltbach  172,10. 

Ze  Eppenfar  146,25. 

An  der  offen  frygen  richs  strasse 
568,20. 

Uffenloch,  Ritter,  Johans  von  -  437,5; 
S  438,30. 

Ufgeworfen,  Uffgeworfen  weg,  strata 
publica  vulgo  dicta  der  -  663,1. 

Im  riet  bi  dem  -  207,30.  559,20. 

Uhterin  s.  Grüningen. 

Ulm,  Ulme,  Ulma  OA.Stadt,  Spital 
218,15.  225,20. 

Der  spitaler  und  sein  pfleger  218,15. 

Brun  wartin,  Brunwartin,  Agnes,  Anna, 
Gerdrut,  Schwestern,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Gewärlich,  Gewarlich,  Gewärlichun, 
Gewärlichin,  Gwarlichen,  Gwar- 
lichi,  Gewaerlichen,  Cunrat 247,30; 
Adelhait,  ihre  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen. 

Gisel,  s.  Heiligkreuztal ,  Kloster¬ 
frauen. 

Rudolf  218,5; 

Gisel,  sein  Weib  218,5. 

Gisla  von  -  386,5. 

Hainricus  de  Halle,  civis  in  -  s.  Hall. 

Eisbet  Waetzlin,  B .,  93,35.  225,15. 

Ulmar,  Herman  der  -  370,10. 


Ulrich,  Ulrich,  Üdalricus,  Üldalricus, 
Ödalricus,  dez  hailigen  bischoffs, 
-s  tag,  abent,  in  die,  festo  -i,  b.  -i, 
4.  Juli,  9,10.  83,15.  84,5.  256,1. 
296,15.  309,5.  330,5.  334,20.  355,25. 

408.5.  456,35.  470,30.  479,15.  498,5. 
o  575,25. 

Ulrich  der  bruder  des  Cunrat  des 
meiers  an  dem  graben  61,35. 
Umbenhusen,  Cunrat  von  Stoffeln  ze  - 
s.  Ohmenhausen. 

Umbgang  s.  Enslingen. 

Umenhover,  Haintz  der  -  s.  Riedlingen. 
Under  stainburk  s.  Grüningen. 

Ungarn,  Ungaria,  regina  -e  414,5. 
Ungelter,  Eberhart  der  -  s.  Reutlingen . 
Unger  s.  Riedllingen. 

Unlingen,  Unlengen,  Unlaengen,  Un¬ 
langen,  Unlaigen,  Unläigen  OA. 
Riedlingen  9,15.  24,20.  449,5. 

477,25.  479,1. 

Zins  449,5. 

Örtlichkeiten : 

Die  mili  an  der  Kanzah  65,25. 
Riedtmüeli,  Rietmuli  s.  Riedmühle. 
Hinder  der  kirchun  449,10. 

Gen  Bussen  uss  449,10. 

Einwohner ; 

Albert  gen.  von  -,  Albreht  von  -  zu 
Friedingen  27,35.  52,20.  56,15. 
Barchan,  Bentz  449,5. 

Keller,  Hermannus  dictus  -  de  -  in 
Nidre  Meringen  s.  Keller. 
Cünrate  von  -  449,5. 

Funderner  449,10. 

Haintz  von  -  zu  Friedingen  357,10. 
Heinrich  gen.  von  -  zu  Friedingen 
27,30. 

Trub,  Michel  s.  Trub. 

Der  wirt  von  -  563,15. 

Die  wirtinn  von  -  374,35. 

Unnütz  s.  Riedlingen. 

Urach,  OA.Stadt,  Cün  der  Truchsesse 
von  -  s.  Truchsesse. 

Urban,  Urbanus,  s.  -s  tag,  tak,  25.  Mai, 

100.25. 151.15. 152.5.  187,25.  188,5. 
221,35.  255,1.  259,1.25.  260,10. 


Allgemeines  Register. 


785 


328,15.  824,1. 325,35. 366,35.383,35. 
415,10.  419,5. 466,30. 481,30. 496,35. 

503.5.  35.  526,15.  527,35.  543,5. 
572,20.  654,5. 

£7r5aw,  Urbanus,  Papst ,  papa,  Y,  quintus 

421.5.  439,5. 

-  VI  596,1. 

Ursendorf  OA.  Saulgau ,  Konrad  von  - 
zu  Beizkofen  18,30; 

Heinrich,  sein  Sohn  18,30. 

Ursula,  s.  Urselun  tag,  21.  Okt.,  248,35. 
Us  dem  harde,  Bertholt  s.  Haiterbach. 
Usliut,  junkher  Cunz  235,20. 

Uz  bug,  Maier  122,35. 

Utkoven  s.  Jettkofen. 

Utzhermanuli  s.  JEnslingen. 

V.  s.  F. 

W. 

Wachsmanger,  Hainrich  s.  Beutlingen. 
Wakerim  370,5. 

Wagellerin  370,5. 

Wagenär,  Wagner,  Wagener,  Prum¬ 
mern:  Eberhard  der  -  209,5. 
Beutlingen :  Hainrich  der  -  32,30. 
-es  des  -s  hus  32,25. 

Biedlingen:  -s  wis  201,35. 

Waege,  Wäge  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 
Wäger,  Bentz,  gen.  -  s.  Billafingen. 
Waegro,  her  -  54,1. 

Wahter,  Ruf  der  -  s.  Biedlingen. 
Waige,  Wäige,  Walgi  s.  Heiligkreuztal, 
Brüder. 

Waigener,  C.  der  -  s.  Biedlingen. 
Waiger  s.  Friedingen. 

Wailti,  Cuntz  641,5. 

Wain  OA.  Laupheim,  Wina  (Wine?) 
6,30. 

Waise,  Ülricus  dictus  s.  Stuttgart. 
Walbrunnen  s.  Vaihingen. 

Walh,  Walch,  Cuntz  der  -  487,35. 

-  zu  Inneringen  366,20. 

Walchhun,  H.  99,15. 

Ber.  99,15. 

Wald,  Äbtissen  und  convent  ze  -,  s. 
Klosterwald. 

Waldkirch,  Waltkirch,  badisches  BA., 
Rudolf  von  -  s.  Salem,  Mönche. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


Waldburg,  Walpurg  OA.  Bavensburg , 
Bitter ,  Otte  der  Truhsässe  von  - 
s.  Truchsesse. 

Waldhausen,  Waldthausen,  Walthusen, 
Waltehusen,  Walthüsen,  das  wiler 
OA.  Biedlingen  8,5.  13,15.  35,35. 

89.5.  107,25.  151,1.  153,15.  154,10. 

157,1.  185,30.  529,25.  619,5.  659,20. 

670.5. 

Zehend,  klain  und  gross  316,20. 
Einwohner  ; 

Butzlin,  Dess  -s  guet  88,5. 

Kurz,  Ruse  der  -  s.  Kurz. 

Grümming  376,15. 

Der  Holtenow  guet  33,1. 

Die  Hoppelirin  s.  Hobelir. 

Jacli,  Jäkeli  152,15.  224,20. 

Maiger,  Haintz  der  -  s.  Maier. 

Mair  Liütolt  sun  s.  Ltitolt. 

Oshaimer,  Osshaimer,  Öshammer,  Ose- 
hamer,  -s  gut  57,35.  62,10. 88,10. 

151,1. 

Rotmaiger  s.  Maier. 

Der  schmid  von  -  591,1. 

Späh,  Haintz  der  -  490,35. 

Der  Sutrinun  gut  s.  Suter. 

Hans  Wetzel  s.  Wetzel. 

Flurnamen: 

Doerlin,  Wisen  ennot  der  Tünow  daz 
man  naempt  zu  dem  -  625,10. 
In  dem  gestainach  625,15. 
Hartemannes  boum  21,5. 

Die  owe  under  -  564,1. 

Sand,  In  dem  hindern  -  625,10. 

Uff  der  staig  625,15. 

Waithuser  holz  15,5. 

In  -  esche  88,30. 

Under  -  bi  dem  roden,  an  der  altun 
Tunowe,  der  von  -  roden  229,25. 

301,1.  619,30. 

Waldsee ,  Walssee,  Waise  OA.Stadt 
298,25. 

Gotzhus  298,20. 

Probst:  Cunrat  298,15;  S  298,25. 
Martini,  Heinricus  dictus  -  de  443,30. 
Wolfg'ang  von  -  25,15. 

50 


786 


Allgemeines  Register. 


Waldstetten ,  Dürren-,  Waltstetten  OA. 
Biedlingen,  Kilchherre  Cünrat,  S 
355,20. 

Güta  von  -  430,30; 

Kathrin,  ihre  Tochter  430,30; 
Cüntz  Buggensun,  ihr  Mann,  s. 
Buggensun. 

Wall,  Cüntz  von  Herbertingen,  B.  von 
Sulgen  s.  Saulgau,  Wall. 

Waller,  Burchart  der  -  80,20. 
Walburga,  s.  Walpurg,  Walpurch,  Wal- 
burge,  Walpurge,  Waltpurg,  Wal¬ 
burg,  Walpurgs,  Waltpurgg,  tag, 
tach,  abent,  äbent,  ze  angendem,  in- 
gendem,  ingaendigem  mayen,  mai- 
gen,  in  die  -e,  1.  Mai ,  35,5.  68,35. 

81.15.  100,10.  103,30.  116,5.  150,1. 

160.10. 212.5. 239.10. 251 .35. 258.15. 

282.15.  283,35.  303,5.  308,25.  383,1. 

390.15.  417,15.  433,10.  541,35. 

542.15.  550,5.  579,35.  642,35. 
Walpurg  s.  Waldburg. 

Walraf,  Walrave,  Waraf,  Binzwangen : 
des  -n  hofstat  20,35. 

Herbertingen :  -  amman  250,15. 327,25 ; 
Haintze,  Hansen,  Othart,  seine  Söhne 
327,25. 

Walterus  filius  Johannis  131,15. 

Waelti,  Cünrat  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 
Wangerriet  bei  Markdorf  76,5. 
Wanhusen  s.  Fainhausen. 

Ware,  Yare,  Wernher  vogt  -  104,5. 

Wernher  vogt  -n  sun  104,5. 
TUarm£a£,Warnthal, Warntal,  Gem.Emer- 
feld  OA.  Biedlingen  20,1.  358,20. 
Zenhend  ze  -  581,1. 

Hans  der  Gruninger  s.  Gruninger. 
Warntal,  Bentz  s.  Ittenhausen. 
Wartenberg,  BA.  Donaueschingen,  Bit¬ 
ter,  Heinrich  von  -,  gen.  Struz  24,30. 
Konrad  von  -,  gen.  Struz  24,30.  29,15. 
Wartstein,  Gern.  Erbstetten  OA.  Mün- 
sinqen ,  Grafen,  Eberhard  17,15. 
21,30.  25,30. 

Wasserschaden ,  Wazzershaf,  auf  dem 
Platze  des  heute  stehenden  Heilig - 
kreuztal  1,1.  6,30.  20,1. 

Bitter  Konrad  von  -  20,5. 


Wätzelin,  Waetzlin,  Elizabeth,  Eisbet, 
diu  -  s.  Ulm. 

Weber,  Bentz  der  -  305,15. 

Cunrat  der  -  280,20. 

Cünrad  der  -  s.  Heiligkreuztal,  Ein¬ 
wohner. 

Dietrich  des  -s  hus  149,25. 

Utz  der  -  zu  Hundersingen  618,10. 

Pflummern:  der  alt  -  209,5; 
Walther,  sein  Sohn  209,5. 

Wedrantzrüti  s.  Yederangesruthi. 

Wege  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 

Wegelanger  110,25. 

Weiler,  Wiler  OA.  Blaubeuren,  Herren 
von  Biirk.  657,5; 

Clara,  seine  Schwester  656,5; 

Lutz  von  Hornstain,  jedenfalls  von 
Bittelschiess,  ihr  Mann,  s. 
Hornstein. 

Cüntz  342,20;  S  346,10. 

Bitter  H.  3,5. 

Weiler,  Willer,  BA.  Pfullendorf,  Ulrich 
von  -  43,30 ;  S  44,1. 

Weinberg,  Konrad  von  -  20,5;  vgl. 
von  Alberti  776,  Stöffeln  und 
Das  Königreich  Württemberg  II, 
Schivarzwaldkreis  661. 

Weissenau  OA.  Bavensburg,  Prämon- 
stratenserkloster,  ChorherrBer.  9,20. 

Wendlingen,  Wendleringen,  Wenge¬ 
lingen,  Gern.  Wittenhofen,  BA. 
Überlingen,  Brüder  (!)  Hermann 
Finckh,  Yinke  22,10.  36,10. 

Käsundbrot  uss  -  s.  Biedlingen. 

Obere  Mühle  zu  -  669,15  ist  wahr¬ 
scheinlich  Wendlingen  O  A.  Ess¬ 
lingen. 

Werdenberg ,  Werdenberc,  de  Monte 
Sancto,  Kt.  St. Gallen,  Grafen,  Eber¬ 
hart  315,35;  S  316,5. 

Huc  70,10. 

Werdraut,  Rüsz  s.  Munderkingen. 

Werenwag,  Werwag,  Gern.  Langen- 
brunn-W er enwäg  BA.  Messkirch, 
Adelhait  von  -  415,25; 

Wilhalm  von  Magenbüch,  ihr  Mann, 
s.  Magenbuch. 


Allgemeines  Register. 


787 


Wernher,  Margarethun  Hermans  sailigen 
wirten  des  mullars  tohter  man  87,35. 
Wernherus,  Wernher,  der  keiner  124,80. 
Binzwangen ;  -  der  mager,  villicus 

42.20.  101,1. 

Aeppellins  -s  gut  20,30. 

-  von  B.,  gen.  des  Stülzen  sun  25,5. 
Wernher,  veter  der  Ulrich  usw.  von 
Andelfingen  59,25. 

Werntz,  Werntzin,  Adelhaid,  -  der  wirt 
den  man  nampt  den  Statzger,  ihr 
Mann ,  s.  Riedlingen,  Werntz. 
Wernlin,  s.  Enslingen. 

Weschelinshulwe  18,1. 

Wetterre,  Weterre  s.  Veterre. 
Wettingen,  Maris  Stella,  Zisterzienser¬ 
kloster,  Kt.  Argau,  Abt  Bertoldus 
666,25. 

Wetzel,  Wezzel,  Wezel,  Wetzlin,  Wezze- 
lin  148,5. 

Johans  183,5; 

Willibürg,  seine  Mutter  183,5. 
Altheim:  Walther  -  409,1. 
Andelfingen :  55,1.  59,10.  69,20.  77,5. 
87,35.  100,20.  104,5; 

Cunrat  55,5; 

Ludwig,  Ludewik,  Lutz,  Lutze,  seine 
Söhne  55,5.  250,15.  283,1. 

340,20.  355,25. 

Konrad  der  Bodemer  30,30.  31,1; 
Hainrich,  sein  Bruder  30,30.  31,1. 
141,30; 

Hainrich,  Hainz,  ze  den  ziten 
keiner  und  diener  dez  grave 
Eber[hart]  von  Landowe,  B. 
zu  Riedlingen,  dessen  Sohn 
141,30.  142,15; 

Adelhait,  sein  Weib  142,15. 273,1 ; 
Elzbeth,  ihre  Tochter,  s.  Heilig¬ 
kreuztal,  Klosterfrauen . 
Walther  von  Andelfingen,  den  man 
nempt  -n  s.  Andelfingen ,  Walther 
von  -. 

Der  -o  zehenden  65,5. 

Hans  der  -  zu  Waldhausen  375,20. 

376.20. 

Hans  s.  Heiligkreuztal,  Brüder. 
Wiegebuch  8,35. 


Wichsler  s.  Neufra. 

Widern,  Der  -aker  uff  den  halden  379,15. 
Widmans  akker  s.  Pfiummern. 
Wideman,  Berhtolt  s.  Heiligkreuztal, 
Brüder. 

Wieland,  Wielandin  s.  Friedingen. 
Wieler  s.  Friedingen. 

Wiener,  Wienaere  s.  Haugendorf. 
Wigand,  Johannes,  iuratus  264,15. 
Wigenbacher,  C.  der  -  s.  Figenbach. 
Wiggenweiler,  Wiggenwiller,  Wicken¬ 
wille,  Wiggenwiler,  Wiggenwillaer, 
Wiggenweiler,  Wikkenwiler,  Gern. 
Wittenhofen  BA.  Überlingen,  Ban¬ 
nus  ville  192,25. 

Enhalp  dem  rieth,  ennent  dem  riet 
33,15. 

Rudolfs  gut  des  schmitz  166,35. 
Wigman  s.  Reutlingen. 

Wil,  Wyl,  villa  -,  unbestimmt  welches, 
Weil,  wahrscheinlich  Weil  der  Stadt, 
Cunrat  de  -,  scolaris  magistri  Hain- 
rici  dicti  Phefferhart  clerici  Con- 
stantiensis  s.  Heiligkreuztal,  Procu- 
ratores. 

Bader,  Alberthus  de  -  6,10. 

Wild,  Wilde,  Wildin,  Maehthilt  5.  Hei¬ 
ligkreuztal,  Klosterfrauen. 

Der  -un  hof  ze  Herbrehtingen  363,25. 
Mengen :  Cunrat  der  -,  B.  75,5. 
76,35.  79,20.  85,30.  92,25. 103,25. 

111,20.  118,25.  125,5.  145,1. 

185,25; 

Judenta,  sein  Weib  92,30.  93,5; 
Hainrich,  sein  Bruder  76,35.  79,20. 
90,30.  157,10.  270,25; 

Cunrat  90,30; 

Anna  und  Katherina,  dessen 
Kinder,  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Cuntz  der  -  445,5.  493,5.  497,20. 

512,10.  547,10.  565,15;  £  498,1. 
Hans  der  -,  B.,  392,30.  403,30. 
Tübingen:  Bertholdus  dictus  -,  de 
Tuwingen  clericus  Constantiensis 
dyocesis  6,10. 

Überlingen:  Chünratder-,  B.,  161,10. 
Leibding  der  Wildena  172,10. 


788 


Allgemeines  Register. 


Wildenfels ,  Wildenvelz,  Wildenvelse, 
dbg.  Burg  in  der  Nähe  von  Wil¬ 
denstein,  BA .  Messkirch.  Die  von  - 

214.15. 

Clara  von  -  s.  Heiligkreuztal,  Kloster¬ 
frauen. 

Walther  von  -  49,1. 

Wildenstein ,  Wildenstain,  dbg.  Burg, 
BA.  Messkirch  26,80. 

Anselm  von  -  11,15.  26,80.  28,10. 
Anshalm,  Ansshelm,  Anshain  65,25. 
77,1 ;  S  66,1.  72,10. 

Wildmann  s.  Bavensburg. 

Wildrer,  Cunrat  der  -  215,20. 

Willer,  Wiler  s.  Weiler. 

Wilhelmer  ordens  closter  s.  Mengen. 
Willmandingen  OA.  Beutlingen,  Pfaff 
Cunrat  von  -,  den  man  nempt  den 
alten  frumesser  ze  Mangen  s.  Men¬ 
gen,  Örtlichkeiten. 

Wilmadinger,  s.  Burgau. 

Wimar  51,5. 

Wina  (Wine?)  s.  Wain. 

Winkler  s.  Schweinhausen. 

Winschenk,  Hans,  lüpriester  ze  Häl- 
tingen  407,35. 

Claus,  von  jiiedlingen  653,25. 
Winterlingen ,  Winterlingen  das  dorf 
OA.  Balingen ,  An  der  brugge 
392,10. 

Einwohner : 

Walther  der  lupriest  der  ieze  ze  - 
singet  144,5. 

Benis  sun  s.  Beni. 

Fritag,  Chüntz  s.  Fritag. 

Hegner  451,5. 

Mancz,  Ruf  s.  Manz. 

Des  Nagers  gut  s.  Nager. 

Nefe,  Waltz  der  -  s.  Nefe. 

Nolle  s.  Nolle. 

Schikke,  Ruf  351,20. 

Tod,  Cüntz  der  -  s.  Tod. 
Winterstetten ,  Winterstettenstadt  OA. 
Waldsee,  Schenken,  Shenchen  von  - 

36.15. 

Shench  Hainrich,  Shench  Cunrat  und 
Shench  Herman,  die  gebruder 
von  -  36,20;  S  37,1. 


Winter  stetten, 

Schmalegg:  Herman  nennt  sich  vow 
Smalnegge,  S  37,10. 

Winterthur,  Kt.  Zürich  193,35.  199,10^ 
20.  25.  30.  35.  200,1.  202,30. 
Rudolfus  dictus  Brüngger  de  -  no- 
tarius  s.  Konstanz,  Notare. 
Winzeln,  Wintzeln  OA.  Oberndorf  oder 
dbg.  bei  Hausen  am  Tann  OA.  Bott¬ 
weil,  Hans  der  Gruninger,  den  man 
nempt  Hansen  von  -  s.  Grüninger. 
Wirk  s.  Hayingen. 

Wirsunk,  Wirsink,  Wirsing,  Wirsinch,. 
Benz  150,25.  152,1. 

Reintz  136,15. 

-  zu  Fridingen  194,5, 

Wirt,  Albert  der  -  12,5. 

Hans  der  -  von  Andelfingen,  den  man 
nempt  Noppen  575,30. 

Otte  der  -  s.  Otte. 

Wirtenberg,  Würtemberg,  Wirtemberg^ 
Württemberg ,  Burg  3,5. 

Edle  herrschaft,  herren  von  -  623,5.. 
642,1,  669,25. 

Grafen  von  = :  Eberhard,  Bruder  Ul¬ 
richs  (I,  des  Stifters)  3,5. 
Eberhardt  (I,  der  Erlauchte)  36,1. 
121,20. 

Eberhart,  Eberhard  (der  Gr  einer) 
618,1.  669,20.  670,15.  671,30; 
S  618,30.  671,1. 

Gumbolt,  vogt  der  herro  von  -  s ^ 
Gültlingen. 

Wischer  s.  Hundersingen. 

Wise,  Wisse,  Wisze,  Wize,  Wisin, 
Wissin,  Enslingen :  Cuntz  der  - 
412,30. 

Hayingen:  Des  -n  hof  17,20. 
Adelheid  die  -  von  Schafhusen,  s.. 

Heiligkreuztal,  Klosterfrauen. 
Der  -  hoffraiti  zu  Hundersingen  512,1. 
624,20. 

Neufra:  Haintz  der  -  299,30. 
Witing,  Diel  s.  Biedlingen. 

Wittenriet,  In  -  s.  Bied. 

Witwnsun,  H.  der  -  43,35. 

Wizenberc  bei  Stuttgart  s.  Stuttgart r 
Örtlichkeiten. 


Allgemeines  Register. 


789 


Wnden  s.  Saulgau,  Vunden. 

Wolf,  Wolff,  Albreht  der  -  252,15. 
Hermann  der  -  137,1. 

Herb ertin gen:  Des  -s  acker  461,10. 
Wolfhart  s.  Biber  ach. 

Wolfrat,  Bentze  s.  Saulgau. 

Worms  am  Rhein,  Wormaciensis,  Sal- 
mannus  -  episcopus  175,30 ;  S 
176,30. 

Wortwin,  Katherina  s.  Heiligkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Wortz,  Cünrat  508,30; 

Hiltdrud  von  Buwenburg,  sein  Weib , 
s.  Bmvenburg. 

Wrter,  Oünrat  der  -  87,35. 

Wrwise  s.  Wurwisa. 

Wrzer  s.  Mengen,  Wurtzer. 

Wülfin,  Elsbeth,  s.  Heüigkreuztal, 
Klosterfrauen. 

Wunden  s.  Saulgau,  Vunden. 
Wuppenau,  Wuppenowe,  Kt.  Turgau, 
Magister  Walter  dictus  Cloker,  rector 
ecclesie  35,20. 

Wurtzer,  Wrzer  s.  Mengen ,  Wurtzer. 
Wurwisa,  wurwise,  wrwise*  wrwise, 
wrwis,  wrwisa  10,35.  108,25.  334,1. 
339,20.  354,15.  399,10.  493,30. 
Wust,  Haintz  353,30. 

Burkart,  kircherr  ze  Nüfron,  tegan 
inSulger  cappitel  501,35;  £502, 10. 
Wilflingen,  Wiulvelingen,  Wlvelingen, 
Wlfelingen,  Wlflingen,  Wlfflingen, 
Wulflingen,  Wülflingen,  Wülfe- 
lingen,  Wülfflingen,  Wülvelingen, 
Wlflingen,  Wlfflingen  OA.  Ried- 
lingen  19,30.  24,25.  372,20. 

Gross-  19,30. 

Klein-,  klain-  19,30.  469,10. 

Zu  dem  klainen  -,  das  man  nempt 
zu  Enhofen,  Enhoven,  Ennhoven 
325,1.  469,10.  668,15. 

Ze  dem  niderne  -,  C.  der  luprister 
115,35. 

S.  Peters  gotzhuss  387,1. 

Vogtrecht  13,15. 

Einwohner : 

Alberte  von  -  51,5. 

Diu  Ästin  469,10.  668,15. 


Wilflingen : 

Einwohner : 

Cünrat  von  -,  der  amman  von  Mund- 
richingen  72,20.  74,15. 

Cünrat  der  Schmit  s.  Schmid. 

Cüntz  der  Herter  s.  Herter. 

Lugart  die  Maierin  s.  Maier. 

Herren  von  Hornstain  ze  -  gesessen 
s.  Hornstein ,  Schatzberg-Wilf- 
lingen. 

Güter:  Hof  Hainriches  dez  Gütin  s.Güt. 
Burcardis  dez  Klozzilins  12,35. 
Cünradis  dez  Blümin  s.  Blum. 
Hainrichs  des  Giligen  s.  Gilig. 
Flurnamen : 

An  der  steinernen  Brücke  30,15. 
Der  Brüle  28,30. 

Nordisholz  13,1. 

In  Wiulvelingener,  Wülflingaer  Win¬ 
kel,  winchel  19,30.  41,1. 

Wyl  s.  Wil. 

Y. 

Ycher  (Ircher?)  s.  Riedlingen,  Ycher. 

Z. 

Zaedellin,  Zadellin  282,10. 

-  zu  Riedlingen  653,20. 

Zaehe,  Zehe,  Cunradus  die.  -,  minister 
(amman)  der  Grafen  von  Berg,  s. 
Ehingen. 

Wolf  vom  Stain  den  man  nempt  den 
-n,  B.  zu  Mengen ,  s.  Stain. 
Zainer  s.  Hundersingen. 

Zalnler,  Rüf  s.  Hundersingen. 

Kaiser  s.  Stuttgart. 

Zang  s.  Sange. 

Zangelin,  Hermann  -s  güt  s.  Grüningen. 
Zehe  s.  Zaehe. 

Zehender,  Zehenter,  Enslingen :  179,30. 
Vaihingen:  134,5. 

Zell  OA.  Riedlingen,  Kirchherr  Her¬ 
mann,  Bruder  der  Herren  von 
Emerkingen  s.  Emerkingen. 

Freier  Zinshöriger  der  Kirche  22,25. 
Zeller,  Wlrich  s.  Markdorf. 

Zvurn  664,10. 

Zil,  Cünrade  s.  Mengen. 


790 


Allgemeines  Register. 


Zimmern ,  Zimbern,  Zimmer  BA.  Mess - 
kirch,  Werner  der  von  des  Mess- 
kilch  ist  342,10;  S  346,1. 
Zimmerman,  Zimerman,  Zümmerman, 
Zymmerman,  Zimberman,  Hainricus 
dictus  vicarius  perpetuus  ecclesie 
in  Binswangen  648,25. 

Otto  die.  -  de  Ehingen  102,20; 
Mähthildis,  sein  Weib  102,20; 
Adelhaidis,  ihre  Tochter ,  s.  Heilig¬ 
kreuztal ,  Klosterfrauen. 
Enslingen:  362,30. 

Inneringen :  570,25. 

Möhringen :  Cunradus  dictus  -  166,5. 
Hunder singen:  Hans  der  -  627,25. 
634,5. 

Riedlingen:  Haintz  der  schnider  den 
man  nempt  den  -  407,25.  591,20. 
Zinsmaister  s.  Andelfing tn. 

Ziwezzar  52,15. 

Zovingen,  Kt.  Argau,  Chorherrenstift, 
Cunradus  dictus  Stekken,  canonicus 
ecclesie  -  s.  Riedlingen ,  Stekke. 
Zoffingen,  Zovingen  s.  Konstanz,  l)o- 
minikanerinn  enkloster. 

Zofflach  23,10. 

Zoller,  Cünrat  der  -  s.  Markdorf. 
Zollern,  Hohen-,  Zolr,  Zorl,  von  der 
Hohun-,  hohenzollerisches  OA. 
Hechingen ,  Grafen:  Friderich  von-, 
kirheher  ze  Hähcingen  91,25;  S 
91,30. 

Fridrich  306,35;  £  307,10; 

Fridrich,  sein  Bruder  306,35;  8 
307,10. 

Üdelhilt,  Udilhildis,  gräffin  356,25; 
8  358,5; 

Graf  Heinrich  von  Yeringen,  ihr 
Mann,  s.  Veringen. 

Zollhausen ,  Zollhäuser  Mühle,  früher 
eine  grössere  Niederlassung,  Zoln- 
husen,  Zolnhusin,  Zollenhusen, 
Zolnhussen  bei  Riedlingen :  157,25. 
308,5.  406,25.  523,15.  524,5. 

664,10. 

Villa  -  et  bannus  eiusdem  165,5. 


Zollhausen : 

Einwohner : 

Von  -,  Zolnhuser,  Zolhuser,  Bentz 
233,30. 

Grüningen -s  gutly  594,1. 

Haintz  der  -  629,5. 

Riedlin  gen:  Cüntz  von  ~,  B.,  292,15;. 
Adelhait,  sein  Weib  292,15; 
Hainrich,  ihr  8ohn  292,20. 

Waltz  von  -  321,30. 

Der  maiger  der  Frauen  von  Heilig¬ 
kreuztal  572,35. 

Örtlichkeiten  und  Flurnamen : 

Hof  ze  -  155,10.  257,15. 

Bi  -  bi  des  ammens  akker  von  Rüd- 
lingen  157,25.  163,15. 

Des  pfaifen  akker  ob  den  werdin 
ze  -  157,35.  163,20. 

Stosset  an  den  weg  ob  -  bi  dem 
birbom  158,1.  163,25. 
Lindobühel,  Hinder  dem  -  und  stosset 
an  Z.  -  stich  233,30. 
Molendinum,  muli  165,20. 

Ob  der  -  159,10. 

Grimmen  gut  s.  Grimm. 

Ain  laut  in  Ohsehaimer  esche  stosset 
an  Tougendorfer  wech  233,30. 

-  bach  158,10.  163,35.  165,15. 

Gen  -  158,10.  163,35. 

Zolner,  Cunradus  die.  -  54,1. 

Zuber  s.  Zürich. 

Zürich ,  Zürich,  Thuregum,  Thuricensis, 
Schweiz  443,25. 444,30. 447,10.458,10 
Örtlichkeiten : 

In  ambitu  ecclesie  prepositure  446,30. 
In  loco  consistorii  458,1. 

Einwohner : 

Johannes  die.  Stetfurt,  canonicus  ec¬ 
clesie  monasterii  443,20. 
Hainrich  Zuber,  B.,  560,10 ;  8  560,30 ; 
Adelheit  Hüberin,  sein  Weib ,  s. 
Huber. 

Herrn annus  dictus  Pfungen,  clericus 
443,25. 

Zürn,  Zürne,  Zürn  281,35. 

H.  120,10.  123,25.  124,10. 

Rüdolfus  130,25. 

Altheim:  165,'^.5 ; 


Allgemeines  Register. 


791 


Zürn : 

Johannes,  opiddanus  in  Rudlingen, 
sein  Sohn  165,25. 

Hainrich,  Hainricus,  von  Binswangen 
156,5.  188,20.  271,15. 

-  in  Enslingen  418,1. 

Albreht  der  -  von  Hundersingen  42,20. 
Albreht  der  -  von  Rudelingen  89,5. 
Waldhausen:  Appen  -in  wirtinne 
69,15. 

Züruk  s.  Grüningen. 

Zurzach ,  Zurciacensis,  Zurziacensis, 
Zurtziacensis,  Kt.  Schaffhaus  enr 
Ecclesia  s.  Verene,  prepositus: 
667,10; 

Magister  Heinricus  Spich wardi  489,1. 
444,10;  S  444,1; 

Otto  de  Rinegg  s.  Konstanz ,  Advo- 
catus  curie. 

Zussdorf,  Zusdorf,  Zustorf,  OA.  Ra¬ 
vensburg,  Herman  von  Hornstain 
ze  -  gesessen,  s.  Hornstein,  Zuss¬ 
dorf. 

Castrum  des  Hainricus  de  Niuvrun 
46,20. 

Zutilman,  Albert  gen.  -,  Ritter,  Mini- 
steriale  von  Reichenau  12,25. 


Zwarzenbach,  Wernher  von  -  s.  Schwar¬ 
zenbach. 

Zwikk,  Hainrich  s.  Biberach. 
Zwiefalten,  Zwifalten,  Zwiveltün,  Zwi- 
veltun,  Zwiveltüm,  Zwivelton,  Zwi- 
vildea,  Benediktinerkloster  OA. 
Münsingen  18,25.  22,20.  25,20. 
26,10. 

Gotzhuss  477,15.  478,20. 

Kloster  18,85.  541,10. 

Klosterleute : 

Abt,  abbas,  abbet:  Eberhardus  96,1. 
660,20. 

Johans  von  -  von  Blieningen  293,25. 
Ulrich  und  Konvent  13,25.  15,15. 
16,30. 

Bruder  Cünrat  der  Neve  293,35. 
Hainrichs  von  Bhningen  sun  ze  - 
477,15.  478,20. 

Reinher  von  -  34,5. 

Konverse  Heinrich  von  Eglingen,  s. 
Eglingen. 

Zwirler,  Fritz  132,1. 

Zwizerer,  Zwizirer,  Schweitzer  13,15. 
Bi  -  brunnen  und  haiset  du  lang 
wise  155,35. 

Zymmerman  s.  Zimmerman. 


Glossar, 


A. 

Abend ,  abent,  äbent,  der  Tag  vor  einem 
Festtag ,  vor  dem  Tage  eines  Hei¬ 
ligen,  passim. 

Aberellen  s.  April. 

Ablass,  Abblassbrieff,  Indulgentz,  indul- 
gentia,  -  dedicacionis  2,15.  25. 
110,10.  111,30.  113,20; 

-  von  zehn  Tagen ,  de  iniunctis  peni- 

tentiis  cottidie  X  dies  relaxare 
37,35; 

-  von  40  Tagen,  XL  dies  criminalium 

et  C  dies  venialium  relaxare  37,30 ; 
Quadraginta  dierum  -m  elargiri 
3,25.  7,15.  9,10.  113,20.  115,5; 
Relaxare  de  iniunctis  penitenciis 
quadraginta  dies  criminalium 
176,25. 35; 

Annus  venialium  176,35. 

Ablösen,  ablosti  543,1. 

Abrellen  s.  April. 

Absolutio  87,5.  667,25. 

Absolvere  66,15. 

Acker,  aker,  Ze  -  gen  630,10. 
Adhibere,  adhibita  solempnitate  verbo- 
rum  usw.  s.  Zeremoniell. 
Advocacia,  advocaticium,  -  curie  130,25. 
131,1.  132,20; 

Obligacio  et  redemptio  -e  curie  130,35; 
Ius  -e,  ius  -  130,35.  132,15. 
Adiudicare  663,15. 

Ave  Maria,  Ter  -  dicere  176,20. 

Avern,  fordern  466,1. 

Agerentz  269,30. 

Aht,  An  erber  man  in  der  -  genant 
Phaf  142,30. 

Aiger  s.  Eier. 


Aimer  s.  Eimer. 

Ainliftusent  magde  tach  s.  Elftausend 
Mägde  Tag. 

Allerheiligen,  An  aller  hailigon,  hailgen, 
hayligen,  hailigo  tage,  abende, 
festum,  dies,  commemoratio  om- 
nium  sanctorum,  1.  Nov .  92,35. 

93.15. 136.30.  147,5.  176,15. 204,35. 
249,1.  299,20.  319,25.  348,5.  369,30. 
387,35.  396,30.480,5.  632,30. 

Allerseelen ,  Aller  selo,  selon  tak, 
commemoratio  omnium  animarum, 
2.  Nov.  176,15. 238,35. 249,1. 301,10. 

349.5.  480,25. 

Almosen,  almusen,  almosen  88,20; 

-  schenken  7,15; 

-  und  selegirait  44,15; 

Manum  adiutricem  porrigere,  manum 
liberalitatis  indigencie  porrigere, 
manus  porrigere  adiutrices  113,15. 
20.  176,20; 

Zum  -  und  zur  Nachlassung  der 
Sünden  21,10. 

Almosensammler  2,10. 

Altarweihe,  dedicacio,  Dedicacion  2,30. 

3,20.  110,10.  115,10. 

Amer  s.  Eimer. 

Ane,  Grossmutter  471,5. 

Äny,  eni,  Grossvater  464,25.  602,10. 
Anniversarium,  dies  anniversaria  67,1. 

70.30.  97,10; 

Mine  drizegüst  und  jarzit  began  98,15. 
Ansprache,  ansprach,  ansprech,  an- 
spruche,  impeticio  12,10.  34,30. 
58,10.  62,20.  64,15.  66,15.  73,25. 

79.5.  112,5.  148,5.  182,25.  206,15. 
207,5; 


Glossar. 


793 


Ansprache : 

Redliche  -  71,40.  73,35; 

Unredliche  -  72,1.  73,35; 

Klaige  und  -  116,30; 

reht  noh  -  haben,  gewinnen  85,10. 
140,5.  219,20.  223,5; 

Widerrede  irrung  und  -  237,20; 

-  uf  geben  und  verkauften  151,5; 
Der  -  ledig  und  fry  lassen  306,15; 
Sich  der  reht  und  -  verzihen  323,30 ; 
Werttegen  vr  alle  -,  beriht  sein  umb 

die  -  77,30.  275,35 ; 

Exhonerare  aliquem  de  -  ne  in  soli- 
dura  172,30. 

Ansprechen,  anesprechen  50,35.  74,35. 

81.30.  103,35; 

Muten  ald  -  87,20. 

Ansprechig,  ansprechlich,  werden,  -  oder 
kriegig  werden  210,35.  211,35. 

229,35.  323,5.  579,15. 

Antwrten,  antwurten,  antworten,  an 
schaden,  an  widerred  91,5.  140,10 ; 

-  und  versprechen  102,5; 

Got  -  an  dem  jüngsten  tag  170,35; 
In  antwurten  341,35.  342,25.  343,5. 
344,15. 

Anwanden,  angrenzen  142,20.  148,25. 
283,1. 

Anwander,  Ackerstreifen ,  der  auf  den 
Nachbar  oder  einen  Feldweg  stösst, 
öde  bleibt  und  nach  dem  Ackern 
umgegraben  wird,  in  der  Hegel  als 
„Radwende11  für  das  Pflugrad  dient 
(M.  Buck  292)  159,20.312,10.  313,5. 

321.30.  458,25.  520,35.  597,25. 
Anwanderli,  Anwanderly  422,20.  597,25. 
Appellare,  bene  et  legitime  -  200,10. 

203,25.  330,20; 

-  ad  sanctam  sedem  Maguntinam  et 

apostolos  203,20; 

Appellacio,  causa  -nis  195,10.  203,5. 
205,5; 

-nem  cassare  203,25; 

-  prosequi  330,25. 

April,  abrellen,  aberellen  183,25; 

Ze  mittem  -  354,15; 

Ze  ingaendem  -  339,5. 
Archicancellarius  per  Germaniam  195,10. 


Archidyaconus  loci  562,15. 

Area  203,15. 

Arvsso  s.  Erbsen. 

Armiger  263,35.  534,30. 

Ascensio,  -  domini,  uffart,  ufertag,  uff- 
vart,  uffert,  des  herren  -  tag,  abend, 
Christi  Himmelfahrt  150,30.  176,5. 

217.20.  322,30.  414,20; 

An  ünsers  herren  -  abent  406,35; 
An  dem  maentage,  an  dem  fritag  vor, 
nah  der  -  tage,  dominica  infra  - 

114,35. 123,30. 124,15.35.  168,30. 
Attzung  514,5. 

Auctenticum,  autenticum  48,15; 

Auttentice  littere  596,20. 

Auctoritas,  -  metropolitica  203,5. 205,10; 
Tarn  -  ordinaria  quam  apostolica 
333,1. 

Audire  sentenciam  diffinitivam  193,25. 
Aufgeben,  auf  lassen ,  uf  geben,  uf  gein, 
niht  ze  tun  haben  1,1.  9,1.  23,20. 
24,5.  30,1.  31,1.  34,30.  44,15.  58,30. 

89,35.  139,10.  201,20  usw.  ; 

-  ane  ansprache  65,10; 

-  ze  ainem  almosen  88,20; 

-  in  sine  hant  148,30.  159,35; 

Die  aigenschaft  -  148,35; 

-  zem  rehtem  aigen  186,5; 

Ufgift  153,25. 

Auflassung,  Aufgabe  82,30. 87,20. 88,35. 

97.30. 107.25. 108.15. 109.30.111.10. 
124,25. 139,1. 155,20. 160,20. 171,15. 

172.25. 174.5. 179.15. 183.10. 191.20. 

194.10.  208,30.  242,20.  522,35; 

-  der  Lehenschaft  104,20.  465,30; 
Allgemeine  -  124,5; 

Besondere  -  124,10. 

August ,  ougsten,  owgsten,  ogsten,  ze 
ingaendem  -  den  manot,  ze  mittelm 
-  185,10.  214,10.  223,15.  270,15. 

296,30.  498,25.  518,35. 

Ausschluss  der  Erben  142,1. 
Autenticum  s.  Auctenticum. 

B. 

Badstube,  batstube  435,5. 

Balmtag  s.  Palmtag. 


794 


Glossar. 


Bann ,  ban,  benne,  bannus  297,1; 

-  ville  dicte  Camers  Tanne  s.  All- 

gemeines  Begister  Camer. 

In  -  ligen  620,5; 

-miett  338,15; 

-phenninge  von  der  Wiesen  zur 
Heuenszeit  erheben  27,15; 
-strahl  4,5. 

Bau ,  buwe,  in  -  ligen  209,30. 
Bekrenchen  82,5.  103,20. 

Bekünbern,  bekümmern  153,25.  325,20. 
Beet,  bette,  petia,  Weinbergmass,  qua- 
tnor  petie  videlicet  vier  -  179,1 ; 
Sehs  -  76,5. 

Bevogtun  394,30. 

Bevollmächtigter  665,1. 

Begeren  oder  muten  107,30. 

Begräbnis  im  Kloster,  den  vrowen  ge- 
lopt  han  bi  in  ze  ligend  26,30. 
156,20. 

Behaft  sin  87,25. 

Behügd  ordenung  und  offenung  351,15. 
Beneficium  ecclesiasticum  cum  cura  vel 
sine  cura  331,15.  421,10.  666,30. 
667,5; 

-  spectans  ad  collacionem  provisio- 

nem  et  presentacionem  331,15. 
Berichtet  sein,  bericht,  berihte  sin,  umb 
stoss  82,5.  346,15. 

Bermit  s.  Pergament. 

Beschliesaerin  78,15. 

Besetzen  und  entsetzen  668,15. 
Besitzeinweisung  191,20.  194,10  usw. 
Bessern,  bessren,  einen  hof  318,15. 
Besserung  346,20; 

-  des  closters  118,5. 

Bette  s.  Beet. 

Betwat,  Bettzeug ,  Bettleinwand  162,25. 
Beunt,  biund,  bünd,  kleines,  ursprüng¬ 
lich  stets  eingefriedigtes  Grund¬ 
stück,  auf  dem  in  der  Pegel  Kraut, 
Hanf,  Flachs  usw.  gebaut  ivirä 
(Buck  25)  537,5.  576,30. 

Bewasen  und  bezwie  85,5. 

Bewisung  469,35. 

Bieten,  Zem  ersten  -  54,25. 

Bischof  50,35. 

Biund  s.  Beunt. 


Bietzen  303,30. 

Bletzlin  279,20. 

Bomerium  400,30. 

Bona  immobilia  243,15. 

Bongarten,  boungarten  264,20.  670,15, 
s.  Bomerium. 

Botenlohn,  bottenlon,  bottenlon,  botten¬ 
lohn  514,5.  581,20.  628,10.  639,10. 
Boungarten  s.  Bongarten. 

Brach,  ruhender,  öd  liegender  Esch, 
an  -  ligen  624,1; 

Ze  brachind  296,30. 

Brachmonat,  brachot,  brachod,  Juni ,  ze 
mittem  -,  ze  usgaendigem  - 125,15. 
144,1. 

Brennholz,  brenneholtz  71,20.  73,20. 
Brief,  brieve  656,15; 

Offenn  -  han  273,1. 

Brobst,  Propst  1,20. 

Brot,  Wis  66,30;  s.  auch  Jahrzeit. 
Bruder,  brüder,  zu  ainme  -  emfphangen 
307,5. 

Brüderschaft,  b  rüderschafft,  in  -  en- 
pfangen  156,20.  530,10. 

Brunnen  321,1. 

Bulle  7,1. 

Bünd  s.  Beunt. 

Burg,  burch,  an  die  -  gehören  307,20. 
Bürge ,  bürg,  bürg  287,10; 

Ze  -en  setzen  121,10; 

Die  -en  losen  345,20; 

Mitbürge  287,15. 

Bürgschaft,  burgschaft  23,35; 

-  halten  und  laisten  287,10; 

Von  der  -  und  giselschaft  helfen 
551,15; 

Rechte  gesetzliche  -  25,30. 
Burgstall,  burkstal  s.  passim  bei  ver¬ 
schiedenen  Ortschaften. 

Bussfertige  7,15. 

Buwe  s.  Bau. 

Bychter,  Bekenner,  confessor  531,10. 
534,20. 

Bychter  s.  Klosterbeichtvater. 

C.  K. 

Kaise  s.  Käs. 

Kaiser,  Kayser,  Römischer  167,20. 610,20. 


Glossar. 


795 


Kayserthumb  168,1. 

Calumpniam  semovere  46,85. 

Cantate,  dominica  qua  cantatur  in  ec- 
clesia  dei  -  401,20. 

Kapitel ,  cappitel,  im  -  ze  kouffend  geben 
(zu  Heiligkreuztal)  529,20. 

Kaplan ,  kapplan,  cappelän,  cappelan, 
capplan  119,15.  426,20.  531,40. 
548,20.  565,1. 

Cardinalis  s.  Allgemeines  Register  Men - 
gon. 

Karfreitag ,  karfritagennacht  426,10. 
Carnisprivium,  Fastenzeit  202,25. 

Caro,  Yiam  universe  carnis  ingredi  88,10. 
Karren,  -  fiiren  mit  mist  632,10; 

-knecht  s.  Heiligkreuztal ,  Ämter. 
Käs ,  kaise  98,20.  622,1. 

Cassare  sententiam  203,25; 

-  appellacionem  204,15. 

Kaufbrief,  koffbrief  616,20.  656,15. 
Causa  legitima  203,20. 

Kelber,  Kälber,  junge  475,25. 

Keller,  Verwalter  109,20. 

Censuarii  444,20.  446,1. 

Census  444,25.  446,5. 

Cerdo,  Gerber  56,1;  s.  auch  Riedlingen, 
Gerber. 

Kernen,  kerne  56,15.  435,10.  449,15; 
Kernengelt,  kerngelt  159,1.  278,5. 
449,25.  508,1.  620,30. 

Kerze,  kertze  465,1; 

-n  brennende  138,25; 

Ain  -  mit  wahs  steken  248,35. 
Kindlti,  An  der  -  tag  in  den  wihen- 
nähten  (28.  Dez.)  462,35. 

Kirche,  kilche,  ander  -n  oder  ander 
pfründen  besingen  oder  besitzen 
532,25. 

Kirchenprovinz  2,10. 

Kirchweihe,  Kirchweihtag  3,20.  9,10. 
Circumcisio,  Beschneidung,  Neujahr 
176,5. 

Citation  von  Zeugen  127,35. 

Clericus,  pauper  666,30. 

Close,  Klause,  closen  103,15. 
Closenerin,  Klausnerin  103,15. 
Klosterbeichtvater,  bychter  15,15. 
Knecht,  kneth  der  was  sin  agen  44,35. 


Coexecutor  331,35. 

Collacio,  -  yel  presentacio,  Kollatur 
29,30.  421,15.  666,30.  667,5. 
Commune  tenere  et  possidere  663,15. 
Komplet,  complet,  an  beden  -  an  248,35. 
Componere  et  in  arbitros  seu  amicabiles 
compositores  compromittere  129,25. 
Conclusio  cause  129,20. 

Concordare  in  amicabiles  compositores 
seu  arbitratores  133,1. 

Conventus  ac  sanctimoniales  146,30. 
Conventz  swester  349,20. 

Conventual  354,5.  359,20. 

Conversus  s.  die  einzelnen  Klöster. 
Convertere  in  utilitatem  evidentem  seu 
exoneracionem  debitorum  188,25. 
Confessor  s.  Bychter. 

Confinare  83,30. 

Confratres  99,5. 

Congrua  porcio  de  fructibus  redditibus 
et  proventibus  562,5. 

König,  küng,  Römischer  610,20 ; 

Heinrich  (VII)  2,5. 

Consules  in  Rudelingen  661,10. 

Kopie,  copia  4,30. 

Chorherren  s.  Beromünster,  Chur,  Kon¬ 
stanz,  Faurndau,  Zovingen,  Zürich. 
Korn,  corne  44,15. 91,1. 105,1.  30. 126,15. 
140,20. 153,25. 206,5. 214,20.  272,35. 
276,20. 366,15. 544,25. 578,30. 581,5. 
589,35.  661,35.  663,35; 

-gelt  308,35.  435,20; 

Gut  wol  gemachot  -  90,30; 

Beider  -  53,10; 

Gemains  -  79,15.  531,20.  552,20; 

-es  roggen  mischlatun  oder  habern 
153,20; 

Winter-,  wintter-  445,15.  623,35. 
630,10; 

-  as  du  garb  treit  565,20; 

-schütti  580,10. 

Krautgarten,  krutgarten  264,20. 
Crengel  32,20. 

Kreuz,  crftz,  crutz,  krüz,  krutz,  cruce, 
crux,  sancta,  heiliges  9,10.  114,30; 
An  dem  naehsten  tach,  samstag,  zins¬ 
tag  nach  des  hailigen  -  tach  als 
es  funden  wart,  an  des  hailig  - 


793 


Glossar. 


tag  als  es  erhebt  wart,  an  dez 
hailigen  -es  ab  ent  alz  ez  erhöht 
wart,  inventio,  exaltatio  sancte 
-cis,  3.  Mai,  14.  Sept.  108,30. 

142,5.  176,10.  803,35.  317,10. 
364,1.  439,20.  500,10.  511,25; 
Kreuz : 

An  dem  nehsten  mändag  vor  der 
-wochen  418,5. 

Kriegszug  mit  dem  König  29,30. 
Cristen,  Christen  479,35. 

Krutgarten  s.  Krautgarten. 

Kruzifixus  97,25.  109,15. 

Kühe ,  khge  465,25. 

Kundschaft,  kuntschaft,  ain  geschworne 
-  619,5. 

Küng  s.  König. 

Curia,  Hof,  84,25.  132,10; 

Advocacia  -e  s.  Advocacia; 

-  habitacionis  s.  Konstanz,  Örtlich¬ 

keiten. 

D. 

Decanatus  331,30. 

Decanus,  passim. 

Decima,  decimaciones,  decimatores  s. 

Zehnten  etc. 

Dedicacio  s.  Weihe. 

Delegatus  400,20. 

Denarius  s.  Pfennig. 

Deposicio  testium  129,30. 

Destructio  possessionum  561,10. 

Bienen,  dienon,  dienun,  mit  den  pflügen 
zu  den  drin  zelgun  ze  brachind  ze 
valgind  und  zurr  sat  296,30; 

Uber  tische,  an  den  tisch  153,20. 
154,25.  314,30; 

Umb  61  wahs  und  unschlid  559,35. 
Bienst,  dinst  630,10;  chaines  -es  warten 
noch  muten  170,1. 

Bienstag  s.  Zinstag. 

Docere  de  equitate  et  iniquitate  sen- 
tencie  195,15. 

Dominica  s.  Sonntag ; 

-  letare,  reminiscere  usw.  s.  unter 

Letare,  Reminiscere. 

Dominium,  signum  -i  84,1. 


Bonnerstag,  donrstag,  dunrstaeg,  dunrs- 
tag,  dornstag,  dunstag,  dunstag 
(dunerstag  ?)  durnstag,  durrestag 
39,25.  51,1.  167,30.  169,10.  175,1. 
182,15.  249,25.  252,30.  298,25. 

303,35.  307,10. 313,15. 322,1. 337,35. 
380,10.  495,35.  593,5; 

An  dem  grünen  -  ze  nacht,  an  dem 
güten  -  39,25.  426,10. 
Dorffrecht  435,25. 

Borngesträuch  13,10. 

Dreschen  105,1.  126,20.  655,5. 

Dritdail  158,5.  163,30. 

Drizegust  s.  Anniversarium. 

Dult  153,20.  154,30.  158,15.  160,25. 

161.5.  164,1. 

Bungen,  tunggen  630,15. 

Dunrstag,  dunstag,  durnstag,  durrestag 
s.  Bonnerstag. 

Dürhlichen  genau  (?)  454,1. 

JE. 

Edel  knecht,  armiger  263,35.  671,5. 
Edelliute,  lute  71,15.  73,10. 

Egert,  egerd,  egerden,  Weideland,  öd 
liegendes  Ackerfeld  (Buck)  422,20. 

609.5.  625,15. 

Ehafti,  getwinc,  ban;  -,  getwinc,  gerihte 
und  vraevelie  21,1.  27,30. 

Ehalten,  Ehehalten,  Bienstboten  485,25. 
Eid,  aid,  ayd,  ayt,  schwern  ain  -  ze  den 
hailigen  mit  gelerten  Worten  und 
mit  ufgebotnen  vingern,  ze  den 
hailigen  ainen  gelerten  -  swern  mit 
uffgebotten  vingern  342,5.  344,35. 
576,5; 

Swern  ainen  -  zen  hailgen  466,10; 
-  ze  den  hailigen,  uff  dem  hailigen 
ewangelien  swern  532,20; 

Gelert  -  swern  ze  den  hailigen  266,15 ; 
Uff  ir  -  erkennen  531,15; 

Des  -s  erlassen  603,5. 

Eier,  aier,  aiger,  ayger  541,25; 

Zwai  66,30; 

Drissig  377,20;  s.  auch  Viertel  -; 
-gelt  s.  Geld. 


Glossar. 


797 


Eigen ,  aigen,  aigen,  aingen,  aygen, 
aigen,  aeigen,  proprius;  aigin,  ge- 
aigen,  aygnen,  aignin  und  zu  ain 
rechten  aigen  machen  168,20. 883,10. 

530.20.  575,10.  672,1; 

Friges  und  lediges  -,  vries  -,  vries 
ledigs  -,  reht  lediges  -,  rehtes 
vriliches  -,  unansprächiges  rech¬ 
tes  -,  fry  redlich  -,  geben  ze 
aim  -  10,15.  47,20.  78,10.  85,5. 

157.1. 167.1. 201.30. 206.1. 213.25. 
258,5.  265,15.  282,25.  325,15. 
371,30; 

-  und  lehen  95,1; 

Ze  -  machen  und  vertigen  576,35; 
-lieh,  vallen  ze  henne  33,15.  100,10; 

-  gut,  -  gut  11,25.  71,25.  73,20; 
Leibeigene ,  -man,  -leute,  servi,  iure 

servitutis  pertinens,  der  -  wir 
sigin  mit  dem  libe,  Hörige ,  ho- 
mines,  lute,  lüt  die  ich  wand  min 
ze  wesend,  wan  si  von  dem  lib 
an  unser  goteshus  hört,  proprius 
famulus  ecclesie,  sich  mit  lip  und 
gut  dem  gotzhus  geben  18,5. 
22,30.  23,1.  24,5.  25,5.  26,15. 

27,20.  28,25.  29,10.  30,25.  43,30. 
69,10.  76,5.  145,15.25.  183,5. 

189.25.  191,15.  197,20.  201,1. 
212,15.  247,5.  250,35.  275,35. 

290.25.  291,20.  292,5.  298,15. 

307.25.  309,35.  316,1.  356,30. 

390.1.  511,10.  522,30.  525,20. 

576.1.  622,20.  641,5.  645,30; 
Ufgeben  den  man  285,15; 

-schaft  des  libs  519,15.  526,1; 
Leibaigenschaft  22,10; 

-s  insigels  nit  haben  250,15.  290,10. 
Eigenschaft,  Eigentum ,  aigenschafft, 
aigenschat,  rechte  -,  proprietas,  ius 
et  -,  — tis  titulus,  ius  -tis,  nomine 
— tis,  ius  proprietarium,  ius  proprium, 
ius  perpetuum,  ius  dominii  3,1. 

38,10.35.  40,15.  41,1.25.  42,35. 

46.20.  47,15.  48,35.  50,5.  51,20. 

54,25.  63,15.  69,30.  82,25.  83,5. 

101.1. 143.30. 146.30. 179.10. 183.20. 

184.20.  186,30.  192,35.  usw.; 


Eigenschaft : 

-srecht  17,5; 

-  und  ewikaiet  177,10; 

Anspruch  umb  die  -  231,1; 

Übergab  der  -  9,25; 

-  der  mtily  602,30; 

-,  lehenschafft  vogtschafft,  -  man- 
schaftlehenschaft  504,20.  541,25; 
Die  -  ergeben,  geben,  uf  geben  97,35. 

160,20.  269,5.  273,30.  407,15; 
Die  -  gewinnen  156,1.  233,25; 

Mit  -  und  mit  allem  reht  gehören, 
titulo  proprietatis,  iure  dominii, 
-  proprietatis,  iure  proprietario 
pertinere,  possidere,  14,5.  101,1. 

192.35.  526,10.  659,20.30; 

Die  -  ergeben  257,1 ; 

J)as  -  übertragen  10,35; 

Nomine  proprietatis  conferre  98,35; 
Sich  der  -  verzihen,  sich  verzigen 
der  -  gewonhait  recht  vordrung 
und  anspräch,  die  -  uff  geben 

103.35.  149,30.  156,1.  227,10. 

231,1.  234,1.  273,30.  297,20. 
489,10. 

Eimer,  aimer,  amer  wines  66,35.  320,1. 
Einlager  338,30.  357,25; 

-  mit  ainem  pfärid  382,25  usw.; 
Legen,  einlegen,  an  sin  stat  legen 

343,15. 

Einverleiben  21,15. 

Einverständnis  8,1.  76,25  usw. 
Einweisung  83,35. 

Elftausend  Mägde,  Jungfrauen  Tag, 
an  der  ainliftusent  maegde  tach, 
festivitas  undecim  milium  virginum 
21.  OhU  176,15.  233,1. 

Flphare  =  Helfer  (?)  49,30. 
Empfangen  ze  mim  ainigem  lib  und 
leben  251,1. 

Engaltnüste  462,5. 

Eni  s.  Any. 

Ensclahen,  Sich  -  und  ufgeben  201,15. 
Entwichen  aller  besitzung  gewer  und 
rehtun g  526,5, 

Epiphania,  epiphanya,  epyphania,  dies 
epiphaniae,  obroster  tag,  obrester 
abend,  zwölfter,  zewolfter  tag, 


798 


Glossar. 


abend,  abent,  oberoster  an 
dem  naehsten  samstag  nab  den 
wihennähten,  an  dem  den  man 
och  nempt  den  feria  sexta  ante 
an  dem  -  ze  wihennächten,  an  dem 
nechsten  mentag  nach  dem  -  ze 
weichen  nechten ;  nähste  -  ze  uss- 
genden  wihennähten,  an  dem  main¬ 
tage  vor  dem  -,  Dreikönig ,  6.  Jan. 

57.10. 117.25. 141.25. 172.30. 173.15. 
176,5. 223,30. 275,25. 311,15. 312,25. 

327.10.  359,30.  397,20.  403,25. 

447.10.  494,5.  529,1.  546,30. 655,15. 

660,20.  672,25. 

Episcopalia  iura  solvere  596,10. 
Erbrecht  7,5. 

Erbschaft  384,15. 

Erbsen ,  erwezen,  zwai  viertel,  ain  vier- 
tail  ärvsso  206,5.  325,10. 

Erbzins  s.  Zins. 

Erfahren,  erwarn,  mit  ainer  ofner  ur¬ 
teil  493,1. 

Ergastulum,  de  carnis  -o  solvere  99,10. 
Ergeben,  sich  355,10;  wan  ich  irs  ze 
Andolving  in  dem  kirhof  -  han 

78.15. 

Ergebbrief  183,1. 

Erlösen  664,1. 

Errzins  s.  Zins. 

Ersatzmann ,  ain  andern  gen,  setzen 
als  güten  und  als  schiedlichen 

246.10.  266,1; 

-  in  den  nähsten  aht  tagen  427,30; 

-  ie  ainn  andern  setzen  in  den  nähsten 

vierzehen  tagen  344,5.  357,30. 

370.35.  391,25.  393,20.  405,35. 
409,25.  416,10.  423,20.  432,35. 

438.20.  456,30.  461,35.  463,35. 
486,5.  495,30.  497,30.  511,10. 

518.15.  522,10.  527,20.  539,25. 

545.35.  555,40.  584,10.  599,10. 

607.5. 610.5. 628.15. 631.1. 634.30. 

644.30.  652,10; 

-  in  manot  frist,  -  im  nähsten  manod, 

-  in  manotz  frist  dem  naehsten 

337.20.  338,25.  345,15.  434,10. 

515.15.  551,5. 

Erschatz  s.  Weglöse. 


Ersterben  145,1. 

Erwezen  s.  Erbsen. 

Eviktion,  evictio  27,20.  193,1;  cavere 
de  -nis  periculo  398,5. 

Ewih,  Am  -abende  (Jahresschluss)  231,5. 

Excipere  literas,  contestationes  330,20. 

Exkommunicieren,  excommunicare  138,5. 

202,30.  329,25.  330,35.  446,35; 

Excommunicatos  nunciare  138,5. 

Excommunicacio  late  sentencie  138,25. 

205,15. 

Executor  generalis,  gracie  apostolice 

331,10.  439,5. 

Expense  649,15. 

F.  V. 

Vacare  666,30. 

Fahren ,  faren,  varen,  ab  dem  hove, 
von  dem  gut  251,10.  384,30. 

Fahrend  Gut  173,20; 

Gut  varentz  und  ligentz,  varnz  alder 
liginz  145,25.  641,35; 

Varndis  gut  162,25. 

Fallen,  vallen  42,20. 

Folgen ,  felgen,  ze  valgind  296,30. 

Familiaris  666,25. 

Famuli  et  famule  conducticii  sive  mer- 
cennarii  388,10. 

Fastnacht,  fasnaht,  vasnaht,  an  dem 
sunnentag  vor  an  dem  fritag 
nach  der  alton  -  (i.  e.  Sonntag 
Invocavit)  162,35.  180,5. 

Fasten,  vasten,  in  der  zu  den  nähsten 
vier  tagen  ze  ingender  -  76,10. 
341,35; 

Fron  -  613,30; 

Mitfasten,  mit  vasten,  miter  västen, 
mitel  vasten,  mittevasten,  mitte- 
wasten,  mittervasten,  ze  -,  an 
dem  mentag  nach  der  an  dem 
dun erstag nach  an  dem  samsstag 
zer  -,  die  Zeit  zwischen  den  Sonn¬ 
tagen  Oculi  und  Laetare  194,25. 

247.10.  291,5.  340,5.  454;15. 

455.10.  495,35. 

Vedrin  173,20. 

Veh  s.  Vieh. 


Glossar. 


799 


Yendere  et  tradere  in  proprium,  proprias 
partes,  yendere  cum  iure  proprieta- 
tis,  vendere  tradere  et  donare  iuste 
venditionis  titulo  171,10.  172,20. 
179,10.  659,30.  660,1. 

Ventilabrum  26,1. 

Yercula  augmentare,  Gänge  beim  Essen 
mehren  40,25. 

Verendern,  versetzen,  verkoffen  668,25. 
Yervaren,  sterben  95,35. 

Yervaerwen,  verändern  139,20. 
Vergelten  67,15.  276,30. 

Yergihen  des  vihes  und  des  husgeschirres 
und  des  bette  gewandes  309,20. 
Vergiht,  sin  insigel  ze  ainer  zdgnust 
der  selben  -  henken  306,25. 
Vergleich  23,25. 

Vergleichen ,  sich  32,1. 

Verleihen ,  verüben,  umb  daz  drittail 
158,5. 

Vermachen  25,20. 

Yermasgen  539,40. 

Verpfändung  25,30. 

Yerpfenden  nach  der  stett  reht  ze  Bud- 
üngen  518,15. 

Verricht  sin  403,1; 

-  und  verainbert  sin  306,5; 

-  und  veraint  sin  umb  alle  sach  und 

stoss  560,10.20; 

-  brief  141,20.  151,15. 

Verschlihtet  und  berihtet  sin  umbe  an- 

spr’ache  1 1 3,35. 

Yerschriben  140,20; 

-  und  vermachen  288,35; 

Ordnen  und  -  289,25; 

-  viere  persone  356,5. 

Versessen  354,25. 

Versetzen,  versezzen  8,5; 

-  noch  Verkümern  110,30. 

Yerstan,  vrstan,  nach  rehte  71,35.  73,30; 

-  und  versprechen  100,15.  256,15; 

-  und  wer  sin  149,30; 

-  und  versprechen  nach  aigens  reht 

und  nach  landes  reht  in  manotz 
frist  490,20; 

-  vertraeten  ledig  und  lose  mähen 

in  des  nähsten  monat  vriste 
461,25. 


Versprechen  nah  dem  rehten  jar  und 
tag' 321,10; 

-  und  verstan  207,5. 

Versuchung,  vrsuchunge  han  171,30. 
Vertgung  370,20. 

Eertigen,  vertigen,  vertigon,  vertegen, 
vertgun  36,20; 

-  und  uffrihten  67,25; 

-  verstan  und  versprechen  344,30; 

-  nach  reht  und  gewonhat  der  statt 

ze  Mengen  588,25. 

Verzichten,  verzigen,  sich  verzigen,  wer- 
zihen,  sich  wrzihen,  sich  verziehen, 
sich  verzihen,  vercihen  24,30.  28,10. 
43,35; 

-  alles  rehtes,  der  aigenschaft  und 

der  frihait  245,15; 

-  und  ufgeben  der  aigenschaft,  des 

rechtes  48,35.  55,5; 

Sich  -  und  ufgeben  der  ansprache  und 
dez  rehtes  56,30.  59,20.  64,20. 
68,20.  150,35; 

Der  reht  -  91,35.  117,20; 

-  aller  aigenschaft  ansprach  zuwart 

vorderung  und  rechts,  -  aller 
reht  und  ansprach,  -  der  an- 
sprüche  und  des  rehtes  162,5. 
341,30.  369,15.  568,1. 

Vesen,  veso,  pheso,  pheson,  veson,  vesan, 
spelte  90,30.  96,20.  119,10.  366,15. 

379.35.  380,1.  435,10.  445,10.  499,1. 
562,15.  565,20.  567,30.  570,30. 

586.35.  623,35; 

Geritteroter,  geritterroter  -  377,20. 
Vesper,  vespera,  vespere,  vesperen  37,30. 

38,20.  176,20.  248,35. 

Fest,  festivitates,  festum,  hohzit  s. 
passim . 

Feste ,  Festung  16,25. 

Vestimenta  176,20. 

Yicarius  in  spiritualibus  112,35.  114,15 ; 

-  in  spiritualibus  et  temporalibus 

331,10; 

-  perpetuus  331,30.  388,5. 

Vice  cancellarius  528,  f 5. 

Vices  gerens  circa  gubernacionem  66,10. 
Vidimus  7,10. 

Vieh,  vih,  vich,  vihe  465,25 ; 


800 


Glossar. 


Schleg  -  475,25; 

Sieches  -  475,25; 

Zug-  630,15; 

-  triben  und  schlahen  475,25; 

Zehenden  vonn  -  s.  Zehnten; 

-trat  504,30.  609,5. 

Vier  Hochzeitliche  Fesst,  vier  hohzit, 
hochziten,  hochziten,  hochtzitnächt, 
an  unserer  frown  -,  ünserr  frown 
-  tag,  festivitates  quattuor  glo¬ 
riose  yirginis  Marie  ibidem  patro- 
cinantis  37,25.  38,20. 248,35. 426,10. 

496,20.  508,10. 

Yiertage,  an  der  nähsten  mitwochen 
nah  den  -n  in  der  vastun,  Qua¬ 
tember  68,5. 

Viertel ,  viertal,  viertail,  virtail,  viertael, 
wertal,  wßrtal,  viertayl,  wiertal, 
vertail,  viertalli,  fiertal,  viertalliu, 
fünf  viertali,  viertallti,  kerngelts 
159,1.  278,5.  508,1; 

-  kornes  105,30; 

Ain,  zwai  -  erwesen,  arvsso  206,5. 

325,10; 

Eier ,  aiger,  ayer,  aier,  ayger,  ain 

-,  anderhalb  -,  zway  ain  halb, 

halp  -  53,20.  79,10.  96,25.  143,5. 

206.5. 10.  214,20.  221,10.  222,15. 

232,25.  237,10.  253,35.  325,10. 

350.30.  362,25.  366,15,  386,5. 

420.10.  445,15.  449,20.  467,5. 

471,1.  494,20.  499,5.  541,25. 

559,20.  565,20.  567,30.  570,30. 

586,35; 

Zway  -  hanfsamen  445,15.  565,20; 

Zway  -,  zehen  -  vesen  445,10.  565,20. 

570,25; 

Öl,  eis,  eis,  oles,  oles,  ols,  ain  -,  zwai  -, 

zway  -,  drü  v6r  -,  -geltes 

53.10.  62,30.  71,20.  73,15.  122,5. 

141.30.  279,20.  282,25.  300,5. 

326,15.  347,15.  354,25.  521,25. 

537,5.  559,20; 

Ain  -  magols  173,10; 

Vigilia,  vigilii  39,5.  40,25.  43,15; 

-  nativitatis  domini  14,15; 

Gesungene  -  568,10; 

Mit  vigilient  626,35. 


Yindemie,  Weinlese  63,25. 

Yirtute  gracie  apostolicae  439,15. 
Yirzuch,  Verzug  106,1. 

Fische  s.  Glossar ,  Jahrzeit. 

Yischen  671,15. 

Yischenz,  fischentz,  vischentz,  fiscbetz 

139.20.  341,15. 435,1. 504,15. 594,15. 

618.15.  632,35.  670,5.  671,15. 
Yischlehen  670,5. 

Yisitator,  visitierer  2,20.  26,5.  102,35. 

166,30. 

Flachs ,  flahze  126,20. 

Floreni  s.  Gulden. 

Vogt,  voget,  vogt,  fogten,  vogtenn, 
fogt  und  phleger  141,1.  185,20. 

345.15.  403,30.  631,15.  645,15; 

Ze  ainem  -  geben  536,1; 

-bar  gen  Gruningen  an  die  bürg 
630,5; 

-lute  71,10.  73,10; 

-recht,  -reht  12,5. 20,30.  435,5.  564,35. 
Vogtei ,  vogty,  vogtai,  gmain  393,25. 

394.5.  432,35.  435,20. 

Vorkauf  31,5. 

Vorladung  128,25. 

Yor  Schwester  633,10. 

Frau ,  vrow,  vrov,  frow,  frowe,  gaist- 
lichii  313,25.  373,35; 

Convent  -  313,30; 

All  unser  -n  nacht  426,10; 

Erwirtige  -en  an  unsern  herren  Jesum 
Crist  206,35; 

An  dem  nehesten  samstage  vor  unser 
-n  tage  der  jungerun  50,15; 

Zu  unserr  frown  tagen  517,5 ; 

An  unserr  -n  abent  86,1. 

Freveln,  fravelen,  nit  -  noch  missvaren 
hän  550,1. 

Frei,  frey,  fri  lassen  78,30; 

Yrien,  -  sagen  117,15.  169,20; 
-brief,  ^brieff  70,1.  91,20.  142,10; 
-hait  82,20. 

Freitag,  vritag,  frytag,  fritag,  dies  Ye¬ 
neris  49,5. 75,5. 96,10. 102,10. 124,30. 
141,15. 152,5. 158,25.  164,10.  180,5. 

185.10. 217.20. 223.30. 283.35. 293.5. 

305.5.  308,25.  310,5.  323,15.  324,5. 

348.5. 353.35. 361 .25. 372.25. 397.20. 


Glossar. 


801 


441,10.  456,35.  493,20.  530,30. 

573.35.  575,20.  586,5.  642,35. 
Fronvasten  s.  Fasten. 

Fronleichnam ,  fronlicham,  licham,  un¬ 
seres  herren  -  hochzit  465,1; 

An  unsers  herren  -s  abent,  an  dem 
dunrstag,  frytag  so  man  begat 
die  hohgezit  von  unsers  herren 
-en,  -s  tag  169,10.  530,30.  542,35. 
629,10. 

Frucht,  fructus  primi  328,35; 

-  redditus  et  proventus,  -  percipere 

421.20.  596,15; 

-zehnten,  census  fructuum  13,30. 26,25. 
Frümesser  499,30.  528,20.  537,15. 
Furchgenosse ,  furchgenoss  379,10. 

408.20. 

Fürsprecher ,  fürsprech,  fursprech,  -en 
75,1.  269,25.  284,5.  585,25,  641,30. 
Firste,  fürsto,  wenn,  solange ,  bevor 

170.35.  488,15. 

Fürtrefny  384,20. 

G. 

Gagenbrief  672,20. 

Gastmaister  576,10. 

Gebetsgemeinschaft  9,20. 

Gebrait,  gebraiten  353,10.  422,35. 
Gebresten  (gebraste)  551,20; 

Gebrest  werden  630,30; 

Gebresten  haben,  gewinnen  628,5. 

652.20. 

Geburschafft,  geburschaft  434,35.475,20. 

609.20. 

Geburt  Mariä  s.  Allgemeines  Register , 
Maria. 

Gedenken  in  ir  gibet  664,35. 

Gefall,  gevell,  gefell,  gefelle  319,30. 

358.20.  491,1.  540,20; 

Daz  gross  -  620,5; 

Daz  klain  -  vor  dem  stainach  619,25. 
Gegen  =  gegeben  161,10. 

Gehügde,  gehugde,  Gedenken  290,35. 
459,15. 

Gehugenüst,  Gedächtnis  110,20. 
Geirren,  gierrin  154,20  usw.; 

-  ald  gesumen  weder  mit  gaischlichem 

oder  mit  weltlichem  gericht  263,15. 

Württ.  Geschichtsquellen  IX. 


Gelten,  gilten  121,35.  531,20. 

Geld ,  gelt  in  nemen  und  ze  phenningen 
bringen  233,5; 

Ewiges,  jaerliches  -,  järlichs  und 
ewigs  -,  ewigs,  owiges  und  jär¬ 
lichs  Haller  -z,  bewissen  des  jär¬ 
lichs  -z  80,20.  282,25.  294,30. 
295,25.  310,15.  351,25.  361,15. 
380,5.  469,35.  525,1; 

Aiger  -,  ayger  -  450,1.  541,25; 
Hunr  -,  hün  -es  450,1.  451,10.  541,25; 
Öl-  300,5; 

Wise  -,  wiso  -  428,30. 

Geleite  vom  Reich  2,10. 

Geloben,  mit  gemainem  münde  107,1; 

-  ze  halt  ent  und  ze  tund  uff  pfäfflich 

er  592,25. 

Gemain  gut  536,5; 

-man  601,30; 

-merken  609,5; 

Dez  dorfez  -lieh  sin  141,5; 

-  tisch  566,10. 

Gemeinschaft,  Geistige  414,1 ;  s.  auch 
Participem  facere. 

Gemen,  mähen  184,20. 

Generalkapitel  der  Cistercienser  2,1; 

-  der  Praemonstratenser  9,20. 

Ger,  langgezogenes  Stück,  Zwickel 
(Buck  82)  88,30.  283,5.  370,15. 
390,25.  456,1. 

Gerli,  gerlin  88,30.  283,10. 

Gericht,  gerihte,  geistliches  -,  -  und 
tedinge,  an  offenem  -  stehen  21,20. 
61,5.  154,5. 

Gerten  und  stechen  81,10. 

Gerät,  gerütt,  ain  bletz  -z  160,35. 353,1. 
Gesässe,  gesaeze,  gesäzz,  gesäss,  gesass 
95,35. 374,35. 517,35. 585,30. 665,15. 
Geschuhtes  177,5  usw. 

Geschwygen,  gesw!,  schwieger,  miner  - 
man  148,5.  640,5. 

Geschwistergit  643,5. 

Gestainach  108,15. 

Gesträuch  10,1. 

Gesund,  -es  libes  gewaltig  ir  sinne  und 
beschaidenhait  567,20; 

Gesuntheit,  mit  -  ünser  lib  vernünftig 
der  sinne  bedäht  des  mütes  586,20. 

51 


802 


Glossar. 


Getraid  162,25. 

Gewalt  und  reht  an  ze  griffent  mit  ze 
versetzent  und  mit  ze  verkoffend 
182,5. 

{_ H-ewer ,  gwer  460,15; 

Den  -  vertigen  837,25; 

Ainn  andern  schidlichen  -n  setzen  in 
vierzehen  tagen  460,15; 

Gwerschafft,  Von  dirr  -  losen  460,25. 
S.  auch  Weren. 

Gewicht  25,1. 

Gewilete,  gewilotü,  gewilotu  closterfrow, 
klosterfrowe,  nunne,  von  velum, 
also  verhüllte  247,30.  248,25.  493,5. 
604,30. 613,30. 615,10. 616,5. 617,10. 
635,20. 

Gift,  Gabe  162,35.  186,30.  567,25. 

Gierrin  s.  Geirren. 

Gihtig  werden  154,25. 

Gilten  s.  Gelten. 

Giseischaft,  geiselschaft,  geselschaft 
343,25; 

-  leisten,  gewunlich,  ain  reht  und 
gwonlich  ain  sieht  gewonlich 
-  laisten  246,15.  265,30.  286,35. 

Glihtergit,  in  gleicher  Weise  170,30. 

Glockengeläute  138,15. 

Gott ,  gott;  do  von  -es  gehurt  waren 
tusent  und  zwaihundert  unde  nun- 
zek  jar  und  waz  in  dem  zehenden 
jar  57,10; 

Do  von  -is  giburt  waren  tusent  zwai¬ 
hundert  nuzeg  unde  waz  in  dem 
zehenden  jar  58,5; 

Do  von  -es  giburt  waren  tusent  zwai¬ 
hundert  und  nuzeg  jar  und  was 
in  dem  zeh enden  jar  60,20; 

Dirre  brief  wart  gegeben  do  man 
zalte  von  -es  gebürte  tüsent  jar 
zwü  hundert  jar  und  nün  und 
nünzig  jar  in  dem  nehesten  jar 
61,10. 

Gottesgabe,  gottsgah  3,30.  91,15. 170,20. 

Gottesgnaden,  gotsgnaden,  -  gnaden, 
-  genaden,  divina  permissione  dei 
gracia  fcfr.  Locher,  S.  92); 

Kaiser:  von  -  römischer  kayser  167,20 ; 


Gottesgnaden : 

Herzog:  -  herzog  zue  Österreich  und 
ze  Steyer  663,30; 

-  herzog  ze  Österreich  ze  Kernden 
und  ze  Krain  graf  ze  Tyrol 

184.15.  528,1; 

Papst:  Divina,  digna  dei  providentia 
papa  4,15.  596,10; 

Erzbischof  usw.:  Miseratione  divina 
archiepiscopus  175,30; 

Dei  gracia  episcopus,  bischof  37,15; 
Albano,  miseratione  divina  episcopus 
Albanensis  263,30; 

Konstanz,-  Constantientis  48,1. 63,10. 

66.10.  164,35.  331,10.  332,25. 

444.5.  445,30.  534,10.  560,35; 
Freising,  bischof  ze  Frisingen  177,1. 

178,10; 

Mainz,  dei  gracia  Maguntine  sedis, 
Maguntinensis  archiepiscopus 

195.10.  200,5.  203,5; 

Ostia,  miseracione  divina  episcopus 
Ostiensis  595,35; 

Dei  et  apostolice  sedis  gracia  epis¬ 
copus  Eecreensis  112,35.  113,25. 
114,15; 

Tuskülum-  Frascati,  miseracione  di¬ 
vina  Tusculanus  episcopus  86,10; 
Äbte  usw. :  Buchau,  von  gottes 
gnaden,  dei  gratia  abtissine  ze 
Buchow,  abbatissa  Büchaugiensis 

223.35.  661,1; 

Heiligkreuztal,  von  gots,  gottes  er- 
baermde,  erbermde,  genaden,  gna¬ 
den,  gnadan,  verhengde ,  ver- 
hengung,  ordenung  abtissin,  ab¬ 
tischen,  aptissen,  eptiscenn,  die 
erwirdige  in  gott,  von  der  gnad 
gottes  (graeven  von  Sultze),  abbe- 
tissen,  aeptissin  90,30. 93,5. 173,30. 

200.35.  233,25.  241,15.  304,25. 

319.35.  368,10. 384,5. 589,5. 611,5. 

612.15.  623,15.  625,5.  631,30. 

646.5.  653,10.  656,5; 

Marchtal ,  permissione  divina  March- 

tellensis  ecclesie  prepositus  292,1 ; 
Beichenau,  von  gotes  genaden,  von 
gotz  gnaden  abbet  in  der  Richen- 


Glossar. 


803 


owe,  abbas  monasterii  Augie 
Maioris  290,20.  400,1.  519,5. 
523,10.  525,30; 

Gottesgnaden :  Äbte  usw.: 

St.  Georgen ,  von  gotes  gnadan  apt  ze 
sant  Gergen  200,35. 

Waldsee,  von  gots  gnaden  probst  ze 
Walssee  298,15; 

Zwiefalten,  divina  permissione  abbas 
de  Zwifalten  660,20; 
Gottesmutter  Maria 22,25 ;  s.  Allgemeines 
Register:  Maria. 

Grosspönitentiar  s.  Poenitenciarius. 
Grund,  grünt,  mitt  -  und  gratt  521,1.  25. 

526.35.  533,30  usw. 

Guerrarum  turbines  et  mortalitatum 

pestes  561,10. 

Gulden ,  guldin,  florenus  581,20; 

-  auri  205,15; 

-  auri  boni  et  legales  ponderis  com- 

petentis  328,20; 

Duo  parvi  -  auri  200,30. 

Gült,  gulte,  swaere  109,20. 111,5. 162,25. 

276.15. 

Gunnen  und  erloben  519,15. 

Gunst  geben  310,15. 

Gut,  Ain  -  uff  nemen  575,10. 

Guterdag,  gütertag  62,5.  662,1. 

Gutertag  ist  Montag,  nicht  Mittwoch 
( cfr.  Grotefend,  Chronologie,  2.  A., 
I,  74  und  Taschenbuch  der  Zeit¬ 
rechnung,  3.  A.  1910,  S.  62); 
s.  ArchivalischeZeitschr.,N.F.  9, 
318)319:  Zeitschrift  für  die  Ge¬ 
schichte  des  Oberrheins,  N.  F. 
1, 117 ;  Weech,  Codex  Salemita - 
nus  (III),  N.  1067 e,  Württ.  Vier¬ 
teljahr  shefte,  N.  F.  9,  158/196  ; 
10,  328. 

H. 

Haber,  habern,  haberne,  habener,  avena 

56.15.  96,20.  105,35.  119,10.  206,5. 

214.20.  366,15.  377,20.  435,10. 

445.10. 499.1. 552.25. 559.20. 562.15. 

565.20.  567,30.  570,25.  586,35. 

623.35.  630,10. 


Hailigen  pfleger  209,10. 

Hailiger  vatter,  der  pabst  610,20. 
Hailtum  so  da  geneidig  ist  201,1. 
Haimen,  baimun,  -  und  samnun  384,15. 

418.30. 

Hainstür  s.  Steuer. 

Haller,  Hallner,  Pfund  -,  solidi  Hallen¬ 
sern,  -  und  Schilling  17,20.  18,5. 
21,10.  24,15  usw. ; 

Pfunt  guter  -  jaerlichs  gelt  93,25; 
Hundert  -  pfenninge  96,1 ; 

Pfhund  -  guter  und  gaeber  162,1; 

-  legalium  et  bonorum  171,10; 

Solidi  denariorum  Hallensium  402,15; 
Phunt  guter  genger  und  gaber  italiger 

-  504,35; 

Guter  und  gaber  blosser  und  yteliger 

-  512,30.  513,5; 

Pfunt  ytaliger  guter  gaber  und  ge- 
namer  -  587,5. 

Hand,  hant,  hände,  hande,  hende  34,1. 

36,20.  45,1; 

Dri  -  62,20; 

Ze  vier  -n  144,30; 

Mit  mitheiliger  -  106,20; 

Uffnemen  in  min  -  160,20; 

Niesen  ze  ir  fünf  -n  179,35. 
Handvesti,  hantvesti,  hantfesty  237,15. 

295.30.  351,20.  418,1.  558,25. 
Hanndtreichung  thuen  111,35. 
Hanfsamen,  hanffsamen,  zway  viertal -, 

zway  viertallü  -  s.  Viertel. 

Haus,  hus  und  gesass  471,1; 
Husshablich,  huszheblich  sitzen,  sizen 
592,25.  658,25. 

Heimfallen,  redire,  reintrare,  reverti 

26.30.  31,10.  45,35.  101,20. 
Heimfall  124,10.  304,35  usw. 

Herbest,  herpst  80,25.  608,20. 

Hert  vih  475,25. 

Herzog  168,15  usiv. 

Himmelfahrt  Christi,  uffert,  an  der  - 
abend,  tag,  an  dem  maentage  vor 
nah  der  -  s.  Ascensio. 
Hintersassen,  hindersaszen  576,1. 
Hirtenlehen  264,25. 

Hochziten  s.  Vier. 


804 


Glossar. 


Hofraite,  lioffraithi,  hoffraiti,  hofraiti, 
hoverati,  hofrati  122,1. 128,5.  286,1. 

304.30.  517,25; 

In  die  -  hören  123,10.  170,20; 
Gesazse  und  die  -  124,1. 

Hofrichter  21,20. 

Hofstat,  hoffstat,  hofstat,  hofstatt  104,20. 

152.30.  163,20.  179,25.  225,10. 

670.10.  671,10. 

Holz,  holtz,  gemain  71,25; 

Gemain  zimber  -  73,20; 

-mark,  -marken  325,10. 326,10.  435,30. 
Holtzen  630,15. 

Homicidia  laicalia  incendia  spolia  et 
rapinas  perpetrare  et  comittere 
263,35. 

Hon  er,  honr,  horn  s.  Hühner. 
Hoptbrief,  Hauptbrief  588,10. 
Hoptgut,hoptgüt,Za;pYaZ513,15.581,20. 

582.10. 

Hora  prime  128,30. 129,5. 135,10. 181,20. 

402.1.  441,1; 

-  vesperarum  127,35.  128,15.  421,5. 
Hornunch,  Ze  usgaendigem  -  157,15. 
Hospitalitas  magna  561,10; 

-tem  sustentare  596,10. 

Hoewen,  howen,  heuen  653,25. 

Hower  296,30; 

Dienen  mit  ainem  -  630,10. 

Howot,  Heuet  296,30. 

Howgelt,  Heugeld  590,20. 

Hube,  hub,  hübe,  höbe,  huba,  hub,  ain 
ganz,  halbe  -  21,30.  68,15.  112,20. 

119,1. 122,25. 179,20.  240,1.  377,15. 

381.1.  449,5.  508,1; 

Die  -  besetzen  und  entsetzen  377,35. 
Hhgenust,  Gedächtnis  213,25. 

Hdglichi  467,15.  469,25;  5.  Gehügde. 
Hühner,  hun,  hun,  hunre,  huner,  hunrr, 
hünr,  h&nre,  hunre,  hunre,  hunrer, 
hür,  hiunr,  hunr,  hürn,  honer,  honr, 
horn,  honr  53,20.  96,25.  121,35. 

206.5.  10.  208,1.  214,20.  221,10. 
222,15.  232,35.  237,10.  253,35. 

362,25.  366,15. 25.  377,20.  378,25. 

386.5.  445,15.  537,5.  567,30; 
Herpst  -,  herbest  -,  herbst  -  149,10. 

150,5.  325,10.  377,20.  420,10. 


449.10. 467.5. 471.1. 494.20.  499,5. 

503,1.  20.  542,10.  543,20.  559.20. 

565.20.  570,30.  587,1; 

Hühner: 

Yasnaht  -,  vaschen aht  -,  vaschenat 
vasennaht  -,  fasnaht  -,  yastnaht  -, 
zwai  149,10. 150,1. 255,20.  325,10. 

350,30.  361,20.  363,30.  377,25. 

435.25.  449,10.  467,5.  471,1. 

494.20.  499,5.  559,20.  586,35. 

604.25.  630,10  ; 

-  gelt  s.  Geld. 

Hüngez,  Ain  mas  -,  Honig  145,30. 
Hus,  husshäblich  s.  Haus. 

I.  J. 

Jahr,  jars  frist  357,15; 

Jahresanfang,  ingaindes  jar  92,10; 

-  und  tach,  tag  71,30.  73,25.  149, 30- 
-eszins  von  1/s  fi  Wachs  s.  Zins. 

Jahr  zeit,  järzitlicher,  järzitlicher  tag,, 
jartziten,  jarzit,  järzit,  jargezit, 
jargtzita  214,25.  267,5.  411,25. 

416,30.  571,25.  616,15.  640,10; 
Gemain  -en  591,35; 

-  began  ze  chor,  ze  kappitel,  ze  tisch,. 

-  ze  tisch  und  mit  dem  gotzdienst 
430,15.  470,5.  483,35.  516,5. 

524,10.  572,5.  668,30; 

-  mit  ainer  gesunger  vigilii  mit  nun 

letzgan  an  dem  abent  und  mor- 
nent  mit  ainer  gesunger  sel- 
messz  mit  liechtern  und  mit 
andern  dingen  568,10; 

-  mit  singent  mit  lesent  und  mit 

allen  andern  dingen  621,5; 

-  mit  vigilient  mit  gedenkent  und 

mit  andren  dingen  626,35; 

-  mit  wine  mit  aiern  oder  mit 

vischen  213,30; 

-  mit  win  und  mit  wissim  brot 

190,35; 

-  mit  win,  gen  umb  -,  ieglicher 

frowon  gen  ain  drittentail  ainer 
mas  wins,  ain  bitantzi  gen  in 
daz  reveter  mit  win  oder  mit 
andren  dingen  daz  denne  dem 
convent  lieber  ist,  began  mit 


Glossar. 


805 


win  als  denn  hie  gewonlich  ist 
218,85.  220,25.  228,15.  233,5. 
249,1.  253,15.  259,20.  260,5. 

261,30.  270,35.  278,15.  279,30. 

289,5.  296,5.  305,25.  308,15. 

320.10.  364,1.  615,15.  617,25; 

Jahr  zeit: 

-  begän  mit  win  und  mit  vischen  ald 
mit  ayern  325,20; 

-  mit  Brot,  Wein  und  Fischen 

31,25. 

Gen  win  ald  brot,  über  den  tische 
umb,  an  win  und  brot  215,15. 

228.10.  281,15.  303,1.  327,10. 
605,25; 

-  umb  vische  299,10.  305,30; 

-  an  dem  tag  ain  brot  und  ain 

halb  mauss  wins  501,15; 

-  ain  Haller  werd  brotz  und  ain 

drittail  wins  612,1; 

-  übersitzen,  überssessen  376,30. 

378,5; 

Jahr  zeitamt,  jarzito  amptt,  jarzit  ampt 

408.35.  410,20.  416,30.  420,20. 

429.25.  448,15.  451,10.  473,5.  499,5. 

502.20.  508,5.  515,30.  520,30.  524,5. 

537.20.  538,10.  554,1; 

Jarzit-,  jarzito  pflegerin,  pflegerina, 
phlegerina,  maistrin,  maistrina, 
die  frowen  die  denne  der  - 
phlengent,  phlegent,  phiegen, 
pflegent,  dü  jarzit,  jarzita  uz- 
rihtent,  uzrihtend ,  pflegerina, 
phlegerin  der  jarzito,  jarziterinan 

93.35.  248,5.  249,1.  253,15,  255,25. 

259.15.  260,1.  261,25.  270,30. 

271.20.  273,1.  278,15.  279,30. 

281.10.  302,35.  308,10.  314,1. 

315.20.  318,15.  368,25.  372,35. 

416.25.  425,15.  429,25.  447,35. 

448.15.  473,5.25.  508,5.  515,30. 

520,5.  524,5.  537,20.  538,10.  589,20. 

591,30.  612,30.  613,30.  616,25. 

633.15.  654,10; 

Jarzitbüch  637,1. 

Jahr  Zeitstiftung,  -en  207,15.  214,15. 

220.10. 

Idus  66,20.  70,25  usw. 


Impeticio  s.  Ansprache. 

Incorporare  333,20. 

Incorporacio  annectio  et  unio  562,25. 
Inkorporierung  563,1. 
Inkorporationsurkunde  563,1. 

Incuratus  s.  passim. 

-  ecclesie  329,1. 

Indiktion,  indictio,  Hämische,  Jahres¬ 
anfang,  25.  Dez.  11,10. 16,30.  37,35. 

47,5.  48,25.  51,35.  66,20.  70,30. 

75,30.  76,15.  79,25  usw. 

-  Bedana,  Jahresanfang,  24.  Sept. 

10,10. 

Inducere  testes  193,20; 

-  aliquem  in  corporalem  possessionem 

188,35; 

-  in  medium  instrumenta  in  modum 

probationis  193,20. 

Indulgenz  s.  Ablass. 

Invarn,  infam,  invaren,  einfahren,  gen 
Rüdlingen  246,10; 

-  in  den  naehsten  aht  tagen  286,35. 

337.10.  338,30.  342,35.  344,10. 

347,35.  357,25.  370,30.  382,20. 

391.20.  393,20.  405,25.  416,5. 

423.15.  427,25.  432,30.  434,1. 

437,25.  456,25.  463,30.  497,30. 

506.10.  518,5.  522,5.  527,15. 

545,30.  550,30.  555,35.  584,1. 

598.20.  610,1.  630,40.  652,1; 

-  in  vierzehen  tagen  409,25.  461,30. 

539,20; 

-  im  nahsten  manod  345,1. 
Invocavit,  Dominica  qua  cantatur,  can- 

tabitur  -  195,25.  198,30;  s.  auch 
Fastnacht. 

Ingaind,  ingaindig,  an  dem  zinstag  nach 
dem  -en  jar  92,10; 

Ze  -em  merzen  85,35. 

Inhabitare  domum  83,35. 

Interdikt  7,20. 

Intrare  religionis  habitum  292,5. 
Jubilate,  Dominica  -  195,10. 

Juchart  34,25.  42,10.  53,10  usw. 

Jud,  Juden  201,1.  479,35.  540,10; 
Judgasse,  in  der  judon  gassun  155,15. 

279.15. 


806 


Glossar. 


Judica,  Dominica  qua  cantatur  -  196,5. 
200,15.  203,35. 

Junker,  junkherr  552,30.  592,15. 

Jurare  de  calumpnia  et  veritate  dicenda 
181,20; 

-  et  deponere  128,10; 

Juramentum  calumpnie  seu  alterius 

cuiuslibet  generis  sacramentum 
prestare  128,5.  330,20; 

Prestare  calumnie  -  seu  veritatis  di- 
cende  193,10. 

Jus  vendicare  in  molendino  83,10; 

-  patronatus  332,10; 

-  dominii,  -  proprietatis  s.  Eigen¬ 

schaft. 

L. 

Laien,  layen,  laige,layg,  -brüder  465,20 ; 

-  swesteran  153,10; 

-weinzehnten,  laicalis  decima  vini 

que  de  universis  vineis  de  novo 
iam  plantatis  ac  plantandis  sol- 
vitur  seu  solvetur  663,10 ;  s. 
auch  Zehnten. 

Landeli  s.  Lendli. 

Lantvogt  in  obern  Swaben  269,25. 
Landgar b,  langarb,  lantgarbe,  uf  den 
akern  78,10.  435,5.  629,30.  632,1. 
655,5; 

-  reht  632,5. 

Lantgericht,  lantgirithe,  Landgericht, 

81,30. 

An  offem  -  ze  Aygeltingen  453,10. 
Landrichter,  lantrihter,  lantrither,  lant 
richter  20,15; 

In  der  graschepthe  ze  Sigmeringen  - 
50,30; 

-  in  der  grafschaft  zi  Weringen  81,25 ; 
Yrie  -  in  Hogow  und  in  Madach  453,5. 

Landtag,  lantage  50,35. 

Laetare,  letare,  dominica  -,  dominica 
qua  cantatur  in  der  vasten  an 
dem  sunnentag  alz  man  singet  - 
195,35.  205,20.  639,30. 

Layen,  layg  s.  Laien. 

Laysten,  laisten  550,30  usw. 

Layster  550,30. 


Leben,  Sein  -  lang  bewohnen  91,15. 
Ledig,  ledic,  ledik,  lidig,  lidik,  -  werden 
aller  der  klacge  74,35; 

-  lassen  aller  klacge  74,35; 

-  unde  läre  vallen  171,35; 

-  sin  ze  sezzenne  und  ze  ensezzen 

88,25; 

Lär  und  -  sin  180,30; 

-  werden,  wrden  182,25.  209,35; 

-  unde  loz  unde  fri  sin  141,1. 

Legat,  legatus  apostolice  sedis  s.  Ostia. 
Lehen,  lehin,  feudum,  feodalis,  pbeodalis 

184,25.  186,5; 

Miner  wirtin  -  111,5; 

Ze  -  gehen  3,25. 195,1.  557,30.  629,5; 
Ze  -  jachen  64,20; 

Ze  -  haben  65,5.  273,30; 

Zu  -  tragen  9,1 ; 

In  -  tenere  et  possidere  82,30; 
Staites,  States  -  103,15.  428,15; 
-herr,  -sherr,  patronus  9,30.  36,20. 

236.30.  323,30.  484,15.  505,30. 

534.30.  592,15.  618,25.  670,35; 
-träger,  - smänner ,  - sinhaber ,  lehens- 

man  7,30.  8,15.  11,15.  12,15. 
13,5.  618,25.  670,35; 

-fähig,  infeodabilis  10,30; 

-brief  121,20; 

-sherrlichkeit  3,15 ; 

-guter  10,15.  24,25; 

-buch  669,20; 

Jus  feudi,  feodale,  pheodale  40,20. 

41.1.  43,1; 

Titulus  feodalis  46,25; 

Buw-,  stätes  631,30; 

-sreht  631,30; 

Erb-,  staetes  67,5.  274,25; 

Man-,  rehtes  13,1.  16,10.  20,30.  61,1. 
71,15.  73,10.  121,20.  387,20. 
392,10.  618,5; 

Feoda  que  nominantur  obfer-  45,25; 
Weiber-  16,20; 

-  censuale,  zins-,  eins-  54,20.  58,30. 

99,1. 109,5. 158,15. 164,1. 211,25; 
-zgewer  61,5; 

-schaft,  des  Zehnten  47,15.  384,15. 

531.1.  541,20.  548,30; 

Die  -  verkoufen  158,5.  163,30; 


Glossar. 


807 


Lehen : 

Die  -  versetzen  und  verkoufen  384,20; 
Die  -  uf  geben,  sich  verzihen  50,10. 
97,35.  256,35.  328,1. 

Leihen,  verleihen,  lihen,  infeodare  46,25. 

51.20.  65,30.  67,15.  109,5; 

Ze  aigen  -  lihen  und  verlihen  642,15. 
670,25; 

Altar  und  och  pfrünt  -  532,1; 

Die  mtily  -  602,25; 

-  um  das  viertail  kornes  105,30; 

-  ze  ainem  staten  -  202,1; 

-  fünf  jar  ze  ainem  rehten  lehen 

81,10. 

Leht  s.  Licht. 

Leihding,  Leibgeding ,  lipding,  libdink, 
lipting,  lippding,  libdinge,  lipge- 
dingd,  lipgedinge,  lipgedinde,  lip- 
dingd  26,20.  27,15.  32,5.  56,25. 

62.5.  65,5.  88,10.  112,30.  118,5. 
144,30.  208,1.  217,5.  219,15. 223,10. 

226.20.  257,20.  276,15.  314,30; 
-sweiss  88,5; 

Rehtes  -  90,30.  214,1.  305,20; 

Ze  habenne  und  ze  niezenne  ze  aim  - 
177,20; 

Messen  ze  aim  -  153,15; 

Wider  enpfangin  ze  min  ainigem  libe 
155,20; 

Sich  dez  -s  verzihen  334,5; 

Verlihen  zu  minem  libe  allain  595,5; 
Von  den  -en  stän  466,5; 

Uff  sinen  aynigen  lib  ze  rechtem  - 
ze  koffent  geben  512,30. 
Leibeigene.  Leibeigenschaft  s.  Eigen. 
Leiberben ,  liberben  gewinnen  301,25; 
Leibrente  143,1. 

Leihen  s.  nach  Lehen. 

Lendli,  landeli  290,30.  422,20.  597,15. 

650.5. 

Letzgan,  lectio,  Mm  -  568,10. 

Libellus  principalis  cause  203,15. 
Liberben  s.  Leiberben. 

Librae,  libre,  denariorum  Hallensium 
101,5  usw.; 

-  bonorum  et  legalium  457,15. 

Licht,  lieht,  liecht,  leht  s.  Heiligkreuztal. 
Lichtuu,  liehtun  496,25.  508,10. 


Liehmiss,  lichtmis  usiv.  s.  Allgemeines 
Register,  Maria. 

Lihen  s.  leihen. 

Lin,  Lein  173,20. 

Lipgedinge  s.  Leib  ding. 

Literae,  litterae  dimissoriae  204,25; 

-  dotacionum  534,25. 

Lösen,  losen,  losenen,  erlösen  62,15. 
120,35.  127,15.  173,25; 

Die  gewern  -  246,15; 

Die  bürgen  -  266,15  usw. 

Lute  s.  Edelliute. 

M. 

Magol,  Mohnöl  173,10. 

Maiden,  Hengst  647,15. 

Mai,  maien,  mayen,  maigen,  ze  in- 
gaendigem,  mitlem,  mittem,  ze  us- 
ganden  -,  am  sübenden  tag  im  - 
90,15. 143,25. 160,10. 187,10.636,15; 

-  sture  s.  Steuer. 

Maier,  mayger,  maiger,  211,1.  384,10. 

609.20.  630,10  usw. 

Bemayert  sin  384,10; 

Maintag  s.  Montag. 

Maisterschaft,  maysterschaft  s.  Meister¬ 
schaft.  . 

Malter,  maltrum,  körn  32,1.  140,20. 

214.20.  362,30.  663,35; 

-  gemaines  kornes  531,20 ; 

-  beider  körn  53,10; 

Drü  -  roggen  32,1.  90,30.  366,15. 

435,10.  559,20; 

Drü  -  vesen,  veso,  vesan,  veson,  maltra 
speltarum  90,30.  366,15.  379,35. 

435,10.  445,10.  499,1.  562,15. 
565,20; 

Drii  -  kernen  56,15.  435,10.  620,30; 

-  haber,  habern  214,20.  362,30.  366,15. 

435,10.  445,10.  499,1.  559,20. 

565,20.  567,30.  570,25.  586,35; 
Aht  kurziu  -  korngeltz  308,35; 
Kürzü  -  gemaines  kornes  552,20 ; 

-  kernen  ewigs  geltz  620,30; 

Ain  lang  -  habern  552,25. 

Maltha  S  19,5. 

Mandat  1,10. 

Mannen,  Veste  529,10. 


808 


Glossar. 


Mannlehen  s.  Lehen. 

Manschafft  672,10. 

Mansio,  Corporalem  -nem  habere  388,15. 
Mannsmahd,  mansmat,  manne  mat  34,25. 
41,1.  60,10  usw.; 

Als  groz  was  vier  man  einen  tag 
gemen  mugen  184,20; 

Tres  secture  wlgo  dicte  trie  -  192,25. 
Mansus,  19,30.  20,15.  27,15.  30.  29,15. 
45,20  usw. 

Mantach,  mantag,  mantag  s.  Montag. 
Manumissio  debita  et  consueta  243,15. 
Mark,  marke,  march,  marca  argenti, 
marce  probi  et  legalis  argenti,  pon- 
deris  usualis,  -  geltz  436,10. 659,25 ; 

-  Silber  1,1.  3,1.  7,5.  8,1.  9,15.  45,30. 

68,15  usw. ; 

-  lotiges  Silbers  58,35; 

-  Silbers  gutes  und  gäbes  91,1  usw. 
Marktrecht,  rehtis  markitreht  109,25. 

167,20.  30. 

März,  merzen,  mertzen,  ze  ingaendem 
-  manot  85,35.  393,30.  627,1. 
Mass,  mauss,  m’asse,  maz,  mauz,  mas, 
mase,  modius,  -  hüngez  s .  Honig ; 

-  ol  s.  Öl: 

-  vins  s.  Wein. 

Mass,  Masssystem,  mess,  messz,  messe, 
mes,  mezz,  mensura,  des  clain  - 
300,5; 

-  usualis  562,15; 

Andelvinger  -  282,25; 

Enslinger  -  445,10.  565,20; 

-  in  Esselingen  63,25; 

Veringer  -  79,15; 

Fridinger  -  206,10.  377,20; 
Gruninger  -  449,15; 

Ineringer  -  570,30; 

Menger,  Maenger  -  90,35.  173,10. 

445,10.  559,20.  565,20.  567,30; 
Rüdelinger,  Rudlinger  -  122,5. 153,20. 

159.15.  278,5.  308,35.  531,20. 
586,35.  620,30; 

Des  klainen  -  Rudlinger  -,  Budlinger 
-  dez  klainen  dez  alten  279,20. 

326.15.  347,15.  630,10; 

Sulger  -  435,10.  499,5. 

Matutine  37,30.  176,20. 


Meisterschaft,  maisterschaft,  mayster- 
schaft  278,25.  279,35.  289,20. 
Mensura  s.  Mass. 

Meschlich  625,10. 

Messe,  mesz,  mess,  messz,  mezze,  missa, 
misse  37,30. 176,15.  248,35.  477,15. 

478.20.  508,10; 

Die  -  lihen  658,25; 

-  hän,  haben  532,15.  658,30; 

Altar  und  -  besitzen  und  vollbringen 

532,35; 

-  tun  470,15.  668,35; 

Perpetuam  -m  habere  et  celebrare 

534,20; 

Mit  ainer  gesunger  -  mit  liechtern 
und  mit  andern  dingen  568,10; 
Ain  sei-  hän  470,15.  668,35; 

Ein  ewige  -  stiften  und  ordenen,  do- 
tacionem  et  ordinacionem  per- 
petue  misse  facere,  bestiften  und 
gewidmen,  bewidmen  und  stüfften 

528,5.  531,5.  535,15.  658,10; 

-  mitt  aim  ewigen  kapplan  stifften 

426,20. 

-  versorgen  658,25; 

Lehenherren  der  -  658,35; 

Mette,  ze  metin,  zue  Mettinzeiten  38,20. 
248,35. 

Midechun  s.  Mittwoch. 

Mil,  miln,  Meile  32,10.  513,15  ; 

Ain  -  wegs  583,1. 

Minister  661,10. 

Miseria,  de  valle  huius  -e  perducere 

99.5. 

Mist,  iren  -  schütten  585,25; 

-schutti  586,10. 

Mittwoch,  an  der  mitwochen,  mittwochen, 
mittwochun,  midechun,  midechon, 
mithchun,  mittewochen,  mittichun, 
midchun.  midchen,  midchtun,  mit- 
kun  59A0.  64,30.  68,5.  136,10. 

140.10. 156.30. 207.10. 229.15. 269.5. 
355,25.  387,35.  392,15.  396,30. 

490,25. 491,30. 521,5. 618,30. 635,10. 

669.20. 

Mitbürge  287,15. 

Mitvasten,  mitelvasten  s.  Fasten. 
Moderatio,  secundum  -nem  curie  176,20. 


Glossar. 


809 


Modius  s.  Scheffel. 

Molendinum  s.  Mühle. 

Moniales  99,5. 

Montag ,  mantach,  maentag,  mäntag, 
mantag,  maintag,  mentag,  mantig, 
mandag,  dies  lune  47,25.  57,10. 

80.5.  81,30.  100,25.  123,30.  124,15. 
153,1.  160,25.  167,10.  172,5.  178,5. 

206.25.  208,20.  216,10.  222,25. 

*  241,35.  284,5.  287,20.  291,5.  293,15. 

297.25.  298,10.  301,30.  322,25. 

325.35. 326.20. 340.1. 396.20. 404.25. 

418.5.  433,10.  434,15.  444,1.  453,30. 

455,15.  460,30.  476,30.  481,30. 

512,20.  514,20.  546,30.  601,15. 
634,40. 

Morgen,  Ackermass  27,1.  30,10  usw. 
Morgen,  mornent  568,10. 

Morgengabe ,  morgengab,  morgengaub, 
ius  quod  dicitur  -  vulgariter  16,20. 
20,10.  603,30.  659,20. 

Mühle ,  müli,  molendinum  82,25.  83,5. 
563,20; 

-recht  27,30;  s.  auch  Ertingen ,  Ört¬ 
lichkeiten. 

Müller  229,25;  s.  auch  Allgemeines  Re¬ 
gister ,  Müller. 

Mume,  Muhme  222,35.  305,15.  313,30. 
Münche  662,1. 

Muten,  mütun  ald  ansprechen  87,20. 
296,35; 

Mutuare  328,30.  329,5. 

Mutuum  purum  457,15. 

X. 

Nachlassung  der  Sünden  21,10. 

Neptis  63,15. 

Neubau  2,10; 

-  von  Kirche  und  Kloster  zu  Heilig- 
kreuztal  7,10. 

Neubruchzehnten ,  Newbrüche  s.  Zehnten. 
Neugegründet  2,5. 

Nomine  s.  Census,  pensio,  procuratorium, 
syndicatus. 

Nonne,  nunne  190,10.  247,30.  248,25. 
Notar,  notarius,  publicus,  -  publicus 
imperiali  auctoritate,  -  imperiali 


auctoritate  iuratus  6,10.  243,35. 
421,10.  442,15.  443,20. 35.  648,25. 
Nunciare  in  cancellis  138,5. 

Nunne  s.  Nonne. 

Nüsse,  Scheffel  -  14,5. 

Nutzniessung ,  lebenslängliche  26,1. 

O. 

Obereigentum  23,25. 

Oberester  tag  s.  Epiphania. 

Obferlehen  s.  Lehen. 

Oblationes  s.  Remedia. 

Observancia,  districta  discipline  regu- 
laris  -  561,5.  596,5. 

Oktav,  octava  9,10.  37,25; 

-  pasche  196,15; 

-  penthecostis,  pentekostes  138,1. 

200,20; 

-  omnium  festivitatum  octavas  haben- 

tium  176,15. 

Officialatus  curie  Constanciensis  s.  Kon¬ 
stanz,  Geistlichkeit. 

Ögsten  s.  August. 

Oheim,  wham  89,35. 

Öl,  Öl  300,5; 

Dienun  umb  -  wahs  und  unschlid 
559,35; 

Scheffel,  modius  -  22,15. 

Ölgelt  s.  Geld. 

Opidana  662,35. 

Opiddanus  165,25. 

Orden,  ordo,  in  den  -  auf  nehmen  2,15 ; 

-  anlegen  249,20; 

-s  grawez,  grawes  80,25.  113,35; 

-  fratrum  Predicatorum  s.  Konstanz- 

Zoffingen,  Löwental ; 

-  Benedicti:  Reichenau,  St.  Blasien, 

St.  Georgen,  Zwiefalten ; 

-  Bernardi,  Cisterciensis :  Baindt, 

Gutenzell,  Heggbach,  Heilig¬ 
kreuztal,  Salem; 

-  Wilhelmi:  Mengen. 

Ostern,  Osterwoche,  oster  firren,  öster¬ 
licher  tag,  uf  usgend  -,  an  dem 
dunstag  in  der  -,  an  dem  nähsten 
dunrstag  nah  usgender  an  dem 
zinstag  nach  dem  -,  in  der  Oster¬ 
wochen,  an  dem  hailigen  abend 


810 


Glossar. 


ze  -  210,20.  216,25.  220,85.  219,25. 

250.20. 822.5. 358.35. 389.30.  635,10. 
Ougsten,  Owgsten  s.  August. 

P. 

Palm-,  balmtag,  an  dem  -  abent,  an 
dem  naechsten  samstag  vor  dem 

-  107,35.  191,25.  216,10.  578,5. 
Papst ,  Babst  s.  Gregor  IX,  Innocenz  IV, 

Lutzius,  Clemens  V,  Clemens  VI, 
Johann  XXII,  Urban  V,  Urban  VI. 
Parasceve,  Ostern  176,5. 

Parrochiani  444,20.  446,1. 

Participacio,  -  missarum,  -  vigiliarum, 

-  ieiuniorum,  -  oracionum  175,15. 
Participem  facere  et  consortem  omnium 

missarum  orationum  vigiliarum  la- 
borum  et  bonorum  quorumlibet 
aliorum  414,10;  s.  auch  Gemein¬ 
schaft,  Geistige. 

Pascha  176,5.  196,15. 

Patriarchae  176,35. 

Patrocinare  37,25. 

Patronatsrecht,  -  und  Vogtrecht,  Pa- 
tronatus,  ius  -  ecclesie  15,30. 16,10. 

20.30.  29,30.  46,20. 

Pauperes  clerici  421,10. 

Pen,  Hechte  573,10. 

Penitentiarius  87,5. 

Penitenciarie  curam  gerere,  Gross- 
pönitentiar  263,25.  264,5. 
Pensio,  Nomine  -nis  possidere  83,5. 

84.25. 

Pergament,  permdit,  bermit,  permit, 
pecie  pergamene  195,20.  556,5. 

599.25. 

Petere  apostolos  et  expensas  330,20. 
Pfand,  pfant,  phant,  pfände  173,20. 
307,20; 

-  diu  man  mag  getriben  und  ge¬ 

tragen  482,25. 

Pfandschaft,  phantschafft  436,1  usiv.  ; 

-  nach  der  stet  recht  ze  Rudlingen 

511,10.  546,25  usw. 

Pfarreien  7,20. 

Pfeffer,  ain  phund  -s  435,20; 

Va  U  -  661,10. 


Pfennig,  pfenninge,  phenning,  phennig, 
phennie,  pfennige,  denarii  30,30. 

97,30.  548,10  usw.; 

Konstanzer  -  31,20.  54,1 ; 

Den  dritten  -  gen  105,1; 

-  gelt  449,35; 

Zins  -  109,5. 

S.  auch  Haller. 

Pfervend,  Pferd  140,5. 
P/m#5tfew,Pentecostes,phingsten,pfingst, 
pfingstfirren,pfingstwochen,phingst- 
wochen,  pfinxwochen,  an  dem  phi- 
geste  abende,  aubent,  an  dem  hai- 
ligen  abent  ze  am  nahsten  fritag 
vor  -,  nach  ussgender  -,  an  dem 
mentag,  am  zinstag  in  den  -,  an 
dem  sunnentag  ze  usgender,  us- 
gänder  donrstag  in  der  an 
dem  naehsten  dunrstag  vor  dem 
hailigen  tag  ze  -  49,25.  96,10. 
176,5. 182,15. 212,15. 252,30. 253,20. 
254,10. 291,30. 305,5. 385,25. 455,15. 

476.10.  586,10.  603,15.  623,10; 
Octava  festi  -  138,1.  200,20.  401,20. 

Pfister,  Bäcker,  phister,  pistor  52,1. 

339,25  usw. 

Pflug,  pflüge  296,30; 

Ain  halber  -  630,15. 

Pfründe,  phrunde,  pfrund,  pfründ, 
pfrunde,  phrund,  phründan  82,5. 

207,25.  263,1.  355,15.  552,5. 592,35. 
667,1 ; 

-  gewinnen  657,5. 

Pfründner,  pfrunder,  pfrundner,  phrun- 
dener,  prebendarius  418,15.  501,15. 

519.10.  534,25.  575,30;  5.  auch 
Heiligkreuztal  und  Salem,  Pfründ¬ 
ner. 

Ph.  s.  auch  Pf. 

Phennig,  phenning  s.  Pfennig. 
Phründener  s.  Pfründner. 

Pignus,  Nomine  pignoris  obligare  660,1. 
Pilliator,  Hutmacher  (?)  H.  51,35. 
Pistor  s.  Pfister. 

Pitanz,  pitanci,  pitantz,  bittantz,  pit- 
tantz,  pictantzi,  pyttantzy,  pittanzi 
ampt,  bitantzi,  bitancz,  -  und  jar- 
ziten,  -  der  jar  ziten,  bytantz,  pi- 


Glossar. 


811 


tanciam  ministrare,  Speisemeisterei 
eines  Klosters  (Buck  a.  a.  0.  206), 
102,35. 249,1. 490,15. 492,25.  494,30. 

497.5.  581,1.  589,15.  591,35.  605,25. 
608,30. 609,15. 611,5. 613,20. 615,15. 

620.25. 623.25. 625.10. 626.25. 633.5. 
636,1. 637,15. 641,35. 643,40. 646,10. 
657,30; 

Pitanz : 

An  tinser  -  und  gemainen  conventz 
tisch  ze  bessrung  an  dem  mal 
richten  529,35; 

Gemainen  convents  -  und  jarziten, 
gemain  -  und  jarziten  589,15. 
606,20. 

Pitanzerin,  pittanzierin,  pittanzmaist- 
rin  494,35.  578,25.  615,25. 
Pontifikat,  pontificatus  6,1.  87,5.  176,30. 

421.5.  596,30. 

Portenarius,  Pförtner  457,10. 
Prebendarius  s.  Pfründner. 

Predicatio,  Predigt  176,15. 

Predig  er  orden,  predier,  prediier  Ordens, 
ordo  predicatorum  3,20.  54,10. 

166,30.  641,10. 

Presentacio  421,15. 

Prior  4,10. 

Probare  excepcionem  137,30. 

Processus  exhibere  332,1. 

Procurator,  verus  et  legitimus  ( zur 
privaten  V  ermögensverwaltung) 

330,10; 

-em  substituere  330,25; 

-  (zur  Stellvertretung)  128,1. 30. 129,5. 

131.5.  133,10.35.  134,5.  137,20. 
146,35.  181,5.  192,20.  195,25. 

196,1.25. 197,10. 198,5.30.  199,1. 

200.5.  244,1.  400,20; 

Nomine  -io  128,30.  134,1.  137,25. 

181.5.  193,5.  195,15.  197,10. 
400,10;  s.  Heiligkreuztal,  Pro- 
curatores ; 

-ium  195,20.  200,5; 

S.  auch  Karl  Müller,  Die  Ess- 
Imger  Pfarrkirche  im  Mittelalter, 
Württembergische  Vierteljahrs¬ 
hefte  16  (1907),  S.  269. 
Producere  in  figura  iudicii  197,10. 


Professor  sacre  theologie  666,25. 
Providere,  provideri  331,35; 

-  de  parrochiali  ecclesia  439,15; 
Provisio  beneficii  ecclesiastici  cum  cura 

vel  sine  439,5. 

Proprius,  proprietas  s.  Eigen. 

Pulsatio,  serotina  -  campane  176,20. 

«t- 

Quitt,  ledig  und  los  sagen  523,20. 

R. 

Rais  126,25. 

Rechte,  reht  genannt  ehafti,  getwinc, 
vreveli  16,15; 

-  unde  geware  han  141,1; 

-  nemen  393,5; 

Zu  dem  -on  ze  sprechent  sitzen  601,30. 
Reclamare  composicionem  133,10. 
Recompensa  84,25. 

Redde,  reddite,  litteras,  sigillatas  128,5. 
35.  138,30.  193,35.  199,25.  200,1. 

202,30.  205,25.  398,20.  402,30. 
Redditus  444,25.  446,5; 

-  et  proyentus  et  obventiones  recol- 

ligere  recipere  locare  et  percipere, 
percipere  exigere  colligere  et  suis 
usibus  applicare  fructus  -  et  pro- 
ventus  330,10.  332,30; 

-  redimere  660,5. 

Reddituarii  censuarii  decimatores  444,20. 

446.1. 

Revender,  reventer,  Teil  des  Klosters 
und  Klosteramt,  s.  Heiligkreuztal 
und  Salem. 

Beversieren,  Sich  90,5.  361,1.  562,35. 

665,10. 

"Reich  168,1. 

Relicta,  Witwe  10,5.  38,35.  400,10. 
Relaxare  s.  Ablass. 

Remedia  et  oblationes  conferre  et  oiferre 
562,15. 

Reminiscere,  dominica  qua  cantatur  - 

199.1. 

Renunciare  46,10.  51,25  usw.  : 

-  omni  actioni,  omni  iure  et  actioni, 

omni  iuris  auxilio,  omni  ex- 
cepcioni  decepcionis  cuiuslibet 


812 


Glossar. 


literis  graciis  privilegiis  consti- 
tucionibus  consuetudinibus  et 
statutis,  omni  iuri  et  iuris 
auxilio  omni  consuetudini  loci  et 
patrie  omnique  suffragio  legum 
et  canonum,  omni  actioni  repe- 
titioni  exceptioni  non  numerate 
pecunie  non  tradite  non  solute 
exceptioni  doti  per  obiectum  de- 
ceptionis  ultra  dimidium  iusti 
pretii  beneficio  restitutionis  in 
integrum  omni  consuetudini  tarn 
loci  quam  patrie  et  generaliter 
omni  iuri  189,5.  243,30.  329,25. 
398,10.  660,5. 

Beservare  beneficium  666,35.  667,5. 

Reservation  667,1. 

Kesignare  51,25; 

-  ad  manus,  iuri  -  et  renunciare 

84,20.  25, 

Besignacio  84,25; 

Besignationem  facere  82,30. 

Bichtung  340,20.  403,5. 

Bind,  rint,  rinder  162,25. 173,20.  255,20. 

465,25; 

Ain  ziehend  -  105,35; 

Zwain  -n  akker  665,15. 

Bodel,  rotula  130,5.  195,20. 

Boggen,  siligo  32,1. 90,30. 105,35. 232,25. 

366,15.  435,10.  559,20.  562,15. 

Boss,  rosse,  rose  162,25.  173,20.  255,25. 

465,25.  630,15.  666,5. 

Rückgabe  27,25. 

Bütinen  435,30. 

Bdtlin,  Ain  373,10. 

S. 

Sacerdocium,  ad  -  non  promotus  421,20. 

Sachwalter  665,5. 

Sacrista  331,20. 

Saigen,  segen,  säen  126,20. 

Sängerin ,  saingerin  89,20. 

Sallarium,  Honorar  200,25. 

Salman  12,25. 

Samen,  same  126,20.  578,30; 

-  schazzin,  schätzin  105,5.  126,25. 

Sammlung,  samenuge,  samenunge  s. 

Heiligkreuztal. 


Samstag,  samstach,  samztag,  samsstag, 
samestag,  sammestag,  sampstag, 
an  dem  -  vor  unserre  vrown  tage 
der  jungerun  77,35.  91,10; 

An  dem  -  nach  dem  z weiften  tag 
33,25.  50,15.  77,35.  91,10.  107,10. 
35.  126,1.  136,30.  162,15.  201,20. 

209.15.  247,20.  250,20.  260,10. 
311,10.  312,25.  316,25.  317,10. 

321.15.  351,1.  378,10.  498,5. 

503.35.  647,35.  667,25. 
Sanctimonialis,  sanctimoniales  101,15. 

102,30. 

Sanctitas  666,25. 

Sanus  per  dei  graciam  mente  corpore 
sensu  et  ratione  648,15. 

Sat  296,30. 

Sättell  (s.  Buck  225)  321,30. 

Schaden  abe  tun,  abtun  67,25.  480,1; 

-  bringen  noch  beren  651,10.  657,30; 
Uf  -  gewinnen  666,5. 

Schafe  162,25. 

Schaiden  106,30; 

Sich  von  dem  gut  -  384,15. 
Schätzen ,  schätzin,  schazzin  105,5.126,25. 
Schätzung,  Nah  biderber  -  105,10. 
Scheffel,  schowel,  schoffel,  schoffelü, 
scoffel,  scoeffel,  schefol,  schoffol, 
scheffel,  schoffel,  schofel,  schoffeli, 
schoffely,  schoeffel,  modius,  gemains 
korns  Veringer  messe  79,15; 

-  korns  as  dd  garb  treit  206,5.  366,15. 

565,20; 

-  vezo,  phesa,  pheza,  veso,  veson, 

vesen  96,20.  366,20.  623,35; 

-  geritterroter  -  377,20; 

-  haberne,  habern,  habener  56,15. 

96.20.  105,35.  119,10.  206,5. 

377.20.  445,15.  565,20.  570,25. 

623.35.  630,5; 

-  roggen  105,35.  119,10.  232,25. 

366,20; 

-  kornes  roggen  mischlatun  oder  habern 

153,20; 

-  Winterkorns  445,15; 

-  kernes  449,15; 

Ain  -  ols  22,15.  499,5. 


Glossar. 


813 


Schiedleute,  schidelüte,  schidelute,  schid- 
lüt  19,20.  107,5.  140,30.  340,25; 

-  und  gezüge  79,20. 

Schidung  107,5. 

Schilling,  solidus,  Hallensium,  denario- 
rum  Hallensium  53,35.  97,10  usw. 
Schiur,  schüren,  Scheuer  517,25.  539,5. 
Schlaich,  Ainen  -  tun  646,20. 
Schneiden,  schniden,  schnidenne  105,1. 

126,20. 

Schnitter  296,30; 

Mit  ainem  -  dienen  630,10. 
Schultern,  schulterra,  schulterren, 
Schweins-  96,20.  366,15. 

Schuposs,  schüboz,  schüppüssen  12,25. 

61,1.  435,10. 

Schüren  s.  Schiur. 

Schutz  vom  Papst  1,5; 

-  vom  Reich  2,5. 

Scolaris  442,25. 

Schwieger,  schwyger,  schwiger  643,5. 
Schwören,  swern,  geschwern,  ze  den 
hailigen,  zen  hailigon  82,5.  85,10. 
96,1; 

-  zu  got  und  zu  den  hailigen  603,1. 
Segen  s.  saigen. 

Selbstschulden,  selbscholn,  -  und  bürgen 
266,10. 438,5. 518,25. 574,20. 598,35. 
Selbtätig  gelt  351,35; 

-  gut  325,5. 

Selgeräte ,  selegeraete,  selegerait,  sele- 
girait,  selgerete,  selgerait,  selgeräte, 
selegeret,  rehtes,  -  und  almusen 
(Buck  a.  a.  O.  256)  44,15.  60,10. 

61.30.  62,20.  80,15.  81,1.  96,20. 
141,15.  150,20.  206,35.  360,25. 

462,25. 

Selmesse  s.  Messe. 

Sentenz,  sententia  diffinitiva  138,25. 

203,20.  204,20.  205,25; 

-s  interlocutorias  et  diffinitivas  audire 
330,20; 

Excommunicacio  late  -e  205,15. 
Setzen,  sezen  (versetzen,  verpfänden) 

120.30.  663,30  usw. 

Sepelire  in  conventu  -  99,5. 

Sepultura,  ecclesiastica  264,1. 

Seuma,  Weinmass  s.  Wein. 


Silber  unde  phennige  geben  58,30. 65,10; 
Gutes  unde  gewegenes  -  58,1; 
-geschirre  162,25. 

Solidi  s.  Schilling. 

Sonntag,  sontag,  sunnentag,  sunnetag, 
sunentag,  sunn untag,  sunntag,  sun- 
tag,  dies  sabbatus,  dominica  34,10. 
45,5.  70,1.  88,1.  110,10.  162,35. 

170.10.  212,15.  224,30.  227,15. 

285.25.  440,30.  466,30.  528,10. 

607.10.  639,30.  648,1.  671,1; 

An  dem  wissen  -  34,10.  455,10. 647,35. 

655,20. 

Spelte  s.  Vesen. 

Stadel  455,5. 

Stadtgerechtigkeit ,  ain  statt  machen  mit 
mäüren  und  mit  graben  167,20. 
Stallung  und  howe  geben  666,5. 

Stan,  lan  den  hof,  das  dorf  121,1.  5. 
Steltzen  (cfr.  Buck  a.  a.  0. 269)  665,20. 
Stiftung  62,30. 

Steuer,  stewern,  steur,  stiur,  stür  169,25. 
170,15.  404,15; 

-  weren  und  rihten  404,15; 

-  geben,  herbst  -,  mayen  -  434,35; 
Hain-  603,30. 

Stilus  Eomane  curie  402,30. 

Strata  publica  vulgo  dicta  der  ufgeworfen 
weg  663,1. 

Stüffvatter,  Stiefvater  637,1. 

Stür  s.  Steuer. 

Subdelegatus  400,20. 

Suffraganei  48,10. 

Sunnentag  s.  Sonntag. 

Suspendere,  ab  officio  divinorum,  -  et 
excommunicare  329,25.  458,5. 
Suspension  138,20. 

Swern  s.  Schwören. 

Syndicus  et  procurator  400,10; 

Nomine  syndicatus,  syndicatorio  et 
procuratorio  400,10.  401,25. 

T. 

Taeding,  tedinge,  gerihte  und  -  61,5. 

251.25. 

Tädinger  476,5.  638,15. 

Täfern,  Die  -  ze  Ertingen  435,20. 


814 


Glossar. 


Tag  machen,  -  und  beschaiden  630,1. 
644,15; 

Ze  tagen  bringen  598,5; 

Ze  iren  -en  komen  311,10.  321,35. 
Terminansetzung  129,1.  130,1; 

Partibus  terminum  dare  193,20. 
Testis,  testes,  Dicere  in  -  128,30. 129,5; 

-  iuratus  130,20; 

- os  recipere  193,10; 

-  producere  193,15. 

Testimonium  perhibere,  ferre  128,1; 

Inductus  pro  -io  130,10. 

Tisch,  tysch,  über  ir  tische  dänun  115,30. 
325,30; 

Gein  über  -  137,10; 

Gemain  -,  gemain  -  und  pyttantzy, 
pittantz  566,10.  581,1.  629,20. 
Torculare,  Torggel  663,20. 

Torsch,  von  turren,  ivagen  602,40. 
Tradere,  libere  51,25. 

Tragen  23,30. 

Träger,  tragaer,  671,25.35.  672,20; 

-  dez  gutez  34,35; 

Getriuwer,  getriwer,  getrewer-  323,25. 
512,10; 

-  der  zehenden  670,35; 

Zu  einem  -  geben  670,35. 

Transire  sine  alia  lectione  666,35. 
Transsumpt,  transsumptum  4,1.  6,15. 
Tratt,  von  waidan  -  und  widan  619,1; 

An  -  holtz  widan  und  waid  620,1. 
Tröster ,  troster,  rechter,  Versprecher 
und  gewehr  545,15. 

Tun,  dun,  getün,  -  und  vollbringen  mit 
mund  und  mit  handen  und  och  mit 
aller  behügd  wort  und  getat  577,5; 

-  mit  gesundem  lip,  do  ich  wohl 

mocht  varen  und  gan  552,10; 

-  und  vollefuren  mit  hand  und  mit 

munde  mit  verziehen  und  mit 
ufgeben  und  gemainlich  mit  aller 
ehafti  notturft  wort  werk  und 
handgetat  568,20. 

Tunggen  s.  Düngen. 

Tutor  534,30; 

-  et  advocatus  infantum  84,15. 


U. 

Übergabe ,  Übergaab  24,1. 

Übirniessen,  überniessen  174,35.  346,20. 
Ubersessen  nütz  354,30. 

IJbersitzen  483,35.  668,35. 

Übertragen  31,5. 

Ufvertag,  uffert,  uffvart  s.  Ascensio. 
Uff  geben  mütwilleclich  465,25; 

-  und  ledig  und  losz  laszen  und  nie- 

mant  daran  nit  irren  592,35. 
Ufrihten  32,20; 

-  ane  schaden  211,5.  246,5; 

-  und  verstaun  229,35; 

-  vertretten  und  verstän  230,30.236,20 ; 

-  und  verspraechen  235,15; 

W er  sin  und  -  und  versprechen  252,20 ; 

-  nach  der  stett  reht  ze  Riedlingen 

517,35; 

-  vertgen  verstän  und  versprechen 

rihtig  ledig  loz  und  unansprächig 
machen  505,25. 

Uffschlag  589,20; 

-  der  zins  590,5. 

Uff  senden  573,30. 

Uhtwaid  s.  Waid. 

Umstossen,  Verkauf  28,25. 

Undecim  milia  virginum  s.  Elftausend 

Mägde  Tag. 

Undergang,  underganch  72,5.  74,1. 
108,25.  620,10. 

Underschid,  underschaid  619,20. 25. 
Unire  annectere  et  incorporare  596,20; 

Unio  annexio  et  incorporacio  596,25. 
Unschlid,  Unschlitt  559,35. 

Unsempari  10,30  und  Berichtigungen. 
Unvogtbär,  aigen  -  undienstbär,  un- 
verkümmertz  unirrigs  und  unan¬ 
sprächig  gut  593,25. 

Urlob  geben,  urloben  364,15.  519,15. 
Urnae  vini  s.  Wein. 

Ursaz,  Ersatz ,  Unterpfand  61,35. 
Ursuchi,  Ausflucht  577,1. 

Urtail  ertailen,  -  umb  fragen  585,35. 
Mit  unzerhollner  und  gemainer  ain- 
muteklicher  -  602,30; 

Mit  unzerworfner  -  603,15. 

Urtat,  urtaite,  ze  -  ane  werden,  zu  einem 


Glossar. 


815 


Abschluss ,  zu  einer  Änderung  I 
kommen  105,10.  106,1.  126,30. 
Usdingen,  sich  uzdingen  71,10.  73,15. 
202,1. 

Usrihten,  versprechen  und  verstän  500,5. 
Ussman,  Mann  von  ausserhalb  348,1. 
Usualis  moneta  99,1; 

Usuale  pondus  659,25. 

Usurariam  pravitatem  exercere  263,35. 
Ut  =  nicht  453,20. 

W. 

Wachs,  wahs,  ain  kerzun  mit  -  steken 
248,35;  s.  auch  Zins. 

Wahszaichen  57,5. 

Waid,  waide  504,30  usw. ; 

Varn  uf  all  -  296,35; 

Von  -an  tratt  und  widan  s.  Tratt; 
Uht-  475,20. 

Waiden  475,15. 

War  gemachen  mit  zwain  erberen  mannen 
und  mit  ir  selber  hant,  daz  dü  du 
dritt  war  466,5. 

Waran diam  praestare  660,10. 

Waran  dus  empcionis  et  vendicionis  398,5. 
Wässeri  549,30. 

Wechsel ,  wehsei,  ain  -  tun  325,1; 

Ze  -  gen  338,5; 

-wis,  -wisen  319,5.  386,5.  487,35. 
653,20.  665,35. 

Wege  über  min  gut  33,20. 

Wegelosi,  weglosi,  weglösy  (. 's.  Schmetter 
a.  a.  O.  II,  8 76)  139,10.  632,25; 

Die  -  rihten  384,35; 

-  geben  384,30; 

Ze  -  verlihen  384,30.  385,5; 

Die  -  übervaren  385,5; 

Ze  -  stehen  385,25; 

Erschaetz  oder  -  608,1; 

Ze  erschatz  und  ze  -  verlihen  608,15. 
W eiberiehen  s.  Lehen. 

Weihen,  consecrare  9,5; 

Altäre  maius  nec  non  alia  tria  altaria 
-  114,25. 

Weihe,  Kirchweihe,  dedicacio,  dedication 
37,25; 

-  ettlicher  Alltär  110,10; 


Weihe : 

Uff  sontag  nah  der  uffartt,  Altar-, 
in  dominica  infra  ascensionem 
domini  110,10.  114,35; 

In  sollempnitatibus  et  dedicacionibus 
altarium  ac  patronorum  eorundem 
115,1; 

-  monasterii  176,15. 

Weihnachten ,  wihennahten,  wihenahten, 

weichen  nechten,  wichennaechten, 
wihenahten,  wihennahten,  an  dem 
hailigen  ab  ent  ze  -,  festum  nati- 
vitatis  domini  7,25.  25,30.  120,35. 
153,1.  156,5.  176,5.  202,25.  268,5. 

275.25.  281,10.  287,20.  300,25. 

311,15.  312,25.  327,10.  462,35. 

494.25.  529,1.  546,30.  655,15. 
Weiher,  wyger,  Orts-  16,25.  435,30. 
Wein ,  vinum,  maz  wines,  vins  52,15.66,30; 

Ain  drittentail  ainer  mas  -  220,25; 
Ain  halb  mauz  -  254,5; 

Aine  halbe  mas  -  96,25.  169,5. 501,15; 
Una  seuma  vini  147,5; 

Vier  aimer  -  320,1; 

Una  urna  vini  97,10.  133,5; 

Quinque  urne  vini  mensure  in  Esse¬ 
lingen  63,25 ; 

Siben  ymi  wingeltez  141,5; 

Ain  halber  afiner  -  177,25; 

Ain  viertafl  -  177,30; 

Aine  halbe  mässe  -  und  ain  wisses 
brot  254,5. 

W einzehnten  663,10. 

Wh  am  s.  Oheim. 

Weise,  wis,  in  der  errun  -  und  pin 
501,30. 

Weidelin  669,30. 

Weren  32,20.  34,30.  36,20.  55,10.  68,20 

USIV. ; 

Wer,  gewer,  w&r,  geweren,  gweren, 
weren  246,10; 

Rehter  -  71,30.  588,25; 

-  setzen  100,15.  246,1.  327,30.  337,1; 
Ze  troster  und  ze  -  setzen  151,5. 

390,5; 

-  sin  an  gaeschlichem  und  an  welt¬ 

lichem  geriht  nah  reht  und  nach 
des  landes  gewonhaet  162,5 ; 


816 


Glossar. 


Wer: 

Ze  bürgen  und  ze  -  setzen  821,5; 
Die  -  losen  246,15.  328,10; 

-  werden,  -  sin  36,25.  39,25.  58,1. 

59,25.  61,5.  73,25.  151,35. 183,35. 
222,20.  311,5.  328,5; 

In  nuzelicher  -  han  50,35; 

Leplich  gewerot  sin  87,25. 
Werschaft,  gewere,  Währschaft  23,35. 
109,30. 111,1*5. 157,5. 171,15. 174,15. 
180,1.  201,35.  246,30.  256,15; 

-  erbietin  111,10; 

-  und  sicherhaiet  177,25; 

-,  virstan,  verstan  und  versprechen, 
verstän,  -  in  manotz  frist  210,35. 

211.35.  286,30.  393,25.  432,20. 

433.35.  533,35; 

-  jar  und  tag  321,5; 

-  als  ze  Mengen  reht  ist  418,1; 

-  nach  der  stat  recht  ze  Mangen 

536,20; 

-  nach  des  landes  reht  667,20. 
Werschazze,  ze  -  stan  149,25. 

Waid  an,  von  -  tratt  und  widan  s. 
Tratt. 

Widern,  wydem,  diu  -  435,10.  606,20. 

671,20  usw. 

Wider  vallen  192,5. 

Widerlassen  und  widergeben  239,25; 
Widerlegen  75,25. 106,5.  555,15.  600,35. 

627,5.  643,25; 

-  und  abrihten  105,5. 

Widerrüffen  586,1. 

Wihennähten  s.  Weihnachten. 

Win  s.  Wein. 

Wis  s.  Weise. 

Wisflek  336,25.  597,15. 

Witraite,  witraiti  504,30; 

-  und  die  lantgarb  von  der  -  430,35; 
Die  -  vertigen  431,1. 

Wochenmarkt  167,30. 

Wolgesunt  und  besinte  libes  nnd  mutes, 
do  ich  wol  riten  und  gan  moht 

492,5. 

Wydem  s.  Widern. 

Wyger  s.  Weiher. 


Y. 

Ymi,  ymmü,  ymin,  Weinmass,  wingeltez 
141,5; 

Zehen  -  61  geltz  558,15. 

Ypotheca  517,20. 

Z. 

Zehnten ,  zehend,  zenhend,  zenhent, 
vierdentail  des  -,  decima,  decima- 
ciones  2,1.  30,30.  32,15.  53,10. 

103.35.  209,30.  214,35. 220,1.  265,5. 

292.35.  316,20.  412,30.  427,10. 
444,25.  446.5.  564,1.  581,1.  606,20. 

670,1.5.  35; 

-  und  langarb  78,10; 

Taxatio  decime  667,5; 

Klain,  khlein-  und  gross-,  -  minuta, 
maior  179,30.  266,30.  316,20. 
323,1.  531,20.  533,30.  562,10. 15; 
Gross-  231,20; 

Laygen  -  365,30.  670,20; 

Den  -en  ledgen  265,15; 

Die  lehenschaft  dez  -en  324,15; 
-hoff  373,1; 

-  avene  446,10; 

-  des  howes,  -  feni  38,35.  256,10; 

-  pratorum,  -  der  wise  102,30. 173,15. 

322,15.  338,15; 

-  agri  102,30; 

-  vonn  vich  2,1; 

Garten  -  322,15; 

8.  auch  Zins  ; 

Alter  -  7,20; 

Neubruch-  2,1.  7,25;  s.  auch  Laien. 
Zehntlein,  zehendli,  cehendli,  zenhendli 
293,10.  294,10.  462,25. 

Zehenden  (Verbum)  179,30. 

Zeigen,  Dri  296,30. 

Zeremoniell  157,5. 355,15. 398,35. 453,25. 

477.35.  512,10.  646,25; 

Adhibita  verborum  et  gestuum  sol- 

lempnitate  84,20.  147,20; 
Adhibita  in  premissis  omni  sollemp- 
nitate  debita  et  consueta  verborum 
ac  gestuum  que  in  huiusmodi 
vendicionibus  seu  contractibus 
intermonasteria  adhiberi  seu  fieri 
consueverunt  188,35.  659,30. 


Glossar. 


817 


Zil,  zill,  in  den  -n,  -en,  102,20. 121,1. 
182,5.  298,1.  295,30.  447,80.  459,30. 

513.20.  642,20; 

-  geben  551,25. 

Zins ,  zinz,  census,  jaerglicher,  ewek- 
licher,  rehter,  järlich  -  und  ewigs 
gelt,  ze  -  rillten  und  gen,  nomine 

-  solvere,  dare,  83,10.  84,1.  133,1. 

134,10.  177,20.  181,30.  222,15.  j 

244.20.  292,35.  402,15.  488,10.  | 

521,25.  529,20.  572,35.  592,1; 

Wachs-,  von  einem  U  Wachs,  ain 
pfunt  wahses,  una  libra  cere, 

reddere  unam  libram  cere  annu- 
atim,  in  festo  b.  Martini  nomine  - 

7,25.  12,20.  15,1.  83,10.  84,1. 

91.15.  238,5.  304,35.  391,10. 

400,35.  402,15.  458,30.  495,1. 

508.15.  663,1; 

von  */2  &,  ain  halp  phunt  wahses, 

-  ain  halbes  phunt  wahses 

11.1.  31,5.  58,30.  62,15. 145,30. 

155,20.  663,5.  664,15.  666,1; 

-  von  74  U,  ain  vierdung  wahs, 

ain  vierdunch  wahsis  158,15. 

164.1.  211,25.  224,1.  508,10; 

-  von  3/4  ti,  dri  vierdung  wahs  508,5 ; 
-von  7«  U,  ain  halber  vlrdunk 

wahz  150,20; 

Erb-  von  1  &  Wachs  9,15; 

-  ain  mas  htingez  145,30; 

-  von  72  U  Pfeffer  661,10; 
Wersessene  zinsen  116,30; 

Niezen  aine  —  120,5 ; 

Vier  Schilling  Costentzer  phenning 
-  gelt,  ain  schillink  phenninge 
Costencer,  -  denariorum  Constan- 
tiensium,  ain  phunt  guter  italiger 
Haller  159,20.  172,1.  179,10. 
181,30; 


Zins : 

-lehen,  unveräusserliches  31,15; 

-  ewigs  err  -  647,20; 

Garten  -  572,35;  s.  auch  Zehnten. 
Hoffstat-  391,10.  517,30.  626,30; 
H5w-  632,5; 

Wein-  63,10.  320,1 ; 

-  vellig  werden  488,20; 

Zinsaer,  zinser  uf  unserri  alter,  uff 
den  altar  285,20.  293,30.  356,5; 
-höriger,  freier  22,25 ; 

- termine :  Ze  der  liehtmisse  155,20; 
Ze  sant  Jolians  tage  des  tofers 
211,30; 

Ze  sant  Jacobs  tag  150,20; 

Ze  sant  Michels  mis,  tag  103,15. 
185,5.  224,5; 

Ze  sant  Martis  tag,  ze  sant  Martis 
dult,  in  festo  b.  Martini  83,10. 

84,1.  158,15.  164,1.  202,1. 

S.  auch  Zehnten. 

Cinsen  79,15. 

Zinztag,  zinstag,  Dienstag  65,35.  72  25. 

74,20.  92,10.  212,5.  216,25.  220,35. 

238.15.  239,35.  268,20.  272,20. 

275,25.  276,5.  277,20.  278,30.  280,5. 
306,30.  309,5.  368,1.  390,35.  454,25. 

476.10.  492,30.  511,25.  515,20. 

526.15.  553,15.  569,1.25.  603,15. 

620.10.  672,25. 

Zihen,  sich,  mit  sin  selbz  lib  552,1. 
Ziug  und  ansagen  (!)  576,10. 

Zugelt  643,30. 

Zustimmung  der  Eigentümer  3,10; 

-  der  Erben  3,5. 

Zwelf  hotten  tag  (Apostel)  248,35;  s. 
auch  unter  den  einzelnen  Apostel¬ 
namen. 

Zwing  und  banne  351,20  usw. 


Wtirtt.  Geschichtsquellen  IX. 


52 


Berichtigungen  und  Ergänzungen 


3.  10,34  lies:  unsempari  statt  sempari. 

S.  11,24  ergänze:  FUB.  V,  171. 

S.  16,31  „  REG.  2248;  MVGAH.  3,61 f.  (Die  in  den  MVGAH.  3 ff. 

veröffentlichten  Regesten  zur  Geschichte  der  Grafen  von  Veringen  sind 
noch  separat  heraasgegeben  [1872].) 

3.  17,23  ergänze:  FÜR.  V,  ISO. 

8.  17,31  „  „  V,  ISO,  1. 

8.  21,10  „  RFC.  2293. 

S.  21,21  „  „  2416. 

8.  21,31  „  FÜR.  V,  190 ,  2. 

8.  23,23  „  „  V,  171, 3. 

S.  23,37  „  „  V,  171, 2. 

S.  25,28  „  REC.  2580 ;  Weech,  Nr.  659;  ZGORh.  38,394. 

3.  25,38  „  FÜR.  V,  190,  3. 

3.  26,6  „  „  V,  171, 4. 

3.26,13  „  „  V,  190,4. 

3.  29,35  „  REC .  2729;  WJb.  1826,88. 

S.  30,29/30  lies:  Die  Brüder  Wezel,  Heinrich  Wezel  und  .  .  . 


Nach  S.  32,34 

ergänze:  WUR.X,38. 

S.  33,30 

J? 

X,  111. 

S.  34,12 

;? 

X,  115. 

8.  35,6 

V  >? 

X,  135. 

S.  35,28 

>5 

X,  149. 

S.  37,2 

>7  5J 

X,  221. 

8.  37,36 

V  >5 

X,  200 :  REC.  2866. 

S.  38,18 

>7  >7 

X,  251. 

3.  39,6 

77  7? 

X,  287. 

V 

S.  40,3 

7>  77 

X,  326. 

S.  40,30 

77  77 

X,  337. 

}J 

8.  41,9 

77  77 

X,  413. 

3.  41,20  lies  anstatt  Ag[nes] 

Ag. 

Nach  S.  42,1 

ergänze:  WUR.  X,  415. 

>> 

8.  42,25 

77  77 

X,  465. 

3.  43,16 

77  77 

X,  507. 

8.  43,32  lies:  C.  müter  anstatt  C.  Muter. 

Nach  8.  48,25 

ergänze:  REC.  3099;  Potthast  10254. 

S.  52,24 

„  WUR.  X,  289. 

819 


Berichtigungen  und  Ergänzungen. 


S.  55,23  fällt  a)  bei  degana)  weg. 

S.  72,32  ist  der  Satz:  Eine  CCH  ...  zu  streichen. 

S.  89,18  ist  wahrscheinlich  Sängerin  zu  lesen  anstatt  Saingerin; 

S.  89,22  dann  auch  saingerinun. 

S.  99,30  jedenfalls  Medici  (Übs.  von  Arzat)  anstatt  medici. 

Nach  S.  113,24  ergänze:  REC.  n  85. 

„  S.  115,11  „  „  n  86. 

„  S.  155,28  „  Weech  1052 *• 

S.  157,10  muss  es  heissen:  closters. 

S.  157,19  lies:  1330.  2.  März  anstatt  26.  Februar. 

S.  158,10  ergänze:  Lu  .  .  .  zu  Lutzis. 

Nach  S.  158,36  ergänze:  Weech  1052  *•;  Zioölf  Salemer  Urkunden  des  13.  und 
14.  Jahrhunderts.  Mitgeteilt  von  A.  Lichtschlag,  Sigmaringen  [1870],  IX. 
„  S.  176,24  ergänze;  REC.  n  133. 

S.  199,25  lies:  Kedde  anstatt  Reddite. 

S.  215,27:  Das  Datum  ist  zu  ändern  in  :  1350.  4.  April  und  die  Urkunde  ist 
einzureihen  nach  S.  294,6. 

S.  221,5  lies:  Engelburg  anstatt  Engelb[r]urg. 

S.  300,5  ist  *)  bei  phenning1)  zu  streichen. 

Nach  S.  329,23  ergänze:  REC.  5191. 

„  S.  331,3  „  „  5190. 

„  S.  333,20  „  „  5189. 

S.  367,16  liest  Dr.  Stössel,  Stuttgart:  D*pn  rDtfcTl 

Nach  S.  372,7  ergänze:  Wilflingen  nach:  1358.  7.  Dezember. 

„  S.  443,40  „  REC.  5981. 

S.  520,25  fällt  l)  bei  Werntzin J)  weg. 

Nach  S.  562,33  ergänze:  REC.  6678. 

„  S.  563,6  „  „  6679. 

„  S.  569,4  „  FUB.  VI,  199, 1. 

„  S.  581,19  „  „  VI,  47, 2 a- 

S.  615,24  lies:  von  uns  hat.  Ze  Binswangen  Schaidli. 

S.  639,36  lies:  Nr.  796  anstatt  Nr.  797. 


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